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Wikipedia: Die Meinungsmanipulatoren

Lesezeit: 2:30

Das angeblich durch gleichberechtigte pluralistische Beiträge von Millionen Usern entstandene Internet-Lexikon Wikipedia wird in Wahrheit von einer sehr linken Gruppe kontrolliert. Dies zeigt sich immer mehr in allen ideologisch relevanten Bereichen.

Ich habe selbst zweimal versucht, Fehler beziehungsweise massiv ideologisch gefärbte Formulierungen in Wikipedia zu korrigieren: Die Eintragungen wurden sofort wieder rückkorrigiert. Mir war die Sache dann keine weiteren Bemühungen mehr wert. Ich habe nur für mich selbst beschlossen, mich wieder mehr des Brockhaus-Lexikons zu bedienen, da mein Vertrauen in Wikipedia weitgehend geschwunden ist.

Jetzt aber gibt es massive Beweise, dass einer der privilegierten Wikipedia-Administratoren alle Beiträge in seinem Bereich einseitig manipuliert hat. Und zwar geht es dabei wieder einmal um die These, es gäbe eine globale Erwärmung, die schlecht für die Erde und vom Menschen verursacht sei. Einer aus dem Wikipedia-Olymp hat beispielsweise die Biographie jedes Wissenschafters massiv umgeschrieben, der sich kritisch mit der Global-Warming-These auseinandersetzt. Er konnte sein Unwesen jahrelang treiben, bis er jetzt aufgeflogen ist.

Inzwischen hat Wikipedia aber eine unglaubliche globale Macht erreicht, trotz der vielen Fehler, die dort nicht nur Manipulatoren, sondern auch Scherzbolde einfügen konnten. Es gibt tatsächlich schon Urteile österreichischer Strafrichterinnen, in denen Wikipedia als relevante Beweisquelle verwendet wird. Was ein bezeichnendes Urteil über die Qualität der heimischen Justiz darstellt. Warum eigentlich nächstens nicht auch einen Kommentar aus „Heute“ oder „Österreich“ als Beweis zitieren?

Verdächtig oft findet man in Wikipedia bei „liberal“ die pejorativ gemeinte Vorsilbe „neo-“ und vor „konservativ“ das ebenfalls abwertend gemeinte „erz-“ oder „rechts-“. Die überaus erfolgreiche amerikanische „Tea Party“ wird natürlich sofort als „rechtspopulistisch“ abgestempelt, und ihr wird in den ersten vier Zeilen der Definition gleich zweimal attestiert, dass sie sich gegen „Rettungs“-Unternehmungen der Regierung stelle; ihr grundlegender Kampf gegen Schulden und hemmungslosen Druck von Dollar-Noten wird hingegen nicht erwähnt. Die Texte über die schwarz-blaue Wende klingen überhaupt so, als wären sie in der Falter-Redaktion entstanden.

Womit sich wieder einmal ein altes wissenschaftliches, aber auch journalistisches Prinzip bestätigt, das vielerorten außer Mode gekommen ist: Jede Recherche sollte auch mindestens einen Gegencheck haben. Dieses Prinzip beruht auf dem Wissen: Jede Quelle kann irren, und wenn es monopolartige Quellen gibt, ist zusätzlich die Versuchung zu Manipulationen besonders groß. Es ist ja allzu faszinierend, sich die von aller Welt zitierte Wirklichkeit gemäß dem eigenen Wunschdenken zurechtbasteln zu können.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPhilipp Starl Partner Homepage
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    04. November 2010 01:17

    Wie ich selbst heute auf mühevolle Art und Weise erfahren musste, gibt es Menschen, die sich nur einseitig oder (im besten Fall) mehrseitig informieren, zahlreich.

    Von Empirie haben die Menschen schon lange keine Ahnung mehr. Wissenschaft ist immer mehr zum politischen Instrument verkommen.

    Es ist schon spät, weshalb ich mich gerne zur Erzählung einer kleinen Episode aus meinem Studium hinreißen lasse:

    Ich saß in einer Lehrveranstaltung über Internationales Privatrecht. Wir waren nur wenige und die Lehrveranstaltungsleiterin war eine sehr intelligente und wissende Dame. Irgendwie kamen wir auf gleichgeschlechtliche Ehen und ich meinte, dass Homosexuelle nun großteils den Ehepartnern gleichgestellt waren. Ich hatte es überall in den Zeitungen gelesen, mehrere Male und sie fragte: aber WISSEN Sie es auch? Haben Sie sich den Gesetzestext angesehen?
    Ich musste verneinen, woraufhin Sie mich aufklärte, dass die Zeitungsberichte grundfalsch seien.

    Seitdem hüte ich mich, Feststellungen zu machen, ohne die Wahrheit zu erforschen. Leider stehe ich in unserem Zeitalter sehr einsam damit da, vor allem in Österreich, dem Land der Gaukler, Schauspieler und Manipulierer. Hier wird in Zeitungen, Foren, ja sogar in der vermeintlichen Wissenschaft gelogen und Propaganda betrieben, bis sich die Balken biegen.

    Es gibt so viele Theorien, die von der Öffentlichkeit und der Politik als gegeben erachtet werden und es gibt so viele wissenschaftliche Aussagen, die dann als Wahrheit verkündet werden, obwohl dieser Begriff in der wahren Wissenschaft so etwas wie der Teufel in einer Kirche ist.

    Dabei gibt es auf dieser Welt so wenige Fakten, die gesichert sind. Fakt ist, dass die Erde rund ist, Gesetze sind Fakten, Gerichtsentscheidungen sind Fakten, Aussagen einzelner Personen sind Fakten, aber ansonsten gibt es fast nichts, was als Faktum durchgeht.
    Und doch maßten sich noch nie so viele Menschen auf dieser Welt Wissen an. Wissen, was denn für die Menschen gut sei, Wissen, was denn für die Erde gut sei, Wissen, wie denn Wirtschaft wachse, usw. und in sämtlichen Fällen liegen die "Wisser" meilenweit daneben.

    Doch in der heutigen Zeit macht das nichts. Falsifizierte Theorien werden einfach umso heftiger durch Propaganda ersetzt, der Klimawandel lässt grüßen. Je unwahrscheinlicher heutzutage eine These ist, desto aggressiver wird sie inzwischen mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen, verteidigt.

    Die Konsequenzen einer Wissenschaft, die sich instrumentalisieren lässt und einer Gesellschaft, die nicht mehr neugierig, sondern apathisch ist, was Wissen betrifft, sind fatal.
    Wir werden uns nicht mehr weiterentwickeln, außer in Bereichen, in denen die Politik kein Betätigungsfeld findet, wie z.b. die Technik und selbst hier versucht die Politik schon ihre Klauen mit pseudowissenschaftlichen Thesen in die Entwicklung neuer Produkte zu krallen.
    Anstatt neue, bessere, günstigere, effizientere, lustigere, schönere, das Leben erleichterndere Produkte zu entwickeln, werden wir nur noch das entwickeln, was von der Politik erwünscht ist. Den wirtschaftlichen Schaden, der daraus erwächst, kann man gar nicht beziffern, er dürfte in die Billiarden gehen.

    Die größte Katastrophe, die daraus erwächst, ist aber, dass wir aufhören werden, Produkte zu entwickeln, die den Menschen vorwärts bringen und ihn schützen. So steckt die Politik eifrig Geldmassen in die Entwicklung CO2- sparender Produkte, anstatt das Geld in die Katastrophenprävention zu stecken. So werden Abermilliarden in die Entwicklung CO2- armer PKW investiert, anstatt das Geld in die Entwicklung von Sicherheit, Komfort und Leistung zu stecken.
    So werden Billionen für eine Anlage in der Wüste verschwendet, anstatt das Geld in die Entwicklung neuer Energiegewinnungsmethoden zu stecken, die effizient, günstig und energieliefernd sind. So fließt das Geld in die Propaganda, der Mensch zerstöre die Umwelt mit seinem CO2, anstatt das Geld in den echten Naturschutz zu stecken.

    Das beste Beispiel ist der Biodiesel. Die Bauern bauten vor lauter Regierungssubventionen Maisfelder an, um Biodiesel zu generieren. Die Folge war das Nachlassen von Anbau von Weizen, was den Preis für Weizen in die Höhe trieb und so viele Kinder verhungern ließ.

    Eine Umkehr dieser Entwicklung kann es nicht mehr geben. Das einzige Mittel, um diesen Irrsinn abzustellen, ist, den Regierungen zu verbieten, Technologien zu fördern, zu fordern oder zu verbieten!

  2. Ausgezeichneter KommentatorDer kleine Nick
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    04. November 2010 01:57

    Wikipedia mag den Bach hinuntergehen, doch Rettung naht! Die Stadt Wien arbeitet laut gut informierten Kreisen (mit denen nicht der zwischen Wien und Wein schwankende Legastheniker gemeint ist!) an einem "Zuverlässigen Lexikon für die Bürger der Stadt". Die Einträge "ang'rennt", "Koffer" und "Ohrwaschl" werden vom Chef persönlich verfasst und illum...illustriert. Die Einträge zu den beiden Stichworten "korrupt" und "mafios" sollen ihrer Länge wegen in einen Ergänzungsband ausgelagert werden, den der Verlag alljährlich zu aktualisieren verspricht. Für Bibliophile wird das Opus magnum auch in einem gefütterten roten Filzumschlag lieferbar sein.

  3. Ausgezeichneter KommentatorAlexander Renneberg
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    04. November 2010 08:18

    nur ein wenig O.T. ;-)

    http://derstandard.at/1288659419149/Auch-online-ist-Verhetzung-verboten

    tja und wie immer wird nur von rechtsextremen gesprochen, die linken seiten wie z.b. vom ekh oder ähnliches wo zum beispiel gefordert wird, es müsse wieder mehr straßenlaternen geben für die reichen, die sind sicher "eh voll super" und die linken wollen sicher nur spielen.
    ja eh....

    ein schmankerl ist z.b. diese seite:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/7705-Und-dann-war-da-noch-Hans-Olaf-Henkel.html

    aber stellen wir uns nur einfach mal vor, was in zukunft mit unseren postings hier geschehen könnte.....

  4. Ausgezeichneter KommentatorDoppeladler
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    04. November 2010 10:49

    Es ist leider ein Faktum, daß "Linke" im sich organisieren und koordnierten Handeln besser sind, als "Rechte". Ich denke hier nur an die "spontanen" Demonstrationen (z. B. gegen Schwarz-Blau, Audimaxismus usw.)

    Und leider findet diese bessere kollektive Organisationskraft auch in den Medien statt. Das ist eine leidvolle Erfahrung, die ich oft machen mußte, wenn ich meine bürgerlichen Freunde vom Nörgeln hin zu einem Aktionismus bewegen wollte.

    Im Christdemokratischen Meinungsspektrum haben lediglich die Bauern diese Organisationskraft, wenn ich zum Beispiel an die Aktivitäten der europäischen Milchbauern letztes Jahr auch in Brüssel denke.

    So gesehen ist es vollkommen logisch, daß auch Internetplattformen wie Wikipedia organisiert bespielt werden. Das gemeinsame Ziel der "Weltrevolution" und der damit verbundenen gesellschaftlichen Manipulation ist eben sehr stark.

    Und die bürgerliche Saturiertheit schwächt ...

  5. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    04. November 2010 01:48

    Genau die Erfahrung habe ich mit Wikipedia ebenso gemacht:
    Ich habe mir erlaubt - allerdings nur ein einziges Mal - einen Sachverhalt über einen eben NICHT linken Journalisten (welche Ausnahme! *g*) in einer ARD-Sendung, welche ich persönlich verfolgte, richtigzustellen. So schnell konnte ich gar nicht schauen, war er wieder linkskonform ausgebessert. Ich wußte nun, wie der Hase dort läuft und unterließ in Zukunft jeglichen Versuch in diese Richtung.
    Wobei ich die Grundidee von Wikipedia (= User für User!) faszinierend fand, aber leider wird sie durch die linke Medienherrschaft ad absurdum geführt.
    Allerdings >>> so viel ich weiß, kratzt auch an Wikipedias Tür die finanzielle Not und es wird um Spenden gebeten. Sollte das nötige Kleingeld nicht aufgebracht werden, war's das wohl mit dieser einmal mehr von Linken mißbrauchten Plattform!

  6. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    04. November 2010 08:39

    Seltsamerweise fallen nur die sog. Bildungseliten und Weltverbesserer auf ihren eigenen Schmarren herein.

    Im bäuerlichen Umfeld ist mir dagegen so etwas noch nicht untergekommen. Das war immer schon von einem grundlegenden Skeptizismus gegenüber allem, was in den Nachrichten kam oder Zeitungen steht, geprägt.

    Ein Skeptizismus der den Bildungseliten abhanden gekommen ist.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorharo
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    04. November 2010 10:03

    Wieder einmal Dank an A.U. für seinen Artikel!

    Da die linken Meinungsmanipulatoren allerdings immer dreister mit ihren Lügen, immer diktatorischer und ausfälliger werden, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass sich das Blatt wendet und irgendwann wieder Wahrheit, Sachlichkeit und Niveau vorrangig werden.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPretty
    1x Ausgezeichneter Kommentar
  2. Ausgezeichneter KommentatorSteuerzahler
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2010 15:37

    http://de.metapedia.org/wiki/Hauptseite

    Wikipedia - Parteilichkeit

    Zumindest in den nicht-naturwissenschafltichen Themenbereichen trägt die deutsche Wikipedia mittlerweile eher die Grundzüge einer Meinungs-Diktatur und wird ihrem Anspruch einer vorgeblich „freien“ Enzyklopädie schon seit langem nicht mehr gerecht. Bei der deutschen Sektion der Wikipedia sind z.B. sowohl die Kategorie Linksextremismus als auch das Artikel-Lemma Antigermanismus gesperrt. In der englischen Wikipedia hat man Redakteure gesperrt, weil sie die eigentlichen deutschen Ortsnamen in Artikel über Osteuropa eintrugen. Zwischen den Begrifflichkeiten Staat und Nation trifft man in Wikipedia nach totalitärer Manier keine Unterscheidung.

    Bei rechten Organisationen und Publikationsorganen wird eine Beobachtung durch den bundesdeutschen Verfassungsschutz in der Einleitung stets erwähnt, während es bei linken Projekten, Parteien und Gruppen im Fließtext untergeht. Ein einheitliches Vorgehen hierzu wurde explizit abgelehnt.

    Vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestufte Publikationsorgane wie nadir.org, die Junge Welt, etc. werden bei Wikipedia als Quelle herangezogen, während konservative Medien wie die Junge Freiheit, die nicht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen, regelmäßig abgelehnt und als unseriös bezeichnet werden. Editoren, die auf derartige Quellen verweisen, werden gesperrt. Präsenzen im World Wide Web, die alternative Sichtweisen in betracht ziehen, wie das Videoportal Disclose.tv, das Forschungsinstitut Vrij Historisch Onderzoek oder auch Metapedia werden als „verschwörungstheoretisch“ und „holocaustleugnend“ unter die Rubrik „Spam“ gesetzt. Wikipedia erwähnt eigens als Kriterium für Schnelllöschungen von Artikeln sogenannte Volksverhetzung.

    Das Wikipedia-Netzwerk wird auch politisch als homosexuelle Propagandaplattform benutzt.

    http://www.kreuz.net/article.9499.html

    Die Metapedia will einen Beitrag leisten, das deutsche Kulturerbe vor Verdrängung und dem Vergessen zu bewahren und zugleich die deutsche Sprache zu schützen. Darüber hinaus werden in der Metapedia auch Sachverhalte und Positionen dargestellt, die in anderen Diskursen nicht thematisiert und teilweise bewußt tabuisiert werden.

    Die deutschsprachige Sektion der Metapedia richtet sich an alle Personen, die keine antideutschen Vorurteile hegen.

    Da die Metapedia indiziert ist, muß Jugendlichen aus der BRD von der Lektüre abgeraten werden, um sie nicht „geistig zu verwirren“.

    http://de.metapedia.org/wiki/Metapedia:Projektbeschreibung#Indizierung

    „Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist durch diese Art von Inhalten eine Verunsicherung und Desorientierung zu befürchten. Es besteht die Gefahr, dass sie in ihrer politischen Meinungsbildung und in ihrem Geschichtsbewusstsein bzgl. der deutschen Vergangenheit verunsichert bzw. negativ beeinflusst werden.“

alle Kommentare

  1. Mellie (kein Partner)
  2. Kameryn (kein Partner)
    10. Februar 2015 10:42

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  3. Ramesh (kein Partner)
  4. Daniel (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:04

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  5. SHaldy (kein Partner)
    19. Januar 2015 16:45

    It's about time sonmoee wrote about this.

  6. pp (kein Partner)
    12. November 2010 10:15

    Die Wikipedia-Manipulationen sind mittlerweile ein wichtiger Baustein der Meinungskontrolle - aber eben nur ein Baustein. Eine subtile Mittäterschaft ist bei Google zu beobachten: Zum einen werden die Wikipedia-Inhalte fast immer als Toptreffer geliefert. Ebenso wichtig ist aber, dass bei der Blog-Suche mittlerweile längst nicht mehr nur Blogs (mit typischerweise kontroversen Positionen) sondern auch Mainstream-Medien-Sites angezeigt werden - und damit die Blog-Ergebnisse soweit verwässert werden, dass diese Funktion fast unbrauchbar geworden ist.

  7. Philipp Starl
    05. November 2010 17:38

    Ein perfektes Beispiel liefert uns der Kommentator Neppomuck, der in naiver Art und Weise verbreitet, der OGH lasse keine Beweise mehr zu, was den NS- Zeit betreffe und liefert mir hiefür einen Link zu orf.at, anstatt sich die Entscheidung selbst anzusehen.

    Betrachtet man aber das Urteil (weiter unten ist der Link), so ist dem mitnichten so, der OGH lässt nur keine Beweise mehr zu, die darauf abstellen, den Massenmord zu leugnen, entscheidend ist diese Passage aus der Urteilsbegründung:

    Deren Zielsetzung (der Beweisanträge) beschränkte sich nämlich - nicht anders als jene der Vorlage von Bildmaterial über Gaskammern und Krematorien in Konzentrationslagern, dessen Nichtverwertung im Urteil die Beschwerde gleichfalls bemängelt - im Kern auf den unzulässigen Versuch, die der wissenschaftlich belegten herrschenden Geschichtsauffassung im Range zeitgeschichtlicher Notorietät (siehe etwa Brockhaus Enzyklopädie19, Stichwörter Gaskammer, Konzentrationslager) und der darauf aufbauenden oberstgerichtlichen Judikatur (siehe zB EvBl. 1980/149, 1979/154 und 1987/40) entsprechende historische Tatsache zu widerlegen, daß im Rahmen des nationalsozialistischen Regimes die planmäßige, Millionen von Opfern fordernde Massenvernichtung von Juden (auch in Gaskammern) im Sinn eines organisierten Völkermordes vollzogen wurde.

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. November 2010 18:47

      Ein „perfektes Beispiel“ wofür?
      Euer Ungnaden haben den „nervus rerum“ meiner Wortmeldung nicht erkannt, daher - siehe unten.

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. November 2010 18:57

      N.B.:

      Außerdem: Ein „Beweis“ leugnet nicht, sondern widerlegt.
      Und damit das nie geschehen kann, erließ man ein „Beweisverbot“.
      Wer mit einer derartigen Rechtsauffassung einverstanden ist, soll das tun.
      Mein Ding ist das nicht.

    • f.m.
      05. November 2010 22:01

      Wenn sich der OHG einerseits auf "wissenschaftlich belegte herrschende Geschichtsauffassung im Range zeitgeschichtlicher Notorietät" beruft, andrerseits aber alle davon abweichenden Geschichtsauffassungen bestraft, die daher auch niemals zeitgeschichtliche Notorietät erlangen können ........... gibt es ein schöneres Beispiel für einen Zirkelschluss auf so hehrem Niveau?

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. November 2010 23:06

      "Grundsätzlich hat man immer nur die Wahrheit verboten."

      Friedrich Nietzsche

      Vor allem dann, wenn sie nicht "ins Konzept" passt.

  8. Steuerzahler (kein Partner)
    05. November 2010 15:37

    http://de.metapedia.org/wiki/Hauptseite

    Wikipedia - Parteilichkeit

    Zumindest in den nicht-naturwissenschafltichen Themenbereichen trägt die deutsche Wikipedia mittlerweile eher die Grundzüge einer Meinungs-Diktatur und wird ihrem Anspruch einer vorgeblich „freien“ Enzyklopädie schon seit langem nicht mehr gerecht. Bei der deutschen Sektion der Wikipedia sind z.B. sowohl die Kategorie Linksextremismus als auch das Artikel-Lemma Antigermanismus gesperrt. In der englischen Wikipedia hat man Redakteure gesperrt, weil sie die eigentlichen deutschen Ortsnamen in Artikel über Osteuropa eintrugen. Zwischen den Begrifflichkeiten Staat und Nation trifft man in Wikipedia nach totalitärer Manier keine Unterscheidung.

    Bei rechten Organisationen und Publikationsorganen wird eine Beobachtung durch den bundesdeutschen Verfassungsschutz in der Einleitung stets erwähnt, während es bei linken Projekten, Parteien und Gruppen im Fließtext untergeht. Ein einheitliches Vorgehen hierzu wurde explizit abgelehnt.

    Vom Verfassungsschutz als linksextrem eingestufte Publikationsorgane wie nadir.org, die Junge Welt, etc. werden bei Wikipedia als Quelle herangezogen, während konservative Medien wie die Junge Freiheit, die nicht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen, regelmäßig abgelehnt und als unseriös bezeichnet werden. Editoren, die auf derartige Quellen verweisen, werden gesperrt. Präsenzen im World Wide Web, die alternative Sichtweisen in betracht ziehen, wie das Videoportal Disclose.tv, das Forschungsinstitut Vrij Historisch Onderzoek oder auch Metapedia werden als „verschwörungstheoretisch“ und „holocaustleugnend“ unter die Rubrik „Spam“ gesetzt. Wikipedia erwähnt eigens als Kriterium für Schnelllöschungen von Artikeln sogenannte Volksverhetzung.

    Das Wikipedia-Netzwerk wird auch politisch als homosexuelle Propagandaplattform benutzt.

    http://www.kreuz.net/article.9499.html

    Die Metapedia will einen Beitrag leisten, das deutsche Kulturerbe vor Verdrängung und dem Vergessen zu bewahren und zugleich die deutsche Sprache zu schützen. Darüber hinaus werden in der Metapedia auch Sachverhalte und Positionen dargestellt, die in anderen Diskursen nicht thematisiert und teilweise bewußt tabuisiert werden.

    Die deutschsprachige Sektion der Metapedia richtet sich an alle Personen, die keine antideutschen Vorurteile hegen.

    Da die Metapedia indiziert ist, muß Jugendlichen aus der BRD von der Lektüre abgeraten werden, um sie nicht „geistig zu verwirren“.

    http://de.metapedia.org/wiki/Metapedia:Projektbeschreibung#Indizierung

    „Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist durch diese Art von Inhalten eine Verunsicherung und Desorientierung zu befürchten. Es besteht die Gefahr, dass sie in ihrer politischen Meinungsbildung und in ihrem Geschichtsbewusstsein bzgl. der deutschen Vergangenheit verunsichert bzw. negativ beeinflusst werden.“

    • TCM (kein Partner)
      05. November 2010 16:01

      @Metapedia
      Soll das ein schlechter Witz sein?!

    • Segestes (kein Partner)
      05. November 2010 16:02

      Alles ganz lieb und nett, aber dann gehe man doch mal auf die Hauptseite dieser "metapedia" und blicke zum "rechten Rand":

      http://de.metapedia.org/wiki/Hauptseite

      Ja wer blickt einem denn da über sein Bärtchen hinweg finster entgegen und wird mit dem "Spruch der Woche" zitiert?
      Mit Verlaub, das kanns ja wohl auch nicht sein...

    • TCM (kein Partner)
      05. November 2010 16:07

      Segestes, genau das habe ich gemeint. Deswegen habe ich gefragt, ob "Steuerzahler" es lustig findet, Nazi-Seiten auf Unterbergers Blog zu verlinken.

    • Joseph (kein Partner)
      05. November 2010 16:22

      Ich bitte Sie, was wollen Sie mit dieser Nazi-Seite? Wer liest denn so einen Quatsch?
      Ich kann Ihnen eine wesentlich bessere Seite empfehlen:
      Conservapedia: http://www.conservapedia.com/Main_Page
      Eine empfehlenswerte Seite für alle christlich konservativ denkenden Menschen.

    • Erich Bauer
      05. November 2010 16:23

      Der "rechte Rand" ist gut... Allerdings! Die REICHEN im REICHE waren auch damals schon suspekt... dem kleinen steuerzahler. Manchmal kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Das "Netz" ist tief und unergründlich. Wie das Meer voll unentdeckter Lebewesen...

    • Philipp Starl
      05. November 2010 16:56

      Ich finde den Spruch des Tages sehr gut. Widerspiegelt eindrucksvoll die Gesinnungsnähe zwischen Nationalsozialisten und Sozialisten.

    • TCM (kein Partner)
      05. November 2010 17:16

      @conservapedia

      Toll, endlich eine Enzyklopädie, die die Wahrheit über Evolution und das Alter der Erde (ca. 6000 Jahre) ausspricht! In Zeiten von Beliebigkeit und linksliberalem Zeitgeist ist es wichtig nicht zu vergessen, dass alles Wissen bereits in der Bibel geschrieben steht.

      Quelle:http://www.conservapedia.com/Evolution

    • Erich Bauer
      05. November 2010 18:09

      TCM,

      Danke, daß Sie sich die Mühe gemacht haben und die "conserve" ein bißchen geöffntet haben. Ich hatte von Anfang an auch diesen Verdacht... Jessas, Maria und Josef...

    • gast (kein Partner)
      06. November 2010 00:11

      http://encyclopediadramatica.com/Wikipedia

      The People's Communist Republic of Wikipedia?, commonly shortened to simply Wikipedia, is a massively multiplayer online role-playing game in which participants play editors of a hypothetical online encyclopedia. The goal is to try to insert misinformation as well as pushing a point of view that is randomly assigned, while preventing any contrary information from being entered by others. Players with similar misinformation will generally form guilds in order to aid one another. You can find most ED trolls there, too.

      Wikipedia players gain more authority as they progress, with "Administrator" and "Double-O Licensed" rankings granting them access to GOD MODE. While the rules for winning the game are a tightly-kept secret, it is believed that the winner is treated to a night of ass sex with Wikipedia creator/overlord, the jewbo king wikipedo Jimbo Wales (lube not included).

      The encyclopedia aspect of the Wikipedia game is a fairly obvious rip-off of Encyclopedia Dramatica, except that the Wikipedia version tends to have terminally boring entries on useless topics like the lives of 17th century rabbis, characteristics of the 57th termite chromosome, and Hollywood films including one or more of the Sesame Street Muppets - in other words, content with no real relevance to the internets or internet culture, and thus is shit. Wikipedia is the worst example of an open-source project in the world. It also functions limitedly as a medical journal and criminal resource for retards.

      A common misconception is that "Wikipedia is never finished." Remember that whenever you come by a Wikipedia article that is boring or filled with poor English skills, that such a refined state of quality did not happen on its own. Each article was forged from the blood of thousands of angsty teenagers edit warring over shit nobody cares about. The only reason anyone ever visits the site is to copypasta it to a college high school research paper. Information on Wikipedia topics could generally be found through Google and other forms of reference material like books, but Americunts are too busy in brown-people land to be bothered with education.

      TOW (The/That Other Wiki) likes to think of themselves as the 21st century's answer to the Library of Alexandria, but they fall somewhere closer to the collective scribblings on a truck stop bathroom wall. Indeed, this holds to the standard modus operandi of Wikipedoes and all pussies) who believe presenting obvious fact as philosophy garners respect from people who don't fucking care. The alarming population of fucking failures in the world and on the Internet, however, allow this belief to propagate and thrive.

      Everyone who contributes to Wikipedia is plain stupid, since they actually believe that they can make the best encyclopedia in the world, better than the ones people who get PAID can make, its best to assume stupidity on their part. And since you looked this up, chances are YOU contribute to Wikipedia, so everyone is already assuming stupidity on your part. You are just too stupid to realize it.

  9. durga
    05. November 2010 15:27

    Wikipedia finde ich im naturwissenschaftlichen Sektor als ganz brauchbare erste grobe Informationsquelle. Es empfiehlt sich dabei die englische Version anzusehen und das datum des updates. Die Qualität der Information läßt sich aus den zitierten Arbeiten abschätzen (welche Journale, sind auch neue Arbeiten erfaßt, etc.). Mit den keywords kann man dann zB im PubMed (vielleicht auch Google scholar) gezielt auf Suche gehen. Sicherheit, daß alles was publiziert wird auch stimmt, hat man allerdings nie, es ist sowohl Wikipedia als auch das was gedruckt vorliegt kritisch zu hinterfragen.

  10. Segestes (kein Partner)
    05. November 2010 14:20

    Die Netzkultur und ihre Gemeinschaft waren schon immer tendenziell "links".
    Somit ist natürlich auch ein in diesem Milieu geborenes Projekt wie die Wikipedia, eher in dieser Richtung angesiedelt.
    Da kann man nichts machen, aber aus dem konservativen Winkerl kommt eben selten etwas das innovativ ist. Das liegt in der Natur der Sache. Weshalb ich in Internetbelangen seeeeeehr links eingestellt bin. Ein Anarcho, sozusagen :-)

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      05. November 2010 15:24

      Wikipedia-Gründer Chef Jimmy Wales ist aber alles andere als ein "Linker", wenn man seine Biografie anschaut. Er ist eher ein klassischer Libertärer mit stark wirtschaftsliberaler Ausrichtung, der mit jeder Form von "Kommunsimus" überhaupt nix am Hut hat und z.B. Michael Moore indiskutabel findet.

    • Segestes (kein Partner)
      05. November 2010 15:53

      @Josef Schiffer: Naja, das mit Wales stimmt teilweise schon, aber er ist ja nicht die Wikipedia.
      Getragen wird das Projekt von anderen Leuten und die sind, zumindest weitestgehend, nicht sehr konservativ, um es höflich zu formulieren.
      Wales selbst hat sich ja auch schon stark zurückgezogen,
      da ihm der Wiki-"Kommunismus" nicht mehr so ganz gefiel.
      Man könnte auch sagen, er hat keine Lust mehr, seinen eigenen egalitären Ansprüche
      gerecht zu werden, die in der Wikipedia immer ein wichtiger Bestandteil waren.

      Aber im Endeffekt ist das sowieso alles nur mehr ein G'wurschtel.
      Mir persönlich gehts schon fast wie Herrn Unterberger - die Lust am Mitarbeiten schwindet massiv.
      A wegen der immer stärker vorherrschenden politischen Korrektheit
      B weil mann dem Mainstream huldigt und abweichende Thesen gerne ins Spinner-Eck stellt, so wie das heute überall im Bereich der Wissenschaften ja quasi auch zum guten Ton gehört
      und C, weil die meisten "hauptberuflichen" Wikipedia-Akteure, in einem unerträglichen Maß nach sozialer Anerkennung für ihr "aufopferungsvolles" Tun heischen und sich auch berufliche Vorteile davon erhoffen.
      Mit solchen "Selbstdarstellern" möchte ich mich nicht gemein machen. Die haben das Prinzip der Wikipedia nicht verstanden und pervertiert.

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      06. November 2010 13:13

      @Segestes
      Insofern ist die Wikipedia ja fast ein Spiegelbild der Unis.
      Bei "abweichenden" Theorien, wie man sie auch hier immer wieder trifft, bin ich leider ein etwas gebranntes Kind. Ich würde vorsichtig schätzen, dass 90% reiner Humbug sind. Außerdem habe ich keine Lust mit solchen Leuten seitenweise Dispute zu führen, nur weil sich einbilden die Weiheit mit Löffeln gefressen zu haben, siehe Starl.
      Jimmy Wales hat ich keineswegs zurückgezogen, er wirbt um Geld und Ressourcen. Dass er ein überzeugter Basisdemokrat ist, der die die DInge sich selbst entwickeln lässt, macht ihn für manche wahrscheinlich zum "Linken".

  11. Pretty (kein Partner)
    05. November 2010 14:15

    Hr. A.U. sollte präziser sagen, "von jüdischen Interessen kontrolliert", siehe z. B.:
    http://honigmann-derhonigmannsagt.blogspot.com/2010/03/wer-kontrolliert-die-medien.html

  12. Reinmund (kein Partner)
    05. November 2010 13:55

    Aber wenn man die Linkipedia nun auch vergessen kann, wo soll ich mich informieren?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      05. November 2010 14:13

      Altermedia oder so? 100% rechts.

    • Reinmund (kein Partner)
      05. November 2010 14:28

      Danke, aber ich hab schon was Passendes gefunden. Metapedia - das ist genau das Richtige für rechte Jungs wie mich.

    • Segestes (kein Partner)
      05. November 2010 16:10

      Ah, schon wieder ein neuer Nick, "Reinmund" ^^

  13. Neppomuck (kein Partner)
    05. November 2010 13:20

    Wenn heute schon (unabhängige) Gerichte die „Faktizität weltweiten Bewusstseins“ als urteilsbegründend oder zumindest als den Ablauf eines Prozesses bestimmend bzw. rechtfertigend ansehen, dann ist Vorsicht geboten.
    Wer Dogmen und Mythen, die ja eine besondere „bewusstseinsbildende“ Funktion hatten und haben, einer objektiven Beweisaufnahme und -würdigung vorzieht, ist als, mitunter letzte, Instanz der Gerechtigkeit (iustitia) unbrauchbar.

    Wenn die Justiz nicht nur blind ist, das „Symbol Augenbinde“ soll das ja suggerieren (allerdings im Hinblick auf „sieht weder Ansehen noch Namen“ im Sinne von „vor dem Gesetz sind alle gleich“, was längst als Pflanzerei der Öffentlichkeit zu werten ist), sondern auch noch auf Zuruf arbeitet, dann sollte man ihr das Schwert aus der Hand nehmen, das ja dann von Leuten geführt würde, die „Partei“ sind.

    Was auch im Sinne der Richter wäre.
    Denn wenn man das Ergebnis von Bewusstsein bildenden Maßnahmen über die „state of art“-Techniken der Forensik etc. setzt, bräuchte man die Gerichte nicht mehr und somit auch keine Richter.
    Da genügte es, die Inhalte der auflagenstärksten Blätter (und/oder die elektronischen Medien mit der höchsten Reichweite, oder eben auch „demokratisierte“ Enzyklopädien wie Wikipedia, die letzten Endes wie das ganze Internetangebot an "Wissen" einer ebenso chaotischen wie anarchischen Teilhabe [fast] aller ausgesetzt ist) zur Urteilsfindung heranziehen. (siehe „Medienjustiz“)

    Ähnlich der „Rothschild-Doktrin“ („Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation und es ist mir gleichgültig, wer die Gesetze macht“ – Amschel Mayer Bauer Rothschild, später ‚Anselm de Rothschild’, 1744-1812) wäre dann noch eine (nennen wir das Ganze der Einfachheit halber „Murdoch-Doktrin“) Dominanz seitens einer, den Ausschlag gebenden (demokratisch ebenso nicht legitimierten) Macht auszumachen.
    Diesmal eben in rechtlichen Dingen.

    Was das endgültige Ende jedes Rechtsstaates wäre. Den „Anfang dieses Endes“ erleben wir nahezu täglich.
    Ein Gedanke, der bei jedermann einen „seelischen Ausschlag“ verursachen sollte.

    • Philipp Starl
      05. November 2010 14:09

      Könnte mir bitte jemand einmal eine Geschäftszahl sagen? Ist ja unglaublich bitte. Die Kommentatoren regen sich auf, dass Wikipedia keine richtigen Quellen nennt und dann wird hier eifrig insinuiert, die Gerichte benützten Wikipedia selbst als Urteilsbegründung!

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. November 2010 14:22

      Wollen sie insinuieren, dass ich insinuieren wolle?

      Will und tue ich aber nicht.
      Sondern berufe mich auf den seinerzeitigen "Gudenus-Prozess", der, "Treppenwitz der hier aktuellen Geschichte", in bzw. bei Wikipedia nachzulesen ist.
      Der Richter hat einen gestellten Beweisantrag mit dem Hinweis auf ein eher schwer zu erhebendes "weltweites Bewusstsein" (= Faktum) abgelehnt.

      (http://de.wikipedia.org/wiki/John_Gudenus )

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      05. November 2010 14:30

      Von einem Rechtsstaat kann doch längst keine Rede mehr sein, Neppomuck. Was man anstellen muss, um etwa als Arbeitnehmer vor einem Arbeitsgericht zu unterliegen, das muss erst erfunden werden. Ein Vater erreicht gegen die Mutter vor Gericht wenig.

      Im Verkehr ist es nicht anders. Neulich habe ich mit einem Schadenreferenten diskutiert. Es ging um eine Radfahrerin am Schutzweg, wo sie nachts noch dazu unbeleuchtet nichts verloren hatte. Der Referent sagte er zahlt, das Gericht gibt ihr als Schwächerer sowieso recht.

      Das ist nichts anderes als die Umkehrung des Faustrechts, da erspare ich mir Gesetzesproduktion und lasse nach dem Volksempfinden entscheiden. Dazu passt Wikipedia vor Gericht bestens.

    • Philipp Starl
      05. November 2010 15:35

      Auf Wikipedia steht rein gar nichts, außer dass er verurteilt wurde. Ich bitte um Quellen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. November 2010 15:57

      Gudenus, bzw. sein Anwalt wollte „physikalisch und wissenschaftlich prüfen“ (siehe obigen Link) lassen, was aber mit dem o.e. Hinweis abgeschmettert wurde. Siehe auch

      http://oesterreich.orf.at/wien/stories/86909/
      Massenvernichtung historisch erwiesen.
      Mittlerweile gilt für Holocaust-Leugner, die vor ein österreichisches Gericht gestellt werden, das so genannte Beweisverbot. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat klar gemacht, dass die Massenvernichtung in Gaskammern während der NS-Zeit historisch erwiesen sind) und keiner Erörterung der Beweise mehr bedürfen.(Zitat Ende)

      Es fielen die Worte „weltweites Bewusstsein“ als Begründung für das Beweisverbot – eine übrigens einzigartige Verwendung dieses an sich gängigen Begriffs in Strafprozessen, der sich sonst allerdings auf widerrechtlich erbrachtes Beweismaterial bezieht.

    • Philipp Starl
      05. November 2010 16:58

      Sind Sie nicht fähig eine OGH- Entscheidung ins Netz zu stellen? Muss ich sie mir eben selbst suchen...

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. November 2010 17:16

      Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen ...

      Aber jeder "Parteiführer" hat doch einen Tross willfähriger Domestiken. Oder nicht?

    • Philipp Starl
      05. November 2010 17:32

      Da haben wir es ja. War ja nicht so schwer, aber dass ich Menschen die Arbeit abnehmen muss, die sich auf irgendwelche Quellen wie ORF verlassen, ist schon sehr ermüdend und bedauerlich!

      http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJT_19901018_OGH0002_0120OS00057_9000000_000/JJT_19901018_OGH0002_0120OS00057_9000000_000.html

      Wie aus dem Dokument hervorgeht, bezieht sich der OGH auf die Tatsache, dass Massenvernichtungen stattgefunden haben und nicht wie der ORF fälschlicherweise schreibt, was die Gaskammern betrifft. Und genau in diesen Zusammenhang fällt die Aussage "das weltweite Geschichtsbewusstsein".
      Nun gibt es ohne Zweifel ein weltweites Geschichtsbewusstsein, dass die Nationalsozialisten systematisch mordeten. Ich verstehe daher Ihre Kritik nicht.

    • Neppomuck (kein Partner)
      05. November 2010 18:39

      Meine Kritik (?) richtete sich nicht gegen den Umstand, dass es ein „weltweites Geschichtsbewusstsein über die Verbrechen der Nationalsozialisten“, besser sollte es lauten „einiger Nationalsozialisten“, denn das allen PG vorzuwerfen, hieße ein unzulässiges Pauschalurteil abzugeben, sondern dagegen, dass ein Antrag auf „physikalische und wissenschaftliche Untersuchung“ mit dem Argument „es existiere ein besonderes Bewusstsein“ abgeschmettert wurde.

      Gäbe es nämlich solche Untersuchungsergebnisse, könnte man sie ja zitieren und bräuchte sich nicht verallgemeinernd hinter einer „weltweit verbreiteten Meinung“, die nie jemals erhoben wurde und daher auch nicht zahlenmäßig untermauert sein kann, verstecken.
      Was, wenn dies zum System „erhoben“ würde, keine Revision eines einmal ergangenen, sehr spektakulären Urteils mehr zuließe.

  14. Gerald (kein Partner)
    05. November 2010 12:50

    Da ist A.U. unumwunden recht zu geben. Wikipedia ist mit Vorsicht zu genießen, vor allem einen Grundsatz muss man bei allem was man auf wikipedia liest beherzigen: JEDE Behauptung/Aussage auf wikipedia ist nur so gut wie die Quelle die dem zugrundeliegt. Ist keine Quelle vorhanden: Vergessen Sie den Artikel, da ist keine Seriosität! So wie es aber leider mehr als genug Leute gibt die unreflektiert das glauben was in der Zeitung steht, oder der ORF sendet, so gibt es auch Leute die glauben das was auf wikipedia stünde, sei per se wahr, weil es eben dort steht. Diese Leute werden leicht Opfer ideologischer Vorprediger, die dort ihre Ansichten abladen. Aus Interesse habe ich z.B. vor 3 Jahre einmal geschaut was bezüglich dem Altkanzler Wolfgang Schüssel auf wikipedia stand. Das Ergebnis war folgendes: Der "Frühstücksaffäre" mit dem "richtige Sau"-Sager wurde ein ganzer Absatz gewidmet. Auch der "als Dritter in Opposition"-Sager, die Sanktionen und die "Schweigekanzler"-Punzierung wurden abgehandelt. Beim politischen Wirken war hingegen kaum etwas vorhanden und wenn dann negativ. Die Abgabenquote wurde raufgejagt (und verschwiegen, dass sie danach kontinuierlich sank), die Arbeitslosigkeit die höchste der zweiten Republik (verschwiegen, dass sie sank. Als man es dann eingestehen musste, weil ein Poster es mit Quelle belegte, wurde noch der Halbsatz das sei großteils nur durch Schulungen erreicht worden, angefügt.) Das schlechte Abschneiden bei PISA durfte auch nicht fehlen und, dass die Pensionsreform "umstritten" sei.
    Kein Wort zu: Steuerreform mit KÖSt-Senkung, Streichung der untersten Lohnsteuerstufe, Gruppenbesteuerung.
    Kein Wort zu: Erstmalige Senkungen der Verschuldung in %BIP seit den 70ern!
    Kein Wort zu: Anhebung der Forschungsquote
    Kein Wort zu: e-card und Eindämmung der Asylantenflut per Fremdenrechtsgesetz.

    Mittlerweile haben das ein paar Schreiber hinzugefügt, als ich die Seite vor 2 Jahren aufrief, fehlte das aber noch alles. Wer sich also als innenpolitisch uninteressierter (z.B. Schüler oder Ausländer) da informieren wollte (z.B. für eine Hausübung, Referat o.ä.) bekam zwangsläufig ein vollkommen verzerrtes Bild.

    PS: Weil es zum Thema Klimawandel passt. Gerade erst vor zwei Wochen wurde ich Zeuge der Indoktrinierung an unseren Schulen. Die Klasse einer 18jährigen in meiner Verwandschaft bekam als Englisch-Hausübung: "Schreiben Sie einem hohen Politiker einen Brief auf Englisch, indem Sie ihn auffordern etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen!" Na bumm, fast schon sowjetische Verhältnisse. Aber wen wundert es, angesichts der Tatsache, dass der Al Gore Propaganda-Film "Eine unbequeme Wahrheit" der vor Lügen und Halbwahrheiten nur so strotzt von Claudia Schmied als Unterrichtsfilm zugelassen wurde.

  15. M.U. Shrooms (kein Partner)
    05. November 2010 11:45

    Wikipedia mag ja eine gute Idee gewesen sein, aber jede Idee hängt von der Realisierung ab. Die deutsche Wikipedia ist tendenziös, und wenn einige naturwissenschaftlich brauchbare Artikel drin sind, ist das eben nicht alles.

    Mehr als eine Vorinformation kann so ein Lexikon nicht bieten, man muss sich dann schon besser informieren, wenn es in die Tiefe geht. Dahingehend ist Wikipedia einfach überschätzt.

    Von der Tendenz abgesehen ist es eine geschlossene Gruppe. Wichtigtuer und Löschfanatiker bestimmen, was drin steht oder bleiben darf. Das ist der eigentliche Skandal, es gibt sich offen und ist es nicht.

  16. TCM (kein Partner)
    05. November 2010 11:08

    Kleine Anmerkung.
    Im Prinzip hat A.U. durchaus recht. Ich habe vor ein oder zwei Jahren auf Wiki über das österreichische Schulsystem gelesen. Aus Interesse habe ich mir dann noch die englische Version von diesem Beitrag gegeben. Vom Stil her eindeutig nicht von einem Native Speaker geschrieben, sondern wahrscheinlich von einem Österreicher, aber gar nicht so schlecht. Das eigentliche Problem war, dass sich der Artikel wie eine reine SPÖ/GrünInnen Propaganda gelesen hat. Ich habe mich ziemlich geärgert, aber nichts unternommen, weil man den ganzen Artikel neuschreiben müsste, und die Mühe wollte ich mir nicht machen, weil ich erstens kein Experte für Bildungsfragen bin, und zweitens jede Änderung wahrscheinlich schnell zurückgenommen worden wäre und/oder sinnlose Diskussionen ausgelöst hätte. Wie der Beitrag heute aussieht, weiß ich nicht.

    Allerdings, wer Wikipedia bei politischen Themen erst nimmt ist selber schuld. Aber gerade die naturwisenschaftlichen/technischen Beiträge sind tatsächlich sehr gut. Deswägen ärgert mich, dass A.U. wieder einmal einen angeblichen Klimamanipulationsskandal als Aufhänger für seinen Kommentar nimmt.

    • Philipp Starl
      05. November 2010 11:45

      Angeblicher Klimamanipulationsskandal? Wie wär's wenn Sie das lesen, was Herr Unterberger bereitstellt?!

    • TCM (kein Partner)
      05. November 2010 12:13

      Habe ich bereits gestern gelesen und mich nicht sonderlich beeindruckt (Siehe Tea-Party/Obama Kommentar). Hat A.U. auch einen Gegencheck durchgeführt, oder ist das in diesem Fall nicht notwendig, weil die "massiven Beweise" von einem weltweit bekannten Blog stammen? Wie sieht es mit anderen Editoren aus, die im Zuge dieser "Affäre" gesperrt wurden?

    • TCM (kein Partner)
      05. November 2010 12:13

      Habe ich bereits gestern gelesen und mich nicht sonderlich beeindruckt (Siehe Tea-Party/Obama Kommentar). Hat A.U. auch einen Gegencheck durchgeführt, oder ist das in diesem Fall nicht notwendig, weil die "massiven Beweise" von einem weltweit bekannten Blog stammen? Wie sieht es mit anderen Editoren aus, die im Zuge dieser "Affäre" gesperrt wurden? Nichts als ein Sturm im Wasserglas, würde ich sagen.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      05. November 2010 12:44

      Was muss geschehen, um tcm zu beeindrucken? Ich kann sonst nicht ruhig schlafen.

    • Philipp Starl
      05. November 2010 13:11

      Selig sind die Blinden. Was brauchen Sie denn noch, außer bewiesener Fälschung von Lebensläufen und einem 7:0 Ausschluss?

      http://www.nationalreview.com/articles/224785/wikipropaganda/lawrence-solomon

    • TCM (kein Partner)
      05. November 2010 13:24

      Schon in Ordnung, Starl. Ich habe nicht den Ausschluss an sich angezweifelt, sondern die Bedeutung der ganzen Geschichte.

    • Philipp Starl
      05. November 2010 13:43

      Dass Sie den Ausschluss anzweifeln hab ich nie geschrieben und lässt sich auch nirgends aus meinen Zeilen herauslesen. Konzentrieren Sie sich bitte.

  17. dieba (kein Partner)
    05. November 2010 11:03

    Unglaublich. Das hätte ich mir nie von wikipedia gedacht. Gut, dass es das Internet-Nachschlagewerk www.andreas-unterberger.at gibt.

    *i hau i o*

  18. Brockhaus
    05. November 2010 10:31

    Ich muß gestehen, auch ich habe anfangs geglaubt, alles was in Wikipedia zu lesen sei, ist sakrosankt, wurde jedoch bald eines Besseren belehrt.

    Jetzt weiß ich aber wenigstens, wovon sich der Name Wikipedia ableitet. Von Wicki und pedes! Und genauso ist deren Inhalt zu bewerten. ;-)

  19. carlo soziale (kein Partner)
    05. November 2010 10:26

    In der von mir nicht abgeschlossenen Hauptschule haben sich die Schüler auch an die modernen Zeiten angepasst.
    Ein kluges, aber lernfaules Bürschchen hat mir bei einem runden Jubiläum meines Ausscheidens aus der Bildungsanstalt folgendes berichtet:"Auf den Geographietest habe ich nicht gelernt und dadurch eine Frage nicht nach den Vorstellungen des Lehrers beantwortet. Zu Hause habe ich dann den Wikipediaeintrag zu diesem Thema so ediert, dass meine Antwort richtig wurde, die Manipulation des Eintrages ausgedruckt, bevor sie wieder richtiggestellt wurde und in der nächsten Geographiestunde dem Lehrer vorgelegt. Der schenkte natürlich Wikipedia Glauben und wertete meine eigentlich falsche Antwort als richtig."
    Ich habe diesen talentierten, jungen Mann nun unter meine Fittiche genommen und werde ihm das Wissen zukommen lassen, das für das Leben wirklich wichtig ist.

  20. numerus clausel (kein Partner)
    05. November 2010 10:11

    Sowas durfte ich mir auch schon mal zu Gemüte ziehen, dass in einer Klagsschrift Wikipedia als Beweis angeführt wurde. Einerseits war ich erstaunt darüber, wie man sowas machen kann, andererseits hat mir die vertretene Person unglaublich leid getan, wie degeneriert muss man sein, sich auf dieses Geschreibsel berufen zu müssen.

  21. TCM (kein Partner)
    05. November 2010 08:02

    Wieder einmal much ado about nothing. Journalisten sollten wissen, dass gewisse Themen, die in den Medien kontroversiell diskutiert werden, bestimmte Leute anziehen. Solche, die in den Redaktionen anrufen, um ihre überaus wichtige Meinung kundzutun, die Leserbriefe schreiben, die nicht abgedruckt werden können, und heutzutags eben im Internet Kommentare schreiben.

    Vorige Woche haben amerikanische Zeitungen und wissenschaftlice Magazine anonyme Emails bekommen, die einem österreichischen Stammzellenforscher an der Harvard University und zwei seiner Kollegen vorwarfen, ihre Arbeit gefälscht zu haben. Die meisten vernünftigen Menschen würden bis auf weiteres davon ausgehen, dass Stammzellenforschung eben umstritten ist, und es sich wahrscheinlich um eine Störaktion handelt, um die Forschung zu behindern und die Wissenschaftler in Verruf zu bringen. Unabhängig wie man zu dem Thema steht.

    Voriges Jahr sind Hacker in ein englisches Klimaforschungszentrum eingebrochen und haben die Emails der Wissenschaftler der letzten 15 Jahre gestohlen und veröffentlicht. Eine Folge der Medienhysterie war, dass einige der in den Mails vorkommenden Forscher Morddrohungen bekommen haben. Vernünftige Menschen würden annehmen, dass hier jemand versucht hat, die Wissenschaftler vor der großen Klimakonferenz in Kopenhagen massiv unter Druck zu setzen.

    Was Wikipedia angeht, muss man sagen, dass die allermeisten Artikel, die wissenschaftliche und technische Themen angehen, sehr gut sind. Es sollte aber nicht wundern, wenn heftige öffentliche Diskussionen über Wissenschaftsgebiete auch hinter die Kulissen der Online-Enzyklopädie dringen. Die meisten Wiki-Artikel werden von Fachleuten geschrieben, die irgendwann auch die Geduld verlieren, wenn sie sich mit selbsternannten Experten, die wenig Ahnung dafür eine ausgeprägte "ideologisch relevante" Meinung haben, herumschlagen müssen.

    • SOKs (kein Partner)
      05. November 2010 08:32

      Entschuldigen Sie, ich glaube nicht, daß die meisten Wiki Artikel wissenschaftlich einwandfrei sind. Jedoch, wenn Sie mir dies beweisen könnten, dann ändere ich meine Meinung. Ich bin der Ansicht, daß dieses W. absolut unnötig ist. Wissen aus dritter, vierter Hand. Und jener, der diese Informationen für sich oder andere benötigt, der ist zu faul zum studieren. Ich kann Ihnen mehrere Beispiele nennen, aus historischen Beiträgen, die absolut falsch sind. Ich bin sicher, daß diese Plattform genaus so obsolet ist, wie das Google Zeugs. Mit Halbwissen oder falschem Wissen kann man sich nur blamieren: vor einem selbst.

    • TCM (kein Partner)
      05. November 2010 08:40

      Ich habe ja studiert, deswegen kann ich ja die Qualität der Artikel beurteilen. Unabhängige Studien haben gezeigt, dass Wiki mindestens genauso gut ist wie die Encyclopedia Britannica. Ich kann nichts beweisen, das es gar nicht gibt. Vielleicht könnten Sie (und A.U.) die Artikel nennen, die historisch falsch sind. Würde mich wirklich interessieren.

    • Gennadi (kein Partner)
      05. November 2010 09:09

      Der Großteil der Beiträge im Wikipedia-Blog ist schlichtweg Unsinn. Vor allem dort, wo es auch nur andeutungsweise um politische und/oder weltanschauliche Dinge geht.
      Wenn man die wissenschaftliche Qualität dieser Beiträge erkannt haben will, weil man studiert hat (was denn?), dann haben etliche andere "Gstudierte" offenbar sehr gegenteilige Ansichten. Einzelne falsche Artikel nennen, soviel Zeit hätte niemand. Nur ein kleines Beispiel aber: Der Beitrag über die MJÖ ist von A-Z wahrheitsfremde Schönfärberei.

    • hoffmann (kein Partner)
      05. November 2010 09:42

      SOKs

      Vielleicht könnten Sie beweisen, dass die meisten Wikipedia-Artikel falsch sind. Immerhin werfen Sie den Wiki - Betreibern taxfrei vor, dass diese einen Blödsinn veröffentlichen. Daher sollte auch die Beweislast bei Ihnen liegen. Ich habe in meinem beruflichen Fachgebiet jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass die Einträge in Wikipedia zum allergrößten Teil stimmen. Allenfalls fehlt etwas (auch das ist selten), aber etwas tatsächlich Falsches ist mir bis jetzt sehr selten untergekommen.
      Aber dass eine Internetplatform, die schwarz/blau nicht hochjubelt, den Ärger von A. U. bedingt, ist logisch und nicht weiter verwunderlich. Ich nehme an, die Wikipedia - Betreiber werden damit leben können.
      Und noch etwas: hat A. U. den Inhalt jenes Artikels, den er als Beweis für Manipulationen auf Wikipedia verlinkt hat, gegengecheckt?

    • SOKs (kein Partner)
      05. November 2010 18:22

      to: Hoffmann

      Schlage Vereinbarung vor: sie nennen mir 20 richtige Artikel aus versch. Fachgebieten, dann nenne ich Ihnen auch 20 % (v. F.).

      Vorwerfen tu ich den ehrenhwerten Betreibern gar nichts. Sondern denen die etwas aufladen.
      Andererseits gehe ich nicht mehr zu dieser Wissensmaschine. Habe genug mit unserer zu tun. Und die Verelger von Brockhaus, auf die kann ich mich verlassen. Die verwenden gleichzeitig auch nicht meine pers. Daten für Werbezwecke.

    • hoffmann (kein Partner)
      05. November 2010 18:32

      SOKs

      Mit Verlaub, aber Sie verkennen ein wenig die Situation. Sie sind es, der hier Vorwürfe erhoben hat, die bewiesen werden sollten, nicht ich. Es sind auch Sie daher gefordert, diese Beweise zu erbringen, nicht ich. Morgen schau ich wieder kurz rein. Danke.

    • SOKs (kein Partner)
      06. November 2010 14:19

      to: hoffmann
      sorry, ich habs wirklich verkannt. Beim nächsten Mal wird das nicht mehr passieren.

  22. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    05. November 2010 07:47

    Scherzbolde beeinflussen Internet-Lexikon, o tempora, o mores! Aber wäre doch eine züftige wertkonservative Geschäftsidee, auch um sich gegen diese ganzen sehr linken Gruppen (der Klimawandel an sich ist ja schon ziemlich links) zur Wehr zu setzen: 'Unterbergers nicht ganz unpolitische Online-Enzyklopädie'. Fast geschenkt!

    • TCM (kein Partner)
      05. November 2010 08:14

      Sic transit gloria mundi! Früher als wir noch jung waren, mussten wir noch in der Nacht in die Druckerei des Brockhausverlages einbrechen, um unsere linken Ideen in die Setzkästen einzufügen. Aber heute ...

    • Gennadi (kein Partner)
      05. November 2010 09:10

      ...stellen ORF, Krone & Co. freiwillig Platz zur Verfügung. Ja...

  23. Eric Cartman (kein Partner)
    05. November 2010 07:09

    Abgesehen davon, dass es natürlich verrückt wäre ein solches Online-Lexikon als einzige Quelle zu nutzen sei folgendes angemerkt:

    Werter Herr Unterberger! Wenn sie schon von Quellen reden wäre es nicht die schlechteste Idee gewesen, die von ihnen editierten Artikel zu posten. Dann könnte man ernsthaft darüber diskutieren (die Änderungen und Begründungen lassen sich nachlesen) was hier passiert ist. So ist das nur eine Behauptung, passiert sein kann da in Wirklichkeit alles. Und mal ehrlich, Ihre Haltung ist im Normalfall meilenweit von der angepeilten Neutralität (die natürlich nie wirklich gegeben sein kann) meilenweit entfernt.

    Ihre ideologische Interpretation zeigt sich ja schon einige Zeilen weiter: Was soll denn bitte an der Tea Party nicht rechtspopulistisch sein? Klar kann das nie auf alle Mitglieder zutreffen aber die meisten Hauptakteure könnten als Definition für Rechtspopulismus herhalten (z.B. Glenn Beck)

    Wann ist denn "neoliberal" oder "konservativ" abwertend geworden? Sonst regt man sich hier gerne über die politische Korrektheit auf, aber wenn man sich dann selbst durch Begriffe negativ dargestellt fühlt darf es natürlich schon ein bisschen PC sein.

    Bei "erz" muss ich zustimmen, das ist nur eine polemische Steigerung, der Zusatz "rechts" kann hingegen durchaus zutreffen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      05. November 2010 07:50

      Schauen Sie Eric, mit links ist es ja auch so ähnlich, links ist ok, links-links aber quasi überpejorativ. Oder gar links-grün. ;)

    • Eric Cartman (kein Partner)
      05. November 2010 07:54

      Links-links würde ja A.U. nie verwenden. Dafür hat er einen guten Ersatz gefunden, "sehr links" oder "knalllinks".

      Was bei A.U. unter "links" ohne Zusatz fällt habe ich allerdings noch nicht herausgefunden aber ich werde dranbleiben.

      //Darüber hinaus ist in meinem ersten Posting wohl ein "meilenweit" zu viel vorhanden.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      05. November 2010 08:02

      Neo-links wäre vielleicht noch einen Versuch wert? Und für den ORF vielleicht das sehr abwertende Neo-Röhre?

    • Gennadi (kein Partner)
      05. November 2010 09:11

      Cartman, was soll rechtspopulistisch heißen? Ein erfundenes Wort der linken Schickeria.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      05. November 2010 10:39

      Muss zugeben dass mir das 'knalllinks' der wertkonservativen Schickeria auch viel besser gefällt.

  24. socrates
    05. November 2010 04:12

    Links ?
    "Kaum ein Gedankengebäude ist so ausschließlich mit einem Namen verknüpft wie der Einsteins mit der speziellen und der allgemeinen Relativitätstheorie. Für die spezielle gab es Vorläufer wie Lorentz, Poincaré, Hasenöhrl; die allgemeine hat bisher noch jeden Test bestanden und scheint allen Alternativansätzen überlegen zu sein. Dabei bekam Albert Einstein 1921 seinen Nobelpreis nicht dafür (trotz der sensationellen Bestätigung bei der totalen Sonnenfinsternis 1919 galt die Sache offenbar immer noch nicht als ganz gesichert), sondern für die Erklärung des Photoeffekts, die wiederum sogar ein Max Planck für „etwas über das Ziel hinausgeschossen“ ansah, wie er noch 1913 in seinem sonst sehr günstigen Gutachten über Einsteins Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften schrieb."
    "Am 20. November 1915, fünf Tage vor Einstein, reichte Hilbert eine Arbeit zur allgemeinen Relativitätstheorie ein, die zur einsteinschen Theorie äquivalent war, allerdings ohne die einsteinschen Feldgleichungen, die aber in Hilberts Variationsprinzip enthalten sind. Seine Arbeit erschien jedoch erst nach der einsteinschen Arbeit. Hilbert hat niemals die Urheberschaft für die Allgemeine Relativitätstheorie beansprucht und einen öffentlichen „Prioritätenstreit“ zwischen Einstein und Hilbert gab es nicht. Verschiedene Wissenschaftshistoriker haben jedoch sehr wohl über die Priorität spekuliert. Während zum Beispiel Fölsing behauptet, dass Einstein möglicherweise von Hilbert beeinflusst wurde,[19] haben umgekehrt Corry/Renn/Stachel die eigenständige Vervollkommnung der Gleichungen durch Hilbert aufgrund einer Entdeckung im Jahre 1997 angezweifelt,[20] was jedoch wiederum von anderen bestritten wird[21][22]."
    Wikipedia hat, nachdem ausführlich gezeigt worden war, daß die Relativitätstheorie nicht von Einstein war, sondern viele Väter hatte, die entsprechenden Artikel z.B. von Herrmann, immer wieder entfernt, um den Ruhm Einsteins zu sichern.
    Der erste Teil ist aus Gerthsen: Relativitätsphysik (Springer), der noch Einstein die Priorität für die Allgemeine Relativitätstheorle einräumt, der 2. Teil aus http://de.wikipedia.org/wiki/David_Hilbert . Wie lange wird er noch dort bleiben?
    Wikipedia übt sich im Umschreiben der Geschichte, gemäß Macciavelli´s "Il Principe":
    Der Sieg ist erst vollständig, wenn die Argumente der Sieger in den Geschichtsbüchern der Verlierer stehen!

    • socrates
      05. November 2010 04:14

      Der erste Teil ist aus Gerthsen: Relativitätsphysik (Springer), der noch Einstein die Priorität für die Allgemeine Relativitätstheorle einräumt, der 2. Teil, aus http://de.wikipedia.org/wiki/David_Hilbert , nicht . Wie lange wird er noch dort bleiben?

    • cicero
      05. November 2010 10:22

      Die Nazi´s nannten die Relativitätstheorie "Jüdische Physik", was als Schimpfwort galt. D + Ö Wissenschaftler gerieten in den Hintergrund.
      Nach dem WK II wurden die Nazi´s von ALLEN Parteien zur Mitarbeit eingeladen: Laßt uns gemeinsam Ö neu aufbauen, "ohne euch geht es nicht" (aus diversen Wahlreden, in Wochenschauen dokumentiert) ! Bis 68 konnte man frei die Geschichte der Physik studieren. Ab 75 kamen die ersten Einschränkungen, dann wurde die "Jüdische Physik" ein Qualitätsbegriff und die deutschen und österreichischen Wissenschaftler verschwanden aus der Geschichte. Wikipedia ist voll mit der Geschichtsfälschung beschäftigt, auch bei Themen, die wissenschaftlich genau dokumentiert sind. Das Nachforschen wird immer schwieriger und der moderne Schüler / Student schreibt aus Wikipedia und den dort angegebenen Quellen ab.

  25. Brigitte Imb
    04. November 2010 22:36

    OT - Pröll meldet sich zu Wort und wirft dem "First- ORF Meinungsmanipulator" Führungschaos vor.

    http://diepresse.com/home/kultur/medien/607721/index.do?direct=607628&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=139

    • Reinhard (kein Partner)
      05. November 2010 08:14

      Da sitzt ein kleines Pummelchen im Glashaus und spielt mit Steinen, ach wie süß...
      ;o)

  26. Erich Bauer
    04. November 2010 16:58

    Also bitte! Wir hatten einen hochintelligenten Ex-(Sandkisten)Bundeskanzler, der schwörte auf das WIKI. Seinen "Nachhilfeschülern" hat er es leichten Herzens empfohlen. Er wußte sogar, daß er, wenn er beim Marathoh (als Marathon-Man) den ZWEITEN überholt, er dann ERSTER ist... Nur das "Sudern" konnte er nicht leiden... Offengestanden, ich mag's auch nicht.

  27. Erich Bauer
    04. November 2010 16:16

    Die Rechtfertigung des eigenen politischen Tuns bei Inanspruchnahme einer höheren Moral mündet potentiell im Terror. (Koselleck, "Geschichtsphilosophische Ideologie")

  28. Martin P.
    04. November 2010 15:25

    Das Problem mit Verifikation und Falsifikation, Wikipedia macht diesen großen Fehler. Die User auf Wiki sollen mit Quellen ihre Artikel beweisen und dieser Logik folgend kann es nur zu einer Verifikation kommen. Die Quellen die als Verifikation für die Wiki-Schreiberlinge dienen sind in vielen Fällen Zeitungen. Das stupide Abschreiben der vermeintlichen Fakten aus Zeitungen stört niemanden. Der Folgefehler der sich dadurch ergibt, eine Meinung - eine Quelle wird wie ein Experiment welches ein Naturgesetz belegt behandelt. Die Zeitung XY hat es geschrieben sprich „das Experiment gemacht“, also ist damit diese „Naturgesetz“ bewiesen und bestätigt. Was passiert wenn eine Zeitung XY schreibt, die Sonne dreht sich um die Erde?

    Das Vertrauen in Zeitungen ist für manche Wiki-Jünger anscheinend unerschütterlich. Ich will jetzt nicht auch noch so bösartig sein und sagen sie folgen nur einen Führer der die Wahrheit kennt und sie damit ins ganz rechte Eck stellen. Ich will ja nicht sagen, sie wären genauso dumm oder unwissend, wie es jene waren die einem bedingungslos gefolgt sind. Das Paradoxe an der Situation offenbart sich erst wenn Journalisten erwischt werden wie sie von Wikipedia abschreiben, ihr vertrauen und dann von Politkeren falsche Namen veröffentlichen.

    • Norbert Mühlhauser
      04. November 2010 15:48

      Es sind sogar Wissenschafter geteilter Meinung, so dass ein Quellverweis auf wissenschaftliche Studien auch keine Wahrheitsgewissheit verschafft.

      Und wenn ein Wissenschafter einmal - aus historischer Sicht - Unfug schreibt, und einer vom anderen den Quellenverweis auf einen solchen Experten übernimmt und jahrzehntelang "fortschreibt" - wem ist damit geholfen?

    • Erich Bauer
      04. November 2010 16:37

      Norbert Mühlhauser,
      "...auf einen solchen Experten übernimmt und jahrzehntelang "fortschreibt..."

      Kleine persönliche Anekdote: In jungen Jahren habe ich für deutsche Zeitschriften Horoskope und Astrotypologien geschrieben. Ich habe sie natürlich von dem unzähligen "Material" abgeschrieben... und somit "fortgeschrieben". Daher lese ich seit Jahrzehnten weder Horoskope noch Astrotypologien... (grins)

    • Norbert Mühlhauser
      04. November 2010 19:33

      @ Erich Bauer:

      Kleine persönliche Anekdote: In jungen Jahren habe ich für deutsche Zeitschriften Horoskope und Astrotypologien geschrieben.


      Da tun sich ja Abgründe auf ... ;-)

    • fosca
      04. November 2010 21:43

      @Erich Bauer

      Jeder selber schuld, der das tut - denn diese "Jugendsünde" sollte bereits allseits bekannt sein!

    • SOKs (kein Partner)
      05. November 2010 08:41

      Ich stelle mir vor, daß Wiki gegründet wurde, um dem unelitären Mitteilungsbedürniss eine Plattform zu geben. Die Leser sind wurschtt, was drin steht ist wurscht. So wie auch in vielen Foren, Internet Foren auf der Welt. Wie mir hier früher schon erklärt, sind diese Foren so etwas wie Stammtische, zum Meinungsaustausch. Als Forenbetreiber weß ich um die Wertzeit einer Meinung. Aber ich finds auch lustig, und freue mich über jeden zahlenden Meinungs-Spender.

  29. Brigitte Imb
    04. November 2010 15:18

    Meinungsmanipulation wird auch von den Zensoren der div. Zeitungsforen fleißig betrieben. Heute wurde bereits 2x ein Kommentar, den ich ins Kroneforum stellte gelöscht. U. a. habe ich auf den U. Blog hingewiesen.

    • Norbert Mühlhauser
      04. November 2010 15:49

      Haben Sie vielleicht mit der Mistgabel gefuchtelt ? ;-)

    • Brigitte Imb
      04. November 2010 16:34

      Ach wo, die Mistgabeln werden nie gelöscht, ein Hinweis auf reelle Berichterstattung sofort.

    • fosca
      04. November 2010 21:24

      @Norbert Mühlhauser

      *ihaumio* - der war wirklich gut! ;-)

    • fosca
      04. November 2010 21:26

      @Brigitte Imb

      Die Kronen Zeitung läßt normalerweise ziemlich viel an Kommentaren zu, aber vermutlich ist ihr der Unterberger-Blog denn doch zuviel Konkurrenz!
      Ich sehe es als sehr gutes Zeichen! ;-)

    • Brigitte Imb
      04. November 2010 22:42

      @ fosca

      Als nächstes nehm ich die "Kl. Zeitung" in "Angriff" - a bisserl was geht immer. *g*

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      05. November 2010 08:01

      Unterberger-Blog is the new Kroneforum! ;)

    • fosca
      07. November 2010 05:02

      @Brigitte Imb

      Sichalich - nur net nachlassen! ;-)

  30. Norbert Mühlhauser
    04. November 2010 13:57

    Sg Herr Starl,

    ich gehe in Ihrer Kritik des Biodiesel-Anbaues nicht mit Ihnen konform. Weizenpreise können steigen, weil die Nachfrage danach zu stark "ausschlägt" (was Investitionen in den Kapazitätsausbau lukrativ macht), aber auch, weil die Gestehungskosten durch steigende Treibstoffkosten steigen. Das eine gründet in der Nachfrage, das andere angebotsseitig. Für Arme und Hungernde ist es gleich, weshalb sie sich den Weizen nicht leisten können. In beiden Fällen müsste der Westen den Preis alternativer Produkte bezuschussen (falls produtkionsseitig durch höhere Treibstoffkosten verursacht) oder mit Hilfslieferungen etwa in Form von Reis-Spenden reagieren, will er den Hungernden helfen.

    Jean Ziegler soll ja die sogar die Terminbörsen in die Verantwortung ziehen, dabei ist ein steigender Terminwarenpreis für die Produzenten ein wichtiges Signal, ihre Kapazitäten auszuweiten.

    Und was das PartnerschaftsG anlangt, bedanke ich mich für die freundliche Einladung, bin aber nicht sicher, ob Sie mich verstanden haben. Ich will ja gar nicht bezweifeln, dass dieses Gesetz KEINE Gleichstellung bringt! Mir genügt es, dass es zur Witwenpension führt. Wäre es anders, wäre das betroffene Lager in der diesbezügl öffentl Debatte schon längst dahingehenden Behauptungen entgegen getreten.

    • Norbert Mühlhauser
      04. November 2010 13:59

      T'schuldigung - das gehört zu Starl, 0117!

    • Philipp Starl
      04. November 2010 14:13

      Das Beispiel mit der Homo- Ehe sollte nur verdeutlichen, dass man niemandem Glauben schenken soll und dass Regierungen und Bürger, die sich politisch engagieren, aber genau diesen Fehler machen. Sie lesen etwas und glauben gleich, es entspricht den Fakten. Nicht umsonst lese ich fast nur Zeitschriften, die mit Quellennachweisen arbeiten.

      Was den Weizenpreis betrifft: sogar Greenpeace agitiert gegen den Biodiesel:

      http://www.greenpeace.de/themen/sonstige_themen/feinstaub/artikel/biodiesel_mogelpackung_auf_kosten_der_umwelt/

    • Erich Bauer
      04. November 2010 14:18

      Norbert Mühlhauser,
      "...ich gehe in Ihrer Kritik des Biodiesel-Anbaues nicht mit Ihnen konform..."

      Raps (aus dem Biodiesel vorwiegend erzeugt wird) laugt die Böden ziemlich effizient aus. Für afrikanische Böden hat das verheerende Auswirkung. Der Maisanbau zahlt sich dort nicht mehr aus, da der geförderte und massiv gestützte Weizen noch immer billiger ist... Daher, was am Weizenpreis "marktwirtschaftlich" ist, entzíeht sich meiner Kenntnis....

    • Norbert Mühlhauser
      04. November 2010 15:00

      @ Starl:

      Sie lesen etwas und glauben gleich, es entspricht den Fakten. Nicht umsonst lese ich fast nur Zeitschriften, die mit Quellennachweisen arbeiten.


      Schon möglich. Nur kann man sich den Quellennachweis bei Gesetzen ersparen, weil der politisch Interessierte den Fundort der Materialien kennen sollte. Und er bezahlt Journalisten dafür, dass sie ihm die Arbeit des Nachscheuens abnehmen.

      Was den Weizenpreis betrifft: sogar Greenpeace agitiert gegen den Biodiesel:


      Eben. Ein zusätzlicher Motivationsschub für mich. Bin ich Greenpeace?

      Und was den link anlangt: Die "Ökologen" bei Greenpeace scheinen nicht einmal zu wissen, dass die Fruchtfolge einen Ertrag alle drei, nicht bloß alle vier Jahre ermöglicht (kein "Viertel").

    • Norbert Mühlhauser
      04. November 2010 15:05

      Herr Bauer,

      ich wollte nicht behaupten, dass der tatsächliche Weizenpreis marktwirtschaftlich wäre. Das liegt daran, dass die WTO-Runden mW noch keine wesentlichen Reduzierungen der Agrar-Subventionen vereinbaren konnten.

      Aber selbst wenn der Weizenpreis verzerrt ist, wirken marktwirtschaftliche Elemente mit, weil ja noch immer das Interesse besteht, einen möglichst hohen Preis zu erzielen (wenn auch oft ggü den Subventionszahler "Staat").

    • Philipp Starl
      04. November 2010 15:29

      Werter Herr Mühlhauser,

      Sie schreiben, Journalisten werden dafür bezahlt und trotzdem betreiben fast alle Journalisten in diesem Land Propaganda bis aufs Übelste und es ist leider nunmal ein Faktum, dass der Bürger sich auf die Zeitungen verlässt. Genau das kritisiere ich. Die Bürger sollten eben nicht auf das hören, was in der Zeitung steht, sondern sich selbst ein Bild machen (wenn sie politisch interessiert sind).

      Ich weiß nicht, warum Sie sich dermaßen für den Biodiesel einsetzen. Es entspricht einfach den Fakten, dass der Weizenpreis durch geringere Anbauflächen steigt. Nicht umsonst denken die Russen (als einer der größten Weizenexporteure) über eine "Weizen- Opec" nach:

      http://www.nrcu.gov.ua/index.php?id=475&listid=47341

      Finden Sie es ernsthaft sinnvoll, Biodiesel zu erzeugen, Kinder dadurch dem Hungertod auszusetzen um dann den Staaten auch noch Ersatzkosten aufzubürden?

    • Norbert Mühlhauser
      04. November 2010 15:43

      Herr Starl!

      Finden Sie es ernsthaft sinnvoll, Biodiesel zu erzeugen, Kinder dadurch dem Hungertod auszusetzen um dann den Staaten auch noch Ersatzkosten aufzubürden?


      Ihr Frage ist suggestiv. Sie unterstellt Prämisssen, die man nicht teilen muss und die ich auch tatsächlich nicht teile, wie bereits dargelegt. Denken Sie nur an die von mir aufgezeigten, manipulationsverdächtigen Rechenfehler in Ihrem Greenpeace-link, und vielleicht auch daran, dass bis vor der Aktualität des Biosprit-Anbaues regelmäßig über Überkapazitäten des wohlhabenden Staaten gejammert wurde, und dass sich die unterentwickelten Länder nicht einmal die Transportkosten für die Lieferung leisten könnten.

    • Erich Bauer
      04. November 2010 16:05

      Norbert Mühlhauser,
      "...einen möglichst hohen Preis zu erzielen..."

      "mitprofitierend" dabei im allerhöchsten Ausmaß (da auch die Produktionsmittel ohne Eigenleistung dafür zur Verfügung gestellt werden) sämtliche "Helferorganisationen"...

  31. Brigitte Imb
    04. November 2010 13:56

    OT - Meinungsmanipulatoren sind jedoch auch hier am Werk.

    Islam soll wieder ins Zentrum der Schulausbildung

    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/eu/2542637/islam-soll-wieder-ins-zentrum-schulausbildung.story

    Und dieser Gottesstaat soll zur EU kommen, mir graut und schauerts.

    • mike1
      04. November 2010 14:10

      so lang WIR leben, wird die türkei nicht eu-mitglied werden, das glaub ich schon. der offizielle beitrittsprozess wird noch sehr sehr lang dauern und dann hoffentlich durch diverse negative volksabstimmungen abgelehnt werden.

      die türkei, so interessant sie auch wirtschaftlich sein möge, hat in der eu schlicht und einfach nichts zu suchen, es wäre eigentlich eine katastrophe !!

    • fosca
      04. November 2010 21:36

      @mike1

      Ihr Wort in Gottes Ohr, aber es wäre bezüglich Türkei nicht das erste Mal, daß die EU über den Wunsch der Bevölkerung drüberfährt.
      Daher bin ich nicht ganz so optimistisch!

    • Reinhard (kein Partner)
      05. November 2010 08:28

      Volksabstimmung in Österreich zum EU-Beitritt der Türkei?
      Das glaube ich erst, wenn die Zettel am Gemeindeamt ausliegen.
      Und dass die Volksabstimmung als bindend angesehen wird wäre das nächstegeradezu biblische Wunder.
      Vorher geht Faymann über Wasser oder gewinnt Pröll einen Marathon.

      Heute in der Kl. Zeitung ein bewegender Kommentar über die unbegründeten Vorurteile der verbohrten und reaktionären Europäer gegenüber der Friedensreligion Islam.
      Klein am Rande auf einer anderen Seite der Hinweis auf den wie üblich orientalisch-blumigen Aufruf irakischer Islamisten, alle Christen im Irak und in Ägypten abzuschlachten.
      Und in der Türkei erstarkt der Islam und liegt Atatürks bei den Machthabern unbeliebter Laizismus im Sterben.
      Wo bleibt der Aufschrei der Gutmenschen?
      Ach ja, die machen sich gerade Sorgen über Naziparolen auf amerikanischen Webseiten...

  32. RR Prof. Reinhard Horner
    04. November 2010 13:53

    reinhard.horner@chello.at

    Dass WIKIPEDIA in mehrfacher Hinsicht nicht ungefährlich ist und ein ordentliches Lexikon nicht ersetzt, kann nicht oft und nicht deutlich genug herausgestellt werden. Danke Dr. Unterberger!

  33. Erich Bauer
    04. November 2010 13:25

    Norbert Mühlhauser,
    "...und es auf dieser Ebene bei der Holschuld des interessierten Bürgers bleibt..."

    Die Information über die aktuelle "Gesetzeslage" IST eine Holschuld.... (Unwissenheit.....)

  34. Erich Bauer
    04. November 2010 13:23

    Norbert Mühlhauser,
    "...und es auf dieser Ebene bei der Holschuld des interessierten Bürgers bleibt..."

    Die Information über die "Gesetzeslage" IST eine Holschuld... (Unwissenheit.......)

  35. HDW
    04. November 2010 13:01

    Was die "Frankfurter Schule" im deutschen Sprachraum alles angerichtet hat, lässt sich gar nicht ermessen und wird erst in weiter Zukunft beschrieben werden können. (z.B. Hetze gegen die Methoden der Wissenschaft: "Erkenntnis und Interesse" von J. Habermas)
    Was aber in der Gegenwart Wikipedia betrifft schalte ich immer auf die englische Version zu einem Begriff, weil dort weniger Einfluss der: siehe oben!

    • TCM (kein Partner)
      05. November 2010 08:36

      Sehr brav. Aber der aktuelle Skandal hat sich ja gerade in der englischen Version abgespielt.

  36. Norbert Mühlhauser
    04. November 2010 11:47

    Es wird schon so sein, dass bei Wikipedia eine Meinungsmacher-Clique das Sagen hat.

    Aber: Auseinandersetzungen über die inhaltliche Gestaltung sollten sich über die Diskussionen-Seite verfolgen lassen.

    Außerdem liegt es in der Verantwortung jedes Lesers, wie überall zwischen den Zeilen zu lesen versuchen und bei heikleren Punkten durch Recherche auf anderen Wegen gegenzuprüfen.

    Solange Wikipedia also nicht zur einzig maßgeblichen Wissensquelle erhoben wird, sollte man das Kind nicht mit dem Bad ausschütten.

    • Gennadi (kein Partner)
      05. November 2010 09:16

      Genau das, nämlich Wikipedia zur einzig maßgeblichen Wissensquelle zu erheben, passiert aber, wenn Gerichtsentscheidungen mit Zitaten aus Wikipedia begründet werden. Schon in mehreren Fällen gesehen.

    • Philipp Starl
      05. November 2010 13:05

      @ Gennadi

      Bitte um eine Geschäftszahl, danke!

  37. terbuan
    04. November 2010 10:56

    Es gibt einen neuen Gastkommentar!
    Bericht über das Treffen mit Andreas Unterberger am 30.10.2010.

  38. Doppeladler
    04. November 2010 10:49

    Es ist leider ein Faktum, daß "Linke" im sich organisieren und koordnierten Handeln besser sind, als "Rechte". Ich denke hier nur an die "spontanen" Demonstrationen (z. B. gegen Schwarz-Blau, Audimaxismus usw.)

    Und leider findet diese bessere kollektive Organisationskraft auch in den Medien statt. Das ist eine leidvolle Erfahrung, die ich oft machen mußte, wenn ich meine bürgerlichen Freunde vom Nörgeln hin zu einem Aktionismus bewegen wollte.

    Im Christdemokratischen Meinungsspektrum haben lediglich die Bauern diese Organisationskraft, wenn ich zum Beispiel an die Aktivitäten der europäischen Milchbauern letztes Jahr auch in Brüssel denke.

    So gesehen ist es vollkommen logisch, daß auch Internetplattformen wie Wikipedia organisiert bespielt werden. Das gemeinsame Ziel der "Weltrevolution" und der damit verbundenen gesellschaftlichen Manipulation ist eben sehr stark.

    Und die bürgerliche Saturiertheit schwächt ...

    • brechstange
      04. November 2010 11:00

      Sie haben vollkommen recht. Die Bauern sind deswegen gut organisiert, weil den meisten das Wasser bis zum Hals steht, ich sage mal, aus der Not heraus.

      Warum die Linke besser organisiert ist, hat für mich einen einfachen Grund. Die haben einfach mehr Zeit.

    • Logiker
      04. November 2010 14:47

      na, ich denke dass einfach das leistungfreie Leben zu Lasten Anderer eine enorme Triebfeder darstellt.

    • Haider
      04. November 2010 21:32

      Für "spontane Organisation" braucht es meist Leute mit viel Tagesfreizeit (bzw. hochsubventionierte Berufsquerulanten). Damit fällt leider ein guter Teil unserer Gesellschaft schon a priori aus. Und den Pensionisten, die über viel Lebenserfahrung verfügen, fehlt oft die jugendliche Unbekümmertheit.

  39. terbuan
    04. November 2010 10:20

    Wer sich eingehender mit der Materie befassen möchte, dem empfehle ich diesen Link:
    "Der Totalitätsanspruch der Gleichheitsideologie in der Wikipedia: Der exemplarische Fall Andreas Kemper alias Schwarze Feder
    Ein Blick in das Milieu des geistigen Lumpenproletariats":

    http://knol.google.com/k/der-totalit%C3%A4tsanspruch-der-gleichheitsideologie-in-der-wikipedia-der #

  40. haro
    04. November 2010 10:03

    Wieder einmal Dank an A.U. für seinen Artikel!

    Da die linken Meinungsmanipulatoren allerdings immer dreister mit ihren Lügen, immer diktatorischer und ausfälliger werden, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass sich das Blatt wendet und irgendwann wieder Wahrheit, Sachlichkeit und Niveau vorrangig werden.

    • Erich Bauer
      04. November 2010 10:31

      Vor dem Erlöschen leuchtet das Kerzlein noch einmal ganz hell auf...

    • Wertkonservativer
      04. November 2010 11:31

      @ haro
      @ erich bauer

      Ich bin leider skeptisch und sehe eigentlich keine realistische Möglichkeit, diese linken Meinungsmanipulatoren mit erlaubten Mitteln stoppen zu können; es sind derer zu viele, und inzwischen sind auch breite Kreise unserer Bevölkerung entsprechend indoktriniert und links-kontaminiert!
      Lieber Erich Bauer, was Sie mit dem Kerzlein-Hinweis meinen, bleibt mir trotz eifrigen Nachdenkens verborgen. Meinen Sie das baldige Erlöschen unserer abendländischen Zivilisation, oder vielleicht doch etwas Harmloseres?
      Über eine kurze Klarstellung würde ich mich freuen!

    • Erich Bauer
      04. November 2010 11:39

      Wertkonservativer,

      Ich beziehe mich hier auf den Satz von "haro".
      "...Da die linken Meinungsmanipulatoren allerdings immer dreister mit ihren Lügen, immer diktatorischer und ausfälliger werden, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass sich das BLATT WENDET..."

      Weil die Lügen immer dreister und "hysterischer" vorgebracht werden, sehe ich als Zeichen eines letzten Aufflackerns... Die Mauer fällt immer über Nacht (DDR)...

    • Wertkonservativer
      04. November 2010 11:55

      @ Erich Bauer:

      Danke, verstanden! Da ist schon was dran; vielleicht sollten wir wirklich etwas mehr auf die Selbstheilungskraft der Gesellschaft hoffen!??

    • Brigitte Imb
      04. November 2010 16:43

      @ haro

      Mir erscheint es genauso, die Linken unterschätzen die Bodenhaftigkeit des Volkes.
      Ein kleiner Schneeball kann zur Lawine werden, dessen sind sich die Linkshetzer noch nicht bewußt.

  41. Josef Maierhofer
    04. November 2010 08:56

    Manipulation ist Betrug.

    Daß ich auch schon oft auf Unwahrheiten und Änderunge in 'Neuauflagen' von Büchern gestoßen bin, das kann ich bestätigen und auch, daß Artikel und wissenschaftliche Erkenntnisse maipuliert werden, oft schon zu Lebzeiten des Autors, das ist mir bekannt.

    Gerade bei dem Megageschäft für die Klimalobby wird nur allzu gerne manipuliert, sprich betrogen. Ich kann mich an die Wikipedia Einträge noch erinnern als wir im letzten Herbst in diesem Forum in einem Thread nachgewiesen haben, daß die Erderwärmung ausschließlich durch die Sonne geschieht und daß die Energiebilanz immer stimmt. Ich habe damals bei Wikipedia nachgeschaut und dort aber damals noch einen Eintrag gefunden, der diesen Sachverhalt sauber dokumentiert hatte. Jetzt gibt es diesen Eintrag nicht mehr.

    So wie der Umgang mit der Wahrheit, so ist auch der Umgang mit dem Gesetz.

    Eigentlich ist bewußte Manipulation für mich falsche Zeugenaussage und die wird in Österreich streng bestraft.

    Welche gesetzlose Partie (Partei) macht falsche Zeugenaussagen bei uns ?

    SPÖ, Grüne, ÖVP, ORF, etc. und sämtliche korrumpierte Medien. Eine saubere 'Bilanz' ! So einen Lügendetektor gibt es nicht, der das aushält, was bei uns gelogen und manipuliert wird. Eine 'saubere' Gesellschaft haben wir da entwickelt mit offiziellen Lügnern, Betrügern, Nestbeschmutzern, Volksverrätern, Volksverleugnern, Manipulatoren, Appartschiks, etc., etc.

    Wollen wir das ?

  42. Graf Berge von Grips
    04. November 2010 08:48

    Nr. 287
    Wikipedia gibt Vielem Raum
    man suche jedoch den Zwischenraum
    um dort genau hindurchzuschau'n!

  43. Celian
    04. November 2010 08:39

    Seltsamerweise fallen nur die sog. Bildungseliten und Weltverbesserer auf ihren eigenen Schmarren herein.

    Im bäuerlichen Umfeld ist mir dagegen so etwas noch nicht untergekommen. Das war immer schon von einem grundlegenden Skeptizismus gegenüber allem, was in den Nachrichten kam oder Zeitungen steht, geprägt.

    Ein Skeptizismus der den Bildungseliten abhanden gekommen ist.

  44. Alexander Renneberg
    04. November 2010 08:18

    nur ein wenig O.T. ;-)

    http://derstandard.at/1288659419149/Auch-online-ist-Verhetzung-verboten

    tja und wie immer wird nur von rechtsextremen gesprochen, die linken seiten wie z.b. vom ekh oder ähnliches wo zum beispiel gefordert wird, es müsse wieder mehr straßenlaternen geben für die reichen, die sind sicher "eh voll super" und die linken wollen sicher nur spielen.
    ja eh....

    ein schmankerl ist z.b. diese seite:

    http://www.duckhome.de/tb/archives/7705-Und-dann-war-da-noch-Hans-Olaf-Henkel.html

    aber stellen wir uns nur einfach mal vor, was in zukunft mit unseren postings hier geschehen könnte.....

    • Alexander Renneberg
      04. November 2010 08:21

      kopiere hier noch ein posting von obiger seite rein.
      das ist sicher erlaubt.... oder.
      bei sowas kommt mir, sorry werte mitposter, das kotzen.

      "Ohne Guilliotine und Laternenmasten wirds leider nicht gehen.
      Machen wir den Geldadel und das Kapitalistenpack zu "normalen Bürgern", werden sie schon in der nächsten Minute damit anfangen, Lakaien um sich zu scharen, um per Konterrevolution die alten (heutigen) Macht- und Eigentumsverhältnisse wieder herzustellen.
      Und sie werden dabei hemmungslos jede Form von Gewalt anwenden nach dem Motto "Wenn ich nichts haben darf, sollt ihr auch nichts haben!".
      Wer einmal vom goldenen Teller genascht hat, lässt sich nicht mehr umerziehen..."

    • brechstange
      04. November 2010 10:48

      Danke für den Link, Herr Renneberg, ich habe dies gerade an www.stopline.at gemeldet, als linksfaschistisches Gedankengut.

    • Florin
      04. November 2010 12:45

      @ brechstange

      Meinen Sie wirklich "Vernaderung" sei ein brauchbarer Weg? Denunziation ist doch wirklich zutiefst häßlich.

    • brechstange
      04. November 2010 14:57

      @florin
      Wenn Laternenmasten und die Guillotine propagiert werden, meine ich, ist Gefahr im Verzug.

    • Alexander Renneberg
      04. November 2010 17:29

      brechstange hat da völlig recht. die seite ist schon ein wenig älteren datums, aber das macht es um nichts besser.

      ich denke nur, es wird nicht gelöscht werden, es wird keine konsequenzen geben.

      das sind doch leute die für umverteilung sind, und das kann ja nix schlechtes sein.

      oder?

    • Alex
      04. November 2010 17:54

      Es wird immer schlimmer werden. A. U. wird seinen Server bald nach Übersee transferieren müssen.

    • fosca
      04. November 2010 21:42

      @brechstange

      Vollkommen richtig gehandelt, aber ich würde jede Wette abschließen, daß die Linken dafür nicht belangt werden, denn links ist es Kunst und Aktionismus.
      Rechts wäre der Teufel los, der ORF würde eine Schauplatz-Reportage drehen und zeigen, wie sehr die Demokratie in Gefahr ist und der Staatsanwalt würde binnen 3 Tagen handeln. Das ist die traurige Wahrheit in Österreich!

    • Reinhard (kein Partner)
      05. November 2010 08:07

      Wirklich ein tolles Zitat:
      "Selbstverständlich sind auch die Vermögen dieser Personen einzuziehen und sie müssen die bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenzeit verlieren."
      Das ist ja fast schon eine wörtliche Kopie dessen, was Hitlers Massenmörder als "Endlösung" propagiert haben! Das ist offene nationalsozialistische Wiederbetätigung! Und da es gegen eine diffuse Gruppe von "neoliberalen Wirtschaftsfaschisten" gerichtet ist, handelt es sich um ebenso offene Verhetzung.
      Aber natürlich um gutmenschliche, und die steht ja bekanntlich außerhalb des Rechts- und Verfassungsbogens...

  45. terbuan
    04. November 2010 08:09

    Wikipedia kann man praktisch nur im Bereich der Naturwissenschaften verwenden, vielleicht noch bei älterer Geschichte, kritisch wird es schon bei der Neuzeit.
    Das besonders gefährliche an Wikipedia ist der Multiplikatoreffekt der Meinungsmanipulation, indem bei Suchanfragen in Google die Wikipedia-Seite zumeist an vorderster Stelle liegt!

  46. Wertkonservativer
    04. November 2010 07:40

    @philipp starl:

    Bitte um Entschuldigung! Irrtümlich kam mein Sub-Kommentar ins Hauptprogramm (war so nicht geplant). Danke, aber nun muss ich wirklich weg!

  47. Wertkonservativer
    04. November 2010 07:34

    @ Philipp Starl

    Noch schnell vor dem Weggehen: Starl, Starl, Sie werden mir langsam unheimlich!
    Soviel Wissen, soviel sympathischer Idealismus, so viele Verbesserungsvorschläge, derart hohe Ansprüche an die unvollkommene Welt! Wo haben Sie das alles her, bei soviel blühender Jugend!
    Respekt, Respekt! (Aber versuchen Sie bitte daneben auch, das Leben zu genießen!).

    • Philipp Starl
      04. November 2010 10:46

      Ich danke Ihnen vielmals für Ihr Lob und versichere Ihnen, das Leben in vollen Zügen zu genießen!

  48. Wertkonservativer
    04. November 2010 07:05

    Aus Zeitgründen außerstande, mich mit den wie immer fundierten A.U.-Aussagen und den vielen bereits vorliegenden Sub-Kommentaren ernstlich befassen zu können, enthalte ich mich diesmal einer Aussage.
    (Außerdem bin ich kein besonders eifriger Wikipedia-User, kann daher zu diesem Thema auch kaum Kluges beitragen).
    Einen wunderschönen Tag Ihnen Allen!

  49. SuPa
    04. November 2010 06:48

    Für kritsche Internetbenützer ist es nichts neues, dass nun Wikipedia als subjektiv eingestuft wird. Während Google durch Bezahlungen manche Ergebnisreihungen "verbessert", sind die Wikipedia_verantwortlichen auf Mission, um die Welt in ihrem Sinn entsprechend zu verbessern. Wenn ich z.B. schnell wissen will, wieviel Einwohner die Stadt X hat, dann hilft mir Wikpedia. Schwer wird es aber z.B., wenn man eine neutrale Beschreibung über Wikipedia haben will. Da stosst man immer wieder auf von Wikipedia selbst gestaltete Beiträge mit dem Eigenlob. Z.B. auch den Lebenslauf unseres tollen Bundeskanzlers dort für einzig richtig zu befinden, ist mehr als dumm. Da muss man sich schon anderer Quellen bedienen. Aber Vorsicht, um beim eben zitierten "Suchbegriff" zu bleiben: auch auf der Webseite vom Bundeskanzleramt, dem Parlament oder einer SP-Orgaanisation wird man über ihn keine neutrale Fakten erfahren. Da muss man schon mühsam vieles zusammensuchen um sich ein eigenes Bild zu machen oder wie von AU erwähnt, eben zum Brockhaus greifen. Diese Nachschlagewerke sind auch schon im Internet abrufbar, die Encyclopedica Britannica wird überhaupt nur mehr online vertrieben und dort mit updates versehen.

  50. brechstange
    04. November 2010 06:36

    Die Bauern bauten nicht riesige Maisfelder an, es ist die Agrarindustrie mit ihren Investmentgesellschaften, die mit ihren Spekulationsmechanismen die Preise am Agrarmarkt beeinflussen. Das alles mit einer nicht an Realgütern gekoppelten Geldmenge. Der Bauer ist der, der für sehr wenig Geld, sehr viel arbeiten muss. Wir müssen hier wahrlich differenzieren.
    Auch wenn Betriebsgrößen aus Effizienz und Rationalisierungsgründen immer größer werden, was auch scheinbar und oberflächlich vernünftig erscheint, und politisch seit Jahrzehnten unterstützt wird, sind die Agrarförderungen nicht zurückgegangen. Nein, es haben sich oligopolartige Strukturen etabliert auf Kosten des Steuerzahlers und des Landwirts.

    • brechstange
      04. November 2010 06:37

      Wollte ich eigentlich bei Philipp Starl platzieren. Verzeihung.

    • Philipp Starl
      04. November 2010 10:44

      Wissen Sie, wie die Bauern in Österreich organisiert sind? In Genossenschaften. Fast alle Molkereien sind Genossenschaften. Das wird den Meisten hier nicht viel sagen, nur soviel: viele Bauern gründen eine Genossenschaft, deren einziger Zweck es ist, die Bauern zu fördern. Man sieht: ohne Bauern gibt es in Österreich diese Industrie gar nicht, ergo: es sind die Bauern.

      Die Agrarindustrie besteht eben auch aus nichts anderem, als aus Bauern. Sie sprechen vielleicht vom kleinen Bergbauern, der mit sowas nichts zu tun hat, aber die Menschen, die in Massen Mais anbauen und durch die Agrarindustrie gestützt werden, sind eben auch Bauern.

    • Philipp Starl
      04. November 2010 10:44

      Wissen Sie, wie die Bauern in Österreich organisiert sind? In Genossenschaften. Fast alle Molkereien sind Genossenschaften. Das wird den Meisten hier nicht viel sagen, nur soviel: viele Bauern gründen eine Genossenschaft, deren einziger Zweck es ist, die Bauern zu fördern. Man sieht: ohne Bauern gibt es in Österreich diese Industrie gar nicht, ergo: es sind die Bauern.

      Die Agrarindustrie besteht eben auch aus nichts anderem, als aus Bauern. Sie sprechen vielleicht vom kleinen Bergbauern, der mit sowas nichts zu tun hat, aber die Menschen, die in Massen Mais anbauen und durch die Agrarindustrie gestützt werden, sind eben auch Bauern.

    • Philipp Starl
      04. November 2010 10:46

      Ich weiß nicht, warum der Beitrag zweimal hier steht, aber ich bitte vielmals um Entschuldigung!

    • brechstange
      04. November 2010 10:55

      Herr Starl
      Ohne Banken und Investoren gibt es diese Industrie nicht, die Bauern haben da nichts mehr zu reden, die bekommen den Preis diktiert und ein Almosen an Förderung. Die großen Förderungen gehen an agrarnahe Industrien, Bauern, die expandierten, sind inzwischen höchstens Geschäftsführer in ihrem "eigenen" Betrieb. Glauben Sie wirklich, dass diese Betriebe nicht bearbeitet werden müssen? Ich habe noch keinen Banker im Kuhstall getroffen.

    • Philipp Starl
      04. November 2010 11:25

      Warum und durch welche Mittel es die Bauern gibt, ist unerheblich. Es gibt um einen Kausalzusammenhang und der ist nunmal, dass viel weniger Weizen angebaut wurde und dies zu einer Erhöhung des Preises führte, oder wollen Sie nun ernsthaft behaupten, der Weizenpreis werde manipuliert? Na Grüß Gott dann haben Sie aber den größten Skandal in der Geschichte der Börse aufgedeckt.

  51. Der kleine Nick
    04. November 2010 01:57

    Wikipedia mag den Bach hinuntergehen, doch Rettung naht! Die Stadt Wien arbeitet laut gut informierten Kreisen (mit denen nicht der zwischen Wien und Wein schwankende Legastheniker gemeint ist!) an einem "Zuverlässigen Lexikon für die Bürger der Stadt". Die Einträge "ang'rennt", "Koffer" und "Ohrwaschl" werden vom Chef persönlich verfasst und illum...illustriert. Die Einträge zu den beiden Stichworten "korrupt" und "mafios" sollen ihrer Länge wegen in einen Ergänzungsband ausgelagert werden, den der Verlag alljährlich zu aktualisieren verspricht. Für Bibliophile wird das Opus magnum auch in einem gefütterten roten Filzumschlag lieferbar sein.

    • Laura R.
      04. November 2010 08:32

      Oh, wie wahr. Und köstlich. Der Werner könnt`s nicht besser.

    • Wertkonservativer
      04. November 2010 10:36

      Herrlich, kleiner Nick, wie entlarvend Sie Wampo an die Wampe gehen!

    • fosca
      04. November 2010 21:34

      @Der kleine Nick

      Kööööööstlich! ;-)
      Und darf ich bei den Koffern noch das "mieselsüchtige" ergänzen, denn sonst wäre das brillante Lexikon ein bißerl unvollständig und das wollen wir doch alle nicht! ;-)

    • Der kleine Nick
      05. November 2010 11:47

      Danke für die freundliche Aufnahme und die wertvolle Ergänzung! - Es wird dem Presse- und Insertionsdienst der Stadt Wien eine Ehre sein, sie dereinst zur Buchpräsentation einzuladen. Sie dürfte im blitzblank gereinigten Wiener AKH stattfinden, könnte aber kurzfristig in den Festsaal des Landesgerichts für Strafsachen verlegt werden.

    • fosca
      07. November 2010 05:04

      @Der kleine Nick

      Solange es nicht in der blitzblanken, neuen Pathologie stattfindet, soll mir alles recht sein! *lol*

  52. fosca
    04. November 2010 01:48

    Genau die Erfahrung habe ich mit Wikipedia ebenso gemacht:
    Ich habe mir erlaubt - allerdings nur ein einziges Mal - einen Sachverhalt über einen eben NICHT linken Journalisten (welche Ausnahme! *g*) in einer ARD-Sendung, welche ich persönlich verfolgte, richtigzustellen. So schnell konnte ich gar nicht schauen, war er wieder linkskonform ausgebessert. Ich wußte nun, wie der Hase dort läuft und unterließ in Zukunft jeglichen Versuch in diese Richtung.
    Wobei ich die Grundidee von Wikipedia (= User für User!) faszinierend fand, aber leider wird sie durch die linke Medienherrschaft ad absurdum geführt.
    Allerdings >>> so viel ich weiß, kratzt auch an Wikipedias Tür die finanzielle Not und es wird um Spenden gebeten. Sollte das nötige Kleingeld nicht aufgebracht werden, war's das wohl mit dieser einmal mehr von Linken mißbrauchten Plattform!

  53. Philipp Starl
    04. November 2010 01:20

    Im Übrigen möchte ich Sie auf den Fauxpas hinweisen, dass Beweiswürdigung nichts mit Lexika zu tun hat. Die Aussage eines Zeugen ist genauso als Beweis zu würdigen, wie Wikipedia oder ein Zettel, auf dem jemand etwas hingekritzelt hat. Ich bitte Sie daher um eine Klarstellung, was Sie meinten.

    Eines kann ich Ihnen versichern: jeder, der im Studium der Rechtswissenschaften bei einer wissenschaftlichen Arbeit Wikipedia zitiert, wird ohne Zögern mit einem Nicht Genügend abgekanzelt! Ausgelacht sowieso.

  54. Philipp Starl
    04. November 2010 01:17

    Wie ich selbst heute auf mühevolle Art und Weise erfahren musste, gibt es Menschen, die sich nur einseitig oder (im besten Fall) mehrseitig informieren, zahlreich.

    Von Empirie haben die Menschen schon lange keine Ahnung mehr. Wissenschaft ist immer mehr zum politischen Instrument verkommen.

    Es ist schon spät, weshalb ich mich gerne zur Erzählung einer kleinen Episode aus meinem Studium hinreißen lasse:

    Ich saß in einer Lehrveranstaltung über Internationales Privatrecht. Wir waren nur wenige und die Lehrveranstaltungsleiterin war eine sehr intelligente und wissende Dame. Irgendwie kamen wir auf gleichgeschlechtliche Ehen und ich meinte, dass Homosexuelle nun großteils den Ehepartnern gleichgestellt waren. Ich hatte es überall in den Zeitungen gelesen, mehrere Male und sie fragte: aber WISSEN Sie es auch? Haben Sie sich den Gesetzestext angesehen?
    Ich musste verneinen, woraufhin Sie mich aufklärte, dass die Zeitungsberichte grundfalsch seien.

    Seitdem hüte ich mich, Feststellungen zu machen, ohne die Wahrheit zu erforschen. Leider stehe ich in unserem Zeitalter sehr einsam damit da, vor allem in Österreich, dem Land der Gaukler, Schauspieler und Manipulierer. Hier wird in Zeitungen, Foren, ja sogar in der vermeintlichen Wissenschaft gelogen und Propaganda betrieben, bis sich die Balken biegen.

    Es gibt so viele Theorien, die von der Öffentlichkeit und der Politik als gegeben erachtet werden und es gibt so viele wissenschaftliche Aussagen, die dann als Wahrheit verkündet werden, obwohl dieser Begriff in der wahren Wissenschaft so etwas wie der Teufel in einer Kirche ist.

    Dabei gibt es auf dieser Welt so wenige Fakten, die gesichert sind. Fakt ist, dass die Erde rund ist, Gesetze sind Fakten, Gerichtsentscheidungen sind Fakten, Aussagen einzelner Personen sind Fakten, aber ansonsten gibt es fast nichts, was als Faktum durchgeht.
    Und doch maßten sich noch nie so viele Menschen auf dieser Welt Wissen an. Wissen, was denn für die Menschen gut sei, Wissen, was denn für die Erde gut sei, Wissen, wie denn Wirtschaft wachse, usw. und in sämtlichen Fällen liegen die "Wisser" meilenweit daneben.

    Doch in der heutigen Zeit macht das nichts. Falsifizierte Theorien werden einfach umso heftiger durch Propaganda ersetzt, der Klimawandel lässt grüßen. Je unwahrscheinlicher heutzutage eine These ist, desto aggressiver wird sie inzwischen mit allen Mitteln, die zur Verfügung stehen, verteidigt.

    Die Konsequenzen einer Wissenschaft, die sich instrumentalisieren lässt und einer Gesellschaft, die nicht mehr neugierig, sondern apathisch ist, was Wissen betrifft, sind fatal.
    Wir werden uns nicht mehr weiterentwickeln, außer in Bereichen, in denen die Politik kein Betätigungsfeld findet, wie z.b. die Technik und selbst hier versucht die Politik schon ihre Klauen mit pseudowissenschaftlichen Thesen in die Entwicklung neuer Produkte zu krallen.
    Anstatt neue, bessere, günstigere, effizientere, lustigere, schönere, das Leben erleichterndere Produkte zu entwickeln, werden wir nur noch das entwickeln, was von der Politik erwünscht ist. Den wirtschaftlichen Schaden, der daraus erwächst, kann man gar nicht beziffern, er dürfte in die Billiarden gehen.

    Die größte Katastrophe, die daraus erwächst, ist aber, dass wir aufhören werden, Produkte zu entwickeln, die den Menschen vorwärts bringen und ihn schützen. So steckt die Politik eifrig Geldmassen in die Entwicklung CO2- sparender Produkte, anstatt das Geld in die Katastrophenprävention zu stecken. So werden Abermilliarden in die Entwicklung CO2- armer PKW investiert, anstatt das Geld in die Entwicklung von Sicherheit, Komfort und Leistung zu stecken.
    So werden Billionen für eine Anlage in der Wüste verschwendet, anstatt das Geld in die Entwicklung neuer Energiegewinnungsmethoden zu stecken, die effizient, günstig und energieliefernd sind. So fließt das Geld in die Propaganda, der Mensch zerstöre die Umwelt mit seinem CO2, anstatt das Geld in den echten Naturschutz zu stecken.

    Das beste Beispiel ist der Biodiesel. Die Bauern bauten vor lauter Regierungssubventionen Maisfelder an, um Biodiesel zu generieren. Die Folge war das Nachlassen von Anbau von Weizen, was den Preis für Weizen in die Höhe trieb und so viele Kinder verhungern ließ.

    Eine Umkehr dieser Entwicklung kann es nicht mehr geben. Das einzige Mittel, um diesen Irrsinn abzustellen, ist, den Regierungen zu verbieten, Technologien zu fördern, zu fordern oder zu verbieten!

    • terbuan
      04. November 2010 10:38

      Lieber Philipp Starl,
      danke für Ihren exzellenten Beitrag. Sie sehen, auch längere Beiträge haben Chancen auf gute Bewertungen, aber Sie waren ja diesmal wahrhaft ein "früher Vogel", kann sich diesmal nur um eine Eule handeln, die ist ja nachtaktiv und als besonders klug bekannt! :-)

    • Norman Bates
      04. November 2010 10:41

      @Philipp Starl

      Danke für diesen sehr guten Beitrag.

    • Erich Bauer
      04. November 2010 11:18

      Werter Herr Starl,
      "...dass wir aufhören werden, Produkte zu entwickeln..."

      Eine Konsequenz der Deindustrialisierung. "Dienstleistungsgesellschaft" als wirtschaftswissenschaftliches Experiment. Eine Gesellschaft von Bürokraten und Friseuren ist für das "Fließband" nicht mehr tauglich...

      Wenn schon Sie, als Jurist, nur "mäßiges" Interesse über den Gesetzestext zur Homosexuellenehe entwickeln konnten, wer sollte das denn sonst lesen? (grins) Jedenfalls macht Sie mir Ihr "lockerer" Zugang zu gesetzlichen Neuheiten noch sympathischer, als Sie mir ohnehin seit dem Jubiläumstreffen schon sind.

      Ebenso sicher bin ich mir, daß auch über die "Heteroehe" jede Menge Gesetzestexte "drüberliegen". Mir fällt da so ad hoc die "Halbe/Halbe- Regelung" ein. Praktisch ist dieser staatliche Notariatsakt aber ohnehin nur ein paar Gebühren-Euros ("Stempelmarken") wert, wenn nur einer die Auflösung will.

    • Norbert Mühlhauser
      04. November 2010 11:23

      Sg Herr Starl!

      Ich hatte es überall in den Zeitungen gelesen, mehrere Male und sie fragte: aber WISSEN Sie es auch? Haben Sie sich den Gesetzestext angesehen?
      Ich musste verneinen, woraufhin Sie mich aufklärte, dass die Zeitungsberichte grundfalsch seien.


      Wenn man alles, was so im Umlauf ist, selbst verifizieren müsste, bräuchte man erstens keine Zeitungen mehr, hätte man zweitens keine Zeit zum Arbeiten mehr (also für den eigenen produktiven Beitrag zur Wirtschaft), und müsste drittens jeder das Rad neu erfinden ( - weil ja jede geniale Idee bis in's Detail nachvollzogen werden müsste).

      Es wäre Aufgabe der Journalisten, Meldungen gegenzuprüfen und auch - bis zu einem gewissen Grad - die Aussagen von Experten durch Plausibilitätsüberlegungen in's rechte Lot zu rücken. Gerade hins Expertenaussagen kommt es oft vor, dass Wiedergaben belegen, dass der Journalist gar nicht selber nachgedacht hat und aus einem Unverständnis heraus zusammenfasst. Außerdem gehört es zu einer demokratischen Gesellschaft, dass der Wissenschaftsbereich gezwungen wird, sich dem Laienstand ggü zu erklären.

      Und was den Biodiesel anlangt, so liegt der Anteil der Beimischung bei PKWs mW unter 10 %. Weniger Biodiesel bedeutet stärkere Rohölnachfrage, und gerade die Landwirtschaft in Wohlstandsländern wird preislich mehr von Treibstoffkosten abhängen als weniger industrialiserte Landwirtschaften in der dritten und zweiten Welt. Selbst wenn es also um Überschussweizen für unterentwickelte Länder geht, scheinen die Schuldzuweisungen eines Jean Zieglers fragwürdig.

      Und zur Homo-Gleichstellung. Ich würde mich ohne genauere Recherchen nicht dazu versteigen, eine Gleichstellung zu behaupten, aber die Witwerpension scheint doch eine Realität zu sein, denn: sie wurde schon mehrfach beanstandet, ohne von den begünstigten, betroffenen Kreisen widerlegt worden zu sein.

    • Philipp Starl
      04. November 2010 11:31

      Werter Herr Mühlhauser,

      Zu Ihren ersten beiden Absätzen: und Sie meinen, das kann man der Regierung nicht zumuten, bevor sie ein Verbot oder ein Gebot verabschiedet?

      Bei den letzten beiden Absätzen muss ich Sie leider um eine Konkretisierung bezüglich der Korrellation zu meinem Beitrag bitten.

    • Norbert Mühlhauser
      04. November 2010 13:01

      Sg Herr Starl!

      Meine beiden letzten Absätze beziehen sich auf Ihre kritische Anmerkung zu Biodiesel einerseits, und auf die von Ihnen angesprochene, angeblich fahrlässige Gleichstellung der Homo-Ehe mit normalen Ehen andererseits. Zu Letzterem meine ich, dass einem mit der Lebensbewältigung befassten Normalbürger (Arbeit, oft auch Familie) nicht abverlangt werden sollte (was Ihren Aussagen entnommen werden könnte), sich im Detail zu informieren, sondern dass man sich aufgrund gruppendynamischer Kausalitäten darauf verlassen kann, dass die Homo-Ehe jedenfalls zur Witwenpension berechtigt - aus den in meinem Beitrag angeführten Gründen.

      Und was die Informationspflicht der Regierung anlangt, die Aufklärungsarbeit der Journalisten erübrigen würde, so frage ich mich, ob es nicht besser ist, wenn sich die Regierung auf die elementarste, technische Information und Offenlegung beschränkt und es auf dieser Ebene bei der Holschuld des interessierten Bürgers bleibt. Nicht auszudenken, wenn sogar die Regierung (im engeren Sinn) nach den Regeln psychologischer Optimierung aufklärte, nämlich: Möglichst simple Propaganda, um möglichst viele zu erreichen, dementsprechend zu Lasten der Genauigkeit. - Gesetzestexte, Ministerialentwürfe und Regierungsvorlagen sind ja im web abrufbar - samt erläuternden Bemerkungen. Die Journalisten wären hier gefordert, nicht einmal auf die Parteien, aus denen die Regierung ja zusammengesetzt ist, ist Verlass!

    • Philipp Starl
      04. November 2010 13:33

      Werter Herr Mühlhauser,

      Ich meinte nicht, dass die Regierung die Bürger in diesem Maße informieren sollte, sondern dass die Regierung sich selbst in diesem Maße informieren sollte, denn sie bringt schließlich die meisten Gesetzesanträge ein und ich denke wir sind einer Meinung, dass eine Regierung ohne ausreichendem Fachwissen keinen Gesetzesentwurf verfassen sollte!

      Ja, dass es um Biodiesel geht, habe ich erblicken können, aber nicht, welche Aussage sich dahinter verbirgt. Was haben steigende Rohölpreise mit zu wenig Weizen zu tun, der für das Verhungern vieler Menschen verantwortlich ist?

      Und ich darf Ihnen versichern, dass die Homo- Ehe keine Gleichstellung bringt, aber ich lade Sie herzlich dazu ein, sich den Gesetzestext durchzulesen und ihn mit mir zu diskutieren:

      http://bit.ly/9DdEfA

    • Norbert Mühlhauser
      04. November 2010 13:58

      Sg Herr Starl,

      ich gehe in Ihrer Kritik des Biodiesel-Anbaues nicht mit Ihnen konform. Weizenpreise können steigen, weil die Nachfrage danach zu stark "ausschlägt" (was Investitionen in den Kapazitätsausbau lukrativ macht), aber auch, weil die Gestehungskosten durch steigende Treibstoffkosten steigen. Das eine gründet in der Nachfrage, das andere angebotsseitig. Für Arme und Hungernde ist es gleich, weshalb sie sich den Weizen nicht leisten können. In beiden Fällen müsste der Westen den Preis alternativer Produkte bezuschussen (falls produtkionsseitig durch höhere Treibstoffkosten verursacht) oder mit Hilfslieferungen etwa in Form von Reis-Spenden reagieren, will er den Hungernden helfen.

      Jean Ziegler soll ja die sogar die Terminbörsen in die Verantwortung ziehen, dabei ist ein steigender Terminwarenpreis für die Produzenten ein wichtiges Signal, ihre Kapazitäten auszuweiten.

      Und was das PartnerschaftsG anlangt, bedanke ich mich für die freundliche Einladung, bin aber nicht sicher, ob Sie mich verstanden haben. Ich will ja gar nicht bezweifeln, dass dieses Gesetz KEINE Gleichstellung bringt! Mir genügt es, dass es zur Witwenpension führt. Wäre es anders, wäre das betroffene Lager in der diesbezügl öffentl Debatte schon längst dahingehenden Behauptungen entgegen getreten.

    • Franz L
      04. November 2010 14:26

      @Philipp Starl

      Eine exzellente Darstellung der technischen Fehlentwicklung als Folge linker Politik in der EU!

    • socrates
      05. November 2010 10:56

      Philipp Starl
      "Das einzige Mittel, um diesen Irrsinn abzustellen, ist, den Regierungen zu verbieten, Technologien zu fördern, zu fordern oder zu verbieten!"
      Ihr Artikel ist excellent, aber hier widerspreche ich als NW:
      Schweinebäuche waren und sind an der Börse gehandelt und waren schon unter Al Capone ein Geschäft der Mafia. Die EU macht unseren Bauern Vorschriften, wo und wann und was sie anbauen dürfen, ungeachtet des Wetters, was z.B. bei der Rübenernte größte Schwierigkeiten machte und den Dieselverbrauch verdoppelte.
      Bald wird auch nurmehr amerikanische Gentechnik erlaubt sein und die anderen Samen verboten. Dann ist das Agrargeschäft voll in Händen der Börsenmafia und wir sind Lohnsklaven ohne Eigenversorgung. Beispiel: Obstpreise in den USA.
      Die Entwicklung neuer Werkstoffe, ein Gebiet in dem Ö unter Professoren Nowotny und Schwarzkopf und dem Planseewerk führend war, wird stark zurückgefahren,
      die weichen Wissenschaften wie Pädagogik, Psychologie, Theaterwissenschaften, Politikwi., Zeitungswi. usw werden hochgefahren.
      Ich kannte einige gute Redakteure, es war kein Zeitungswissenschaftler dabei
      Ich kannte einige gute Regisseure, es war kein Theaterwissenschaftler dabei.
      Ich kannte einige gute Politiker, es war kein Politikwissenschaftler dabei.
      Ich kannte einige gute Historiker, es war kein Geschichtswissenschaftler dabei.
      Das einzige Mittel, um diesen Irrsinn abzustellen, ist, aus der EU austreten.

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      05. November 2010 12:02

      @socrates
      Die Bauern müssen sich deshalb von der EU Vorschriften machen lassen, was und wo sie etwas anbauen oder Tierhaltung betreiben, weil ca. 75% des bäuerlichen Einkommens aus Subventionen und öffnetlichen Förderungen bestehen. Jedem der darauf verzichtet, ist es im Rahmen der gesetzlichen Richtlinien erlaubt, zu wirtschaften wie es ihm beliebt. Bauern sind heute in Wahrheit eine Säule der Staatsdiener.





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