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Die Abrechnung für die Schwarzen

 Die größte Sensation dieses Wahltages ist die Tatsache, dass die ÖVP mehr Prozentpunkte als die SPÖ verloren hat. In Bezug auf die eigene Wählerschaft beim ohnedies mageren letzten Ergebnis hat sie sogar ein volles Drittel verloren, während die Sozialdemokraten nur rund ein Zehntel ihrer Wählerschaft verloren haben.

Da grenzt die Ankündigung von Christine Marek, fünf weitere Jahre bleiben zu wollen, schon an mehr als eine gefährliche Drohung. Denn die Lage der ÖVP ist so ernst, dass die Entwicklung bis an den Rand der Selbstauslöschung gehen kann.

Die einst große bürgerliche Partei hatte in Wien bis zu den Zeiten Erhard Buseks immer über 30 Prozent der Stimmen erzielt und krebst jetzt bei 13 Prozent herum. Die von Busek ausgelösten innerparteilichen Konflikte, seine Stimmungsmache gegen die meisten Nachfolger und der gleichzeitige Aufstieg der Freiheitlichen haben die Partei substanziell geschwächt. Und jetzt ist erstmals eine Busek-Kandidatin angetreten. Mit desaströsem Ergebnis.

Dieser Sinkflug der Stadtschwarzen hat unter Christine Marek einen historischen Tiefpunkt erreicht – er kann freilich noch ungehemmt weitergehen. Die ÖVP sollte sich bewusst sein, dass es von Italien bis Spanien christdemokratische Parteien in der Luft zerrissen hat, weil sie sich im linkskatholischen Zeitgeist zu klerikalen Sozialdemokratien verwandelt hatten. Und dass sie von weit erfolgreicheren Parteien aus einem einst als un berührbahr rechts abgestempelten Milieu beerbt worden sind.

Auch in Deutschland droht der CDU mittelfristig durchaus ein ähnliches Schicksal. Auch wenn sich die Partei rund um die Positionen eines Thilo Sarrazin noch nicht gebildet hat. Lediglich die bayrische CSU erkennt dort zunehmend, dass man sich doch ein wenig dessen besinnen sollte, wo die eigenen Wähler stehen.

Natürlich kann sich auch die Bundes-ÖVP da nicht mehr abbeuteln. Ist sie doch etwa mit der Schwulenehe und der Mindestsicherung einen Weg gegangen, der zwar bei manchen Medien, aber nicht bei den konservativen Wählern gut ankommt. Vor allem aber hat die Bundes-ÖVP seit Jahr und Tag in keiner einzigen Frage Kampfbereitschaft und Wissen um die eigene Identität gezeigt.

Auch die Auswahl von Christine Marek als Spitzenkandidatin hat einzig und allein Josef Pröll zu verantworten. Hatte sich doch die Wiener Partei in der Person von Harald Himmer schon auf einen interessanten und dynamischen Kandidaten geeinigt, der sowohl Wirtschaftskompetenz wie auch Angriffslust gegen den roten Machtmissbrauch in sich vereinigt hätte. Aber die Bundespartei glaubte, es besser zu wissen (und wurde von Busek&Co schlecht beraten). Sie trägt daher Mitschuld, dass der im Vorjahr so positive schwarze Trend abrupt abgerissen ist.

Die Fehler der Christine Marek seither gehen auf keine Kuhhaut. Der schwerste: Sie gierte sofort nach einer Koalition mit der SPÖ und schloss eine Anti-SPÖ-Koalition aus. Sie brüskierte durch ihre Kampagne gegen den Wiener Akademikerbund die Liberalkonservativen. Sie hat kein einziges attraktives Gesicht für ihr Team gefunden, sondern die von Johannes Hahn angeheuerte Versagertruppe in allen Funktionen belassen. Sie hat kein einziges emotionales Thema besetzen können. Sie hat nicht einmal eine einzige harte Bedingung an die Rathaus-Roten gestellt – außer die nach einer Reform des Wahlrechts, das zwar mehr als diskutabel ist, das aber alle Wähler kalt lässt. Der Wahlkampf mit dem grotesken Häupl-Plakat war dann nur noch der Gipfelpunkt auf dem i.

Ein nettes Äußeres und Wesen sind halt ein wenig zu wenig für den Ernst der Politik.

PS.: All das ist der ÖVP hier schon seit Monaten ins Stammbuch geschrieben worden, also keineswegs eine Weisheit nach dem Motto: „Nachher sind alle gescheiter.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAmtsbekannt
    20x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Oktober 2010 19:28

    das ende des vizek. von onkels gnaden ist eingeläutet. lieber herr pröll, als parteimitglied habe ich schon von beginn ihrer amtszeit gewußt, dass sie unser gusenbauer der övp werden. wer den erfolgreichsten kanzler und parteiobmann, schüssel, derart abserviert, der wird von den eigenen wählern bestraft. gehen sie zurück zum bauernbund, dazu reichts vielleicht.
    solange sie an der spitze unserer partei stehen, wähle ich blau.
    sie werden sich ín kürze in die liste eines joschi rieglers oder eines bussisek einreihen dürfen.
    und tschüss

  2. Ausgezeichneter KommentatorRock
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Oktober 2010 19:54

    Ich habe den Verlust der ÖVP mit Genugtuung aufgenommen - obwohl ich dieser Partei ideologisch am nähesten gestanden bin.

    Meine Stimme für die FPÖ am heutigen Tag war fast ausschließlich bundespolitisch motiviert, denn ich habe es satt, dass eine Koalition unter ÖVP Gnaden eine nicht messbare Performance zeigt.
    Die Menschen anlügen ohne Schamesröte im Gesicht, ob der verschleppten Budgeterstellung, das Einnisten in Nichtpositionen, um ja nicht reformieren zu müssen. Das habe ich einfach satt.

    Dazu noch eine Christine Marek, die einen grottenschlechten Wahlkampf geführt hat und deren Differenz zur SPÖ zumindest für mich kaum mehr wahrnehmbar war. Jetzt kommt halt das große Heulen, warum denn die FPÖ so stark geworden ist - vielleicht sollte mal der eine oder andere im Rathaus es wagen, die alltägliche Bereicherung in der Stadt aktiv mitzuerleben und die Probleme auch anzusprechen und dementsprechend tätig zu werden, als sie zu ignorieren oder mit Allerweltsfloskeln ala Hausordnung zu behandeln.

    Durch Ignorieren und Zurücklehnen werden die Probleme nicht gelöst, sondern man überläßt dieses äußerst wichtige Thema einem Strache und sprüht dann auch noch Galle.

    Recht geschiehts ihnen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorReinhard
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Oktober 2010 20:13

    So lange die ÖVP sich weigert, ein anderes Programm zu haben als Steigbügelhalter für die eigenen politischen gegner wird sie von immer weniger Menschen für ernst genommen. Als Interessenvertreter von wem wollen sich die Schwarzen positionieren? Ich als kleiner, liberal eingestellter Unternehmer kann keine Position erkennen, die meine Lage in irgend einer Weise ernst nimmt und meine Interessen vertritt.
    Dass sich die Schwarzen nach einem solchen Debakel nicht verschämt zurückziehen und personelle ebenso wie inhaltliche Konsequenzen ziehen ist ein weiterer Beweis dafür, dass dieses abgehobene Parteifeudalhaus jeglichen Realitätssinn und jegliche Bodenhaftung verloren haben. Dass sich immer mehr Bürgerliche in den Armen einer von Wirtschaftskompetenz und Niveau so weit entfernten Partei wie Straches wohlstandsverwahrloster sozialistischer "Schmeißt-alle-Ausländer-raus-und alles-wird-gut"-Truppe mit ihren bei Disco-Schaumparties rekrutierten Jungwählern wohler fühlen als bei den Proponenten von Raiffeisen, IV und WKO sollte bei den Parteigranden alle Alarmglocken schrillen lassen. Aber leider sind die alle stocktaub, denn sie stecken bis zum Hals in schalldichten Körperöffnungen oder haben sich in ihren fetten Pfründen verschanzt.

    Realitätsverweigerung ist aber kein Privileg der Schwarzen, immerhin feiert sich Häupl bereits als großer Sieger, und das nach einer dicken Watschen. Aber bei den Roten gilt ein Verlust im einstelligen Prozentbereich bereits als großer Sieg, der mit Jubelpartys und Konfettiregen gefeiert gehört.

    Was wird passieren? Der Dicke macht weiter, die Blauen werden groß mitreden und dann, wenn es konkret wird, jämmerlich untergehen - und bei der nächsten Wahl tauchen sie wieder ab, zusammen mit der dann restlos zerbröselten ÖVP. Die Roten werden mit den Stimmen ihrer Mihigru-Wähler aufsteigen und die Gruppe der Nichtwähler die 70%-Marke erreichen.
    Außer, es gelingt einer neuen Partei, die Mitte anzusprechen, die Fleißigen und Leistungsträger, ohne dumpfe Ausländerhatz und ohne klassenkämpferische Neiddebatte, sachlich, vernünftig, logisch und verständlich.
    Aber ist so etwas in Österreich mehrheitsfähig?

  4. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2010 00:27

    Die ersten Reaktionen der Schwarzen lassen Böses ahnen: Es sollen jetzt die Sparnotwendigkeiten "doch nicht so gravierend sein", damit man niemand weh tut!

    Das ÖVP-Stammwähler-Vertreibungsprogramm geht also erst richtig los.

    Und das Industrie-Vertreibungsprogramm ist schon im Gang. Die Mindestsicherung wird bald wieder sinken müssen.

    Wer sagt den Menschen eigentlich jetzt, wie bald die großartigen Sozialleistungen alle nicht mehr zahlbar sein werden?

    Und Hundsdorfer denkt inzwischen nach, ob er 2014 schon leicht an der Hacklerregelung justieren wird können und dürfen. Der Verfassungsgerichtshof denkt über eine Vertiefung des Vertrauensschutzes nach.

    Und die Gewerkschafter verlangen kürzere Arbeitszeit und mehr Geld.

    Und Khohl, Blecha, Tumpel, Hundsdorfer und Foglar glauben nicht, dass langfristig der BIP-Wachstumsschnitt durchaus auch nur bei 1,5% liegen könnte.

    Und Hundsdorfer meint, sich bei der Pensionssicherungsfrage nicht gern mit so langen Zeiträumen wie bis 2040 und so beschäftigen zu wollen.

    Ein letzter Appell an die ÖVP, die eigentlich für die Umkehr zuständig wäre:
    Besinnt Euch, aber schnellstens und radikal!!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbart
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Oktober 2010 19:47

    Die ÖVP-Wien hat seit dem Freimaurer Busek (wie auch Hahn) den Anschluss an die Menschen aufgegeben. Dieses schwarze Nutznießer-Milieu zeigt Auflösungserscheinungen. Die christlich-sozialen Mitglieder und Stammwähler wurden parteipolitisch systematisch verfolgt. Die Inhalts- und Substanzlosigkeit dieser karrieregeilen Mitläufer- und Sumpftruppe ist zum Wahlergebnis umgekehrt proportional. Raiffeisen benutzt diese Partei, um sich ein paar Pfründe zu sichern, der politische Wählerwille ist absolut gegenstandslos.

  6. Ausgezeichneter KommentatorCharlotte
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    11. Oktober 2010 08:49

    Auch nach der Wien-Wahl beteuert Christine Marek (ÖVP?) -in passender roter Kleidung-, nur Gemeinsamkeiten mit der SPÖ zu haben aber keine mit der FPÖ.

    Die Wähler haben das auch so gesehen und dementsprechend entschieden.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Oktober 2010 19:30

    Die ÖVP konnte in k e i n e m Bezirk Zugewinne verzeichnen, ebenso die Grünen.
    Die FPÖ hat in k e i n e m Bezirk Verluste gemacht.

    Die ÖVP unter Marek verschreckt die letzten treuen Wähler.

    Auf die internationale Pressse bin ich schon gespannt - dieser "unverschämte Rechtsruck"!!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorRock
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    10. Oktober 2010 19:54

    Ich habe den Verlust der ÖVP mit Genugtuung aufgenommen - obwohl ich dieser Partei ideologisch am nähesten gestanden bin.

    Meine Stimme für die FPÖ am heutigen Tag war fast ausschließlich bundespolitisch motiviert, denn ich habe es satt, dass eine Koalition unter ÖVP Gnaden eine nicht messbare Performance zeigt.
    Die Menschen anlügen ohne Schamesröte im Gesicht, ob der verschleppten Budgeterstellung, das Einnisten in Nichtpositionen, um ja nicht reformieren zu müssen. Das habe ich einfach satt.

    Dazu noch eine Christine Marek, die einen grottenschlechten Wahlkampf geführt hat und deren Differenz zur SPÖ zumindest für mich kaum mehr wahrnehmbar war. Jetzt kommt halt das große Heulen, warum denn die FPÖ so stark geworden ist - vielleicht sollte mal der eine oder andere im Rathaus es wagen, die alltägliche Bereicherung in der Stadt aktiv mitzuerleben und die Probleme auch anzusprechen und dementsprechend tätig zu werden, als sie zu ignorieren oder mit Allerweltsfloskeln ala Hausordnung zu behandeln.

    Durch Ignorieren und Zurücklehnen werden die Probleme nicht gelöst, sondern man überläßt dieses äußerst wichtige Thema einem Strache und sprüht dann auch noch Galle.

    Recht geschiehts ihnen.


alle Kommentare

  1. Wolfram Schrems (kein Partner)
    12. Oktober 2010 15:15

    Zieht man in Betracht, wofür Frau Marek wirklich steht bzw. stand, sind die 13% ja noch ein sehr gutes Ergebnis. Es wird halt noch eine gewisse ÖVP-Nostalgie bei manchen Wählern gegeben haben.

    Bald wird es aber damit vorbei sein. Vielleicht bildet sich schon bald eine echte Bürgerrechtspartei, eine "Volkspartei", die diesen Namen wirklich verdient?

  2. Gennadi (kein Partner)
    12. Oktober 2010 14:09

    Marek beging noch einen schwereren Fehler. Sie lud die linke Islamisten-Elite zum Iftar in die Politische Akademie der ÖVP - und ließ alle nichtlinken Muslime draußen stehen. Das vergessen die nicht.

  3. Elmar Leimgruber (kein Partner)
    12. Oktober 2010 13:49

    Das schlechte Wahlergebnis der ÖVP ist in der Tat einerseits zwar tragisch, andererseits aber die logische Antwort auf pure Lust auf Machtbeteiligung, für die man alles an eigenen Prinzipien zu opfern bereit war.
    Mein Kommentar zum Wiener Wahlergebnis:
    Danke für das klare Aufzeigen der tiefsitzenden (Struktur-)Probleme.
    Mein Kommentar zum Wiener Wahlergebnis:
    http://www.redakteur.cc/die-hoffnung-stirbt-zuletzt/

  4. Marianne
    11. Oktober 2010 17:46

    Ist Herr Häupl wegen seines "netten Äußeren" an erster Stelle?

    • fosca
      11. Oktober 2010 22:42

      @Marianne

      Das war ja hoffentlich nicht wahlentscheidend, obwohl er ein bißchen mehr darauf achten sollte! :-(

  5. A.K.
    11. Oktober 2010 15:14

    Dr. Unterberger schreibt – völlig zu Recht:
    „Natürlich kann sich auch die Bundes-ÖVP da nicht mehr abbeuteln. Ist sie doch etwa mit der Schwulenehe und der Mindestsicherung einen Weg gegangen, der zwar bei manchen Medien, aber nicht bei den konservativen Wählern gut ankommt. Vor allem aber hat die Bundes-ÖVP seit Jahr und Tag in keiner einzigen Frage Kampfbereitschaft und Wissen um die eigene Identität gezeigt.“

    Im Jahre 2007 schrieb ich zu den Perspektiven 2010: (perspektiven2010 auf zukunft.a... » Perspektiven 2010 » Familie und Kinder » Eine Aufgabe für die ÖVP: Gegen falsche „Political Correctness“; 02-22-2007, 12:35)

    Eine Aufgabe für die ÖVP: Gegen falsche „Political Correctness“
    Die ÖVP hat die Wahl in einer kontinuierlichen Entwicklung verloren, weil sie ihre Stammwähler verunsichert hat und weder entschlossen noch fähig war, ihre zentralen Positionen zu vertreten und intelligent zu argumentieren.
    In Europa ist - viel zu wenig beachtet - eine neue totalitäre „Staatsideologie des ethischen Relativismus“ aufgekommen, die alle diejenigen diskriminiert, die an objektive Wahrheit glauben. Diese Ideologie ist eben dabei, das „Prinzip „Toleranz“ in unserem Gemeinwesen zu zerstören. Dem Toleranzprinzip entsprechend haben andere das „Recht zu irren“, was in privater Sphäre das Recht bedeutet, die Freiheit nach eigener Ansicht zu gebrauchen. Deshalb haben aber auch diejenigen, die an objektive Wahrheit glauben, das Recht zu sagen, was sie für Recht oder Unrecht halten. Wer an objektive Wahrheit glaubt, hat zwar nicht das Recht, dies anderen aufzuzwingen, hingegen aber das Recht, diese Meinung vorzubringen. Dem entgegen verlangt der neue „intolerante ethische Relativismus“ – meist in Form der „Political Correctness“, daß man nicht einmal denken dürfe, daß es Richtig und Falsch gibt. Richtig und Falsch werden gegenwärtig als „konservativ-katholische“ Ansichten hingestellt, derentwegen z.B. das EU-Parlament Rocco Buttiglione 2004 als Kommissar für Justiz und Inneres abgelehnt hat. Diese „Political Correctness“ verunsichert leider derzeit viele Menschen mit gesundem Hausverstand. Dazu Beispiele:
    Der Schwangerschaftsabbruch ist in Österreich seit 1975 straffrei, wenn er - nach ärztlicher Beratung - in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft erfolgt. Dieses Gesetz ist 1974 nach harten Kontroversen letztlich nur mit den Stimmen der SPÖ beschlossen worden. Widerstand gegen dieses Vorhaben kam von ÖVP und FPÖ sowie von der Katholischen Kirche. Auf Seiten der Abtreibungsgegner war durch die "Aktion Leben" eine Unterschriftenaktion gegen die SPÖ-Pläne mit 800.000 Unterzeichnern vorausgegangen. Das 1975 durchgeführte Volksbegehren erhielt knapp 900.000 Unterschriften. Den Gegnern der Fristenlösung ist es leider nur gelungen, "flankierende Maßnahmen" durchzusetzen.
    Dem richtigen(!) langjährigen Widerstand der ÖVP gegen die Fristenlösung würde ein Ehrenmal gebühren. 2006 ist es aber nun soweit gekommen, daß die Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) die Fristenlösung gegen Ewald Stadler verteidigt! Bisher hat doch zur Verteidigung der Fristenlösung, also für Falsches, die ÖVP von ihren Wählern keinen Auftrag erhalten! Sind ehemalige Volksbegehrenunterzeichner nun extreme Rechte geworden, nur weil die FPÖ dieses Thema aufgegriffen hat?
    Die demographische Entwicklung - nicht zuletzt auch durch Abtreibungen verursacht - in ganz Europa führt zur Vergreisung unseres Kontinents und damit einhergehender teilweise problematischer Zuwanderung. Es wäre doch Aufgabe der ÖVP gewesen einen Schutz gegen „ethischen Relativismus“ in Form der Fristenlösung zu bieten. und so ihre Position bei – über „konservativ-katholische“ hinausgehenden - Wählerschichten zu vertreten und intelligent zu argumentieren.
    Vom Kulturstadtrat und der Frauenstadträtin in Wien ist ein „Zeichen in die Zukunft und gegen die heutige Diskriminierung der Homosexuellen“ zu setzen geplant. „Political Correctness“ verpflichtet scheinbar, nicht nur die Rechte der Homosexuellen zu respektieren, sondern zu denken, Homosexualität sei in sich ethisch positiv. Man kann sich schwer des Eindrucks erwehren, daß hingegen negative Urteile über Ehe und Familie von den Massenmedien problemlos akzeptiert werden. Von Seiten der SPÖ und Grünen werden Patchwork-Familien und Singles gefördert, statt funktionierende Familien - die durch Kinder für die Lebenskraft unseres Staates sorgen - zu unterstützen. Wo, wann zuletzt, ist letztere Position von der ÖVP intelligent vertreten worden?
    Ein erster Lichtblick bezüglich eines neuen Aufbruchs gegen falsche „Political Correctness“ kam kürzlich von Franz Karl (ÖVP), Mitglied der Bioethikkommission für die Bundesregierung. Er kritisiert nämlich den Obersten Gerichtshof, der einen Arzt in einem speziellen Fall dazu verurteilte, einer Frau lebenslang Schadenersatz zu leisten, was implizit besagt: Behinderte Kinder sind ein Schaden, sind "lebensunwert", gehören jedenfalls abgetrieben. Franz Karl meint: Ärger war es zwischen 1938 und 1945 auch nicht. – Er spricht somit klar von Richtig und Falsch, einer Unterscheidung, die von der ÖVP, in den letzten Jahren, als Aufgabe vernachlässigt wurde.

  6. Stachel (kein Partner)
    11. Oktober 2010 11:38

    Wie lernunfähig die ÖVP ist, hat man gestern gleich nach der Katastrophe gesehen: da haben die (Bundes-)ÖVP-Granden gleich gesagt, man werde sozusagen zu neuen Ufern aufbrechen - natürlich MIT Christine Marek an der Spitze. Also ein programmiertes neuerliches Desaster.

  7. SOKs (kein Partner)
    11. Oktober 2010 10:36

    Nix Neues in Absurdistan.
    Alles was monatelang hier diskutiert wurde ist auch eingetreten. Hier tummeln sich nicht Wahlspezialisten oder großartige "Meinungsforscher", sondern stinknormale Mitbürger des Landes. Alle haben das Ergebnis vorausgesehen.
    Und wie soll es weitergehen in einem Land der untergehenden Sonne?
    Österreich gibt sich auf
    Wer ist denn Österreich?
    Die Mareks (Frauen an die Front, dann gehts schneller) - ohne Konzept und auch nur ein Quäntchen Hirnsubstanz
    Die Glawischnigs (Frauen an die Front, dann gehts schneller) - klares Konzept zur Mutation des Menschen zu Rindvieh
    Die Prölls (Dodel an die Front, dann gehts schneller)
    Konservative (Dodeln an die Front, der größte Dodel wird ihr Führer, dann gehts schneller kaputt).
    Belohnung für die Mareks, Glawischnigs, die Prölls? Jetzt erst recht in Führungsposition, warum sollen wir so lange warten, bis Österreich abgeschafft wird?

  8. socrates
    11. Oktober 2010 10:26

    Die ÖVP geht munter dem Untergang entgegen. In einem Land mit konsevativer Mehrheit ist das gar nicht so einfach. Von den ursprünglichen 3 Bünden blieb nur mehr die Struktur. Die Bauern hat die Agrartechnik und der Wirtschaftsbund fast vernichtet, den ÖAAB der Wirtschaftsbund. Tch habe in diesem Blog schon gesagt: Das werden immer weniger Wähler, 13% werden es wohl werden (auch im Bund).
    Die SPÖ pflegt ihre Klientel, die ÖBB, die Wiener Betriebe, die Hausmeister (neu), die Landesangestellten, die Gemeindebauten, die Baufirmen, usw.
    Die ÖVP ging, seit Schüssel - Haider gegen Beamte, Lehrer, Bundesheer Kirche normal, kurz gegen alle die viele Stimmen bringen vor. Ja, eine Pensionsreform ist notwendig, aber wenn sie nur die schwarze Klientel trifft, dann wird man halt: Ö zuerst wählen. Jeder gute Lehrer wird in Bayern pragmatisiert und bekommt 30% mehr, die schlechten Politniks bleiben. Die Migranten drücken die Löhne, aber wählen tun sie rot. Eine leistungsorientierte Bildungsreform wird verweigert. Sie bringt kein Sofortgeld in der Wirtschaft und ist gut zum Handeln mit der SPÖ.
    Jedes Gesetz das beginnt mit : An alle meine Völker............. ist gut.
    Jedes Gesetz, das für alle Menschen gilt, ist gut.
    Wenn alle 45 Jahre gearbeitet haben, kann man über das 46. Jahr reden.
    Wenn der Verkehr Geld bringt statt kostet, ist er gut.
    Ansonsten wird man, trotz Nachteilen, die FPÖ wählen, sie ist allemal lernfähiger und -bereiter als die Altparteien.

  9. Tertullian (kein Partner)
    11. Oktober 2010 10:18

    wofür die ÖVP steht, wissen nicht mal mehr unverbesserliche Getreue
    christlich-wertkonservativ ist längst vergessen
    fortschrittliche, schicke salonlinke Globalisten, leichten intellektuellen Kalibers (Hahn, Karas; wer ist eigentlich Marek?) machen Karriere - echt GEIL!

  10. Charlotte
    11. Oktober 2010 08:49

    Auch nach der Wien-Wahl beteuert Christine Marek (ÖVP?) -in passender roter Kleidung-, nur Gemeinsamkeiten mit der SPÖ zu haben aber keine mit der FPÖ.

    Die Wähler haben das auch so gesehen und dementsprechend entschieden.

  11. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    11. Oktober 2010 08:28

    Der bemerkenswerteste Aspekt des VP-Ergebnisses wurde von Unterberger leider nicht thematisiert. Erstmals fand im großen Ausmaß eine Wählerbewegung von der ÖVP zur FPÖ statt (Wählerstromanalysen sprechen von 20.000). In vergangenen Wahlen war dieser Austausch vernachlässigbar, da wechselten die ÖVP-Wähler nur zu Rot und vor allem Grün.

    Damit dürfte die FPÖ den Sprung von der Unterschichtpartei, die sich fast ausschließlich mit der SPÖ matcht, zu einer größeren Breite geschafft haben. Eine Analyse, was da dahintersteckt, dürfte allerdings nicht trivial sein.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      11. Oktober 2010 13:53

      Also bei der letzten NW hat die SPÖ sehr viel an die FPÖ und die ÖVP sehr viel an das BZÖ verloren. Da in Wien das BZÖ halt nicht wirklich existent ist, haben die paar frustrieren ÖVPler halt auch den Strache gewählt! Für mich eine triviale Analyse (daher vielleicht auch falsch :p)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Oktober 2010 14:03

      Ich find's eben nicht so trivial, weil höher gebildete Schichten nie sonderlich für die FPÖ empfänglich waren.

      Aber vielleicht haben die höher gebildete Schichten schon längst der ÖVP den Rücken gekehrt, aber da wissen die zahlreichen schwarzen Parteigänger hier sicher mehr darüber zu sagen.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      11. Oktober 2010 14:11

      Wer sagt Ihnen, dass der Wählerstrom hauptsächlich aus gebildeten ÖVPlern bestanden hat? Von den gültigen Stimmen haben die Grünen und Schwarzen einen weit höheren durchschnittlichen Bildungsgrad als SPÖ und FPÖ, dass ist unbestritten. (nur 7% aller Arbeiter in Wien haben Schwarz oder Grün gewählt ;)) Meiner Meinung nach sind die meisten wirklich klugen und gebildeten allerdings Nichtwähler (zusammen mit der ungebildeten Unterschicht!)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Oktober 2010 15:21

      Zugegeben, ich unterstelle dabei, dass die ÖVP-Wählerschaft im urbanen Millieu höher gebildet ist.

    • Kurt22
      11. Oktober 2010 15:29

      Liebe Leute, den FPÖ-Wähler als dummen, unterschichtigen, bildungsfreien Hackler darzustellen, das macht schon der ORF und einige g´scheite Journalisten und Meinungsforscher. Selbst wenn Sie (wahrscheinlich) mich zu diesen Schichten zählen, wenigstens kenne ich etliche Leute mit sehr hohem Bildungsniveau, die auch Blau gewählt haben. Also, auch das funktioniert nicht mehr, außerdem ist es eh schon zu spät, oder haben Sie noch ein paar Wahlkarten im Talon?

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      11. Oktober 2010 16:32

      @STF: Ahh, da liegt der Hund begraben!
      @Kurt22: Es gab schon immer jede Menge xenophobe Ärzte und Rechtsanwälte, die sich von der FPÖ vertreten gefühlt haben!

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      11. Oktober 2010 16:34

      PS: Ob man diese gebildeten Wähler mit dem Geilomobil dieses Mal gut erreichen konnten, bleibt die offen Frage ;)

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Oktober 2010 18:16

      Lieber Kurt22, es geht hier um Statistik, nicht um Sie. Sie haben bestimmt eine Untersuchung parat, die über Ihr persönliches Umfeld hinausgeht, wie groß der Anteil der höher gebildeten an den FPÖ-Wähler ist? Oder eine Erkärung für den nachweislich fruchtbarern Wähleraustausch zwischen SPÖ und FPÖ? Hohe Bildung?

    • fosca
      11. Oktober 2010 22:27

      @STF um 8:28

      "Erstmals fand im großen Ausmaß eine Wählerbewergung von der ÖVP zur FPÖ statt...."

      Unsinn zum Quadrat, denn schon unter Haider mußte die ÖVP viele Wählerstimmen an die FPÖ abtreten und wurde im Jahre 2000 eben nurmehr Dritte, wie uns noch allen in Erinnerung sein dürfte.
      Bedeutet doch nichts Anderes, daß wenn ÖVP-Wähler frustriert sind, sie keinesfalls die Sozis wählen und das ist gut so.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      12. Oktober 2010 07:56

      Vielleicht sollte ich "erstmals unter Strache" hinzufügen. Haider war sicher, zumindest in seinen letzten bundespolitischen Jahren, eine integrativere Figur.

      Aber bis dahin braucht Strache noch ein paar Jährchen, so er es überhaupt schafft. Strache ist halt wie Haider mit 40 auch war.

    • Undine
      12. Oktober 2010 20:24

      @Schnabeltierfresser

      Als die FPÖ noch eine kleine Partei war, nannte man sie (heimlich) die Partei der Anwälte, Architekten, Apotheker und Ärzte. Der Akademikeranteil war also sehr hoch. Wenn eine Partei größer wird, werden die Akademiker in ihren Reihen prozentuell weniger, ist doch logisch, Sie Schlaumeier.

  12. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    11. Oktober 2010 08:15

    Süß, die Niederlage Busek umzuhängen, der ja doch nur das beste ÖVP-Gemeinderatswahl-Ergebnis seit dem 2. WK zu verantworten hat.

    • brechstange
    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
    • schreyvogel
      11. Oktober 2010 12:14

      So schaute das "Wunder" Busek aus:

      Landesparteiobmann Wien 1978-1989 :
      - Gemeinderatswahlen 1978 ÖVP 33,8%, 1987 28,4%

      Bundesparteiobmann 1989-1995 :
      - Nationalratswahlen 1990 ÖVP 32,1%, 1994 27,7%.

      Er verließ die Politik, weil dem Vernehmen nach "zu intelligent für einen Politiker" war.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Oktober 2010 13:02

      Erstens war von Wunder nicht die Rede. Buseks 83er-Ergebnis war trotzdem bemerkenswert. Und auch vom 87er-Ergebnis können alle Nachfolger seither nur träumen.

      Zweitens, den Vergleich Landes- und Bundesparteiobmann finde ich unpassend. Dass man bei der Landbevölkerung mit so jemanden wie Busek nicht reüssiert, ist sicher kein Wunder. Andererseits hat der Riegler Pepi da auch keine Wunder vollbracht 3 Jahre später. Und der Wolfi Schüssel 5 Jahre später erst recht nicht.

      Mein Schluss: die ÖVP ist am Sand, eigentlich wurscht, wer vorne ist.

    • socrates
      11. Oktober 2010 15:31

      Am meisten weint rot + grün um Busek. Wir (MINT) kannten ihn als chaotischen Frauenheld, er sei Ihnen geschenkt. Dann können Sie seine sinnlosen Institute und Pfründe zahlen.

    • Kurt22
      11. Oktober 2010 15:31

      Jetzt hat die ÖVP ordentlich abgebissen, Unterberger schreibt und beschreibt es, und der STF ist noch immer nicht zufrieden.

  13. Geldfux
    11. Oktober 2010 00:28

    Ja Andreas Unterberger hat mit der Aufzählung der grandiosen Fehler von Frau Marek Recht! Das beste an dieser Niederlage ist noch, dass mit diesem Wahlergebnis gezeigt wurde, dass Josef Pröll auch gescheitert ist. Mit Pröll an der Spitze der ÖVP kann sich die ÖVP nur zu einer klerikalen Bauernbund Partei entwickeln, die es auch in anderen EU-Ländern gibt.Ziel ist nun die kleine 15% Partei, die mit Erntefesten und Fronleichnamsprozessionen ihre Aufgabe am besten und fröhlichsten erfüllt.

    • black (kein Partner)
      11. Oktober 2010 07:53

      @ Geldfuchs: "Ziel ist nun die kleine 15% Partei, die mit Erntefesten und Fronleichnamsprozessionen ihre Aufgabe am besten und fröhlichsten erfüllt."

      Ihnen ist die ÖVP nur vage bekannt. Katholisch ist dort keiner mehr. Der Erzkonservative Andreas Khol und sein Bruder Busek arbeiten hart daran, den Einfluss der Kirche auf das öffentliche Leben einzuschränken oder ganz auszuschalten (Laieninitiative). Diese Herrn hätten gegen die Homo-Ehe auftreten können, weil diese sich mit der HL. Schrift nicht vereinbaren lässt (auch nicht mit dem Koran oder der Tora). Sie hätten sich gegen die Pille danach einsetzen können, weil das Verarbeiten von Embryos zu Geschnetzeltem nicht katholisch ist und auch gegen die mosaischen 10 Gebote verstößt. Khol & Busek tun nichts dergleichen.

      Die gegenwärtige ÖVP wendet sich aggressiv gegen ihre christlichen Wurzeln. Die ÖVP folgt hier der CDU (Berliner Erklärung).

    • byrig
      11. Oktober 2010 23:37

      ja,black-die övp wendet sich mit ihren führungsleuten gegen ihre christrlichen wurzeln-vonmiraus sogar aggressiv,wie du beschreibst.mit der erwähnung khols und buseks hast du 2 namen gebracht,die allerdings bedeutendend(leider!!) sind.

      was mich-als eher religionsfernen,aber die religion schätzenden-viel mehr trifft,ist,dass die övp dabei ist,den status einer bürgerlichen partei zu verlieren.einer bürgerlichen partei mit einem geschichtsbewusstsein,das diese partei auch vertritt.
      sollte nur die fpö vertreten,dass österreich zum deutschen kulturkreis gehört?
      sollte nicht auch die övp(und damit ihre völlig verantwortungslose teilorganisation wirtschaftsbund zügelnd) sagen,wir wollen begrenzte zuwanderung,nicht zuletzt in hinblick auf eine entwicklung,wo unsere enkel die minderheit sein werden?

  14. Wolfgang Bauer
    11. Oktober 2010 00:27

    Die ersten Reaktionen der Schwarzen lassen Böses ahnen: Es sollen jetzt die Sparnotwendigkeiten "doch nicht so gravierend sein", damit man niemand weh tut!

    Das ÖVP-Stammwähler-Vertreibungsprogramm geht also erst richtig los.

    Und das Industrie-Vertreibungsprogramm ist schon im Gang. Die Mindestsicherung wird bald wieder sinken müssen.

    Wer sagt den Menschen eigentlich jetzt, wie bald die großartigen Sozialleistungen alle nicht mehr zahlbar sein werden?

    Und Hundsdorfer denkt inzwischen nach, ob er 2014 schon leicht an der Hacklerregelung justieren wird können und dürfen. Der Verfassungsgerichtshof denkt über eine Vertiefung des Vertrauensschutzes nach.

    Und die Gewerkschafter verlangen kürzere Arbeitszeit und mehr Geld.

    Und Khohl, Blecha, Tumpel, Hundsdorfer und Foglar glauben nicht, dass langfristig der BIP-Wachstumsschnitt durchaus auch nur bei 1,5% liegen könnte.

    Und Hundsdorfer meint, sich bei der Pensionssicherungsfrage nicht gern mit so langen Zeiträumen wie bis 2040 und so beschäftigen zu wollen.

    Ein letzter Appell an die ÖVP, die eigentlich für die Umkehr zuständig wäre:
    Besinnt Euch, aber schnellstens und radikal!!

  15. Stachel (kein Partner)
    11. Oktober 2010 00:25

    Nicht Erhard Busek dürfte der böse Geist der ÖVPsein- was hat er Ihnen denn getan, daß Sie ihn so mit Haß verfolgen- sondern es ist u.a.die unklare Linie der ÖVP in der Türkeifrage die maßgeblich verärgert. Der Besuch des Außenministers in der Türkei samt Kotau
    "Österreich wird weitere Verhandlungen über die EU-Mitgliedschaft nicht behindern" führt zum Frust der Stammwähler. Nebenher ist die Organisation der ÖVP jämmerlich und in Zwischenwahlzeiten nicht vorhanden. Wieso sich die ÖVP ein Bündesystem leistet ist unerklärlich, die Bünde sind in der Öffentlichkeit ebensowenig präsent wie die ÖVP im Ganzen. Und der Draht der Wirtschaftskammer zur Stadtverwaltung ist zwar nützlich für die Wirtschaft, aber nicht für die ÖVP.

    • Gerald (kein Partner)
      11. Oktober 2010 10:40

      Das Gekrieche Spindeleggers um die EU-Anwartschaft der Türkei hat beim ÖVP-Debakel wohl keine große Rolle gespielt. Schuld war da vor allem Mareks SPÖ-Kriecherei. Wer die SPÖ abwählen wollte, brauchte sein Kreuzerl gar nicht erst bei Schwarz (und Grün) machen, da Marek schon von Anfang an lauthals verkündet hatte eh sofort ins Koalitionsbetterl mit Häupl zu springen und sie nie und nimmer mit der FPÖ koalieren würde. Eine Spitzenkandidatin die sich derart für einen Posten prostituiert ist unwählbar. Sinnbildlich für die Schleimerei war ja das Häupl-Plakat. Ein auf jugendlich und fit getrimmter Häupl mit dem Slogan frischer Wind für Wien. Ich dachte zuerst: "Aha die SPÖ-Wahlwerbung ist angelaufen." Dann sah ich rechts oben das ÖVP-Logo und suchte nach dem versteckten Gag. Doch da war keiner! Die ÖVP plakatiert den Spitzenkandidaten der SPÖ und findet das erfrischend, wie viel tiefer kann eine Partei noch sinken? Tüpfelchen auf dem i war dann noch das unterirdisch peinliche Geil-o-Mobil.
      Die ÖVP versuchte mit SPÖ-Arschkriecherei sowie inhalt- und niveaulosen Spaßthemen Wahlkampf zu machen, anstatt klarzustellen wofür die ÖVP steht. Genau diese Beliebigkeits-Linie hat mit dem "Internationale" singenden "bunten Vogel" Busek begonnen und fand nun mit Marek einen hoffentlich endgültigen aber wahrscheinlich leider nur vorläufigen (denn die Dame hat ja gleich gedroht nun 5 Jahre zeigen zu wollen was sie kann) Tiefpunkt. Ich hoffe die ÖVP-Wien besitzt noch soviel Selbstreinigungskraft, aber mit den grokonellen Kuschlern Pröll&Pröll die jetzt das Sagen in der ÖVP haben (und Marek war ja Prölls Kandidatin), sind die Hoffnungen gering.

  16. Brigitte Imb
  17. terbuan
    10. Oktober 2010 22:55

    amtsbekannt, rock und bart!
    Ihr habt die Misere auf den Punkt gebracht, dafür Lob und Anerkennung, die ÖVP ist keine wählbare Partei mehr und die Neugründung einer neuen Bewegung oder Partei ist überfällig!!! Nicht rechts von der Mitte oder irgendwie sondern einfach nur ehrlich, anständig und nachhaltig zukunftsorientiert!
    Den Österreichern muß endlich einmal klar gemacht werden, dass sie die Rattenfänger gewählt haben und weiterhin wählen, die nur in die eigene Tasche arbeiten und nicht zum Wohle des Landes!

    • Cassius
      10. Oktober 2010 23:25

      Wie sollte sich das jemals ändern?

    • efrinn
      11. Oktober 2010 01:39

      @ terbuan
      Ohne radikale Änderung, wie sie Wolfang Bauer weiter oben beschrieben hat, wird es nicht gehen. Und die sicher gut gemeinten Worte von ehrlich und anständig sind zu weich. Dazu ist eine Profilierung notwendig und eine Besinnung auf tradierte Werte - und dann ist eine Position rechts der Mitte notwendig. Denn die Mitte ist ganz schön weit nach links abgerutscht.

  18. Steuerzahler (kein Partner)
    10. Oktober 2010 22:52

    Am Besten wird wohl Strache mit diesem Ergebnis leben können, leider lässt man ihm nicht!

    Aus eigener Kraft nicht stark genug, aber immerhin die Absolute der ROTHAUS-MAFIA gebrochen, erspart er sich jetzt dieses sozialistische Chaos “WIEN” aufräumen zu müssen!

    Leider werden weder Rot/Schwarz noch Rot/Grün in der Lage sein erhobenen Hauptes aus ihrem selbst angerichteten Sumpf wieder heraus zu steigen!

    Eine Wahlbeteiligung von unter 60% läßt allerdings nichts Gutes für diese noch vor kurzem blühende Stadt erahnen.

    Sind es die Plitikverdrossenen die nicht wählen?

    Oder die in Wien schon bald 40% mit Mohammedaner- und Ziegeunerhintergrund, noch ruhigen eingebürgerten “neuen” (?) Wiener/Österreicher?

    In fünf Jahren wird sich das Verhältnis vermutlich schon geändert haben.
    Und dann?
    Wie werden die neuen Herren mit den alten dann umgehen?

    Eine neue Partei, welche endlich diesen mafiosen Sumpf “Wien” trockenlegt, ist leider nicht in Sicht.

    Die Wiener wählen sich ihre eigene Abschiebung in eine Asyltraumwelt!

  19. M.U. Shrooms (kein Partner)
    10. Oktober 2010 22:48

    Habe eben im örf den Beginn der Diskussion gesehen, natürlich gleich abgeschaltet. Da sitzen die Journalisten und beurteilen wieder einmal das Volk, das nicht kapiert, obwohl sie ständig erklären, wie es richtig geht.

    Abgehoben und überflüssig, und die Föderl-Schmid übertrifft die Thurnher an Überflüssigkeit bei weitem.

    • M.S.
      10. Oktober 2010 23:09

      Sieben (rote) Spitzen von Journalisten und Politologen erklären den Wienern warum sie so gewählt haben wie sie gewählt haben.

    • S.S. (kein Partner)
      10. Oktober 2010 23:13

      Den feschen Rainer bitte nicht zu vergessen...Keine Aufmerksamkeit mag er glaub ich nicht ;))

    • Cassius
      10. Oktober 2010 23:23

      -- Haben Sie da so einen Alarm, der Sie vor besonders Schwachsinnigem warnt?

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. Oktober 2010 00:05

      Ganz lieb waren auch die Grafiken, die das Verhalten von gesellschaftlich Wertvollen erklärten (Frauen, Migranten, Erstwähler und so). Da war überall die SP vorn und fast die grünerln.

      Lieb auch, wie sich die Thurnher beim SZ-Korrespondenten andiente und die Standard-Föderl ihm auch gleich einen Tipp gab, was er schreiben könne. Mit Ratschlägen, wie man was zu sehen hat, leben soll und so ist die papiergewordene Tendenz, der St. Andard, ganz gross.

    • Freiner Martin (kein Partner)
      11. Oktober 2010 00:20

      ich hab fast bis zum ende duchgehalten...
      der rainer würd "mehrere kisten wein verwetten" das die spö mit den schwarzen koalieren wird, die fpö hat laut spezialstatistik bei den jungen wählern stark verloren und das mit der abschaffung der Wehrpflicht hat net funktioniert, weil propaganda braucht mindestens 14 tage um zu funktionieren .... oder so ähnlich.
      eine sinnloses PC Neusprech orgie

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      11. Oktober 2010 00:24

      Dass die FP eigentlich die VerliererIn der Wahl ist dachte ich gleich schon beim Zuschauen. Das war eine Runde von Durchblickern, keine Frage.

      Hat nicht Brecht gesagt: Wenn die Journaille mit dem Volk unzufrieden ist, soll sie sich ein eigenes schreiben?

  20. Brigitte Imb
    10. Oktober 2010 22:37

    Pröll wird es angesichts dieses Ergebnisses einen größeren Brocken zu schlucken haben als Faymann, bzgl. des Verfassungsbruches mit der Budgetverzögerung hat er lediglich der SPÖ zu dienen versucht und dafür gebührt ihm und der ÖVP wirklich eine saftige Strafe.
    Diese ÖVP Konstellation soll sich in Auflösung begeben und Leuten mit Anstand in der Partei die Möglichkeit zur Reformierung geben. Jedoch scheint die Personaldecke diesbezgl. recht dünn zu sein. Ansonsten "Gute Nacht" ÖVP - auch beim Wähler gilt: "S´Bacherl find´t an andern Weg".

    • Rosi
      10. Oktober 2010 23:01

      Ist vielleicht gar nicht so unabsichtlich von der SPÖ, daß der Pröll Junior für die Budgeterstellungsverschleppung viele schwarze Punkte bekommt. Würde mich wenig wundern, wenn die SPÖ letztendlich wenn es hart auf hart geht nicht am lautesten schimpft ...

    • Brigitte Imb
      10. Oktober 2010 23:34

      Der Kleinpröll tut mir gar nicht leid, denn denken sollte er können, die Vefassung sollte er kennen und die Werte der Konservativen nicht "verlinken".
      ´S kann ruhig saftige Watschn für ihn regnen, denn er trägt wesentlich am Verrat der Christdemokraten bei.

    • brechstange
      11. Oktober 2010 08:39

      @rosi
      Natürlich lässt sich Pröll, der Narr, von den Roten den Schwarzen Peter umhängen. Dem Bundespräsidenten ist die Verfassung inzwischen eh so wichtig.

    • Rosi
      11. Oktober 2010 09:35

      So eine unreflektierte Handlungsweise ist halt irgendwie doch bemerkenswert...

      Aber ich kann Ihnen beiden nur zustimmen!

    • Josef Maierhofer
      11. Oktober 2010 10:08

      Ob Dr. Schüssel sich diesen Saustall noch einmal auszumisten sich antut, ich fürchte, nein.

      Österreich aber würde ihn brauchen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Oktober 2010 21:06

      Schüssel tut sich unter Garantie nicht an, nach 99 und 06 eine dritte Watsche vom Wähler zu riskieren, die sich gewaschen hat.

  21. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    10. Oktober 2010 22:24

    Danke, dass wir Ihre geniale Analyse als Nichtspender ohne 24h Verzögerung genießen dürfen! Verraten Sie uns jetzt auch, wem Sie gewählt haben?

  22. Johann Scheiber
    10. Oktober 2010 21:59

    Das nette Äußere und Wesen Marek steht in http://www.orf.at/ neben dem netten Äußeren und Wesen Häupl.
    Farblich sind sie nicht nur wesensmäßig, sondern bereits auch äußerlich harmonisiert.

  23. fosca
    10. Oktober 2010 21:55

    Richtig, das kommt davon, wenn man - anstatt sich scharf abzugrenzen - versucht, die SPÖ links zu überholen.
    Die ÖVP hat immer noch nicht begriffen, daß linke Themen durch Rot-Grün sowieso schon ÜBERbesetzt sind und daher nur ein konsequent wertekonservativer Kurs einen echten "Gegenwind" darstellen kann.
    Aber seit Hr. Busek die "Internationale" bei der SPÖ mitgesungen hat, will sich die ÖVP nurmehr mittels eines fast schon selbstmörderischen Kuschelkurses mit Rot ins bequeme Koalitionsbett legen. Das kann nicht gut enden! :-(

    • terbuan
      10. Oktober 2010 22:04

      die armen alten busekianer hören halt von ihren kindern und enkelkindern, dass so etwas "in" und "cool" sei, das induziert zwanghaftes annähern an stimmenverdächtiges wählerpotential, nur leider, die schiene ist schon überbesetzt und ausgelutscht!

  24. terbuan
    10. Oktober 2010 21:52

    Interessant, der erste Blog, wo auch Nichtpartner ohne Vorankündigung vor Ablauf von 24h Stunden zugelassen sind, irgendwie merkwürdig?

    • RB (kein Partner)
      10. Oktober 2010 22:12

      Entweder ist ein technisches Missgeschick oder eine besondere
      Freundlichkeit von AU, dass er bei diesem so aktuellen Thema eine
      Ausnahme gemacht hat. Mich hat es gefreut.

    • terbuan
      10. Oktober 2010 22:17

      RB
      Ich freue mich mit Ihnen, es ist eine Bereicherung des Forums aus aktuellem Anlaß!

    • Undine
      10. Oktober 2010 22:34

      @RB

      Sie sind aber auch das Gegenteil von einem Troll! :-)

    • Brigitte Imb
      10. Oktober 2010 22:46

      Angesichts der Brisanz dieses Themas, halte ich dies durchaus für Absicht und finde das sehr positiv.Keine starre Blogführung - super.
      Die Trolle schreiben ohnehin ziemlich zurückhaltend - wahrscheinlich sind sie mit "feiern" beschäftigt.

    • Keiner Franz (kein Partner)
      11. Oktober 2010 00:30

      das ist weniger merkwürdig, als vielmehr ein gewinn für alle!

  25. terbuan
    10. Oktober 2010 21:49

    Parteien wie ÖVP und CDU haben es mit ihrer Politik ermöglicht, dass Menschen in ihrer eigenen Heimat in "rassistischer Weise" verunglimpft, verfolgt und beleidigt werden!
    Kein Wunder, dass diese Parteien von werteorientierten Menschen immer mehr verabscheut und abgewählt werden!
    Und die SPÖ im roten Wien? Ohne Wahlkartenauszählung ergibt sich folgendes Bild: Bei 56,6% Wahlbeteiligung haben 44,1% die SPÖ gewählt,
    d.h. 24,9%, also nicht einmal ein Viertel der Wiener hat diese Partei in der ordentlichen Wahl gewählt. Und diese Partei wird uns weitere Jahre mit Hilfe der Steigbügelhalterin ÖVP diktatorisch regieren, belügen und betrügen!
    In anderen Staaten, wo Menschen noch ihren politischen Verstand gebrauchen, wäre das ein Anlaß für eine Revolution!
    Aber mit Brot und Spielen, Geschenken auf Pump und einer gekauften Presse wird sich das sicherlich noch vorläufig verhindern lassen!
    Aber wer weiß, wie lange noch!

  26. black (kein Partner)
    10. Oktober 2010 21:34

    Von den 13%, auf die die ÖVP-Wien heute immerhin gekommen ist, haben wiederum nur 20% die ÖVP aus "Überzeugung" gewählt. Der überwiegende Rest hat diese rückgrat- und sinnlose Pipifax-Partei aus reinem Mitleid, aus Sachzwängen oder Kumpanei gewählt. Ab jetzt braucht man auf solche Aspekte keine Rücksicht mehr zu nehmen. Die totale Belanglosigkeit dieser Sumpftruppe ist hart erworben.

    Das Café di Gio hat übrigens noch offen, Busek und Hahn logieren dort und feiern ihren Erfolg (natürlich auf Kosten der Steuerzahler): Prost!

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      10. Oktober 2010 23:07

      Servus, black!
      Die totale Belanglosigkeit dieser Sumpftruppe ist ...
      hart erworben, sagen Sie?
      Weich erstorben, sag' ich.

  27. Johann Scheiber
    10. Oktober 2010 21:28

    ".......in keiner einzigen Frage Kampfbereitschaft und Wissen um die eigene Identität gezeigt."

    Deswegen ist mir von allen Löwingers der Paul immer noch der Liebste: Er hat immer sein Letztes gegeben und auch seine Herkunft nie verleugnet.

  28. S.S. (kein Partner)
    10. Oktober 2010 21:21

    Jetzt trudeln auch die ersten BV-Ergebnisse ein:
    http://www.wien.gv.at/wahl/NET/BV101/BV101-109.htm

    Im "Cafe di Gio" eigentlich schon Sperrstunde? ;)

  29. Cassius
    10. Oktober 2010 20:58

    Das politische Parteienangebot für Konservative ist erbärmlich bis nicht existent.

    Wen meinen Sie, Herr Dr. Unterberger, mit "nettes Äußeres und Wesen"?

  30. j.r.tm (kein Partner)
    10. Oktober 2010 20:56

    da macht es sich einer sehr einfach!

    tatsache ist - in den "bürgerlichen" bezirken sind die roten überraschend stark

    die fpö hat vor allem in den arbeiterbezirken simmering etc. abgeräumt

    der fpö braucht die partei echt nicht nachlaufen, das ist sinnlos.

    interessanter ist das holländische beispiel: dort ist eine partei stärkste geworden, mit der kaum wer vorher gerechnet hat
    an dieser partei sollte sich die övp orientieren

    p.s.
    die abschaffung der erbschaftsssteuer etc. hat nix mit politik für leistungswillige zu tun

    zu einer wertkonservativen partei gehört auch, dass man anständig ist - da hatte ich bei der övp zuletzt immer größere zweifel (siehe burgenland, sie positionierungen die zu oft gegen transparenz hinauslaufen)

  31. Ritter vom Kapall
    10. Oktober 2010 20:55

    Daß Josef Pröll diese Katastrophe zu einem großen Teil zu verantworten hat, ist eine richtige Erkenntnis von Dr. Unterberger. Ich denke aber, wie ich bereits vor einigen Tagen hier und andern Orts festgehalten habe (dies Bemerkung nur, damit es nicht heißt nachher sind alle klüger), daß es vor allem die falsche Positionierung von Christine Marek gewesen ist. Pröll hat hier eine Truppe von Ernst-Strasser-Leuten ans Ruder gesetzt, die fern jeglicher ideologischen Orientierung - sowie Ernst Strasser stehen sie nur für sich selbst -, die auch einen grandiosen Dilettantismus gezeigt haben - allein das Häupl-Plakat war Signal genug für diese Erkenntnis.

    Daß das Ergebnis eine visionslose Präsentation einer orientierungslosen
    Truppe war, bestrafte die Wiener Wählerschaft mit glatter Ignoranz. Ich habe ein schlechtes Ergebnis erwartet, aber dieses war auch in meinen kühnsten Albträumen nicht vorstellbar.

    Vor der eigenen Türe zu kehren und eigene Fehler einzugestehen wäre der einzige Schritt zur Besserung - doch ob solche selbstherrlichen Strasser-Typen dazu fähig sind - ich kann es mir nicht vorstellen.

  32. inside
    10. Oktober 2010 20:38

    Der ORF entblödet sich nicht, weinerlich im Selbstmitleid zergehend, x-mal darauf hinzuweisen, dass das Wiener Wahlergebnis keinen Einfluss auf die Bundespolitik hätte.

    Das klingt so, als ob es 5 verschiedene Bewohnerarten Österreichs gäbe. Die, die bei den GRW zur Urne schreiten, jene, die bei den BVW ihr Kreuzchen machen, die, die bei den NRW als Stimmvieh agieren darf und einige, die bei der BPW abstimmen dürfen und ach ja, der grosse Rest, der sich der Stimme enthält.

    Ich fordere daher die Bundesregierung auf, sehr wohl dieses Wahlergebnis zur Kenntnis zu nehmen und eine Änderung der Politik herbeizuführen ...

    ... und den unfähigen Redaktionsstab im ORF in die Wüste zu schicken!

  33. ProConsul
    10. Oktober 2010 20:38

    Das Wahlergebnis überrascht mich überhaupt nicht, damit war zu rechnen. Es wird sich halt leider nicht viel ändern. Und dass die ÖVP in ihrer bisherigen Hochburg dem 1. Bezirk hinter die SPÖ gerutscht ist, das ist ja nun wirklich ein erbärmliches Armutszeugnis. Wo sind die Bürgerlichen des Ersten alle hin? Wahrscheinlich verläßt schon jeder der kann dieses Wien.

  34. Martin Bauer
    10. Oktober 2010 20:17

    1110 Wien Simmering!!! Ehemals eine Hochburg der SPÖ und 3.grösste Stadt Österreichs:

    1 Restmandate
    Stimmen in Prozent

    SPÖ ÖVP Grüne FPÖ BZÖ KPÖ LIF

    47,94% 7,10% 5,51% 37,14% 0,85% 0,97% 0,49%

    - 12,86% - 3,54% - 1,85% + 18,32% - 0,23% - 0,34% + 0,49%

    • Samtpfote
      10. Oktober 2010 20:22

      Die ÖVP hat in keinem einzigen Bezirk mehr die Mehrheit. Selbst der 1.Bezirk ist pfudschijamma!

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      10. Oktober 2010 21:11

      @samtpfote et al.:

      Der erste Hieb rot? Echt?
      Als ich in Wien studiert hab', in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern (nicht meinen, wie heute üblich, sondern des vorigen Jahrhunderts), wohnte ich bei meiner reichen Tante in der Börsegasse. Katzensprung zur mäßig geliebten Alma Mater Rudolphina.
      Dort hätte man eine Woche lang halb oder ganz tot am (oder im) Tiefen Graben liegen können, ehe man einem Roten begegnet wär'.
      Der war aber vom Roten Kreuz und wählte schwarz.

      I maan, i traam.

    • Brigitte Imb
      10. Oktober 2010 21:46

      Imperator

      http://kurier.at/nachrichten/wahl/ergebnisse/24/detail/901/bezirk

      Wünsche ein angenehmes Election-monitoring.
      LG

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      10. Oktober 2010 23:13

      @Brigitte Imb:
      Vielen Dank für Ihren Trost, und liebe Grüße!
      Aber die Wiener können nimmer bei Trost sein, wenn ich das richtig versteh'.

    • SOKs (kein Partner)
      11. Oktober 2010 11:06

      to: Brigitte Imb Waren Sie schon mal am Abend im ersten Bezirk. Insbesondere Richtung Schwedenplatz? Wien heute. Wochentags um 2h früh? fast lauter besoffene Kinder um die 15, 16 Jahre.

    • Brigitte Imb
      11. Oktober 2010 15:47

      @SOKs

      Die 16 jährigen zählen doch sicher zu den "Reifen", die dürfen doch bereits wählen.
      Außerdem, würden die von ihren Eltern angehalten zuhause zu bleiben, täten sich viele Linksgrüne gleich ereifern gegen diese unfreiwillige Anhaltung und womöglich die Eltern verklagen.

      Da ich keine Wienerin bin kenne ich den Schwedenplatz um diese Zeit nicht, aber es gibt reichlich andere Bestätigung über die Verlotterung unserer Gesellschaft.
      Wir können auch bereits in ländlichen Gegenden Alkohol - u. Drogenexzesse Jugendlicher beobachten, jedoch scheint hier die Welt noch einigermaßen in Ordnung zu sein. Civilcourage ist hier wohl eher vorhanden, als in einer Großstadt, ebenso deren Wirkung.

    • SOKs (kein Partner)
      11. Oktober 2010 16:27

      Brigitte Imb - es gab gerade eine Reifen-Rückhol-Aktion bei GY.

  35. Reinhard (kein Partner)
    10. Oktober 2010 20:13

    So lange die ÖVP sich weigert, ein anderes Programm zu haben als Steigbügelhalter für die eigenen politischen gegner wird sie von immer weniger Menschen für ernst genommen. Als Interessenvertreter von wem wollen sich die Schwarzen positionieren? Ich als kleiner, liberal eingestellter Unternehmer kann keine Position erkennen, die meine Lage in irgend einer Weise ernst nimmt und meine Interessen vertritt.
    Dass sich die Schwarzen nach einem solchen Debakel nicht verschämt zurückziehen und personelle ebenso wie inhaltliche Konsequenzen ziehen ist ein weiterer Beweis dafür, dass dieses abgehobene Parteifeudalhaus jeglichen Realitätssinn und jegliche Bodenhaftung verloren haben. Dass sich immer mehr Bürgerliche in den Armen einer von Wirtschaftskompetenz und Niveau so weit entfernten Partei wie Straches wohlstandsverwahrloster sozialistischer "Schmeißt-alle-Ausländer-raus-und alles-wird-gut"-Truppe mit ihren bei Disco-Schaumparties rekrutierten Jungwählern wohler fühlen als bei den Proponenten von Raiffeisen, IV und WKO sollte bei den Parteigranden alle Alarmglocken schrillen lassen. Aber leider sind die alle stocktaub, denn sie stecken bis zum Hals in schalldichten Körperöffnungen oder haben sich in ihren fetten Pfründen verschanzt.

    Realitätsverweigerung ist aber kein Privileg der Schwarzen, immerhin feiert sich Häupl bereits als großer Sieger, und das nach einer dicken Watschen. Aber bei den Roten gilt ein Verlust im einstelligen Prozentbereich bereits als großer Sieg, der mit Jubelpartys und Konfettiregen gefeiert gehört.

    Was wird passieren? Der Dicke macht weiter, die Blauen werden groß mitreden und dann, wenn es konkret wird, jämmerlich untergehen - und bei der nächsten Wahl tauchen sie wieder ab, zusammen mit der dann restlos zerbröselten ÖVP. Die Roten werden mit den Stimmen ihrer Mihigru-Wähler aufsteigen und die Gruppe der Nichtwähler die 70%-Marke erreichen.
    Außer, es gelingt einer neuen Partei, die Mitte anzusprechen, die Fleißigen und Leistungsträger, ohne dumpfe Ausländerhatz und ohne klassenkämpferische Neiddebatte, sachlich, vernünftig, logisch und verständlich.
    Aber ist so etwas in Österreich mehrheitsfähig?

    • Freier Benutzername
      10. Oktober 2010 21:14

      Sie sprechen mir aus der Seele. Schade, dass man nur drei Sternderln verteilen kann.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Oktober 2010 09:04

      Warum sollte die Gruppe der Nichtwähler die 70%-Marke erreichen, wenn diesmal die Wahlbeteiligung aller Vorraussicht nach gestiegen ist? Das entkräftet übrigens auch Häupls Behauptung von der Nicht-Mobilisierung der SPÖ-Wähler.

  36. Westlicher Beobachter (kein Partner)
    10. Oktober 2010 20:05

    Habe vorhin im Fernsehen die schwarze Korosec gesehen, behangen mit billig aussehendem Schmuck und Geschmeide wie ein Christbaum. Allein dieser Anblick würde mir schon das ÖVP-Wählen verleiden. Diese Leute gehen doch völlig an den Zeitfragen vorbei. Und die Marek, äußerlich von ähnlichem Kaliber, hat doch kein Parteiprogramm außer Koalition mit den Roten und für sie ein Pöstchen.

    • Reinhard (kein Partner)
      10. Oktober 2010 20:28

      Treffend. Steigbügelhalten, um Pöstchen zu ergattern, einen feinen Platz am großen Futtertrog, ein kleines Pfründchen für die Freunderl, und alles wird gut...

    • Zooropa (kein Partner)
      11. Oktober 2010 18:12

      Völlig alberne Person. Erinnerte mich an Tahiti. Vielleicht wollte sie mit den Landesfarben auf eine Tahiti-Koalition anspielen.

  37. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    10. Oktober 2010 20:00

    Mit einem blauen Auge davonkommen macht nichts, so lange es der andere hat.

  38. Paneuropa
    10. Oktober 2010 19:55

    Die inhaltliche Leere der sogenannten bürgerlichen Parteien ist schon lange nicht mehr zu übersehen. Freitag bei einem Abendessen in kleinen Kreis konnte ich mit einem hochrangigen Vertreter der EVP über den Zustand seiner Partei sprechen. Sein Befund war mindestens so kritisch (keine Strategie, keine Inhalte, Wertlosigkeit und vor allem das Fehlen von Tapferkeit) wie meiner. Aber 99 Prozent jener, die ihren Kopf tief im Futtertrog der Macht stecken haben, werden das wohl nicht zur Kenntnis nehmen können.

  39. Brigitte Imb
    10. Oktober 2010 19:55

    Minus 7 Mandate für die SPÖ - da kommt Freude auf, auch wenn der ORF ganz gewaltig abzuschwächen versucht.

    Na warten wir noch die "Betr.gskarten", oder wie die heißen und deren Auswärtung ab.

    Strache hat mehr Mandate als die ÖVP u.d. Grünen zusammen, dennoch grenzt Häupl die FPÖ weiter aus und ignoriert damit ein eindeutiges Signal der Wähler.

    Vergleichen wir das mit einem Germteig. Schließt man diesen ein, wird er weiter gären und irgendwann sprengt er das Gefäß, läuft über und gärt weiter....

  40. M.U. Shrooms (kein Partner)
    10. Oktober 2010 19:55

    Wie wir von Lawrence J. Peter wissen, erkennen die Inkompetenten ihre Inkompetenz nicht. Wie er weiters sagte, stört es auch die Kollegen der Inkompetenten nicht.

    Korrektur kann nur von den Leidtragenden (besser: Betroffene) kommen, von den Wählern. Die handeln nun endlich. Die ÖVP (glücklicherweise nicht nur die) schrumpft und ist damit am richtigen Weg.

    Sie müssen durch Neues ersetzt werden, zu reparieren gibt es da nichts mehr.

  41. Rock (kein Partner)
    10. Oktober 2010 19:54

    Ich habe den Verlust der ÖVP mit Genugtuung aufgenommen - obwohl ich dieser Partei ideologisch am nähesten gestanden bin.

    Meine Stimme für die FPÖ am heutigen Tag war fast ausschließlich bundespolitisch motiviert, denn ich habe es satt, dass eine Koalition unter ÖVP Gnaden eine nicht messbare Performance zeigt.
    Die Menschen anlügen ohne Schamesröte im Gesicht, ob der verschleppten Budgeterstellung, das Einnisten in Nichtpositionen, um ja nicht reformieren zu müssen. Das habe ich einfach satt.

    Dazu noch eine Christine Marek, die einen grottenschlechten Wahlkampf geführt hat und deren Differenz zur SPÖ zumindest für mich kaum mehr wahrnehmbar war. Jetzt kommt halt das große Heulen, warum denn die FPÖ so stark geworden ist - vielleicht sollte mal der eine oder andere im Rathaus es wagen, die alltägliche Bereicherung in der Stadt aktiv mitzuerleben und die Probleme auch anzusprechen und dementsprechend tätig zu werden, als sie zu ignorieren oder mit Allerweltsfloskeln ala Hausordnung zu behandeln.

    Durch Ignorieren und Zurücklehnen werden die Probleme nicht gelöst, sondern man überläßt dieses äußerst wichtige Thema einem Strache und sprüht dann auch noch Galle.

    Recht geschiehts ihnen.

  42. Da Haze (kein Partner)
    10. Oktober 2010 19:49

    Na bitte, die Gebete der Liberalkonservativen (haha) wurden erhört. Ich hoffe ihr freut euch schon auf die neuen sozialistischen Einflüsse, mögen alle eure Wünsche weiterhin in Erfüllung gehen. Der Unterberger ist ja offenbar so spitz, dass er den Artikel sogar von der 24 Stunden Sperre ausnimmt. Na schaun wir mal ob die FPÖ ihre herausragende "Wirtschaftskompetenz" zeigen kann, ich würde es mir wünschen, vielleicht geht dann sogar einigen ein Licht auf. Wird sicher viel besser als mit den roten Sozialisten.

    Und heute fürs Nachtgebet:
    Wir sind liberal
    Wir haben die FPÖ nur gewählt weil die SPÖ/ÖVP so bös ist!
    10x aufsagen und fest daran glauben, vielleicht wird es wahr.

    • Josef Maierhofer
      10. Oktober 2010 19:51

      Kann sie nicht, wird ja ausgegrenzt.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      10. Oktober 2010 20:14

      @Da Haze (zu deutsch: Hochnebel, Nebel, Dunst)
      Nomen est omen.
      Ähnlich nebulös Ihre linientreuen Direktiven.
      Geben Sie uns mehr davon, Genosse, damit wir Ungebildeten, Marx & Engels sei's geklagt, Sie und die atemberaubenden Ergüsse Ihrer überragenden Intelligenz zu begreifen vermögen.
      Mit einem herzlichen "eiaculatio praecox" und herzlichen Grüßen!

    • Josef Maierhofer
      10. Oktober 2010 20:19

      Marcus Aurelius !

      Kaiserlich bitte ! An so einem Tag.

    • Reinhard (kein Partner)
      10. Oktober 2010 20:35

      Da Haze, nichts begriffen, gelle?
      Hier glaubt doch keiner daran, dass die FPÖ eine wirklich brauchbare Alternative darstellt.
      Leider ist sie aber die einzige Adresse für alle, die die Schnauze voll haben von linker Präpotenz und selbstherrlicher Zerstörung unserer Kultur und Werte und die auch Weißwahl nicht als letzte Rettung begreifen, da eben jene Präpotenz alle aus Protest Nichtwählenden einfach als nicht vorhanden vom Tisch wedelt.
      Wir hoffen, dass eine wirklich bürgerliche und liberale Partei aus den Trümmern der ÖVP entstehen kann. Bis dahin bleibt nichts anderes, als den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben.

    • Reinhard (kein Partner)
      10. Oktober 2010 20:47

      Das Blaue Parteifeudalhaus, um nichts besser als die anderen:

      http://diepresse.com/home/politik/wienwahl/601047/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

      Die Erbpacht füllt die Machtpositionen mit den Kindern der alten Parteigranden, vom harten wahren Leben nicht wirklich belästigt und mit der Realität nicht allzu hart konfrontiert.
      Um was werden die besser sein als die Kinder der schwarzen und roten Parteilakaien?

    • Josef Schiffer (kein Partner)
      10. Oktober 2010 21:21

      Hat sich das nicht schon in der blauorangen Günstlingswelt der Schüsselära deutlich gezeigt? Auch blaue Trogbesetzer sind nicht besser, sondern nur neuer.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      10. Oktober 2010 21:30

      @Josef Maierhofer:

      Lieber Herr Maierhofer, wir kennen einander seit auch fast einem Jahr — als wir uns hier über US-Universitäten, Töchter und Enkelinnen unterhielten.
      Lassen Sie mich bitte sagen, daß ich Ihre Kommentare sehr schätze: nicht minder als Ihre Aufforderung, mich an einem Tag wie diesem imperial zu benehmen. Das fällt mir bei Ihnen und anderen Besitzern grauer Zellen zwischen den Ohren selten schwer. (Haben Sie mich etwa als Kaisertreuen durchschaut?)

      Aber im Dialog mit den wider besseres Wissen links- und sonstigen buntfarbigen Zeitgenossen, wozu leider auch die heutigen Exschwarzen gehören, kann man doch nicht ernsthaft ernst bleiben, oddärr?
      Liebe Grüße!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      11. Oktober 2010 09:06

      Plädiere dafür, das Wort Liberalkonservative nach Schellhorn vorgestern endlich auf »Ja-aber-Liberale« umzutaufen.

  43. bart (kein Partner)
    10. Oktober 2010 19:47

    Die ÖVP-Wien hat seit dem Freimaurer Busek (wie auch Hahn) den Anschluss an die Menschen aufgegeben. Dieses schwarze Nutznießer-Milieu zeigt Auflösungserscheinungen. Die christlich-sozialen Mitglieder und Stammwähler wurden parteipolitisch systematisch verfolgt. Die Inhalts- und Substanzlosigkeit dieser karrieregeilen Mitläufer- und Sumpftruppe ist zum Wahlergebnis umgekehrt proportional. Raiffeisen benutzt diese Partei, um sich ein paar Pfründe zu sichern, der politische Wählerwille ist absolut gegenstandslos.

  44. Philipp Starl (kein Partner)
    10. Oktober 2010 19:45

    Schade, Herr Unterberger, dass Sie nur eine Analyse über das Abschneiden "Ihrer" Partei liefern.

    Aber ich will mich einmal in einer kurzen Wahlanalyse versuchen:

    Die SPÖ ist mit einem blauen Auge davon gekommen. Sie hat ihren vergleichsweise geringen Verlust nicht nur den zahlreichen Stammwählern und den Wählern, die mit Steuergeld genährt und erhalten werden zu verdanken. Es bleibt zu befürchten, dass in Wien Wahlbetrug in großem Ausmaß stattfindet, indem für sämtliche Patienten Wahlkarten bestellt werden. Nur hält das System Häupl anscheinend zu dicht, als dass dies auffliegen könnte.
    Aber auch die Schmerzgrenze ist bei vielen Wienern anscheinend noch nicht erreich; panem et circenses und eines passablen Wahlkampfs sei Dank. Bei der nächsten Wienwahl könnte es jedoch schon um den Bürgermeister für die SPÖ gehen, vor allem wenn Häupl, wie zu erwarten, nicht mehr antritt. Abhängig ist dies jedoch unter anderem von der Nationalratswahl 201? .

    Die Grünen wurden in Wien auf ihr Stammklientel reduziert. Diese 12% wählen schon aus Prinzip Grün. Für die Bundeswahl lässt dies einen Absturz vermuten.

    Die ÖVP wurde von Herrn Unterberger hervorragend analysiert, anfügen möchte ich aber, dass Frau Marek in meinen Augen keineswegs ein nettes Äußeres hat und bitte um Verzeihung, aber Frau Marek hat so viel Charisma und nette Ausstrahlung wie Klestil bei der Angelobung der schwarz- blauen Koalition.

    Das BZÖ blieb wie erwartet unter der Wahrnehmungsgrenze und wird bei der nächsten NR- Wahl den Untergang erleben.

    Die FPÖ legte stärker als erwartet zu. Mit einem vorläufigen Endergebnis von 27,1% sind sie zweitstärkste Partei und dürfen gestärkt in den Nationalratswahlkampf ziehen, bei dem sie nur gewinnen können.

    Spannend wird damit die Bundeswahl, bei der es um nichts anderes geht, als um drei Parteien die um die Krone kämpfen. Wie auch immer es weitergehen wird, eine Starre ist dem Land für die nächsten Jahre sicher.

    • Josef Maierhofer
      10. Oktober 2010 19:54

      Ja, leider, Herr Starl, da haben Sie sehr recht.

    • terbuan
      10. Oktober 2010 22:37

      lieber Philipp Starl,
      über Geschmack läßt sich bekanntlich trefflich streiten, wenn die Frau Marek auch noch so gut äußerlich punkten würde, nach ihrem Programm und ihrer Niederlage ist sie die "Schiach-Perchtn" per se!
      mfg
      terbuan@aon.at

  45. S.S. (kein Partner)
    10. Oktober 2010 19:38

    War sowohl zu befürchten als auch zu erwarten. ;-)

    http://www.wien.gv.at/wahl/NET/GR101/index.htm
    Man beachte auch die Bezirksergebnisse...

  46. Tauriska (kein Partner)
    10. Oktober 2010 19:32

    Wie solls jetzt weitergehen?

    1. Marek muss zurücktreten!
    2. Die ÖVP soll sich aus der Koaliton mit der SPÖ raushalten
    3. ÖVP darf nicht mehr die Fehler seit Schüssels Abgang machen:
    keine Geilomobilos und sonstigen lächerlichen FPÖ-fake, keine unauthentische Kandidaten mehr aufstellen...
    4. Die ÖVP muss sich wieder auf ihr konservatives Standbein stellen und auch diese besser und einfacher vermarkten. Konservativ liegt bekanntlich im Trend.
    5. Eine Spitzenkandidatin (auf Bundesebene) ala Fekter wäre empfehlenswert. Auch in Hinblick auf einen konservativeren Weg.
    6. Eine Koalition mit der sowieso inhaltsleeren FPÖ, die man an der kurzen Leine hatlen kann und dem BZÖ sollte doch zumind. in betracht gezogen werden.
    7. Man muss sich was gegen die Klientelpolitik überlegen. Der vom BZÖ vorgeschlagene Kanzlerpräsident (also direkt gewählter KP, der sich seine Regierung aussuchen kann) wäre vl. ein Mittel dazu.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      10. Oktober 2010 20:05

      @Madame (Monsieur) tauriska:
      Es ist lieb und nett, was Sie sagen, aber weitaus zu mild.

      Die ÖVP sollte sich, nicht erst seit heute ...

      (a) für 10 Jahre nicht mehr irgendeiner Wahl stellen, also
      (b) ihre eigene Parteimitgliedschaft ebenso lang ruhen lassen,
      (c) für den Verrat an ihren Wählern und Wurzeln mindestens 10 Jahre lang schämen,
      (d) aller angepaßten, käuflichen und vernutteten Apparatschiks entledigen,
      (e) durch Säuberung aller Parasiten und durch 10jährige Klausur reinigen.

      In der sicheren Erwartung, daß diese Partei nicht mehr zu entkalken und zu einer Selbstreinigung nicht mehr fähig ist, empfehle ich dieser Partei als langjähriger Sympathisant, sich aufzulösen und im Papierkorb der Geschichte zu verschwinden.
      Alles andere wäre begleitetes Sterben.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      10. Oktober 2010 20:15

      Imperator, es ist nicht begleitendes Sterben, eher schon Störung der Totenruhe.

      Madame Tauriska hat recht, dazu gehört noch

      8. Glück und Seligkeit auf Erden für alle
      9 Rückenwind auf allen Fahrradwegen

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      10. Oktober 2010 20:56

      @Prinz Eugenius, den edlen Ritter

      Mon cher ami distingué,
      in der Totenruhe, der die ehemals (ehe sie les prolètes d'Autriche das Feld überließ) staatswagende Bergführerpartei versunken ist, sollten wir sie zweifelsfrei nicht zu stören unternehmen. Jedes Grab, jede Urne, jede verdorrte Jungfer ist vitaler als diese Gunstgewerblerin, die sich auf dem Wohnwagenstrich feilbietet, allen Durch- und Vorbeireisenden zu Willen?
      Sie haben recht, wie so oft: Copulet et requiescat in pace.

      Ist das Schlösschen Belvedere, wo Sie zweifellos immer noch residieren, denn schon mit einer fahrad- und rollstuhltauglichen Zufahrt auf Kosten der Wiener Zehent-Zahler ausgestattet? Und meterdick isoliert, um kostbares Naphta zu sparen?

      Aber dies nur am Rande, Majestät. Es ging mir nur darum, die Klarheit Ihrer Diagnose füglich zu bewundern. Falls Sie einen herzlichen, aber dennoch in von nöthiger Form unterthänigen Segenswunsch gestatten:
      G'schamster Diener, Euer Duchlauchtigst, Österreichs Ruhm wider die Mamelucken! Getreulicher Dank sei Ihnen für die Auszeichnung, die mir durch Ihre unverdient gnadenreiche Antwort auf meine einfältige Eingabe zutheil ward.
      Ich hatte mit dem Thodesurtheil gerechnet, ward aber durch Ihro Huld errettet.
      Falls Sie je eine neue "Pruck'n" schlagen wollen — ich bin, nicht zum erstenmal, Ihr treuer Gefolgsmann.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      10. Oktober 2010 21:32

      Imperator, verachtet mir die Marek nicht. Immerhin hat sie den negativen Zuwachs der Vassi um das Doppelte übertroffen. Beide Damen zusammen müssen nur noch lernen, ihre gute Politik besser zu verkaufen.

      Unser Schloss Belvedere, Imperator, steht dem Publicum schon lange offen, denn wie Sie wissen, lag Uns immer schon viel an Barrierefreiheit. Deshalb ließen Wir auch schlagen eine Bruckn, dass man kunnt hinüber ruckn mitr Armee. Das war wohl weise, denn nun kommen die dankbaren Serben über dieselbe und eilen unserer Partei zu Hülfe.

      Die Dinge entwickeln sich gut, Wir sehen mit köstlichem Vergnügen zu und credenzen Uns nun einen Dalwhinnie Doublewood, um den Tag festlich zu beenden.

    • Karl Knaller
      10. Oktober 2010 23:41

      @marc aurel & prinz eugen:
      Schamt's euch gar net, ihr abgehobenen Aristos, auf ausländisch parlieren und Single Malt saufen, des könnt's! Aber konstruktiv der armen ÖVP den Weg zu neuer Herrlichkeit weisen (was wir uns alle hier soooooooo wünschen), des könnt's net?

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      10. Oktober 2010 23:53

      Charlemagne Knaller, Wir sind gewohnt, eine Sprache zu sprechen, die verstanden wird. Auch Queen Victoria pflegte zu sagen, jeder verstünde Englisch, man müsse nur laut genug reden. Also schlugen wir Unsre Bruckn, nit um zruck zu zucken, sondern ummi z'ruckn.

      Den schwarzen Krämerseelen rufen Wir zu: Mäander, es isch Zeit.

      Wir entschuldigen uns für den Dalwhinnie, es ist natürlich Balvenie Doublewood.

    • Brigitte Imb
      11. Oktober 2010 15:55

      Mäander - herrlich! Die münden alle in einem "Großtümpel".

  47. Brigitte Imb
    10. Oktober 2010 19:30

    Die ÖVP konnte in k e i n e m Bezirk Zugewinne verzeichnen, ebenso die Grünen.
    Die FPÖ hat in k e i n e m Bezirk Verluste gemacht.

    Die ÖVP unter Marek verschreckt die letzten treuen Wähler.

    Auf die internationale Pressse bin ich schon gespannt - dieser "unverschämte Rechtsruck"!!

    • Josef Maierhofer
      10. Oktober 2010 19:50

      Wobei zu beachten wäre, daß die Europäer und viele Medien gar nicht wissen, wo links und rechts ist und was sie darunter verstehen.

      Bei etwas mehr Trommelwirbel hätte das in Wien noch deutlicher ausfallen können, aber Favoriten ist noch immer nicht fertig ausgezählt.

      Marek ist als ein dem SPÖ Profil oder dem Grünenprofil sehr ähnlicher Gutmensch, die alles, was sie sagt und tut, gut meint, aber trotz alleinerziehende Mutter noch nicht draufgekommen ist, daß es nicht nur guter Meinung und Absicht bedarf, Gutes zu tun.

      Möge das eine Lehre sein für die ÖVP für das, was man nicht tun darf, nämlich sich von klarer Position absentieren, sich von Auseinandersetzungen absentieren, sich vom Wähler entfernen.

      Die Wähler machen schon mit, wenn die Politik ehrlich und transparent arbeitet und keine Parallelwelt ohne Volk aufbaut und nicht, statt zu arbeiten, sich selbst bedient und die Klientel.

      Viel ist zu tun, alles von Grund auf zu erneuern und die Blockierer sind aus dem Weg zu räumen. Das Christlich-Soziale muß genauso einen Platz bekommen, wie die Heimat Österreich, wie das Liberale, wie das Konservative, das interessiert uns als Volk und nicht die 10-fachen und hochbezahlten Nebenjobs der Landesbeamten und sonstigen Parteibuchgünstlingen, Gesetzestreue wäre angesagt und das vehemente Einsetzen für Budgetdisziplin und die notwendigen Reformen bei Gesetz, Föderalismus und Verwaltung.

      Wenn man sich auf die ÖVP nicht verlassen kann, wenn sie mit der SPÖ packelt und voll mitmacht, wird sie sehr rasch von der Bühne sein, diese ÖVP.

      Nehmen Sie sich ein Beispiel an Strache, der hat den Instinkt, der geht zum Volk und der vertritt es auch konsequent ohne wenn und aber und ist daher verlässlich, was die orientierungslose ÖVP in Wien nicht ist.

    • Brigitte Imb
      10. Oktober 2010 20:11

      @Hr. Maierhofer

      Hier ein Link http://kurier.at/nachrichten/wahl/topflop/24/tf/90000//verlierer/3/

      Mit dieser Mannschaft der ÖVP kommt für mich, außer bei GRW, nicht mehr infrage diese Partei zu wählen. Als Pendant zu http://www.youtube.com/watch?v=8vFL0QWxugI , sollte auch das Wortspiel "Wer hat uns verraten, Christdemokraten" geben.

      Ach, und die SPÖ wird schon dafür sorgen, notfalls mit Steuergeld, dass die internat. Presse den Rechtsruck publiziert. Es wird bloß immer schwieriger, angesichts der europ. Trends, dies den Medienkonsumenten glaubhaft zu machen. Die Menschen haben ein Gefühl für rechtmäßige und unrechte Vorgänge.
      Der Germteig arbeitet....

  48. Amtsbekannt
    10. Oktober 2010 19:28

    das ende des vizek. von onkels gnaden ist eingeläutet. lieber herr pröll, als parteimitglied habe ich schon von beginn ihrer amtszeit gewußt, dass sie unser gusenbauer der övp werden. wer den erfolgreichsten kanzler und parteiobmann, schüssel, derart abserviert, der wird von den eigenen wählern bestraft. gehen sie zurück zum bauernbund, dazu reichts vielleicht.
    solange sie an der spitze unserer partei stehen, wähle ich blau.
    sie werden sich ín kürze in die liste eines joschi rieglers oder eines bussisek einreihen dürfen.
    und tschüss

    • Brigitte Imb
      10. Oktober 2010 19:33

      Dem kann ich nur zustimmen und in NÖ geht´s mir ähnlich.

    • Josef Maierhofer
      10. Oktober 2010 20:17

      ... und bitten Sie Dr. Schüssel um Verzeihung und helfen Sie, ihn wieder zu installieren, er war der Einzige, der gewußt hat, was notwendig ist für Österreich.

    • karli (kein Partner)
      11. Oktober 2010 14:22

      Damit haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen.

  49. Graf Berge von Grips
    10. Oktober 2010 19:27

    Die Lösung für die ÖVP klingt provokant:
    Macht doch den 1.Bezirk zum Bundesland!

    • 1
      10. Oktober 2010 19:31

      auch dort sind sie überholt worden!

    • Wahrheit (kein Partner)
    • Graf Berge von Grips
      10. Oktober 2010 20:29

      1

      Hab' es gerade gesehen.

      Also ab mit meiner Idee in den Papierkorb der Wiener Weltgeschichte ...

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      10. Oktober 2010 23:01

      Man glaubt es kaum! Der Erste Hieb
      ging an den Wampo. Wer vertrieb
      die schwarze Schwärze?
      Die schlechten Scherze
      von einem, der stets knallrot blieb?

      P.S.: Versuch eines Limericks, Graf.

    • Logan (kein Partner)
      11. Oktober 2010 01:08

      da war wohl jemand gehemmt wahkartenoptimiert zu wählen..

    • againstleftterror (kein Partner)
      11. Oktober 2010 07:57

      Der Erste bleibt jetzt doch in schwarzer Hand. ... Gut für den Steffl :-)

  50. Wertkonservativer
    10. Oktober 2010 19:27

    Also, werter Terbuan, von Untergang würde ich hinsichtlich der ÖVP-Zukunft noch nicht sprechen!
    Nochmals: die Wiener ÖVP hat berechtigterweise eine auf's Häuptl bekommen, schon allein deswegen, weil sie sich peinlicherweise an den roten Ungustl angeschmiert hat.
    Für die Bundes-ÖVP sehe ich durchaus weiterhin Möglichkeiten, wenn die derzeitige Führung ins Ausgedinge geschickt wird. Deren laufende Anbiederung an den Zeitgeist kann auf die Dauer von der doch noch vorhandenen bürgerlichen Wählerschaft (wahrscheinlich auch dier Mehrheit der Forums-Mitglieder) kaum mehr unwidersprochen hingenommen werden.
    Also: entweder eine Erneuerung der ÖVP mit starken, charismatischen Persönlichkeiten (wo sind sie? Eventuell Fekter, Mitterlehner u.a. ???), oder eben ein Schwenk zur FPÖ (mit Korrekturen und Blutauffrischung durch seriöse Fachleute mit bürgerlichem Touch!).

    Die nächste Zeit wird es weisen!

    • Dr. Peter Krasa
      10. Oktober 2010 20:16

      Ich stimme Ihrer Analyse zu, würde nur etwas weniger Gewicht auf Persönlichkeiten legen und dafür mehr auf eine deutliche gesellschaftspolitische Profilierung, mit der sich die (ehemalige ?) Stammwählerschaft wieder identifizieren kann. Natürlich wäre Fekters Haltung hierfür ein geeignetes Beispiel. Aber Vorsicht, dass man ihr nicht eine niederösterreichische seidene Schnur schickt.

    • M.S.
      10. Oktober 2010 20:40

      @Wertkonservativer @Dr. Peter Krasa
      Diese Erneuerung müsste aber sehr rasch erfolgen, denn die Zeit bis zu den nächsten Bundeswahlen vergeht sehr rasch und die Aufstellung eines neuen Teams, das sich bis dahin profilieren müsste, braucht seine Zeit. Die Stellungnahmen der ÖVP-Politiker zu den Gründen der heutigen Niederlage läßt mich aber zweifeln ob sie diese überhaupt erkennen und Konsequenzen daraus ziehen. Bei Fortsetzung des Kurses in der großen Koalition im Bund und jetzt auch voraussichtlich in Wien ist jedenfalls Schlimmes zu befürchten.

    • Franz L
      11. Oktober 2010 16:26

      @ M.S.

      Bin zu 100% Ihrer Meinumg!

    • Gerhild Baron
      11. Oktober 2010 22:49

      Wertkonservativer: völlig Ihrer Meinung ! Nur: WO sehen Sie jemanden, der die derzeitige Führung der ÖVP ins Ausgedinge schickt ???? Wäre schön, wenn wir es mit dem A.U. Blog schaffen könnten ...!!!

  51. Vayav Indrasca
    10. Oktober 2010 19:17

    Das Problem ist, dass im Grunde die FPÖ die konservative Partei ist, die es braucht, diese
    aber keine intellektuelle Führungsschicht vorweisen kann, was sie irgendwie lähmt. Denn die gehobenen Bürgerlichen möchten einerseits an dieser "Proletenpartei" nicht einmal anstreifen, und zweitens gibt es in der FPÖ schon ein kleines akademisches (aber nicht sehr intellektuelles) Führungslage hinter Strache aus dem Dunstkreis der sogenannten Nationalfreiheitlichen (vorwiegend Freiberufler).
    Was aber sicher ist: religiöse (= christdemokratische) Parteien haben in Europa keine Chance mehr (wenn man vielleicht von Polen absieht). In den USA ist das natürlich anders.

  52. LePenseur (kein Partner)
    10. Oktober 2010 19:14

    Höchst treffliche Analyse, besonders, was die über Wien hinausweisenden Tendenzen angeht (die die Nicht-Wiener, und das sind halt doch "die Mehrern", ebenso interessieren können). Nur in einem muß ich Unterberger entschieden widersprechen, wenn er nämlich über Christine Marek schreibt:

    Ein nettes Äußeres und Wesen sind halt ein wenig zu wenig für den Ernst der Politik

    Ja, der Herr Dr. Unterberger ist halt ein echter Kavalier der alten Schule ...

    Also, das "nette Äußere" ... das hätte nicht sein müssen, oder besser: nicht sein dürfen! Auch Komplimente sollten immer wenigstens ein Körnchen Wahrheit enthalten, sonst sind sie einfach peinlich — für den Komplimentierenden nämlich ...

  53. papi66
    10. Oktober 2010 18:48

    Werter Herr Dr. Andreas Unterberger, das ist die Wahrheit, die einzige wahre Wahrheit!
    Jeder Satz, jedes Wort ist wahr.
    Arme ÖVP, armes Wien, armes Österreich!

    • Nikolaus Reiter (kein Partner)
      10. Oktober 2010 21:07

      Nein, beim "netten Äußeren" der Marek ist mit Unterberger der Charmeur durchgegangen, aber sonst sehr treffend.

  54. Josef Maierhofer
    10. Oktober 2010 18:45

    Korrekt !

    Wir müssen als Volk die Parteien ändern oder neue aufbauen, wenn die Parteien die geldsteife parallele Privilegienwelt zusammen mit der intimen, privilegierten Parteibuchklientel nicht zugunsten des Volkes aufgeben, Klartext reden, die Leichen aus den Kellern räumen und zur Realität zurückkehren und wieder Profil und Wahrheit zeigen.

    Ich habe Frau Marek diesmal auch nicht gewählt, obwohl ich in meinem Leben sehr oft die ÖVP gewählt habe.

    Das, was da derzeit von Dick&Doof geboten wird an Nichtstun und Fehlhandlungen geht auf keine Kuhhaut mehr und von Wien gar nicht zu reden, da ist Dick&Doof in einer einzigen Gestalt.

    Dr. Unterberger, sie haben recht, der eigene Stall wäre auszumisten, wenn es der der ÖVP ist.

    Nochmals, meine Damen und Herren von der ÖVP:
    Verfassungsreform
    Gesetzesvereinfachung
    Föderalismusreform
    Verwaltungsreform
    Budgetdisziplin mit dem Steueraufkommen als Oberlimit

    UND Einhaltung der österreichischen Gesetze

    WIRD VON IHNEN VERLANGT.

    Dafür würde ich Sie auch wählen und nicht für Ihren Postenschacher und Ihre Privilegien.

    • papi66
      10. Oktober 2010 19:36

      Werter Herr Josef Maierhofer!

      Ich schätze Sie als einen derjenigen Mailer, die genau wissen um was es geht in dieser Rebuplik. Ich nehme an, dass Sie nicht mehr der Jüngste sind, oder irre ich mich? Bleiben Sie cool, bleiben Sie so wie Sie sind, gemeinsam schaffen wir alles!

    • Josef Maierhofer
      10. Oktober 2010 20:01

      @ papi66

      63-jähriger Unternehmer.

    • Xymmachos
      10. Oktober 2010 23:50

      Pappi hat ja soooooo recht: "Es lebe die Rebuplik!" Schöner kann man's nicht sagen.

  55. terbuan
    10. Oktober 2010 18:34

    Die Marek-Pröllsche ÖVP ist dem Untergang geweiht. Wo findet sich ein bürgerlich-liberal-demokratisches Sammelbecken, das dieses Vakuum besetzt?
    Oder wollen wir uns alle dem linken Mainstream und der Meinungsdiktatur unterordnen und nur mehr kuschen?
    In Wien wird sich ja nichts ändern, die SPÖ wird sich eine untertänigste Marek zwecks Machterhalt ins Boot holen, aber bitte, soll das jetzt wieder 5 Jahre so weitergehen? So nach dem Motto:
    "Auf die Straße geht nur der Pöbel, zu Hause sitzt der Bürger und putzt seine Möbel!"





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