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Wir haben ganz schön viel ganz schön gut gemacht. Wirklich

Es gehört insbesondere rund um Weihnachten zum Stehsatz jedes Journalisten bis hin zum letzten Provinzschreiber, wortgewaltig die Zustände in der weiten Welt, insbesondere soziale Kälte und Kriegstreiberei zu beklagen. Meist wird dann noch gewohnheitsmäßig auf die Amerikaner und die Marktwirtschaft hingehaut. Wie wäre es heuer zur Abwechslung einmal mit der Wahrheit?

Die sieht nämlich ganz anders aus als die routinemäßig abgerufenen Schreckensbilder. Trotz aller Probleme und Fehlentwicklungen vor allem rund um die tatsächlich explosiven Gefahren Staatsverschuldung, Islamisierung, Altersmüdigkeit der europäischen Demokratien und Massenmigration sieht es in der Welt in vielen anderen wichtigen Dimensionen eigentlich gar nicht so übel aus.

Entgegen allen vor allem auch bei christlichen Predigern beliebten Schwarzmalereien können die heute schon fast sieben Milliarden Menschen auf diesem Planeten in einem höheren Ausmaß gut ernährt werden denn je zuvor. Entgegen allen Schwarzmalereien ist die Lebenserwartung dank der Medizin und verbesserten Hygiene weltweit heute so hoch wie vor wenigen Jahrzehnten nur bei uns in den Industrieländern. Auch ist ein größerer Prozentsatz der Menschheit denn je des Lesens und Schreibens kundig.

Noch überraschender ist die Tatsache, dass in den Jahren 2008 und 2009 weniger Menschen in und an Kriegen gestorben sind als in den hundert Jahren davor. 2008 war übrigens das letzte Jahr von George W. Bush, und 2009 das erste von Barack Obama – also sind auch alle Schwarzweißmalereien in Hinblick auf einzelne Politiker hinfällig. Der Erfolg in Sachen Frieden hat tiefere Wurzeln.

Auch die Weltwirtschaft und die Ökonomie von einem guten halben Dutzend EU-Länder stehen so gut da, wie es noch vor einem Jahr kein einziger Experte zu prophezeien gewagt hatte. Was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass die Umsätze mit den Weihnachtsgeschenken heuer ein klares Signal eines Krisenendes ausstrahlen.

Warum können wir nicht auch einmal sagen: Eigentlich hat die Menschheit ein paar Dinge ganz gut hingekriegt? Und warum sagen religiöse Menschen nicht: Eigentlich hat uns Gott eine wunderschöne Periode der Geschichte geschenkt?

Natürlich kann man alles auch ein wenig konkreter analysieren: So ist sicher das Ende des Kommunismus eine Hauptursache dafür, dass seither Kriege und Kriegsgefahren weniger und harmloser geworden sind. Kein Drittwelt-Potentat kann mehr Ost gegen West ausspielen. In etlichen regionalen Konflikten und Rivalitäten hat es sogar die Außenwelt geschafft, friedensstiftend einzugreifen (was auch Menschen wie der Tagebuchautor zugeben müssen, die da anfangs sehr skeptisch waren).

Dies kann man vom Sudan bis zur Elfenbeinküste mit zumindest teilweisen Erfolgen beobachten. Indien und Pakistan, Indien und China, China und Taiwan geraten einander nicht mehr ständig in die Haare: Seit diese Länder großteils Atombomben haben, weiß jede Seite, dass man sich verantwortungsbewusster benehmen muss als früher. Selbst in Afghanistan haben es die Radikalmoslems entgegen allen beängstigenden Prophezeiungen nicht einmal annähernd geschafft, vom Terrorismus und dem Legen von Hinterhalten zu einer echten Kriegsführung zu wechseln. In Südafrika haben große Staatsmänner nach einem blutigen Krieg mit eindrucksvollem Erfolg auf Versöhnung statt Rache gesetzt.

In Europa wissen nur noch Menschen mit einer längeren Lebenserfahrung (wie sie der Tagebuchschreiber notgedrungen hat), dass einst jahrzehntelang die Sorge vor einem großen Krieg das alles andere überschattende Thema gewesen ist. Heute ist Friede in Europa eine nicht einmal mehr erwähnte Selbstverständlichkeit. Und es sind die damals aus Sorge um den Frieden entstandenen Großkonstrukte, wie es eine Europäische Sicherheitskonferenz (oder Organisation) war, der reinste Anachronismus.

Auch die immer wieder getrommelte weltweite Knappheit von Rohstoffen, von Erdöl und Gas ist nicht wirklich eingetreten – im Gegenteil: Die bekannten Vorräte reichen dank neuer Funde und Technologien viel länger denn je zuvor.

Natürlich kann man von Belarus bis Nordkorea, von Zimbabwe bis Venezuela etliche Sorgenkinder ausmachen. Und auch die Hoffnung auf eine Einkehr der Vernunft in Iran und Nordkorea scheint maßlos verfrüht. Aber auch dort ist sie nicht ganz tot und hat in den letzten Tagen zarte Lebenszeichen ausgesandt.

Was sind da wirklich die Ursachen neben der friedensstiftenden Wirkung der eigentlich so üblen Atomwaffen? Erstens funktionieren die Ansätze einer Weltpolizei durch UNO, Nato, EU oder Afrikanische Union an etlichen Orten. Zweitens versuchen auch üble Diktatoren heute, sich ein besseres Image zu erwerben. Drittens hat fast überall die Marktwirtschaft die Menschen wohlhabender und damit weniger anfällig für Kriegstreiber gemacht. Und viertens hat die Globalisierung den Menschen zunehmend gezeigt, dass auf der anderen Seite der jeweiligen Grenzen ebenfalls ganz normale Menschen leben.

Gewiss entspricht es in keiner Weise einem verbreiteten, vermeintlich 'christlichen' Verhaltenskodex zu sagen: „Freunde, wir haben ganz schön viel ganz schön gut gemacht.“ Und es entspricht auch nicht dem allgemeinen menschlichen Temperament, sich den künftigen Bedrohungen und Gefahren aktiv zuzuwenden, wenn wir uns doch so sehr ans Jammern über die immer gleichen alten Probleme gewöhnt haben. Sodass wir gar nicht merken, dass viele dieser alten Probleme weitgehend gelöst sind.

Freilich sind auch die neuen Herausforderungen bitterernst zu nehmen. Freilich kann sich Hunger durchaus wieder ausbreiten, wenn wir uns von der modernen Agrar-Wissenschaft samt Gen- und Hormontechnik abwenden sollten. Freilich vergessen die Menschen zunehmend den Wert der Demokratie. Freilich ist die Politikerkaste immer weniger Resultat einer positiven Auslese. Freilich droht die sozialtechnokratische Regelwut den Rechtsstaat gegen die Wand zu fahren. Freilich wissen wir nicht, wie wir es noch verhindern, dass Österreich am Ende dieses Jahrhunderts eine islamische Mehrheit hat (statt das auch nur zu versuchen, will der Staat Warner vor dieser Gefahr einsperren).

Gewiss, das Alles und noch vieles andere verdient es, aufgezeigt und bekämpft zu werden. Aber wir werden nur dann die Energien für diese Kämpfe haben, wenn wir uns selbst bewusst machen, dass wir auch viele Erfolge erzielt haben. Und christliche Menschen können da auch noch ihr Gottvertrauen beisteuern.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpapi66
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Dezember 2010 08:52

    Werte Freunde des Unterbergerblogs!

    Ich schlage vor diesen am ersten Weihnachtstag von Andreas Unterberger im Blog geschriebenen Satz: „Wir haben ganz schön viel ganz schön gut gemacht. Wirklich.“ als den Satz des Jahres 2010 zu küren.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Dezember 2010 11:57

    die optimistische sicht zum weltgeschehen kann ich teilen, was die eu und österreich betrifft schaut es weiter sehr düster aus.

    allein wenn ich an die dreiste wahlfälschung der roten im wiener wahlkampf denke: hunderte türkische briefwähler in kaffeehäusern registriert, ausfüllen der wahlkarten durch einen vertrauensmann, erpressung durch bestechliche baupolizisten usw.... steigen einem die grausbirnen auf.
    Und wenn man dann noch sieht wie die sogenannte öffentlichkeit damit umgeht, nämlich verschweigen und vertuschen, dann wird einem angst und bang.

    wie verkommen und machtgierig die grünen geworden sind, wird in wien
    durch die lügen des wähler- und vorzugsstimmenbetrügers van der bellen und durch das sofortige kaltstellen des wahlschwindelaufdeckers margulies sehr eindrucksvoll dokumentiert.

    ein abstoßendes sittenbild.....

  3. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Dezember 2010 01:11

    Es stimmt, daß wir hier in Mitteleuropa bisher eine besonders bevorzugte Phase des menschlichen Miteinanders durchleben durften, aber das ist keine Garantie, daß es in Zukunft so weitergeht, denn auf jedes Hoch folgt ein Tief und umgekehrt = das ist ein Naturgesetz.
    Möge der Optimismus siegen und uns allen noch lange das Hoch beschieden sein.

    In diesem Sinne voerst einmal auf ein hoffentlich herausragendes Jahr 2011!
    LG fosca

  4. Ausgezeichneter KommentatorMarkus Theiner
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Dezember 2010 11:51

    "Und warum sagen religiöse Menschen nicht: Eigentlich hat uns Gott eine wunderschöne Periode der Geschichte geschenkt?"

    Zumindest die Frage lässt sich in meinen Augen recht einfach beantworten: Würde man das sagen und die Schönheit dieser Periode allein göttlicher Gnade zuschreiben, dann müsste man die Schrecken anderer Perioden (oder auch den heute verbliebenen Schrecken) auch allein dem Mangel göttlicher Gnade zuschreiben. Und damit ruiniert man sich das Gottesbild.

    Religiöse Menschen - zumindest christliche - müssten wohl eher sagen: "Gott hat uns von Anfang an das Rüstzeug gegeben den Himmel auf Erden zu schaffen: Herz, Verstand, freien Willen und sogar die Bedienungsanleitung in Form des Evangeliums - und wir sind näher dran als je zuvor, diese Chance auch zu nützen."

    Diese Aussage hat daneben noch den großen Vorteil, dass sie auch bei nicht-religiösen Menschen funktioniert - man muss nur zwei Wörter ändern.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
  6. Ausgezeichneter KommentatorObserver
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Dezember 2010 08:50

    Es ist schön, dass der Blogbetreiber zu Weihnachten die rosarote Brille aufsetzt und damit seiner überwiegenden Zufriedenheit Ausdruck verleiht. Leider kann man mit so einer "tour de horizon" mit wenigen Absätzen den derzeitigen Zustand der Welt auf politischem, wirtschaftlichen und sozialen Gebiet nicht objektiv beschreiben.
    Trotzdem wünsche ich Herrn Unterberger sowie allen Kommentatoren Gesegnete Weihnachten.

  7. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Dezember 2010 15:17

    Vom Christtags-Mahl mit der Großfamilie zurück, finde ich die diesmal doch recht positive Jahresend-Einschätzung unseres Dr. Unterberger vor!

    Das freut mich sehr; umso mehr, als ich hier in diesem Forum ja eher auf der Seite der wenigen unverbesserlichen Optimisten stehe!

    Auch ich sehe die vielen Unzukömmlichkeiten im Land, in Europa, in der Welt, die uns drohenden Gefahren, zum Großteil durch die Menschen selbst verursacht.

    Und doch: was nützt uns abgrundtiefer Pessimismus und Wissen um alle Gefahren, alle Unwägbarkeiten unseres künftigen Geschicks? Die Situation wird durch diese Lebens- und Geisteshaltung weder sicherer, weder einfacher, weder schöner!
    Schauen wir doch, dass wir die Lebensjahre, die uns noch zur Verfügung stehen, mit Optimismus und Lebensfreude erfüllen, dies natürlich im Wissen um die Ausgesetztsein des Menschen in einer immer problematischer werdenden Umwelt, aber immer im Bewusstsein, dass Pessimismus und Lebensangst uns das Beste nehmen, was wir besitzen: Lebensmut und Lebensfreude!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Dezember 2010 12:47

    „Wir hätten ganz schön viel ganz schön besser machen können.“
    Und nicht nur den PISA-Test.

    Aber wer ist schon „wir“ und was ist nun „besser“?
    Und vor allem "für wen“ ist es besser?

    Was „gut“ ist bzw. „besser“, das wird erst dann deutlich, wenn man die Entwicklung der scheinbaren Erfolge, bzw. deren Grundlagen zu Ende denkt. „Die Ungeduld des Herrn Orwell"
    oder „The delay of 1984“
    könnte da der passende Übertitel sein.

    Am (fast) unpolitischen Beispiel „Gentechnik“:
    Sich bildende Lebensmittelmonopole sind, wie alle dominierenden Markt- und damit Macht-Positionen übrigens (etwa das „Gläubiger-Monopol“), essentielle „Abhängigkeiten von morgen“.
    Da wird es sicher schwer fallen, gebotene Unbotmäßigkeiten durchzusetzen. Und sei es durch eine noch so gefinkelte „asymmetrische Kriegsführung“.
    Da wird es auch kein „Gleichgewicht des Schreckens“ geben, denn dann werden im Bedarfsfall Hähne zugedreht, damit die „roten Hähne“ nicht auf ’s eigene Dach flattern können.

    Zwischenbilanzen haben es so an sich, dass ihre Aussagekraft von kurzer Dauer ist. Was aber kaum jemanden und vor allem die Empfänger der diversen „Boni“ nicht kümmert.
    Erfolgreiche Politik aber hat langfristig umsetzbare Perspektiven zu haben.

    Sonst wird die alte Landserweisheit aktuell: „Fünf Minuten vor seinem Tod, da war er noch am Leben.“


alle Kommentare

  1. Gasthörer (kein Partner)
    27. Dezember 2010 21:52

    abseits vom Thema:

    Neppomuck hatte vor wenigen Tagen einen interessanten Spiegel Artikel aus dem Jahre 1998 als Link hier reingestellt. "Hände wie Zangen" heißt er und um die Fälschung der "Protokolle" geht es. In diesem Spiegel Artikel von einem Rolf Rietzler kommt folgender Satz vor "In Deutschland ...1921 große Resonanz gefunden. Unentwegt hetzten hier die Rechten und Rechtsradikalen zu dieser Zeit schon gegen die junge Weimarer Republik - 'die Judenrepublik'".

    Meine Frage hierzu: Wurden die die Anhänger Hitlers bereits in den 20er Jahren als "Rechte und Rechtsradikale" bezeichnet? Hieß ihre Partei nicht N..sozialistische Arbeiterpartei? Waren die Rechten nicht die Ostelbischen Junker, das Bürgertum und Konsorten? Hitler und Göbbels sollen sich ja mehrfach gegen alle "Rechten" ausgesprochen haben; zum Teil sogar deren Vernichtung gefordert. Denn das Wort Faschismus ersetzt meines Wissens das Wort Nationalsozialismus nur auf Betreiben einiger "echter" Sozialisten der Nachkriegszeit in einer sowjetisch deutschen Allianz.

    Weiß hier jemand Genaueres?

  2. Brigitte Kashofer
    27. Dezember 2010 01:00

    "Noch überraschender ist die Tatsache, dass in den Jahren 2008 und 2009 weniger Menschen in und an Kriegen gestorben sind als in den hundert Jahren davor." Dass in 2 Jahren weniger Menschen in Kriegen sterben als in 100 Jahren, ist nicht wirklich überraschend.

    • Heri (kein Partner)
      27. Dezember 2010 09:45

      Nur als Denkanstoß für Sie: Kann es nicht sein dass "als JÄHRLICH in den hundert Jahren davor" gemeint ist?

    • Merlenbach (kein Partner)
      27. Dezember 2010 11:20

      @Heri
      Dann sollte man es auch so schreiben. Übrigens schneidet fast jedes Jahr seit 1975 im Vergleich zum blutigen 20. Jh relativ gut ab, da der Gesamt-Schnitt durch zwei Weltkriege und die vielen Kolonialkriege bis hin zum Vietnamkrieg doch sehr "verhaut" wird.
      Andererseits hatten wir heuer soviele Tote der westlichen Allianz in Afghanistan wie seit 2002 nicht. Man kann also jede Bilanz irgendwie hinbiegen, auch Hr. Unterberger.

  3. Heri (kein Partner)
    26. Dezember 2010 17:26

    Die technischen Weiterentwicklungen der letzten Jahrzehnte bzw. seit der industriellen Revolution im 19.Jahrhundert haben ALLEN Menschen auf der Welt (ja, auch in Afrika) wirklich eindrucksvoll mehr Reichtum und Gesundheit beschert.

    Das folgende Video zeigt wirklich anschaulich dargestellt, wie sich die Menschheit in den verschiedenen Kontinenten in den letzten 200 Jahren bzgl Lebenserwartung und Reichtum entwickelt hat:
    http://www.youtube.com/watch?v=jbkSRLYSojo

  4. DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
    26. Dezember 2010 15:19

    Dr. Unterberger wirft als Thema auf: "Ach wieviel Gutes ist doch passiert. - Wirklich!"

    Und die Kommune palavert über den angeblichen "Arier-Paragraphen" der Burschenschaften oder die Biertonne eines geistigen Taglöhners, weil ihnen jemand einen Knochen - den Traxler-Artikel - hingeschmissen hat. (Abgesehen davon, daß mit Ausnahme der jüdischen Kultusgemeinde es zu jener Zeit wahrscheinlich ohnedies keinen Verein ohne "Arier-Paragraphen" gegeben hat; und ich habe auch noch nie glaubhaft gehört, daß etwa der Cartell-Verband heute philo-semitisch geworden sei.)

    Das zweite Positivum ist, daß einige Chefideologen immer Lobhudeleien parat haben, egal welche zweifelhafte Errungenschaften oder "Positiva" Dr. Unterberger thematisiert oder als Gastbeitrag vorsetzt. Wobei allesamt selbstverständlich von konkreten Fakten absehen, denn diese stören ja bekanntlich (... umso schlimmer für) die Wirklichkeit. Damit sie trotzdem wahr erscheinen, vergeben die Jubel-Perser gleich 12 - 15 Sternchen. - Toll!

    Und zuletzt bin ich beeindruckt von der Intim- d. h. Innenkenntnis Ron´s über die Burschenschaft, insonders die Olympia. Könnt´ er mir konkrete Quellen verraten; ich wär´ zu neugierig, da sie mir diesbezüglich schon seit langem fehlen.

    • Heri (kein Partner)
      26. Dezember 2010 18:30

      S.g. Hr. Diplomintschinör Reisegger,

      sind Sie vielleicht dieser Reisegger: http://ns-ooe.contextxxi.at/item2.html
      ?

      :-)
      Wenn ja, dann sagt das ja eh schon alles....

      MfG,
      Heri

    • Wellenberger (kein Partner)
      26. Dezember 2010 20:08

      Wer alles bei Olympia referiert hat oder auch dafür vorgesehen war, ist aber kein allzu großes Geheimnis. Revisionisten, Holcaustleugner und Kriegsschuldverdreher waren allemal darunter, das sagt schon was über das ideologische Klima der Olympia, könnte man sagen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Dezember 2010 21:02

      Falls es verboten sein sollte, sich nicht jeden Bären aufbinden zu lassen, dann stimmt was mit der Gesetzgebung nicht, @heri.
      Mittlerweile glauben bereits etwa 40 % aller US-Amerikaner nicht mehr an die offizielle Darstellung von "9/11".
      Aber das soll jeder halten, wie er glaubt.

      Die Kenntnisse gewisser physikalischer Grundgesetze machen es einem allerdings schwer, sich der offiziellen Darstellung vorbehaltlos anzuschließen.
      Zumal Motive und falsche Spuren auch eine andere Variante zulassen.
      Eine Argumentationskette ist eben auch nicht stärker als ihr schwächstes Glied.

    • Wellenberger (kein Partner)
      26. Dezember 2010 21:09

      Zu Olympia ein älterer, aber informativer Artikel: http://ww.viennablog.at/?itemid=5767

      Diese ganz 9/11-Theorien sind das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt werden. Tausende Mitwisser - und die müsste es gegeben haben - könnten nicht auf so lange Zeit zu lückenlosen Schweigen motoviert oder gezwungen werden.
      Daher sprechen schon allein Logik und Wahrscheinlichkeit gegen die meisten dieser Ergüsse. Richtig überzeugt hat mich noch nichts davon.
      ZB Rakete statt Flugzeug im Pentagon: Wo ist der originale Flieger mit all seinen realen Passagieren hingekommen. In Luft aufgelöst, nach Kuba entführt, oder was?? Der ganze Funkverkehr und alle Telefonate nur manipuliert oder gefaked?? Also ich weiß nicht ...

    • Francois Villon (kein Partner)
      27. Dezember 2010 09:11

      Ad Heri, Wellenberger, ...

      Wie Francois Villon schon sagte....

      In Salz, Salpeter, Phosphorgluten
      in dem Urin von Eselsstuten
      im Saft von einem Krötenbauch und Drachenblut
      in Ochsengalle und Latrinenflut
      in diesem Saft soll man die Lästerzungen schmoren ...
      Dazu hab neue Verse ich auserkoren:

      Die Besserwisser, Leutausrichter,
      die Oberleuchten, Märchendichter,
      die Hackelwerfer, Messerwetzer,
      die Fettnapftreter, Nesselsetzer,
      die Suderer und Schwarz-nur-seher,
      die Süßholzraspler, Schürzenjäger,
      die Haxensteller, Sesselsäger,
      die Falschenfünziger, Nichtaktiven,
      die Unteranderem und Fernerliefen,
      die Worterülpser, Zwietrachtsäher,
      die Semmeltränzer, Lästerzungen,
      die Raunzer und die ewig Jungen,
      die Kritiker, die Kritikaster,
      die Blütenreinen ohne Laster,
      die Giftigen, die Nörgler, Höhner,
      die Spötter, geist'gen Tagelöhner,
      die Egoisten, Linken, Rechten,
      die Falschen, also Pseudo-Echten,
      die füg´n sich schlecht in diesen Blog,
      drum schleicht´s eusch - hopp, hopp, hopp!

      Wir sind geprüft auf Leber, Niere,
      der Wahrheit treu - schreib´n zum Pläsiere,
      sind auch nur EINEM untertan. -
      Wer andres sagt, der ist infam.

      Diximus!

    • Wellenberger (kein Partner)
      27. Dezember 2010 09:27

      Die Wahrheit, jaja. Ich habe nicht behauptet sie zu besitzen, aber so manche Sektierer hier sehr wohl ...

  5. Neppomuck (kein Partner)
    26. Dezember 2010 12:47

    „Wir hätten ganz schön viel ganz schön besser machen können.“
    Und nicht nur den PISA-Test.

    Aber wer ist schon „wir“ und was ist nun „besser“?
    Und vor allem "für wen“ ist es besser?

    Was „gut“ ist bzw. „besser“, das wird erst dann deutlich, wenn man die Entwicklung der scheinbaren Erfolge, bzw. deren Grundlagen zu Ende denkt. „Die Ungeduld des Herrn Orwell"
    oder „The delay of 1984“
    könnte da der passende Übertitel sein.

    Am (fast) unpolitischen Beispiel „Gentechnik“:
    Sich bildende Lebensmittelmonopole sind, wie alle dominierenden Markt- und damit Macht-Positionen übrigens (etwa das „Gläubiger-Monopol“), essentielle „Abhängigkeiten von morgen“.
    Da wird es sicher schwer fallen, gebotene Unbotmäßigkeiten durchzusetzen. Und sei es durch eine noch so gefinkelte „asymmetrische Kriegsführung“.
    Da wird es auch kein „Gleichgewicht des Schreckens“ geben, denn dann werden im Bedarfsfall Hähne zugedreht, damit die „roten Hähne“ nicht auf ’s eigene Dach flattern können.

    Zwischenbilanzen haben es so an sich, dass ihre Aussagekraft von kurzer Dauer ist. Was aber kaum jemanden und vor allem die Empfänger der diversen „Boni“ nicht kümmert.
    Erfolgreiche Politik aber hat langfristig umsetzbare Perspektiven zu haben.

    Sonst wird die alte Landserweisheit aktuell: „Fünf Minuten vor seinem Tod, da war er noch am Leben.“

  6. Der sinnvollere Kommentar (kein Partner)
    26. Dezember 2010 10:32

    Haiders Nachgeburten
    von Günter Traxler | 23. Dezember 2010, 17:10
    Wenn die banale Realität der bittersten Satire jede Pointe vorwegnimmt

    Wenn die banale Realität der bittersten Satire jede Pointe vorwegnimmt, kann man sicher sein, im Reich von Jörg Haiders Nachgeburten zu wandeln, wo der Hilfeschrei des autochthonen Leistungsträgers "Wos woar mei Leistung?" weniger späten Selbstzweifel an derselben markiert als die Verblüffung darüber, dass man sie für ein paar hunderttausend Euro auch erbringen sollte. Wo die Justiz darauf setzt, dass die Dunkelmänner freundlicherweise schon selber Licht ins Dunkel ihres Betrugs an der Republik bringen werden, um ihr das Einschreiten wegen Verdunkelungsgefahr nur ja zu ersparen. Aber wenn es dann geschehen ist, lässt sich die Justizministerin, bekannt als eine Feindin übertriebener Neugier in Bezug auf die Supersauberkeit eines ehemaligen Finanzministers, mir nix, dir nix die Akten bringen, um nicht als Einzige dazustehen, die sich kein Urteil bilden kann, wo eben bewiesen wurde, dass ihr Derartiges im Fall Bawag grandios gelungen ist.

    Es ist das Reich, wo der Chef einer Partei, die ihren Umstieg von "Juden raus" auf "Daham statt Islam" noch nicht zur Zufriedenheit aller ihrer Flügel verkraftet hat, zu einem Entnazifierungsspagat in Yad Vashem antritt, bei dem er der Opfer des Nationalsozialismus auf seine Weise gedenkt, nämlich mit einem Trachtenstück als Kopfbedeckung, das aus Beständen einer Tradition stammt, deren Träger mit der Einführung des Arierparagrafen früh geistig das vorbereiteten, was im Holocaust endete. Wenn Strache sich in Israel unter seinem Biertönnchen persönlich zum Affen macht, fügt sich das trefflich in seine Biografie als Paintballspieler. Aber er hatte seine Vandalen-Kippa kaum zufällig bei sich, als er die Gedenkstätte betrat. Was er setzte, als er sie aufsetzte, war eine bewusste und - macht man sich den Vorgang bewusst - in ihrem Zynismus monströse Verhöhnung der Millionen Toten, gedacht als Signal an jene Rechtsextremen, denen sich Straches FPÖ trotz aller gegenteiligen Beteuerungen als Wirtskörper zur Verfügung stellt. Mitbedacht, dass ein Redakteur des einschlägigen Zentralorgans die Botschaft via Fernsehen auch pünktlich nach Daham übermitteln werde, wo man sich dann mit Goebbels'scher Chuzpe noch immer auf den Burschenschafter Theodor Herzl berufen kann.

    Ein Jahrzehnt ist es her, dass die koalitionäre Zähmung dessen ausgerufen wurde, dem wir die diversen Nachgeburten seines Geistes zwischen Wien und Kärnten verdanken. Das Misslingen dieses auf Lüge gebauten Experiments wurde rasch offenbar. Mit einigen der Spätfolgen beschäftigt sich nun eine zögerliche Justiz, die politische Verantwortung für all das wurde mehr vertuscht als aufgearbeitet. Heute braucht Strache kein Haider zu sein, um es auf denselben Zulauf zu bringen, und fast wäre der begnadete Privatisierer Grasser Führungsfigur der ÖVP. Fast schade, dass nichts daraus geworden ist. Mit ihm und seiner Supersauberkeit wäre Strache längst gezähmt, ganz im Geiste Wolfgang Schüssels. Wie hätte der als Regierungschef damals auch nur das Geringste von einem Buwog-Deal ahnen können, wenn selbst sein Finanzminister - auch erst nach Jahren - nur raten kann: "Da würd' ich halt ein bisschen eine Recherche machen." (Günter Traxler, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 24.12.2010)

    • black (kein Partner)
      26. Dezember 2010 11:50

      Frage an den größten Kommentator aller Zeiten:

      Wie heißt eine Straße in Jerusalem, die nach einer der schlagenden(?) Verbindungen benannt ist, bei der Theodor Herzl Mitglied war?

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Dezember 2010 13:08

      Viel "Sinnvolles" kann ich da nicht entdecken.

      Zumal die Burschenschaften (U.-Sängerschaften, akad. V! etc.) ihre traditionellen Werte aus der 'Revolution 1848' (in Worten: "achtzehnhundertachtundvierzig") schöpfen und selbst Opfer des gleichmacherischen "National-Sozialismus" (irgendwelche Assoziationen?) waren.

      Der Rest ist Demagogie, leider nicht Schweigen.
      So lang kann Herr Traxler übrigens auch gar nicht mehr schweigen, um jemals noch als Philosoph Geltung zu finden.

    • Ron (kein Partner)
      26. Dezember 2010 13:38

      Ja und weil sie so arme Opfer waren haben sie sich oft in den Nationalsozialistischen Deutscher Studentenbund eingegliedert. Natürlich nur unter heftigem Zwang.

      Aber genug der Polemik, selbstverständlich war das nicht so schwarz/weiss. So zu tun als hätten sich alle Burschenschaften mit Händen und Füßen gegen den Nationalsozialismus gewehrt ist allerdings auch lächerlich.

      Tatsache ist auch, dass es heute einige Burschenschaften gibt die eine deutliche Nähe zum Nationalsozialismus aufweisen. Vielleicht hat aber beispielsweise die Olympia den Michael Müller nur eingeladen weil der so eine schöne Stimme hat...

    • Ron (kein Partner)
      26. Dezember 2010 13:41

      Oder machen wir es einmal anders: Sind die Menschewiki nicht links oder sozialistisch weil sie im Stalinismus verboten wurden?

      Eine durchaus ähnliche Logik, überlegen sie mal.

    • Merlenbach (kein Partner)
      26. Dezember 2010 13:44

      @Neppomuck
      So? Mag sein dass die Verbindungen im NS verboten wurden und dass man die "Werte" aus 1848 schöpfte, aber schon seit dem späten 19. Jh. gab es prtaktisch keine Burschenschaft, der ein Jude ob nun getauft oder ungetauft beitreten durfte. Das spricht schon von einem gewissen Geist, oder nicht? Oder dass in vielen Burschenschaften/Verbindungen bis heute antisemitische Töne äußerst schick sind. Aber Hauptsache man ist nicht so ein widerlicher Staats-Nazi, gell?

    • RB (kein Partner)
      26. Dezember 2010 14:06

      Ach so, DER STANDARD, hätte die letzte Zeile zuerst lesen sollen.
      War während des Lesens eher irritiert, aber die letzte Zeile hat Klarheit geschaffen.
      Schönen Tag noch!

    • Neppomuck (kein Partner)
      26. Dezember 2010 14:50

      Herzl wurde 1878 Mitglied der Studentenverbindung 'Wiener akademische Burschenschaft Albia', die er (antisemitische Äußerungen von Kommilitonen?) im Jahre 1883 wieder verließ.
      Immerhin hat er 5 Jahre gebraucht, den "allgegenwärtigen Antisemitismus" bei Burschenschaften im späten 19. Jahrhundert zu entdecken.

      Außerdem: Vor allem heute ist es nicht besonders "schwer", als "Antisemit"
      gebrandmarkt zu werden.
      Man muss nur manche Dinge beim Namen nennen.

      Allerdings ist es fast ausschließlich eine Frage der Parteienzugehörigkeit, jetzt öffentlich an den Pranger (durch RA Zanger?) gestellt zu werden oder ob die Äußerung als eine lässliche Sünde (siehe Ex-Stadtrat Hatzl) hingenommen wird.

      Was hat z.B. Waldheim nicht alles über sich ergehen lassen müssen, weil er als Generalsekretär nicht (wäre ihm gar nicht möglich gewesen) verhindert hat, die Resolution der UN-Vollversammlung (UNGV Res. 3379 vom 10. November 1975, Verurteilung des Zionismus, isofern, "dass der Zionismus eine Form des Rassismus und der rassischen Diskriminierung ist") zu beschließen.

      In Zeiten, wo die Infragestellung gewisser nebelhafter Sequenzen des Verbotsgesetzes in Frage zu stellen bereits einen (strafbaren) Verstoß gegen dasselbe sein soll (siehe Anzeige Zangers gegen B. Rosenkranz im Zuge der BP-Vorwahlzeit), läuft überdies jedermann/-frau Gefahr, dieses Kainsmal aufs Auge, bzw. auf die Stirn gedrückt zu bekommen, weil er/sie diesselbe hat, einen Gummiparagraphen als das zu bezeichnen, was er ist.

      Siehe dazu auch das Zitat eines weltbekannten Kardinals (A. Dumas, "Die 3 Musketiere"):

      "Gebt mir sechs Zeilen von dem rechtschaffensten Menschen, und ich finde darin etwas, um ihn aufhängen zu lassen."

      Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu, Kardinal (1585 -1642)

    • Merlenbach (kein Partner)
      26. Dezember 2010 20:14

      Und das Herzl bei der Akademischen Burschenschaft war entlastet die Verbindungen aller Couleurs? Heute ist man dort sehr viel vorsichtiger, aber noch vor wenigen Jahren war mehr oder minder verhüllter Antisemitismus an der Tagesordnung. Heute richten sich die Aggressionen halt eher gegen dunkelhäutige Molems und Schwarze. Die Verbindungen und Burschenschaften als die Säulen der Demokratie hinzustellen, ist schon eine gewagte Theorie.

    • socrates
      27. Dezember 2010 20:40

      Ron
      Der Jüdische Sportverein HAKOAH war und ist wieder erlaubt. Er nimmt keine Arier auf und stört Sie gar nicht. Ein arischer Sportverein , Sie Traxler und die übliche Jagdgesellschaft würden schäumen.
      Türkische, Serbische, Kroatische Vereine usw werden gefördert. Eigentlich wird nur eine Rasse verfolgt, im Namen der Menschenrechte. Die Freimaurer wußten ja schon immer, fürwen sie nicht gelten.

    • Systemfehler (kein Partner)
      28. Dezember 2010 00:09

      Ja Sokratez, die armen verfolgten Nazis.

    • fosca
      28. Dezember 2010 00:33

      @der sinnvollere Kommentar

      Och, also nichts neues an der STANDARD-Front.
      Spielen sich doch der Autor sowie sein Brötchengeber schon lange als die im Besitz der einzigen Wahrheit auf. *kotz*

    • socrates
      28. Dezember 2010 11:43

      Zystemfehlerin
      Zystemfehlerinnen verdienen am Rassismus gut! Die Holocaustindustrie braucht Zystem!

    • fosca
      28. Dezember 2010 22:41

      @socrates

      Mindestens *********! ;-))

  7. DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
    26. Dezember 2010 09:12

    Ich habe selten so viel Unsinn und Selbstbetrug auf einmal gelesen.

    • DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
      26. Dezember 2010 10:43

      Ich meinte Dr. Unterbergers Phatasmorgien.

    • Merlenbach (kein Partner)
      26. Dezember 2010 13:47

      Volle Zustimmung, und der etwas hatscherte Titelsatz könnte übrigens auch von der hier oft zitierten Laura Rudasch stammen ...

    • Bücherwurm (kein Partner)
      27. Dezember 2010 06:58

      Herr Dippel-Ing, lesen's mal die eigenen Bücher, da wird das schon im Vorwort locker übertrumpft!

    • DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
      27. Dezember 2010 10:38

      Zu Bücherwurm:

      Wie sollen die anderen mitdiskutieren, wenn anscheinend nur sie meine Bücher kannen. (Welches konkret, damit ich nachlesen und in mich gehen kann?)

      Das Thema in diesem Beitrag war doch Dr. Unterbergers Ansicht.

      Diese - anscheinend recht verbreitete - Sitte zu "diskutieren" kommt mir wie Karl Valentins berühmter Asuspruch vor: "Ich weiß nicht, war´s gestern oder im 1. Stock."

  8. fosca
    26. Dezember 2010 01:11

    Es stimmt, daß wir hier in Mitteleuropa bisher eine besonders bevorzugte Phase des menschlichen Miteinanders durchleben durften, aber das ist keine Garantie, daß es in Zukunft so weitergeht, denn auf jedes Hoch folgt ein Tief und umgekehrt = das ist ein Naturgesetz.
    Möge der Optimismus siegen und uns allen noch lange das Hoch beschieden sein.

    In diesem Sinne voerst einmal auf ein hoffentlich herausragendes Jahr 2011!
    LG fosca

  9. Wertkonservativer
    25. Dezember 2010 15:17

    Vom Christtags-Mahl mit der Großfamilie zurück, finde ich die diesmal doch recht positive Jahresend-Einschätzung unseres Dr. Unterberger vor!

    Das freut mich sehr; umso mehr, als ich hier in diesem Forum ja eher auf der Seite der wenigen unverbesserlichen Optimisten stehe!

    Auch ich sehe die vielen Unzukömmlichkeiten im Land, in Europa, in der Welt, die uns drohenden Gefahren, zum Großteil durch die Menschen selbst verursacht.

    Und doch: was nützt uns abgrundtiefer Pessimismus und Wissen um alle Gefahren, alle Unwägbarkeiten unseres künftigen Geschicks? Die Situation wird durch diese Lebens- und Geisteshaltung weder sicherer, weder einfacher, weder schöner!
    Schauen wir doch, dass wir die Lebensjahre, die uns noch zur Verfügung stehen, mit Optimismus und Lebensfreude erfüllen, dies natürlich im Wissen um die Ausgesetztsein des Menschen in einer immer problematischer werdenden Umwelt, aber immer im Bewusstsein, dass Pessimismus und Lebensangst uns das Beste nehmen, was wir besitzen: Lebensmut und Lebensfreude!

    • Wertkonservativer
      25. Dezember 2010 15:19

      soll natürlich heißen: ...im Wissen um das Ausgesetztsein des Menschen ...

  10. thomas lahnsteiner
    25. Dezember 2010 11:57

    die optimistische sicht zum weltgeschehen kann ich teilen, was die eu und österreich betrifft schaut es weiter sehr düster aus.

    allein wenn ich an die dreiste wahlfälschung der roten im wiener wahlkampf denke: hunderte türkische briefwähler in kaffeehäusern registriert, ausfüllen der wahlkarten durch einen vertrauensmann, erpressung durch bestechliche baupolizisten usw.... steigen einem die grausbirnen auf.
    Und wenn man dann noch sieht wie die sogenannte öffentlichkeit damit umgeht, nämlich verschweigen und vertuschen, dann wird einem angst und bang.

    wie verkommen und machtgierig die grünen geworden sind, wird in wien
    durch die lügen des wähler- und vorzugsstimmenbetrügers van der bellen und durch das sofortige kaltstellen des wahlschwindelaufdeckers margulies sehr eindrucksvoll dokumentiert.

    ein abstoßendes sittenbild.....

    • Haider
      25. Dezember 2010 20:39

      Natürlich freut auch mich eine positivere Vorausschau mehr als mieselsüchtiges Lamento. Genauso sind pauschale Weltverschwörung und globale Untergangsphantasien nicht meine Sache. Aber: Erst fundierte Kritik an offensichtlichen Mißständen zeugt von Hoffnung auf Besserung. Sonst könnte man sich ja die ganze Mühe sparen. Verbitterung löst kein Problem, aber die kritiklose Weltsicht durch eine rosarote Brille auch nicht.

    • Wertkonservativer
      26. Dezember 2010 07:44

      @Haider:
      ganz meine Meinung, werter Mitblogger!

      Und, lieber t.l., warum eigentlich gar so pessimistisch hinsichtlich der Zustände in der EU und in Österreich?
      Die Roten und Grünen sind ja nicht alleinbestimmend hier im Lande, es gibt (nicht nur hier im Forum) eine starke Phalanx der "Andersdenkenden"! Die Medien schwächen sich auf Dauer mit ihren Übertreibungen und ihrer Linksfärbung selbst; die "normalen Leut'" haben ja doch mehrheitlich eine gewisse Abneigung gegen Schwätzer, Wortverdrehrer und Volksverdummer!
      Deren Bäume werden schon nicht in den Himmel wachsen! Ein wenig mehr Gelassenheit, Verehrtester! (Bitte nicht böse zu sein!)

    • phaidros
      26. Dezember 2010 08:40

      Auch hier bin ich wieder bein Ihnen, Wertkonservativer: etwas mehr Gelassenheit!

      80% des Rechtsbestandes kommen ohnehin bereits aus Brüssel. Es ist also unterbunden, dass sie allzuviel Blödsinn treiben. Derzeit ist Österreich international unsichtbar: kein Ratsvorsitz, keine internationalen Auftritte, gar nichts.

      Ergo: es ist wurscht, wer da im Steuerhaus steht. Das Schiff hängt sowieso mit fixiertem Ruder im Schlepptau. Die Brückencrew diskutiert die Farbe der Lampignons beim Einlaufen.

      Insbesondere möchte Ihr Zitat der Abneigung gegen Schwätzer, Wortverdrehrer und Volksverdummer! unterstreichen:

      »You can fool some people for all the time. You can fool all people for some time. But you can't fool mom.«*)

      Die Leute merken, wenn sie mit substanzlosem Gewäsch eingelullt werden, ob Luller das nun wahrhaben wollen, oder nicht.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

      *) ca.: »Manche kannst Du ewig täuschen. Vorübergehend kannst Du alle täuschen. Nur die Mutti gar nicht.«

  11. Markus Theiner
    25. Dezember 2010 11:51

    "Und warum sagen religiöse Menschen nicht: Eigentlich hat uns Gott eine wunderschöne Periode der Geschichte geschenkt?"

    Zumindest die Frage lässt sich in meinen Augen recht einfach beantworten: Würde man das sagen und die Schönheit dieser Periode allein göttlicher Gnade zuschreiben, dann müsste man die Schrecken anderer Perioden (oder auch den heute verbliebenen Schrecken) auch allein dem Mangel göttlicher Gnade zuschreiben. Und damit ruiniert man sich das Gottesbild.

    Religiöse Menschen - zumindest christliche - müssten wohl eher sagen: "Gott hat uns von Anfang an das Rüstzeug gegeben den Himmel auf Erden zu schaffen: Herz, Verstand, freien Willen und sogar die Bedienungsanleitung in Form des Evangeliums - und wir sind näher dran als je zuvor, diese Chance auch zu nützen."

    Diese Aussage hat daneben noch den großen Vorteil, dass sie auch bei nicht-religiösen Menschen funktioniert - man muss nur zwei Wörter ändern.

  12. Josef Maierhofer
    25. Dezember 2010 10:57

    Möge das 'wirklich' zutreffen !

  13. papi66
    25. Dezember 2010 08:52

    Werte Freunde des Unterbergerblogs!

    Ich schlage vor diesen am ersten Weihnachtstag von Andreas Unterberger im Blog geschriebenen Satz: „Wir haben ganz schön viel ganz schön gut gemacht. Wirklich.“ als den Satz des Jahres 2010 zu küren.

    • phaidros
      25. Dezember 2010 09:45

      Eine schöne Idee, papi, *** von mir dafür! (Bitte in diesem Fall um Abstimmung per Mausklick, liebe Partner: hauen wir das Ding rauf auf 30x***! Auch wenn's die Welt nicht ändert.)

      Ich bin sehr froh über das offensichtliche und erfolgreiche Bemühen des Tagebuchautors in jüngerer Zeit, den Blick auch auf Positives zu richten. Denn schlussendliuch ergibt sich ja gerade durch die Folge der Tagebuchblätter eine imlizite Gesamtaussage. Und mir würde es weit mehr als missfallen, wäre diese eine rein negative; es widerspräche geradezu meinem Weltbild. Auch, wenn ich fast jedem Blatt zustimmen kann (sofern es mirt möglich ist, es inhaltlich überhaupt zu beurteilen)!

      Natürlich müssen die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ernst und konzentriert angegangen werden. Aber das geht ja auch eindeutig aus Dr. Unterbergers Text hervor!

      Ob die wunderschöne Periode von Gott geschenkt, oder von vielen klugen Menschen in jahrzehntelanger harter Arbeit zäh errungen wurde, bleibe einmal dahingestellt. Zu Bedenken: die Ausgangssituation war nicht so toll zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

      Da mag die Linke herumseiern, so viel sie will: sie liebt halt die Misere. Fakt bleibt, Leibniz hatte sich schon was gedacht, als er von der »besten der möglichen Welten« schrieb. Natürlich darf das nicht bedeuten, die Hände in den Schoß zu legen.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • Wertkonservativer
      25. Dezember 2010 15:42

      Auch hier bin ich ganz bei phaidros und papi66!

      Dr. Unterberger sei Dank, dass er eben jetzt auch vermehrt positive Aspekte in den Fokus nimmt! Wenn er uns gelegentlich auch noch seine dezidierte Meinung über die notwendige Fortentwicklung der EU, vor allem jedoch eine klare Aussage zu "EU ja oder nein" mitteilen könnte, wäre ich ihm hiefür außerordentlich dankbar!
      Ich meine, unser Forum braucht hier eine klare Wegweisung durch unseren Mentor, zumal die Meinungen da ziemlich scharf aufeinanderprallen! Danke im Voraus, werter Dr. Unterberger!

  14. Observer
    25. Dezember 2010 08:50

    Es ist schön, dass der Blogbetreiber zu Weihnachten die rosarote Brille aufsetzt und damit seiner überwiegenden Zufriedenheit Ausdruck verleiht. Leider kann man mit so einer "tour de horizon" mit wenigen Absätzen den derzeitigen Zustand der Welt auf politischem, wirtschaftlichen und sozialen Gebiet nicht objektiv beschreiben.
    Trotzdem wünsche ich Herrn Unterberger sowie allen Kommentatoren Gesegnete Weihnachten.





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