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Autos, Parken und die schwarz-blauen Irrtümer

Es gibt wenig, wo Rot und Grün in Wien absolut richtig, Schwarz und Blau jedoch eindeutig falsch liegen. Aber in einem Punkt zumindest ist das sicher der Fall.

Nämlich beim blau-schwarzen Widerstand gegen flächendeckende Kurzparkzonen beziehungsweise deren Ausdehnung. Gewiss ist es unangenehm, dass die Bewohner für ein Bezirkspickerl alljährlich einen spürbaren Betrag zahlen müssen. Aber dafür erhöht sich ihre Chance kräftig, auch einen Parkplatz zu bekommen, wenngleich das Pickerl noch keine Garantie ist.

Umgekehrt leiden jene Bezirke, die außerhalb der Kurzparkgebiete liegen, zunehmend und schwer: Sie werden immer mehr von Autos zugeparkt, die dort tage- oder auch wochenweise abgestellt sind, ohne dass deren Besitzer irgendetwas in der Nähe des Parkplatzes zu tun hätten.

Die lieben Freunde aus ganz Österreich – in hohem Ausmaß offensichtlich Studenten –, aber auch aus ganz Mittel- und Südosteuropa lassen ihr Auto gratis stehen, während sie ganz wo anders wohnen, arbeiten oder studieren.

Das schafft dringenden Handlungsbedarf, den Blau und Schwarz aber offenbar nicht begreifen. Statt gegen das Pickerl zu kämpfen, sollten sie lieber die Grünen attackieren, die gegen fast jede neue Parkgarage nach dem Floriani-Prinzip in die Schlacht gehen. Obwohl jede neue Garage – nach einer unangenehmen Bauzeit – die Umgebung aufwertet. Freilich haben da auch die anderen Parteien in dieser Frage schwarze Flecken auf ihrer Weste: etwa die schwarze Vorsteherin des ersten Bezirks, welche die dringend notwendige Garage am Neuen Markt verhindert hat.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Dezember 2010 05:56

    Ala seit dreißig Jahren Nichtwiener, will ich mich da nicht wirklich einmischen!
    Pendler bin ich auch nicht, allerdings oftmaliger Konzert- und Verwandtenbesucher im Innergürtelbereich. Da habe ich dann die üblichen und recht nervenzehrenden Parkplatzsuch-Probleme, mit manchmaliger Verzweiflung über fehlende Kurzparkscheine (wo ist die nächste Trafik?); altersbedingt weiß ich bis heute nicht, wie man dieses Problem heutzutage einfach lösen kann!
    (Will auch manches gar nicht mehr wissen!).

    Ich sehe jedoch ein, dass eine Großstadt wie Wien das Problem in möglichst fairer und publikumsgerechter Weise zu lösen hat. Ob mit mehr Kurzparkzonen, mit mehr Tiefgaragen, mit Förderung großzügerer Pndlerpauschalen (ist natürlich Bundessache!), diese Diskussion überlasse ich gerne den Wiener Bürgern in diesem schönen Forum!

    Guten Morgen !

  2. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Dezember 2010 14:28

    Zu: „Autos, Parken und die schwarz-blauen Irrtümer“:
    Kommt man in Spanien oder Frankreich, aber z.B. auch in Tschechien in eine Stadt und will im Zentrum parken, dann findet man meist recht einfach einen kostenpflichtigen Parkplatz. Am Gehsteig gibt es Parkometer, die nach Einwurf von relativ geringen(!!!) Beträgen das Kurzparken gestatten. Um die Parkometer-Bedienung zu verstehen, braucht man deshalb auch in Ländern, deren Sprache wenig verbreitet ist, kaum Spezialkenntnisse. In Wien hingegen muß man wissen, wo die Bezirksgrenzen verlaufen, wo man Parkscheine kauft oder daß man auch mit „Handy parken“ kann – was ohne Sprachkenntnisse und Zeitaufwand kaum zu erfahren ist. Die Wiener Parkgaragen haben „Apothekerpreise“, der typischen Nehmermentalität der Stadtverwaltung entsprechend wurden sie ja auch nicht zum Beheben eines Mangels und zum Nutzen der Bürger errichtet, sondern zum „Herunternehmen“ - nämlich von Geld. Deshalb stehen sei meist teilweise leer. In Spanien sind z.B. die Parkgebühren nur Bruchteile jener in Österreich. Ähnliches gilt aber auch für Deutschland! Von Tschechien gar nicht zu reden. Dabei wäre des Wiener Kurzparkproblem leicht durch e-Goverment zu lösen: Kurzparken vorgeschrieben zu generell gleichen Tageszeiten für alle betroffenen Bezirke. Ausweitung der Kurzparkzonen auf alle Bezirke mit echten Parkplatzproblemen (durch Statistik leicht zu erheben). Generell nur (billiges!) „Handyparken“ – im Sinne von E-Goverment. Für Touristen am Stadtrand und wichtigen Plätzen Hinweise mit Telephonnummer und Erklärung. Die Park-Sheriffs müßten eben im Sinne eines echten Kundendienstes nicht nur die Parkplaketten überprüfen, sondern sofort - über die Fahrzeugnummer - ob bezahlt wurde. Also nicht Obrigkeitsdenken (verlangt: Pickerlkleben, Bezirksgrenzen und Parkzeiten kennen) sondern Dienst am Kunden. Erhebung welche Parkgaragen leer stehen und solange die Preise senken, bis sie voll genützt werden.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Dezember 2010 01:06

    Einspruch Euer Ehren!
    Solange die übrigen Parkgaragen im 1. Bezirk nicht ausgelastet sind, wie z. B. am Stephansplatz, Am Hof usw. bin ich als NICHTgrüne aus Vernunftgründen gegen den Bau einer weitere am Neuen Markt .
    Da liegt in der City offensichtlich das Problem ganz woanders und nicht beim Mangel an Garagenparkplätzen!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Dezember 2010 07:41

    ehre wem ehre gebührt...einmal muss man wien auch loben...sowohl in wien als auch im umland ist der öffentliche verkehr sehr gut organisiert...das sage ich als halber salzburger, der die chaotische verkehrssituation in der stadt salzburg sehr gut kennt...als man dort vor kurzem in der hauptstraße nach freilassing eine 200m (!!) lange busspur etablierte, ist der verkehr sofort total zusammengebrochen, sodass die stadtverwaltung eilig die busspur wieder wegräumen musste.....
    was vor allem in salzburg im gegensatz zu wien auch überhaupt nicht klappt sind die autofreien zonen..so werden die extra um teures geld etablierten poller von in- und ausländern fast täglich niedergefahren und beschädigt...
    Glüchliches wien, das mit dem immer mehr erweiterten parkpickerl und den P&R-Anlagen vernünftige ansätze für eine verkehrsentflechtung bietet....

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Dezember 2010 13:41

    Autoparkplatz, gratis, Bedarf, Planung, Politik.

    Es gibt Menschen, die benötigen täglich ein Auto um z.B. von der Stadt aufs Land zu fahren und umgekehrt, oder etwas zu transportieren und das auch täglich.

    Es gibt dann die Kategorie der Sonntagsfahrer, die maximal am Wochenende mit dem Auto fahren und die ganze Woche, die Parkplätze verparken.

    Dann gibt es die Kategorie der Autofreaks, die mit Kavielierstarts, Geschwindigkeitsübertretungen, Rücksichtslosigkeit, Überlärm, etc. unangenehm auffallen, Strafmandate zahlen, um Zigaretten mit dem Auto fahren zu ihrer Trafik um die Ecke.

    Dann noch die 'Prestige'-fahrer, die ein Auto nur als 'Statussymbol' erhalten.

    Fast alle, außer die mit Garage, müssen ihre Autos auf öffentlichen Flächen abstellen und oft sehr lange Parkplatz suchen.

    Ich habe, als ich mein Auto nicht mehr täglich gebraucht habe, dieses aus folgenden Gründen abgemeldet und verkauft: es wurde hier in der Stadt regelmäßig devastiert und beschädigt, es ist in der Stadt ein Hindernis, weil man es nirgendwo abstellen kann, und es ist eine unnötige Geldausgabe.

    Ich fahre mit Mietautos, wenn es Autofahrbedarf gibt, wie etwa Skiurlaub, oder Firmeneinsatz mit Transport auswärts, etc. und benütze ein Auto nur nach Bedarf.

    Seit 2006 war das Meiste 55 Miettage im Jahr und damit 1/4 der Gesamtkosten im Vergleich dazu, hätte ich ein eigenes Auto selbst erhalten. In der Regel sind es etwa 30 Tage im Jahr, an denen ich ein Auto gemietet habe, im Wert von ca. 1 200,- Euro pro Jahr all inklusive und qualitativ, wartungsmäßig, etc. kein Stress, Versicherungsselbstbehalt 400,- Euro, wenn was passiert, wo man selbst schuld ist.

    Ich habe kein Garagenproblem, maximal für Gäste, die mit dem Auto zu mir kommen.

    Es ist alles eine Frage der Planung und des Denkens und des gezielten Einsatzes eines Autos statt eines excessiven, der zuviel kostet.

    Auch die große Planung von Autobahnen wird sich mit Einsetzen der hinausgeschobenen Krise deutlich reduzieren.

    Womit wir bei der Politik angelangt sind.

    Wie wäre es mit einer Erhebung, wie viele Grüne, Rote, Schwarze, Blaue Regierungsmitglieder in der Stadt mit dem Auto zum Arbeitsplatz fahren ?
    Wie wäre es, darüber nachzudenken, wie sich der Bedarf entwickeln wird, der Bedarf für Garagen, für Parkraum, für Schnellstraßen, etc. ?

    Unsere Sozialzuwanderer, die werden sicher keine Autos betreiben können, und wenn, dann sollten sie Steuer zahlen. Die Schmarotzer auf Sozialhilfe werden sicher kein Auto betreiben und wenn, dann wäre eine Überprüfung fällig, ob die Sozialhilfe zutrifft.

    Womit wir bei den 60% der arbeitenden Bevölkerung, also etwa 1,2 Millionen Menschen wären, die mit dem Auto fahren müssen, Lastwagen und PKW.

    Wenn jetzt die Spaßgesellschaft zu Ende gehen wird, wird auch die Zeit zu Ende gehen, wo in Wien jedes Familienmitglied ein Auto betreibt, eines privat und ein Firmenauto.

    Da sehe ich schon so manches ein, wenn eine Frau Bezirksvorsteher in der Innenstadt den Garagenbau vorher berechnen läßt, bevor sie die Baulobby drüber läßt, da werde ich auch einsehen, daß große Autobahnprojekte aus Geldmangel zurückgestellt werden und vermutlich viele Jahrzehnte (der Schuldenzahlung) nicht mehr kommen, da sehe ich auch die grüne Intention nach Wohnstraßen ein, wenn damit zonenweise eine Hebung der Lebensqualität möglich wird, etc. etc.

    Daß es zu politischen Irttümern kommen kann, wenn die einen meinen, sie bräuchten eine Autobahn bis vor ihr Haus und die anderen meinen, sie bräuchten kein Auto zum Überleben und auch nicht für die Lebensqualität.

    Ich jedenfalls meine, daß die Öffis in Wien sehr gut organisiert sind und nur punktweise Schwächen zeigen, die in der Herrenmentalität von Busfahrern und Tramwayfahrern zu suchen sind, aber in der Regel sind die Wiener Linien auch menschlich.

    Solange man in Wien arbeitet und in Wien wohnt, wird ein Autoparkplatz verzichtbar sein und ein Mietauto, eine Fahrgemeinschaft, etc. optimaler sein.

    Parkpickerl ist für mich Abzocke und entweder in ganz Wien gültig oder gar kein Parkpickerl, auch wenn es so ist, daß am Wolfersberg nur Einheimische parken und in Favoriten fast nur Pendler parken, daß Park&Ride nicht ausgelastet ist, etc.

    'Gratis' ist ein Zauberwort dieser Spaßgesellschaft und gratis gibt es im Leben nichts, leider.

  6. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Dezember 2010 08:33

    als bewohner des des ersten bezirkes stelle ich fest:

    das parkpickerl berechtigt zwar zum parken in der stadt, voraussetzung dafür ist jedoch das vorhanden sein von parkplätzen. was leider sehr selten der fall ist. parkplätze sind sehr oft besetzt durch autos, die offensichtlich pendler (WU, TU, GF,MD,...) sind, mit sms-parken den ganzen tag, manchmal auch länger, die kurzparkregelung durchbrechen. wobei ich natürlich nichts gegen diese leute habe, das sei gesagt. die nutzen nur die gegebenen möglichkeiten.

    seit es sms-parken gibt, wird die parkzeit (2 std) nicht mehr beachtet, die sheriffs prüfen nur, ob die stadt genug geld kassiert.

    die zugegebenermaßen teuren garagen werden nur zum teil benutzt, die auslastung der garagen ist selten bis nie gegeben.

    lösung: anrainerparkplätze ! darum kämpfe ich schon seit jahren. auch frau stenzel ist hier auf meiner seite, sogar die grünen befürworten es. jetzt, wo die grünen die möglichkeit haben (??), sollten sie es durchsetzen. solche regelungen gibt es weltweit in den meisten großstädten - wien ist bekanntlich anders, leider.

    seitens der roten wird immer folgendes gesagt: im ersten wohnen die geldleute, die sollen zahlen und dürfen gegenüber den favoritnern - oder wem auch immer - nicht bevorteilt werden. außerdem stünde die stvo einer anrainerregelung im weg, was natürlich völliger blödsinn ist. anrainerplätze würden auch nicht kostenlos sein.

    historisch gesehen war die einführung der parkpickerl in bestimmten bereichen von wien kein erfolg, da es weniger parkplätze als autos gibt. außerdem holte man dadurch viele garagenparker aus den garagen, da diese plätze ja teurer als das parkpickerl sind.

    dann werden parkpickerl an leute ausgegeben, die nicht einmal den hauptwohnsitz in wien haben. also auch hier die üblichen ausnahmen, die eine verschlechterung herbeiführen.

    wie es aber aussieht, wird auch in naher und ferner zukunft nichts bedeutendes passieren, vermutlich werden neue garagen gebaut, die wieder nur den verkehr anziehen, aber den anrainern nichts bringen. im übrigen war beim gott sei dank nicht umgesetzen bau der garage am neuen markt vorgesehen, einen großteil der garagenplätze einem hotel zu überlassen. als anrainer wären wir auch hier übervorteilt worden.

    zusätzlich planen die rathaussozn, die ja angeblich nicht im ersten wohnen, die ausweitung der fussgängerzonen - damit verschlechtert sich die situation weiter. zb. freier neuer markt, optimistisch betreffend parkplätze kann ich hier nicht mehr sein.

    es ist jedenfalls klar, dass man gar nicht gewillt ist, die situation im sinne der bewohner zu meistern.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    20. Dezember 2010 21:21

    @Brockhaus

    Sehe ich ebenso, die vorhandenen Parkgaragen dürften weit überhöhte Preise verlangen und da löst eine weitere Hochpreisgarage sicher nicht das Parkprobleme auf dem - zugegeben - teuren Innenstadtpflaster!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGennadi
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Dezember 2010 09:40

    Hier ist A.U. entschieden zu widersprechen. Ein großer Teil der außerhalb des Gürtels abgestellten Fahrzeuge stammt nicht von den ominösen "Pendlern", sondern von Parkpickerlflüchtlingen von innerhalb des Gürtels. Das ergaben Ergebungen anhand der Kennzeichen. Diese Autofahrer wollen verständlicherweise nicht zahlen, weil sie damit eben keinen Parkplatz bekommen. Nur eine Abschaffung der Raubritter-Steuer könnte hier Ausgleich schaffen.

    Die Gemeinde ist absolut selbst schuld. Mit äußerster Verbitterung wehrt sie sich z.B. seit vielen Jahren, die U4 zum Auhof zu verlängern (wo Platz genug für gratis Park-and-Ride-Plätze wäre), bzw. die U1 mindestens nach Oberlaa. Das Fiasko in Hütteldorf, wo man aus politischen Gründen der Keißler-Garage die Genehmigung verwehrte, rund um die Deutschordenstraße 400 Parkplätze killte und das neue teure Parkhaus gegenüber regelmäßig halb leer steht, ist typisches Beispiel für hirnlose Verkehrsverwaltung. Querverbindungen zwischen den U-Bahn-Linien gibts sowieso nicht, da müsste man ja mitdenken.

    Gebraucht wird weder eine Ausweitung der Parkraum-Steuer, noch eine neue Parkgarage in der City. Sondern endlich einmal ein Verkehrskonzept, mit dem man zügig von A nach B kommen kann. Einschließlich ausreichender Parkflächen VOR den Stadteinfahrten, mit Direktanbindung. Das aber (hätte man es anders erwartet?) scheint natürlich auch nicht im Vassilakou-Konzept auf.

    Ungehört verhallte bisher auch die Kritik an der Praxis der Gemeinde Wien, für neue Häuser zwar Garagenplätze vorzuschreiben, die aber abgekauft werden können. Stadtplanung kennt man ja nicht in Wien, also wird meistens ein neues Haus in einen baufälligen Häuserblock hineingeklotzt und, weil die Baufirma solch gute Beziehungen zur Gemeinde hat, dürfen eben für 20 Wohnungen 3 Garagenplätze eingerichtet werden. Diese oft noch mit elektrisch betriebenen Abstellplätzen, bei denen man hoffen kann, dass nicht gerade wieder ein Stromausfall naht. 15-25 PKWs dieser 20 Wohnungen stehen dann - auf der Straße. Oft um teures Pickerlgeld, an dem die Gemeinde nach der Garagenabschlagszahlung noch einmal verdient.

    Also bitte nicht ständig ein schwarzblaues Schreckgespenst erfinden. Sondern endlich einmal den Wiener Sumpf trockenlegen.


alle Kommentare

  1. Norbert Mühlhauser
    21. Dezember 2010 21:32

    Zitat:"Solange man in Wien arbeitet und in Wien wohnt, wird ein Autoparkplatz verzichtbar sein und ein Mietauto, eine Fahrgemeinschaft, etc. optimaler sein."

    Also ich erledige meine Besorgungen in Wien an einem Samstag und bräuchte für das Zurücklegen der Strecke mit den Öffis allein 5-6 Stunden statt max 1,5 Stunden mit Auto. Abgesehen vom nicht vorhandenem Kofferraum. Für diese Routen gibt es keine Fahrgemeinschaften, und für die Fahrt in's Wochenendhaus am Land auch keine. Und die samstäglichen Fahrten mit dem Taxi zurückzulegen würde wohl 200,- Euro kosten, abgesehen davon, dass Fixkosten für's Auto für's Wochenendhaus oder für den Besuch von entlegen wohnenden Angehörigen/Bekannten dann noch immer bezahlt werden müssten.

    Will man auch entlegene Orte zu allen Zeiten aufsuchen können, ist ein Auto unverzichtbar. Mit den Öffis braucht man selbst für relat. kurze Strecken 60-90 Minuten, wenn man zweimal umsteigen muss. Nein, das ist nicht einfach bloß dem Autostau zu verdanken, das ist systembedingt, da es bei Öffis keine Diretissima von A zu B geben kann.

    Allen, die sich gegen die Annehmlichkeiten des Autofahrens wenden und für weitere fiskalistische & gesetzliche Drangsalien die Mauer machen, wünsche ich, dass Autofahren allgemein unleistbar wird und dass sie sich Straßenerhaltung und Öffiverkehr selber finanzieren müssen - wie es im 'schönen' Kommunismus schon einmal war. Ich wünsche nur, dass ich dann schon unter der Erde sein werde.

  2. Neppomuck (kein Partner)
    21. Dezember 2010 18:06

    Verkehr bedeutet Leben. Und kein Verkehr (sowohl wie auch) eben „kein Leben“.
    Die Verelendung ehemaliger „Geschäftsstraßen“ in Wien belegt das eindrucksvoll.
    Also sollte man nicht durch zusätzliche Restriktionen danach trachten, dass die Wiener mit ihren eigenen Autos den Stadtverkehr meiden.

    Zur Situation:
    Seit 2002 gehen die Zulassungen für PKW in Wien kontinuierlich zurück.
    657.000 in Wien zugelassene Pkw (VCÖ, 11/2010) suchen einen Parkplatz. Siehe
    http://kurier.at/nachrichten/wien/2051514.php

    4,36 Mio. PKW in Gesamt.Ö / 2009. (Statistik Austria)
    Wien trägt 13,6% zum Kfz-Bestand bei. (selbe Quelle)
    (Das entspricht allerdings ca. 590.000 KFZ, also um 10 % weniger. Soviel zum VCÖ.)

    Der Individualverkehr in der Bundeshauptstadt soll bis 2015 um ein Drittel reduziert werden (Häupl/Vassilakou).
    Was allerdings kann das heißen?
    1. um ein Drittel weniger zugelassene Autos in Wien oder
    2. um ein Drittel weniger Verkehr bei (etwa) gleichbleibender (oder leicht zurückgehender) Zahl der Autos hier oder
    3. eine Art Teilsperre für Autos, die nach Wien kommen? Siehe (fallengelassene?!) City-Maut.
    4. Ein Mix aus allem.

    ad 1. Das Parkplatzproblem wird um ein Drittel kleiner. Und ist damit verschwunden.
    ad 2. Die Zahl der bewegten Wiener Autos wird um ein Drittel kleiner, das Parkplatzproblem bleibt, bzw. wird nur langsam geringer.
    ad 3. Weniger Parkplatzbedarf.
    ad 4. auf jeden Fall sinkender Parkplatzbedarf.

    Das wird alles wohl so kommen. Über die Dimension wissen allerdings die Rathäusler nicht Bescheid. Planung ersetzt, gerade bei der Geschäftsgruppe „Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz, Energieplanung und BürgerInnenbeteiligung“ in Wien, den Zufall durch den Irrtum. Das war bei Schicker so und wird sich sicherlich nicht ändern.
    Was sicher kommt, ist ein erhöhter Geldbedarf der Gemeinde Wien. (siehe steigendes Defizit)
    Also wird die Melkkuh der Nation namens „Autofahrer“ weiterhin zur Kasse gebeten.
    Man wird also „Melkschemel und Kuhschwanzhalter“ nicht einmotten. Sondern die „Parkraumbewirtschaftung“ ausweiten.
    Ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht.

    Dabei sind hier die wirtschaftlichen Gesamtentwicklungen noch gar nicht mit berücksichtigt.

    Ein paar Fakten zur Parkhaus-Situation in Wien, Innere Stadt (23 Parkhäuser):
    6.705 Parkplätze in Garagen gibt es jetzt schon im 1. Bezirk, das entspricht einer Streckenlänge von etwa 33 Kilometer und damit etwa dem 6-fachen der Ringstraße. Die Stundengebühr (!) betragt im Schnitt 3 €. *
    Warum dann dort neue Tiefgaragen bauen?
    Zumal der Preis einer Stellfläche erschwinglich sein sollte.


    Die Tagesgebühr (!) in Park&Ride-Anlagen (Stücker 10 in ganz Wien) kostet 3,- €. *
    Die Gesamtkapazität (P&R) beträgt 8.273 Plätze. Das sind um 23 % mehr als in Wien 1.
    * Über den Auslastungsgrad ist (mir) nichts bekannt.

    Fest steht weiter, dass der Deckungsbeitrag der Fahrkarte für die Öffis etwa 25 % beträgt.
    d.h. alle Wiener zahlen (ob sie jetzt fahren oder nicht) zwangsweise zu. Ob jetzt mit dem Erlös aus den „Bezirkspickerln“ oder eben aus anderen Abgaben.
    Wie viel sie zu den P&R-Tarifen beisteuern, um eine Kostendeckung dort zu erreichen ist unklar.

    Vorschlag zur Güte:
    Was läge näher, als zusätzliche P&R-Anlagen zu bauen? Den Tarif verdreifachen und eine Fahrkarte für den Fahrzeughalter zur zweimaligen Benützung in den Preis einbeziehen und wieder sind Autos von den Straßen weg. Wer kein Wiener Kennzeichen hat, zahlt grundsätzlich Kurzpark-Gebühren. (1,20 die Stunde) Als Option können „24-Stunden-Parkscheine“ (Hausnummer: 15 €) für Ausländer vorgesehen werden. (Städtetourismus)

    Das müsste doch neben der sich abzeichnenden Entwicklung reichen, statt wieder die „Melkmaschine“ und damit Subventionen für „Zugereiste“ (Autofahrer) in Gang zu setzen.
    Ansonsten alles lassen wie es ist, bei reduziertem PKW-Aufkommen die „Bezirkspickerl“ wieder abschaffen, wie kommen schließlich die Leute dazu, die in den entsprechenden Bezirken wohnen?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 23:58

      Ja, Verkehr bedeutet Leben, aber Fußgängerverkehr bedeutet genau so Leben wie Autoverkehr. Warum bekommen also die Fußgänger nur 3m Straßenquerschnitt und die Autos 12m? Weil Sie kleiner sind kann's ja wohl nicht sein, in den Autos sitzt auch nur 1 Maxl drin.

    • Gennadi (kein Partner)
      22. Dezember 2010 07:09

      Ja, STF, der Installateur, der grad zu Ihnen kommt.

      Diese Idiotie (nicht auf STF gemünzt)
      Autobenutzung = privater Zweck = kapitalistisch = schlecht
      ist tiefstes marxistisches Mittelalter.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. Dezember 2010 08:30

      Gennadi, verstehen Sie bitte, dass der öffentliche Raum in der Stadt endlich ist. Machen Sie in Kikeritspotschen was Sie wollen, aber in den Wiener Innenbezirken, die für Fußgänger und Kutschen gebaut wurden, engen Autos den Lebensraum ungemein ein.

    • Norbert Mühlhauser
      23. Dezember 2010 11:46

      @ STF:

      Also ich habe als Fußgänger nie mehr gebraucht als 0,60 Meter Breite, selbst mit Gepäck.

      Und die Kinder haben heute mehr Spiel- und Sportmöglichkeiten denn je.

      Früher hatten sie diese Möglichkeiten in den Innenbezirken NUR auf der Straße: zwischen den Roßknödeln.

  3. Politicus1 (kein Partner)
    21. Dezember 2010 16:24

    Wenn schon - denn schon!
    Wenn schon eine Ausweitung der Parkpickerln in Wien, dann EIN Pickerl für ganz Wien. Ein W-Auto muss berechtigt sein, in ganz Wien zu parken!
    Am besten wäre es, dies kostenfrei und ganz ohne zusätzlichen Verwaltungsaufwand zu machen:
    ganz einfach: jedes Auto mit einem W-Kennzeichen kann in Wien zu jeder Zeit halten und parken, wo man will - ausgenommen spezielle Kurzparkzonen.
    Für alle anderen ist Wien eine einzige Kurzparkzone.

    Dass dann auch andere Gemeinden (Klosterneuburg, Mödling...) eine Retourkutsche loslassen - na das werden die Wiener wohl aushalten...

    • Gennadi (kein Partner)
      22. Dezember 2010 07:12

      Warum geben sich bloß so viele die Mühe, diese Raubritter-Steuer noch zu verteidigen? Jeder zahlt genügend für die Benützung öffentlicher Flächen. Wenn ein Mödlinger dann nach Wien kommt und extra zahlen muss, nur weil er kein W-Kennzeichen hat, darf sich der VfGH über Arbeit freuen.

      "zu jeder Zeit halten und parken, wo man will"
      Das eben ist der Schwachsinn. Denn die Bezahlpflicht ist nicht mit einer Leistung verbunden. Parkplätze gibts keine um die Parksteuer.

  4. Ron (kein Partner)
    21. Dezember 2010 11:51

    "Die lieben Freunde aus ganz Österreich – in hohem Ausmaß offensichtlich Studenten –, aber auch aus ganz Mittel- und Südosteuropa lassen ihr Auto gratis stehen, während sie ganz wo anders wohnen, arbeiten oder studieren."

    Offensichtlich Studenten? Woran erkennt Unterberger das?
    Warum sollten sie ihr Auto in Wien abstellen wenn sie wo anders arbeiten oder studieren?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 12:26

      Studenten haben einen geheimen Code in ihre Kfz-Kennzeichen integriert. Dieser ist nur wertkonservativen Journalisten bekannt.

      In Wien sind sie natürlich, um zu randalieren und Hörsäle zu besetzen.

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      21. Dezember 2010 14:00

      Wer nicht glauben sollte, dass die Studenten großteils mit dem Auto anreisen (wenn sie nicht gerade gegen - ohnehin nur symbolische - Studiengebühren oder andere neoliberale Unverschämtheiten demonstrieren) dem sei folgende Probe aufs Exempel empfohlen:

      Es gibt eine idyllische Gegend in Wien, in der noch relativ viele Parkplätze vorhanden sind. Sie liegt im 18. Bezirk, unmittelbar außerhalb des Türkenschanzparks, also in der breiten Umgebung der verschiedenen Häuser der Universität für Bodenkultur (speziell: Wilhelm Exner - Haus).

      Wer also nicht glaubt, dass die Studenten zu einem beträchtlichen Teil mit dem Auto kommen, der möge sich ansehen, wie die Gegend während der Semesterferien oder Sommerferien oder über Weihnachten geradezu leergefegt ist, während dann, wenn Studienbetrieb ist, die Autos (gemeint sind die mit anderen als "W" -Kennzeichen - buchstäblich alle Gegenden Österreichs sind paritätisch vertreten) in weiter Umgebung in jeder noch so kleinen Parklücke und teilweise auch in zweiter Spur geparkt sind.

      Ich gönne jedem Studenten sein eigenes Auto. Und eine goldene Uhr mit Wasserspülung, meinetwegen sogar deren zwei. Die Anreise im eigenen Auto schwächt allerdings doch die Argumentation, die Studenten wären ach so arm, dass sie sich keine Studiengebühren leisten könnten. Die Argumente zerbröseln gewissermaßen angesichts des Anblicks der Autolawine. Und speziell die klassenkämpferischen Hasstiraden der ÖH-VorsitzendIn werden angesichts der Flut an Studentenautos als das entlarvt, was sie sind: Unsinn.

    • Ron (kein Partner)
      21. Dezember 2010 14:10

      Die Argumentation ist etwas seltsam.

      1.) Müssen das keineswegs Studenten sein, u.a. ist das Modul dort in der Nähe, vielleicht sind das zu gewissen Anteilen Autos von Lehrkräften, Angestellten usw.
      2.) Wenn es Studenten sind so sind es keineswegs alle, sie können wohl kaum beweisen, dass es eine große Schnittmenge aus Autobesitzern und Studenten die sich arm argumentieren gibt.
      3.) Ein Auto ist nun wahrlich kein Zeichen für Reichtum, die Mehrheit der Studenten arbeitet, warum sollte da nicht ein gewisser Teil ein Auto haben.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:53

      Die Argumentation ist vor allem infsofern seltsam, als dass die Bokustudenten vermutlich nicht "ganz wo anders [als in Wien] studieren".

    • THJ (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:59

      Ganz so abenteuerlich ist die Argumentation nicht.
      Die Gegend um den Linneplatz ist tatsächlich in den Ferien weitgehend autofrei.
      Natürlich kann man nur schwer von den abgestellten Autos auf die soziale Struktur oder das Einkommen der Studenten schließen.
      Aber der Zusammenhang zwischen den freien Parkplätzen und den Ferien der BOKU, das Modul ist weitgehend auf den Kahlenberg übersiedelt, ist unübersehbar.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 17:35

      Hat ja niemand bestritten, nur, dass diese Parkstudenten "nicht in Wien studieren". Capisce?

    • THJ (kein Partner)
      22. Dezember 2010 06:53

      Schnabeltierfresser, von Ihnen mal abgesehen hat das ja auch niemand zur Diskussion gestellt.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. Dezember 2010 08:31

      Na doch, Unterberger. 4. Absatz.

    • THJ (kein Partner)
      22. Dezember 2010 09:30

      Da steht aber "wohnen, arbeiten, studieren" und das kann ich anhand der geparkten Autos nicht beurteilen.
      Sehr wohl aber kann ich einen Zusammenhang zwischen den Zeiten der Lehrveranstaltungen und der Aufkommen parkender Autos in dieser Gegend erkennen.
      Also gehe ich mal davon aus, daß die Benutzer der Autos auch dort studieren oder arbeiten.
      Wohnen eher nicht, da dann die Autos vermutlich auch über Nacht dort stehen würden.
      Das tun sie aber nicht.

  5. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    21. Dezember 2010 10:20

    2 Dinge noch: erstens liegt die SPÖ hier nicht richtig, weil sie sich immer, mit Ausnahme von ein paar Bezirksorganisationen, gegen die Ausweitung der Parkpickerlzone gewehrt hat. Man fürchtete (insbesondere Schicker) schließlich schlechte Presse wie der Teufel das Weihwasser.

    Zweitens ist es natürlich entwaffnend, gerade in diesem Thema den Grünen zuzustimmen, nachdem Kollege Unterberger (wie ich übrigens auch) in genau so einer mit Pendlern und Pickerlflüchtlingen verparkten Gegend in Gürtelnähe wohnt. :)

    • Rado (kein Partner)
      21. Dezember 2010 11:34

      Anstatt der Ausweitung einer Parkpickerl Zone könnte man auch das grün orientierte Parkplatzmodell aus Berlin übernehmen. Man zündet die größeren und teureren Autos einfach an.

    • SOKs (kein Partner)
      21. Dezember 2010 13:01

      Aber dieses ist auch ein zu kurz gegriffener Kommentar. Wäre diese verdammte Bequemlichkeit mit dem Auto nicht, dann würden mehr Leute mit dem 2 oder 3-Rad fahren. Jedoch nicht mit einem Fahrrad, das ist zu gefährlich. Zu viele randalierende Radfahrer mit grünem Outfit terrorisieren die Fußwege, die Fußgeher und Autofahrer. Es gibt hervorragende Roller, Vespas und Motorräder. Mit 1/3 Platzbedarf in der "Kutschenstadt" Wien.

    • Ron (kein Partner)
      21. Dezember 2010 13:07

      Wenn ich die Horrorgeschichten über die bösen Radler lese frage ich mich wie das denn funktionieren soll. Radfahrer sind so ziemlich die schwächsten Verkehrsteilnehmer, selbst wenn sie einen vergreisten wertkonservativen Unterberger-Leser am Trottoir in Oberdöbling umfahren kommen sie vermutlich erheblich zu Schaden, Kontakt mit Autos geht sowieso nicht gut aus. Was ist das also für eine Sonderform des Radterrors vor der sich mancher fürchtet?
      Dass es Radfahrer gibt sich nicht an Verkehrsregeln halten ist unbestritten, auch auf Rädern sitzen Menschen, mit all ihren Fehlern aber dieses Gegreine über die gefährlichen Radterroristen halte ich für überaus lächerlich.

    • Josef Maierhofer
      21. Dezember 2010 14:57

      @ Schnabeltierfresser

      Die SPÖ bekommt in Wien keine schlechte Presse, da wird alles Nachteilige verschwiegen.

    • Wilhelm Conrad (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:03

      @ Ron

      Niemand hat etwas gegen Radfahrer, die unabsichtlich eine Fehler machen. Das Verständnis endet aber bei dem sehr verbreiteten bewußt provokanten, absichtlich alle Vorschriften mißachtenden Benehmen vieler Radfahrer.

      Zum Beispiel ist es eine ebenso verbreitete wie verbotene und gefährliche Unsitte, dass Radfahrer ganz einfach rote Ampeln mißachten und so tun, als würde die Ampel grün zeigen. Wer so etwas macht, der gefährdet sich und andere völlig sinnlos. Wenn die Radfahrer die Güte hätten, wenigstens das Rotlicht bedingungslos zu befolgen, wäre schon viel gewonnen.

      Das Verhalten vieler Radfahrer gegenüber den Fußgängern ist ebenfalls kritikwürdig. Sie werden geschnitten, beschimpft, gefährdet, ebenfalls völlig sinnlos (Zeitgewinn durch schweinisches Radfahren = praktisch null).

      Manche Einbahnen dürfen von Radfahrern entgegen der Richtung befahren werden (die dann mit einem Zusatzschild gekennzeichnet sind), was an sich bereits ein gefährlicher Unsinn ist. Tatsächlich fahren aber sehr viele Radfahrer durch ALLE Einbahnstraßen auch entgegen der vorgeschriebenen Richtung. Wenn die Radfahrer auch Einbahnen respektieren würden, wäre ein weiteres großes Stück an Unbehagen und Gefahr beseitigt. Leider sind das alles derzeit in Wien fromme Wünsche.

      So, wie sich die Radfahrer in Wien benehmen, scheint für viele die Bezeichnung "Terroristen" jedenfalls nicht abwegig.

    • Ron (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:16

      Das fällt für mich unter dummes Verhalten, besonders gefährlich ist das in den meisten Fällen nicht. Wenn ein Radler das Rotlicht missachtet gefährdet er sich in den meisten Fällen selbst, das ist dumm, kann in seltenen Fällen zu echter Gefahr führen aber Dummheit kommt im Verkehr eben vor - nicht nur auf zwei unmotorisierten Rädern.

      Für mich gibt es da auch kein großes Unbehagen. Ich verhalte mich rücksichtsvoll und wenn ein Radfahrer eine Dummheit begeht maule ich den halt an wenn mir danach ist. Ich muss allerdings auch erwähnen, dass mir in dieser Hinsicht noch nichts großartiges untergekommen ist. Gut in Einbahnen kommt manchmal einer auf dem Gehsteig entgegen, diejenigen die ich dabei erlebt habe waren aber äusserst defensiv. Bei rot über die Ampel habe ich auch schon erlebt, allerdings haben die dann vorher genau geschaut, wenns ein Polizist sieht gibts eben Bußgeld. Selbst bei den gefürchteten Fahrradboten habe ich noch nichts gröberes erlebt, und schon gar nichts was die Bezeichnung Terrorist auch nur annähernd rechtfertigen würde.
      Da könnte ich wesentlich mehr Vorfälle mit durchgeknallten Autofahrern aufzählen und die sind dann u.U. auch wirklich gefährlich.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:56

      @ Maierhofer: gute Presse bekommt auch sie SPÖ Wien nur, wenn sie "alles richtig macht", was auch immer das umfasst, darüber breiten wir lieber den Mantel des Schweigens. Da bekomme ich schon genug Insidergeschichten mit, keine Sorge.

      Und nur mit durch des Echo-Verlages gewinnt man auch keine Wahl.

    • SOKs (kein Partner)
      22. Dezember 2010 11:40

      re: RON

      Ich sehe da zu viele Allgemeinplätze aufgefädelt in Ihrer Rede.
      Der Radfahrer, der sich durch sein Verhalten gefährdet, gefährdet durch undisziplinierte Teilnahme nicht nur sich selbst. Ich wünsche Ihnen nicht, als Autofahrer oder Biker so einen Verkehrsteilnehmer anzustoßen oder zu überfahren. 1. liegt ein menschliches blutendes Wesen vor Ihnen. 2. sind in 95 % der Fälle die Autofahrer/Biker dann auch schuldig und fassen saftige Strafen aus.
      Eben mit solch einer Wurschtigkeit, wie Sie hier das Problem kleinreden, gfretten sich andere Verkehrsteilnehmer. Mit meinem Hund spaziere ich oft mehrere Sstunden durch die Schluchten der Stadt oder die Parks. Viele Fahrer sind mit dem Verkehr einfach überfordert. Es gibt keine Möglichkeit sie zu ahnden, mangels Kennzeichen. Der neueste Clou, sie nehmen ihre 4,5 jährige Sprösslinge mit in den Verkehr und erwarten Rücksicvhtnahme: alle müssen auf die Seite hüpfen vor kleinen droilligen wankenden Müttern und Kindern mit Fahrrad am Gehsteig.
      3. Sollten Sie sich in Ihrem Ton ein wenig einbremsen. Ihr Text "selbst wenn sie einen vergreisten wertkonservativen Unterberger-Leser am Trottoir in Oberdöbling umfahren" passt einfach nicht in die Zeit der Aufklärung. Auch geistreiche Proleten dürfen andere nicht in kindlicher Manier verächtlich machen.

  6. DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
    21. Dezember 2010 09:42

    Es ist nicht einzusehen, daß sich jedermann - pardon -frau - ein oder zwei Autos anschafft ohne dafür einen Abstellplatz zu haben. Der gehört nun einmal zu den Kosten ein Auto zu besitzen.

    Wo steht geschrieben, daß eine öffentliche Straße zur privaten Dauerabstellfläche umgewidmet werden muß? Würde jeder Autobesitzer einen von ihm bezahlten Abstellplatz haben, dürfte sich das Parkproblem in den Städten - und auch Gürtel-Randbezirken - wesentlich entschärfen.

    Wenn man kein Wiener ist und nicht weiß wo man bei einem kurzen Besuch sein Auto temporär abstellen kann, empfindet man es als ziemlich ärgerlich, daß mit Parkpickerln den Bewohnern der Bezirke die öffentlichen Straßen zur Privat-Dauernutzung überlassen werden. Ich bezweifle, daß die Kosten für ein Dauerpickerl dafür in einer angemessenen Relation zur Anschaffung eines eigenen Parkplatzes auf eigenem Grundstück entsprechen.

    Was die horrenden Parkgebühren in Innenstadt-Parkhäusern betrifft, so liegt das wohl nicht nur an der Abzockerei des Magistrats, sondern schlicht an den doch erheblichen Kosten solche Parkgaragen auf Grundstücken zu errichten, die eben nicht 100,- Euro pro m2 sondern 10.000,- kosten, und eventuell auch an den sehr viel aufwednigeren Baumaßnahmen in einem Bereich, wo der Boden einige Stockwerke tief mit städtischer Infrastruktur durchzogen ist.

    Ich glaube gehört zu haben, daß man in manchen urbanen Gebieten (Tokio?)überhaupt nur dann sich ein Auto kaufen darf, wenn man einen Abstellplatz nachweisen kann. Die Londoner Innenstadt ist überhaupt für den privaten Autoverkehr gesperrt.

    Das bietet sich für alle Großstädte an, denn es gibt ja - auch bei uns - ein durchaus funktionierendes öffentliches Transportsystem

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 10:20

      Oder in Oslo, dort fährt im Zentrum überhaupt kein Auto mehr, obwohl die Straßen befahrbar wären. Das ist schon Lebensqualität.

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2010 10:47

      Privat-Dauernutzung? Na, was glauben Sie, wo alle die Bewohner z.B. "sanierter Altbauten" ihre Fahrzeuge hinstellen sollen? Parkplatz auf eigenem Grundstück? Sind Sie Hausbesitzer?

      STF, Norweger zahlen auch keine Steuern, nicht einmal fürs Parken. Ach, das wär Lebensqualität. Und stellen Sie sich vor, in Alaska gibt es Gratis-Stromversorger am Straßenrand. Wegen der Temperaturen.

    • DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
      21. Dezember 2010 12:11

      Zu Gennadi

      Wo steht, daß das Auto vor dem Haus stehen muß? Wenn in Altbauten keine Möglichkeit für den Einbau von Garagen ist, muß man eben dort welche Bauen, wo dies möglich ist und sich an den Errichtungskosten beteiligen.

      Niemand kann auf fremden Grund ein Zelt aufschlagen und dort campieren, etc.
      Die aus öffentlichen Mitteln aller Steuerzahlern errichteten Straßen dienen dem allgemeinen Verkehr, aber nicht als privater Dauerabstellplatz.

      Solange das kein Problem war, weil wenig Autos da waren, konnte man darüber hinwegsehen, daß die Straße "privatisiert" wurde, wo dies aber nicht mehr möglich ist, hilft auch kein SChimpfen auf "die Gemeinde", selbst wenn sie wie in Wien zum Kotzen sein mag.

      Ja ich habe vier Garagen bzw. Abstellplätze auf eigenem Grund.

    • Gennadi (kein Partner)
      22. Dezember 2010 07:18

      Reisegger, Sie verwechseln öffentlichen Grund (=gehört der Allgemeinheit) mit fremdem Grund (=in Privatbesitz). Gut für Sie, wenn Sie vier Abstellplätze auf eigenem Grund haben. Falls es Ihnen aber nicht aufgefallen ist (Wien schon besucht?), sind die wenigsten Wiener gleichzeitig auch Grundbesitzer.

      Das "Ich habe, also müssen alle anderen auch" ist nicht nur in meinen Augen asozial. Das Wiener Problem ist eine zur Gänze fehlende Stadt- und Verkehrsplanung. Die kann man nicht durch die Ausbreitung sozialer Gegensätze ersetzen.

    • DI Gerhoch Reisegger (kein Partner)
      22. Dezember 2010 10:18

      Zu Gennadi:

      Sie bemühen semantische Spitzfindigkeiten: auch ein der Allgemeinheit gehörendes Gut - die öffetnkliche Straße - kann nicht von Einzelnen quasi für private Dauerabstellzwecke in Beschlag genommen werden. Die Situation in Wien ist mir natürlich bekannt, aber auch eine super-total-optimale Verkehrsplanung oder wie immer man das nennen mag, kann aus garagen- und vorplatzlosen Häusern keinen Raum für das Dauerabstellen von Autos im Stadtinnebereich schaffen.
      Wenn die Stadt unter der Autoflut erstickt, wird man sich damit anfreunden müssen, den Erwerb eines Autos vom Nachweis eines eigenen Abstellplatzes abhängig zu machen, bzw. die Stadt im Innenbereich für Privatverkehr im Auto zu sperren.
      Mir entging auch keinesfalls der polemisch-klassenkämpferische Unterton Ihrer Frage ob ich Hausbesitzer sei, wie mir selbstverständlich auch klar war, daß Sie sich von den vier Abstellplätzen auch wieder provoziert fühlen würden.
      Aber das macht ja die Qualität Ihres Beitrags auch aus.

  7. Gennadi (kein Partner)
    21. Dezember 2010 09:40

    Hier ist A.U. entschieden zu widersprechen. Ein großer Teil der außerhalb des Gürtels abgestellten Fahrzeuge stammt nicht von den ominösen "Pendlern", sondern von Parkpickerlflüchtlingen von innerhalb des Gürtels. Das ergaben Ergebungen anhand der Kennzeichen. Diese Autofahrer wollen verständlicherweise nicht zahlen, weil sie damit eben keinen Parkplatz bekommen. Nur eine Abschaffung der Raubritter-Steuer könnte hier Ausgleich schaffen.

    Die Gemeinde ist absolut selbst schuld. Mit äußerster Verbitterung wehrt sie sich z.B. seit vielen Jahren, die U4 zum Auhof zu verlängern (wo Platz genug für gratis Park-and-Ride-Plätze wäre), bzw. die U1 mindestens nach Oberlaa. Das Fiasko in Hütteldorf, wo man aus politischen Gründen der Keißler-Garage die Genehmigung verwehrte, rund um die Deutschordenstraße 400 Parkplätze killte und das neue teure Parkhaus gegenüber regelmäßig halb leer steht, ist typisches Beispiel für hirnlose Verkehrsverwaltung. Querverbindungen zwischen den U-Bahn-Linien gibts sowieso nicht, da müsste man ja mitdenken.

    Gebraucht wird weder eine Ausweitung der Parkraum-Steuer, noch eine neue Parkgarage in der City. Sondern endlich einmal ein Verkehrskonzept, mit dem man zügig von A nach B kommen kann. Einschließlich ausreichender Parkflächen VOR den Stadteinfahrten, mit Direktanbindung. Das aber (hätte man es anders erwartet?) scheint natürlich auch nicht im Vassilakou-Konzept auf.

    Ungehört verhallte bisher auch die Kritik an der Praxis der Gemeinde Wien, für neue Häuser zwar Garagenplätze vorzuschreiben, die aber abgekauft werden können. Stadtplanung kennt man ja nicht in Wien, also wird meistens ein neues Haus in einen baufälligen Häuserblock hineingeklotzt und, weil die Baufirma solch gute Beziehungen zur Gemeinde hat, dürfen eben für 20 Wohnungen 3 Garagenplätze eingerichtet werden. Diese oft noch mit elektrisch betriebenen Abstellplätzen, bei denen man hoffen kann, dass nicht gerade wieder ein Stromausfall naht. 15-25 PKWs dieser 20 Wohnungen stehen dann - auf der Straße. Oft um teures Pickerlgeld, an dem die Gemeinde nach der Garagenabschlagszahlung noch einmal verdient.

    Also bitte nicht ständig ein schwarzblaues Schreckgespenst erfinden. Sondern endlich einmal den Wiener Sumpf trockenlegen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 10:15

      Parkflächen gehören ganz sicher nicht an den Stadtrand, das ist ein Konzept der Sechziger Jahre und motiviert höchstens die Pendler, die jetzt öffentlich fahren, künftig ins Auto umzusteigen und dann am Stadtrand zu parken. P+R gehört entlang der Schienenachsen im Umland, in Verbindung mit einem vernünftigen Fahrplan.

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2010 10:42

      STF, nicht richtig gelesen? Dorthin sollte ja die U-Bahn führen. Schienenachsen allein reichen nicht, solange sie nicht dort gebaut werden, wo benötigt. Sie dürfen auch nicht vergessen, dass nur ein kleiner Teil jener ominösen "Pendler" an solchen Schienenachsen wohnt. Die meisten der in Wien arbeitenden Auswärtigen haben keine oder keine ausreichende öffentliche Verkehrsanbindung. Da nützt der beste Fahrplan nichts.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 12:37

      Gennadi, Sie irren, freilich wohnt der allergrößte Teil der Pendler im Nahebereich solcher Schienenachsen (http://www.pgo.wien.at/images/karte_bevoelkerungsdichte2006.tif ). Und eben die, die nicht unmittelbar am Bahnhof wohnen, muss man halt bequem zum Bahnhof lotsen.

      Viel Neubau von Schienenachsen wird ihnen nicht gelingen, die meisten sind schon vorhanden, im Wienerwald geht technisch nicht viel. Upgrade und besserer Taktverkehr wäre erforderlich, z.B. Südbahn viergleisig, Traiskirchner Aspangbahn, evtl. die eine oder andere Bahn im Weinviertel wieder für den Personenverkehr öffnen.

    • APM (kein Partner)
      21. Dezember 2010 13:13

      zu STF bzw. Weinviertler Bahnen

      Da müsste man aber zuerst dem doppelten Erwin einen politischen Tritt in den Hintern verpassen, weil er langsam aber umso sicherer zur untragbaren Last für NÖ wird.
      Punkt 2., Ob es dann die anderen besser machen, müsste abgewartet werden. Als gelernter Österreicher ist man eher skeptisch...
      Zur Zeit treibts Erwin der Großartige im Waldviertel arg und bunt. Ich hege die Hoffnung, dass er seitens der Tschechen vielleicht ein verbales Kopfstück erhält, die sind nämlich stinksauer auf ihn...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:59

      Die weinviertler haben jetzt eh die Nordautobahn, jetzt müssen sie nicht mehr mit der Schnellbahn fahren und dürfen dafür Oberdögling verparken, juche!

    • Gennadi (kein Partner)
      22. Dezember 2010 07:23

      STF, noch einmal extra für Sie. Ich meinte die fehlenden Verlängerungen der U4 bis Auhof und der U1 bis mindestens Oberlaa. Da war kein Wort über Schienenstränge über den Schöpfl. "Die Pendler", das ist ein fiktiver Wert, sind doch die mehreren unterwegs befindlichen keine typischen Pendler. Im Umfeld der Stadt wohnen, hbedeutet noch lange nicht öffentliche Verkehrsmittel. Dutzende Gemeinden könnt ich Ihnen aufzählen, die maximal mit Bussen in stundenlanger Fahrtzeit erreichbar sind. Und was nützt der Bus zurück, wenn der letzte, z.B., um 16 Uhr abfährt? Bitte endlich über den Tellerrand hinaussehen:
      Es gibt nicht nur das andersartige Wien, sondern drum herum auch Österreich.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. Dezember 2010 08:35

      U4 bis Auhof ist ein bisserl albern, dort wohnt kein Mensch. Wissen Sie, was das kostet? Würde mal grob 400 Mio. Baukosten für eine U4 nach Auhof schätzen, ist's Ihnen das wert, vom Betrieb ganz zu schweigen?

      Die Westbahn fährt parallel und verliert in zwei Jahren den Fernverkehr, dann können Sie dort locker einen 10-Minuten-Takt nach Auhof machen.

      In Oberlaa wohnt auch niemand, dort gibt's aber wenigstens keine Bahn. U1 bis Alaudagasse wurde eh schon zu bauen begonnen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. Dezember 2010 08:37

      P.S.: nur weil der letzte Bus um 16 Uhr fährt, brauchen wir eine U-Bahn. Das hört man auch imemr von diversen NÖ-Lokalpolitikern.

      Ein vernünftiger Bustakt bis spät Abends wäre für die meisten Kleingemeinden aber halt doch etwas effizienter.

  8. Rado (kein Partner)
    21. Dezember 2010 09:15

    Wer grüne Verkehrspolitik studieren will, kann sich die Stadt Salzburg ansehen, wo es seit über zwanzig Jahren der Verkehrsstadtrat Padutsch ("Bürgerliste") neben dem Bürgermeister Schaden (SPÖ) gibt. Ich kenne keine Stadt, mit einer schlechten Verkehrsplanung.
    (Das sind übrigends die beiden Herren mit der Existenzgefährdung wegen einer drohenden Pension von nur 2000 Euro) http://oesterreich.orf.at/salzburg/stories/229211/

  9. cmh (kein Partner)
    21. Dezember 2010 09:12

    Nach der rot/grünen Logik und Praxis liegen Schwarz/Blau aber schon richtig!

    In den Dikussionen geht es ja schon die längste Zeit nicht mehr um Inhaltliches, sondern nur darum, den anderen - gleich womit und gleich wie - schlecht ausschauen zu lassen. Ich sage als Stichwort nur Faschismuskeule, mit welcher Killerphrase jedes Problem abwürgbar ist. Die Kreativität zur Entwicklung neuer Killerargumente war in der letzten Zeit wie auch überhaupt sehr ausgeprägt.

    Schwarz/Blau machen jetzt das gleiche, sie reden dem Volk nach dem Maul und scheren sich nicht darum, dass man es nach Tisch dann anders liest, lesen muss.

    So what?

    Es ehrt nur den werten Blogginhaber, dass er darüber ein Wort verliert. Ansonsten ist es aber eine Krankheit der Konservativen Seite, Sachargumente zu suchen und nicht auf - wie sagte Peter Rapp so trefflich - "unsere Couleur" zu achten.

    Diese Einstellung verliert längerfristig. Ich bin daher derzeit, gegen jede rot/grüne Verkehrsmaßnahme, die schwarz/blaue und angrenzende Wählerschichten belastet.

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2010 09:43

      Es scheint sehr beliebt zu sein, Schwarz und Blau ständig in einen Topf zu werfen. Will das jemand?

    • cmh (kein Partner)
      21. Dezember 2010 10:30

      Gennadi

      War nicht Absicht, sondern nur um der Kürze willen und weil es so in der Überschrift stand.

  10. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    21. Dezember 2010 09:09

    Die meisten "wichtigen" Geschäftsleute aus dem 1. Bezirk arbeiten auch in diesem, warum trotzdem alle mindestens ein Auto besitzen verstehe ich nicht ganz.

  11. APM (kein Partner)
    21. Dezember 2010 08:41

    Immer öfter begebe ich mich in die Niederungen des gemeinen Pöbels, lasse mein Gefährt auf MEINEM Parkplatz stehen und fahre mit den Öffentlichen! Das ist finanziell tragbar und entbindet mich all der schweren Sorgen derer, die mit dem Auto fahren MÜSSEN!! Manchmal, wenn mir der Kebab-Duft zu "fiel" wird, plündere ich mein Bankkonto und rufe ein Taxi!

  12. CimpleMoritz (kein Partner)
    21. Dezember 2010 06:52

    Die Lösung ist ganz einfach und man braucht keine Abzocke mittels Parkpickerl:
    Man muss nur das Dauerparken mit der nächsten Novelle der StVo gesetzlich unterbinden. Ähnlich wie schon heute in der Kurzparkzone. Sprich man darf sein Auto nicht länger als x Tage an derselben Stelle parken. Voila :)

  13. sosheimat (kein Partner)
    21. Dezember 2010 06:32

    Guter Artikel aus Deutschland:

    Wir sind kein Sozialsystem für die 3. Welt!
    http://sosheimat.wordpress.com/2010/12/20/wir-sind-kein-sozialamt-fur-die-dritte-welt/

  14. fosca
    20. Dezember 2010 21:21

    @Brockhaus

    Sehe ich ebenso, die vorhandenen Parkgaragen dürften weit überhöhte Preise verlangen und da löst eine weitere Hochpreisgarage sicher nicht das Parkprobleme auf dem - zugegeben - teuren Innenstadtpflaster!

    • fosca
      20. Dezember 2010 21:57

      OOPS

      Gehört natürlich weiter unten zu @Brockhaus 8:06 Uhr!

      Ein kleines Formtief um diese Zeit darf ja wohl erlaubt sein! ;-)

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2010 09:46

      Um diese Zeit schon Formtief? Keine Kondition mehr, diese Jugend...

    • fosca
      21. Dezember 2010 23:42

      @Gennadi

      Natürlich viel zu früh, war "um diese Zeit" gemeint. Man kennt mich! :-)

  15. Celian
    20. Dezember 2010 19:10

    Zum Einstimmen auf 2011:

    Mächtiger Investor warnt vor Kollaps der Euro-Zone: Der weltgrößte Anleiheninvestor PIMCO schlägt Alarm: Pleitestaaten wie Griechenland müssten den Euro-Raum verlassen – sonst drohe der Zusammenbruch.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article11726349/Maechtiger-Investor-warnt-vor-Kollaps-der-Euro-Zone.html

    • Celian
      20. Dezember 2010 19:16

      Und als Nachschlag:

      Anleger fliehen vor Eurokrise in Schweizer Franken

      http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article11746511/Anleger-fliehen-vor-Eurokrise-in-Schweizer-Franken.html

      Das sag ich auch. Die Leutchen investieren zwar wie verrückt in Gold. Bedenken aber nicht, daß diese "Währung" in Dollar gerechnet wird, also vom Dollar-Kurs abhängig ist. Die richtige Währung, sfern man in Währung investieren will, kann daher nur der Schweizer Franken sein.

      Und dann noch:
      Laut Schätzungen der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young wird die Wirtschaft in Deutschland, Österreich, Belgien und Finnland im kommenden Jahr um mindestens zwei Prozent wachsen. Die italienische und spanische Konjunktur wolle dagegen weiterhin nicht recht in Schwung kommen. Portugal, Griechenland und Irland drohe eine Rezession.

      Der Nord-Euro nimmt Formen an. Good-bye Südstaaten.

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2010 09:47

      Sie können den Euro-Raum nicht verlassen, weil sie in Wien im Stau stecken blieben.

      Oder wars anders gemeint?

    • Celian
      21. Dezember 2010 19:23

      Für Gennadi:

      Tja manchem wohl bleibt der Zusammenhang auf immer und ewig verborgen. Aber danke für die Gedankenmüh! ;-)

  16. Rosi
    20. Dezember 2010 15:00

    Das Pickel gehört für ganz Wien, sollte aber auch in ganz Wien gelten.

    • Alexander Renneberg
      20. Dezember 2010 19:20

      sorry, genau das soll nicht der sinn der sache sein.

      es gibt 2 varianten:

      a) ein parkpickerl für den wohnbezirk. gilt sohin nicht für firmenautos oder autos mit denen lie leute in die firma fahren. das kann problemlos mit den öffis gemacht werden oder man hat eine garage.
      denn sonst ist ja wieder alles zugeparkt, wenn nichtwiener am arbeitsplat ein parkpickerl bekommen, respektive wiener aus mauer den 8 bezirk zustellen.

      b) anreinerparkplätze

      beide varianten zusammen wären mir am liebsten.

    • dergo
      20. Dezember 2010 21:13

      @ Alexander Renneberg
      Also wenn ich mir was wünschen dürfte (es ist ja bald Weihnachten) dann wär das ein "Parkpickerl inklusive Jahreskarte der Wr. Linien - zum Preis der Jahreskarte" für ganz Wien und für alle Fahrzeughalter die ihren Hauptwohnsitz in Wien haben.

    • cmh (kein Partner)
      21. Dezember 2010 09:23

      Diese Pickerlsache ist doch peenuts! Und hirnrissig obendrein.

      Es ist nun einmal so, dass private Autos - man höre und staune - die meiste Zeit einfach nur herumparken. Ob das jetzt in der Innenstadt oder sonstwo ist, sollte eigentlich als gleich unangenehm betrachtet werden.

      Es gehört daher nicht nur das Parken an bestimmten Stellen, sondern das Halten von Autos überhaupt viel stärker besteuert werden.

      Das gilt auch für Ausländer. Drei Fehler sind dabei allerdings zu vermeiden:

      1. Die Ausländer abzuzocken und die Inländer nicht.
      2. Die Inländer abzuzocken und die Ausländer nicht.
      3. Über unangenehme Nebeneffekte zu sudern.

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2010 09:54

      In welcher Welt lebt ihr?
      Bei euch scheinen alle Leute an Platz A zu wohnen und an Platz B zu arbeiten. In die Firma fahren? Was ist mit den zigtausenden Handwerkern, Gewerbetreibenden und allen möglichen sonstigen, die nicht 30 Jahre lang täglich die gleiche Strecke abdienen? Die Parksteuer resultiert genau aus diesem musealen sozialistischen Denken, dass alle Arbeiter seien und jahraus jahrein am selben Fließband hocken würden.

      PS: Die Ausländer abzocken, die Inländer nicht, würde sofort vor dem VfGH landen.

    • Rosi
      21. Dezember 2010 10:41

      @dergo

      Diese Kombination von Parkpickerl und Jahreskarte klingt nach einer guten Sache.

    • cmh (kein Partner)
      21. Dezember 2010 10:45

      Die Ausländer abzocken ist schon möglich. Ich erinnere nur an die Vorgänge um diese Bank im Burgenland oder in der Steiermark, bei deren Vrkauf man die ukrainischen Interessenten ausrutschen hat lasse. Es gibt also schon noch - zumindest in den Köpfen - soetwas wie nichttarifäre Handelshindernisse.

      Dass Ausländer bevorzugt werden ist aber evident: nicht so wie üblich gemeint, sondern eine Bevorzung liegt selbstverständlich auch dann vor, wenn am als Inländer in eine Abzockradarfalle tappt und zahlen muss, während das Strafmandat an Ausländer nicht einmal ignoriert wird.

  17. A.K.
    20. Dezember 2010 14:28

    Zu: „Autos, Parken und die schwarz-blauen Irrtümer“:
    Kommt man in Spanien oder Frankreich, aber z.B. auch in Tschechien in eine Stadt und will im Zentrum parken, dann findet man meist recht einfach einen kostenpflichtigen Parkplatz. Am Gehsteig gibt es Parkometer, die nach Einwurf von relativ geringen(!!!) Beträgen das Kurzparken gestatten. Um die Parkometer-Bedienung zu verstehen, braucht man deshalb auch in Ländern, deren Sprache wenig verbreitet ist, kaum Spezialkenntnisse. In Wien hingegen muß man wissen, wo die Bezirksgrenzen verlaufen, wo man Parkscheine kauft oder daß man auch mit „Handy parken“ kann – was ohne Sprachkenntnisse und Zeitaufwand kaum zu erfahren ist. Die Wiener Parkgaragen haben „Apothekerpreise“, der typischen Nehmermentalität der Stadtverwaltung entsprechend wurden sie ja auch nicht zum Beheben eines Mangels und zum Nutzen der Bürger errichtet, sondern zum „Herunternehmen“ - nämlich von Geld. Deshalb stehen sei meist teilweise leer. In Spanien sind z.B. die Parkgebühren nur Bruchteile jener in Österreich. Ähnliches gilt aber auch für Deutschland! Von Tschechien gar nicht zu reden. Dabei wäre des Wiener Kurzparkproblem leicht durch e-Goverment zu lösen: Kurzparken vorgeschrieben zu generell gleichen Tageszeiten für alle betroffenen Bezirke. Ausweitung der Kurzparkzonen auf alle Bezirke mit echten Parkplatzproblemen (durch Statistik leicht zu erheben). Generell nur (billiges!) „Handyparken“ – im Sinne von E-Goverment. Für Touristen am Stadtrand und wichtigen Plätzen Hinweise mit Telephonnummer und Erklärung. Die Park-Sheriffs müßten eben im Sinne eines echten Kundendienstes nicht nur die Parkplaketten überprüfen, sondern sofort - über die Fahrzeugnummer - ob bezahlt wurde. Also nicht Obrigkeitsdenken (verlangt: Pickerlkleben, Bezirksgrenzen und Parkzeiten kennen) sondern Dienst am Kunden. Erhebung welche Parkgaragen leer stehen und solange die Preise senken, bis sie voll genützt werden.

    • cmh (kein Partner)
      21. Dezember 2010 09:25

      Was ist eine Lenkungsabgabe wenn es die Parkgebühren nicht sind?

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2010 10:51

      Gibt es in Wien Bezirke mit unechten Parkplatzproblemen? Billiges Handyparken? Über Mehrpreis-SMS und als Draufgabe bekommt die Gemeinde die Nummer mitgeliefert?
      Dienst am Kunden??? In Wien???

      Von welchem Wien sprechen Sie? Dem auf Jupiter? Oder Neptun?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 15:50

      Entschuldigen Sie, aber die Wiener Kurzparktarife gehören zu den billigsten Europas. Sogar in irgendwelchen Käffern am Mittelmeer zahlen Sie mehr.

    • helpy (kein Partner)
      21. Dezember 2010 18:10

      Nein, bitte keine weitere Verschandelung der Straßen durch Parkometer. In der heutigen Zeit muss es schon möglich sein, sich im Rahmen der Eigenverantwortung vorher genau zu informieren. Und wenn man an einer Stelle wirklich nicht weiter weiß, dann muss man halt Passanten oder andere Fahrer fragen.

  18. Josef Maierhofer
    20. Dezember 2010 13:41

    Autoparkplatz, gratis, Bedarf, Planung, Politik.

    Es gibt Menschen, die benötigen täglich ein Auto um z.B. von der Stadt aufs Land zu fahren und umgekehrt, oder etwas zu transportieren und das auch täglich.

    Es gibt dann die Kategorie der Sonntagsfahrer, die maximal am Wochenende mit dem Auto fahren und die ganze Woche, die Parkplätze verparken.

    Dann gibt es die Kategorie der Autofreaks, die mit Kavielierstarts, Geschwindigkeitsübertretungen, Rücksichtslosigkeit, Überlärm, etc. unangenehm auffallen, Strafmandate zahlen, um Zigaretten mit dem Auto fahren zu ihrer Trafik um die Ecke.

    Dann noch die 'Prestige'-fahrer, die ein Auto nur als 'Statussymbol' erhalten.

    Fast alle, außer die mit Garage, müssen ihre Autos auf öffentlichen Flächen abstellen und oft sehr lange Parkplatz suchen.

    Ich habe, als ich mein Auto nicht mehr täglich gebraucht habe, dieses aus folgenden Gründen abgemeldet und verkauft: es wurde hier in der Stadt regelmäßig devastiert und beschädigt, es ist in der Stadt ein Hindernis, weil man es nirgendwo abstellen kann, und es ist eine unnötige Geldausgabe.

    Ich fahre mit Mietautos, wenn es Autofahrbedarf gibt, wie etwa Skiurlaub, oder Firmeneinsatz mit Transport auswärts, etc. und benütze ein Auto nur nach Bedarf.

    Seit 2006 war das Meiste 55 Miettage im Jahr und damit 1/4 der Gesamtkosten im Vergleich dazu, hätte ich ein eigenes Auto selbst erhalten. In der Regel sind es etwa 30 Tage im Jahr, an denen ich ein Auto gemietet habe, im Wert von ca. 1 200,- Euro pro Jahr all inklusive und qualitativ, wartungsmäßig, etc. kein Stress, Versicherungsselbstbehalt 400,- Euro, wenn was passiert, wo man selbst schuld ist.

    Ich habe kein Garagenproblem, maximal für Gäste, die mit dem Auto zu mir kommen.

    Es ist alles eine Frage der Planung und des Denkens und des gezielten Einsatzes eines Autos statt eines excessiven, der zuviel kostet.

    Auch die große Planung von Autobahnen wird sich mit Einsetzen der hinausgeschobenen Krise deutlich reduzieren.

    Womit wir bei der Politik angelangt sind.

    Wie wäre es mit einer Erhebung, wie viele Grüne, Rote, Schwarze, Blaue Regierungsmitglieder in der Stadt mit dem Auto zum Arbeitsplatz fahren ?
    Wie wäre es, darüber nachzudenken, wie sich der Bedarf entwickeln wird, der Bedarf für Garagen, für Parkraum, für Schnellstraßen, etc. ?

    Unsere Sozialzuwanderer, die werden sicher keine Autos betreiben können, und wenn, dann sollten sie Steuer zahlen. Die Schmarotzer auf Sozialhilfe werden sicher kein Auto betreiben und wenn, dann wäre eine Überprüfung fällig, ob die Sozialhilfe zutrifft.

    Womit wir bei den 60% der arbeitenden Bevölkerung, also etwa 1,2 Millionen Menschen wären, die mit dem Auto fahren müssen, Lastwagen und PKW.

    Wenn jetzt die Spaßgesellschaft zu Ende gehen wird, wird auch die Zeit zu Ende gehen, wo in Wien jedes Familienmitglied ein Auto betreibt, eines privat und ein Firmenauto.

    Da sehe ich schon so manches ein, wenn eine Frau Bezirksvorsteher in der Innenstadt den Garagenbau vorher berechnen läßt, bevor sie die Baulobby drüber läßt, da werde ich auch einsehen, daß große Autobahnprojekte aus Geldmangel zurückgestellt werden und vermutlich viele Jahrzehnte (der Schuldenzahlung) nicht mehr kommen, da sehe ich auch die grüne Intention nach Wohnstraßen ein, wenn damit zonenweise eine Hebung der Lebensqualität möglich wird, etc. etc.

    Daß es zu politischen Irttümern kommen kann, wenn die einen meinen, sie bräuchten eine Autobahn bis vor ihr Haus und die anderen meinen, sie bräuchten kein Auto zum Überleben und auch nicht für die Lebensqualität.

    Ich jedenfalls meine, daß die Öffis in Wien sehr gut organisiert sind und nur punktweise Schwächen zeigen, die in der Herrenmentalität von Busfahrern und Tramwayfahrern zu suchen sind, aber in der Regel sind die Wiener Linien auch menschlich.

    Solange man in Wien arbeitet und in Wien wohnt, wird ein Autoparkplatz verzichtbar sein und ein Mietauto, eine Fahrgemeinschaft, etc. optimaler sein.

    Parkpickerl ist für mich Abzocke und entweder in ganz Wien gültig oder gar kein Parkpickerl, auch wenn es so ist, daß am Wolfersberg nur Einheimische parken und in Favoriten fast nur Pendler parken, daß Park&Ride nicht ausgelastet ist, etc.

    'Gratis' ist ein Zauberwort dieser Spaßgesellschaft und gratis gibt es im Leben nichts, leider.

    • simplicissimus
      20. Dezember 2010 17:01

      josef maierhofer: ich bin im jahr ca. 2 monate in österreich und habe mich auch schon mit dem gedanken getragen, mietautos zu verwenden. wäre wirklich billiger als den eigenen wagen am flughafen verrosten zu lassen.
      ein bisschen mehr ratio in der einstellung zu autos wäre sicher angebracht.

    • cmh (kein Partner)
      21. Dezember 2010 09:31

      @jm

      Sie argumentieren vernünftig und rational. Wie ansonsten übrigens auch.

      Dass es hier auffällt, liegt allein an der Tatsache, dass alles, was mit Auto zu tun hat, vom Kollektivwahnsinn der Konsumgesellschaft umfasst ist.

      Dass es aber wie bei Ihnen allegemein nicht funktionieren wird, liegt unter anderem auch daran, dass der homo oeconomicus (!?) eine 3-4fache Erhöhung der Kosten fürs Gratterl akzeptieren würde, bevor er sein Fahrverhalten einschränkte.

  19. Celian
    20. Dezember 2010 12:56

    Man soll ja den Weihnachtsfrieden nicht trüben, aber in Anbetracht der Tatsache, daß die Ausweitung der Geldmenge in China nun letztendlich doch zum verdienten Ziel der Preiserhöhung geführt hat, die über kurz oder lang zur Stagflation d.h. zum Ende des Wirtschaftswachstums in China führen wird, und das trotz straffer Planung durch die chinesischen Führung, die ganz unplanmäßig nun ihren 5-Jahresplan 2011 bis 2015 unter Berücksichtigung von Nullwachstum und Inflation umschreiben muß, weil sie nicht imstande ist, das Geld das sie fürs Wirtschaftswachstum ausstreute auch wieder planmäßig einzusammeln, soviel zur Planwirtschaft, (und übrigens eine Methode zur Ankurbelung der Wirtschaft, an der die Zentralbanken Europas und der USA noch heftig am Werken sind, nur brachte es das erwünschte Ziel Wirtschaftswachstum nicht, aber die riesige Geldmenge für die kommende Inflation ist nun da)

    und wenn man bedenkt, daß die Konjunktur Deutschlands bisher zu einem Gutteil vom Wirtschaftswachstum Chinas profitierte; die Euroländer - voran schreitend Deutschland - für den Defacto-Bankrott zweier Euroländer deren Schuldendienst übernehmen durften und obendrein 2011 aller Voraussicht nach die Euro-Anleihe kommen wird, die auch für die bisherigen Hartwährungsländer die Staatsanleihen empfindlich verteuern wird,

    kann man davon ausgehen, daß uns 2011 einiges bevorsteht.

    Aber man soll ja den Weihnachtsfrieden nicht trüben.

    • terbuan
      20. Dezember 2010 16:26

      Celian,
      Mit oder ohne China wird 2011 kein gutes Jahr, zu viele Lügen und Beschwichtigungen werden uns aufgetischt, leider brennt der Hut und er wird nur notdürftig kaschiert.
      Lassen wir uns trotzdem ein paar besinnliche Tage nicht nehmen und genießen wir den Frieden, solange wir ihn noch haben!
      Herzliche Grüße
      terbuan@aon.at

  20. HDW
    20. Dezember 2010 10:51

    Also was jetzt? Egozentrismus ist keine politische Kategorie, so leid mir das tut. Dieser Blog ist dermssen wichtig um die unsägliche Blödheit der opportunistischen nützlichen Idioten von Hietzing bis Döbling zu konterkarieren, dass man das nicht wegen der Parkplatzprobleme eben dort, zu verwässern!

    • terbuan
      20. Dezember 2010 15:58

      Werter HDW, entschuldigen Sie,
      mir passieren auch immer wieder Flüchtigkeitsfehler, aber in Ihrem Beitrag kann ich einen nachvollziehbaren Gedankenfluß nicht erkennen, was meinten Sie eigentlich mit der "Konterkarierung der unsäglichen Blödheit der opportunistischen nützlichen Idioten von Hietzing bis Döbling"?
      War dies ein Ansatz für einen fundierten Beitrag über die wahren Probleme der Stadt Wien, dann finde ich Ihren Sarkasmus als völlig gerechtfertigt, oder war es nur ?????
      Mfg
      terbuan@aon.at

    • Karl Knaller
      20. Dezember 2010 17:03

      @terbuan
      Tja, da hilft halt nur, wie's in diesem Blog der Superhirne immer wieder so schön heißt "sinnerfassendes Lesen"! Probieren Sie's einmal, ein Versuch kann nicht schaden.

    • simplicissimus
      20. Dezember 2010 17:03

      ich bitte auch um eine übersetzung, wie mein name sagt, bin ich zu einfach gestrickt um das zu verstehen.

    • terbuan
      20. Dezember 2010 17:34

      Karl Knaller
      Genau dies war der Versuch "sinnerfassendes Lesen", was dabei heraus kam wollte ich hinterfragen, Problem damit, freundlicher Zeitgenosse?

    • HDW
      20. Dezember 2010 19:12

      Ich danke für die Aufmerksamkeit und versuche zu antworten: Bezüglich Flüchtigkeitsfehler (dermassen) lese ich meine Beiträge sonst wenigstens einmal durch, heute war dafür aber zuwenig Zeit. Bezüglich des "nicht nachvollziehbarer Gedankenfluß" muß ich sagen , dass der Blog von Dr. Unterberger gerade für mich sehr wertvoll ist weil eben auch solche spontanen Impulsbeiträge unzensuriert zugelassen werden. Jetzt der Reihe nach:
      "Konterkarierung der unsäglichen Blödheit der opportunistischen nützlichen Idioten von Hietzing bis Döbling"
      Ja das ist sarkastisch und leider zunehmend auch schon zynisch gemeint! Es geht nämlich um den Widerstand gegen den systematischen ideologischen Missbrauch der Stadt und Landesverwaltung von Wien seit 90 Jahren durch die Austromarxisten! Diesen kann man aber kaum ihren Erfolg vorwerfen! Hingegen den Andersdenkenden den Mißerfolg im Widerstandsargument. Dr. Unterberger und sein Blog leisten hier sehr engagiert WIderstaund aber gerade deshalb glaube ich sollte man auf Abweichungen davon hinweisen. Das meint "Konterkarieren" Widerstand durch untergraben, durchkreuzen, hintertreiben der Mythen des Roten Wien! Vielleicht kommen wir dann doch wieder zu entideologisierten Institutionen wie Schule oder Bauamt, Verkehrsamt und Kultura, können auch wieder, abgesehen vom Volkstheater, klassisches Nicht-Agitprop Theater geniessen! (Derzeit nur mehr in den Oststaaten die sich vom vom Marxismus befreit haben) Protagonisten der "kulturellen Hegemonie des Überbaus" sind nicht Arbeiter mit schwieligen Händen (wahrlich nichts gegen diese) sondern eben die welche mindestens seit Oktober 1917 entweder "fellow travellers" oder eben "nützliche Idioten" genannt werden. Die die zwar in der Villa von Hietzing bis Döbling aufgewachsen sind und jetzt mit ihrem anagitierten falschem Bewußtsein die "Kulturbeiträge" in "Österreich" und "StandardProfil" schreiben sowie im ORF die Beiträge manipulieren (Purer Opportunismus des Geldes wegen, ich weiß schon) Blödheit deshalb weil sie ja eigentlich durch diese Ideologie im Marxschen Sinne seit Generationen am eigenenAst sägen. So nämlich enstehen und entstanden die "Dämonen" (Dostojevskijs und Doderers) bereit für die kommenden Zeiten in denen ihr Schandlohn über weitere Schulden der Stadt Wien nicht mehr zu finanzieren sein wird. Daher meine ich doch man sollte den Bürgerblock in keinster Weise untergraben und keinen Millimeter der Volksfront zustimmen nur weil man in den westlichen Bezirken schwer einen Parkplatz findet, Die Pickerlabgabe ist nur Geldbeschaffung für die weitere Agitation durch Harry Kopietz und Co.für die Bobos! Müllabfuhr, Wohnungsbau, Verkehr und Wasserwerke funktionieren auch ohne Sozis und besser!

    • terbuan
      20. Dezember 2010 19:40

      Jetzt ist natürlich alles klar HDW und ich leiste Abbitte und erteile volle Zustimmung!
      Das Hauptthema "Kurzparkzonenrelgelung in Wien" hat mich auf eine völlig falsche Fährte gelenkt. Und dann kamen noch die "nützlichen Idioten von Döbling", ein in diesem Bezirk Geborener vermutet da gleich neuerliches Unheil!
      Herzliche Grüße!

  21. Martin Bauer
    20. Dezember 2010 08:54

    Solange die Parkgaragen deutlich mehr als eine Parkscheinfolge kosten, wird sich nichts ändern. Mit den SMS/Parkscheingeldern die Garagen Richtung SMS/Parkschein-Preise subventionieren, dann wären die Garagen voll! Wenn man schon abgezockt wird, dann bitte auch diese Gelder zweckdienlich verwenden.

    PS:
    Als erklärter Öffis-Nichtnutzer verwende ich seit Beginn das "Handy-Parken". Finde in 90% der Fälle immer einen Parkplatz. Eine Eingabe von 240 Minuten ist überhaupt kein Problem. 4 Stunden kosten in einem Parkhaus im 1.Bezirk ca. Euro 12,00, Über SMS die Hälfte. Warum sollte man da die Garagen nutzen?

    • Alexander Renneberg
      20. Dezember 2010 19:25

      kann ich bestätigen, nur wie mach ich das mit den 240 minuten, dachet 120 wären das maximum.

  22. terbuan
    20. Dezember 2010 08:54

    Verantwortungslose Klientelpolitik nennt man so etwas, sehr häufig hierorts anzutreffen.
    FPÖ und ÖVP gerieren sich als Autofahrerpartei und jede zusätzliche Belastung dieser Wählergruppe, egal ob gut oder schlecht, wird reflexartig abgelehnt.
    Problematisch ist die Parkregelung allerdings in den großflächigen Randbezirken. Ein Pickerl für Bewohner des Kahlenbergs als Extrembeispiel macht macht keinen Sinn, bei der UBahn Heiligenstadt längst überfällig, aber wo ist´die Grenze zu ziehen?

    • Gennadi (kein Partner)
      21. Dezember 2010 10:56

      FPÖ und ÖVP als Autofahrerpartei...
      Sie lassen den ARBÖ ratlos zurück.

  23. mike1
    20. Dezember 2010 08:33

    als bewohner des des ersten bezirkes stelle ich fest:

    das parkpickerl berechtigt zwar zum parken in der stadt, voraussetzung dafür ist jedoch das vorhanden sein von parkplätzen. was leider sehr selten der fall ist. parkplätze sind sehr oft besetzt durch autos, die offensichtlich pendler (WU, TU, GF,MD,...) sind, mit sms-parken den ganzen tag, manchmal auch länger, die kurzparkregelung durchbrechen. wobei ich natürlich nichts gegen diese leute habe, das sei gesagt. die nutzen nur die gegebenen möglichkeiten.

    seit es sms-parken gibt, wird die parkzeit (2 std) nicht mehr beachtet, die sheriffs prüfen nur, ob die stadt genug geld kassiert.

    die zugegebenermaßen teuren garagen werden nur zum teil benutzt, die auslastung der garagen ist selten bis nie gegeben.

    lösung: anrainerparkplätze ! darum kämpfe ich schon seit jahren. auch frau stenzel ist hier auf meiner seite, sogar die grünen befürworten es. jetzt, wo die grünen die möglichkeit haben (??), sollten sie es durchsetzen. solche regelungen gibt es weltweit in den meisten großstädten - wien ist bekanntlich anders, leider.

    seitens der roten wird immer folgendes gesagt: im ersten wohnen die geldleute, die sollen zahlen und dürfen gegenüber den favoritnern - oder wem auch immer - nicht bevorteilt werden. außerdem stünde die stvo einer anrainerregelung im weg, was natürlich völliger blödsinn ist. anrainerplätze würden auch nicht kostenlos sein.

    historisch gesehen war die einführung der parkpickerl in bestimmten bereichen von wien kein erfolg, da es weniger parkplätze als autos gibt. außerdem holte man dadurch viele garagenparker aus den garagen, da diese plätze ja teurer als das parkpickerl sind.

    dann werden parkpickerl an leute ausgegeben, die nicht einmal den hauptwohnsitz in wien haben. also auch hier die üblichen ausnahmen, die eine verschlechterung herbeiführen.

    wie es aber aussieht, wird auch in naher und ferner zukunft nichts bedeutendes passieren, vermutlich werden neue garagen gebaut, die wieder nur den verkehr anziehen, aber den anrainern nichts bringen. im übrigen war beim gott sei dank nicht umgesetzen bau der garage am neuen markt vorgesehen, einen großteil der garagenplätze einem hotel zu überlassen. als anrainer wären wir auch hier übervorteilt worden.

    zusätzlich planen die rathaussozn, die ja angeblich nicht im ersten wohnen, die ausweitung der fussgängerzonen - damit verschlechtert sich die situation weiter. zb. freier neuer markt, optimistisch betreffend parkplätze kann ich hier nicht mehr sein.

    es ist jedenfalls klar, dass man gar nicht gewillt ist, die situation im sinne der bewohner zu meistern.

    • terbuan
      20. Dezember 2010 15:19

      mike1
      Völlig richtig, Anrainerzonen sind in anderen Großstädten seit langem eine Selbstverständlichkeit, ich kenne die Situation in Berlin, funktioniert dort einwandfrei.
      "Grätzelpickerl" könnte man das bei uns nennen!

    • ProConsul
      20. Dezember 2010 19:27

      ich wohne auch im 1.Bezirk, und bin der Meinung, dass man den Autoverkehr möglichst aus dem Ersten raushalte sollte. Die Lebensqualität würde dadurch steigen, und dieser historische Teil Wiens würde gleich ein ganz anderes Flair bekommen.

  24. Graf Berge von Grips
    20. Dezember 2010 08:32

    Nr.326
    Mobilität sollte unser Handeln lenken,
    sowohl im Verkehr wie auch im Denken.

  25. thomas lahnsteiner
    20. Dezember 2010 07:41

    ehre wem ehre gebührt...einmal muss man wien auch loben...sowohl in wien als auch im umland ist der öffentliche verkehr sehr gut organisiert...das sage ich als halber salzburger, der die chaotische verkehrssituation in der stadt salzburg sehr gut kennt...als man dort vor kurzem in der hauptstraße nach freilassing eine 200m (!!) lange busspur etablierte, ist der verkehr sofort total zusammengebrochen, sodass die stadtverwaltung eilig die busspur wieder wegräumen musste.....
    was vor allem in salzburg im gegensatz zu wien auch überhaupt nicht klappt sind die autofreien zonen..so werden die extra um teures geld etablierten poller von in- und ausländern fast täglich niedergefahren und beschädigt...
    Glüchliches wien, das mit dem immer mehr erweiterten parkpickerl und den P&R-Anlagen vernünftige ansätze für eine verkehrsentflechtung bietet....

    • terbuan
      20. Dezember 2010 16:46

      werter thomas lahnsteiner,
      ein Vergleich zwischen Salzburg und Wien ist natürlich sehr schwierig, alleine schon wegen der Größe und der topographischen Verhältnisse.
      Ich kenne Salzburg sehr gut, einer meiner Söhne lebt dort und ich habe dort auch meinen Präsenzdienst abgeleistet.
      Das Bussystem mit dem umweltfreundlichen O-Bus funktioniert in Salzburg eigentlich sehr gut und effizient.
      Die Teilung der Stadt durch Mönchsberg und Kapuzinerberg ist eine unveränderbare Tatsache und schafft entsprechende verkehrsbehindernde Nadelöre.
      Was die Poller am Mirabellplatz bei der Einfahrt zu den autofreien Zonen betrifft, so kann ich nur festhalten, so viel Blödheit und Ignoranz von Autofahreren habe ich schon lange nicht konzentriert erlebt!
      Es ist alles gut beschildert und gekennzeichnet, ja wenn ein Autofahrer glaubt er muß dennoch in die City gegen jede Vernunft mit vermeintlichen Tricks hinein, dann kann ich nur sagen, tut leid, geschieht jedem Recht der hier zu Schaden kommt! Es ist einfach unfaßbar was sich dort abspielt!
      Zum öffentlichen Verkehr noch eine Zusatzbemerkung: Vielleicht wäre eine Wiedereinführung eines Straßenbahnverkehrs in Salzburg z.B. Richtung Flughafen ein guter Ansatz für eine Verbeserung der sehr schwierigen Verkehrssituation in der Stadt Salzburg.
      Aber dazu könne vielleicht unser Vekehrsexperte Karl Rinnhofer seine profunde Meinung abgeben!
      MfG
      terbuan@aon.at

    • terbuan
      20. Dezember 2010 16:59

      Verzeihung, die Poller stehen natürlich nicht am Mirabellplatz sondern an 14 Einfahrten zur Fußgängerzone der Salzburger City (insgesamt 36) und können von den Berechtigten mittels Fernbedienung abgesenkt werden. Es kam und kommt immer wieder zu zahlreichen Mißbräuchen und Mißbrauchsversuchen mit erheblichen Sachschäden.

    • thomas lahnsteiner
      21. Dezember 2010 10:08

      @terbuan
      der verkehrswahnsinn in salzburg zeigt sich am vergleich mit wien...
      so hat die südosttangente im ballungsraum wien (ca 3 Mio einwohner)
      eine tägliche frequenz von 185.000 fahrzeugen
      der knoten bergheim im ballungsraum salzburg- kreis bgl (ca 350.000 einwohner)
      eine tägliche frequenz von fast 90.000 fahrzeugen.....salzburg erstickt im
      autoverkehr

  26. Wertkonservativer
    20. Dezember 2010 05:56

    Ala seit dreißig Jahren Nichtwiener, will ich mich da nicht wirklich einmischen!
    Pendler bin ich auch nicht, allerdings oftmaliger Konzert- und Verwandtenbesucher im Innergürtelbereich. Da habe ich dann die üblichen und recht nervenzehrenden Parkplatzsuch-Probleme, mit manchmaliger Verzweiflung über fehlende Kurzparkscheine (wo ist die nächste Trafik?); altersbedingt weiß ich bis heute nicht, wie man dieses Problem heutzutage einfach lösen kann!
    (Will auch manches gar nicht mehr wissen!).

    Ich sehe jedoch ein, dass eine Großstadt wie Wien das Problem in möglichst fairer und publikumsgerechter Weise zu lösen hat. Ob mit mehr Kurzparkzonen, mit mehr Tiefgaragen, mit Förderung großzügerer Pndlerpauschalen (ist natürlich Bundessache!), diese Diskussion überlasse ich gerne den Wiener Bürgern in diesem schönen Forum!

    Guten Morgen !

    • Wertkonservativer
      20. Dezember 2010 06:03

      ich meinte im ersten Absatz:
      ...wie man dieses Problem heutzutage einfach ELEKTRONISCH lösen kann!

    • mike1
      20. Dezember 2010 08:35

      lieber wertkonservativer ! es gibt das "handy-parken", man nutzt sms. es gibt also eine elektronische lösung (die ich selbst nicht nutze).

      liebe grüße

    • Wertkonservativer
      20. Dezember 2010 08:56

      Danke, lieber mike:
      meine Söhne nutzen das laufend; ich bin diesbezüglich ziemlich lern-resistent und nütze übrigens die Buchstabenklauberei "sms" überhaupt nicht (auch was z.B. die vielen Möglichkeiten meines Laptops und meines Handys betrifft): bin eben ein "Mensch von gestern" (in mancher Beziehung aber auch stolz darauf!).
      Liebe Grüße zurück!

    • phaidros
      20. Dezember 2010 12:07

      Ich nutze es auch nicht: und zwar schlicht, weil man um die »angefangene Viertelstunde« umfällt - SMS-Bezahlung geht doch minutengenau, oder? BG/ph.

    • Martin Bauer
      20. Dezember 2010 12:15

      SMS geht auf die nähte 1/4 Stunde!!
      D.h., wenn man 1 Minute nach 1/2 eine 1/2 Stunde bucht, erhält man 44 Minuten.

    • Wertkonservativer
      20. Dezember 2010 14:33

      Gleich beim ersten Wort einen Tipfehler zu machen, ist ja auch nicht gerade ein guter Einstieg!
      Also natürlich: Als seit dreißig Jahren Nichtwiener ...
      Danke!

  27. werauchimmer
    20. Dezember 2010 02:36

    Was sollen denn dann die Wochenpendler machen, die gar keinen Anspruch auf ein Bezirkspickerl hätten, weil Wien nicht ihr Hauptwohnsitz ist? Und die sowohl in der Stadt als auch am Land ein Auto brauchen, etwa weil keine Zeit für 2 x 3 Umsteigen zur Verfügung steht, und so ...?

    A propos Bezirkspickerl: Kassieren Länge mal Breite, aber nichts für die Autofahrer tun. In Wahrheit ein einziger Besch...ss: Park- und Fahrstreifen kassieren mittels Fahrradwegen, die nur von einer Minderheit, jetzt im arktischen Winter von niemanden benützt werden, ständig mehr "Ohrwascheln", viel zu wenig Park- & Ride-Parkhäuser. Monatelange Blockade von Parkplätzen durch Baufirmen, ohne dass irgend etwas vonstatten geht ...

    • phaidros
      20. Dezember 2010 05:06

      Das mit Pendlern ist überhaupt so eine Sache:

      Wer woanders arbeitet, weil er am Wohnort keine Arbeit bekommen hat, ist ein Pendler. So weit so gut.

      Wer aber seinen Wohnort wechselt, zB weil er der Meinung ist, dass ihm mehr grün im Leben zustünde oder eine höhere Lebensqualität, und dann an den alten Ort pendeln »muss«, der hat seine Situation selbst gewählt und sollte keinen Anspruch auf ein Pendlerpauschale, kostenlosen Parkplatz oder irgendeine andere Vergünstigung, die mit dem Pendeln in Verbindung steht.

      BG/phiadros.vie

    • phaidros
    • ProConsul
      20. Dezember 2010 08:03

      phaidros

      zu ihrem letzten Absatz: Bin genau ihrer Meinung, danke, weil das muss man auch einmal in aller Deutlichkeit sagen.

    • pc-think
      20. Dezember 2010 08:44

      Die Pendler sind überhaupt blöde: Obwohl ihnen die SPÖ in Wien das Einpendeln so schwer wie nur irgend möglich macht, wählen sie zuhause unverdrossen weiter SPÖ (siehe Burgenland).
      Selber schuld!

    • werauchimmer
      20. Dezember 2010 10:34

      @ Phaidros:

      In Österreich muss man in's Umland ziehen, um der Autofeindlichkeit und der Abzocke der Autobesitzer durch die Gesellschaftsplaner auszuweichen. Ich würde mich auch in Straßenschluchten einer Megametropole wohlfühlen, wenn die Einstellung zum Auto dort so wäre wie vor 40 Jahren.

      Ich brauch' kein Grün, sondern das Gefühl, nicht gelenkt und nicht als Nummer bzw Statistikfaktor behandelt zu werden.

      Und ich brauche nicht die grüne Beschaulichkeit und grüne Lieblichkeit an öffentlichen Plätzen, sondern Muße und Komfort dort, wo ich es will, und das ist im Wohnzimmer. Aber die Leute werden ständig auf anderes programmiert, mit einem Kommunikationsoverkill, gegen den die Werbemacht der Konzerne ein Lercherlsch..ß ist, und Leute die sich nicht beeinflussen lassen, werden mit CO2- und Feinstaubtrommelfeuer "ruhiggestellt".

    • phaidros
      20. Dezember 2010 10:40

      Das ist völlig in Ordnung, werauchimmer, solange Sie nicht weiter in der Stadt arbeiten, die Sie verlassen haben, und das Pendlerpauschale geltend machen.

      Denn dadurch würden Sie weniger Steuern entrichten = der Allgemeinheit umhängen. Aber nicht, weil es nicht anders geht und von daher zu unterstützen ist, sondern weil Sie das so befinden würden, und das fände ich nicht legitim.

      BG/phaidros.vie@gmail.com

    • werauchimmer
      20. Dezember 2010 11:18

      @ Phaidros:

      Der Fall, gegen den Sie unterschwellige Aggressionen entwickeln, trifft auf mich (und etliche andere) nicht zu.

      Ich habe mich schon vor 30 Jahren von der Stadt Wien ohne Arbeitsplatz in Wien verabschiedet, aus Gründen der Autofeindlichkeit, und aus solchen, die mit der Öko-Manie zumindest eine gemeinsame Wurzel haben.

      Aber jetzt habe ich (und etliche andere) eine Arbeit in Wien, daher mein Leitbeitrag. Natürlich will ich mich nicht ummelden und den Ökobolschewisten in Wien damit ein Kopfgeld für weitere Enteignungs-Grauslichkeiten in den Rachen werfen (- iRd Finanzausgleichs bekommt jede Kommune pro Kopf einen Steueranteil). Mein Zuhause kann nicht in einer solchen Stadt sein.

    • werauchimmer
      20. Dezember 2010 11:46

      @ Phaidros, Nachtrag:

      Ich bin übrigens Gesellschafter-Geschäftsführer und als solcher nicht zu einem Pendlerpauschale berechtigt. Das heißt, dass meine SV-Bemessungsgrundlage auch entsprechend höher ist, weil diese nicht durch Betriebsausgaben wie Aufwandsersatz für Fahrtkosten vermindert werden kann. Im Übrigen gibt es bei diesem Betriebsausgabenaufwand kein Pauschale, was bedeutet, dass alles genau nachgewiesen bzw glaubhaft gemacht werden muss.

    • phaidros
      20. Dezember 2010 11:59

      werauchimmer, mitnichten unterschwellige Aggressionen. Wenn alles gleich unterschwellige Aggressionen sind, was man als nicht in Ordnung bezeichnet, dann darf man das ja bald gar nicht mehr - das wird zum Keulenargument.

      Nochmals: einem jeden ist es völlig unbenommen, sich niederzulassen, wo immer er will. Aber mE. nicht, sich dann auf Kosten der Allgemeinheit transportieren zu lassen. So, wie Sie das schildern, ist das ja in schönster Ordnung.

      LG/phaidros

    • werauchimmer
      20. Dezember 2010 13:48

      @ Phaidros:

      Das mit den "unterschwelligen Aggression" war von mir nicht so absolut negativ gemeint, Aggression gehört schließlich zum Leben, sofern man Aggression als Impetus für alles versteht, wogegen man sich wendet bzw was man unter Kontrolle bekommen möchte.

      Weihnachtliche Grüße,

      werauchimmer

  28. fosca
    20. Dezember 2010 01:06

    Einspruch Euer Ehren!
    Solange die übrigen Parkgaragen im 1. Bezirk nicht ausgelastet sind, wie z. B. am Stephansplatz, Am Hof usw. bin ich als NICHTgrüne aus Vernunftgründen gegen den Bau einer weitere am Neuen Markt .
    Da liegt in der City offensichtlich das Problem ganz woanders und nicht beim Mangel an Garagenparkplätzen!

    • fosca
      20. Dezember 2010 01:07

      Ein "n" reiche ich natürlich nach! ;-)

    • efrinn
      20. Dezember 2010 02:02

      liebe fosca
      ... wieder einsam allein im Tagebuch ...
      ... und wieder 3 Sternchen - von wem wohl ?
      Das war es, was ich gestern meinte.
      Selbst-Bewertung ? Bitte nicht.
      Sowas täte mir weh.
      (sollte ich falsch kombinieren, bitte ich
      um untertänigste Verzeihung ;-) )

      ein "empfindsamer" efrinn

    • efrinn
      20. Dezember 2010 02:09

      PS: bin unter efrinn@aon.at zu erreichen
      um es nicht ganz anonym zu machen

    • Wertkonservativer
      20. Dezember 2010 05:34

      Selbstbewertung? Geht doch wohl nicht (ich habe es nie versucht, will es auch jetzt nicht versuchen!! Bitte um Aufklärung!

    • phaidros
      20. Dezember 2010 07:48

      Achten Sie mal drau, wieviele Posts hier auftauchen, die sofort 1x *** tragen und dann oft stundenlang so herumhängen, Wertkonservativer, da hat efrinn schon recht.

      Aber, efrinn, lassen wir doch dieses kleine Vergnügen denen, die daraus eines ziehen. Es ist ja ein harmloses.

      LG/phaidros

    • Brockhaus
      20. Dezember 2010 08:06

      @efrinn, phaidros und alle anderen: Die drei Sternchen sind von mir! Und was dagegen?

      Aber zum Thema: Nicht nur in der City sind die Parkgaragen nicht ausgelastet. Auch viele andere teilen das gleiche Schicksal. So ist zum Beispiel das Parkhaus Donaustadtbrücke an der U2 total leer.
      Der Grund ist nicht schwer zu erraten. Sie sind allesamt viel zu teuer!! Außerdem muten viele unheimlich an, insbesondere Frauen und vorallem dann, wenn man einmal zwei drei Etagen tiefer fahren muß.

    • Wertkonservativer
      20. Dezember 2010 08:20

      @ phaidros and andere:

      Da bin ich echt enttäuscht! Glauben Sie mir bitte: mir wäre nie eingefallen, auch nur zu versuchen, mir selbst einen (lächerlichen) Startvorteil im Sternderlspiel zuzuschanzen; ich halte das nicht nur für moralisch bedenklich, sondern auch für wirklich unstatthaft!

      Bei Fosca bin ich mir ganz sicher, dass ihr das nie einfallen würde!
      Sollte diese Übung hier jedoch eher öfter betrieben werden, schäme ich mich gerne (siehe "fremdschämen") für die diesbezüglichen "Persönlichkeiten"!

    • Martin Bauer
      20. Dezember 2010 08:40

      Viel "wichtiger" wäre es, auch die Subkommentare bewerten zu können, bzw. ganze Threads.
      Ich schlage daher vor, ein Kürzel für "Ich gebe Dir 3 Sternchen" einzuführen:
      "3-4-you"
      :-))

    • Wertkonservativer
      20. Dezember 2010 12:31

      Ich will hier nicht den Beckmesser spielen, doch das ist für mich eine Grundsatz- und Ehrensache: gute Bewertungen sollen von Mitbloggern als Dank für gute Beiträge kommen; sich selbst zu bewerten, halte ich - weil extrem subjektiv - auch in diesem läppischen Zusammenhang für unehrenhaft!

      Doch, liebe Freunde, jeder muss wissen, was er da tut; ich glaube halt immer an das Gute im Menschen!

    • mike1
      20. Dezember 2010 13:35

      @Wertkonservativer 20. Dezember 2010 12:31:

      das gibt 3 sterne ! danke für diese haltung !

    • Wertkonservativer
      20. Dezember 2010 17:35

      Danke, Mike1,

      dass Sie meine vielleicht etwas altmodische - eben wertkonservative - Auffassung so freundlich begleiten!
      Als alter Kantianer fühle ich mich dem kategorischen Imperativ verpflichtet, versuche so zu leben und zu handeln!

    • fosca
      20. Dezember 2010 21:16

      @efrinn

      Ihre "Empfindsamkeit" in Ehren, aber das Kombinieren sollten Sie eher Nick Knatterton überlassen, der kann das besser.
      Ansonsten sprechen die weiteren bzw. erklärenden Kommentare unter meinem eigenen wohl für sich, oder?

    • fosca
      20. Dezember 2010 21:19

      @efrinn

      Übrigens - haben Sie sich zum Thema selbst vielleicht auch schon "empfindsame" Gedanken gemacht? *nursomalfrag* ;-)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. Dezember 2010 17:34

      P+R Donaustadtbrücke € 3,- pro Tag (http://www.boe-parking.at/content/resources/parkgaragen/gmap/63.html ), "viel zu teuer!!", ich lach mich tot!

    • fosca
      21. Dezember 2010 23:47

      @Schnabeltierfresser

      Themaverfehlung!
      Es geht hier um eine weitere Parkgarage am NEUEN MARKT und die Situation von Garagenparkplätze in der Innenstadt ohne P+R!
      Schon geschnallt?





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