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Marketing für die KathKirche

Alle progressiven „Kirchenexperten“ behaupten, der katholischen Kirche würde es mit Frauenpriestern viel besser gehen. Die anglikanische Kirche macht diese Erfahrungen freilich nicht.

Ihr laufen nämlich in Scharen die Gläubigen, Priester und nun sogar drei Bischöfe weg, seit bei den Anglikanern auch Frauen geweiht werden. Ähnliches hat auch die Zulassung bekennender Homosexueller zum anglikanischen Priesteramt ausgelöst.

Und wo laufen die Menschen hin? Ausgerechnet zur katholischen Kirche, die ihre Tore weit für die Flüchtlinge aus der rasch schrumpfenden anglikanischen Kirche öffnet. Und die  auch verheiratete anglikanische Priester problemlos aufnimmt.

Selbst wenn man die intensiven theologischen Hinweise zugunsten des Männerpriestertums (das rein männliche Geschlecht der Apostel etwa) zu zerpflücken versteht, deutet wirklich nichts darauf hin, dass das Frauenpriestertum marketingmäßig eine kluge Strategie wäre. Verheiratete Priester – zumindest die schon im mittleren Lebensalter stehenden Viri probati – hingegen schon.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2010 04:41

    Es sind die selbsternannten linken "Kirchenexperten", die solchen Unsinn behaupten, obwohl weltweit zu beobachten ist, daß eher die konservativ orientierten Glaubensrichtungen mit festen Grundwerten bzw. Richtlinien mehr Zulauf bei wertesuchenden Gläubigen verzeichnen, als die ach so toleranten, aufgeschlossenen und pseudodemokratischen Vereinigungen.
    Das sollte uns auch in der Politik nachdenklich stimmen!

  2. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2010 09:18

    Es hat sich doch der neue Eisenstädter Bischof Zsifokovits erlaubt, sich sein Personal selbst auszusuchen und schon waren die Zulehners auf theologischer Seite und die Neuwirths auf journalistischer Seite zur Stelle und sprachen von "eisener Hand" bis "Diktator".
    Sie versuchen den Bischof und noch bis Febr. 2011 agierenden Generalsekretär der Bischofskonferenz zu desavouieren, um den Caritaspräsidenten Landau (von den Freimaurern gepusht) in die Stelle des Generalsekretärs der Bischofkonferenz hineinzuloben.

    Offenbar haben manche in der Katholischen Kirche den Wert Demut aus ihrem Repertoire gestrichen. Demut vor dem Amt, das viele Strömungen umfassen muss und nicht nur die linken Strömung, weil ja nur diese christlich und menschlich sein kann.

  3. Ausgezeichneter KommentatorPhilipp Starl Partner Homepage
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2010 09:30

    Die katholische Kirche wird es in 1000 Jahren auch noch geben, wenn diese peinlichen Gesellschaftsströmungen alle schon längst vergessen sind. Mehr muss man dazu nicht sagen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Oktober 2010 11:43

    Die Grenzen der „Genderei“.

    Vor Kampfemanzen in Soutanen
    sei man besonders auf der Hut,
    da androgyne Egomanen
    den Menschen reizen bis aufs Blut.
    Sieht man doch deutlich bei den Grünen,
    wohin die Weiberwirtschaft führt,
    von aggressionsverzerrten Mienen
    wird heute niemand mehr berührt.
    Dass „mulier“ wohl besser „tacet,
    und nicht nur in „ecclesia“,
    dem gab der Wähler jüngst sein „placet“;
    Erlebnis sei ’s, vom Typ „Aha“.
    Gott hat es wohl so eingerichtet,
    dass der Geschlechter beiderlei
    doch nicht zu allem gleich verpflichtet,
    auch wenn’s ein Dorn im Auge sei
    der „Feministenreligionen“,
    die uns’ren Erdball überzieh’n,
    doch wer will auf ’ner Welt schon wohnen,
    wo nur mehr Disteln einsam blüh’n?
    Ein Esel mag sich daran laben,
    dies Tier ist wahrlich kein Gourmet,
    doch sollen andre Gottesgaben
    deshalb verkümmern? Ich sag „neee“.

  5. Ausgezeichneter KommentatorAnita
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Oktober 2010 14:58

    Renate Brauner hat die so genannte Billigabtreibung in Wien eingeführt. Von Kardinal Schönborn erhielt die Abtreibungs-PÄPSTIN 2008 den päpstlichen Gregoriusorden in die Hand gedrückt.

    Unsere Hirten, die die Hl. Kirche in Österreich ersticken und unwirksam machen, sind eine Schande und Demütigung für die Gläubigen. Die Gnade Gottes muss angesichts des großteils unserer speichelleckerischen und verräterischen Bischofskonferenz (das ist bei unseren Politikern nicht anders) beachtlich groß sein.

    Auffallend sind auch die mit Logenbrüdern gespickten diversen "Initiativen" (Laien-, Priesterinitiative mit Busek, Khol, Schüller usw.):

    "Der Gott, der mich errettet von meinen Feinden [...]; du hilfst mir von den Frevlern." Psalm 18, 47f.

  6. Ausgezeichneter KommentatorSuPa
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. Oktober 2010 06:51

    Bei diesem Thema werden zwei völlig unterschiedliche Motive vermischt. Einerseits gibt es Katholiken, welche mit der derzeitigen Kirche aus verschiedenen Gründen unzufrieden sind und ihr teilweise auch den Rücken kehren. Andererseits sind es sehr konservative Anglikaner, welche sich in der nun gewandelten Anglikanischen Kirche nicht mehr zu Hause fühlen und daher zur katholischen Kirche wechseln. Dies ist doch kein Widerspruch. Die Übernahme bereits verheirateter Priester und Bischöfe in die katholische Kirche ist nichts aussergewöhnliches, da es dafür schon immer Ausnahmeregelungen gegeben hat.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorcarlo soziale
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Oktober 2010 10:40

    In der Hauptschule, in der ich nach der 2.Klasse ausgeschult wurde, wollte ich mich jedes Jahr vom Religionsunterricht abmelden. Wegen meines jugendlichen Alters und der Weigerung meiner Mutter, ein entsprechendes Schriftstück zu unterschreiben, musste ich diesem Unterricht unentschuldigt fernbleiben.
    Inzwischen bin ich aus diesem Verein ausgetreten. Mich hat es einfach genervt, dass ich jedes Jahr eine Bestätigung über mein Sozialfalldasein vorlegen musste, um von der Kirchensteuer befreit zu werden.
    Insgesamt profitiere ich aber von den kirchlichen Würdenträgern, egal welcher Konfession, weil manche sehr regelmäßig meinen Reitstall aufsuchen, um die Pferdchen von einem lasterfreien Leben zu überzeugen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorNeppomuck
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Oktober 2010 11:43

    Die Grenzen der „Genderei“.

    Vor Kampfemanzen in Soutanen
    sei man besonders auf der Hut,
    da androgyne Egomanen
    den Menschen reizen bis aufs Blut.
    Sieht man doch deutlich bei den Grünen,
    wohin die Weiberwirtschaft führt,
    von aggressionsverzerrten Mienen
    wird heute niemand mehr berührt.
    Dass „mulier“ wohl besser „tacet,
    und nicht nur in „ecclesia“,
    dem gab der Wähler jüngst sein „placet“;
    Erlebnis sei ’s, vom Typ „Aha“.
    Gott hat es wohl so eingerichtet,
    dass der Geschlechter beiderlei
    doch nicht zu allem gleich verpflichtet,
    auch wenn’s ein Dorn im Auge sei
    der „Feministenreligionen“,
    die uns’ren Erdball überzieh’n,
    doch wer will auf ’ner Welt schon wohnen,
    wo nur mehr Disteln einsam blüh’n?
    Ein Esel mag sich daran laben,
    dies Tier ist wahrlich kein Gourmet,
    doch sollen andre Gottesgaben
    deshalb verkümmern? Ich sag „neee“.


alle Kommentare

  1. Banjo (kein Partner)
  2. Ummie (kein Partner)
    22. Januar 2015 14:57

    I think you've just captured the answer pelrectfy

  3. Kriya (kein Partner)
  4. Lysa (kein Partner)
    21. Januar 2015 17:15

    Essays like this are so important to broenading people's horizons.

  5. Tuba (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:59

    I had no idea how to approach this beo-oefnrw I'm locked and loaded.

  6. Rebekah (kein Partner)
    20. Januar 2015 20:09

    I might be beitnag a dead horse, but thank you for posting this!

  7. Tae (kein Partner)
    19. Januar 2015 12:17

    Too many coptilmenms too little space, thanks!

  8. Graf Pimpf vom Zwerge (kein Partner)
    28. Oktober 2010 10:09

    Anstatt andere Sekten über ihr Verhalten ex cathedra zu belehren,
    sollte die Heilige Mutter Kirche lieber vor den eigenen Pforten kehren.

  9. A.E.I.O.U (kein Partner)
    25. Oktober 2010 11:56

    Selbst in diesem Forum gibt es noch vereinzelt katholisch verseuchte Einfaltspinseln.

    Es ist wirklich befremdlich und mir völlig unerklärlich, warum diese Dumpfbacken immer noch auf religiösen Lügen und Wahnvorstellungen hereinfallen.

    Gott, Himmel, Hölle, Auferstehung Erbsünde, unbefleckte Empfängnis. Das ist doch alles so vertrottelt und hirnrissig. Aber bei manchen gedankenlosen Menschen hat die religiöse Gehirnwäsche voll funktioniert.

    Dabei ist es doch so einfach:
    Nicht Gott hat den Menschen erschaffen, sondern der Mensch hat Gott erschaffen. Er ist nur eine Idee, ein Gedanke, eine Vorstellung, von Menschen erfunden, ohne Entsprechung in der Wirklichkeit.

    Stirbt ein Mensch und wird begraben, dann sagen die einen katholisch verseuchten Depperln, er komme in den Himmel. Die anderen, er komme in die Hölle.
    In Wirklichkeit liegt er 2 Meter unter der Erde. Dort ist wohl für diese Himmel und Hölle gleichzeitig.

    • black (kein Partner)
      28. Oktober 2010 21:08

      @ A.E.I.O.U

      In der Wirtschaftskrise ist die Unterschicht gewachsen.

  10. black (kein Partner)
    23. Oktober 2010 11:46

    "Weg von Rom!" schallt das Credo vom Stephansplatz.

    Der sich wie ein Gegenpapst aufführende und völlig in seiner Subjektivität versunkene Schönborn bastelt aus der Landeskirche noch eine Art 'Kath-Club 45', der die romtreuen Priester in der Versenkung verschwinden läßt.

  11. fosca
    22. Oktober 2010 23:25

    @brechstange

    So ist es!

  12. sophokles (kein Partner)
    22. Oktober 2010 22:05

    Ach ja!?? Du rechter Kirchenexperte! :-)

  13. Anita (kein Partner)
    22. Oktober 2010 14:58

    Renate Brauner hat die so genannte Billigabtreibung in Wien eingeführt. Von Kardinal Schönborn erhielt die Abtreibungs-PÄPSTIN 2008 den päpstlichen Gregoriusorden in die Hand gedrückt.

    Unsere Hirten, die die Hl. Kirche in Österreich ersticken und unwirksam machen, sind eine Schande und Demütigung für die Gläubigen. Die Gnade Gottes muss angesichts des großteils unserer speichelleckerischen und verräterischen Bischofskonferenz (das ist bei unseren Politikern nicht anders) beachtlich groß sein.

    Auffallend sind auch die mit Logenbrüdern gespickten diversen "Initiativen" (Laien-, Priesterinitiative mit Busek, Khol, Schüller usw.):

    "Der Gott, der mich errettet von meinen Feinden [...]; du hilfst mir von den Frevlern." Psalm 18, 47f.

    • Renard (kein Partner)
      22. Oktober 2010 18:24

      Wer finanziert diese gegen die Kirche gerichteten und offensichtlichen Freimaurer-Initiativen?

  14. M.U. Shrooms (kein Partner)
    22. Oktober 2010 14:53

    Selbst wenn man die intensiven theologischen Hinweise zugunsten des Männerpriestertums (das rein männliche Geschlecht der Apostel etwa) ...

    Ganz lieb. Das waren Männer, weil nur Männer etwas zu reden hatten, mit dieser Theologie samma ganz schnell klar. Ansonsten ist ja bekannt, dass Dreiecke, wenn sie einen Gott hätten, ein Dreieck als denselben hätten.

    • Anita (kein Partner)
      22. Oktober 2010 15:01

      @ M.U. Shrooms: "Ansonsten ist ja bekannt, dass Dreiecke, wenn sie einen Gott hätten, ein Dreieck als denselben hätten".

      Und M.U. Shrooms, wenn er einen Gott hätte, M.U. Shrooms als denselben hätte.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      22. Oktober 2010 15:17

      Liebe Anita, ich bin Atheist und plage mich nicht mit Göttern. Für den Solipsismus habe ich aber etwas übrig.

    • Anita (kein Partner)
      22. Oktober 2010 18:21

      Träumen sie von der Nicht-Existenz?

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      22. Oktober 2010 18:33

      Nein, Anita, und ich rede mir auch nichts ein, so wie jüngstes Gericht und so weiter.

    • black (kein Partner)
      28. Oktober 2010 21:13

      @ M.U. Shrooms: "ich rede mir auch nichts ein, so wie jüngstes Gericht und so weiter"

      Was reden sie sich dann so alles ein? Dass es das Jüngste Gericht etwa nicht gibt?

  15. Neppomuck (kein Partner)
    22. Oktober 2010 11:43

    Die Grenzen der „Genderei“.

    Vor Kampfemanzen in Soutanen
    sei man besonders auf der Hut,
    da androgyne Egomanen
    den Menschen reizen bis aufs Blut.
    Sieht man doch deutlich bei den Grünen,
    wohin die Weiberwirtschaft führt,
    von aggressionsverzerrten Mienen
    wird heute niemand mehr berührt.
    Dass „mulier“ wohl besser „tacet,
    und nicht nur in „ecclesia“,
    dem gab der Wähler jüngst sein „placet“;
    Erlebnis sei ’s, vom Typ „Aha“.
    Gott hat es wohl so eingerichtet,
    dass der Geschlechter beiderlei
    doch nicht zu allem gleich verpflichtet,
    auch wenn’s ein Dorn im Auge sei
    der „Feministenreligionen“,
    die uns’ren Erdball überzieh’n,
    doch wer will auf ’ner Welt schon wohnen,
    wo nur mehr Disteln einsam blüh’n?
    Ein Esel mag sich daran laben,
    dies Tier ist wahrlich kein Gourmet,
    doch sollen andre Gottesgaben
    deshalb verkümmern? Ich sag „neee“.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
    • LePenseur (kein Partner)
      22. Oktober 2010 13:39

      Exzellent! Und alle Versfüße heben und senken sich, wie sich's gehört (was bei Gelegenheitsgedichten leider eher die Ausnahme als die Regel darstellt)!

      Ich habe mir erlaubt, Ihr Gedicht in meinem Blog zu zitieren — sowas darf nicht durch Unterbergers "nur für Mitglieder" in einigen Tagen der Wahrnehmung der Öffentlichkeit entzogen werden!

      DANKE!

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      22. Oktober 2010 13:43

      Schönes Gedicht, Neppomuck.
      Vor allem der unablässig reimende Graf, mit Verlaub, könnte von sich von Ihrer handwerklich untadeligen Metrik ein Scheiberl abschneiden.
      Aber anders als Sie behaupten, sind Esel durchaus Gourmets — und gescheiter, als der Volksmund vermutet. In meiner Jugend (noch vor der Volksschule) war ich innig mit einem Esel befreundet, ziemlich hoch über dem Millstätter See. Dieses edle Grautier konnte zwanzig Distelsorten unterscheiden, sich allein auf seine Nüstern verlassend. Und er fraß nur zwei davon.
      (Von seiner soliden botanischen Kenntnis der meisten Alpenkräuter, die er ebenfalls einer strengen Auswahl unterzog, muss ich schweigen, um den Rahmen nicht zu sprengen.)

    • Neppomuck (kein Partner)
      22. Oktober 2010 14:31

      Weit entfernt davon, ein „Asinologe“ zu sein weiß ich gerade noch, dass Esel äußerst genügsam sind und dass eine Mesalliance von Pferd und Esel Hybride in Form von Maultier/Maulesel hervorbringt, die nicht zeugungsfähig sind.
      Was die wesentlichere Grundlage meiner Metapher war. Wer solchen „Disteln“, wie beschrieben, zuspricht, für den ist das Ende seiner genetischen Fahnenstange gewiss und somit ist dieses Phänomen ein natürlicher Segen für die Menschheit.

      Was als politischer Denkanstoß zu verstehen wäre, der möglicherweise (!) schon zu spät kommt. Aber vielleicht gelangt unser aller Bürgermeister noch zu der Vernunft, an der es ihm seit etlichen Jahren mangelt.

    • Neppomuck (kein Partner)
      22. Oktober 2010 14:56

      Post scriptum:

      Zu Graf Grips sei angemerkt, dass mir jeder Versuch, sich den ehernen Gesetzen von Versmaß und Reim zu unterwerfen, lieb ist.
      Mag der auch da und dort an Zeitmangel im Detail scheitern.

      Gebrauchslyrik zu schaffen ist m.E. das beste Training, Wendigkeit wie Aufmerksamkeitswert seiner Rede zu vervollkommnen, da sie sowohl die Bereitschaft zur abwechslungsreichen Wortwahl wie auch semantische und syntaktische Kenntnisse beflügelt.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      23. Oktober 2010 15:11

      Endlich einer, der geradezu eine Vision hat und aufzeigt, wohin unsere Gesellschaft gehen sollte: Sie sollte sich an der Kirche ein Beispiel nehmen und die Weiber zum Schweigen bringen. Die haben ihre eigenen, verdienstvollen und gottgegebenen Aufgaben als Mütter, Hausfrauen und Geliebte. Daran anknüpfend kann man sich wirklich fragen, ob es nötig ist, dass Frauen so lange in irgendwelchen Schulen herumhängen und sie nicht anderswo besser auf die zufriedenstellende Ausübung ihrer natürlichen Aufgaben vorbereitet werden könnten.
      Gott sei Dank bin ich ein Mann!

  16. Wolfram Schrems (kein Partner)
    22. Oktober 2010 11:25

    Nach meinem Kurzbesuch in England anläßlich der - sehr würdigen - Seligsprechung von Kardinal John Henry Newman vermute ich, daß wir das offizielle Ende der "Church of England" in den nächsten Jahren erleben werden.

    Zu groß sind die inneren, theologischen und moraltheologischen Widersprüche in dieser Gemeinschaft, als daß sie sie noch lange aushalten könnte. In der Kirche St. Mary the Virgin, Oxford, hat man an der Kanzel, von der aus Newman als Anglikaner gepredigt hatte, eine Plakette zur Seligsprechung angebracht (!). Lordkanzler Thomas Morus gilt auch bei den Anglikanern als Heiliger. Na dann! Dann braucht es wirklich dieses verquere Konstrukt "Kirche von England" nicht mehr.

    Und im übrigen gibt es keine "progressiven 'Kirchenexperten'", wie oben von A. U. zu lesen ist. Es gibt nur einige Elemente, die die Kirche von innen heraus zerstören wollen und - begrenzten - Erfolg haben damit. Manche von ihnen haben das Wesen der Kirche verstanden und lehnen es trotzdem ab. Manche haben es - das sei als mildernder Umstand genannt - vermutlich nie verstanden.

    Auch diese Leute werden einmal Rechenschaft ablegen müssen.

    • Segestes (kein Partner)
      22. Oktober 2010 13:32

      Die anglikanische Kirche war ja schon immer die am wenigsten "reformierte" protestantische Kirche.
      Oder anders formuliert, bei keiner anderen Abspaltung von der katholischen Kirche, ist die rein politische Absicht die dahinter steckte, offensichtlicher als bei ihr.
      Heinrich VIII hat seine Bekehrung zum Protestantismus eben nicht ganz so konsequent/geschickt inszeniert, wie seine Kollegen auf dem Festland.

      Dass Sir Thomas More von den Anglikanern grundsätzlich geliebt wird, halte ich allerdings nicht für ganz richtig. Der Herr hat schließlich jenen übel zugesetzt, die die Bibel in der Volkssprache verbreiteten. Und das waren Protestanten. Schwer vorstellbar, dass ausgerechnet er nun uneingeschränkte Liebe und Anbetung von diesen Protestanten in England erfahren soll. Zumindest sicher nicht von jenen, die um diese Vorgänge bescheid wissen.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      22. Oktober 2010 15:51

      @Segestes
      Das anglikanische Denken ist extrem verwirrend. Es kommen (eben in der Low Church) typisch protestantische Elemente genauso vor, wie (in der High Church) katholische. Aber eben: Ex falso quodlibet. Aus kontradiktorischen Prämissen kann man alles mögliche ableiten.

      Es stimmt, daß Heinrich VIII. ursprünglich keine theologischen Gründe hatte sondern persönliche. Aber Thomas Cranmer und andere haben bis in unsere Tage eine ideologische Rechtfertigung für die "Church of England" erfunden (die sich ja als katholische Kirche in England versteht, vgl. branch theory).

      Daß der heilige Thomas Morus auch von den Anglikanern als Heiliger verehrt wird (wenigstens von der offiziellen Kirche - vermute hier schlechtes Gewissen), weiß ich von einem Besuch der Schafbergkirche (dem hl. Thomas Morus geweiht) vor drei Jahren bei der hl. Messe für die Juristen. Der Priester erklärte mir, daß das Thomas-Morus-Relief links vorne von einer anglikanischen Pfarre in England spendiert worden sei. Denn diese hätten ihn auch kanonisiert (sinngemäß). "Anbetung" wird übrigens nach katholischem Selbstverständnis ausschließlich Gott zuteil, keinem Geschöpf.

      Und was aus der uneingeschränkten Bibellektüre herausgekommen ist, wenn Sie das schon ansprechen, sieht man am permanenten organisatorischen Zerfall im Protestantismus und an den unzähligen "Propheten" und anderen Gschaftelhubern in diversen Bibelkreisen. Die völlige Trivialisierung der hl. Schrift ohne entsprechenden Kommentar hat sich nicht als segensreich erwiesen.

    • Segestes (kein Partner)
      22. Oktober 2010 16:28

      Ja, die theologische Rechtfertigung hat man sich natürlich zusammengeschustert - die moralische, um vor der Geschichte bestehen zu können, folgte in den Jahrhunderten danach.
      Auch bei uns rechtfertigt man den Protestantismus ja noch immer fast nur über den Kampf gegen den Ablasshandel. Dass Luther aber eigentlich nur ein nützlicher Idiot war, den einige (abgebrannte) Reichsfürsten dazu missbrauchten, sich die riesigen Kirchengüter unter den Nagel zu reißen (so wie es später auch Heinrich VIII in England gemacht hat), ignoriert man geflissentlich. Passt ja nicht ins politisch korrekte, dem Protestantismus zugetane Geschichtsbild.
      Ein geradezu geniales Theaterstück, und ein nicht minder geniales Hörspiel, gibt es zu der Thematik von Dieter Forte - Titel: "Martin Luther und Thomas Münzer, oder die Einführung der Buchhaltung"
      http://www.amazon.de/Martin-Luther-Thomas-Einf%C3%BChrung-Buchhaltung/dp/3898132579

      Den Zerfall in zig Gruppierungen, mit unzähligen "Propheten", gab es in der Kirche jedoch schon lange bevor die Bibel groß in die Volkssprachen übersetzt worden war. Man betrachte einfach nur das Jahrhunderte lange Chaos bei den frühen Christen mit den Manichäern, Montanisten, Kopten, usw. usw.
      Da den Protestanten eine Sonderrolle zuzuschieben, halte ich für wenig schlüssig.
      Mal davon abgesehen, Bibel-Übersetzungen gab es ja eigentlich auch schon vor Luther schon, nur waren die sehr mangelhaft und fanden aufgrund des noch nicht erfundenen Buchdrucks kaum Verbreitung. Letztendlich hat sich ja auch die kath. Kirche dazu bereit gefunden, sich von der rein lateinischen Bibel in gewisser Weise zu verabschieden.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      22. Oktober 2010 20:11

      In ein paar flüchtigen Worten zu Thomas Morus, Bibelübersetzungen und dem Zölibat ...

      ... sei kurz angemerkt, daß auch ersterer letztlich über (de facto: unter) die Klinge springen mußte. In der karg bemessenen theologischen und philosophischen Literatur, deren Veröffentlichung das Arbeiter- und Bauernparadies DDR gestattete, war er der meistgedruckte Autor.

      Die klassische Bibelübersetzung Martin Luthers wird von Katholiken überzeugt beibehalten, mit geringfügigen sprachlichen Anpassungen, die aus dem 19. Jahrhundert stammen und einige wenige obsolete Wörter ersetzen. Bei den Protestanten jagt eine neue Version die andere — wie vor zwei Jahren die vergeblich hochgelobte "Bibel in gerechter Sprache", die Gott als weiblich erklärt und im Lukas-Evangelium Hirten und Hirtinnen die Schaf_Innen hüten läßt, während Jesus geboren wird.
      Kluge Christen waren dem abtrünnigen Mönch ja schon bald nach seinem Tod dankbar für seinen Aufstand gegen Ablaßhandel, Nepotismus, Völlerei und Verkalkung der römischen Kirche, und sie sind es auch heute noch, wie auch Benedikt XVI. öfter zu Protokoll gab; manche vergleichen Luthers Thesen mit den Zielen Jesu, der die Geldwechsler aus dem Tempel vertrieb, um den mosaischen Glauben zu entschlacken. Es sind seltsamerweise die Protestanten, die sich von ihrem Blockbuster-Protagonisten entfernen, und seine Forderung der Hinwendung zum Wort (der Heiligen Schrift) als Aufforderung zur Teilnahme an der Tagespolitik interpretieren.
      Leider gibt es auch ähnlich modisch orientierte katholische Würdenträger, die eifrig an der Stange ihres Klingelbeutels sägen; seltsamerweise in Österreich häufiger als anderswo.
      Aber wir wollen einander nicht mit Schilderungen klerikaler Einfalt langweilen.
      (Ich lebe zur Zeit in Norddeutschland, wo wir Katholiken noch seltener sind als Scientologen. In der Diaspora besinnt sich jede Religion ihrer Wurzeln — und bei einem hiesigen Hochwürden, durchtrainiert wie ein kalifornischer Gouverneur, trau' ich mich keine Schmähs über Jonas und den Wal zu reißen.)

      Zum Zölibat, ganz kurz: Abgesehen von Kleinigkeiten (Priester ohne Familie hat den Rücken frei für die Probleme seiner Schäfchen; sein einziger Erbe ist die Kirche) dient der Zölibat allein der Zufuhr frischer Gene für den Priesterstand. Denn schon die altmosaischen Rabbiner hatten ihre Töchter mit den Söhnen von Rabbinern verheiratet, im alten Rom verhielten sich die "heidnischen" Sacerdotes (auch zur Besitzstandswahrung) ebenso inzüchtig; die christlichen Geistlichen hielten es ähnlich — was zu einer zunehmenden Verblödung führte.
      Es ist also keine Lebens-, Sexual- oder Familienfeindlichkeit, der die Ehelosigkeit der katholischen Priester zu verdanken ist. Es geht ums Überleben der Substanz und des Hirns.
      Ich kenne viele Pastoren hier, kurz unter Dänemark. Vor zwei Wochen war ich als Katholik (die Ökumene wünschend, aber im aktuellen Jahrhundert für ausgeschlossen haltend) beim Geburtstag eines betagten Pastors. Aus ganz Deutschland waren Verwandte angereist, männlich und weiblich, etwa 45 Personen. Ungelogen: 40 davon waren Pastoren und Pastorinnen, oft mehrfach geschieden, alleinerziehende Väter und Mütter; Wangenkratzromanzen, Scheidungsblues und Zores ohne Ende, ihre Kinder mit Cousins und Cousinen liiert.

      "Wißt's was?" hab' ich zu vorgerückter Stunde gesagt. "Es mag sein, daß so manche katholische Pfarrersköchin ihrem Hochwürden, wenn's halt nottut, mehr als nur die Frühstückseier erhitzt; aber eure Sorgen hat weder sie noch er noch der Vatikan."

      Um letzteren mach' auch ich mir keine Sorgen. Nach all den Gaunern, Giftmischern, Hurenböcken und Meuchelmördern, die dort jahrhundertelang ihr Regime führten, wäre jede andere Firma längst mausetot. Also muß die Substanz stimmen, und für mich stimmt sie auch. Nicht erst seit heute arbeiten im Vatikan kluge, ausgeruhte und kundige Menschen. Nicht aber offenbar in Wien.
      Doch das Christentum hat schon miesere Moden überstanden, als sie uns heute aufgeschwatzt werden. Der Zeitgeist ist käuflich, der Glaube nicht.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      23. Oktober 2010 13:10

      @Segestes
      Danke für Ihre umfangreiche Replik, der ich teilweise zustimmen kann. Martin Luther haben Sie - angesichts seiner Lehren und seiner Praxis - ja recht vornehm behandelt (dessen Verstrickung mit den habgierigen deutschen Fürsten haben Sie zurecht herausgehoben, was sicher derzeit sehr unkorrekt ist).
      Ihr Hinweis auf das Drama klingt sehr interessant. Dem werde ich nachgehen. Ich meinerseits darf Hugo Ball, Die Folgen der Reformation - Zur Kritik der deutschen Intelligenz empfehlen (abzüglich dessen manchmal mangelhafter bis falscher Darstellung des katholischen Selbstverständnisses).

      @Marcus Aurelius
      Danke für Ihre wie immer sehr kenntnisreichen und pointierten Bemerkungen (Von denen ich vielen durchaus zustimmen könnte - den Päpsten gegenüber sollten Sie aber mehr Fairness walten lassen, da gab es auch viele Heilige darunter. Wiewohl Sie freilich das wichtige apologetische Argument bringen, daß auch die Unheiligkeit einiger Päpste die Kirche letztlich nicht zerstören konnte, weil sie ganz woanders verankert ist.).

      Die Sache mit der Verwandtschaft des Jubilars ist schon etwas drastisch, aber so dürfte die Sache nun einmal liegen. Frau Käßmann hat es durchaus vorgemacht.
      Darf ich fragen, welche Werke des hl. Thomas Morus ausgerechnet in der "DDR" erhältlich waren? Ich nehme an, es wird sich ausschließlich um Utopia handeln (das sie dort vermutlich gar nicht richtig verstanden haben)?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      23. Oktober 2010 14:02

      Lieber Herr Schrems,
      vielen Dank für Ihre freundliche Antwort.
      Leider habe ich mich bezüglich der Päpste schlampig ausgedrückt. Selbstverständlich meinte ich mit "Verbrechern" auf dem Heiligen Stuhl nur die bekannten Ausnahmen im Altertum und im Frühmittelalter, die es auch gegeben hat. Doch das waren nur Episoden im langen Leben der Kirche, die ansonsten von klugen, aufrechten Menschen geführt wurde.
      Herzliche Grüße!

    • Leopold Koller (kein Partner)
      23. Oktober 2010 15:58

      @ Aurelius

      Wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen!

  17. Wahrheit (kein Partner)
    • brechstange
      22. Oktober 2010 18:17

      In der Tat erstaunlich. Da braucht es ja bald einen Volksaufstand, wie in Belgien.

  18. Stachel (kein Partner)
    22. Oktober 2010 11:07

    Warum nimmt Unterberger gerade die anglikanische Kirche als Vergleich, und nicht die viel näher liegende evangelische? Vielleicht weil dort - trotz weiblicher Priester und Bischöfe - die Gläubigen nicht davonlaufen, und schon gar nicht zu den Katholiken, und sich so seine verqueren Ideen selbst ad absurdum führen?

    • linkslinker Kirchenexperte (kein Partner)
      22. Oktober 2010 12:17

      Nun das ist ganz einfach - weil er es kann. Bis auf ein paar Aussenstehende die bei den Unterbergis grundsätzlich als linke Trolle inklusive aller Negativzuschreibungen gelten hat er wenig Kritik zu erwarten.
      Gegenargumente werden bei seiner Fangemeinde grundsätzlich als linke Propaganda abgeheftet.
      Natürlich greift Unterberger nur auf "Fakten" zurück die seine Weltsicht bzw. eben die Weltsicht seiner Fans bestätigen. Man könnte das als spezielle Form der Dialektik bezeichnen. These + These = Synthese; oder so ähnlich.

    • Trollfresser (kein Partner)
      22. Oktober 2010 14:54

      Linke Propagand mach je gottseidank immer den Gefallen, sich auch als linke Propaganda zu bezeichnen. Wenn jetzt den "Ehrlichen" nicht immer geglaubt wird kann das nicht A.U.s Schuld sein.

  19. Tertullian (kein Partner)
    22. Oktober 2010 10:55

    alles nur unbedeutende Scheingefechte in der kath. Kirche.
    was will man noch von einer Institution erwarten in der höchste Würdenträger Freimaurer waren oder sind?
    König packelte mit seinem Bruder Kreisky die "Fristenlösung",
    Schönborn beerdigte seinen Vater nach dem Freimaurerritus.
    Johannes 8, 43-45

  20. carlo soziale (kein Partner)
    22. Oktober 2010 10:40

    In der Hauptschule, in der ich nach der 2.Klasse ausgeschult wurde, wollte ich mich jedes Jahr vom Religionsunterricht abmelden. Wegen meines jugendlichen Alters und der Weigerung meiner Mutter, ein entsprechendes Schriftstück zu unterschreiben, musste ich diesem Unterricht unentschuldigt fernbleiben.
    Inzwischen bin ich aus diesem Verein ausgetreten. Mich hat es einfach genervt, dass ich jedes Jahr eine Bestätigung über mein Sozialfalldasein vorlegen musste, um von der Kirchensteuer befreit zu werden.
    Insgesamt profitiere ich aber von den kirchlichen Würdenträgern, egal welcher Konfession, weil manche sehr regelmäßig meinen Reitstall aufsuchen, um die Pferdchen von einem lasterfreien Leben zu überzeugen.

    • Erich Bauer
      22. Oktober 2010 11:21

      Was halten Sie von der Idee eine spezielle Abtei zu gründen? Natürlich nicht in unmittelbarer Nähe des Reitstalls. Da müßte man schon WU-Akademiker sein, um so unbedarft zu sein, sich selbst zu konkurrenzieren. Nein, sagen wir mal so in 200 km Entfernung. Bedenken Sie, mit einem billigen Pendelvekehr könnten dann die Reitlehrerinnen viel effizienter ausgelastet werden. Bei Abholung gibt's einen kleinen Preisnachlaß. Synergieeffekt nennt man das. Das können Sie natürlich nicht wissen, aber die PhDs. können ja auch nur darüber quatschen. Für praktische Umsetzungen aller Art ist eine gewisse Naturbelassenheit, wie es Hauptschulabgängern eigen ist, von großem Vorteil...

    • Herby (kein Partner)
      22. Oktober 2010 13:01

      @ Erich Bauer

      Nur zur Präzisierung:

      Sie titulieren 'carlo soziale' als Hauptschulabgänger.

      Der 'carlo soziale' hat die Hauptschule - wie er selbst hier wiederholt schilderte - nicht abgeschlossen sondern er hat die Schulausbildung dort in der 2. Klasse abgebrochen und ist seither im Sozialabsicherungssystem untergebracht.

      p.s.: Glänzende Satire, ich lese 'carlo' immer mit Vergnügen. ;-)

    • Erich Bauer
      22. Oktober 2010 13:14

      Herby,
      "...hat die Hauptschule - wie er selbst hier wiederholt schilderte - nicht abgeschlossen..."

      Ich gebe zu bedenken, daß zur Zeit des "carlo" der Nichtabschluß in der 2. Klasse Hauptschule zumindest der heutigen Matura entspricht. (grins)

  21. linker Kirchenexperte (kein Partner)
    22. Oktober 2010 10:00

    Da sieht man wieder worum es so frommen Menschen wie A.U. geht - um alles nur nicht um den Glauben. Mitgliederzahlen, Machtgerangel, Fantasiemoral, Lagerdenken usw.
    Alles Selbstbetrug, wahrscheinlich ist das sowieso das wahre Wesen des angeblichen Glaubens.

    • Erich Bauer
      22. Oktober 2010 10:17

      "...wahrscheinlich ist das sowieso das wahre Wesen des angeblichen Glaubens..."

      Klingt irgendwie nach entäuschten Ministranten oder Jungscharführer. Die Suche nach dem "reinen" Glauben... Hm... Immer gefährlich, vornehmlich für die Umwelt, wenn der eine oder andere tatsächlich "fündig" wird. Alles eine Schicksalsfrage und vor allem, der Ausformung des "LINKEN" Schläfenlappens...

    • linker Kirchenexperte (kein Partner)
      22. Oktober 2010 12:09

      Ich suche nicht nach Glauben und es ging auch keineswegs um reinen Glauben.
      Mir fällt es nur auf, dass sich Unterbergers Beiträge zur Kirche immer um Kirchenpolitik drehen. Ich bin ja Agnostiker aber für die meisten Christen die ich kenne geht es mehr um den Glauben als um irgendwelche dummen Machtspielchen oder gar eine Politisierung der Kirche in Linkslinks und Konservativ.
      Generell dürfte A.U. wohl eine recht eigenwillige Interpretation der christlichen Botschaft (die ja eine frohe sein soll) haben. Mit dem gelebten Christentum hat er es wohl auch nicht so - Nachsicht, Verzeihen, Nächstenliebe...

      Irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass die Nähe der katholischen Kirche zu den furchtbaren Gutmenschen hausgemacht ist. War nicht Jesus ein recht gutmütiger Geselle?
      Vielleicht ist A.U. besser in irgendeiner fundamentalistischen Splittergruppen aufgehoben?

    • Erich Bauer
      22. Oktober 2010 14:01

      linker Kirchenexperte,
      "...Ich bin ja Agnostiker..."

      Also, net bös sein... aber, wie ein Agnostiker klingen Sie mir nicht. Eher wie ein FPÖ-Wähler, der bei einer telefonischen Umfrage für die GRÜNEN stimmt. Den meisten Christen, die Sie kennen, geht es also um den Glauben... soso... Was glauben die denn, bzw. was meinen Sie sollten die den glauben? Ein Agnostiker könnte doch darüber nur noch verständnislos mit dem Kopf schütteln. Vor allem der Umstand, daß Sie den Christen ganz allgemein den Vorwurf machen, daß sie das "Christentum nicht leben"! Ein Inquisitor könnte aufgrund dieses "strafbaren" Umstands jederzeit Einzelpersonen, ja sogar ganze Personengruppen, auf den Scheiterhaufen schmeißen. Bei solchen Vorwürfen kommt immer eine ziemlich bornierte, Arroganz zutage: "WIR sind KIRCHE"...?

      Im übrigen, war Jesus, den Berichten nach, keineswegs ein "recht gutmütiger Lotsch". Ganz im Gegenteil er war sogar ein recht unbequemer und teilweise recht aufbrausender Geselle. Vorausgesetzt, man stellt seine historische Existenz nicht in Frage.

      Wenn Sie unbedingt Agnostiker werden wollen, sollten Sie sich schön langsam von den Glaubensfragen lösen...

    • linker Kirchenexperte (kein Partner)
      22. Oktober 2010 14:34

      Warum sollte ein Agnostiker nicht auch Inkonsistenzen im Glaubenssystem erkennen? Ich könnte auch als Führerscheinloser bemängeln wenn die Schaltung auf der Fahrzeugaussenseite zu finden ist. Ich habe den Christen keinen Vorwurf gemacht, lediglich frage ich mich bei A.U. und Co. ich mich was für sie Christentum ist.
      Ich habe selbstverständlich weder als Agnostiker noch als sonstjemand das Recht Christentum zu definieren. Trotzdem denke ich, dass sich A.U. an einer extremen Randposition befindet und für ihn die Kirche mehr eine Machtinstitution als eine Glaubensgemeinschaft ist. Um zu einer solchen Feststellung zu kommen muss ich den Glauben keineswegs teilen.
      Haben sie vielleicht Literaturtips zum historischen Jesus? Würde mich wirklich interessieren. Bis zum letzten Kontakt mit religiöser Indoktrination wurde mir erzählt wie lieb Jesus nicht sei, liebt sogar seine Feinde, verzeiht, hält die andere Wange hin usw.
      Den Glaubensschriften nach war er der Prototyp der hier so verhassten Gutmenschen, aber vielleicht hat die linkslinke Verschwörungsgesellschaft die Schriften falsch gedeutet und alle an der Nase herumgeführt.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      22. Oktober 2010 15:13

      Verehrter EB, ich bin rechtsliberal und Atheist. Glaubensfragen machen mir sogar den größten Spass.

      Ansonsten ist der Weg zum Wissen lang und gewunden, zum Glauben aber kurz und gerade.

    • Erich Bauer
      22. Oktober 2010 15:36

      linker Kirchenexperte,

      Die hier so durchschauten und längst entlarvten Gutmenschen sind den Pharisären gleich. Moralinsauer, miefig und muffig. Da können Sie sich noch so eifernd gebärden. Hier kann ein p.c.-Gläubiger niemandem etwas vormachen. Jedenfalls, als selbsternannter Agnostiker haben Sie selbstverständlich auch das Recht Christentum zu definieren. Auch den Islam... Könnte natürlich sein, daß Sie das "politisch unkorrekt" finden. Was den Litertaurtip betrifft, würde ich es an Ihrer Stelle einmal mit populärwissenschaftlichen Werken versuchen: z.B. "Verschlußsache Jesus"...

    • Erich Bauer
      22. Oktober 2010 15:45

      Muß Schluß machen für heute. Gehe offline. Bis frühestens am Sonntag (eher am Montag). Schönes Wochenende.

  22. TCM (kein Partner)
    22. Oktober 2010 09:14

    Ob sich A.U. hier nicht irrt?

    Ich kenne die Situation in England nicht so genau, würde mich aber wundern, wenn wirklich soviele Briten der Katholischen Kirche beitreten würden. Ich tippe auch eher auf Einwanderer aus dem Osten.

    In meinem Bekannten- und Freundeskreis gibt es einige Katholiken im Alter von 25-40, die noch regelmäßig in die Kirche gehen und sich auch in der Pfarrgemeinde engagieren. Die meisten von ihnen hegen Ansichten, die sich von denen der Amtskirche schon sehr entfernt haben, sei es in Glaubensinhalten (Transubstantiation !), oder bei Themen wie Zöibat oder Ehescheidung. Sicher, beim Frauenpriestertum gehen die Meinungen noch etwas auseinander, ansonsten würde ich sagen, dass diese Leute eher als Protestanten zu bezeichnen sind, die aus Tradition der katholischen Messe folgen.

    Das Problem ist, dass die Kirche keine anderen (jungen) Leute mehr hat, wie die von mir genannten. Sollte sich die Kirche wieder zu ihren konservativen Wurzeln bekehren, was immer das bedeuten mag, wird nur eine kleine Sekte übrigbleiben. Die Vorgänge im Burgendland lassen wieder einmal zweifeln, ob sich die Kirche ihrer Situation bewusst ist.

    Und Schönborn und ein paar andere glauben, sie müssen die Deutungshoheheit der Kirche über die Wissenschaft zurückerobern (siehe Evolutionslehre, M-Theorie, etc)...

    • Segestes (kein Partner)
      22. Oktober 2010 09:33

      Die Übertritte scheint es tatsächlich zu geben, da der Erzbischof von Canterbury, als Primas der anglikanischen Kirche, sich darüber aufgepudelt hat, die Katholische Kirche würde diese Übertritte auch noch fördern, indem sie öffentlichkeitswirksam ein Angebot an die verärgerten Anglikaner gemacht hat.
      Wenn also das Problem kein großes für die Anglikanische Kirche wäre, dann gäbs wohl keine solche Aufregung.

    • A.K.
      22. Oktober 2010 13:20

      Dazu auschnittsweise nochmals (siehe Internetlink):
      Viele Anglikaner haben Schwierigkeiten mit der Frauenordination und mit der sich ändernden Sexualethik (Homosexualität). 250 Priester haben nach der Frauenweihe die anglikanische Kirche in Richtung „Rom“ verlassen. Der Papst hat mit „Anglicanorum coetibus“ die Möglichkeit geschaffen in die röm. kath. Kirche überzutreten - unter Beibehaltung der anglikanischen Tradition.
      Zu „Anglicanorum coetibus“ siehe:
      http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/apost_constitutions/documents/hf_ben-xvi_apc_20091104_anglicanorum-coetibus_en.html

    • TCM (kein Partner)
      22. Oktober 2010 13:44

      Ja, ich gebe zu, dass an der Geschichte was dran ist. Es scheint sich aber um jene konservative Gruppe innerhalb der Anglikanischen Kirche zu handeln, die ohnehin immer der Katholischen nahegestanden ist. Es wird sich zeigen, vieviele wirklich übertreten werden.

      Ich glaube aber auch, dass die Kiche bei uns weiterhin Anhänger verlieren wird, egal was sie tut.

  23. Segestes (kein Partner)
    22. Oktober 2010 08:32

    Frauenpriestertum - na ja, das lässt sich durch die Kirchentradition nicht wirklich rechtfertigen, da es nur eine absolute Ausnahme, im frühen Christentum darstellte - ganz anders als die Forderung den Zölibat abzuschaffen.

    Heute fordern das Frauenpriestertum doch fast nur Leute, die mit Kirche und Religion sowieso nichts am Hut haben und in Wirklichkeit nur ihre politisch korrekten, zeitgeistigen Wertvorstelungen, jedem aufs Auge drücken wollen.
    Die Kirche ist ein privater Verein, der seine Regeln selbst aufstellen darf.

  24. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    22. Oktober 2010 07:55

    Na ja, von der runden Million Gläubige, die die katholische Kirche in England und Wales die letzten ca.. 10 Jahre gewonnen hat, sind nach Schätzungen die Hälfte polnische Immigranten. Ein gangbarer Weg auch in Österreich?

  25. bart (kein Partner)
    22. Oktober 2010 07:46

    Die Loyalität der ungläubigen Hirten (Iby, Landau, Schüller, Friedl, Udo Fischer etc. pp.) im deutschsprachigen NS-Kirchensteuermodell-Raum gilt der stets aktuellen gesellschaftlichen Macht und nicht der Wahrheit der Kirche Christi. Diese Herrn wollen jeden Widerstand gegen die Diktatur des Zeitgeistes brechen, wie z.B. den Zölibat – d.i. die Lebensform Jesu Christi, auch hat Jesus Christus keine FrauenpriesterInnen eingesetzt.

    Wenn diese Herrn ihre Glaubensschwäche und antikatholische Grundgesinnung (etwa bei den Themen Zölibat, FrauenpriesterInnen etc.) mit den Kirchenaustrittszahlen oder dem Priestermangel begründen, dann ist festzuhalten, dass diese Herrn Lügner (Iby, Landau, Fischer, Schüller, …) sind:

    Dort, wo es etwa Frauenpriester gibt, z.B. in der evangelischen Kirche in Deutschland, sind die Austrittszahlen höher als in der katholischen Kirche:

    „Im Jahr 2009 hat die evangelische Kirche in Deutschland 42,7 Prozent weniger Mitglieder als 1950, die katholische Kirche um 7,3 Prozent mehr.“ (http://www.kath.net/detail.php?id=27930 )

    Weiters ist festzuhalten, dass die katholische Kirche noch eine minimale gesellschaftsprägende Kraft besitzt, während man mit Evangelischen alles machen kann, was man will: etwa bei den Themen der Massentötung ungeborenen Lebens, der Anti-Baby-Pille usw. (man erinnere sich da nur an die BischöfInnen Knoll oder Käßmann).

    Diese gesellschaftsprägende Kraft wird der katholischen Kirche von Herrn wie Landau, Schüller, Iby, Faber usw. genommen. Die Kirche – als der irdisch fortlebende Leib Christi – verkommt durch solch linke Zecken zu einem bloßen Service-Club, der sich bestenfalls eine Kretinisierung der Gesellschaft auf die Fahnen heften kann.

    Letzten Endes geht es diesen Herrn um den politisch korrekt sein wollenden Generalangriff auf das Charisma des Gottgeweihten Lebens, insofern sind sie automatisch als exkommuniziert zu betrachten. Papst Johannes Paul II. hat die Frage des Frauenpriesters im Schreiben "Ordinatio Sacerdotalis" entschieden: „dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben“. Das gilt auch für den linksextremen Caritas-Funktionär Landau, der an die Stelle Gottes ideologische Zeitgeistfloskeln (Solidarität, sozial und ähnlich Nichtssagendes) gesetzt hat und deswegen von Schönborn ganz besonders hofiert wird.

    Fürs Tagebuch dieser Herrn: Jesus Christus war kein überangepasster Mitläufer. Und weiters gehört ihnen die unverkürzte Glaubens- und Sittenlehre Jesu Christi hineingeschrieben. Aber es wird auch diesen Ungehorsamen nicht gelingen, die Hl. Kirche zu zerstören.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. Oktober 2010 07:56

      Nörgeln Sie nicht so, Ihresgleichen hat jetzt eh den Herrn Zsifkovics zum Entspannen.

    • Trollfresser (kein Partner)
      22. Oktober 2010 15:06

      Nur wer STF kennt, weiß was wir leiden.

  26. sosheimat (kein Partner)
    22. Oktober 2010 05:37

    Es wäre höchste Zeit, wenn sich die Kirche ihren Wurzeln besinnen würde!!!

    http://sosheimat.wordpress.com

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. Oktober 2010 07:33

      Der deutsche Genetiv ist in deutschnationalen Kreisen eher verpönt, oder?

    • CHP
      22. Oktober 2010 07:55

      @Schnabeltierfresser 7:33
      In Ihren Kreisen eher die Höflichkeit.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. Oktober 2010 07:57

      War ich denn unhöflich?

    • Florin
      22. Oktober 2010 08:44

      @ STF

      Nun ja, Beckmesserei wird schon eher als Unhöflichkeit empfunden...

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. Oktober 2010 11:39

      Dann bitte ich natürlich herzlich um Entschuldigung. Aber das deutsche Argument drang sich einfach in dem Zusammenhang mit SOS Österreich auf.

    • Florin
      22. Oktober 2010 14:52

      Wie wär's mit "drängte"? Sehen Sie so leicht passiert's...;-)

  27. Salomo (kein Partner)
    22. Oktober 2010 01:59

    Wenn das (rot-grün)-liberale Christentum so eine erfolgsversprechende Zukunftsvision wäre, dann müsste doch die evangelische Kirche einen wahren Ansturm erleben, ja sich geradezu als religiöse Kraft der Zukunft formieren können.
    Nichts von all dem ist der Fall. So gut wie alle christlichen Religionsgemeinschaften stagnieren oder schrumpfen. Die einzige Religion, die bisher ein ordentliches Wachstum hinlegen konnte, ist der Islam. Tja, und diese Religion ist jetzt nicht unbedingt für ihre außerordentlich liberale Haltung bekannt.
    Nun, was soll das Ganze? Erweist sich der Weg der Liberalisierung als Weg in die Marginalisierung? Es scheint fast so zu sein.

    • Reinhard (kein Partner)
      22. Oktober 2010 06:49

      Liberalismus fürdert die Eigenverantwortung, also etwas, was die meisten Menschen nicht wollen. Sich führen lassen ist bequemer.

    • TCM (kein Partner)
      22. Oktober 2010 09:37

      Seien wir froh, dass wir in einer von der Aufklärung gepägten Welt leben. Vergessen wir nicht, dass viele der von uns geschätzten Werte gegen die Kirche durchgesetzt wurden. Wenn die Folge eine zunehmende Marginalisierung der Kirche bedeudet, dann ist das eben so.

    • cmh (kein Partner)
      22. Oktober 2010 10:14

      Der Topos ".. gegen die Kirche durchgesetzt...." ist und bleibt ein Blödsinn.

      TCM führen Sie doch näher aus:

      Was sind den die von Ihnen geschätzten Werte: Gummiwaren, chemische Verhütung, der One-night-stand, die patchwork Familie, alleingelassen an der Herzlungenmaschine verrecken, ständig steigender Energiebedarf, der Turbokapitalismus oder was?

      Sollten Sie jetzt mit dem Galilei kommen, dann haben Sie sich als Nachplappermaul entlarft. Der war ein egoistischer Grobian und wäre im heutigen Universitätsbetrieb wohl nachhaltiger kaltgestellt worden als damals durhc die Kirche.

      Was die Marginalisierung betrifft: Die finde ich gut, weil man dann nicht mehr gezwungen wird, der Schnittlauch auf jeder Suppe zu sein und sich mit den platten Gutmenschen herumärgern zu müssen, die jedes nein als den christlichen Grundwerten widersprechend finden zu müssen glauben. Aus dieser "Marginalisierung" kann nur Wiedererstarken kommen.

      Und Aufklärung? Das sind für Sie sicher die Texte in Österreich oder der Krone.

    • TCM (kein Partner)
      22. Oktober 2010 11:35

      cmh

      Ui, da habe ich aber in ein Wespennest gestochen... Ich habe einfach ein Problem damit, wenn mir irgendjemand, sei es Staat oder Religionsgemeinschaft, vorschreiben will, was ich denken und woran ich glauben soll. Ihre Antwort gibt mir natürlich recht. Ich sehe es als Fortschritt, dass nicht mehr Leute wie Sie anderen erklären was richtig oder falsch ist. Wenn Sie die Kirche repräsentieren, dann gute Nacht...

      Die Aufklärung beginnt für mich zumindest bei Spinoza. Sie wissen schon, der den Egon Fridell in seiner Kulturgeschichte der Neuzeit als scharfsinnigen Geistesgestörten genannt hat (ich möchte Sie aber nicht aus Ihrem intellektuellen Dauerschlaf reißen) ....

    • cmh (kein Partner)
      22. Oktober 2010 15:00

      TCM

      Ich habe nicht ein Problem damit, dass Sie anders denken, sondern ich habe ein Problem damit, dass ich jeglichen Gedanken bei Ihrem Posting vermisse.

      Und wenn Ihnen das was Sie schreiben wirklich ein Anliegen wäre, würden Sie ein Argument, zumindest ein klitzekleines Argumenterl nachschießen. tun Sie aber nicht, sondern platsch : angschütt werd' ich. Macht aber nichts - habe ich erwartet.

      Da im übrigen darüberhinausgehend nichts mehr zu erwarten ist, was wache Sinne erfordern würde, begebe ich mich wie von Ihnen vorgeschlagen zur mittäglichen Ruhe.

    • TCM (kein Partner)
      22. Oktober 2010 16:46

      cmh
      Ich verstehe Ihr Problem nicht wirklich. Ich habe einen kleinen, harmlosen Absatz geschrieben (um 9:37) und Sie fahren sogleich Ihre schwersten Geschütze auf. Ich zitiere : Blödsinn, Gummiwaren, Nachplappermaul, platter Gutmensch, Aufklärung aus Krone und Österreich . Sie haben absolut keinen Grund, beleidigt zu reagieren, wenn ich auf Ihre blöden Sprüche nicht eingehe.

  28. Nickel
    21. Oktober 2010 16:08

    Diese klerikalen Artikel gehen mir langsam auf die Nerven. Nur zur Erinnerung: in fast allen uralten Religionen wurde die Welt und das Leben durch eine weibliche Gottheit symbolisiert, was nur natürlich war, da anscheinend noch alle Männer gewußt haben, daß sie durch Frauen geboren werden. Die Frauen waren gleichberechtigte Menschen. Die jüdische Religion hat dann alles pervertiert : Gott hat den Mann nach seinem Ebenbild (!) geschaffen und dann aus seiner Rippe die Frau gebastelt, die ihn gleich daraufhin verführt und damit aus dem Paradies vertrieben hat. Damit begann eine jahrhundertelange Diskriminierung, Verleumdung Versklavung der Frau als minderwertig, unrein, auf der Stufe Knecht, Ochs und Esel stehen, was dann die christlichen Kirchenlehrer (besser Psychopaten) mit Formulierungen wie Gefäß der Sünde, Pforte der Hölle usw. auf die Spitze getrieben haben, mit dem Idealbild der Frau als Nonne oder wenigstens Jungfrau. Perverser geht es nicht mehr.
    Bevor jetzt wütende Katholiken über mich herfallen : ja ich weiß, daß sich seit Humanismus und Aufklärung einiges geändert hat. Aber gerade an Fragen wie Frauen Ordination zeigt sich, daß der Geist der Kirche (offenbar das Gegenteil vom Hl. Geist) noch genau derselbe ist. Im Gegensatz zu Mitpostern hoffe ich, daß es die Kirche in tausend Jahren nicht mehr geben wird.

    • Paige
      22. Oktober 2010 06:53

      Sie haben vollkommen recht. Die Erlösung gilt in gleicher Weise für alle Menschen, also für Männer und Frauen. Hätte Jesus heute gelebt, hätte es natürlich auch weibliche Aposteln gegeben. Aber er wurde in eine patriarchistische Gesellschaft hinein geboren. Es gibt dennoch einige Hinweise dafür, dass Jesus die Frauen nicht weniger achtete als die Männer, ganz im Gegensatz zum Blogautor. Zum "Sohn Gottes" passt die Frauenfeindlichkeit einfach nicht. Ich hoffe allerdings, dass sich die RKK, die jetzt ein verschwuchtelter Männerverein ist, dazu durchringen kann, die Menschenrechte anzuerkennen und es sie daher auch in 1000 Jahren noch gibt. Der Islam ist nämlich noch frauenverachtender als die Katholen...

    • cmh (kein Partner)
      22. Oktober 2010 10:31

      Meine Ansichten zu den von Nickel angerissenen PRoblemen sind wohl etwas differnzierter als sie hier dargestellt werden. Das trifft für Nickel sicher auch zu.

      Dennoch: Hier ist ein grober Klotz und daher auch mein grober Keil.

      Was soll ich mit denn von den ach so unterdrückten Frauen? Jedesmal wenn mehr als zwei beinander sind fängt das Stutenbeissen an. Da musste für Ruhe gesorgt werden. Und bei wem sollte man denn die als Mann verleugnen: Bei den Männern um zu zeigen, dass man nicht auch unter dem Pantoffel steht oder bei den Frauen um der aktuellen zu versichern, dass nur sie die allereinzigste ist.

      Dass Augustinus unter der Fuchtel seiner Mutter stand und wegen ihr sogar seine geliebte Kebse aufgeben musste ist auch so ein Ruhmesblatt für Feministinnen. Aber warum wie Nickel offensichtlich meint er deswegen ein Psychopath sein sollte, das ist unklar.

      Lesen Sie doch einmal Frisch: Don Juan oder die Liebe zur Geometrie bevoe Sie sowas nocheinmal posten. Nichts für ungut.

      Und noch was Ihren Anschluss betrifft: NIckel, danken Sie Gott, dass es die Kirche seit 2000 Jahren bereits gibt und machen Sie sich eher darüber Sorgen, was in den nächsten 75 Jahren Ihres Lebens noch geschehen wird.

    • Wolfram Schrems (kein Partner)
      22. Oktober 2010 11:48

      @Nickel
      Sie sollten sich zuerst einmal fragen, welche der "Religionen" denn wahr ist. Nur darauf kommt es an.
      Und lassen Sie einmal die Sekundär- und Tertiärliteratur (zuweilen auch "Pamphlete" genannt) beiseite.

      Lesen Sie Bibel und Kirchenväter (die Sie hier sehr unfair abqualifizieren) und vergleichen Sie, welche Religion und Weltanschauung die Frauen, die Ihnen so am Herzen liegen (nicht nur Ihnen), und auch die Männer mit am meisten Würde ausstattet.

      Sie werden Augen machen. (Und würden die eher pamphlethafte Polemik, die Kirche habe die Frau als mit Ochs und Esel auf der gleichen Stufe stehend bezeichnet, sofort revidieren.)

      Sachkenntnis und Gerechtigkeit sind immer sehr wichtig.

      Auch was
      @chm
      vorschlägt, ist durchaus beherzigenswert.

    • Nickel
      22. Oktober 2010 13:37

      @cmh und Wofram Schrems :
      ein 15 Zeilen Posting ist natürlich keine wissenschaftliche Abhandlung die allen Aspekten des Themas gerecht wird, sondern zwangsläufig eine extrem zugespitzte, spontane auch emotionale, Unmutsäußerung zu einem TB Eintrag.
      Wenn Nietzsche bspw zum Zölibat sagt "Gerade die sinnlichsten Männer sind es, die vor den Frauen fliehen und ihren Leib martern müssen" dann hat er das Thema auch nicht erschöpfend behandelt, aber das wesentlichste gesagt.
      Natürlich findet man in der Bibel auch Weisheiten - aber sehr mühsam in der Menge von Mythen, Legenden und Schwachsinn.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      22. Oktober 2010 15:21

      Paige, wovon hat Jesus die Menschen erlöst?

    • Trollfresser (kein Partner)
      22. Oktober 2010 15:59

      Christus hat uns klar gemacht, dass wir auch Leute wie den famosen Mushrooms lieben sollen.

      Das beduetet aber nicht, dass man mit allen auch sofort intim sein muss.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      22. Oktober 2010 21:46

      Wovon der Mensch nun erlöst wurde, weiß ich immer noch nicht. Macht aber nichts.

    • Paige
      23. Oktober 2010 05:48

      Mush, ist das Ihr Ernst? Christus gilt als der Messias, der Retter, der alle Sünden hinweg gewaschen hat (-> „Siehe, das Lamm Got­tes, das die Sünde der Welt weg­nimmt.“). Sein Kreuztod hat die Menschheit von der Erbsünde befreit. Die Erlösung wird durch die Taufe vollzogen, die eine Art Neugeburt darstellt. Der Christ unterliegt danach nicht mehr der Erbsünde, sondern ist in den Zustand der Gotteskindschaft empor gehoben.

      Jesus war der zweite Adam. Adam brachte vor allem den Tod in die Welt, der die Menschen dazu veranlasste, weiter zu sündigen. Jesus erlässt aber die Sünden ("Gehe hin und sündige fortan nicht mehr."), wodurch ein Platz im Himmel und damit ewiges Leben zugesagt ist. Man kann aber nicht nach Belieben sündigen und es genügt schon, wenn man alles wieder beichtet und um Vergebung bittet: „Wer die Sünde tut, ist aus dem Teu­fel“ und „jeder, der aus Gott gebo­ren ist, tut nicht Sünde,“ denn „wem ihr euch zur Ver­fü­gung stellt als Skla­ven zum Gehor­sam, … des­sen Skla­ven (ihr) seid, dem ihr gehorcht“ und „nie­mand kann zwei Her­ren die­nen“. Wer ein guter Mensch ist, den wird es quälen, einen Fehler gemacht zu haben und er wird versuchen, ihn wieder gut zu machen. Man muss ständig an sich arbeiten. Es gibt Anständige und Unanständige (nach Viktor Frankl).

      Ich glaube, dass die Unanständigen keine unsterbliche Seele haben. Sie sind völlig von Gott verlassen und werden daher auch weder geprüft, noch bestraft. Sie sind einfach verloren. Das passt zu meinen Beobachtungen, wobei zu sagen ist, dass man nicht alles sieht und daher andere nicht beurteilen soll.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      23. Oktober 2010 15:49

      Paige, Sie erzählen das, als ob es Fakten wären. Tatsache ist aber, ihr denkt euch das so oder wünscht es euch. Diesen feinen Unterschied sollte man nicht übersehen. Ist diese Verzückung nicht ein wenig peinlich?

    • Paige
      23. Oktober 2010 20:42

      Schwammerl

      http://www.jetztspielen.de/spiel/fitz.html

      Ich hänge auf Level 30. Wenn Sie es bis dorthin schaffen, erkläre ich Ihnen, weshalb Atheisten eigentlich tief Gläubige sind... Dies ist ein recht großzügiges Angebot, wie ich meine.

      Zum Beweis, dass Sie Level 30 erreicht haben, müssen Sie mir die Figur detailliert beschreiben. Ich erwarte Ihre Antwort in ein paar Monaten :-)

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      23. Oktober 2010 22:26

      Klar, Paige, das haben mir schon etliche Verzückte gesagt. Es erinnert an den Spruch der Homos, dass in jedem Hetero ein Homo stecke, er wisse es nur nicht.

      Das Spiel taugt mir nicht so, gibts ein anderes für einen kleinen Wettkamfp?

  29. A.K.
    21. Oktober 2010 13:09

    Der kürzlich seliggesprochene Kardinal John Henry Newman hatte eine kritische Position zur Unfehlbarkeitsdefiniton des ersten Vatikanum, wegen der er sie in wörtlicher Form, also in minimaler Interpretation annahm. Newman prophezeite eine ungläubige Zeit, in der die Idee Gottes den Menschen entschwinden könne. Es gibt in England vermutlich mehr praktizierende Katholiken als Anglikaner. Viele Anglikaner haben Schwierigkeiten mit der Frauenordination und mit der sich ändernden Sexualethik (Homosexualität). 250 Priester haben nach der Frauenweihe die anglikanische Kirche in Richtung „Rom“ verlassen. Der Papst hat mit „Anglicanorum coetibus“ die Möglichkeit geschaffen in die röm. kath. Kirche überzutreten - unter Beibehaltung der anglikanischen Tradition.
    Zu „Anglicanorum coetibus“ siehe:
    http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/apost_constitutions/documents/hf_ben-xvi_apc_20091104_anglicanorum-coetibus_en.html

  30. Vayav Indrasca
    21. Oktober 2010 12:54

    Wer braucht die Anglikaner? Diese müde Konstruktion eines herumhurenden Königs soll sich doch endlich auflösen. Konservative ohne Frauenordination zu den Katholiken, Progressive mit Frauenordination zu den Lutheranern. Und a Rua is.

  31. Graf Berge von Grips
    21. Oktober 2010 12:01

    Nr. 271
    Ob's die Kirche aus Eigenem schafft?
    Für Priester die Eingetragene Partnerschaft?

    • Erich Bauer
      21. Oktober 2010 13:02

      Ganz sicher nicht,
      Da bin ich sicher.
      Ein Theolog', der dafür ficht,
      Kurzum ein "Loveparadericher".
      Dem ist das eher zuzutrau'n.
      Hat er doch kein Problem mit Frau'n.
      Die Weiber doch den Geist verwirren,
      Nach Alimente sie nur schrei'n
      Der Kirch' Verwirrung zu entwirren,
      Landau und üRF. Mit diesen Zwei'n
      Da könnt's gelingen, meiner Seel'
      Mit "Wir sind Kirche"... ganz gewiß...
      Wir fahren alle in "the Hell"...

  32. Ritter vom Kapall
    21. Oktober 2010 11:35

    In der empirischen Sozialforschung spricht man, wenn es scheinbare Zusammenhänge gibt, von "Störvariablen". Und einer solchen Störvariable dürften viele progressive Kirchenvertreter aufsitzen, wenn sie meinen mit Abschaffung des Zölibats oder Frauenpriestertum wären mit einem Schlag alle Probleme beseitigt.

    Vielmehr dürfte hier die Störvariable "aktive Gestaltung des Pfarrgemeindelebens" vorliegen. Zugegeben: In vielen Pfarren, wo progressiv gedacht und gehandelt wird, sind die Kirchen voller, als in solchen, wo eher ein koservativer Geist herrscht - aber nicht in allen. So gibt es in Wien III., eine sehr konservativ und traditionell geführte Pfarre, deren sonntäglichen Gottesdienste überdurchschnittlich gut besucht sind. Was es dort auch gibt, ist ein aktives und attraktives Pfarrleben, welches gemeinschaftsbildend wirkt.

    Da nun, wie gesagt, die Häufigkeit eines attraktiven Pfarrlebens häufiger in den progressiven Pfarren vorkommt, kann man sehr leicht dem Trugschluß unterliegen, mit den genannten Forderungen wäre alles erreicht.

    Aufgabe unserer Kirchenverantwortlichen wäre es daher sich, sehr genau damit auseinander zu setzten, welche Fragestellung und Probleme die Mensche tatsächlich bewegen und ihnen dafür Möglichkeit zur Findung von Antworten zu geben.

  33. haro
    21. Oktober 2010 11:09

    Zur Erinnerung:

    Mit einer bestimmten Bischöfin glaubte die evangelische Kirche beispielgebend zu sein und bestes Marketing zu haben.
    Erstens eine Frau, zweitens ein Mensch mit Familie, drittens politisch der Gutmenschenfraktion angehörend.

    Was ist davon übrig geblieben?

    • Observer
      21. Oktober 2010 14:13

      Sie ist von den Roten als Stimmenfang "missbraucht" worden und fristet nun ein Parteidasein in einer stillen Ecke.

    • cmh (kein Partner)
      22. Oktober 2010 10:00

      Die Knoll - mein stärkstes Argument für den Zölibat.

      Ob sie von den Sozen missbraut wurde ist rein ihr Problem.

      Ich will aber keinen Bischöf haben, der sich unter der Hand zum Lebensgefährten in der höchsten roten Aristokratie entwickelt. Oder hat sie den Lacina versucht zu missionieren?

  34. Philipp Starl
    21. Oktober 2010 09:30

    Die katholische Kirche wird es in 1000 Jahren auch noch geben, wenn diese peinlichen Gesellschaftsströmungen alle schon längst vergessen sind. Mehr muss man dazu nicht sagen.

  35. Josef Maierhofer
    21. Oktober 2010 09:20

    Zölibat gehört abgeschafft.

    Ich bin nicht für Frauenpriestertum aber gegen Zölibat.

    Priester, die in jeder Pfarre, wo sie gewirkt haben uneheliche Kinder zurücklassen, sind keine gute Werbung, aber Priester mit Familie schon.

    Auch Jesus hatte Frauen um sich und auch die Apostel.

    • Erich Bauer
      21. Oktober 2010 11:43

      "...Zölibat gehört abgeschafft..."

      Gut. Muß ja nicht gleich zur "Priesterzwangsehe" führen. Natürlich sollte man dann auch eine Scheidung der Priesterehe erlauben. Bei der Wiederverheratung besteht dann natürlich das Problem des Kommunionempfanges. Naja... wird heutzutage eh nicht mehr so eng gesehen. Außerdem könnte man sich dem Ganzen ja auch entziehen, indem man so weitermacht wie bisher - ehelos. Man muß ja nicht gleich heiraten... Zu überlegen wäre dann auch die "eingetragene Partnerschaft" (gleichgeschlechtlich?). Die Medien finden da ganz sicher einen "Dornenvogel" der anderen Art, für den sie auf Barrikaden steigen............

    • Florin
      21. Oktober 2010 13:59

      "...Scheidung der Priesterehe erlauben."

      Die Ehe ist immerhin ein Sakrament. Daher denke ich, daß einem verheirateten Priester auch gleich die Scheidung zu ermöglichen, entschieden zu weit geht. Dann bleiben wir wirklich lieber bei dem was man kennt. Wenigstens haben die Schäflein etwas worüber sie angeregt diskutieren können;-)

    • Josef Maierhofer
      21. Oktober 2010 14:07

      @ Erich Bauer

      Sagt nicht das katholische Eheversprechen, bis daß der Tod euch scheidet ?

      Ist das 'heutzutage nicht mehr so eng sehen' nicht auch falsch ? Ich verstehe schon, Partnerschaft ohne Kinder muß noch keine Familie sein, gehört aber auch dazu sich auf den anderen verlassen zu können, aber mit Kindern ist das Versprechen schlagend. Was immer bleibt ist die Verantwortung, die partnerschaftliche und die familiäre.

      Ich kann mit der homosexuellen 3% Ecke nicht wirklich was anfangen, aber ich denke, das beste Beispiel für eine katholische Kirche bilden solche Priester ganz sicher nicht, zumal sie ja mit 3% zu den 'Sondergurken' gehören und die sollen dann für eine 'andere' Welt predigen ? Die katholische Kirche kann sich das ja aussuchen, ob sie solche weiterhin fördert oder ob sie eher zu den Wurzel zurückkehrt, wo es solche gesellschaftliche Erscheinungen (heute etwa 3%) zwar gegeben hat, die aber entweder nicht explizit behandelt wurden, oder aber verfolgt wurden, jüngst erst in den Jahren des 2. Weltkrieges.

      Da meine ich schon, daß man da nicht alles in Gesetze fassen muß, daß man da auch einige ungeschriebene Gesetze (Moral, Ethik, ...) ruhig auch ohne gesetzlichen Zwang einhalten könnte und nicht alles auf die Spitze treiben muß, wie es heute ofenbar üblich zu sein scheint, für alles ein Gesetz, das dann anderen widerspricht.

      Sie schreiben richtig, die korrumpierten Medien sind solche 'Erfinder' von künstlicher Aufregung und Provokation.

    • Erich Bauer
      21. Oktober 2010 14:30

      Florin,
      "...Wenigstens haben die Schäflein etwas worüber sie angeregt diskutieren können;-)..."

      So sehe ich das auch... ;-)

    • Erich Bauer
      21. Oktober 2010 14:52

      Josef Maierhofer,
      "...das katholische Eheversprechen..."

      Eine Trennung/(Scheidung) ist auch im Kirchenrecht vorgesehen und möglich. Strikt verboten ist die "Wiederverheiratung" bei aufrechter kirchlicher Ehe. Caroline von Monaco ist ein prominentes zeitgenössisches Beispiel, daß eine kirchliche Scheidung möglich ist. Geschieht übrigens gar nicht so wenig oft. Dumm gelaufen ist es mit Henry VIII. Noch dazu war für ihn eine Laufbahn als katholischer Geistlicher geplant. Hätte der Papst ihn geschieden, England wäre von den puritanischen Cromwell-Horden verschont geblieben.

    • Josef Maierhofer
      21. Oktober 2010 17:30

      @ Erich Bauer

      Ich bin selbst staatlich geschieden, aber nicht wieder verheiratet. Getrennt leben darf man nach katholischem Kirchenrecht ganz sicher. Es geht um die Verantwortung, die man übernommen hat, dem Partner gegenüber und dem Kind gegenüber. Die erlischt mit dem Tod.

      Wieder verheiraten darf ich mich nach katholischem Kirchenrecht, wenn die Ehe kinderlos geblieben wäre.

  36. brechstange
    21. Oktober 2010 09:18

    Es hat sich doch der neue Eisenstädter Bischof Zsifokovits erlaubt, sich sein Personal selbst auszusuchen und schon waren die Zulehners auf theologischer Seite und die Neuwirths auf journalistischer Seite zur Stelle und sprachen von "eisener Hand" bis "Diktator".
    Sie versuchen den Bischof und noch bis Febr. 2011 agierenden Generalsekretär der Bischofskonferenz zu desavouieren, um den Caritaspräsidenten Landau (von den Freimaurern gepusht) in die Stelle des Generalsekretärs der Bischofkonferenz hineinzuloben.

    Offenbar haben manche in der Katholischen Kirche den Wert Demut aus ihrem Repertoire gestrichen. Demut vor dem Amt, das viele Strömungen umfassen muss und nicht nur die linken Strömung, weil ja nur diese christlich und menschlich sein kann.

  37. Vaeinemoeinen
    21. Oktober 2010 08:06

    Zustimmung beim Frauenpriestertum. Abgesehen davon, dass es hier in der kath. Kirche auch theologisch keine Möglichkeit gibt, kann man dies tatsächlich auch als einen "marketingtechnischen" Zug sehen.

    Dass die Viri Probati eine Lösung wären, wage ich allerdings zu bezweifeln. Ich denke, es wäre viel eher an der Zeit, das Vatikanum II endlich ernst zu nehmen: hier wurden entscheidende Weichen für die Moderne gestellt, die einen bis dato nie dagewesenen Anspruch an die Gläubigen (sowohl Laien als auch Priester) bedeuten.

    Leider hat die Entwicklung gezeigt, dass sich kaum wer mit dem Konzil wirklich beschäftigt hat, sondern dass die Verlagerung normativer Auslegungen in den seelsorglichen Bereich oft als Aufforderung zum Aktionismus ohne theologischen Sachverstand aufgefasst wurde.

    Wir bräuchten heute vor allem Menschen, die es mit Ihrem Glauben ernst meinen, und die auch die theologische Bildung mitbringen, das Konzil im Geist der Kirche zu leben und zu verkünden. Hierzu hilft es nicht, die Masse der Priester vermeintlich zu erhöhen, sondern mit den Verbleibenden Christen guten Willens ein Christentum der Überzeugung zu leben, wozu natürlich auch Laien aufgerufen sind.

  38. SuPa
    21. Oktober 2010 06:51

    Bei diesem Thema werden zwei völlig unterschiedliche Motive vermischt. Einerseits gibt es Katholiken, welche mit der derzeitigen Kirche aus verschiedenen Gründen unzufrieden sind und ihr teilweise auch den Rücken kehren. Andererseits sind es sehr konservative Anglikaner, welche sich in der nun gewandelten Anglikanischen Kirche nicht mehr zu Hause fühlen und daher zur katholischen Kirche wechseln. Dies ist doch kein Widerspruch. Die Übernahme bereits verheirateter Priester und Bischöfe in die katholische Kirche ist nichts aussergewöhnliches, da es dafür schon immer Ausnahmeregelungen gegeben hat.

  39. fosca
    21. Oktober 2010 04:41

    Es sind die selbsternannten linken "Kirchenexperten", die solchen Unsinn behaupten, obwohl weltweit zu beobachten ist, daß eher die konservativ orientierten Glaubensrichtungen mit festen Grundwerten bzw. Richtlinien mehr Zulauf bei wertesuchenden Gläubigen verzeichnen, als die ach so toleranten, aufgeschlossenen und pseudodemokratischen Vereinigungen.
    Das sollte uns auch in der Politik nachdenklich stimmen!

    • brechstange
      21. Oktober 2010 09:10

      Natürlich machen das am besten die, die die Kirche von innen gar nicht mehr kennen.





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