Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen



Wir werden dem Diktator Mubarak noch nachweinen

Lesezeit: 6:30

Die Chancen des ägyptischen Präsidenten, politisch noch irgendwie zu überleben oder zumindest ehrenvoll abzutreten, sind geringer als die auf einen Lotteriegewinn. Noch kleiner sind aber die der Ägypter, ihrer Nachbarn und der Europäer, dass sie sich nach dem Ende der Umbruchsperiode zumindest mehrheitlich als Gewinner fühlen werden.

Das bevorstehende Ende Mubaraks merkte ich vor 14 Tagen – also noch vor den ersten Demonstrationen – bei einem längeren Gespräch mit einem höherrangigen ägyptischen Diplomaten. Dieser sprach zu meiner Überraschung schon damals von der Ära Mubarak nur noch in der Vergangenheit und schloss schon damals aus, dass Hosni Mubarak von seinem Sohn beerbt werden könnte.

So wie in einer Demokratie eine noch so erfolgreiche Partei irgendwann abgewählt wird, ist es auch bei Diktatoren: Jede politische Uhr läuft einmal ab. Auch wenn Mubarak „nur“ ein autoritärer Diktator war, der lediglich das Machtmonopol verteidigt hat, nicht jedoch wie ein totalitäres Regime auch das Denken, das Privatleben, das Wirtschaftsleben seiner Untertanen komplett zu kontrollieren versuchte.

Die drei Jahrzehnte Mubaraks sind Geschichte. Sie sind aber keineswegs nur negative Geschichte. Denn sie haben für die Ägypter auch eine lange Periode des Friedens bedeutet. Das war nach den davorliegenden ständigen Nahostkriegen ein gewaltiger Wechsel – ein Wechsel freilich, dessen sich der Großteil der heutigen Ägypter auf Grund ihres Alters heute gar nicht mehr bewusst ist. Diese Generation fühlt sich daher dem Diktator gegenüber logischerweise zu keinerlei Dank verpflichtet. Ganz im Gegenteil: Sie macht ihm – neben vielem anderem – das gute Verhältnis zu Israel und den USA zum Vorwurf.

Dennoch war es eine große Leistung Mubaraks, sich weder vom arabischen Nationalismus noch vom islamischen Fanatismus in einen weiteren Krieg gegen Israel schicken zu lassen. Obwohl es für bedrängte Herrscher immer eine bewährte Strategie ist, sich bei inneren Schwierigkeiten gegen einen äußeren Feind zu wenden.

Vieles andere steht aber auf der Negativliste Mubaraks. Letztlich stürzt er über eine Revolte gegen Armut und Arbeitslosigkeit. Wirtschaftlich hat das Land überhaupt nur dank der immensen Geldflüsse aus den USA überleben können. Kairo war nach Israel der zweitgrößte Empfänger amerikanischer Hilfe. Dennoch machten sich immer stärker die negativen sozialen Faktoren bemerkbar:

  • Ein explosives Bevölkerungswachstum, das alle fünf Jahre die Zahl der Ägypter um rund zehn Prozent vermehrt, also um die Größe der österreichischen Bevölkerung;
  • die endemische Korruption;
  • der Rohstoffmangel (der Ägypten zum Unterschied von einigen anderen islamischen Ländern nicht einmal eine mit Petrodollars gekaufte Prosperität ermöglicht);
  • und eine Religion, die ganz offensichtlich der schlimmste Entwicklungs- und Wachstumshemmer in allen Ländern ist, wo sie die Mehrheit hat (selbst bei den im Öl schwimmenden Golfstaaten ist es ja zweifelhaft, ob diese bei Versiegen des Ölstroms auch nur ein Jahr lang ohne Krise überleben können).

Alle vier Faktoren wird es aber auch nach Mubarak geben. So wie es sie in ganz ähnlicher Weise auch in Tunesien nach dem Abgang des dortigen Diktators gibt. Wer glaubt, dass der Sturz eines Potentaten daran etwas ändert, der täuscht sich.

Denn am Ende einer Revolution werden zusätzlich die Kosten des Umsturzes als weitere Last dazukommen: die Zerstörungen der Revolutionszeit; das Ausbleiben der Touristen; das Zögern der Investoren; die offene Frage, ob die USA weiterhin alljährlich so tief in die Geldtasche greifen werden (auf republikanischer Seite gibt es ja viel Kritik an der Auslandshilfe); und die vermutliche Vertreibung eines Großteils auch der mittleren Führungsschicht, welche erst nach einer längeren Übergangsfrist durch eine neue ersetzt werden wird.

Natürlich gibt es in Ägyptens Städten eine Mittelschicht. Diese träumt nun von einer rechtsstaatlichen Demokratie nach europäischem Muster. Eine solche würden wir den Ägyptern auch heftig wünschen. Doch fehlen dem Land und insbesondere den islamischen Zivilisationen ein von den armen und überwiegend ländlichen Massen mitgetragener kultureller Wurzelgrund und eine ökonomische Basis. Nur darauf aber kann sich in aller Regel eine stabile Demokratie entwickeln. Demokratie kann man einer Kultur nur schwer aufpfropfen, wenn sie noch nicht reif dafür ist.

Daher sind drei andere Szenarien für die Zukunft Ägyptens viel wahrscheinlicher.

  1. Die erste Variante: Nach Wochen und Monaten der Turbulenzen, nach ein oder zwei schwachen Übergangsregierungen, wohl auch nach einem chaotischen Wahlgang wird sich ein neuer Diktator an die Spitze setzen, etwa ein starker Mann aus der Armee. Und zumindest anfangs wird er sogar Zustimmung finden, weil sich die Ägypter dann schon längst wieder nach Ruhe und Ordnung sehnen werden, weil sie gemerkt haben werden, dass eine Revolution die Töpfe des Landes nicht gefüllt, sondern noch leerer gemacht hat. Sollte sich der neue starke Mann auch weiterhin an den Friedensvertrag mit Israel halten, sollte er etwas von Wirtschaft verstehen und weniger korrupt sein als die Vorgänger, würde das der Region wieder auf etliche Zeit Stabilität schenken.
     
  2. Die zweite Variante ist wahrscheinlicher: nämlich, dass sich bei Wahlen unter den ungebildeten Massen islamistische Parteien durchsetzen werden. Dabei sollte man weniger an den Iran als Modell denken, sondern an die Schreckensherrschaft der Hamas im Gaza-Streifen, die ja zunehmend totalitäre Züge annimmt. Man sollte nicht vergessen: Die Hamas ist ursprünglich durchaus demokratisch an die Macht gekommen, weil sie weniger korrupt schien als alle anderen Alternativen. Eine solche islamistische Herrschaft würde zweifellos gegenüber Israel und dem Westen viel aggressiver werden; sie würde die vom bisherigen Regime noch tolerierte koptische Minderheit zu Menschen zweiter Klasse degradieren; sie würde die Wirtschaft des Landes noch mehr lähmen; und sie würde auch wohl keine weiteren Wahlen zulassen, bei denen sie wieder abgewählt werden könnte – zumindest keine freien.
     
  3. Es gibt aber eine noch schlimmere dritte Variante: Dass keine politische, religiöse oder militärische Kraft die Kontrolle über Ägypten in die Hände bekommt, dass vielmehr jahrzehntelang bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, dass jede Ordnung zusammenbricht, dass immer wieder ausländische Armeen intervenieren, wenn auch erfolglos. Beispiele für diesen Weg sind etwa Afghanistan oder Somalia.

Europa sollte sich jedenfalls gut anschnallen angesichts dessen, was da auf den Kontinent zuzukommen droht. Dabei haben wir noch gar nicht davon gesprochen, dass Symptome der tunesisch-ägyptischen Krankheit noch in einem Dutzend weiterer arabischer Staaten zu beobachten sind.

PS: Nichts ist so dramatisch, dass es nicht auch Grund zum Lachen gäbe. Den gibt das Verhalten der europäischen Sozialdemokraten: Sie sind seit einigen Tagen die lautesten, wenn es darum geht, die USA als Hauptschuldige an den ägyptischen Zuständen zu beschimpfen, und darum, einen rascheren Umsturz in Ägypten zu verlangen. Dabei verdrängen sie voller Chuzpe die peinliche Tatsache, dass die Staatspartei des Diktators Mubarak bis heute Vollmitglied in der Sozialistischen Internationale ist. Auch jene aus Tunesien war das – bis man sie nach dem Umsturz blitzschnell hinausgeworfen hat. Diese sozialistische Komplizenschaft gegenüber der Mubarak-Diktatur kontrastiert mit der lautstarken Denunziation Ungarns als „auf dem Weg zur Diktatur“ befindlich. Aber sich für irgendetwas noch zu schämen ist ja schon lange keine politische Kategorie mehr.

PPS: Die Sozialistische Internationale hat übrigens auch keinerlei Probleme damit, dass ihr Präsident Giorgos Papandreou heißt, der im Nebenberuf griechischer Ministerpräsident ist. Und uns allen als solcher sehr teuer ist.

einen Kommentar schreiben
Teilen:
  • email
  • RSS
  • Add to favorites
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    17x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2011 10:41

    Die Linke hetzt gegen die USA, wenn sich die USA einmischt (im Irak) und einen Diktator stürzt (Saddam). Die Linke hetzt gegen die USA, wenn sie sich nicht einmischt (in Ägypten) und einen Diktator nicht stürzt (Mubarak).

    Concusio: Die Linke findet jeden Anlaß gut, um gegen die USA zu hetzen, Hauptsache es geht gegen den kapitalistischen Klassenfeind. Dabei hat sie selber genug Dreck am Stecken, um vor ihrer eigenen Tür zu kehren. Bei der Sozialistischen Internationalen gehen die größten Diktatoren von Tunesien bis Ägypten aus und ein. Das aber bleibt vorsorglich unter der Tuchent.

    Obendrein hat die Linke übersehen, daß es die Republikaner waren, die für eine Einstellungen der Zahlungen an Ägypten waren. Und die Demokraten weiter darauf bestanden. Aber in ihrem Dagegensein-Furor bleibt das unbemerkt, ist doch egal, Hauptsache man kann wieder mal gegen die USA herziehen. Aber das wundert einen schon nicht mehr. Denn aus demselben Grund kann ja auch ein Mubarak Mitglied der Sozialsitischen Internationalen sein. Die Linke unterstützt Diktaturen, und wirft genau das was sie selber tut, anderen vor. Die Linke ist das ärgste, verkommenste, verlogenste Pack unter Gottes Sonne.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2011 08:47

    Zweifellos wird eine re-islamisierung in tunesien und ägypten auch gewaltige auswirkungen auf die türkei haben:
    Wie sich die türkei unter dem islamisten erdogan entwickeln wird, kann man schon anhand zweier demonstrationen islamischer fanatiker in türkischen städten ahnen:

    "Ankara: Nach einer schönen Hasspredigt in der örtlichen Moschee versammelten sich mehrere Hundert Islamfaschisten auf der Straße. Bei dem Marsch zur Ägyptischen Botschaft rief der Mob nicht nur die üblichen Parolen gegen den Staat Israel, bzw. gegen Juden, sondern forderten auch den Tod Mubaraks und die Islamische Revolution.
    Nur einen Tag nach dieser Demonstration von türkischen Islamisten,
    mobilisierten türkische Moslembrüder in Istanbul zu einer Demonstration „gegen die zionistische Marionetten-Regierung in Ägypten“. Wie schon einen Tag zuvor, kam es auch hier zu den üblichen antisemitischen Hasspredigten, inklusive einer symbolischen Verbrennung des „Juden“ Mubarak. (aus prozionnrw)

    Das wird wunderbar, wenn wir diese leute dann in der EU haben......

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2011 11:18

    Wir können die ägyptischen Probleme nicht lösen und auch nicht die Weltprobleme.

    Die, die meinen, sie könnten das, mögen bitte vortreten. Die Betonung liegt auf dem Können und nicht auf dem Vortreten, wie die sozialistisch Internationale das tut.

    Ich hatte hier an der TU einige ägyptische Studenten, geflohene Kopten und das Gegenteil, die 'Bombenfundis'. Alles deutete damals schon (vor etwa 15 Jahren) darauf hin, daß es dort offenbar nicht mehr stimmt mit dem politischen Gesellschaftsgefüge.

    Nun, auch bei uns wird es bald so weit sein, daß Islamisten beginnen werden, das interne Gleichgewicht zu stören, sie tun es ja bereits. Es sind genau jene sozialistischen 'Internationalen', die das forcieren, die dieses Ungleichgewicht herstellen, die das österreichische Volk hier bei uns durch Unterwanderung miesester Unterklassen aus der Türkei vernichten wollen.

    Die sollten lieber leiser treten, der österreichische Wähler wird sie abwählen, es dauert nicht mehr all zu lange, so hoffe ich zumindest.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPhilipp Starl
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2011 00:49

    Gerade sehe ich die ZIB24. Karim el Gawhary:"Aha da finden jetzt auch schon die ersten Prügeleien statt". Ich musste lachen, vor allem weil man davor eine voll verschleierte Muslimin gesehen hatte, die lautstark Rechte einforderte. Die linke Begeisterungsschickeria hat mal wieder nicht den geringsten Schimmer wovon sie redet. In Ihrer maßlosen Ignoranz übersehen sie, dass Moslems nicht wie Europäer sind. Natürlich, o mein Gott, wir sind doch alle gleich, nicht wahr? Das Mantra der Linken ist zum Kotzen, hat es uns doch in die gefährliche Lage gebracht, dass wir uns auch noch mit Unterschichtmoslems, vor allem Unterschichttürken auseinandersetzen müssen, die in Zeiten der Armut die Ersten sein werden, die Probleme machen.

    Zurück zu Ägypten. Ich verweise schon in meinem Gastkommentar auf eine zukünftige Entwicklung. Fakt ist, dass die Muslimbruderschaft die am besten vernetzte Organisation in Ägypten hat. Sollte nach Mubarak ein Machtvakuum bestehen, wird dieses mit großer Wahrscheinlichkeit von diesen "Brüdern" gefüllt. Jene haben nicht wirklich Lust, mit den Zionisten auf Freundschaft zu trinken.

    Ich möchte es auch hier noch einmal betonen: Flüchtlingsströme und hoher Ölpreis sind und auch jetzt schon sicher.
    Und geopolitisch wird es für Israel immer enger. In Europa greifen die Moslems die Juden schon ungeniert an, bespucken sie, bedrohen sie. Ein Israel eingekeilt unter lauter Feinden, diese Situation will man sich nicht einmal vorstellen.

    Passend dazu auch die Brillenschlange der Nation: neeeein Österreich ist keiner Bedrohung ausgesetzt. Guten Morgen, Herr Minister, empfehle einen Kurzurlaub in Ägypten und seinen Nachbarstaaten. Aber Sie sind sowieso rücktrittsreif wie eine faulende Frucht!

  5. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2011 09:30

    "...Die Hamas ist ursprünglich durchaus demokratisch an die Macht gekommen..."

    Die Hamas ist vor allem deswegen an die Macht gekommen, weil von Saudi Arabien massiv finanziell unterstützt. So wie auch die Muslimbruderschaft, Al Kaida, Taliban... sich an finanziellen Zuwendungen der Saudis erfreuen. Dieses schlimmste aller Despotenregime in der Welt ist der "beste Freund" der USA. Wenn man solche "Freunde" hat bzw. auf sie angewiesen ist, verliert man wohl oder übel die "Unschuld". Die USA unterstützen und beschützen den Terrorfinanzier. Aber nicht nur, sie beschützen auch den Islam vor "Ressentiments". Wie Honigseim fließen ihnen dabei die Worte von den Lippen. Wenn man da so manche EU-Richtlinie anschaut könnte man fast schon versucht sein an eine "atlantische Bündnisbeeinflussung" zu glauben. Bezeichnend dabei die p.c.-Sturheit eines doppelhäutigen Rhinozerosses, mit der alle Bedenken weggewischt werden. Dass dieser Umstand den Sozialisten entgegenkommt hat wahrscheinlich mit beider totalitärer Heilsglauben zu tun. Heilsglaube verträgt sich mit Heilsglauben. Auch NAZIS und Moslems fühlten sich gegenseitig stark angezogen. In diesem Kontext muss man m.E. diese Ereignisse in unseren Urlaubsorten und im „ägyptischen Wiener Gäneshäufel“ (KURIER) sehen.

    Wenn es bei Tunesien und Ägypten bleibt, können Saudis und Amis und „Euros“ möglicherweise den Deckel noch draufhalten. Wenn diese Ereignisse aber der Auftakt zu einer arabischen Implosion ist, waren alle politischen Strategien der Saudis und USA Illusion. Niemand könnte das mehr „derheben“ (finanziell). Ich glaube nicht, dass in einer solchen Situation die Araber Israel angreifen. Für einen Krieg braucht man zweitens intakte politische Strukturen und erstens GELD. Beides ist dann nicht mehr vorhanden. Wenn es dann auch noch Saudi Arabien „zerreißt“ könnte dies sogar das Ende des Islam bedeuten. Denn für eine Aufklärung und eine „moderne“ hat diese Religion keinen Plan.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2011 00:45

    Die Sozialistische Internationale hat so manche Leichen im Keller, aber sie hat eine gute und von ihr abhängige Presse und die funktioniert den Keller zu einem Pseudo-Wachsfigurenkabinet der Madame Tussaud um, mit lauter ehrenwerten Helden der Geschichte!
    Diese SI ist wirklich der allerletzte Abschaum verlogenster linker Politik in den letzten Jahrzehnten, ein ursprünglicher Zusammenschluß marxistischer Bewegungen gab sich das Feigenblatt "sozial-DEMOKRATISCHER" Parteien.
    Von wegen, sogar in Wikipedia ist nachzulesen:
    "Der Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Diether Dehm nannte den Ausschluss der Constitutional Democratic Assembly deshalb auch "zu spät und peinlich". "Über 20 Jahre habe die Sozialistische Internationale in skandalöser Nibelungentreue zur Partei des Diktators Ben Ali gestanden", war sein Kommentar."
    Sicherlich wird die Partei Mubaraks nach seinem Sturz scheinheilig hinausgeworfen werden, ob das mit der Partei Papendreous nach dem Staatsbankrott Griechenlands auch so geschehen wird muß man abwarten, vielleicht geht sie noch als verratene Heldin des unermüdlichen Kampfes gegen die internationale Spekulation in die Geschichte ein und der fesche Gergios landet im Wachsfigurenkabinett! Was weiß ein Fremder?

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Februar 2011 05:37

    Zunächst kurz zum Thema:

    die aktuelle Situation der Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens scheint die sowieso recht labile "Weltordnung" nun noch mehr zu destabilisieren; die Auguren hier im Forum scheinen mit ihren meist pessimistischen Aussagen ja anscheinend wirklich richtig zu liegen!
    Schon unser Sinowatz (immerhin promovierter Historiker) meinte seinerzeit, dass eben alles recht kompliziert sei. Nun, was würde er heute zum Weltgeschehen sagen?

    Nun aber ganz bewusst o.t. :

    An den oft superklugen, tiefschürfenden und erhellenden Kommentaren vieler Mitblogger erkenne ich recht offen die Grenzen meines Wissens hinsichtlich der kausalen Zusammenhänge sowohl in der Landes- und Weltpolitik, als auch im Dschungel der globalen Finanz- und Wirtschaftsstrukturen.

    Fast unglaublich, wie kundig da gerade viele der von mir am meisten geschätzten Forumsmitglieder auf die üblicherweise Höchstniveau haltenden Unterberger-Kommentare replizieren und diskutieren!

    Allein schon deswegen ist das tägliche Eintauchen in das Wissens-"Meer" des Tagebuches (samt bescheidener Mitwirkung) für mich eine echte Bereicherung meines Lebens!

    Wirklich gut, dass es Dich gibt, liebes Tagebuch!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorReinhard
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2011 06:29

    Der Westen und seine Champagnersozialisten begreifen eines nicht: So sehr wir auch die Demokratie als bisher beste Gesellschaftsform verehren (und selbst wir müssen täglich um sie kämpfen, wie man an der Schwelle zur EU-Diktatur ständig nachvollziehen kann), sie ist es nicht überall. Menschen, die seit Jahrtausenden in Clansystemen leben und in Begriffen wie Stärke und Ehre leben, empfinden höchstens Verachtung für Führer, die ihr Volk regelmäßig fragen, ob sie über es bestimmen dürfen. Sie respektieren ausschließlich Führer, die Schutz und Stärke, Grundversorgung und klare Führung versprechen.

    Was ist in Ägypten passiert? Eine immer größere Masse junger Menschen haben die Nase voll von der Herrschaft eines alten Mannes, der offensichtlich nicht mehr in der Lage ist, die Grundversorgung seines Volkes zu garantieren - Armut und Hunger, der Nährboden für Unzufriedenheit und religiösen Fanatismus, konnte er nicht verhindern. Als Antwort auf die wütenden Proteste begannen hilflose Personalrochaden zur Besänftigung der Massen - ein fatales Signal der Führungsschwäche des alten Diktators, das sofort alle auf den Plan rief, die eine solche nicht tolerieren und den Boden bereit sehen für ihre Revolution. Das sind aber keine demokratischen Kräfte sondern Gruppen wie die sich anfangs bedeckt haltende, aber inzwischen offen auftretende extremistische Muslimbruderschaft. Mit der Erklärung der Armee, sich dem Befehl des Diktators nicht mehr bedingungslos zu unterwerfen, hat Mubarak auch die letzte Legitimation - das Versprechen des Schutzes - verloren. Hilflos lässt er seine Schlägertrupps ausschwärmen, die versuchen, Millionen großteils religiös aufgepeitschter Demonstranten zu provozieren. Und das Militär schaut zu - bisher zum Glück. Denn sowie das Militär sich offen aus der Neutralität wagt und sich auf die Seite der Demonstranten stellt, schwärmen die islamistischen Kämpfer aus, um das Volk mit der gesamten Armee im Rücken zu "befreien" - den Rest kann man sich ausmalen.

    Eine unmögliche Utopie?:

    Für jene, die verzweifelt als Erste auf die Straßen und Plätze schwärmten, wird es kein gutes Ende geben, den Demokraten werden nicht gefragt sein: Die Revolution tut das, was sie immer tut, und frisst ihre Kinder. Die hierarchische Führungsstruktur des Landes bleibt bestehen und wird entweder von einem muslimischen General (das wäre noch die harmlosere, aber von unseren Linken kreischend abgelehnte Version) oder von einer dem Volk religiöse Auserwähltheit, Nektar und Ambrosia versprechenden islamistischen Partei, die lupenrein demokratisch gewählt wird (was bei den gleichen Linken für frenetischen Jubel sorgen würde) und dann ihrem Wächterrat das Zepter überreicht (woran nach Ansicht der Linken allein die USA die Schuld tragen). Die Grenze nach Gaza wird geöffnet und noch vor Ablauf eines Jahres erlebt der Nahe Osten den härtesten Krieg aller Zeiten. Israel steht an der Kippe seiner Existenz (was den bekannt extrem antisemitischen Linken eine Freude sein wird) und die Amerikaner können sich darauf vorbereiten, als (dafür von den Linken heftig ausgebuhter) letzter Retter das israelische Bollwerk gegen den unverblümten Einmarsch des Islam in das dekadent-verkommene und intern (von Linken wie Darabos) bis zur Agonie geschwächte Europa am Leben zu erhalten. Der Dank in Form giftigen Sabbers darf den Amerikanern gewiss sein.

    Der Islam hat sich Vorderasien unterworfen. Er unterwirft sich immer größere Teile des asiatischen Kontinents und der pazifischen Inselwelt. Im Moment kassiert er Nordafrika westwärts. Welche Richtung ist wohl die logisch nächste? Wohin sollen jene Ägypter fliehen, die als Kopten oder Demokraten bald an Leib und Leben bedroht werden? Alle zu uns, wo dann gleich Maulwürfe mit einwandern und den Boden vorbereiten für die Invasion durch die Bäuche der Frauen?

    Wirklich eine unmögliche Utopie?
    Ich bin mal gespannt und lasse mich gerne durch die Realität vom Gegenteil überzeugen...

  2. Ausgezeichneter KommentatorSegestes
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Februar 2011 06:34

    Im Prinzip könnte uns Ägypten und der restliche nahöstliche Hinterwald egal sein.
    Doch leider exportiert diese Gegend ihre intellektuell weitestgehend schlicht formatierte Bevölkerung, bei jeder auch noch so kleinen Kriese, sofort tausendfach nach Europa.
    Und wir, "human" wie wir uns nun einmal gerne geben, nehmen dieses frömmelnde Lumpenproletariat fast ohne wenn und aber auf.
    Ein Blick nach Frankreich und in die dortigen, von nordafrikanischen Arabern beherrschten Vorstädte reicht, um zu erkennen wie die Zukunft ganz Europas aussieht

alle Kommentare

  1. Jasmine (kein Partner)
  2. Kamil (kein Partner)
    21. Januar 2015 07:20

    Enngehtiling the world, one helpful article at a time.

  3. Amine (kein Partner)
    20. Januar 2015 09:06

    Wait, I cannot fathom it being so staarghtforwird.

  4. groover (kein Partner)
    04. Februar 2011 12:45

    eigentlich möchte ich hier auch nicht mehr stören - vor dem Hintergrund der ägyptischen Revolution halte ich jedoch folgenden Artikel für sehr interessant - einfach nur um die Verstrickungen westlicher Demokratien mit islami(sti)schen Organisationen vor Augen zu führen

    http://infokrieg.tv/wordpress/2011/02/02/das-abgekartete-spiel-mit-der-muslimbruderschaft/

    Täuschung und Lüge - möge sich jeder selbst ein Urteil bilden

    • Erich Bauer
      07. Februar 2011 17:32

      Klingt alles sehr plausibel. Die Taliban wurden von den Amis unterstützt (Faktum). Al Quaida wird von den Saudis unterstützt (würde mich gar nicht wundern, wenn auch die Amis dabei wären). Daß die Hamas von den Israelis unterstützt wurde ergibt tatsächlich Sinn...

      Hillary Clinton hat bereits gemeint, daß man die Muslim-Bruderschaft nicht "ablehnen" sollte...

      Tja, auch "bad bandits" wollen irgendwann "good bandits" werden, wenn die "Kohle" lockt... Ob die untereinander überhaupt noch wissen, wer von wem was bekommt?

      Eines zeigen diese Beispiele völlig klar: Ein PLAN existiert da nicht.

  5. rado (kein Partner)
    04. Februar 2011 08:53

    Bemerkenswert ist die Haltung der Palästinensischen Autonomiebehörde.

    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=206608

    RAMALLAH — The Palestinian Authority has broken up a demonstration supporting anti-government protesters in Egypt, while permitting a smaller protest backing Egyptian President Hosni Mubarak — drawing accusations it is picking sides in the Egyptian unrest.
    The PA considers Mubarak an ally for his role in peace talks with Israel and for seeking reconciliation between rival Palestinians factions.

    • Erich Bauer
      04. Februar 2011 10:01

      Die "good bandits" machen sich Sorgen. Gut so. Die "Euros" schauen derzeit blöd. Sie sind sich unsicher welche Gruppierung sie in Zukunft "supporten" sollen. ALLE Gruppierungen werden auch die "Euro"-Deppen nicht "derheben". Vielleicht sollte sie's wie "Lawrence of Arabia" halten und frustriert sich aus dieser Gegend zurückziehen.

  6. RJ
    03. Februar 2011 22:49

    als Betroffener kann ich nur sagen, dass die Organisation äußerst fragwürdig war; nach täglichen Anrufen bzgl der quälenden Frage "wie hinaus?" teilte man mir 6 Tage nach meinem ersten Anruf mit, ich wäre noch gar nicht registriert - wohlgemerkt, hatte ich bis dahin meinen Namen und Standort gewiss gute 5 Mal bekannt gegeben. Rückruf wurde versprochen, erfolgte ebenfalls nicht. Die Reisewarnung ist auch erst gekommen, als auch der letzte Hinterwäldler gesehen hat, dass man in dieses Land nicht reist.
    Wohlgemerkt habe ich das Risiko bewusst in Kauf genommen (zum Zeitpunkt meines Abflugs waren die Demos angekündigt, jedoch noch nicht durchgeführt); aber die mangelende Unterstützung in Kontrast zum reibungslosen Ablauf bei einigen Schweizern/Deutschen ließ dann doch ein wenig neidisch werden.
    Aber Hauptsache das Budnesheer konnte sein Image aufpolieren.

    • groover (kein Partner)
      03. Februar 2011 23:35

      die Deutschen hatten grobe Probleme
      http://www.sueddeutsche.de/politik/deutsche-in-aegypten-versteckte-botschaft-1.1055152

      im übrigen bin ich der Meinung, der sogenannte "Westen" sollte das Land einfach in Ruhe lassen - wie den übrigen Rest des Kontinents auch.

      Anstatt seine schmutzigen Interessen, ungeachtet den Bedürfnissen und Wünschen der Völker des Kontinents, durchzusetzen, um billigst an Rohstoffe zu kommen, und jede aufkeimende Landwirtschaft durch subventionierte externe Billigstmüllprodukte im Keim zu vernichten, oder sich die wertvolle Handelsstrasse durch den Suezkanal zu sichern, sollte die verlogene Demokrattenbande aus EU, USA und Israel mitsamt ihren Geheimdiensten einfach mal die Beine still halten und gar nichts tun - noch nicht einmal in Richtung Ägypten atmen.

      Wäre es nicht schön, wenn ein Land endlich das tun könnte, was es für sich als das Beste erachtet - und nicht was EU, USA und Israel o.a. als das Beste erachten?

    • RJ
      04. Februar 2011 00:08

      danke,
      vor Ort wirkten die Deutschen äußerst gut organisiert und vor allen Dingen effizienter und schneller. Waren auch wohl mehr Leute und somit ein größerer Aufwand. Aber ich will da auch gar nciht großartig meckern, ich bin hier und alles hat geklappt, es geht sicherlich schlimmer.
      Zum Rest ihres Kommentars muss man ihnen beipflichten; es ist genau dieser Interventionismus in Namen von Demokratie und Menschenrechten, der seine Scheinheiligkeit zeigt, wenn ein nützlicher autoritärer Herrscher gebraucht wird, um Sicherheit und Stabilität zu garantieren.

    • Steuerzahler (kein Partner)
      04. Februar 2011 00:18

      #groover

      Leben und leben lassen!

      Uns werden diese “Kulturbereicherer” ebenso aufgezwungen, wie denen “Demokratie” und “westliche Werte”. Wir können mit deren Kultur ebenso wenig anfagen, wie die mit der Unseren. Was nicht zusammen gehört, soll man nicht dazu zwingen!

    • groover (kein Partner)
      04. Februar 2011 01:00

      @RJ
      "in Namen von Demokratie und Menschenrechten"

      absolut Ihrer Meinung - die Menschenrechte werden von der UN als perfide und hinterlistige Methode verwendet, alle Nationen unter das gemeinsame Dach dieser Globalisten zu zwängen - und dabei schaue man sich doch nur einmal an, was die Vorzeigenation USA alleine in Guantanamo oder mit ihrer DU Munition anstellt - von Hiroshima (dem Atomwaffentest am lebenden zivilen Objekt) ganz zu schweigen

      Zitat: "an ihren Taten sollst du sie erkennen, nicht an ihren Worten"

      @Steuerzahler
      lange habe ich mir zum Thema Zuwanderung die Fragen gestellt: warum und wer

      Warum wurden wir generalstabsmässig so mit fremden Menschen aus dem einschlägigen Kulturkreis beschenkt und vorallem wer könnte ein Interesse daran haben UND warum laufen fast orchestriert in ganz Europa nun die Anti-Islam Kampagnen los, werden sogar medial unterstützt, was noch vor 1 Jahr undenkbar gewesen wäre.

      Die Antwort lautet ganz einfach "Ordo ad Chao" - schaffe eine neue Ordnung aus dem Chaos. Und um dieses Chaos zu schaffen, darum sind diese Menschen hergelockt worden. Spätestens wenn sich die Unruhen auf Europa ausgeweitet haben und die Finanzsystemkrise endgültig nicht mehr wegzulügen ist, wird man das hier verstehen.

      Hier liegt auch die grosse Gefahr, dass eben diese "Neue Ordnung", oder auch als "New World Order" bekannt, eben nicht zum erhofften Frieden und Wohlstand führt, sondern in die Sklaverei der besonderen Art.

      Diese fremden Menschen werden bewusst genutzt und geopfert - während die Wut beim Bürger durch die Untätigkeit bei Justiz und Exekutive hochgekocht wird.

    • THJ (kein Partner)
      04. Februar 2011 07:48

      groover, und wer steckt Ihrer Meinung nach dahinter, daß die "New World Order" in Europa oder Österreich errichtet werden soll oder die Europäer oder Österreicher mit Zuzüglern "beschenkt" werden?
      So wie Sie das formulieren muß es ja nicht nur einen Masterplan geben, alle diese Dinge müssen ja auch organisiert, finanziert und dann umgesetzt werden.
      Wer wäre denn, Ihrer Meinung nach, dann die treibende Kraft hinter Ihren Annahmen?

    • groover (kein Partner)
      04. Februar 2011 09:09

      @THJ

      ja, so ist es, ich kann aber auf eine schwierige Frage keine kurze Antwort geben, denn dieses müsste ich mit eine Fülle an Beweisen unterlegen - ansonsten laufe ich Gefahr, mich lächerlich zumachen -

      ich kann nur versuchen einen kleinen Anstoss zu geben anhand eines Filmes des amerikaners Alex Jones, der viele Dinge richtig beim Namen nennt (abgesehen von ein paar geschichtlich unsauber recherchierten Fakten)

      http://klarblick.blogspot.com/2011/01/engame.html

      Das Verständnis wächst bzw. der rote Faden wird sichtbar, je intensiver man sich mit der jüngsten Geschichte befasst, zumindest rückreichend bis zur Gründung der privaten amerikanischen Notenbank FED 1913, kurz vor Ausbruch des WK 1.

      Das Video ist natürlich sehr auf die USA zugeschnitten, davon sollte man sich jedoch nicht beirren lassen, denn die Globalisten agieren nun man nicht nur national.

      Bei Interesse und Bedarf kann ich auch weiterführendes Material nachlegen. An Stoff fehlt es bei Gott nicht.

    • THJ (kein Partner)
      04. Februar 2011 09:27

      groover, sorry, aber das ist keine Antwort auf meine Frage.
      Wenn man diesen vielen Verschwörungstheoretikern nachgeht, dann stellt man rasch fest, daß sich die seit langer Zeit nur mit Nabelbeschau beschäftigen und primär immer wieder auf einen anderen Verschwörungstheoretiker referenzieren, der selbst wieder einen weiteren solchen referenziert.
      Egal ob das ein Alex Jones oder andere sind, sie haben sich an ihren Schlagworten MJ12, Bilderberger (wußten Sie eigentlich, daß der aktuell prominenteste österreichische Bilderberger ein gewisser Fayman ist? Allein diese Tatsache disqualifiziert diese Verein.) und andere, von denen sie aber nichts genaues wissen und daher auch keine Aussagen sondern nur Vermutungen machen können festgefressen.
      Wer soll denn nun die "New World Order" und die Migrantenströme lenken?

    • Groover (kein Partner)
      04. Februar 2011 10:33

      @THJ

      tut mir leid, ich kann nicht bestätigen, dass sich die - ich nenne sie lieber Wahrheitssuchenden anstatt Verschwörungstheoretiker - nur gegenseitig referenzieren.

      Die Darstellungen, insbesondere im Video von Jones, basieren auf geltenden Gesetzestexten, Artikeln aus diversen Medien und eigenen Beobachtungen.

      Da Thema Bilderberger habe ich auch seit längerem nicht mehr weiterverfolgt, dem wird IMHO zuviel Bedeutung beigemessen und dieser mysteriöse und geheimnisvolle Anstrich missfällt mir ebenfalls. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, warum diese Truppe, die ich als eine Art Befehlsausgabestelle für Medienvertreter und Politiker betrachte, sich durch die Mitgliedschaft Faymanns ad absurdum führen sollte. Faymann ist der Anführer der 5. Kolonne in diesem Land und als solcher hat er die Vorgaben der Globalisten umzusetzen - u.a. spiegelt sich dies in der Zuwanderungspolitik wieder.
      Die sozialistische Internationale ist quasi der Steigbügelhalter der Globalisten, nicht verwunderlich, dass sich besonders in diesen Gefilden die Mitglieder zahlreicher Logen wiederfinden (Faymann, Gusenbauer nur als Beispiel).

      Nicht zu leugnen sind auch die zahlreichen einschlägigen Äusserungen ranghoher Politiker, die eindeutig in Richtung Totalkontrolle gehenden Sondergesetze, die zum "Schutz" der Bevölkerung gegen das Terror-Gespenst eingeführt wurden/werden und die Demontage der nationalen Souveränität sowohl in USA als auch in Europa durch - in letzter Instanz - der UN.

      Die aktuelle Weltfinanzsystemkrise hat bereits Diskussionen um eine Weltwährung entfacht - eine Weltwährung hätte unweigerlich eine Weltregierung zur Folge - Endstation NWO.

      Ich kann niemand dazu zwingen, irgendetwas zu glauben, aber ich kann appellieren, sich mit dieser Thematik eingehend zu befassen und die richtigen Vorkehrungen zu treffen.

    • groover (kein Partner)
      04. Februar 2011 10:38

      anzumerken ist noch, dass sich die Globalisten nicht auf die sozialistische Internationale beschränken, wie man anhand von Merkel und Sarkozy erkennt.

    • THJ (kein Partner)
      04. Februar 2011 11:47

      groover, sorry, aber das ist mir zu nebulös.
      Zu Tode gefürchtet ist wohl auch gestorben.
      Nichts für ungut, aber wer von den Kräften, die eine "New World Order" errichten wollen, spricht und dann nicht einmal in der Lage ist klipp und klar zu sagen was das ist und wer diese "New World Order" errichten soll, schließlich sollte es einen Nutznießer dieses kommenden Zustandes geben, der sollte vielleicht einen Schritt zurücktreten und einen neuerlichen Reality Check machen.
      Ich fürchte fast, Sie haben sich da in etwas verrannt.
      Faymann als 5. Kolonne wäre ja fast schon die Antithese zu Ihren Ansichten.
      Wer nimmt denn einen solchen Blindgänger, wenn er ihn auch nur zum Wechseln von 5 Cent über die Straße schicken müßte?
      Wenn der Faymann ein Vertreter der bösen Mächte sein soll, dann ist deren Plan schon am Personal gescheitert ;-)

    • groover (kein Partner)
      04. Februar 2011 12:41

      Sie mögen vielleicht Faymann als Einzelperson als Versager ansehen, aber hinter Faymann steht ein riesiger Funktionärs- und Beamtenapparatschik. Natürlich ist Faymann als Person austauschbar - wie in allen guten Demokratien - weshalb sich diese Staatfsform für die Globalisten als die Effektivste herausgestellt hat. Es kommt nicht darauf an, die stärkste Persönlichkeit zu pushen, sondern die Willfährigste.

      Keine Angst, dem Reality-Check unterziehe ich mich täglich, und gerade das bestärkt mich in meinen Ansichten - im übrigen habe ich Nutznieser und Beteiligte bereits genannt bzw. werden Sie im Video von Alex Jones erwähnt.

      Es sind mit Sicherheit nicht die Bettler und Bürger - schauen Sie sich an, wer das Geld regiert (druckt) und lassen Sie sich nicht von irreführenden Begriffen wie "Nationalbank" (suggeriert eine Bank unter staatlicher Kontrolle) zu falschen Schlüssen verleiten.

  7. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    03. Februar 2011 22:29

    Ich bin überrascht, wie lange Unterberger gebraucht hat, um herauszufinden, dass die beiden arabischen Parteien bei der Sozialistischen Intertionalen waren. Er wird doch nicht alt?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      03. Februar 2011 23:24

      Wir haben Sie schon geistreicher erlebt, STF.
      Muß man eigentlich täglich hier seine Losung ausscheiden, oder darf man es bisweilen auch lassen?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      04. Februar 2011 07:16

      Entschuldigen Sie, aber es wundert mich wirklich. Das muss nicht sooo geistreich sein.

  8. Jebus Christos (kein Partner)
    03. Februar 2011 19:14

    Also ich glaube langsam muss ich wirklich Zahler hier werden. Die Tipps und Hinweise Rubrik dürfte es ja wirklich in sich haben. Eigenwerbung für ein medizinisches Angebot, Tarockierlehrgang am Pogusch und "Youtube". Was sich hinter diesen spannenden Titeln wohl verbergen mag? Kann man vielleicht gar mit Dr. Unterberger persönlich tarockieren? (vermutlich gegen Bezahlung - was nichts kostet ist nichts wert) Oder hat hier ein EDV kundiger Nutzer eine Filterfunktion "wertkonservativ" für Youtube entdeckt? Hach, wenn jetzt bei "kirchliche Events" auch noch was kommt kann ich mich wohl nicht mehr zurückhalten.

    • Trollfresser (kein Partner)
      03. Februar 2011 20:56

      Der Abend kommt und mit ihm - nein nicht Jonny Walker, sondern der fabelhafte Jebus Christos.

      Jetzt aber schnell einen Jonny Walker.

  9. november_rain (kein Partner)
    03. Februar 2011 13:14

    "Auch wenn Mubarak „nur“ ein autoritärer Diktator war, der lediglich das Machtmonopol verteidigt hat, nicht jedoch wie ein totalitäres Regime auch das Denken, das Privatleben, das Wirtschaftsleben seiner Untertanen komplett zu kontrollieren versuchte."

    Das würde ich so nicht unterschreiben. Gerade mit Hilfe der Geheimpolizei hat sich Mubarak, wie alle anderen arabischen Regimes übrigens auch, sehr wohl in das Denken und Privatleben eingemischt. Außerdem zeichnen sich alle arabischen Länder durch eine sehr hohe Staatsquote mit einem absurd hohen Anteil an Staatsbediensteten (bis 60% in manchen Ländern) aus. Somit kann man Ägypen durchaus als autoritär-sozialistisches Land mit totalitären Zügen sehen. Es ist ja schon erwähnt worden, dass die ägyptische NDP zur Sozialistischen Internationalen gehört (n.b. wie auch die Kemalistische Partei in der Türkei).

    Die Moslembruderschaft ist schwer einzuschätzen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass die islamistische Gefahr übertrieben dargestellt wird, um autokratische Herrscher zu rechtfertigen. Zumindest Tunesien gibt vorsichtigen Grund zur Hoffnung, bei Ägypten bin ich mir allerdings auch nicht so sicher.

    Klar ist natürlich, dass sich dauerhaft keine stabilen Demokratien halten können, wenn es nicht gelingt, die wirtschaftliche und soziale Lage zu verbessern. In Ägypten schaut es in dieser Hinsicht wahrlich düster aus.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      03. Februar 2011 16:49

      Natürlich war (und ist, denn sein Abgang steht noch in den Sternen) Hosni Mubarak weder ein Gutmensch noch ein Demokrat. Aber, verkürzt gesagt, große Teile der Welt (Naher und Mittlerer Osten, zwei Drittel Afrikas, Afghanistan, Pakistan und Ostasien, die östlichen Weiten der ehemaligen Sowjetunion) haben mit Demokratie absolut nixxx am Hut.
      Diesbezüglich saßen auch die so gern verteufelten Vereinigten Staaten auf dem falschen Dampfer: Jimmy Carter fing damit an, indem er aus Einfalt und Ohnmacht den Schah verriet, der Persien (pardon: den Iran) zu einem verläßlichen Stabilisator der Region gemacht hatte. Reagan, Clinton und die beiden Bushs setzten die geopolitisch idiotische Politik der Demokratisierung fort. Die ersten "demokratischen" Wahlen dieser Staaten brachten islamistische Wirrköpfe ans Ruder; in Ägypten wird es, wie auch im "befreiten" Irak, nicht anders laufen.

      Geopolitisch nüchterne, pragmatische Geister bedauerten schon vor Jahren die Entfernung des Diktators Saddam Hussein, dessen Irak ein säkularer, berechenbarer Staat im Nahen Osten war. Wie Dr. Unterberger richtig sagt, wird der Westen (besonders der europäische) auch Hosni Mubarak hinterherweinen, schon sehr bald.

      Die Amis handelten stets nach dem Prinzip "good bandit, bad bandit" (wie sie sich auch im Zweiten Weltkrieg mit Stalin verbündeten, dessen Verbrechen sich mit denen des böhmischen Gefreiten mehr als messen können). Was, ethisch betrachtet, übel war, geopolitisch aber klug. (Ethik und Moral, sosehr auch von den Gutmenschen herbeigestöhnt, hatten und haben in der Politik keine Chance, weil sie das Fundamentale ausblenden: Staaten haben keine Freunde, nur Interessen.)

      Doch auch dem Spätsozialisten Barack H. Obama (der bis heute noch nicht weiß, wofür ihm der Friedensnobelpreis aufs Auge gedrückt wurde) ist klar, daß freie Wahlen in Ägypten, hätte Mubarak sie je zugelassen, längst die Wahhabiten und Islambrüder an die Macht gespült hätten, was die gesamte Region destabilisieren würde. Deswegen ist er auch auffällig still.
      Und das ist klug.

      Desillusionierend zwar, aber angebracht: Mubarak ist ein guter Bandit, Ahmadinedschad ein schlechter, wobei auch "Schlächter" stimmt. Wir müssen zähneknirschend hoffen, daß der Nahe und Mittlere Osten in der Hand von guten Banditen bleibt. Das Osmanische Reich strebt nach Wiedergeburt; die Schmach von 1683 vor Wien ist unvergessen.

      Aber den orientalischen Eroberern würden sich keine heutigen Studenten entgegenstellen — maximal ein verwirrter Burgenländer, der ihnen entgegenstottert: "Geht's, seid's so nett, wartet's no a wengerl, bis mei' Berufsheer steht!" Und auf einen Sobieski täten wir ebenfalls vergeblich warten.

    • november_rain (kein Partner)
      03. Februar 2011 18:26

      Deswegen halte ich auch Unterbergers 1. Variante als die wahrscheinlichste. Die ägyptische Armee scheint ein nicht zu übergehender Macht- und Stabilisierungsfaktor zu sein. Vielleicht wird es am Anfang sogar eine pro forma Demokratie geben, mit Versprechen zu weiteren politischen Reformen, die aber nicht kommen werden.

      Die Muslimbruderschaft ist möglicherweise zu wenig organisiert um wirklich ein Machtfaktor zu sein. Sie erfreut sich nur einer gewissen Beliebtheit unter den verarmten Massen, weil sie die einzige sichtbare Opposition ist. Wenn sich zwei Ägypter in einem Kaffeehaus getroffen haben um zu politisieren, hat am nächsten Tag Mubaraks Geheimpolizei den Laden geschlossen. Moscheen lassen sich dagegen nicht so einfach schließen.

      Hier ist eine interessante Analyse der Moslembrüder, auch wenn ich nicht mit allem übereinstimme:

      http://www.nytimes.com/2011/02/03/opinion/03atran.html?_r=1&ref=opinion

      Ägypten heute ist ein anderes Land als Iran vor über 30 Jahren. Deswegen denke ich, dass das von Unterberger favorisierte 2. Szenario weniger wahrscheinlich ist. Zumindest ist es das, was ich glauben möchte. Im Prinzip kann niemand von uns hier wirklich etwas über Ägypten mit Gewissheit sagen. Nur eine echte Demokratie nach europäischem Vorbild ist schwer vorstellbar.

    • n_r (kein Partner)
      03. Februar 2011 18:34

      Nachtrag:
      Mir ist klar, dass Unterberger weniger an den Iran sondern an Palästina gedacht hat. Ich weiß aber nicht, ob es hier allzu viele Parallelen gibt. Vor allem der Gazastreifen befindet sich seit Jahrzehnten in einem Ausnahmezustand, das ist wieder eine ganz andere Situation.

  10. mahler (kein Partner)
    03. Februar 2011 11:53

    Da sieht man einmal mehr die Doppelbödigeit der amerikanischen Politik. Wenn es um die Unterstützung bestimmter Staaten bez. Regierungen geht, ist die Demokratie völlig wurscht. Das war in der Vergangenheit z.b. in Chile so (Militärputsch 1973 vom CIA insziniert), das ist bei Geldern für Potentaten wie Mubarak so, ähnliches passiert in Pakistan usw. Es geht eigentlich nur um wirtschaftliche Interessen. Dass die USA mit dieser Politik solche Ereignisse wie jetzt in Ägypten fördern, erkennen sie nicht. Sie geben Leuten wie Mubarak jahrzehntelang Geld und sorgen so dafür, dass sie sich an der Macht halten können. Je länger sich aber solche Leute samt ihrer Korruption an der Macht halten können, desto größer wird die Unzufriedenheit der Leute, bis die Kacke dann irgendwann am Dampfen ist und das Land quasi implodiert. Und je länger irgendwelche Potentaten an der Macht waren, bis das Volk ihrem Regime den Garaus macht, desto schwieriger wird es für ein Land, nach dem Umsturz zu einem neuen politischen System zu finden. Wohin das führt, hat der Iran 1978 vorgezeigt. Zum Glück ist kein ägyptischer Khomeini in Sicht. Trotzdem ist die Demokratie in Ägypten nach dem Abgang Mubaraks noch keineswegs ausgemachte Sache.

  11. groover (kein Partner)
    03. Februar 2011 11:41

    ist eigentlich jener Kommentator noch im Forum, der sich vor ca. 1. Jahr (März 2010) hier noch als "Systemfehler" postete?

    Falls ja, schöne Grüsse - wollte mich einfach wieder mal melden.

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 11:57

      Dieser "systemfehler" soll "leicht" antisemitisch angehaucht gewesen sein. Schöne Grüße?

    • groover (kein Partner)
      03. Februar 2011 13:28

      @mahler

      ich erlaube mir darüber kein Urteil - ich wollte mich nur erkundigen ob er hier noch postet?

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 14:49

      groover

      Es wird ja wohl noch andere Leute gegeben haben, die damals gepostet haben und es jetzt nicht mehr tun. Dass Sie ausgerechnet diesem Herrn schöne Grüße ausrichten, läßt darauf schließen, dass er Ihnen (positiv) aufgefallen ist.

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 14:52

      groover,

      Ja, er postet. Kommt aber jetzt von derLöwelstraße daher. Vermute er hat vom Original den Namen übernommen. Sinnig, finde ich: systemfehler (Löwelstraße)!!! Bin mir ziemlich sicher, daß er auch antisemitisch ist. Die Sozialisten, international wie national können die Auslöschung der "Zionisten" bekanntlich kaum erwarten...

    • V. F. (kein Partner)
      03. Februar 2011 15:14

      mahler:

      Der Göttin der Vernunft und Hebert und Chaumette sey Dank, daß es hier auch rührige Vertreter der Wohlfahrtsausschüsse gibt, die über die politische Korrektheit Wache halten.

      Wie hätten wir auch sonst nur ahnen können wer sich hinter „Systemfehler“ verbirgt. Und hinter seinem Compagnon, der ihm Grüße ausrichten möchte.

      Bedauerlich nur, daß wir heutzutage ohne Guillotine nur mehr Gerechtigkeit üben können. Welch jämmerlicher Ersatz die Faschismuskeule und a bisserl Verleumdung.

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 15:17

      Soweit ich mich erinnern kann, hat sogar einmal der Blogbetreiber selbst in einem seiner Kommentare den "widerlichen Antisemitismus" dieses Herrn "systemfehler" angeprangert.

    • november_rain (kein Partner)
      03. Februar 2011 15:20

      Ja, hat er. Der Blogautor hat übrigens auch festgestellt, dass es sich bei dem neuen Systemfehler um einen anderen handelt.

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 15:30

      mahler,
      "...den "widerlichen Antisemitismus" dieses Herrn "systemfehler" angeprangert..."

      Und die Blogger hier, haben ihn geschlossen ausgelacht, widersprochen und geschmäht...

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 15:31

      Zusatz: "fast" geschlossen...

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 15:35

      Erich Bauer

      Aber aber, Sie werden doch nicht gegen jenen Herrn agitieren, der Ihnen Ihre Krone verpasst hat, oder?

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 15:44

      mahler,
      Bitte mir verständlich zu machen, warum die Tatsache, daß die Poster hier "fast" geschlossen den Original-systemfehler ziemlich zugesetzt haben, sich gegen "jenen Herrn" richtet?

      Und die "Krone" ist geleast... (lach)

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      03. Februar 2011 15:49

      @groover
      Seltsam, daß auch Sie ihn vermissen. Er war ein echter Hecht im Karpfenteich des frühren Unterberger-Blogs.

      Der "klassische" (er würde sich gegen dieses Adjektiv wehren) Systemfehler ist leider entschwunden. Er war zwar sehr rechts und manchmal widerlich antisemitisch; aber er hatte Hirn, und man konnte mit ihm kontrovers, aber intelligent diskutieren. Ich bedaure seinen Abgang — wie ich auch den Niedergang der Demokratie bedaure, die durch inflationär verhängte Denk- und Redeverbote systematisch kastriert wird.
      Der neue Systemfehler ist, nicht anders als mahler und andere Parteisoldaten aus der Löwelstraße, ein unschwer als solcher zu erkennender Söldner. Mich stört's nicht, daß diese Zeitgenossen hier ihr Zeilenhonorar verdienen, denn Gottes Tiergarten ist halt groß, und die Gedanken waren einst frei; aber sie sind so laaaaaangweilig!

      Verglichen mit diesen AMS-unvermittelbaren Armutschkerln war der "alte" Systemfehler eine Lichtgestalt. Wo er heute auch sei, und ich war meist anderer Meinung als er — ich wünsche ihm alles Gute.

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 16:00

      Marcus Aurelius,
      "...Verglichen mit diesen AMS-unvermittelbaren Armutschkerln war der "alte" Systemfehler eine Lichtgestalt..."

      Volle Zustimmung. Nur die Denk- und Redefreiheit hier erlaubte, wie Sie richtig bemerken, eine kontroverse aber auch intelligente Diskussion.

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 16:14

      M. Aurelius; E. Bauer

      Komisch - ich habe in der Löwelstrasse noch nie irgendein Gebäude betreten. Sie beide etwa eines in der Lichtenfelsgasse?

    • groover (kein Partner)
      03. Februar 2011 16:17

      schade, ich habe ihm einiges zu verdanken - er half mir in einer sehr misslichen Lage enorm weiter.

      Auch bedauerlich aber nicht verwunderlich ist die Tatsache, dass Leute wie er mit Schimpf und Schande davongejagt werden - und dass nur, weil der Großteil nicht in der Lage ist, über die vielen Ungereimtheiten in unserer Welt bzw. Gesellschaft zu reflektieren und spätestens bei den etablierten Dogmen aufhören weiterzuforschen.

      Andererseits würde auch ich nach Jahren des unreflektierten, dualistischen Dauerfeuers, das er hier ausgehalten hat, meine Zelte abbrechen.

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 16:21

      Man kann natürlich über viele Ungereimtheiten auf dieser Welt reflektieren, nur hatte dieser Herr "Systemfehler" die Neigung, für so gut wie alle diese Ungereimtheiten in irgendeiner Form den Juden die Schuld zu geben.

    • groover (kein Partner)
      03. Februar 2011 16:29

      @mahler

      ich denke, es gab genügend Gelegenheiten, ihn zu befragen, warum er denn die Schuld dort oder da sieht - haben Sie ihn jemals dazu befragt?

      Offensichtlich war er bei vielen als intelligenter und gebildeter Kommentator bekannt - eine Antwort hätte vielleicht zu weiteren Recherchen Ihrerseits führen können, falls dies zur endgültigen Klärung des Sachverhalts notwendig gewesen wäre.

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 16:43

      Wenn jemand dauernd für alles die Schuld bei denselben Leuten sieht, erübrigt sich irgendwann die Nachfrage. Diese Schuldzuweisungen haben dann Methode. Generell sind verallgemeinernde Schuldzuweisungen immer ein Hemmnis für eine weitere Diskussion. Das betrifft nicht nur die Juden, sondern auch alle anderen Menschen bzw. Menschengruppen.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      03. Februar 2011 17:03

      @mahler:
      Ich brauche Sie gewiß nicht darauf hinzuweisen, liebenswerter Genosse, daß die Löwelstraße im heutigen Österreich weit über das SPÖ-Hauptquartier hinausgewachsen ist, auf keine Stadt und kein Bundesland mehr beschränkt: Zwischen ORF und sogar "Die Presse" paßt kein nichtlinker Gedanke mehr.
      Sie brauchen sich also längst nimmer ins HQ zu bemühen; die Löwelstraße kann auch, wie Sie täglich beweisen, ambulante Gehirnwäschen durchführen — leider nicht nur an Ihnen, sondern an fast allen Einwohnern der "Insel der Seligen".
      Freundschaft!

    • Lausius (kein Partner)
      04. Februar 2011 00:26

      Der frühere systemfehler hat sich verabschiedet, als die Blogsoftware umgestellt wurde d.h. als Nichtmitglieder die Beiträge erst 24h nachher lesen und kommentieren konnten.
      Im übrigen war dieser Kommentator nicht irgendwie ein bissl antisemitisch, sondern einer von der härtesten Sorte. Ansonsten war er wirklich nicht der Dümmste und hat durchaus auch interessanten Input geliefert. Aber wenn man mir erzählen will, dass die beiden Weltkriege jüdische Inszenierungen seien, dann muss ich ernsthaft am Verstand und/oder Charakter dieses Menschen zweifeln.

  12. simplicissimus
    03. Februar 2011 11:29

    herr unterberger, die politische kategorie des schämens heisst heute ja fremdschämen, aber auf keinen fall für eigenen verbockten mist!

  13. Torres (kein Partner)
    03. Februar 2011 10:51

    Eine besondere Gefahr im Fall von instabilen Verhältnissen ist, dass da Israel kaum lange ruhig zuschauen wird und irgendwann wahrscheinlich zuschlagen wird. Mubarak war der Garant für Frieden und Sicherheit, jede Änderung lässt in Israel alle Alarmglocken schrillen. Man darf auch nicht vergessen, dass Mubarak auch die Palästinenser im Gazastreifen sozusagen im Zaum gehalten hat.

    • brechstange
      03. Februar 2011 11:04

      So doof werden die Israelis nicht sein.

    • Francois Villon (kein Partner)
      03. Februar 2011 11:49

      Was wissen wir über die Rollenverteiklung zwischen Israel und den USA?

      Das eigentliche Ziel ist doch der Iran, und den hat die Israel schon einmal (1981) angegriffen und eine Atomanlage zerstört und trainiert das auch seit einiger Zeit wieder:

      http://www.welt.de/politik/article2127028/Israel_trainiert_Angriff_auf_Irans_Atomanlagen.htmlrstört .

      Wenn das der Fall sein sollte, dann gewiß nicht ohne Abstimmung mit den USA und ob´s bei einem Atomreaktor bleibt ist auch die Frage. Erinnert sie auch an den Stuxnet Angriff auf die iranischen Atomanlagen vor kurzem erst.

    • Torres (kein Partner)
      04. Februar 2011 12:10

      @brechstange
      Doof? Wenn Israel seine Existenz oder auch nur seine Sicherheit gefährdet sieht, wird und muss es agieren, das ist der reine Selbsterhaltungstrieb, siehe auch den 6-Tage-Krieg 1967. Das hat nichts mit doof oder Ähnlichem zu tun.

  14. Francois Villon (kein Partner)
    03. Februar 2011 10:27

    Der Herr Geheimrat hat eine äußerst zutreffende Beschreibung der ägyptischen Verhältnisse gemacht. Vor diesem Hintergrund sind die ständigen „Hoffnungen“ auf „demokratischen“ Wandel das was sie sind: lächerlich.

    Auch die möglichen Szenarien reduzieren sich auf eines: C h a o s. Aus welchem Grund sollte denn plötzlich ein sozialer Wandel stattfinden? Mit welchen Leuten und welchen Ressourcen? Es ist daher auch die kommende Entwicklung unabhängig von der Frage wer nach dieser Revolution die Oberhand behält.

    Daß es wahrscheinlicher die mehr islam-orientierten sein könnten, legt des Geheimrats Kommentar nahe.

    Es scheinen zwar die Hinweise auf die „sozialistischen“ Verbindungen der nun stürzenden Diktatoren dem Wohlbefinden der Unterberger-Kommune in ihrer berechtigten Empörung Erleichterung zu schaffen, aber sie sind doch letztlich nur Etiketten für ein Machtnetzwerk, das je nach Bedarf instrumentiert wird, und wie a l l e Machtnetzwerke weder Moral noch Prinzipien kennt. Wie sonst wäre es zu erklären, daß die USA, die „Hüter“ der Freiheit, Demokratie und der Menschenrechte, vorzugsweise Diktatoren, Militär-Juntas oder Korruptionäre als Verbündete haben.

    Allein diese nur rhetorische Frage zeigt, daß es ausschließlich um machtpolitische Fragen geht, egal ob mit LIBINTERN oder Sozialistischen Internationale.

    Die wirklich bemerkenswerte Involvierung der USA bei diesen Umstürzen kommt allerdings nur sehr schaumgebremst - wenn überhauapt - ans Licht. Ich erwähnte schon beim Gastkommentar Starls was Sache ist: „Diktatoren“ diktieren nicht, sie gehorchen Befehlen. (The Protest Movement in Egypt: "Dictators" do not Dictate, They Obey Orders) mit Hinweis auf einen lesenswerten Link:

    http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=22993

    Aus dem ergibt sich, daß es nicht so sehr um das Wohlbefinden der Ägypter oder Tunesier oder Yemeniten oder Libanesen, … geht, sondern um geopolitische Interessen – der USA. - Und welche Interessen sind das? Ein Chaos in einer Großregion zu schaffen, in dem es sich wie im Trüben gut fischen läßt.

    Europa wird durch noch stärkere Flüchtlingsströme weiter destabilisiert (= als geopolitischer und wirtschaftlicher Konkurrent unter Kontrolle gehalten), eine – voraussichtlich – stärker islamische „Regierung“ mit phraseologischer Gegnerschaft zu Israel und dem Westen „berechtigte“ Gegenmaßnahmen zur Eindämmung des Chaos erfordern und bei dieser Gelegenheit auch die Sache mit dem Iran „bereinigen“.
    Überdies haben die USA die verschiedene, mögliche „Trümpfe“ im Ärmel: Baradei, der sich als Atomenergie-Kommissionsvorsitzender bereits „bewährt“ hat und die westliche Variante des Spiels schon kennt, die Muslimbruderschaft, die, wie die meisten solcher Netzwerke, ihren Ursprung der tätigen Geburtshilfe der US-Dienste verdanken.

    Wenn sich der Herr Wertkonservative wundert woher den solche Hintergrundinformationen stammen, wo er doch auch Zeitung liest und das Fernsehen sieht, so muß ihm leider gesagt werden, daß er damit selber bestätigt, daß er n i c h t s liest, denn dort stehen diese Dinge per definitionem nicht, sondern Desinformation und Propaganda.

    Als Beilage darf ich eine mir heute zugesandte Analyse zur Illuminierung anhängen.

    Ägypten: regime change mit Fernsteuerung von hinten

    Christoph R. Hörstel, 2. Februar 2011

    Wundervoll: Seit mindestens zehn Jahren diskutieren die Kenner der arabischen Region über den gewaltigen Reformstau und die Risiken für die westliche Vorherrschaft - jetzt fallen die alten Regimes im Wochentakt, und keiner wagt es, die USA damit direkt in Verbindung zu bringen.
    Allein die Erinnerung an den Sturz des „Schah“ in Iran müsste doch ausreichen, um die Möglichkeit diskreter „Mitsteuerung“ wieder in die Analyse einzubeziehen. Damals hätte der Iran auch in Richtung Sowjetunion kippen können. Doch die USA entschieden sich heimlich für den als „kleineres Übel“ erscheinenden Imam Khomeini. Dass der die riesige Spionage- und Kommando-Zentrale in der Teheraner US-Bot-schaft nicht einfach mit übernehmen und sozusagen „im Amt“, also weiterwirken, lassen wollte, ist ihm kaum zu verdenken, ließ die US-Pläne künftigen Mitregierens in Teheran jedoch nahezu scheitern. Heute sucht Teheran in einem meisterlichen Ritt auf Messers Schneide, den Dauerkonflikt als „lauwarmen Krieg“ knapp unterhalb offener Schießereien zu halten – und lebt damit nicht schlecht, wesentlich besser als Cuba zum Beispiel.
    Heute könnten die nordafrikanischen Staaten auch sämtlich Richtung China kippen. Hoch intelligent, langsam, unspektakulär, auf lange Sicht arbeitet der US-Heraus-forderer an seinen neuen Positionen im weltweiten Domino-Spiel. Dem hatte der Westen bis zum Sturz von Tunesiens Diktator Ben Ali nur die brachiale Methode einer unklugen Gebietsabtrennung im Sudan entgegenzusetzen. Der Südsudan wird auf hundert Jahre ein schwaches Gebilde und damit abhängig bleiben, exakt wie vom Westen gewünscht – aber das bietet eben auch Raum für chinesische Manöver. Und selbstverständlich hat dies alles mit den Wünschen und Plänen der Menschen, die da wie Schachfiguren verschoben werden, nichts Wesentliches zu tun.
    Wie kommt es denn, dass die Äußerungen der US- und EU-Regierungen zur jeweiligen Entwicklung in Tunesien und Ägypten so samtweich in die sich entwickelnde Lage passen ? Ist nicht gerade Ägypten vollkommen und „alternativlos“ (diesmal wirklich...) abhängig von Washingtons Wünschen ? Wieso darf das US-ausgebildete ägyptische Militär mit den Demonstranten kooperieren, statt, wie an andere Stelle und / oder zu anderen Zeiten ohne Bedenken üblich, die Straßen leerzuschießen ? Wieso soll nach Obamas Wunsch denn plötzlich Twitter etc. von Ägyptens Regime nicht angetastet werden ?
    Weil Washington laut WikiLeaks diese ganze Entwicklung schon länger fördert, schon seit Bush (pdf – v. a. S.6). Obama zieht es nur jetzt anders auf (pdf), weniger militärisch - aber selbstverständlich ganz „auf Linie“: Der Westen sichert sich in einem neuen politischen Rahmen ab und bleibt obenauf. Der neue bürgerliche Kompromiss-Herrscher El-Baradei, der dafür zunächst in Reserve gehalten wurde und jetzt schrittweise aus dem Hut gezaubert wird, verfügt über glänzenden Kontakte und lässt sich willig kontrollieren. Das tat er schon als IAEA-Chef – und anders wäre er vermutlich auch kaum zum Nobelpreis gekommen: Ein Preis, der mit dem Empfänger Obama jenseits der Grenzen des guten Geschmacks als prowestliche Salon-Dekoration angelangt ist. Wenn gemeldet wird, dass Baradei bei seiner letzten Anreise aus Wien zwar nicht von der Bevölkerung aber dafür „von Reportern empfangen“ wurde (pdf), ist klar: Wir, der Westen, inthronisieren ihn mit Geheimdiensten, Geld und willfährigen Medien. Die Zeit war reif, als Baradei im vergangenen Sommer die Moslembruderschaft, auch eine CIA-Gründung, ganz offiziell mit ins Boot holte (pdf). Wenn SWP-Chef Perthes (AA-Finanzierung) ausdrücklich erklärt, das sei alles nicht gesteuert, heißt das nur: Wir sollen es nicht sehen – und er darf es nicht nur nicht zugeben, sondern muss unter allen Umständen das Gegenteil behaupten (die österreichischen Nachbarn haben einmal mehr gute Arbeit geleistet...). Alles Andere wäre nämlich hoch gefährlich, das weiß nicht nur der oben von der NYT-Autorin zitierte ex-Chef des CFR (Council on Foreign Relations), Richard Haass (pdf). Die USA könnten als wankelmütig, illoyal und als arrogant dastehen. Also raten alle: Obama soll hinter den Kulissen Mubarak zum Rücktritt bringen. Das passiert vermutlich in aller Kürze, eventuell schon morgen.
    Den „Mechanismus“ der Geschichte ist auch für eine Reihe von Beobachtern in Städten wie Minsk, Teheran oder Moskau interessant, die derzeit ebenfalls durch gezielte westliche Einmischung („Förderung der Zivilgesellschaft“) beaufschlagt werden. Die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung (FNS) hatte ein „Marketing-Relaunch“. Sie trägt jetzt im Namen den Zusatz: „Für die Freiheit“. FNS-fdF ? Für den Faschismus ? Der Historiker Götz Aly nannte Naumann jüngst einen Wegbereiter des Nationalsozialismus (pdf). Und Wikipedia schreibt: „Und der Reichstagsabgeordnete Friedrich Naumann erhielt wegen seiner Verteidigung der Militärintervention in China (1900) den Spitznamen „Hunnenpastor“.
    Wird Deutschland auf dem Wege zum ständigen Sitz im Sicherheitsrat jetzt zum US-Franchise-Unternehmer in Sachen regime change ? Wir sind/waren jetzt von Washingtons Gnaden schon auf dem Balkan, in Afrika, am Hindukusch, vor Libanons Küste, vor Somalia – überall dort, wo Washington / London den bösen, alten Adolf nicht haben wollten. Hilft das unserer schwach begründeten Souveränität auf die Sprünge ? Hat die Welt etwas davon, wenn Deutschland als US-Pudel im Sicherheitsrat sitzt ? Oder ist das Pudeltum nur übergangsweise geplant ? Was käme dann danach ?
    Ratsam (und wesentlich preiswerter) wäre vielmehr eine friedliche Politik laut „Grundgesetz“, ausschließlich und strikt innerhalb des Nato-Vertragsgebietes, allseits vertrauenswürdig, langfristig ausgerichtet, völkerverbindend, sozial und nachhaltig unternehmerisch - statt militärisch.

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 10:53

      "...Daß es wahrscheinlicher die mehr islam-orientierten sein könnten..."

      Tja, das ist noch nicht ganz heraußen... Aber unwahrscheinlich ist es nicht. Insbesondere, wenn Saudis und Amis sich entschließen, die Muslimbruderschaft mit den nötigen finanziellen Mitteln auszustatten...

      Die da jetzt herumlaufen und ihre Haut zu Markte tragen ist, ich nenne sie einmal völlig unkorrekt, die Unterschicht. Die Unterschicht hat noch nie irgendetwas bewirkt. Sie wird wechselseitig BENÜTZT. Von der Oberschicht, die Oberschicht bleiben will. Und von der Mittelschicht, die Obeschicht werden will. Diese "Erkenntnis" stammt nicht von mir, sondern von "Orwell's 1984". Es scheint mir sehr plausibel.

  15. cmh (kein Partner)
    03. Februar 2011 10:03

    Also dieser Kommentar von AU ist komplett überflüssig.

    Warum zum Schmiedl AU gehen, wenn alles schon beim Schmied Orwell (Animal Farm) steht. Dass dieses Buch nicht mehr gelesen wird, ist ein Zeichen für die komplette Ferne der Schule von allem was mit mündiger Politik (ist nicht gleich Sozialwissenschaft) zu tun hat. Oder die LEhrer haben es sich schon gerichtet.

  16. cmh (kein Partner)
    03. Februar 2011 09:40

    zum ps und zum pps

    Wer hat uns verraten? Erraten: Sozialdemokraten!

    Auch wenn das nicht so klingt. Es ist nicht böse gemeint. Aber wenn man einer Ideologie anhängt, die zugleich mit irgendeiner Sache auch das Gegenteil davon vertritt, dann ist es wohl nur natürlich, dass sich der eine odere andere das eine oder andere Mal über den Tisch gezogen fühlt.

    Neben der im Artikel geschilderten Verurteilung eines Mitgliedes der Internationalen fallen mir da noch beliebig viele Beispiele ein:

    zuletzt: Neutralität ohne Wehrpflicht und sonstige Verpflichtungen usw.

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 11:40

      cmh

      Mit diesem Spruch wäre ich vorsichtig. "Wer hat uns verraten - Christdemokraten" reimt sich auch.

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 12:16

      Das kluge Tier tat's um des Reimes Willen!

      Nur wurde der Spruch von den Kommunisten von den Sozialdemokraten getan.
      Nur stimmt er auch inhaltlich jenseits des Reimes.
      Nur sind wir es ja gewohnt, dass die Sozen alle anderen derjenige Untaten bezichtigen, die sie selber mit großer Begeisterung ganz ungeniert machen.
      Nur wird es von vielen herbeigesehnt, dass die ÖVP endlich einemal die Sozis "verrät" und nicht immer nur ihre eigenen Wähler und damit sich selbst.
      Nur ist Ihr Rat "vorsichtig zu sein" auch nicht ganz ehrlich.

      Das sollte genügen.

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 12:28

      Interessant! Sie zitieren Kommunisten? Wenn jemand anderer hier machen würde, na das gäbe eine Aufregung von Ihrer Seite! Und worin soll der Verrat der Sozialdemokraten bestanden haben? Etwa darin, die Demokratie zu wollen und sich so von den Kommunisten abgegrenzt zu haben? Egal, Hauptsache, es kommt das Wort "Verrat" vor.
      Meine Abwandlung trifft es eher. Die Christdemokraten haben das Land verraten, als sie 1933/34 die Demokratie abgeschafft haben. Da waren sie dann keine Christ"demokraten" mehr.

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 13:17

      mahler,
      "...sie 1933/34 die Demokratie abgeschafft haben..."

      Lernt man das so bei den roten Falken?

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 14:42

      Erich Bauer

      Da ich nie bei den "Roten Falken" war, kann ich dazu nichts sagen. Nur - wie war es denn?

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 15:16

      Verküzt: Die "Lager" rüsteten zum Bürgerkrieg. Von Demokratie keine Spur. Auch nicht von "Sozialdemokraten". Die Sozialisten wollten selbstverständlich auch die "Diktatur" des Proletariats. Die anderen wollten das nicht. Von diesem "Lagerdenken" konnte sich Österreich bis heute nicht befreien. Und dieses "Lagerdenken" wird - verspätet - dieses Land zerstören. Der 1. Weltkrieg findet somit sein folgerichtiges Ende...

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 15:33

      Falsch. Von einer Diktatur des Proletariats war 1933/34 bei den Sozialdemokraten keine Rede mehr. Die Diktatur wollte damals nur eines der beiden Lager. Und dieses Lager schuf die Diktatur dann auch.

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 15:47

      1934 gab es definitiv keine "Sozialdemokraten". Und die "Diktatur" des Proletariats war selbstverständlich bei den Sozialisten im Programm. Nur mit anderen Mitteln.

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 16:06

      "...Und dieses Lager schuf die Diktatur dann auch..."

      Ja. Mit einem Berufsheer.

    • mahler (kein Partner)
      03. Februar 2011 16:18

      E ist müßig, mit jemandem zu diskutieren, der offenbar in der Installierung einer Diktatur ein probates politisches Mittel sieht. Aber diese Diskussion hatte ich gestern schon. Danke.

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 16:45

      Ich glaube, Sie haben ein Problem mit Faktenfeststellungen. Die Erwähnung dessen, als Zustimmung für die Installierungen von Diktaturen zu verstehen, zeigt, daß Sie nicht in der Lage sind außerhalb Ihres hermetisch abgeschlossenen Universums zu bestehen.

      Aber ich gebe zu, auch ich bin schon soweit, daß ich die beiden "Lager" trennen möchte. Eine strikte Grenzziehung (mit Zoll. Paß- und Visakontrolle) wäre sicher opportun. Die LINKEN in den östlichen Teil und die NICHT-Linken in den westlichen Teil... Die NICHT-Linken übernehmen jedenfalls nicht den Schuldendienst und auch nicht die Mindestsicherung...

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 18:38

      mahler

      Gutes übernehme ich selbstverständlich auch von den Kommunisten. Es bleibt aber überschaubar.

      Und da Sie sich in der Zwischenkriegszeit so gut auskennen, dann wissen Sie sicher auch wer damals am lautesten von der Diktatur des Proletariates geschwafelt hat und dann als erster draußen beim Türl war? Irgendein Parteichef halt. Ist aber natürlich nicht nach Moskau gegangen, sondern nach Paris. (Verrat an den eigenen Leuten und bitte ersparen Sie mir die dazugehörigen Ausreden)

      Irgend ein Renner, 1. Nationalratspräsident war er, war nicht der Meinung, dass ihn sein Amt als Person zu einer gewissen Neutralität im INteresse Österreichs verpflichten würde, sondern der hat tricksenderweise, die Partei über das Land gestellt. Wenn Dolfuss diesen aufgelegten 11er nicht verwertet hätte, wäre schon der erste Naziputsch erfolgreich gewesen.

      Dass 1933/34 eine Demokratie von den Christdemokraten abgeschafft wurde - wo haben Sie sich das erträumt. Ich kann darin bestenfalls einen mieserabel geplanten roten Putsch nach pathetischer Kampfrhetorik erkennen, so einen ähnlichen wie ihn dann auch der Olah niederklüppeln hat lassen halt. Sowas würde sogar Zivi-Darabosch niederknüppeln soferne er von der Zentrale unbeaufsichtigt keine näheren Weisungen erhalten hat.

      Soll man einem mahler glauben, dass er nicht bei den roten Falken war?

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 18:40

      erich bauer

      bei mahler handelt es sich eher um eine hermetische Garage vollgestopft mit Ramsch.

      Ein Universum hingegen würde doch glatt und sofort mangels Masse wieder implodieren.

  17. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    03. Februar 2011 08:12

    Versiegen des Ölstroms? Was lese ich da zwischen den Zeilen? Das ist doch nicht möglich!

    • Josef Maierhofer
      03. Februar 2011 11:35

      Alles ist möglich, fix is nix.

      Der Öl-und Gasstrom kann jederzeit versiegen, von heute auf morgen, aus verschiedensten Gründen, vordergründig aber sicher durch die Politik der Menschen.

  18. Segestes (kein Partner)
    03. Februar 2011 06:34

    Im Prinzip könnte uns Ägypten und der restliche nahöstliche Hinterwald egal sein.
    Doch leider exportiert diese Gegend ihre intellektuell weitestgehend schlicht formatierte Bevölkerung, bei jeder auch noch so kleinen Kriese, sofort tausendfach nach Europa.
    Und wir, "human" wie wir uns nun einmal gerne geben, nehmen dieses frömmelnde Lumpenproletariat fast ohne wenn und aber auf.
    Ein Blick nach Frankreich und in die dortigen, von nordafrikanischen Arabern beherrschten Vorstädte reicht, um zu erkennen wie die Zukunft ganz Europas aussieht

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 09:42

      Man lese einmal zur Abwechslung im Toqueville dessen Beurteilung der Sklaverei.

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 09:44

      Ich muss noch ein "c" nachliefern.

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 09:56

      Und natürlich noch den Text:

      http://www.nathanielturner.com/educationhistorynegro8.htm

      Bitte sich nicht durch das Wort Sklaverei stören zu lassen. Schon im ersten Absatz wird festgehalten, welche Möglikchkeiten es überhaupt gibt, wenn sich zwei Gruppen ein Land teilen müssen.

      Wie man das werten will, dafür ist jeder selber zuständig. Nur diese Konsequenzen sollten allen klar sein. Bevor einer den Mund aufmacht.

  19. Reinhard (kein Partner)
    03. Februar 2011 06:29

    Der Westen und seine Champagnersozialisten begreifen eines nicht: So sehr wir auch die Demokratie als bisher beste Gesellschaftsform verehren (und selbst wir müssen täglich um sie kämpfen, wie man an der Schwelle zur EU-Diktatur ständig nachvollziehen kann), sie ist es nicht überall. Menschen, die seit Jahrtausenden in Clansystemen leben und in Begriffen wie Stärke und Ehre leben, empfinden höchstens Verachtung für Führer, die ihr Volk regelmäßig fragen, ob sie über es bestimmen dürfen. Sie respektieren ausschließlich Führer, die Schutz und Stärke, Grundversorgung und klare Führung versprechen.

    Was ist in Ägypten passiert? Eine immer größere Masse junger Menschen haben die Nase voll von der Herrschaft eines alten Mannes, der offensichtlich nicht mehr in der Lage ist, die Grundversorgung seines Volkes zu garantieren - Armut und Hunger, der Nährboden für Unzufriedenheit und religiösen Fanatismus, konnte er nicht verhindern. Als Antwort auf die wütenden Proteste begannen hilflose Personalrochaden zur Besänftigung der Massen - ein fatales Signal der Führungsschwäche des alten Diktators, das sofort alle auf den Plan rief, die eine solche nicht tolerieren und den Boden bereit sehen für ihre Revolution. Das sind aber keine demokratischen Kräfte sondern Gruppen wie die sich anfangs bedeckt haltende, aber inzwischen offen auftretende extremistische Muslimbruderschaft. Mit der Erklärung der Armee, sich dem Befehl des Diktators nicht mehr bedingungslos zu unterwerfen, hat Mubarak auch die letzte Legitimation - das Versprechen des Schutzes - verloren. Hilflos lässt er seine Schlägertrupps ausschwärmen, die versuchen, Millionen großteils religiös aufgepeitschter Demonstranten zu provozieren. Und das Militär schaut zu - bisher zum Glück. Denn sowie das Militär sich offen aus der Neutralität wagt und sich auf die Seite der Demonstranten stellt, schwärmen die islamistischen Kämpfer aus, um das Volk mit der gesamten Armee im Rücken zu "befreien" - den Rest kann man sich ausmalen.

    Eine unmögliche Utopie?:

    Für jene, die verzweifelt als Erste auf die Straßen und Plätze schwärmten, wird es kein gutes Ende geben, den Demokraten werden nicht gefragt sein: Die Revolution tut das, was sie immer tut, und frisst ihre Kinder. Die hierarchische Führungsstruktur des Landes bleibt bestehen und wird entweder von einem muslimischen General (das wäre noch die harmlosere, aber von unseren Linken kreischend abgelehnte Version) oder von einer dem Volk religiöse Auserwähltheit, Nektar und Ambrosia versprechenden islamistischen Partei, die lupenrein demokratisch gewählt wird (was bei den gleichen Linken für frenetischen Jubel sorgen würde) und dann ihrem Wächterrat das Zepter überreicht (woran nach Ansicht der Linken allein die USA die Schuld tragen). Die Grenze nach Gaza wird geöffnet und noch vor Ablauf eines Jahres erlebt der Nahe Osten den härtesten Krieg aller Zeiten. Israel steht an der Kippe seiner Existenz (was den bekannt extrem antisemitischen Linken eine Freude sein wird) und die Amerikaner können sich darauf vorbereiten, als (dafür von den Linken heftig ausgebuhter) letzter Retter das israelische Bollwerk gegen den unverblümten Einmarsch des Islam in das dekadent-verkommene und intern (von Linken wie Darabos) bis zur Agonie geschwächte Europa am Leben zu erhalten. Der Dank in Form giftigen Sabbers darf den Amerikanern gewiss sein.

    Der Islam hat sich Vorderasien unterworfen. Er unterwirft sich immer größere Teile des asiatischen Kontinents und der pazifischen Inselwelt. Im Moment kassiert er Nordafrika westwärts. Welche Richtung ist wohl die logisch nächste? Wohin sollen jene Ägypter fliehen, die als Kopten oder Demokraten bald an Leib und Leben bedroht werden? Alle zu uns, wo dann gleich Maulwürfe mit einwandern und den Boden vorbereiten für die Invasion durch die Bäuche der Frauen?

    Wirklich eine unmögliche Utopie?
    Ich bin mal gespannt und lasse mich gerne durch die Realität vom Gegenteil überzeugen...

  20. Haider
    03. Februar 2011 00:30

    Gerade las ich, daß wir inzwischen sehr erfolgreich die Infrastruktur für die zu erwartenden arabisch/islamischen Kulturbereicherer in Europa schaffen:

    "Im Kölner Bezirk Ehrenfeld wurde am Mittwoch Richtfest für die bisher größte Moschee Deutschlands gefeiert. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) nannte den Bau ein Zeichen von Normalität.

    „Wer baut, der bleibt. Wer hier in Deutschland, in Köln, baut, hat ein neues Zuhause gefunden. Ein Zuhause, in dem er wohnen, arbeiten und seiner Religion nachgehen möchte“, sagte Roters nach Angaben des Kölner Stadt-Anzeigers. "

    Daß Wien nicht nachsteht, dafür wird Vasilakou mit ihren grünen Chaoten schon sorgen.

    • Josef Maierhofer
      03. Februar 2011 11:44

      Wäre Vassilaku in Griechenland, würde sie die Türken nicht lieben.

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 12:17

      Wäre die Vassilaku in der Türkei, hätte sie sich auch hinaufgeschleimt.

  21. plusminus
    02. Februar 2011 21:52

    Es bleibt zu hoffen, daß die Revolution nicht ihre Kinder frißt, denn die hatten bisher schon kein Honigschlecken. Auch wenn die USA Milliarden in Ägypten investierten, kamen diese sicher nicht der armen Bevölkerung zugute, sondern vermutlich jenen,
    welche die Aufständischen jetzt abschütteln möchten!

  22. Xymmachos
    02. Februar 2011 21:37

    Statt vieler Worte: so schaut's aus =>

    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=206357

    Variante 2 von A.U. dürfte unausweichlich sein.

  23. ProConsul
    02. Februar 2011 20:58

    Mubarak hat zwei schwere Fehler gemacht: er hat zugelassen, dass sich das Volk ungebremst vermehrt, und er hat den Islamismus nicht besiegen können.

    ich glaube, dass sich nach einer Phase einer Scheindemokratie, wieder ein starker Mann an die Spitze putschen wird. Die Leute dort sind einfach nicht reif für eine Demokratie.

  24. durga
    02. Februar 2011 16:19

    auf dem Tahrir Square sind schwere gewaltsame Unruhen ausgebrochen - Panzer fahren auf. Livestream: http://english.aljazeera.net/watch_now/

  25. GOP
    02. Februar 2011 13:36

    Mit der Behauptung im Titel "WIR weden dem Diktator Mubarak noch nachweinen" fühle ich mich nicht vertreten. Mag sein, dass Israel und die dahinter stehende USA-Administration Mubarak als das kleinere Übel (im Vergleich zu möglichen Alternativen) betrachtet haben. Uns Österreicher hat er durch seine rigide Politik vielleicht geholfen, dass der Güterverkehr durch den wichtigen Suezkanal funkionierte und ein Urlaub auf Grund der sehr niedrigen Arbeitslöhne sehr preisgünstig war. Wenn man aber im Land etwas abseits der staatlichen Propaganda herumhörte, dann sah man viel Elend bei der überwiegenden Bevölkerung und wenig Zukunftsperspektiven für die jungen Leute.
    Nebenbei: es ist schön, dass neben den geplanten Linienmaschinen unser Aussenminister 2 Sonderflugzeuge zur Rückholung von Österreichern nach Kairo sandte. Scheinbar war aber von unserer Botschaft in Kairo alles ziemlich schlecht organisiert. So ist z.B. das vom Bundesheer gecharterte Herkules-Propellerflugzeug schliesslich mit nur 1 (in Worten: einem) rückkehrwilligen Österreicher nach Wien zurückgekehrt. Freundlicherweise hat man dann aber doch noch ca. 60 Leute aus anderen Staaten mitgenommen.

    • Erich Bauer
      02. Februar 2011 17:21

      "...mit nur 1 (in Worten: einem) rückkehrwilligen Österreicher..."

      Es ist Krieg, aber ich will mein Buffet... So All-inklusive-Lager führen zu seltsamen Syndromen...

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 10:12

      Diese Syndrome haben die doch schon aus Eat-as-much-as-you-can-Österreich mitgenommen.

      Daheim sind das dann alles ausgewiesene Ägyptenkenner.

    • Erich Bauer
      03. Februar 2011 10:31

      cmh,
      "...Daheim sind das dann alles ausgewiesene Ägyptenkenner..."

      Ich glaube, man könnte diese "Syndrome" in einen Nachtcharter setzen, ein paar Runden und Schleifen drehen und auf einen Donauinselpark landen. Ein paar freilaufende Kamele aus Schönbrunn vor dem Zaun, KRONE-Zeitungskolporteure als Komparsen... Berufsheersoldaten dürfen natürlich auch nicht fehlen... Selbstverständlich muß der Flieger von dort wieder starten, ein paar Runden drehen und dann wieder ins heimatlichen Schwechat...

  26. Josef Maierhofer
    02. Februar 2011 11:18

    Wir können die ägyptischen Probleme nicht lösen und auch nicht die Weltprobleme.

    Die, die meinen, sie könnten das, mögen bitte vortreten. Die Betonung liegt auf dem Können und nicht auf dem Vortreten, wie die sozialistisch Internationale das tut.

    Ich hatte hier an der TU einige ägyptische Studenten, geflohene Kopten und das Gegenteil, die 'Bombenfundis'. Alles deutete damals schon (vor etwa 15 Jahren) darauf hin, daß es dort offenbar nicht mehr stimmt mit dem politischen Gesellschaftsgefüge.

    Nun, auch bei uns wird es bald so weit sein, daß Islamisten beginnen werden, das interne Gleichgewicht zu stören, sie tun es ja bereits. Es sind genau jene sozialistischen 'Internationalen', die das forcieren, die dieses Ungleichgewicht herstellen, die das österreichische Volk hier bei uns durch Unterwanderung miesester Unterklassen aus der Türkei vernichten wollen.

    Die sollten lieber leiser treten, der österreichische Wähler wird sie abwählen, es dauert nicht mehr all zu lange, so hoffe ich zumindest.

    • Mel Haring (kein Partner)
      03. Februar 2011 09:08

      Das Abwählen haben die österreichischen Wähler längst erledigt. Nur gibt es da eine Partei namens ÖVP, die immer noch glaubt, dass die SPÖ unbedingt in jeder Regierung sein muss.

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 10:16

      Warum sollte es den Ägyptern anders gehen als uns Österreichern:

      Sie leben in einer Diktatur und gleich was die wählen und gleich ob sie Revolution machen, sie werden immer eine Diktatur bekommen.

      Wier hier in Österreich können wählen was wir wollen, es wird immer eine rote Grinsekatze BK sein.

      (Schon Alt-BK Klima hatte ein solches Kampflächeln.)

  27. Celian
    02. Februar 2011 10:41

    Die Linke hetzt gegen die USA, wenn sich die USA einmischt (im Irak) und einen Diktator stürzt (Saddam). Die Linke hetzt gegen die USA, wenn sie sich nicht einmischt (in Ägypten) und einen Diktator nicht stürzt (Mubarak).

    Concusio: Die Linke findet jeden Anlaß gut, um gegen die USA zu hetzen, Hauptsache es geht gegen den kapitalistischen Klassenfeind. Dabei hat sie selber genug Dreck am Stecken, um vor ihrer eigenen Tür zu kehren. Bei der Sozialistischen Internationalen gehen die größten Diktatoren von Tunesien bis Ägypten aus und ein. Das aber bleibt vorsorglich unter der Tuchent.

    Obendrein hat die Linke übersehen, daß es die Republikaner waren, die für eine Einstellungen der Zahlungen an Ägypten waren. Und die Demokraten weiter darauf bestanden. Aber in ihrem Dagegensein-Furor bleibt das unbemerkt, ist doch egal, Hauptsache man kann wieder mal gegen die USA herziehen. Aber das wundert einen schon nicht mehr. Denn aus demselben Grund kann ja auch ein Mubarak Mitglied der Sozialsitischen Internationalen sein. Die Linke unterstützt Diktaturen, und wirft genau das was sie selber tut, anderen vor. Die Linke ist das ärgste, verkommenste, verlogenste Pack unter Gottes Sonne.

    • mike1
      02. Februar 2011 13:20

      die linken waren schon immer, wenn es um wichtiges ging, auf der falschen seite.
      in österreich begann es schon während der staatsvertragsverhandlungen, als die roten den vorschlag der övp - immerwährende neutralität gemäß schweizer vorbild- ablehnten. war da nicht ein kreisky dabei?

      ablehnung des eg-beitrittes. war da nicht ein kreisky beteiligt?

      ablehnung der eu-beitrittsverhandlungen. aber, als man nicht mehr auskam: ein vranitzky und eine ederer stritten danach um die unterschrift mit dem aussenminister mock, welcher aber die verhandlungen zu einem positiven abschluss gebracht hat.

      celian hat recht: die sozis sind falsch , verkommen, verlogen und absolut unfähig. darabos als letztes bestes beispiel.

    • Celian
      02. Februar 2011 16:22

      Naja. Vielleicht hätte ich mir den letzten Satz auch sparen können...

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 10:17

      Die Linken waren immer auf der richtigen Seite - der eigenen!

    • Krainer (kein Partner)
      03. Februar 2011 14:53

      Wie wäre es wenn man aufhört die Welt in "Die Linke" und "Die Rechte" einzuteilen - und anfängt mit Verstand und Wissen zu entscheiden was Gut oder Schlecht ist?

      Sicher aufwendiger und komplizierter - ganz ohne indoktrinierten Feindbild müsste so mancher beginnen seine eigenen Standpunkt zu hinterfrage.

    • cmh (kein Partner)
      03. Februar 2011 18:47

      Gute Idee! Versuchen Sie einmal mit Ostermayer anzufangen.

      Das ist doch immer der gleiche Schmäh:

      Zuerst kommen sie mit dem Schmutzkübel nicht zu knapp und wenn es dann in das eigene Glashaus regnet dann fangen sie an herumzusalbadern und so auf aufgeklärt neutral human zu tun, denn eigentlich waren es immer die andern. Doch wehe dem der ihnen glaubt, der hat sofort ein Messer im Rücken.

      Mit solchen Leuten habe ich schon in der Sandkiste nicht gespielt.

    • mike1
      03. Februar 2011 19:03

      qKrainer 03. Februar 2011 14:53: dann verwenden sie mal... niemand hat was gegen argumente ...

  28. Patriot
    02. Februar 2011 10:18

    Ich würde mal behaupten, daß Muslime in Ägypten bisher nicht weniger Rechte hatten als Chinesen in China. Trotzden war ihr ökonomischer Erfolg weitaus geringer. Es ist daher ziemlich lustig, wenn die Ägypter für mehr Jobs und für mehr Wohlstand demonstrieren, und dies durch angeblich fehlende Freiheiten begründen.

    Die Begründung der misslichen Lage durch Korruption geht auch ins Leere. Gut, der Mubarak-Clan soll in den letzten 30 Jahren 40 Milliarden Dollar angehäuft haben:

    http://bazonline.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/MubarakClan-ist-mehr-als-40-Milliarden-Dollar-schwer/story/11721193

    Allerdings hat Ägypten bei 80 Millionen Einwohnern ein BIP von ca 216 Millarden Dollar (Österreich 366 Mrd).

    http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_GDP_(nominal )

    Selbst wenn Mubarak jedes Jahr 2 Milliarden abgezweigt hat, wären das gerade mal 1% der gesamten Wirtschaftsleistung. Sozialistische Diktatoren wie Chavez, Castro und Evo Morales werden da weitaus großzügiger sein, vor allem mit sich selbst. Außerdem haben die Amerikaner angeblich 60 Milliarden Euro in das Land gepumpt.

    zur Demographie:
    Die Hälfte der Ägypter (also ca 40 Millionen) soll unter 20 Jahre alt sein. Zum Vergleich: in Deutschland (82 Mio Einwohner) sind gerade mal 11.1 Millionen Einwohner unter 15, und davon hat ca 1 Drittel "Migrationshintergrund".

    Demographisches Jahrbuch, Seite 380
    http://www.statistik.at/dynamic/wcmsprod/idcplg?IdcService=GET_NATIVE_FILE&dID=89381&dDocName=054833

    Bitte anschnallen, und Politiker in Europa abwählen, die dieser Lage nicht im geringsten gewachsen sind!

    • brechstange
      02. Februar 2011 10:40

      Befürworten bzw. verniedlichen Sie Korruption?

    • Patriot
      02. Februar 2011 12:44

      @brechstange

      Nein, ganz im Gegenteil. Die Korruption ist sogar einer der Hauptursachen der katastrophalen Lage der Ägypter. Nur, man kann nicht alleine Mubarak anschwärzen, wenn das ganze Land bei der Korruption mitmacht.

      In den islamischen Ländern sind Clan-Strukturen üblich. Die Clans haben oft mehrere 100 Mitglieder, die untereinander nicht nur biologisch Inzucht betreiben, sondern natürlich auch ökonomisch. Da wird dann ein Posten den ein Clan-Mitglied vergeben kann nicht mit einer fähigen Person von außen besetzt, sondern möglichst mit irgendeinem Mitglied der Sippe, sei der Cousin auch noch so unfähig.

      In dem Zusammenhang verweise ich auf den Klassiker zur Erklärung der Bedeutung der Kultur für ökonomische Erfolge:

      http://www.eurozine.com/articles/2006-11-02-kohlhammer-de.html

      Siegfried Kohlhammer
      Kulturelle Grundlagen wirtschaftlichen Erfolgs
      ...
      Einen entscheidenden negativen Faktor bei der Integration – und weiterhin im wirtschaftlichen Handeln – bedeutet der Familiarismus der konservativen muslimischen Einwanderer: Das Wohl der Familie und der Nutzen für die Familie sind die obersten Werte, denen sich alle anderen gesellschaftlichen Werte, Gesetze und Regeln unterzuordnen haben. Das fördert Nepotismus, Korruption und generell die Mißachtung der meritokratischen Prinzipien und der egalitären Gesetze, wie sie die Mehrheitsgesellschaft vertritt.
      ...
      Wenn Vertrauen nicht über den Rand der Familie oder Sippe hinausreicht, wird Kooperation mit anderen erschwert. Mißtrauen und Verschwörungsdenken dominieren im Verhältnis nach außen. Ökonomisches Handeln ist zu einem wesentlichen Teil Kooperieren mit familienfremden anderen, und je mehr ich diesen Fremden vertraue und vertrauen kann, desto reibungsloser und erfolgreicher wird mein ökonomisches Handeln sein. Kulturen wie die islamischen oder lateinamerikanischen, in denen, aus welchen Gründen auch immer, der Radius des Vertrauens sehr gering ist, sind wirtschaftlich benachteiligt.[3] Zugleich ist der Familiarismus die Primärform des antiindividualistischen Kollektivismus. Individualismus aber ist eines der bestimmenden Prinzipien moderner westlicher Gesellschaften.


      Nebenbei bemerkt (wie schon unten von "Feline" bermerkt), verzichten islamische Länder zum Großteil auf 50% des Humankapitals, nämlich auf die Frauen! Für die Frauenrechte demonstriert dort niemand, obwohl die meisten Frauen im täglichen Leben wohl ein mehrfaches an Unterdrückung erfahren müssen wie irgenein junger moslemischer Ägypter, der halt keinen gutbezahlten Posten bekommt.

    • Haider
      02. Februar 2011 23:53

      Afrikanische und südasiatische Völker schüttelten in etwa zur gleichen Zeit den Kolonialismus ab. Inzwischen boomen viele (süd)asiatischen Wirtschaften, während die afrikanischen dahinsiechen.
      Nach zwei verlorenen Kriegen waren in Deutschland und Österreich alles kaputt, was nur kaputt sein konnte, die Ausplünderungen total, die Repationsverpflichtungen enorm, der menschliche Aderlaß riesig und trotzdem ging es wieder aufwärts. Und wie schaut's nach wie vor in Afrika aus?
      Wenn die Revolutionen in den arabischen Staaten in Anarchie enden (und alles schaut danach aus), dann gnade uns Gott. Die derzeigen Flüchtlingsströme, die über Ceuta oder Lampedusa nach Europa schwappen, werden zum Tsunami anwachsen. Hunger läßt sich durch gutmenschliches Kleinreden nicht abschrecken, ganz im Gegenteil.

  29. brechstange
    02. Februar 2011 10:13

    Die Zuspätgekommenen bestraft das Leben. Eindeutig zu spät gekommen ist der Westen.

    Als 1989 die Welt, die bis dahin in Blöcken organisiert war, in Bewegung kam, wurde es von Europas Führungsmannschaft verabsäumt, das Verhältnis zu diktatorischen Regimes zu überprüfen. Während Osteuropa sich emanzipierte und die Sowjetunion zerfiel, übersah man im Freudentaumel, dass es auch im Orient und Nordafrika Auflösungstendenzen gab, die verstärkt durch die Welt der Gastarbeiter, die Menschen in diesen Ländern nach den Westen schielen ließ, das machte den ilamischen Herrschern Angst. Diese sahen ihre Felle davonschwimmen und sie begannen ein Doppelspiel. Einerseits verstärkten sie in ihren Ländern die Kontrolle über die Menschen, andererseits versuchten sie die Moslems im Westen unter ihre Kontrolle zu bringen über den Glauben. Die säkulare westliche Welt durfte kein Vorbild für die Menschen in ihren Ländern sein. Damit begann versteckt die Abschottung, die Menschen begehrten auf, die Machthaber verbündeten sich mit den westlichen Führern. Dazu passt der Spruch Erdogans: Wir benutzen die Demokratie als Zug ........ .
    Dies alles ereignete sich unter Ausschluss der westlichen Öffentlichkeit, still und leise. Aufgeschreckt wurden wir erst mit den Anschlägen 2001 in New York. Bis dahin jedoch war die islamische Welt bereits - weit fortgeschritten - diszipliniert.
    Einerseits durchschaute der Westen dieses Doppelspiel nicht, andererseits war es ja sehr bequem, stabile Staaten zu haben mit denen man gute Geschäfte machen konnte, die korrupten Eliten transferierten ihre Gelder bequem und sicher in westliche Banken. Das Volk hatte still zu sein. Die neuen Medien jedoch öffneten diesen Länder durch die Hintertür die Möglichkeit sich zu organisieren. Gerade in noch gemäßigten islamischen Ländern wie Ägypten und Tunesien übersah man offenbar die Mächtigkeit dieses Mediums.

    Nun stehen die Machthaber und leider der Westen blöd da. Der Westen als Verbündeter der korrupten Machthaber ist nun der Slogan und das macht die Sache für uns gefährlich. Die Islamisten werden versuchen dieses Mythos zu verbreiten und werden den Westen zum Mittäter machen. Diesem Bestreben muss vom Westen mit aller Entschiedenheit entgegengetreten werden. Gerade in Ägyten sollte es mit ElBaradei einen Vertreter geben, der die Pluralität der Welt zu erkennen vermag. Diesen gilt es zu stärken und nicht Mubarak.

    Der Westen darf nicht abwarten, er muss handeln mit allem Risiko. Die Ägypter und Tunesier selbst sind gefordert, eine demokratische Lösung mit aller Entschiedenheit durchzusetzen. Wir sollten sie dabei unterstützen, va auch zu erkennen, dass demokratisch legitimierte Regierungen durch Ermächtigungsgesetze ausgeschaltet werden, hier sollte es einen Riegel geben. Hierauf sollte sich das "Nie wieder" konzentrieren.

  30. Geheimrat
    02. Februar 2011 10:12

    Wohin wird also Ägyptens Weg wohl führen?
    Ungeachtet der Umfrageergebnisse, die signifikant erscheinen, lässt sich die Frage auch angesichts islamspezifischer Kriterien beantworten. D.h. der Islam ist die maßgebliche Dimension und prägend für Ägypten, das bereits Mitte des 7. Jhs. von den Moslems erobert wurde. Kairo mit der berühmten Al-Azhar-Universität ist DAS Zentrum des sunnitischen Islam, der auch Staatsreligion in Ägypten ist. Auch die Erklärung der Menschenrechte im Islam wurde 1990 hier von den Aussenministern der OIC verabschiedet. Die Präambel könnte das Motto für den Dschihad – als determinierendes und niemals endendes Element des Islam – des 3. Jahrtausends sein: Alle Menschen bilden eine Familie, deren Mitglieder durch die Unterwerfung unter Gott vereint sind. Islam bedeutet Unterwerfung. Alle Menschen besitzen auch Würde und genießen Rechte, jedoch haben auch Pflichten. In den Genuss der Rechte kommt demnach also nur der, der sich auch unterworfen hat und seine islamischen Pflichten erfüllt. Der Islam nimmt für Ägypten eine derart prägende Rolle ein und ist von historischer und kultureller Relevanz. Der Islam ist das, was die Ägypter mit Stolz erfüllt, sie definieren sich über den Islam und die islamspezifischen „Errungenschaften“ als enkulturierte Wesen. Auch sollte man die Mentalität der Araber nicht unterschätzen. Und wer glaubt, diese Kultur sei kompatibel mit demokratischen Strukturen, wer glaubt, der Islam samt seiner Bestimmungselemente Dschihad und Scharia würde zugunsten einer pluralistischen Demokratie weichen können, der irrt. Islam wird immer eine Einheit von Religion, politischer Herrschaft und sozialer Ordnung bleiben. Er ist – im Gegensatz zum vernunftbegabten und gewaltlosen Christentum als Pfeiler der abendländischen Kultur – nicht kompatibel mit einem humanistischen Weltbild, durch das ja erst ein friedliches pluralistisches System seine Grundlage findet. Vernunft und Gewissen sind quasi die Voraussetzungen, das auch Menschen sich im Säkularismus friedvoll begegnen. Der Islam ist davon weit entfernt, er ist daher inkompatibel mit pluralistischen Strukturen, die in einer Demokratie vorherrschen. Die Menschen sind auch dazu nicht reif, da sie eben nur die totalitären Strukturen des Islam kennen, sie sind indoktriniert, zumindest gilt das für – um auf die Umfrageergebnisse zurückzukommen – 70 Millionen (= 84%) Ägypter (besser: Araber, denn nur die Kopten = griech. “Aigyptioi” = Ägypter sind als Nachkommen der Pharaonen die Ägypter). Die Kopten machen 10% der Bevölkerung aus, die übrigen 6% sind andere Minderheiten und ausgelöst wirde die Revolution von einigen Zehntausenden gebildeten jungen Menschen, wahrscheinlich sogar säkularen Menschen, die sich denn wohl auch in diesen 6% verorten. Wenn man bedenkt, dass diese Menschen kaum eine Demokratie errichten können, 50% der Ägypter Analphabeten sind, worunter auch viele junge Menschen fallen, dann liegt der Gedanke nahe, dass eher ein islamischer Gottesstaat denn eine pluralistische Demokratie errichtet werden wird, zumindest sprechen die kulturellen, historischen und sozialen Dimensionen dafür. Fazit: Der Islam kann nicht abgeschafft werden, er kann nicht einmal reformiert werden, da er selbst bzw. der Koran als unveränderbares Wort Allahs – neben den aufgezählten gesellschaftlichen Kriterien – das nicht zulässt. Der Dschihad nimmt seinen Lauf, das Gebot Allahs wird erfüllt, die Moslembrüder springen auf den Demonstrationszug auf und stehen in den Startlöchern und das islamgeprägte Volk fährt mit. Wir können nur eines tun: Uns auch auf unsere Kultur besinnen, d.h. die abendländische Kultur verteidigen, Europa als genuin christlichen Kontinent (Europa als heidnisch-polytheistischer Kontinent wurde schon im 2. Jh. n.Chr. christianisiert) vor dem Islam schützen, uns auf unsere Identität besinnen – so wie die Mehrzahl der Araber das nun in Ägypten tut, damit unsere Schwäche nicht die Stärke des Islam ist. Wir können auch nur warnen und letztendlich boykottieren, denn der Islam, die islamischen Staaten sind ja auch so stark, weil sie sehr unterstützt werden – auch wenn es aus Eigennutz geschieht (Exportmärkte-, Rohstoffquellensicherung). Irgenwann wird der Islam scheitern, nämlich an seiner Rückständigkeit und seiner Bevölkerungsexplosion, er wird an seiner Armut, an Hunger und Gewalt scheitern.

    • Erich Bauer
      02. Februar 2011 10:55

      Geheimrat,
      "...Wir können nur eines tun: Uns auch auf unsere Kultur besinnen..."

      Und wir dürfen EINES nicht tun: Finanzielle Hilfe leisten. Frei nach Dambisa Moyo, die mit ihrem Buch "Dead Aid" erregtes Gekeife der Helferindustrie einfuhr. Wenn wir nämlich das tun, leisten wir uns selber "Sterbehilfe"...

    • brechstange
      02. Februar 2011 13:47

      @Erich Bauer
      Wenn das nur unsere Politiker begreifen würden.

  31. Brigitte Imb
    02. Februar 2011 09:59

    OT - und auch wieder nicht so sehr, denn diese Maßnahme mutet schon ein wenig diktatorisch an. Wir sollen überwacht werden, bis in die privatesten Teile unseres Lebens.

    http://wien.orf.at/stories/496530/

    Vor einigen Monaten ist mir pers. das bereits in einem Geschäft passiert.

    • Erich Bauer
      02. Februar 2011 10:18

      Wahrscheinlich können sie nicht glauben, daß die "Raucherregelung" zu Umsatzeinbrüchen geführt hat. Daher die scharfsinnige Vermutung, daß vemehrte "Schwarzkäufe" dafür verantwortlich sind. Offensichtlich findet man bei Kontrollen nichts. Wobei man dazusagen muß, daß in einem "rauchfreien" Lokal wahrscheinlich mehr Kontrollore als Gäste vorzufinden sind. Und kontrolliert wird die Gastronomie, wie kein anderes Gewerbe. Außer natürlich anatolische Spezialimbißstätten...

  32. Erich Bauer
    02. Februar 2011 09:30

    "...Die Hamas ist ursprünglich durchaus demokratisch an die Macht gekommen..."

    Die Hamas ist vor allem deswegen an die Macht gekommen, weil von Saudi Arabien massiv finanziell unterstützt. So wie auch die Muslimbruderschaft, Al Kaida, Taliban... sich an finanziellen Zuwendungen der Saudis erfreuen. Dieses schlimmste aller Despotenregime in der Welt ist der "beste Freund" der USA. Wenn man solche "Freunde" hat bzw. auf sie angewiesen ist, verliert man wohl oder übel die "Unschuld". Die USA unterstützen und beschützen den Terrorfinanzier. Aber nicht nur, sie beschützen auch den Islam vor "Ressentiments". Wie Honigseim fließen ihnen dabei die Worte von den Lippen. Wenn man da so manche EU-Richtlinie anschaut könnte man fast schon versucht sein an eine "atlantische Bündnisbeeinflussung" zu glauben. Bezeichnend dabei die p.c.-Sturheit eines doppelhäutigen Rhinozerosses, mit der alle Bedenken weggewischt werden. Dass dieser Umstand den Sozialisten entgegenkommt hat wahrscheinlich mit beider totalitärer Heilsglauben zu tun. Heilsglaube verträgt sich mit Heilsglauben. Auch NAZIS und Moslems fühlten sich gegenseitig stark angezogen. In diesem Kontext muss man m.E. diese Ereignisse in unseren Urlaubsorten und im „ägyptischen Wiener Gäneshäufel“ (KURIER) sehen.

    Wenn es bei Tunesien und Ägypten bleibt, können Saudis und Amis und „Euros“ möglicherweise den Deckel noch draufhalten. Wenn diese Ereignisse aber der Auftakt zu einer arabischen Implosion ist, waren alle politischen Strategien der Saudis und USA Illusion. Niemand könnte das mehr „derheben“ (finanziell). Ich glaube nicht, dass in einer solchen Situation die Araber Israel angreifen. Für einen Krieg braucht man zweitens intakte politische Strukturen und erstens GELD. Beides ist dann nicht mehr vorhanden. Wenn es dann auch noch Saudi Arabien „zerreißt“ könnte dies sogar das Ende des Islam bedeuten. Denn für eine Aufklärung und eine „moderne“ hat diese Religion keinen Plan.

    • pc-think
      02. Februar 2011 13:44

      "Dieses schlimmste aller Despotenregime in der Welt [Hamas? Saudiarabien?] ist der "beste Freund" der USA."
      Da muss ich Ihnen widersprechen. Der beste Freund der USA im Nahen Osten ist und bleibt eindeutig Israel. Das ist doch so, nicht wahr?
      Andrerseits - hätten die USA ohne die Freundschaft mit Israel überhaupt Feinde im Nahen Osten?

    • Erich Bauer
      02. Februar 2011 13:56

      Selbstverständlich ist es wahr. Wurde sogar unter großem TamTam besiegelt und medial "transportiert". Vor und vor allem nach 9/11 hat sich die Bush-Regierung rührend um das Wohl der "Prinzen" und "Prinzelinen" gekümmert. Vorsorglich wurden sie aus der Wüste ausgeflogen und verstärkten danach Las Vegas. Die stehen halt auf alles was glitzert.

      Obama will die Israelis in die Grenzen vor 67 zurücktreiben. Das heißt, die Israelis müßten die damaligen Aufmarschgebiete der Araber aufgeben. Freundschaft sieht anders aus.

  33. Martin Bauer
    02. Februar 2011 09:03

    Dem Tagebucheintrag ist nichts hinzuzufügen.

    Ausser, dass das Ganze nur 1 Bootsstunde von Europa entfernt passiert. Und wir diskutieren über die Wehrpflicht. Es ist schon erstaunlich, wo sich der Tellerrand unserer Politiker befindet. Ich tippe einmal auf die Milchbar (oder wie das jetzt heisst). Maximal.

    • f.m.
      02. Februar 2011 13:33

      An welche Art von Boot dachten Sie da?

    • Martin Bauer
      02. Februar 2011 15:04

      Tunesien - Italien
      Infanterie, Landeeinheiten, Schnellboote
      zutreffendes bitte ankreuzen

      PS: Falls Sie es wünschen, auch Kushatasi oder Bodrum nach Kalymnos oder Samos, wie es zu gefallen beliebt....

  34. Feline
    02. Februar 2011 08:52

    wie kann man eine Demokratie, sowie wir sie (noch ?) verstehen erwarten, wenn in den Ländern Afrikas mind.40% der Bevölkerung, nämlich die Frauen, vom öffentlichen u politischen Leben ausgeschlossen sind.

    • inside
      02. Februar 2011 09:05

      Allah sei Dank!
      Das Produzieren von Kopftuchkindern ist eine staatstragende Aufgabe!.

    • Undine
      02. Februar 2011 18:23

      @Feline

      Ja, inside hat recht: Dadurch, daß die Musliminnen willig ein Kind nach dem anderen gebären und so auf ihre Weise dem ISLAM zur Verbreitung verhelfen, tragen sie mehr für die islamische Politik bei als wenn sie als Politikerinnen aufträten!

  35. thomas lahnsteiner
    02. Februar 2011 08:47

    Zweifellos wird eine re-islamisierung in tunesien und ägypten auch gewaltige auswirkungen auf die türkei haben:
    Wie sich die türkei unter dem islamisten erdogan entwickeln wird, kann man schon anhand zweier demonstrationen islamischer fanatiker in türkischen städten ahnen:

    "Ankara: Nach einer schönen Hasspredigt in der örtlichen Moschee versammelten sich mehrere Hundert Islamfaschisten auf der Straße. Bei dem Marsch zur Ägyptischen Botschaft rief der Mob nicht nur die üblichen Parolen gegen den Staat Israel, bzw. gegen Juden, sondern forderten auch den Tod Mubaraks und die Islamische Revolution.
    Nur einen Tag nach dieser Demonstration von türkischen Islamisten,
    mobilisierten türkische Moslembrüder in Istanbul zu einer Demonstration „gegen die zionistische Marionetten-Regierung in Ägypten“. Wie schon einen Tag zuvor, kam es auch hier zu den üblichen antisemitischen Hasspredigten, inklusive einer symbolischen Verbrennung des „Juden“ Mubarak. (aus prozionnrw)

    Das wird wunderbar, wenn wir diese leute dann in der EU haben......

    • gast (kein Partner)
      03. Februar 2011 09:42

      Das wird wunderbar, wenn wir diese leute dann in der EU haben...

      Diese Leute sind schon lange hier und werden jeden Tag mehr, irgendwann ist auch ihr Herkunftsland Mitglied der EU, doch das wird dann auch nicht mehr viel ändern.

  36. Geldfux
    02. Februar 2011 08:26

    Dr.Unterbergers Analys der Weltpolitik ist deshalb interressnt, weil er auch die Schattenseiten jedes Umbruchs aufzeigt. Als im Iran ein gewisser Mossadeque, oder wie er sich geschrieben hat, vom persischen Shah gestürzt wurde, war die Freude in allen Demokratien gross. Könnte man heute die derzeitige religiös fanatische Islamisten Clique in Theheran ablösen, wie erleichtert wäre heute die so genannte demokratische Welt!!

  37. Dr. Dieter Zakel MA
    02. Februar 2011 08:26

    Mubarak kommt aus der Armee und gerade die Armee drängt ihn zum Rückzug. Es wird auch die Armee sein die sagt wies weitergeht. Allzu viel Angst brauch man da nicht haben obwohl die Zukunft natürlich immer ungewiss ist :-)

  38. mike1
    02. Februar 2011 08:12

    ich befürchte, dass - obwohl das von orf-und sonstigen kommentatoren - immer wieder ausgeschlossen wird, dass nach dem abgang von mubarak, der erwiesermaßen eine friedenspolitik betrieben hat, die muslimischen parteien zum zug kommen werden. in tunesien erinnert ja die rückkehr eines islamistenführers aus dem asyl frappant an die seinerzeitige des khomeini.

    sollte es in nordafrika so weitergehen, dann werden wir noch einiges mitmachen dürfen.

    • Undine
      02. Februar 2011 13:23

      @mike1

      Genau das von Ihnen Befürchtete ist zu erwarten. Es wird ein Flächenbrand werden, aus dem die Islamisten als Gewinner hervorgehen werden.

    • mike1
      02. Februar 2011 14:10

      liebe undine, so wird es leider sein, ich befürchte das ärgste (möge es nicht wirklichkeit werden )

    • Undine
      02. Februar 2011 17:12

      @mike1

      Und unsere Asylindustrie freut sich wahrscheinlich schon auf ein neues Betätigungsfeld! Ihre "Kunden" werden in Scharen kommen, denn unsere Grenzen sind ringsherum offen wie ein Scheunentor.

  39. Observer
    02. Februar 2011 07:52

    Wenn Mubarak demnächst von der Bildfläche verschwinden und auch später eine halbwegs demokratische Wahl stattfinden wird, dann ist das noch keine Demokratie. Denn da gibt es noch hunderttausende Gefolgsleute, welche sich zwar als "Wendehälse" neu profilieren, aber sicher weiterhin in irgend einer Form an den Futtertrögen bedienen werden. Das Militär ist dort weiterhin enorm einflussreich, geniesst weitgehende Unterstützung im Volk und wird seine Macht sicher nicht abgeben wollen. So wie vor 20 Jahren in den ehemaligen Ostblockstaaten braucht man grossteils auch diese Leute, damit die Verwaltung weiterhin funktioniert. Nur solche Leute, welche fremdes Blut am Körper haben, wird man - falls sie sich nicht rechtzeitig ins Ausland abgesetzt haben - zur Rechenschaft ziehen.
    Nicht vergessen werden darf, dass der Islam in Ägypten verfassungsmässig als Staatsreligion gilt, wobei auch die Scharia als Rechtssystem verankert ist. Die Chancen, dass der von der Mehrheit gewünschte neue "starke Mann" sich NICHT wieder zu einem autoritären Herrscher entwickeln wird, sind sehr gering.

  40. Wertkonservativer
    02. Februar 2011 05:37

    Zunächst kurz zum Thema:

    die aktuelle Situation der Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens scheint die sowieso recht labile "Weltordnung" nun noch mehr zu destabilisieren; die Auguren hier im Forum scheinen mit ihren meist pessimistischen Aussagen ja anscheinend wirklich richtig zu liegen!
    Schon unser Sinowatz (immerhin promovierter Historiker) meinte seinerzeit, dass eben alles recht kompliziert sei. Nun, was würde er heute zum Weltgeschehen sagen?

    Nun aber ganz bewusst o.t. :

    An den oft superklugen, tiefschürfenden und erhellenden Kommentaren vieler Mitblogger erkenne ich recht offen die Grenzen meines Wissens hinsichtlich der kausalen Zusammenhänge sowohl in der Landes- und Weltpolitik, als auch im Dschungel der globalen Finanz- und Wirtschaftsstrukturen.

    Fast unglaublich, wie kundig da gerade viele der von mir am meisten geschätzten Forumsmitglieder auf die üblicherweise Höchstniveau haltenden Unterberger-Kommentare replizieren und diskutieren!

    Allein schon deswegen ist das tägliche Eintauchen in das Wissens-"Meer" des Tagebuches (samt bescheidener Mitwirkung) für mich eine echte Bereicherung meines Lebens!

    Wirklich gut, dass es Dich gibt, liebes Tagebuch!

    • Wertkonservativer
      02. Februar 2011 05:41

      Zweimal "scheinen" und einmal "anscheinend" in einem Absatz ist auch nicht gerade ein Muster der Formulierkunst. Bitte um Entschuldigung!

    • Karl Knaller
      02. Februar 2011 08:29

      Nicht verzagen! Logorrhoe ist heilbar!

    • Wertkonservativer
      02. Februar 2011 08:51

      Danke, Herr Karl, für die trostvolle Anmerkung!

  41. Philipp Starl
    02. Februar 2011 00:49

    Gerade sehe ich die ZIB24. Karim el Gawhary:"Aha da finden jetzt auch schon die ersten Prügeleien statt". Ich musste lachen, vor allem weil man davor eine voll verschleierte Muslimin gesehen hatte, die lautstark Rechte einforderte. Die linke Begeisterungsschickeria hat mal wieder nicht den geringsten Schimmer wovon sie redet. In Ihrer maßlosen Ignoranz übersehen sie, dass Moslems nicht wie Europäer sind. Natürlich, o mein Gott, wir sind doch alle gleich, nicht wahr? Das Mantra der Linken ist zum Kotzen, hat es uns doch in die gefährliche Lage gebracht, dass wir uns auch noch mit Unterschichtmoslems, vor allem Unterschichttürken auseinandersetzen müssen, die in Zeiten der Armut die Ersten sein werden, die Probleme machen.

    Zurück zu Ägypten. Ich verweise schon in meinem Gastkommentar auf eine zukünftige Entwicklung. Fakt ist, dass die Muslimbruderschaft die am besten vernetzte Organisation in Ägypten hat. Sollte nach Mubarak ein Machtvakuum bestehen, wird dieses mit großer Wahrscheinlichkeit von diesen "Brüdern" gefüllt. Jene haben nicht wirklich Lust, mit den Zionisten auf Freundschaft zu trinken.

    Ich möchte es auch hier noch einmal betonen: Flüchtlingsströme und hoher Ölpreis sind und auch jetzt schon sicher.
    Und geopolitisch wird es für Israel immer enger. In Europa greifen die Moslems die Juden schon ungeniert an, bespucken sie, bedrohen sie. Ein Israel eingekeilt unter lauter Feinden, diese Situation will man sich nicht einmal vorstellen.

    Passend dazu auch die Brillenschlange der Nation: neeeein Österreich ist keiner Bedrohung ausgesetzt. Guten Morgen, Herr Minister, empfehle einen Kurzurlaub in Ägypten und seinen Nachbarstaaten. Aber Sie sind sowieso rücktrittsreif wie eine faulende Frucht!

    • Philipp Starl
    • Cotopaxi
      02. Februar 2011 07:43

      Zur Ergänzung: die ägyptische Muslimbrüderschaft ist nicht nur in Ägypten gut vernetzt, sondern weltweit, also auch in Österreich, was der Öffentlichkeit hierzulande nicht bewusst ist.

    • Undine
      02. Februar 2011 13:37

      @Cotopaxi

      Daß die gute Vernetzung der ägyptischen Moslembrüderschaft in Ö den Bürgern nicht bewußt ist, liegt wohl daran, daß man von politischer Seite gerade dies Wissen verhindern will. Vom ORF als Teilorganisation von Rot und Grün werden wir Österreicher bestimmt NICHT mit der Nase darauf gestoßen! Der ORF trachtet schon darnach, daß wir nur ja nicht mehr erfahren, als sich beim besten Willen halt nicht vermeiden läßt.

      Zur Ergänzung: die ägyptische Muslimbrüderschaft ist nicht nur in Ägypten gut vernetzt, sondern weltweit, also auch in Österreich, was der Öffentlichkeit hierzulande nicht bewusst ist

    • Skeptiker (kein Partner)
      03. Februar 2011 19:03

      "Geopolitisch wird es für Israel immer enger" - allerdings . . . nur: ist das eine Überraschung? Wenn ja, für wen?

      Vielleicht kommt man in Israel jetzt, spät, vlelleicht sogar zu spät, drauf, dass man die vergangenen dreißig Jahre Zeit gehabt hätte, sich auf Augenhöhe mit Ägypten (und damit vielleicht sogar mit der ganzen Welt der Moslems) ein für alle Mal zu arrangieren. Wie sagte doch Gorbatschov?

  42. terbuan
    02. Februar 2011 00:45

    Die Sozialistische Internationale hat so manche Leichen im Keller, aber sie hat eine gute und von ihr abhängige Presse und die funktioniert den Keller zu einem Pseudo-Wachsfigurenkabinet der Madame Tussaud um, mit lauter ehrenwerten Helden der Geschichte!
    Diese SI ist wirklich der allerletzte Abschaum verlogenster linker Politik in den letzten Jahrzehnten, ein ursprünglicher Zusammenschluß marxistischer Bewegungen gab sich das Feigenblatt "sozial-DEMOKRATISCHER" Parteien.
    Von wegen, sogar in Wikipedia ist nachzulesen:
    "Der Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Diether Dehm nannte den Ausschluss der Constitutional Democratic Assembly deshalb auch "zu spät und peinlich". "Über 20 Jahre habe die Sozialistische Internationale in skandalöser Nibelungentreue zur Partei des Diktators Ben Ali gestanden", war sein Kommentar."
    Sicherlich wird die Partei Mubaraks nach seinem Sturz scheinheilig hinausgeworfen werden, ob das mit der Partei Papendreous nach dem Staatsbankrott Griechenlands auch so geschehen wird muß man abwarten, vielleicht geht sie noch als verratene Heldin des unermüdlichen Kampfes gegen die internationale Spekulation in die Geschichte ein und der fesche Gergios landet im Wachsfigurenkabinett! Was weiß ein Fremder?

    • Philipp Starl
      02. Februar 2011 00:52

      Apropos Griechenland, werter terbuan. Die sind schon jetzt de facto insolvent. Hinter den Kulissen, so hört man es munkeln, wird den Griechen schon ein "haircut" nahegelegt, 25%.

      Die Rädchen des Katastrophenuhrwerks beginnen sich zu drehen.

    • brechstange
      02. Februar 2011 09:41

      @starl
      den Griechen ein Haircut nahegelegt?

      Ein Haircut trifft wohl die Anleihegläubiger, ds die EZB, französische, deutsche, österreichische Banken, die Pensionsfonds und alle anderen Gläubiger. In weiterer Folge trifft es wohl auch den Steuerzahler über Bankenrettungspakete, über zusätzliche Einlagen bei der EZB und IWF, etc.

      Schön abgewirtschaftet hat Europa, keine gute Ausgangssituation für die Beeinflussung der Demokratisierung in Nordafrika.

    • Philipp Starl
      02. Februar 2011 09:56

      Treffen tut das natürlich die Gläubiger, aber den Griechen wird nahegelegt, ihn anzubieten.

    • Wertkonservativer
      02. Februar 2011 10:11

      Ich weiss es sicher nicht, lieber Terbuan (siehe dazu auch meinen heutigen Beitrag!).

      Woher Ihr diese vielen Insider-Informationen habt, ist mir wirklich unklar; ich lese ja schließlich auch Zeitungen und konsumiere die FS-Nachrichten. Also müsst Ihr doch noch andere Kanäle anzapfen, um solche Einsichten und Kenntnisse zu gewinnen und im Blog zu verwerten.

      Aber insgesamt: Hut ab vor der superklugen Community!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2019 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung