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SN-Kontroverse: Spaltung des Euro?

Unter dem Titel “Kontroverse” gibt es in jeder Freitag-Ausgabe der Salzburger Nachrichten eine Doppelkolumne, in der Katharina Krawagna-Pfeifer und ich jeweils zum gleichen, von der SN-Redaktion vorgegebenen Thema schreiben. Und zwar ohne dass man gegenseitig die Texte vorher kennt.

Diese Woche steht die “Kontroverse” unter dem Titel:

Soll die Währungsunion in einen Nord- und Südeuro geteilt werden?

In der Folge finden Sie die beiden – unverändert wiedergegebenen – Kolumnen. Dadurch soll dieser kreativen und spannenden Idee auch hier ein Forum gegeben werden.

Spaltung löst keine Probleme

Katharina Krawagna-Pfeifer war Innenpolitikerin der SN, Innenpolitikchefin sowie Leiterin des EU-Büros des “Standard” und SPÖ-Kommunikationschefin. Sie arbeitet jetzt als Publizistin und Kommunikationsstrategin (kkp.co.at).

 Wenn es um den Euro geht, ist jeder Griff in die  politische Mottenkiste des 20. Jahrhunderts erlaubt, als die Nationalstaaterei zwei Weltkriege auslöste, die Millionen Tote und einen verelendeten und geteilten Kontinent hinterlassen haben. Da sind „die Griechen" faul und lügnerisch, „die Polen" stehlen, „die Bulgaren" ein Volk der organisierten Bettelei, „die Italiener" korrupt, „die Franzosen" sexbesessene Lebemänner, „die Deutschen" geschüttelt von „the German Angst" und „die Österreicher" Falotten. 


Auf dem Klavier des ökonomischen Nationalismus spielen nun wieder jene, die eine Trennung des Euro in einen „weichen" Südeuro und einen „harten" Nordeuro wollen. Dies unter der so leicht unter das Volk zu bringenden Parole, dass es wirklich, aber wirklich empörend sei,  dass „die fleißigen und anständigen Österreicher" wieder einmal für „die" Griechen, „die" Iren, „die" Portugiesen und vielleicht „die" Spanier, „die" Italiener und im Grund eigentlich sozusagen für alle den finanziellen Retter in der Not zu spielen hätten.

Nun ja - es wäre angebracht, das Köpfchen einzuschalten, als die Eurozone weiter mit Spaltungsfantasien zu verunsichern. Denn was passiert, wenn es einen billigen Süd- und einen teuren Nordeuro gibt? Erraten: Auch die Hartwährungsländer schlittern in ein ökonomisches Desaster. Ihre Waren werden so teuer, dass sie nicht oder nur mehr schwer exportiert werden können. Den Ländern der weichen Eurozone wäre auch nicht geholfen. Die Spekulation gegen die Euroländer würde munter weitergehen und soziale Verwerfungen im Norden und Süden wären die Folge.  Und eines sollten die Prediger der Destabilisierung nie vergessen: Steuerdumping und die Gier der Finanzindustrie haben die derzeitige Krise ausgelöst und nicht die  europäischen Normalbürger. 


Zwei katastrophale Fehler

Andreas Unterberger

Der Euro war eine der besten Erfindungen seit 1945. Er wurde aber durch zwei schwere Fehler ruiniert. Der erste passierte schon bei der Einführung: Es wurden keine klaren (und automatischen!) Konsequenzen beschlossen, wenn eines der Euroländer gegen die Regeln sündigt, wenn es exorbitante Lohnerhöhungen toleriert, wenn es hohe Staatsdefizite produziert, wenn es sich zunehmend verschuldet. Es wurden sogar Länder aufgenommen, die schon beim Start die Kriterien verfehlten.

Kein Wunder, dass diese Länder weiter in sozialistisch-keynesianischer Art in den Tag hineinlebten (was durchaus auch etliche rechte Regierungen taten).  Sie kassierten gleichzeitig Milliarden an Struktur- und Kohäsionshilfen, was die EU für sie zum perfekten Schlaraffenland machte. Sie vergaßen nur eines: Früher wurden durch Abwertungen diese Sünden wieder ausradiert. Das war nun unmöglich. Der zweite historische Fehler passierte heuer im Mai, als Europa 750 Milliarden bereitstellte, um die Sünder aus dem Schuldturm  zu befreien, statt sie den eigentlich zwingenden Folgen ihrer Schuldenmacherei preiszugeben. Angela Merkel leistete zwar lang Widerstand, ging aber letztlich in die Knie; vom Bundeskanzler der Republik Österreich, die ebenfalls heftig haftet, gab es natürlich auch dazu keinen geraden wirtschaftlichen Satz zu hören.

Schon ist allen Experten klar, dass dieses Geld nicht reichen wird. Und schon beginnen Geldgeber auch an der Kreditwürdigkeit Deutschlands und noch mehr Österreichs  zu zweifeln. Weshalb auch sie neuerdings höhere Zinsen zahlen müssen. Woraus wir lernen: Die Fehler rund um den Euro ruinieren uns. Da man aber Griechenland & Co. nicht zum Austritt aus dem Euro zwingen kann, haben Deutschland & Co. nur eine Wahl: entweder selbst dem Bankrott zuzutreiben oder in einer schmerzhaften Aktion einen Nordeuro als Notanker zu schaffen.

 

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alle Kommentare

  1. Marylouise (kein Partner)

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  2. Bahrom (kein Partner)
  3. Sumit (kein Partner)

    I litllarey jumped out of my chair and danced after reading this!



  4. Lucas (kein Partner)

    We deiilfteny need more smart people like you around.



  5. Onkel Hans (kein Partner)

    Da ist nun die Kacke am Dampfen! LOL

    Der Euro-Währungsunion - gegen den Willen der Mehrheit des Volkes - beizutreten, war ja ein Klacks. Ein paar Unterschriften, nicht mehr. Sowas schaffen sogar unsere Politclowns.

    Aber wie (relativ) ungeschoren wieder rauskommen? Besen, Besen, sei´s gewesen? Das ist ein paar Nummern zu groß für die Kasperle, deren Kernkompetenz das wechselseitige Zuschieben von Pfründen ist. Wird noch lustig werden.



  6. Onkel Hans (kein Partner)

    DER SCHILLING BLEIBT!

    Erinnert sich eigentlich noch jemand an die Namen der Politclowns, die uns 1994 (unter anderem) mit der Vorspiegelung, dass der EU-Beitritt nichts an unserer Währung ändern werde, in die EU-hineingelogen haben?



    • Rado (kein Partner)

      Ich erinnere mich auch an die Sprüche zum Schengenbeitritt.
      Bitte sehr, ein Dokument zum wundern!
      http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Service/Folder_Schengen.pdf
      Eine Broschüre des Innenministeriums: "Die Grenzen fallen. Die Freiheit gewinnt. Die Sicherheit bleibt."

      Dann gibt es noch tausende Äußerungen von politischen Mandatsträgern, welche die Masseneinwanderung aus der türkischen Unterschicht als kulturelle Bereicherung verkaufen wollen, ohne die unser Sozialsystem zusammenbrechen würde. Beide Argumente haben sich als Lüge erwiesen.

      Dann gab es die Verlängerung der Legislaturperiode von vier auf fünf Jahre. Es werde zuviel gewählt, hieß es. Die Regierung müsse in Ruhe arbeiten können. Sehen Sie sich das Ergebnis an!

      Neuerdings hört man auch anlässlich der Ausmärzung des Bundesheeres, dass Österreich in den nächsten zehn Jahren keinen militärischen Angriff mehr zu befürchten brauche. Der Zerfallskrieg Jugoslawiens und der Tschechoslowakei (ja, auch hier gab es Kämpfe) wurde von der Politik erst wahr genommen, als nichts mehr zu vertuschen war.

      Dann erinnere ich mich auch noch an den österreichischen Gesundheitsminister Franz Kreutzer und sein Krisenmanagement im späten April 1984. Damals war gerade eine radioaktive Wolke unterwegs nach Österreich. Erinnern Sie sich auch noch, was er damals gemacht hat? Er hat gelogen damit die Bevölkerung in dieser Wolke herumläuft und der Maiaufmarsch nicht gestört wird. Damals war ja bekanntlich die Schlussphase des Bundespräsidentenwahlkampfes.

      Alle diese Lügen sind und waren Teamwork. Und die Österreicher vergessen schnell.

  7. xRatio (kein Partner)

    Wir haben kein Europroblem. Wir haben ein Dummheitsproblem. Hinzu kommt, dass die Dummen auch noch klugscheißen.

    Keiner hat auch nur einen blassen Schimmer vom Geld. Niemand.

    Die beiden Artikel und die meisten Kommentare sind eine einzige Katastrophe!

    Was Kinder fast von selbst wissen und sofort verstehen, dasselbe kriegen Erwachsene beim heutigen Verblödungsgrad nicht mehr auf die Reihe.

    Die staatliche Verblödungsindustrie hat ganze Arbeit geleistet.



  8. black (kein Partner)

    Es gibt eine Initative zur Einleitung eines Volksbegehrens für den EU-Austritt:

    http://direktedemokratie.at/Unterstuetzung.pdf



  9. Pretty (kein Partner)
    • Martin Bauer

      Danke für den Link. Genau so wird es kommen. Die Belgisierung der EU ist bereits Realität, der Rest nur eine Frage der Zeit...

    • Leopold Koller (kein Partner)

      "Belgium is a microcosm of the EU" Da hat er den Nagel auf den Kopf getroffen.

  10. Reinhard (kein Partner)

    Wenn ich mir den letzten Absatz des Pfeiferkathrinchens durchlese, dann muss ich ihr wirklich Lob zollen: Ich finde es mutig und kämpferisch, aus einer nicht mehr zu unterbietenden wirtschaftlichen Ahnungslosigkeit heraus einen solch hanebüchenen Schwachsinn in einer bundesweiten Zeitung zu veröffentlichen. Alle Achtung!
    Die Hartwährungsländer waren bis zur Abschaffung ihrer Währung Exportweltmeister und die wirtschaftlich stärksten Staaten Europas. Das Dumme am linken Wunschdenken und der damit einhergehenden (mutwilligen?) Falschinformation und Negativbeeinflussung der Leser ist, dass es mit der Realität nichts gemein hat. Denn das ökonomische Desaster der Neuzeit haben die früheren Hartwährungsländer erst durch Abschaffung ihrer Hartwährung erlebt.
    Es fällt inzwischen auf, dass in immer mehr Medienberichten und -artikel die linkslastigen Journalisten die Realität komplett verdrehen und bewusst das Gegenteil von dem behaupten, was wahr ist, weil sie genau wissen: Wenn alle das gleiche lange genug wiederholen, glauben irgendwann genug Leute diesen Schmonzes. Die normative Kraft des Faktischen, gewissermaßen.
    Widerlich.



  11. Wolfgang Bauer

    Heute wurde im ORF aus Brüssel berichtet, dass die "Sozialunion" kommen wird, das helfe Europa ungemein. So, wie die gemeinsame Wirtschaftspolitik...

    Was bitte wird das? Dass wir die Mindestsicherung auch in Bulgarien, Rumänien etc. auszahlen? Denn Sozialunion kann ja nur "gleiche Sozialstandards" heißen!

    Wollen das die Faymann-Wähler wirklich? Oder verstehen Faymann und die AK unter Spzialunion, dass unsere 'Betransferten' noch mehr kriegen? Aber von wem, zum Teufel? Den Piefke, die's ja bekanntlich ham ? Von den Griechen wer'ma nix kriegen!



    • Reinhard (kein Partner)

      Ehrlicher wäre, sie würden es gleich "Sozialistische Union" nennen.

  12. fosca

    Die Währungsunion ist schon deshalb zum Scheitern verurteilt, weil man das Pferd ganz einfach von hinten aufgezäumt hat.
    Man hätte zuerst harmonisieren müssen ( z. B. Steuern, Sozialleistungen etc.) und danach erst den Euro einführen.
    Es wurde umgekehrt vorgegangen und jetzt versucht man krampfhaft die versäumten Hausaufgaben nachzuholen, was ein Ding der Unmöglichkeit darstellt.

    Übrigens - sollten bezüglich obiger Aufzählung Änderungen für Österreich ins Haus stehen, müßte unser "Lügenkanzler" zwingend eine Volksabstimmung abhalten oder genügt, daß der "Onkel Hans" nicht mehr unter den Lebenden weilt?



    • Reinhard (kein Partner)

      Werte Fosca, unser Gummiwirbelsäulenkanzler hat bereits seine Unterschrift unter EU-Papiere gesetzt, die ganz Österreich betreffen, und sich einen Dreck um sein Geschwätz von gestern geschert.
      Ob Versprechen, Gesetze oder Verfassung, das einzige, was diese Regierigentruppe kann, ist brechen. Deswegen ist auch mir täglich danach, wenn ich die Gfraster nur sehe.

  13. byrig

    z.z. sieht es tatsächlich nicht gut für den euro aus,wobei eine klare einschätzung der lage für laien gar nicht,und für "experten" offenbar auch kaum möglich ist.indiz:die meinungen der fachwelt sind völlig kontrovers.es gibt zwar experten,die mit grosser emphase ihr credo verkünden,aber es bleibt halt ein "credo",ein glaube,eine these.
    das dürfte viel damit zu tun haben,dass die ökonomie trotz aller zahlen und berechnungen eben keine exakte wissenschaft ist,sondern durch viele weiche faktoren wie psychologie,politischen glauben u.v.a.mehr,beeinflusst wwird.
    eine wichtige frage für uns laien ist:wenn aufgabe des euro,wie kann und muss der geordnete rückzug aussehen?
    eine variante,die vielleicht der bevölkerung und den sparern die geringsten verluste bringen könnte,wäre der rückzug auf einen "nordeuro",basierend auf ländern wie deutschland,holland,österreich und ev. frankreich.
    die rasche wiedereinführung des auf uns beschränkten schilling hielte ich für deletär.zumindest mit deutschland sollten wir im verbund sein.
    kkp linkes gebrabbel diesbezüglich ist inferior.



    • Norbert Mühlhauser

      Dem analytischen Betrachter offenbart sich die Wirtschaft immer als etwas Janusköpfiges.

  14. Markus Theiner

    Die typische Logik.
    Man kann noch so sehr auf harte Fakte bauen: Wirtschaftsdaten, Schuldenstand, Defizit und sogar Stabilitätspakte die von den betroffenen Staaten selbst mitverhandelt wurden - in den Augen der Linken ist es immer nur eine Ausrede und in Wirklichkeit sind ganz böse, nationalistische Vorurteile schuld. Egal, so lange der wahre Grund irgendwie mit den Nazis in Verbindung gebracht werden kann.

    Aber gut, man kann es natürlich auch wirtschaftlich argumentieren. Für die Länder mit harter Währung wäre die Trennung eine wirtschaftliche Katastrophe. Man erinnere sich an die Zeit als die D-Mark und der Schilling stabile, harte Währungen waren und Lire, Drachmen & Co laufend abgewertet wurden - kann wirklich irgend jemand in diese katastrophalen Zustände zurückfallen wollen?
    Natürlich konterkariert diese Spaltung die Idee der Binnenmarktwährung und macht den Hartwährungsländern die Exporte schwieriger. Eine Katastrophe würde das für sich genommen aber nicht auslösen. Und die Südländer? Warum würde es ihnen nicht helfen, wenn sie den Südeuro kräftig abwerten und damit die Schulenlast (real) senken können? Hat über Jahrzehnte vor dem Euro auch funktioniert.

    Es ist schon klar, dauernde Abwertung hilft der Kreditwürdigkeit auch nicht, und die tiefer liegenden Probleme liegen wo anders. Denn die großen Konkurrenten der europäischen Länder sitzen außerhalb Europas. Und denen gegenüber ist das größte Problem nicht die Währung. Es sind die Hochsteuerbürokratien, die alles verteuern, was Europa der Welt zu bieten hat.
    Das liegt einerseits an den sozialen, ökologischen, gesundheitspolitischen (usw.) Standards, die sich Europa leistet (und die wir uns zumindest bis zu einem gewissen Grad auch leisten können und sollen) und andererseits in der mangelnden Effizienz mit der wir diese Standards absichern.

    Ach so, nein, tschuldigung. War alles einbildung. Steuerdumping und Spekulanten sind schuld. Wir brauchen mehr Steuern und mehr Regulierung. Dann wird China schon sehen, was es von seinen Devisenvorräten hat.



  15. thomas lahnsteiner

    wie der/die kleine/n linke/n maxl/Innen die ursachen der griechischen krise glasklar herausarbeitet/en:

    Nicht die feigen regierungen, die sich jahrelang vor dem linken straßenmob in die knie gegangen sind und nicht die gewerkschaften, die die regierung jahrelang durch streiks erpresst haben und schon gar nicht die unzähligen steuerschwindler und die korrupten beamten sind schuld an der dortigen krise.
    Sondern natürlich "steuerdumping" und die "gier der finanzindustrie" brachten griechenland an den rand des ruins......
    der griechische "normalbürger" kann sich also getrost zurüchlehnen und weiterstreiken und randalieren, schuld sind die bösen, fleissigen slowaken mit ihrer "flat-tax" und natürlich die gierige europäische finanzindustrie und natürlich auch frau merkel, aber die zahlt wenigstens brav.



  16. Norbert Mühlhauser

    Allerwerteste Frau KKP!

    Sie tun mir ja so leid! Dieses Völkchen, dem Sie journaillistisch gegenübertreten müssen, will nicht und nicht begreifen, dass nicht die Gehaltszugeständnisse an griechische Staatsbedienstete, die unter dem Schutzschirm des krypto-autoritären und pseudokapitalistischen EU-Regimes zwischen 1999 und 2008 um 62 % angehoben wurden, und nicht die in dieser Zeit um 74 % angestiegenen Sozialleistungen, und auch nicht eine Rentenberechtigung ab 11 Beitragsjahren iHv 111 % des Nettolohns der Beitragszahler zum Desaster geführt haben. (Quelle: alle Angaben CESifo Munich)

    Nur wer sein Köpfchen einschaltet, so dass es, unter Strom gesetzt, stärker leuchtet als der schönste Heiligenschein, kann verstehen, dass in Wahrheit das Steuerdumping und die gierigen Finanzmärkte Quelle allen Übels sind. Denn hohe Steuern sind was gaaanz anderes als hoher Nordeuro hie und billiger Südeuro da, können die griechischen Staatsbediensteten doch dann gleich noch viel mehr Dienstautos und Artikel des persönlichen Bedarfs einkaufen, wohingegen andernfalls alle Griechen darben müssten, ohne zu konsumieren, was ihre Wirtschaftskraft übersteigt.

    Und damit noch viel mehr von Nord nach Süd fließt, weil ja unsere EU-Vordenker unermüdlich an der Wirtschaft kurbeln müssen, darum haben wir ja jetzt Nord-Süd Exportstützungen über vom Steuerzahler gestützte Banken, gelt, damit der Wohlstand unserer armen Nachbarn noch viiiiel stärker steigt und die Nord-Wirtschaft floriert! Wenn erst alle Griechen deutsche Autos haben werden, werden Sie der neuesten iPads und ähnlichem Klumpert aus Fernost entsagen, in die Hände spucken und Investitionsgüter aus dem Norden kaufen, um endlich Güter zu produzieren, die im internationalen Handel wahrhaft konvertibel sind.



  17. terbuan

    Die Frage hätte eher lauten sollen:
    "Wann kommt das Ende des Euro und was danach?"



  18. Philipp Starl

    Werner Faymann bekommt heute von mir offiziell die Ehrung für die

    dreisteste Aussage des Jahres .

    Da redet der Kanzler von Steuerdumping in der EU, das ein Ende finden müsse.

    Man halte fest: niedrige Steuern sind ganz ganz böse und die EU soll sich gefälligst darum kümmern, dass in allen EU- Staaten gleich hohe Steuern festgelegt werden.

    Danke Werner Faymann, danke Jose Barroso für diesen großartig konzertierten und akkordierten Angriff auf unser Geld!



    • Brigitte Imb

      Der grau(s)e Werner flippt bereits vor den Ungarn, denn sollten die erfolgreich sein mit der Flat tax, wird´s rege Diskussionen darum geben, ja sogar entsprechende Forderungen.

    • brechstange

      Das er dazu Zeit hat, neben der Werbetrommel, die er gerade für die Gesamtschule rührt. Eine Volksabstimmung muss er auch noch organisieren wegen der EU-Vertragsänderung und dann noch eine Volksbefragung europaweit hat er auch angekündigt mit dem Gabriel aus Deutschland, das Thema ist mir leider entfallen.

    • Brigitte Imb
    • Philipp Starl

      @ Imb

      Hier die Liste dazu. Da wird einem schlecht.

      http://www.bilder-hochladen.net/files/go3j-2-jpg-rc.html

    • Brigitte Imb

      Und wir "Dummschädeln" sehen die Bereicherung nicht - ein Jammer für die Linken.

    • Celian

      Vassilakou jubiliert. 100 % Ausländer. Mehr geht nicht!

    • Blasen zersticht man. (kein Partner)

      Na, da haben wir wenigstens einen Berufenen Preisverleiher.

    • Neppomuck (kein Partner)

      Was bedeutet "Steuerdumping":
      „Der Begriff „Steuerdumping“ bezeichnet die Maßnahme, eine Ansiedlung in einem bestimmten Gebiet zu fördern. So werden beispielsweise ausländische Steuerpflichtige im Inland gegenüber den inländisch Steuerpflichtigen gefördert und privilegiert."
      http://www.finanz-lexikon.de/steuerdumping_1845.html

      Oder
      „Steuerdumping besteht darin, dass rein pekuniär anwesende ausländische Steuerpflichtige gegenüber den inländischen Steuerpflichtigen privilegiert werden.“
      http://www.socialinfo.ch

      So lizitieren etliche Staaten hinsichtlich Köst oder Kest oder Einkommenssteuern* etc. deren Höhe nach unten. Frei nach dem Motto: Besser weniger als gar nix.
      Wie das mit der verfassungsrechtlichen „Gleichheit vor dem Gesetz“ zu vereinbaren wäre, wissen nur die Steuerbehörden.

      Aber man kann ja gleich bei sich selbst anfangen.
      Ralf Schumacher z.B. sitzt, nein „wohnt“ deshalb in Salzburg. (* 12,5 %, nach Paragraf 103 des österreichischen Einkommenssteuergesetzes kann der Finanzminister Ausländern nach eigenem Ermessen Steuererleichterungen gewähren).
      Auch unsere (!) Sportlergrößen erfreuen sich dieser reduzierten Einkommenssteuer. (Steuerbegünstigung für Spitzensportler, siehe „Sportlerpauschale“)
      Die „Gruppenbesteuerung“ in Ö. wäre ein gleiches.
      Die (von FM Lacina erfundenen) Stiftungen ebenso.

    • Josef Maierhofer

      @ Neppomuck

      UHBK wird wohl unter 'Steuerdumping' gemeint haben, daß man ihm zufolge seiner Politik doch nicht die Steuern nach unten regulieren dürfe, weil dann der Direkttransfer zu seiner Pension und Entlohnung (beides Transfer) reduziert würde, sondern, weil 'eh alles eins' ist in Europa, einfach die Steuern allgemein erhöhen sollte, damit den Apparatschiks mehr Transfer bleibt.

      Er war noch zu wenig in der Schule, UHBK.

      Nichts kann er den Leuten recht machen, geht er in die Schule ist es nicht recht, geht er nicht, ist es auch nicht recht ...

  19. Samtpfote

    Wenn mir noch einmal jemand weismachen will, dass es kein perpetuum mobile gäbe, dann verweise ich auf die derzeitige Finanzsituation.

    Banken schwimmen im Geld. Trotzdem leihen sich bei den Zentralbanken Geld um nahezu 0 und kaufen dafür Staatsanleihen von Risikoländern mit Renditen um die 10% p.a.

    Daraufhin beschliessen unsere europäischen Spitzenpolitiker, dass man die Schuldnerländer (z.B.PIGS) nicht fallen lassen dürfe, da sodann die Banken krachen würden.

    Worauf die Banken - auch nicht blöd - das oben erwähnte Spielchen weiterführen, unter dem Deckmantel Refinanzierung von Altschulden, zur Vermeidung von haircurts ...

    Das Volumen erhöht sich, die die Haften vermehren sich. Die Anzahl der Banken bleibt gleich.

    Ich frage mich nur, wem geht zuerst der Atem aus.



    • Norbert Mühlhauser

      Unsere österr Banken haben sich vor weniger als 2 Jahren aber vom Staat nicht um 0 % Partizipationskapital geliehen, sondern um plus/minus 9 % (- je nach dem Anteil von daraus weiterverliehenen Krediten).

  20. Brigitte Imb

    Ja, das Köpfchen einzuschalten, bzw. einmal einige Grade gen Mitte zu drehen, würde KKPs Linkshirn ev. gut tun, denn wo bitte ist u. war "Steuerdumping" Auslöser der Krise?

    Die Tatsache einer Destabilisierung ist seit langem gegeben und nicht die "Prediger", die das Unheil sehen, sind daran schuld, sondern unfähige u. korrupte Politiker haben uns in diese Situation manövriert, indem sie Strukturen geschaffen u. zugelassen haben die diese Abwärtsspirale zum Dauerbrenner macht.

    Umverteilung kann nur erfolgen wo noch Substanz vorhanden ist, aber für Linke hat das wenig Bedeutung, denn die erwägen keine Skrupel, die Kuh die sie nährt zu schlachten.



  21. Wolfgang Bauer

    In dem Zusammenhang ist interessant, dass die diversen "Freiheiten" für Zuzüglinge aus EU-Staaten - zusammengefasst als "Schmarotz-Freiheiten" bezeichenbar, basierend auf dem unveräußerlichen Menschenrecht, zulasten anderer zu schmarotzen - eigentlich völlig kontraproduktiv sind, da sie Bürger, deren Arbeitskraft zu Hause dringend gebraucht würde, dazu verlocken, woanders zu bleiben.

    Effekt: Wir zahlen Unsummen für das Sozialnetz und zusätzlich für den Pleiteschutz der Heimatländer der Befürsorgten. Eine klassische "verlier-verlier" - Situation. Dafür kämpfen zum Schaden sogar auch dieser Länder die vereinigten Gutmenschen. Wie immer: Sie blicken halt nicht durch, was sie mit ihren "Schutzklauseln" anrichten.



    • Celian

      Die Schutzbedürftigen werden doppelt beschützt: Die, die zu uns kommen, delektieren sich am nationalen Sozialtransfernetz. Und die denen sogar die Ausreise zuviel Aufwand bedeutet, schicken wir die Zuwendungnen per Transfer-Union hinten nach. (Egal )wie man sich bettet, so liegt man (im Faulbett).

  22. simplicissimus

    ich bin ein anhänger der eu (welche sehr reformbedürftig ist) und eines starken euro und ich sehe nicht immer alle kommentare von frau kkp so kritisch, aber diesmal hat sie wirklich einen vollkommen unhaltbaren stiefel geschrieben:
    die finanzkrise der usa hat nichts mit der eurokrise zu tun. diese beruht auf individueller spekulationsgier im immobilienbereich, die durch die banken plus derivatspekulation zur megablase aufgebläht wurde, während die euro krise auf den von au genannten faktoren beruht. ungenau kann man sagen: eine gierig-spekulative kapitalismus- versus einer faul-verschwenderischen sozialismuskrise.

    die gemeinplätze frau kkp's hinsichtlich europäischer vorurteile und die hinweise auf wk I+II sind vollkommen entbehrlich und lenken nur von den wahren hintergründen ab. kein wunder, dass sie daher beide krisen verwechselt.

    auch der letzte absatz frau kkp's elaborat ist unsinning: es wäre höchstens der vorherige zustand ähnlich harter DM und weicher peseta wieder hergestellt. heute beschweren sich die südländer ja, dass die deutschen immer billiger verkaufen können und sie selbst, da weniger arbeitseffizient, immer teurer werden.

    da die wahrheit zu sagen seit der wc verboten ist, wird sie automatisch als vorurteil diffamiert und in der folge nüchtern-reale analysen unmöglich gemacht.

    man wird sich tatsächlich überlegen müssen, ob man die piigs aus dem euro rausschmeissen muss (ich liebe eines der piigs-länder ganz besonders, aber das hat nichts mit diesem thema zu tun) und eine euro-union vergleichsweise stabiler länder wie d, nl, ö, dänemark, finland bildet. das eine oder andere tüchtige osteuropäische land (zb tschechien, slowenien, baltische länder, slowakei, polen?) könnte eventuell miteingeladen werden, die schweiz, schweden und norwegen müsste man geradezu händeringend anflehen, die piigs zu ersetzen. werden sich aber wahrscheinlich hüten. uk wird sowieso nicht teilnehmen und andere länder wie frkr, belgien sind fragezeichen.

    die andere alternative: eine machtvolle eu-zentralregierung stellt sicher, dass kriterien eingehalten und schwindeleien unterbunden werden. dann wird der süden im wohlstand wieder ein bisschen abrutschen und alles ist wieder im lot.
    diese lösung wünschen sich aber nur wenige. allerdings wären wir dann die schröders, chiracs, berlusconis, faymanns usw los. bei transnationalen parteien und einem echten transnationalen parlament und einer transnationalen regierung.

    ich gebe zu, derzeit vollkommen illusorisch und utopisch.



    • Wertkonservativer

      Danke, "Mit-Anhänger" simplicissimus!

    • Philipp Starl

      Mit Verlaub, aber selbstverständlich war die Finanzkrise kausal (zumindest kumulativ) für die Eurokrise. Die Finanzkrise ließ zahlreiche Kreditinstitute an den Rand der Pleite schlittern und die Staaten haben sie dann mit Milliardenbeträgen aufgefangen, Milliarden, die die Staaten selbst nicht hatten. Noch dazu gaben die Staaten Milliarden für Konjunkturprogramme aus.

      Der Fall Irland zum Beispiel ist ganz allein auf den Crash 2008 zurückzuführen.

    • simplicissimus

      philipp starl: einen gewissen zusammenhang gibt es sicher, jedoch ist die bankenkrise ganz sicher nicht der hauptgrund des griechenlandproblems und der eurokrise. irland mag stärker durch die banken verursacht sein, in den anderen ländern wie portugal spielt in erster linie die staatsverschuldung eine rolle, die durch aufnahme billiger eurokredite zur finanzierung von sozial- und anderen ausgaben genutzt wurden, während hingegen die steuereinnahmen wegen zunehmendem verlust an wettbewerbsfähigkeit zurückblieben. weil eben der früher gewohnte abwertungseffekt eine rolle spielt. so können diese länder ihre schulden kaum mehr begleichen und werden sicher zusätzlich an den bankenrettungsgeldern leiden. der eine mehr, der andere weniger. die finanziell stärkeren länder können vielleicht die banken- und konjunkturmilliarden verkraften (konjunkturmilliarden, sinnvoll eingesetzt, sollten steuereinnahmen erhöhen), eine zweite belastungswelle "fremde staatsdefizite oder zahlungsunfähigkeiten" aber kaum mehr. so verstehe ich es.

    • simplicissimus

      .. weil eben der früher gewohnte abwertungseffekt wegfiel..

    • simplicissimus

      .. und noch was: wer hat die schwächeren länder gezwungen, den bankenrettungswahnsinn mitzumachen? es liegt kein beweis vor, dass es nicht gesünder gewesen wäre, das eine oder andere besonders marode institut untergehen zu lassen. wohingegen die gerüchte nicht verstummen, dass einige halbwegs gesunde institute am kuchen unnotwendigerweise mitgenascht haben ...

    • Philipp Starl

      Zu Ihrem letzten Beitrag: da haben Sie Recht, an der Kausalität ändert es nichts. Monokausal war die Finanzkrise sicher nicht, möchte ich auch gar nicht behaupten, aber ohne die Finanzkrise hätten die Staaten sicher noch viele Jahre herumsudeln können mit ihren Finanzen.

      Übrigens bin ich der Meinung, dass die Eurozone diese Situation überleben würde. Die nächste Blase, die schon im Anmarsch ist und größer denn je sein wird (man beachte, dass die Aktien 1 1/2 Jahre nach dem Crash fast schon wieder Vorkrisenniveau erreicht haben!) wird aber endgültig ein derartiges Loch in den Fiskus der einzelnen Staaten reißen, das die heutige Krise retrospektiv wie ein Schas im Wind wirken lassen wird.

    • simplicissimus

      philipp starl: ich glaube auch, dass der euro überleben wird. der dollar hat ja auch maroden hintergrund.
      gerade im fall irland gebe ich ihnen natürlich recht, wenn sie sagen, das rettungserfordernis wäre wegen der bankenkrise entstanden.
      aber es wird jetzt wirklich verwickelt: ohne die euroeinführung wäre kaum eine solche immobilienblase entstanden. hier liegt kausalität unter kausalität.

      jedenfalls kann man die us-immobilienblase kaum dem euro in die schuhe schieben, in den piigs-ländern aber sehr wohl.

  23. Patriot

    KKP:
    Auch die Hartwährungsländer schlittern in ein ökonomisches Desaster.

    Falls es die werte Dame noch nicht begriffen hat: wir SIND bereits in einem ökonomischen Desaster, weil mitteleuropäische Banken den Südländern hunderte Milliarden Euro geborgt haben, deren Rückzahlung mehr als fraglich ist, und weil europäische Staaten (witzigerweise auch diejenigen die kein Geld haben) obendrein für 750 Milliarden die Bürgschaft übernommen haben.

    Es ist nur noch die Frage wie wir den Schaden begrenzen, ob wir schlechtem Geld gutes nachwerfen, oder ob wir die Notbremse ziehen.

    Natürlich könnten die Südländer im Euro-Raum bleiben. Das Burgenland oder Ostdeutschland sind ja auch drin. Nur können in unproduktiven Gebieten nicht die gleichen Löhne und Preise verlangt werden wie in hochindustrialisierten Gebieten, und der Staat kann dort nicht dieselbe Infrastruktur aufrecht erhalten.

    Es ist immer das Gleiche. Niemand fängt zum Sparen an, wenn der reiche Onkel alles bezahlt. Migranten werden das eigene Land nicht aufbauen, wenn sie die Möglichkeit haben anderswo zu schmarotzen.



  24. eudaimon

    Zutreffend !!Die Kriege finden statt- nur "verzettlt"im Dunstkreis des

    Terrors ,der proletarischen Hetze und der religiösen Vorwände zu Massenmord!

    Die Politiker aller Nationalstaaten schneiden unverfroren wie eh und jeh mit-

    neu ist nur, dass beinahe alle Medien und Justizapparate gleichermassen

    funktionieren- eingebetten in eine neuartige PC-Feudalherrschaft ,die

    drauf und drann ist jegliche" Demokratischen Gepflogenheiten" zu pervertieren

    wie zB.Meinungs und Versammlungsfreiheit,Denkfreiheit,Redefreiheit,Schutz

    des Bürgers vor Staatswohl und Enteignung uvam.

    Die Massen werden mit den Erfogshonoraren der Fleissigen und Tüchtigen via

    Sondersteuern und Abgaben mit sozialen Netzwerken eingewickelt ,damit sie ein

    ansehnliches" Stimmvieh " abgeben und wenn das noch immer nicht mehrheits-

    fähig ist -dann darfs vielleicht auch ein "Bisserl" mehr g`wesen sein in der Urne!

    Dermassen legalisierte Korruption ist in allen Etagen der Hoheitsverwaltung zu

    bemerken und wird ersichtlich in der offensichtichen Demontage aller erkämpften

    bürgerlichen Meriten-von der Herzensbildung bis zu den Nobelpreisträgern des

    armen,grauslichen,unssozialen und menschenverachteten Nationalstaat

    Österreich!

    "



  25. Philipp Starl

    OT: Neues vom Behindertengericht. Der EGMR hebt de facto das Abtreibungsverbot Irlands auf. Begründung (und man lese und staune bitte): es verstoße gegen die Menschenrechte , wenn Frauen etwa auf Grund einer drohenden Erkrankung kein Kind töten dürfen.

    Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: da wird ein potentielles Leben gegen das Leben der Mutter aufgewogen, obwohl es juristisch Konsens ist, dass ein einzelnes Menschenleben nicht gegen ein anderes aufgewogen werden darf.
    Die Perfidie dieser Entscheidung ist unfassbar, das Töten wird zum Menschenrecht!

    http://diepresse.com/home/panorama/welt/619070/Irland_Abtreibung-bei-Gefaehrdung-als-Menschenrecht?from=suche.intern.portal

    Gleichzeitig möchte die personifizierte Inkompetenz Bandion- Ortner keinen Schadenersatz mehr geleistet sehen, wenn ein Unterhaltsschaden (bitte nicht das Kind ist der Schaden, um das hier klarzustellen!) durch falsche ärztliche Beratung droht. Sogar Kletecka (renommierter Zivilrechtler) ist dagegen.

    http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/619150/Arztfehler_Keine-Haftung-bei-behindertem-Kind?_vl_backlink=/home/recht/rechtallgemein/index.do

    Gleichzeitg



  26. Philipp Starl

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,683840,00.html

    Soviel zu KKPs Aussage, Deutschlands Export würde einbrechen. Die Haupthandelspartner sind allesamt Nationen, die selten abwerten, die zuvor harte Währungen hatten (sieht man von Italien ab), bzw. sowieso gar nicht in der EU sind (wie China und die USA).



    • Philipp Starl

      Auf Österreich trifft im Übrigen dasselbe zu. Somit erübrigt sich auch das Argument, die EU würde die Exporte ankurbeln.

      Auf gut Deutsch: selbst wenn es die gesamte EU zerfetzt, die Handelspartner Österreichs und Deutschlands bleiben.

    • Josef Maierhofer

      Ja, Herr Starl, da haben Sie recht, das sehe ich auch so.

      Der Strohhalm, an den sich die Österreicher klammern können, die vielen kleinen und großen Selbständigen und ihre loyalen Mitarbeiter, die werden das irgendwie überstehen können.

      Die EU ist meines Erachtens zum Klumpfuß geworden für uns.

    • Patriot

      Deutschland ist gegenüber den europäischen Südländern in der gleichen Position wie China gegenüber der USA.

      Man zieht es vor, die eigene Währung nicht aufzuwerten, und dadurch große Exporterlöse zu lukrieren. Dafür muß man später die Entwertung der entgegengenommenen Staatsanleihen akzeptieren.

      Würde man gleich aufwerten, wären die Exporterlöse geringer, die entgegengenommenen Assets dafür werthaltiger.

    • Philipp Starl

      @ Patriot

      Ist Ihnen entgangen, dass wir alle den Euro haben und niemand auf- oder abwerten kann? Oder sprechen Sie von der Vergangenheit?

    • Patriot

      @Starl

      Ist mir nicht entgangen. Man sollte sich aber schon darüber im Klaren sein, daß zu DM-Zeiten die Südländer inkl Frankreich in 10 Jahren um 10-30% abgewertet hätten, wenn nicht noch mehr. Um diesen Prozentsatz ist daher die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und auch Österreichs gestiegen. Der Euro war in diesen Sinne auch ein bischen ein Faulbett.

      Sie haben allerdings damit Recht, daß es vom Volumen her nicht viel Unterschied gemacht hätte, da von den 800 Milliarden an Exporterlösen vielleicht 100 Milliarden die Südländer betreffen.

    • eiskasten

      Verzeihung, aber Italien ist unser mit Abstand zweitwichtigster Handelspartner!
      http://www.statistik.at/web_de/services/wirtschaftsatlas_oesterreich/aussenhandel/021535.html
      Auch Frankreich, Ungarn, Slowakei, etc. sind sehr wichtig. Also so einfach ist es nicht, dass wir eh nur in "Nord-Euro-Staaten" oder Hartwährungsländer exportieren!

    • Philipp Starl

      Frankreich hatte eine halbwegs harte Währung oder wissen Sie etwas anderes? Und Ungarn und Slowakei wichtig? Soll ich jetzt lachen? 5% des Außenhandels beide zusammen und das soll wichtig sein? Ahja...

  27. socrates

    KK-P ist Schreibtischtäterin mit niederem Horizont. Alles, was sie ist, verdankt sie der Partei und so schreibt sie.
    Socrates versteht nicht genug von Wirtschaft, also liest er echte QM und auch George Soros zur Information.

    Europe should rescue banks before states
    George Soros
    Published: December 15, 2010 Financial Times
    The architects of the euro knew that it was incomplete when they designed it. The currency had a common central bank but no common treasury - unavoidable given that the Maastricht treaty was meant to bring about monetary union without political union. The authorities were confident, however, that if and when the euro ran into a crisis they would be able to overcome it. After all, that is how the European Union was created, taking one step at a time, knowing full well that additional steps would be required.
    With hindsight, however, one can identify other deficiencies in the euro of which its architects were unaware. A currency supposed to bring convergence has produced divergences instead. That is because the founders did not realise that imbalances may emerge not only in the public sphere but also in the private sector.
    After the euro came into force, commercial banks could refinance their holdings of government bonds at the discount window of the European Central Bank and regulators treated such bonds as riskless. This caused interest rate differentials between various countries to shrink. This in turn generated property booms in the weaker economies, reducing their competitiveness. At the same time Germany, suffering from the after- effects of reunification, had to tighten its belt. Trade unions agreed to make concessions on wages and working conditions in exchange for job security. That is how the divergences emerged. Yet the banks continued to load up on the government bonds of the weaker countries in order to benefit from the minuscule interest rate differentials that still remained.
    That lack of a common treasury first became apparent as a problem after the bankruptcy of Lehman Brothers on October 15 2008, when the threat of a systemic collapse forced governments to guarantee that no other systemically important financial institution would be allowed to fail. At that time Angela Merkel, Germany's chancellor, insisted that each country should guarantee its own institutions, rejecting a Europe-wide approach. Interestingly, interest rate differentials widened only in 2009 when the newly elected Greek government announced that its predecessor had cheated and the deficit was much larger than reported. That was the start of the euro crisis.
    The lack of a common treasury is now being remedied: first came the Greek rescue package, then a temporary emergency facility. The financial authorities are a little bit pregnant and it is virtually certain that some permanent institution will be set up. Unfortunately, it is equally certain that the new arrangements will also be flawed. For the euro suffers from other shortcomings. Policymakers are confronted not only by a currency crisis but also by a banking crisis and a crisis in macroeconomic theory.

    ***The authorities are making at least two mistakes. One is that they are determined to avoid defaults or haircuts on currently outstanding sovereign debt for fear of provoking a banking crisis. The bondholders of insolvent banks are being protected at the expense of taxpayers. This is politically unacceptable. A new Irish government to be elected next spring is bound to repudiate the current arrangements. Markets recognise this and that is why the Irish rescue brought no relief. Second, high interest rates charged on rescue packages make it impossible for the weaker countries to improve their competitiveness vis-a-vis the stronger ones. Divergences will continue to widen and weaker countries will continue to weaken. Mutual resentment between creditors and debtors is liable to grow and there is a real danger that the euro may destroy the political and social cohesion of the EU.

    Both mistakes can be corrected. With regard to the first, emergency funds ought to be used to recapitalise banking systems as well as to provide loans to sovereign states. The former would be a more efficient use of funds than the latter. It would leave countries with smaller deficits, and they could regain access to the market sooner if the banking system were properly capitalised. It is better to inject equity now rather than later and it is better to do it on a Europe-wide basis than each country acting on its own. That would create a European regulatory regime. Europe-wide regulation of banks interferes with national sovereignty less than European control over fiscal policy. And European control over banks is less amenable to political abuse than national control.
    With regard to the second problem, the interest rate on rescue packages should be reduced to the rate at which the EU itself can borrow. This would have the advantage of developing an active Eurobond market.

    These two structural changes may not be sufficient to provide the countries in need of rescue with an escape route. Additional measures, such as haircuts on sovereign debt, may be needed. But having been properly recapitalised, banks could absorb this. In any case, two clearly visible mistakes that condemn the EU to a bleak future would be avoided.

    Im Absatz *** steht klar, daß die Steuerzahler abkassiert wurden und dies nicht akzeptierbar ist. Dasselbe behaupte ich seit meinem ersten Beitrag. Daher sind alle Aufregungen der Steuerzahler berechtigt.
    A.U. seine Aussagen sind richtig, aber sie gehen mir zuwenig weit. Soros, der schon das Pfund zum Wanken brachte, die Orange Revolution finanzierte, dem "Human watch right" u.v.m. gehört und dem die Übernahme der Macht in den USA nachgesagt wird, ist eine Stimme, die man anhören muß.



    • Norbert Mühlhauser

      Also mich regt die österr Bankenhilfe nicht auf, weil das Partizipationskapital dem österr Steuerzahler auch schöne Zinsen bringt.

      Mehr regt mich da das europäische Rettungspaket auf, weil die Verzinsung nur bei rd 4 Prozent liegt und insofern - eigentlich - eine gemeinschaftswidrige Beihilfe zum Nachteil österr Banken bzw der österr Volkswirtschaft als Ganzes vorliegt.

      Jedenfalls wäre ein Totalzusammenbruch des Bankensystems für den Steuerzahler noch desaströser als temporär Geld für den Systemerhalt zu zahlen. Das zöge die Pleite tausender kleinerer und mittlerer Unternehmen, und bürgerkriegsähnliche Zustände nach sich, weil Löhne nicht mehr ausgezahlt werden könnten.

  28. Xymmachos

    Gut so, gut so, Herr A.U.! Hans-Olaf Henkel ("Rettet unser Geld") lässt grüßen! Über die arme Tussi (die Bezeichnung paßt - leider!) KKP ist ja sowieso kein Wort zu verlieren. Und solange sie's selbst nicht merkt, welch' lächerliche Figur sie allwöchentlich hier abgibt, möge man ihr die Freude lassen.



  29. Josef Maierhofer

    @ Frau Krawagna-Pfeifer

    Sie sehen alles von der falschen Seite.

    Klavier des Nationalismus, das werden Sie noch herbeisehnen und nicht bekommen, wenn Sie wegen Sünden gegen muslimisch religiöse Gesetze zur Verantwortung gezogen werden, wenn Sie keine Weihnachten mehr haben werden und keinen Adventkranz, etc. Es ist die europäische Kultur keine gesamte, sondern eine nationale und der europäische Friede nicht mehr lange, bis zur Explosion des 'Schutzschildes' als Inflationsbombe.

    Griechenland wäre viel besser dran gewesen, sie wären aus dem Euro ausgestiegen, hätten die Drahme abgewertet und sie hätten viel Arbeit, einen regen Absatz ihrer Landwirtschaftsprodukte, eine regen Tourismus wegen der günstigen Preise und viel von ihrem Land, ihrer Charakteristik, von ihrer Nation retten können. Sie wären weiterhin ein faules, aber liebes Mitglied Europas. Nunmehr werden sie ab 2013 ihre Wahnsinnschulden nicht mehr zahlen können, die ihnen die EU aufs Auge gedrückt hat.

    Europa ist ein Europa der Nationen, da hilft ihnen auch die blinde Ideologie nichts.

    @ Dr. Unterberger

    Sie betrachten das zwar von der richtigen Seite, erkennen die Fehler, die bei der Euroeinführung gemacht wurden und die Gesetzesbrüche im Jahr 2010, die Europa, den Euro und den Frieden hinwegfegen werden.

    Wenn die verantwortungslosen Schulden- und Inflationsritter gestern beschlossen haben, der 'Schutzschirm' geht 2013 weiter, wenn jeder normale Mensch erkennt, daß Inflationsgeld Zerstörung heißt, so ist das ein weiterer Schritt gegen die EU.

    Es gäbe einige Auswege, meiner Meinung nach.

    Austritt aus dem Euro wäre so einer.

    Austritt aus dem Lissabonvertrag (der ohnehin gebrochen wird) wäre so einer.

    Austritt aus dem Europarat wäre eine Notwendigkeit.

    Die Währungsverhältnisse pendeln sich am freien (gemeinsamen) Markt sicher von selbst ein. Aber sehenden Auges ins Verderben zu rennen, das kann ich als österreichischer uns auch als EU- Bürger unserer Politik nicht nachsehen.

    Wir müssen Europa ja nicht aufgeben, aber auf das reduzieren was es ist, eine Handelsgemeinschaft und den Nationen entsprechensd auf verschiedenen Gebieten sogar eine Interessensgemeinschaft im Sinne unserer Linken, die aber glauben, wenn nicht alles apparatschikhaft einem Volk, einer Nation aufs Auge gedrückt werden kann, wenn man statt Diktatur, Demokratie leben und zulassen soll, dann wäre das nicht links genug.

    Trottelvölker, die kollektiv ins Verderben rennen.

    Der Euro wird explodieren, die EU wird implodieren und wir werden Bürgerkrieg haben, weil niemand mehr Arbeit und Essen haben wird, das haben wir verlebt, verludert und jetzt 'globaleuropäisch' in der Eurolotterie die nächsten 100 Jahre Zukunft verspielt.



    • Philipp Starl

      Nur zur Information, den Lissabonvertrag kann Österreich nicht kündigen, ohne aus der EU auszutreten.

    • Wertkonservativer

      Sie mögen ja mit Einigem recht haben (und vielleicht auch recht behalten), werter J.M., doch was die an sich sympathischen Griechen betrifft, bin ich nicht ganz Ihrer Meinung:
      die Wahnsinnsschulden, die Sie den Griechen richtigerweise attestieren, haben die Leutchen und ihre Regierungen schon selbst verursacht; da kann die vielgescholtene und von Ihnen schon totgeredete EU ja wirklich nichts dafür!

      Die Solidar-Hilfsaktion der EU-Mitglieder ist für die Griechen die einzige Chance, vielleicht doch noch einigermaßen heil aus dem Schlamassel herauszukommen.
      Also bitte nicht alles auf die EU schieben, die hat schon auch ihre guten Seiten!

    • Josef Maierhofer

      @ Wertkonservativer

      Aber mit Inflationsgeld, das die Griechen genauso nicht zurückzahlen können, ist ihnen sicher auch nicht geholfen.

      Sie haben schon recht, wenn Sie sagen, es geschieht in gutmenschlicher Absicht, den Griechen zu helfen, oder den Iren.

      Auch ich selbst bin ein EU Befürworter gewesen und hoffe immer noch, daß nicht alles zusammenstürzen wird, ob dieser gewaltigen Fehler, die gemacht werden, in allen Belangen, angefangen von Gesellschaftspolitik (Einheitsbrei, Gender, P.C., Freiheitsraub, etc.) über die Schuldenpolitik (Inflationsgeld, Schulden mit noch mehr Schulden übermalen, Umtitulierungen auf Haftungen, was real auch nichts anderes als Schulden sind, etc., etc.) statt daß man spart, Bürokratie eindämmt, teure und sinnlose Gesetze weglässt, das Wichtige tut und das Unwichtige lässt, Disziplin walten lässt und Gesetze einhält, statt sie ständig abzuändern, je nach Bedarf, etc. etc.

      Was wir tun derzeit ist die volle Bürokratie der Nationalstaaten und die volle Bürokratie der EU zu fahren. Allein eine einzige Richtlininienänderung auf dem elektrotechnischen Sektor (Sensorik z.B.) erzeugt pro Jahr 20 000 bis 30 000 Normenänderungen, so was kann man ganz sicher rationeller gestalten und sinnvoller, es gäbe viele Anregungen.

      Zu jenen, die das ignorieren, jedenfalls gehöre ich nicht. Zu jenen, die das zahlen werden, gehören wir beide.

      Welche reale Chance besteht, noch Teile der EU zu bewahren ?

      Zuerst müssten alle Zwangsmaßnahmen und verfrühten Vereinbarungen ausgesetzt werden, müsste Budgetdisziplin angesagt werden und die Mitgliedsstaaten dazu angehalten werden, dann müssten die Europrobleme dadurch behoben werden, daß man wieder an den Anfang zurückkehrt und erst bei Erfüllen der Kriterien die Länder wieder in den Euro aufzunehmen (ich sehe da 2 bis 3 Jahrzehnte wird das dauern), etc., auch auf die Nationen müssen wir Rücksicht nehmen, oder wollen wir ab sofort türkisch als europäische Einheitssprache ?

      Statt an die Probleme heranzugehen, werden 'Schutzschirme' gespannt und Probleme ignoriert. Das gelingt nur mit fetten, überzahlten, volksfernen Politikbeamten, mit normalen Menschen könnte das nie so ablaufen.

  30. brechstange

    Das Friedensprojekt EU ist zum Propagandainstrument verkommen.

    Frieden kann man nicht verordnen, an Frieden muss hart gearbeitet werden. Diese harte Arbeit sehe ich nicht.

    Eine ansteigende Anzahl von Bürgern fühlt nur, dass es nur mehr um Machterhalt geht. Es gibt keine Anzeichen von wahrlich ehrlichen Veränderungen, die uns aus der Krise führen könnten, die den Bürger miteinbezieht, stattdessen hat der Bürger das Gefühl immer mehr beschränkt zu werden in seinem Handlungsspielraum.

    Ein Ausweg kann nur mehr das Einbeziehen der Bürger sein, die Transparenz über öffentliche Vorgänge (keine geschwärzten öffentliche Kostenübernahmeverträge), ja auch ein Zurücktreten der bisherigen Eliten sein. Das wäre Friedensarbeit und das ist gleichzeitig Knochenarbeit.



  31. Celian

    Die Aussagen von KKP werfen mehr Fragezeichen auf als sie erklären. Sie suggeriert die Kritik an den PIGS als bloße Voreingenommenheit („Italiener sind sexbesessen“) durch alte Klischee gegenüber diesen Ländern, wirft uns Steuerdumping vor und das bei absurd hohen 43 % Steuerbelastung, womit Österreich in den Top 3 der ewigen Bestenliste der europäischen Steuerschröpf-Hit-Charts ist. KKP möge sich weiterhin die Realität mit falschen Behauptungen und Verweisen auf angebliche Vorurteile zurecht biegen.

    In der Zwischenzeit hat Deutschland innerhalb der letzten Wochen dreimal nicht genügend Bieter für seine Wertpapiere gefunden, was noch nie da war! Und nächstes Jahr muß sich Deutschland mit der Rekordsumme von 302 Mrd. Euro verschulden, größtenteils sind das Umschuldungen. Schon im Jänner ist das geplante Emissionsvolumen so groß, daß es von Investmentbankern als „sportlich“ bezeichnet wird. Der Jänner wird also zeigen, ob Deutschland weiterhin die Cashcow Europas sein kann. Oder ob die Kuh, die man melken will, schon reif für die Schlachtbank ist. Und dann hat sich was mit Rettungsschirm.

    Dann sind wir wieder bei der Bailout-Klausel „Kein Staat haftet für die Schulden eines anderen EU-Staates“ angelangt. Nur mit dem kleinen Unterschied daß diese Klausel das Fundament des Neuros sein wird, des neuen Euros oder Nord-Euros. Das wird ein Augenöffner für KKP.



  32. thomas lahnsteiner

    Im prinzip ist das scheitern des euro nur mehr eine frage der zeit:

    denn man kann länder, die unterschiedliche zugänge zu budgetdisziplin, wirtschaftskraft, produktivität und vor allem auch budgetwahrheit haben, nicht durch EINE währung verbinden.....das bewahrheitet sich von tag zu tag mehr, denn warum wollen zB die tschechen auf keinen fall den euro haben und warum überlegt die slowakei, sich vom euro zu verabschieden ?

    so einfach ist das !!!!!



  33. Wertkonservativer

    Ich gebe es unumwunden zu: es wird für mich zunehmend schwieriger, den Durchblick zu bewahren (auf gut Deutsch: ich kenne mich nicht mehr aus!).

    Was ist richtig, was ist falsch? "Kapitalmärkte", "Finanzströme", beeinflussen (neben schlechten Regierungen) das Leben des Einzelnen, bringen Länder und Völker in prekäre Abhängigkeiten: unheilvoll und selbstsüchtig agierende Kraken, anonym und nicht fassbar, das sind die wahren Herrscher unserer Welt und unserer Zeit!

    Ein Patentrezept gegen diese unguten Entwicklungen ist für mich nicht erkennbar. Wir können nur abwarten, wie es insgesamt weitergeht.

    Für unsere Nachkommen erhoffe ich mir jedoch eine zumindest einigermaßen erträgliche Zukunft!



  34. RR Prof. Reinhard Horner

    reinhard.horner@chello.at

    „Soll die Währungsunion in einen Nord- und Südeuro geteilt werden?“

    Vielleicht mit einem „Nordeuro als Notanker“ unter der Führung von Irland, das ziemlich nördlich liegen dürfte? Und unmittelbar unter der Präsidentschaft Ungarns?

    Welche Teile Europas wollen wir „den eigentlich zwingenden Folgen ihrer Schuldenmacherei preiszugeben“ trachten?

    Liegt die EURO-Krise nur an einigen Staaten mit ihrer Schuldenmacherei, sodass sie sich ohne negative Auswirkungen auf die besseren europäischen Staaten und auf das Projekt Europa irgendwie herauslösen lassen? Wären damit die Probleme der über die Realwirtschaft überhobenen Finanzwirtschaft bereinigt? Würde damit der höchst dringliche Weg zu einem zukunftstauglichen Wirtschaftssystem angebahnt oder behindert?

    Zwischendurch erscheint es geraten, sich einige Tatsachen zu vergegenwärtigen. Es ist doch interessant, wie sich unser ÖGB im neoliberalen Kapitalismus betätigt hat, nicht zuletzt auch in der Bankenzockerei, deren Desaster spätestens nach der Konsumpleite geahnt werden konnte. Nicht minder bemerkenswert sind die Ereignisse der „Kapitalbildungen“ aus dem Zusammenbruch der kommunistischen Staaten. Und wie sich etwa China heute in den kapitalistischen Ländern und nicht zu knapp in Afrika einkauft, kann doch auch nicht übersehen bleiben.

    Die Vorstellung von zwei Eurowährungen entbehrt nicht der Skurrilität, schon hinsichtlich einer dauerhaft sachgerechten Machbarkeit. Der EURO, einmal eingeführt, ist und bleibt über alle Gefährdungen hinweg eine unwiederbringliche Chance für Europa. Die Gemeinschaftswährung ist insgesamt zukunftstauglich zu überarbeiten.

    Was wirklich ansteht, ist vor allem Folgendes:
    ? eine tragfähige Ausrichtung der Mitgliedspolitik nach Europa,
    ? EURO-Regeln mit entsprechenden Toleranzen, Sanktionen und Solidarität,
    ? die Bindung der Finanzwirtschaft an die Realwirtschaft mit klaren und kräftigen Regeln,
    ? die Heimholung des Wirtschaftens in den Gesamtzusammenhang menschlicher Kultur und Lebensführung,
    ? die Entwicklung eines zukunftstauglichen Wirtschaftssystems mit qualitativem Wachstum,
    ? die vernünftige Bewältigung des technischen Fortschritts und der Herausforderungen der Globalisierung.

    Die nationalistischen Beschränkungen mit ihren aggressiven Konfrontationen hatten wir schon. Jedweder Rückfall durch eine neue Schrebergartenmentalität ist hintanzuhalten. Österreich, einst Großmacht, dann „ein Staat, den keiner wollte“ mit dem folgenden Schicksal einer vieles löschenden Einverleibung und seit dem Wiedererstehen als Kleinstaat sehr erfolgreich hat allen Grund, seinen Weg selbstbewusst, europäisch initiativ wiewohl in realistischer Bescheidenheit fortzusetzen. Es besteht die Alternative, die einschneidenden Umbrüche in unserer Zeit zu Aufbrüchen zu nützen oder sie Abbrüchen anheimfallen zu lassen. In den in unserem Land nicht ungewohnten Halbheiten lässt sich ein Drittes nicht erlangen.



    • brechstange

      Nur theoretisch kann ich Ihnen zustimmen, aber Sie übersehen die Realität.

      In der Praxis passieren die aggressiven Konfrontationen genau wie früher. Wie lange Deutschland sich von Klugen wie Juncker, Verhofstadt, Sarkozy, Trichet, Strauß-Kahn auf den Kopf wird schlagen lassen, wird sich spätestens bei der Nachfolge des EZB-Vorstandes herausstellen. Bis jetzt war eigentlich immer die Moralkeule eingesetzt, um Deutschland einzubremsen. Hinterrücks intrigiert ein Sarkozy und malt ein "deutsches Europa" an die Wand. Zusätzlich hetzen Cohn-Bendit und Konsorten in Griechenland bei den Gewerkschaften mit und zündeln den Aufruhr mit an. Aber natürlich machen diese sich die Hände nicht schmutzig, dazu gibt es ja den Mob.

      Wir sollten uns nichts vormachen, diese ganzen Friedensparolen sind einzig und allein Propaganda, im Hintergrund fliegen die Fetzen.

    • Norbert Mühlhauser

      @ Horner:

      Der EURO ist das Instrument einer Gleichmacherei, von der untüchtige, oder wenn Sie wollen indolente Gesellschaftsordnungen (durch niedrige Notenbank-Zinsen) profitieren und für die schaffensfreudige Volkswirtschaften bluten müssen. Er offenbart sich damit als das Produkt eines Globalkommunismus, also etwas, das auf Menschenverachtung fußt.

      Zur Menschenwürde gehört die Freiheit, sein Leben gestalten zu können und im Guten und im Schlechten die Konsequenzen aus dieser Freiheit zu tragen. Das Gegenteil ist der Menschenstall. - Das gilt für Gemeinschaftsordnungen entsprechend.





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