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Diktatoren, Diplomaten, Profiteure

OSZE-Gipfel in Kasachstan: Bevor der werte Leser sofort vor Langeweile gähnt, sollte er sich bewusst machen, dass dort ein historischer Beschluss auf der Tagesordnung steht. Der den Gipfel zum wichtigsten in der Geschichte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit machen sollte.

Allerdings ist das nur eine fiktive Tagesordnung. Denn der leider nur vom Tagebuchschreiber erwünschte Tagesordnungspunkt lautet: Die OSZE löst sich auf. Und empfiehlt gleichzeitig die Auflösung von Europarat, Zentraleuropäischer Initiative und noch einem Dutzend andere internationaler Organisationen, die allesamt ihren Lebenszweck längst überlebt hatten. Wenn sie je einen hatten.

Bei der OSZE – früher KSZE – mag man ja darüber streiten, wieweit die in deren (unverbindlichen) Dokumenten festgehaltenen Versprechungen humanitärer Art zum Zusammenbruch des Ostblocks und damit zum Ende der großen Kriegsgefahr im Herzen Europas geführt haben. Das glauben nämlich einige der bei dieser Organisation aktiven Diplomaten. Das mag historisch auch in der Tat eine kleine Rolle gespielt haben, was zumindest retrospektiv eine Lebensberechtigung der KSZE bestätigen würde.

Freilich waren beim Kollaps des Kommunismus ganz andere Aspekte tausendmal wichtiger: Der wichtigste war zweifellos das innere Scheitern eines planwirtschaftlichen Systems, das vier Jahrzehnte nach der totalen und totalitären Machtergreifung dem marktwirtschaftlichen Westen in jeder Hinsicht unterlegen war. Er war – trotz oder wegen? – 80 Millionen Morden, Folterungen und hunderter Konzentrationslager nicht imstande, auch nur die grundlegenden Bedürfnisse seiner Bürger zu erfüllen. Was diese trotz totaler Einschränkung der Meinungs- und Reisefreiheit nicht mehr hinzunehmen gewillt waren.

Dazu kam dann das historische Glück des schweren Irrtums von Michail Gorbatschow, der ja wirklich geglaubt hatte, dass sich der Sozialismus in einem freien und demokratischen Land halten kann. Sonst hätte wohl auch er nie die Demokratisierung erlaubt. Ohne Gorbatschows Irrtum hätte dieses große Scheitern des Kommunismus auch sehr leicht in einem gewaltigen Weltkrieg enden können.

Zurück zur OSZE: Dass die Organisation nun ausgerechnet in Kasachstan zu einem Gipfeltreffen zusammenkommt, ist mehr als signifikant. Nur noch Nachfolgediktaturen des Kommunismus sind an der OSZE interessiert, weil sie sich durch den Gipfel und viel PR-Geld einen Propagandaerfolg erkaufen wollen. Gerade in Österreich muss das makaber anmuten, haben wir in den letzten Jahren doch das widerliche Schauspiel verfolgen können, wie Kasachstans Diktator mit einigen anrüchigen, aber gut bezahlten Helfern Jagd auf einen Ex-Schwiegersohn des Diktators gemacht hat und macht, der in Österreich früher Botschafter gewesen war, sich dann aber vom Machthaber emanzipiert hatte (und zweifellos auch selbst kein Guter ist).

Früher hat die KSZE wenigstens noch einigen Druck auf solche Regime ausgeübt, sich doch ein bisschen besser zu benehmen. Heute ist die Nachfolgeorganisation OSZE nur noch eine Propagandabühne für solche Typen. Also weg damit – auch wenn die OSZE ihre Büros in Wien hat. Diese Wochen wären auch der ideale Zeitpunkt, da doch die Republik wie alle Welt heftig sparen muss. Und man doch beim Sparen dort anfangen soll, wo es am leichtesten geht und absolut kein Schaden eintreten kann.

Doch halt! Der Vertreter Österreichs bei dieser Konferenz – es ist ganz zufällig Heinz Fischer mit seiner traditionellen Vorliebe für linksgewickelte Diktatoren – hat eine neue Aufgabe für die OSZE entdeckt: Sie solle sich künftig des Klimawandels annehmen. Damit wäre die Klimawandel-Panikmache endlich nicht nur gut für die subventionierten Erzeuger von Windmühlen und Solaranlagen, sondern auch für Diktatoren und Diplomaten. Genial.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2010 16:57

    Einfach herrlich, ein wahrer Genuss!
    Erdogan empört sich über die Enhüllungen von Wikileak über die Berichte von US-Diplomaten betreffend die Verhältnisse in der Türkei. Er will die Diplomaten sogar, trotz Immunität, vor Gericht stellen, na großartig, der muß ja einigen Dreck am Stecken haben, da kommt direkt Schadenfreude auf!
    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/615215/Erdogan-will-USDiplomaten-vor-Gericht-stellen?_vl_backlink=/home/politik/613945/index.do&direct=613945

  2. Ausgezeichneter KommentatorSuPa
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2010 08:50

    Diese Organisation (basierend auf dem Helsinki-Agreement 1975) hatte in den 15 Jahren bevor der Ostblock zusammengebrochen ist, durchaus seine Berechtigung.
    Michael Gorbatschow hatte erkannt, dass es mit der kommunistischen Herrschaft so nicht mehr weitergeht. Ich meine, er hat aus taktische Gründen als erste kurzfristige Stufe eine Fortführung des "Realsozialismus" bei gleichzeitiger Einführung der freien Marktwirtschaft gewählt und damit Widerstände von Partei und Militär vermieden. Seine Rechnung ist aufgegangen und praktisch ohne Blutvergiessen wurden alle diese Länder mehr oder weniger frei. Daher hat er mit Recht auch den Nobelpreis verdient.
    Die chinesischen Regierungen gehen einen etwas anderen Weg und es bleibt abzuwarten, ob sich die Leute auf Dauer die ersehnte wirkliche Freiheit vorenthalten lassen.
    Die OSZE hat in ihrer derzeitigen Form keine Daseinsberechtigung mehr, aber wer von den Aktiven wird sich den Ast absägen, auf dem er sitzt? Und Wien würde den Hauptsitz einer intern. Organisation verlieren.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2010 10:26

    Ein Erlebnis aus meiner Jugendzeit:
    Wir fuhren mit dem Zug zum Taize-Jugendtreffen nach Rom. Es war, glaube ich, zu Weihnachten 1981, Papst Johannes Paul II war gerade 3 Jahre im Amt und erreichte offenbar, dass polnische Jugendliche teilnehmen, in den Westen reisen, durften. Der Zug, der von Wien kam, war voll mit polnischen Jugendlichen, die geradezu euphorisch waren, nach Rom zu reisen, ihren Papst zu treffen. Wir, die Jugendlichen aus Österreich, waren weniger euphorisch, mehr neugierig auf Rom, touristisch gesehen.
    Wir, die satten Jugendlichen aus Österreich, da die euphorischen Jugendlichen aus Polen.
    Damals schon war die Aufbruchstimmung der Menschen in Polen enorm, ich spürte damals, dass Bewegung in den starren Block kam, die Öffnung des Ostens 8 Jahre später überraschte mich nicht mehr. Trotz allem war diese Öffnung, die ich in Deutschland miterlebten überwältigend. Eine für mich prägende Erfahrung.

    Daher wage ich zu behaupten, dass die Rolle der Römisch-katholischen Kirche mit der Ernennung eines polnischen Papstes eine ganz große und mutige war. Dazu bedurfte es natürlich des richtigen Zeitpunktes, das war der Niedergang der kommunistischen, planwirtschaftlichen Systeme gepaart mit Personen wie Gorbatschow, die nicht mehr auf Gewalt setzten, zum Glück. In China hat es ja blutig geendet.

  4. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2010 09:02

    OSZE - ist das was zum Essen?
    Nein, die aus der damaligen Weltlage heraus entstandene "Weltorganisation" hat sich durch die eingetretenen Veränderungen der Weltlage genau so marginalisiert wie die übrigen von A.U. erwähnten "Weltbehörden"!

    Und unser Herr Fischer? Der macht sich - mit Dauerlächeln wie vom BK abgeschaut - zum Kasperl, wenn er den Mund aufmacht! Da wäre ja fast noch eine Habsburger-Fürstlichkeit als BP gescheiter, zumindest als gerngesehener Gast in der FS-Kultursendung "Seitenblicke" !

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2010 10:30

    OSZE? Ein Organisation mehr wo unnötig Geld verbrannt wird!

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2010 15:16

    Um ein Faß zum Überlaufen zu bringen, bedarf es eines einzigen Tropfens, DER aber würde in die "Geschichte" eingehen und nicht der vorletzte, der vorvorletzte oder der vorvorvorletzte usf., obwohl alle Tropfen gleich groß, gleich schwer waren.
    Daß dieser eine, einzige Tropfen derjenige sein würde, der das Faß endgültig zum Überlaufen bringen würde, sah man ihm vorher überhaupt nicht an.
    Aber dieser eine letzte Tropfen wird einmal in den Geschichtsbüchern aufscheinen: Entweder als Auslöser einer großen Katastrophe oder---als großer Glücksfall. Beides ist möglich. Natürlich ist die Bedeutung, die nur einen einzigen Tropfen vor allen anderen hervorhebt, nicht gerecht. Seine "Leistung" war nicht größer als die aller übrigen. Aber wann war die Geschichte schon gerecht?

  7. Ausgezeichneter KommentatorGraf Berge von Grips
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    02. Dezember 2010 09:54

    Nr.310
    Stell Dir vor, da quatschen sie in Kasachstan
    und keiner geht hin und hört sich's an.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatornumerus clausel
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Dezember 2010 19:37

    OT: Aber leider ein absoluter Wahnsinn: Zufällig heut auf ORF 2 "konkret" angeschaut, wie dort der Genderwahnsinn um sich greift, unglaublich. Da wird einem beim Zuhören schon schwindlig, wenn es um "Hausbesitzer und Hausbesiterinnen", "Fußgänger und Fußgängerinnen" geht. Die Folge wird es sicher irgendwo in der tvthek zum Ansehen geben. Schauen Sie sich das an.....


alle Kommentare

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  2. Blessing (kein Partner)
  3. Adelaide (kein Partner)
    04. Februar 2015 23:07

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  10. numerus clausel (kein Partner)
    03. Dezember 2010 19:37

    OT: Aber leider ein absoluter Wahnsinn: Zufällig heut auf ORF 2 "konkret" angeschaut, wie dort der Genderwahnsinn um sich greift, unglaublich. Da wird einem beim Zuhören schon schwindlig, wenn es um "Hausbesitzer und Hausbesiterinnen", "Fußgänger und Fußgängerinnen" geht. Die Folge wird es sicher irgendwo in der tvthek zum Ansehen geben. Schauen Sie sich das an.....

  11. Wolfram Schrems (kein Partner)
    03. Dezember 2010 12:37

    Ja, die OSZE als Klimareligionsinquisition, das ist wieder eine der verrückten Ideen von Bürokraten und Politikern, die jeden Bezug zu den realen Bedürfnissen eines Volkes vollkommen verloren haben.

    Als gäbe es nicht schon viel zu viele öffentliche Geldvernichtungsmaschinerien.

    Übrigens:
    Wie geht's dem Klima? Wenn ich aus dem Fenster schaue, was sehe ich da: Erwärmung? Schwitzende Eisbären auf der letzten Eisscholle?
    Oder was?

    • Neppomuck (kein Partner)
      03. Dezember 2010 13:50

      Kräht der Hahn auf dem Mist,
      dann ändert sich das Klima
      ... oder es bleibt, wie es ist.

    • Undine
      03. Dezember 2010 15:05

      @Neppomuck

      "Wenn's zu Silvester stürmt und schneit, ist das Neujahr nicht mehr weit"

    • brechstange
      03. Dezember 2010 15:14

      Die Klimaapostel haben eine Erklärung parat für den kalten Winter. Die Klimaerwärmung bringt den Golfstrom zum Erliegen, daher sind die Winter so kalt.
      Wir sind einfach zu dumm.

    • Systemfehler (kein Partner)
      03. Dezember 2010 19:25

      @Wolfgang Schrems: Selbst Unterberger betont immer, dass man Klima nicht mit Wetter verwechseln darf.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      05. Dezember 2010 04:49

      Wie geht's dem Klima?

      Schrems, soweit ich weiss, angeblich recht gut. Er hat sich gut in Argentinien eingelebt und bevorzugt das dortige Klima dem oesterreichischen. Angeblich hat er sich einen Freundeskreis mit vielen deutschen und oesterreichischen Auswanderern angelegt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

  12. Segestes (kein Partner)
    03. Dezember 2010 11:19

    OT: Jetzt wird Wikileaks mit Brachialgewalt der Saft abgedreht: Amazon schmeißt sie aus fadenscheinigen Gründen aus dem Vertrag, daraufhin wird die Domain wikileaks.com massiv angegriffen (das hätte unter dem Schutzdach von Amazon kaum Folgen gehabt, nun aber schon) und auch ein anderer wichtiger Dienstleister kündigt Wikileaks.
    Wikileaks bettelt unterdessen um Spenden und ist kaum noch erreichbar.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Amazon-bestreitet-politischen-Druck-wegen-Wikileaks-Update-1146758.html

    Was lernen wir daraus?
    Klopf den Mächtigen nie allzu sehr auf die Zehen.
    Unsere ganze westliche Wertegemeinschaft ist eben eine einzige Farce.
    Da brauchen wir gar nicht allzu abfällig auf Kasachstan herabblicken.

    • terbuan
      03. Dezember 2010 22:29

      Wikileaks ist mittlerweile in der Schweiz ins Asyl gegangen!

    • fosca
      03. Dezember 2010 23:27

      @Segestes

      Die ganze "westliche Wertegemeinschaft", die allerorts gepredigt wird, dient offensichtlich nur dazu die Bevölkerung niederzuhalten. Das bricht jetzt grell auf!

  13. TCM (kein Partner)
    03. Dezember 2010 08:20

    So wichtig Klimaschutz natürlich ist (und so sehr A.U. zu Scherzen aufgelegt ist) - bei der OSZE und Heinz Fischer ist dieses Thema natürlich schlecht aufgehoben. Am Besten gleich OSZE und Heinz Fischer ablösen, beide sind unnötig.

  14. fosca
    03. Dezember 2010 04:16

    Der Glaube des Michael Gorbatschow war das Glück des Westens - so läuft nun einmal Geschichte und das ist gut so! ;-)
    Die Auflösung dieser Organisationen soll uns mit Genugtuung erfüllen und das einer unserer Altvorderen namens Heinz Fischer ein neues Aufgabengebiet bezüglich Klimaerwärmung erfindet, spricht dem Thema Hohn angesichts eines Jahrhundertwinters, der auf uns zukommt.
    Im Sommer bis zu 37 Grad plus und im Winter derzeit bis zu 15 Grad minus ist zwar ein hartes kontinentales Klima, aber weit entfernt von einer Klimaveränderung, die bei uns die Palmen sprießen lassen soll, denn die würden sich schön bedanken für diesen unerbittlichen "Väterchen Frost"! :-(

    • cmh (kein Partner)
      03. Dezember 2010 12:43

      Gorbatschow hat für Russland sicher das Richtige gemacht, denn denen geht es jetzt ganz objektiv nachprüfbar besser. Wie lange es ihnen jetzt gut geht, liegt selbstverständlich bei den Russen selbst - nicht nur beim Volk, sondern auch bei ihren Oligarchen. Letztere haben jetzt wirklich eine Wahl zwischen schwelgen in Stalingotik und westlichem neureichen Protzertum.

      Hinsichtlich Klimawandel: Worin liegt eigentlich das Problem für uns, wenn kein Schnee mehr fällt? Statt des Wintertourismus kann man dann ja im Sommer länger unterwegs sein. Nur die Investittionen für die blöden Schneekanonen rechnen sich dann nicht und einige werden die Umstellung nicht schaffen. Aber sonst...

      Und über versinkende INseln im Pazifik zu jammern ist nur wohliges jammern ohne wirkliche Betroffenheit.

      Richtig gesehen haben wir es mit einem ethischen Problem zu tun. Wir fressen mehr als wir mit bestem Willen verdauen können.

  15. Josef Maierhofer
    02. Dezember 2010 20:25

    Österreich kann aus all diesen Organisationen austreten. Dann hätte so mancher unnötige Beamte keinen Job mehr oder müsste umgeschult werden.

    Wir werden hoffentlich einmal gescheiter und treten wirklich aus den für uns unwichtigen, sündteuren Organisationen aus, die ohnehin nichts bringen außer zusätzlichen Kosten.

  16. HDW
    02. Dezember 2010 19:59

    Nur als kleine Anmerkung: Gorbatschow war als Kandidat zum Politbüro von Andropow nominiert worden. Dieser war Chef des KGB (Jude und Botschafter in Budapest Protektor des "Gulaschkommunismus") Also war Perestroika und Glasnost eine Strategie des KGB um zu überleben. Die Frage ist wer oder was hat jetzt also überlebt?

    • terbuan
      02. Dezember 2010 20:13

      Zufälle gibt es, die sollte es eigentlich gar nicht geben!

    • ProConsul
      02. Dezember 2010 21:20

      nein, das glaube ich nicht. ich habe einmal einen artikel gelesen (weiß leider nicht mehr wo), dass nach dem fall der sowjetunion, der KGB praktisch am ende war: viele mitarbeiter wurden entlassen, kaum geld, etc. damals hätte die chance bestanden der schlange den kopf abzuschlagen, aber jelzin hat sich nicht getraut bzw. nicht an eine wiedekeehr geglaubt. und dann war die chance vorbei. jetzt ist der kgb stärker denn je, eas freilich weder dem land noch dem volk etwas positives gebracht hat.

    • brechstange
      03. Dezember 2010 08:29

      @ProConsul
      Va ist der "KGB" recht einflussreich auch im Westen.

  17. terbuan
    02. Dezember 2010 16:57

    Einfach herrlich, ein wahrer Genuss!
    Erdogan empört sich über die Enhüllungen von Wikileak über die Berichte von US-Diplomaten betreffend die Verhältnisse in der Türkei. Er will die Diplomaten sogar, trotz Immunität, vor Gericht stellen, na großartig, der muß ja einigen Dreck am Stecken haben, da kommt direkt Schadenfreude auf!
    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/615215/Erdogan-will-USDiplomaten-vor-Gericht-stellen?_vl_backlink=/home/politik/613945/index.do&direct=613945

    • brechstange
      02. Dezember 2010 17:24

      Ein türkischer Oppositionspolitiker behauptet, dass die Türkei seit Erdogan an der Macht ist, 580 Mrd. an neuen Schulden aufgebaut hätten. In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung kann ich diese nicht ersehen. Ist die Türkei möglicherweise ein zweites Griechenland?

    • Brigitte Imb
      02. Dezember 2010 17:38

      Mir hat ein Geschäftsmann erzählt, ein Tü Lokalpolitiker bekommt eine riesige Glasabdeckung für Garten u. Pool, auf Kosten der Stadt. Das wird kein Einzelfall sein.

      Wir liefern den Turks österr. Qaualität, sie liefern uns Analphabeten.

    • Reinhard (kein Partner)
      03. Dezember 2010 04:49

      Dass die Türkei nicht fein mit ihren Kritikern umgeht, war auch gestern abend in der 3sat-"Kulturzeit" zu sehen. Ein inzwischen mit deutschem Pass einreisender türkischstämmiger Schriftsteller (er wollte seinen sterbenden Vater besuchen, was ihm letzthin verwehrt blieb), der es wagte, in seinen Büchern den Völkermord an Armenen zu thematisieren, wurde direkt am Flughafen festgenommen und mit einer fingierten Anklage wegen eines unbeweisbaren Raubüberfalls (es gibt nur eine einzige Anschuldigung von einem "Mittäter", die dieser unter harter Folter "gestand") vor über 20 Jahren mit lebenslanger Haft bedroht.
      Wohl nur, weil dieser Schriftsteller linkslastig ist, war dies der sonst nicht gerade rechts ausgerichteten "Kulturzeit" diese Meldung wert. Dass dieser Beitrag erst Startschwierigkeiten hatte und über die Sendung verschoben wurde, kann an Interventionen in letzter Minute gelegen haben, weswegen unsicher ist, ob auch alle Kommentare ungekürzt zu sehen waren (es gilt die Unschuldsvermutung), aber was blieb, reichte auch aus: Die Analyse ergab, dass in der Türkei unter aller pseudodemokratischer Tünche weiterhin mächtige Machthaber aus Militär und Familienclans die Fäden ziehen, die unverfroren und skrupellos ihre Ziele durchsetzen und dabei auch vor Rechtsbeugung, Folter und Mord nicht zurückschrecken.
      Schön langsam kriecht selbst in den linken Nischenprogrammen die Wahrheit Stück für Stück ans Licht, auch wenn in den quotenreichen Hauptsendungen noch mit Vertuschung und Wortverdreherei versucht wird, die Masse vor der Erkenntnis zu bewahren - wohl auch, weil es besonders peinlich für die glorreichen jubelnden Vorreiter einer Friedefreudereiberdatsch-Multikulti-Wasserpfeifengesellschaft ist, jetzt immer weiter zugeben zu müssen, dass das gesunde Volksempfinden, das sich bereits seit Langem vor jener Gesellschaft graust, im Recht war und ist - diese Kultur ist nicht unsere, dieser Staat steht nicht auf unserer Seite und seine Religion ist uns feindlich gesinnt. Unsere Türen sollten verschlossen und bewacht werden statt ausgebaut, auch zum Schutz der Wenigen, die wirklich Flüchtlinge vor diesem menschenverachtenden Folterstaat und seiner brutalen Machthaber sind.

    • cmh (kein Partner)
      03. Dezember 2010 08:02

      Wer der Türkei ihre demokratische Tünche glaubt, ist ein Depp. Wer vorgibt, der Türkei ihre demokratische Tünche zu glauben, ist ein Schelm. Wer anderen vorwirft, dass es keinen Grund gibt, der Türkei ihre demokratische Tünche zu glauben, ist ein ....

  18. Undine
    02. Dezember 2010 15:16

    Um ein Faß zum Überlaufen zu bringen, bedarf es eines einzigen Tropfens, DER aber würde in die "Geschichte" eingehen und nicht der vorletzte, der vorvorletzte oder der vorvorvorletzte usf., obwohl alle Tropfen gleich groß, gleich schwer waren.
    Daß dieser eine, einzige Tropfen derjenige sein würde, der das Faß endgültig zum Überlaufen bringen würde, sah man ihm vorher überhaupt nicht an.
    Aber dieser eine letzte Tropfen wird einmal in den Geschichtsbüchern aufscheinen: Entweder als Auslöser einer großen Katastrophe oder---als großer Glücksfall. Beides ist möglich. Natürlich ist die Bedeutung, die nur einen einzigen Tropfen vor allen anderen hervorhebt, nicht gerecht. Seine "Leistung" war nicht größer als die aller übrigen. Aber wann war die Geschichte schon gerecht?

    • Undine
      02. Dezember 2010 15:33

      War als Antwort für @brechstange um 10:26 gedacht!

    • terbuan
      02. Dezember 2010 15:43

      Undine,
      großartig, Sie bringen sehr komplexe Probleme mit einer sehr einfachen Parabel auf den Punkt!
      Es gibt Anzeichen von schweren Unwettern, welche Tropfen da wohl dabei sein werden?
      mfG
      terbuan@aon.at

    • brechstange
      02. Dezember 2010 17:22

      @undine

      Warum ist ein faires marktwirtschaftliches und auch demokratisches System auf lange Sicht erfolgreicher?
      Ich meine, weil Ereignisse in diesen Systemen von vielen Einzelnen herbeigeführt und in ehrlichem Disput erfolgreich enden können, in anderen Systemen werden diese vielen Einzelnen je nach Autoritätsgrad mehr oder weniger stark unterdrückt.

      Historisch betrachtet hat jede Veränderung mehrere Väter, die positiven haben halt viele Väter, die negativen keine.

    • Lisa
      02. Dezember 2010 20:06

      @brechstange

      "Historisch betrachtet hat jede Veränderung mehrere Väter, die positiven haben halt viele Väter, die negativen keine"

      Das erinnert mich ein wenig an den 2. Weltkrieg: da reißt sich keiner um die Vaterschaft, obwohl einige Kandidaten 1919 in Versailles und St. Germain saßen.

    • brechstange
      02. Dezember 2010 21:13

      Ja, Lisa, so kann man es natürlich auch sehen.

    • cmh (kein Partner)
      03. Dezember 2010 08:12

      Nicht grundlos unterscheidet man in der Geschichtswissenschaft Ursachen und Anlass. Logisch tut man sich da schwerer, es gibt die Paradoxien des Soarites (ein fallendes Körnchen macht kein Geräusch. Zwei fallende Körnchen machen kein Geräusch ... Ein ganzer Sack voller Körner macht ein Geräusch und ähnliche)

      Aber eingentlich folgt daraus nur, dass es keinen Sinn ergibt, auf eine Person oder ein bestimmtes Ereignis zu starren und dieser oder diesem zentrale Bedeutung zuzuschreiben. Auch eine Kette von aneinandergereihten Dominosteinen fällt nicht wenn entweder ein Dominostein stehenbleibt oder auch gänzlich fehlt.

      Das nennt man dann je nachdem Friktion oder Überraschung wenn man persönlich in einen Prozess verwickelt ist.

    • Wertkonservativer
      03. Dezember 2010 09:19

      Liebe Undine,

      ich bewundere Ihre "Parabel vom letzten Tropfen", doch die kann ja wohl nur sinnbildlich gemeint sein, oder?
      In Ihrem "letzten Tropfen" sind wohl eine Vielzahl unglückseliger politischer und wirtschaftlicher Fehlentscheidungen in aller Welt gemixt, die das Fass möglicherweise bald zum Überlaufen bringen werden.

      Falls sich die Sitation aber - wider Erwarten - zum großen Glücksfall mausern sollte,, dann wollen wir halt einmal abwarten, ob wir dieses Glück auch aushalten können! Wir (und vor allem die Jungen) werden dann nämlich - so oder so - alle ärmer dran sein!

    • Undine
      03. Dezember 2010 10:43

      @Wertkonservativer

      Danke für das Lob für meine Parabel!

      Konkret im Auge hatte ich eigentlich die Ermordung unseres Thronfolgerpaares in Sarajewo. Die war "der letzte Tropfen",der das Faß zum Überlaufen brachte. Es war ja damals nicht so, daß an jenem 28. Juli 1914 und dem darauffolgenden Ultimatum (da war allen klar, daß es nichts bringen würde) aus heiterem Himmel die Kriegsidee geboren wurde.
      Ganz im Gegenteil: der Krieg lag in der Luft! In Amerika hoffte man wegen der katastrophalen Wirtschaftslage schon längst auf einen Kriegsausbruch in Europa.Für die Amis waren Kriege ein sehr, sehr gutes Geschäft.

      In einem Buch von Ezard Scharper las ich, daß bereits im Frühsommer die Juden von Gibraltar bis zum Ural das Getreide am Halm zu Bestpreisen aufkauften, weil die Kriegsgefahr greifbar war und man so viel wie möglich horten wollte. Zu diesem Zeitpunkt war unser Thronfolgerpaar noch wohlauf.

      Man sollte sich mit der Person des Mörders, seiner Wurzeln und der Drahtzieher des Attentats etwas näher befassen. Das Attentat war also nichts Anderes als der berühmte letzte Tropfen.

    • Undine
      03. Dezember 2010 11:41

      Es war natürlich der 28.JUNI 1914!

    • Wertkonservativer
      03. Dezember 2010 12:07

      Liebe Undine,

      Sie sind ja fast eine Profi-Historikerin (ich aber auch - meine Leidenschaft)!

      Danke für Ihre überaus begründete Tropfen-Klarstellung, die ich im Grunde natürlich teile. Mit meinem Beitrag wollte ich nur zeigen, dass in unserer derzeitigen Weltsituation wahrscheinlich mehrere "Tropfen" gemeinsam zum Überlaufen des Fasses beitragen könnten. Ob wir's noch erleben werden, weiß ich nicht; unsere Nachkommen haben da (leider) weit größere "Chancen", den Kollaps erleben zu müssen!

  19. Karl Knaller
    02. Dezember 2010 11:13

    Wo bitte ist dokumentiert, daß Heinz Fischer, gepriesen sei sein segensreiches Wirken für unser Vaterland, die OSZE mit der Überwachung/Bewältigung/Verzögerung/Verhinderung... was auch immer... des Klimawandels betrauen will? Das kann doch wohl nur einer dieser bösartigen und skurrilen Scherze des Herrn Dr. Unterberger sein! Ich weigere mich b.a.w., das zu glauben! Wahrscheinlich wollte UHBP - was seiner Heimatverbundenheit ein schönes Zeugnis ausstellt - in der asiatischen Steppe nur seinem Mißfallen über den unvorhergesehenen Wintereinbruch in Österreich, den es nach allen Klimawandelprognosen ja nicht mehr geben dürfte, gebührend Ausdruck verleihen. Und die blöden KasacherInnen samt den restlichen KonferenzteilnehmerInnen haben ihn nicht verstanden.

    • brechstange
      02. Dezember 2010 11:39

      An der jetzigen Kälte ist die Klimaerwärmung schuld, steht heute in der Zeitung, weil der Golfstrom deswegen nicht fließt.

    • Undine
      03. Dezember 2010 15:17

      @Karl Knaller

      Ich bin überzeugt, daß die @Laura R. Licht ins Dunkel bringen könnte. Die macht sich allerdings in letzter Zeit auffällig rar. Wird ihr doch nicht der Werner auf die Schliche gekommen sein, daß sie uns hier so unverblümt und brühwarm alles erzählt, was er ihr so nebenbei sagt.

    • Karl Knaller
      03. Dezember 2010 18:53

      @Undine:
      Nein, ich fürchte, die Laura kann uns da nicht helfen. Die darf nämlich am Ballhausplatz nur mehr ins Bundeskanzleramt, vis à vis in der Präsidentschaftskanzlei hat sie Hausverbot, seit sich sich einmal darüber lustig gemacht hat, daß UHBP gerade am Häusel saß, als sie ihm was vom Werner ausrichten sollte...

    • Undine
      03. Dezember 2010 22:39

      @Karl Knaller

      Dacht ich's doch, daß die Laura mit ihrem losen Mundwerk früher oder später Schwierigkeiten kriegt!

    • Leopold Koller (kein Partner)
      05. Dezember 2010 04:39

      Jetzt schlagt's aber 13! Hat uns der Heinz doch glatt per Knopfdruck die interessanten Einblicke der Laura ueber den Werner hinuntergespuelt. Scheiss mich an!

  20. phaidros
    02. Dezember 2010 10:44

    ..das historische Glück des schweren Irrtums von Michail Gorbatschow, der ja wirklich geglaubt hatte, dass sich der Sozialismus in einem freien und demokratischen Land halten kann.

    (Dem in Rußland wegen seiner Reformen ziemlich unbeliebten!) Gorbatschow ist mE zuzutrauen, dass es mehr die Erkenntnis war, dass ein Regime gegen den Willen des Volkes nicht gemacht werden dürfe, und er es den Apparatschiks als "Irrtum" verkaufte. So hätte wenigstens eine theoretische Chance bestanden, dass der Sozialismus überleben hätte können.

    BG/phaidros

    • Johann Scheiber
      02. Dezember 2010 17:41

      Das war kein Irrtum von Gorbatschow. Erhat sich Österreich und Deutschland zum Vorbild genommen. Wo ist der Sozialismus je weiter vorangekommen?

    • cmh (kein Partner)
    • Undine
      03. Dezember 2010 15:25

      Gorbatschow war außerdem als Regierungschef die erste NICHT-MUMIE, deren Gehirne ja ebenfalls durch die Bank mumifiziert waren.

  21. terbuan
    02. Dezember 2010 10:30

    OSZE? Ein Organisation mehr wo unnötig Geld verbrannt wird!

  22. brechstange
    02. Dezember 2010 10:26

    Ein Erlebnis aus meiner Jugendzeit:
    Wir fuhren mit dem Zug zum Taize-Jugendtreffen nach Rom. Es war, glaube ich, zu Weihnachten 1981, Papst Johannes Paul II war gerade 3 Jahre im Amt und erreichte offenbar, dass polnische Jugendliche teilnehmen, in den Westen reisen, durften. Der Zug, der von Wien kam, war voll mit polnischen Jugendlichen, die geradezu euphorisch waren, nach Rom zu reisen, ihren Papst zu treffen. Wir, die Jugendlichen aus Österreich, waren weniger euphorisch, mehr neugierig auf Rom, touristisch gesehen.
    Wir, die satten Jugendlichen aus Österreich, da die euphorischen Jugendlichen aus Polen.
    Damals schon war die Aufbruchstimmung der Menschen in Polen enorm, ich spürte damals, dass Bewegung in den starren Block kam, die Öffnung des Ostens 8 Jahre später überraschte mich nicht mehr. Trotz allem war diese Öffnung, die ich in Deutschland miterlebten überwältigend. Eine für mich prägende Erfahrung.

    Daher wage ich zu behaupten, dass die Rolle der Römisch-katholischen Kirche mit der Ernennung eines polnischen Papstes eine ganz große und mutige war. Dazu bedurfte es natürlich des richtigen Zeitpunktes, das war der Niedergang der kommunistischen, planwirtschaftlichen Systeme gepaart mit Personen wie Gorbatschow, die nicht mehr auf Gewalt setzten, zum Glück. In China hat es ja blutig geendet.

    • Anton Volpini
      02. Dezember 2010 14:58

      Bitte, vergessen Sie Ronald Reagan nicht. Er war der dritte im Bunde. der zusammen mit dem Papst und Gorbatschow das Sowjetreich beendete.

    • brechstange
      02. Dezember 2010 17:13

      @volpini
      Ich denke, eine Person wie Reagan, der kein Berufspolitiker war und mit eigenständigen Denken seine Ziele verfolgte, geht heute oft ab. Kein Wunder, dass die Amerikaner ihn bewundern.

    • Johann Scheiber
      02. Dezember 2010 17:48

      @brechstange

      Aber als Schauspieler hatte Reagan die ideale Ausbildung für einen Politiker.
      In Österreich kann man ja auch weit kommen wenn man beim Bauerntheater startet. Nichts gegen die Bauern, bin es auch, im Nebenerwerb.

    • Neppomuck (kein Partner)
      03. Dezember 2010 13:59

      Da passt ja der Spruch von Fritz Kortner bestens:

      "Das Mitspracherecht des Schauspielers ist der Text."

  23. Senfspender
    02. Dezember 2010 10:14

    Also das mit dem Klimawandel ist doch eine gute Idee! Wer wird denn so eine schöne,weltumspannende Organisation gleich auflösen, nur weil sie überflüssig ist? Sie könnte sich wieder KSZE nennen (K für Klima) und noch viel Wind machen!

    • brechstange
      02. Dezember 2010 10:37

      Der Winter wird dieses Jahr extrem kalt, weil sich der Golfstrom abgeschwächt hat. Wir, Laien, meinen, wo bleibt die Klimaerwärmung? Doch wurde heute eines besseren belehrt in der Kleinen Zeitung, wir haben nämlich einen kalten Winter, weil der Klimawandel und die Klimaerwärmung den Golfstrom abschwächen.

    • terbuan
      02. Dezember 2010 18:59

      Na wunderbar, vielleicht wird er wie 2006, da werden wir die Dächer wieder vom Schnee befreien müssen und der Schnee wird bis zum Mai im Garten liegen, es lebe die Klimaerwärmung!

  24. Graf Berge von Grips
    02. Dezember 2010 09:54

    Nr.310
    Stell Dir vor, da quatschen sie in Kasachstan
    und keiner geht hin und hört sich's an.

  25. Martin Bauer
    02. Dezember 2010 09:08

    Diesmal schlägt Taschner in der PRESSE sogar Unterberger:

    http://diepresse.com/home/meinung/quergeschrieben/rudolftaschner/614983/Nun-gipfeln-sie-wieder_Es-geht-schlicht-um-die-Rettung-der-Welt?from=suche.intern.portal

    PS: Heute ist die PRESSE sogar die 2,00 Euro wert. Wenn nicht sogar mehr :-)

  26. Wertkonservativer
    02. Dezember 2010 09:02

    OSZE - ist das was zum Essen?
    Nein, die aus der damaligen Weltlage heraus entstandene "Weltorganisation" hat sich durch die eingetretenen Veränderungen der Weltlage genau so marginalisiert wie die übrigen von A.U. erwähnten "Weltbehörden"!

    Und unser Herr Fischer? Der macht sich - mit Dauerlächeln wie vom BK abgeschaut - zum Kasperl, wenn er den Mund aufmacht! Da wäre ja fast noch eine Habsburger-Fürstlichkeit als BP gescheiter, zumindest als gerngesehener Gast in der FS-Kultursendung "Seitenblicke" !

    • cmh (kein Partner)
      03. Dezember 2010 08:21

      Fischer? Ist das der, der zweimal um des innenpolitischen Vorteiles wegen, wider besseres Wisses Österreich im Ausland madig gemacht hat und uns damit wegen der wiederauflebenden Reparationsforderungen Millionen gekostet hat? Ist das der, der seinen repräsentativen (offiziell gibt es keine anderen) Verpflichtungen (Teilnahme am Begräbnis des Oberhauptes eines befreundeten Staates) mit fadenscheinigen Gründen nicht nachgekommen ist? Ist das der, der notorisch an Inkontinenz leidet?

      Der ist ein echter Renner.

  27. SuPa
    02. Dezember 2010 08:50

    Diese Organisation (basierend auf dem Helsinki-Agreement 1975) hatte in den 15 Jahren bevor der Ostblock zusammengebrochen ist, durchaus seine Berechtigung.
    Michael Gorbatschow hatte erkannt, dass es mit der kommunistischen Herrschaft so nicht mehr weitergeht. Ich meine, er hat aus taktische Gründen als erste kurzfristige Stufe eine Fortführung des "Realsozialismus" bei gleichzeitiger Einführung der freien Marktwirtschaft gewählt und damit Widerstände von Partei und Militär vermieden. Seine Rechnung ist aufgegangen und praktisch ohne Blutvergiessen wurden alle diese Länder mehr oder weniger frei. Daher hat er mit Recht auch den Nobelpreis verdient.
    Die chinesischen Regierungen gehen einen etwas anderen Weg und es bleibt abzuwarten, ob sich die Leute auf Dauer die ersehnte wirkliche Freiheit vorenthalten lassen.
    Die OSZE hat in ihrer derzeitigen Form keine Daseinsberechtigung mehr, aber wer von den Aktiven wird sich den Ast absägen, auf dem er sitzt? Und Wien würde den Hauptsitz einer intern. Organisation verlieren.

    • brechstange
      02. Dezember 2010 10:10

      Ich bin mir nicht so sicher, ob es die Rechnung Gorbartschows war, dass sich die okkupierten Staaten in Windeseile von der Sowjetunion lösten. Das ist einfach passiert, das hatte er nicht mehr in der Hand. Es ist wie immer, dass sich Menschen, die an der Spitze stehen, so weit von dem Denken der Menschen entfernen, dass sie dann ganz verwundert sind, dass es anders läuft als gedacht. Der richtige Zeitpunkt war eben schon längst überschritten.
      China lernte aus der Situation Russlands und erstickte die Revolution im Keime blutig.

    • Undine
      02. Dezember 2010 15:52

      @brechstange

      Gorbatschow hat eine Bewegung eingeleitet, die einfach nicht mehr aufzuhalten war. Es ist eine Eigendynamik entstanden, weil einfach die Uhr für das unglückselige Gebilde UdSSR abgelaufen war. Gorbatschow war der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Der Ausgang war positiv. Er hätte aber auch genau so gut negativ sein können.

    • brechstange
      02. Dezember 2010 16:57

      @undine
      Aus unserer Sicht war Gorbatschow der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich denke, dem Gorbatschow ist die Situation entglitten und er ließ es glücklicherweise zu, begünstigt wurde es durch die daniederliegende Wirtschaft. Gorbatschow erkannte, dass er unter diesen Umständen keinen Konflikt gewinnen konnte.
      Die jetzige Nomenklatura hat sich ja wieder gut erholt, würde am liebsten die Perestroika rückgängig machen und hat ihre eigene Ansichten wie "ihre Freie Marktwirtschaft" funktionieren sollte. "Wer mich nicht mag, der hat morgen kein Gas!"

    • Josef Maierhofer
      02. Dezember 2010 20:20

      @ brechstange

      Das nächste Mal Ende Jänner 2010.

    • Josef Maierhofer
      02. Dezember 2010 20:22

      pardon Ende Dezember 2010

  28. Celian
    02. Dezember 2010 08:32

    und die guten Nachrichten reißen nicht ab: das Kardinal-König-Haus ehemals Flüchtlingshaus wird zu einer Haftanstalt, wo Ausländer auf ihre Abschiebung warten dürfen.

  29. byrig
    02. Dezember 2010 02:50

    die OSZE löst sich auf??
    dr.unterberger-eine bessere nachricht haben sie hier noch nie verkünden können!!!
    (wenns stimmt)





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