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Liebe Kultusgemeinde, vielen Dank

Zum Glück gibt es in Wien noch einige Juden, die sich des Wertes ihrer Religion bewusst sind. Die dann indirekt ein wenig auch die Verteidigung des Christentums mit übernehmen.

Die Israelitische Kultusgemeinde hat jedenfalls Strafanzeige gegen eine islamistische Website erstellt, in der Davidstern und Kreuz als „Teufelssymbole“ denunziert wurden. Das besonders Pikante daran: Die Website gehört einem islamischen Aktivisten, der nachweisbar mit dem wiedergewählten SPÖ-Gemeinderat Al-Rawi in Beziehung steht.

Das Traurige daran: Die österreichische Kirche hat nichts Derartiges unternommen. Die Diözese Wien hatte sich hingegen im Wahlkampf sehr bemüht, zumindest indirekt die SPÖ zu unterstützen. Und uns ansonsten zu erklären, welch wertvolle Bereicherung der Islam doch darstelle.

Das Lob für die Kultusgemeinde ändert natürlich nichts daran, dass der Tagebuchautor überaus skeptisch gegenüber jeder Einschränkung der Meinungsfreiheit etwa durch den Gummiparagraphen der „Verhetzung“ ist. Nur: So lange es solche Paragraphen gibt, wäre es ja absurd, wenn sie einseitig zur privilegierten Kulturkampf-Waffe von Islamisten und Linksparteien degenerieren würden.

Die SPÖ kann erst dann anfangen, in Sachen Integration glaubwürdig zu werden, wenn sie den immer wieder durch Islamisten-Kontakte auffallenden Al-Rawi vor die Tür setzt, und wenn sie nicht die islamischen Wählerinnen ausgerechnet durch eine Kopftuchträgerin azusprechen versuchen sollte (wie es auch die ÖVP getan hat). Ist sie aus taktischen Interessen dazu nicht bereit, sollte sie uns nicht mit der Behauptung langweilen, sie hätte die Botschaft der Wähler auch nur irgendwie verstanden.

PS.: Auffällig an der Information der Kultusgemeinde über die Strafanzeige ist, dass immer dann, wenn es um wirkliche Interessen der Wiener Juden und nicht um simple Agitation im Interesse von Rot und Grün geht, plötzlich der Name des sonst so worteifrigen Präsidenten Muzicant fehlt.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2010 07:53

    leider wird der in europa immer gefährlicher werdende islamische antisemitismus aus pc-gründen in den medien der gutmenschen bewußt verschwiegen...da wird in den moscheen von hasspredigern gegen die juden gehetzt, jüdische kinder trauen sich nicht mehr mit kippa auf die straße und besonders in schweden zB in göteburg verlassen jüdische familien wegen tätlicher angriffe der moslems bereits das land.
    das passt natürlich den politisch korrekten überhaupt nicht in den kram.....deshalb wird es verschwiegen oder verniedlicht ..oder um davon abzulenken, werden die moslems in einer besonders dreisten Lüge als die neuen juden europas dargestellt...das ist bei der vergangenheit der moslems das niederträchtigste was es überhaupt gibt...man denke nur an hitlers freund, den großmufti von jerusalem, der sich eifrig für die judenvernichtung stark gemacht hat, an die moslemischen SS-Einheiten oder in neuester zeit an die holocaust-leugner in der iranischen regierung.... von der flut an nazi-literatur, die es zwischen kairo und rabat in hülle und fülle gibt, ganz zu schweigen.....

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2010 08:49

    es muss meinungsfreiheit geben.
    nur der aufruf zu straftaten soll strafbar sein.
    es obliegt der gesellschaft untragbare verächtlichmacher zu ächten. damit muss sie fertig werden, denn jeder "verhetzungsparagraph" kann nur ein unsäglicher gummiparagraph sein, der je nach politischer vorherrschaft und windrichtung missbraucht wird.
    so wie es heute schon geschieht.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2010 08:24

    Die katholischen 'Kardinalstugenden'.

    Die Hirten sind nicht mehr zur Verteidigung ihrer Herde da, sie können auch von der Herde nicht vor den Wölfen geschützt werden.

    Während der katholischen Kirche der Boden unter den Füssen weggezogen wird, während sie sich in 'Nächstenliebe' zum Islam übt, der in Asien 260 000 000 Christen verfolgt, ermordet, etc. und hier auch schon beginnt die katholische Kirche lächerlich zu machen und zu denunzieren, gefallen sich die 'Granden' im Lob derer, die diese 'Islambomben' bei uns installieren samt Zündschnur und Feuer.

    Die SPÖ war in Wien noch nicht imstande, wenigstens islamische Abgeordnete auf die Verfassung einzuschwören, wie auch die katholischen nicht, sie ist für mich eine gesetzlose Partie.

    Wie würde diese 'sozialdemokratische' Parallelgesellschaft den manipulierten Anhang mittels Medienkeule aufheulen lassen, würde jemand ein Stoppzeichen für ein Minarett veröffentlichen ... ???

  4. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2010 08:07

    "...Strafanzeige gegen eine islamistische Website erstellt, in der Davidstern und Kreuz als „Teufelssymbole“ denunziert wurden..."

    "Verhetzung" ist, was der Inquisitor sagt. Sonst müßten längst auch schon die "Zeugen Jehovas" auf der Anklagebank sitzen. Für diese ist die katholische Kirche des Teufels und der Vatikan die "babylonische Hure". Ich verstehe nicht warum ÖVP und FPÖ gegen diesen "Paragraphen" nicht vehementest kampagnisieren. Für die FPÖ wäre da einiges zu gewinnen. Die moralinsaure, miefige p.c- und gender-Partie müßte dann nämlich aus ihren Löchern raus.

  5. Ausgezeichneter KommentatorGraf Berge von Grips
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2010 08:21

    Nr. 261
    Täusch' ich mich, oder gilt dann
    verhetzen tun immer nur die andarn?

  6. Ausgezeichneter KommentatorVayav Indrasca
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2010 12:58

    Gebe der Anzeige keine Chance. Die Staatsanwaltschaften lassen meiner Meinung nach wesentlich schlimmere Sachen durchgehen.

    Ich habe vor einem Jahr, als diese "Zeichnung" des Herrn Deix mit dem Freak-Gott, der auf die Erde scheißt, erschienen ist, Strafanzeige gestellt. Resultat: es konnte kein Tatbestand festgestellt werden. Dabei ging dieses Machwerk ins Herz aller monotheistischen Buchreligionen.

    Fazit: warum gibt es überhaupt noch den § 188? Schafft ihn doch gleich ab und verhöhnt uns nicht dauernd mit seiner Nichtanwendung.

  7. Ausgezeichneter KommentatorVaeinemoeinen Partner Homepage
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    14. Oktober 2010 10:34

    Ich habe die islamische Website nicht gesehen, bin mir aber (als gläubiger Katholik) nicht wirklich sicher, ob eine Strafanzeige bei einem derartigen "Vergehen" der Sache dienlich ist. Wie Herr Bauer richtig anmerkt, ist es in Religionsgemeinschaften üblich, entgegenstehende Auffassungen als Falsch anzusehen und dies auch mit den für die Religion sprechenden Begriffen kundzutun.

    Der Islam ist für Katholiken eine Häresie, weshalb sie Mohamed als falschen Propheten angesehen; anders ausgedrückt könnte man auch sagen, er sei des Teufels. Religionen in unserer pluralistischen Gesellschaft sollten damit leben lernen, dass sie von anderen für falsch gehalten werden. Das gilt ebenso für die Juden. Wenn ein Muslim sagt, er hält das Kreuz für ein Teufelssymbol, sollte er aushalten können, dass Christen seinen Propheten als Irrlehrer ansehen.

    Friede zwischen den Religionen kann nur erreicht werden, wenn wir lernen, die Gegensätze stehen zu lassen, ohne Anfeindungen auf die Anhänger einer Religion persönlich zu übertragen (frei nach der christlichen Maxime die Sünde zu hassen aber den Sünder zu lieben). Streit entsteht in der Regel da, wo sich jemand aus einer Religion in Glaubensäusserungen einer anderen Religion einmischt, selbst wenn es als Konsenssuche gemeint ist. Die Religionen werden kaum miteinander, aber durchaus nebeneinander leben können.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHorst
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2010 11:12

    sie wissen aber schon, die weltsünde der welt ist geld, dann kommt mal die arbeit und dann vielleicht der fortpflanzungswille, was man liebe oder sexualität nennen kann, sofern man will...
    es zählt immer der wille im kreislauf!!!
    viele schlagen kapital daraus und drehen und wenden es so, damit profit dabei raus kommt...
    ganz einfach durchschaut!*g*


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  15. Hansi (kein Partner)
    17. Oktober 2010 11:43

    Sie meinen wohl, die Linken, Rechten und Trotteln, die Fehler machen...*g*

  16. Horst (kein Partner)
    17. Oktober 2010 11:12

    sie wissen aber schon, die weltsünde der welt ist geld, dann kommt mal die arbeit und dann vielleicht der fortpflanzungswille, was man liebe oder sexualität nennen kann, sofern man will...
    es zählt immer der wille im kreislauf!!!
    viele schlagen kapital daraus und drehen und wenden es so, damit profit dabei raus kommt...
    ganz einfach durchschaut!*g*

    • Gustl (kein Partner)
      17. Oktober 2010 11:14

      Die Linken und Rechten (Hahaha) - geradezu ein Segen und somit Privileg.
      Unter dem Motto hahaha...

  17. adenauer (kein Partner)
    16. Oktober 2010 00:28

    GAZA - Das wohl größte Freiluftgefängnis der Welt. Die Zionisten, nicht Juden, haben diesen Holocaust an den Palästinänsern zu verantworten.

  18. Neppomuck (kein Partner)
    15. Oktober 2010 15:23

    Den Grundtugenden (Kardinalstugenden - bitte nicht wörtlich zu verstehen), die da sind:
    Weisheit oder Klugheit (sapientia, prudentia),
    Gerechtigkeit (iustitia),
    Tapferkeit (fortitudo, magnitudo animi) und
    Mäßigung (temperantia)
    sowie den kirchlichen Tugenden
    Glaube (fides)
    Hoffnung (spes)
    Liebe (caritas)
    stehen die (zahlengleich) sieben Todsünden
    Hochmut, (superbia)
    Geiz oder Habgier, Habsucht, (avaritia),
    Wollust oder Genusssucht, Ausschweifung, (luxuria),
    Zorn (ira),
    Völlerei, auch Unmäßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht (gula),
    Neid (invidia)
    und letztlich Trägheit des Herzens/des Geistes, auch Faulheit, Feigheit, (acedia)
    gegenüber.

    Somit hat die hl. Römerkirche in ihrer austrifizierten Ausformung etliche Defizite, insbesondere lässt die Tapferkeit (siehe "Wehrhaftigkeit") sehr zu wünschen übrig.

    Was natürlich Folgen zeitigt.
    Aber, etwas Verständnis muss sein, wer schafft es schon, sich in einem Zweifrontenkrieg (siehe „Plattform: Wir sind Kirche“) allen Herausforderungen gegenüber zu behaupten?
    Was aber nicht heißen soll, dass unsere Kirchenfürsten sakrosankt wären.

    Der „Rote Kardinal“ sel. (Franz König, der, wie man hört, nicht immer gewisse Gelübde wörtlich genommen haben soll, was nicht unbedingt heißt, dass er die Fristenlösung deshalb unterstützt hat) und seine Eminenz mit aristokratischem Stammbaum, Christoph Maria Michael Hugo Damian Peter Adalbert Schönborn, dürften an den Zuständen hier im Land maßgeblich mit Schuld tragen.
    Als Lutheraner bedauere ich es zutiefst, dass von der Bruderkirche her nichts Positiveres zu vermelden ist.

    Daher: Wachet auf, o Christenheit!
    Wenn schon unsere Politik den Schlaf der nicht Zeitgerechten zu üben scheint.

  19. j.r.tm (kein Partner)
    15. Oktober 2010 13:59

    der tagebuchautor sollte erwähnen, dass es sich angeblich um ein posting auf der homepage gehandelt hat.

    http://kurier.at/nachrichten/wien/2041189.php

    ich gehe davon aus, dass er in zukunft für fremde einschlägige einträge in seinem blog ebenfalls verantwortung übernimmt.

  20. Stachel (kein Partner)
    15. Oktober 2010 12:51

    Vor allem hat man irgend eine Reaktion von Muzicant vermisst, als der Wiener Gemeinderat (unzuständigerweise!) mit seiner SPÖ-Mehrheit eine Resolution gegen die Aktion Israels gegen das türkische Schiff im Mittelmeer verabschiedet hat; da war der sonst so wortgewaltige Muzicant plötzlich mucksmäuschenstill. Das zeigt wohl, dass ihm die guten Beziehungen zur SPÖ viel wichtiger sind als die Juden und Israel.

  21. Helmut Weissert (kein Partner)
    15. Oktober 2010 11:26

    Also, wenn man gegen den Anti-Verhetzungsparagraphen ist: Darf man sich dann darüber freuen, dass er angewandt wird (von einer Gruppe, die einem näher steht, gegen eine Gruppe, die einem nicht so nahe steht)?

    Man darf!

    Aus folgenden Gründen:

    1. Es wird erst durch viele Anzeigen nach diesem Paragraphen augenscheinlich werden, dass er nicht optimal ist.

    2. Solange er gilt - und man deshalb nicht mehr alles sagen kann, was man denkt - hat man wohl das Recht, auch anderen Gruppen zu verbieten alles zu sagen. Da ja sonst jene Gruppe die den Paragraphen ablehnt, einen Diskussionsnachteil hätte.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      15. Oktober 2010 13:13

      Und wenn man ein Gegner der Todesstrafe ist freut man sich über jede Hinrichtung, weil den Menschen dann erst die suboptimale Natur der Todesstrafe bewusst wird?

    • Trollfresser (kein Partner)
      15. Oktober 2010 18:23

      STF Man darf Dich nicht alleine lassen!

      Wie kann man vor dem eigenen Hirntod in einem Kopf einerseits die Meinung vertreten, dass Gesetze nicht einzuhalten sind und dass bei anderen Gesetzen jede Argumentation verboten ist.

  22. C.B. (kein Partner)
    15. Oktober 2010 10:14

    Mir persönlich geht der Antisemitismustrip der SPÖ auch schon gewaltig auf die Weichteile. Ich verstehe nicht, wie eine demokratische Partei, die sich die Themen Solidarität und Verbindung der einzelnen Bevölkerungsschichten auf die Kappe schreibt, einen Antisemiten der Marke Omar al Rawi halten muss und im Zuge des Wiener Wahlkampfes einen bekennenden Feierer des 11. Septembers(Nazar) unterstützt, wenn er die sog. "Sprache der Straße" an den Mann bringt.
    Zum Glück für die SP ist der Chef der isrealitischen Kultusgemeinde ein guter Freund der Partei, weshalb die mahnenden Worte hinsichtlich der Sympathieerklärungen gegenüber der HAMAS in einer Demo und in weiterer Folge des Antisemitismus durch Reden von Omar al Rawi verkörpert, doch sehr milde ausgefallen sind... :-(

  23. Tertullian (kein Partner)
    15. Oktober 2010 10:10

    es bleibt immer wesentlich, welcher Sprecher welchen Bevölkerungsanteil vertritt!
    nach religiösem Bekenntnis läßt sich das sehr leicht fetstellen.
    die Stimme des jeweiligen Vorsitzenden, sollte in der Lautstärke und im Gehör der Vertretungsstärke entsprechen -
    so ist das in einer Demokratie - oder doch nicht?

  24. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    15. Oktober 2010 08:12

    Ich kenne mich nicht mehr aus. Ist es jetzt in Ordnung oder nicht, wenn man Strafanzeige nach § 283 StGB gegen eine islamistische Website "erstellt"? So wie Unterberger früher über den Straftatbestand der Hetze gehetzt hat, wundert mich das hier schon.

    • Trollfresser (kein Partner)
      15. Oktober 2010 08:45

      STF hat wiedereinmal den Blogeintrag nicht gelesen. AU äußert sich dazu.

      Oder hat STF einfach nicht verstanden?

    • cmh (kein Partner)
      15. Oktober 2010 08:46

      Trollfresser:

      Das kluge Tier tats um des Reimes willen.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      15. Oktober 2010 09:51

      Briefwahl nach erster Hochrechnung, ungeheuerlich, aber solange es diesen Schlupfwinkel gibt, wird er auch vom Blogger genutzt.

      Paragraph 283, eine Attacke auf die Freiheit des Menschen, um allerdings die Religion des Teufels in ihre Schranken zu weisen, sollten anständige Bürger davon Gebrauch machen.

      Weiters ist Unterberger immer für die exakte Befolgung des Rechtsstaates, nur bei nigerianischen Dealern nimmt er es ein bisschen lockerer. Die kann man ja auch einfach ohne Verhandlung abschieben.

      Erkennt schon jemand das Muster????

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      15. Oktober 2010 10:04

      Na ja, halt wieder der klassische "Ja-aber"-Liberalismus. Hetze gegen genehme Religionen muss geahndet werden, Hetze gegen den Islam oder gar Frauen und Schwule wie geplant ist ein Statement gegen die Beschneidung der freien Bürgerrechte.

      Und die Begründung "so lange es solche Paragraphen gibt..." ist ja wohl an Fadenscheinigkeit nicht zu überbieten, Darth Trollfresser.

    • Norbert Mühlhauser
      15. Oktober 2010 10:37

      @ STF:

      Wenn schon Gesetze ohne klare Abgrenzung von Gesinnungsterror (- denn die Verhetzung war schon immer strafbar), dann müssen sie für alle gelten bzw gegen alle zur Anwendung gelangen.

      Das ist die zweite Verteidigungslinie. Was ist daran so schwer zu verstehen?

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      15. Oktober 2010 10:54

      @Mühlhauser: Man könnte es allerdings auch als, "Wasser predigen und Wein trinken" bezeichnen.

      Kleines Beispiel: Dutzende "linke Intellektuelle" (falls das für Sie kein Oxymoron ist^^) haben sich jahrelang für die Meinungsfreiheit eingesetzt. Als dann Susanne Winter im Grazer Wahlkampf, Mohammad als Pädophilen, der den Koran während eines epileptischen Anfalls geschrieben hat, beschimpfte, war niemand da um sich für die Rechte einer Frau Winter einzusetzen. Die nachfolgende zivilgerichtliche Verurteilung ist meiner Meinung nach eine wirklich gefährliche und falsche Entscheidung der Gerichte. (über einen politischen Rücktritt, könnte man hier allerdings schon nachdenken!) Im Gegensatz zu Unterberger kann mir niemand vorwerfen, dass ich meinen Prinzipien nicht treu bleiben würden, wenn es sich um Leute die mich anwiedern (wie Frau Winter), handelt.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      15. Oktober 2010 10:56

      Nun ja, gerade im Sinne der Meinungsfreiheit werden solche Straftatbestände wie § 283 StGB nicht auf alle angewendet, sondern nur auf besonders schützenswerte Gruppen. Daher auch die indikative Aufzählung ebendort. Was ist daran so schwer zu verstehen?

      Wo kämen wir da hin, wenn man gegen nichts und niemanden mehr das Wort erheben dürfte? Die Neocons stört, wie der Artikel oben beweist, ja nicht der Schutz an sich, sondern die Auswahl ebendieser schützenswerten Gruppen. Das ist ein rein ideologischer, klassischer links-rechts-Konflikt.

    • Erich Bauer
      15. Oktober 2010 11:05

      Norbert Mühlhauser,
      "...bzw gegen alle zur Anwendung gelangen..."

      Eine ANZEIGENFLUT wäre überhaupt das Beste. Dann müßte sich bald keine politische Partei "intellektuell" mit diesem Thema auseinandersetzen, sondern im Sinne einer überhaupt noch funktionierenden Justiz das einzig richtige mit diesem "Gesetzgebergeschwurbel" tun: ersatzlos streichen. Wird naturgemäß einige Zeit darüber verstreichen müssen. Das Beharrungs- und Trägheitsgesetz staatlicher Dummheit ist nicht zu unterschätzen. Immerhin KHG und Flöttl wären dann schon verjährt.

    • Trollfresser (kein Partner)
      15. Oktober 2010 11:05

      Oh Wie Wahn STF:

      Nicht alles was gleich ausschaut ist auch gleich, das scheinst Du Jedi aller Jedisten zu vergessen. Vergessen ?

      Offensichtlich bist Du auch Vegetarier, denn das allgemeine Tötungsverbot gilt ja auch für Tiere und die darfst Du in Deiner krausen Logik ja dann auch nicht essen.

      Aber macht nichts: AU hat ja immer unrecht, und wenn er einmal nicht unrecht hat ist er trotzdem eine Tropf. Da wundert man sich nur, dass Du uns Tropfwichteln die Wohltat Deiner Anwesenheit nebst lichtvollen Erläuterungen gibst.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      15. Oktober 2010 11:13

      @Trollfresser: Darf ich davon ausgehen, dass Sie geizig sind, wenn Sie als weltgrößter Unterbergerfan nicht einmal einen lächerlichen Unkostenbeitrag locker machen!?

    • cmh (kein Partner)
      15. Oktober 2010 11:15

      Trollfresser, du hast glaub ich was vergessen.

      Wahrscheinlich meinst du, beim Vegetariervergleich, dass STF die Allgemeingültigkeit von Gesetzen aufheben will.

      Etwa so:

      Jeder, der sich öffentlich gegen ein Gesetz ausspricht und für eine Änderung oder Aufhebung dieses Gesetzes ausspricht, darf sich nicht mehr zur Wahrung seiner eigenen Rechte die sich aus diesem Gesetz ergeben berufen.

      Habe ich dich damit richtig verstanden?

      Wenn das so ist, dann bin ich gänzlich anderer Meinung als du. Ich fordere vielmehr die sofortige Einführung einer derartigen Bestimmung. Denn dann könnte man jeden, der sich für eine Änderung unserer Rechtsordnung, etwa durch Einführung vopn Schariagerichten oder ähnlichem musulmanischen Schwachsinn ausspricht sofort außer Landes weisen.

      Das wäre auch eine gute Handhabe gegen den Ariel, der ja auch mit der österreichischen Rechtsordnung nicht ganz einverstanden ist.

    • Trollfresser (kein Partner)
      15. Oktober 2010 11:19

      dRb!

      Ich studiere Publizistik und habe kein Geld für Sachen die gratis sein müssen. Vielleicht bekommen Sie aber einen Rabat wenn Sie Ihren Beitrag gemeinsam mit meinem einzahlen.

      Außerdem bin ich für die lustigen Poster wie Sie damit allemal noch rechtzeitig.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      15. Oktober 2010 11:20

      Ich kann offengestanden den direkten Zusammenhang der letzten Postings zu meiner Aussage nicht erkennen.

    • Appollonius (kein Partner)
      15. Oktober 2010 11:32

      @Schnabeltierfresser,
      besser aufpassen in der Zukunft! A. U. sagte eindeutig noch heute skeptisch dem Verhetzungs-Paragrafen gegenüber zu stehen. Aber wenn er schon da ist, sollte er nach ALLEN Seiten gleich angewendet werden. Ist doch ganz einfach zu verstehen.

    • Erich Bauer
      15. Oktober 2010 12:36

      Appollonius,
      "...sollte er nach ALLEN Seiten gleich angewendet werden..."

      Tja... und das wird er nicht... Da bin ich mir ganz sicher. Das liegt in der Natur dieses "Verhetzungsparagraphen". Damit will man Meinungs- und Gesinnungstyrannei einführen! Sonst bräuchte man einen solchen Paragraphen nämlich nicht!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      15. Oktober 2010 13:15

      @ Appollonius: das habe ich schon verstanden, und als fadenscheinig bezeichnet. Lassen Sie mir doch auch eine Meinung.

  25. fosca
    15. Oktober 2010 03:15

    Solange in Österreich dagegen nichts unternommen wird, sind alle anderen Anzeigen eher eine Alibihandlung.
    http://a.imageshack.us/img693/8781/papst1k.jpg
    Nun wird sich jedenfalls weisen, wie parteiisch oder unparteiisch unsere Staatsanwaltschaft, möge die Nagelprobe gelingen!

  26. byrig
    14. Oktober 2010 23:16

    eigentlich haben ja die christlichen kirchen hierzulande seit vielen jahren immer wieder betont,sich in die politik so wenig wie möglich einmischen zu wollen.dies v.a. auch in hinsicht auf die unheilvolle zwischenkriegszeit,aber auch an die anschliessende zeit des nicht minder unheilvollen nationalsozialismus.
    aber weit gefehlt-sie tuns wieder,und zwar regelmässig und völlig einseitig.so waren der caritas leiter und dieser unsägliche evangelische pfarrer chaloupa einhellig gegen die ministerin fekter aufgetreten,im schönen ambiente des linken präsidenten heinz fischer.
    seit jahren nimmt die katholische kirche partei für linke meinungen,fördert linke mitarbeiter und vergisst völlig auf berechtigte sorgen ihrer bürgerlichen,bäuerlichen,auch rechten klientel.wenn die kirche mitreden will,soll sie auch ein augenmerk auf die heimat nehmen,berechtigte sorgen,dass österreich bald anders aussehen könnte,als von den österreichern gewünscht,von den gläubigen gewünscht.
    warum fördert die katholische kirche sosehr die ausbreitung des islam in unserem land?sind dort lauter lemminge oder minderbemittelte an den schalthebeln der kirchlichen macht?
    bezüglich der protestanten denke ich sowoeso nicht mehr nach.die sind endgültig ins linksgrüne lager gewechselt.
    als kirchenferner habe ich aus politischen gründen die stärkung der kirche bis vor kurzem propagiert,als bollwerk gegen die zunehmende bedrohung durch den islam.
    inzwischen glaube ich,dass leute wie geert wilders nützlicher sind in diesem bedrohungsszenario.
    also:unsere kirchen politisieren sehr wohl.auf seiten der linken.gegen unser land.
    die hauptdarsteller figuren wie landau,chaloupka,dieser steirer-und dahinter:kardinal könig.übel.

    • Erich Bauer
      15. Oktober 2010 07:59

      "...sich in die politik so wenig wie möglich einmischen zu wollen..."

      Darum ging es sogar in erster Linie beim 2. vatikanischen Konzil. Bin nur neugierig wann von kirchlichen Stellen eine "Wahlempfehlung" kommt: "Christen wählen nicht die FPÖ!"

  27. Vayav Indrasca
    14. Oktober 2010 12:58

    Gebe der Anzeige keine Chance. Die Staatsanwaltschaften lassen meiner Meinung nach wesentlich schlimmere Sachen durchgehen.

    Ich habe vor einem Jahr, als diese "Zeichnung" des Herrn Deix mit dem Freak-Gott, der auf die Erde scheißt, erschienen ist, Strafanzeige gestellt. Resultat: es konnte kein Tatbestand festgestellt werden. Dabei ging dieses Machwerk ins Herz aller monotheistischen Buchreligionen.

    Fazit: warum gibt es überhaupt noch den § 188? Schafft ihn doch gleich ab und verhöhnt uns nicht dauernd mit seiner Nichtanwendung.

    • Vaeinemoeinen
      14. Oktober 2010 13:05

      Er wird schon angewendet werden, wenns mal gegen Kommunisten, Grüne, Homosexuelle etc. geht.

    • simplicissimus
      14. Oktober 2010 13:27

      natürlich ist es verständlich, dass gruppen gegen beleidigungen und verächtlichungmachung geschützt werden wollen, so wie einzelpersonen auch.
      nur bin ich der meinung, dass weniger besser in diesem fall ist, da es, ähnlich wie au immer wieder betont, einen fliessenden übergang zwischen übler nachrede (=lügen), verächtlichungmachung und berechtigter kritik gibt. was zu einer sehr einseitigen interpretation und verwendung des verhetzungsparagraphen führen kann und führt. ich bin daher für abschaffung des paragraphen, wenn ich zb mit leuten diskutiere, die sagen, man darf nichts anderes behaupten, als das, was klar erwiesen ist. dann schaue ich zur sonne und sage: "jedes kind erkennt, dass sich die sonne um die erde dreht, sie wagen zu widersprechen? sie verletzen ein göttliches prinzip, auf den scheiterhaufen mit ihnen!"
      und dieses beispiel richte ich an dieser stelle mehr gegen die pc als gegen die christlichen religionen. die haben nämlich dazugelernt.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 13:41

      simplicissimus,
      "...gegen die pc als gegen die christlichen religionen. die haben nämlich dazugelernt..."

      Der Gender-P.C. mieft und böckelt unerträglich verschwitzt vor sich hin. Ich bin davon überzeugt, daß ein derartig "bourgoises" Establishment die Geschichte noch nie hervorgebracht hat. Dagegen muten die Eltern dieser "68er" geradezu "progressiv" an.

    • Vayav Indrasca
      14. Oktober 2010 13:52

      zur Info: §188 ist nicht der Verhetzungsparagraph, sondern stellt die "Herabwürdigung religiöser Lehren" unter Strafe.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 13:57

      Vayav Indrasca,
      "...stellt die "Herabwürdigung religiöser Lehren" unter Strafe..."

      Wurde der Nationalsozialismus nicht zuletzt als Religion betrachtet? Verschiedene Rituale und Denksysteme weisen doch darauf hin?

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 14:57

      Vayav Indrasca,
      "...Gebe der Anzeige keine Chance..."

      Naja... immerhin ist die Kultusgemeinde der Anzeiger... Ich wäre da nicht so voreilig. Politische Paragraphen führen in jedem Fall zu lustigen politischen Verrenkungen. Da "politisch Verrenkte" zur Art der Molusken (kein Rückgrat) zugehören, sind ärgere Verletzung naturgemäß ausgeschlossen. Aber... schau ma mal... könnte interessant werden...

    • simplicissimus
      14. Oktober 2010 15:38

      @Vayav Indrasca: danke für die info über § 188. auch dieser paragraph ist natürlich problematisch. ist es zb herabwürdigung, wenn ich religion ganz allgemein als "aberglauben" bezeichne? dann darf ich als atheist bald gar nichts mehr sagen, ausser "ich glaube nicht". daran erkennt man gleich die ganze absurdität dieser meinungsparagraphen: bei einem anderen thema kann ich eingesperrt werden, wenn ich sage "ich glaube nicht" (siehe thema sonne). religionen hingegen dürfen in ihren archaischen schriften sehr wohl zu dingen aufrufen, die heute unters strafrecht fallen. da findet niemand was dabei, weil es eben heilige kühe sind. ich als kleiner privatgelehrter werde jedenfalls von der rechthabenden mehrheit jederzeit vergewaltigt, wenn ich es wage gegen den mainstream der meinungen den mund aufzumachen. oft werden echte wahrheiten gegen den mainstream-irrglauben gefunden. das muss es wert genug sein, auch unangenehme und falsche meinungen zuzulassen. daher keine meinungsparagraphen, egal welche, ausser dem schutz von individuen gegen falsche anschuldigungen und natürlich aufruf zu straftaten.

      @Erich Bauer: die 68er hat das alter eingeholt und jetzt verteidigen die ehemals progressiven wildwuchernden blödsinn im stile von erstarrten konservativen. dies hat allerdings nicht nur mit beginnender sklerose sondern auch mit machterhalt zu tun.

    • cmh (kein Partner)
      15. Oktober 2010 09:03

      Die Aufklärung ist eine Tochter der christlichen Religion. Logik und Dialektik gehören seit Anfang an zum theologischen Rüstzeug der christlichen Religion. Die Naturwissenschaften haben auf den päpstlichen Universitäten ihr Fundament, zumindest teilweise erhalten. (Der Gallilei war ein Grobian, mit dem der heutige Universitätsbetrieb schonungsloser umgegangen wäre als es die Verurteilung durch die INquisition ist. Also bitte diesen so platten wie überflüssigen Einwand überspringen.)

      Doch leider:

      PC, Gendermainstraming, Islamkuscheln, Schwuchtelvergötterei, Allesdurgehnlasserei, vulgäre Pseudoäqidistanz usw sind pathologische Formen missverstandener christlicher Ethik. (Was aber nichts an deren prizipieller Richtigkeit ändert.)

      Gott meint es nicht gut mit mir. Ich klinge wie ein faschistoider Kukluxklaner.

      Warum tut uns Gott das an, dass wir uns beständig zu diesem Schwachsinn äußern müssen, wenn wir nicht als Zustimmende gelten wollen.

      Warum müssen sich wir Schafe gegen unsere Hirten wenden, gleich ob die jetzt Bischof oder Minister heißen?

  28. Vaeinemoeinen
    14. Oktober 2010 10:34

    Ich habe die islamische Website nicht gesehen, bin mir aber (als gläubiger Katholik) nicht wirklich sicher, ob eine Strafanzeige bei einem derartigen "Vergehen" der Sache dienlich ist. Wie Herr Bauer richtig anmerkt, ist es in Religionsgemeinschaften üblich, entgegenstehende Auffassungen als Falsch anzusehen und dies auch mit den für die Religion sprechenden Begriffen kundzutun.

    Der Islam ist für Katholiken eine Häresie, weshalb sie Mohamed als falschen Propheten angesehen; anders ausgedrückt könnte man auch sagen, er sei des Teufels. Religionen in unserer pluralistischen Gesellschaft sollten damit leben lernen, dass sie von anderen für falsch gehalten werden. Das gilt ebenso für die Juden. Wenn ein Muslim sagt, er hält das Kreuz für ein Teufelssymbol, sollte er aushalten können, dass Christen seinen Propheten als Irrlehrer ansehen.

    Friede zwischen den Religionen kann nur erreicht werden, wenn wir lernen, die Gegensätze stehen zu lassen, ohne Anfeindungen auf die Anhänger einer Religion persönlich zu übertragen (frei nach der christlichen Maxime die Sünde zu hassen aber den Sünder zu lieben). Streit entsteht in der Regel da, wo sich jemand aus einer Religion in Glaubensäusserungen einer anderen Religion einmischt, selbst wenn es als Konsenssuche gemeint ist. Die Religionen werden kaum miteinander, aber durchaus nebeneinander leben können.

    • brechstange
      14. Oktober 2010 11:45

      Da stimme ich Ihnen nicht zu. Es geht nämlich nicht um Symbole, die nebeneinander stehen und damit von jedem anerkannt und so akzeptiert werden.
      Bei der Darstellung von Kreuz bzw. Davidstern als Teufelssymbole in einer Website ist eben gerade der Tatbestand der Verhetzung gegeben, va deshalb weil es immer wieder Urteile in Richtung Islam gibt, die sehr wohl als Verhetzung gesehen werden.
      Also gleiches Maß für alle, ich glaube nämlich kaum, dass sich viele Websitebetrachter mit den tiefen religiösen Wurzeln und Ursachen auseinandersetzen, sondern daraus eine Botschaft ablesen. Das muss thematisiert werden, dass hier eben über eine Anzeige erfolgte.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 11:53

      brechstange,
      "...Das muss thematisiert werden..."

      Was immer wieder im Zusammenhang mit dem Islam vergessen wird: 9/11, Madrid. London, Köln (knapp verhindert), noch andere verhinderte Mordanschläge. Das sollte eigentlich reichen um diese Religion zu diskreditieren. Und Mißtrauen ist nicht nur angebracht, sondern auch völlig berechtigt.

    • Vaeinemoeinen
      14. Oktober 2010 12:28

      @ brechstange,
      ich sprach nicht von Symbolen sondern von Kernaussagen der jeweiligen Religion. Für einen gläubigen Muslim ist Christus ein Prophet und das Kreuz Gotteslästerrung. Für einen gläubigen Christen ist Mohamed Gotteslästerer. Das hat nichts mit Verhetzung zu tun, das sind Glaubensaussagen.

      Es ist zudem für mich kein stichhaltiges Argument, wenn Sie Gerichtsurteile oder konkretes Verhalten von Personen zum Anlaß nehmen, das Verhalten von anderen zu rechtfertigen. Rechtfertigung ist (zumindest für einen Christen) nicht aus dem "common sense" abzuleiten, sondern aus der Qualität der Handlung an sich. Nach Ihrer Logik müsste man alle Religionen abschaffen ;)

      @ Erich Bauer,
      auch wenn ich den Islam von tiefem Herzen heraus ablehne kann ich mich Ihrer Argumentation hier auch nicht anschließen: nicht die Handlung der Gläubigen, sondern das Glaubenssystem sollte Maßstab für Kritik sein.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 12:35

      Vaeinemoeinen,
      "...das Glaubenssystem sollte Maßstab für Kritik sein..."

      Nun ja... das "Glaubenssystem" sieht vor alle "Ungläubigen" zu töten und den Rest zu versklaven. Die Nähe zu totalitären Regimen (insbesondere zum Nazitum) ist da wohl unübersehbar...

    • brechstange
      14. Oktober 2010 12:51

      @vaeinemoeinen
      Wer beschäftigt sich mit tiefgründigen Glaubensaussagen? Der "instrumentalisierte" Gläubige kann mit Glaubensymbolen und deren plastische Vereinfachung geködert werden. Daraus können sehr gefährliche Waffen entstehen, zB der Terror, wie Erich Bauer ihn anführte.

      Ich rechtfertige keine Urteile, sondern lege klar, dass gleiches Maß für alle zu gelten hat. Und dieses gleiche Maß nicht mehr gilt, wenn es aus diversen Gründen keinen Kläger, keine Thematisierungen mehr gibt. Denn dort wo gibt es keinen Richter gibt bzw. wo Diskussionen und Konflikte ausgeblendet werden , sucht sich das Problem einen Weg an die Oberfläche, der nicht unbedingt der ist, den wir uns alle wünschen.

    • Vaeinemoeinen
      14. Oktober 2010 12:55

      Ich widerspreche Ihnen auch nicht in Bezug auf den Islam, allein in Bezug auf die Begründung.

      Ich kann mich nur wiederholen: Daß eine islamische Website das Kreuz als satanisches Symbol bezeichnet ist für mich kein Grund zum Einschreiten, denn dann müsste man in Konsequenz den Religionen ihre imanenten Glaubensaussagen zensieren. Wenn man alle Religonen ernst nimmt, kann man sie nur entweder nebeneinander stehen lassen (man kann nicht der einen das verbieten, was man der anderen erlaubt), oder eine als Leitreligion akzeptieren und alle anderen, wo sie dieser in Grundüberzeugungen widersprechen, verbieten.

      Bei konkreten Handlungen der Zeitgenossen räume ich ein Recht auf Verteidigung (seiner selbst, der anderen oder des Staates) selbstverständlich ein.

    • Vaeinemoeinen
      14. Oktober 2010 12:58

      @ brechstange,

      Sie haben sich doch eben "mit tiefgründigen Glaubensaussagen" beschäftigt ;)

      Ihre Aussagen laufen halt auf eine generelle Abschaffung aller Religionen hin. Ich glaube nicht, dass Sie damit Erfolg haben werden, und wenn doch, dass die Welt dadurch friedlicher würde.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 13:11

      Vaeinemoeinen,
      "...als satanisches Symbol bezeichnet ist für mich kein Grund zum Einschreiten..."

      Da bin ich selbstverständlich ganz bei Ihnen. Auch ich würde das unter Meinungsfreiheit stellen. Selbst wenn ich in solchen Meinungen nur die monströse Ausformung des "linken Schläfenlappens" sehen kann. Allerdings habe ich sehr wohl ein Problem mit einer "ganzen Religion", wenn nachweislich Mordmärtyrer herangebildet werden, gegen die man ständig auf der Hut sein muß. Da ist für mich das Ende der Toleranz erreicht. Und auch ein "nebeneinander" wird sich ziemlich schwierig gestalten.

    • Vaeinemoeinen
      14. Oktober 2010 13:22

      @ Erich Bauer,

      schön, dann liegen wir ja beinander :)
      Ich würde auch keine Religion einführen wollen, die Menschenopfer verlangt, etc.
      Hier bezog ich mich einzig auf den Blogeintrag des Herrn Unterberger.

    • brechstange
      14. Oktober 2010 13:42

      @vaeinemoeinen
      Ich möchte klarstellen, dass ich keineswegs für die Abschaffung der Religionen bin. Religionen geben vielen Menschen großen Halt.

    • Vaeinemoeinen
      14. Oktober 2010 14:04

      @ brechstange,

      das habe ich mir schon gedacht, allerdings verstehe ich Ihre Argumentation nicht.

      Sie schreiben:
      "Bei der Darstellung von Kreuz bzw. Davidstern als Teufelssymbole in einer Website ist eben gerade der Tatbestand der Verhetzung gegeben".

      Meine Anfrage:
      Wenn dies der Fall ist, betreiben alle heute verbreiteten Religionen im Kern ihrer Glaubensaussagen derartige Verhetzungen. Wie ist dem zu begegnen?

    • brechstange
      14. Oktober 2010 22:34

      @vaeinemoeinen
      Ich kenne keine kirchliche Website, die islamische Symbole verunglimpft. Kennen Sie so eine?

    • cmh (kein Partner)
      15. Oktober 2010 09:33

      Gegenseitige Achtung und Toleranz hat auch eine Kehrseite: Eigenes Wertbewusstsein/Wertwissen und Selbstachtung.

      Ohne Selbstachtung keine Toleranz: Das wissen die Angehörigen der Religion des Friedens und sie kennen auch ihren Beitrag zur Kultur und zum Wohlstand des 21. Jahrhunderts in Europa um es einmal wohlwollend zu formulieren.

      Und hier geht es darum, durch 1000 Nadelstiche die Selbstachtung der Gastkultur zu unterminieren. Wenn irgendwelche doofe Mohamedaner glauben, es sei witzig, die religiösen Symbole der beiden Religionen zu verunglimpfen, denen sie alles (Stichwort Regensburg, denn Michael Palaiologos kennt ja schon niemand mehr und niemand weiß hierzulande noch über seine vergeblichen Werbereisen um Unterstützung zu berichten) aber auch gar alles verdanken, dann ist mir das eigentlich solange egal, solange die gleichen doofen Mohamedaner einen Auszuck kriegen, wenn man ehrlich mit ihnen ist.

      Jetzt kriegen sie aber einen Auszuck und das durchgehen zu lassen bedeutet nichts anderes, als neben unseren zahlreichen verhaltensorginellen Jugendlichen auch noch eine verhaltensorginelle Religion aushalten zu müssen. (Bitte um Beachtung, dass aushalten in zweifacher Weise verstanden werden kann und hier auch in zweifacher Weise zu verstehen ist.)

  29. simplicissimus
    14. Oktober 2010 08:49

    es muss meinungsfreiheit geben.
    nur der aufruf zu straftaten soll strafbar sein.
    es obliegt der gesellschaft untragbare verächtlichmacher zu ächten. damit muss sie fertig werden, denn jeder "verhetzungsparagraph" kann nur ein unsäglicher gummiparagraph sein, der je nach politischer vorherrschaft und windrichtung missbraucht wird.
    so wie es heute schon geschieht.

    • pc-think
      14. Oktober 2010 10:32

      simplicissime,
      danke, Sie sprechen mir aus der Seele.
      Ich würde diese Webseite unbehelligt lassen, solange sie nicht zu Mord und Brandstiftung aufruft. Ebenso alle anderen Verächtlichmacher und Verharmloser. Ihre gerichtliche Verfolgung dient nur politischer Propaganda, verschafft ihnen unverdiente Publizität und verletzt unser verfassungsmäßiges Recht auf Freiheit unserer Meinung.
      Man merkt die Absicht und ist (sehr) verstimmt.

    • simplicissimus
      14. Oktober 2010 10:59

      sehe ich auch so.
      da ich atheist bin, ist es mir vollkommen egal, ob jemand irgend etwas teufels- oder engelswerk nennt, es ist einfach nicht relevant, da nicht existent für mich.
      das müssen sich die religionen untereinander ausmachen, der staat hat neutral zu sein und nicht einzugreifen, welcher ausdruck für welche religion eine beleidigung darstellt und welcher nicht. das kann nie zu einer befriedigenden lösung führen und verstrickt den staat immer mehr in etwas aus dem er sich raushalten sollte.

    • Johann Scheiber
      14. Oktober 2010 15:11

      simpliccissimus,
      aber auch als Atheist sollten sie sich über den Ursprung des Staates, des Rechtsstaates, des religionsneutralen Staates Gedanken machen, denn der Staat ist nicht vom Himmel gefallen.
      Einen Staat der Freiheit kann es nur geben, und ein solcher hat sich nur entwickelt, auf dem Boden einer Religion die die menschliche Subjektivität als Moment des Absoluten weiß und in der von daher der Mensch von absoluter Bedeutung ist. Kurz, die Lehre von der Trinität ist das Fundament der Freiheit und des modernen Rechtsstaates. Nur wo die Trinität geglaubt wurde, hat sich der moderne Staat entwickelt, sonst nirgends, nicht bei den Moslems, nicht bei den Hindus, nicht bei Buddhisten und auch nicht bei den Juden.
      Für Aufklärer und Liberale ist es auch ganz schwer hinzunehmen, dass die moderne Religionsfreiheit eine Frucht radikalchristlicher Kritik an der Orthodoxie war.
      Nachzulesen bei Max Weber und Georg Jellinek.
      Wahrer Konservativismus erschließt sich aus der Geschichte und der christliche Glaube ist zu einem sehr großen Teil auch eine Frage des richtigen Denkens.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 15:52

      Johann Scheiber,

      Sehr interessant Ihre Sicht von der "Trinität". Die Sendung eines Vermittlers, der sogar die unvediente Gnade verspricht. Das hebt den Menschen in der Tat in eine "göttliche" Position. Allerdings, als Ursache für die Entwicklung des modernen Staates - und nicht nur - greift es mir ein bißchen zu kurz. Wénngleich man die europäische Geschichte selbstverständlich in Wahrheit als "Kirchengeschichte" bezeichnen muß. Allerdings, die weiltweit einzigartige kulturelle, wissenschaftliche und künstlerische Entwicklung, entstand im Spannungsfeld einer gleichzeitig auftretenden, permanenten "Säkularisierungsbewegung". Und die Säkularisierungsbewegung war nur im Christentum möglich ("Gebt dem Kaiser was des Kaiser's ist und Gott was Gottes ist"). Die Geschichte der Renaissance hat dazu ernorm viel beigetragen. Deshalb konnte sich auch nur in der westlichen Hemisphäre modernes WISSENSCHAFTLICHES Denken entwickeln. Dies wiederum hat auch zur komplexen Staatenlehre geführt Nicht ganz friktionsfrei, wie wir wissen. Jedenfalls danke für den interessanten Hinweis auf die "Trinität". Das werden morgen ganz sicher einige als "schräg" klassifizieren. (grins)

    • simplicissimus
      14. Oktober 2010 16:00

      @johann scheiber: den durchaus möglichen positiven einfluss einer religion auf ein gemeinwesen möchte ich in keinem fall abstreiten. ich persönlich versuche mich zb an die 10 gebote zu halten. diese decken sowieso den grossteil der nötigen zwischenmenschlichen regeln ab. ich kenne die bibel nicht sehr gut, meine aber doch zu erkennen, dass teile vor allem des alten testaments ganz eindeutig ein archaisches gesetzbuch darstellen, dem man über gott etc die nötige autorität gegeben hat. die modernsten staaten haben sich übrigens nach der reformation vorwiegend in den protestantischen ländern entwickelt, nachdem der katholizismus wenig entwicklung mehr zugelassen hatte. dass dieser protestantismus heute selber reformbedürftig wird und sich selbst erschöpft, ist wieder ein anderes thema. für mich ein klares bild, dass religion, wie jedes andere menschenwerk gute und negative auswirkungen haben kann und nach einem gewissen zeitraum mit fortschreiten der gesellschaftsentwicklung auf alle fälle reformbedürftig wird.

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 16:29

      simplicissimus,
      "...nach der reformation vorwiegend in den protestantischen ländern entwickelt..."

      Naja... dem möcht ich doch ein bißchen entgegenhalten. Die puritanische Härte und Intoleranz konnte sich durchaus mit allen anderen "christlichen" Erscheinungen messen. In gewisser Weise entsprach dieses Zeitalter durchaus dem Wunschbild der Gender- und P.C.-Tyrannen. Insbesondere die Cromwell-Horden in England (zugegeben ist eine andere Entwicklung). Trotzdem sollte man sie erwähnen.

    • simplicissimus
      14. Oktober 2010 17:03

      @ Erich Bauer: ja, ein interessantes thema, das endlosen diskussionen raum bietet. der protestantismus in england hat sicher sehr bald unmenschliche züge angenommen, war jedoch für die bildung starker staatswesen ungemein erfolgreich, wiewohl ungmein inhuman.
      das zeigt ein politisch unkorrekter vergleich zwischen nord- und südamerika. ich erlaube ihn mir, da ich recht lange zeit in lateinamerika verbracht habe und dieses thema mit einigen latinos diskutiert habe: der damals wieder toleranter werdende katholizismus hat "nur" anfangs eine ausrottung der indios zugelassen, später eine verschmelzung erlaubt, was im nordamerikanischen puritanismus nicht denkbar war und zu einem der grössten holocausts der geschichte geführt hat (wenn auch über 300 jahre verteilt). welche religion hat das stärkere, "fortschrittlichere" staatswesen geschaffen? ich sage das jetzt ganz neutral, möchte nicht werten, sondern illustrieren.
      im deutschen sprachraum waren es im 19. jahrhundert die protestantischern preussen, die die halbe welt mit ihrer modernisierung und industrialisierung an den rand zu drängen versuchten und hauptverursacher des enormen machtaufbaues deutschlands waren. auch dieses jetzt wertfrei.

    • simplicissimus
      14. Oktober 2010 17:25

      und noch was: selbstverständlich mag ich puritaner auch nicht! buenas tardes!

    • Erich Bauer
      14. Oktober 2010 17:44

      simplicissimus,
      "... ein interessantes thema, das endlosen diskussionen raum bietet..."

      Da haben Sie ganz sicher recht. Was das erfolgreichere Staatswesen betrifft, fällt es mir schwer eine Bewertung vorzunehmen. Ihnen übrigens auch. Für mich steht jedenfalls fest, daß jeder Gedanke und seine Umsetzung auch pervertieren kann.

      Eine lockere Bereicherung des nachhaltigen "Geschichtsbewußtseins" stellt für mich, der in England traditionelle "Curry Day" dar. Zumeist mittwochs oder donnerstags (da wird's wirklich schon grimmig). Da muß man zurückgehen in die Zeit der Cromwell-Horden. Als überzeugte Puritaner war denen selbst der kleinste Lustgewinn für die Allgemeinheit zutiefst verhaßt. Selbst das Essen durfte kein Vergnügen bereiten. Blöderweise war es halt eine "Notwendigkeit". Sie sehen die Parallelen zur Gender-P.C.-Tyrannei.

      Sie werden sich jetzt fragen, was das mit dem "Curry Day" zu tun hat. Nun ja. Wenn Sie in England bei Fleischereigeschäften vorbeikommen, werden Sie sich wundern, was da für riesige "Fleichbatzen" angeboten werden. Das hat mit dem "Sunday Roast" zu tun. Denn die Engländer kochen und braten nur am Sonntag. Und dieser riesenhafte Sonntagsbraten wird am Montag "aufgewärmt", am Dienstag noch "kalt" vertilgt und die Reste am Mittwoch mit Curry "desinfiziert!". Kein Wunder, daß diese Puritaner jegliche kulinarische Entwicklung versäumen mußten.

      Die Speisen sind übrigens bekömmlicher geworden, wie ich mich vor kurzem noch überzeugen konnte. Allerdings rate ich nur zu Huhn und Fisch.

    • Franz L
      14. Oktober 2010 18:14

      @ simplicissimus

      Ihr Kommentar findet meine volle Zustimmung.

    • Johann Scheiber
      14. Oktober 2010 21:23

      Erich Bauer,

      die Geschichte aller Völker ist auch Kirchen- oder allgemeiner, Religionsgeschichte. So wie sich die Menschen Gott, oder das Absolute vorstellen, so sind sie, so leben sie und so ordnen sie ihr Gemeinwesen.
      Trennung von Staat und Religion und damit Freiheit gibt es aber nur dort wo, und daher weil der individuelle Mensch, der Sohn, ein Moment in Gott selbst ist. Im modernen Staat hat sich die christliche Freiheitsanforderung verweltlicht. Dabei ist es eine Mär, dass die moderne Freiheit von Aufklärern den Kirchen abgerungen wurde. Der Begriff der Menschenrechte etwa stammt vom spanischen Theologen Las Casas. Und was Luther in dieser Hinsicht geleistet hat ist wohl auch unbestreitbar.
      Das Problem das wir heute haben ist, dass wir die spezifische Voraussetzung der modernen Freiheit, das Christentum. vergessen haben. Die Lösung kann nur darin bestehen, dass wir an der Trennung von Staat und Religion natürlich festhalten, aber eben den modernen Staat mit seiner substantiellen Voraussetzung, den christlichen Glauben, gemeinsam DENKEN müssen .

      Von diesem Punkt aus kann dem nihilistischen linksliberalen Totalitarismus begegnet werden, der die Gesellschaft in seine Elementarteilchen auflöst und gleichzeitig auf Stallfütterung umstellt, aber auch dem quasitotalitären Islam der der menschlichen Subjektivität nur eine Entscheidung zumutet, und die keineswegs freiwillig, nämlich die Unterwerfung unter Allah und unter sein Gesetz, das dieser, in sich exklusiv einzige Gott, seinem Propheten wörtlich diktiert hat. Im Islam gibt es keine Freiheit: Religion, Politik, Wirtschaft und Recht werden in der Moschee, in unseren Breiten meist nach Vorgaben der türkische Religionsbehörde, den Unterworfenen oktroiert. Ein ähnliches Gesellschafts- und Politmodell gibt es nur noch in der Stadt Wien und deshalb verstehen die sich alle so gut.

      Ok, ist jetzt schon ein bisschen weit vom Thema entfernt. Aber das ist ein so wichtiger Punkt. Das Christentum ist die Seele der Freiheit und ohne diese Seele geht uns die Luft aus.

    • Johann Scheiber
      14. Oktober 2010 21:31

      simplicissimus 16.00,

      ich stimme ihnen weitgehend zu, nur ihrem Hinweis, dass die Religion Menschenwerk ist nicht. Aber ok, das ist die Feuerbachsche Basis des Atheismus, die heute allerdings auch von den meisten Gläubigen angenommen wird.
      In den Religionen ist aber Gott das Subjekt der Religion, nicht der Mensch.

    • simplicissimus
      15. Oktober 2010 09:00

      an alle diskutanten: danke für die gute diskussion. tragen wir alle oder viele werte des christentums weiterhin mit uns. das ist der einigende nenner.

      und im sinne des britischen sonntagsbratens:

      "warum rülpset und pforzet ihr nicht, hat es euch denn nicht geschmecket?" martin luther.

  30. Josef Maierhofer
    14. Oktober 2010 08:24

    Die katholischen 'Kardinalstugenden'.

    Die Hirten sind nicht mehr zur Verteidigung ihrer Herde da, sie können auch von der Herde nicht vor den Wölfen geschützt werden.

    Während der katholischen Kirche der Boden unter den Füssen weggezogen wird, während sie sich in 'Nächstenliebe' zum Islam übt, der in Asien 260 000 000 Christen verfolgt, ermordet, etc. und hier auch schon beginnt die katholische Kirche lächerlich zu machen und zu denunzieren, gefallen sich die 'Granden' im Lob derer, die diese 'Islambomben' bei uns installieren samt Zündschnur und Feuer.

    Die SPÖ war in Wien noch nicht imstande, wenigstens islamische Abgeordnete auf die Verfassung einzuschwören, wie auch die katholischen nicht, sie ist für mich eine gesetzlose Partie.

    Wie würde diese 'sozialdemokratische' Parallelgesellschaft den manipulierten Anhang mittels Medienkeule aufheulen lassen, würde jemand ein Stoppzeichen für ein Minarett veröffentlichen ... ???

  31. Graf Berge von Grips
    14. Oktober 2010 08:21

    Nr. 261
    Täusch' ich mich, oder gilt dann
    verhetzen tun immer nur die andarn?

  32. Erich Bauer
    14. Oktober 2010 08:07

    "...Strafanzeige gegen eine islamistische Website erstellt, in der Davidstern und Kreuz als „Teufelssymbole“ denunziert wurden..."

    "Verhetzung" ist, was der Inquisitor sagt. Sonst müßten längst auch schon die "Zeugen Jehovas" auf der Anklagebank sitzen. Für diese ist die katholische Kirche des Teufels und der Vatikan die "babylonische Hure". Ich verstehe nicht warum ÖVP und FPÖ gegen diesen "Paragraphen" nicht vehementest kampagnisieren. Für die FPÖ wäre da einiges zu gewinnen. Die moralinsaure, miefige p.c- und gender-Partie müßte dann nämlich aus ihren Löchern raus.

  33. thomas lahnsteiner
    14. Oktober 2010 07:53

    leider wird der in europa immer gefährlicher werdende islamische antisemitismus aus pc-gründen in den medien der gutmenschen bewußt verschwiegen...da wird in den moscheen von hasspredigern gegen die juden gehetzt, jüdische kinder trauen sich nicht mehr mit kippa auf die straße und besonders in schweden zB in göteburg verlassen jüdische familien wegen tätlicher angriffe der moslems bereits das land.
    das passt natürlich den politisch korrekten überhaupt nicht in den kram.....deshalb wird es verschwiegen oder verniedlicht ..oder um davon abzulenken, werden die moslems in einer besonders dreisten Lüge als die neuen juden europas dargestellt...das ist bei der vergangenheit der moslems das niederträchtigste was es überhaupt gibt...man denke nur an hitlers freund, den großmufti von jerusalem, der sich eifrig für die judenvernichtung stark gemacht hat, an die moslemischen SS-Einheiten oder in neuester zeit an die holocaust-leugner in der iranischen regierung.... von der flut an nazi-literatur, die es zwischen kairo und rabat in hülle und fülle gibt, ganz zu schweigen.....

    • f.m.
      14. Oktober 2010 11:25

      Es ist einseitig, nur die Moslems aufzurufen, nicht antisemitisch zu sein.
      Zuerst hätten die Juden das Ihrige zu tun, um den wichtigsten Grund des moslemischen Antisemitismus zu beseitigen: Den Raub Palästinas und die Ermordung und Vertreibung der Palästinenser.
      Solange dieses eklatante Unrecht nicht wieder gutgemacht ist, solange das Land nicht restituiert ist und solange die Flüchtlinge nicht wieder zurückkehren dürfen, solange ist es überaus scheinheilig, den Moslems Antisemitismus vorzuwerfen.

      Es ist schändlichste Political Correctness, Israel ständig mit Samthandschuhen anzufassen, um seine Gunst zu buhlen und seinen dreistesten Aufforderungen nach Boykottmaßnahmen und Kriminalisierung islamischer Staaten und Parteien willfährig nachzukommen.

      Wie wäre es mit einer Aufforderung Österreichs an Israel, zumindest in den 1967 besetzten Gebieten umgehend einen unabhängigen palästinensichen Staat zuzulassen, verbunden mit der Ankündigung, ansonsten Sanktionen gegen Israel zu ergreifen und alte Sanktionen gegen Israels "Feinde" aufzuheben?

      Aber leider, unsere P.C. gestattet dergleichen nicht. Auch nicht, wenn dies dazu beitragen würde, den wichtigsten Grund für einen weltweiten Antisemitismus zu beseitigen.

    • brechstange
      14. Oktober 2010 11:55

      @f.m.
      Das glauben Sie wohl selbst nicht, dass der Antisemitismus durch Rückzug abebbt.

      Recht gebe ich Ihnen, dass Antisemitismus instrumentalisiert eingesetzt wird, diese Instrumentalisierung ist aufzugeben zugunsten von grundsätzlichen Menschenrechten und demokratischen Werten, die gelten für Juden, Moslems, Christen, Atheisten, ua in jede Richtung. Als Recht und Pflicht jeweils dem anderen gegenüber. Es sollte nämlich nicht sein, dass sich eine Gruppe Vorteile durch eine aufgesetzte Opferrolle zu Lasten der anderen erringen kann.

    • Undine
      14. Oktober 2010 11:56

      @f.m.
      Das sehe ich auch so.

    • Norman Bates
      14. Oktober 2010 13:37

      @f.m.

      Ich fürchte, Sie irren an dieser Stelle gewaltig.

      Erstens wird Israel bereits PC-korrekt seit Jahren frontal für jeden Akt der Verteidigung angegriffen (siehe Gaza-Flotte).

      Zweitens würden die israelischen Feinde am liebsten Israel zur Gänze von der Landkarte entfernen und somit geht es längst nur nicht um Palästina.

      Ein Problem übrigens, welches sich vermutlich durch ein vergleichbares Vorgehen wie im Nordirland-Konflikt lösen liese (siehe auch Buch von Tony Blair).

    • Celian
      14. Oktober 2010 13:57

      Also der Thomas Lahnsteiner hat momentan einen ziemlich guten Lauf!
      Alle Achtung!

    • Karl Knaller
      14. Oktober 2010 22:51

      Na, da sind aber die guten Menschen (ja nicht zu verwechseln mit den bösen Gutmenschen) hier im Forum sehr rasch zur Stelle, wenn es gilt, den permanenten Völkermord der Juden an den Palästinensern kleinzureden! Denn: seit Auschwitz dürfen sie alles...

    • brechstange
      15. Oktober 2010 08:03

      @Knaller
      Völkermord an den Palästinensern? Wo, bitte?





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