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Ende für Darabos – oder die Koalition?

Norbert Darabos hat in dieser Republik nur noch eine einzige Aufgabe: seinen Rücktritt zu erklären. Nicht weil er einen Generalstabschef abgesetzt hat, der einer anderen Meinung war. Sondern weil er dies ohne Rücksprache mit dem verfassungsrechtlichen Oberbefehlshaber des Bundesheeres getan hat, weil er fast ständig die Unwahrheit spricht, weil er in der zentralsten Frage seines Ressorts jede Glaubwürdigkeit verloren hat, weil er sich binnen weniger Monate diametral widerspricht, weil er keine einzige Sekunde den Eindruck erweckt, dass ihm entgegen seinem Verfassungsauftrag die Sicherheit des Landes am Herzen läge.

Tritt Darabos aber nicht zurück, wird auch der knieweichen Führung der ÖVP eine intensive Diskussion nicht erspart bleiben, was sie noch in dieser Regierung verloren hat. Denn eine Kanzlerpartei, die nur noch ausführendes Organ einer Boulevardzeitung ist, die aus purem Populismus gleichzeitig Schulen, Universitäten, Staatsfinanzen und Landesverteidigung ruinieren will, eine solche Partei kann für eine bürgerliche Partei als Partner nicht akzeptabel sein. Denn der Regierungsstil der Faymann-SPÖ ist für das regierte Land viel gefährlicher und mieser als etwa die skurrilen Bettgeschichten eines Silvio Berlusconi, die viele Medien so erregen.

Und Josef Pröll wird keinem seiner Wähler noch erklären können, warum H.C. Strache so viel schlimmer sein soll als ein Werner Faymann. In Sachen Populismus hat jedenfalls der rote Parteichef die Nase vor dem blauen. Denn es war ja zweifelsfrei niemand anderer als Faymann, der dem verfassungsrechtlich eigentlich weisungsfreien Verteidigungsminister den „Wunsch“ des Wiener SPÖ-Chefs mitgeteilt hat, sich entgegen allen früheren Eiden plötzlich für die Abschaffung der Wehrpflicht auszusprechen.

Der erst mit Verspätung klar gewordene Überdrüber-Skandal ist, dass Darabos vor dem Hinauswurf des Generalstabschefs den Oberbefehlshaber des Bundesheeres nicht einmal konsultiert hat. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Dieser verkommenen SPÖ ist ein Befehl der Kronenzeitung wichtiger als das von den Bürgern gewählte Staatsoberhaupt. Das ist ungeheuerlich (wobei an diesem Urteil die Tatsache nichts ändert, dass der Tagebuchautor Fischer nicht gewählt hat).

Darabos hat diesen Oberbefehlshaber auch nicht einbezogen, als er plötzlich die Abschaffung der Wehrpflicht angekündigt hat. Er hat auch keinerlei Konsultationen mit dem Koalitionspartner der SPÖ, geschweige denn den Oppositionsparteien geführt. Die Entscheidung, welche die Grundfesten unserer Verfassung ändert, fiel mit einer Beiläufigkeit wie die Anschaffung neuer Brillen für den Burgenländer.

An diesem Skandal ändert auch die Lüge nichts, dass sein Rapport beim Bundespräsidenten wenige Stunden nach Enthebung des Oberbefehlshabers ein „schon länger vereinbartes routinemäßiges Gespräch“ gewesen sei. Fischer ist zugute zu halten, dass er dieses Spiel nicht mitmachte. Er lobte vielmehr demonstrativ den gefeuerten Edmund Entacher und bezweifelte in aller Öffentlichkeit ziemlich deutlich die Rechtmäßigkeit der Entlassung (an der nach der Meinung des Tagebuchautors juristisch jedoch nicht zu rütteln sein dürfte).

Verlogen ist auch die Behauptung, dass in Schweden oder einem anderen Land die Umstellung auf ein Berufsheer klaglos funktioniert hätte. Verlogen ist ferner die Behauptung, dass der mit der Wehrpflicht verbundene Zivildienst keinen Schaden erleiden wird (auch wenn die SPÖ-hörigen Caritas-Bosse solches behaupten). Verlogen ist es auch, die Besorgnisse zu ignorieren, dass bei einem Berufsheer nur noch unerquickliche Außenseiter, Arbeitslose, bindungslose Zuwanderer und Rechtsradikale die Waffen des Landes in die Hand bekommen. Und verlogen ist es schließlich auch, nun so zu tun, als ob Entacher zuerst dem Darabos-Vorhaben zugestimmt hätte und dann rätselhafterweise umgefallen wäre.

Was sich ganz einfach beweisen ließe: Entacher müsste nur die volle Garantie bekommen, dass ihm keine dienstrechtlichen Konsequenzen drohen, wenn er in der Öffentlichkeit oder zumindest im Landesverteidigungsausschuss oder im Parlament die Causa darlegen dürfte. Aber allein die Tatsache, dass ihm Darabos einen offenbar totalen Maulkorb umgehängt hat, zeigt ja, wo die Wahrheit zu finden ist.

Wie lange soll diese grausliche Gruppierung das Land noch regieren? Steht Österreich bald am Rande tunesischer Verhältnisse, wo die politische Klasse schlussendlich von den Massen davongejagt wird?

Die ÖVP-Spitze hat – in Wahrheit zu ihrem Leidwesen – den Schlüssel in der Hand. Selbst wenn sie keine Neuwahlen riskieren will (was angesichts der Umfragen nachvollziehbar ist), muss sie nun im eigenen Überlebens-Interesse ihren kompromisslerischen Kurs umgehend aufgeben. Sollte sie auch nur einen Schritt auf die Darabos-Vorstellungen zugehen, dann ist sie endgültig verloren. Die Frage ist nur, ob das der konsenssüchtige Josef Pröll endlich begreift. Hat er doch bisher am Schluss dem hemmungslosen Machtspiel Faymanns immer nachgegeben.

 

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alle Kommentare

  1. Wilhelm Conrad (kein Partner)

    Es war eine Zumutung für alle halbwegs denkenden Menschen, dass man Darabos zum Minister gemacht hat. Es war von Anfang an klar, dass er nicht das Format dazu hat. Nicht menschlich, nicht fachlich, nicht intelligenzmäßig.

    Es war eine größere Zumutung, dass man ihn ausgerechnet zum Verteidigungsminister gemacht hat. Er lehnt das Heer ab, wie alle Wehrdienstverweigerer - pardon, Zivildiener. So jemand taugt als Kassier des SC Kroatisch-Minihof, oder als Obmann der lokalen Sektion der Parteee, alles honorable Posten, aber doch nicht als Verteidigungsminister!

    Es war eine noch größere Zumutung, dass man ihn den Kauf der Abfangjäger hat nachverhandeln lassen. Er hat dabei nicht auf die Interessen Österreichs geachtet, sondern nur darauf, irgendwie die irrealen Versprechen der SPÖ vor der Wahl umzusetzen, und er hat dabei grottenschlecht verhandelt.

    Es war eine noch größere Zumutung, dass man diesen Schwachkopf vorgeschickt hat, um den äthanolgeschwängerten Rülpser des trankesfreudigen Wiener Bürgermeisters namens "Wearpflicht oschoffn!" irgendwie zu behandeln/entsorgen/bereden, denn solche immer ganz knapp an der für alle offensichtlichen Lüge vorbeischrammenden Akrobatiknummern beherrscht sein Mentor Faymann doch viel besser. Was soll herauskommen, wenn jemand, der keine angeborene Persönlichkeit ist (wie etwa Zilk es war), sondern ein Nichts, der im Heer verachtet wird, der seine "in Stein gemeisselte Meinung" alle Augenblicke ändert, nur so, auf Zuruf von irgendwem seiner Genossen; der keinen Draht zur ÖVP hat, der keine Streitkultur besitzt sondern ein Häferl ist -wenn so jemand ein äußerst heikles, emotionsbeladenes Thema moderieren soll? Da kann nichts herauskommen außer ein Unglück.

    Es war eine noch größere Zumutung, diesen Schwachkopf auch noch einen persönlichen Rachefeldzug gegen General Entacher vollführen zu lassen. Wer ist denn schon der Herr Darabos? Wollte er damit eine Majestätsbeleidigung an seiner sozialistischen Majestät rächen, er, der er so bedeutend ist, dass ihm niemand zu widersprechen hat? Wos, du parierst net - wirst scho sehn! Entacher hat im kleinen Finger mehr Gefühl für Anständigkeit als die ganze Regierung, und er ist außerdem ein Fachmann für Landesverteidigung.

    Es war die größte Zumutung unserer Politiker und insbesondere des sogenannten Ministers Darabos, den Österreichern vorzugaukeln, man könnte bei uns in Österreich ein Berufsheer überhaupt einführen. Abgesehen davon, dass sich dafür niemand Vernünftiger melden würde und die Truppe vermutlich überwiegend aus Frustrierten, Langzeitarbeitslosen, Vorbestraften und womöglich noch aus zahlreichen hirnlosen Psychopathen bestehen würde, ist ein Berufsheer grundsätzlich in Friedenszeiten zu groß und deshalb zu teuer und ein ständiges Ärgernis. Bei Krieg ist es aber zu klein! Außerdem ist die Loyalität eines Söldnerheeres in Kriegszeiten womöglich auch noch unsicher. Es führt nichts an einer Wehrpflicht für alle vorbei! Geschadet hat die Wehrpflicht noch niemandem, sie ist ein altruistischer Dienst an der Allgemeinheit in Zeiten des blanken Egoismus vieler Leute, und wer Pazifist oder sonstwie skeptisch ist, der kann Zivildiener sein.

    Dieser Darabos würde vermutlich auch noch seine Großmutter verkaufen, wenn er sich damit eine Woche zusätzlicher Zeit im Ministeramt erkaufen könnte!

    Wann wird dieser unsägliche, unfähige, unehrliche und unerträgliche Mensch endlich entfernt?



  2. numerus clausel (kein Partner)

    Wieso soll an der Rechtmäßigkeit der Entlassung nicht juristisch nicht zu rütteln sein? Das möchte ich jetzt mal genauer erklärt haben. Man sollte sich besser nicht auf die "Expertisen" des Jus-Studenten hier im Blog verlassen. Diese Entlassung sowas von schwindlig, hier werden sich nichtmal mehr die Roten rausstehlen können.



  3. Lasalle (kein Partner)

    Gerücjteweise soll Darabos von Fischer und Faymann der Posten eines CFO beim amerikanischen Autoproduzenten Studebaker/South Bend/Indiana angeboten worden sein. Er überlegt noch.



  4. mahler (kein Partner)

    Irgendwelche persönlich als großartig empfundenen Bundesheer - Erlebnisse aus der Vergangenheit wiederzugeben ist mir als Argument pro Wehrpflicht zuwenig. Das sind nichts weiter als eben persönliche Erlebnisse. Aber über den Sinn der Institution Bundesheer bzw. der Verpflichtung dazu, ihm auf Zeit beizutreten, sagen diese Erzählungen nichts aus. Um diesen Sinn geht es aber bei dieser Diskussion. Und nur darum. Und diesen Sinn sehe ich nicht. Man kann dem Heer bzw. der Wehrpflicht auch keinen neuen Sinn geben, weil es abgesehen vom Kampf bzw. Krieg an sich, der (hoffentlich) in weiter Ferne ist bzw. mit dem einfach nicht zu rechnen ist, keine Aufgaben eines Heeres gibt, die nicht auch von Zivilkräften erledigt werden könnten. Der einzig heutige realistische Sinn eines Heeres sind Auslandseinsätze zur Friedenssicherung. Das können Zivilkräfte nicht leisten, aber auch keine Grundwehrdiener. Deswegen sollte es tatsächlich ein Berufs- bzw. ein Freiwilligenheer geben, auch dann, wenn es etwas mehr kosten sollte als das jetzige Heer.
    Nicht alle politischen Entscheidungen können und dürfen alleine nur mit den Kosten argumentiert werden. Es geht auch um die Zumutbarkeit für die Menschen. Und eine Wehrpflicht ist jungen Leuten nicht mehr zumutbar. Denn der Sinn dieser Verpflichtung ist abhanden gekommen. Kosteneinsparungen alleine können es nicht sein.



    • cmh (kein Partner)

      Jetzt stellt sich aber schon die Frage, was einem jungen Menschen eigentlich noch zumutbar ist? Außer vielleicht massiv beschissen zu werden.

      Natürlich ist es nicht angenehm - aber was ist letztendlich schon wirklich auf die Dauer angenehm?

      Vielleicht ist ein Sinn derartiger "sinnloser" Dienste auf Befehl des Staates einen wirklichen Anteil an diesem Staat zu erwerben.

      Wem das zu metaphysisch ist, der wird sicher zugestehen können, dass es gewisse nicht delegierbare Aufgaben und Verantwortungen gibt, die man selber in die Hand nehmen muss.

      Leicht verständliches Beispiel aus dem täglichen Leben: Körperpflege.

      Es ist natürlich angenehm sich einmal richtig verwöhnen zu lassen, aber wer darauf angewiesen ist, dass ihm die Körperpflege von anderen erledigt wird, der ist : krank.

      Ein anderes Beispiel: die Mehrung des eigenen Vermögens, erfolgt auch letztendlich auf höchstpersönliche Verantwortung denn mit selbstlosen Fondsmanagern sollte man eher nicht rechnen.

      Auch soll es Selbstdenker geben, die sich ihre Gedanken nicht von der nächtbesten Baddei pflegen lassen.

    • RB (kein Partner)

      @mahler
      Die Wehrpflicht wird - so glaube ich - sowieso abgeschafft, ob nun mit oder ohne
      Darabos. Darabos macht es nur höchst unprofessionell und "kleinhäuslerisch". Darabos scheint mir nur ein Ausführungsorgan anderer "Machthaber" zu sein, ich denke da an die EU und an die USA.
      Berufsheere/Söldner sind leichter in die Richtung zu lenken, in der die wirklichen Machthaber sie haben wollen. Die USA haben heute schon ein Berufsheer und
      teuer zugekaufte Söldner.
      Es ist schade, dass es bei Leuten wie Ihnen keinen Wert mehr darstellt, das eigene Territorium/den eigenen Staat und deren wehrlose Bevölkerung im Not- oder Ernstfall verteidigen zu wollen.
      Und außerdem: wir haben JETZT Frieden, das muss nicht immer so bleiben, da sich ein Ist-Zustand NIE linear weiterentwickelt, das ist ein schwerer Irrtum und kann fatale Folgen haben, wenn man diesem Trugbild nachhängt.
      Ich wünsche mir auch Frieden in alle Ewigkeit, aber ob dieser Wunsch in Erfüllung gehen wird?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)

      Lieber mahler, Sie schreiben:

      "Irgendwelche persönlich als großartig empfundenen Bundesheer-Erlebnisse aus der Vergangenheit wiederzugeben ist mir als Argument pro Wehrpflicht zuwenig." Stark. Klingt wunderpolito-unlogisch. Na schön; aber wenn's Ihnen zuwenig ist, warum sollte es dann auch allen anderen nicht ausreichen?

      Wie findet und entwickelt denn ein junger Mensch ...

      Zuneigung zu seinem Land?
      Bereitschaft, seine Heimat auch zu verteidigen?
      Solidarität mit seinen Mitmenschen?
      Verantwortung, Vertrauen und Teamgeist?
      Freundschaft auch unter persönlichen Opfern?
      Charakter gegen flagrant einfältige, aber Befehlsgewalt besitzende Vorgesetzte?

      Durch ein Bundesgesetzblatt? Durch Ihr oberflächliches Posting? Durch das Vorsäuseln immerwährenden Friedens in Europa? (Alsbald könnten Sie — und wir alle — uns gewaltig wundern.)

      Naaa, Euer Gnaden!
      Bindungen zu Menschen und Ländern, sowohl emotional als auch rational, entstehen aus persönlichem Erleben jenseits von Parties und Eitelkeiten. Söldnerheere, wie Sie sie haben wollen, lassen sich zu Friedenszeiten fürstlich bezahlen und ergreifen das Hasenpanier, sobald es brenzlig wird.
      Ein kleines Beispiel: Ohne die Freiheitskämpfer nach den beiden Weltkriegen wäre Kärnten südlich der Drau zweimal an Jugoslawien gefallen. Aber geschundene, oft verwundete Heimkehrer, Bauern und Handwerker traten gegen eine gewaltige Übermacht an, um ihre Heimat zu verteidigen — von Wien mehrfach feig im Stich gelassen.
      Warum taten die sich das an? Sie hatten eine gewachsene Bindung zu ihrem Land und zu ihren Landsleuten, zu ihrem (damals blutjungen) Österreich.

      Diese Bindung, zumindest zu Zeiten, als ich Soldat war, hat das Bundesheer verankert; sie war zuvor schon da, aber nicht so tief.

      Ihre "Zumutbarkeit für Menschen" ist hohl, da sie auch bald in eine Zumutung der Unterdrückung umschlagen könnte. Und der Sinn dieser Verpflichtung sei "abhanden gekommen", säuseln Sie? Woher haben Sie diese Erleuchtung? Welcher Weise hat sie Ihnen eingegeben?

      "In jedem Land gibt es immer eine Armee", sagte Thomas Jefferson. "Entweder eine eigene oder eine fremde."
      Ich ziehe es vor, in meinem Land eine eigene Armee zu wissen — von Menschen, die gelernt haben, daß der Wert der Freiheit sich auch in Schweiß und Entbehrungen ausdrückt.

    • phaidros

      Lieber Marcus,

      ich bewundere Ihren Patriotismus (den ich teile), und verstehe besonders die Begeisterung, mit der Sie uns prägende Erlebnisse darstellen. Insbesondere als ich anscheinend Ähnliches erlebt habe und auch ähnlich empfinde.

      Aber ich muss wiederholen: Das Heer hat nicht den Auftrag der nationalen Charakterbildung, sondern den der militärischen Landesverteidigung.

      Und generell würde ich sogar sagen: jeder implizite oder explizite Versuch eines Staates, die Persönlichkeitsbildung seiner Bürger zu beeinflussen, ist vor allem eines: bedenklich. Das richtet sich nicht gegen die Wehrpflicht als solches, sondern nur gegen die Begründung, sie deswegen aufrecht zu erhalten.

      Übrigens greift es kurz: sollte es jemals ernst werden, schicken wir unsere an der mäßigen Ausrüstung schlecht ausgebildeten Kinder in den sicheren Tod. In diesem Fall würde die mit der Wehrpflicht "erzeugte" Vaterlandsliebe wohl in Hass, Verachtung und Verbitterung umschlagen.

      Ergo, ganz oder gar nicht: Fakten sammeln, analysieren, dann entscheiden.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Francois Villon (kein Partner)

      Das ist ein neues Argument: der Wehrdienst muß z u m u t b a r sein.

      Mein Vorschlag: bei Schlechtwetter den Krieg im Saal stattfinden zu lassen.

      Im hochgeistigen Beitrag mahlers kommt so oft das Wort „Sinn“ vor. Das erinnert mich immer an analoge Fälle: wenn jemand ständig von Humanität, Menschenrechten, Demokratie, … und ähnlichen, ewigen Wahrworten spricht, finden sie in aller Regel nicht statt.

      mahler hofft auch, daß Kampf und Krieg in weiter Ferne lägen. Meint er/sie das nun geographisch oder zeitlich? – Wie dem auch sei, er/sie muß wohl gebildet sein, und hat gewiß unseren alten Goethe im Sinn:

      Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen,
      Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
      Wenn hinten, weit, in der Türkei,
      Die Völker aufeinander schlagen.
      Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus
      Und sieht den Fluss hinab die bunten Schiffe gleiten;
      Dann kehrt man abends froh nach Haus,
      Und segnet Fried’ und Friedenszeiten.

      Dritter Bürger.
      Herr Nachbar, ja! So lass ich’s auch geschehn:
      Sie mögen sich die Köpfe spalten,
      Mag alles durcheinander gehn;
      Doch nur zu Hause bleib’s beim alten.

      Und da die Hoffnung zu den christlichen Kardinaltugenden zählt, haben wir – mit mahler - auch einen guten Christen vor uns, sozusagen einen Gutmenschen.

      Da er/sie auch an die fernen Unbilden denkt, könnte er/sie sich für diese Auslandseinsätze vorstellen. Das lob ich mir, denn die gingen uns immer schon am meisten an. Vor allem, wenn es sich um so begründete handelt, wie die von den USA angezettelten Raubkriege.

      Bei so viel Weisheit und Moralin kann Phaidros nicht fehlen.

      Appropos: Ist der Nachfolger von Gen. Entacher, Commenda nicht der für die Super-Reform 2010 des BH nicht der verantwortliche Offizier gewesen? Und jetzt soll/will er schon wieder reformieren? Hat er am Ende Sch… gebaut?

      Das war das Ergebnis (bzw. der Auftrag):

      „Die Zielstruktur des ÖBH 2010 war, unter Berücksichtigung der (internationalen) Verfügbarkeitskriterien und der geänderten Bedrohungslage, auf die Erfüllung der Einsatzaufgaben im Rahmen des Souveränitätsschutzes sowie im Rahmen der internationalen Souveränität weitgehend aus dem Präsenzstand auszurichten.

      Als ein wesentlicher Faktor für die Strukturierung (Organisation, Ausrüstung, Ausstattung) der österreichischen Streitkräfte 2010 sind jene Gefährdungen als Maßstab heranzuziehen, denen die Kontingente, die in friedensunterstützenden Einsätzen im Ausland teilnehmen, auf Grund ihrer Aufgaben ausgesetzt sind . “ (Gem. Empfehlung der Bundesheer-Reformkommission.)

    • mahler (kein Partner)

      Zum Thema "Was ist zumutbar und was nicht?" kann ich kurz und bündig antworten: die 6monatige Zwangsverpflichtung zu einem völlig sinnlosen Dienst ist unzumutbar. Im Gegensatz dazu würde ich einen verpflichtenden Sozialdienst (wie er auch im Gespräch ist) für zumutbar halten, weil die Sinnhaftigkeit eines solchen Dienstes wohl außer Zweifel steht. Gegen einen solchen Sozialdienst sprechen aber meines Wissens nach andere Gesetze (Arbeitsrecht).

    • Johann Scheiber

      Der Troll der Libintern, Phaidros, gibts nicht auf!

    • Francois Villon (kein Partner)

      Herr/Frau mahler, lassen´S doch das Ausbreiten Ihres "Wissens". Aus dem, was Sie bisher zum Besten gaben ist schlüssig zu erkennen, daß Sie ein Philosoph sein müssen; in sokartischer Tradition: "Ich weiß, daß ich nichts weiß".

      Tun´S nur mitlesen, vielleicht hilft´s.

      An Ihrem Deutsch könnten´S noch ein bisserl feilen: "... meines Wissens nach andere Gesetze.."
      Entweder ohne "nach", oder "nach meinem .." (Dat.) - ist aber ein wenig holprig.

      Aber wie gesagt: tun´S nicht so angeben mit Ihrem "Wissen".

    • mahler (kein Partner)

      Villon

      Haben Sie in diesen Forum die Funktion des Kettenhundes inne?

    • Logiker

      zu 09:36,

      Verpflichtung zur Landesverteidigung macht keinen Sinn, zur Sozialhilfe schon?
      Sitzen sie neben Rudas?

    • mahler (kein Partner)

      ich kenne die Dame nicht persönlich. Aber glauben Sie ernsthaft, dass Ö die Möglichkeit hätte, sich selbst zu verteidigen? Das ist ein frommer, aber nie erfüllbarer Wunsch.

  5. november_rain (kein Partner)

    Nur so am Rande.

    Kann vielleicht irgendjemand diesen Blog reparieren, oder so einstellen, damit nicht jedesmal, wenn jemand Html-Tags fehlerhaft verwendet, sämtliche Kommentare kursiv oder fett gedruckt sind?



  6. Marcus Aurelius (kein Partner)

    Ich kann's nicht mehr hören ... und schon gar nicht lesen, daß man den den jungen Männern "ein halbes Jahr ihres Lebens stiehlt". Was für ein Unfug!

    In Wahrheit ist es so, daß jungen Männern im Bundesheer ein halbes Jahr geschenkt wird — an Erfahrungen, die anderswo nicht zu gewinnen sind: guten (lehrreichen, abhärtenden) und schlechten; aber auch letztere (die es zweifellos gibt) machen einen fit fürs Leben. Denn dort, wie auch in der Schule schon, muß man gelernt haben, mit Arschlöchern umzugehen, ohne deren Speichel (oder noch üblere Sekrete) zu lecken.
    Etwas zu lernen, besonders in Statik, Gruppendynamik und Menschenführung, und Idioten mit stolz erhobenem Kopf zu begegnen. Brücken zu bauen, die heute noch stehen, vermurte Straßen zu seit Wochen unerreichbaren Dörfern in Kärnten und St. Eiermark freizusprengen. Wochenlang bis zu den Schultern in Mur und Drau zu arbeiten und dabei fröhlich zu sein ... und abends das Faß Most vom Bürgermeister in der Tenne, in der wir schliefen, und nachts die zugetanen einheimischen Dirndln.

    Das sind Erlebnisse, die eine behütete Zivilgesellschaft nicht bieten kann. Und auch nur in dieser kurzen Zäsur zwischen Schule und Erwachsensein.
    Gut, ich war 15 Monate dabei, als EF und sporadisch später no' a wengerl, u.a. an der PiTS und im legendären PiB 2 — aber wenn's mir nix gegeben hätt', wär' ich eher gegangen. Es war damals beinhart, wir machten 70-km-Nachtmärsche von Bruck an der Leitha nach Klosterneuburg, Manöver mit scharfer Munition, und wir spielten Krieg bei minus 25° C an der Grenze zu Ungarn, kalter Krieg halt!, schliefen im 4-Stundentakt in Schneehöhlen, wochenlang. Gibt's schon lange nimmer, wie ich weiß.

    Was Helmut Oswald weiter oben in diesem Blog schreibt, kann ich nur bestätigen.

    Das österreichische Bundesheer war>/i> einmal eine einsatzbereite, lebendige und motivierte Truppe. Klar gab's Besäufnisse, aber selten; und wenn, dann alle miteinander zur Feier eines erfolgreich abgeschlossenen Ausbildungskapitels oder einer bewältigten Überschwemmung ... Depperte Chargen und Unteroffiziere gab's freilich auch, aber in geringer, bald ausgegrenzter (oder bekehrter) Anzahl. Doch auch härten einen ab für Gottes riesengroßen Tiergarten, in dem man anschließend landet.

    Es mag für viele seltsam klingen: Ich schulde dem Bundesheer Dank — und viele meiner Kameraden von damals sehen das ebenso.



    • phaidros

      Geschätzter Marcus,

      das sehe ich etwas anders: was Sie schreiben, dass alles in bester Ordnung ist, wäre der Fall, wenn das irgendeinen Sinn hätte, was den jungen Leuten da abverlangt wird. Das ist aber nicht der Fall.

      Das Heer hat nicht den Auftrag der nationalen Charakterbildung, sondern den der militärischen Landesverteidigung. Der wird nicht erfüllt. Nicht schlecht oder unvollständig oder verbesserbar, sondern einfach gar nicht.

      Nur deswegen sind die 6 Monat vergeudet. Dass man persönlich trotzdem etwas mitnehmen kann mag so sein, ist aber aus militärischer Sicht irrelevant.

      Außerdem »läuft der Laden« mittlerweile längst nicht mehr so: Manöverbetrieb nach der Grundausbildung gibt es mangels Überstundenbewilligungen kaum. Gibt es noch Truppenübungen?

      Selbst, wenn die 6 Monate zur Ausbildung genützt würden, würden sie nicht reichen, um einsatzbereite Soldaten auszubilden. Dann auch noch keine Truppenübungen...

      Unsere Argumentation hat - wohlgemerkt - rein gar nichts mit dem Gesuder zu tun, dass es so anstrengend wäre, oder menschenunwürdig oder Sklaventum oder diese plöden, plöden Unteroffiziere oder diesem ganzen Unsinn, der ebenfalls zu hören ist!

      Aber wenn man sich ein Heer leistet, dann sollte es auch kämpfen können. Und nicht nur Schipisten präparieren und Schneeschaufeln.

      Und damit auch das klar herauskommt: wir sollten uns ein Heer leisten, das kämpfen kann!

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • brechstange

      Unser Sohn ist im Grundwehrdienst, sieht es auch als Erfahrung. Zur Zeit üben sie gerade in Vorarlberg an der Grenze wegen Davos. Dazu halfen sie Waggons beladen usw. Es ist anstrengend und lehrreich, doch er freut sich, wenn er anstrengende Märsche in beißender Kälte überstanden hat.

      Ich denke, verlorene Zeit ist es für die Grundwehrdiener, die sich vor jeder Ausbildung drücken und am liebsten in der Schreibstube Dienst machen.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)

      Ihr Lieben:
      Ich hab' von entschwundenen Zeiten berichtet, als der Warschauer Pakt noch eine reale, täglich gegenwärtige Bedrohung darstellte — und seine Aufmarschpläne quer durch die Norddeutsche Tiefebene und durch Ostösterreich bekannt waren.
      Wie es im Bundesheer heute zugeht, weiß ich nur vom Hörensagen.
      Und sechs Monate sind heillos zu wenig für die Beherrschung heutiger Waffensysteme (auch wenn wir die heute nur andeutungsweise haben, da das Bundesheer bekanntlich kaputtgespart wurde,)
      Aber ich weiß auch, daß kein Frieden ewig hält, schon gar nicht der im verlogernen Honigseim der europäischen "Vereinigung" verkündete. Also tut jedes Land gut daran, verteidigungsbereit zu sein. Und, im Falle Österreichs, das Pfund des Staatsvetrags, die immerwährende Neutralität, zu schützen und zu bewahren.
      Mit Sex, Lügen und Videos allein geht das nicht.

    • Jebus Christos (kein Partner)

      Schöne verklärte Erinnerungen, nur Argumente für eine Wehrpflicht sind das keine. Man kann sich alles schön reden und fit fürs Leben macht dem Sprichwort nach auch alles was nicht umbringt. Hach schön wars an der Ostfront, und der oberste Führungsdynamiker, hat uns sogar ein Packerl Tschick geschickt und erst die Gruppendynamik im Graben, ein richtig enges Band, schön wars...

      Wenn jemand Grenzerlebnisse sucht kann er ja Extrembergsteigen, Basejumpen oder sonstwas. In den meisten Fällen ist die Grenzerfahrung beim Heer auch so ausgelegt, dass man beim saufen und dämlich sein an seine Grenzen geht. Wenn man noch Pech hat darf man seinen Charakter an irgendeinem Wichtigtuer mit einem Sternchen mehr schleifen. Die Weiber die sich heute Grundwehrdienern an den Hals werfen kann man sich, sofern man wirklich Bedarf daran hat, auch in der Lugnercity aufreissen.

    • phaidros

      Auf den Punkt, lieber Marcus! Ich freue mich immer, wenn sich Einigkeit herausstellt.

      BG/phaidros

    • Marcus Aurelius (kein Partner)

      Sehr geehrter Jebus Christos,
      Sie haben mich bekehrt, um nicht zu sagen: geläutert.
      Auch ich bin ab sofort für "Basejumping for Peace", "Building Character in Lugner City", "Europeans United in Islam & Sharia".
      Alles viel überzeugender, easier und cooler. Noch dazu gesponsert von Red Bull.

    • Jebus Christos (kein Partner)

      Na sehen Sie.
      Die Lugnercity dürfte vor allem für Wertkonservative, Rechtsrechte, Islamophobiker usw. eine wahrhaft stärkende Charakterprüfung sein, 70 Kilometer Marsch ist harmlos dagegen, da isst man lieber liberalkonservativ seine Stiefel.

      Im übrigen gilt: Solange es Schlachthäuser gibt wird es Schlachtfelder geben.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)

      Fortschrittlicher Jebus Christos,
      ist das ein vegetarischer Slogan?
      "Solange es Schlachthäuser gibt, wird es Schlachtfelder geben."
      Verzeihen Sie bitte; ich wußte nicht, daß Sie ein veganischer Burenhäutl-Sieder sind, den diese schizophrene Berufsbelastung natürlich bedrückt.
      Vielleicht können wir uns, zwecks gänzlich bundesheer- und fast fleischloser Bewahrung des Friedens auf die Parole "Fucking for Freedom" einigen? Das Sponsoring durch Red Bull würde darunter nicht leiden.
      Die Genossin meiner Wahl liegt zu Testzwecken bereit — Ihre auch, hoffe ich. Denn das Politbüro wartet auf harte Daten.

    • Jebus Christos (kein Partner)

      Tut mir sehr sorry Bruder, als enthaltsamer Fallobsveganer bin ich für fleischliche Genüße jeglicher Art nicht zu haben - natürlich auch und im speziellen nicht für "Fucking for Freedom", Vermehrung erfolgt durch Zytokinese. Denken sie doch nur an die vielen Spermien die dabei sinnlos in den Tod geschickt werden, eine Abtreibung ist nichts dagegen.
      Ich bin allerdings tief beeindruckt wie gut die Wertkonservativen heutzutage Englisch können, bald sind sie so fresh wie Unterbergers EDV-Team.

    • phaidros

      Gratulation meine Herren - was für ein geistreicher Wortwechsel! Hier gibt's ohnehin nicht viel zum Schmunzeln!

      Amüsiert,
      phaidros

    • Francois Villon (kein Partner)

      Jebos: "... beim saufen ...." schreibt man groß, weil´s "hauptwörtlich gebraucht" ist.

      Daß Deutsch nicht Ihre Stärke ist bekümmert mich weniger (obwohl der Proleten-Jargon auch nervt), als Ihre politische Nicht-Korrektheit: Sie schreiben da von "Weibern" - wie abwertend´- und vom Aufreißen bei Bedarf.

      Dürfen´S denn das als Gutmensch?

    • Wertkonservativer

      Werter Marcus Aurelius,

      beste Grüße in die Ferne!
      Der eigenartige Jebus Christos hat mich vor Monaten einmal als Speichellecker in Richtung A.U. beflegelt; ich hab's abgeschüttelt!
      Meine Meinung zu einem derart inferioren Tip ist wie folgt:
      jedes Gegen-Wort ist zu viel, "no comment" das einzig Sinnvolle und Richtige!

    • Wertkonservativer

      @ Marcus Aurelius:

      natürlich meinte ich den eigenartigen und inferioren TYP; einen Tip, den Mann ernstzunehmen, würde ich Niemandem geben!

  7. Erich Bauer

    KRONE-Pandi findet in der heutigen Ausgabe gröbere Mängel im Charakter von UHBP Fischer. Er desavouiere seinen Weggefährten und Ex-Wahlkampfmanager Darabos...

    Vielleicht fordert der Pandi (GröVeiMaZ - größter Verteidigungsminister aller Zeiten) Darabos morgen zum DURCHGREIFEN aus!!!

    Kann das irgendjemand noch ernst nehmen? Wenn ja... ist alles hoffnungslos...



    • Neppomuck (kein Partner)

      Zu unserem LHBP, vor allem die Passage um Waldheim ist interessant:

      http://www.wno.org/newpages/com37b.html

      Etwas lang, aber lehrreich.

    • brechstange

      Das wird schön langsam kabarettreif. Verteidigungsminister wird Oberster Befehlshaber, den Bundespräsidenten putschte er mit Hilfe des neuen loyalen Generalstabs aus dem Amt.

    • Undine

      @Neppomuck

      Sie schreiben unter den Link:

      "Etwas lang, aber lehrreich"

      Dieser hervorragende Beitrag Hans Pretterebners konnte einfach nicht kürzer ausfallen, wenn er das Sündenregister unseres Herrn BP Heinz FISCHER vollständig auflisten wollte. An der Länge des Berichts ist also nicht Pretterebner schuld sondern der MEISTERINTRIGANT in der Gestalt unseres BP Fischer. Schlimm, nicht wahr?

    • Neppomuck (kein Partner)

      Besonders schlimmt ist, dass eine Mann dieses Charakters der erste im Staat werden kann.

      Nicht jeder findet diese Informationen (die ja nie einer Klage auf Unterlassung ausgesetzt waren) oder den Beitrag von Pretterebner im Netz oder sonstwo, aber einem Journalisten müssen sie geläufig gewesen sein.
      Wäre es da nicht Pflicht dieser Leute gewesen, dem Wahlvolk reinen Wein einzuschenken?

  8. gast (kein Partner)

    Wie lange soll diese grausliche Gruppierung das Land noch regieren? Steht Österreich bald am Rande tunesischer Verhältnisse, wo die politische Klasse schlussendlich von den Massen davongejagt wird?

    AU hat die Frage doch schon selbst beantwortet. Diese grausliche Gruppierung versteht keine andere Sprache und freiwillig gibt keiner Macht wieder her.



  9. gast (kein Partner)

    Die Entscheidung, welche die Grundfesten unserer Verfassung ändert, fiel mit einer Beiläufigkeit wie die Anschaffung neuer Brillen für den Burgenländer.

    Seit der EU Vertrag unsere Verfassung faktisch ersetzt hat, es ist nur rein am Papier ein Skandal, in Wirklichkeit gibt es keine Verfassung oder Souveränität mehr. Falls es sie jemals gab.



  10. Brigitte Imb

    Gut so, die ersten öffentlichen Widerstände gegen den Zivildiener Darabos.

    " Wien (OTS) - "Wir Unteroffiziere und Personalvertreter der
    AUF-AFH", so Vzlt Manfred Reindl, stellvertretender Bundesobmann der
    AUF-AFH, "gehen im Gegensatz zu den Personalvertretern der FSG nicht
    einfach zur Tagesordnung über oder tauchten unter wie die
    Personalvertretern der FCG . Wir nehmen die Abberufung des GStbCh so
    nicht zur Kenntnis."

    http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110127_OTS0091/die-unteroffiziere-des-oebh-treu-der-pflicht-wachsam-und-geruestet



    • Schnabeltierfresser (kein Partner)

      Super, wie die Gewerkschaft auf hier immer gelobt wird, wenn's um den Erhalt von schwarzen Beamtenjobs geht...

  11. Neppomuck (kein Partner)

    „Wehr“, althochdeutsch weri: „Verteidigung“
    wie
    „Heer“, ahd. heri: „der Krieger“

    Was aber kann man verteidigen? z.B. mit einem Heer. Oder so tun, als ob.

    Die „frei konvertierbaren“ Werte hat man uns längst (ungefragt) genommen (siehe Staatsverschuldung, für die wir solidarisch haften), also blieben noch Güter und Immobilien übrig.

    Alles klar?



  12. brechstange

    Es scheint eine Wende zu geben:

    Darabos hat selbst interveniert, dass das Berufsheer um 1/2 Mrd. Euro billiger wurde, das sind immerhin 6,9Mrd. alte Schillinge. War er der Auftraggeber fürs Schwärzen? Es wird ja immer schöner.



    • mahler (kein Partner)

      Wenn das mit der Intervention wirklich so stimmt, ist die Optik für Darabos tatsächlich miserabel. Davon abgesehen ist aber für mich das Argument der höheren Kosten keines. Dass man jungen Leuten nicht mehr ein halbes Jahr ihres Lebens stiehlt, kann ohne weiteres 500 Mio Euro pro Jahr mehr kosten. Man könnte den Betrag z.b. gegenrechnen mit dem Verdienst- bzw. Steuerentgang, der in diesem halben Jahr anfällt.

    • brechstange

      @mahler
      So haben die Sozialdemokraten schon immer gerechnet und nicht bemerkt wie der Schuldenberg wächst. Wir brauchen bereits die 4fache Kraft ohne den Wohlstand vermehren zu können, um die Schulden überhaupt abbauen zu können (vom Baby bis zum Greis).

    • Johann Scheiber

      Dann hat Darabos ja doppelt rebelliert: Gegen sein Konzept und gegen die von ihm in Stein gemeißelte Wehrpflicht.

    • Erich Bauer

      "...Dann hat Darabos ja doppelt rebelliert..."

      Vielleicht ist er ein etwas älterer Adoleszent. Und so pubertäre Schübe können die Umgebung ganz schön quälen...

    • numerus clausel (kein Partner)

      Der will sicher Finanzminister werden, oder Kassier bei einem Amateurfußballverein in Westungarn (Burgenland).

    • Neppomuck (kein Partner)

      Mögen tät' er schon wollen, aber dürfen wird man ihn nicht lassen.

      Wer in seiner Planung den Zufall nicht einmal durch den Irrtum ersetzt, sondern bewusst falsche Zahlen hernimmt, der wäre zwar als Finanzminister ganz gut geeignet, aber das kann man sich auf Dauer auch nicht leisten.

  13. Gennadi (kein Partner)

    Wurde da nicht etwas übersehen?

    1. Darabos bezeichnete sich selbst als Oberbefehlshaber des Bundesheeres, deshalb hätten ihm alle zu gehorchen.

    2. Als Minister hat Darabos die Bundesverfassung zu vollziehen, nicht aber umzuschreiben. Wehrpflicht, Auftrag und Organisation des Bundesheeres sind durch die Verfassung vorgegeben.

    3. Wolfgang Fellner übertraf gestern noch den Hetzer Claus Pándi. Fellner bezeichnete den Generalstab als Militär-Junta. Bisher unwidersprochen durch alle.

    Wer regiert eigentlich Österreich, und auf welcher Grundlage?



    • mahler (kein Partner)

      zu Punkt 2: die Politik hat die Möglichkeit, die Verfassung bzw. einzelne Punkte daraus zu ändern. Dazu braucht sie im Parlament eine 2/3 - Mehrheit. Die ist in der Causa Wehrpficht realistisch. Die Rolle des Fachministers dabei besteht darin, die Diskussion in Gang zu bringen, Änderungsvorschläge vorzulegen und zu verhandeln.
      Könnte die Politik die Verfassung nicht ändern, wären auch andere Diskussion, etwa über ein Mehrheitswahlrecht völlig sinnlos.

    • numerus clausel (kein Partner)

      Oberbefehlshaber ist noch immer der BP!

    • Francois Villon (kein Partner)

      Herr/Frau mahler

      Sie wiederholen sich; überdies dürfte das Mitgeteilte bloß Analphabeten nicht bewußt sein.

      Tun´s einfach nur mitlesen, vielleicht lernen´S noch was.

    • mahler (kein Partner)

      Villon

      Manchmal muss man etwas eben zweimal sagen, damit es begriffen wird. Und von Ihnen lernen? Was denn? Etwa Diskussionskultur? Lächerlich.

    • Johann Scheiber

      Im "Strukturwandel der Öffentlichkeit" von Habermas werden drei Meinungsformen unterschieden: Die nicht-öffentliche-Meinung, die öffentliche Meinung und die quasi-öffentliche Meinung.

      Unter der dritten Meinungsform versteht er das was Journalisten untereinander produzieren und veröffentlichen oder vielleicht besser gesagt "absondern".

      In der zutreffenden Diktion von Lahnsteiner hieße das, dass sich die Tintenstrolche gegenseitig aufgeilen. Also wahrscheinlich hat der Pandi mit dem Fellner wenigstens telefoniert.

      Habermas hält die quasi-öffentliche Meinung für eine große Gefahr für die Demokratie. Kein Wunder, hängen doch mit den Tintenstrolchen auch die Mitarbeiter der Parteisekretariate und sonstige Halbgebildete aus dem Parteienumfeld in Permanenz zusammen - zur gegenseitigen "Befruchtung".
      Instruiert durch diesen permanenten Hexensabath werden dann die Politiker und die Leser "informiert" was öffentliche Meinung ist.
      Und dann wundert man sich, wenn die Politiker zu Irrläufern werden.

      Platon würde sagen, dass die sophistische quasi-öffentliche Meinung einen Schein produziert und versucht durch diesen die Wirklichkeit zu ersetzen.

      Der so produzierte Schein ist eine Blase wie die Finanzblase, ja die Blasen hängen sogar innerlich zusammen, denn der finanzielle Ruin ist nur die Konsequenz, die Außenseíte der aufgeblähten Lüge.

    • Neppomuck (kein Partner)

      Für eine noch größere Gefahr, die unsere Demokratie zu gewärtigen hat, sehe ich Forderung nach einer

      „radikalen Freisetzung individueller Lebensentwürfe“.

      "J. Habermas"

    • Neppomuck (kein Partner)

      Soll heißen "... halte ich die Forderung ..."

    • cmh (kein Partner)

      „radikalen Freisetzung individueller Lebensentwürfe“.

      Diese "Lebensentwürfe" werden dann sicher alle ausschauen wie die Wohnzimmer vom Leiner. Im Schaufenster ganz passabel, aber wenn man eines gesehen hat, kennt man alle.

      Taschenbücher und große Auflagen.

    • Neppomuck (kein Partner)

      Zu kurz gesprungen, cmh.

      Das bedeutet, sich den Teufel um den (unmittelbaren) Rest der Welt zu scheren, auch wenn man ihm die eigene Existenz verdankt. Man nennt das "Rücksichtslosigkeit", z.B. in seinem Sozialverhalten, das auch "ethnische Solidarität" mit einschließt.
      Das Ende jedes Gemeinwesens, wie z.B. das des Staates.

      Der Spaß ist kurz, die Reu' ist lang.

    • Erich Bauer

      "...auch wenn man ihm die eigene Existenz verdankt..."

      Was erwarten Sie von "Huxley's" glücklichen Sklaven? Doch nicht Verantwortung oder Reziprozität? Die "westliche Welt" tritt in diese Phase, scheinbar evolutionsgetrieben, unaufhaltsam ein. Wie das ausgeht wissen wir nicht... Fest steht, daß 80 Prozent der Menschheit ums tägliche Überleben kämpfen. Was die Evolution mit denen wohl vorhat...?

    • Neppomuck (kein Partner)

      Man kann nicht alles einer anonymen "Evolution" in die Schuhe schieben.

    • Francois Villon (kein Partner)

      Herr Bauer:

      ich versteh´ Sie nicht; wie können sie die Karikatur des Gemeinwesens – „the
      brave new world“ – als Bezugspunkt für Ihr Argument nehmen? Es ist doch klar, daß der Mensch eine Gemeinschaft braucht, um überhaupt existieren zu können.

      Die „Evolutions-Theorie“für das eventuell Kommende zu bemühen ist auch ein unsicheres Geschäft. Ihre Existenz verdankt sie doch nur dem „aufgeklärten Geist“, der damit Gott aus der Schöpfung entsorgt hat, bzw. das damit bezweckte. Aber als Theorie müßte sie nach ihren eigenen Axiomen (Voraussetzungen) als gänzlich absurd eigentlich längst der Lächerlichkeit preisgegeben sein.

      Jaques MONOD, Nobelpreisträger. „Alles ist Zufall. Wenn es nicht so wäre, müßten wir ja an Gott glauben.“

      Nature: „Die Evolution wird akzeptiert, nicht weil sie bewiesen wäre, sondern weil die einzige bleibende Alternative dazu der Schöpfungsakt Gottes wäre. – Und das wollen wir nicht.“
      „Für die Evolutionstheorie gibt es nur ein Argument: damit kommen wir ohne Gott aus.“

      Man kann´s aber auch mit der Abschätzung der Wahrscheinlichkeit – sozusagen wissenschaftlich – begründen.

    • Erich Bauer

      Daß das Wort EVOLUTION für Sie ein Reizwort ist, belustigt mich, ehrlich gesagt. Aber ich will mich weder mit "Kreationisten" noch mit "Zeugen Jehovas" auseinandersetzen. Es sei denn man reizt mich...

      Vielleicht könnten Sie das von mir in diesem Beitrag verwendete Wort EVOLUTION einfach nur mit ENTWICKLUNG übersetzen.

      Verzeihen Sie meine Frechheit "The brave new world" als "Bezugspunkt" gesetzt zu haben. Übrigens, in dieser Huxley'schen Welt ist überhaupt niemand mehr ALLEIN. Das "Gemeinwesen" PICKT sogar förmlich zusammen. Aber dazu müßte man das Buch gelesen und wenigstens ein bißchen verstanden haben.

      Übrigens, Ihre aus der Luft und Zusammenhang gerissenen Zitate, die gern von einschlägigen Schöpfungsgläubigen Fundamental-Monotheisten gebraucht werden, sind in den entsprechenden Handbüchlein besser aufgehoben. Kein ernstzunehmender Evolutionsbiologe wird behaupten, daß diese Wissenschaft den Beweis für oder gegen einen Gott erbringen kann.

    • Neppomuck (kein Partner)

      "Wie will man das Dasein Gottes leugnen und zugleich die Existenz von Cognac erklären?"

      Roda Roda, 1872-1954

    • Francois Villon (kein Partner)

      Herr Bauer, meine Verwunderung war deshalb entstanden, weil Sie sonst ja recht vernünftige Beiträge schreiben. Wie sollte ich Ihre Replik auf ein Zitat eines vorangegangen Beitrags verstanden haben, denn als unernste Abwertung der Gemeinschaft? Unernst deshalb, weil ich mir kaum vorstellen kann, daß Sie Huxley als ernsthafte Alternative des Gemeinwesens anzogen.

      Ihr Reflex in mir einen „Kreationisten“ oder „Mormonen“ zu sehen, obwohl ich mit keinem Wort dafür Anlaß gab, hat wohl die Absicht (m)ein Argument ins Lächerliche zu ziehen. Sie bedienen sich dabei jener Reizworte, bei denen die Propaganda auch den Hausmeistern bereits einsichtig gemacht hat, daß aus dieser Ecke dummes Zeug kommt. Ich kenne beide amerikanischen Sekten nicht, sie interessieren mich auch nicht.

      Mit dem Begriff „Entwicklung“ bin ich einverstanden, da er neutral ist, wenngleich die von Ihnen offensichtlich dabei unterstellten Gedanken sich meinem Empfinden nach sehr wohl an den Mechanismen der „Evolution“ zu orientieren scheinen. Die halte ich sowohl im eigentlich damit bezeichneten Fach für unsinnige Spekulation und die Übertragung auf das Politische für unzulässig und falsch.

      Was die Zitate betrifft, so sehe ich keinen unzulässigen Bruch mit irgendeinem „Zusammenhang“, der deren Bedeutung ändern würde. Ihr Einwand ist also ein Nicht-Argument.

      Ich selbst bin Katholik, insofern an eine Religion gebunden, die als zentralen Begriff den Schöpfergott hat. Da unsere abendländische Kultur wesentlich auf dem Christentum ruht, sehe ich nicht, wie Sie der Gottes-Frage ausweichen können, ohne nicht zugleich auch die hierauf fußende Kultur mitzuentsorgen, in die auch Sie hineingeboren wurden. Allein der Gedanke solches zu wollen oder nicht zu erkennen, wohin der platte Materialismus führt, erscheint mir unverständlich.

      Die Konsequenz der E.T. in diesem Zusammenhang zu erwähnen war aber legitim, denn Sie können sich nicht ein paar Trümmer von dort und ein paar andere aus den Fundamenten unseres Soseins willkürlich herauspicken. Man muß schon das Ganze nehmen. - `s Mäderl ist entweder schwanger oder nicht. Ein b i s s e r l schwanger geht nicht.

      Wir brauchen das auch keineswegs „theologisch“ oder „religiös“ diskutieren, es gibt m. W. auch keine ernsthaften Philosophen, der ohne Metaphysik auskäme. Nicht einmal die, die sie leugnen.

    • Erich Bauer

      Also, es ist mir wirklich rätselhaft, wie Sie draufkommen, daß ich mit der Erwähnung Huxley's die "Gemeinschaft" abwerte???

      Ich muß da wohl ein bißchen ausholen. Dabei beginne ich mit der Orwell'schen Welt. In dieser ist noch Widerstand vorhanden. Wenngleich die Bemühungen, den Einheitsmenschen zu schaffen gewaltig und gewalttätig sind. Es gibt noch Widerstandsnester gegen die Unterwerfungsbemühungen. In der Huxley'schen Welt, die eigentlich eine folgerichtige Entwicklung der Orwell'schen Welt ist, geschieht die Unterwerfung freiwillig und mit Freude. Wer da keine Parallelen zur Wirklichkeit sehen kann, dem kann ich auch nicht mehr helfen. Und was das mit einer grundsätzlichen Ablehnung der Gemeinschaft zu tun haben soll, erschließt sich mir einfach nicht... Aus meiner Sicht steht das Huxley'sche Gemeinwesen gar nicht mehr als Alternative da, sondern die Politik wird uns genau dort hinführen. Wenn wir nicht ohnehin schon längst an diesem Weltufer gelandet sind. Kommunikation ist Nicht-kommunizieren (Facebook, SMS etc.) Gemeinwesen ist individuelle Bedürfnisbefriedigung...

      Der inkriminierte Beitrag von mir, den Sie da heranziehen ist, richtet sich an Nepomuk (Posting oberhalb):
      "...Das bedeutet, sich den Teufel um den (unmittelbaren) Rest der Welt zu scheren, auch wenn man ihm die eigene Existenz verdankt..."
      Mit dem Bild von der Huxley'schen Welt stimme ich seinen Gedanken zu! Sie dürfen sich sogar fragen, welches Gemeinwesen eine "Karikatur" ist: Die Huxley'sche Welt oder die noch kommende WIRKLICHE Welt...

      Auch Ihrem Problem als Katholik mit der Evolution kann ich nicht folgen. Außer natürlich, wenn Sie daran glauben, daß der Mensch vor 6000 Jahren geschaffen wurde. Das wäre dann aber nicht mehr die gültige katholische Lehrmeinung. Wie ich schon geschrieben habe: "...Kein ernstzunehmender Evolutionsbiologe wird behaupten, daß diese Wissenschaft den Beweis für oder gegen einen Gott erbringen kann..."

      Ich darf Ihnen versichern, daß man als Katholik auch die Evolutionsbiologie als Wissenschaft annehmen kann.

      Möglicherweise werden meine Klarstellungen von Ihnen als unvernünftig "bewertet". Damit werde ich wohl leben müssen. Aber, da ich auch hin und wieder "vernünftige" Beiträge absondere, bitte ich Sie die Hoffnung um mich nicht aufzugeben.

      Mit Ihrer Replik können Sie sich Zeit lassen, denn in einer halben Stunde gehe ich offline.

    • Erich Bauer

      Neppomuck,
      "..."Wie will man das Dasein Gottes leugnen und zugleich die Existenz von Cognac erklären?"..."

      Köstlich. Alle Phänomene sind das Wahre Wesen. Selbst die ENTWICK... oder EVO... (leises lach)

    • Francois Villon (kein Partner)

      Ich denke hier liegt ein Mißverständnis vor. Die Huxley´sche und wahre heutige Welt sind natürlich ein zu kritisierendes Übel. Da teile ich auch Ihre Beurteilung.

      Mein Einwand bezog sich, als ich „Gesellschaft“ schrieb, nicht auf das Ist, sondern das Soll. Wenn ich den Wert/Unwert eines Gebotes diskutiere, so doch auch nicht aus der Perspektive der meist schlechten Einhaltung, sondern meine den darin enthaltenen kategorischen Imperativ. In diesem Sinn ist ein „Mensch“ auf „Gesellschaft“ angewiesen. Damit ist nicht eine kriminelle Gang gemeint, auch ist die Ausnahme eines „Einsiedler-Daseins“ deshalb nicht negiert.

      Eine Diskussion über Religion möchte ich mit Ihnen nicht führen, da Sie nach wie vor mit ziemlich unernsten Albernheiten (6000 Jahre…) operieren. Wenn Sie das mit Absicht tun, wohl wissend, daß solche „Argumente“ am Kern der Sache vorbeigehen, dann ärgert mich – weil bloß polemisch - das, wenn Sie´s nicht besser wissen sollten, hätten wir wenig miteinander zu diskutieren.

      Da ich der Ausbildung nach Physiker bin, vermag ich mit ausreichender Beurteilungsfähigkeit die Wahrscheinlichkeiten abzuschätzen, mit der die Axiome der Evolutionstheorie das von ihr behauptete Ergebnis erbringen könnten. Jede andere Theorie mit solch unmöglicher Wahrscheinlichkeit zur Erklärung der Entstehung des „Lebens“, würde ohne weiteres als völlig irreale PHANTASTEREI abgetan.

      Ich bin aber soweit rational und dem Vernunftargument verpflichtet, daß eine Theorie, deren Axiome (oder auch nur ein Teil davon) widersprüchlich, irreal sind in sich zusammenbricht. Es muß nicht jedes Detail extra als falsch nachgewiesen werden.

    • Gennadi (kein Partner)

      Schon interessant. Man zeigt drei grobe Fehltritte auf. Und andere kommen mit dem Kommunisten Habermas und anderen Spinnern daher.
      Uns reichen Spinner wie Darabos, Faymann (der ihm den Auftrag betr. Entacher gegeben hat) und Fellner. Die reichen uns mehr als.

    • Francois Villon (kein Partner)

      Gennadi, Sie diskutieren an der Oberfläche (oder ziehen das vor) und beschweren sich wenn andere dem auf den Grund gehen.

      Warum haben sie dann gefragt auf welcher Grundlage Österreich regiert wird?
      Da ist es doch bemerkenswert, was sogar Philosopen des Zeitgeistes dazu sagten.

    • Erich Bauer

      "...In diesem Sinn ist ein „Mensch“ auf „Gesellschaft“ angewiesen..."

      Sie wiederholen diese banale Tatsache jetzt schon, ich glaube, zum Dritten Mal. Diese Aussage wird deswegen nicht FALSCH. "Alle braunen Hunde sind braun..."

      Diese "unernste Albernheit" (Vor 6000 Jahren wurde der Mensch erschaffen) ist sogar weiter verbreitet als Sie denken. Insbesondere in den amerikanischen Bundesstaaten Indiana, Illinois und Idaho. Dazu kommt auch noch der "Bible Belt". Unnötig zu erwähnen, daß Darwin dort "des Teufels" ist. Immerhin darf dort in den Schulen die Evolutionstheorie nicht angesprochen werden - wie in der Türkei...

      Es ist mir nicht bekannt, daß die Evolutionsbiologie zu irgendeinem "vorgefertigten Ergebnis" kommen möchte. Für Teilhard de Chardin ist diese Wissenschaft sogar ein "Gottesbeweis". Wie übrigens auch die "Urknalltheorie". Ich unterstelle mal Galileo Galilei, dass er mit seinem trotzigen „und die Erde dreht sich doch…“, Gott nicht abschaffen wollte. Da ist die moderne Teilchenphysik möglicherweise schon weiter…

    • Francois Villon (kein Partner)

      Herr Bauer Sie lesen nicht genau, darum diskutieren Sie über etwas, das ich nicht gesagt habe.

      Wenn in den USA irgendwelche Dogmen oder „Gesetze“ deren „Denken“ verbiegt, mag das sein, aber das habe ich mir nicht angezogen. Sie können mich nicht für deren Argumente verantwortlich machen, ich habe mir sie nicht als „Verbündete“ ausgesucht.

      Sie scheinen auch über mancherlei moderne Theorien aus Astro-Physik und Biologie ein paar Schlagworte aufgeschnappt zu haben ohne eigentlich zu verstehen wovon da die Rede ist. Die Lektüre von Hermann Hesses Glasperlenspiel könnte für Sie erhellend sein.

      Der Jesuit Teilhard de Chardin hat zwar die E.T. vertreten, bekam aber auch von seinem Orden ein lebenslanges Publikationsverbot; es dürfte der SJ vielleicht doch etwas zu häretisch erschienen sein.

      Und eine Antwort auf die Frage nach dem Ursprung des Lebens ist seine „Lehre“ trotzdem nicht. Und „Big Bang“/Urknall – was ist das? Ein Wort ohne Sinn. Ein bißchen Philosophie und Erkenntnistheorie wäre nicht schlecht.

      Aber jetzt sind wie schon weit ab vom Thema dieser Dikussionsrunde. Wir sollten Gennadis Geduld nicht zu sehr strapazieren

  14. APM (kein Partner)

    Ich denke dass Unterberger der Kronenzeitung zu viel Bedeutung beimisst. Ich habe eher das Gefühl, dass sich die Krone zum ersten Mal „etwas“ zu weit aus dem Fenster gelehnt hat.
    Die "Bestellung" Faymann's als "Kanzler" durch den verblichenen "Alten" Hans Dichand, war in gewissen Maß schon seinem fortgeschrittenen Alter, z.T. einer manchmal diesem Alter zugesprochenen „Selbstüberschätzung“ zuzusprechen - (Pendant B. Kreisky) Sein Nachfolger, immer im Schatten des Vaters geblieben, meint, die Linie des Vaters fortsetzen zu müssen. Möglicherweise spielt auch sein Privatleben, was uns aber dezidiert nichts angeht - hier eine keineswegs untergeordnete Rolle.
    Wie auch immer – derlei „Wunschvorstellungen“ erwiesen sich schon des Öfteren als Bumerang, denn ich bin mir NICHT sicher, WIE eine mögliche Volksabstimmung bez. der Wehrpflicht ausgeht. Leide zeigte die Geschichte ja schon mehrere Male wie man in diesem Staat mit der Volksmeinung – sollte sie nicht der politischen Vorstellung entsprechen – demokratisch umgeht.
    Fazit: Die „Ausführenden“ sind derartig unbedarft, der Karren der „Politik“ derartig verfahren und gelähmt, das Volk derartig sauer, dass Neuwahlen mit Abstand das Beste wären. Wie auch immer sie ausgehen – viel schlimmer kann es nicht werden.



    • Gennadi (kein Partner)

      Die Bevölkerung kann nicht über die Wehrpflicht abstimmen, dazu müßte erst der Auftrag der militärischen Landesverteidigung wegfallen.

      Zuviel Bedeutung für die Kronenzeitung? Ist relativ. Wenn eine Zeitung politische Ziele vorgibt und Politiker diese ausführen, sogar wenn die Ziele verfassungswidrig sind, dann ist das sehr bedenklich.

  15. Tertullian (kein Partner)

    Die Pikanterie der "Affäre Darabos":
    Oberbefehlshaber, Minister und Generalstabschef sind Partei"freunde"!
    Die wahre Ursache für Entachers Enthebung soll Aktenmanipulation sein!?
    Die FP ist derzeit so stark wie Rot, oder Schwarz und wächst weiter.
    Kann gut sein, daß die rot-schwarze Einheitspartei noch ein letztes Mal Neuwahlen als letzte Rettung für den Machterhalt inszeniert um noch einmal HC als Bundeskanzler zu verhindern.
    Wir werden demnächst sehen.....



    • Schnabeltierfresser (kein Partner)

      Ich würde ja Strache gleich auch in Personalunion zum Generalstabschef machen!

    • Homer (kein Partner)
    • brechstange

      Aktenfälschung - wie sich herausstellt - auf Anordnung von Darabos selbst. Es wird immer schöner.

      Es kann eigentlich nur mehr Rücktritt geben, alles andere ist eine Verhöhnung jedes einzelnen Staatsbürgers.

    • Tertullian (kein Partner)
  16. Mel Haring (kein Partner)

    "Die Frage ist nur, ob das der konsenssüchtige Josef Pröll endlich begreift." - dazu hatte ich einen Gedanken. Nehmen wir an, Pröll sagt mutig "Es reicht", und es kommt zu Neuwahlen. Nehmen wir weiters an, Pröll verspricht, nicht mehr mit der SPÖ zu koalieren. Mutig wäre das, weils gut für Österreich wäre - und wahrscheinlich weniger gut für die ÖVP selbst. Das wäre ja doch glatt ein Grund, wieder ÖVP zu wählen. Nur: Ich würd ihm sein Versprechen nicht glauben, mein Vertrauen hat er schon verspielt. Und deswegen würde ich trotzdem FPÖ wählen.



  17. cmh (kein Partner)

    Sicher kennen alle den schlechten Scherz von den Ungarn, die hinter einem in die Drehtüre gehen und vor einem wieder herauskommen.

    Es gibt noch einen schlechteren: Wenn hinter einem ein Burgenländer in eine Drehtüre geht kommt man vorne mit einem Messer im Rücken wieder heraus.

    Möglicherweise habe ich jetzt den Burgenländern Unrecht getan und bitte um Enschuldigung.



  18. Schnabeltierfresser (kein Partner)

    Kompromisslerischer Kurs der ÖVP ist gut. Da dreht man extra seine Meinung zum Berufsheer innerhalb von Tagen um 180 Grad, nur um gegen die SPÖ zu oppunieren, und dann sind Herr Unterberger immer noch nicht zufrieden?



    • Trollfresser (kein Partner)

      STF hat offensichtlich Erfahrung mit dem Dienstverkehr in roten Ministerien.

      D sagt zu E: "Ach rechnen's ma die Variante Totalabschaffung a no so für alle Fälle, a wenn's eh net kummt aus."

      E rechnet und D baut noch einige Unsinnigkeiten mit ein und sagt dann, E habe das ja so vorgeschlagen. Soweit so rot!

      PS Das mit dem oppUnieren sollte wohl harpunieren heißen und trifft es zwar nicht beser aber ehrlicher. Meingott F(reud)

    • Segestes (kein Partner)

      @Schnabeltierfresser:
      Der Witz ist in der Tat, dass zuerst der schwarze Spindelegger den Präsenzdienst angezweifelt hat, während Darabos dieses System mit Verweis auf den Bürgerkrieg(!) verteidigte.
      Und plötzlich haben Rote und Schwarze die Rollen getauscht.

      Ich kann mich deshalb des Eindrucks nicht erwehren, dass wir hier Zeuge einer hinterfotzigen Inszenierung werden, hinter der mehr steckt, als man vordergründig annehmen würde.

    • Erich Bauer

      "...Zeuge einer hinterfotzigen Inszenierung werden..."

      Vermutung: verräterische Darabos-Wortspende: ÜbERNATIONAL.

      EU-Berufsarmee. EU-Militärdoktrin (naturgemäß militärische Arbeitsteilung)... Aufmucken gegen EU nicht mehr möglich. Sonst "Beistandshilfe"... Die EU-Partei ÖVP mag das sehr.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)

      Ich kann mich deshalb des Eindrucks nicht erwehren, dass wir hier Zeuge einer hinterfotzigen Inszenierung werden, hinter der mehr steckt, als man vordergründig annehmen würde.


      Dieses Eindrucks kann ich mich regelmäßig nicht erwehren. Wag the dog.

      Einzig der wahrhaftige Martin Bartenstein, dessen einziger Fehler es ist, ein Stück weit weniger konservativ zu sein als sein Ghostwriter, steht noch für das Berufsheer gerade.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)

      Als nächstes ist vermutlich die SPÖ gegen die Gesamtschule, nur weil die ÖVP plötzlich damit einverstanden wäre, wetten?

    • Erich Bauer

      "...steht noch für das Berufsheer gerade..."

      Ich glaube, daß auch die anderen ÖVPler noch für das "Berufsheer" stehen, wie sie es schon sehr, sehr lange tun, viel viel länger als die SPÖ. Derzeit halt ein bißchen schief und gekrümmt.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)

      Oder am Ende noch für den Nato-Beitritt. Kann sich noch wer erinnern, dass sowohl ÖVP als auch FPÖ einmal flammende Befürworter eines solchen waren? Aber die SPÖ ist ja soo populistisch...

    • Erich Bauer

      "...Als nächstes ist vermutlich die SPÖ gegen die Gesamtschule..."

      Durchaus vorstellbar. Die "Prolos" brauchen halt ein bißchen länger bis sie begreifen, daß "bürgerliche" Konzepte einfach besser sind... Warum sie länger brauchen, liegt wahrscheinlich am öffentlich, proletarischen Bildungswesen. Obwohl es sich doch irgendwann bemerkbar machen muß, daß bereits viele "Edel-Prolos" Privatschulen absolviert haben.

    • november_rain (kein Partner)

      Kaum anzunehmen, dass hinter dem derzeitigen Kasperltheater eine komplizierte Inszenierung steckt. Das würde ja ein Mindestmaß an intelligentem Denken voraussetzen, was bei beiden Regierungsparteien nicht erkennbar ist.

      Wenn man unbedingt wie die ÖVP eine unpopuläre Position verteidigen muss, dann muss man sich sie gut überlegt haben und auch begründen können. Dummerweise war aber lange Zeit die ÖVP für Berufsheer und NATO. Die ÖVP ist genauso inkompetent, rückgratlos, verlogen wie die SPÖ. Viele haben jetzt auf einmal ihre Liebe zur Wehrpflicht entdeckt, nur weil Darabos dagegen ist.

    • Erich Bauer

      "...Kaum anzunehmen, dass hinter dem derzeitigen Kasperltheater eine komplizierte Inszenierung steckt..."

      Derzeit zieht sich SPÖ und ÖVP zurück, um die von UHBP geforderte "Sicherheitsdoktrin" auszubaldowern. In beiden Positionspapieren wird die Wehrpflicht nicht einmal ansatzweise erwähnt...

      Und Inszenierung hat sowieso nichts mit Intelligenz zu tun. Siehe "ORF-Ed". Es hat mit EHRE zu tun: "Meine Ehre ist Parteitreue"

    • Josef Maierhofer

      Ich habe hier schon einmal gepostet, daß man über alles reden können muß, auch über unser Bundesheer.

      Das, was Sie hier schreiben, das mit dem um- und hin- und herfallen der ÖVP, das ist sozusagen der Gipfel dieser 'Diskussion' ums Heer. Alles nur Gemeinplätze und keine Argumente von seiten der Koalitionsparteien. Von der Opposition konnte ich nur lesen, daß Strache tobt.

      Ich habe damals auch gesagt, daß ich als verantwortlicher Verteidigungsminister schon längst die Schweizer befragt hätte nach den Vorteilen ihres Milizheeres, das wir ja auch haben, und ihrer Meinung dazu, des weiteren würde ich die Deutschen befragen, warum sie auf ein Berufsheer umschwenken wollen und wo sie da die Vorteile sehen, und auch die anderen Nationen würde ich fragen, statt, wie Herr Darobos, einige Beamtenkonzepte erstellen zu lassen.

      Dann noch das Theater mit den Unwahrheiten, mit den 'Meinungsverschiedenheiten' mit der 'seriösen' 'Diskussion' mit Entlassung oder Versetzung des Generals, dann die Unwahrheiten, die nachgewiesen wurden und von ihm selbst stammende Aktenveränderungen, die er kritisiert, na, alle Tassen hat der nicht im Schrank der jetzige Verteidigungsminister.

      Da hätte ich wohl gemeint, es sollte sehr bald eine anderer kommen, der was versteht von Heer und Militär und einer der ehrlich ist und die Wahrheit sagt.

      Dann hätte ich noch gemeint, man sollte alle Fakten aufbereiten und eine Volksbefragung zur Zukunft unseres Bundesheeres erarbeiten, oder eine Volksabstimmung oder eine Neuwahl, wenn die SPÖ blockiert und auf einem unfähigen Verteidigungsminister weiter beharrt.

      Wir haben die schlechteste Regierung, die wir je in Österreich hatten.

      Statt zu arbeiten, streiten sie auf unsere Kosten. Neuwahlen, das wärs wohl, um diese unselige Koaliotion und diese unselige Doppelpartei SPÖVP aus allen Regierungsämtern zu verbannen, zumindest für eine Legislaturperiode zum Nachdenken, was sie vielleicht doch FÜR das Volk hätten tun können.

    • Erich Bauer

      Josef Maierhofer,
      "...daß ich als verantwortlicher Verteidigungsminister schon längst die Schweizer befragt hätte nach den Vorteilen ihres Milizheeres..."

      Die Schweizer braucht man nicht zu befragen. Jede politische Gruppierung, die eine Fragestellung über die ev. Abschaffung des Milizheeres in den Raum stellt, wäre bevor sie noch den Antrag dazu stellt, so was von weg vom Fenster...

      Die Schweiz ist NICHT in der EU. Sie müssen zur Kenntnis nehmen, daß Österreich in der EU ist. Mit überwältigender Mehrheit haben sich die Bürger DAFÜR entschieden. Auch eine "EU-quasi-Regierung" kann keinen "bürgerlichen Nationalstaat" neben sich dulden. Klar doch, will die EU doch am Ende der Fahnenstange eine "EU-de facto-Regierung"!!!

      Glauben Sie tatsächlich, daß irgendjemand diese FAKTEN aufbereiten möchte, bevor die Abschaffung Österreichs als Staat unumkehrbar abgeschlossen ist??? Mit einem "Berufsheer" unter einer EU-Militärdoktrin macht man einen Riesenschritt in diese Richtung. Wollen Sie aus der Tatsache, daß bei den Verhandlungen über die Sicherheitsdoktrin die Wehrpflicht (Miliz) überhaupt nicht mehr erwähnt wird, keine Schlüsse ziehen?

      Ich halte noch einmal fest: DIESE FAKTEN sind nicht "kommunizierbar"! Obwohl ich da "optimistischer" wäre. Eigentlich gibt es nur noch eine einzige und letzte Volksbefragung: "Wollt IHR den "bürgerlichen Nationalstaat Österreich", oder die "Hacklerregelung" als NEUE Verfassung haben??? Das Ergebnis würde wahrscheinlich das der EU-Befragung noch übertreffen... Wetten werden angenommen...

  19. numerus clausel (kein Partner)

    Was lese ich soeben auf orf.at? Im vom Darabos bevorzugten Modell hat er mal schnell eine halbe Milliarde weggerechnet, damit´s gleich teuer kommt wie das derzeitige System? Na servus Kasperl, der macht´s ja schon wieder so wie beim Eurofighter. Oder ist das bloß die übliche Rechensart seiner Paddei? Sind dann deren Malversationen auch noch höher, oder haben sie dort auch mit den Zahlen getrickst? Allein mit dieser Vorgehensweise - wiederholten - kann sich der Bertl jetzt schleichen...



    • Observer

      Kopfrechnen ist nicht die Sache des Bleichgesichtes und Taschenrechner stehen dem Verteidigungsministerium im Zuge der Einsparungen nicht mehr zur Verfügung. So sind die "unter den Tisch" gefallenen 500 Millionen zu erklären.

    • numerus clausel (kein Partner)

      Wieso, wurden im Verteidigungsministerium auch sämtliche technische Einrichtungen zerstört wie annodazumal im Finanzministerium als die Roten dieses räumen mussten?

      Was anderes noch: Wenn ein Freiwilligenheer kommt, wer ist dann für die Pistenpräparierung in Kitzbühel und Schladming eingeteilt???

    • cmh (kein Partner)

      In Kitzbühel und Schladming werden wohl schon die Roten Falken ausrückend gemacht werden.

    • numerus clausel (kein Partner)

      Das erklärt einiges, vor allem die Begründung, warum die Österreicher nicht so gut abgeschnitten haben, zumal die Piste zu griffig und zu wenig eisig war. Die sind sehr perfide und beginnen schon hier gegen das eigene Land zu werkeln...

    • cmh (kein Partner)

      NC

      Warum den bösen Willen annehmen, wenn einfache Blödheit ausreicht.

      Was haben Sie denn von einem Biotop angenommen dass doch tatsächlich einige Zeit ein Lied gesungen hat wie "Die Baddei, die Baddei hat immer recht .." bis ihnen selber der Schwachsinn aufgegangen ist.

    • Josef Maierhofer

      Nicht einmal, wenn das Bundesheer ersatzlos gestrichen wird, werden sich bei der SPÖ die Kosten dafür verringern, sie werden sich erhöhen.

    • cmh (kein Partner)

      Wie können Sie das von einer Partei behaupten, die innerhalb kürzester Zeit aus dem Beinahekonkurs saniert hat. Ich bitt' Sie.

  20. Reinhard (kein Partner)

    All den unbedarften Gedankenjongleuren, die herumseiern man würde jungen Menschen ihre Lebenszeit stehlen, möchte ich noch eines ins Stammbuch schreiben:
    Die Wehrpflicht ist in den letzten Jahrzehnten bewusst auf eine reine wehrtechnsiche Ausbildung zusammengekürzt worden. Das Wort Ausbildung dürfte bekannt sein, da steckt das Wort Bildung drin, und es gilt schon mal der Grundsatz: Bildungszeit ist keine verlorene Zeit.
    Im Gegenteil, es kann sich erweisen, dass jene, die diese Ausbildung genossen haben (deren Qualität wie die jeder Bildung in den letzten Jahren durch populistische Unterwanderung und konsequente Demotivation des Bildungskörpers einen ähnlichen Niedergang wie in der Schule erlebt hat - aber man sollte dann nicht über die Abschaffung der Schule sondern die Erneuerung und Verbesserung der Lehrbedingungen nachdenken), in schwierigen Lebenssituationen besser gewappnet sind als jene, die jedesmal, wenn man ihnen einen Platz auf einer Schulbank zuweist, strampeln und greinen wie Kleinkinder, die man zu früh zu Bett schickt.

    Es werden harte Jahre kommen, die Krisen dieser Welt sind entgegen dem blinden Frohlocken der Medien über kurzfristige Zehntelprozentzuwächse, die in der Situation einer fast bankrotten Familie, die überraschend eine Euromünze zuviel an der Kassa zurückbekommen hat, in frenetischen Jubel über die Weisheit der sie bezahlenden Politiker ausbrechen, noch lange nicht vorbei sondern stecken gewissermaßen noch in den Kinderschuhen.
    Österreich träumt sich in ein kuscheliges warmes europäisches Nest, murmelt im Halbschlaf "Wir waren immer sooo brav, haben alle Asylanten aufgenommen, alle EU-Beschlüsse in blindem Kadavergehorsam abgenickt, niemals widersprochen, alle lieb gehabt - jetzt passt ihr mal schön auf, dass uns nix passiert!".
    Wir brauchen keine äußeren Feinde. Wir brauchen auch keine Armee zur Niederschlagung innerer Unruhen. Aber wir brauchen Männer und auch Frauen, die gelernt haben und in der Lage sind, in harten Zeiten, in Notsituationen, sich daran zu erinnern, was zu tun ist, wie man sich helfen kann, wo man anpacken muss.
    Aber nein, nur nicht den jungen Menschen ein halbes Jahr ihrer Zeit stehlen, das kann man viel sinnvoller in der "World of Warcraft" verbringen und auf Monster ballern, hurra. Nur wenn denen jemand den Stecker zieht, stehen sie sprichwörtlich im Dunkeln.
    Wer gedient hat, weiß, wie man damit umgeht, wenn Heizung und Wasser kalt bleiben, der Strom zu fließen aufhört und die Energiesparlampe ihrem Namen alle Ehre macht und dunkel bleibt. Man lernt, ohne Heizung und Kühlschrank, ohne Computer und Handy zu leben. Man lernt, die Zähne zusammnzubeißen und anstatt jammern und greinend in der Ecke zu hocken aufzustehen und zu kämpfen - für sich, für die Menschen die man liebt, für die Gesellschaft der man sein Leben in Wohlstand verdankt. Man lernt dort, wo alle verzagen, die Führung zu übernehmen und sie aufzustellen, und man lernt dort, wo jemand die Führung übernommen hat, sich in eine Gruppe einzuordnen, im Team zu wirken und Konflikte zu bewältigen
    In meinen Augen ist dieses halbe Jahr für das ganze restliche Leben das Gleiche wie der Ersthelferkurs für den Führerschein - eine Vorbereitung auf den Notfall. Und wie bei diesem haben die Meisten bis heute nicht begriffen, dass sie diese Ausbildung nicht machen, weil der böse Staat sie dazu zwingt, sondern weil einst ihr eigenes Leben oder das ihrer Angehöriger von der Fähigkeit zum Handeln abhängen kann. Fragen wir das Volk nach der Abschaffung der Verpflichtung zum Ersthelferkurs beim Führerschein - ich prognostiziere lockere 80% für die Abschaffung.
    Denn Bildung, egal welcher Form, wird von 80% hier als Strafe betrachtet, während nur 20% geistig in der Lage zu sein scheinen, in Bildung auch das Geschenk zu sehen, für sich selbst Vorteile daraus zu ziehen.
    Statt dankbar zu sein für die Möglichkeiten, die sich eröffnen, wird etwas angepöbelt und niedergemacht, von dem man gar keine Ahnung hat - aber wen wundert es denn, wenn sogar die Regierung bereits von Bildungs- und Leistungsverweigerern durchwachsen ist.
    Also - schön weiter Ballerspiele am PC spielen und in den Pausen von "gestohlener Zeit" winseln...



    • brechstange

      Es lernen nur die nichts beim Bundesheer, die sich gekonnt vor jeder Ausbildung drücken. Wie heißt es immer geltend: "Jeder ist seines Glückes Schmied."

    • numerus clausel (kein Partner)

      Mit der Schmied haben wir aber kein Glück.

    • MJM

      @Reinhard,

      Ein Spitzenkommentar - extrem treffend!

    • Straker (kein Partner)

      Ein hervorragender Kommentar!

    • Observer

      Reinhard: Sie haben mit Ihrem Kommentar völlig recht, wenn die Ausbildung zur besseren Bewältigung vieler Lebensaufgaben führen würde. Ich schreibe deswegen "würde", da ich in der Alltagspraxis nichts davon bemerke, obwohl in den vergangenen 53 Jahren schon fast 2 Millionen Österreicher beim Heer ausgebildet wuden (ich war auch dabei!).

    • Reinhard (kein Partner)

      Dank an alle, und Observer, genau das meinte ich mit meinem vorletzten Absatz.
      Wobei der Prozentsatz weiter sinkt.
      Deshalb auch mein Hinweis auf die Schule: Wenn dort der Bildungsstand immer weiter sinkt und sowieso nur noch ein paar Prozent bereit sind etwas zu lernen, warum schaffen wir dann die Schule nicht gleich vollkommen ab? Nein, da wollen wir eine Ganztagszwangseinrichtung draus machen, um die aktive Verblödung zu potenzieren.
      Es geht nicht darum, die struktur zu zerschlagen, sondern einen Standard herzustellen, der einen höheren Ausbildungsgrad garantiert.

      Mein Appell ging einfach an jene, die das bisher nicht begriffen haben, dass man aus jeder beliebigen Ausbildung und jeder Lebenssituation Vorteile für sich selbst ziehen kann. Ich war vor 20 Jahren auch nicht begeistert über meinen Wehrdienst, habe aber die Chance genutzt so viel wie möglich für mich selbst zu erreichen und bin heute sehr froh, diese Erfahrungen gemacht zu haben. Und er ging an jene, die auf der einen Seite über verlorene Lebenszeit sudern, aber kein Wort über die 5 stunden durchschnittlichen TV- und PC-Konsum pro Kopf und Tag zu verleiren, der natürlich viel hochwertiger ist als ein aktiver Wehrdienst.

    • Logiker

      Reinhard, wie so oft 5 Sterne. Begriffe wie Pflicht, Leistung, (Eigen)Verantwortung, Moral etc. müssen für eine Parteideologie, welche die egoistische leistungslose Spassgesellschaft zu Lasten Dritter zum Dogma erhoben hat, um sich an den vielzitierten Trögen zu halten, aus allen Lebensbereichen entfernt werden. Keine Pflicht und keinen Zwang oder Rücksicht gegenüber anderen, nur das Ich und alles jetzt sofort, propagieren diese Rattenfänger, welche am 1. Mai die Solidarität heucheln. In Vollziehung dieser Gesellschaftsverbrechen scheuen sie nicht, bereits Kinder im Babyalter in ihre Obhut zu bringen und sie in weiterer Folge durch ihre Indokrinierungseinrichtungen zu unselbsständigen abhängige gleichgeschaltete Mitläufer zu erziehen.

  21. thomas lahnsteiner

    NEWS schwenkt um. Der größte aufdecker aller zeiten und intellekuellste journalist österreichs kurt kuch kämpft mannhaft für darabos...ein burgenländer läßt einen anderen burgenländer nicht im stich, vor allem dann, wenn fette inserate der spö bzw spö-naher betriebe winken.
    Der burgenländische hobby-ahnenforscher (sein stammbaum umfasst angeblich schon 60.000 personen.... da muss er ja bis zu den neandertalern vorgestoßen sein), DJ, paukenschläger und trommler kommt zu dem schluß, dass darabos natürlich richtig, aber zu spät gehandelt habe..
    Wenn der brillenheini die von ihm selbst in stein gemeißelte wehrpflicht auf zuruf der kronenzeitung abschaffen will, dann ist NEWS natürlich mit von der partie, sonst könnten ja inserate der gemeinde wien verloren gehen.
    Und wegen der bösen generäle, nicht wegen der inserate ist der kurtl, der ebenfalls bis vor kurzem ein anhänger der wehrpflicht war vom saulus zum paulus geworden.......einfältiger gehts nimmer........



  22. Brigitte Imb

    Dr. Johannes Öhlböck LL.M. ( Rechtsanwalt in Wien und Milizoffizier des Österreichischen Bundesheeres im Rang eines Oberleutnants.)-

    bringt es in der "Presse" auf den Punkt.

    Ein Guttenberg aus Kroatisch-Minihof?

    http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/628634/Ein-Guttenberg-aus-KroatischMinihof?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/595146/index.do&direct=595146



  23. Baldur Ainarin

    Erschütternd, daß die freie Meinungsäußerung in diesem Staate zu schweren beruflichen Nachteilen führen kann. Darabos ist und bleibt ein nullformatiges Extremwürstchen. Traurig, daß die Kronenzeitung einen Narren an ihm gefressen zu haben scheint. Warum gibt es keinen Mißtrauensantrag gegen diesen Darabos! Sind ÖVP und FPÖ schon zu feige ?



  24. ProConsul

    Andreas Unterberger stellt hier genau die richtige Frage: Wie lange schaut die ÖVP diesem armseligen Treiben noch tatenlos zu?
    Wahrscheinlich wäre es am besten in Neuwahlen - welche natürlich geschickt eingefädelt werden müssen - zu gehen, und danach eine Koalition mit der FPÖ einzugehen!



    • Wertkonservativer

      @ProConsul

      Ganz meine hier wiederholt vorgebrachte Meinung!
      Da sind wir ganz d'accord, junger Mann (mit guten Eigenschaften)!

  25. papi66

    Es wäre doch hoch interessant einmal das Landhaus in St.Pölten zu durchleuchten.
    Herrschen nur im roten Wiener Rathaus, in der SPÖ mafiaübliche Familien Verhältnisse oder gibt es diese mafiaüblichen Familien Verknüpfungen auch bei der ÖVP im schwarzen Landhausviertel an der Traisen.

    Der Landeshauptmann Erwin Pröll und sein Neffe Pepi Pröll sollten doch auch verwandt sein, oder?

    Ich kann es einfach nicht glauben, dass es diese Ehefrauen, diese Lebensgefährten, diesen ehelichen und unehelichen Kinderförderverein, diese Verwandtschaftsmischpoche nur im Wiener Rathaus gibt.

    Dass in manchen Ministerien ganze Familien Clans a la sizilianischer Mafia werken, das ist schon lange bekannt und stört keinen mehr.
    Ich frage mich aber, warum ist das so?



    • Erich Bauer

      Weder vom Rathaus, noch vom Landhaus, noch von Ministerien habe ich je "Dementis" zu Klon- Genpool- oder Eugenik-Anwürfen gehört. Ja, nicht einmal gegenseitige Vorwürfe, daß z.B. das Rathaus das Landhaus vorführt oder umgekehrt, sind mir bekannt. Klone und Eugenik-Ergebnisse halten halt zusammen...

    • Brigitte Imb

      Ach, in NÖ läuft das anders, da herrscht Unternehmergeist, und so manche Angehörigenfirma ist dabei "genesen".

  26. Erich Bauer

    "...eine solche Partei kann für eine bürgerliche Partei (ÖVP Anm.) als Partner nicht akzeptabel sein..."

    Vielleicht doch. Unterschätze man nicht die Bauernschläue. Die ÖVP kann sich jetzt einmal entspannt zurücklehnen und mit unernsten Sticheleien der SPÖ den Blutdruck hochtreiben. Durchaus möglich, daß KRONE-Häupl-Darabos aus diesem Palawatsch als "Intelligenzruinen" aussteigen. Das belustigt das Volk und freut die ÖVP. Das wäre dann der Zeitpunkt an dem sich die ÖVP als kompetente und pragmatische Volkspartei einschalten könnte, um endlich das "Berufsheer" zum Wohle aller auf Schiene zu bringen. Denn die Präferenzen für ein Berufsheer sind bei der ÖVP schon sehr, sehr lange, viel länger als bei der SPÖ vorhanden.

    Aus dem Darabos-Gestammel entströmte das vielsagende Wörtchen: "Übernational". Könnte daher durchaus sein, daß die nationalen Berufsarmeen in einer EU-weiten Militätdoktrin aufgehen sollen. Das Ziel wäre dann naturgemäß eine militärische Arbeitsteilung. Ein Austritt aus dieser dann so existentiell verzahnten EU wäre absolut unmöglich. Das würde der ÖVP sehr, sehr entgegenkommen.

    Die KRONE-Leserbriefschreiber würden ihr Leibblatt natürlich nach wie vor als Bollwerk gegen die EU sehen. Und auch nach wie vor Austrittswünsche heftig und deftig vorbringen. So wie halt unreflektierte Berufsheer-Befürwortung im gleichen Atemzug EU-Austritts-Wünsche hervorbringen kann. So wie die KRONE-Pensionen den EU-Beitritt gerettet haben und heute eine EU-"Austrittsparty" spielen läßt...



    • Johann Scheiber

      Sehr geehrter Herr Bauer, Sie bringen die Sache auf den Punkt. Hinter der Position von Darabos stehen in Wahrheit alle Parteien, aber aus dessen Performance machen sie vergnüglich politisches Kleingeld.

    • Erich Bauer

      Wenn man versucht, das positiv zu sehen, kommt man zu dem Schluß, daß das "bürgeliche Lager" den Sieg eingefahren hat. Denn die Sozialisten haben eigentlich über Jahrzehnte die "bürgerliche Idee" Berufsheer vehementest abgelehnt. Die "Prolos" brauchen halt ein bißchen länger bis sie wissen was gut ist. Ist ja auch klar... das öffentliche, proletarische Bildungswesen... Die Bürger wissen schon warum Privatschulen...

    • Francois Villon (kein Partner)

      Das ist aber genau der Grund, warum von der ÖVP nichts zu erwarten ist. Das politische Kleingeld wird gerne gewechselt, aber die Abwicklung Österreichs, die mit Vrantz begonnen und mit dem Großen Wolferl zur Apotheose geführt wurde, steht nach wie vor auf der Agenda.

      Der größte Witz dabei ist, daß die ach so verachtete Monarchie das Staatsmotto auf die Münzen prägte: SEMP(er) AUG(ustus) - was "immer Mehrer des Reiches" bedeutete und danach handelte, die demokratische Republik sich aber wie die dt. Treuhand verhält, die - ganz im Gegensatz zum Motto im Firmenschild - alles verluderte und dubiosen "Kriegsgewinnlern" zuschob.

      Zu allen Zeiten war die Hoheit über die eigene Währung die wichtigste Vorausetzung eines Staates, sein wirtschaftlichen Wohl und Wehe selbst zu bestimmen. Romig brachte es auf die kurze und alles sagende Formel: "Der Staat ist das Geld!" bzw. "Das Geld ist der Staat!"

      Die Auflösung wurde von Rot und Schwarz in gemeinsamer Kumpanei betrieben. Aber auch die FPÖ hat hier längst die Unschuld verloren. Der frühere Abg. Hirnschall sagte vor den Beitritts-Scharmützeln: "Wir wären ja in Wahrheit eh für die EU, da aber mindestens die Hälfte der Wähler dagegen ist, wollten wir mit der (geheuchelten) Opposition zur EU die Stimmen lukrieren". Und nicht anders ist die Äußerung Haiders zu verstehen, "daß die FP ja dafür gewesen wäre, wenn die "Hausaufgaben" zuvor erledigt worden wären".

      Es gab und gibt aber keine zu erledigenden Hausaufgaben, denn die EU ist im Kern die Auflösung/Abwicklung Österreichs als souveränder Staat.

      Die jetzige Debatte um einen geistigen Taglöhner im Zusammenhang mit dem BH ist eine Nebelschwade, um mit der in "übernationaler Abstimmung" geplanten Abschaffung der Wehrpflicht die Selbstverteidigung der betrogenen Bürger prophylaktisch zu verunmöglichen.

  27. Viktor

    Ich muß,von meinem Vorgesetzten beauftragt,zu einer gestellten Aufgabe 7 Varianten ausarbeiten,um alle überhaupt möglichen Lösungen zu erfassen und meinem Auftraggeber darzustellen.
    Ich darf aber zu den 7 Varianten meine eigene Meinung haben und eine von diesen bevorzugen und die mir am schlechtesten erscheinende ablehnen.
    Im Staatsdienst habe ich auch eine Verantwortung für die Allgemeinheit und bin verpflichtet an die Öffentlichkeit zu gehen,wenn ich sehe,daß sich mein Vorgsetzter,der nicht vom Fach ist und von der Materie nichts versteht, ohne die Problematik in einem sachverständigen Beratungsgremium in der Öffentlichkeit zu prüfen und zu diskutieren auf eine Variant versteift,die ich für ungünstig und für den Staat schädlich halte.
    Minister Darabos entläßt Herrn General Entacher mit der Fesstellung,er hätte sich gegen seine eigene Ausarbeitung gestellt,was bei 7 Varianten ein absoluter Schwachsinn ist und der weiteren Feststellung Herr General Entacher hätte nicht an die Öffentlichkeit gehen dürfen,wobei Darabos nicht erkennt,daß Herr General
    Entacher in dieser Situation in seiner Verantwortung für den Staat nicht anders handeln durfte.



    • cmh (kein Partner)

      Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit dem damaligen Olt Entacher, der gerade von einem Generalstabsvorbereitungskurs zur Truppe zurückkam und sagte, dass ihm die Lagen am liebsten wären, bei denen vorne und hinten der Hut brennt.

      Ich nehme an, dass er diese LAgen glöst hat und nehme das auch für alle weiteren Lagen an.

  28. Wolfgang Bauer

    Weh' dem, der lügt?
    Entacher hat also die 7 Unsinns-Varianten selbst ausgearbeitet und sich dann davon distanziert... Da lass ich mich hineinstechen, wenn das stimmt!
    Man erinnere sich bei dem mit bibbernden Lippen und unsicherem Angsthasenblick vorgetragenen, besonders risikolosen und unfairen Schmäh (weil Entacher die Gegenwehr z.Z. verboten ist) mit Grausen an das Lügengebäude, das Darabos seinerzeit bei seiner Eurofighter-Verteuerungsaktion aufgetürmt hat. Er bot damals wie jetzt das gleiche für jedermann durchschaubare Bild eines Schülerbuam, dem der Herr Lehrer auf etwas draufgekommen ist, der's aber partout nicht zugeben will. Der Trotz ist ihm ins Gesichterl geschrieben, ein bisschen Selbstmitleid, dass er erwischt worden ist, schwingt mit.
    Er weiß, dass dem Herrn Lehrer klar ist, dass es eine Lüge ist, aber er bleibt dabei. Wird er damit auch diesmal - wie damals - durchkommen? Es ist zu fürchten. Wenn er stolpert, dann höchstens, weil er zu schlecht lügen kann...

    .



    • Cotopaxi

      Wurde dieser junge Minister nicht von den Jesuiten oder einem ähnlichem katholischen Orden erzogen?

    • papi66

      Werter Herr Bauer sen.!
      Lügen haben kurze Beine, das Sprichwort kennen Sie doch, oder? warten wir ab was der eh-schon-wissen-Kanzler dazu sagt.
      Der unKanzler und der unVizekanzler fahren zur Zeit auf unsere Kosten Schi, im schönen Davos.
      Warten wir ab, bis die beiden wieder in Österreich sind, lassen wir uns überraschen.
      Endweder es explodiert demnächst eine Bombe in dieser Regierung oder das Volk nimmt die Sache in die Hand!

      Ps.
      Ich denke der Darawischl wurde von einer burgenländischen Eselin im Schlaftrott geboren und anschließend von einem roten Buschwindröschen aufgezogen.

    • Brigitte Imb

      Wer soll der "Hr. Bauer sen." sein, bzw. wer ist der Jun.? :)))

    • papi66

      Werte Frau Imb!
      Na das ist doch ganz einfach, der Herr Wolfgang Bauer ist der sen. und der Herr Erich Bauer ist der jun., oder lieg ich da falsch.

    • cmh (kein Partner)

      Stalin wurde auch von den Jesuiten erzogen.

      Und hin und wieder kann man auch ein Bild des großen österreichischen Staatskünstlers Otto Mühl ohne zu erbrechen anschauen.

      Facit: Jeder ist seines Glückes auch im Unglück Schmied. Und dem erfolglosen Erzieher die Verbrechen des Zöglings vorzuwerfen ist reine Polemik.

    • Erich Bauer

      papi66,

      Danke für das jun. Da ich nicht möchte, daß Sie weiterhin "falsch" liegen, möchte ich mitteilen, daß ich in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu Wolfgang Bauer stehe - jedenfalls ist mir nichts davon bekannt. Die "Bauer's" sind weit verbreitet. Ein Blick ins Telefonbuch beweist das. Um unter diesen Namen eine bestimmte Person zu finden, braucht es genaueste Angaben - ist sicher von Vorteil, wenn die genaue Wohnadresse bekannt ist... (freundliches grins)

  29. A.K.

    Dr. Unterbergers Blog "Ende für Darabos – oder die Koalition?" trifft mit seinen allen Aussagen den Nagel auf den Kopf. Der Artikel gehört als Plakat gedruckt und symbolisch im Rahmen einer Demonstration beim Bundeskanzleramt, bei der Kanzlei des Staatsoberhaupts und bei der ÖVP-Parteizentrale und zusätzlich an zentralen Plätzen in den Landeshauptstädten angeschlagen.



    • Alexander Renneberg

      Fein, ich bin dabei.

      Wann, und wer von den bürgerlichen kommt noch?

      P.s. Die 200 A1 oder A0 Plakate stelle ich gratis zur Verfügung.

    • A.K.

      Eine entsprechende Demonstration müßte relativ leicht zunächst in Wien zu organisieren sein. Ich glaube, daß z.B. die von Darabos als "nur Vereinsmitglieder" - ähnlich einem letztklassigen Fußballverein - Bezeichneten leicht zu gewinnen sein werden. Ob der ORF allerdings eine solche Demonstration im Fernsehen berücksichtigen, würde bleibt offen. Ich glaube sogar, daß vom ORF sogar eine Million Demonstraten ignoriert werden würde.

    • inside

      Alexander

      let's do it

    • Simpson

      Besprechen wir die Vorgangsweise

    • Xymmachos
    • terbuan

      Und dazu auch gleich den Kommentar von Helmut Oswald!
      Martin Luther 2.0
      Es ist Zeit für eine radikale Veränderung, schlagen wir die Thesen überall an, es ist wirklich 5 vor 12, unsere Nachfahren werden uns verfluchen, dieser Entwicklung untätig zugesehen zu haben!

    • Undine

      Brigitte und Fosca, da dürfen wir doch auch nicht fehlen! :-)

    • Brigitte Imb

      Jaaaa, wann?

      Das ist Ehrensache und da möchte ich mitmachen.

      Manda s'isch Zeit

  30. HJR

    Hier ist jedes weitere Wort zuviel. Bevor diese überparteiliche Comedytruppe das Land vollends zum Operettenstaat macht, sollten wir auf die Straße gehen, bis diese Typen Geschichte sind.



    • terbuan

      Den Operettenstaat haben wir schon, was fehlt ist, auf die Straße zu gehen!
      Diese Typen werden nicht Geschichte sein, nachdem sich das Volk erhebt und sie verjagt. Aber dazu sind alle noch viel zu saturiert und benebelt von den verteilten Drogen, es muß endlich einer kommen und sagen, Leute wacht auf, so geht es nicht weiter, diese Banditen führen uns in den Abgrund!
      Nur, wo ist der Messias?

    • terbuan

      werden "erst" Geschichte sein, der Zorn beschränkt die Artikulation!

    • M.S.

      @terbuan

      Ich fürchte, trotz allem Ärger und Besorgnis über die unerquickliche Entwicklung ist die Aussicht, dass sich die Situation rasch zum Besseren wendet ziemlich schlecht.
      1. Die Auswirkungen der miserablen Politik auf die Allgemeinheit sind noch zu
      wenig spürbar (die Masse der Bevölkerung erfährt noch kaum
      Einschränkungen in ihren Konsumgewohnheiten)
      2. Weder die Opposition im Parlament, noch die bereits mehrheitlich von der
      Politik vereinnahmten Medien warnen ausreichend vor dem drohenden
      Desaster.
      3. Ein entscheidender Faktor ist der völlig rasch und unerwartet erfolgte
      personelle und inhaltliche Niedergang der ÖVP seit dem Ende der Schüssel-
      Aera, der diese chaotische linke Politik überhaupt erst ermöglichte.

      Es ist zu befürchten, dass die Menschen erst aufwachen werden, wenn die Folgen dieser verantwortungslosen Politik mit voller Wucht hereinbrechen werden.

    • cmh (kein Partner)

      An dieser Stelle möchte ich allen die Lektüre des wunderschönen Buches "Der 18. Brumaire des Louis Napoleon" ans Herz legen bevor sie die Pantoffel ausziehen.

  31. Celian

    Darabos schafft sich ab.

    Wie schon Feymann betreffend der Diskussion rund um die Schulverwaltung mit einem „Schluss der Debatte“ den öffentlichen Dialog abwürgen wollte, ist nun Darabos an der Reihe, der eklatante Führungsschwächen zeigt. Der Dritte im Bunde war der ORF-General Wrabetz, dem die Nerven durchgingen, als sich sein ORF-Kommunikationschef ein wenig unter Direktoren und Journalisten umgehört hatte. Einen Tag nach dem „Machtwort“ mußte der ORF-Kommunikationschef zurücktreten.

    Das sind keine Führungspersönlichkeiten, allesamt zeigen sie große Führungsmängel, allesamt sind sie Streß nicht gewachsen. Es mag schon sein, daß hie und da ein Machtwort angebracht ist. Auch ist es eine alte Managerweisheit, daß schlechte Entscheidungen besser sind als gar keine. Aber wenn man alleweil den Despoten raushängt, wenn man der Debatte nicht mehr gewachsen ist, weil sie sich in eine andere als der dem Despotenhirn entsprungene Richtung entwickelt hat, dann haben wir es nicht mit Manager-Qualitäten zu tun. Und wenn man dann noch die Köpfe unliebsamer Kritiker rollen läßt, hat sich einer den Schlußpunkt einer Karriere selbst gesetzt. Darabos schafft sich ab.

    Die Vorgangsweise Darabos´ übertrifft bei weitem den Hinauswurf Sarrazins bei der Deutschen Bundesbank letztes Jahr. Dem ging dort ein Beschluß auf Vorstandsebene voraus, inklusive Gesprächen mit Sarrazin und dem deutschen Bundespräsidenten, was zwar genau in diesem Fall fragwürdig war, aber die Entscheidung gegen Sarrazin war keine reine Willkür wie in Österreich. Denn hier regiert die reinste Willkür! Da wird einfach ein nicht Willfähriger aus dem Amt entfernt. Die Ausschlußbasta-Mentalität ist das Ekzem der Linken, das sie kriegen, wenn ihnen etwas sauer aufstößt, weil die Fakten nicht so liegen, wie es ihnen lieb ist. So reagieren schwache Menschen, die mit Macht nicht umgehen können. Da ist auf einmal ganz schnell Schluss mit Lustig, Toleranz und Meinungsfreiheit. Da werden andere Geschütze aufgefahren. So sind sie halt, unsere lieben Gutmenschen. Lieb nur, wenns nach ihrer Nasen geht.

    Zeit, daß wir uns von ihnen befreien.



  32. Josef Maierhofer

    Jetzt ist die ÖVP dran, zu sagen, ob sie für Österreich ist als Partei oder gegen Österreich.

    Nach dem gelesenen würde ich auch meinen, daß man in diesem Spiel der SPÖ die Karten nun aufdecken soll und aufzeigen, wohin das führt, was die wollen und tun und was das alles kostet.

    Es ist tatsächlich nicht von einer Heeresreform die Rede und einer Diskussion darüber, sondern nur von einer Machtdemonstration der SPÖ.

    Ich denke, das Volk wäre zu befragen, entweder zu einem zukünftigen Heer für Österreich oder zu einer neuen Regierung. Darobos muß weg, der hat weder das Zeug noch die Kraft für einen Minister.

    Ich weiß, viele Österreicher haben genug von dem teuren und unsinnigen Politgeblödel wegen Macht, Einfluß, Selbstbedienung und Apparatschiktum der SPÖ und werden dieser eine kräftige Abfuhr erteilen, die ÖVP kann es sich aussuchen, ob sie weiterhin SPÖVP heißen will oder ob sie in Zukunft eine eigene Linie, am besten eine für Österreich, schafft.

    Einzig die FPÖ muß sich (noch) nicht vor einem Volksentscheid fürchten, die waren zu all den Unsinnigkeiten ja ausgegrenzt von SPÖVP. Ich meine, daß sollte denen von SPÖVP nun voll auf den Kopf fallen, sie haben es sich redlich verdient.

    Dr. Pröll Neffe hat in seiner kumpelhaft, bäuerlichen, gutmenschlichen Konsensverirrung die ÖVP noch weiter an die SPÖ ausgeliefert, als die ÖVP das allein getan hätte. Auch er gehört dafür abgewählt und Faymann samt Apparatschikanhang sowieso.

    Wir wissen alle, daß auch ein Strache nicht wirklich helfen kann, aber wir sollten alle wissen, daß das nun bald das Ende der gemeinsamen Selbstbedienung von SPÖVP sein muß und da ist Strache sicher ein Anwalt des Volkes, solche österreichfeindlichen Auswüchse, wie sie von SPÖVP gefördert, ausgeführt und geduldet werden, nicht weiter zu betreiben.

    Ich als Dr. Pröll würde gefühlsmäßig ohne Kenntnis von Hintergründen und sonstigen Sachfragen einfach die Position für Österreich beziehen und die SPÖ auffordern mitzugehen für Österreich oder wegzugehen gegen Österreich.

    Das heißt: Vorbereitung einer Volksbefragung zum Bundesheer und/oder Neuwahlen.

    So kann man den Übermut der SPÖ nicht durchgehen lassen, es ist genau dieser wahnsinnige, 40 Jahre lang dauernde, Übermut, der Österreich in die schwersten Schulden seiner Geschichte gestürzt hat und noch jahrzehntelang schweres Leid verursachen wird, der Übermut der den Kommunisten der alten DDR sehr ähnlich sich verhaltenden Apparatschiks der SPÖ.



    • Ritter vom Kapall

      Ich stimme zu, aber Josef Pröll ist nur Dipl.-Ing. - kein Dr.!

    • Josef Maierhofer

      @ Ritter vom Kapall

      Danke für die Korrektur !

    • A.K.

      @Josef Maierhofer
      Ihr Satz "...So kann man den Übermut der SPÖ nicht durchgehen lassen, es ist genau dieser wahnsinnige, 40 Jahre lang dauernde, Übermut, der Österreich in die schwersten Schulden seiner Geschichte gestürzt hat und noch jahrzehntelang schweres Leid verursachen wird, der Übermut der den Kommunisten der alten DDR sehr ähnlich sich verhaltenden Apparatschiks der SPÖ." ist goldrichtig.
      Das Mindeste, was die ÖVP (eventuell hinter den Kulissen) von der SPÖ verlangen sollte, ist der Rücktritt von Darabos und die Bestellung eines auch für die Wähler akzeptablen Nachfolgers.

  33. Reflecting

    Deprimierend ist die Tatsache, dass in diesem Land kein Thema, ob es sich um Bundesheerreform, Schule, Universitäten, Fristenlösung, legale und illegale Einwanderung, Pensionen, Missbrauchsfälle usw. usw. handelt, stilvoll, sachbezogen, sine ira et studio, ohne persönliche Untergriffe und vor allem nicht ohne massive ideologische Aufladung behandelt werden kann.
    Wir sind offensichtlich schon so weit, dass zum Nachteil des Landes immer mehr Menschen, die sich noch einen geradlinigen Denkprozess erhalten haben, in der inneren Emigration ihren Frieden suchen und verbreiteten Wunderlichkeiten ausweichen wollen. Das mag zwar subjektiv verständlich sein, ist aber auch eine Flucht aus der Verantwortlichkeit für die Zukunft des Landes.
    Die meisten Kommentare hier sind, wie man direkt und zwischen den Zeilen lesen kann, vielfach schon Hilferufe oder ein Aufschreien gequälter, sich betrogen und hintergangen fühlender Geister. Auch wenn wir der inneren Emigration entsagten, wenn wir unserer Verantwortung in unserer jeweiligen kleinen Welt voll gerecht würden, wenn wir uns anstrengten, vorbildlich wirken und handeln zu wollen, und wenn wir alle unsere Kräfte bündelten, fürchte ich, dass wir das Ruder nicht mehr herumzureißen in der Lage sein werden. Das allgemeine „conditioning“ ist schon zu weit fortgeschritten, der Grad der Wurstigkeit zu hoch und das Selbstinteresse zu ausgeprägt, als dass eine Umkehr noch erwartbar sein könnte. Das sagt nicht ein von Pessimismus geprägter Mensch, sondern einer, der sich bemüht, den realen Gegebenheiten ins Auge zu schauen.



    • A.K.

      @Reflecting
      Ihr Beitrag ist eine leider sehr zutreffende Bestandsaufnahme. Logisches Denken kommt immer mehr ab; dürfte u.a. am aktuellen, spaßorientierten, Ausbildungsprozeß liegen.

    • Josef Maierhofer

      Wir brauchen die Bande nur ganz kräftig abwählen, so, daß sie nicht mehr in einer Regierung sind, dann haben wir sie zumindest für eine Legislaturperiode los.

  34. Doppeladler

    Der Minister von der traurigen Gestalt wird bald wie ein heißer Erdapfel von der Kronenzeitung fallen gelassen - und dann wird ihm der Krone-Kanzler gleich in die Wüste schicken. Dann hat der Mohr seine Schuldigkeit getan und darf abtreten ....

    Und ich weiß auch schon wer ihm nachfolgen wird: Die liebe kleine Laura Rudas ...



    • brechstange

      Das wird er sich nicht trauen, der Faymann.

    • Laura R.
    • cmh (kein Partner)

      Und als ich nicht mehr weiterwußte hörte ich eine Stimme sagen: "Fürchte Dich nicht, es könnte ärger kommen."

      Und ich fürchtet mich nicht mehr.

      Und es kam ärger.

      Und wenns die Laura nicht wird, wird sich halt der ORF einen neuen V-Mann zur Baddei suchen müssen.

  35. Erich Bauer

    "...eine Kanzlerpartei, die nur noch ausführendes Organ einer Boulevardzeitung ist..."

    Habe mir gestern (Punkt 18 Uhr) erlaubt über "krone.at" eine KRONE-Headline vorzuschlagen:

    NUR BERUFSHEER SICHERT PENSIONEN!!!

    Vielleicht hätte ich mir den nachfolgenden Erfolgshinweis ersparen sollen:
    "Die KRONE-Pensionen haben doch schon am Vorabend der EU-Abstimmung den EU-Beitritt gerettet..."

    5 Minuten nach Übernahme meines Positings war mein Post nicht mehr vorhanden... so als wäre nichts geschehen...



    • Josef Maierhofer

      Ja, Sie Pumuckl Sie, wie können Sie auch nur einen solchen Vorschlag machen ?

    • Erich Bauer

      Ich fürchte, diese "Headline" wurde sofort an Pandi weitergeleitet. Jetzt bespricht er sich mit dem Osterhasen im BK-Amt... Beide zusammen stehlen mir dann diese Idee... Ich bin und bleibe halt ein Pumuckl...

  36. Helmut Oswald

    Entacher hat richtig und er hat ehrenhaft gehandelt. Aus eigener Erfahrung – ich erhielt meine Ausbildung zum Kompaniekommandanten unter seiner Leitung - weiß ich, daß dieser General als Vorgesetzter untadelig zu handeln pflegt. Entachers Führungsqualitäten stehen ausser Zweifel, er war zwar politisch einzuordnen, aber weder Apparatschik noch beamteter Halbschuhoffizier und schon gar nicht Politruk – weder seiner Dienstauffassung noch seinem Charakter nach.

    Erstgenannte drei Spezies sind unter den Berufssoldaten verbreitet, in manchen Verbänden denen ich daß Mißvergnügen hatte, vorübergehend dienstzugeteilt zu sein, waren sie in derartiger Überzahl, daß sie den Dienstbetrieb – teils auch in bewußtem und gewolltem Zusammenwirken - bis zur Unkenntlichkeit lahmzulegen im Stande waren.

    Entacher stößt aus einer Welt der selbstverständlichen und tagtäglichen Pflichterfüllung unter Dauermangelbedingungen, in der medial unentdeckt und bewußt unbeachtet regelmäßig von Vorgesetzten und Soldaten auch ganz ausgezeichnete Leistungen erbracht werden, in die Welt der politischen Klasse vor. Dort herrscht ein Überfluss an Mitteln und öffentlichem Lob unter der Voraussetzung, daß man bereit ist, nichts anderes zu vertreten als linksgerichtete Journalistenklüngel und ihre vom Staat bezahlten Medien sich Tag für Tag neu ausdenken ohne für den von Ihnen verbreiteten Widersinn jemals Verantwortung tragen zu müssen.

    Dort regieren die Darabos dieser Erde das Geschäft, von dem das Einzige, was man von ihm verlässlich sagen kann, ist, daß er die Fähigkeit des Landes, sich verteidigen zu können ununterbrochen herabsetzt. Daß ein Mann, der es angeblich mit seinem Gewissen nicht vereinbaren konnte, Österreich mit der Waffe zu verteidigen konsequenterweise niemals einen Befehl zum Einsatz des Heeres geben kann, ansonsten er sich ja als Lügner und Drückeberger entlarvt, fragt in einem Land, in dem der größere Teil der Politiker sich vom Wehrdienst verschont hat und in dem dies Journalisten im günstigsten Fall als unbeachtlich einstufen, niemand nach. Hierzulande ist es für Politiker üblich geworden, sich vom Arzt dienstunfähig schreiben zu lassen, sich durch andere verteidigen zu lassen und wenn die linke Gosse herumpöbelt ‚Soldaten sind Mörder’ sich umzudrehen und wegzuhören.

    Ein Berufsheer ist im Frieden zu groß, im Einsatz zu klein und im Betrieb zu teuer. Die Verhinderung des des Kräfteaufwuchses bei fehlender Prognosesicherheit hinsichtlich der sich wandelnden regionalen und internationalen Sicherheitsarchitektur ist schlichtweg falsch.

    Für Parteien des institutionalisierten Landes- und Volksverrates wie SPÖ und Grüne ist die Abschaffung der Wehrpflicht selbstverständlich nicht nur erwünscht – unbegrenzete Zuwanderung gegen den Willen der Mehrheit des Volkes durchzusetzen setzt ja geradezu voraus, dieses zu entwaffnen. Verrat und Feigheit werden daher im Orwellschen Neusprech linker Gesinnungsjongleure ‚Widerstand’ der in wissentlich lügenhaft angelegten ständigen Vergleichen der österreichischen Gegenwart mit dem Nationalsozialismus damit natürlich zur ersten Bürgerpflicht hochstilisiert wird. Fazit: Und ist es auch ein Wahnsinn, so hat er doch Methode.

    Es gilt, den Trägern dieser Methoden das Handwerk zu legen.Deshalb lautet die Forderung:

    Schafft Darabos ab und nicht die Wehrpflicht!



    • Schani

      Dem ist nichts hinzu zufügen,Sie haben eine vortreffliche Analyse verfasst!

    • Johann Scheiber

      Was für ein Triumph, die Dividende unseres "basischen" Wehrsystems genießen zu können. Ein Beitrag, wie der von Helmut Oswald zeigt, dass der allerwichtigste Teil der Landesverteidigung, die geistige Landesverteidigung im gemischten Verteidigungssystem voll verankert ist, und nun nicht nur vom Generalstab und den Berufssoldaten, sondern auch von der Miliz wahrgenommen wird. Der Kampfverbund funktioniert!

      Nietzsche hat eine Prophezeiung auf unsere Zeit gemacht, in der er ausgeführt hat, dass sich alles in einen Geisterkrieg auflösen wird und dass sich alles daran entscheiden wird wer die besseren Argumente bringt und wer mehr Mittel zu ihrer Durchsetzung organisieren kann.

      Wahrscheinlich hätten sich Nietzsche, aber auch die Erfinder der geistigen Landesverteidigung nicht im Traum den Frontverlauf, wie er sich nun in der österreichischen Wehrdebatte zeigt, vorstellen können: Dass das Volk gegen die von ihm gewählte und finanzierte Elite einen geistigen Abwehrkampf führen muss!

      Aber die Aussichten sind gar nicht so schlecht, steht doch einer offenbar immer noch wehrbereiten Bevölkerung wenig gegenüber: Ein Minister mit Kompetenz und Autorität gegen Null, ein paar Gossenzeitungen, die die eigene Leserschaft nicht mehr in den Griff kriegen, ein auf fette Honorare schielender "Experte" der Mayer- oder Küberl-Klasse und ein pensionierter Bürohengst der von der NATO träumt.

      Vielleicht ein Wendepunkt in Österreich, der den Appartatschiks zeigt, dass die Bevölkerung nicht willens ist sich deren österreichfeindlichen, "übernationalen" Überlegungen wehrlos auszuliefern.

  37. simplicissimus

    s.g. herr unterberger: ein hervorragender bericht, nichts dem hinzuzufügen ausser fassungslosigkeit, nein nicht wegen darabos, was erwartet man sich von so jemandem in der position eines verteidigungsministers? jetzt hat er sich zusehends zum selbstverteidigungsminister gemacht.
    aber fassungslosigkeit wegen der geilomobil-verwirrten partei!
    da man an eine nachhaltige "genesung" der vp nicht mehr zu denken wagt, bleibt nur mehr zu hoffen, dass deren wähler massivst zur fpö abwandern, um endlich einen politischen schwerpunkt zu schaffen.



    • cmh (kein Partner)

      Wenn der ÖVP die Geradlinigkeit noch mehr abhandenkommen sollten, dann werden ihr nicht nur die Wähler, sondern auch die Funktionäre langsam davonlaufen.

  38. brechstange

    O.T.
    Es gibt einen interessanten Gastkommentar von carpricorn.



  39. Observer

    Neues Kommando an Darabos:
    "Habt Acht! Abtreten!"



    • Observer

      Oder: "Links um, wegtreten!"

    • brechstange

      Versteht er als Zivildiener möglicherweise nicht.

    • phaidros

      "Links um" versteht der wohl.

    • Cotopaxi

      Welchen Sinn soll es haben, einem Linken "Links um" zu befehlen?
      Er steht sowieso schon an der geistigen Mauer seiner Weltanschauung.

    • Erich Bauer

      "...Er steht sowieso schon an der geistigen Mauer..."

      Damit jeder, auch der naivste und wohlmeinendste Bürger, ihn als "angrennt" erkennen kann.

    • Cotopaxi

      @Erich Bauer: bei den meisten Linken merkt dies auch so.

    • cmh (kein Partner)

      Links um geht bei dem doch jedesmal in eine andere Richtung.

  40. DI Friedrich

    Spannend bleibt für mich ob es unseren Landesverteidigern möglich ist, soviel Rückgrat, Mut und Disziplin gemeinsam aufzubringen um dieses Milchgesicht zu entsorgen.



    • Francois Villon (kein Partner)

      Diese Hoffnung dürfte sich nicht erfüllen. Der interimistische Nachfolger Commenda hat seinen Dienst mit den Worten angetreten, daß „er den Reformweg des Ministers beschreiten werde“.

      A bisserl opportunistisch will mir scheinen.

      Aber das hat ja in deutschen Landen Tradition. Als der dt. VM Wörner den 4-Sterne-General Dr. G. Kießling wegen dessen NATO-kritischen Ansichten nach einer wüsten Verleumdungskampagne entsorgt hatte, Kießling aber nach einiger Zeit vollständig rehabilitiert ward, verweigerten seine Generalskollegen trotzdem den in Ungnade gefallenen ranghöchsten Offizier der BW das sonst übliche Abschieds-Diner im Kreise der Generalität. Eine „feine“ Bagage.

      Herr Scheiber hat wohl sehr recht, daß die geistige Landesverteidigung von unten gegen die „Eliten“ durchgesetzt werden muß – und wird. – Sofern uns die Götter noch einmal beistehen.

  41. Graf Berge von Grips

    Nr.353
    Ein Rücktritt ist - wenn Sie verstehen -
    auch ein Tritt auf die, die dahinter stehen ...



  42. MJM

    Für Vizekanzler Josef Pröll wäre es nun doch einmal an der Zeit sein unerträgliches Schweigen zu brechen, will er die Talfahrt der ÖVP in der Wählergunst bremsen oder gar umkehren.

    Es ist schon eine sehr bescheidene Leistung, neben einer so schwachen SPÖ, kein erkennbares Profil zu zeigen und statt dessen den (Un-) Dingen ihren Lauf zu lassen.

    Es droht , dass die Bundes-ÖVP das Schicksal der Wiener ÖVP erleidet und in völlige Bedeutungslosigkeit absackt. Ihr gelebtes Parteiprogramm könnte man etwa so auf den Punkt bringen:

    Der Letzte löscht das Licht!



    • Josef Maierhofer
    • Cotopaxi

      Es kann jeden treffen, der den Austritt aus dieser Partei verschläft, wenn es um das Lichtausmachen durch den Letzten geht.

    • Brigitte Imb

      Die werden dann alle bei der FPÖ andocken wollen, wetten. So könnten sie am Trog bleiben.

  43. mike1

    ich hoffe zutiefst, dass pröll der jüngere endlich die situation in vollem ausmaß begreift und dem chaos ein ende bereitet bevor es zu spät ist.

    viele uns weisen zurecht auf die seinerzeitige aussage molterers - "es reicht" - hin. der zeitpunkt ist gekommen, aus dieser koaltion sofort auszusteigen und neu wählen zu lassen.

    es darf doch nicht sein, dass diese peinlichen kronenzeitungshörigen figuren faymann, darabos, bures, rudas, ostermayer, stöger (?) etc. etc. weiterhin das ansehen österreichs in den dreck ziehen und den staat als solchigen vollends ruinieren. die schädigung ist ja jetzt schon groß genug.

    pröll hätte dem faymann zumindest als erste reaktion nahezulegen, dass man dem bp vorschlägt, darabos auf der stelle abzulösen. wenn man das nicht tut, sofortige neuwahlen.

    es reicht jetzt wirklich !!



    • Wertkonservativer

      Ganz Ihrer Meinung, lieber mike1!

    • LF

      Es ist im Moment nur zu befürchten, dass Neuwahlen zu einer Stärkung der Partei führen, die (derzeit) die allgemeine Wehrpflicht abschaffen will. Vor ca. 50 Jahren hat der Slogan "Sechs Monate sind genug" schon einmal gewirkt. Man muss ihn nur ein bissch.en abändern

    • LF

      Hoppla, es waren nur 40 Jahre - Mathematik war schon immer meine Achillesferse.

  44. thomas lahnsteiner

    Wie die mafia wird die spö von einigen familien mit ihrem journalistischen anhang regiert....

    Heute : die familie faymann

    In zweiter ehe haben die sozialistische gemeinderätin Martina Ludwig, stellvertretende vorsitzende des wiener SPÖ gemeinderatsklubs, und Werner Faymann ein spätes glück gefunden. Martina Ludwig gilt als schöpferin der spö-bundesgeschäftsführerin Laura Rudas und ihres schauerlichen anhangs.
    Über die ex?pressesprecherin des bundeskanzlers angelika feigl gibt es beste beziehungen der faymanns zu deren ehemann, dem stes gegelten und dadurch etwas schmierig wirkenden krone-zampano claus pandi, der sich als alter freund faymanns outet.
    "Gerne gesehene gäste- des mafia-clans (der verf.)- sind Doris Bures und ihr Gatte, HEUTE-Geschäftsführer Wolfgang Jansky, sowie Sonja Kato, Wiener Gemeinderätin und Gattin von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny....." berichtet WOMAN
    und so bleibt alles in der familie....als hausdepp dieses clans fungiert dann noch der burgenländische brillenheini, dem man unangenehme aufträge, wie vollzug von Kronenzeitungskampagnen, zugedacht hat.



    • terbuan

      Fürwahr, "eine schrecklich nette Familie"!

    • Teiss

      Zum Thema Rathausfamilie:

      Die von Ihnen aufgezählten Paare sind doch nur der bekannt gewordene Teil der Familienbanden und geschlechtlichen Beziehungen im roten Biotop Wiens.

      Wissen Sie zum Beispiel mit wem der ehemalige Stadtrat DI "Rudi" Schicker zusammen war bzw. ist?

    • durga

      Der "Rote Reigen"

      - Marion Knapp (Klubdirektorin Parlamen) - Josef Cap -
      Bruder Christian Cap (Geschäftsführer Kabel TV Wien)

      - Christian Oxonitsch (amtsführender Stadtrat für "Bildung")- Ulrike Sima (Stadträtin) bis 2008

      - Ulrike Sima - Josef Thon (Leiter MA48)

      - Eva Maria Hatzl (Gemeinderat) - Johann Hatzl (ehem. Landtagspräsident)

      - Grete Laska (pens. Stadträtin) - Helmut Laska (Geschäftsführer Wr.Arbeiterheime & Anteile Gewista)

      - Andreas Schieder (Staatssekretär Finanzen) - Sonja Wehsely (Stadträtin) gemeinsamer Sohn

      - Sonja Wehsely: Schwester Tamara Wehsely (stellvertretende Klubchefin)

    • Teiss

      @Turga: Ex-Stadtrat "Rudi" Schicker

      (wo werkelt der eigentlich zur Zeit oder ist er beim AMS gemeldet) -

      Leiterin der Stadtschulrates für Wien (angeblich) ? Gemeinsames Kind?

    • brechstange

      Die müssen sich aber gut verstehen, wie die sich mischen.

    • Teiss

      @brechstange: Ich fürchte, soviel Verschiedenartiges zum Mischen gibt es nicht. Der Genpol in diesen Kreisen dürfte immer kleiner werden.

    • Erich Bauer

      Teiss,
      "...Der Genpol in diesen Kreisen dürfte immer kleiner werden..."

      Bliebe immer noch das Klonen...

    • mike1

      @Teiss 26. Januar 2011 16:54 :

      schön langsam wird's inzucht. die geistigen defekte sind schon bemerkbar.....

    • durga

      @Teiss

      und ich hab mir dacht der Schicker Rudi (der da capo vom rotn Gemeinderatclub is und vielleicht bald Vorstand von der E-control wird) und die Brandsteidl Susi tun zusammen nur laufen, tanzen, Schulfeiern besuchn und Mastapläne schmiedeln.

  45. brechstange

    Ich frage mich, was man eigentlich bei einem Geschichte- und Politikwissenschaftenstudium lernt.
    Mir schwant, man lernt nur mehr die Reaktion der Medien zu beachten. Das reicht für einen Titel.

    Doch nun wünsche ich mir von einer ÖVP endlich ein intelligenteres "Es reicht!". Wie lange will man sich eigentlich noch vom Koalitionspartner SPÖ vorführen lassen?



    • cmh (kein Partner)

      Es hat nicht der Schüssel mit seiner Oppositionsansage sondern der Molterer mit seinem Es reicht Sager. Denn wir haben sie immer noch die große Koalition.

    • cmh (kein Partner)

      Bitte an passender Stelle gelogen ergänzen.

  46. Cotopaxi

    "Er [Fischer] lobte vielmehr demonstrativ den gefeuerten Edmund Entacher und bezweifelte in aller Öffentlichkeit ziemlich deutlich die Rechtmäßigkeit der Entlassung"

    Diesen Eindruck hatte ich nicht. Vielmehr sagte er nur das Mindestmaß an Lob und Anerkennung, das einem Beamten zusteht, der sich nichts zu Schulden kommen hat lassen und trotzdem davon gejagt wurde. Und die Hoffnung, dass der Bescheid vor dem Verfassungsgerichtshof halten wird, war doch auch nur eine lückenfüllende Plattheit um den Eindruck zu erwecken, etwas Gewichtiges zu sagen und Hüter der Verfassung zu sein.

    Fischer war sichtlich bemüht zu verdeutlichen, dass er eigentlich nichts mit der Sache zu tun habe, wieder nicht dabei war und nichts für die Geschehnisse kann.

    Und außerdem: würde der Versetzungbescheid für E. nicht grundsätzlich vor dem VwGH landen statt vor dem VfGH?



    • Simpson

      Wie Cotopaxi richtig schreibt, versucht BP H. Fischer einfach nur gut dazustehen.
      Ein Erzsozialist mit li-linker Vergangenheit und Affinität zu Nord Korea ist sicher von M. Häupl und Co. über die Lage des Bundesheers informiert und konsultiert worden.

      Könnten die Sozialisten nur soviel Kreativität für Österreich an den Tag legen wie für das Tarnen und Täuschen der Bevölkerung, so würden wir in einem Paradies leben

    • HDW

      Und das auch nur weil Entacher, wenn auch Ehrenmann so doch von derselben Partei ist! Man kann sich vorstellen wo Heinzi gewesen wäre, wenn es sich um einen
      General mit freiheitlichem Hintergrund gehandelt hätte! Kriegstreiberei und Putschabsichten in Babanistan wäre noch das mildeste gewesen!

    • Undine

      @Cotopaxi

      "Fischer war sichtlich bemüht zu verdeutlichen, dass er eigentlich nichts mit der Sache zu tun habe, wieder nicht dabei war und nichts für die Geschehnisse kann"

      PREISFRAGE: Wo war UHBP? Doch nicht schon wieder am Klo!

  47. Christoph

    Das Rotkäppchen wird weiterhin fröhlich durch die Wälder treiben, so wie der Wind einer kleinformatigen glitzernden Kopfbedeckung weht. Aus sozialdemokratisch ist wieder sozialistisch geworden. Diese blöde Meinungsfreiheit ist doch sehr störend. Es braucht keine Angst zu haben, vom schwarzen Teddybär oder vom blauen Wölfchen gefressen zu werden.
    Der schwarze Teddybär wird nichts ändern. Maximal röhrt er, wenn man ihn auf den Rücken dreht. Solang ihn das Rotkäppchen am Ohr krault, ist alles eitle Wonne. Es gibt kaum mehr einen Unterschied zwischen niedlich und naiv.
    Das blaue Wölfchen ist vom Jäger zum Kadaverfresser mutiert. Wieso soll es sich auch anstrengen, wenn so viele Häppchen am Silberteller präsentiert werden. Deswegen wird es sich auch immer schwer tun Verantwortung für den ganzen Wald zu übernehmen.
    Der grüne Frosch fühlt sich im Sumpf am wohlsten und hat nur Angst von den anderen Tierchen gefressen zu werden, obwohl es doch den Sumpf, die Wälder und die Tierchen so lieb hat.
    Die 8,4 Millionen anderen Tierchen schauen dem Treiben zu. Die wenigen Erwerbstätigen darunter heben die Schultern zu einem resignierenden Zucken, stecken den Kopf in den Sand und wandeln an das neue Motto der Kärnten Werbung „Aus Lust am Leben“ in „Aus Frust am Leben“ um.



  48. Wertkonservativer

    Selten wurde über einen "Nobody" so viel Tinte vergossen!
    Der Mann ist nicht nur abtrittsreif, er sollte in die hinteren Reihen seiner Partei versteckt werden (als präsumptiver LH eines kleinen, schönen Bundeslandes kann ich ihn mir auch nicht recht vorstellen - allein, bei den anderen dieser Gattung?!?).

    Die ÖVP sollte bald entschieden handeln, allerdings intelligenter, als beim letzten Mal (Es reicht!).

    Zum gestrigen Abend bemühe ich (abgewandelt) Hölderlin:
    "Es feiern ein Festmahl Menschen und Götter"!
    Ich zähle mich zwar (eh kloar!) zur ersteren Spezies, wähnte mich aber dennoch zumindest kurzzeitig in den Olymp versetzt!
    Dank allen, die dabeigewesen!



  49. phaidros

    Obwohl ich das meiste davon unterschreiben würde, finde ich, dass ein Detail überzogen ist:

    »Verlogen ist es auch, die Besorgnisse zu ignorieren, dass bei einem Berufsheer nur noch unerquickliche Außenseiter, Arbeitslose, bindungslose Zuwanderer und Rechtsradikale die Waffen des Landes in die Hand bekommen.«

    Es stimmt zwar, dass die Besorgnisse nicht ignoriert werden dürfen, aber - und das wird öffentlich sicher zu wenig kommuniziert - diesen Besorgnissen ist gut zu begegnen: Durch entsprechende Eingangsvoraussetzungen, durch entsprechende Stationierung, durch attraktive Karrierebilder.

    Mit all dem gibt es in Östereich gute und beste Erfahrungen, die wir nur abrufen bräuchten - aber auch das wird nicht öffentlich kommuniziert.

    Wer mir jetzt Unbelehrbarkeit vorwirft, weil auch das Argument der Eingangsvoraussetzungen bereits gekontert wurde: wir haben derzeit mehr Berufssoldaten als das angedachte Berufsheer benötigen würde. Von daher ist nicht zu befürchten, dass sich niemand finden würde.

    Das Berufsheer kann aber nicht die alleinige Lösung sein (jedenfalls nicht zu leistbaren Kosten). Entweder ein Wiederhochfahren der Wehrpflicht oder ein Bündniseintritt sind unausweichlich.

    Die allgemeine Wehrpflicht in ihrer jetzigen Form ist nationale Zeit- und Ressourcenvernichtung und gehört dringend repariert.

    BG/phaidros.vie@gmail.com



    • Anton Volpini

      @phaidros

      Lassens das doch bitte endlich......

    • phaidros

      Herr Volpini, Sie scheinen ja ein rechtes Problem zu haben, wenn Ihnen jemand nicht zum Munde redet. Nebenbei bemerkt, Vernunft und Besonnenheit zu fordern und zu fördern werde ich niemals lassen.

      Ein Tipp: so ca. niemand Ernstzunehmender über 12 Jahren dürfte sich für "lassen'S das doch"-Kommentare interessieren. Aus diesem Grund füge ich des Öfteren meine Mailadresse bei, sodass man mich direkt kontaktieren können, um sich mit mir auszutauschen.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Observer

      Ich teile die Meinung von phaidros.
      Die sonderbaren Entscheidungen von Herrn Darabos zum General sind eine Sache, die mögliche Neuaufstellung eines sicher weiterhin erforderlichen Bundesheeres ein anderes Thema und sollten daher auch getrennt abgehandelt werden. Daher sind Argumente wie z.B. beim neuen Bundesheer würden "nur noch unerquickliche Außenseiter, Arbeitslose, bindungslose Zuwanderer und Rechtsradikale die Waffen des Landes in die Hand bekommen" in dieser Diskussion genau so wenig hilfreich wie die Aussage, dass der mit der Wehrpflicht verbundene Zivildienst bei dessen Abschaffung Schaden erleiden wird. Das Gegenteil wird der Fall sein: sowohl beim Berufsheer als auch beim "neuen" Zivildienst wird man sich dann aus der Vielzahl der Bewerber die guten Leute aussuchen können.
      Was nun geschieht, sind eigentlich nur mehr Rückzugsgefechte aller jener, welche am bisherigen System festhalten wollen, auch wenn dieses durch die Entwicklung (siehe Ausland) schon überholt ist.

    • Erich Bauer

      phaidros,
      "...Das Berufsheer kann aber nicht die alleinige Lösung sein (jeden-falls nicht zu leistbaren Kosten)..."

      Werter Herr phaidros,
      Ein Berufssoldat, professionell und für seine Aufgabe motiviert, braucht in der heutigen Zeit auch ein entsprechendes Equipment - high tech und ziemlich teuer. Ich bin überzeugt, daß das vom "Boulevard" nicht einmal ansatzweise auch nur angedacht wird. Geschweige denn, daß auch nur der Wille zur Umsetzung vorhanden ist. Das heißt für mich nichts anderes, als daß man "Berufssoldaten", ohne Ausrüstung, als Staffage für die Zeit des Friedens will. Billig, wie gehabt. Eigent-lich noch billiger. Für solche Berufssoldaten ist in der Zeit des Frie-dens der regelmäßige Gehalt und die bereits angekündigte Option in den Staatsdienst aufgenommen zu werden durchaus attraktiv. Postbe-amte könnten somit nicht nur in den Polizeidienst wechseln, sonder auch diese Armee verstärken. In Krisenzeiten (der Zeit des Krieges) wird ein Berufssoldat - unter den "österreichischen Voraussetzungen" - sehr schnell erkennen, daß es besser ist aus dem "Schussfeld" zu kommen.

      "...Entweder ein Wiederhochfahren der Wehrpflicht oder ein Bündnis-eintritt sind unausweichlich..."

      Dazu müßte man sich halt für oder gegen die Neutralität entscheiden. Als isolierter Staat wird man um die Wehrpflicht nicht umhinkönnen (Berufssoldaten und Milizkomponente). Ansonsten bleibt nur die NATO. Denn eine EU-Armee ist Zukunftsmusik. D.h. eine Sicher-heitsdoktrin ist vor dieser ganzen Debatte zu erstellen. Der Boulevard mitsamt den Primaten der Politik ist wahrscheinlich auch intellektuell dazu nicht in der Lage. Wahrscheinlich auch gar nicht Willens...

      Die Besorgnis von A.U. bei der Rekrutierung von Berufssoldaten, welche Sie einigermaßen apodiktisch zerstreuen wollen, sind viel-leicht doch nicht so von der Hand zu weisen. Denn unter der "realen Verfasstheit", noch dazu unter dem "Primat derzeitiger Politik", fällt mir eine Spruchweisheit ein: "Alles was an Schlimmen gedacht wer-den kann, tritt auch ein..."

    • phaidros

      Sg Herr Bauer,

      lassen Sie mich nach Ihren - a priori berechtigten und klugen - Einwänden noch die eine oder andere Ergänzung nachreichen:

      Entsprechendes Equipment braucht jeder Soldat, nicht nur der Berufssoldat! Also auch das Wehrpflichtigenheer wird auf der Ausrüstungsseite massiv teurer, wenn wir unsere Grundwehrdiener nicht in den sicheren Tod schicken wollen.

      Das Argument ist also auf beide Konzepte anzuwenden, und nicht nur einseitig auf ein Berufsheer.

      @"Gegen die Neutralität entscheiden" - ganz richtig.

      Die Neutralität ist realpolitisch längst durch die Hintertür entsorgt und wird nur noch als Etikettenschwindel aufrecht gehalten.

      @"einigermaßen apodiktisches Zerstreuen der Besorgnis":

      Seien Sie versichert: unsere Argumentation ist in diesem Punkt mitnichten apodiktisch in den Raum gestellt. Und auch nicht "aus dem Bauch" gesprochen, weil wir uns da eine Realität herbeizuwünschen versuchen.

      Sondern mit Berufssoldaten mit langer Kommandoerfahrung in eben diesem Bereich be- und abgesprochen.

      Ohne mich hier in weiteren Wiederholungen ergehen zu wollen erlaube ich mir, Sie diesbezüglich auf die sehr aufschlussreichen Posts des Herrn Wenger hinzuweisen!

      z.B.
      http://www.andreas-unterberger.at/2011/01/darf-er-dasij-duerfen-die-dasij/#comment-100182

      oder
      http://www.andreas-unterberger.at/2011/01/das-heer-wieder-mal-als-wahlkampfschlager/#comment-98525

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Erich Bauer

      phaidros,
      "...Entsprechendes Equipment braucht jeder Soldat, nicht nur der Berufssoldat!..."

      Sehr geehrter phaidros, ich dachte, das wäre schlüssig. Eine, auf diese "österreichische Weise", entsorgte Neutralität löst bei mir keinerlei Genugtuung aus. Denn wenn das so ist, ist es weder eine Entsorgung noch eine defacto, der Vernunft gebotene Aufgabe, sondern eine KAPITULATION. Mit verheerenden außenpolitischen Auswirkungen. Nicht die Neutralität geht und kommt durch die Hintertür, sondern unsere "Primaten der Politik", die uns repräsentieren sollten.

    • phaidros

      Sehr geehrter Herr Bauer,

      dann passt der Schuh ja - oben klang es für mich so, wie wenn Sie das "Equipment-Kosten-Argument" nur gegen das Berufsheer ins Treffen geführt hätten.

      Zur Neutralität: beim Einen wird das Genugtuung auslösen, beim anderen Betroffenheit, das soll hier gar nicht gwertet werden. Aber wir hupfen über Folgendes nicht drüber - und ich zitiere aus unserem Positionpapier:

      "Die Neutralität existiert in Wahrheit nicht mehr, alle Versuche, sie mit dem Lissabon-Vertrag in Einklang zu bringen, dienen nur der Verhinderung einer sonst politisch notwendigen Volksabstimmung über die Neutralität. Wenn Österreich mit Streitkräften im Kosovo eine Politik durchzusetzen hilft, die eine der beiden Konfliktparteien in ihrem Recht auf Unverletzlichkeit ihres Staatsgebietes beschneidet, kann dies wohl nicht mehr als Neutralität angesprochen werden, ohne hier den Anspruch des kosovarischen Volkes auf Selbstbestimmung in Frage stellen zu wollen."

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Erich Bauer

      "...Die Neutralität existiert in Wahrheit nicht mehr..."

      Sehr geehrter phaidros,
      Genau das meinte ich ja in meiner Antwort: "Eine, auf diese "österreichische Weise", entsorgte Neutralität..."

      Es ist eine KAPITULATION der Politiker vor dem eigenen Volk! Und es wird auch so im Ausland gesehen. Eine derart, fast beispiellose, augenzwinkernde Falschheit wird nicht sehr geschätzt. Nicht einmal in der diplomatischen Außenpolitik. Damit erklärt es sich auch, daß die gesamte Horde offizieller österreichische Vertreter in der EU unter dem Wahrnehmungspegel sind (nicht nur, ich weiß schon). Das beweist einmal mehr, daß ein Staat, der bei den Fragen der Äußeren Sicherheit derart lavriert und mauschelt, nicht ernst genommen werden kann. Und daß er mit der Preisgabe der Äußeren Sicherheit auch seinen politischen Handlungsspielraum bei der Garderobe abgibt - bevor er sich zum Festbankett dazugesellt.

  50. Brockhaus

    Um welche Brillen geht es da? Um Klobrillen??



  51. Brockhaus

    Darabos hat den Generalstabschef Entacher abgesetzt, weil dieser nicht seiner Meinung ist.
    Wann setzt der Oberbefehlshaber des Herres den Verteidigungsminister Darabos ab, weil dieser ebenso nicht seiner Meinung ist?



  52. Der kleine Nick

    Na ja, eine klitzekleine weitere Aufgabe für den Herrn Darabos tät mir schon noch einfallen: Nach seinem Rücktritt möge er sich doch bitte dem www.karikaturmuseum.at als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen. Eine so originelle Karikatur eines Verteidigungsminister haben die weder in der Abteilung "Fleischgewordene Missverständnisse" noch im Wandelgang "Söhne des Burgenlandes".



  53. Brockhaus

    Darabos hat den Generalstabschef Entacher abgesetzt, weil dieser nicht seiner Meinung ist.
    Wann setzt der Oberbefehlshaber des Herres den Verteidigungsminister Darabos ab, weil dieser ebenso nicht seiner Meinung ist?



  54. Richard Mer

    Eine kleine Korrektur: Ich glaube nicht, dass der Brillenkauf für Darabos eine Nebensächlichkeit ist. Mir scheint, er verwendet sehr viel geistige Energie und Vorstellungskauf auf den nächsten Brillenerwerb. Die Unbeirrtheit mit der er seine exzentrischen Brillen zur Schau stellt zeigt doch auch, dass er bei diesem Thema mit sich ganz in Reine gekommen ist.



    • Ritter vom Kapall

      Und beim Schiki-Miki-Optiker trifft sich der Darabos dann mit der Bandion-Ortner, seinem Chaos-Pandant bei der ÖVP.

    • terbuan

      Der Bandion-Ortner passen die Brillen wenigstens, meistens!





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