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Die Geschlecht, die Politik und die Demokratie

Eine SPÖ-Politikerin türkischer Abstammung beschert uns mit der neuesten Sprachpeinlichkeit. Wobei nur offen ist, ob ihr Geschlecht, ihre Parteizugehörigkeit, ihre türkische Herkunft oder die Wiener Kuschelschulen, wo alles außer Lernen und Disziplin auf der Tagesordnung stehen, die Ursache sind.

Frau Gemeinderat Nurten Yilmaz dekretiert nämlich in einer Aussendung: „Menschen brauchen Wien als starke Partnerin.“ Ist da etwa der Fluss „die Wien“ gemeint? Wohl eher nicht. Die Stadt Wien hat jedoch bekanntlich (bekanntlich?) als einziges mögliches Geschlecht das sächliche. Nach der alten deutschen Sprache. Zugegeben, schon wieder ein erzkonservatives Argument.

Letztlich bleibt es gleichgültig, welche der vier genannten Gründe die Weiblich-Erklärung der Stadt Wien hat. Peinlich ist jede der vier Möglichkeiten. Ebenso wie der sonstige Inhalt der Yilmaz-Aussendung, in der sie heftig und mit einem drohend-verächtlichen Unterton gegen die letzten „zuwanderungsfreien Inseln in dieser Stadt“ polemisiert.

Fast gleichzeitig mit dieser Aussendung flattert ganz zufällig und ohne vordergründigen Zusammenhang eine neue – zutiefst erschreckende – Umfrage auf unseren Tisch: Peter Hajek hat erhoben, dass 60 Prozent der Österreicher die Art und Weise, wie die Demokratie in Österreich funktioniert, negativ bewerten.

Das ist aber historisch gesehen genau der Stoff, aus dem immer wieder neue Hitlers und Stalins mit allen katastrophalen Folgen entstehen konnten. Das hat zwar zweifellos primär mit der Politik der Bundesregierung zu tun, aber keineswegs ausschließlich. Denn solche Schwachköpfinnen wie die Frau Yilmaz tragen mit der Summe ihrer provokativen Blödheit ein ordentliches Stück zur Demokratiemüdigkeit bei.

 

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