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Sieben Milchmädchenrechnungen

Lesezeit: 2:30

Jetzt haben wir es den Reichen aber gezeigt! Endlich werden ihre horrenden Gewinne durch Anleihen- und Aktienspekulationen bestraft.

So ungefähr wird derzeit in den Köpfen vieler Politiker gedacht. Aktienbesitzer sind für sie (und etliche Medien) so ziemlich das Letzte. Und wenn es ums Schröpfen geht, die Ersten. Zugunsten der Milliarden für jugendfrische Hacklerpensionisten und verschwenderische Landeshauptleute.

Die Politik unterliegt freilich einer ganzen Reihe von Irrtümern.

Erstens waren Österreichs Aktien- und Anleihekäufer nicht Schuld an der Finanzkrise; das waren primär Notenbanken und Regierungen, vor allem jene der USA, die mit billigem Geld das Wohlwollen der Wähler erkaufen wollten.

Zweitens gibt es natürlich längst Steuern auf Dividenden und Zinsen, was aber gerne verschwiegen wird. Lediglich über einen längeren Zeitraum erzielte Kursgewinne waren steuerfrei.

Drittens haben frühere Regierungen noch gewusst, dass eine Veranlagung von Geldern in Aktien der Wiener Börse gesamtwirtschaftlich gut und nützlich ist, weil sich dadurch österreichische Firmen Eigenkapital beschaffen können – statt von Bank- oder gar Steuergeldern abhängig zu sein. Jetzt wird hingegen Schuldenmachen doppelt begünstigt (können Schuldner doch Kreditzinsen absetzen).

Viertens ist die Besteuerung von Kursgewinnen höchstwahrscheinlich verfassungswidrig, solange nicht auch der Gewinn durch die Wertsteigerung eines Grundstückes oder eines Kunstwerkes genauso besteuert wird.

Fünftens sind Investitionen in Aktien sozialer als etwa die in Gold, weil sie Arbeitsplätze schaffen.

Sechstens irrt die Regierung bei den erwarteten Einnahmenzuwächsen: Denn ab 2011 wird nach einem letzten Börsen-Strohfeuer die Zahl der privaten Investoren an der Wiener Börse zweifellos rapide abnehmen. Diese werden lieber und noch mehr als zuletzt Gold und Eigentumswohnungen kaufen. Was volkswirtschaftlich absolut unsinnig ist – und was zur Bildung neuer Blasen führt, aus denen künftige Crashes entstehen können (die der Propaganda-Apparat der Regierung dann wiederum dem Markt und nicht der eigenen Dummheit in die Schuhe schieben wird).

Und siebtens wird allen Leistungsträgern eine weitere Möglichkeit einer legalen Alters- und Familienvorsorge genommen. Und das noch dazu gleichzeitig mit Pensionserhöhungen, die nun schon das fünfte Jahr hintereinander Leistungsträger diskriminieren und bestrafen. Denn jene, die sich durch jahrzehntelange hohe Einzahlungen ins ASVG-System einen zumindest leicht gehobenen Alters-Wohlstand sichern wollten, werden heuer erneut betrogen: durch Einfrieren ihrer Pensionen. Irgendwann werden die Opfer einer so leistungsfeindlichen Regierung aber auch ihrerseits ihre Leistungen einschränken, zumindest die versteuerten. Worauf dann das ganze Wohlfahrtssystem kollabieren wird.

Denkt da noch irgendjemand?

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPatriot
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2010 12:38

    Wenn man die Inflation nicht herausrechnet, dann ist die Besteuerung von "Kursgewinnen" verfassungswidrig. Genauso übrigens wie die heutige Kapitalertragsteuer.

    Wenn die Bank bei 1% Zinsen zahlt, und die Inflationsrate bei 2% liegt, dann hat man keinen Ertrag, sondern einen Verlust!

    Aber was schert denn unsere "Verfassungsprofessoren" die Verfassung? Die sind ja ausgiebig mit der maximalen Ausdehnung von "Menschenrechten" für Wirtschaftsasylanten, Kriminellen und Parallelweltlern befasst.

  2. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2010 08:47

    Die Absicht der Spekulationsfrist war es ja, Spekulanten abzuhalten auf kurzfristige Gewinne zu spekulieren. Das wurde uns immer wieder eingebläut. Durch den Fall der Spekulationsfrist wird diese Absicht nun auf alle Anleger ausgedehnt. Durch diese konkludente Handlung sagt uns die Regierung daß ab nun alle – nicht nur die miesen, bösen Spekulanten, auch die braven Anleger in langfristige Werte, davon abgehalten werden sollen, an der Wiener Börse zu investieren. Danke liebe Regierung, das Geld wird sich schon ein anderes Plätzchen suchen, wo es mehr erwünscht ist als in Österreich.

    Zweitens zeigt sie, daß ihr ein Spekulant auf kurfristige Werte genauso viel wert ist wie ein braver Anleger, der in die österreichische Wirtschaft investiert, nämlich gar nichts. Das entspricht ganz der Diktion der jüngeren Zeit, daß die bösen Reichen pauschal schuld sind an der Krise. Diese „Reichen“, gegen die vorgegangen werden muß, wurden nun als jene identifiziert, die ganz generell Aktien kaufen. Auch hierfür möchte ich einen kleinen Dank abstatten für die Erkenntnis, man ist hier als Investor, der an die Wirtschaft dieses Landes geglaubt hat und investiert hat, unerwünscht.

    Drittens beteiligt sich die Regierung nur an den Aktiengewinnen nicht aber an den Verlusten. Die Regierung ist also wie ein Kiebitz, der keinen Einsatz macht, aber einen Teil der Gewinne einstreift. Mitnaschen, aber nichts riskieren. Und dann gleichzeitig auf die „Spieler“ schimpfen. Das ist so minderwertig, nur eine völlig armselige Kreatur ohne Rückgrat ist zu so einer würdelosen Handlung fähig. Aber auch Danke für diese Einsicht, liebe Regierung.

    Und viertens ist es für den wirklich großen Aktienspekulant möglich, daß er seine Gewinne gegen Verluste abgleicht und demzufolge keine Steuern aus Aktiengewinnen zahlen muß. Ein kleiner Anleger dagegen wird voll getroffen, der in einem Jahr einen Gewinn und im nächsten wieder einen Verlust macht. Auch hier danke für die Einsicht, daß sie es nur auf die Kleinen abgesehen haben, und nicht wie sie immer vollmundig behaupten auf die Reichen. Behaupten das Gegenteil, tun das Gegenteil. Na pfui Teufel zu soviel Scheinheiligkeit!

  3. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2010 08:28

    mein eindruck ist, dass diese regierung überhaupt nur von milchmädchenrechnungen lebt, eingeschlossen die landesregierungen, die niveaumäßig den selben ansatz haben.

    irgendwie habe ich den eindruck, dass hier alle möglichen und vor allem unmöglichen "politiker" machen, was sie wollen. aber nur, um eigene pfründe zu sichern, den staatsbürger möglichst lange belügen, die budgetwahrheiten hintanzuhalten, schlicht und einfach soll das eigene überleben gesichert werden. das staatswohl spielt keine rolle mehr.

    einem faymann samt seinen genossen die republik zu überlassen, unterstützt von einer leider äußerst schwachen övp-riege, war leider die entscheidung des österreichischen stimm(vieh)volkes. wenn man sich die zeitungen durchliest und sieht, was hier alles an linken dingen passiert, dann scheint klar zu sein, dass wir unter einer solchen regierung einen möglichen wirtschaftsaufschwung nicht erleben werden.
    auch die gewerkschaften arbeiten fleissig daran, einen solchen zu verhindern. nicht nur in österreich, auch europaweit...

  4. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2010 13:13

    Es wird immer wieder gerne argumentiert, daß Österreich so niedrige Vermögenssteuern hat, daß es ein wahres Paradies für jeden „Reichen“ ist, sogar in der Schweiz dem Steuerparadies für Millionäre, gibt es höhere Vermögenssteuern, und auch die OECD stellt gerne diesbezügliche Statistiken zur Verfügung. Da sei es ja nur recht und billig, eine Steuer auf Vermögenszuwachs zu legen.

    Dieser dummen arroganten hinterhältigen Argumentation möchte ich nur entgegenhalten, daß wir hier in Österreich schon ab 60.000 Euro Brutto den höchsten Lohnsteuersatz von 50 % zahlen. Und trotzdem von Transfers etwa beim Häuslbau ausgeschlossen sind. Aber selbst das ist manchem Kommunisten in der SPÖ noch zu wenig.

    Auf der einen Seite von geringen Vermögenssteuern sprechen, aber verschweigen, daß einem hierzulande schon von vornherein die Hälfte jenes Geldes durch den Lohnsteuerspitzensatz vorenthalten wird, das man dafür verwenden könnte, um ein Vermögen aufzubauen. Da langt einer zweimal zu! Und nicht zu knapp! Das nenn ich doppelten Raub. Enteignung! Diebstahl!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2010 08:09

    Seit seinerzeit der amerikanísche Investor Jim Rogers die Wiener Börse aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküßt hat wurde viel getan, um diesen Markt zu einer einigermaßen attraktiven Lokalbörse zu machen. So tauchten österreichisiche Aktien plötzlich in den Portfolios großer Fonds auf, wenn auch nur im Promillebereich.

    Aus folgenden Gründen ist diese jetzige Maßnahme völlig unsinnig und unproduktiv:

    1. Die Börsen befinden sich derzeit allgemein auf einem Höhenflug, der nicht durch fundamentale Daten zu rechtfertigen ist und daher in naher Zukunft mit Korrekturen zu rechnen sein wird. Alleine aus dieser Sicht werden sich die Einnahmen aus dieser Steuer wahrscheinlich in Grenzen halten.
    2. Der ohnehin sehr geringe Anteil der Veranlagungen in Aktien in Österreich wird noch weiter sinken und damit auch die internationale Attraktivät Wiens.
    3. Für die Banken bedeutet diese Steuer einen erheblichen Mehraufwand, der sicherlich auf die Kunden abgewälzt werden wird.

    Also wieder einmal "Der Berg hat gekreißt und gebar eine Maus"!
    Eine völlig unnötige und höchstwahrscheinlich unergiebige Steuer alleine erfunden aus ideologischen Gründen zur Bedienung der linken Klientel!

  6. Ausgezeichneter KommentatorKaffeehäferl
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2010 09:05

    Sind nicht alle, die eine private Pensionsvorsorge haben oder eine fondsgebundene Lebensversicherung auch böse Aktionäre?
    Sie wissen gar nicht, welche Aktien sie mit ihren Pensions- und Versicherungs-Fonds besitzen, und sie haben ihre Boshaftigkeit der Gewinnmaximierung an einen bösen Fondsmanager delegiert.

    Aber böse sind ja nur die Kapitalisten, also immer die anderen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    05. November 2010 23:55

    Nicht zu vergessen, daß Kursverluste dagegengerechnet werden dürfen und da bei der derzeitigen unsicheren Börsenlage sowieso nur Spekulanten und institutionelle Anleger überbleiben dürften, denn der vielzitierte "kleine Mann" hat sich längst verabschiedet, kann er sich doch auf diese für ihn derzeit kaum durchschaubare Form der Aktienveranlagung nicht mehr einlassen, weil er für die Profis sowieso lediglich als "Kanonenfutter" dient, daher wird diese Budgetmaßnahme so gut wie nichts in die Haushaltskasse spülen.
    Die wirklich großen Fische werden es sich insoferne richten, daß sich Gewinne und Verluste schlauerweise die Waage halten und somit dient diese zahnlose Verordnung den Linken in erster Linie als Mittel zum Klassenkampf, der Vorrang hat vor jeder vernünftigen wirtschaftlichen Maßnahme!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFriedrich Lehmann Partner Homepage
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    06. November 2010 10:25

    Wenig überraschend schließt sich auch die österreichische Regierung der weltweiten Tendenz an, nach der "Krise" die Politik der Blasenbildung weiterzuführen. Ob aus purem Opportunismus oder blanker Ignoranz spielt dabei keine Rolle mehr...

    Jedenfalls ist den Regierungen und Nationalbanken offensichtlich jedes Mittel recht, um ihr marodes System solang wie irgendmöglich über Wasser zu halten. Es steht zu hoffen das früher oder später durch einen Zusammenbruch des Dollars ein reinigendes Gewitter über die Staatskassen kommt. Vieleicht lässt sich dadurch dann auch ein Teil der Bevölkerung aufwecken. Die Abschaffung der 13. Familienbeihilfe aber wird dann als tiefgreifender Reformvorschlag kaum ausreichen.

    Mittlerweile ist das weltweite Finanzsystem (genauer der US-Dollar) in massive Abhängigkeit von der chinesischen Regierung geraten. Eine kommunistische Partei also muss das kranke Finanzsystem (das mit Kapitalismus sehr wenig gemein hat) am Leben halten. Sobald die chinesische Regierung allerdings ihre Devisenreserven versilbern und die amerikanischen Staatsanleihen zurückgeben würde, käme der tatsächliche Wert des Dollars ans Tageslicht. Noch ist aber auch den Chinesen ein stabiler Absatzmarkt wichtiger....

    "In Hu Jintao we trust"

    http://denkanstoesse.twoday.net/stories/bernanke-giesst-erneut-oel-ins-feuer-der-us-dollar-haengt-am-seidenen/

  2. Ausgezeichneter Kommentatorcarlo soziale
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    06. November 2010 09:13

    Wenn ich mir etwas gemerkt habe, vom Unterricht in meiner nicht abgeschlossenen Hauptschule, dann waren es jüdische Weisheiten. Ein Drittel des Vermögen als Bargeld, ein Drittel in Immobilien und ein Drittel in Gold, lehrte uns ein KZ-Überlebender im Geschichteunterricht.
    Viele haben dann aber anscheinend noch ein viertes Drittel fürs Cabrio, Motorrad, Wohnmobil, Zweitfrau, uneheliche Kinder, usw.
    Vom fünften Drittel, das die Regierung gerne an Sozialfälle wie mich verteilt, ganz zu schweigen.

alle Kommentare

  1. Malerie (kein Partner)
    08. Februar 2015 19:36

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  5. C.Blocker (kein Partner)
    11. November 2010 20:13

    Warum ist mein Beitrag hier nach einem Tag verschwunden ? Das kennt man normalerweise nur von den Gutmenschen Blogs !

    Ist es so schlimm über das "Schwarzbuch der Landwirtschaft" zu schreiben ?

    Haben jetzt wirklich schon alle die Hosen voll vor Konrad und Scharinger ? (!!)

  6. Auditor
    10. November 2010 06:21

    Aus der Sicht eines Wirtschaftsprüfers/Steuerberaters/Allg.Ger.Beeid.Sachverständigen, der zugleich Unterberger-Fan ist:
    Zu A.U.selbst:
    Applaus und Beifall (wie fast immer), ausgenommen:
    Viertens: Es handelt sich um die Einkommenbesteuerung von (durch Verkauf o.ä.)realisierten (!) Kursgewinnen, wobei ein Ausgleich mit (durch Verkauf o.ä.) im gleichen Jahr realisierten (!) Kursverlusten dergleichen Einkunftsquelle möglich ist. Tendenziell geht schon aus den szt. verfassungsrechtlich mE völlig zutreffenden Aussagen des leider viel zu früh verstorbenen blendenden Abgabenrechtlers im BMfF, Univ.Prof.SC Dr.Quantschnigg und aus dem Succus einschlägiger VfGH- Judikatur hervor, dass eine Verfassungskonformität dann gegeben ist, wenn Verluste dergleichen Einkunftsart ebenfalls berücksichtigt werden. Ich stimme selbst eigentlich dem zu. Gegen welchen Verfassungsgrundsatz soll das verstoßen ? Gleichheit ? Eigentum ?
    In sachlicher Hinsicht ist die derzeit noch geltende Rechtslage eher unverständlich:
    Warum sollen realisierte Kursgewinne von Anleihen nach einem Jahr unversteuert bleiben, wenn alle anderen realisierten Wertzuwächse (Zinsen etc.) versteuert werden ? Warum sollen realisierte Wertzuwächse von Aktien innerhalb eines Jahres mit dem Normalsatz (sehr häufig 50 %) sehr hoch einkommenversteuert werden, danach nicht ? Ist nicht ein ermäßigter Steuersatz von 25 % ohne Beachtung einer Frist vernünftiger, verständlicher ?
    Weiters:
    Die realisierte (!) Wertsteigerung eines Grundstücks wird ja einkommenversteuert, allerdings innerhalb anderer Frist - 10 Jahre, manchmal 15 Jahre. Sie wollen die Fristen angeglichen sehen ? Auf 1 Jahr oder wie lang ?
    Die innerhalb 1 Jahres realisierte (!) Wertsteigerung eines Kunstwerks wird schon lange einkommenbesteuert (siehe § 30 (1) 1 b EStG 1988), arg. "andere Wirtschaftsgüter". Das bleibt unverändert. Hier liegt ein offenkundiger Rechtsirrtum vor.
    Fünftens: Welche Arbeitsplätze schafft der Handel mit Aktien ? Beim derzeitigen Automatisierungsgrad und beim jetzt bereits häufigen Online-Banking nicht einmal den von Bankangestellten. Gleiches gilt für den Handel mit Edelmetallen. Das zu messen an der Frage "Soziales" kann nicht zielführend sein.
    Im übrigen:
    Lösen wir uns vom Irrglauben des Daseins einer "Börse", gleichgültig ob Wiener Börse oder andere. Das ist Rechtsgeschichte. Es gibt auch schon lang keinen Börsesaal mehr, die schönen Räumlichkeiten der "Wiener Börse" sind seit Jahren verkauft und anderweitig vermietet. Es handelt sich -wie bei anderen Börsen, ausg. einige Teilbereiche vonUS-Börsen- um eine Online-Verkettung leistungsfähiger Bank-Rechner.
    Zutreffend ist allerdings, dass für Betriebe die Außenfinanzierung durch Aktienkapital in Krisenzeiten risikoärmer ist als Fremdkapital durch Banken. Das wissen aber die Vorstände sehr wohl - und bemühen sich um ausgewogene Finanzierungsverhältnisse, besonders für Krisenzeiten. Ob da die Besteuerung von Kapitalerträgen bei Anlegern einen Einfluß hat, wage ich zu bezweifeln. Ich habe noch mit keinem Vorstand gesprochen, der bei der Entscheidung dieser Frage über die KeSt von Anlegern nachgedacht hat.

    Zu den anderen Beiträgen:
    Applaus für die sachlich zutreffenden und von einschlägiger Sachkenntnis zeugenden Sach-Beiträge von Norbert Mühlhauser, Josef Schiffer und Robert Bond. Leider zeugen andere Sach-Beiträge zwar von Kenntnis der Überschriften von unpräzisen Artikeln in Print-Medien, aber von keiner Sachkenntnis. Bei einigen wenigen habe ich das -als Beitrag zur sachlichen Richtigkeit der Forums-Diskussion- ergänzend kommentiert.
    Wenig Applaus für die ca 6 - 7 Dutzend Nicht-Sach-Beiträge, also politische Kommentare: Keine Verbesserungsvorschläge, keine Sach-Vergleiche mit ausländischen Besteuerungssituationen, eine einzige Raunzerei mit manchen Anklängen von Beschimpfung der Regierung. Schade um die Zeit für die Lektüre dieses Raunz-Formus. Wie erfrischend dagegen manche (auch sehr kritische) Argumentationen von A.U. im Tagebuch, zB zur Entscheidungsfreudigkeit anderer Regierungen etc.

  7. Politicus1 (kein Partner)
    07. November 2010 12:05

    Fragen zu diesem total blödsinnigen Unfug der Finanzexperten Faymann und Pröll:

    Ein Wertpapierdepot verliert im Jahr 1 30% an Wert.
    Im 2. Jahr erholen sich die Börsen leicht - und das Depot steigt vom Stichtag 1.1. Jahr 2 zum Stichtag 1.1. Jahr 3 um 5%. Vermögenszuwachs von 5%!! Her mit 25% vom großen Gewinn!
    Dasselbe wiederholt sich im Jahr 3, im Jahr 4, 5, 6....
    Und jedes Jahr liefert der Depotinhaber 25% vom "Gewinnzuwachs" an den Fiskus ab.
    Dabei hat er gegenüber dem Jahr 1 noch immer einen deutlich Verlust!!
    Das nennen Sie sozial gerecht und gescheit??
    Zusatzfrage: Womit soll der Depotinhaber jedes Jahr die 25% "Gewinn"steuer bezahlen, wenn er jahrelang tatsächlich einen Verlust erlitten hat? Er wird wahrscheinlich gezwungen sein, Depotbestände mit Verlust zu verkaufen...
    Wann sind die nächsten Wahlen? Ich kann's nicht mehr erwarten!

    • Norbert Mühlhauser
      07. November 2010 12:21

      Kurze Info: Der Vermögenszuwachs wird nur im Veräußerungsfall versteuert - außer dieser Zuwachs geht auf wiederveranlagte Kapitalerträge zurück, in diesem Fall muss die Bank/die Fondsverwaltung 25 % des Ertrages abführen, der Investor wird damit gar nicht konfrontiert.

      Den von Ihnen beschriebenen Kursverlust können Sie daher geltend machen, wenn Sie veräußern. Vor der sog. Realisierung ist der Verlust auch für Sie nur theoretisch.

    • Politicus1 (kein Partner)
      07. November 2010 13:37

      zu Mühlhauser:
      danke für die Info.
      Ich vermeinte gehört zu haben, dass Wertpapierdepots einer VermögensZUWACHSsteuer unterliegen sollen, mit einer jährlichen Stichtagsregelung (1. Jänner)...(ähnlich der Regelung ausländischer Aktienfonds)
      Da bin ich anscheinend einer Fehlinfo aufgesessen - ha, da habe ich nichts dagegen!

    • Norbert Mühlhauser
      07. November 2010 17:11

      @ Politicus1 - Nachreichung:

      Ja bitte gerne! Reiche auch eine Präzisierung nach:

      Kursverluste im Veräußerungsfall können Sie nur gegen Kapitalerträge verrechnen/ausgleichen, nicht mit anderen Einkünften! Das sorgt natürlich für Verstimmung und trifft vor allem die kleinen Anleger.

    • 1
      15. November 2010 18:26

      Reiche gehören aber bestraft!

  8. HB71 (kein Partner)
  9. Segestes (kein Partner)
    06. November 2010 16:56

    "Fünftens sind Investitionen in Aktien sozialer als etwa die in Gold, weil sie Arbeitsplätze schaffen."

    Aber nur wenn man der irrigen Meinung eines Jakob Fugger anhängt, die da lautet: Geld müsse sich vermehren (ohne dafür selbst die Ärmel hochzukrempeln).
    Viel richtiger ist aber: Geld muss man ausgeben.
    Die Gier des Durchschnittsmenschen ist schon erstaunlich.
    Im Gegensatz zu einem Tier, kapiert der nämlich nicht wann er genug hat ^^

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. November 2010 17:53

      Wenn eine frei konvertierbare Form der „Geldaufbewahrung“ im Schnitt eine höhere Wertschöpfung bietet als Güterproduktion oder Dienstleistungen, dann kann man sich der ‚Endlichkeit des kollektiven Nutzens’ einer solchen ‚Bereicherung der Märkte’ sicher sein.

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      06. November 2010 17:59

      Ist beim Gold aber erst seit ein paar Jahren der Fall. Davor war die Entwicklung des Goldpreises fast zwanzig Jahre lang mehr als unterdurchschnittlich. Der Goldhype wird aber auch nicht ewig anhalten und außerdem gibt es immer Investitionsmöglichkeiten in moderne Technologien, die auf Dauer wieder viel mehr Rendite bringen werden. Gold macht auf dauer nur als beimischung Sinn.

    • Norbert Mühlhauser
      06. November 2010 20:19

      @ Segestes:

      Ob Sie ihr Geld in ein Unternehmen stecken oder in den Konsum, ist volkswirtschaftlich gesehen gleich, bzw abhängig davon, ob Investitionen oder Konsum gerade mehr gefragt sind. Sind Kapazitäten ausgebaut und stehen keine Innovationen an, ist der Ertrag aus Aktien ohnehin geringer und damit der Konsum attraktiver.

      Viel richtiger ist aber: Geld muss man ausgeben.


      Ja, und Eigentum ist Diebstahl, gelt? Selbstvorsorge pfui, staatl Tropfversorgung hui, damit die almosenausteilenden Bonzen sich so richtig fühlen können?

      Geld wurde auch dazu geschaffen, keine Viehherden, Nahrungsmitteln oder sonstige Naturalien horten zu müssen. Im Gegensatz zum Tier kann und soll der Mensch vorausdenken, vorausplanen und Vorkehrungen gegen das Unabsehbare treffen, was nur im sozialistischen Menschenstall keine Rolle spielen soll.

  10. H. Richter (kein Partner)
    06. November 2010 14:51

    Bei Verkauf von Grundstücken innert zehn Jahren fällt die Spekulationssteuer selbstvertsändlich an. Bei Kunstwerken ist die Situation selbstredend etwas schwieriger, weil die im Gegensatz zu Grundstücken oder Wertpapieren nicht erfasst werden.
    Ansonsten sehe ich in der Zuwachssteuer kein gravierendes Problem: Depot nach CH oder D verlegen. Es erfolgt von dort keine automatische Meldung ins Ausland. Jeder gibt dann in Ö selbst beim FA an, was ihm beliebt oder er "vergisst" es halt.

    • Auditor
      10. November 2010 04:48

      Aus der Sicht eines WP/StB/SV:
      Leider ist jeder Satz dieses Beitrags entweder falsch oder zumindest von der Wortwahl irreführend:
      Satz 1: "Spekulationssteuer" heißt es im Volksmund auf Grund uralter unpräziser Medienartikel und Politikeraussagen. Bei Veräußerungen von Grundstücken/Liegenschaften/Eigentumswohnungen innerhalb von 10 Jahren, in gewissen Fällen innerhalb von 15 Jahren, wird der Veräußerungsgewinn der Einkommensteuer mit dem progressiven Normalsatz unterzogen. "Spekulation" ist nicht erforderlich. Ausnahmen für den Hauptwohnsitz siehe Gesetz.
      Satz 2: Bei Veräußerung von "Kunstwerken" innerhalb von 1 Jahr wird der Veräußerungsgewinn der Einkommensteuer mit dem progressiven Normalsatz unterzogen.
      Satz 3 und 4: Die Schweiz meldet derzeit nicht aktiv, wird aber in Kürze alle (!) Kapitalerträge von Ausländern (derzeit eingeschränkt auf einige Kapitalerträge) mit der schon jetzt vorgesehenen Abzugssteuer von 35 % belegen und den Steuerertrag an den (Haupt-)Wohnsitzstaat überweisen. Die BRD meldet Kapitalerträge an die Wohnsitzstaaten unaufgefordert und aktiv.
      Satz 5: In Ansehung dieser sachlichen Unkenntnisse wird schon jetzt die Auswahl eines guten Verteidigers in Finanzstrafsachen empfohlen.

  11. Stachel (kein Partner)
    06. November 2010 11:06

    Die Regierung hat doch Wirtschaftsberater (hochkarätige Experten-Organisationen, wie etwa WiFo oder IHS), wenn sie schon selber über keinerlei einschlägigen Verstand verfügt (wozu gibt es eigentlich einen sogenannten Wirtschaftsminister, der noch dazu aus der WKÖ kommt? Vom Finanzminister kann man ja, wie die Erfahrung zeigt, tatsächlich keinerlei Sachkenntnis erwarten). Warum lässt sie sich nicht von ihnen beraten? Oder tut sie das zwar, setzt aber deren Ratschläge nicht um? Ich vemute stark das Letztere - auch aufgrund der Aussagen von Pröll (dem Neffen) und Mitterlehner, wonach die "Realpolitik" mit der notwendigen Politik, der Verfassung, den Gesetzen usw. nichts zu tun hat.

    • Schönheit (kein Partner)
      06. November 2010 13:31

      Wer keinen Verstand hat, hat Privilegien wahrscheinlich und kann mit Unglück nichts anfangen.
      Macht nix!

    • Hoher Bursch (kein Partner)
      06. November 2010 13:32

      Die Mehrheit entscheidet immer, Zeitqualität ohne Verstand.

  12. Friedrich Lehmann (kein Partner)
    06. November 2010 10:25

    Wenig überraschend schließt sich auch die österreichische Regierung der weltweiten Tendenz an, nach der "Krise" die Politik der Blasenbildung weiterzuführen. Ob aus purem Opportunismus oder blanker Ignoranz spielt dabei keine Rolle mehr...

    Jedenfalls ist den Regierungen und Nationalbanken offensichtlich jedes Mittel recht, um ihr marodes System solang wie irgendmöglich über Wasser zu halten. Es steht zu hoffen das früher oder später durch einen Zusammenbruch des Dollars ein reinigendes Gewitter über die Staatskassen kommt. Vieleicht lässt sich dadurch dann auch ein Teil der Bevölkerung aufwecken. Die Abschaffung der 13. Familienbeihilfe aber wird dann als tiefgreifender Reformvorschlag kaum ausreichen.

    Mittlerweile ist das weltweite Finanzsystem (genauer der US-Dollar) in massive Abhängigkeit von der chinesischen Regierung geraten. Eine kommunistische Partei also muss das kranke Finanzsystem (das mit Kapitalismus sehr wenig gemein hat) am Leben halten. Sobald die chinesische Regierung allerdings ihre Devisenreserven versilbern und die amerikanischen Staatsanleihen zurückgeben würde, käme der tatsächliche Wert des Dollars ans Tageslicht. Noch ist aber auch den Chinesen ein stabiler Absatzmarkt wichtiger....

    "In Hu Jintao we trust"

    http://denkanstoesse.twoday.net/stories/bernanke-giesst-erneut-oel-ins-feuer-der-us-dollar-haengt-am-seidenen/

    • APM (kein Partner)
      06. November 2010 10:33

      Nun kann man ja zu Obama stehen wie man will - die Geldmarktpolitik bestimmt gant bestimmt nicht Er! Da ist selbst "Mr.President" ein paar Schuhnummern zu klein und bedeutungslos. Das Gesindel sitzt an ganz anderer Stelle....

    • Schönheit (kein Partner)
      06. November 2010 13:29

      Die Ursache des Unglückes interessiert niemanden wirklich.
      Wichtig ist, es geht uns gut!
      Privileg ist mal so und nicht anders und keine Ahnung wer Unglück erfunden hat.

  13. cmh (kein Partner)
    06. November 2010 10:15

    Nein es denkt niemand mit. Denn die Regierungen, die Steuer- und sonstigen Behörden haben das Denken bereits an die Privaten ausgelagert. Wie ist es denn sonst zu verstehen, wenn man bei den Einführungsveranstaltungen mit Vortragenden aus den jeweiligen Ministerialbürokratien immer häufiger auf Fragen den Hinweis bekommt, dass sich dies in der Praxis zeigen werde oder dass diese oder jene Frage zu entscheiden die Sache der Gerichte sein werde.

    Ich gehe daher bis zum Beweis des Gegenteils (sehr oft aber bis zur Kassierung des jeweiligen Gesetzes) davon aus, dass die Regelungen nicht ausgegoren sind. So etwa nach dem Dienstweg: Minister - Sektionschef - hoher Bürokrat - niederer Bürokrat - Praktikant - (Ehefrau - Katze/Österreich - Ehefrau) hier entsteht das Regelwerk! - Praktikant - niederer Bürokrat - hoher Bürokrat - Sektionschef - Minister (oder sein Nachfolger) der sich dann ein weiteres Federl aufs Hüterl stecken kann.

    Bei Steuersachen und neuen Steuern würde ich mir wünschen, dass nicht Worthaufen zu Gesetzen würden, sondern die Grundgedanken des Gesetzes in einer Art Pseudocode zum kostenlosen Herunterladen für Programmersteller gegossen würden. Ist das Gesetz dann auch vielleicht Unsinn, aber es wird wenigistens einheitlich errechnet und kann gegebenenfalls auch einheitlich wieder rückgerechnet werden.

  14. *g* (kein Partner)
    06. November 2010 10:14

    Viele Politiker und Kirchenmaxerln (Revolution_Privilegien_Unfriedens)
    wollen ihre Narrenfreiheit und von anderen verlangen sie aber anderes...
    Aufstände wollen sie nicht, man sah es schon sehr oft in der Geschichte, egal ob Juden,Griechen etc.
    Privilegien der Nehmer und wer diese nicht hat ist ein Geber oder so ähnlich...
    Was ist dann Gerechtigkeit, weil um dieses Wort dreht sich sehr viel in der Geschichte...

  15. horst (kein Partner)
    06. November 2010 10:04

    reich soll reich sein - es liegt nur an der politik und wenn man schon gott sein will, dann gott mit köpfchen und nicht nur aus spaß...
    sieht man auch bei der gott-kirche, mir würde die zunge weh tun, mit dem bla,bla,bla... die geilheit und die gier ist auch dort sehr stark vertreten um ins rampenlicht zu kommen.
    wir wissen, sie nehmen gern, aber wenn es ums geben geht kommen die konflikte und die ohren streiken...
    schönheiten,schönreden.schönmalen!!!
    man kann nicht von anderen erwarten zufrieden zu sein, wenn man es selbst nicht ist und kein wirkliches vorbild ist...

  16. Robert Bond (kein Partner)
    06. November 2010 09:55

    Wenn wir von Leistung reden: Für jeden Cent meines schwerverdienten Einkommens zahle ich so um die 50% an Abgaben. Da fehlt mir dann durchaus das Verständnis, dass gerade Einkommen aus Kursgewinnen überhaupt nicht besteuert wird. Die bisherige österreichische Lösung war erstens bizarr (verkaufe ich meine Aktien nach 364 Tagen, zahle ich 50% Steuer, verkaufe ich einen Tag später, zahl ich 0%) und zweitens massiv ungerecht. Selbst jetzt sind die Kursgewinne mit 25% Steuer im Vergleich zu Arbeit deutlich besser gestellt. Eine komplette Steuerbefreiung von Kursgewinnen gibt es übrigens in keinem der kapitalistischen Musterländer (USA, Schweiz, Kanada etc.). Daher: Einkommenssteuer runter, Kaoitalertragssteuer rauf.

    • Auditor
      10. November 2010 04:54

      Aus der Sicht eines WP/StB/SV:
      Applaus.
      Einer der weinigen sachlich völlig zutreffenden Beiträgen zum Thema.

  17. karli (kein Partner)
    06. November 2010 09:47

    Die meisten Punkte sind richt aber grundsätzlich muss man sagen, dass Gewinne aus Vermögenszuwachs wie zB Aktien-Kursgewinne außer in Österreich und Deutschland praktisch weltweit gleich behandelt werden wie jedes andere Einkommen

    Bei uns gibt es die Ungleichbehandlung aus rein rechtssystematsichen Gründen (Einkommensermittlung) wirtschaftlich gibt es dafür keinen Anlass. Im Gegenteil die Ungleichbehandlung ist sogar verzerrend, weil es steuerlich schonender war die Gewinne zu thesaurieren.

    Ich hoffe der angesprochene verfassungsrechtliche Schwachpunkt der Regelung, zwingt den Gesetzgeber auch dazu Reformen im Bereich der (ausgabenseitigen) Ungleichbehandlung von Zinsen und Gewinnbeteiligung für Fremdkapital zu tun.

    • Auditor
      10. November 2010 05:00

      Aus der Sicht eines WP/StB/SV:
      Absatz 1: Na ja, also der Unterschied in der Besteuerung von "capital gains" und "normal gains" in den USA füllt dicke Bände. Und die USA sind nicht irgendwer.
      Absatz 2 und 3: Applaus. Völlig zutreffend.

  18. carlo soziale (kein Partner)
    06. November 2010 09:13

    Wenn ich mir etwas gemerkt habe, vom Unterricht in meiner nicht abgeschlossenen Hauptschule, dann waren es jüdische Weisheiten. Ein Drittel des Vermögen als Bargeld, ein Drittel in Immobilien und ein Drittel in Gold, lehrte uns ein KZ-Überlebender im Geschichteunterricht.
    Viele haben dann aber anscheinend noch ein viertes Drittel fürs Cabrio, Motorrad, Wohnmobil, Zweitfrau, uneheliche Kinder, usw.
    Vom fünften Drittel, das die Regierung gerne an Sozialfälle wie mich verteilt, ganz zu schweigen.

    • Neppomuck (kein Partner)
      06. November 2010 13:09

      Der konditionierte Reflex (siehe "Pawlow") des Verbrauchers, 'mit Geld, das man nicht hat, Dinge zu kaufen, die man nicht braucht, um Leuten zu imponieren, die man nicht mag' hat uns ein geborgtes Wirtschaftswachstum beschert, das alle Politiker anglotzen wie das Kaninchen die Schlange. Dort ist auch der Hund, bzw. sind die Drittel #4 und #5 begraben.

      Ansonsten wird auf den „big bang“ namens „Weltwährungsreform“ gewartet, der erstens die „Kippschwingung Wirtschaftsaufschwung“ auf Null zurücksetzt und zweitens die längst untilgbar gewordene Staatsverschuldung auf etwa ein Drittel bis zur Hälfte reduziert, je nachdem, wo man sich verschuldet hat.

      Also wäre es in den Augen unserer politischen Schönwetterkapitäne nachgerade verantwortungslos, bereits dann weniger fahrlässig mit Steuergeld umzugehen, bevor noch die Algorithmen der Zinseszinsen-Falle die Zeiger der Wirtschaftsuhr zurück gestellt haben.

      Und ausgerecht der Mann, der das fliegende Wort „Lernen s’ Geschichte, Herr Redakteur“ geprägt hat, hat (bei uns jedenfalls) diese 'iterative Form der Enteignung der an ihre Heimat glaubenden Bürger' initiiert.

      Eine Meisterleistung an Ironie, die allenfalls mit dem Gedanken wetteifern kann, Frau Pallas Athene vor dem "Hohen Haus" am Ring aufzustellen.

    • Undine
      06. November 2010 13:44

      @Neppomuck

      Sei es, daß Sie Ihre Gedanken gekonnt in Reimform bringen, sei's, daß Sie ebenso gut in Prosa formulieren---ich kann Ihnen fast jedesmal nur Recht geben.

    • Undine
      06. November 2010 13:49

      @carlo soziale

      Sie sollten uns an Ihren erfrischenden Lebenserfahrungen viel öfter teilnehmen lassen! :-)

    • ProConsul
      06. November 2010 20:00

      Neppomuck

      Respekt, sie können schreiben.

    • terbuan
      06. November 2010 20:36

      Neppomuck
      Respekt, Sie sollten hier einmal einen Gastbeitrag einliefern, Leute wie Sie sind als Autoren gefragt!

  19. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    06. November 2010 07:59

    "Was volkswirtschaftlich absolut unsinnig ist – und was zur Bildung neuer Blasen führt, aus denen künftige Crashes entstehen können (die der Propaganda-Apparat der Regierung dann wiederum dem Markt und nicht der eigenen Dummheit in die Schuhe schieben wird)."

    Süß, dass Sie unserem Kanzler-Duo so viel Macht zutrauen. Neue Blasen + Chrash aufgrund von ein paar Propagandaregelungen!

  20. Leopold Koller (kein Partner)
    06. November 2010 04:47

    Man kann gar nicht soviel fressen, wie man speiben moechte!

  21. Karl Rinnhofer
    06. November 2010 00:07

    Es ist einmal mehr die flächendeckende Lüge, das unverschämte Volk-für-blöd-Verkaufen, wie man das Enteignen leistungsbereiter und verantwortlich agierender Sparer „begründet“ Da wird „aus Gerechtigkeitsgründen“ der bestehenden Kapital-„Ertrags“-Steuer eine Vermögens-„Zuwachs“-Steuer zur Seite gesellt, und damit vorgeblich „die Vermögenssteuer abgewendet“ (obwohl Faymann diese für die nächste Legislaturperiode ankündigte).

    Die Wahrheit: Mit der Einführung einer KEST-analogen „Vermögenszuwachsteuer“ wird die Unrechtsbasis verbreitert, denn beide Steuern sind Substanzbesteuerungen, also der Einstieg in Vermögensbesteuerung unter verharmlosender Bezeichnung.

    In der Praxis liegen die der KEST unterworfenen Sparzinsen vielfach unter der Inflationsrate; das eingesetzte Kapital verliert also an Kaufkraft; - und selbst dann greift der Fiskus zu: „Gerechtigkeit“ gebiete es, den KEST-Mechanismus auf Aktien- und Dividendengewinne auszudehnen. Das ist „Gerechtigkeit“ nach dem Muster: „Wer den Vater ermordet hat, muss auch die Mutter umbringen, damit die Gerechtigkeit wieder hergestellt ist ...“

    Abgesehen, dass solche Papiere durchaus an Wert verlieren können, werden für die Bemessung der „Gewinne/Erträge“ (!) weder Bankgebühren (Depot, Agios ..) noch der Inflationsverlust abgezogen. Der ausgewiesene „Gewinn“ erweist sich daher als theoretische Größe. Wie bei der KEST greift der Fiskus selbst auf virtuellen Vermögens-„Zuwachs“ ohne Kaufkrafterhalt als einziger Gewinner zu. Niemand konnte je schlüssig erklären, worin in diesen Konstellationen „Gewinn“ bzw. „Ertrag“ bestünden, die es zu besteuern gäbe?

    Es ist dringender Handlungsbedarf gegeben, Leistungsbereite und Sparer zu rehabilitieren: Diese setzen ihr Geld wünschenswert und durchaus auch risikoreich ein, damit es „arbeitet“ also der Wirtschaft zur Verfügung gestellt wird. Das unterscheidet sie von der Flucht der Sparer/Anleger in Sachgütern – so sehr dieses alternative Verhalten angesichts dieser verhängnisvollen Entwicklung verständlich erscheint.

    Man beachte in diesem Zusammenhang die notorisch pejorative Anwendung von Begriffen und ihre emotionale Konnotation: „Sparer“ gelten als „Reiche“ (die man natürlich nach Robin-Hood Manier jederzeit schröpfen und den Raub verteilen könne); Leistungsbereite gelten als „Besserverdiener“ (die damit von vorne herein ein unberechtigtes Privileg genießen, das es schleunigst abzustellen bzw. durch „flankierende Konfiszierungsmaßnahmen – unvermittelt und weithin unbemerkt oftmals durchaus “überkompensierend“ – zu neutralisieren gelte). Mit dieser Begrifflichkeit wird die in Österreich ohnedies latente Neigung zu Neid enorm stimuliert.

    Bezeichnend, dass Bezieher von Mindestsicherung zunächst allfällige Ersparnisse aufbrauchen müssen, bevor sie überhaupt Anspruch auf diese Sozialleistung anmelden können. Einmal mehr wird der verantwortlich sein Leben Konzipierende (und dazu gehört Sparen!) bestraft. Und verhängnisvoll die vielen realen Kollateralschäden, vom Erschweren jeder Kapitalbildung über die Auswirkung auf Pensionen bis hin zum Demotivieren nur mehr theoretischer Leistungsträger, die sich der Leistung verweigern, deren Potentiale man daher brach liegen lässt.

    Zu den Pensionen: Längst haben sich die Pensionseinzahlungen zu einer zusätzlich umverteilenden „Pensionistensteuer“ entwickelt; der Weg zur „Volkspension“ ohne Konnex auf Dauer und Höhe der Einzahlung („Beitragswahrheit) ist damit vorgezeichnet..Infolge de-facto Progression auf der Beitragsseite, aber inder Tendenz Sockelungen- und Deckelungen auf der Bezugsseite entwicken sich die Pensionen zu einer 3. Säule der „Umverteilung“ - neben der Pfrogesivbesteurung und den einkommenabhängigen Transfersleistungen bzw. Gebührenreduzierungen-/-befreiungen. Infolge kumulativer Wirksamkeit dieser Mechanismen ergibt das folgt durchaus sozioökonomisch überkompensierende, jedenfalls leistungskontraproduktive Effekte.

    Dies gilt keineswegs nur für „ins ASVG-System Einzahlende“, (wie die Textpassage des Tagebuchbeitrages suggerieren könnte), sondern in gleicher Weise für die Staatsbediensteten, deren Pensionen seit Jahren nach der selben Formel berechnet und nach Höhe „angepasst“ bzw. „eingefroren“ werden, wobei zusätzlich ein „Pensionssicherungsbeitrag“ (Pensionsbeitragspflicht auch in Ruhestandszeiten) eingeführt wurde.

    • M.S.
      06. November 2010 11:50

      Danke Herr Rinnhofer für die minuziösen Erläuterungen der marxistisch-sozialistischen Steuerpolitik der wir ausgesetzt sind und die leider von der ÖVP immer mehr mitgetragen wird.

  22. fosca
    05. November 2010 23:55

    Nicht zu vergessen, daß Kursverluste dagegengerechnet werden dürfen und da bei der derzeitigen unsicheren Börsenlage sowieso nur Spekulanten und institutionelle Anleger überbleiben dürften, denn der vielzitierte "kleine Mann" hat sich längst verabschiedet, kann er sich doch auf diese für ihn derzeit kaum durchschaubare Form der Aktienveranlagung nicht mehr einlassen, weil er für die Profis sowieso lediglich als "Kanonenfutter" dient, daher wird diese Budgetmaßnahme so gut wie nichts in die Haushaltskasse spülen.
    Die wirklich großen Fische werden es sich insoferne richten, daß sich Gewinne und Verluste schlauerweise die Waage halten und somit dient diese zahnlose Verordnung den Linken in erster Linie als Mittel zum Klassenkampf, der Vorrang hat vor jeder vernünftigen wirtschaftlichen Maßnahme!

  23. Brigitte Imb
    05. November 2010 18:31

    OT - Katzian scheint eine Milchbuberlrechnung aufstellen zu wollen mit 40-40-40

    Der auf Allgemeinkosten saturierte Gewerkschaftsboss scheint ein wenig abseits der Realität zu denken und v.a. zu sprechen.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/607870/Gewerkschaft_Arbeitszeit-auf-40-Wochen-im-Jahr-kuerzen-?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do

    • cmh (kein Partner)
      06. November 2010 10:24

      40-40-40 finde ich einen guten Marketingsager, fast genauso gut wie Geiz ist geil.

      In beiden Fällen kann ich mir aber nicht so richtig vorstellen was ich mir dabei denken soll. Außer bei dem Geizspruch: "Will nicht Zahlen" und bei dem 40er-Spruch "Will nicht arbeiten".

      Dass der Spruch Unsinn ist, sieht man gut aus der sich unmittelbar ergebenden Frage, wass man denn in der jeweiligen Restzeit sinnhafterweise machen sollte nach Vorstellung des Herrn Katzian bzw. seines Marketingberaters.

      Traurig nur, dass offensichtlicher Unsinn so einfach in den Medien apportiert wird.

  24. Wertkonservativer
    05. November 2010 16:27

    In diesem Forum wird von A.U. und vielen Mit-Diskutanten immer wieder und ganz berechtigt auf die beschränkte Intelligenz der beiden "Staatsführer" und deren Regierungs- und Landesamateure hingewiesen.
    Wenn sich nun aber aus dem bestehenden Polit-Biotop keine einigermaßen akzeptablen Hoffnungsträger ins Rampenlicht trauen, was wäre da zu tun? Ich bin an sich ein Gegner der vielfältigen "Charisma"-Verleihung an oft mittelmäßige Polit- und Gesellschafts-Promis; von unseren Hauptakteuren ist ja wahrlich Niemand mit auch nur einem Hauch Charisma gesegnet (vom BP abwärts!).

    Nur, wo finden sich Persönlichkeiten, fähig und bereit, den Karren aus dem Dreck zu ziehen? Intelligente Quereinsteiger sind meist bald frustriert gescheitert, und wirklich gute Leute, wie zuletzt Dr. Schüssel, haben inzwischen auch schon resigniert. Da kann man dann eigentlich - wie die Töchter und Söhne Israels - nur auf die baldige Ankunft eines (des) Messias hoffen.

    Fazit: woher nehmen und nicht stehlen?!?

    • M.S.
      05. November 2010 17:05

      @Wertkonservativer
      Wenn es vielleicht auch die eine oder andere fähige charismatische Persönlichkeit geben sollte, so hätte es diese sehr schwer an die Spitze zu kommen. Die eigenen "Parteifreunde" fürchten solche herausragenden Persönlichkeiten, da sie bei einem starken Parteiobmann nicht ihre eigenen Süppchen kochen können und Parteidisziplin halten müssten. Schüssel konnte, ausgerüstet mit der Erfahrung jahrzehntelanger Ausübung von Parteifunktionen die Partei für ein paar Jahre fest im Griff behalten, aber nur bis zu seiner ersten Wahlniederlage. Bald darauf wurde er abgelöst, mit den bekannten desaströsen Folgen.
      Mfr.Gr. M.S.

    • Brigitte Imb
      05. November 2010 17:56

      @ Wertkonservativer

      Für Sie habe ich ein Schmankerl - unser beider "Liebling" hat den ersten Platz
      im dieswöchigen Präpotenz-Ranking.

      http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20101105_OTS0105/fpoe-gratuliert-lh-stv-wolfgang-sobotka-zum-ersten-platz

    • Wertkonservativer
      05. November 2010 20:23

      Danke, liebe Brigitte; in unserer Abneigung gegenüber unserem "Liebling" sind wir uns ja - wie in manchen anderen Fällen auch - so richtig einig!

    • Brigitte Imb
      05. November 2010 20:36

      Besagter Hr. hat doch glatt gestern , im Rahmen einer Podiumsdiskussion, behauptet, NÖs Schulden sind sehr wohl im Einklang mit den vorhandenen Werten zu beurteilen. Alles andere sei eine polemische Darstellung.

      Futtern wir dann das Landhaus auf, sollte eine Hungersnot eintreten? Ist doch eine sachliche Frage, od.?

    • Rainer (kein Partner)
      06. November 2010 07:34

      "Nur, wo finden sich Persönlichkeiten, fähig und bereit, den Karren aus dem Dreck zu ziehen?"

      Der Karren KANN nicht aus dem Dreck gezogen werden, weil jegliche Politik dergleichen verhindert. Wir sind daran gewöhnt, anderen die Entscheidungen über unser Leben, ja, sogar über unseren Tod zu überlassen. Dabei übersehen wir die einzige vernünftige und moralisch richtige Lösung aller Probleme: Anarchie! Selbstbestimmung!
      Politik beruht IMMER auf Gewaltausübung. Wenn ich zu meinem Nachbarn gehe und ihn auffordere, mir die Hälfte seines Einkommens zu geben, da ich ihn andernfalls in den Kerker schmeißen werde, hält mich jeder für verrückt - zu Recht! Wenn ich aber einen Staat kreiere und mir selbst die Macht zuschreibe, über jegliches Tun und Schaffen auf Basis selbstverliehener Rechtschaffenheit zu handeln, darf ich das. Und nicht nur das: Man wird mir sogar applaudieren, da ich ja im Sinne der Gerechtigkeit handle. Und wenn mir plötzlich einfallen sollte, dass die Hälfte eigentlich zu wenig sei und ich sechzig Prozent fairer finde, wird man mir dies ebenfalls nicht verübeln.

      Kurzum: Der Staat ist das Problem, nicht der Mensch! Aber nachdem die Mehrheit des Volkes an den Titten des Staates hängt und der Rest mit dem Besorgen von Nachschub beschäftigt ist, wird sich an dieser Problematik nichts ändern.

    • cmh (kein Partner)
      06. November 2010 10:26

      Wertkonservativer:

      Unsere Staatsführer allesamt sitzen doch schon seit geraumer Zeit in ihrem virtuellen Führerbunker und verscheiben nicht oder nichtmehr existierende Divisionen ( = Milliarden).

      Der Entlastungsangriff der Division Steiner ist ja wie man von Bruno Ganz weiß nicht mehr erfolgt.

    • cmh (kein Partner)
      06. November 2010 10:29

      Brigitte Imb:

      Ist das Ernst mit dem PRpotenzler der Woche oder stammt das gefakterweise aus Salaminews?

  25. Amtsbekannt
    05. November 2010 15:14

    aktiensteuer

    fraglich wird es erst, wenn du monatlich einen fonds ansparst und dann anteile davon verkaufst.
    fifo-verfahren?
    bei millionen von transaktionen wohl auch für die fondsgesellschaft nur sehr schwer abzuwickeln überhaupt wenn ein laufender erstkauf viele jahre zurückliegt.
    aber unser dick und doof werden sich darüber irgendwann gedanken machen. aber das ist eine andere geschichte.

  26. Kurt22
    05. November 2010 14:42

    Was war zu erwarten, von einem Bundeskanzler, der seine Wirtschaftskompetenz aus einigen Monaten geschenktem Konsulentenjob bei der Z hat, einem Vizekanzler, zu dem man schon gar nichts sagen möchte oder kann?
    Was von einer Regierung, die nur ans "Umverteilen" denkt, für die arbeitsloses Einkommen nur dann gut ist, wenn man dafür nichts geleistet hat, für die es nur mehr neue oder höhere Steuern gibt, die ein Belastungspaket noch frech "Sparpaket" nennt, in dem aber nichts von Sparen steht, die beim kleinsten Sparvorschlag sofort das eigene Klientel schützen möchte, die sich von Wien und St. Pölten fernsteuern läßt?
    Hat DIESES Volk wirlich DIESE Regierung verdient?? Ich sage JA! Mitschuld tragen diejenigen, die noch immer Rot und Schwarz und deren grünen Klon wählen, bzw. zu faul sind, zu einer Wahl zu gehen! Und ebenso schuld sind die Politiker, die sich zwecks des Machterhaltes mit dem (ehemaligen) ideologischen Gegner ins Koalitionsbett legen!

  27. Celian
    05. November 2010 13:13

    Es wird immer wieder gerne argumentiert, daß Österreich so niedrige Vermögenssteuern hat, daß es ein wahres Paradies für jeden „Reichen“ ist, sogar in der Schweiz dem Steuerparadies für Millionäre, gibt es höhere Vermögenssteuern, und auch die OECD stellt gerne diesbezügliche Statistiken zur Verfügung. Da sei es ja nur recht und billig, eine Steuer auf Vermögenszuwachs zu legen.

    Dieser dummen arroganten hinterhältigen Argumentation möchte ich nur entgegenhalten, daß wir hier in Österreich schon ab 60.000 Euro Brutto den höchsten Lohnsteuersatz von 50 % zahlen. Und trotzdem von Transfers etwa beim Häuslbau ausgeschlossen sind. Aber selbst das ist manchem Kommunisten in der SPÖ noch zu wenig.

    Auf der einen Seite von geringen Vermögenssteuern sprechen, aber verschweigen, daß einem hierzulande schon von vornherein die Hälfte jenes Geldes durch den Lohnsteuerspitzensatz vorenthalten wird, das man dafür verwenden könnte, um ein Vermögen aufzubauen. Da langt einer zweimal zu! Und nicht zu knapp! Das nenn ich doppelten Raub. Enteignung! Diebstahl!

    • brechstange
      05. November 2010 13:24

      Ganzheitliche Ansichten sind denen zu komplex.

    • Celian
      05. November 2010 20:02

      Glaub ich nicht. Die wissen genau was sie tun.
      Aber es ist ihnen wurscht, daß hier eine gewisse Schicht zum Handkuß kommt.

  28. Patriot
    05. November 2010 12:38

    Wenn man die Inflation nicht herausrechnet, dann ist die Besteuerung von "Kursgewinnen" verfassungswidrig. Genauso übrigens wie die heutige Kapitalertragsteuer.

    Wenn die Bank bei 1% Zinsen zahlt, und die Inflationsrate bei 2% liegt, dann hat man keinen Ertrag, sondern einen Verlust!

    Aber was schert denn unsere "Verfassungsprofessoren" die Verfassung? Die sind ja ausgiebig mit der maximalen Ausdehnung von "Menschenrechten" für Wirtschaftsasylanten, Kriminellen und Parallelweltlern befasst.

    • Norbert Mühlhauser
      05. November 2010 13:28

      Ähnliches wäre auch für die Einkommensstufen der Einkommensteuer einzumahnen (kalte Progression), oder bei der Veräußerung von Immobilien (bedeutsam für Private innerhalb der 10-jährigen Spekulationsfrist, bei Objekten im Betriebsvermögen auch darüber hinaus).

    • Erich Bauer
      05. November 2010 14:33

      Norbert Mühlhauser,
      "...oder bei der Veräußerung von Immobilien..."

      Ein halbwegs gut gelegenes und in Größe und Ausstattung dem heutigen Standard entsprechendes Domizil (Neubau) kostet so um 300 bis 350.000 Euro (Nahezu 5 Mio alte Schilling). Zuzüglich 30 bis 40.000 Euro an Nebenkosten Um welche Summe können Sie dann diese Immobilie 10 Jahre später verkaufen?

      Was ich damit sagen will ist, dass in den heutigen Immobilienpreisen die „Wertsteigerung“ beim „privaten“ Immobilienkauf bereits größtenteils „dazugerechnet“ ist.

    • Franz L
      05. November 2010 16:27

      @ Patriot

      Danke für den ausgezeichneten Beitrag.

    • Patriot
      05. November 2010 17:36

      Immobilien und Aktien werden noch viel teurer werden. Ist ja logisch, wenn das Geld weniger wert ist, dann muß man für handfeste Werte mehr davon verlangen!

      Der Nationalökonom Faymann hätte sich wahrscheinlich in der Zwischenkriegszeit sehr wohl gefühlt. Da wurde ein Laib Brot von einem Tag auf den anderen doppelt so teuer! Wäre eine schöne Gelegenheit für Faymann & Co gewesen die "Brotspekulanten" zu besteuern!

      Es ist überhaupt ein großartiges Geschäftsmodell. Zuerst inflationiert man die Wirtschaft, und dann besteuert man Nominalgewinne, die real aber gar nix wert sind.

      Vor ein paar Tagen hat die FED 600 Milliarden $ in die Märkte gepumpt:
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,727343,00.html

      Eine "Aktienrally" war die Folge. Is ja auch logisch. Der reale Kapitalstock hat sich um kein Haus, um keine Maschine, um keine Lizenz, um keine Erfindung erhöht, aber es laufen auf einmal 600 Milliarden Dollar mehr herum. Logisch, daß man für einen Teil des gleichgebliebenen Kapitalstocks (1 Aktie) jetzt mehr verlangt, das Geld ist ja auch weniger wert.

      Man muß auch sagen, daß die Staatsschulden zunehmend weniger mit realen Investitionen unterfüttert sind. Wenn man einen Koralmtunnel oder einen Brennerbasistunnel baut, dann handelt es sich dabe immer noch um eine handfeste Investition, auch wenn sie nur zu 70% sinnvoll ist. "Investiert" man dagegen in Sozialausgaben, oder in ein "Bailout" von maroden Unternehmen, dann steht den Staatsausgaben überhaupt kein dauerhafter Wert mehr gegenüber.

      In Deutschland steht die Vorschrift in der Verfassung, daß die Neuverschuldung pro Jahr nicht höher sein darf als die realen Investitionen des Staates. Selbvereständlich wurde diese Verfassungsvorschrift in den letzten Jahren ganz normal gebrochen.

    • Erich Bauer
      05. November 2010 17:43

      Patriot,
      "...Immobilien und Aktien werden noch viel teurer werden..."

      Naturgemäß. Insbesondere bei einer "Hyperinflation" steigt der Nominalwert bis ins Unermeßliche. In solch einer Zeit würde ich meine Immobilie jedenfalls nicht verkaufen...

    • Norbert Mühlhauser
      05. November 2010 20:59

      @ Bauer:

      Um welche Summe können Sie dann diese Immobilie 10 Jahre später verkaufen?


      "No problem" für das Finanzamt dank einer Prise Inflation ... :-)

  29. Philipp Starl
    05. November 2010 11:40

    Ein "Versöhnungsversuch"

    Herr Unterberger, versetzen Sie sich in die Lage der Regierung. Da haben wir den Herrn Faymann. Der hat sich durch eine hinterlistige Attacke an Gusenbauer hochgeputscht und hat seit jeher nichts anderes getan, als Machtpolitik zu betreiben. Diese Machtpolitik gründet sich auf Medienkauf, Stimmenkauf und Lügen (Berlusconi 2.0 sozusagen), dazu noch ein bisschen blöd grinsen und schon haben wir den Aal.
    Herr Faymann kann natürlich nicht anders als seine Machtpolitik fortsetzen und so muss er die "Reichen" abstrafen um dann den einfachen Bürgern durch die erkauften Medien zu propagieren, er hätte dafür gesorgt, dass die "Reichen" dafür zahlen werden.

    Auf der anderen Seite haben wir einen mit mäßiger Intelligenz ausgestatten Herrn Pröll, der Vizekanzler von Onkels Gnaden ist. Der hatte noch überhaupt keine Tangenten mit der realen Welt, geschweige denn, dass er sie verstehen würde. Aber eines hat der Herr Pröll von seinem Grinsepartner gelernt: wenn man die Leute nur für dumm genug verkaufen kann und ihre Stimmen erkauft, dann wird man zwar mit leichten Verlusten, aber doch wiedergewählt. So ist es auch bei Herrn Pröll logisch, dass er seine Kunden nicht weiter verprellt und auf Leute eindrischt, die in Österreich keine Lobby haben, weil sie keine kleinen ausländischen Mädchenkulleraugen ihr Eigen nennen dürfen.

    Was die werten Herren jedoch übersehen, ist, dass sie sich längst dieselbe Wählerschicht untereinander aufteilen: Pensionisten, Ausländer, Arbeiter, Bauern, praktisch jeder Bürger, der von staatlichen Leistungen lebt und da dies nunmal "nur" die Hälfte des Landes ausmacht, kommen die beiden mehr oder weniger auf 50%, nicht mehr, aber vielleicht ein bisschen weniger (was ihnen die Mehrheit im NR kosten könnte).
    Was die Herren ebenfalls übersehen, ist, dass in diesem Lande fast kein einziger Leistungsträger mehr hinter ihnen steht. Die Leistungsträger (also jene Gruppe Menschen, die nicht nur für sich selbst, sondern auch für die andere Hälfte der Republik aufkommen) verabschieden sich schon seit Jahren zu den Nichtwählern oder zur FPÖ.
    Was diese Parteien ebenso übersehen, ist, dass diese Leistungsträger die Zukunft des Landes sind. Österreich wird auf jeden Fall nicht mit Bauern, Arbeitern und schon gar nicht Pensionisten, die nur die Hand aufhalten, reich, sondern mit genau jenen Menschen, die nicht einmal mehr im Traum daran denken, SVP (Sozialistische Volkspartei) zu wählen.
    Vielmehr werden die Herren von jener Partei überrollt werden, die genau diese Leistungsträger auf sich vereinen kann.

    • Martin Bauer
      05. November 2010 11:49

      Philipp

      ... verabschieden sich schon seit Jahren zu den Nichtwählern oder zur FPÖ.

      Ignoranz gepaart mit freiwillig gewählter Unwissenheit, also Dummheit der Generation 18+, das ist das künftige Potential.

    • Philipp Starl
      05. November 2010 11:54

      Demnach wäre die Personifizierung dieser Generation, HC Strache, ja unschlagbar ;-) .

    • Kaffeehäferl
      05. November 2010 11:54

      ...kommen die beiden mehr oder weniger auf 50%, nicht mehr, ...

      Da sich leider sehr viele in Richtung Nichtwähler verabschieden, wie Sie ja selbst geschrieben haben, weil die FPÖ unter Strache für sie einfach unwählbar ist, erhalten die beiden letzten Endes leider wieder doch mehr als 50% der gültig abgegeben Stimmen.
      Hier müßte eine Nichtwählerpartei her, die man automatisch wählt, wenn man nicht zu Wahl geht. Die Sitze im NR müßten dann halt leer bleiben, i.e. die Zahl der NR-Abgeordneten entspricht der Wahlbeteiligung. Dann stimmts wieder mit den weniger als 50%.

    • brechstange
      05. November 2010 12:43

      Verzeihung, Herr Starl, Ihre Schlussfolgerungen sind zu pauschal. Wer sind denn nun die anderen 50 %? Glauben Sie wirklich, dass sich alle Leistungsträger nun bei den Nichtwählern und der FPÖ eingetragen haben? Und sind diese, wirklich die Leistungsträger, die unser Land in eine bessere Zukunft tragen?
      Ich denke, Ihre Schlussfolgerung ist hier zu einfach, zu populistisch.

      Leistungsträger finden sich in allen Gruppen, die Sie pauschal als Nicht-Leistungsträger abkanzeln. Diese populistische Einfachheit "verschließt Türen". Und das wollen wir doch nicht erreichen.

    • Philipp Starl
      05. November 2010 12:58

      @ Kaffeehäferl

      Ja aber dann haben ÖVP und SPÖ ja wieder mehr Macht im NR, oder die Gleiche. Denn wenn 50% der Sitze leer blieben, braucht man für eine Mehrheit nur noch 46 Stimmen, das kann nicht das Ziel sein.

      @ brechstange

      Die von mir genannten Gruppen zahlen entweder gar keine Steuern, oder nur einen geringen Prozentsatz und bekommen ihre Leistungen zu einem großen Teil vom Staat. Wenn Sie schon meinen, ich pauschalisiere, dann bitte ich doch um eine konkrete Benennung der Gruppen, die Leistungsträger beinhalten, Ihrer Meinung nach.

      Und ja ich denke dass grosso modo die Leistungsträger bei der FPÖ oder den Nichtwählern sind. Wer glauben Sie denn, sind diese 25% für ÖVP und 27% für SPÖ?

    • brechstange
      05. November 2010 13:21

      Herr Starl, Ihr Ansatz ist mA nach grundsätzlich unseriös. Wie kommen Sie darauf alle Arbeiter, Bauern und Ausländer als Nettoempfänger abzustempeln, ach ja, ich vergaß, die Nettozahler sind ja bei der FPÖ und den Nichtwählern. Da irren Sie aber gewaltig.
      Auch Pensionisten haben idR ihre Leistung im Arbeitsleben erbracht. Wo stünde heute Österreich, hätten die Pensionisten nicht gearbeitet?
      Es gab Fehlentwicklungen va im strukturellen Bereich aus verschiedensten Gründen, doch Ihr Ansatz ist zu einfach, zu populistisch.

      Denn jeder von uns, sollte sich fragen, was tue ich für die Volkswirtschaft. Was trage ich dazu bei. Wir sollten nicht nur auf die anderen zeigen.

    • Philipp Starl
      05. November 2010 13:41

      Ich bitte Sie noch einmal um eine sachliche Argumentation, brechstange. Die einzige Aussage in Ihrer Replik, die meinen Behauptungen entgegenstehen soll, ist die, dass Pensionisten eingezahlt haben. Das ist natürlich richtig, aber ich sprach ja auch von der Gegenwart und gegenwärtig zahlen die Pensionisten fast gar nichts und das auch nur aus staatlichen Pensionen, also vom Steuergeld. Niemand sagt, dass die Pensionisten das nicht vollauf verdient hätten, die Tatsache, dass sie zm Steueraufkommen nichts beitragen (im Gegenteil!), bleibt jedoch bestehen. Der Staat Österreich gibt nämlich schon jetzt 35 MRD (!) jährlich für Pensionen aus.

      Ich bitte Sie also um ein sachliches Argument, das meinen Behauptungen entgegentreten kann.

    • Dr. Harald Rassl
      05. November 2010 16:55

      @ Philipp Starl:

      Fünf Extra - Sterne für die Kreation des Ehrentitels "Berlusconi 2.0" für Hern Faymann!

    • cmh (kein Partner)
      06. November 2010 10:32

      dazu noch ein bisschen blöd grinsen und schon haben wir den Aal.

      Die Zeile hat das Zeug zur Redewendung!

    • Kaffeehäferl
      06. November 2010 20:16

      @Philipp Starl

      Naja, man müßte das so machen, daß für eine Mehrheit dann immer noch 50% der Sitze notwendig wären (nicht der besetzten Sitze). Allerdings wäre Österreich da bei schwacher Wahlbeteiligung unregierbar ;)

      Tatsache ist aber, daß HC Strache mit seiner Art und seinem Ruf nicht alle Stimmen, die von der ÖVP und der SPÖ abbröckeln, aufsammeln kann. Manche wählen dann lieber gar nicht, ungültig oder eine Partei, die eh keine Chance hat (BZÖ). Das bedeutet aber, daß sie Ihre Stimme nach dem Verhätnissen der gültigen Stimmen aufteilen und damit leider wieder mehrheitlich SPÖ und ÖVP wählen.

      Warum auch immer diese beiden immer noch die Umfrageergebnisse anführen, bleibt mir rätselhaft. Vor allem, daß die ÖVP noch immer vor der FPÖ liegt (siehe Gallup- und Karmasin-Umfrage in http://www.andreas-unterberger.at/2010/11/blaues-hoch-in-osterreich-gruenes-hoch-in-deutschland/ ).

      Es sollte sich endlich mal eine für intelektuelle Wählerschicht wählbare Alternative zur FPÖ anbieten.

  30. Der kleine Nick
    05. November 2010 11:39

    Sparen - es geht ja doch!

    Wie der Wiener Boulevard in nervenzerfetzend informativen Regierungsinseraten berichtet (und in seinen üppigen Feuilleton-Teilen redaktionell apportiert), werden die Herren Faymann und Pröll im heurigen Fasching als Milchmädchen gehen, sich also nicht verkleiden. Das Nichtverkleiden sei augenfälliger Ausdruck des eisernen Sparwillens, mit dem die Regierungsspitze die Sorgen und Ängste der Menschen draußen ernst nehme. Außerdem solle die Kommunikation mit den Menschen und Womenschen verbessert werden. Zu diesem Zweck werde der schulische Sprachunterricht demnächst um das Pflichtfach NLP ergänzt. Na bitte - die Zukunft ist also nicht schwarz, sondern schwatz.

  31. Martin Bauer
    05. November 2010 11:31

    Eines würde mich interessieren.
    Wie sieht es mit Gewinnen aus Short-Positionen aus? Aus Put-Geschäften? Aus Call-Optionen? Derivaten?
    Weiss hier jemand mehr?
    Kann man durch Kontrakte a u f Aktien diese Steuer umgehen?

    • Amtsbekannt
      05. November 2010 15:14

      meines wissens gleicherm. betroffen;

      fraglich wird es erst, wenn du monatlich einen fonds ansparst und dann anteile davon verkaufst.
      fifo-verfahren?
      bei millionen von transaktionen wohl auch für die fondsgesellschaft nur sehr schwer abzuwickeln überhaupt wenn ein laufender erstkauf viele jahre zurückliegt.
      aber unser dick und doof werden sich darüber irgendwann gedanken machen. aber das ist eine andere geschichte.

    • Norbert Mühlhauser
      05. November 2010 20:02

      @ Bauer:

      Es gilt der gewogene Durchschnittspreis der Anschaffungen gleicher WP-Nummer ohne Nebenanschaffungskosten.

      Bei Derivaten ist die Ausübung der Option kein Steuertatbestand, versteuert wird aber der Differenzausgleich, die Stillhalteprämie, der Optionenverkauf.

      Nach 2010 erworbene Indexzertifikate gehören jedenfalls zum Vermögensstamm, dessen Erträge bzw dessen Zuwachs besteuert wird.

    • cmh (kein Partner)
      06. November 2010 10:35

      Ich hoffe noch auf den Vorschlag des Gesetzgebers, wie diese Sachen in ein Computerprogramm zu verpacken sind.

  32. Josef Maierhofer
    05. November 2010 11:27

    Eigenverantwortung. Freiheit.

    Diese beiden Worte werden von den heutigen Regierungen vergewaltigt dazu, daß beim Zahlen Eigenverantwortung gilt, beim Umverteilen Klientelpolitik.

    Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Gut.

    Machen Sie, meine werten Politiker, eine staatliche Einheitspension, die ausschließlich durch Zahlungen eine wertgesicherte Mindestpension sichert und lassen Sie daher auch nur eine einzige staatliche Pensionsverwaltung zu.

    Wer mehr will, soll an private Pensionsversicherungsdienste verwiesen werden, an solche, die die Kriterien einer Pensionsversicherung erfüllen und nicht an Pleiteunternehmen, die mit dem Geld der Pensionszahler abhauen (Beispiel USA).

    Es soll in der Eigenverantwortung des Bürgers liegen, ob und wenn ja, welche weitere Pensionssäulen er wählt und in welchem Umfang.

    Auch im privaten Bereich bestehen Risken.

    Aber der Staat soll sich aus der Pensionssache auf das Existenzminimum beschränken und für alle Bürger gleich.

    Heute ist doch so mit dem staatlichen Pensionstopf, daß Privilegierte sich daran bedienen auf Kosten der Einzahler.

    In diesem Punkt herrscht Abzocke mittels Pflichtversicherung, aus der ein Einzahler nicht aussteigen kann. Das ist für eine Mindestsicherung für die Pension einzusehen, daß da alle Gleiches einzahlen und Gleiches herausbekommen, aber nicht im derzeitigen Abzockstil.

    Ich wiederhole wieder einmal:
    Hätte ich meine Pensionszahlungen auf ein ganz normales 3% Bankkonto gelegt (oder auch 1%), so hätte ich mit 60 als Pensionist mit ordentlichem Kapital im Rücken von den Zinsen leben können. Nun aber habe ich das Gleiche eingezahlt und erhalte weniger als die Zinsen ausgemacht hätten als Pension und das Kapital ist weg. Ja wo ist es denn, so meine naive Frage an den Sozialversicherungsmann im Jahr 2007 ? Er hat das mit Solidarität erklärt und es ist einsichtig, daß nicht alle ein Leben lang einzahlen können.

    Wahr ist aber viel mehr, daß diejenigen, die fast nie was eingezahlt haben, mehr bekommen an Pension als jene, die ihre Leistungen erbracht haben.

    Ja, wo ist es denn hingekommen ? Meine Antwort, zu den Privilegierten in den 3 österreichischen Parallelwelten zum Zahlvolk, zu den Oberkasten (Beamte, Politiker, etc.) zu den Schmarotzern (Daueranstellung beim AMS) und zu den Sozialzuwanderern (Ausschließlich zum Zwecke des Abcashens).

    • Patriot
      05. November 2010 12:44

      Völlig richtig! Das Sozialversicherungssystem ist verfassungswidrig!

      Das Sozialversicherungssystem ist nicht für Umverteilung da, für Umverteilung sind die Steuern da!

      Nicht nur beim Pensionssystem ist die Ungleichbehandlung himmelschreiend, sondern auch beim Gesundheitssystem und bei der Arbeitslosenversicherung. Einbezahlte Beitrage (auf Dienstnehmer- UND Dienstgeberseite (weil die zahlt AUCH der Diehnstnehmer)) haben überhaupt nichts mehr mit der versicherungsmathematisch erwartbaren Gegenleistung zu tun.

      Man müßte in Wahrheit Steuer- und Sozialversicherungssystem zusammenlegen. Das wäre auch administrativ billiger.

  33. Graf Berge von Grips
    05. November 2010 11:27

    Nr. 290
    Geh' liebe Laura, kannst Du uns sagen,
    wer das Milchmädchen ist, in Werners Etagen?

  34. Anton Volpini
    05. November 2010 10:34

    O.T.
    Androsch droht mit Abwanderung von AT&S-Werk

    Es geht um eine Beteiligung des Landes (genauer der Tourismus Holding) in Höhe von 3 Mio. Euro am Viva-Hotel. Der Industrielle pocht auf Zusagen der Landeshauptleute Haider und Dörfler, dass diese Beteiligung als Förderung anzusehen sei, die Tourismusholding will die Hälfte des Geldes zurück. Nun droht Androsch mit der Schließung des AT&S-Werks in Klagenfurt, falls das Land nicht einlenkt. Kleine Zeitung

    Nun, das ist glatte Erpressung und Raub!
    Und so agiert einer, der ständig von unseren Medien und Sozialisten als Vorzeigeunternehmer und Meinungsführer hofiert wird.
    Auch ein Mosaiksteinchen auf den Weg zum Kollaps des Staatswesen.

    • brechstange
      05. November 2010 11:19

      Und für den die Staatsverschuldung natürlich erst unter Schwarz-Blau Einzug gehalten hat.

  35. brechstange
    05. November 2010 09:45

    Leider werden die wahren "Krebsgeschwüre" der Finanzwirtschaft nicht wirklich angetastet, mir scheint, als wären da "mafiöse" Banden, die sie fürchten, am Werke. In Wahrheit ist natürlich die weltweite Finanzwirtschaft, derart aus den Fugen geraten, dass das Drehen an einer Schraube zu Ungleichgewicht und Verlust für die früh "Handelnden" führt. Nachdem jedem das Hemd näher ist als der Rock, fürchte ich, wird auch nicht viel passieren.
    Daher greift man auf die Masse zu, die sich nicht zu wehren vermag, die nicht flüchten kann oder will. Und was macht ein Teil dieser Masse, sie greifen zu Mitteln des Terrors und lassen sich von fanatischen kommunistischen Parolen leiten. Sie sägen damit am Ast, auf dem wir alle sitzen. Nichts Besseres kann den wahren "Krebsgeschwüren" passieren.

  36. Kaffeehäferl
    05. November 2010 09:05

    Sind nicht alle, die eine private Pensionsvorsorge haben oder eine fondsgebundene Lebensversicherung auch böse Aktionäre?
    Sie wissen gar nicht, welche Aktien sie mit ihren Pensions- und Versicherungs-Fonds besitzen, und sie haben ihre Boshaftigkeit der Gewinnmaximierung an einen bösen Fondsmanager delegiert.

    Aber böse sind ja nur die Kapitalisten, also immer die anderen.

  37. Celian
    05. November 2010 08:47

    Die Absicht der Spekulationsfrist war es ja, Spekulanten abzuhalten auf kurzfristige Gewinne zu spekulieren. Das wurde uns immer wieder eingebläut. Durch den Fall der Spekulationsfrist wird diese Absicht nun auf alle Anleger ausgedehnt. Durch diese konkludente Handlung sagt uns die Regierung daß ab nun alle – nicht nur die miesen, bösen Spekulanten, auch die braven Anleger in langfristige Werte, davon abgehalten werden sollen, an der Wiener Börse zu investieren. Danke liebe Regierung, das Geld wird sich schon ein anderes Plätzchen suchen, wo es mehr erwünscht ist als in Österreich.

    Zweitens zeigt sie, daß ihr ein Spekulant auf kurfristige Werte genauso viel wert ist wie ein braver Anleger, der in die österreichische Wirtschaft investiert, nämlich gar nichts. Das entspricht ganz der Diktion der jüngeren Zeit, daß die bösen Reichen pauschal schuld sind an der Krise. Diese „Reichen“, gegen die vorgegangen werden muß, wurden nun als jene identifiziert, die ganz generell Aktien kaufen. Auch hierfür möchte ich einen kleinen Dank abstatten für die Erkenntnis, man ist hier als Investor, der an die Wirtschaft dieses Landes geglaubt hat und investiert hat, unerwünscht.

    Drittens beteiligt sich die Regierung nur an den Aktiengewinnen nicht aber an den Verlusten. Die Regierung ist also wie ein Kiebitz, der keinen Einsatz macht, aber einen Teil der Gewinne einstreift. Mitnaschen, aber nichts riskieren. Und dann gleichzeitig auf die „Spieler“ schimpfen. Das ist so minderwertig, nur eine völlig armselige Kreatur ohne Rückgrat ist zu so einer würdelosen Handlung fähig. Aber auch Danke für diese Einsicht, liebe Regierung.

    Und viertens ist es für den wirklich großen Aktienspekulant möglich, daß er seine Gewinne gegen Verluste abgleicht und demzufolge keine Steuern aus Aktiengewinnen zahlen muß. Ein kleiner Anleger dagegen wird voll getroffen, der in einem Jahr einen Gewinn und im nächsten wieder einen Verlust macht. Auch hier danke für die Einsicht, daß sie es nur auf die Kleinen abgesehen haben, und nicht wie sie immer vollmundig behaupten auf die Reichen. Behaupten das Gegenteil, tun das Gegenteil. Na pfui Teufel zu soviel Scheinheiligkeit!

    • M.S.
      05. November 2010 11:23

      Ja so stellt sich ein sozialistischer Regierungschef die "Zeit für Gerechtigkeit" vor. Kündigt großspurig an, den Mittelstand und "die, die wenig haben" zu schonen und sein Vize erklärt, das Budget rein ausgabenseitig zu sanieren. Und das Ergebnis ist, dass ausgabenseitig so gut wie nichts geschieht, etliche einnahmenseitige Maßnahmen gesetzt werden, die gerade vorwiegend den Mittelstand und die, die wenig haben treffen und dass trotzdem von einer Sanierung des Budgets keine Rede sein kann. Der Staatsbankrott rückt also immer näher.

    • Norbert Mühlhauser
      05. November 2010 13:22

      Celian, Ihre Argumentation ist verständlich, aber

      1. Ist kein Geld da, und die Regierung will ja beim Ausbau der Dienstleistungsgesellschaft, die staatlicherseits im Gewand zwangsbeglückender Befürsorgung einherkommt, nicht sparen.

      2. Es gibt auch Verbesserungen (- neben Fortschreibungen von Ungerechtigkeiten, die aus dem Fehlurteil herrühren, dass nur der Kapitalmarkt vom pöhsen arbeitslosen Einkommen lebt, das staatliche Pensionssystem samt knapp 30.000 Beschäftigten aber nicht vom allgem. Wirtschaftswachstum - obwohl nur rd 25 % für 80 %-Pensionen eingezahlt wird, und einschl. Valorisierung (Abzinsung) irgendwo zw 30 u. 60 %!).

      a.) Diese Verbesserung ist die Berücksichtigung sog ausschüttungsgleicher Erträge im Wege der abschließenden Totalbesteuerung. Bisher konnte der Fiskus bei wiederveranlagten Fondserträgen von Privaten (Thesaurierung) jedes Jahr 25 % einheben, obwohl bei Beendigung der Veranlagung anlässlich der Veräußerung der gesamte Wertzuwachs schwankungsbedingt vielleicht nur 25 % betragen hat und daher effektiv jeglicher Ertrag konfisziert wurde. Nun kann man diese Erträge im Wege der Endbesteuerung als zusätzl. Anschaffungskosten ansetzen und daher einen Verlust bei der Vermögenszuwachsbesteuerung verwerten, der allerdings nur mit gleichartigen Einkünften desselben Jahres ausgleichfähig ist.

      b.) Dies ist ein Grund mehr, weshalb die neue Besteuerung nichts bringen wird, außer die Besänftigung der eingebildeten "Entrechteten" und Mehrkosten bei den Banken, also noch größere Spannen zw Einlagen- und Kreditzinsen (Sparbücher!).

      3.)Vorgenannter Ausgleich ist allerdings nur verwertbar, wenn aufgefächtertes Kaptalvermögen vorliegt. Der Verlust kann nicht vorgetragen oder mit anderen Einkünftsarten ausgeglichen werden, wie Sie es bereits richtig angesprochen haben.

      4.) Steuerverschärfungen gibt es freilich auch, wie der Wegfall der Halbsatzbesteuerung bei Beteiligungsvermögen im Veranlagungsfall (Verzicht auf Endbesteuerung).

    • cmh (kein Partner)
      06. November 2010 10:39

      WEr hat uns verraten? ....

      Die Partei der institutionellen Lüge kann natürlich nur die Wahrheit sagen, genauso wie die Partei der institutionellen Revolution auch verdammt lange an der Macht war.

      Freundschaft!

  38. mike1
    05. November 2010 08:28

    mein eindruck ist, dass diese regierung überhaupt nur von milchmädchenrechnungen lebt, eingeschlossen die landesregierungen, die niveaumäßig den selben ansatz haben.

    irgendwie habe ich den eindruck, dass hier alle möglichen und vor allem unmöglichen "politiker" machen, was sie wollen. aber nur, um eigene pfründe zu sichern, den staatsbürger möglichst lange belügen, die budgetwahrheiten hintanzuhalten, schlicht und einfach soll das eigene überleben gesichert werden. das staatswohl spielt keine rolle mehr.

    einem faymann samt seinen genossen die republik zu überlassen, unterstützt von einer leider äußerst schwachen övp-riege, war leider die entscheidung des österreichischen stimm(vieh)volkes. wenn man sich die zeitungen durchliest und sieht, was hier alles an linken dingen passiert, dann scheint klar zu sein, dass wir unter einer solchen regierung einen möglichen wirtschaftsaufschwung nicht erleben werden.
    auch die gewerkschaften arbeiten fleissig daran, einen solchen zu verhindern. nicht nur in österreich, auch europaweit...

    • cmh (kein Partner)
      06. November 2010 10:40

      Bitte sehen Sie es endlich ein lieber mike1 : etwas anderes als Milchmädchenrechnungen sind einfach nicht mehr transportierbar.

  39. terbuan
    05. November 2010 08:09

    Seit seinerzeit der amerikanísche Investor Jim Rogers die Wiener Börse aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküßt hat wurde viel getan, um diesen Markt zu einer einigermaßen attraktiven Lokalbörse zu machen. So tauchten österreichisiche Aktien plötzlich in den Portfolios großer Fonds auf, wenn auch nur im Promillebereich.

    Aus folgenden Gründen ist diese jetzige Maßnahme völlig unsinnig und unproduktiv:

    1. Die Börsen befinden sich derzeit allgemein auf einem Höhenflug, der nicht durch fundamentale Daten zu rechtfertigen ist und daher in naher Zukunft mit Korrekturen zu rechnen sein wird. Alleine aus dieser Sicht werden sich die Einnahmen aus dieser Steuer wahrscheinlich in Grenzen halten.
    2. Der ohnehin sehr geringe Anteil der Veranlagungen in Aktien in Österreich wird noch weiter sinken und damit auch die internationale Attraktivät Wiens.
    3. Für die Banken bedeutet diese Steuer einen erheblichen Mehraufwand, der sicherlich auf die Kunden abgewälzt werden wird.

    Also wieder einmal "Der Berg hat gekreißt und gebar eine Maus"!
    Eine völlig unnötige und höchstwahrscheinlich unergiebige Steuer alleine erfunden aus ideologischen Gründen zur Bedienung der linken Klientel!

    • Brockhaus
      05. November 2010 10:13

      Zu "Der Berg hat gekreißt und gebar eine Maus":

      Wahrscheinlich jene Maus, die dann jubiliert "es geht wieder aufwärts" als sie im Maul der Katze die Kellerstiegen nach oben getragen wird.

      Wäre fast zum Lachen ;-), wenn es nicht so traurig wäre. ;-(

    • inside
      05. November 2010 11:34

      "Der Berg hat gekreißt und gebar eine Maus"

      Ich glaub', der Berg hat gekreisst und die Katze sucht noch immer die Maus ....

  40. SuPa
    05. November 2010 06:28

    Zur am Schluss des Artikels gestellten Frage: Ja, ich denke noch.
    Ob die Herren Faymann und J. Pröll auch noch staatspolitisch vernünftig denken können, bezweifle ich sehr. Vermutlich sind beide anstelle von Jägern nun zu Gejagten geworden und werden von ihren Hintermännern und -frauen getrieben.
    Mein Trost: es kann nur mehr besser werden, denn die Talsohle haben wir bereits erreicht.

    • brechstange
      05. November 2010 09:36

      "Die Tahlsohle erreicht?", ich bin mir da nicht so sicher.

    • M.S.
      05. November 2010 10:59

      Ich glaube auch nicht, dass wir die Talsohle bereits erreicht haben. Laut heutigem Pressebericht werden die für das Budget 2010 erreichten Mehreinnahmen von 400 Millionen Euro durch die - allerdings nur für die Regierung unerwarteten - Mehrausgaben durch Erhöhung des Bundeszuschusses zur gesetzlichen Pensionsversicherung um 400 Millionen Euro, gleich wieder ausgegeben. Jetzt beginnt dann noch das "Nachbessern" bei den vielen Härten des "größten Sparpaketes der 2. Republik" und wenn wir Glück haben wird nach dem Kreisen der Berge ein Miniminimäuschen geboren werden.
      Hoffentlich gibt uns Prof. Streissler gute Tips für eine halbwegs sichere Anlage unserer Ersparnisse.

    • Auditor
      10. November 2010 05:21

      Zum Beitrag von M.S.:
      Ich schätze den Volkswirtschaftler Prof.Streissler besonders, nicht erst seit der Zeit als er mein Prüfer beim staatswissenschaftlichen Rigorosum war. Seine grundsätzlichen volkswirtschaftlichen Einschätzungen (seit Jahren -früher als viele andere-) spricht er vom Abwertungsdruck auf den US-Dollar etc. Aber der Zeitpunkt des Eintritts der von ihm geschilderten Konsequenzen hat sich doch um Jahre anders gestaltet. Wenn man also Investmententscheidungen von seinen Aussagen abhängig macht, ist man arm dran - so sehr ich ihn schätze.





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