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Die ÖVP hat ein Führungsproblem

Die ÖVP hat ein Führungsproblem. Und zwar ein gewaltiges. Dabei geht es längst nicht nur um die Frage: Wer könnte es besser machen als Josef Pröll? Bietet sich doch hinten und vorne keine Alternative an, von der man sich eine Besserung erwarten könnte. In Wahrheit treibt das Parteischiff als Ganzes ungesteuert dahin. Das zeigt sich an der Unprofessionalität ihres gesamten Apparats wie auch an einer tiefgehenden Identitätskrise – Wer bin ich? Was will ich? Wofür steh ich?

Auf der Kommandobrücke ist genauso wie beim letzten Matrosen blutige Amateurhaftigkeit eingekehrt. Ein scheinbar kleines, aber überaus anschauliches Beispiel für die Unprofessionalität der Partei aus den letzten Tagen: Nach dem Tode des beliebtesten Künstlers des Landes am vergangenen Wochenende sind im Stundentakt die „tief betroffenen“ Aussendungen der Herrn Faymann, Häupl, Ostermayer, Mailath-Pokorny und der Frau Schmied hinausgegangen. Von ÖVP-Seite findet sich hingegen lediglich goldene Worte der Burgenländerin Silvia Fuhrmann, die auf Grund ihrer Unbekanntheit von kaum jemandem wahrgenommen worden ist.

Dabei wäre für Pröll & Co nichts leichter als eine solche Gelegenheit, um mit ein paar schönen Sätzen auch bei jenen vielen Österreichern zu punkten, die sich nicht für die hohe Politik interessieren. Niemand möge jetzt einwenden, dass halt am Wochenende (nach der Ferienwoche) alle ÖVP-Granden irgendwo auf Pisten oder Straßen unterwegs gewesen wären. Denn in professionell organisierten Parteien geben längst routinemäßig die diensthabenden Mitarbeiter im Parteisekretariat und im Ministerkabinett solche wenig heiklen Erklärungen heraus, ohne lang beim zitierten Politiker nachzufragen. So wie auch viele Ministerbriefe nie vom Minister selbst stammen. Es ist ja auch so gut wie sicher, dass ein guter Teil der über den Tod Peter Alexander ergriffenen Sozialdemokraten den Text „ihrer“ Beileids-Erklärung erst im nachhinein erfahren haben. Was aber nur zeigt: Die Sozialdemokratie mag zwar inhaltlich eine noch viel ärgere Identitätskrise haben als die ÖVP – ihr Apparat funktioniert aber noch immer exzellent.

Dabei stand in den letzten Jahrzehnten kein österreichischer Künstler so sehr für einen „konservativen“, betont österreichischen Kulturbegriff wie Peter Alexander, auch wenn er natürlich nie Parteipräferenzen geäußert hat. Dementsprechend haben sich die üblichen Altlinken dieser Tage im Fernsehen auch furchtbar über ihn erregt. Das, wofür der Entertainer gestanden ist – nämlich für den schlichten Anspruch der Menschen, sich gut unterhalten zu wollen –, war ja das genaue Gegenteil jener Kultur, für die etwa ein Mailath-Pokorny in Wien unser Steuergeld hinauswirft.

Bürgerliche Hilflosigkeit bei Dirty Campaigning

Der ÖVP hat aber auch von den brutaleren Methoden politischer Taktik absolut keine Ahnung, in denen Europas Sozialdemokraten nach wie vor perfekt sind. Dass bürgerliche Parteien wie die ÖVP auch in Sachen Schmutzkübel den linken Strategien recht hilflos gegenüberstehen, macht sie zwar wieder sympathisch, aber auch zum wehrlosen Opfer: Die Beispiele reichen von der Denunziation Kurt Waldheims durch Abgesandte der SPÖ beim Jüdischen Weltkongress über die erfundene Pflegerin in Wolfgang Schüssels Familie bis zu den seit Jahr und Tag von linken Staatsanwälten gezielt hinausgeleakten Halbfakten über Karl-Heinz Grasser. Dies geschieht mit großer Wahrscheinlichkeit vor allem deshalb, weil Grasser seit Haiders Tod und Schüssels Ausgedinge als einziger Politiker rechts der Mitte eine starke Wählerwirkung hat.

Was zwar nicht heißt, dass Grasser unschuldig wäre. Aber Tatsache ist jedenfalls, dass nach dem Tod Jörg Haiders bei keinem anderen heimischen Politiker seit Jahr und Tag mit so unglaublicher Aggressivität jede Kleinigkeit durchforscht wird. Kein Mensch würde sich für die Biographie oder das Privatleben der Herrn Mitterlehner oder Berlakovich interessieren. Sie sind politisch viel zu ungefährlich.

Ist aber ein Politiker, der rechts von der Mitte steht, erfolgreich, dann gerät er sofort in professionell konzertierter Aktion ins Fadenkreuz. Diese Aktionen sind auch international koordiniert. Jedes kleinste Detail seines Lebens, Studiums und Privatlebens wird durchsucht und sofort auch über parteitreue Staatsanwälte an die Linksmedien hinausgespielt. Ob der Mann nun Sarkozy oder Berlusconi, ob er Orban oder Guttenberg heißt.

Das bedeutet nun nicht, dass ich die Geschäftsmethoden oder den Sex-Tick von Berlusconi gutheißen würde. Ich beobachte nur, dass sich kein Mensch jemals für den Lebenslauf, das Studium oder das Privatleben - beispielsweise - eines Werner Faymann interessiert hätte. Sind dessen Studentenjahre weniger belastend als die eines von und zu Guttenberg? Und der Sturm der vereinigten Linken Europas wegen des ungarischen Mediengesetzes steht in seltsamen Kontrast zum völligen Desinteresse für den totalen parteipolitischen Durchgriff der Linken etwa im ORF oder für das gigantische Korruptionsmodell zur Bestechung der österreichischen Boulevard-Zeitungen. Was alles viel schlimmere Fakten sind als die wenigen Fehler, welche die EU-Kommission beim ungarischen Gesetz gefunden hat.

Wie sehr die SPÖ bis in die untersten Gliederungen auf Schmutzarbeit ausgerichtet ist, zeigt auch ein Brief der SPÖ-Bezirksorganisation St. Pölten, der mir ins Haus geflattert ist. Darin werden die "Lieben Genossen" von einem "STR Robert Laimer" unter dem Betreff "Gegnerbeobachtung" aufgefordert, nicht nur die Namen sämtlicher ÖVP-Funktionäre bis auf Gemeindeebene zu erheben, sondern auch deren Privatadressen, Mail- und Handy-Nummern. Diese privaten Daten braucht man aber wohl nur, wenn man politische Gegner einschüchtern, beschimpfen oder bedrohen will, oder wenn man gegen sie einen Überwachungsapparat einsetzen kann. Blumen zum Valentinstag will man ihnen ja wohl nicht schicken.

Inhaltliches und personelles Vakuum

Die Unprofessionalität der ÖVP zeigt sich aber nicht nur in der Hilflosigkeit gegenüber schmutzigen Kampagnen, sondern auch in den riesigen schwarzen Löchern im Inhaltlichen. An der Parteiakademie etwa findet nicht einmal mehr der Hauch einer Grundlagenarbeit statt, wie sie die SPÖ auf mehreren Ebenen betreibt. Es ist auch geradezu eine skurrile Vorstellung, dass irgendwer aus der gegenwärtigen ÖVP-Führung ein kluges Buch schreibt, wie es viele in der CDU zusammengebracht haben; gar nicht zu reden etwa von einem Thilo Sarrazin. Man trifft nur noch auf tiefe geistige Provinz.

Medienpolitik, Kultur, Landesverteidigung, Justiz, Bildung – in allen ideologisch relevanten Bereichen gibt es derzeit bei der ÖVP nur ein Vakuum und Orientierungslosigkeit. Oder die blanke Peinlichkeit, wie sie sich etwa in den Ministerinnen Karl und Bandion-Ortner zeigt. Die Chaos-Politik der beiden ist ja hier schon des öfteren behandelt worden. Sie macht aber trotzdem immer wieder sprachlos: Etwa wie Frau Karl in selbstbeschädigender Dummheit die von der Mehrheit der Österreicher und fast allen ÖVP-Wählern (in Zeiten der Massenimmigration mehr denn je) abgelehnte Gesamtschule durch die Hintertür doch wieder Schritt für Schritt einzuschleusen versucht. Was zwar der recht weltfremde Parteiobmann nicht merkt, aber sehr wohl die Wähler.

Nicht nur diese beiden Frauen sind Beweis für die schlechte Personalauswahl – oder die total ausgetrockneten Humanressourcen der ÖVP. Die ebenfalls von Pröll selbst zu verantwortende Zumutung, den Wiener Bürgerlichen allen Ernstes eine Christine Marek vorzusetzen, ist ja schon von den Wählern heftig bestraft worden. Bis auf Fekter, Lopatka und mit aktuellen Abstrichen Spindelegger löst die gesamte ÖVP-Mannschaft nur noch Kopfschütteln aus.

Ein weiteres signifikantes Detail dieser Situation: In der Spitze der ÖVP – vom Parteiobmann über den Klubobmann bis zum Generalsekretär – gibt es zum erstenmal seit ihrer Gründung keinen Juristen. Es findet sich auch kein Diplomat oder Ökonom, also jemanden, der sich in den noch immer staatspolitisch wichtigsten Disziplinen fundiert auskennen würde. Die einzigen Studien, die man in den dortigen Lebensläufen überhaupt findet, sind jene der Landwirtschaft. Was bei einem Bauernanteil von drei Prozent ein wenig überdimensioniert sein dürfte.

Die Programm-Groteske

Erstaunlich ist auch die Unprofessionalität bei den wenigen von der ÖVP-Spitze offensiv betriebenen Prozessen. Da  hat der Parteiobmann im Herbst 2009 eine großangelegte Erarbeitung eines neuen Parteiprogrammes angekündigt – die aktuellste Meldung auf der ÖVP-Homepage dazu stammt jedoch aus dem November 2009. Seither total tote Hose. Es finden sich auch sonst nirgendwo Meldungen dazu.

Aber es ist kein Wunder, dass da niemand mehr mittun will: Denn kaum glaubt man, dass die ÖVP für irgendetwas steht (etwa gegen Steuererhöhungen und für eine Absage an die Neutralität), steht sie kurz darauf schon wo ganz wo anders. Spätestens immer dann, wenn Pröll sich von seinem Freund im Bundeskanzleramt und den fast durchgängig weit links der Mitte stehenden Raiffeisen-Medien auf den Kurs „Nur nicht streiten und lieber SPÖ-Positionen übernehmen“ zwingen hat lassen.

Das Desinteresse der – verbliebenen – Parteimitglieder an einem neuen Programm hängt natürlich auch damit zusammen, dass Pröll selbst 2007 bis 2008 einen großen programmähnlichen Vorgang geleitet hat, der in der Basisarbeit ganz klare Ergebnisse für die Perspektiven der ÖVP gebracht hat, wie etwa die Absage an die Schwulenehe. Im groß verkündeten Schlusspapier hat Pröll dann daraus ohne weitere Rücksprache das Gegenteil, nämlich ein fast vollständiges Ja zur Schwulenehe gemacht. Offenbar war ihm der Beifall bei den überwiegend linken Journalisten wichtiger als jener bei den Wählern.

Ähnliches ist gerade jetzt bei anderen Themen in Gang, wo man der ÖVP beim Umfallen geradezu zuschauen kann: von den Frauenquoten bis eben zur Gesamtschule. Und in Sachen Islam und Türkei nimmt der ÖVP-Pensionistenchef Andreas Khol überhaupt jedem kritischen Ansatz anderer Schwarzer sämtliche Glaubwürdigkeit. Tritt er doch ständig als begeisterter Lobpreiser der türkischen Immigranten auf. Er fordert ein türkisches ORF-Programm und brandmarkt Thilo Sarrazin als Vertreter "widerlicher" Thesen (während die CDU längst begriffen hat, dass ihre anfängliche Sarrazin-Schelte einer ihrer schwersten Fehler war).

Kein Gespür für Taktik

Völlig absurd ist aber auch die ÖVP-Haltung in Sachen Landesverteidigung. Nachdem die Partei jahrelang erfolglos für eine Aufgabe der völlig überholten Neutralität eingetreten war, wirft sie nun der SPÖ Neutralitätsverrat vor, weil einige SPÖ-Politiker ein wenig offener (was eh noch lange nicht offen bedeutet) über die Neutralität nachgedacht haben. Glaubt da jemand wirklich, mit einem so unglaubwürdigen Zickzack punkten zu können?

Ähnlich die Haltung zur Wehrpflicht. Da  sprechen sich nun nach der Reihe ÖVP-Politiker dafür aus, eine Volksbefragung darüber zu veranstalten. Warum bitte? Nur weil die SPÖ auf Befehl der Kronenzeitung plötzlich im Gegensatz zu ihrer bisherigen Politik eine solche Befragung - zum Zwecke eines Zwischenwahlkampfs statt echter Reformen - machen will? Warum verpflichtet sich die ÖVP zu einer Befragung, wenn sie selbst nicht weiß, wofür sie eigentlich ist? Steht davon etwas im Regierungsprogramm?

Sie sagt aber auch nicht: Wenn schon Volksbefragungen über die Dinge, wo wir uns uneinig sind, dann bitte doch auch über einige andere Fragen, wo sich die Koalition schon viel länger uneinig ist: über Studiengebühren; über die Gesamtschule; über die Nichtaufnahme von Kindern in den Regelunterricht, die noch nicht ordentlich Deutsch können; über Aufnahmsprüfungen für Unis und AHS; über einen Stopp der Flut von Regierungs- und ÖBB- (usw) Inseraten; über die Hacklerregelung; über das Grundeinkommen; über die Luxusgehälter der Wiener Rathausbeamten (und einiger anderer); über eine wirksame verfassungsrechtliche Schuldenbremse (nach der Österreich in einem Konjunkturjahr wie 2011 eindeutig einen Überschuss erzielen müsste).

All das macht den katastrophalen Zustand der in den letzten Jahren schon halbierten bürgerlichen Partei besonders auffällig.

Gratisprofit für die FPÖ

Längst geht es nicht mehr um „Pröll oder wer sonst?“ sondern darum, dass die große liberalkonservative Partei Österreichs Selbstmord auf offener Bühne betreibt. Die Freiheitlichen müssen da nur noch das tun, womit schon Jörg Haider in seinem letzten Wahlkampf das eigentlich tote BZÖ noch einmal wiederbelebt hat: eine aufgegebene ÖVP-Position nach der anderen aufgreifen und übernehmen. Und schon strömen ihnen die Wähler in Massen zu.

Vielleicht sollte die ÖVP einmal einen Kurs bei der eigenen Parteiakademie belegen, damit sie nach der ersten Hälfte ihrer Wähler - die sie vor allem in Zeiten des Busek-Riegler-Linkskuses angebaut hat - nicht auch noch die zweite Häfte verliert. Die ÖVP-Akademie bietet nämlich gerade an: „Wir bringen Ihre Persönlichkeit auf den Punkt!“

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSeverinus
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 02:37

    Und genau das ist der Grund, warum ich und auch der Rest meiner Familie, die wir seit Jahrzehnten zu einer tiefschwarzen bürgerlichen Stammwählerklientel gehört hatten, mittlerweile nur mehr die FPÖ wählen (können).

    Nicht etwa, weil diese Partei nur so vor intellektueller Seriosität strotzt, nicht weil etwa das Personalangebot der Freiheitlichen ein unerschöpflich beeindruckendes Reservoir an klügsten und niveauvollsten Köpfen bietet. Nein, sondern weil in dieser Partei mittlerweile Werte hochgehalten werden, die einem echten Bürgerlichen am Herzen liegen. Und weil man sich von der lahmen und orientierungslosen ÖVP einfach nicht mehr kraftvoll genug vertreten fühlt.

    Der in seinen Auftritten immer professioneller und mir persönlich auch immer sympathischer werdende HC Strache ist nun ebenfalls kein Jurist oder Ökonom, aber man nimmt ihm das ehrliche Engagement fürs "christliche Abendland", die militärische Unabhängigkeit des Landes (=Neutralität), die Bewahrung fundamentaler (gerade auch bürgerlicher Werte), die patriotische (nicht nationalistische!) Liebe zur Heimat, den Kampf gegen unvernünftig übertriebene Überfremdung, gegen die Gesamtschule oder den ganzen Gender-Wahn und den künstlich aufgebauschten blind-aggressiven"Antifaschismus" weit mehr ab, als den in der Regierungsverantwortung immer weichgespülter werdenden Schwarzen.

    Es mag der Tag kommen an dem ich wieder zur ÖVP zurückkehren werde, aber bis dort scheint es noch ein langer Weg zu sein. An mir liegt es nicht, es liegt an der Volkspartei ...

  2. Ausgezeichneter KommentatorMJM
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 09:01

    "Der Letzte löscht das Licht.", so lässt das in der Realität wahrnehmbare ÖVP-Parteiprogramm auf den Punkt bringen.

    Das in der Praxis größte und zugleich sehr schwer korrigierbare Problem der ÖVP liegt in deren nicht existenter Medienarbeit.

    Während man schon früh am Morgen in der Wiener U-Bahn knöcheltief im roten Sumpf steht und den ganzen Tag kein Medium (ausgenommen dieses und einige wenige andere Blogs) "genießen" kann, ohne mit sozialdemokratischen Botschaften bedient zu werden, wetteifern ehemals konservative Blätter um die Position des legitimen Nachfolgers der Arbeiterzeitung.

    Das Dilemma: Politisch interessierte Konservative wenden sich kopfschüttelnd von der ÖVP ab, während politisch Desinteressierte in allen Lebensbereichen unbewusst von Früh bis Spät rot/grünen Umschulungsversuchen hin zu politisch korrekten Gutmenschen ausgesetzt sind.

    Für die ÖVP ist es also hoch an der Zeit die Reißleine zu ziehen. Zu Tode gekuschelt ist auch tot.

    Ich persönlich habe es, besonders im Hinblick auf die Zukunft meiner Kinder, absolut satt, welchen gefährlichen, zum Teil unumkehrbaren Entwicklungen widerstandslos freier Lauf gelassen wird.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJohann Scheiber
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 23:46

    Danke für die Erinnerung an Peter Alexander. Seine Zeit ist eigentlich auch mit der Ära Klaus zu Ende gegangen. Mit der Zäsur, die mit Kreisky eingetreten ist, mit dem Auswachsen der Anschleimer-Baggage zu Staatskünstlern ist er dann eigentlich lange auf verlorenem Posten gestanden. Kein Wunder, dass er im Alter von tiefem Pessimismus erfaßt war. Mit den 68ern ist eigentlich der Zauber guter Unterhaltung verschwunden. Psychoanalyse, Marxismus und sexuelle Befreiung - und das alles in trivialster Aufbereitung - haben das Alltagsbewußtsein der Menschen erreicht und alle Freude aus dem Leben weggenommen. Albert Camus hat von diesem dunklen Schleier der sich über uns gesenkt hat etwas gemerkt, wenn er gesagt hat , das Geheimnis Europas heute liege darin, dass sie das Leben nicht mehr liebt. Le secret de l'europe est, qu'elle n'aime plu la vie.

    Wie kann es sein, dass die Seniorengeneration der Volkspartei, die diese - wie wir von den Filmen mit Peter Alexander wissen - auch schöne Aufbauzeit im Nachkriegsösterreich erlebt und gestaltet hat, wie kann es sein dass diese Generation eine Figur als ihren Obmann erträgt, die mit offener Unterstützung der multikulturellen Gesellschaft bei der Zerstörung eben dieses aus Trümmern wiedererrichteten Landes an vorderster Front mitwirkt?
    Sind wir alle vollkommen verblödet, oder haben wir keinen Mumm mehr solche Typen einfach zu verjagen? Wie kann es sein, dass jemand, der aktive Politik gegen das Volk betreibt, bei einer Partei ist die sich Volkspartei nennt und dort auch noch als Konservativer gilt.
    Die Volkspartei scheint wirklich nur noch eine Ansammlung bunter Vögel zu sein: Der eine singt die Internationale, der andere läuft den Türken nach, der Nächste biedert sich bei den Emanzen an und der Leithammel macht sich für die Schwulenehe stark - und dergleichen Blödheiten ohne Ende mehr.
    Gute Nacht Mutter, gute Nacht Volkspartei!

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 08:39

    Herr Dr. Unterberger, Sie haben recht mit Ihrer Schelte in allen Punkten.

    Nur seit Pröll ist das dort besonders arg und es wird zu einer weiteren Halbierung kommen.

    Ich würde mir wünschen, daß SPÖVP, SPÖ, ÖVP, Grüne nach der nächsten Wahl zumindest für eine Legislaturperiode in die Opposition gezwungen werden zum Nachdenken darüber, warum dann gehen wird, was heute nicht geht.

    Mit Strache als zumindest aufrechten Österreicher kann auch nicht mehr schiefgehen als mit der teuren Koalition, mit Strache wird es sicher billiger. Man kann ihn ja unterstützen, auch als Opposition, wenn wenn wieder 'ins Geschäft' kommen will. Opposition heißt ja nicht, daß man nichts beitragen darf und nichts vorstellen und unterstützen darf. Opposition ist ja nur ein Terminus Technikus für keine Mehrheit.

    Ich schätze allerdings unsere Politiker nicht für ehrlich ein, sondern für eine destruktive Erpressermeute im Auftrag der Klientel. Da wird mit ehrlicher Kooperation nicht viel zu erwarten sein.

    Mein Leben lang war ich mit wenigen Ausnahmen ÖVP Wähler, jetzt bin ich es erst wieder dann, wenn meine Positionen klar von dieser Partei besetzt werden.

    In Pröll Deutsch: das modrige Heu muß gewendet werden.

    In Faymann Deutsch: die Parteidiktatur und Korruption muß abgestellt werden.

    In Grünen Deutsch: die antiösterreichische Politik muß beendet werden.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 21:18

    Das alles bestätigt mich in meiner ansicht, dass die österreichische linke längst zu einer kriminellen organisation verkommen ist.
    Die linken verfügen über ein gut ausgebautes zuträger- und spitzelwesen, das auf knopfdruck funktioniert und für das redlichkeit oder gar rechtsstaatlichkeit ein fremdwort ist. Und so können die linken sofort ihre kohorten im ORF und in den meisten linken drecksblättern mobilisieren und wenn es nicht gleich klappt, wird mit bestechung mittels inseraten nachgeholfen. Und im justizwesen haben sie bis ebenfalls ihre parteigänger sitzen, die schon mal mit gestohlenen daten zur hand sind, wenn es opportun ist. In der ganzen kunstszene sind ebenfalls die roten claqueure im übermass vorhanden, werden diese doch mit kräftigen subventionen bei laune gehalten...und wenn einmal in seltenen fällen zb eine richterin vermeintliche linke verbrecher wie diese "tierschützer" aufs korn nimmt, dann greift natürlich der rote strolch jarolim ein und versucht die richterin zur "ordnung" zu rufen...und so zieht sich im wahrsten sinne des wortes ein roter faden durch alle lebensbereiche von der wahlfälschung in türkischen kaffeehäusern in wien bis zum missbrauch der universität für die mediale hinrichtung des KHG durch einen roten dekan ....
    der kommunismus steht ad portas...obwohl ich eigentlich ziemlich bauchweh dabei habe, muss ich daher mein kreuzerl bei der fpö machen.....

  6. Ausgezeichneter KommentatorInteressierter Leser
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 09:32

    So weit bin ich noch nicht, dass ich FPÖ Wähle - lieber noch ungültig - aber diese ÖVP treibt der FPÖ doch tatsächlich die ÖVP-Wähler in Scharen in die Arme. Was höre ich nun aus dem Nationalratsclub der FPÖ. Er veranstaltete kürzlich eine prominent/hochgradig besetzte Enquete zum Thema Abtreibung mit 160 Teilnehmern (mehr hatten im Saal dann leider nicht Platz und konnten daher nicht mehr eingelassen werden). Strache hat angeblich sehr gut gesprochen: Gegen die Abtreibung, für flankierende Maßnahmen, für die Familien und für den Mut zu mehr Kindern und das vor laufender Kamera. Die Medien werden natürlich nichts berichten, waren zu wenige Skinheads dabei :-) !! Bleibt nur zu hoffen, dass Pröll diese glänzende Analyse von AU liest, versteht (bin ich nicht sicher) und Konsequenzen zieht.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWFL
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Februar 2011 11:37

    Hr. Dr. Unterberger,
    auch wenn man sich wiederholt, aber immer wieder danke für Ihren Blog.
    Dies ist der einzige journalistisch hochgradige Ort im Lande, an dem solche Wahrheiten noch ausgesprochen werden.
    Seit Schüssel von seiner eigenen Partei, aber in der erster Linie von der
    Pröll-Raiffeisen-Clique kaltgestellt wurde, ist die ÖVP endgültig dem Untergang geweiht. Wenn Strache keine groben Fehler macht, werden ihm diese bürgerlichen Stimmen früher oder später in den Schoß fallen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoraw70
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Februar 2011 10:06

    Die Analyse des Zustands der ÖVP ist niederschmetternd - und umso deprimierender, als man AU nicht vorwerfen kann, zu übertreiben. Eher im Gegenteil. Immerhin lässt er ja einige Aspekte am derzeitigen Zustand der ÖVP aus, die alles noch einmal schlimmer machen.

    Also beispielsweise die Tatsache, dass zumindest Teile der Partei eine (vorsichtig gesagt) fragwürdige Nähe zu durchaus hinterfragenswerten Bereichen der Österreichischen "Unterhaltungsindustrie" haben. Das betrifft natürlich nicht nur die ÖVP - auch und gerade die SPÖ ist mit zahlreichen Funktionären in diversen Aufsichtsräten einer Branche vertreten, die bisher bei den Roten vermutlich nicht einmal zu Zeiten eines Club 45 salonfähig gewesen wäre. Was auch etwas heisst.

    Ich gebe zu bedenken, dass derlei Verbindungen eine nicht zu unterschätzende Barriere für die Rekrutierung von charakterlich brauchbaren Funktionären aufbauen. Bei den Roten mag das etwas anderes sein, aber ein normaler Bürgerlicher will mit dem ganzen Glücksspiel-Bereich absolut nicht in Berührung kommen. Wenn jetzt der Eindruck entsteht, dass gewisse Konzerne (wie z.B. der, dessen Namen mit "N" beginnt) in höchsten Kreisen der ÖVP Wohlwollen geniessen, dann ist das mindestens so ein rotes Tuch für einen normalen Menschen, sich zu engagieren, wie die Blödheit der derzeitigen Spitzenfunktionäre.

    Personelle Fehlentscheidungen (Hahn, Strasser, Gehrer, Grasser, Platter, Karl...) rächen sich halt. Bitter. Jede einzelne. Unter anderem auch, weil man damit automatisch Leute vergrault, die es besser machen könnten. Einerseits weil sie, wenn sie integer sind und Rückgrat haben, an solchen Leuten nicht mal ankommen wollen. Und andererseits weil solche Entscheidungen ein niederschmetterndes Bild auf die Fähigkeit einer Organisation werfen, vernünftig mit ihren Personalressourcen umzugehen. So einer Organisation vertraut man sich doch gar nicht erst an - gerade, wenn man imstande wäre, es besser zu machen!


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  1. machmuss verschiebnix (kein Partner)
    28. Februar 2011 22:25

    Klartext von Dr. Unterberger, wie gewohnt.

    Aber wer kennt die Auflösung des filzigen Parteien-Rätsels ?

    Sollten etwa jene recht behalten, die sagen: tretet doch
    endlich einen Schritt zurück, und laßt die SOZIS gegen
    die Wand fahren.

    Also kein "bremsen" mehr, kein ins Lenkrad greifen, einfach
    nur auf den "DDR-Effekt" warten. Nur abwarten und genießen,
    daß diese Sozial(Illusion)isten dann gezwungen sind, selber
    als Bremser auftreten zu müssen, und niemandem mehr den
    Schwarz-Peter unterjubeln können, weil weit und breit kein
    Feindbild mehr auszumachen ist und auch das "Geld der Anderen"
    zur Neige geht.

    Eine verlockende Vorstellung, wäre man nicht als kleiner
    Wurm dem wahnwitzigen Treiben hilflos ausgeliefert.

    Außerdem ist absehbar, daß sich die Strache-FPÖ nach der
    nächsten Wahl freiwillig als quasi Opferlamm dem
    "pyroclastischen Schuldenstrom" aussetzen wird, welcher
    vom Altparteienfilz angestaut wurde.

    Weiß Strache eigentlich worauf er sich einläßt ? Weiß er,
    welch großen Gefallen er damit den SOZIS tun wird, wenn er
    als "finanzieller Bomben-Gürtler" sich und seine FPÖ von
    der politischen Bühne sprengt ?

    • Helferlein (kein Partner)
      01. März 2011 21:38

      und fett wieder aus!?

    • machmuss verschiebnix (kein Partner)
      01. März 2011 22:16

      Vielen Dank "Helferlein",

      ich wollte eigentlich nur die Überschrift auf bold setzen,
      aber der flinke Finger hat leider den backslash erwischt.

  2. Franz Steinbauer (kein Partner)
    27. Februar 2011 21:38

    Sehr geehrter Herr Unterberger,

    wie blöd muss man eigentlich sein, um noch immer den Herrn Grasser zu verteidigen. Seiden sie doch froh, dass diese Tro...ln (Schüssel, Pröll-Onkel
    und so ziemlich der ganze übrige damalige ÖVP-Vorstand) damals von Khol eingebremst wurden, sonst hätte die ÖVP jetzt nämlich wirklich ein Problem.

    Mit freundlichen Grüssen
    Franz Steinbauer

  3. stachel
    24. Februar 2011 15:24

    Interessant, daß in der sonst sehr gelungenen Analyse übersehen wurde, daß das Chaos in der ÖVP dem Bauernbund zu danken ist, der mit Bundesparteiobmann und Generalsekretär die Schlüsselpositionen besetzt. Mit dem Bauernbund allein ist aber keine sinnvolle Politik zu machen. Dort kommt immer noch an erster Stelle Interessenvertretung und dann erst das Gemeinwohl. Typisches Beispiel: agieren Berlakovitchs in der CO2 Frage, Inkaufnahme horrender Strafzahlungen für die österreichischen Steuerzahler. Oder die personalpolitische Entscheidung Bauernbündler Molterer "hinauffallen" zu lassen. Der unfähigste aller österreichischen Finanzminister, der sich rühmte die Finanzausgleichsverhandlungen in 2 Tagen abgewickelt zu haben, natürlich ohne die Länder an die Kandare zu nehmen, soll mit einem hohen, international wichtigen Posten belohnt werden.
    Leitl und der Wirtschaftsbund scheinen eine quantité negligeable zu sein, beim
    ÖAAB meldet sich dann und wann Neugebauer zu Wort, was auch nicht immer dem Wohl der ÖVP dient, ansonsten gibts nur Wortmeldungen von Leichtgewichten wie dem neuen ÖAAB Generalsekretär--- Pardon, wie
    heißt nun der wieder? Als Nachwuchsreservoir der ÖVP eignet sich jedenfalls dieser Bund, der die Masse der Wähler repräsentieren sollte, eindeutig nicht
    mehr. Die ÖVP verkommt zur KLEINLANDWIRTEPARTEI.

    • Alexander Renneberg
      25. Februar 2011 20:48

      Leider haben sie recht.
      Aber die nachwuchshoffnungen wie figl, kurz, mandl werden den karren schon aus dem dreck ziehen. Ganz sicher.

  4. mahler (kein Partner)
    24. Februar 2011 09:35

    Zu "severinus" weiter oben:

    Sie sind aber sehr leicht zu blenden. Strache ist weder ein Patriot noch ein Christ noch ein Bürgerlicher (was Sie auch immer darunter verstehen). Strache ist einfach nur Strache. Was ihn antreibt, sind Machtbewusstsein und Erfolgshunger. Der Weg zu Macht und Erfolg ist zweitrangig.

    • Trollfresser (kein Partner)
      24. Februar 2011 09:48

      Und der Unterschied zur ganzen Sozenbrut besteht worin?

    • Neppomuck (kein Partner)
      24. Februar 2011 12:27

      Ein Katalysator beschleunigt eine Reaktion und verringert die Aktivierungsenergie.

      So gesehen ist Strache auch sein Geld wert, selbst wenn er, wie unterstellt, nur aus eigennützigen Motiven heraus handelte. Denn er verändert die reaktiven Komponenten in die gewünschte Richtung. (siehe Fremdenrecht neu)

      Ein 'Maler und Anstreicher' hingegen pinselt seinen faden Lack auf den morschen Untergrund und meint, die Welt sei wieder in Ordnung.

    • Mango (kein Partner)
      26. Februar 2011 01:52

      Was Strache ist und wie er ist, kann man auch eindrucksvoll mit Bildern aus seinem Büro illustrieren: http://derstandard.at/1267743781103/Bei-Strache-im-Buero
      Man sieht, er mag sich selber wirklich gern. ;-)

  5. Hasenzahn (kein Partner)
    24. Februar 2011 08:36

    Tod, Töter, Guttenberg.Nun ist er politisch mausetot, der Hoffnungsträger der Konservativen. Gestorben an der eigenen Dummheit, Eitelkeit und der Todsünde Ruhmsucht. Kanzler, Ministerpräsident ...vorbei, verweht. Die Dummheit der konservativen Kräfte in der Mitte Europas ist grenzenlos. Wo waren da die Selektionsmechanismen? Da war wahrscheinlich nur Arschkriecherei auf breitester Front, weil M A N den Hoffnungsträger nicht beschädigen wollte. Ein im übrigen typisches Verhalten auch bei uns in Österreich (und das fängt bereits in den Oberstufen der paddeigenehmen HOFFNUNGSTRÄGER an). Die Linke hat es hier leicht gehabt und hat ihre medialen Hetzhunde auf den waidwunden Baron gehetzt. Der grienende Geifer der hier der Journaille aus dem Maul floß war sehenswert. Keiner der konservativen Kräfte - Kaft in diesem Sinne ist natürlich grundfalsch, weil ich nur Hosenscheißer sehe - hatte die geistige Kapazität dagegen anzuhalten. Wo waren Sie wie der Exaußenminister Fischer Bullen in Frankfurt Bullen klatschte, wo sind sie wenn Claudia Roth mit ihrer Anarcho Band Pleite machte? Zappeduster ist es geworden, Zeit etwas Neues zu wagen.

  6. anna freud (kein Partner)
    24. Februar 2011 07:45

    Faymann hat n i e ein Studium abgeschlossen!

    • Reinhard (kein Partner)
      24. Februar 2011 10:27

      Deshalb konnte er auch nicht plagiieren - einfache Sozenlogik!

  7. byrig
    24. Februar 2011 00:45

    ein exzellenter und v.a.wichtiger artikel a.u`s,umfassend genug,um die wichtigsten kritikpunkte an der noch bürgerlich erscheinenden övp zu enthalten.
    dazu kommen unzählige gescheite,ergänzende kommentare.
    hoffentlich wird das in den entscheidenden stellen der ehemals staatstragenden övp registriert.

  8. Neppomuck (kein Partner)
    24. Februar 2011 00:41

    Führungsprobleme löst man im Allgemeinen in demokratisch strukturierten Bereichen durch plebiszitäre Maßnahmen.

  9. Paneuropa
    23. Februar 2011 17:31

    Die Geschichte trug sich bereits vor Jahrzehnten zu. Ein damals aufstrebender junger ÖVP-Politiker war bei uns zu Hause zu Besuch. Beim Weggehen verriet er meinem Vater, daß er lieber zu einer Veranstaltung der Roten als des Bauernbundes gehe. Daraufhin zur Rede gestellt, gab er an, daß ihn die Roten wenigstens grüßen, wenn er dorthin geht. Mittlerweile dominiert der Bauernbund mit seiner "mir san mir"-Mentalität die gesamte ÖVP, alle anderen ziehen sich zurück, ein paar in der Spätpubertät steckengebliebene "Damen" dürfen Minister werden, man ist mit sich selbst zufrieden.

    • cmh (kein Partner)
      24. Februar 2011 09:50

      Ich hoffe das lesen auch ein paar von den ÖVPlern.

      Vielleicht kommen Sie dann auch auf den Gedanken, irgendetwas zu ändern.

  10. Brigitte Imb
    23. Februar 2011 17:14

    Eine sehr erfreuliche Entwicklung scheint es in Salzburg zu geben. Die Bewohner der Stadt Salzburg sollen in der Politik mitbestimmen können - Motto -"Bürger nicht als Untertanen sehen".

    Lediglich die ÖVP sträubt sich dagegen, sie forciert die repräsentative Demokratie und entsagt dem Volk die Mitgestaltung.
    Die ÖVP hat nicht nur ein Führungsproblem, sondern auch ein gewaltiges Realitäsproblem.

    http://derstandard.at/1297818593209/Buerger-nicht-als-Untertanen-sehen

  11. Josefinus (kein Partner)
    23. Februar 2011 15:36

    Sehr guter Artikel, Herr Unterberger!

    Ich entstamme einer tiefschwarzen, katholisch-konservativen Familie vom Land. Viele meiner Vorfahren waren in der christlichsozialen Partei in den vordersten Führungsämtern vertreten. Doch wenn diese die heutige ÖVP sehen könnten, würden sie im Grabe rotieren...

    Ich selber bin Mitglied der Jungen ÖVP und auch im Mittelschüler-Kartell-Verband und würde auch niemals aus diesen beiden Verbänden austreten, da ich mich eben im christlich-konservativen Lager beheimatet fühle. Doch die derzeitige Josef Pröll Führung der Partei macht es mir wirklich schwer das Kreuz noch neben die ÖVP zu setzen. Sollte die Volksparei nicht schnell wieder ihren ursprünglichen christlich-konservativen, und anti-sozialistischen Kurs einlegen, werde ich bei der nächsten Wahl zum FPÖ-Protestwähler. Nicht etwa weil die FPÖ und ihre deutschnationalen Burschenschafter mich ansprechen, sondern weil ihr derzeitiger Obmann HC Strache einfach als einziger wertkonservative Ansichten im Wahlprogramm hat und diese auch im Parlament anspricht. Jede konservative ÖVP-Position wie z. B. Wehrpflicht, christliches Abendland, Abtreibung, Islamisierung die von der VP fallen gelassen wird, nimmt Strache sofort auf und vertritt sie engagiert im Nationalrat.

    Die nächste Wahl trifft die FRÖ. Nicht aus Überzeugung. Sondern als kleinstes Übel.

    • Wertkonservativer
      23. Februar 2011 16:39

      Gemeint ist wohl die FPÖ, oder?

    • Jesefinus (kein Partner)
      23. Februar 2011 18:34

      Ja natürlich. Die FPÖ. Entschuldigung für den Tippfehler.

    • Trollfresser (kein Partner)
      23. Februar 2011 21:10

      Sehr glaubwürdig ist diese halbherzige Entschuldigung nicht. Steh doch einfach dazu, dass dir die Neonaziverbindungen Straches gefallen und dass du gerne wieder eine rechtsextreme Partei an der Spitze hättest.

    • Trollfresser (kein Partner)
      24. Februar 2011 09:52

      Jedesmal wenn ich meinen Namen plagiiert sehe freue ich mich doch ein wenig.

  12. numerus clausel (kein Partner)
    23. Februar 2011 14:19

    Weshalb wurde bei diesem Artikel das Datum geändert? Sieht seltsam aus, wenn Postings vom 21.02. zu einem Thema vom 22.02. erscheinen. Sind hier einige Hellseher, oder ist´s, weil dieses Thema so viele Meinungen bringt, weil jeder seinen Senf dazugeben kann, wie es eben auch beim Fußball Millionen an Trainern gibt...

  13. VLCK (kein Partner)
    23. Februar 2011 13:18

    In weiten Teilen stimme ich diesem Artikel zu. Schließlich bin auch ich ein abtrünniges ÖVP Mitglied, das sich wohl oder übel nun dem BZÖ zuwenden muss. Die Art und Weise wie der Autor Herrn Sarrazin als Vorkämpfer für christliche Wertvorstellungen deutet, erscheint mir allerdings intellektuell unredlich und unreflektiert. Für die richtige Analyse der stark steigenden Zahl muslimischer Bürger in Westeuropa hätte es keinen Sarrazin gebraucht. Danke, aber das Faktum war mir zuvor schon bekannt. Dass Sarrazin aber von erblich bedingter geringerer Intelligenz der Einwanderer und einer daraus resultierenden schleichenden Verdummung unser Gesellschaft im Zuge völkischer Durchmischung spricht, ist erstens blanker Unsinn, zweitens letztklassig rassistisch und drittens schlichtweg widerwärtig. Ursache so vieler Zivilisationskrankheiten des Westens, und dazu zähle ich auch radikalen Islam in entwickelten Ländern, ist nicht das "Fremde" an sich, sondern die schrittweise Zerstörung des individuellen Leistungsprinzips, das von der Linken erfolgreich und über Jahrzehnte hinweg moralisch diskreditiert wurde. In anderen Worten: Müssten Zuwanderer um ihre Existenz und um Wohlstand kämpfen, wären sie zahm wie die Lämmer und hätten wichtigeres zu tun als abstruse Thesen zu verbreiten. Die soziale Hängematte in Kombination mit der Pervertierung unserer Freiheitsrechte erlaubt es Ihnen radikal bis kriminell zu werden. Und nicht ihre Gene und auch nicht ihre Religion, die in vielen Teilen der Welt fried- und respektvoll gelebt wird.
    Zuwanderer sind eine Bereicherung für all jene Menschen, die sich nicht für "etwas besseres" halten. Wie übrigens Österreicher auch aber nur dann, wenn sie willens und fähig sind für ihren Unterhalt und den ihrer Familie selbst zu sorgen und damit unsere Gesellschaft weiterentwickeln. Vor der völkischen Durchmischung haben nur jene Angst, die nicht kapieren wollen, dass unser Schnitzel aus Mailand kommt, die Kaffeebohnen nicht in Wiener Lokalen wachsen und so vieles, das wir als typisch österreichisch betrachten durch fremdkulturelle Einflüsse entstanden ist. Kultur ist nicht statisch, so wie Herr Sarrazin das gerne hätte, sondern ein dynamischer Prozess vor dem sich nur kulturchauvinistische Angsthasen fürchten.

    • Reinhard (kein Partner)
      23. Februar 2011 13:55

      Faulheit und Fäulnis haben nicht umsonst den gleichen Wortstamm.
      Kann ich aber auch bei Sarrazin herauslesen...

    • lurkerabove (kein Partner)
      23. Februar 2011 16:58

      Da sind sie aber auch ein Opfer der Medienkampagne gegen Sarrazin geworden!

      Als in der Wolle gefärbter Sozialdemokrat hat Sarrazin genau darauf hingewiesen, dass:
      - nur gewisse Teile der Einwanderer (zum Unterschied von Polen, Vietnamesen, Italienern, etc. etc.) es sich in der sozialen Hängematte gemütlich machen, und daher bildungsferne Subkulturen bilden,
      - das aber mit der Kultur dieser Bevölkerungsgruppe zusammenhängt, und nicht genetisch bedingt sein kann, weil ja z.B.: ein Marokkaner und ein Afghane fast sicher keine gemeinsame Vorfahren haben.
      - es bei diesen "bildungsfernen Schichten" darum geht, sie nicht bedingungslos mit Geld zu versorgen, sondern das davon abhängig zu machen, ob die Kinder auch wirklich in die Schule gehen.

      Daher tritt er für diese sozialen Gruppen für verpflichtende Ganztagsschulen ein, weil das Elternhaus dort offensichtlich volständig auslässt.

      SPD-Urgestein wie Helmut Schmidt, das hat Unterberger richtig erkannt

      Die eugenischen Sachen sind Sarrazin fast immer von Interviewern in den Mund gelegt worden, und er hat leider nicht rechtzeitig erkannt, welches Spiel da gespielt wurde.

    • VLCK (kein Partner)
      23. Februar 2011 23:40

      @ lurkerabove: Ich glaube vielmehr, dass Sie Opfer von Sarrazins nachträglicher Verniedlichungsrhetorik wurden und verweise auf folgende stellen der neuen Auflage: Seiten 348 und folgende, wo Sarrazin von der "Vererbung von Intelligenz", unterschiedlicher "Bildungsfähigkeit der Populationen" und der "sinkenden Leistungsfähigkeit der Grundgesamtheit" schreibt. Da ist ihm gar nichts in den Mund gelegt worden, das steht schwarz auf weiss drinnen und ist absoluter Unsinn. Sarrazin spricht von "Bildungsfähigkeit" und nicht von "Bildungsferne". Und ich könnte noch ein paar andere Zitate bringen, was ich aber nicht tue, weil mir als Kind einer ehemaligen Migrantenfamilie dabei übel würde.
      Haben Sie das Buch gelesen? Was denken Sie dann über diese Passagen?

    • Reinhard (kein Partner)
      24. Februar 2011 04:43

      Sarrazin ist Statistiker, und Statistiken sind sein Werkzeug. Zum Genetiker wurde er durch Unterstellung.
      Dass er sich irrt, wenn er durchschimmern lässt, dass Bildungsferne durch Vererbung weitergegeben werden kann liegt scheinbar auf der Hand, wurde aber nirgends widerlegt - der empörten Bekämpfer sind es viele, aber es fehlen die Argumentatoren, die Sarrazin widerlegen und die wirkliche Erklärung liefern, warum bestimmte Kulturen der Bildung fern bleiben; nicht nur hier in der Wohlstandshängematte sondern auch daheim, wo es härter zugeht.
      Man würde dann nämlich zu der besonders den Gutmenschen als Dorn im Auge stechenden Erkenntnis gelangen, dass es eben nicht so ist, dass die Bereitstellung von Geld, Geld und noch mehr Geld, das man den Leistenden abknöpft, automatisch bessere und gebildetere Menschen heranzieht sondern im Gegenteil all jenen, die zu faul und zu blöd sind, sich von selbst zu motivieren, eine kuschelige Subkultur beschert.
      Wenn sich jemand als Kind von Migranten, die sich hier etwas aufgebaut und ihren Nachwuchs gefördert haben, als gebildeter und fleißiger Mensch von den Zeilen eines Sarrazin angesprochen fühlt, dann ist das traurig, aber in gewisser Weise verständlich (auch wenn er gegen genau jene leistungsbereiten und gebildeten nichts sagt, sondern rein die Statistik bemüht und auswertet). Aber wie erklären dann gebildete Kinder von z.B. fleißigen und anständigen türkischen Migranten (die es selbstverständlich gibt) warum sie eine so verschwindende Minderheit in ihrer Volksgruppe darstellen, dass sie um Wahrnehmung (auch statistische) kämpfen müssen?
      Auf die Erklärung warten hier viele schon sehr lange; wenn sie vorliegt hat auch das wilde Spekulieren ein Ende...

    • Francois Villon (kein Partner)
      24. Februar 2011 17:31

      VLCK: Es ist wirklich ein Glück für Sie, daß Dummheit nicht strafbar ist.

      Aber immerhin muß Ihrer Abtrünnigkeit von der ÖVP bei dieser den durchschnittlichen IQ erheblich verbessert haben, womit sogar dort wieder ein Hoffnungsschimmer glimmt.

  14. jump (kein Partner)
    22. Februar 2011 22:21

    Mal ein ganz bescheidener Einwand, Herr Unterberger: Könnte es u.U. sein, dass gegen Mitterlehner und Berlakovich nicht ermittelt wird, weil gegen sie keine Verdachtsmomente bestehen?! Was man ja vom schönsten und intelligentesten Finanzminister aller Zeiten nicht unbedingt behaupten kann;-)

    • Robert Bond (kein Partner)
      23. Februar 2011 12:46

      Was nicht sein darf, kann auch nicht sein :-)

      Im Übrigen sollte man darauf hinweisen, dass die verstärkte Sensibilität für Plagiate eher von den Konservativen (und ein paar Selbstdarstellern) vorangetrieben wurde. So werden an den Wirtschafts- und ÖVP-nahen Fachhochschulen Plagiate selbst bei Seminararbeiten mit Aberkennung aller Titel und Prüfungen sowie lebenslangem Ausschluss vom Studium an allen Fachhochschulen geahndet. Da kommt man an den "linkeren" Universitäten vergleichsweise billig davon. Die erkennen den Titel ab, man kann aber eine neue Diplomarbeit oder Diss schreiben (was vermutlich kein Honiglecken ist, wenn man mit dem Makel des Plagiators auf Betreuersuche gehen muss).
      Der Leiter der deutschen Bundeswehruniversität hat übrigens darauf hingewiesen, dass seine Studenten, wenn sie als Plagiatoren überführt werden, mit Degradierung bis hin zum unehrenhaften Ausscheiden aus der Arme rechnen müssen.
      Aber für den Herrn zu Guttenberg gilt das alles nicht. Überhaupt wenn er seinen Titel freiwillig zurückgibt. Was übrigens ein reiner PR-Gag ist, denn ein Doktorat kann man nicht "niederlegen".

    • karli (kein Partner)
      23. Februar 2011 12:50

      Nein kann es nicht,

      weil die zB die Grünen haben noch bei jedem ein Verdachtsmoment gefunden wenn nötig erfunden.

  15. Leopold Koller (kein Partner)
    22. Februar 2011 19:47

    "Ich halte die jetzige Regierung für die originellste NGO seit Viktor Klima. Das ist ja keine Regierung. Die nimmt doch keiner mehr ernst." Rudolf Burger.

  16. Stefan (kein Partner)
    22. Februar 2011 15:33

    Ähm ...

    Das heißt also, die ÖVP wäre dann eine gute, staatstragende Partei, wenn sich die Parteigranden hinstellen und über den Tod eines Sängers, der seit 10 - 15 Jahren zurückgezogen lebte, Betroffenheit äußern, auch wenn diese gar nicht echt sei? ... okay ...

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 16:02

      Nein, es bedeutet dass die SPÖ im Anus des Wählers wesentlich weiter oben ist als die ÖVP.

      Wohlgemerkt, es ist diese aalglatte Prefessionalität der die ÖVP nichts entgegenzusetzen hat. Nicht notwendigerweise ein Mehr - sie hat aber nichteinmal etwas Anderes zum dagegensezten.

  17. ViennaCodePoet (kein Partner)
    22. Februar 2011 14:40

    Neuwahl - Spaltung - Aus

    Alternative: die Ösis haben dann doch noch Angst vor ihrer eigenen Courage und alles bleibt wie es ist.

    Deswegen nur Mut - und man braucht hier sicher sehr viel weniger Mut als in Ägypten, Libyen, et.al.

    Substanziell andere Politik gibt's natürlich nicht, aber eine erheblich kompetentere Umsetzung.

    • Johann Scheiber
      22. Februar 2011 15:42

      "Substanziell andere Politik gibt's natürlich nicht, aber eine erheblich kompetentere Umsetzung."

      Sagt der Technokrat zur Technokratie! Wo bleibt die Poesie, die Kreativität, Code Poet?

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      22. Februar 2011 16:52

      Dann skizzieren sie einmal was sie sich unter substanziell anderer Politik vorstellen?

      Außerdem bin ich kein Technokrat sondern Ex-Technokrat - und leider erst 70% Landwirt - allerdings mit technischer Kreativität, wie stall- und weidenreine Kühe.

      Das ist allerdings eine lange Geschichte die auch ein ausgesprochen schlechtes Licht auf die wahrhaft stupiden Praktiken der ÖVP wirft.

    • Johann Scheiber
      22. Februar 2011 18:17

      Ich bin 30%-Bauer, Kollege, allerdings Brillenschafbauer und zwar zwecks Konsens-, Peer Review- und Intersubjektivitätsstudien bei Wesen mit verhaltensauffälligen, suizidaffinen Verhaltensanpassungstendenzen.

      Die substantielle Politik wirft auch ein ausgesprochen schlechtes Licht auf die wahrhaft stupiden Praktiken, diesmal aber aller Parteien.
      Ist aber auch eine lange Geschichte.
      Kot-Poet grüßt Kot-Poet!

    • ViennaCodePoet (kein Partner)
      22. Februar 2011 18:30

      Jeder wie er kann

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      22. Februar 2011 20:07

      Substanziell andere Politik gibt's natürlich nicht...

      Daran klammert sich der VCP wie ein Ertrinkender an den Strohhalm. Es gibt sie, und sie wird kommen.

  18. Civil Qurage (kein Partner)
    22. Februar 2011 13:35

    Lediglich die Aufforderung zur Leichenfledderei (Tod Peter Alexanders) würde ich so nicht unbedingt unterschreiben. Ich finde es wesentlich würdevoller, den Hinterbliebenen das Beileid, sagen wir im Namen der ÖVP oder so, auszudrücken, vielleicht einen Kranz zu schicken oder so. Aber eigentlich ist es doch ekelhaft, wie die Maillath-Porkonys dieses Landes sich diesbezüglich aufführen. Ist doch schändlich. Das soll man bitte nicht nachmachen, auch nicht um den Preis, sich potentiellen Wählern anzuschmeißen. Das offizielle Ö. sollte sich halt in Gestalt der Kulturministerin zu Wort melden, das passt schon. Aber das andere ist doch einfach nur widerlich, oder?

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2011 18:09

      Richtig, @Civil Qurage!

      Dass hier - neben vielen berechtigten Einwänden - den ÖVP-Spitzenleuten der Vorwurf gemacht wird, die Beisetzung Peter Alexanders nicht im SPÖ-Stil tränendrüsenreich begleitet zu haben, finde ich recht eigenartig.
      Ich wünsche mir ÖVP-Leute, die wissen, wie und wo ehrliche Anteilnahme am Platz ist: Faymann & Co. sind billige Beifallshascher und verkleidete Vorstadt-Ganoven!
      Mit Vergleichen dieser billigen Art sollten wir uns zurückhalten, und nicht nur Dreck auf unsere Leute schütten.

    • Josef Maierhofer
      24. Februar 2011 11:17

      @ Wertkonservativer

      Bravo !

      Ich stimme dem zu, man muß sich nicht prostituieren, aber arbeiten sollte man schon, etc.

  19. Ulrike S. (kein Partner)
    22. Februar 2011 13:20

    Gute Nachrichten: Die angebliche Dissertation von Johannes Hahn wird voraussichtlich neu geprüft.

    Auf Wikipedia heißt es über seine angebliche Dissertation: „Es handelt sich um eine Arbeit minderer Qualität, die stellenweise an das Banale und sogar Peinliche grenzt. In ihrer Abfassung sind elementare Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens vielfach mißachtet worden. Die Schlamperei grenzt an Fahrlässigkeit. Mit Wissenschaft hat das nur als abschreckendes Beispiel zu tun“ (laut dem Wiener Philosophen Herbert Hrachovec).

    Der Doktorvater Hahns, Peter Kampits (ÖVP), hat sich stets für die Euthanasie engagiert, was die Frage aufwirft, wo dieser Professor logiert? Denn aufgrund seiner politischen Leistungen ist Herr "Dr." Hahn wohl kaum nach Brüssel gekommen...

    • Francois Villon (kein Partner)
      22. Februar 2011 13:57

      Kampits logiert (kommt wohl von Loge) bei den "Kritischen Philosophen", einem widerwärtigen Verein, den ich schon bei einem anderen Strang vorgeführt hatte.

      Ein - leider schon verstorbener - Freund und Univ. Prof. bezeichente ihn als etwas, das alljährlich ein "Buch schmiert".

    • berger (kein Partner)
      22. Februar 2011 14:17

      Frage an Francois Villon:

      Hat Kampits seine wissenschaftliche Bilderbuch-Karriere (vermutlich ohne profunde Kenntnisse der "kritischen Philosophie" Kants) seinem früheren Schwiegervater(?) Piffl-Per?evi? (ÖVP) zu verdanken?

    • Francois Villon (kein Partner)
      22. Februar 2011 14:34

      Das weiß ich nicht, weil mich der K. nicht interessiert. Habe mich nur mit dem dort plakatierten Weltbild beschäftigt. Perversität zur Potenz.

    • aw70 (kein Partner)
      22. Februar 2011 14:37

      Hoffentlich wird Hahns Dissertation wirklich noch einmal durchleuchtet. Der Gute ist damals viel zu billig davon gekommen - Aussitzen war da die (vorerst erfolgreiche) Devise. Aber wenn seine Arbeit wirklich teilweise ein Plagiat ist, dann sollte ihn das genauso teuer zu stehen kommen, wie Guttenberg.

    • november_rain (kein Partner)
      22. Februar 2011 16:03

      Hoffentlich wird die Diss von Peter Pilz einmal ordentlich durchleuchtet. Warum findet sich in der ÖVP niemand, der so etwas vorschlägt. Wieder ein weiteres Beispiel für die strategische Schwäche dieser Partei.

    • haro
      22. Februar 2011 16:15

      Wenn es nach den Linkslinken geht, dann dürfen nur mehr linkslinke Dr. Ostbahns akademische Titel führen.

    • aw70 (kein Partner)
      22. Februar 2011 17:14

      @november_rain

      Das eine tun, und das andere nicht lassen. Es spricht gar nichts dagegen, zur Abwechslung mal auch die Dissertation von Herrn Pilz auszugraben. Nur würde es mich wundern, wenn diese Arbeit in irgend eine Richtung bemerkenswert wäre. Sowohl im positiven noch im negativen Sinn.

      Herr Hahn hat dagegen abgeschrieben, das ist gesichert. Was aber ganz gut zu seinem sonstigen Gehabe passt. Wer mit Glücksspiel-Firmen "Forschungskooperationen" anleiert, sollte in einer bürgerlichen Partei nichts verloren haben. Mir graust bei dem Gedanken, dass jemand wie er "unser Mann in Brüssel" ist...

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2011 18:27

      Diese ins Kraut schießenden "akademischen Leichenfleddereien" finde ich absolut widerwärtig.
      Hat die Welt nichts anderes zu tun, als möglicherweise kleine Mogeleien in Dissertationen heute Erfolgreicher mit beckmesserscher Akribie ans Tageslicht zu holen?
      Für Leute dieser Art "fremschäme" ich mich gewaltig!

    • RB (kein Partner)
      22. Februar 2011 20:50

      Soll das jetzt ein neuer Polit-Sport werden: Dissertations-Jagd?
      Auf welch niederes Niveau wird da nur gedanklich zugesteuert?
      Ich finde das auch widerlich.
      Die Guttenberg-Hetzjagd, ich nenne es einen Spießrutenlauf, war doch
      negatives Anschauungsmaterial genug, aber anscheinend für manche doch nicht.
      (ich habe keinen akad. Grad, nur zur Info)

    • aw70 (kein Partner)
      22. Februar 2011 23:05

      @Wertkonservative & RB:

      Nein, das ist keine "akademische Leichenfledderei", was da passiert. Wenn jemand bei seiner Dissertation nicht ehrlich war, dann ist es immerhin wahrscheinlich, dass er es auch bei anderen Sachen nicht ist. Es ist also im allgemeinen Interesse, da mal genauer hinzusehen. Die Dissertation hat halt die für die Betreffenden unangenehme Eigenschaft, dass man Schwindeleien im Gegensatz zu so vielen anderen Sachen, die solche Herrschaften drehen, im Falle des Falles auch noch lange nachher glasklar nachvollziehen kann.

      Und auch unabhängig von den Personen ist Wissenschaft schon mühsam genug, wenn sich alle an die Spielregeln halten. Derlei zu verfolgen macht Sinn, selbst wenn es sich nicht um Prominente handelt. Und das passiert auch. Man hört halt nicht so viel davon.

      Ausserdem ist da weder bei Hahn noch bei Guttenberg von kleinen Ungenauigkeiten die Rede. Sondern von dem systematischen Kopieren ganzer Textpassagen. Das ist nun mal ein Anlass, jemandem ggf. den Titel abzuerkennen.

    • haro
      23. Februar 2011 17:34

      @ aw70

      Selten so gelacht.
      Wer bitte glaubt denn noch, dass es den Linken um "Ehrlichkeit" geht?
      Dissertationen sind von den Unis zu prüfen und diese haben zu entscheiden, ob jemand eines akademischen Titels würdig ist oder nicht.
      Beginnen die Linken demnächst im Nachhinein die Schularbeiten ihrer politischen Konkurrenz zu zerpflücken um Matura abzuerkennen. Haben die nichts anderes, besseres zu tun für ihre Bezahlung durch Steuergelder?
      Und -wie von Andreas Unterberger bereits bestens beschrieben- geht es um Dirty Campaigning das die Linkslinken (immer öfter) mithilfe ihrer linkslinken Medien betreiben.
      "Ehrlich" ist da gar nichts und abstoßend sind solche "Aktionen" noch dazu.

    • Francois Villon (kein Partner)
      24. Februar 2011 15:00

      Die Schmutzkübel-Kampagenen würden sich totlaufen, wenn die Exponenten des "bürgerlichen Lagers" sich ihrer so hochgehaltenen Moral und Prinzipien entsprechend verhalten würden.

      Wer Wasser predigt und Wein säuft, darf sich nicht wundern, wenn ihm seine Verlogenheit um die Ohren geschlagen wird.

      Würden die eigenen Kumpane einen etwas strikteren Ehrenkodex einhalten und die falschen Fünfziger selbst aus dem Verkehr ziehen, dann würde dieses Fressen überdies den Linken entzogen.

    • M.S.
      24. Februar 2011 21:56

      @aw70

      Also wenn nur die wirklich ehrlichen Politiker im Amt bleiben dürften, könnten sie mir einen derzeit tätigen, namhaften Politiker nennen, der weitermachen könnte?

    • aw70 (kein Partner)
      25. Februar 2011 10:29

      @M.S.

      Ja, ich bin sehr wohl der Meinung, dass wir uns absolut nicht mehr damit abfinden sollten, dass der durchschnittliche österreichische Politiker mehr oder weniger charakterlich defekt ist.

      Was soll dieser Blödsinn eigentlich? In keinem anderen Lebensbereich würden wir solche Gestalten tolerieren. Wenn der Automechaniker stiehlt und lügt, dann wechseln wir die Firma. Genauso bei allen anderen Dienstleistungen, die wir in Anspruch nehmen. Aber bei den Politikern haben wir alle schon resigniert? Sind wir eigentlich noch zu retten?

      Der Großteil der derzeitigen ÖVP-Mannschaft (und der SPÖ sowieso) gehört mit einem nassen Fetzen davon gejagt. Die Kollegen in Arabien zeigen uns gerade, wie das geht.

      Und um Ihre zweite Frage zu beantworten: ich persönlich denke, dass z.B. Othmar Karas halbwegs integer ist. Ein Indiz dafür ist ja auch, wie er vom Rest der ÖVP behandelt wird. Aber sehr viel andere fallen mir leider auch nicht ein.

  20. Black (kein Partner)
    22. Februar 2011 13:04

    Das Parteiprogramm dieses liberalen Nullitäten-Forums, das ohne Gesinnung an allen Ecken und Zäunen um Stimmen hechelt, lautet schlicht und ergreifend: tote Banane.

    Man erinnere sich nur an den "Plagiator" Johannes Hahn und ähnliche Wechselbälge schwarzer Gesichtslosigkeit (Busek, Khol usw. usf.), die sich je nach politischer Konjunktur für dies oder auch das reine Gegenteil davon hergeben.

    Der ÖVP-Wirtschaftsbund ist gesellschaftspolitisch neo-kommunistisch.

    Von einer "christlich"-sozialen Partei kann absolut keine Rede mehr sein, das ungeschriebene Parteiprogramm besteht aus einer Mixtur von Gender und fremdländischer Volkstümlichkeit. Christliches ist in der Politik der Bundes-ÖVP nicht enthalten, aber die "Laien" Khol und Busek spielen sich mit ihrer "Laieninitiative" als Retter der Hl. Kirche auf.

    Warum hat die ÖVP ihre christliche Grundprägung aufgegeben? Vermutlich haben das ebenso die Proponenten der ÖVP-Laieninitiative bewirkt. Die Heuchelei der ÖVP-Politiker zwingt jeden redlichen Bürger dazu, diese Sumpftruppe mit demokratischen Mitteln zu bekämpfen.

    Da in der ÖVP alles Verbindliche weg musste, ist der nächste Schritt, dass die ÖVP weg muss. Aber rasch! Ich freue mich auf die nächste Wahl.

  21. Segestes (kein Partner)
    22. Februar 2011 12:53

    Die ÖVP IST das Problem.

    Alleine wenn ich mir ansehe, wie diese Partei jüngst die Vorratsdatenspeicherung, die angeblich ursprünglich nur zur Bekämpfung der Schwerkriminalität (Terrorismus) hätte eingeführt werden sollen, dazu missbrauchen wollte, dass PRIVATUNTERNEHMEN (!!!) zwecks der zivilrechtlichen Verfolgung von Urheberrechtsverletzung, Zugriff auf die 6 Monate gespeicherten Verbindungsdaten erhalten, ohne Richtervorbehalt(!), dann bekomme ich Magenkrämpfe.

    • Francois Villon (kein Partner)
      22. Februar 2011 14:03

      Die Ausdehnung auf diese Bereiche hat ausschließlich damit zu tun, daß hier wer um sein Geschäft bangt, bzw. eine neues wittert.

      Es handelt sich gewiß um eine Ordre der aus dem Verborgenen agierenden ANONYMA an die ÖVP. Wissen Sie, wer hier die Fäden zieht? - Dann wissen Sie wem man zu Diensten ist, wessen Geschäfte besorgt werden (müssen).

  22. Wolfram Schrems (kein Partner)
    22. Februar 2011 12:22

    Die ÖVP könnte immer noch mit einer pronounciert christlichen und wertkonservativen Haltung Politik machen und erfolgreich sein.

    Das darf sie aber nicht. (Leider tragen dazu seit Kardinal König auch die kirchlichen Strukturen bei, deren ideologische Präferenzen offensichtlich bei SPÖ und Grünen liegen.)

    Somit ist sie eine Blockpartei nach DDR-Muster geworden.

    Ich schließe mich einem der p. t. Vorredner an: Begrabt sie endlich. Es hat keinen Sinn mehr.
    Die immer noch erhebliche Zahl an vernünftigen ÖVP-Sympathisanten könnte eine Neugründung durchführen oder sich einer anderen Partei anschließen.

    • Reinhard (kein Partner)
      22. Februar 2011 12:31

      Man möge mir bitte verzeihen, aber ich kopiere hier nochmal meine Antwort aus einem anderen Thread hinein, weil es zu dem stichwort "Blockpartei" so schön passt:

      Die SED allein stand niemals zur Wahl. Es wurde immer über "die Kandidaten der Nationalen Front" abgestimmt. Die NF war der eigentliche Moloch, nämlich der Bruderbund aller legalen Parteien (wie auch der durchaus in der DDR existenten CDU) unter der ideologischen Anleitung der SED.
      Die ostdeutschen Schwarzen hatten an keiner Stelle auch nur den Hauch eines Skrupels, sich zwecks gemütlicher Plätzchen am großen kommunistischen Fressnapf willfährig den Marxisten zu unterwerfen, ihnen jeden Platz an den Schalthebeln der Macht zu überlassen und zum Preis einer Scheindemokratie den Bund der Ewigen GroKo zu schließen, nur um nicht anzuecken. Die Sozen schlossen sich mit der KPD gleich zusammen zu einer Partei (eben der SED), die anderen existierten nur, um es zu keiner Opposition kommen zu lassen.
      Dieselben "Christdemokraten", aus deren Reihen die stramme FDJ-lerin Angela Merkel stammt, haben sich noch vor wenigen Jahrzehnten im Staube zu Füßen kommunistischer Diktatoren gewunden und ihre eigene Klientel, das Bürgertum und die Kleinunternehmer, auf Zuruf des Staatsratsvorsitzenden an das Schlachtmesser der Kommunisten geliefert.

      Geschichte wiederholt sich....

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      22. Februar 2011 13:22

      Reinhard

      Das paßt tatsächlich sehr schön hierher.

      Weil wir schon bei der faschistisch-antifaschistischen "DDR" sind:
      Ist es eigentlich einem der professionellen Faschistenjäger schon einmal aufgefallen, daß das "Wahl"bündnis "Nationale Front" doch tatsächlich "Nationale Front" (!) hieß und daß die entsprechende Armee sogar "Nationale Volksarmee" hieß?
      Das zeigt wieder einmal, wie sich doch die beiden faschistischen Systeme gleichen.

      Auch der Wiener linke Untergrund stellt bei seinen wichtigen Veranstaltungen immer wieder possierliche "Volxküchen" auf die Beine (übrigens veganisch - Gab es da nicht einen streng vegetarischen Diktator? Na ja, man soll die Vergleiche nicht übertreiben.).

      Aber das nur eine kleine Abschweifung vom tristen Thema Blockflöten auf österreichisch...

  23. Torres (kein Partner)
    22. Februar 2011 12:10

    Ein einziges Mal hat Unterberger recht: Fekter gehört zu jenen wenigen ÖVP-Minister(inne)n, die kein Kopfschütteln hervorrufen; sie verursacht nämlich Brechreiz. Weiters sollte man (dem offenbar sehr vergesslichen) Herrn Unterberger in Erinnerung rufen, dass Busek mit seinem "Linkskurs" in Wien über 30% ÖVP-Wähler hatte. Davon kann die ÖVP ja derzeit nicht einmal träumen.

  24. Neppomuck (kein Partner)
    22. Februar 2011 11:01

    Der „Punkt“, in der Rechenlehre (Mathematik) entweder das kleinste geometrische Element oder, arithmetisch betrachtet, die Trennung zwischen „1“, sollte nicht zur Definition einer Persönlichkeit herangezogen werden.

    Umso entlarvender ist somit das Trainingsprogramm der Kaderschmiede unserer Möchtegern-„Ervolkspartei“.
    Einer Partei, die der geometrische Ort aller Pünktchen aus den Bünden, die schon J. Taus als "den Stolperstein schlechthin" im Wettbewerb um die Wählergunst identifiziert hat, die so weit vom Wähler entfernt sein sollen, wie das die unheilige Trinität von Logen, Giebelkreuz und Kruzifix vorsieht.

    Rezepte von gestern dienen nicht als Betriebsanleitung für morgen.
    Wer den Begriff „Volk“ im Kompositum seiner Selbstdarstellung zur Schau trägt, sollte demselben häufiger aufs Maul schauen. Sonst kriegt er eine auf dasselbe.

    Oder, auch nicht von der Hand zu weisen, man hat sich mit den „Herren von morgen“ arrangiert und erhofft sich (persönlich) ein ertragreiches Lehen vom „Zentralgestirn“ in Brüssel.

    Aber auch dann wird es herbe Enttäuschungen setzen. (siehe Schüssel)

    „Dankbarkeit“ ist nicht nur keine politische Kategorie, sondern bestenfalls das Ziel naiver Wunschvorstellungen, die von den Rücken derer getragen werden, welche die Zeche dereinst zu zahlen haben.

    • Neppomuck (kein Partner)
      22. Februar 2011 11:10

      Die "eins" zwischen den Anführungszeichen sollte "kleiner eins und größer eins" heißen.

  25. Eric Cartman (kein Partner)
    22. Februar 2011 10:52

    Der Herr Dr. Unterberger war offenbar ein Peter Alexander Fan, das adelt den Künstler natürlich zum Konservativen.

    Die armen Politiker "rechts der Mitte". Was die anstellen ist ja kein Problem, das Problem sind die Aufdecker; die bösen bösen Aufdecker was sich die wieder einbilden. Und bei linken Politikern würde sowas natürlich niemals jemand machen. Zum Beispiel würde niemand eine Aufdeckerbiographie über Fischer schreiben die dann in einem gewissen rechtsrechten Kommentarsystem bei jeder Gelegenheit zitiert wird. Nein nein, nur die bösen Linken machen sowas um die armen Politiker rechts der Mitte anzupatzen. Das ist natürlich der Neid, auf die schöne Frau, die gute Ausbildung oder die hübsch gemachten Haare. Schämt euch ihr (links)Linken!

    Dass links sein falsch ist sieht man alleine schon an der Straßenverkehrsordnung, rechts vor links heisst es da ja. Aber auch das wird ja von linken Verkehrsjuristen und Raumplanern systematisch ausgehöhlt! Immer mehr von diesen modernen Ampelanlagen, oder gleichmacherischen Kreisverkehren, selbst in Oberdöbling gibts nur mehr wenige Gassen wo der eherne Grundsatz zählt - Rechts vor Links.

  26. Anonymer Feigling (kein Partner)
    22. Februar 2011 10:37

    Bei der letzten Wien-Wahl habe ich mir genau die Parteiliste (in meinem Bezirk) bzgl. Frauenquote angeschaut und feststellen müssen, dass die Grünen von den Schwarzen übertrumpft wurden. Genau 50.00%, d.h. abwechselnd auf den Positionen Männchen und Weibchen!

    Ich frage mich, wie aufbauend muss das für ein aktives Parteimitglied sein, wenn seine Zeit und sein Aufwand, das es für die Partei opfert, egal ist und nur das zählt, was es zwischen den Beinen hat.

  27. THJ (kein Partner)
    22. Februar 2011 10:36

    Langer Rede kurzer Sinn:

    Die ÖVP ist tot, begrabt sie endlich.
    Es gibt keine bürgerliche oder liberale Alternative, auch und schon gar nicht die Nazis von der FPÖ.

    Womit einfach nur wieder ein Zugang zu den Nichtwählern zu verzeichnen ist.

  28. Francois Villon (kein Partner)
    22. Februar 2011 10:06

    Wenn man innerlich der ÖVP so nahe steht, wie dies Dr. Unterberger wohl tut, müßte ihn seine vollkommen zutreffende Analyse eigentlich in tiefste Depression versetzen.

    Manche Kommentatoren meinten, daß es sich um ein Kommunikationsproblem handle: jein, denn sowohl den Apparat als auch eine Strategie ihn zu bedienen fehlen vollkommen. Aber was hülfe es, wenn nichts da ist, was zu kommunizieren lohnte? Das ist doch das wahre Problem.

    Dazu kommt noch, daß wie bei allen Parteien, die Ja-Sager und Schleimer, jene, die einen Onkel haben, etc. nach oben fallen und sich erst einmal in einem quasi-mafiösen Netzwerk einrichten. Dazu gehört Nicht-Kritik an vermeintlich „tragenden“ Parteipositionen, an Charakter- und sonstigen Mängeln von Parteifreunden, und insbesondere das Beenden jeglichen eigenen Denkens, sollte solches je der Fall gewesen sein.

    Thomas Lahnsteiner nimmt die Unterberger-Kritik zum Anlaß über die Linke als kriminelle Organisation herzuziehen. Er mag in jedem einzelnen Punkt recht haben, aber in d i e s e m Beitrag war von der ÖVP die Rede. Deren Problem wird nicht dadurch verkleinert oder gar behoben, wenn ich auf die Probleme anderer hinweise. Wie auch das Prinzip Hoffnung, wie es von dem getreuen Ekkehard – dem Wertkonservativen – gegen alle Hoffnung täglich hochgehalten wird am Zustand nichts ändert.

    Diagnose – Therapie – ev. Heilung. Oder in der Diktion von Clausewitz´: Lage – Mittel – Strategie – Ziel.

    Insofern hat Dr. Unterberger der ÖVP einen Dienst erwiesen, den diese zwar nicht schätzen wird, weil Dummköpfe weder Rat noch Wahrheit annehmen wollen, aber die realistische Einschätzung der Lage ist nichts desto weniger der Anfang für einen Neubeginn. Freilich, die viel schwierigere Aufgabe ist das Ziel zu definieren. Nicht die Vielzahl an operativen Kinkerlitzchen, sondern das strategische, den Staatszweck betreffend.

    Mancher wird vielleicht einwenden, daß es dessen nicht bedarf oder daß dies „eh klar“ sei. Aber sie merken nicht, daß heute alle Parteien mehr oder weniger der Ideologie eines Links-Liberalismus verfallen und eigentlich ununterscheidbar sind, und es einer renovatio spiritualis bedarf, um aus dem Schlamassel herauszufinden. Die ÖVP hätte, wenn sie t a t s ä c h l i c h noch auf der Grundlage des Christentums stünde, dafür die besten Voraussetzungen. Ihr tiefer Fall hängt m.A. ausschließlich damit zusammen, daß sie diese Grundlagen längst aufgegeben hat. Es genügt nicht in pfeilerbeißerischer Manier öffentlich die Hände zu falten und so zu tun als bete man, das ist nur abstoßend. Auf die Ausrichtung des politischen Handelns an den Maximen der christlichen Ethik bzw. Soziallehre kam und kommt es an.

    Hier aber konnten die Menschen sehen, daß Worte und Taten kraß auseinanderklafften und die öffentlichen Deklamationen nur Lüge und Betrug waren. Das fällt schließlich doppelt auf jene zurück, die sich an ihren eigenen, angeblich für sie verbindlichen, Maximen messen lassen müssen. – Gewogen und zu leicht befunden.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      22. Februar 2011 11:04

      Absolut richtig, Francois! Ich persönlich meine auch eher, es wäre wirklich fatal, sich auf Spindoktoren zu verlassen, denn deren Entwürfe führen ja längst unser Land und das nicht immer zur Freude aller. Die bringens also offenbar auch nicht wirklich. NLP-time ist ebenfalls over, scheint mir. Diese Trainings, die meinem Gefühl nach auch sehr viele FPÖ-ler absolvierten und/oder noch absolvieren (ich warne davor, deren Engagement für das Christliche für allzu ehrlich zu halten) führen ebenfalls nicht zu richtigen Persönlichkeiten, auch das sind keine guten Politiker. Sie denken zu sehr an ihr Ego-programm. Noch fataler wäre es - und wahrlich zum Verzweifeln - begänne nun die ÖVP in ähnlicher Weise dirty-campagning zu betreiben, wie es viele Linke tun. Wir dürfen das nicht. Es klingt vielleicht ein wenig naiv, sogar lächerlich, aber ich sage es trotzdem: in der Bibel steht so oft, dass wir das nicht dürfen. Das ist nicht nur gütig, sondern vor allem weise. Irgendwann werden auch die Wählerinnen anfangen, die Politikerinnen nicht nach dem zu messen, was sie sagen, sondern danach, wie sie handeln. An ihren Taten, daran, was sie anderen antun, auch den Kleinsten, wird man sie messen. Sie werden der Politikerin nicht mehr einfach nur glauben, dass sie ist, was sie behauptet, zu sein. Sondern sie werden sehr genau schauen, was sie tut. Irgendwann. Hoffentlich bald.

    • Johann Scheiber
      22. Februar 2011 11:06

      Dazu kann ich nur das Buch von Gerhoch Reisegger, der Wiedergeburt von Francois Villon, empfehlen! Da ist der hier skizzierte Ansatz großartig ausgeführt.
      http://www.amazon.de/Wege-aus-dem-Globalisierungschaos-Wirtschaftsordnung/dp/3891800851/ref=sr_1_4?s=books&ie=UTF8&qid=1298368957&sr=1-4

    • aw70 (kein Partner)
      22. Februar 2011 11:17

      "Gewogen und für zu leicht befunden"

      Stimmt leider genau.

      Aber das ist den handelnden Personen in der ÖVP heutzutage scheinbar völlig egal, was ein ganz wesentlicher Grund für den Zerfall unserer politischen Kultur ist. Seien Sie ehrlich: können Sie sich ernsthaft vorstellen, dass der durchschnittliche ÖVP-Funktionär unserer Tage derlei Überlegungen anstellt? Oder ohne Wikipedia auch nur wüsste, woher dieses Zitat eigentlich ist?

    • Civil Qurage (kein Partner)
      22. Februar 2011 11:23

      Bedarf besteht allerdings bei der ÖVP in Verteidigungsstrategien. Da könnten sie sich wirklich weit mehr anstrengen. Also ich meine, wenn wieder einmal Dreck geschleudert wird, da merkt man bei den Christlichen so wenig Geschick. Im Grunde müssten wir längst gelernt haben, aus solchen Attacken gestärkt hervorzugehen, ja sie nachgerade in einen Vorteil umzuwandeln. Denn das dürfen wir sehr wohl! Und dann sagen wir brav "Danke" bei den Dreckschleudern. Ich habe die stille Hoffnung, zu Guttenberg kann uns da was vor-exerzieren, obwohl, obwohl, obwohl ... ja, der hat einen schweren Fehler gemacht und der Dreck kommt nicht so ganz von gar nichts, muss man ja auch sagen. Wenn es ihm gelingt, diese "dunklere Seite" seiner Persönlichkeit ins richtige Licht zu rücken, dann könnte es nachgerade ein Trumpf werden. Er beginnt ja schon damit zu kokettieren, ein ziemlich genialer Schachzug, darf aber nicht Selbstzweck werden. Denn das ändert natürlich nichts daran, dass es schweres Unrecht war, was er getan hat.

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2011 13:01

      @ Francois Villon:

      danke für den "getreuen Ekkehard"!

      Ja, ich bin ein treuer, vielleicht auch ein etwas naiver Zeitgenosse: meiner Frau bin ich nun schon seit 57 Jahren treu, der ÖVP auch schon seit mehr als 50 Lenzen.
      Also, sehr geehrte Freunde, soll ich mich auf meine alten Tage noch umstellen?
      Will ich nicht: ich bleibe beiden treu!

  29. aw70 (kein Partner)
    22. Februar 2011 10:06

    Die Analyse des Zustands der ÖVP ist niederschmetternd - und umso deprimierender, als man AU nicht vorwerfen kann, zu übertreiben. Eher im Gegenteil. Immerhin lässt er ja einige Aspekte am derzeitigen Zustand der ÖVP aus, die alles noch einmal schlimmer machen.

    Also beispielsweise die Tatsache, dass zumindest Teile der Partei eine (vorsichtig gesagt) fragwürdige Nähe zu durchaus hinterfragenswerten Bereichen der Österreichischen "Unterhaltungsindustrie" haben. Das betrifft natürlich nicht nur die ÖVP - auch und gerade die SPÖ ist mit zahlreichen Funktionären in diversen Aufsichtsräten einer Branche vertreten, die bisher bei den Roten vermutlich nicht einmal zu Zeiten eines Club 45 salonfähig gewesen wäre. Was auch etwas heisst.

    Ich gebe zu bedenken, dass derlei Verbindungen eine nicht zu unterschätzende Barriere für die Rekrutierung von charakterlich brauchbaren Funktionären aufbauen. Bei den Roten mag das etwas anderes sein, aber ein normaler Bürgerlicher will mit dem ganzen Glücksspiel-Bereich absolut nicht in Berührung kommen. Wenn jetzt der Eindruck entsteht, dass gewisse Konzerne (wie z.B. der, dessen Namen mit "N" beginnt) in höchsten Kreisen der ÖVP Wohlwollen geniessen, dann ist das mindestens so ein rotes Tuch für einen normalen Menschen, sich zu engagieren, wie die Blödheit der derzeitigen Spitzenfunktionäre.

    Personelle Fehlentscheidungen (Hahn, Strasser, Gehrer, Grasser, Platter, Karl...) rächen sich halt. Bitter. Jede einzelne. Unter anderem auch, weil man damit automatisch Leute vergrault, die es besser machen könnten. Einerseits weil sie, wenn sie integer sind und Rückgrat haben, an solchen Leuten nicht mal ankommen wollen. Und andererseits weil solche Entscheidungen ein niederschmetterndes Bild auf die Fähigkeit einer Organisation werfen, vernünftig mit ihren Personalressourcen umzugehen. So einer Organisation vertraut man sich doch gar nicht erst an - gerade, wenn man imstande wäre, es besser zu machen!

  30. Politicus1 (kein Partner)
    22. Februar 2011 10:02

    Es empfiehlt sich für eine christliche Partei (zumindest ihren Wurzeln nach - sonst eh nicht mehr...) wieder einmal die Bibel in die hand zu nehmen.
    Dort heit es im Johannes Evangelium: Auf der RECHTEN Seite sollt ihr fischen...!

    Die derzeitigen ÖVP-Spitzen glauben aber, dass LINKS ihre Zukunft ist. Deshalb beehrt die Frau Marek (gewesene FAMILIENstaatssekretärin) den Homo-Lesben-Transgender-Ball in der Hofburg und möchte anscheinend dort um Nachwuchs für ihre Partei werben...

    Da springt der Mitterlehner auf den Genderwahnsinn der Linken auf und verordnet den Aktionären welches Geschlecht ihre von ihnen zu wählenden Aufsichtsrättinnen und -räte haben müssen...

    Da beschimpft der Onkel Pröll den Khol als Herzensfreund des KHG - wissend, dass es nur der Khol war, der letztlich einen ÖVP-Obmann KHG verhindert hat!

    Die ÖVP hat nicht EIN Führungsproblem - sie hat derer viele!

    • Johann Scheiber
      22. Februar 2011 11:09

      Da beschimpft der Onkel Pröll den Khol als Herzensfreund des KHG - wissend, dass es nur der Khol war, der letztlich einen ÖVP-Obmann KHG verhindert hat!

      Das war allerdings der einzig nachweisbare lichte Moment von Khol!

    • Francois Villon (kein Partner)
      22. Februar 2011 15:56

      Freund hin Freund her, das Wirken im Sinne LIBINTERNS durch Khol ist das wahre Übel. Daß es eine lange schon verfolgte Strategie ist, zeigen die nachfolgend genannten Beispiele (die wir als Dokumente natürlich besitzen)

      Erlauben Sie daher einen Hinweis auf Prof. Cyril Northcote Parkinson und seinen Brief an den 3-Punkte-Bruder Heineken:

      ... Vor einigen Jahren hatte ich das Vergnügen den berühmten britischen Historiker Prof. Cyril Northcote Parkinson zu treffen. Bei dieser Gelegenheit erzählte er mir von seinen Ideen bezüglich eines Vereinten Europas. Professor Parkinson hatte seine Zweifel bezüglich eines vereinten Europas der gegenwärtigen Nationen, da diese Nationen nach ihrer Größe, Bevölkerung und wirtschaftlichen Bedeutung gänzlich verschieden wären. Er favorisierte daher eine Zersplitterung der bestehenden Nationen in viel kleinere Staaten von vergleichbarer Größe und Einfluß, mit denen dann eine viel ausgeglichenere föderale Einheit gebildet werden könnte. ...“

      „ ... Lassen sie mich schlußendlich einmal mehr meiner Hoffnung Ausdruck geben, daß dieser Vorschlag die Menschen anregen wird über ihre Zukunft nachzudenken und daß sie damit etwas besser verstehen, daß die gegenwärtige Struktur nicht dazu geeignet ist, den richtigen Kurs für die Zukunft zu steuern. Das Aufbrechen alter Schablonen zur Schaffung einer besseren Zukunft, ist eine positive Handlung. Wie man sagt: Man muß die Eier zerschlagen um ein Omlett zu machen, und ich hoffe, daß das Omlett, das ich hiermit vorschlage, ein Schritt in eine bessere Zukunft ist.“

      Leider ist die diesbezügliche Karte hier nicht abzubilden.

      Identisches – in etwas anderen Worten - sagte der frühere Nationalrats-Präsident Dr. Andreas Khol (1), als er noch Angestellter des Europa-Rates war. Die ganze Rede ist im Konferenzbericht nachzulesen.

      „Die Einheit Europas im Wege der Koordination zu schaffen scheiterte an einer politischen Grundgegebenheit: in der internationalen Organisation hängt jede Aktivität, jeder Fortschritt vom Willen der Staaten ab, .... Nun hat sich gezeigt, ..... daß die Minister der Mitgliedsstaaten den politischen Willen nicht haben, diese größere Einheit zu verwirklichen, weil dies gleichzeitig die Auflösung des Staates, dessen Teil sie sind, bedeutet. .... (Anm. F.V.: Es wird klar ausgedrückt, daß die "Vereinigten Staaten Europas" die Z e r s t ö r u n g der gewachsenen Nationalstaaten implizieren - ohne daß das angestrebte Neue geistig oder institutionell irgendwie sichtbar wäre! Eine Fahrt ohne Kompaß und Orientierung - und g e g e n jegliche Verfassung.)

      " ... Die grundlegende Kritik am bisherigen Weg zur europäischen Einigung zur Schaffung eines Gebildes, das den in manchem überholten, versagenden Nationalstaat unserer Tage ablöst, ist daher, um es zu wiederholen: es erscheint verfehlt, den Nationalstaat mit seinen versagenden Strukturen durch einen ins Gigantische vergrößerten, zentralistischen europäischen Superstaat zu ersetzen. .... Wie ist das Ziel zu erreichen, ... ?" (Anm. F. V.: Genau dieser Gigantismus wird gegenwärtig mit der Maastricht-EU gebaut.)

      "Die natürlichen gemeinschaftsbildenden Einheiten Europas .... sind nicht die Nationalstaaten und ihre Apparate. Die Nationalstaaten sind künstliche Gebilde, nicht Zusammengehörendes verbindend. Sie beruhen auf Loyalitäten von einst, die schon lange nicht mehr bestehen, abgestorben sind, oder ins Wanken geraten. An die Stelle dieser Loyalitäten ist Gewöhnung an das Bestehende, also Leere, getreten. In diesem Sinn sind die Nationalstaaten eine Mumie, an dessen Stelle natürliche Einheiten treten müssen: die europäischen Regionen." (Anm. F.V.:Wenn die Nationalstaaten künstliche Gebilde sind, was wären denn die bunt zusammengeworfenen Regionen? Welche Loyalität darf man angesichts dieser Meinung von einem im Nationalrat sitzenden Abgeordneten oder Präsidenten vermuten? - Noch bevor wir was von der EU wußten, war das Programm der späteren Euregios aufgelegt, deren Staatsauflösung u. a. darin bestand, daß sie der EU direkt "unterstanden" und mit Sonderrechten quasi aus dem Zuständigkeitsbereich der Verfassung herausgebrochen werden sollten.)

      [1] Juni 1971. Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft für Wissenschaft und Politik an der Universität Innsbruck, ein Mitgliedsverein des Österreichischen College für Tirol. Ehrenschutz Bundespräsident Dr. h. c. Franz Jonas. Leitung: Hans Köchler (heute Univ. Prof. für Philosophie Innsbruck), Referenten: Toncic-Sorinj, Gen. Sek. Europarat, Prof. Klecatsky, A. Khol, Europarat, Prof. Ermacora, A. Lugger, Tiroler Landtag, G. Martini, Gen. Sek. Europ. Kommission für Regionalpolitik, Prof. Binswanger, Otto von Habsburg, G. Viacario, Vizepräs. der Kommission für Wirtschafts- und Sozialfragen Europ. Conf. des Pouviers Locaux, Prof. Rebaud, u. a.

      Anmerkunge: Nach Brockhaus ist Hochverrat: der gegen den inneren Bestand des Staates gerichtete gewaltsame Angriff. Man unterscheidet zwischen Verfassungshochverrat, der auf den Umsturz der verfassungsmäßigen Ordnung des Staates abzielt, und Gebietshochverrat, der die territorialen Grundlagen des Staates verändern will.

      …und die Karte von „The Emperors Dream“ von 1895(!) in der „Truth“, ein angeblicher Traum, der die Aufteilung Europas nach dem 2. WK bereits detailliert 70 Jahre im Voraus schilderte, inklusive der vier „German Republics“ (= Besatzungszonen). Auch diese Karte kann hier nicht abgebidet werden, wer sie aber möchte, dem sende ich sie per mail zu.

  31. SOKs (kein Partner)
    22. Februar 2011 09:00

    Ich lese täglich auch weitere Blogs, und gerade den Blog des Museumsdirektors des 3. Bezirks, aus meinem Bezirk. Gestern wurde im Bock-Park eine Gedenktafel dort errichtet. Für die dreiköpfige jüdische Familie Bock. Die gendergerechte Tafel sehen Sie abgebildet im obigen Link. Der Vater und Ehemann wurde auf dieser Tafel einfach weggelassen, alle 3 Personen erlitten das selbe Schicksal zu gleicher Zeit als Familie. !! Man öffne den Blogbeitrag und sehe die gesamte Tafel.

    Das ist heutige Kultur, und dem hat die Wiener VP nichts zu entgegnen. Herr Unterberger, natürlich ist es ehrenhaft, sich mit der ÖVP laufend auseinander zu setzen. Jedoch ist meiner Meinung nach der Trend zur Bedeutungslosigkeit nicht auf zu halten. Dieses "kleine" Geschehen oben zeigt, daß es langsam peinlich wird, solche Berichte wie diesen hier und heute zu erstellen oder ähnliche Hoffnungen weiter zu publizieren. Die Partei ist am Ende. Als früherer politischer Berater habe ich bereits 2005 diese Entwicklung vorausgesehen und mich sehr unbeliebt gemacht, diesen vorauszusehenden Trend laufend den ehemaligen Granden vor die Nase zu halten. Die Angelegenheit ist so peinlich, wie auch die vielen Debatten während der Pröll Aktion zukunft.at, wo Karl die größte Hintertreiberin war, beim allerwichtigsten Thema Arbeit und Soziales. Der Strassburger Visionär und ehem. Kommissar, zugleich Arbeits- und Bildungsminister, wurde extra zur Diskussion eingeflogen, während ich (Unbedeutender) über das Zukunftsprojekt Soziales und Arbeitswelt ausführlich mit ihm diskutierte, verschwendete sie nicht mehr als 10 Minuten für dieses europäische Zukunfts-Thema. Seit diesem Zeitraum geschieht nichts mehr in der Partei. Und regelmäßig werden wir von gendergerechten Emanzen, unfähigen Emporkömmlingen schockiert. Statement also: Ihre diesbezüglichen Beiträge werden zukünftig ebenso peinlich werden, weil sie Wasser auf die Mühlen der Linken sind, und falsche Hoffnungen im neuen schwarzen Bildungsbürgertum erwecken.

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:30

      Sehen Sie das doch nicht so eng.

      Die Tafel mit dem Gschichtl dient doch nur als Platz für das Hunde(scheiß)verbot.

      Da wird das Ergebnis eines Denkverbotes nicht so fehl am Platze sein.

    • lurkerabove (kein Partner)
      22. Februar 2011 12:07

      Wer den Bereich "Familie" auf der ehemaligen "zukunft.at" Webseite verfolgt hat, wird sich vielleicht an meine Beiträge zum Thema "Barcelona-Ziel" erinneren, wo doch tatsächlich gefordert wurde, endlich 33% aller 0-3 jährigen in Kinderkrippen unterzubringen.

      Ich habe es in "zukunft.at" soweit gebracht, dass zu Ende ganz kurz die Familienbesteuerung so wie in Frankreich kurz von der ÖVP Spitze (Molterer) in die Diskussion gebracht wurde, aber die SPÖ braucht nur einmal aufschreien, sofort zogen alle wieder den Schwanz ein.

      Ja, so ist sie, die ÖVP.

  32. karli (kein Partner)
    22. Februar 2011 08:33

    Sehr geehrter Herr Unterberger,

    Danke für diese sehr gute Analyse.

    Zur Medienarbeit möchte ich hinzufügen, dass hier - wie sie ja schreiben - fast alle europ. Parteien ein Problem haben, vor allem auch weil seit fast 30 Jahren die meisten konservativ Orientierten Studenen vorwiegedn Jus/Bwl/Medizin/Technik etc studieren während die Geisteswissenschaften und überwiegend Sozialwissenschaften fest in der Hand des links orientierten Nachwuses war und ist.

    Aber gerade aus letzterem Bereich rekrutieren sich heute die meisten Journalisten und daher herrscht in den meisten Redaktionsstuben aber auch in den neueren Meiden ein linkerer Geist als im Volk allgemein (das zeigt sich immer).

    Für Österreich spezifisch kommt aber wie sie schreiben die Schwächer ÖVP hinzu egal ob ORF oder Zeitungskauf Pröll finanziert ungesehen alles für die SPÖ.

    Ich verstehe es wenn er als Finanzminister alle Hände voll zu tun hat, aber sollte die Parteiführung tatsächlich abgegen.

  33. Hummel (kein Partner)
    22. Februar 2011 07:58

    Hr. Dr. Unterberger hat mit seiner Einschätzung über die ÖVP leider recht. Ich fühle mich von dieser Partei schlicht und einfach verraten und verar…t. Mich wundert nur, warum die Parteibasis nicht rebelliert. Die Parteispitze beschränkt sich einzig auf den Job eines Personalvermittlers, wo nur mehr geschaut wird, dass die eigenen Parteifreunde bei den Spitzenjobs in den Staats- und Staatsnahen Betrieben nicht auf der Streck bleiben. Die Medien sind zur Gänze aus der Hand gegeben worden – ein Fehler der für jede Partei tödlich ist. Wie konnte so etwas passieren ? Wo waren da die „Spindoktoren“ ? Warum unterstützt man massiv den Linksruck in Österreich ? Warum dieses offensichtliche Totalversagen ? Meine These lautet, dass die Roten die Schwarzen ganz massiv erpressen und anscheinend etwas in der Hand haben, was der Partei massiv Schaden könnte. Doch was soll das sein und welcher Schaden wäre noch größer, wie der der bereits verursacht wurde ? Mir kommt als einzige Lösung nur die Spaltung der Partei in den Sinn. Nur so kann es wieder bergauf gehen. Mit dem jetzigen Personal, dass mit konservativer Politik rein gar nichts am Hut hat, kann es so nicht weiter gehen. Ich hoffe, die Parteibasis hat den Ernst der Lage erkannt undhandelt endlich.

    • karli (kein Partner)
      22. Februar 2011 08:38

      Was die SPÖ gegen die ÖVP in der Hand hat?

      Streichung der Proporzposten, Streichung der Agrarsubventionen, Streichung der Freunderl-Unternehemersubvention, Streichung der Beamtenprivilegien.

      Diese Gruppen (+ eine Handvoll Traditionswähler) reichen für 15 - 20 % Wähleranteil.

      Gerade genug um entweder mit Rot oder mit Blau halt diese Gruppen weiter üppig vom Steuertopf zu füttern.

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:33

      Goschen halten Hände falten. Das ist halt der Brauch in der ÖVP. Es kommt natürlich darauf an, wer gerade am Wort ist.

      Aber genauso wie es eine Abstimmung mit den Füßen gibt, gibt es auch eine Revolution mit den Füßen. Die revoltierenden ÖVPler sind jetzt alle bei der FPÖ.

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:34

      Streichung der Proporzposten, Streichung der Agrarsubventionen, Streichung der Freunderl-Unternehemersubvention, Streichung der Beamtenprivilegien

      Das wäre doch ein Riesensegen für die Klientel der ÖVP.

    • karli (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:42

      @cmh:

      "Das wäre doch ein Riesensegen für die Klientel der ÖVP"

      Für die ehemalige Klientel aber nicht mehr für die jetzige und schon gar nicht für die jetzigen Funktionäre. In 30 Jahren Regierungsbeteiligung ändert sich viel.

  34. Renard (kein Partner)
    22. Februar 2011 07:55

    Die wichtigste Aufgabe für einen Bürgerlichen ist die Totalschrumpfung dieser Marionettenwerkstatt im Auftrag von Raiffeisen.

    Die Wählertäuschung dieser Beliebigkeitspartei ohne Werte muss beendet werden, deshalb soll die ÖVP endlich die "Berliner Erklärung" der CDU offiziell unterzeichnen:

    In ihrer “Berliner Erklärung” weist die CDU jetzt darauf hin, dass sie künftig nicht mehr als konservative und katholische, sondern als soziale und multikulturelle Partei wahrgenommen werden will. Kirchennahe Katholiken seien eine schrumpfende Gruppe in der Gesellschaft und daher für das Wahlergebnis der CDU “nicht mehr relevant”.

    Die ÖVP muss vom Wähler deshalb massiv abgestraft werden, weil man sich z.B. von der SPÖ nichts erwartet, während das bei der ÖVP früher einmal der Fall war.

    • Reinhard (kein Partner)
      22. Februar 2011 08:13

      Ehrlichkeit würde im Namen beginnen; "3B" wie "Beamte, Bauern und Besitzstandswahrer" würde endlich Klarheit über die angesprochene Klientel schaffen.

      Eine bürgerliche Partei gibt es in Österreich nicht mehr, konservative und liberale Bürger finden keine politische Heimstatt und keine Interessensvertretung.
      Die FPÖ mag der Hupfhansel für den finalen Watschentanz sein, aber wenn Bürgerliche oder gar Liberale einen solchen quasisozialistischen Kasperleverein als letzten Anker betrachten, zeigt das erst die wahrhafte Misere unserer verwüsteten politischen Landschaft.
      Die ÖVP hat ihre Existenzberechtigung verspielt, aber sie zu zerstören kann nicht das Ziel sein sondern ist nur eine Konsequenz aus der Erreichung des Zieles: Eine neue bürgerliche, liberalkonservative Bewegung, die Heimstatt und Interessenvertretung all derer wird, die sich zum Bewahren der österreichsichen Identität, der persönlichen Freiheit und des erreichten Wohlstandes nicht mit den blauen launischen und sozialromantisch verträumten kleinen Mädchen ins Bett legen möchten oder dem schwarzen systemkonservativen und pfründeorientierten Beamtenbund hinterhertrollen.

    • Francois Villon (kein Partner)
      22. Februar 2011 16:10

      Reinhard, sie träumen vom heißen Eislutscher. Liberalkonservativ gibt es nicht. Nur entweder-oder. Das versteht schon Dr. Unterberger nicht.

      Die Grundlagen sind in diesen Fällen inkompatibel, weshalb der Versuch die beiden Begriffe zu "emulgieren" zum selben Ergebnis führt, wie wenn man Öl und Wasser mischt. Sobald man zum Quirln aufhört, trennen sich die beiden wieder. In der Politik führt es aber zu internen Grabenkämpfen, zur gegenseitigen Aufhebung der jeweiligen politischen Absichten/Ziele, etc. Mit einem Wort: geistigem Chaos.

      Konservativ bedeuetet ja nich reaktionär oder antiquiert, sondern die Bewahrung der bewährten Grundlagen unserer Kultur, liberal aber ist die Fortsetzung der jakobinischen "Großen F.R." und bedeutet vor allem (verlogene) Egalité und Internationalismus. Oder ganz praktisch ausgedrückt: Maasticht, Lissabon, Brüssler Doktrin.

    • Johann Scheiber
      22. Februar 2011 19:10

      Das ist der allereinzige aber maximal gravierende Punkt in dem ich mit dem werten Francois Villon nicht übereinstimme!

      Liberal zu konservativ ist wie Subjekt zu Substanz, wie Neuzeit zu Antike. Das Subjekt ist Träger der Substanz geworden, damit ist die Substanz subjektiv und das Subjekt substanziell geworden.
      Erst wenn sich das Subjekt gegen die Substanz, gegen die sie hervorbringende Geschichte wendet, wie zugegebenermaßen es in der Französischen Revolution und in dieser Tradition bis zum heitigen Tag geschehen ist und wenn man das unter Liberalismus versteht, dann sind Liberalismus und Konservatismus in der Tat unvereinbar.

      Aber es hat auch eine Revolution in Deutschland gegeben. Jene die mit der Reformation begonnen und im Deutschen Idealismus von Kant bis Hegel kulminiert ist. Eben die Vermittlung von Subjekt und Substanz, von Moderne und Christentum, von Liberalismus und Konservatismus.
      Alles was seit dieser Zeit gegen Deutschland und Österreich in Stellung gebracht wurde, hat mit der Verhinderung der praktischen Realisierung der Freiheit zu tun die im Bewußtsein im und durch die Gedankenbewegung des Idealismus erobert wurde. Gegen Österreich, weil die Wiener Klassik an Bedeutung für die Freiheit ein dem Idealismus vergleichbares und ebenbürtiges Phänomen darstellt.

      Der Liberalismus ist also durchaus mit dem Konservatismus vereinbar, wenn er sich nicht zerstörend gegen die Substanz, gegen die Resultate der mehrtausendjährigen Geschichte des Geistes wendet.

      Der Kampf gegen die Substanz hat sich hier zum Beispiel in der Diskussion um die Wehrpflicht abgespielt. Wenn man nach weitestgehendster Preisgabe der staatlichen, nationalen Souveränität und nach einer uferlosen Ausweitung des Sozialstaates auch noch den Bürger von seiner Verteidigungsleistung entpflichtet, dann kann man von einer res publica nicht mehr sprechen, dann ist der Faden zwischen Individuum und Gemeinwohl endgültig durchtrennt, dann kann man auf Stallfütterung umstellen, dann kann man mit den Menschen alles machen, dann ist die Freiheit tot, dann hat der Zangenangriff von Sozialismus und Liberalismus die Substanz und das Subjekt in NICHTS, NIHIL aufgelöst.

    • Francois Villon (kein Partner)
      22. Februar 2011 20:21

      Lieber Herr Scheiber, ich bin ja noch lernfähig und habe nach der Lektüre von Rohrmosers Vorlesung über Hegel einiges gelernt, was ich beim Versuch Hegel selbst zu lesen nicht geschafft hatte.

      Ich verstehe was Sie sagen und kann mich damit ja auch anfreunden. Das Problem ist m.A. oft die Bedeutung der verwendeten Begriffe. Man kann sie ohnedies meist nur aus dem Kontext verstehen – oder wenn sie explizit definiert sind, aber das Problem bei „normaler“ Diskussion ist, daß man meist nicht von gleichem Verständnis der Begriffe ausgehen kann. Da kommt es zu Verkürzungen.

      Als Beispiel nehme man die heute gültige Wirtschafts-„Doktrin“, die auf einer individualistischen Betrachtung der Gesellschaft basiert und halte dagegen jene, die eine universalistische, ganzheitliche (wie von Spann ausgeführt) zur Grundlage hat. Die Wertigkeit der Begriffe dreht sich hier oft geradezu ins Gegenteil.

      Was ich mit den sich ausschließenden Gegensätzen liberal – konservativ meinte, ist jener sich ins Negative gewandelte Begriff des Liberalismus, jener der in Frankreich vom Grand Orient als Wächter/Hüter der Revolution "praktiziert" wird. Wenn ich – für die praktische/politische Diskussion – den Liberalismus so zeichne, wie ich es bisher auch hier immer tat, dann sind es die konkreten Wirkungen/Handlungen die von LIBINTERN ausgehen, die einer ANONYMA zugute kommen, usw. Im philosophischen Proseminar hätte ich wahrscheinlich weniger oder vielleicht auch gar kein Schwierigkeiten Ihnen zuzustimmen.

      Die zwar auch theoretische – aber doch mehr auf´s Politische zielende Beurteilung des Liberalismus wie sie von Carl Schmitt oder Donoso Cortes kommt ist hier mein Maßstab.

      Bei aller Wertschätzung der Freiheit ist sie erstens eine Freiheit z u und nicht Freiheit v o n, zweitens ist in einem sittlichen Staat der oberste „Wert“ die Gerechtigkeit – im Gegensatz dazu im liberalen: die Freiheit. Natürlich sind beide unentbehrlich, denn Freiheit ohne Gerechtigkeit gibt es nicht und vice versa. Und hierüber wird auch gestritten.

      Was nämlich die Freiheit genau ist, wissen auch nicht immer alle: „Du darfst!“ als Ausdruck geradezu materialisierter „Freiheit“ in der Werbung für jeden Dreck, oder die Libertinage als Ausdruck völliger Sittenlosigkeit, von der Freiheit „Der Bauch gehört mir!“ rede ich gar nicht. Oder der „Großen Freiheit“ auf dem Meer, die ja bekanntlich die totale Willkür und Rechtlosigkeit meint, weil hier eben nicht die Sphären der jeweiligen Machtausdehnungen definiert sind, diese erst zu „erobern“ sind - nach dem Gesetz des Stärkeren.

      Daß ich hier nicht ganz daneben liege, zeigen die oft sehr polemischen und geradezu exzessiven Definitionen was Liberalismus sei; und hier bedarf es dann auch des groben Klotzes. Sonst verstehen das die wenigsten.

    • Reinhard (kein Partner)
      22. Februar 2011 20:53

      Werter Monsieur Villon, bitte seien sie mir nicht böse, aber jemand der an der einen Stelle "Eigentum ist Diebstahl" propagiert, an der anderen die Vertreter eines christlichen Gottesstaates bejubelt und dann die freiheitliche Idee mit dem Frühkommunismus in einen Topf wirft ist für mich kleinen Geist nicht wirklich greifbar.
      Was ich begreife ist aber, dass es genug Menschen gibt, die mit tiefen und starken Wurzeln fest in der nahrhaften Erde konservativer und historisch gewachsener Werte verankert sind, ihr Laub aber im Wind der persönlichen Freiheit wiegen. Ich sehe an keiner Stelle einen Widerspruch zwischen individueller Freiheit und tiefem Respekt vor dem Anderen, zwischen größtmöglicher Entfaltungsrechte für den Einzelnen im Rahmen möglichst weite Grenzen setzende, aber diese streng überwachender Gesetze, die für alle und zum Schutz aller gültig sind.
      Vielleicht ist es meine kleinbürgerlich-kurzsichtige Verweigerung jedes fundamentalistischen und extremistischen Denkens und Handelns, die es mir so schwer fallen lässt, immer nur in Extremen zu Denken.
      Immer wieder zu behaupten, ein liberales System kenne keine Regeln und müsse deshalb im Chaos enden, macht den Irrtum auch nicht wahrer. Nur ein extremes liberales System würde Anarchie bedeuten, wie ein extremes religiöses System zu einer Kirchendiktatur samt Inquisition verkommt, ein extremes feudales System in Sklaverei endet und ein extrem sozialistisches System in einer brutalen Diktatur einer sich moralisch legitimiert glaubenden Gutmenschenkaste.
      Deshalb darf es keine Extreme geben, weder in der einen noch in der anderen Richtung, wenn es überhaupt eine Chance geben soll, dass Menschen irgendwo in Frieden und mit einem erträglichen Maß persönlicher Freiheit, Eigenverantwortung und dem damit einhergehenden Stolz auf das Selbstgeschaffene leben können.
      Konservativ in den Wurzeln, frei im Denken und Handeln, sozial im Respekt vor dem anderen Menschen - in ihren Extremen mögen das Widersprüche sein, in ihren gemäßigten Ausformungen verbinden sie sich einfach zu dem, was man als Mensch bezeichnet.
      Mag sein, dass meine Sichtweise mangels philosophischer und politologischer Tiefenstudien primitiv erscheint oder kurzsichtig, aber ich studiere den Menschen lieber im täglichen Leben, im täglichen Umgang als in verstaubten Büchern.
      Deshalb sind konservativ und liberal für mich keine Gegesätze sondern Ergänzungen. Nur Extremismus und Menschlichkeit stehen sich antagonistisch gegenüber.
      P.S. Emulsionen trennen sich nicht, wenn man mit quirlen aufhört. Und Vergleiche hinken, wie Sie auch an meinem mit dem Baum erkennen können.

    • Reinhard (kein Partner)
      22. Februar 2011 21:01

      Nachschlag: Ich schrieb mein Post als Antwort auf 16:10.
      Ich glaube, wir reden nicht so weit aneinander vorbei als es den Anschein hat. Sie definieren den Begriff "liberal" halt anders als ich, strenger und in einem engeren historischen Kontext.
      Sie nennen auch das Beispiel "Mein Bauch gehört mir", welches auch für mich ein Negativ-Beispiel ist, weil ich den Wert des menschlichen Lebens für höher gewichte als die persönliche Freiheit im Handeln eines Menschen. Es ist also nur eine Frage der Gewichtung, ebenso wie ich mich schwer tue mit dem von Ihnen später genannten Begriff "Gerechtigkeit", der momentan missbraucht wird für jede noch so diktatorische und freiheitsberaubende Maulkorb- und Geißelgesetzgebung.

    • Francois Villon (kein Partner)
      23. Februar 2011 09:48

      Zu Reinhard:

      Ich habe an keiner Stelle je gesagt oder geschrieben, daß „Eigentum Diebstahl sei“, jedoch die Frage gestellt (oder die Behauptung), ob Eigentum nicht auch verpflichte. Dabei war nie vom Privateigentum die Rede, das sich ein Häuselbauer im Lauf seines Lebens erarbeitet hat, oder sonstigen persönlich und redlich erworbenen Besitztümern.

      Die Sache sieht aber anders aus, wenn – wie im Fall des Zusammebruchs des ganzen Ostblocks – sich einige Wenige, sogenannte Oligarchen auf betrügerische Weise in den Besitz des ganzen Volksvermögens setzen. „Volksvermögen“ deshalb, weil es im Fall der SU ja offenbar weder vom „Kapital“ noch den Mitgliedern des Politbüros geschaffen wurde.

      Im „freien Westen“ hat sich mit der Dominanz der Banken eine Situation ergeben, daß diese Geld im größten Ausmaß ex nihilo schöpfen (manche bezeichnen es als legales Falschgeld, weil dem keine echte volkswirtschaftliche Leistung gegenübersteht) und mit dem auf „Einkaufstour“ gehen. Natürlich wird mit solchem Geld kein redlicher Gegenwert für Realvermögen gegeben, was auf´s selbe hinausläuft, als ob eine Fälscherbande mit Blüten der Arbeitsleistungen anderer sich bemächtigte. Auch hier kann ich kein redlich erworbenes Eigentum erkennen.
      Wenn heute die Gemeinschaft (zB die Gemeinde) ein landwirtschaftliches Grundstück dessen Verkehrswert bei 3 Euro/m2 liegt in Bauland umwidmet, das dann auf einmal 100 Euro Wert hat, dann ist auch dieser Wertzuwachs kein durch eigene Leistung verdienter, sondern durch die Existenz einer Gemeinschaft, die für die Gemeinschaft notwendige Beschlüsse faßt.

      Wenn heute in einer Gemeinde ein Großbetrieb Tausenden Menschen Arbeit gibt, dieser Betrieb daher meist Steuer- und sonstige Privilegien genießt, für ihn Infrastruktur – Straßen, Bahnanschlüsse, Ausbildungsstätten, Sozialwohnungen, usw. von der Gemeinschaft geschaffen werden, dann ist hier ein erhebliches öffentliches Interesse an den Wohl und Wehe des „Privatunternehmens“ gegeben. Solange das der Eigentümer in Rechnung stellt, darf er auf Nichteinmischung zählen, tut er das nicht, ist es nicht nur recht und billig, daß die öffentliche Hand (Politik) sich einmischt, denn sie wird auch dann immer wieder aufgefordert das zu tun, wenn solche Unternahmen vor dem Bankrott stehen.

      Also kann es hier auch keine Einbahnstraße geben.

      All das ist aber etwas anderes, als die kommunistische Parole „Eigentum ist Diebstahl“. Von der ist nie die Rede gewesen.

      Was aber Grundstücke betrifft, so muß erinnert werden, daß erst im Mittelalter die Wandlung vom Gemeinschaftsbesitz (Lehen) in persönlichen (Allod) sich vollzog. Und in Rußland noch heute Städter nur eingeschränkt Grund auf dem Land erwerben können, weil dieses vor allem als bäuerlich zu nutzendes Gut zur Sicherung der Ernährung zu dienen hat und nicht als verpfändbarer Wert für Schachergeschäfte.
      Im 19. Jahrhundert erst wurde das Lehnsrecht in den meisten europäischen Staaten nach und nach abgeschafft. Zu dieser Zeit kommt der Eigentumsbegriff des bürgerlichen Rechts auf, wie er vor allem im Code civil geprägt worden ist. Während in Frankreich das „Régime féodal“ 1789 mit einem Federstrich des revolutionären Gesetzgebers abgeschafft wurde, dauert es in Deutschland bis zum 20. Jahrhundert, bis das Lehnsrecht endgültig abgeschafft wird: 1919 fällt in Mecklenburg der Lehensverband.

      Zum Code civil sagte übrigens Napoleon: „Er wird sie um alles bringen, worauf sie kein verbrieftes Recht haben.“ Worauf auch in Goethes Faust mehr als deutliche Bezug genommen wird.

      Also so eindeutig und klar ist das mit dem Eigentum auch nicht, jedenfalls hatte es in unseren Landen eine durchaus andere Tradition als sie mit dem Überhandnehmen des modernen Kapitalismus den Anschein erweckt. Wir sagten dazu: „Eigentum verpflichtet“, und das ius utendi vel abutendi, das heute vor allem Richtung Mißbrauch tendiert, unterliegt selbstverständlich gewissen Einschränkungen. Nur heißt das auch nicht von vornherein „Sozialismus“.

      Was übrigens "Gerechtigkeit" meint, ist nicht die Konformität mit positivistischen Gesetzen, auch wenn das heute vor allem gemeint ist, sondern die Redlichkeit, die der Leistung nie die redliche Gegenleistung vorenthält. Englisch: die "Equity", wobei "Iniquirty" übrignes der Begriff für den Teufel ist.

    • Reinhard (kein Partner)
      23. Februar 2011 13:49

      Danke für die Antwort, Herr Villon.
      Ich kann mich erinnern, "Eigentum ist Diebstahl" bei Ihnen gelesen zu haben, aber nicht mehr, in welchem Zusammenhang; vielleicht liegt auch nur ein Missverständnis in der Auslegung vor.
      Ansonsten und in aller Kürze kann ich mich voll und ganz mit dem identifizieren, was Sie schreiben.
      Der Begriff "Gerechtigkeit" ist mMn in heutiger Zeit zu oft missbraucht worden als Keule zur Durchsetzung von Klientelpolitik - indem ich behaupte, mein Handeln fördere mehr Gerechtigkeit, knüpple ich jeden Gegner pauschal als ungerecht nieder.
      "Redlichkeit" trifft es wirklich besser, in meinen Augen auch dies eine Form des "Respektes" vor dem Anderen, seiner Meinung und seiner Leistung.

  35. Gennadi (kein Partner)
    22. Februar 2011 06:15

    Viel kürzer zusammengefasst:
    Die ÖVP hat ein Führungsproblem. Das heißt Josef Pröll.

  36. Elmar Leimgruber (kein Partner)
    22. Februar 2011 03:14

    Die ÖVP hat in der Tat seit Josef Pröll an der Spitze ein Führungsproblem und sie irrt ruhe- und orientierungslos umher:
    http://www.redakteur.cc/volkspartei-verzweifelt-gesucht/

    Und dies macht es natürlich für den Hauptkonstrukteur dieser "grossen" Koalition, den Wiener Bürgermeister einfach, all das "durchzudrücken", was er will:
    http://www.redakteur.cc/der-wiener-buergermeister-und-die-nato/

    Und alles Andere, wie der Zickzack-Kurs der ÖVP beispielsweise in der Wehrfrage ist nichts Anderes als der Versuch, auch noch ein bisschen mitzumischen. Leider.
    http://www.redakteur.cc/die-zukunft-der-bundesheere/

  37. M.U. Shrooms (kein Partner)
    22. Februar 2011 01:05

    Voll nett, die Sorgen um die ÖVP. A.U. glaubt noch immer, dass man das reparieren kann.

    Die VP wird weiter schrumpfen, leider nicht schnell genug, aber sie geht unter. Das ist gut so.

  38. Johann Scheiber
    21. Februar 2011 23:46

    Danke für die Erinnerung an Peter Alexander. Seine Zeit ist eigentlich auch mit der Ära Klaus zu Ende gegangen. Mit der Zäsur, die mit Kreisky eingetreten ist, mit dem Auswachsen der Anschleimer-Baggage zu Staatskünstlern ist er dann eigentlich lange auf verlorenem Posten gestanden. Kein Wunder, dass er im Alter von tiefem Pessimismus erfaßt war. Mit den 68ern ist eigentlich der Zauber guter Unterhaltung verschwunden. Psychoanalyse, Marxismus und sexuelle Befreiung - und das alles in trivialster Aufbereitung - haben das Alltagsbewußtsein der Menschen erreicht und alle Freude aus dem Leben weggenommen. Albert Camus hat von diesem dunklen Schleier der sich über uns gesenkt hat etwas gemerkt, wenn er gesagt hat , das Geheimnis Europas heute liege darin, dass sie das Leben nicht mehr liebt. Le secret de l'europe est, qu'elle n'aime plu la vie.

    Wie kann es sein, dass die Seniorengeneration der Volkspartei, die diese - wie wir von den Filmen mit Peter Alexander wissen - auch schöne Aufbauzeit im Nachkriegsösterreich erlebt und gestaltet hat, wie kann es sein dass diese Generation eine Figur als ihren Obmann erträgt, die mit offener Unterstützung der multikulturellen Gesellschaft bei der Zerstörung eben dieses aus Trümmern wiedererrichteten Landes an vorderster Front mitwirkt?
    Sind wir alle vollkommen verblödet, oder haben wir keinen Mumm mehr solche Typen einfach zu verjagen? Wie kann es sein, dass jemand, der aktive Politik gegen das Volk betreibt, bei einer Partei ist die sich Volkspartei nennt und dort auch noch als Konservativer gilt.
    Die Volkspartei scheint wirklich nur noch eine Ansammlung bunter Vögel zu sein: Der eine singt die Internationale, der andere läuft den Türken nach, der Nächste biedert sich bei den Emanzen an und der Leithammel macht sich für die Schwulenehe stark - und dergleichen Blödheiten ohne Ende mehr.
    Gute Nacht Mutter, gute Nacht Volkspartei!

  39. libertus
    21. Februar 2011 23:32

    Die Krise einmal mehr bestens an diesem jüngsten Beispiel erkannt, Herr Unterberger:
    Während sich rote Politiker gut beraten und somit volksverbunden bei der Aufbahrung des überaus populären Künstlers am Zentralfriedhof fast schon - im übertragenen Sinn - "die Klinke in die Hand gaben", fehlt von konservativer bzw. rechter Seiter jegliche Anteilnahme. Das wird selbstverständlich, wenn vielleicht auch nur unterschwellig, sehr wohl von der Bevölkerung registriert, denn sonst hätte sich Faymann - wie erwähnt sehr clever beraten - nicht so folgsam und damit mediengerecht in der Menschenschlange angestellt.
    Wer solche Gelegenheiten verpaßt, gräbt sich sein eigenes Grab, an dem dann ebenfalls niemand mehr Abschied nehmen wird.

  40. 57er
    21. Februar 2011 23:03

    Seit die ÖVP unter Prölls Führung linke Gesellschafts- und Bildungspolitik betreibt, ist sie uninteressant. Da geb ich meine Stimme doch lieber einer kleinen Partei, auch wenn sie nicht zum Zug kommt.

    • Gennadi (kein Partner)
      22. Februar 2011 06:16

      (vergessener zusatz)

      ...und schwäche mit der Stimme für eine kleine Partei die Demokratie.

    • simplicissimus
      22. Februar 2011 07:27

      gennadi: vollkommen richtig. kleine parteien marginal aufzuwerten ist nur eine symbolische und wirkungslose protestwahl.

    • Das kleine Maexchen (kein Partner)
      22. Februar 2011 08:05

      @ Gennadi & Simplicissimus:
      So was Dummes habe ich schon lange nicht gehört. Sind Sie Demokraten? Oder so realpolitisch wie die ÖVP?

    • Leopold Koller (kein Partner)
      22. Februar 2011 20:33

      Gennadi und simplicissimus

      Seit Ihr noch zu retten? Eine Stimme fuer eine Kleinpartei schwaecht die Demokratie? Geht's noch bloeder?

      Die Nichtwaehler und die Gewohnheitswaehler schwaechen die Demokratie!

    • simplicissimus
      23. Februar 2011 15:35

      maexchen und koller: solange man durch stimmenabgabe keinen demokratischen wechsel herbeiführt und jahrzehntelange groko-lähmung damit fortschreibt, schwächt das die demokratie, natürlich, ist doch nicht so schwer zu verstehen, oder?
      die stimme gehört daher vorzugsweise der stärksten oppositionspartei und nur dann der kleinpartei, wenn man entweder ein absoluter politischer gegner der stärksten oppositionspartei ist, oder SEHR guten grund hat zu glauben, die geliebte kleinpartei könne etwas bewirken oder zügig wachsen.

  41. mike1
    21. Februar 2011 22:35

    OT: aus der presse:

    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/636075/Aufsichtsraete_Maenner-raus-fuer-Frauenquote?_vl_backlink=/home/index.do

    ich würde sagen: mitterlehner endlich raus aus der regierung, der gute mann scheint ja auch nicht mehr zu wissen, dass es andere probleme gibt.
    aber: vor kurzem installierte der gute mann eine neue dame im ministerium in führender position, die keine einzige vorgabe der stellenausschreibung erfüllte - ausser der, eine frau zu sein.

  42. Brigitte Kashofer
    21. Februar 2011 21:53

    Einzig der Kritik an Justizministerin Bandion-Ortner kann ich nicht folgen. Sie verteidigt immerhin schon seit geraumer Zeit standhaft und einsam die gemeinsame Obsorge und hat nun auch vom EU-Menschenrechtsgerichtshof Rückenwind erhalten. Die Familienstaatssekretärin (wie war doch ihr Name?) fühlt sich nicht zuständig oder darf sich nicht äußern. Maulkorb von Mitterlehner?
    Die Zustimmung Mitterlehners zur Frauenquote ist der neueste Umfaller, nachdem die ÖVP mit dem Wunsch nach flächendeckender Einführung der Neuen Mittelschule sogar Claudia Schmied noch übertroffen hat.
    Den letzten Todesstoß bereitet der ÖVP der Onkel Landeshauptmann. 2008 bei Ausbruch des Streites um die Gesamtschule der 10-bis 14-Jährigen entdeckte er den Stein der Weisen und verkündete vollmundig den nö. Sonderweg. Die Volksschulzeit sollte bis zum 12. Lj. dauern. Mit Häme und Erheiterung stellte die Lehrerschaft fest, dass dann eben alle VS zu klein und alle HS zu groß sein würden, zu wenige VS- und zu viele HS-Lehrer die Folge wären. Was dann in NÖ geschah? Nichts! Ein Aufschub auf 2009 wurde noch verkündet, um die Reform professionell durchzuführen. Und seither? Erinnert sich noch jemand? Auch beim Bundesheer geht NÖ einen Sonderweg. Die Wehrpflicht soll auf 5 Monate verkürzt werden. Dank dem Landesfürsten und seiner unendlichen Weisheit!
    Wer eine solche Partei noch wählt, ist ihr mit Sicherheit wegen eines lukrativen Postens oder einer schönen Wohnung zu Dank verpflichtet.

    • schlechter GEschmack (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:39

      Warum denke ich bei Frau Dr. Blondion-Ortner nur an Blondinenwitzchen?

  43. thomas lahnsteiner
    21. Februar 2011 21:18

    Das alles bestätigt mich in meiner ansicht, dass die österreichische linke längst zu einer kriminellen organisation verkommen ist.
    Die linken verfügen über ein gut ausgebautes zuträger- und spitzelwesen, das auf knopfdruck funktioniert und für das redlichkeit oder gar rechtsstaatlichkeit ein fremdwort ist. Und so können die linken sofort ihre kohorten im ORF und in den meisten linken drecksblättern mobilisieren und wenn es nicht gleich klappt, wird mit bestechung mittels inseraten nachgeholfen. Und im justizwesen haben sie bis ebenfalls ihre parteigänger sitzen, die schon mal mit gestohlenen daten zur hand sind, wenn es opportun ist. In der ganzen kunstszene sind ebenfalls die roten claqueure im übermass vorhanden, werden diese doch mit kräftigen subventionen bei laune gehalten...und wenn einmal in seltenen fällen zb eine richterin vermeintliche linke verbrecher wie diese "tierschützer" aufs korn nimmt, dann greift natürlich der rote strolch jarolim ein und versucht die richterin zur "ordnung" zu rufen...und so zieht sich im wahrsten sinne des wortes ein roter faden durch alle lebensbereiche von der wahlfälschung in türkischen kaffeehäusern in wien bis zum missbrauch der universität für die mediale hinrichtung des KHG durch einen roten dekan ....
    der kommunismus steht ad portas...obwohl ich eigentlich ziemlich bauchweh dabei habe, muss ich daher mein kreuzerl bei der fpö machen.....

  44. Norman Bates
    21. Februar 2011 19:12

    OT:

    www.verwaltungsreform-jetzt.at hat - ohne breiter Medienunterstützung - 4.019 Unterstützer.

    Das Androsch-Bildungsbegehren hat - mit breitester ORF und sonstiger Medienunterstützung - 4.030 Unterstützer.

    Das ist wirklich sehr beachtlich!

    • Brigitte Imb
      21. Februar 2011 22:01

      Frage: Kann diese Unterstützung nur im Internet gemacht werden, od. wäre es auch hilfreich Unterschriftenzettel auszulegen?

    • Norman Bates
      21. Februar 2011 22:25

      Der Aufwand ohne Internet ist natürlich weit höher, aber man erreicht natürlich eine ganz andere Zielgruppe.

    • Brigitte Imb
      21. Februar 2011 23:21

      Ja o. nein?
      Ich kenn da nix und legs bei uns aus und gehe damit in die Gasthäuser.

    • Norman Bates
      22. Februar 2011 10:15

      Ja sicher, das hilft der Idee von Wolfgang Bauer sicher einen kleinen Schritt weiter.

  45. Gerhild Baron
    21. Februar 2011 19:05

    Wer über 100.000 der eigenen Wähler (Vorzugsstimmen Othmar Karas) so vor den Kopf stößt wie Pröll es tat (ohne daß ich mich an Gegenstimmen aus der ÖVP Führung erinnern kann), der wird sich auch durch einen so klaren, inhaltlich leider allzu wahren Artikel wie diesen von AU nicht in seinem Weg bzw seiner Unfähigkeit beirren lassen. Erst das nächste und mit Sicherheit bevorstehende Wahl-Desaster wird - hoffentlich, denn sicher bin ich mir nicht - eine Erneuerung der ÖVP zur Folge haben.

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:43

      WEr hat uns verraten? Erraten?

      Sozialisten gibt es in allen Parteien.

      Der dem zugrunde liegende Denkfehler ist einfach, dass man glaubt, der Zweck heilige die Mittel. Das ist ein immer lauernder Fehler. Die Sozialisten haben diesen nur zu ihrer Doktrien gemacht.

    • Francois Villon (kein Partner)
      22. Februar 2011 16:19

      Was ist das Besondere an Karas? - Er ist Schwiegersohn.

      War es Karas nicht auch möglich nach einem Unfall eine Arbeitsunfähigkeits-Rente zu beziehen? Obwohl inzwischen offenbar wiederhergstellt und in der Lage zuerst einen Top-Job bei einer "befreundeten" Versicherung und dann die strapazierliche Vertretung der Bürger im Europäischen "Parlament" zu übernehmen.

      Hier war die Wahl zwischen Strasser und Karas wohl eher eine Scylla und Charybdis.

    • byrig
      24. Februar 2011 00:28

      ich bin sicher,viele der karas-vorzugstimmenwähler bereuten diese unterstützung dieses pharisäers spätestens bei seiner wahlunterstützung für heinz fischer,den mann,der mitverantwortlich für die anti-waldheimkampagne war.und waldheim war immerhin der schwiegervater karas´.

  46. Celian
    21. Februar 2011 16:52

    Bis auf Fekter, Lopatka und mit aktuellen Abstrichen Spindelegger löst die gesamte ÖVP-Mannschaft nur noch Kopfschütteln aus.

    Da auch eine Frau Fekter für eine Frauenquote eintritt, ist auch diese nur mit Vorsicht zu genießen. Aber was ist mit Kopf? Wurde auf den unabsichtlich vergessen? Oder ist der auch schon zum Mitterlehner geworden? Wie auch immer. Die Auflösungstendenzen der ÖVP sind unübersehbar. Dabei hat der Gegner auch keine Kapazunder, ja nicht einmal einen Thilo Sarrazin, der einem die Show stehlen könnte, in ihren Reihen. Bei so viel Unfähigkeit und den Kratzfuß machen vor der Politischen Korrektheit kann einem nur übel werden.

    A propos Thilo Sarrazin: Da hat der Feuilleton-Chef der FAZ Patrick Bahners (ist das ein Linker?) ein Buch gegen Sarrazins Thesen geschrieben. Thilo Sarrazin hat ihm in der Samstag-Ausgabe geantwortet. Er hat ihn fein säuberlich auseinander genommen. Prädikat: lesenswert!

    http://www.faz.net/s/Rub31A20177863E45B189A541403543256D/Doc~EC60A3BBEFFCC4B32868F231884457F78~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    • Gerhild Baron
      22. Februar 2011 22:00

      Francois Villon: es geht doch hier nicht um eine Bewertung von Karas, sondern nur um die Art und Weise wie über die mehr als 100.000 Karas-Wähler hinweggefahren wurde und dies sofort als das Ergebnis feststand. So kann man mit Wählern nicht umgehen.

  47. Stadtindianer
    21. Februar 2011 16:46

    Dieser Artikel wirkt wie eine nicht enden wollende Watschn.

    • Celian
      21. Februar 2011 16:56

      Sehe ich auch so. A.U. geht hier mit der ÖVP streng ins Gericht. Ich halte diese Aufzählung aber für sehr richtig und auch wichtig. Denn so wie ein Kunde sich beschwert, und die Firma die Möglichkeit bekommt, etwas zu ändern, tut auch A.U. der ÖVP nur einen Gefallen.

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:44

      Sehe ich auch so. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  48. Reflecting
    21. Februar 2011 15:56

    Über den akademischen background von Parteiobmann und von anderen Funktionäre kann man natürlich unterschiedlicher Meinung sein. Ich glaube auch nicht, dass zuwenig Juristen, Diplomaten oder Ökonomen in der Führungsspitze der ÖVP allein das Dilemma der Partei generiert haben oder ausmachen.
    Es braucht „homines politici“, die in Wahrheit politische denken, planen und agieren können, die teamfähig sind und Kenner bzw. Praktiker auf den verschiedensten Gebieten an sich ziehen, mit ihnen arbeiten und als Einheit überzeugend handeln können.
    Es sind meiner Meinung auch Personalia nicht so ausschlaggebend, wie vielleicht da oder dort argumentiert wird; viel wichtiger ist zu zeigen, wofür man steht und welche Grundsätze man vertritt und welche Ziele es zu erreichen gibt; Prinzipien „light“ führen zum Zustand eines Leichtgewichtes, und das ist die ÖVP heute.
    In meinen jungen Jahren stand die ÖVP für die Freiheit des Einzelnen, für die soziale Marktwirtschaft, für Bildung, für christliche Werte, für Sparsamkeit im öffentlichen Bereich und natürlich für eine breit gestreute Vermögensbildung. Diese Grundsätze sind im Laufe der Zeit aufgeweicht worden, manche mehr, manche weniger; über den einen oder anderen spricht die Partei gar nicht mehr!
    Noch ein Wort aus abgeklärter Sicht des Alters: Es ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss, einem Menschen drei wichtige Funktionen, von denen jede einzelne nicht nur ein full time job, sondern hundert prozentig fordernd ist, zuzumuten und ausüben zu lassen. Jeder Mensch, der in verantwortlicher und aufgabenreicher Funktion tätig war oder ist, weiß, was eine Überbelastung bedeutet und wie oft und schnell vieles darunter leiden kann.

  49. Wertkonservativer
    21. Februar 2011 15:25

    Ich bin hier im Forum als unverbrüchlicher ÖVP-Anhänger abgestempelt und belächelt. Sei's drum!

    Das heute sehr komplett ausgefallene Sündenregister unseres A.U. stimmt natürlich in vielen Fällen, ist n.m.M. jedoch in manchen Überspitzungen ein wenig unfair (verzeihen Sie mir bitte, werter Dr. Unterberger).

    Was soll z.B. "Bürgerliche Hilflosigkeit bei Dirty Campaigning"?
    Nehmen wir uns doch bei der eigenen Nase: wir Bürgerlichen sind eben mehrheitlich recht hilflos gegen ungerechtfertigte Anwürfe jeder Art, einfach zu vornehm, um dem Pöbel in der Politkonkurrenz und im Medien-Saustall wirklich Paroli bieten zu können!
    Kann da unsere "Bürgerpartei" im Endeffekt so anders sein, als wir es mehrheitlich sind?
    Seit altersher sind die "feinen Leute" in der Regel nicht die durchschlagkräftigsten Polit-Akteure! Da braucht man Ellenbogentechnik, Skrupellosigkeit und andere nicht immer recht positive Eigenschaften.

    Ich will gar nicht mehr weiter reden, die Schwachstellen der Partei sind hinlänglich beleuchtet; statt dauernd zu jammern, sollten wir lieber aktiv mithelfen, die Partei wieder in die Höhe zu bringen!
    Es gibt sonst in unserem Lande keine bürgerliche Partei!! Und die FPÖ nur aus Trotz und Frust zu wählen, scheint mir, liebe Freunde, etwas kurzsichtig: im Endeffekt ist diese Partei vom Programm und Anspruch her eine linksnationale und in ihren Zielsetzungen merkwürdig "unfassbare" Gruppe, jedenfalls keine bürgerliche!
    Und noch etwas zum Drüberstreuen:
    Führungs- und Personalprobleme haben in unserem schönen Lande alle etablierten Parteien; ich hoffe zuversichtlich, dass aus unserem bürgerlichen Intelligenz-Potential heraus doch bald wieder einige Hoffnungsträger herausgefiltert werden können, die dann der Partei ein neues, jedoch weiterhin wertkonservatives Gesicht geben können!

    Keine Sternderl-Erwartungen heute!

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:52

      Na dann von unberufener Seite (meiner) ein paar Sternderln.

      Genau das habe ich auch festgestellt, als mir einmal ein alter ÖVPler über Schüssel tadelnd sagte, dass dieser doch sehr kalt und arrogant wäre.

      No, die Tochter hät ihn ja net heiraten müssen!

      Aber offensichtlich warten die/wir Schwarzen doch immer auf einen, der uns die Kastanien aus dem Feuer holt und den wir danach ungestraft schähen dürfen, weil die rote Propaganda halt viel schöner ist (oder kennen Sie ein christlich-soziales Kampflied?) und leichter zu glauben und leichter von der Lippe geht.

      Damit bin ich auch schon bei meiner anderen Meinung:

      Wenn es in der ÖVP niemanden mehr gibt, der als Träger meiner Werte, und nur über die entscheide ich mit meienr Stimmabgabe, gibt - ja dann muss ich mir einen anderen Träger suchen, auch wenn ich mich dabei schmutzig (blau) mache und wenn allen mein ceterum censeo schon auf den Wecker geht.

    • byrig
      24. Februar 2011 00:36

      lieber wk,ich betrachte die durchwegs von engagement gekennzeichneten beiträge hier sehr wohl als aktive mithilfe-zumal sie mehrheitlich von leuten kommen,denen der zustand und die künftige entwicklung der ehemals staatstragenden övp ein wichtiges anliegen ist.

  50. haro
    21. Februar 2011 15:01

    Wieder einmal :

    Herzlichen Dank an Andreas Unterberger für seine journalistischen Leistungen die bestens ausdrücken was viele Österreicher denken!

    Erschreckend ist es allerdings schon, dass in unserer gesamten Medienlandschaft nicht annähernd so gut, klar, deutlich und partei-objektiv formuliert wird.

  51. pc-think
    21. Februar 2011 14:43

    Die SPÖ hat den überaus tüchtigen Stan Greenberg - seitdem steht sogar der Schüssel als Lügner und Ausbeuter osteuropischer Billigpflegerinnen da.

    Warum nimmt sich die ÖVP nicht auch einen solchen spin doctor von der amerikanischen Ostküste? Bei einigem Nachforschen durch spezialisierte Aufdecker oder einfach gute Detekteien, oder durch Einrichten einer Webseite "SoziLeaks", wo Leute nicht nur anonym, sondern auch gegen Erfolgsprämie ihre Informationen deponieren können, müsste es ja mit dem Teufel zugehen, wenn man nicht rasch und reichlich fündig würde. Besonders bei den Sozen!

    Dann könnte man den Spieß umdrehen und den Sozen zeigen, wie "Dirty Campaignung" in der umgekehrten Richtung wirkt.

    • Susa
      21. Februar 2011 16:46

      @pc-think

      Da kommt man natürlich in ein Dilemme: Siegen mit einem GREENBERG von der Ostküste oder mit Anstand untergehen. Privat könnte ich mir nicht vorstellen, mich so zu erniedrigen, aber als Partei.....?

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      23. Februar 2011 14:24

      Verdient hätten es die Sozis allemal, nach Waldheimverleumdung, "Lügner"-Geschrei, Pflegerinnen-Verleumdung und den zahlreichen anderen Gemeinheiten der letzten Jahre. Leider scheinen mir die derzeit am Ruder befindlichen ÖVP-ler (von Pröll über Leitl bis zu den unsäglichen Mareks und Karls) selbst für Dirty Campaigning oder wenigstens eine Art Notwehr dagegen einfach zu dumm.

  52. Johann Scheiber
    21. Februar 2011 14:34

    O.T. Schaut nicht gut aus für die Klimaretter: Kongress stoppt Mittel für IPCC!

    http://www.climatesciencewatch.org/2011/02/19/house-votes-244-179-to-kill-u-s-funding-of-ipcc/

    • phaidros
      21. Februar 2011 15:35

      Na Gott sei Dank. Meiner geliebten Sache "Wissenschaft" kann's nur zuträglich sein. Und dem Klima auch, wenn ab sofort etwas weniger heiße Luft produziert wird.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Francois Villon (kein Partner)
      22. Februar 2011 16:23

      ... nachdem schon seit einiger Zeit der Börsenhandel in den USA für diese CO2-"Zertifikate" eingestellt wurde.

  53. Norman Bates
    21. Februar 2011 14:01

    Eine Anregung an die ÖVP:

    Könnte bitte jemand von Euch einen Gastkommentar verfassen und auf diesen Beitrag von A.U. sowie auf die in unzähligen täglichen Postings immer wieder geäußerte Unzufriedenheit sehr vieler bürgerlicher Stammwähler, die derzeit massiv in das Lager von HC Strache und der FPÖ überwechseln, eingehen?

    Wir sind gespannt auf Ihre Sicht der Dinge!

    Besten Dank im voraus.

    • Brigitte Imb
      21. Februar 2011 14:38

      Norman,

      die sind "anregungsresistent".

    • Der kleine Nick
      21. Februar 2011 14:47

      @Norman Bates:

      Eine tolle Idee zur Rekrutierung des neuen ÖVP-Obmanns! Denn wer es schafft, diesem Unterberger-Tagebucheintrag etwas Substanzielles entgegenzusetzen, der muss schon so geschickt sein, dass er gleich die ÖVP übernehmen soll.

    • Norman Bates
      21. Februar 2011 18:12

      Mit Medienarbeit hat die ÖVP offensichtlich ein enormes Problem. Während die Linken spielend all ihre Trolle aus unzähligen Vorfeldorganisationen mit massiver Tagesfreizeit in hunderte Foren entsendet, hört, sieht und spürt man von der ÖVP nichts.

      Ich finde das insofern auch besonders überraschend, als man in der FPÖ offensichtlich bereits gelernt hat, dass der Wahlerfolg auch über die "bürgerlichen Salons" führt.

      Haider hat das in seinen letzten Monaten vorexerziert. Strache und Kickl folgen offensichtlich dieser Linie. Sie müssen auch wenig tun, denn die anderen legen ihnen den Ball quasi freiwillig auf den Elfmeterpunkt.

      Wenn von der ÖVP nichts kommt, werden die Bürger die Wuchtel ins ganz rechte Kreuzeck drücken. Zumindest für eine Periode (Halbzeit).

      ÖVP?

    • Undine
      21. Februar 2011 23:06

      @Norman Bates

      Mit dieser verbrauchten, überwutzelten ÖVP-Mannschaft ist nichts mehr zu gewinnen! Da hilft nur noch nach einem Totalabsturz eine völlig neue Truppe. Auch unter den jüngeren Leuten ist einfach kein Hoffnungsträger, niemand, dem man zutraut, das Ruder herumzureißen. Dieser g'scherte Amon beispielsweise, wen soll denn der hinterm Ofen hervorlocken? Wenn der als Zukunftshoffnung gehandelt wird, dann gute Nacht, ÖVP! Oder wenn ich nur den Leitl sehe, dreht's mir den Magen um. Eigentlich kann ich KEINEN mehr sehen von denen.Als ersten würde ich aber den Onkel Pröll in die Wüste schicken. Da hätte er dann Zeit, die anderen Karl May-Bücher zu lesen. Den "Schatz im Silbersee" kennt er, glaub' ich, schon.

    • M.S.
      21. Februar 2011 23:57

      @Brigitte Imb, @Undine, @Norman Bates

      Also ich habe einen Freund, der ÖVP-Mitglied ist und öfter e-mails mit Beschwerden oder Anregungen an die ÖVP-Zentrale oder die Bezirksparteileitung schickt. Er hat noch nie eine Antwort bekommen.
      Außerdem denke ich mir, müßte sich doch nach mehr als einem Jahr die Existenz des "Tagebuches" bis in die heiligen Hallen der Lichtenfelsgasse herumgesprochen haben. Es müßte daher auch bekannt sein, dass in diesem Blogg vorwiegend Menschen schreiben, die auf Grund ihrer Weltanschauung mit einer ansprechenden bürgerlich-konservativen bis liberalen Politik als Wähler zu gewinnen oder zu halten wären.
      Wenn ich also als Funktionär der ÖVP auch nur ab und zu einen Blick ins Tagebuch werfen würde, müßten bei mir alle Alarmglocken läuten und es wäre sofort klar, dass dringendster Handlungsbedarf besteht.
      Es gibt somit nur zwei Möglichkeiten, weshalb nichts geschieht. Entweder ist diese Partei nicht in der Lage eine wirksame Medienarbeit zu betreiben, oder es ist ihr die Meinung der Bürger, ihrer Mitglieder und Sympathisanten völlig wurscht. Ein ehemaliger Nationalratspräsident hat das einmal so ausgedrückt:
      "Halt`s die Goschn da unten". Ich fürchte es ist diese zweite Variante die eher zutrifft.

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 10:00

      MS

      Die ÖVP schaut natürlich schon in den Blogg. Es hat sich dort aber sicher schon die bei Konkursanten im fortgeschrittenen Stadium öfter zu beobachtende Frustration, Eh-scho-wurscht-Haltung und ein Fatalismus sonders gelichen breit gemacht.

    • Brigitte Imb
      22. Februar 2011 18:55

      @ M.S.

      Beides trifft zu, denke ich und noch ein bißchen mehr.
      Das sind Leute, die leben in ihrer heilen Welt und können sich gar nichts anderes vorstellen, die kommen doch mit dem "Pöbel" gar nicht in Berührung um sich deren Sorgen auch nur anzuhören, geschweigedenn anzunehmen.

    • ja (kein Partner)
      22. Februar 2011 19:24

      norman bates
      schlage vor, diesbezüglich herrn wertkonservativen damit zu betrauen. seine beiträge zeigen, daß er ein treuer fan der övp ist und eine wahl des HC zur sünde wird.

    • Norman Bates
      22. Februar 2011 20:54

      @ja

      Ich schätze ihn und seine Einstellung ehrt ihn auch, aber ich fürchte, dass seine Einstellung die Zeichen der Zeit verkennt. Das wäre noch vor ca. 10 Jahren gegangen, aber die Zentrifugen drehen sich immer schneller.

    • Wertkonservativer
      23. Februar 2011 17:39

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      ich lese erst jetzt von dem mich ehrenden Vorschlag, mich als "Hoffnungsträger" zur Mithilfe an der "Neugründung" der ÖVP ins Auge zu fassen.

      Nun, sehr verehrte Mitblogger: das müssen Sie schon selbst - ohne meine Mitwirkung - in die Wege leiten: Sie sind Bürgerliche, Sie wissen vor allem, was eine moderne Bürgerpartei heutzutage alles leisten muss;
      Sie wissen auch, was eine moderne Bürgerpartei heutzutage schon gar nicht tun und lassen darf!

      Ich, mit 77+, werde (falls ich das alles noch erlebe) gerne applaudieren, wenn Ihnen das alles gelingt!
      Nur zu, liebe Freunde!

    • Norman Bates
      23. Februar 2011 21:38

      Sehr geehrter Wertkonservativer!

      Wir schaffen das ja auch nicht, da wir (noch) zu wenige sind.

      Beste Grüße!

  54. Graf Berge von Grips
    21. Februar 2011 13:59

    Nr. 360
    Frage an Pröll:
    "Nennen sie mir Ihr Hauptziel - aber nicht eines von vielen"
    "Wir wollen versuchen, ein zweistelliges Wahlergebnis zu erzielen" ....

    • simplicissimus
      21. Februar 2011 15:58

      Die 1000-Gulden Frage an Pröll:
      "Nenn mir die Ziele, aber nicht zu viele!"
      "Dass ich Einstelligkeit erziele,
      sind unsre Ziele!". Da schauste, göll ...

    • simplicissimus
      21. Februar 2011 16:03

      lieber graf, ich gebe zerknirscht zu, dass ich von nun an zum copyright@berge von grips verpflichtet bin.

    • SOKs (kein Partner)
      22. Februar 2011 09:19

      Während seine früheren Kollegen unisono Leadership Kurse besucht haben und im Sinne von Franklin Covey die Paradigmen in die Politik brachten, und wirklich Leadership zeigten, hat dieser, öfters durch Tennisspiel verunglückende und Gips Tragende, Neopolitiker eine banale Resistenz gegen Weiterbildung.

  55. Hudson
    21. Februar 2011 13:59

    und wie die övp das jubiläum des josef klaus verschlafen hat, der ja der wesentlich größere und v.a. konstruktivere reformer als bruno k. war. der övp ist die zeitgeschichte völlig egal, das überläßt sie der spö - und so schaut dann das geschichtebild auch aus

    • Lambert
      21. Februar 2011 21:17

      Eine fürs erste merkwürdig anmutende Anmerkung im ersten Abschnitt der Überlegungen Dr. Unterbergers zum Führungsproblem der ÖVP, und zwar zur fehlenden Reaktion auf das Ableben von Peter Alexander - und trotzdem bringt sie das Problem eigentlich beispielhaft auf den Punkt.
      Jedoch: Die im Volk noch immer fest verankerte Künstlerpersönlichkeit Peter Alexander als Vertreter einer familienorientierten und damit heutigentags automatisch "konservativen" Grundhaltung zu identifizieren, setzt natürlich eine gewisse Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Strömungen und deren Begleitphänomenen voraus. Damit ist eine angeblich wertkonservative Partei wie die ÖVP in ihrer heutigen intellektuellen Verfasstheit offenbar restlos überfordert.

    • SOKs (kein Partner)
      22. Februar 2011 11:19

      to Lambert:

      Politisches Programm der ÖVP - Beispiel der Programmatik: S. Fuhrmann -Ihrer HOmepage entnommen.
      Lesen Sie ruhig dieses Pamphlet um in den Genuss der Argumentation und Schlüße der VP aus heutiger Sicht zu kommen. Thema Generationengerechtigkeit.
      (Das Sackerl z. K. ist nicht online beigelegt)

      * Was mit der demografischen Entwicklung allerdings auch wächst, ist eine
      Gerechtigkeitslücke zwischen Jung und Alt. Wenn in einem im Umlageverfahren
      organisierten Pensionssystem immer weniger jüngere Menschen den
      Lebensstandard von immer mehr älteren Menschen finanzieren müssen und wenn - in demokratischen Prozessen - immer mehr ältere Menschen über immer weniger jüngere Menschen entscheiden, dann können Politik und Gesellschaft die damit verbundenen Herausforderungen nicht länger ignorieren. Die gerechtigkeitspolitische Schieflage ist evident.

      * Während Zahl und Anteil der Generation 60+ steigen, nimmt die Zahl der Kinder und Jungendlichen unter 15 Jahren ab. Die Zuwanderung federt diesen Prozess nur leicht ab...
      .. Es kann nicht länger sein, dass hochrangige Parteienvertreter die
      demografischen Entwicklungen und damit die wachsende Gerechtigkeitslücke
      zwischen Jung und Alt schlichtweg negieren, wie es etwa in Zusammenhang mit den Pensionsreformen 2003 und 2004 der Fall war....
      * Auf der anderen Seite dürfen wir auch die Rolle des Erbens in Zukunft nicht
      überschätzen. Experten verweisen auf eine besondere Problematik, die sich
      etwa in Zusammenhang mit vererbtem Immobilienbesitz stellt: Wirft die
      Generation der Babyboomer in 20, 30 Jahren ihren ererbten Immobilienbesitz
      auf den Markt, um finanzielle Sicherheit im Alter zu haben und sich
      Betreuungsinfrastrukturen leisten zu können, dann hätte dies massive
      Auswirkungen auf den Immobilienmarkt – die Flut von Einfamilienhäusern und
      Eigentumswohnungen am Markt brächte nur sehr niedrige Verkauferlöse.
      Man muss sich also sehr genau überlegen, wie die - richtiger Weise - geforderte
      Stärkung der Eigenverantwortung in einer demografisch alternden Gesellschaft
      aussehen soll.

      *Es steht außer Frage, dass wir – nicht nur aufgrund des demografischen Wandelsgesellschaftliche und politische Signale in Richtung einer Vorsorgekultur setzen müssen. Prävention ist nicht nur eine individuelle Lebensstrategie zur Vermeidung von Risken, Prävention ist auch eine gesamtgesellschaftliche Notwendigkeit für mehr Solidarität in der Gesellschaft. Das zeigt sich gerade im Gesundheitsbereich: Nicht die teure Reparatur von Krankheiten, die etwa problematischen Lebensstilen zu verdanken ist (z.B. Rauchen, Trinken, ungesunde Ernähung), sondern der Vorsorgegedanke ist der Schlüssel zu einem leistungsfähigen und leistbaren Gesundheitssystem. Es ist aus meiner Sicht ein wichtiges Ziel für die Gesundheitspolitik, positive Anreize für Gesundheitsför- dernde Lebensstile zu setzen und gesundheitsschädigende Lebensstile negativ zu sanktionieren. Gerade das Körperbewusstsein vieler junger Menschen und der hohe Stellenwert von Sport ist eine gute Grundlage für die Prävention von Krankheiten. Trotz aller nachweislichen Erfolge, die unser Gesundheitssystem und die moderne Medizin hervorgebracht haben, ist das Potenzial der Krankheitsvermeidung durch Prävention bei weitem nicht ausgeschöpft. Unser Lebensgesundheitszustand ist nach Expertenschätzungen zu zwei Drittel durch unseren Lebensstil beeinflussbar. Warum soll die Solidargemeinschaft der Sozialversicherten es also länger akzeptieren, dass jemand mit einem vorsätzlich gesundheitsschädigenden Lebensstil dadurch unnötig hohe Behandlungskosten zur Reparatur von Krankheiten für die Allgemeinheit verursacht, die mit einem anderen, gesundheitsförderlichen Lebensstil vermeidbar wären?

  56. Ernst
    21. Februar 2011 13:40

    Die derzeitige ÖVP-Führung (Ausnahme Fr. Fekter) verrät täglich mehrmals Ihre Wähler. Nur um sich wie eine billige Hure den linken Medien, NGO’s, Künstlern und anderen Strolchen anzudienen. Letztes Beispiel: Stricher Mitterlehner will Frauenquote.

  57. Vayav Indrasca
    21. Februar 2011 13:30

    Es ist beschämend: Herr Unterberger verhält sich genauso wie der politische Gegner.
    Einem Guttenberg die Stange halten, ja nicht herausschießen lassen! Alles, was wir sind, ist gut, alles, was der Gegner treibt, ist schlecht.

    An alle Unterbergers dieser Welt: schauen Sie nur einmal zehn Minuten ins Netz, dort sehen Sie schwarz auf weiß die Texte, die Guttenberg übernommen hat, seinem eigenen Text direkt gegenübergestellt. Und dann wissen Sie, dass Guttenberg ein Lügner und Betrüger ist und nicht deshalb zu verteidigen ist, weil er zum selben politischen Lager gehört. Gerade ein Konservativer macht sowas nicht.

    • phaidros
      21. Februar 2011 15:41

      Das zu beurteilen sollte Sache eines Schiedsgerichts sein, würde ich vorschlagen. Und: nein, das ist kein Klammern an einen Strohhalm. Das ist der Vorschlag, das Urteil in der Sache einem Schiedsgericht zu überlassen.

      BG/phaidrod.vie@gmail.com

    • phaidros
      21. Februar 2011 15:43

      Hab mir auf die Tfunge gebiffen: defwegen ober der phaidrod. Heife natürlich immer noch phaidros.

    • Brigitte Imb
      21. Februar 2011 15:57

      Bin schon unterwegs, um Erste Hilfe od. Reanimation zu leisten......

    • phaidros
      21. Februar 2011 16:03

      Banke, geht fon.

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 10:11

      Gemma schaun, gemma schaun ober der Kaiser wirklich tod is, ob sei Hemd a bluadig rot is, oder ob er tachiniert.

      Und jetzt kommts:

      Gemma schaun, gemma schaun, ob der Vota zu seim Buam steht, wenn der wo a Feier legt.

      Ich glaube, jeder Vater sollte zu seinem Buam stehen. Vor allem in der Öffentlichkeit und auch dann, wenn dessen Verhalten nicht ganz astrein gewesen sein sollte. Das bedeutet nicht, dass er "alle Akten verschwinden " lassen sollte.

      Aber er sollte zumindest nicht über die Verteidiger seines Sohnes herfallen.

      Und um jetzt einmal persönlich zu werden:

      Vayav Indrasca, ich glaube nicht, dass Sie einen akademischen Grad haben. Sollten sie dennoch einen haben, zumal einen geisteswissenschaftlichen, dann muss ich bei Ihnen bis zum Beweis des Gegenteiles eine unlautere Absicht oder gar Unkenntnis annhemen.

      IM übrigen: lesen Sie einmal vor dem Einschlafen, ein Urteil eine österreichischen Gerichtes. Die sprachliche Gewalt und Inhaltsschwangerschaft wird Sie in den Schlaf treiben. Dabei sind das auch alles Akademiker.

    • Johann Scheiber
      22. Februar 2011 14:06

      Die Mutter steht bedingungslos zu ihrem Buam, der Vater nicht, denn von ihm kommt nicht nur die Güte sondern auch die Gerechtigkeit.

      Bei Googleberg besteht der Skandal darin dass er nicht von den Konservativen angegriffen wird - die gibts namlich in der CDU nicht mehr - sondern nur von den Linken. Die wissen nämlich gar nicht wie gefährlich dieser Typ wirklich ist. Nichts und niemand hat in den letzten Jahrzehnten mehr zur Zerstörung der Bundeswehr, zu ihrer öffentlichen Demontage beigetragen als dieser schnösselige Ölprinz!

    • Francois Villon (kein Partner)
      22. Februar 2011 16:42

      Wieso ein Schiedsgericht? - Inzwischen sind aus den ursprünglich 3 von ca. 475 Seiten fast alle geworden, und die in der "Dissertation" stehenden Texte neben die Originale gestellt worden. Wem´s nicht zu fad ist das zu vergleichen kann das selbst und brauchte dazu keine Leseanleitnug eines Schiedsgerichts.

      Aber diese Anmerkung ist ohnedies bereits "Leichenfledderei", denn der "Dr." wurde nach Berichten bereits "auf Dauer zurückgelegt" und die FAZ hatte schon am Samstag den Herrn von und zu zum Abschuß freigegeben. Die ist normalerweise jenes Qualitätsblatt, daß erst dann die Neuigkeiten berichtet, wenn sie schon alt sind.

      Ob die Dauer-Rücklegung den Zweck hat, den Zweck des Schiedsgerichts zu unterlaufen, es sozusagen nicht mehr notwendig erscheinen zu lassen?

  58. WFL
    21. Februar 2011 11:37

    Hr. Dr. Unterberger,
    auch wenn man sich wiederholt, aber immer wieder danke für Ihren Blog.
    Dies ist der einzige journalistisch hochgradige Ort im Lande, an dem solche Wahrheiten noch ausgesprochen werden.
    Seit Schüssel von seiner eigenen Partei, aber in der erster Linie von der
    Pröll-Raiffeisen-Clique kaltgestellt wurde, ist die ÖVP endgültig dem Untergang geweiht. Wenn Strache keine groben Fehler macht, werden ihm diese bürgerlichen Stimmen früher oder später in den Schoß fallen.

  59. A.K.
    21. Februar 2011 10:40

    Vor einigen Jahren gab es von Seiten der ÖVP die - in Dr. Unterbergers Text „Die ÖVP hat ein Führungsproblem “ - erwähnten „perspektiven2010 auf zukunft.at“.
    Hoffnungsfroh beteiligte ich mich damals an der Programmdebatte mit einem Beitrag
    „Eine Aufgabe für die ÖVP: Gegen falsche „Political Correctness“.
    Da es nur das Kopieren kostet, füge ich ihn nachstehend als Zitat an. Zu beachten ist, daß der Beitrag das Datum 02-22-2007 trägt.
    Inzwischen stellt die ÖVP den Finanzminister. In seinen Verantwortungsbereich fällt das 2010 gültige Formular „Erklärung zur Arbeitnehmerveranlagung". Dort findet man den Punkt 1.6 Personenstand:
    „verheiratet/in eingetragener Partnerschaft lebend."
    Hier wird also formal völlige Gleichstellung impliziert. Das hat auch finanzielle Auswirkungen zum Ziel! Letztlich könnte man auch von einer Form des Terrorismus durch den Staat sprechen.
    Soweit zum Thema „Verwirklichung“ von Programmbeiträgen. Die Anführungszeichen bei „Verwirklichung“ geben nur unvollkommen meine Gefühle wieder.
    In der Wochenzeitung „Die Furche“ erschien Mitte Jänner 2011 ein Interview mit LAbg. Magister Lukas Mandl (Generalsekretär) bezüglich seiner Zuständigkeit für ein neues ÖVP-Parteiprogramm bis 2015.
    Ich bin gespannt, ob die ÖVP noch ein wenig lernfähig ist.
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Zitat eines Programmbeitrages für „perspektiven2010 auf zukunft.at“ datiert mit
    02-22-2007, 12:35
    Eine Aufgabe für die ÖVP: Gegen falsche „Political Correctness“
    Die ÖVP hat die Wahl in einer kontinuierlichen Entwicklung verloren, weil sie ihre Stammwähler verunsichert hat und weder entschlossen noch fähig war, ihre zentralen Positionen zu vertreten und intelligent zu argumentieren.
    In Europa ist - viel zu wenig beachtet - eine neue totalitäre „Staatsideologie des ethischen Relativismus“ aufgekommen, die alle diejenigen diskriminiert, die an objektive Wahrheit glauben. Diese Ideologie ist eben dabei, das „Prinzip „Toleranz“ in unserem Gemeinwesen zu zerstören. Dem Toleranzprinzip entsprechend haben andere das „Recht zu irren“, was in privater Sphäre das Recht bedeutet, die Freiheit nach eigener Ansicht zu gebrauchen. Deshalb haben aber auch diejenigen, die an objektive Wahrheit glauben, das Recht zu sagen, was sie für Recht oder Unrecht halten. Wer an objektive Wahrheit glaubt, hat zwar nicht das Recht, dies anderen aufzuzwingen, hingegen aber das Recht, diese Meinung vorzubringen. Dem entgegen verlangt der neue „intolerante ethische Relativismus“ – meist in Form der „Political Correctness“, daß man nicht einmal denken dürfe, daß es Richtig und Falsch gibt. Richtig und Falsch werden gegenwärtig als „konservativ-katholische“ Ansichten hingestellt, derentwegen z.B. das EU-Parlament Rocco Buttiglione 2004 als Kommissar für Justiz und Inneres abgelehnt hat. Diese „Political Correctness“ verunsichert leider derzeit viele Menschen mit gesundem Hausverstand. Dazu Beispiele:
    Der Schwangerschaftsabbruch ist in Österreich seit 1975 straffrei, wenn er - nach ärztlicher Beratung - in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft erfolgt. Dieses Gesetz ist 1974 nach harten Kontroversen letztlich nur mit den Stimmen der SPÖ beschlossen worden. Widerstand gegen dieses Vorhaben kam von ÖVP und FPÖ sowie von der Katholischen Kirche. Auf Seiten der Abtreibungsgegner war durch die "Aktion Leben" eine Unterschriftenaktion gegen die SPÖ-Pläne mit 800.000 Unterzeichnern vorausgegangen. Das 1975 durchgeführte Volksbegehren erhielt knapp 900.000 Unterschriften. Den Gegnern der Fristenlösung ist es leider nur gelungen, "flankierende Maßnahmen" durchzusetzen.
    Dem richtigen(!) langjährigen Widerstand der ÖVP gegen die Fristenlösung würde ein Ehrenmal gebühren. 2006 ist es aber nun soweit gekommen, daß die Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) die Fristenlösung gegen Ewald Stadler verteidigt! Bisher hat doch zur Verteidigung der Fristenlösung, also für Falsches, die ÖVP von ihren Wählern keinen Auftrag erhalten! Sind ehemalige Volksbegehrenunterzeichner nun extreme Rechte geworden, nur weil die FPÖ dieses Thema aufgegriffen hat?
    Die demographische Entwicklung - nicht zuletzt auch durch Abtreibungen verursacht - in ganz Europa führt zur Vergreisung unseres Kontinents und damit einhergehender teilweise problematischer Zuwanderung. Es wäre doch Aufgabe der ÖVP gewesen einen Schutz gegen „ethischen Relativismus“ in Form der Fristenlösung zu bieten. und so ihre Position bei – über „konservativ-katholische“ hinausgehenden - Wählerschichten zu vertreten und intelligent zu argumentieren.
    Vom Kulturstadtrat und der Frauenstadträtin in Wien ist ein „Zeichen in die Zukunft und gegen die heutige Diskriminierung der Homosexuellen“ zu setzen geplant. „Political Correctness“ verpflichtet scheinbar, nicht nur die Rechte der Homosexuellen zu respektieren, sondern zu denken, Homosexualität sei in sich ethisch positiv. Man kann sich schwer des Eindrucks erwehren, daß hingegen negative Urteile über Ehe und Familie von den Massenmedien problemlos akzeptiert werden. Von Seiten der SPÖ und Grünen werden Patchwork-Familien und Singles gefördert, statt funktionierende Familien - die durch Kinder für die Lebenskraft unseres Staates sorgen - zu unterstützen. Wo, wann zuletzt, ist letztere Position von der ÖVP intelligent vertreten worden?
    Ein erster Lichtblick bezüglich eines neuen Aufbruchs gegen falsche „Political Correctness“ kam kürzlich von Franz Karl (ÖVP), Mitglied der Bioethikkommission für die Bundesregierung. Er kritisiert nämlich den Obersten Gerichtshof, der einen Arzt in einem speziellen Fall dazu verurteilte, einer Frau lebenslang Schadenersatz zu leisten, was implizit besagt: Behinderte Kinder sind ein Schaden, sind "lebensunwert", gehören jedenfalls abgetrieben. Franz Karl meint: Ärger war es zwischen 1938 und 1945 auch nicht. – Er spricht somit klar von Richtig und Falsch, einer Unterscheidung, die von der ÖVP, in den letzten Jahren, als Aufgabe vernachlässigt wurde.

    Zitatende

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 10:13

      Ich bin dafür, dass wir unsere zivilisatorische Errungenschaft der Patrchworkfamilie und der Schulenehen mit staatlicher Förderung nach China, in den Nahen Osten und nach Afrika exportieren.

      Wer dagegen ist, ist ein Schelm.

  60. Brigitte Imb
    21. Februar 2011 09:52

    Wer nicht hören will, muß fühlen! Ein kurzer Blick nach Hamburg gefällig? CDU - 21%!

    Für die ÖVP wird sich dieses Sprichwort spätestens 2013 bewahrheiten. Groß werden die Tränen und das parteipolitische Leid sein und ich höre bereits, daß dies analysiert werden müsse.......blabla.....

    Die Parteiakteure verwenden Politik zum Selbstzweck - bei den Roten nichts Neues - die Schwarzen benehmen sich jedoch um keinen Deut besser.
    Lügen, Mißachtung des Volkes, Abzocke der Sonderklasse, Bespitzelung, Überwachung, ................. kurzum und deftig ausgedrückt... legale Verar.....der Wähler.

    • Geheimrat
      21. Februar 2011 12:27

      Das politische Personal der VP ist für mich ohnehin nur mehr ein Haufen von völlig hirnlosen ausgemachten Trotteln ohne die geringste politische und menschliche Sensibiltät. Etwas anderes fällt mir zu dieser Chaostruppe leider nicht ein. Es ist zum Heulen, Versager wohin man schaut!

    • Norman Bates
      21. Februar 2011 19:01

      Pröll-Ansprache 2013 (die offizielle Variante):

      Zuerst möchte ich unseren Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen bedanken, das sie uns bei dieser sehr schwierigen Wahl entgegen gebracht haben.

      Auch möchte ich mich bei unseren unzähligen Helfern und Freiwilligen bedanken, die einen unermüdlichen Einsatz an den Tag gelegt haben, um unserer gemeinsamen Idee zum Erfolg zu verhelfen.

      Leider sind wir aber mit unseren Botschaften nicht zu den Herzen der Menschen vorgedrungen. Das müssen wir zur Kenntnis nehmen, so schmerzhaft dies auch ist.

      Wir werden dieses Ergebnis, die negativen Faktoren, aber auch die vielen positiven Aspekte ganz deutlich in unseren Gremien zu analyiseren haben und dann die weiteren Entscheidungen zu treffen haben. Ich sage dies in aller Klarheit und Deutlichkeit, zu der ich auch stehe.

      Pröll-Ansprache 2013 (die inoffizielle Variante):

      Meine Güte, was soll ich machen. Den Onkel im Kreuz, den Leitl von links und der Konrad diktiert mir auch jeden zweiten Tag irgendeine Position. Meine Beamten erzählen mir auch immer was nicht geht und wenn ich einmal mit dem Faymann Tacheles reden will, sagt mir irgendwer, dass ich nicht wie der Willi nochmal "es reicht!" sagen kann. Dann muß ich mich noch vom Schüssel abgrenzen, sonst kommt wieder wer und sagt, dass der das besser kann. So eine S*****e auch!

  61. Interessierter Leser
    21. Februar 2011 09:32

    So weit bin ich noch nicht, dass ich FPÖ Wähle - lieber noch ungültig - aber diese ÖVP treibt der FPÖ doch tatsächlich die ÖVP-Wähler in Scharen in die Arme. Was höre ich nun aus dem Nationalratsclub der FPÖ. Er veranstaltete kürzlich eine prominent/hochgradig besetzte Enquete zum Thema Abtreibung mit 160 Teilnehmern (mehr hatten im Saal dann leider nicht Platz und konnten daher nicht mehr eingelassen werden). Strache hat angeblich sehr gut gesprochen: Gegen die Abtreibung, für flankierende Maßnahmen, für die Familien und für den Mut zu mehr Kindern und das vor laufender Kamera. Die Medien werden natürlich nichts berichten, waren zu wenige Skinheads dabei :-) !! Bleibt nur zu hoffen, dass Pröll diese glänzende Analyse von AU liest, versteht (bin ich nicht sicher) und Konsequenzen zieht.

    • Brigitte Imb
      21. Februar 2011 10:10

      Gelesen und beobachtet werden diese Zeilen sehr wohl, nur ist die Überheblichkeit der Politiker mittlerweile so groß, dass sie es nicht glauben werden.

      S.o.:Wer nicht hören will, muß fühlen!

  62. MJM
    21. Februar 2011 09:01

    "Der Letzte löscht das Licht.", so lässt das in der Realität wahrnehmbare ÖVP-Parteiprogramm auf den Punkt bringen.

    Das in der Praxis größte und zugleich sehr schwer korrigierbare Problem der ÖVP liegt in deren nicht existenter Medienarbeit.

    Während man schon früh am Morgen in der Wiener U-Bahn knöcheltief im roten Sumpf steht und den ganzen Tag kein Medium (ausgenommen dieses und einige wenige andere Blogs) "genießen" kann, ohne mit sozialdemokratischen Botschaften bedient zu werden, wetteifern ehemals konservative Blätter um die Position des legitimen Nachfolgers der Arbeiterzeitung.

    Das Dilemma: Politisch interessierte Konservative wenden sich kopfschüttelnd von der ÖVP ab, während politisch Desinteressierte in allen Lebensbereichen unbewusst von Früh bis Spät rot/grünen Umschulungsversuchen hin zu politisch korrekten Gutmenschen ausgesetzt sind.

    Für die ÖVP ist es also hoch an der Zeit die Reißleine zu ziehen. Zu Tode gekuschelt ist auch tot.

    Ich persönlich habe es, besonders im Hinblick auf die Zukunft meiner Kinder, absolut satt, welchen gefährlichen, zum Teil unumkehrbaren Entwicklungen widerstandslos freier Lauf gelassen wird.

    • mike1
      21. Februar 2011 09:08

      gehe hier vollkommen konform !

      ich verstehe nicht, warum die övp-führung überhaupt nicht interessiert ist, seine klientel zu vertreten.

      ehrlich gesagt: ich versteh die övp überhaupt nicht mehr.

    • MJM
      21. Februar 2011 09:19

      So ist es. Die "ÖVP-Versteher" werden immer weniger. Im Familien- und Bekanntenkreis kommt dann letztlich, wenig erstaunlich, immer wieder der selbe Satz: Wofür steht die ÖVP eigentlich?

    • A.K.
      21. Februar 2011 10:53

      @MJM
      Leider muß ich Ihnen bezüglich
      (Zitat) "...Das in der Praxis größte und zugleich sehr schwer korrigierbare Problem der ÖVP liegt in deren nicht existenter Medienarbeit." (Zitatende) völlig zustimmen. Soweit ich weiß, hat z.B Raiffeisen Anteile an einigen Zeitungen, die völlig "Rot" schreiben. Ähnlich ist es mit dem Einfluß kirchlicher Stellen, die auch teilweise Gelder in Zeitungen haben (oder auch damit verlieren). Können die Verantwortlichen nicht lesen?

  63. Ritter vom Kapall
    21. Februar 2011 08:54

    Herzlichen Dank für diese ausgezeichnete Analyse der ÖVP. Ergänzend dazu wäre noch der Wiener Wahlkampf 2010 zu nennen, dessen ÖVP-Niederlage auf das Konto der Bundespartei geht. Denn bekanntermaßen wurde die Wiener Landespartei unter das Kuratell der Bundespartei gestellt ...

    Widersprechen muß ich Dr. Unterberger leider bei der Beurteilung von Bundesparteiobmann Wolfgang Schüssel und dessen Führungsqualitäten der Partei. Die Niederlage gegen Gusenbauer 2006, die nicht passieren hätte dürfen, geht nämlich leider auf sein Konto. Schon in diesem Wahlkampf wurden schwere strategische und taktische Fehler begangen. So war die ÖVP zum Beispiel schon damals nicht in der Lage auf das Dirty Campaigning der SPÖ (Ausverkauf des Wassers, Abfangjäger) nicht adäquat zu reagieren, geschweige denn das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Und auch in der Frage der personellen Nachfolge, hat Wolfgang Schüssel damals leider kein glückliches Händchen bewiesen ....

    • Alexander Renneberg
      21. Februar 2011 09:44

      s.g. herr ritter,

      hier muss widersprochen werden.
      der wienwahlkampf wurde schon von den wienern selber vermurkst. auch wenn p.m. eine leitende funktion hatte, norbert walter hätte ja widersprechen können. die frau marek auch.
      aber sie haben sich von ulmer und der headquater alles einreden lassen. und sorry, wenn sich christine auf so einen wahlkampf einlässt kann ja wohl nicht die bundespartei daran schuld sein.

    • Ritter vom Kapall
      21. Februar 2011 13:29

      Sehr geehrter Herr Renneberg!

      Es mag schon sein, daß sich die Wiener ÖVP die (einstigen) Strasser-Vertrauten, sowie Chr. Marek "nicht auf's Aug' hätten drucken" lassen müssen. Dennoch sind es genau diejenigen, die in der Bundespartei die Verantwortung tragen und im politisch Handwerklichen jenes stümperhafte Verhalten an den Tag legen, welches A.U. so treffend analysiert hat.

  64. Cotopaxi
    21. Februar 2011 08:42

    Diese einst staatstragende Partei ist in meinen Augen dem Untergang geweiht. Jetzt drängt sie nur noch wie eine gierige Sau an den Futtertrog, den die Steuerzahler zwangsweise aufzufüllen haben.

    Symptomatisch für den Niedergang ist, wie sie mit verdienstvollen Intellektuellen, wie mit Dr. Schüssel umgeh und seinem seinerzeitigen Team (Ferrero-Waldner, Plassnik, Bartenstein,...).

    Eine Partei, die einst einen Dr. Busek, der mit den Roten mit hochgestreckter Faust die Internationale singt, als Vorsitzenden hatte, sollte grundsätzlich bei jedem bürgerlich-liberal gesinnten Menschen die Alarmglocken schrillen lassen.

    Und der neue Chef der Jungen ÖVP ist im Grunde auch eher abschreckend.

  65. Josef Maierhofer
    21. Februar 2011 08:39

    Herr Dr. Unterberger, Sie haben recht mit Ihrer Schelte in allen Punkten.

    Nur seit Pröll ist das dort besonders arg und es wird zu einer weiteren Halbierung kommen.

    Ich würde mir wünschen, daß SPÖVP, SPÖ, ÖVP, Grüne nach der nächsten Wahl zumindest für eine Legislaturperiode in die Opposition gezwungen werden zum Nachdenken darüber, warum dann gehen wird, was heute nicht geht.

    Mit Strache als zumindest aufrechten Österreicher kann auch nicht mehr schiefgehen als mit der teuren Koalition, mit Strache wird es sicher billiger. Man kann ihn ja unterstützen, auch als Opposition, wenn wenn wieder 'ins Geschäft' kommen will. Opposition heißt ja nicht, daß man nichts beitragen darf und nichts vorstellen und unterstützen darf. Opposition ist ja nur ein Terminus Technikus für keine Mehrheit.

    Ich schätze allerdings unsere Politiker nicht für ehrlich ein, sondern für eine destruktive Erpressermeute im Auftrag der Klientel. Da wird mit ehrlicher Kooperation nicht viel zu erwarten sein.

    Mein Leben lang war ich mit wenigen Ausnahmen ÖVP Wähler, jetzt bin ich es erst wieder dann, wenn meine Positionen klar von dieser Partei besetzt werden.

    In Pröll Deutsch: das modrige Heu muß gewendet werden.

    In Faymann Deutsch: die Parteidiktatur und Korruption muß abgestellt werden.

    In Grünen Deutsch: die antiösterreichische Politik muß beendet werden.

    • simplicissimus
      21. Februar 2011 15:47

      das ist alles zu wünschen.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      22. Februar 2011 14:18

      Josef, Sie klingen mir, als würden Sie gerade auf jemanden hereinfallen. Strache ist nicht der Retter. Er vertritt keine Werte, weil er keine hat. Das beweist seine Sprache, die Menschen erniedrigt und damit Punkte zu machen versucht. Er ist auch nicht wirklich intelligent und noch nicht einmal besonders begabt als Politiker. Auf manchen der Fotos sieht er aus, als stünde er unter Drogen und einige Äußerungen lassen darauf schließen, dass er diesbezüglich kein Asket ist. Er ist trainiert (NLP vermutlich, dort wird den Leuten beigebracht, wie sie andere blenden und manipulieren), vielleicht hochtrainiert, aber viel mehr habe ich dahinter noch nicht entdecken können. Er ist kein aufrechter Österreicher, wie kann er das sein, wenn er die Leute primitivst beschimpft, aber nicht, wie Thomas Bernhard, um sie zum Nachdenken anzuregen und zu bessern, sondern um politisches Kleingeld zu kassieren. Aufrechte Österreicher sind nur solche, auf die man stolz sein kann. Alle anderen sind keine aufrechten Österreicher.
      Sehen Sie, den Nationalsozialisten wird doch immer nachgesagt, sie seien aufrechte Heimatverbundene gewesen. Vor allem sie selbst haben das von sich behauptet. Und jetzt sehen Sie sich bitte zwei Bilder von Wien an. Sagen wir vom Stephansplatz. Eines sollte vor 1938 gemacht worden sein, vor dem Beginn der Naziherrschaft. Das andere im Sommer 1945. Und dann erklären Sie mir noch einmal, diese Leute hätten die Heimat geliebt. Aber die haben das dem Volk auch glaubhaft gemacht. Mit Worten. Aber man muss die Taten sprechen lassen.

    • Civil Qurage (kein Partner)
      22. Februar 2011 14:24

      Ups, Josef, natürlich nicht Sie sollen mir "noch einmal erklären" die NS seien heimatverbunden gewesen, das haben Sie mir nie erklärt. Ich meinte, irgendjemand soll mir dann noch einmal erklären ...

    • Josef Maierhofer
      22. Februar 2011 23:53

      @ Civil Qurage

      Aber Strache ist doch kein Nationalsozialist, das war vor 66 Jahren, da war er nicht einmal auf der Welt. Die Nationalsozialisten kann man als ausgestorben betrachten. Außerdem ist Nationalsozialismus in Österreich verboten und strafbar.

      Ein aufrechter Österreicher setzt sich für Österreich ein und nicht gegen Österreich.

      Auf was sollte ich reinfallen ?

      Die SPÖ unterwandert Österreich, indem sie das Fremdländische fördert und das Eimheimische unterdrückt, die Grünen tun das auch, die ÖVP macht da teilweise mit und schaut teilweise zu.

      Wissen Sie jetzt endlich, was ein aufrechter Österreicher ist ?

  66. Alexander Renneberg
    21. Februar 2011 07:47

    Ausgezeichneter artikel.

    Kommt man den övp mitarbeitern mit genau diesen fakten, erntet man erstaunen. Und ausreden, und erklärungen was, warum, nicht geht und vorallem was warum nämlichneh voll super ist.

    Eine der wichtigsten ebenen ist die polak. Ich habe. Vor vielen jahren die seminare vt1 - vt7 belegt, das half mir sehr in politischen dikussionen zu bestehen.

    Was findet man jetzt dort? Abgehalfterte parteimitarbeiter, ein ausgedinge für die schwächsten der schwachen. Aber auch die muss man halt irgendwie bedienen. oder?
    Aber genau hier gehörtbangesetzt. Hier gehören die besten hin, jene die etwas verändern wollen, jene die mut haben fakten auszusprechen.

    Die bundespartei in den zeiten von schüssel und dem direktor fischer blendend aufgestellt und perfekt organisiert, ist seit dem gloreichen wirken der michaela m. herabgewirtschaftet, und ohne kraft.

  67. Christoph
    21. Februar 2011 07:30

    Die SPÖ hat eine funktionierende Internationale Vereinigung, welche weltweites Lobbying möglich macht. Die ÖVP hat ein Marterl in Ober-Unterwuchel.
    Die SPÖ ist eine Kaderpartei. Die ÖVP ist eine Dreifaltigkeit, in der die Unnötigste am meisten Gewicht hat.
    Die SPÖ beherrscht die Kontrolle der Medien, der Moral und der Straße. Die ÖVP hingegen die Wiesen, Wälder und gelegentlich den Beichtstuhl.
    Die SPÖ ist eine sozialistische Partei, d.h. auf Machtgewinn –Erhalt um jeden Preis aus. Die ÖVP weiß nicht mehr was sie ist.
    Die SPÖ hat keine Nachwuchsprobleme, kann Sie doch Ihre Funktionäre beruflich versorgen. Die ÖVP hat Nachwuchsprobleme, kann Sie doch die meisten Ihrer Funktionäre nicht beruflich versorgen.
    Die SPÖ ist eine Wirtschaftsmacht. Die ÖVP glaubt eine Wirtschaftspartei zu sein.
    Die SPÖ geht einen Pakt mit dem Teufel ein. In der ÖVP darf man nicht einmal fluchen.

    usw. usw. usw.

    Mich wundert es, dass auch der SPÖ die Wähler davon laufen. Mich wundert es, dass es die ÖVP noch gibt. Mich wundert meine Wählertreue.

  68. Dr. Dieter Zakel MA
    21. Februar 2011 07:24

    Es ist ja kejn Unglück wenn die ÖVP verschwinden würde. Die Wähler würden sich jüngerer und frischerer Parteien zuwenden die nicht im Kammersumpf und in der politischen Inzucht gefangen sind.

    • SOKs (kein Partner)
      22. Februar 2011 12:29

      Das könnte ein Lösungsweg sein. Wenn sie Paradigmen formulieren könnten. Geschwiege leben.

  69. Observer
    21. Februar 2011 06:23

    Herr Dr. Unterberger, Sie verlangen von der ÖVP aber sehr viel. Derzeit funktioniert diese ehemalige Partei doch nur mehr als Mehrheitsbeschaffer für Faymann & Co. Der WKO-Leitl ist der beste Sozialist auf diesem Posten.
    Meine Prognose: die ÖVP wird bei der nächsten NR-Wahl unter 20 % fallen, erst dann ist dort "Feuer am Dach" und man besinnt sich wieder - mit neuen Leuten! - den ursprünglichen Zielen. So wird es sein. Leider.

    • cmh (kein Partner)
      22. Februar 2011 10:29

      Dass die ÖVP unter 20% fällt, finde ich nicht besorgniserregend. Die FPÖ war auch einmal dort. - und wo ist sie jetzt?

      Meine Sorge ist nur, dass die nichteinmal dann aufwachen werden und die Wechselwähler aus ihren Reihen dann zwischen anderen Parteien hin und herwechseln.

      Große Feldherren der Antike haben fallweise ihre Schiffe verbrannt. Das ist heute sprichwörtlich geworden, wenn auch eher im Sinne von unversöhnlich-blöd.

      Tatsächlich war damit ein Riesentritt in den Arsch der Soldaten intendiert, damit die auch ja um ihr Leiberl rennen. Dieser ist heute für die ÖVP nötig - und mir fällt nur eine einzige Art ein, diesen Tritt zu verabreichen: blau wählen!

    • ja (kein Partner)
      22. Februar 2011 20:22

      observer
      20% wäre kein problem, da auch die spö verlieren wird - tippe auf 23% - und damit wäre eine wiederholung der koalition nicht mehr möglich. das würde hoffentlich dazu führen, daß die nö-raiffeisen-pröll-konrad mafia zu ende gehen kann und neue kräfte in der övp das sagen haben und vielleicht sogar der reform-stau abgearbeitet werden kann - stichwort verwaltung, gesundheit, bildung, gerichtswesen etc. für die medienreform wünsche ich mir einen orban.
      der zu erwartende einwand: und das alles mit der fpö? tippe auf 25%, und werde gemeinsam mit vielen gleichgesinnten, die bisher övp gewählt haben, dazu beitragen. ich bin zwar auch skeptisch, daß dies ohne probleme gelingt, aber der versuch ist es wert und wir sollten uns darüber nicht den kopf zu sehr zerbrechen.
      denken wir an die derzeitigen vorgänge in arabischen ländern den widerständen und auch erfolgreichen verjagungen von diktatoren und korrupten herrschern wie tunesien, ägypten und -hoffentlich- auch libyen: dieser mutigen bevölkerung ging es in erster linie um einen kampf gegen ihr regime, erst danach wird darüber nachgedacht wie es weitergeht mit der hoffnung auf besserung.
      zu unseren verhältnissen zurück bedeutet das, wir sollten nicht darüber nachdenken, ob es die fpö besser machen kann, sondern uns feuen, wenn die derzeitige regierung, die die schlechteste seit nach dem 2. wk ist, abgewählt wird. die övp könnte sodann mit neuen leuten als kleiner koalitionspartner beraterdienste für HC leisten, wie man die wirtschaft und die verschuldung in den griff bekommt und sodann vielleicht 2018 wieder die führungsrolle übernehmen. ich wünsche unserem freund wertkonservativer gesundheit und ein langes leben, sodaß er sich darüber noch freuen kann.

  70. Anton Volpini
    21. Februar 2011 04:11

    ÖVP?
    Gibts die noch??

  71. Der kleine Nick
    21. Februar 2011 02:49

    In der Hoffnung, dass Herr Pröll diesen Blog liest oder zumindest mutige Mitarbeiter hat, die ihm auch von unerfreulichen Postings berichten:

    Herr Pröll, ich habe Ihnen jetzt schon zu viele Monate beim völlig dilletantischen Herumwurschteln - Kalorien? - zugeschaut und muss für mich resümieren: Sie sind weder dem Amt des Vizekanzlers noch jenem des Parteiobmanns gewachsen. (Ich fürchte, auch dem des Finanzministers nicht, aber in dieser Funktion haben Sie vermutlich noch die besten Mitarbeiter.)

    Daher eine schlichte Bitte: Kümmern Sie sich ab sofort um Ihre Nachfolge. Sie tun dem Land und der ÖVP einen großen Gefallen.

    • mike1
      21. Februar 2011 09:03

      die hoffnung, dass der kleine pröll das liest, ist nicht groß.
      schreibe ich öfter den bezirks-landes-bundesparteigranden der övp mails mit vorschlägen (auch aus diesem blog), gibt es bis heute absolut keine reaktion. nicht einmal die lesebestätigung bekomme ich.

      die övp reagiert leider in letzter zeit nur mehr auf zuruf der spö, von agieren keine rede. und diese partei soll die einzige ernsthafte alternative zu den roten sein ? traurig.....

      der artikel von a.u. spricht mir - leider - aus der seele. er stimmt auf punkt und beistrich. was sich wohl schüssel denkt ?

    • Interessierter Leser
      21. Februar 2011 13:13

      mike1, ich bekomme schon immer Antworten, nur bewirken kann ich mit meinen Mails leider nichts. Oft dauert es länger, bis eine Anwort kommt, aber sie kam immer.

    • mike1
      21. Februar 2011 14:28

      @ Interessierter Leser 21. Februar 2011 13:13:

      da kann ich nur gratulieren! ich warte zb. nun seit ca 4 wochen auf eine antwort von frau stenzel auf ein mail von mir. interessant ist, dass ich auf ein ähnliches mail an die roten einen tag später eine antwort erhalten habe - sogar eine kompetente !

    • Wertkonservativer
      22. Februar 2011 20:10

      Lieber mike1:
      Sie wissen, dass wir recht oft einer Meinung sind! Ihre Feststellung, dass die ÖVP oft nur auf Zuruf der SPÖ reagiert, kann ich jedoch so eigentlich nicht ganz nachvollziehen. Schauen Sie sich doch die Parteien-Diskussionen der letzten Tage und Wochen an: oft sind die Meinungen diametral entgegengesetzt, z.B. bei der Wehrdebattte, hinsichtlich der Gesamtschule, in der Hochschulpolitik usw. usw.:
      überall hat die ÖVP eigene Standpunkte (die auch mehrheitlich die unseren sind), und verteidigt und befördert dies recht standhaft.
      Also gar so weit ist es mit der Zuruferei wirklich nicht her. Und wenn der so abgeurteilte Herr Mitterlehner mit der Frauenministerin über Quoten diskutiert, ist das ja auch kein wirklicher Beinbruch! Dieses Thema gehört heute in allen europäischen Ländern zum Polit-Talk!

      Also insgesamt (auch wenn das hier niemand wahrhaben will): gar so inferior ist die ÖVP ja gar nicht!
      Nichts für ungut, lieber mike1!

      Und, kleiner Nick: ich bin auch Ihrer Meinung, dass Pröll jun. keine große Leuchte ist. Aber so doof, wie er hier dargestellt wird, ist er auch wieder nicht!
      Da ist schon viel Missgünstigkeit und Übertreibung dabei.
      Ebenfalls: nichts für ungut, werter Kleiner Nick!

  72. Severinus
    21. Februar 2011 02:37

    Und genau das ist der Grund, warum ich und auch der Rest meiner Familie, die wir seit Jahrzehnten zu einer tiefschwarzen bürgerlichen Stammwählerklientel gehört hatten, mittlerweile nur mehr die FPÖ wählen (können).

    Nicht etwa, weil diese Partei nur so vor intellektueller Seriosität strotzt, nicht weil etwa das Personalangebot der Freiheitlichen ein unerschöpflich beeindruckendes Reservoir an klügsten und niveauvollsten Köpfen bietet. Nein, sondern weil in dieser Partei mittlerweile Werte hochgehalten werden, die einem echten Bürgerlichen am Herzen liegen. Und weil man sich von der lahmen und orientierungslosen ÖVP einfach nicht mehr kraftvoll genug vertreten fühlt.

    Der in seinen Auftritten immer professioneller und mir persönlich auch immer sympathischer werdende HC Strache ist nun ebenfalls kein Jurist oder Ökonom, aber man nimmt ihm das ehrliche Engagement fürs "christliche Abendland", die militärische Unabhängigkeit des Landes (=Neutralität), die Bewahrung fundamentaler (gerade auch bürgerlicher Werte), die patriotische (nicht nationalistische!) Liebe zur Heimat, den Kampf gegen unvernünftig übertriebene Überfremdung, gegen die Gesamtschule oder den ganzen Gender-Wahn und den künstlich aufgebauschten blind-aggressiven"Antifaschismus" weit mehr ab, als den in der Regierungsverantwortung immer weichgespülter werdenden Schwarzen.

    Es mag der Tag kommen an dem ich wieder zur ÖVP zurückkehren werde, aber bis dort scheint es noch ein langer Weg zu sein. An mir liegt es nicht, es liegt an der Volkspartei ...

    • Johann Scheiber
      21. Februar 2011 10:29

      Sehr treffende Worte!

    • Johann Scheiber
      21. Februar 2011 14:54

      Severinus, wenn sich die FPÖ auf den von ihnen angedeuteten Kurs festlegt und verpflichtet, dann ist sie die Volkspartei und wird vom Volk gewählt werden. So einfach ist das. Dann wird eben keiner mehr einer Volkspartei nachweinen die gar keine ist.
      Aber warten wir einmal ab.

    • simplicissimus
      21. Februar 2011 15:40

      hervorragend ausgedrückt. genauso empfinde ich es. die fpö und hc als person haben ihre schwächen, keine frage und nicht immer leicht zu verdauen.
      aber immer vergleich zu dem rest der immer noch aufgeblasenen indoktrinations -, jammer- und denunziantengestalten um sie herum sind sie wirklich der einzige hoffnungsschimmer.
      lichtblau statt abendrot oder schwarzer düsternis.

    • Severinus
      21. Februar 2011 18:12

      Lieber Johann Scheiber,

      ich stimme Ihnen gerne zu. Nur zu EINEM Verlust würde es bei diesem Szenario kommen: Die Menge an wertvollen Persönlichkeiten, die in und um die ÖVP entstanden sind, also das "Personalsubstrat" dieser Partei würde dadurch verloren gehen. Ich befürchte dass etwa die Menge an "ministrablen" Personen oder an Fachexperten für diverse Bereiche natürlich bei der Volkspartei noch immer größer ist, als bei den Freiheitlichen - ohne deren Persönlichkeiten schlecht reden zu wollen.

      Es sei denn, dass auch diese VP-nahen Experten, Persönlichkeiten, Denker, Wissenschaftler, Akademiker etc gemeinsam mit dem Wählerstrom die Fahnen Richtung FP wechseln. Manche würden es sicher tun ...

      @simplicissimus: danke für die Zustimmung!

  73. Helmut HGR.
    21. Februar 2011 01:26

    Habe Jänner 2006 mit Mag. Molterer telefoniert und angesichts der katastrophalen Öfentlichkeitarbeit der ÖVP, bzw. Schüsselregierung, externe Berater empfohlen.
    Molterer meinte, die ÖVP wolle das nicht.

    Für die kommenden Wahlen in 2(?) Jahren wird es mittlerweile wohl schon zu spät sein gute Berater, die auch ideologisch passen, zu finden.

    Wie ich mich danach sehne, daß aus diesen Ruinen eine wählbare Partei erwächst.

    • Helmut HGR.
      21. Februar 2011 01:30

      "Öffentlichkeitsarbeit". Pardon.

    • simplicissimus
      21. Februar 2011 15:45

      helmut, gute berater wären natürlich besser als nix, aber wenn man als politiker selber nicht weiss, was man will und auch keinerlei visionen und überzeugungskraft hat, dann hilft der beste berater nichts ausser für den einen rat: abdanken und bestenfalls sich um den nachwuchs kümmern.





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