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Steirische Nachdenkübungen

Die steirische Politik täte gut, während der nächsten Tage in aller Ruhe die Wahlkarten-Ergebnisse abzuwarten. Gewiss, Ruhe ist in der heute üblichen politisch-journalistischen Hektik nicht sonderlich an der Tagesordnung. Aber das weite Auseinanderklaffen zwischen Wahltag und Bekanntwerden der Briefwahlergebnisse zwingt dennoch dazu.

Denn diese Wahlkarten könnten noch viel an den Konsequenzen ändern: Ein wackliges SPÖ-Mandat weniger und schon herrscht Gleichstand zwischen den beiden Mittelgroßparteien. Ein Linksmandat (SPÖ, KPÖ und Grüne) weniger und schon wäre das Patt zwischen der politischen Rechten und der Linken beendet. Ein paar Zehntelprozent weniger bei den Kommunisten und schon wären sie ganz draußen – ein paar Zehntel mehr und schon hätten sie ein drittes Mandat.

Daher sollte man sich derzeit auf jene Aussagen konzentrieren, die jetzt schon fix sind:

1.     Das Experiment BZÖ hat wenig Zukunft vor sich. In jedem Bundesland ein anderer politischer Kurs, keine strahlkräftige Persönlichkeiten, Verwechslung von ordoliberaler Politik mit Branchenlobbyismus: Das alles muss letztlich schiefgehen. Eine moderne liberalkonservative Bewegung zeigt sich da nicht.

2.     Der Jubel der SPÖ ist ziemlich peinlich. Auch wenn sie den Landeshauptmann wahrscheinlich verteidigt hat, ist sie doch die größte Wahlverliererin.

3.     Noch peinlicher ist es aber, wie für die meisten in der SPÖ plötzlich die Freiheitlichen wieder salonfähig werden. Die antifaschistische Moralismus-Heuchelei lässt sich offenbar auf Knopfdruck abdrehen, sobald man die Blauen brauchen kann. Was die SPÖ nicht hindert, die Blauen später sofort wieder in Gutmenschenart zu Reinkarnationen Adolf Hitlers zu degradieren, wenn man sie nicht braucht. Oder wenn man der ÖVP die schwarz-blaue Variante vermiesen will.

4.     Spannend wird, ob sich die ÖVP – die nach dem vorläufigen Stand keine Mehrheit mit den steirischen Blauen hat – von dieser Drohung eines Rot-Blau unter Druck setzen lässt. Oder ob sie – wie gestern im Tagebuch skizziert – auf Konsequenzen darauf beharrt, dass der steirische Landtag nach dem bisherigen Stand genau in eine rechte und eine linke Hälfte zerfällt. Und nicht mehr wie in der letzten Periode eine massive linke Mehrheit hat.

5. Besonders heiter wäre es, wenn am Schluss der ÖVP genau die Stimmen der kleinen Christen-Partei zur Pole-Position fehlen würden: Vielleicht sollte sich die Partei doch einmal mit den Exponenten der Kleinpartei zusammensetzen. So wie man vor Jahrzehnten den Nationalen bewusste Angebote gemacht hat (von Bartenstein bis Ermacora).

6. Genauso unverständlich ist, dass nicht ÖVP wie FPÖ längst intensiv um das BZÖ buhlen. Denn deren Stimmprozente fehlen der rechten Landeshälfte noch viel mehr als die Promille der Christen. Aber die großen Strategien fehlen sowohl den heutigen Schwarzen wie auch den Blauen.

7. An den vielen Analysen und Wählerstrom-Berechnungen (die ja regelmäßig bei unterschiedlichen Instituten zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen) ist nur ein einziger Aspekt vom Datenmaterial her wirklich solide und zugleich spannend: Frauen wählen überdurchschnittlich oft links, Männer stärker rechts.

Über die strategischen Konsequenzen aus diesem Umstand kann man nun heftig streiten. Wird eine rechte Partei, wie es bei der ÖVP teilweise der Fall ist, zunehmend feministisch, dann verliert sie wahrscheinlich rascher Männer an die FPÖ, als sie Frauen von den Grünen gewinnen kann. Andererseits könnte man dieses Links-Rechts-Gefälle auch in Relation zum politischen Interesse und zum Konsum von politischen und wirtschaftlichen Inhalten in den Medien setzen: Überspitzt ausgedrückt hieße das: Die Linke reüssiert nur noch bei den politisch eher desinteressierten Frauen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorCelian
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2010 12:02

    Daß Frauen eher links wählen, liegt meiner Meinung nach an ihrem höheren Schutzbedürfnis, was evolutionär-biologisch bedingt ist:

    seit Urzeiten waren Frauen mehr oder weniger permanent schwanger und auf einen starken Beschützer angewiesen, nur in unserer heutigen Zeit fällt das dauerhafte Schwangersein weg. Aber das Schutzbedürfnis unserer Ahnen ist immer noch da.

    Da die Familie sukzessive von der Linken unterminiert wird und Alleinverdienerinnen mit Kind forciert werden, indem man den Frauen etwas von Selbstbestimmungsrecht einredet, bleibt vielen Frauen gar nichts anderes übrig
    als sich unter den Schutz des Staates zu begeben, sie sind ja auf seine Alimentierung in Ermangelung einer Familie angewiesen.
    Und wählen damit links.

  2. Ausgezeichneter KommentatorSuPa
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2010 08:41

    Da in der Steiermark noch nichts entschieden ist sollte man doch abwarten und nicht "Kaffeesud lesen".

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2010 07:59

    Die Hektik der unprofessionell agierenden steirischen Politiker zeigt nur wieder einmal, es geht ihnen nicht um das Land sondern nur um Macht und Pfründe!
    Dass die Frauen eher links und die Männern in der Steiermark eher rechts wählen wundert mich nicht, spielt doch bei den Frauen das "ästethische Defizit" eines Kanidaten eine nicht unwesentliche Rolle!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    29. September 2010 18:51

    Peter Strasser,
    Wissenschaftler in Graz, nicht in MINT Fächern, sondern in politisch geförderten Pseudofächern, der vom mir wörtlich zitiert wurde, wendet sich anläßlich der Wahlen über die PRESSE (S29) an Sokrates. Er macht einen Kotau vor den Förderern der Pseudowissenschaft.
    Wenn jemand ohne Wissen argumentiert, unter Verzicht auf Tatsachen und damit eine Bildung offenbart, deren Bescheidenheit nur noch durch ihre Armut übertroffen wird, so ist er fast immer ein Grüner. Latein kann er auch nicht, (Sokrates sprach griechisch, aber man soll nicht zu viel verlangen) da er in der Volkshochschule, für die er tätig ist, weder Klassenlogik noch Latein studiert hat.
    Zitat „Der sokratische Weißwähler ist der typische Weißnichtwähler, was, klassennegationslogisch gedacht, Vertauschungsäquivalent damit ist, daß der typische Weißnichtwähler der typische Nichtweißwähler ist.“ Das verstehe ich nicht und bin froh darüber.
    In den MINT Fächern haben wir von den Angelsachsen gelernt uns so auszudrücken, daß ein Durchschnittsmensch es versteht, der Stoff ist kompliziert genug. In den Pseudowissenschaften versucht man einfachste Inhalte möglichst kompliziert darzustellen, durch Fremdworte, neugeschaffene Wörter und verschachtelte Schachtelsätze. Wenn sich niemand mehr auskennt wirkt das gebildet, das Ziel ist erreicht.
    Daß „ in der grünen Steiermark die Steiermark gewählt wurde“ überraschte socrates, aber wenn es ein Grazer a.o. Prof sagt, wird es wohl stimmen. Die Uni Graz ist in internationalen Rankings nicht zu finden. Schade, wo sie solche ausgezeichneten Denker hervorbringt.
    Man soll von unseren a.o. Professoren nicht zu viel verlangen, sie müssen ja Studenten formen und können sich daher mit Tatsachen nicht aufhalten.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    29. September 2010 00:04

    Strategische Betrachtungen über die Steiermark, machen erst dann richtig Sinn, wenn die Briefwahlstimmen endgültig ausgezählt sind, aber ich fürchte, daß sich das auf Grund des bewußt gewählten Datums vor den Wiener Wahlen nicht mehr ausgehen wird. Und bis dahin transportiert die gleichgeschaltete linke Medienlandschaft - allen voran der ORF - den großartigen Sieg von Voves!
    Die Sozis beweisen einmal mehr ihr besseres "know how" der Wahlkampagnen!

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2010 10:53

    Klare Aussagen wären gefragt.

    Nicht das ängstliche Pfründe Schützen, nicht das Schützen der Klientel, nicht die Verlogenheit der 'all-inclusive' Parteiideologien, etc. wären gefragt, nein, die klaren Aussagen zur Zukunft, die klaren Aussagen, wie man die Probleme gemeinsam meistern will, etc. wären gefragt.

    Die Schafe stehen klarerweise beim Futtertrog, solange dort Futter ist oder versprochen wird, sonst gehen sie auf die Weide und holen sich das Futter. Das ist auch so beim Taubenfüttern in Wien, die Taubenplage wird solange andauern, bis sie niemand mehr füttert oder füttern kann.

    Kann man von den Linken eine klare Zukunftsvision bekommen, nein, kann man von der ÖVP eine klare Zukunftsvision erhalten, derzeit leider auch nein, kann man von der FPÖ eine klare Zukunftsvision erhalten, noch am ehesten, zumindest ein Bekenntnis zur Heimat.

    Daß die Frauen 'all inclusive' auf Kredit bequemer finden war immer schon so, wenn wir unsere Familienbudgets so betrachten. Beim Ausgeben sind sie stärker als beim Abzahlen, trotz aller P.C. und sonstiger emanzipierter Statements.

    Da die Linken hemmungslos 'all inclusive' auf Kredit propagieren und anbieten, wird Dr. Unterberger möglicher weise da Recht haben mit den Frauen.

    Klare Aussagen zur Zukunft werden erst dann gewählt, wenn alle politischen Parteien klare Aussagen machen und die Wahrheit sagen müssen, und das wird bei uns erst nach dem Zusammenbruch passieren.

    Will man den Zusammenbruch vermeiden, dann wären mindestens angesagt:
    Budgetdisziplin samt Schuldenabbau
    Föderalismusreduktion
    Verwaltungsreduktion
    Privilegienabbau
    im notwendigen Ausmaß.

  7. Ausgezeichneter KommentatorbrauchtKeinSternderl
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    28. September 2010 05:47

    Wollen Sie ganz entspannt, ohne "Sternderldruck", posten? Antworten Sie einfach hier!


alle Kommentare

  1. Avery (kein Partner)
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  2. socrates
    29. September 2010 18:51

    Peter Strasser,
    Wissenschaftler in Graz, nicht in MINT Fächern, sondern in politisch geförderten Pseudofächern, der vom mir wörtlich zitiert wurde, wendet sich anläßlich der Wahlen über die PRESSE (S29) an Sokrates. Er macht einen Kotau vor den Förderern der Pseudowissenschaft.
    Wenn jemand ohne Wissen argumentiert, unter Verzicht auf Tatsachen und damit eine Bildung offenbart, deren Bescheidenheit nur noch durch ihre Armut übertroffen wird, so ist er fast immer ein Grüner. Latein kann er auch nicht, (Sokrates sprach griechisch, aber man soll nicht zu viel verlangen) da er in der Volkshochschule, für die er tätig ist, weder Klassenlogik noch Latein studiert hat.
    Zitat „Der sokratische Weißwähler ist der typische Weißnichtwähler, was, klassennegationslogisch gedacht, Vertauschungsäquivalent damit ist, daß der typische Weißnichtwähler der typische Nichtweißwähler ist.“ Das verstehe ich nicht und bin froh darüber.
    In den MINT Fächern haben wir von den Angelsachsen gelernt uns so auszudrücken, daß ein Durchschnittsmensch es versteht, der Stoff ist kompliziert genug. In den Pseudowissenschaften versucht man einfachste Inhalte möglichst kompliziert darzustellen, durch Fremdworte, neugeschaffene Wörter und verschachtelte Schachtelsätze. Wenn sich niemand mehr auskennt wirkt das gebildet, das Ziel ist erreicht.
    Daß „ in der grünen Steiermark die Steiermark gewählt wurde“ überraschte socrates, aber wenn es ein Grazer a.o. Prof sagt, wird es wohl stimmen. Die Uni Graz ist in internationalen Rankings nicht zu finden. Schade, wo sie solche ausgezeichneten Denker hervorbringt.
    Man soll von unseren a.o. Professoren nicht zu viel verlangen, sie müssen ja Studenten formen und können sich daher mit Tatsachen nicht aufhalten.

    • socrates
      29. September 2010 18:54

      Hat "Die Presse" so jemand notwendig? Wo ist Qualität?

    • Neppomuck (kein Partner)
      29. September 2010 19:20

      Ein integrierender Teil der "Geheimwissenschaften" wie Politologie oder Soziologie, um nur die ins Auge stechenden zu nennen, ist der Neo(phraseo)logismus, um damit allen, die zu wenig Zeit haben, jeden Schwurbel auf Herz und Nieren zu prüfen und via "Google" zu erhellen, den Zugang zu den jüngsten Erkenntnissen dieser epochalen erkenntnistheorethischen Fundstücksammlung zu erschweren, bzw. überhaupt zu verleiden.
      Dann ist man so schön "entre nous" und kann den Rest der Welt als Idioten dastehen lassen, bzw. Widersprüche als Laiengefasel abtun.
      Nun, wer sich davon beeindrucken lässt, ist selbst schuld.

  3. Neppomuck (kein Partner)
    29. September 2010 14:51

    Warum als FPÖ dem BZÖ den Hof machen?

    Haider samt seinen Mitläufern hat sich 2005 für den Weg der „betrügerischen Krida“ entschieden, als er unter Zurücklassung eines Riesenhaufens an Schulden und unter Mitnahme aller (in Geld gemessenen) Aktivposten samt dem Versuch, die „Firma“ (Freiheitlich blau) auch gleich mitzunehmen, abgespalten hat.

    Die „orangenen Oberfrösche“ sind nicht integrierbar, sondern eher eine Gefahr aufgrund ihres „Intrigantenpotentials“, in Kärnten (durchaus brauchbarer strategischer „Scheuch- oder Schachzug“ Straches) ist für die sich plötzlich „liberal“ gebärdenden Diadochen Jörgs kein Grundmandat mehr zu holen, also werden die verbliebenen Wähler des BZÖ von alleine „heim ins Reich“ kommen.
    Selbst hat man sich die politische Unschuld bewahrt und kann auch deshalb, weil glaubwürdig, weiter und sicher erfolgreich aufbauen.
    Strache ist Jahrgang 69 und hat deshalb Zeit. Eine Zeit, die sowohl vom erkennbaren Trend wie gefühlsmäßig (Sarrazin, de Winter, etc) noch dazu Rückenwind für die Freiheitlichen bedeutet.

  4. Stachel (kein Partner)
    29. September 2010 11:04

    Unterberger scheint nicht zu merken, dass der Jubel der ÖVP zumindest genauso peinlich ist, wie der der SPÖ: Ein Schützenhöfer, dem es "gelungen" ist, das katastrophale Ergebnis der ÖVP von 2005 (als sie den Landeshauptmann verloren hat) nochmals zu unterbieten (weitere 2 Mandate verloren) und der dann im Fernsehen Freudentränen über den tollen Erfolg seiner Partei vergießt, ist ja kabarettreif.

  5. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    29. September 2010 09:30

    "Andererseits könnte man dieses Links-Rechts-Gefälle auch in Relation zum politischen Interesse und zum Konsum von politischen und wirtschaftlichen Inhalten in den Medien setzen: Überspitzt ausgedrückt hieße das: Die Linke reüssiert nur noch bei den politisch eher desinteressierten Frauen."

    Warum sagen Sie eigentlich nicht was Sie denken? Frauen sind einfach dümmer als Männer!

    • trollfresser (kein Partner)
      29. September 2010 12:30

      ..dRb ist als Geistesriese ja eher gscheiter als der Unterberger. Vorausgesetzt allerdings, dass er sein Hirnschmalz auch richtig verwendet. Tut er das nicht, ist er sogar dümmer als die Frauen, denen er jetzt Dummheit vorwirft.

      ...dRb! Kopf schiefhalten damits zammrinnt.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      29. September 2010 12:44

      Ich werfe den Frauen keine Dummheit vor, ich denke nur unser Blogger macht das! Keine Sorge, irgendwann werden auch Sie sinnerfassend lesen können.

      Außerdem frage ich mich warum Sie annehmen, dass ich männlich bin?

    • Josef Maierhofer
      29. September 2010 18:48

      @ ...der Redaktion bekannt!

      Sie haben Recht.

      Heutzutage kommen wir mit m/w nicht mehr aus, auch nicht mit der/die/das und auch nicht mit In (mittendrin oder binnen), sondern heutzutage geht es schon 'vieldimensional', es kommt dazu 'trans', 'homo', 'lesbisch', 'patch10', 'Patch11', 'patch21', 'patch22', elter1.1, elter1.2, elter2.1, elter2.2, etc. etc.

      Darum muß man hinter einem 'Nickname' die ganze Palette der ungustiösen 'Errungenschaften' (samt gesetzlichen Regelungen dazu) der Spaßgesellschaft vermuten.

      Die Geschlechtsfeststellung beim Bundesheer ist inzwischen kompliziert geworden. Darum will man ja das Heer auch abschaffen ...

      Unsere Spaßgesellschaft ist pervers.

  6. APM (kein Partner)
    29. September 2010 08:39

    Der lange Artikel in kurzer, prägnanter, volksprachlich verständlicher Form: A Bund Hadern....

  7. Wertkonservativer
    29. September 2010 08:03

    Nun, den letzten Meldungen zufolge sollte das Rennen gelaufen sein und die veröffentlichen vorläufigen Ergebnisse schlussendlich verifiziert werden.
    Insgesamt scheint mir das den Landtagswahlen entgegengebrachte hohe Aufmerksamkeits-Potential etwas übertrieben: die Länderfürsten haben zwar einigen Einfluß auf unsere Staatspolitik, doch ist die in Österreich grassierende "Verländerung" der Politik ja eher ein Hemmschuh bei den Bemühungen um Reduzierung der ausufernden Verwaltungskosten etc.,etc. in Staat und Land!
    Noch ein Wort zur Kommenden Wien-Wahl: als aus Wien zwar zugewanderter, nun aber bekennender Niederösterreicher, sehe ich die vielen Pro-Strache-Aufrufe hier im A.U.-Forum mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge: mir ist schon klar, dass jede zusätzliche Stimme für Strache zu der hoffentlich eintretenden Machtreduzierunhg des Herrn Häupl beitragen kann. Andererseits ist die dadurch wahrscheinlich eintretende - teilweise durchaus selbstverschuldete - weitere Schwächung der ÖVP-Position in Wien für einen bürgerlichen Menschen nicht sehr erfreulich.
    Also, liebe Wiener A.U.-Fans: wählt, wie Ihr wollt, aber wählt richtig!

  8. fosca
    29. September 2010 00:04

    Strategische Betrachtungen über die Steiermark, machen erst dann richtig Sinn, wenn die Briefwahlstimmen endgültig ausgezählt sind, aber ich fürchte, daß sich das auf Grund des bewußt gewählten Datums vor den Wiener Wahlen nicht mehr ausgehen wird. Und bis dahin transportiert die gleichgeschaltete linke Medienlandschaft - allen voran der ORF - den großartigen Sieg von Voves!
    Die Sozis beweisen einmal mehr ihr besseres "know how" der Wahlkampagnen!

  9. Doppeladler
    28. September 2010 16:16

    Hervorragende Analyse. Eine kurze eine Anmerkung zu den Punkten 5 und 6:

    Es ist eine Tragik bürgerlicher Politik Absplitterungen öfter als im linken Spektrum hinnehmen zu müssen. So erinnere ich an Matthäus Thun-Hohenstein (dereinst Vorsitzender der JES), der nicht nur einen Teil des ÖVP-Meinungsspektrum wunderbar abgedeckt hätte, sondern auch großes politisches Talent besitzt - bei den Europawahlen hat er für das BZÖ kandidiert ... Oder aktuell Walter Sonnleitner, der eigentlich auf einer ÖVP-Liste nun in Wien kandidieren müßte ...

    Ähnlich verhält es sich bei der Christenpartei. Sicher das sind im gewissen Sinn katholische Extremisten, aber sie decken ein Feld ab, das ebenfalls in der ÖVP Platz haben sollte. Den Strategen der ÖVP, sofern es solche in der Lichtenfelsgasse Nr. 7 überhaupt noch gibt, sollte dies zu denken geben.

    Ein Beispiel wäre hier der Lebensschutz oder anders gesagt das Thema Abtreibungen: Auch ohne Änderung an der Fristenlösung, wäre es möglich gewesen, endlich die von den gemäßigten Abtreibungsgegner geforderten und von der Politik lange versprochenen Maßnahmen umzusetzen - es wäre Sache der ÖVP gewesen dieses einzufordern, wenn man es schon nicht während der Schwarz-Blauen Regierung umzusetzen in der Lage war. Eine Christenpartei wäre wohl nicht entstanden. Oder um in den Worten des FJ Strauß zu formulieren: Rechts von uns ist nur die Wand ...

  10. Das Pingerle
    28. September 2010 13:29

    ENDLICH gibt es ein winziges aber dennoch kritisch-ironisches Aufflackern im dunklen, linken Medienwald. Selbstverständlich nicht bei uns, aber in D.

    Jan Fleischhauer, Sein Buch "Unter Linken" war am So als Film-Doku auf Spiegel TV. Sehenswert!

    4 Clips auf You tube (Teil 1, 2, 3, 4):

    http://www.youtube.com/watch?v=4It3YZrgtqo&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=a1IMPsuzShs&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=-8nPSvfLr_w&feature=related

    http://www.youtube.com/watch?v=o-zxpiw08xc&feature=related

  11. terbuan
    28. September 2010 12:47

    Die nächste Wahl steht vor der Türe!
    Faymännchen wischt die Forderung nach einer Nullrunde für Beamte und Pensionisten vom Tisch, Konsumankurbelung geht vor Schuldenbegrenzung!
    Und der Vize gibt sich pflichtschuldigst gesprächsbereit!
    Na, wenn das kein Turbo für die Wiener Wahl ist!

    • terbuan
      28. September 2010 13:01

      Paßt sehr gut in den internationalen Kontext. Der Goldpreis hat zuletzt die Marke von 1.300USD/oz überschritten, dazu meinen Fachleute:
      Die Rally hatte bereits in der vergangenen Woche eingesetzt, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve erklärt hatte, der heimischen Wirtschaft notfalls mit weiteren Geldspritzen auf die Beine zu helfen. "Rund um den Globus senden Länder derzeit Signale, dass sie frisches Geld drucken könnten"
      Wir wollen doch in Österreich nicht hintanstehen: "après nous le déluge!"

    • Brigitte Imb
      28. September 2010 15:29

      Und weit und breit keine Arche in Sicht.

  12. terbuan
    28. September 2010 12:07

    OT
    Der russische Präsident hat den Moskauer Bürgermeister wegen Korruptionsvorwürfen entlassen. Abgesehen davon, dass er wahrscheinlich fast alle russischen Bürgermeister feuern müßte, aber auf Österreich umgelegt, das wär doch eine interessante Kompetenz für den unsrigen, da könnte er ja seine Unabhängigkeit gleich trefflich unter Beweis stellen!

  13. Celian
    28. September 2010 12:02

    Daß Frauen eher links wählen, liegt meiner Meinung nach an ihrem höheren Schutzbedürfnis, was evolutionär-biologisch bedingt ist:

    seit Urzeiten waren Frauen mehr oder weniger permanent schwanger und auf einen starken Beschützer angewiesen, nur in unserer heutigen Zeit fällt das dauerhafte Schwangersein weg. Aber das Schutzbedürfnis unserer Ahnen ist immer noch da.

    Da die Familie sukzessive von der Linken unterminiert wird und Alleinverdienerinnen mit Kind forciert werden, indem man den Frauen etwas von Selbstbestimmungsrecht einredet, bleibt vielen Frauen gar nichts anderes übrig
    als sich unter den Schutz des Staates zu begeben, sie sind ja auf seine Alimentierung in Ermangelung einer Familie angewiesen.
    Und wählen damit links.

  14. simplicissimus
    28. September 2010 11:50

    jeder der 10 finger hat und rechnen kann, weiss, dass eine splitterpartei wie das bzö das rechte lager schwächt. bitte nicht missverstehen, möchte nicht gegen das bzö wettern, aber es ist die bündelung ALLER rechter kräfte nötig um diesem links dominiertem mainstream-unfug endlich etwas entgegen setzen zu können.

  15. Josef Maierhofer
    28. September 2010 10:53

    Klare Aussagen wären gefragt.

    Nicht das ängstliche Pfründe Schützen, nicht das Schützen der Klientel, nicht die Verlogenheit der 'all-inclusive' Parteiideologien, etc. wären gefragt, nein, die klaren Aussagen zur Zukunft, die klaren Aussagen, wie man die Probleme gemeinsam meistern will, etc. wären gefragt.

    Die Schafe stehen klarerweise beim Futtertrog, solange dort Futter ist oder versprochen wird, sonst gehen sie auf die Weide und holen sich das Futter. Das ist auch so beim Taubenfüttern in Wien, die Taubenplage wird solange andauern, bis sie niemand mehr füttert oder füttern kann.

    Kann man von den Linken eine klare Zukunftsvision bekommen, nein, kann man von der ÖVP eine klare Zukunftsvision erhalten, derzeit leider auch nein, kann man von der FPÖ eine klare Zukunftsvision erhalten, noch am ehesten, zumindest ein Bekenntnis zur Heimat.

    Daß die Frauen 'all inclusive' auf Kredit bequemer finden war immer schon so, wenn wir unsere Familienbudgets so betrachten. Beim Ausgeben sind sie stärker als beim Abzahlen, trotz aller P.C. und sonstiger emanzipierter Statements.

    Da die Linken hemmungslos 'all inclusive' auf Kredit propagieren und anbieten, wird Dr. Unterberger möglicher weise da Recht haben mit den Frauen.

    Klare Aussagen zur Zukunft werden erst dann gewählt, wenn alle politischen Parteien klare Aussagen machen und die Wahrheit sagen müssen, und das wird bei uns erst nach dem Zusammenbruch passieren.

    Will man den Zusammenbruch vermeiden, dann wären mindestens angesagt:
    Budgetdisziplin samt Schuldenabbau
    Föderalismusreduktion
    Verwaltungsreduktion
    Privilegienabbau
    im notwendigen Ausmaß.

    • Celian
      28. September 2010 11:58

      Das Geld mit vollen Händen ausgeben, ist aber keine weibliche Kategorie. Die meisten Familienbudgets, von Frauen geführt, bilanzieren ausgeglichen.

    • Josef Maierhofer
      28. September 2010 13:40

      @ Celian

      Das war bei mir anders und bei den 'Leidensgenossen'.

  16. Martin Bauer
    28. September 2010 08:57

    Frauen wählen eher links?

    Eventuell liegt es daran, dass es in Österreich (54:46 Prozent) mehr Frauen gibt?
    So gesehen, würden die Frauen genau so wie die Männer wählen.
    Interessant wäre es aber festzustellen, wie hoch der Weisswähleranteil bei den Frauen und bei den Männern ist. Da könnte man meinungsbildend ansetzen.

    Den anderen Schluss (a la Blondinenwitz) verkneife ich mir :-)

    • phaidros
      28. September 2010 11:28

      Werter Herr Bauer, eigentlich vermute ich, dass sich diese Aussage bereits auf Prozentsätze bezieht, nicht auf eine reine Anzahl von Stimmen.

      BG/phaidros

  17. SuPa
    28. September 2010 08:41

    Da in der Steiermark noch nichts entschieden ist sollte man doch abwarten und nicht "Kaffeesud lesen".

  18. terbuan
    28. September 2010 07:59

    Die Hektik der unprofessionell agierenden steirischen Politiker zeigt nur wieder einmal, es geht ihnen nicht um das Land sondern nur um Macht und Pfründe!
    Dass die Frauen eher links und die Männern in der Steiermark eher rechts wählen wundert mich nicht, spielt doch bei den Frauen das "ästethische Defizit" eines Kanidaten eine nicht unwesentliche Rolle!

    • Brigitte Imb
      28. September 2010 15:42

      Naja, wenn der Kernöl Franzi den Mund aufmacht gestaltet sich seine "Ästhetik" um.

    • fosca
      28. September 2010 23:59

      @terbuan

      Wenn Ihre Gleichung stimmte (>>> Weiblich = Links=ästethische Defizite), dann dürfte aber in Wien der "Wampo" Häupl keinesfalls wieder Bürgermeister werden, oder? *gg*

    • cmh (kein Partner)
      29. September 2010 08:55

      Bei dieser ORF-castingshow hat auch die Christine Stürmer gegen einen IchhabdenNamenvergessen den Kürzeren gezogen. Nicht weil der besser gewesen wäre, sondern weil die Tussen schneller beim smsen waren.

      Und in Wien ist jetzt die Schwarze weiblich. Da schlägt das krautige Parfume der (roten) Macht sicher ganz stark durch.

      .....

      Tief sind wir gesunken! Derartige Parameter in diese Politkalküle einfließen zu lassen ist doch mehr als strange, queer oder wie auch immer.

      Dass also das biologische Geschlecht in anscheinend rationale (?) Kalküle Eingang findet bzw Eingang finden muss ist entweder das Ende der Rationalität oder Beginn der trennenden Unterscheidung m/w macht im weiteren alles mögliche und beliebige argumentierbar.

  19. brauchtKeinSternderl
    28. September 2010 05:47

    Wollen Sie ganz entspannt, ohne "Sternderldruck", posten? Antworten Sie einfach hier!

    • phaidros
      28. September 2010 05:47

      verliert sie wahrscheinlich rascher Männer an die FPÖ, als sie Frauen von den Grünen gewinnen kann.

      Diese Überlegungen sind ja alle recht interessant, führen aber mit Verlaub ganz genau in diese unselige Art von "Umfragepolitik", die wir derzeit allerorts beobachten: ein neues Thema kommt auf (in diesem Zusammenhang egal, von wem es lanciert wurde). Dann passiert folgendes:

      * Panik in der Parteizentrale!
      * Was ist unsere Meinung?
      * Wer hat eine Meinung dazu?
      * Was ist eine Meinung?
      * Fragen wir ein Meinungsinstitut!
      * Gute Idee!

      Das Ergebnis wird nach Wählergruppen aufgeschlüsselt und die resultierende Meinung arithmetisch stimmenoptimierend stromliniengeförmig modelliert wie ein Auto im Windkanal. Heraus kommt etwas, was mit einer Meinung praktisch nichts zu tun hat.

      Was ich mir wünschen würde: dass eine Partei aus ihren Grundsätzen und Programm eine Meinung ableitet, diese erklärt und anbietet, und sich dafür wählen lässt (oder eben nicht). Im Grunde praktizieren diese einzige demokratiepolitisch saubere Art in gewisser Weise nur noch die Kommunisten. Arme Demokratie, weit haben wir's gebracht.

      BG/phaidros

    • phaidros
      28. September 2010 05:49

      Nachsatz, Problem bei meinem frommen Wunsch, heutzutage: bereits die Grundsätze und das Programm sind ja auf diese Weise entstanden.

    • Kaffeehäferl
      28. September 2010 10:02

      Die Feigheit Stellung zu beziehen erschwert einem in vielen Aspekten des Lebens Schwierigkeiten.

      Am Schlimmsten ist mir das aufgefallen als ich ein Fachseminar besucht habe, gemeinsam mit anderen Kollegen vom Fach. Der Seminarleiter war auch von der Kategorie, es nur ja allen recht zu machen. Jede Wortmeldung eines Teilnehmers war (ein bißchen) richtig, auch wenn sie das genaue Gegenteil einer zuvor geäußerten Meinung war, die ebenfalls (zumindest ein bißchen) richtig war.

      Überspitzt formuliert: Ein Kreis war (ein bißchen) eckig, ein Quadrat (ein bißchen) rund.

      Als Seminarteilnehmer, für den der Stoff neu war fühlte ich mich wie im Nebel. Rundherum war alles grau, nichts war schwarz, nichts weiß; nichts richtig, nichts falsch. Orientierungslosigkeit breitete sich aus.
      Ich verließ das Seminar so schlau als wie zuvor.

      Dabei ist die Feigheit Stellung zu beziehen durchaus verständlich. Denn: Eine Meinung zu haben und Stellung zu beziehen ist anstrengend. Das bedeutet nämlich auch, "Nein" zu sagen. Und wer "nein" sagt, muß begründen. Wer zustimmt muß nicht erklären, warum er zustimmt. Wer ablehnt, muß erklären.

      In einer Diskussion, die von unangenehmen Leuten oft mit unlauteren rethorischen Mitteln geführt wird, besteht die Gefahr zu "unterliegen". Im besten Fall heißt das, seine Meinung nicht an den Mann zu bringen, nicht verstanden zu werden. Im schlechtesten Fall, persönlich angegriffen zu werden oder für seinen Standpunkt lächerlich gemacht zu werden.

      Versucht man in einer Diskussion, klare Stellung zu beziehen, dann ist man ein "Schubladendenker", ein "Polarisierer", ein "Schwarzweißmaler". Politische Gegner drehen einem daraus auch noch einen Strick.
      Zeigt man hingegen keine Konturen, dann kriegt einen auch keiner zu fassen. Allen hat man es recht gemacht,

    • Samtpfote
      28. September 2010 10:12

      Kaffeehäferl

      Das ist ja das Problem der rechten Rechten ....

    • phaidros
      28. September 2010 15:12

      Kaffeehäferl: geradezu prophetisch, was Sie da schreiben! Kennen wir einander? ... ;-)

    • Reinhard (kein Partner)
      29. September 2010 06:42

      @Kaffeehäferl
      Als Seminarleiter kann ich mich nur für meinen "Kollegen" entschuldigen; wahrscheinlich hat er öfter Schulungen in Beamten- und Politkreisen abzuhalten, dort ist Herumeierei Programm. Immerhin muss sich jeder "abgeholt" und "angenommen" fühlen, und manche glauben, das kann man nur erreichen, indem man eine Schleimspur zieht. In manchen Kreisen ist das auch erwünscht bzw. wird von den Organisatoren gefordert und in der Ausbildung zum Seminarleiter bekommt man das auch antrainiert. (Als ich den Wilhelm Busch zitierte "Allen Menschen Recht getan ist eine Kunst die keiner kann." hatte mein Ausbilder eine Menge zu tun, mir das auszureden, ohne dabei das Wort "nein" zu verwenden - eine solche Sichtweise verbaut einem nämlich manche Wege. Zum Glück gibt es deren auch noch andere...)
      Ich habe das gar nicht erst ausprobiert, schon weil ich weniger mit pragmatisierten, dafür viel mit pragmatischen Teilnehmern zu tun habe, die ein sehr gutes Gespür dafür besitzen, welche Inhalte ihnen Nutzen bringen und welche nicht. Außerdem bin ich der veralteten Meinung, dass zwar das Wohlfühlen der Teilnehmer wichtig, die Vermittlung von Fachkenntnissen aber wichtiger ist. Ich bin Trainer, nicht Animateur, und wer sich nur wohl fühlen und sonst gar nichts will, ist im Schanigarten besser aufgehoben.
      Das Geheimnis liegt einfach daran, der zu sein, der man ist, denn spielt man jemand anderen, merken das die Leute - und wer einmal beim Lügen erwischt wurde, dem glaubt man auch sonst nichts mehr. Glaubwürdigkeit ist in dem Job einfach alles.

      Besonders gratulieren möchte ich Ihnen zu der Aussage: "Wer zustimmt muß nicht erklären, warum er zustimmt. Wer ablehnt, muß erklären." Genau deswegen muss ein Seminarleiter in seinem Fachgebiet absolut sattelfest und sein Wissen fundiert sein. Alles andere funktioniert nicht.

      Und Ihre letzten beiden Absätze fassen brillant zusammen, was man hier beobachten kann, wenn die linken Trolle von der Leine gelassen werden - Parolendrescherei, Nazi- und Rassistenkeulen, Verhöhnung Andersdenkender, argumentationsfreie Untergriffe gegen Personen, Verhetzung politisch Missliebiger etc.
      Es gibt keinen Stil und keine Kultur mehr in den Diskussionen der polarisierten Politik.





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