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Kampusch, die Wahrheit und die Justiz

Lesezeit: 4:30

 Die Indizien sind nicht neu. Sie sind hier auch schon mehrfach aufgelistet worden, aber dennoch überwältigend. Sie bedeuten: Im Fall Kampusch scheint ganz bewusst nicht die ganze Wahrheit gesucht worden zu sein. Neu und bewegend sind aber zwei andere Aspekte der gleichen Affäre.

Neu ist, dass ein ehemaliger Spitzenrichter den Mut hat, als normaler Staatsbürger mit dem ganzen Gewicht seiner Persönlichkeit alle Volksvertreter zu informieren, wie massiv die Hinweise sind, dass die Staatsanwaltschaft in Sachen Kampusch die ganze Aufklärung und die Anklage gegen einen mutmaßlichen Zweittäter unter den Tisch gekehrt hat. Neu ist aber auch der erschütternde Hinweis, dass ein gewissenhafter Kriminalbeamter deshalb Selbstmord begangen haben könnte, weil er offenbar nicht mehr ertragen hat, dass er unter Druck die Ermittlungen einstellen musste. Aber natürlich gilt die Unschuldsvermutung auch für die Staatsanwaltschaft selbst.

Die Entwicklung hat auch etwas Positives: Solange diese Republik noch einige so aufrechte und mutige Männer hat wie den ehemaligen OGH-Präsidenten Hans Rzeszut, ist mir noch nicht ganz bange um sie. Rzeszut könnte ja in Ruhe seine Pension genießen. Die Sorge, dass einem mutmaßlichen Schwerverbrecher in diesem Land das fällige Strafverfahren erspart bleiben könnte, ließ ihm jedoch keine Ruhe, sodass er, ganz auf dem Boden der Verfassung, als Bürger die Parlamentsklubs über diese massive Sorge informierte.  

So tragisch ein Selbstmord auch ist: Es macht auch irgendwie Mut, wenn einem österreichischen Beamten keineswegs alles wurscht ist, wenn er seine Aufgabe, für Recht und Ordnung zu sorgen, total ernst nimmt. Sogar bis zur letzten Konsequenz. Auch wenn man diese letzte Konsequenz nie für richtig halten wird.

Was aber können die Motive für das Verhalten der Staatsanwaltschaft sein?

War es etwa die Sorge, dass man mit den vorliegenden Indizien gegen den mutmaßlichen Zweittäter keine Verurteilung erreichen könnte? Nun: Die Staatsanwaltschaft hat schon bei viel schwächerer Beweislage Anklage erhoben.

Viel wahrscheinlicher ist ein anderes Motiv: Man wollte vermeiden, dass Natascha Kampusch in den Zeugenstand muss, wo sie erstmals unter voller Wahrheitspflicht aussagen hätte müssen. Und das will sie ganz sicher nicht. Da gibt es zu viele Widersprüche in ihren bisherigen Behauptungen. Da gibt es zu viele Hinweise auf gute Beziehungen Kampuschs mit dem Entführer Priklopil, aber auch mit dem mutmaßlichen Zweittäter.

Warum Kampusch sich da so verstrickt hat, muss vorerst offen bleiben. Hat sie nicht nur zu Priklopil, sondern auch zu dem mutmaßlichen Zweittäter eine so enge Freundschaft entwickelt, dass sie diesen schonen will? Oder steht sie für den Fall unter Druck, dass sie auspackt?

Für alle anderen Spekulationen, die derzeit durch Wien laufen, gibt es keine seriösen Beweise. Sie wären auch  so unglaublich, dass man sie nicht wirklich glauben will. Sie drehen sich um andere mögliche Motive der Wiener Staatsanwaltschaft und Oberstaatsanwaltschaft, warum sie seit Jahr und Tag eine volle Untersuchung samt einer Aussage Kampuschs verhindern.

Das trifft auf alle Hinweise bezüglich der auffälligen SPÖ-Nähe einiger Kampusch-Berater der ersten Stunde und der ebenfalls großen SPÖ-Nähe der jetzigen Chefs der beiden Wiener Staatsanwaltschaften und auch eines beigezogenen steirischen Sonder-Staatsanwalts zu. Das trifft noch viel mehr auf die Spekulationen zu, im Hintergrund sei ein Kreis von prominenten Kinderschändern involviert gewesen.

Es bleibt also die Rücksicht auf Kampusch das wahrscheinliche Motiv. Das ist nachvollziehbar. Kampusch war vor allem in den ersten Wochen nach der Flucht eine globale Opferfigur, der man aus einer natürlichen Scheu heraus keine kritischen Fragen stellt, deren Wünsche man respektiert. Und später blieb man dann bei dieser Linie, weil man sich ja sonst selbst blamiert hätte.

Aber ist es nicht richtig, auf Kampusch Rücksicht zu nehmen, werden manche fragen. Nun, die Strafverfolgung darf laut dem Gesetz bei schweren „Offizialdelikten“ gar nicht Rücksicht darauf nehmen, ob auch das Opfer einen Strafprozess will. Denn Opfer wären deswegen häufig heftigen Pressionen ausgesetzt. Außerdem könnten solche Täter ja oft auch weitere Taten begangen haben – oder künftig begehen, vor denen die Bevölkerung zu schützen ist.

Sehr merkwürdig ist im übrigen auch die Rolle einer Strafrichterin, die den ehemaligen Verfassungsgerichtspräsidenten Adamovich (geschmackvollerweise am Heiligen Abend) in einer Ehrenbeleidigungs-Causa verurteilt hat. Auch darin ging es im wesentlichen Kern um die von Adamovich ganz im Einklang mit Rzeszut geäußerten Zweifel an der Selbstdarstellung Kampuschs. Diese Richterin ist aber zufällig die Tochter des früheren Leiters der Wiener Staatsanwaltschaft, deren Vorgehen ja von Adamovich kritisiert worden ist. Die Richterin hat dennoch keinen Grund gesehen, sich zu entschlagen – während wir gerade im Verfahren rund um die Herausgabe von ORF-Tonbändern erfahren, dass eine solche Nahebeziehung zwischen Staatsanwalt und Richter sehr wohl zur Nichtigkeit führen muss. Und die Argumentation, das Privatanklageverfahren der Kampusch-Mutter wegen Adamovich-ASssagen über die Kindheit der jungen Frau hätte nichts mit der Causa Kampusch selbst zu tun, ist ja schon mehr als seltsam.

In unserer Justiz sind offenbar merkwürdige Kräfte am Werk, gegen die sich auch zwei der renommiertesten Gerichtspräsidenten nicht durchsetzen können. Und das macht dann doch mehr als angst und bange.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Oktober 2010 11:01

    Politisch haben wir eine enorme Triebkraft der SPÖ, Richterposten und Justizposten zu besetzen und eine enorm untätige ÖVP, zumindest auf ausgewogene Besetzungen von solchen Posten zu drängen und zu bestehen.

    Wir haben die Krux, daß Jahrzehnte lang die Parteiideologie der SPÖ und der Grünen vor das Amt, vor das Gesetz gestellt wurde und wird, und daß das weder mehr dem Volk, noch den Parteien wie ÖVP, etc. mehr wirklich auffällt.

    Wir haben seit Jahrzehnten eine Freunderlwirtschaft, die Ihresgleichen sucht, uind einen Niedergang der Gesellschaft in unterste Tiefen, die wir als 'Otto Normalverbraucher' gar nicht erahnen können. Da habe ich in meinem Leben schon einiges gesehen und erkannt, gerade dort, wo das Geld ist und der niedere Instinkt.

    Zum Fall Kampusch ist bei mir die Erkenntnis gereift, daß Frau Kampusch nicht die Wahrheit sagt. Man hat ihr das mit Geld versüßt. Die Frage, wer hat ihr das versüßt, würde vermutlich ein sehr honoriges Täterfeld offenlegen, so meine Vermutung.

    Zur Zeugenaussage würde ich meinen, daß man auch diese bei ihr 'kaufen' würde, erpreßt man sie doch mit der Situation, in die man sie gebracht hat.

    Die Eingaben von Richtern und Beteiligten deuten darauf hin.

    Ich setze auf Zeit, die alles ans Tageslicht befördern wird. Wenn wir die Wahrheit erfahren wollen, müssen wir noch warten. Sie wird aber einmal kommen.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Oktober 2010 09:06

    Zur Zeit von Dutroux Verhaftung und versuchter Aufklärung war ich in F und erhielt ganz andere Informationen als sie bei uns zu lesen waren. Es waren zu viele Prominente und Politiker in diesen Fall verwickelt um die Warheit aufzudecken. Man versuchte Dutroux zu beseitigen: bei einem Ausgang Dutroux in ein Einkaufzentrum entwaffnete er seinen Polizibegleiter und floh. Der Polizist hatte erstmals im leben eine ungeladene Waffe mit, der sich D. bemächtigte (er wollte wohl kein Risiko eingehen). Ein bewaffneter Sicherheitsmann, der für schnelles Schießen bekannt war, nahm D. unverletzt fest. Auch er wollte nicht Schuld sein. Zu viele Zufälle! D. nahm die Warnung ernst und schwieg.
    Prominente, die schon alles haben, sind oft bei Kinderporographie dabei. Bestraft werden nur katholische Familienväter.
    WikiLeaks brachte einen eigenen Artikel an 25.VIII. 10. http://www.lejdd.fr/International/Europe/Actualite/WikiLeaks-deterre-l-affaire-Dutroux-216210/
    Sofort wurde über ein Medienverbot in Belgien beraten.
    Gehn ma China schimpfn!
    Mit der Freisetzung von A.U. haben sich die Medien ein Eigentor geschossen.
    Wo sonst hätte ich darüber schreiben können?

  3. Ausgezeichneter KommentatorXymmachos
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Oktober 2010 10:07

    Daß wir in Österreichs Justiz noch Persönlichkeiten wie Dr. Rzeszut haben (leider muß man ja eigentlich sagen: hatten) gibt Anlaß zur Hoffnung, auch insofern ist A.U. zuzustimmen, ebenso wie bei allem, was er über diese nun wohl immer greifbarer werdende Vertuschungsaktion höchster (durchwegs SPÖ-naher) Kreise sagt. Und wenn diese unbedarfte Strafrichterin, die derzeit von Landesjägermeister Konrads Gnaden als Justizministerin dilettieren darf, noch einen Rest von Charakter hat, dann sorgt sie jetzt umgehend dafür, daß dieser Saustall von einem nicht SPÖ-hörigen Staatsanwalt ausgemistet wird. Und wenn sie sich mit einem solchen Schritt überfordert fühlt: vielleicht ist ihr Kabinettschef Krakow, wenn sie ihm freie Hand lässt, Manns genug, unter Hintanstellung eigener Hoffnungen auf eine spätere SPÖ-geförderte Karriere hier die Weichen in die richtige Richtung zu stellen. Er hätte dazu nämlich allemal das Zeug. Wenn er sich traut. Und darf.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Oktober 2010 08:30

    So sieht der Weg in die Diktatur aus, die Gewaltenteilung zerbröselt oder wird systematisch zerstört, am Ende werden wir eine Gerichtsbarkeit wie in der DDR haben mit Volksgerichtshöfen, gekauften Pflichtverteidigern und einer willfährigen Exekutive als Feigenblatt!

  5. Ausgezeichneter KommentatorRosi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Oktober 2010 09:39

    Ich verstehe immer weniger, wie man sich über nicht-ganz-demokratische Nationen in Afrika hier in Österreich erhaben fühlen kann. Was die Vorgänge um die Wahlen betrifft, war jedenfalls bei den beiden letzten Wahlen einiges fragwürdig, das diesmal sogar den Weg in die Medien gefunden hat.
    Mit der Justiz steht es offensichtlich auch nicht zum Besten.
    Die Aussage 'Österreich ist eine Bananenrepublik' stimmt zwar sicherlich, ist aber eigentlich zu verharmlosend.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Oktober 2010 09:39

    stinkmorcheln, wohin man auch tritt.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    16. Oktober 2010 13:09

    Im Fall Kampusch riecht es nicht nur nach Ungereimtheiten, es stinkt sogar gewaltig.
    Aber erinnern wir uns an "Lucona" - und hoffen wir, dass es vielleicht doch noch irgendjemandem gelingt diese Schweinereien rund um NK aufzudecken.

    Ich bin geneigt hochrangige Persönlichkeiten hinter dem Skandal zu vermuten und die parteihörige Justiz deckt diese, bzw. behindert die Aufklärung.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorBertl
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. Oktober 2010 15:11

    machen wir es kurz.

    frl. kampusch wurde entführt.
    frl. kampusch war lange zeit in der hand des entführers.
    frl. kampusch wurde von ihrem entführer nicht entführt und gefangen gehalten weil sie seinen haushalt führen sollte.
    sie wurde entführt und gefangen gehalten weil es um macht und damit verbundenem sex ging.
    natürlich will ihr man die situtation ersparen gegen ihre anderen peiniger auszusagen.
    das könnte sie umbringen.
    was sonst?
    der entführer hatte viele freunde und bekannte der war nicht der einzelgänger als der er dargestellt wurde.
    einige davon sind spö politiker ein paar andere davon fpö politiker wieder ein paar andere sind ganz normale bürger wie etwa ein öbb frühpensionist.
    der kannte priklopil von einem gebrauchtwagenhändler in der prager straße gleich gegenüber seiner wohnadresse.
    der hat eine eigene tochter in dem alter.
    der hat mit priklopil an der theke der omv tankstelle ecke prager straße koloniestraße regelmäßig gesoffen und videos der töchter ausgetauscht.
    der hat auch seine eigene tochter mißbraucht während seine frau anschaffen ging und die großmutter heile welt heuchelte aber immer ein zimmer in einem kleinen häuschen im garten hinter der hohen mauer bereit hielt.
    wenn einmal freunde der herren zur tochter kamen um eine gute zeit zu haben.
    von der tochter gibt es ebenfalls kinderpornos.
    die kannten viele in der öbb speziell im bereich des einkaufes waren die sehr beliebt.
    die tochter konnte man ebenfalls gegen gebühr für sexspiele vom vater ausleihen.
    heute macht die tochter das hauptberuflich.
    der vater und priklopil sind das eigentliche problem.
    die beiden sind aber nur die spitze eines eisbergs.
    der eine ist jetzt tot.
    der andere ist gewarnt und gibt jetzt den erfolglosen immobilienhändler und ist immer noch ein sehr guter freund eines fpö anwaltes und nationalratsabgeordneten.
    er war vor ein paar monaten in einer schauplatz reportage zu einem islamischen zentrum in floridsdorf zu sehen.
    zusammen mit seiner mutter und seiner frau.
    es ware der fette halbglatzerte nachbar des zentrums der da mit dem koran gewachelt hat und ihn als nichtreligion bezeichnet hat.
    er hat auch sehr gute freunde im orf.
    auch die haben seine dienste immer sehr genossen.
    also ist er ziemlich unangreifbar.


alle Kommentare

  1. Roseanna (kein Partner)
    19. Februar 2015 10:26

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  3. Gerrie (kein Partner)
  4. Nazmiye (kein Partner)
    21. Januar 2015 22:02

    Elle est e9tonnante, c'est vrai. Et meame si ses propos sont e0 peu pre8s l'inverse de ce qu'elle avait de9clare9 la vellie, on a envie d'y croire. Elle exprime clairement la complexite9 de ses relations avec le ravisseur. La disparition de cet homme, conse9quente e0 son e9vasion, ajoute un poids tre8s lourd au fardeau de Natascha. Ce foulard accepte9 par tous, sur ses jolis cheveux, est probablement le signe de son deuil.La vellie, elle disait qu'elle avait e9te9 prote9ge9e des pie8ges re9serve9s aux adolescents. Je lui souhaite qu'elle ait mis e0 profit le temps et l'e9nergie ainsi gagne9s e0 cultiver une vraie force qui l'aide e0 avancer sans tomber dans les pie8ges d'un monde plein d'adultes, en gardant son humanite9.P.S. La me9diatisation ne semble pas superflue, pour re9tablir un e9quilibre (images de la vellie), pour rassurer tout le monde et donner de l'espoir aux parents. Et pour l'aider e0 avancer. http://aanqcym.com [url=http://qjxwko.com]qjxwko[/url ] [link=http://mpwsducmy.com]mpwsducmy[/link ]

  5. Dede (kein Partner)
    21. Januar 2015 15:05

    I was going to comment on this, but alctaluy Katy has pretty much summed up what I think about the book really interesting linguistically and politically, but not an easy read, and it raises the question of how to translate the reported speech, which works so well and neatly with the German subjunctive. Achieving the same distancing effect in English would be a real challenge, I think. http://oohafcrpo.com [url=http://mjpqgfzl.com]mjpqgfzl[/url ] [link=http://dztmvg.com]dztmvg[/link ]

  6. Tebogo (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:53

    Ich habe ein gewisses Verste4ndnis ffcr das Vorgehen in Anbetracht der Kosten ffcr die Anwe4lte, Flfcge usw.Doch der Junge ist 17 Jahre alt.Man kann nicht immer wedeir betonen, wie die ganze d6ffentlichmachung der Angelegenheit den beiden Kindern schade und dann noch einen Film nachschieben.

  7. Johaa (kein Partner)
    20. Januar 2015 07:26

    I would say that I only like the dress. Ok, she lost weight to play a role, but maybe she could cshooe another dress, less revealing, and there's no excuse for the horrible hairstyle shoes.

  8. Deepak (kein Partner)
    19. Januar 2015 11:35

    When I looked ecatxly liked this, I was put in a hospital and force-fed. My BMI was a around 13, what in medical terms refers to malnutrition. Her heart can stop at any time. THIS IS SERIOUS and it's not just devotion to the role . It's madness

  9. unbekannt (kein Partner)
    19. Oktober 2010 15:34

    Sehr geehrter Herr Unterberger,

    Stehen Sie nicht in der Pflicht, hier aktiv zu werden?
    Als ehemaliger Chefredakteur haben Sie die Macht der Großparteien gespürt und mussten auch das Handtuch schmeissen. Wo bleibt Ihre politische Korrektheit od. besser gesagt Ihr sachlicher Aufdeckerjournalismus?

    Hier wäre Ihre Chance gegeben und Sie könnten mit Ihrem alten Netzwerk einiges bewegen.

    Vor wem fürchten Sie sich?

    • jak (kein Partner)
      19. Oktober 2010 17:30

      so wie auch alle anderen jounalisten in österreich wird einzig mit der meldung geld gemacht und sich nicht um die lösung der fälle gekümmert.

  10. rado (kein Partner)
    19. Oktober 2010 12:24

    Haben Sie schon mal Internetseiten wie diese hier gesehen, und allenfall die Hintergründe dazu ermessen?
    http://www.kindervermisst.de
    Falls ja, ist Ihnen dies bestimmt völlig wurscht, wie vieles andere um Sie herum auch, stimmts?

  11. sauna-echo
    18. Oktober 2010 16:26

    Warum weiteres Steuergeld für "Kampusch-Wahrheit" verschwenden ?
    Unsummen an Steuergeld wurden bereits für die Suche nach der Kampusch-Wahrheit verschwendet ! Ist es der Job des Staatsanwaltes für sensationsgeile Medien aufwendig neue Details zu erheben mit denen die öffentliche Sicherheit nicht erhöht wird ? Wer braucht weiteren Schmarrn ?

    • Neppomuck (kein Partner)
      18. Oktober 2010 16:39

      Gerechtigkeit sollte keine Frage einer Kosten/Nutzen-Rechnung sein.
      Vor allem dann nicht, wenn Pädophilie im Spiel sein könnte.
      Und wenn es darum geht, strafrechtliche Begünstigung zu verschleiern.
      Schließlich geht es um Kinder und das kollektive Vertrauen in den Rechtsstaat.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      18. Oktober 2010 18:04

      sauna-echo hat offensichtlich Interesse, noch anonyme Kinderschänder zu schützen. Anders ist so eine Meldung nicht erklärbar.

    • fosca
      18. Oktober 2010 21:09

      @sauna-echo

      Wenn dadurch kriminelle Täter frei herumlaufen und nicht zur Verantwortung gezogen werden, dann kann man nicht mehr von "wer braucht weiteren Schmarrn" schreiben.
      Sooo nicht!

  12. Brigitte Imb
    18. Oktober 2010 15:02

    Der Bruder des verstorbenen SOKO Beamten klagt an.

    http://www.youtube.com/watch?v=4fOsYnKTAYw

  13. Politicus1 (kein Partner)
    17. Oktober 2010 22:11

    Danke, Dr. Unterberger,
    Und danke dem OGH-Präs a.D.
    Dr. R. macht seine Anschuldigungen als jahrzehntelanger Strafrichter bestimmt nicht aus Jux und Tollerei!
    Die primäre Frage ist, wer will, oder muss vielleicht sogar, verhindern, dass N.K. unter Eid endlich einmal die Wahrheit sagen muss? Wer fürchtet einen immer mehr wahrscheinlich werdenden Mittäter oder Mitwisser so sehr, wie der Teufel das Weihwasser?
    Die Justizministerin sollte dringendst eine wirklich unabhängige Untersuchungskommission, bestehend aus schweizer und/oder deutschen Fachleuten - keine Belgier! - bestellen.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      17. Oktober 2010 22:21

      Sie meinen jene Justizministerin, die auf Grund eines politisch durchtränkten Prozesses Ministerin wurde und sogleich den Staatsanwalt des Verfahrens als ihren Kabinettschef holte?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      17. Oktober 2010 23:02

      Lieber Herr Starl,
      welche Bestellungen in hohe Ämter sind im geliebten Österreich nicht politisch durchtränkt? Keine einzige, meines bescheidenen Wissens.
      Können Sie belegen, was an dem "politisch durchtränkten" Bawag-Prozeß (es gilt die Ungeduldsvermutung) so karrierefördernd für die brillenverliebte Richterin und jetzige Justizministerin war? Sie wurde doch von der politischen Heimat der Angeklagten rund um die Uhr mit Schlamm beworfen. Als Ministerin ist sie zwar a wengerl unsicher, magenwehig, liebesbedürftig und kontrovers, aber im Vergleich mit anderen hochmögenden Regierungs-Lemuren steht sie doch ganz gut da.
      Und daß sie einen Staatsanwalt, von dessen juristischen Qualitäten sie sich in einem langen Verfahren überzeugen konnte, zu einem engen Mitarbeiter macht — das könnte auch ein Anzeichen professioneller Arbeit sein.
      Oder seh' ich das alles schräg?

    • Philipp Starl (kein Partner)
      17. Oktober 2010 23:12

      Werter Caesar,

      Lassen wir mal beiseite, dass diese Ministerin höchst inkompetent ist (man sehe sich nur das neue Insolvenzrecht an, oder die gescheiterte GmbH- Reform), man lasse beiseite, dass diese Ministerin offenbar ihren Beruf verraten hat und ein Rückgrat wie jeder Politiker bekam (zuerst kritisiert sie die Weisungsgebundenheit, dann ist sie für die Weisungskompetenz, Zitat:"Es muss jemand einem demokratischen Organ verantwortlich sein"). Konzentrieren wir uns also auf das Wesentliche und dann bitte ich Sie und jeden Leser höflichst, sich folgende Frage zu stellen:

      Was bewegt eine Partei dazu, eine Richterin als Ministerin vorzuschlagen?

      Egal welche Antwort auf diese Frage der Wahrheit entspricht, sie desavouiert einen Skandal allererster Güte.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      17. Oktober 2010 23:15

      Ich konkretisiere:

      Was bewegt eine Partei dazu, eine Richterin, die den größten Prozess in der Geschichte der zweiten Republik leitete, als Ministerin vorzuschlagen?

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      17. Oktober 2010 23:21

      Imperator, es ist ein nobles Zeichen Eurer Volkstümlichkeit und bescheidenen Gesinnung, wenn Ihr Euch des 10.000-Seiten-Sternderl annehmt.

      Wie Wir in Eurem unsterblichen Tractat lasen: viele Körner Weihrauch fallen auf denselben Altar, die einen früher, die anderen später, doch das macht keinen Unterschied.

      Habt Ihr in diesem Fall übersehen, dass da noch nichts auf dem Altar liegt? Oder gar nur mehr der Rauch da ist?

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      18. Oktober 2010 00:00

      Lieber Herr Starl,
      vielen Dank für Ihre Replik. Hilft mir einleuchtender auf die Wadeln als so manche österreichische Zeitung, die ich am Kiosk erwerbe oder via Internet lese. Da steht nix drin von dem, was Sie mir jetzt verklickern (verzeihen Sie bitte den norddeutschen Anflug).
      Also hatte ich keine Ahnung von der real existierenden Karriere Frau Bandion-Ortners, muß allerdings zugeben, daß mich Doppelnamen aller Art schon a priori argwöhnisch stimmen. Aber ich muß ebenfalls
      Die Weisungskompetenz ist keine österreichische Besonderheit. Man mag sie gut finden oder schlecht, aber sie verhindert zumindest optisch (oder, wenn Sie wollen: schamhaft) eine Abkopplung der Justiz in Richtung wetterwendischer Machtverhältnisse.
      "Was bewegt eine Partei dazu, eine Richterin als Ministerin vorzuschlagen?" fragen Sie. Eine Richterin als Justizministerin, warum nicht? Wenigstens hat sie ihr Handwerk erlernt und auch geübt, was man nicht von allen Justizministern der Zweiten Republik behaupten kann.
      Einen Skandal allererster allererster Güte (oder wie man an der Waterkant sagt: unterster Kajüte) kann ich darin nicht erblicken.
      Mit herzlichen Gutenachtgrüßen!

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      18. Oktober 2010 00:44

      @Prinz Eugenius, den Edelbitter:

      Gleich zu Eyngang meyne Bitte um Pardonierung des lapsus linguae, Euer Hoheit, der mir unterlief: Der edle Ritter (bei Goethe und Schiller noch als "Reuther" orthographiert) sey Euch unbenommen.
      Ihr zeihet mich der Unaufmerksamkeit: "Wie Wir in Eurem unsterblichen Tractat lasen: viele Körner Weihrauch fallen auf denselben Altar, die einen früher, die anderen später, doch das macht keinen Unterschied."

      Zerknirscht stehe ich nicht an, meyne Verirrung zu bekennen. Uno actu sey einbekannt, daß diese Verirrung beschwert wird durch die Thatsache meyner Jugend als Zögling der Societas Iesu, die mich bei so mancher Hexenverbrennung durch das Privileg der Entzündung des Scheyterhaufens adelte.
      Ihr führet mich, o Prinz, zurück an den heyligen Altar von Weihrauch und Myrrhe, auf wemselbigen der Sünder Starl sonder Abbitte und Buße ohne Verzug geräuchert, aber noch nicht verbrannt wird.

      Ich ging, wie so viele Gläubige auf die unserem Glauben innewohnende Nächstenliebe (für BWL- und VWL-Studenten: Alleinstellungsmerkmal, Marktführerschaft, Win/Win-Situation, USP — verzeihen Sie abermals, Euer Durchlauchtigst; aber wir müssen unsere antiken, den niederen Klassen, besonders wenn jugendlich, unverständlich erscheynenden Fachausdrücke ein wenig übersetzen) bauend, der von Monsignore Starl als wissenschaftlich deklarierten Thesis auf dem Leym.
      Dank Eurer weit treffenderen Antithesis, für die ich abermals danke, ist mir eine Synthesis nicht mehr möglich.

      Sohin verbleybt mir nur, den ketzerischen Bruder zur Umkehr in Christo zu bewegen.
      Ob er uns obligiert, ist unserer Macht enthoben. Das Fegefeuer bildet die Scheydewand.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      18. Oktober 2010 00:54

      Hier stellt sich jedoch die Frage, warum gerade diese Richterin, wo es doch zahlreiche andere gibt. Ein Richter wurde in Österreich noch nie Minister, auch in Deutschland dürfte dies etwas bis dato nicht Existierendes sein.

      Ich appelliere an Ihr Faktenverständnis, das dem Eindruck nach ein beeindruckendes ist. Es ist Fakt, dass Parteien keine Gelegenheit auslassen, ihre Mitglieder mit Posten zu versorgen. Es ist weiters Fakt, dass Frau Bandion- Ortner niemals ÖVP Mitglied war. Ebenfalls Fakt ist, dass Herr Elsner seit über drei Jahren in Untersuchungshaft sitzt. Das nächste Faktum betrifft den Staatsanwalt. Frau Bandion- Ortner bescheinigt ihm vielleicht Kompetenz, doch hatte Frau Bandion Ortner sicherlich mit sehr vielen anderen Staatsanwälten zu tun und hatte auch einige andere Staatsanwälte als Ankläger, von deren Kompetenz sie sich überzeugen konnte.
      Außerdem ist zu beachten, dass Krakow früher Richter gewesen sein muss, seinem Alter nach ist das nicht sehr lange her, da Staatsanwälte zuvor Richter gewesen sein müssen.

      Auffällig ist auch, dass Frau Bandion- Ortner Monate vor Urteilsaufertigung als Ministerin präsentiert wurde. Im August 2008, also schon einen Monat nach dem Urteil, weiß sie anscheinend schon, dass sie Ministerin werden soll:

      http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/405114/index.do?from=suche.intern.portal

      Zitat:"Der ideale Justizminister ist parteiunabhängig". Wobei sie gleich im Satz darauf relativiert, die bisherigen hätten auch eher im Sinne der Justiz gehandelt (sie verteidigt also schon die Politik)

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      18. Oktober 2010 01:30

      Vielen Dank nochmals, Herr Starl!

      Es ist naturgemäß viel einfacher, mit dem edlen Ritter zu blödeln, als mit Ihnen Tacheles zu reden. Aber beides macht Spaß. Schon, gell?
      Bierernst bewegt nixxx.
      Zum Thema "Richter als Justizminister" kann ich, soweit es Österreich betrifft, nur mit einem Link zum "Standard" dienen — in der Hoffnung, daß die dortigen Rotsocken die Archive bisweilen ohne Voreingenommenheit lesen, aber man weiß ja nie:
      http://derstandard.at/1282978899417/Ex-Justizminister-Tschadek-war-ein-Blutrichter

      Die Augen fallen mir zu, ich kann nur noch sagen, daß mein Faktenverständnis geringer ist, als Sie denken — und daß ein deutscher Verfassungsrichter zum Bundespräsidenten gewählt wurde, fast einstimmig im ersten Wahlgang, anders als der heutige Nachplapperer von Meinungsumfragen, der Dackel von Frau Merkel.
      Roman Herzog heißt der Mann; seine "Ruck"-Rede wird noch heute zitiert, und er hätte eine Wiederwahl locker bestanden; aber seine Frau war todkrank, und er verzichtete auf eine zweite Kandidatur.
      Servus!

    • Philipp Starl (kein Partner)
      18. Oktober 2010 01:53

      Ich entschuldige mich, wenn ich Ihre Nerven über Gebühr beanspruche, aber man hat ja leider nicht oft die Gelegenheit zu einem Austausch.

      Tschadek war ja nun wirklich nicht das, was man einen Richter in einem Rechtsstaat nennen kann. Auch ein Verfassungsrichter ist kein Richter im traditionellen Sinne, da eine juristische Ausbildung genügt, um dort Richter zu sein (zumindest in Österreich).

      Ich bedanke mich für ihre Zeit und wünsche Ihnen ebenfalls eine geruhsame Nacht.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      18. Oktober 2010 08:43

      Imperator, Wir erkennen den Schelm in Euch, den Wir bislang nicht wahrgenommen haben. Das viel-seytige Sternderl zu räuchern, das ist wahrlich eynfallsreich.

      Für den Zustand hinterher fanden Wir Oscar Wildes Epitaph, als er das Gespräch zwischen See und Baum aufzeychnete. Also sprach der See zum Baum:

      Ich aber liebte den Narziss, wenn er an meinem Ufer lag und auf mich niederschaute, denn in dem Spiegel seiner Augen sah ich immer meine eigene Schönheit.

    • hoffmann (kein Partner)
      20. Oktober 2010 09:08

      Philipp Starl

      Kaum zu glauben, dass ich mit Ihnen einmal einer Meinung bin, aber was die Person Bandion-Ortner betrifft, bin ich es. Wobei eines schon noch zu sagen ist: Wäre die BAWAG - Geschichte nicht auch eine der SPÖ gewesen (wobei die SPÖ als Partei für die Kalamitäten innerhalb der BAWAG sicher nichts kann), wäre die Dame nicht Justizministerin geworden.....

  14. Brigitte Imb
    17. Oktober 2010 19:45

    Sollte an folgendem Artikel wirklich etwas dran sein, dann gibt es ein Erdbeben in Österreich.

    http://www.gegensexuellegewalt.at/2010/10/16/vollig-aus-der-luft-gegriffenmeinte/

    • Wahrheit (kein Partner)
      17. Oktober 2010 20:21

      Vermutlich könnte hier nur mehr ein ausländisches Ermittlerteam noch Klärung in die Sache bringen bei dem Sumpf in unserer Justiz ...

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      17. Oktober 2010 20:31

      Von selber wird dieses Beben nicht kommen. Kinderschänder sind bestens vernetzt, wie man spätestens seit Dutroux weiss, und politisch farbenblind.

      Ein besonders schlechtes Bild macht der Journalismus. Die sind damit beschäftigt, die Welt zu verbessern und ihren Lesern Betragensnoten zu verpassen.

  15. cmh (kein Partner)
    17. Oktober 2010 18:51

    Der Wiener Pitaval, Neue Folge: Schon gruselig, aber im wesentlichen wurscht.

    Nur was nicht wurscht ist:

    1. Die Medien sind nicht mehr vertrauenswürdig, jede Meldung in den Medien muss beurteilt werden, was von ihr zu halten ist. Da kann ich mir den Schmarrn auch gleich selber schreiben.

    2. Der Verlust der VErtrauenswürdigkeit ist einerseits fahrlässig geschehen, indem eine vertrauenswürdige Recherche einfach nicht gemacht wurde und die Vermutung liegt nahe, dass die Vertrauenswürdigkeit auch vorsätzlich verspielt wurde durch, sagen wir es vorsichtig Annahme von gewissen Inseraten.

    3. Derzeit ist gerade die Justiz dabei, ihre Vertrauenswürdigkeit zu verspielen. Einerseits durch die Urteilsschelte seitens der anderen GEwalten von außen und durch Urteile, die in gleichen Sachen unterschiedlich sind und in unterschiedlichen Sachen gleich(farbig).

    Und wer war wieder federführend?

  16. Brigitte Imb
    17. Oktober 2010 18:44

    Alarmierende "Zustände" bei Kampusch-Ermittlungen

    "Rzeszut bleibt jedenfalls bei seiner Kritik. Er fühle sich als früherer OGH-Präsident der österreichischen Justiz nach wie vor eng verbunden, aber: Das „Funktionsverständnis einzelner Verantwortungsträger“ sei absolut zu hinterfragen. Denn: „Ich mache mir Sorgen um die österreichische Strafrechtspflege.“ "

    http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/602754/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

    Die Courage dieses Mannes gibt Hoffnung, dass am Ende doch die Moral siegt. Ich wünsche ihm alles Gute, um diese Aufgabe zu bewältigen.

  17. cmh (kein Partner)
    17. Oktober 2010 18:36

    Immer muss ich lästig sein und mit dummen Sprüchen nerven. Dumm? Eher getragen von der Erfahrung der unmittelbaren Weggenossen.

    Also: Wer hat uns verraten? .... Genau!

    Und den linken Trollen sei es ins Stammbuch geschrieben: Der Reim geht nicht auf ...aten, sondern auf Sozialdemokr...

    Diese Ideologie ist nicht von den Gewandläusen, sondern die der Trichinen.

    • Brigitte Imb
      17. Oktober 2010 18:46

      Die Christdemokraten verdienen es mittlerweile auch in den Kreis der Verräter aufgenommen zu werden.

    • cmh (kein Partner)
      17. Oktober 2010 18:52

      Das Werk von Hayek ist an die Sozialisten aller Parteien gerichtet. Er wird sich wohl dabei etwas gedacht haben.

      Aber Sie haben recht, es schaut so aus.

  18. Welche Kinder wurden ermordet? (kein Partner)
    17. Oktober 2010 18:02

    In den Kampusch-Berichten ist zu lesen, dass Kinder im Umfeld von Frau Sirny ermordet wurden, weiß da jemand mehr dazu?

    Auszug:
    Oberrat Dr. Johannes Scherz berichtet für das Sicherheitsbüro an die Staatsanwaltschaft. Er schlägt für die beiden Telefone von Kampuschs Mutter eine Rufdatenerfassung vor. Seine Begründung lautet: „Bei der Mutter des abgängigen Kindes [...] langten einerseits anonyme Anrufe ein, die möglicherweise mit dem Verbrechen in Zusammenhang stehen. Andererseits wäre es zum Zwecke der Aufklärung der Straftat unbedingt erforderlich, den Bekanntenkreis der Frau Sirny und ihrer Tochter umfassend zu eruieren, da in der Vergangenheit immer wieder Kinder von Kontaktpersonen aus dem Bekanntenkreis der Familie ermordet wurden und dies auch in gegenständlichen Fall möglich erscheint." (9)

    Scherz drängt auf eine schnelle Entscheidung: „Gefahr im Verzuge ist gegeben, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass das Mädchen noch leben könnte und bei rascher Überprüfung der durch die Rufdatenerfassung ausgeforschten Personen noch gerettet werden könnte." (10)

    Noch am selben Tag genehmigt ein Richtersenat die Rufdatenerfassung der beiden Telefone. Die Richter übernehmen die Argumentation der Kriminalbeamten: „Da einerseits aus dem Bekanntenkreis der Familie immer wieder Kinder ermordet wurden, ist im konkreten Fall nichts auszuschließen, dass der Täter im Bekanntenkreis der Familie zu suchen ist. Andererseits hat die Mutter der minderjährigen Natascha, Brigitte Sirny, in letzter Zeit mehrmals anonyme Anrufe erhalten." (11)

  19. Philipp Starl (kein Partner)
    17. Oktober 2010 17:59

    Ich bin ja dafür, jedem Widerspruch und jedem Hinweis nachzugehen, vor allem wenn es um Sexualstraftäter geht. Doch Frau Kampusch hat gelitten, zweifelsohne (das merkt man in jeder Sekunde, wenn man ihr zuhört). Und Ihr Artikel weist nicht mehr als Vermutungen, Spekulationen und Induktionen auf.

    Daher muss man sich in dem Fall damit abfinden, dass sich nichts mehr ändern wird. Und da sich nichts mehr ändern wird, gibt es auch keinen Grund, Frau Kampusch weiter zu belästigen (obwohl sie selbst genug dazu tut, im Rampenlicht zu stehen, was für eine recht unsympathische Optik sorgt).

    Einzig logische und menschliche Conclusio: Lassen Sie das Thema in Ruhe.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      17. Oktober 2010 18:03

      Und wenn Sie schon merkwürdigen Vorgängen in der Justiz nachgehen wollen:

      Recherchieren Sie doch bitte mal in Richtung Bandion- Ortner. Die Umstände und Vorzeichen zur Bestellung als Ministerin, inklusive dem Staatsanwalt als Kabinettschef, sind mehr als suspekt.

      Komischerweise kräht bsi heute kein Hahn danach. Ich bitte Sie also inständig, gehen Sie bei diesem Thema doch investigativ vor.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      17. Oktober 2010 20:34

      Lassen Sie das Thema in Ruhe... dafür hat der menschlich logische Jurist in spe Starl 10.000 Seiten (Eigendarstellung) gelernt. Bin beeindruckt.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      17. Oktober 2010 22:24

      Herr Shrooms,

      Sie sind offenbar an einer grundlegenden Reform des Staates Österreich nicht interessiert. Wenn doch, sollten Sie die Themen im Auge behalten, die für die Bürger entscheidend und relevant sind.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      17. Oktober 2010 23:58

      Verehrter Herr Starl,

      Sie nehmen sich doch nicht heraus, festzustellen, was für die Republik relevant ist?

      Ansonsten ist Bandion-Ortner nur eine Frau, deren politische Fähigkeiten durch den Personal-Zampano Pröll (siehe Marek, Strasser etc) überschätzt wurden.

      Der Skandal liegt in der Justiz, nun haben wir den zweiten pensionierten Höchstrichter, der schwere Anschuldigungen erhebt und Dinge ausspricht, die jedermann mit freiem Auge erkennen kann. Da ist ein Netz von Kinderschändern am Werk, in hohen Positionen, bestens vernetzt.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      18. Oktober 2010 01:15

      Werter Herr Shrooms,

      Ein Justizskandal ist etwas sehr Bedauerliches, etwas Skandalöses, das in einem Staate nicht vorkommen darf. Doch haben wir erstens in Österreich genug offene Skandale, die überhaupt nicht oder unzureichend behandelt werden, wie einige Verfassungsbrüche und wer erinnert sich noch an den Weisungsskandal?

      Und zweitens ist für die Bürger dieses Landes relevant, dass sie ihre Arbeit behalten, ihr Geld behalten, dass sie geschützt werden und das sie ihre Lebensqualität erhalten und erhöhen. Nichts von alldem passiert in Österreich, im Gegenteil, die Situation wird sich dramatisch verschlimmern.

      Mit anderen Worten: bevor wir den Mistkübel ausleeren, müssen wir zuerst mal die zerbrochenen Möbel reparieren.

  20. M.U. Shrooms (kein Partner)
    17. Oktober 2010 15:45

    Als Anfang der 90er der letzte große Mafia-Boss Toto Riina verhaftet wurde, in der Nähe seines Hauses, blieb das Haus einige Wochen unbewacht und wurde nicht durchsucht. Inzwischen wurde dort alles ausgeräumt, als die Ermittler dann endlich doch hinein gingen, war sogar neu ausgemalt.

    Priklopils Haus war ja auch eine Weile offen, die Parallelen sind interessant. Im Übrigen fällt es mir schwer zu glauben, dass eine Einzelperson die ganze Infrastruktur des Verlieses in Handarbeit angefertigt hat.

  21. Bertl (kein Partner)
    17. Oktober 2010 15:11

    machen wir es kurz.

    frl. kampusch wurde entführt.
    frl. kampusch war lange zeit in der hand des entführers.
    frl. kampusch wurde von ihrem entführer nicht entführt und gefangen gehalten weil sie seinen haushalt führen sollte.
    sie wurde entführt und gefangen gehalten weil es um macht und damit verbundenem sex ging.
    natürlich will ihr man die situtation ersparen gegen ihre anderen peiniger auszusagen.
    das könnte sie umbringen.
    was sonst?
    der entführer hatte viele freunde und bekannte der war nicht der einzelgänger als der er dargestellt wurde.
    einige davon sind spö politiker ein paar andere davon fpö politiker wieder ein paar andere sind ganz normale bürger wie etwa ein öbb frühpensionist.
    der kannte priklopil von einem gebrauchtwagenhändler in der prager straße gleich gegenüber seiner wohnadresse.
    der hat eine eigene tochter in dem alter.
    der hat mit priklopil an der theke der omv tankstelle ecke prager straße koloniestraße regelmäßig gesoffen und videos der töchter ausgetauscht.
    der hat auch seine eigene tochter mißbraucht während seine frau anschaffen ging und die großmutter heile welt heuchelte aber immer ein zimmer in einem kleinen häuschen im garten hinter der hohen mauer bereit hielt.
    wenn einmal freunde der herren zur tochter kamen um eine gute zeit zu haben.
    von der tochter gibt es ebenfalls kinderpornos.
    die kannten viele in der öbb speziell im bereich des einkaufes waren die sehr beliebt.
    die tochter konnte man ebenfalls gegen gebühr für sexspiele vom vater ausleihen.
    heute macht die tochter das hauptberuflich.
    der vater und priklopil sind das eigentliche problem.
    die beiden sind aber nur die spitze eines eisbergs.
    der eine ist jetzt tot.
    der andere ist gewarnt und gibt jetzt den erfolglosen immobilienhändler und ist immer noch ein sehr guter freund eines fpö anwaltes und nationalratsabgeordneten.
    er war vor ein paar monaten in einer schauplatz reportage zu einem islamischen zentrum in floridsdorf zu sehen.
    zusammen mit seiner mutter und seiner frau.
    es ware der fette halbglatzerte nachbar des zentrums der da mit dem koran gewachelt hat und ihn als nichtreligion bezeichnet hat.
    er hat auch sehr gute freunde im orf.
    auch die haben seine dienste immer sehr genossen.
    also ist er ziemlich unangreifbar.

    • SOKs (kein Partner)
      17. Oktober 2010 15:36

      Mir gefallen diese Tatsachen. Sie müssen nicht herumreden um die Sache. Obs richtig ist oder nicht, kann man nicht beurteilen, aber es ist eine zu überprüfende Agenda.

    • fosca
      17. Oktober 2010 15:47

      Wenn es so wäre, hätten wir einen Justizskandal, der seinesgleichen sucht und sogar den Fall LUCONA übertrifft, wo ein ähnlicher Personenkreis unsäglich darin verstrickt war. *graus*

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      17. Oktober 2010 15:49

      Was willst eigentlich sagen, soks? Wie andere das beurteilen, darfst getrost jedem selbst überlassen.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      17. Oktober 2010 18:37

      @Bertl:

      Mir steht das Hirn. Wenn auch nur die Hälfte dessen stimmt, was Sie hier ...

      als Vermutungen,
      als Gerüchte
      oder sogar aus belastbaren Quellen?

      (was auch immer; Sie werden gute Gründe haben, Roß und Reiter nicht namentlich zu nennen)
      ... oisdann, was Sie hier ins Spiel bringen — dann war die Club-45-SPÖ-Udo-Proksch-Allianz zur Applanierung eines kaltblütigen Mordes "nur" eine Art Ouvertüre zu unsagbar widerwärtigen und menschenverachtenden Vergnügungen von Apparatschiks auch anderer Couleurs. Ob die hier genannten (oder geahnten) Parallelen zum Fall Doutroux zutreffen, kann ich nicht beurteilen.

      Wie dem auch sei: Nach allem, was Sie zu wissen scheinen, werden aus diesem Wespennest bald Hornissen fliegen.

    • socrates
      19. Oktober 2010 22:31

      Schwammerl
      Wie andere das beurteilen, darfst getrost jedem selbst überlassen.

  22. Wahrheit (kein Partner)
    17. Oktober 2010 13:34

    Hochinteressant!!!

    In der Zeitschrift "Die Aktuelle" von dieser Woche wird der letzte Dialog zwischen dem Ex-Kampusch-Chefermittler Kröll und seinem Bruder veröffentlicht:

    Oberst Kröll:

    Karl, wenn mir etwas zustoßen sollte, dann musst du weitermachen, wo ich aufgehört habe.

    Karl Kröll:

    Du machst mir Angst.

    Oberst Kröll:

    Es wird immer gefährliche. Ich muss mit allem rechnen. Mit dem Schlimmsten. Die Leute schrecken vor nichts zurück.

    Karl Kröll:

    Wer?

    Oberst Kröll:

    Die, die mit aller Macht verhindern wollen, dass der Fall Kampusch aufgeklärt wird. Die, die bis zum Hals da drin stecken in der Kindersex-Szene.

    Karl Kröll:

    Kannst du sagen wer die Leute sind?

    Oberst Kröll:

    Zum Bespiel ein Politiker aus N. Ö., z.B.: eine Beamtin aus dem Innenministerium, ein Richter, Kollegen, einer aus dem 15. Wiener Bezirk. Usw.

    Die Spitze vom Eisberg. Du weißt ja, schon einmal hing ein Strick an meiner Bürotür. Erinnerst du dich?

    Karl Kröll:

    Hast du auch Namen von denen?

    Oberst Kröll:

    Das macht ja die Sache so gefährlich. Ich muss gegen einflussreiche und mächtige Personen ermitteln und bin auf mich allein gestellt. Ich stehe vor einer riesigen stinkenden Blase aus Lügen, Abartigkeiten, Sex und Erpressung. Wenn ich die Blase steche, wird es ein Beben in Österreich geben. Aber die werden das zu verhindern wissen. So wie sie in den letzten Jahren zu verhindern wussten, dass es im Fall Kampusch Ergebnisse gab. Dieses Mal haben sie es nicht so leicht wie bei meinen Vorgängern. Ich lass’ mich nicht einschüchtern.

    Karl, ich weiß, dass ich überwacht werde. Ich bin nicht einmal mehr in meinem Büro sicher. Es gibt mindestens einen Maulwurf. Da verschwinden Akten. Ich weiß nicht wem ich noch trauen kann. Nur dir kann ich trauen Karl. Deshalb musst du mir jetzt genau zuhören.

    Für den Fall der Fälle habe ich auf einem USB-Stick Daten gespeichert. Und auf dem Laptop. Denn Stick verstecke ich in einem Kaffeeheferl, den Computer im Kinderzimmer. Als ich letztes Jahr den Fall übernommen habe, habe ich natürlich auch das Mädchen vernommen. Ich bin sicher, Natascha weiß alles. Wenn sie die richtige Wahrheit sagen würde, nicht ihre Eigene, wäre der Fall sofort gelöst.

    Bei der Vernehmung hatte sie ihre Staranwälte dabei, die wie die Schießhunde darüber wachten, dass sie ja kein falsches Wort sagt. Wenn ich sie mal in der Enge hatte, protestierten die Anwälte. Oder das Mädchen eilte zur Toilette. Von Anfang an ist verhindert worden, dass sie etwas sagt. Nicht anders ist es bei dem Freund des Entführers. Der hat auch einen Star- Anwalt. Warum braucht er den wenn er angeblich nichts weiß?

    Karl Kröll:

    Weiß er was?

    Oberst Kröll:

    Nach meinen Ermittlungen war der in alles eingeweiht. Er spielt eine sehr zwielichtige Rolle. Auch beim Tod von Priklopil. Er kannte auch das Mädchen. Bei dem, müsste weiter gebohrt werden. Karl, mit meinen Unterlagen, kannst du den Fall lösen. Pass auf dich auf!!!

    Weitere Hintergründe zur Causa:
    http://www.gegensexuellegewalt.at/2010/10/15/skandalfall-franz-kroll/
    http://www.peterpilz.at/Die-Affaere-Kampusch.htm

    • Brigitte Imb
      17. Oktober 2010 14:53

      Dass diese Ungeheuerlichkeiten wahr sein könnten, kann ich mir wirklich gut vorstellen und ich fange langsam an mich zu fürchten.

      Der Staat droht von Anarchie in eine Diktatur zu schlittern.
      Von den Politikern haben wir bislang ja keinen guten Eindruck, aber nachdem diese auch noch die Justiz instrumentalisieren, wie man sieht mit gr. Erfolg, müssen wir wirklich beginnen uns zusammenzurotten.

      Die Gesetzeskeule trifft hart auf jeden "Normalbürger", der kl. Kaugummidieb wird verurteilt, dafür "dürfen" die Großen einen Skandal nach dem anderen vertuschen.

      Pfui Teufel!!!!

    • Neppomuck (kein Partner)
      17. Oktober 2010 15:10

      Franz F. schreibt dem Osterhasen einen Brief.

      Lieber Osterhase!
      Bitte schenk mir keinen Elektrorasierer. Ich habe zwar die Prothesen abgelehnt, damit keiner auf die Idee kommen kann, ich könnte mir mit der Litze einen eigenen Strick gedreht haben, aber wer weiß schon, was bei uns alles so vorkommt. Das mit dem Brüllen von Nazi-Parolen vor dem Richter hat zwar ganz gut geklappt und ich wurde nicht weiter befragt, aber ein Zellennachbar hat mich davor gewarnt zu glauben, dass man hinter Gittern sicher wäre. Der Begriff "Hochsicherheitstrakt" gilt nur für die Außenwelt.

      Die Bajuwarische Exil-Garde ist noch sehr lebendig. Man hat mir beim Austragen und dem Bau der Briefbomben zwar geholfen, aber seit dem Wechsel in der Regierung geht den Genossen der Arsch auf Grundeis. Man steht zwar mit dem neuen Justizminister auf gutem Hasenfuß, aber von einem Kaspar als Nachfolger von einem von Einem darf man sich nicht zu viel erwarten. Darum würden sie lieber singen: “Fuchs du hast dich ganz verstohlen aus dem Staub gemacht usw.“

      Also schenke mir lieber etwas Zuckerwatte, die löst sich auf, bevor man erstickt.
      Denn ich will nicht in den Staub beißen, der da aufgewirbelt werden könnte.

      Liebe Grüße aus der Karlau
      Dein Franzi

      Verständigungsschreiben der Post an den Osterhasen (Anfang März 2000):
      Das Paket Nr. 4711 PLZ 8010, Herrgottwiesgasse 50, Empfänger Franz Fuchs, musste, da unzustellbar, zurückgeschickt werden.

  23. Salomo (kein Partner)
    17. Oktober 2010 12:00

    Das Thema Kampusch interessiest mich ja nicht so wahnsinnig. Mir ist nur aufgefallen, dass es dieses neue Kampuschbuch weit nach oben in die Hitlisten geschafft hat. Echt traurig. Wie kann man nur so einen Schmonzes lesen?

  24. NC (kein Partner)
    17. Oktober 2010 11:13

    Herr Unterberger.

    Die Justiz zu kritisieren ist eine Sache. Das Schicksal von Menschen zu beurteilen eine andere.

    Bei zweiterem haben sie sich in den Niveau-Souterrain begeben.

  25. Michael S. (kein Partner)
    17. Oktober 2010 11:04

    Fragt man "Gutmenschen" was im Land so los ist, gibt es gleich einen Aufschrei bzgl. Abschiebungen, rechter Hetze.... Über Einschränkungen der Meinungsfreiheit, über einseitige Medienberichte, über Justizurteile, die als Grundlage nicht alles bewertet haben....Schweigen im Walde. Das macht mir Sorge, es gibt keine Ausgewogenheit mehr, alles was nicht in den linken Mainstream paßt, wird gnadenlos nieder gemacht. Und bürgerliche Politiker schauen zu und wundern sich, wenn Wahlen etwas anders ausgehen.

  26. Stachel (kein Partner)
    17. Oktober 2010 10:51

    Zu ergänzen wäre noch, dass die Richterin damals den von Adamovich angebotenen Wahrheitsbeweis gar nicht zugelassen hat.

  27. Karim Krainer (kein Partner)
    17. Oktober 2010 10:28

    Marc Dutroux und die toten Zeugen [Teil-1]

    http://www.youtube.com/watch?v=XKn2fRWMobg

    "What you have to understand, John, is that sometimes there are forces and events too big, too powerful, with so much at stake for other people or institutions, that you cannot do anything about them, no matter how evil or wrong they are and no matter how dedicated or sincere you are or how much evidence you have. This is simply one of the hard facts of life you have to face."
    - Former CIA director and Cercle member William Colby giving advice to his friend senator John DeCamp, urging him to quit his investigations into the Franklin child abuse affair and to write a book about his experiences (The Franklin Coverup, 2nd edition, foreword).

    "To comprehend this nebula, it is necessary to abandon traditional financial or political logic; this is not merely a question of nation, political party, or of ordinary economics... Our conclusion would be that at least over the last twenty years, the economic powers, some of which mafia types, have allied themselves with political forces and organized criminal structures, and reached the 4th stage of money laundering, namely, Absolute Power. It has been specified to us that at the present moment these characters control 50% of the world economy."
    - Introduction of a Belgian gendarmerie report to a number of senior officials, District of Liege, November 21, 1994.

    quelle:wikispooks.com/ISGP/

  28. jump into (kein Partner)
    17. Oktober 2010 10:10

    Geht`s vielleicht noch geschmackloser, Herr Tagebuchautor?
    Hier über "gute Beziehungen" von Kampusch zu Priklopil zu spekulieren?

    Sicher wird sie sich ab einem gewissen Zeitpunkt mit ihrer Situation "arrangiert" haben, was blieb ihr auch anderes übrig? Das ändert aber wohl hoffentlich nichts an der Tatsache, dass sie als zehnjähriges Mädchen entführt wurde?! Und das wird sie vermutlich bis an ihr Lebensende begleiten und belasten. Darüber sind wir uns hoffentlich alle einig, jetzt mal ganz ohne Polemik!

  29. Segestes (kein Partner)
    17. Oktober 2010 06:00

    Was mich am Fall Kampusch interessiert ist beantwortet:
    Kampusch wurde entführt.
    Kampusch war einige Jahre lang im Keller eingesperrt.
    Das war wohl eher weniger lustig für sie.
    Kampusch kam wieder frei.
    Ende.

    Alles andere ist mir relativ wurscht.
    Denn dass die österr. Justiz und Polizei jeher größtenteils
    Bananenrepublik-Niveau besitzen, war mir schon vorher klar.
    Vom präpotenten Dorfpolizisten, der beim TV-Interview
    gestelzt seinen Bericht 1:1 herunterstottert, bis zum Staatsanwalt
    der sich, fernab der Lebensrealität des Durchschnittsbürgers,
    regelmäßig zum Golfen mit jener Schickeria aus Politik und
    Wirtschaft trifft, die er eigentlich besonders argwöhnisch
    im Auge behalten sollte.

    Blindes Vertrauen in den Rechtsstaat?
    Man muss schon immens obrigkeitsgläubig sein, um das zu haben.
    Die Listen mit vermeidbaren Fehlurteilen, füllen schließlich ganze
    Bibliotheken.

  30. fosca
    17. Oktober 2010 05:10

    Sehr gut aufgezeigt, Herr Unterberger!

    Nach wie vor scheint die Causa Kampusch nicht wirklich "koscher" - was heißt, hier herrscht auf Grund all der aufgezeigten Problematik weiterhin Aufklärungsbedarf, der im Interesse irgendwelcher einflußreicher Kreise unterdrückt wird.

    Da frage ich mich schon, warum nicht unser alles beherrschender ORF sich profiliert und investigative Recherechen betreibt, die er dann quotenträchtig senden könnte.
    Oder ist es auch im Interesse des umtriebigen Ch. Feuerstein, daß nur jene Details an die Öffentlichkeit dringen, die keinerlei Licht ins Dunkel bringen und sowohl dem Öffentlich-Rechtlichen als auch der Frau Kampusch genug Einnahmen bescheren.

    Einmal mehr scheint eine Hand die andere zu waschen und beide bleiben schmutzig! :-(

  31. brechstange
    17. Oktober 2010 01:56

    Weiters finde ich interessant, dass bezüglich verwandschaftlicher Befangenheit mit mehreren Maßstäben ans Werk gegangen wird.

    Das eine:
    Eine formale, nicht mit dem sachlichen Inhalt befasste Unterschrift in Vertretung des Behördenleiters durch die Schwester einer Richterin des späteren Dreier-Richter-Senat des OLG wird Befangenheit konstruiert und der ORF muss die Bänder schon nicht mehr herausgeben.
    Das andere:
    Die Tochter des angegriffenen Staatsanwaltes entscheidet als Richterin über Adamovich, daraus ergibt sich keine Befangenheit

    Mehr als interessant diese unterschiedliche Vorgehensweise.

    • Robert Bond (kein Partner)
      17. Oktober 2010 17:04

      In beiden Fällen liegt Befangenheit vor. Ich fürchte, im Fall Adamovich war der Anwalt ungeschickt. Sind die eigentlich in die Berufung gegangen?

    • brechstange
      17. Oktober 2010 19:53

      Nein, Herr Bond, es liegt nur im Adamovich Fall Befangenheit vor, beim ORF-Skandal handelt es sich um einen Nebenschauplatz, wo die Vertreterin des Behördenleiters eine Formalunterschrift leistete und sonst nichts.
      Im Dreiersenat sind 3 Richter, da entscheidet nicht nur einer. Bei Adamovich entschied die Tochter des Staatsanwalts. Ein kleiner Unterschied, der unsere Bananenrepublik ausmacht und erhärtet.

  32. brechstange
    17. Oktober 2010 00:29

    In diesem Zusammenhang finde ich interessant, dass der steirische Sonderanwalt nach getaner Arbeit zum Leiter der Staatsanwaltschaft in Graz befördert wurde.

  33. Cabral
    16. Oktober 2010 21:46

    Hut ab vor Hans Rzeszut! Wie erfreulich hebt er sich doch ab von den "ORF-Juristen" Funk und Mayer und den Verfassungsgerichtshofpräsidenten Holzinger und Korinek. Wie schade, dass hervorragende Vertreter der österreichischen Jurisprudenz wie Günther Winkler und Bernd Raschauer nicht vor den Vorhang treten und ein längst fälliges Gegengewicht zu obigen Herren aufbauen.

  34. durga
    16. Oktober 2010 17:02

    Als weder den Grünen noch ihren Ideologien Nahestehende empfehle ich die chronologische Auflistung der Ereignisse ud Aussagen im Fall Kampusch unter http://www.peterpilz.at/Die-Affaere-Kampusch.htm zu lesen.

    Natürlich ist die Interpretation grün/rot gefärbt - wenn die Aussagen von Frau Kampusch nicht völlig falsch sind, ist aber an wesentlichen Punkten nicht zu rütteln, nämlich:
    daß es während der Entführung Kontakt zu einer dritten Person gegeben haben dürfte, daß der Keller vorerst nicht als Gefängnis vorbereitet war und daß der Täter in weiterer Folge mit seinem Opfer fünf Adressen in mehreren Wiener Bezirken aufgesucht hat und mehrere Ausflüge unternommen hat. Zudem muß es eindeutige Spuren vo NKs Anwesenheit gegeben haben. Allerdings:

    "Weder Priklopils Freund Ernst H. noch Priklopils Mutter werden später gefragt, wie sie Hinweise auf die Anwesenheit einer jungen Frau im Haus übersehen konnten: Auf die Frage: Befand sich Bekleidung und Schuhe nur in Ihrem Raum oder am anderen Teil des Hauses? antwortete Kampusch: Oben im Abstellraum des Arbeitszimmers befindet sich eine dunkelbraune Reisetasche und ein hellbrauner lederner Koffer mit Bekleidung von mir. Auch das Barbiehaus gehört mir. Dort befanden sich auch schwarze Halbschuhe und schwarze Stiefel mit Pelzbesatz, alle Größe 37. Es sind auch rote Hausschuhe und andere Schuhe von mir im Haus vorhanden und können sich auch im Schuhraum des Vorraum befinden".... usw.

    Weiß bereits nicht was ich von dem ganzen qui pro quo da halten soll .

  35. donnerlütchen
    16. Oktober 2010 15:09

    Die Wahrheit weiß ganz sicher Frau Kampusch, also ans Werk und die Zitronenpresse einsetzen.

  36. logiker2
    16. Oktober 2010 14:42

    bardon, gehört nicht hierher aber sehr aktuell.

    Merkel: Multikulti ist gescheitert
    Seehofer: Multikulti ist tot

    allgemeiner Tenor: Migranten müssen sich besser integrieren

    Was ist nur mit den Deutschen los ?

    • Reinhard (kein Partner)
      17. Oktober 2010 06:49

      Ganz einfach: Die Spitzenpolitiker haben begriffen, dass sie bestimmte Sprüche klopfen müssen, um ihr Wahlvolk nicht zu verlieren. Besonders die Große Staatsratsvorsitzende, die das Berufsverbot für Sarrazin offen gefordert und mit dem Gewicht ihrer Person damit auch durchgesetzt hat.
      Merkels Sprechblasen wurden noch selten mit konkretem Inhalt gefüllt und Seehofer hat nur in einem Bundesland wirklich etwas zu sagen, und das mit extrem knapper Basis.
      An ihren Taten werden wir sie messen, die Worte waren bisher schon viel zu oft nur warme Luft.

  37. Brigitte Imb
  38. Vayav Indrasca
    16. Oktober 2010 13:13

    Also ich bin ja auch der Meinung, dass die Sozis an vielem oder sogar fast allem schuld sind, aber diese kruden Verschwörungstheorien des Herrn Unterberger gehen eindeutig zu weit.

    Einen "mutmaßlichen Zweittäter" sieht Herr Unterberger als gegeben an. Bitte um einen einzigen Beweis außer der Aussage der anderen Schülerin.

    "Für alle anderen Spekulationen, die derzeit durch Wien laufen, gibt es keine seriösen Beweise. Sie wären auch so unglaublich, dass man sie nicht wirklich glauben will," schreibt Unterberger, nur um im selben Atemzug diese Spekulationen mit diebischer Freude in den Computer zu tippen.
    Ist das seriös? Ist das konservativ? Nein, das ist Boulevardjournalismus.

    • Florin
      16. Oktober 2010 15:34

      Aber ich bitte Sie, sehen Sie das nicht gar so eng.
      Was ist so schlimm an ein bisserl Tratsch und ein paar Löffel Suppe aus der Gerüchteküche?:-)

    • Karl Knaller
      16. Oktober 2010 16:02

      Vayav con dios, Ahnungslose(r)...

    • inside
      16. Oktober 2010 18:33

      Karl Knaller, Sie Knalltüte!
      Sie glauben anscheinend auch an Horoskope.

  39. Brigitte Imb
    16. Oktober 2010 13:09

    Im Fall Kampusch riecht es nicht nur nach Ungereimtheiten, es stinkt sogar gewaltig.
    Aber erinnern wir uns an "Lucona" - und hoffen wir, dass es vielleicht doch noch irgendjemandem gelingt diese Schweinereien rund um NK aufzudecken.

    Ich bin geneigt hochrangige Persönlichkeiten hinter dem Skandal zu vermuten und die parteihörige Justiz deckt diese, bzw. behindert die Aufklärung.

    • socrates
      16. Oktober 2010 17:03

      Brigitte Imb
      Bei einer Wiederaufbereitungsanlage bleibt waffenfähiges Material über. Wenn so etwas gemacht wird, können wir zusehen, wie die USA reagiert. Auf ein bißchen Krieg kommt es da nicht an. Bei Proksch geschah gar nichts, weil klar war, daß das nur ein Betrug ist. Warum ihm in Ö geglaubt wurde, ist unerklärbar. Er hat die Sache,als Roter, bei einer schwarzen Anstalt versichern lassen. Das stank von ersten Augenblick an zum Himmel.

  40. M.S.
    16. Oktober 2010 11:12

    "Etwas ist faul im Staate Österreich" Die Fäulnis ist schon weit fortgeschritten. Hoffentlich nicht zu weit.

  41. Josef Maierhofer
    16. Oktober 2010 11:01

    Politisch haben wir eine enorme Triebkraft der SPÖ, Richterposten und Justizposten zu besetzen und eine enorm untätige ÖVP, zumindest auf ausgewogene Besetzungen von solchen Posten zu drängen und zu bestehen.

    Wir haben die Krux, daß Jahrzehnte lang die Parteiideologie der SPÖ und der Grünen vor das Amt, vor das Gesetz gestellt wurde und wird, und daß das weder mehr dem Volk, noch den Parteien wie ÖVP, etc. mehr wirklich auffällt.

    Wir haben seit Jahrzehnten eine Freunderlwirtschaft, die Ihresgleichen sucht, uind einen Niedergang der Gesellschaft in unterste Tiefen, die wir als 'Otto Normalverbraucher' gar nicht erahnen können. Da habe ich in meinem Leben schon einiges gesehen und erkannt, gerade dort, wo das Geld ist und der niedere Instinkt.

    Zum Fall Kampusch ist bei mir die Erkenntnis gereift, daß Frau Kampusch nicht die Wahrheit sagt. Man hat ihr das mit Geld versüßt. Die Frage, wer hat ihr das versüßt, würde vermutlich ein sehr honoriges Täterfeld offenlegen, so meine Vermutung.

    Zur Zeugenaussage würde ich meinen, daß man auch diese bei ihr 'kaufen' würde, erpreßt man sie doch mit der Situation, in die man sie gebracht hat.

    Die Eingaben von Richtern und Beteiligten deuten darauf hin.

    Ich setze auf Zeit, die alles ans Tageslicht befördern wird. Wenn wir die Wahrheit erfahren wollen, müssen wir noch warten. Sie wird aber einmal kommen.

    • Rosi
      16. Oktober 2010 13:26

      'Wir haben die Krux, daß Jahrzehnte lang die Parteiideologie der SPÖ und der Grünen vor das Amt, vor das Gesetz gestellt wurde und wird, und daß das weder mehr dem Volk, noch den Parteien wie ÖVP, etc. mehr wirklich auffällt.'

      Es fällt immer mehr Leuten auf, die Situation ist aber bereits so weit fortgeschritten, weil 'die Mitte' die Entwicklung leider verschlafen hat, sodaß jetzt etwas zu ändern, nicht mehr so einfach ist, denn der zu tätigende Aufwand ist ein großer geworden.

    • Rosi
      16. Oktober 2010 14:11

      Nachsatz zu meinem vorigen Beitrag: Und außerdem fehlt die Partei, die die Interessen der Leute vertritt, die sich dort beheimatet sehen, wo bis vor nicht allzu langer Zeit die ÖVP war.

  42. f.m.
    16. Oktober 2010 10:41

    Nie hat ein herrlicheres Weihnachts-Geschenk das Haus des Herrn Oberstaatsanwalt erreicht!
    Adamovich dagegen scheint das heftige Korrektur-Signal verstanden zu haben und gibt seither Ruhe.
    Neue Frage: Was tun mit Rzeszut? Weihnachten kommt bald!

  43. Martin Bauer
    16. Oktober 2010 10:12

    Dieses Thema nervt ungemein.
    Nicht der Fall an sich, aber all jene nerven, die sich jetzt unausgesprochener Vermutungen bedienen. Leider zählt jetzt wieder AU dazu.

    Egal in welches Medium man schaut, überall wird vermutet, vermutet vermutet, ohne das eine Vermutung klar beim Namen genannt wird.

    Entweder man artikuliert diese Vermutungen klar und deutlich (bei aller Rücksicht auf die Unschuldsvermutung) oder man lässt das Schreiben darüber.

    Also wer in der SPÖ könnte dahinterstehen?
    Kein Mensch begeht Selbstmord, nur weil eine Ermittlung unterdrückt wird. Höchstens wenn derjenige selber Opfer von Unterdrückung ist. Wer unterdrückte hier wen und warum?

    Solange diese Fragen nicht mit Namen oder Organisationen in Verbindung gebracht werden (können), sollte man schweigen!

    Über Vertuschung in der Justiz soll, ja muss man schreiben. Aber wenn an einen Einzelfall als pars pro toto herausnimmt, dann bitte mit mehr Information und Fakten.

    • Karl Knaller
      16. Oktober 2010 11:39

      Martin Bauer => Was soll man von Ihnen halten: ein ahnungsloser Engel oder ein... (ich will nicht unhöflich werden)? Ein bisserl naiv sein ist ja ganz schön, aber der Übergang von der Naivität zur Blödheit ist ein fließender.

    • socrates
      16. Oktober 2010 12:05

      Martin Bauer
      Die Mädchen gibt es, Dutroux gibt es, den Polizisten gibt es, den Schutzmann gibt es, also vorwärts! Wer wird da um sein bißchen Leben Angst haben?
      Kinderpornos werden allerdings zumeist von der P.C. zwecks Überwachung der Bürger und der Information eingesetzt, z.b. gegen WikiLeaks.

    • Martin Bauer
      16. Oktober 2010 12:33

      Karl Knaller

      Sie haben überhaupt nichts verstanden!
      Das Thema ist abgelutscht, hat keinen Neuigkeitswert. Alles schon bekannt.
      man berichte wieder, wenn es Fakten gibt.
      Scheint aber für Sie zu hoch zu sein.
      Vermute ich einmal.

    • Karl Knaller
      16. Oktober 2010 12:41

      @ Bauer:
      Aha, der o.a. Übergang hat offenbar schon stattgefunden. Dann freilich ist schad' um jedes Wort.

    • dergo
      16. Oktober 2010 17:13

      Also ich bin da nicht ganz Ihrer Meinung, Herr Bauer. Unabhängig von dem - bis zum erbrechen - abgelutschten Fall sehe ich in AU's Wiederaufbereitung einige diskussionswürdige Punkte, wie da wäre:
      - warum melden sich hochrangige Rechtsvertreter erst dann zu Wort, wenn sie den direkten Zugriff der Staatsmacht nicht mehr - oder nicht mehr mit voller Wucht - fürchten müssen?

      - warum hält sich der österreichische Aufdeckungs-Journalismus,der ja sonst auch geheimste Aktenvermerke und Dokumente aufspürt und medial ausschlachtet, offensichtlich in diesem Fall derart zurück?

      und zu guter letzt scheint mir auch die 'vergleichende Verhaltensforschung' betreffend der richterlichen Verwandschaftsverhältnisse durchaus beachtenswert.

      All diese Aspekte scheinen mir, unabhängig vom Fall Kampusch, als Mosaiksteine für ein bestimmtes Sittenbild bemerkenswert!

  44. Xymmachos
    16. Oktober 2010 10:07

    Daß wir in Österreichs Justiz noch Persönlichkeiten wie Dr. Rzeszut haben (leider muß man ja eigentlich sagen: hatten) gibt Anlaß zur Hoffnung, auch insofern ist A.U. zuzustimmen, ebenso wie bei allem, was er über diese nun wohl immer greifbarer werdende Vertuschungsaktion höchster (durchwegs SPÖ-naher) Kreise sagt. Und wenn diese unbedarfte Strafrichterin, die derzeit von Landesjägermeister Konrads Gnaden als Justizministerin dilettieren darf, noch einen Rest von Charakter hat, dann sorgt sie jetzt umgehend dafür, daß dieser Saustall von einem nicht SPÖ-hörigen Staatsanwalt ausgemistet wird. Und wenn sie sich mit einem solchen Schritt überfordert fühlt: vielleicht ist ihr Kabinettschef Krakow, wenn sie ihm freie Hand lässt, Manns genug, unter Hintanstellung eigener Hoffnungen auf eine spätere SPÖ-geförderte Karriere hier die Weichen in die richtige Richtung zu stellen. Er hätte dazu nämlich allemal das Zeug. Wenn er sich traut. Und darf.

    • Brigitte Imb
      17. Oktober 2010 16:03

      Vermutlich ist auch die Justiz von der Politik gekauft, wie erklären Sie sich sonst eine Justizministerin Bandion Ortner "von und zu Seitenblicken"?
      Pröll wußte schon was er tun muß.

  45. pc-think
    16. Oktober 2010 10:07

    "In unserer Justiz sind offenbar merkwürdige Kräfte am Werk, gegen die sich auch zwei der renommiertesten Gerichtspräsidenten nicht durchsetzen können. Und das macht dann doch mehr als angst und bange."

    Sehr richtig! Das ist auch der Grund, warum ich strikte gegen die Abschaffung der Weisungsgebundenheit der Staatsanwaltschaft bin. Wenn sich dort ein machtgeiler Klüngel bildet, der ohne jede Kontrolle nach Willkür den Justizapparat für seine Ziele mißbraucht, dann haben wir bald wieder eine Diktatur!

  46. simplicissimus
    16. Oktober 2010 09:39

    stinkmorcheln, wohin man auch tritt.

  47. Rosi
    16. Oktober 2010 09:39

    Ich verstehe immer weniger, wie man sich über nicht-ganz-demokratische Nationen in Afrika hier in Österreich erhaben fühlen kann. Was die Vorgänge um die Wahlen betrifft, war jedenfalls bei den beiden letzten Wahlen einiges fragwürdig, das diesmal sogar den Weg in die Medien gefunden hat.
    Mit der Justiz steht es offensichtlich auch nicht zum Besten.
    Die Aussage 'Österreich ist eine Bananenrepublik' stimmt zwar sicherlich, ist aber eigentlich zu verharmlosend.

  48. socrates
    16. Oktober 2010 09:06

    Zur Zeit von Dutroux Verhaftung und versuchter Aufklärung war ich in F und erhielt ganz andere Informationen als sie bei uns zu lesen waren. Es waren zu viele Prominente und Politiker in diesen Fall verwickelt um die Warheit aufzudecken. Man versuchte Dutroux zu beseitigen: bei einem Ausgang Dutroux in ein Einkaufzentrum entwaffnete er seinen Polizibegleiter und floh. Der Polizist hatte erstmals im leben eine ungeladene Waffe mit, der sich D. bemächtigte (er wollte wohl kein Risiko eingehen). Ein bewaffneter Sicherheitsmann, der für schnelles Schießen bekannt war, nahm D. unverletzt fest. Auch er wollte nicht Schuld sein. Zu viele Zufälle! D. nahm die Warnung ernst und schwieg.
    Prominente, die schon alles haben, sind oft bei Kinderporographie dabei. Bestraft werden nur katholische Familienväter.
    WikiLeaks brachte einen eigenen Artikel an 25.VIII. 10. http://www.lejdd.fr/International/Europe/Actualite/WikiLeaks-deterre-l-affaire-Dutroux-216210/
    Sofort wurde über ein Medienverbot in Belgien beraten.
    Gehn ma China schimpfn!
    Mit der Freisetzung von A.U. haben sich die Medien ein Eigentor geschossen.
    Wo sonst hätte ich darüber schreiben können?

  49. terbuan
    16. Oktober 2010 08:30

    So sieht der Weg in die Diktatur aus, die Gewaltenteilung zerbröselt oder wird systematisch zerstört, am Ende werden wir eine Gerichtsbarkeit wie in der DDR haben mit Volksgerichtshöfen, gekauften Pflichtverteidigern und einer willfährigen Exekutive als Feigenblatt!

  50. Johann Scheiber
    16. Oktober 2010 08:15

    Der Bankrott ist nahe, die Propaganda des Scheins bricht zusammen und grausiges Eiter dringt aus dem zersetzten Körper des Gemeinwesens.
    Hoffentlich gibt es, um das Schlimmste zu verhindern, noch viele weitere Helden.





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