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Kari der Mutige

Was der tschechische Außenminister Kritisches zur FPÖ gesagt hat, haben wir des langen und breiten aus unseren Medien erfahren. Sehr wenig aber hören wir von dem viel Interessanteren, was er an seinem eigenen Arbeitsplatz tut. Wovon man nämlich in Österreich wirklich etwas lernen könnte.

Karl Schwarzenberg baut 250 Mitarbeiter des 2000 Köpfe starken Außenministeriums einfach ab. Das sind mehr als zwölf Prozent. Er schließt sechs Botschaften und Generalkonsulate. Und er kündigt an, das werden nicht die letzten sein. Das sagte er den in Prag versammelten Botschaftern so direkt ins Gesicht. Und nicht etwa über die Medien.

Wann hat es in Österreich zuletzt einen Politiker mit so viel Courage und Konsequenz gegeben? Jeder österreichische Minister könnte und sollte sich von dem Mann ein dickes Stück abschneiden. Denn bei uns warten noch viel mehr solcher Herkules-Aufgaben auf führungsstarke Minister. Die wir aber leider nicht haben (lediglich die Innenministerin und zum Teil der Sozialminister haben das Zeug dazu).

Hut ab - auch wenn man Schwarzenberg in seinen langen Wiener Jahren eher als nuschelnden Frauenhelden oder Graf Bobby eingeschätzt haben mag. Denn das Schönste ist: Schwarzenberg ist heute der beliebteste Politiker seines ihm erst relativ spät zugänglich gewordenen Heimatlandes.

Die Unsrigen fürchten sich hingegen viel zu viel vor dem, was die Zeitungen schreiben, oder was böse Personalvertreter androhen. Daher werden aber die Tschechen mit Sicherheit einen besseren wirtschaftlichen Weg vor sich haben als die Österreicher.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    01. September 2010 02:20

    No joa - wirklich mutig fände ich Herrn Schwarzenberg, wenn er sich für die Abschaffung der menschenverachtenden Benes-Dekrete stark machte, die in einem friedlich vereinten Europa eigentlich nichts mehr zu suchen haben.

    Aber so wirkt er halt - trotz vielleicht guter Arbeit als Außenminister - schon ein bißchen unglaubwürdig, weil ihm zum tatsächlichen Mut die letzte Konsequenz fehlt!

  2. Ausgezeichneter KommentatorKurt22
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    01. September 2010 14:51

    Dafür haben wir einen Kanzler, der Probleme zwar erkennt (besser anerkennt), aber darüber nicht redet, der sich von "Attac" die Wirtschaft erklären läßt, den zu Sarrazins Aussagen nur die Nazizeit einfällt. Vielleicht wird man als Pflichtmedium in den Schulen einmal das "Tatblatt" aufleben lassen, empfehle als Herausgeber den seinerzeitigen Unterstützer G. Einem.
    Der Terror kommt von links!

  3. Ausgezeichneter KommentatorDer kleine Nick
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    01. September 2010 09:35

    Bei Schwarzenberg hat man das Gefühl, er leistet sich (zumindest weitgehend) den Luxus einer eigenen Meinung. In unserer Zeit, in der "politische Korrektheit" die Freiheit des Denkens (und die Fähigkeit zu denken?) abzulösen droht, ist ein Mensch mit eigener Meinung schon eine kleine Sensation. Eigentlich bedrückend.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    01. September 2010 11:14

    es ist wohlfeil in den kreisen des herrn schwarzenberg gegen die fpö zu sein...
    jedenfalls ist mir die fpö auf jeden fall sympathischer als dieses tschechische regierungsmitglied, das beharrlich zu den benes-dekreten schweigt....
    hier wurden und werden aus opportunistischen gründen sowohl von der tschechischen regierung als auch von der eu unter dem beifall der politisch correkten menschrechte mit füssen getreten.
    daher ist es dreist und verlogen gegen die fpö zu sein, selbst aber im glashaus des rassismus und der verachtung der menschenrechte zu sitzen

  5. Ausgezeichneter KommentatorSuPa
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    01. September 2010 09:17

    Karl (Karel) Schwarzenberg ist sicher eine seltene politische Figur in den demokratischen Staaten Europas. Man kann über manche Entscheidungen unterschiedlicher Meinung sein, aber er steht zu seinen Ideen und setzt diese auch konsequent um. Aufgrund seiner finanziellen Unabhängiskeit íst er bestimmt kein Parteigünstling und Sesselkleber, kann daher auch unangenehme Massnahmen ohne ständige Rücksichtnahme und Eigeninteresse gut "verkaufen". Seine Herkunft, Bildung und die vielen Sprachkenntnisse sind ihm da sehr hilfreich. Sicher kommt ihm auch das politische Umfeld sowie die Vergangenheit seines Landes sehr zugute, denn das Volk sehnt sich nach den vielen Jahren der kommunistischen Diktatur sowie den anschliessenden armseligen Regierungen (meist von Wendehälsen - also früheren KP-Leuten besetzt) um wirklich "starke Leute", welche sich wirklich um das Volk kümmern. Sein Denken ist nicht nur kurzfristig, auch langfristige und nachhaltige Entscheidungen sind ihm wichtig.

    Wo gibt es in Österreich (und auch in Deutschland) solche Leute?

  6. Ausgezeichneter KommentatorW. Mandl
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    01. September 2010 09:21

    Politiker, die unangenehme Wahrheiten (z.B.: es muss radikal gespart werden) offen aussprechen, benötigen eine gewisse persönliche Unabhängigkeit, die Fürst Schwarzenberg sicherlich hat.

    Politiker, die "ohne Partei nichts sind" (Copyright Sinowatz), dürfen das nicht, denn sonst sind sie weg vom Fenster und im beruflichen Abgrund.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    01. September 2010 07:51

    Man könnte Karel Schwarzenberg einen bespielhaft großen Europäer bezeichnen, der sehr viel für die Aussöhnung Tschechiens mit seinen westlichen und südlichen Nachbarn und der europäischen Völker insgesamt geleistet hat.
    Andererseits ist seine pragmatische und opportunistische Haltung unverkennbar, er ist einer der Mächtigen, sehr beliebt im Land und die Schwarzenbergs haben sich ihren Anteil zurückgeholt.
    Die Benes Dekrete? Die sind ihm doch völlig egal, einen Satz gegen die und er wäre alle seine Funktionen im tschechischen Staate los.
    Da macht ihn die Verkleinerung seines Ministeriums auch nicht symphatischer, wahrscheinlich steht ihm und der ganzen Regierung das Wasser finanziell ohnedies bis zum Hals!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorbart
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    02. September 2010 09:24

    Auch der tschechische Außenminister hat Kritisches zur FPÖ gesagt?

    Lesen sie morgen, nächste Woche, nächstes Monat usw. in Kurier, Presse, Substandard, Österreich, Heute, ORF Teletext usw.:

    Herr Mayer, stellv. Protokollführer der SPÖ-Pinkafeld, "Strache ist ein Hetzer!"


alle Kommentare

  1. Karess (kein Partner)
    13. Februar 2015 17:22

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  4. Veronel (kein Partner)
    21. Januar 2015 19:29

    Hi,1) and what? This is just a law of biology. Humans are, among other tinghs, carriers of genes and they have evolved for billions of years to spread themselves against others. Being shocked that there may be "genuine" racism somewhere shows the same silliness as the fact that men mostly prefer to sleep with women. One can improve the situation by various laws, certain tinghs may be criminalized, but in any non-totalitarian country, there's inevitably a threshold beneath which one must have a right for his or her decisions regardless of speculations about the causes.2) The same thing except that corporations aren't driven primarily by biological instincts - they act to maximize the profit so this behavior *proves* that given the best evidence they have, the folks in the corporations think that they will do better if they hire men. You can protest it but that's the last thing you can do against this fact unless, once again, you want to cripple the basic freedom of humans to collaborate with whomever they want to collaborate and not collaborate with someone else.Where do you take the arrogance to claim that your far left ideological delusions - and the proposed "cures worse than any disease" such as affirmative action - are in the "interests of the society"? As mentioned above, they're clearly not in the interests of the individuals and corporations they make decisions and their wealth. If everyone gets poorer, how can the society get better? As Thatcher was saying, there is no such thing as a society. Indeed, this phrase is used mainly by the likes of you to defend policies that hurt pretty much every individual - or at least, their damages exceed the benefits....but if you meant that women and non-whites are inherently less qualified than white men to hold power...They are, as groups, *statistically* less qualified to hold power and indeed, this property is inherent. The reality proves that this is the case. People like you are complete deniers of reality who will never hesitate to sacrifice other people's well-being, freedom, and - indeed - life to defend your misconceptions and lies about the mankind and to push disgusting revolutionary perverse deformation of the functioning of countries at every level that are known to hurt and hurt badly but obsessed people like you just don't fucking care. http://jmxianprgs.com [url=http://djatahpiayk.com]djatahpiayk[/url ] [link=http://zhvuzesyxh.com]zhvuzesyxh[/link ]

  5. Lucas (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:24

    Some people would say that these reustls reflect the scandals, raids etc. in recent years that damaged the image of the right-wing parties.I don't believe that.I think that we are just returning to the "normal" after some happier 2.5 decades with lots of right-wingers at the top. The Czechs are mostly a nation of peasants, workers, and mediocre intellectuals, and these folks simply want to vote for parties that defend such groups of people, and it's just not the right-wing parties. http://zwtvgxqcgl.com [url=http://cuswmuxyk.com]cuswmuxyk[/url ] [link=http://eyitxzjybg.com]eyitxzjybg[/link ]

  6. Shah (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:27

    Some people would say that these rsuelts reflect the scandals, raids etc. in recent years that damaged the image of the right-wing parties.I don't believe that.I think that we are just returning to the "normal" after some happier 2.5 decades with lots of right-wingers at the top. The Czechs are mostly a nation of peasants, workers, and mediocre intellectuals, and these folks simply want to vote for parties that defend such groups of people, and it's just not the right-wing parties.

  7. Ranjeet (kein Partner)
    19. Januar 2015 17:20

    No doubt that this kind of "gesture" is not high brow and it is not what I mean by art. But it's political sngiifncaice is another matter. By this "provocation" he managed to attract world wide attention to the Czech elections and the fact that they attempt to "rehabilitate" the communists. Images of the "finger" have appeared in the mass media, from Poland to Australia and the commentary is the same. It seems to me that has succeeded in making any formal participation by the communists in the next government less likely. But he seems to be also directly accusing Zeman of being behind this idea and I don't know how true this is. However, Zeman will now be viewed with more suspicion by those on the political right in those Visegrad countries where anti-communism is still very strong.

  8. Rhamdan (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:37

    No doubt that this kind of "gesture" is not high brow and it is not what I mean by art. But it's political sifingicance is another matter. By this "provocation" he managed to attract world wide attention to the Czech elections and the fact that they attempt to "rehabilitate" the communists. Images of the "finger" have appeared in the mass media, from Poland to Australia and the commentary is the same. It seems to me that has succeeded in making any formal participation by the communists in the next government less likely. But he seems to be also directly accusing Zeman of being behind this idea and I don't know how true this is. However, Zeman will now be viewed with more suspicion by those on the political right in those Visegrad countries where anti-communism is still very strong.

  9. M.U. Shrooms (kein Partner)
    02. September 2010 23:44

    Die Tschechen waren wirtschaftlich immer schon besser, schon gleich nach dem Untergang der Monarchie.

    Das Beispiel mit der Kürzung der Belegschaft könnte man sich aber hierzulande auch abschauen. Der Beamtenapparat gehört kräftig ausgedünnt, Wertschöpfung bringt er keine, nur Kosten.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      04. September 2010 02:38

      Wenn's um Tschechien geht, hab ich ein bisserl Kenntnis. Nicht viel, aber doch. Ich bin an der Grenze aufgewachsen und meine Lebensgefaehrtin ist Tschechin.

      Wir sind lauwarme Weicheier (mich ausgenommen) und die Tschechen sind stolz. Als ich vor ein paar Jahren einer jungen Tschechin erzaehlte, dass ich oft in der Tschechei war, hat sie mich sofort daran erinnert, dass es Tschechien heisst. Freundlich, aber resolut! Wir (mich ausgenommen) scheissen uns in die Hose, wenn wir auf die Heimat angesprochen werden.

      Schotte muesste man sein! Die haben sich noch nie in die Hose geschissen!

    • Gerhard (kein Partner)
      04. September 2010 20:31

      "Die Tschechen waren wirtschaftlich immer schon besser, schon gleich nach dem Untergang der Monarchie."

      Ab er nur so lange als das Sudetenland von Deutschen besiedelt war.
      Sieht man sich diese Gebiet heute an so muß man feststellen dass die ach so tüchtigen Tschechen mit dem gestohlenen Gut absolut nichts anzufangen wussten! Nicht einmal erhalten konnten sie es! Alles haben sie herabgewirtschaftet!

  10. klein (kein Partner)
    02. September 2010 17:19

    Nur weil ein Außenminister 12% seiner Mitarbieter kündigt und 6 Botschaften schließt, ist er auf einmal ein Held? Also mir ist das etwas zu wenig. Wenn Andreas Unterberger das als Vorbild für die Wirtschaft sieht, muss ich ihn warnen. Ein rigoroser Personalabbau kann auch nach hinten losgehen, nämlich dann, wenn die Auftragslage wieder besser wird und man wieder Leute braucht, die die nötigen Qualifikationen mitbringen. Und wäre ich der Regierungschef eines Landes, in dem Tschechien seine Botschaft einfach so schließt, würde ich mir die Qualität der Beziehungen zu Tschechien 2x überlegen....

  11. Stachel (kein Partner)
    02. September 2010 10:42

    Also, ob die Schließung von Botschaften eine so vorbildliche und nachahmenswerte Leistung ist ... da habe ich meine Zweifel; die ersparten Mittel stehen in keinem Verhältnis zu den dadurch verminderten und verschlechterten Beziehungen zu den betreffenden und betroffenen Staaten. Da gäbe es wohl noch andere Möglichkeiten, in der staatlichen Verwaltung Geld zu sparen - sicher auch in Tschechien und umso mehr bei uns.

  12. bart (kein Partner)
    02. September 2010 09:24

    Auch der tschechische Außenminister hat Kritisches zur FPÖ gesagt?

    Lesen sie morgen, nächste Woche, nächstes Monat usw. in Kurier, Presse, Substandard, Österreich, Heute, ORF Teletext usw.:

    Herr Mayer, stellv. Protokollführer der SPÖ-Pinkafeld, "Strache ist ein Hetzer!"

  13. RB (kein Partner)
    02. September 2010 07:43

    Interessant wäre zu wissen, welche Botschaften und Konsulate Fürst Schwarzenberg schließen ließ. Wahrscheinlich hat Tschechien keinerlei Interessen in diesen Ländern und sind für das Land unwichtig.
    Fürst Schwarzenberg mag ja eine interessante und schillernde Persönlichkeit sein, aber seine Aussagen im Profil-Interview, dass wir alle Migranten sind
    (nennt Prinz Eugen, Beethoven, Mozart) ist schon mehr als lächerlich.

    • Undine
      02. September 2010 09:23

      @RB

      Meine Sympathien für Karl Schwarzenberg halten sich auch in Grenzen. Er imponiert mir nicht im Geringsten, weder als Mensch (Mann)noch als Politiker.

    • Systemfehler (kein Partner)
      02. September 2010 19:24

      Tja, kaum ist einer anständig, realistisch, weltoffen und konstruktiv, wird er von den Rassisten angefeindet. Es wäre ein Armutszeugnis für Schwarzenberg, würde er ausgerechnet von den Unterberger-Fans geschätzt.

    • fosca
      03. September 2010 22:22

      @Systemfehler

      Die Wahrnehmungsschwierigkeiten nehmen zu, gel!
      Ist Ihnen entgangen, daß ihn Herr Unterberger sehr wohl lobend hervorgehoben hat und man muß ja nicht immer einer Meinung sein >>>> VIELFALT statt EINFALT, aber ersteres dürfte ein Fremdwort für Sie sein!

  14. Rado (kein Partner)
    02. September 2010 07:39

    Ob man wirklich von jemand etwas lernen kann, der die rassistischen Benesch-Dekrete so verteidigt, wie Schwarzenberg? Das deutsche und das ungarische Volk ist der Feind des tschechischen Volkes? Wirklich ein toller Typ, dieser Schwarzenberg.
    Die 12 Prozent Personalabbau gibt es in der österreichischen Bundesverwaltung beinahe alle paar Jahre. So neu ist das auch hier bei uns nicht

    • SOKs (kein Partner)
      02. September 2010 10:32

      Haben Sie schon einmal überlegt, daß durch respektlose Äußerungen gegenüber einem weisen Mann Sie sich eigentlich systematisch selbt lächerlich machen? Genügt Ihnen nicht das sachliche Argument ?

    • Systemfehler (kein Partner)
      02. September 2010 19:22

      Dieses Blog samt seinen Fans ist doch geprägt von respektlosen polemischen Äusserungen. Sachlich gings hier noch nie zu (auch wenn Unterberger in völliger Selbstüberschätzung wieder von sich geben wird "mein Blog ist das sachlichste Blog Österreichs")

    • Rado (kein Partner)
      03. September 2010 13:35

      @SOKs
      Ich nehme natürlich an, dass diese Meinung sarkastisch gemeint ist.
      Respekt habe ich vor Politikern generell eher wenig, vor Scharzenberg genau gar keinen. Auf was hin auch? Sehen sie ihn nur mal an. Ein Mann ohne Charakter und Format. Seine hervorstechendste Charaktereigenschaft ist wohl die Arroganz, sichtbar ua. in der Art wie er über die Gegner von Temelin spricht.
      Weisheit kaufe ich diesem Herrn übrigends auch nicht ab. Bestenfalls Eitelkeit.
      So, das waren jetzt aber genug sachliches zu Schwarzenberg.

  15. Richard Mer
  16. Brigitte Imb
    01. September 2010 15:53

    Bei uns wird niemand entlassen, im Gegenteil, es werden neue Pöstchen geschaffen. Gibt es doch in unserem Gr. Land sooo viel zu verwalten und zu versorgen.

    Es läuft bereits parteienübergreifend. Was das heißt? Wird es einem bei einer Partei zu "kalt", weil ev. die Abwahl droht, spiel ma schnell Bäumchen wechsel dich, wie z.B. der grüne Bundesrat Schennach.

    Soll noch einer sagen die Parteien arbeiten nicht Hand in Hand.

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/591445/index.do?_vl_backlink=/home/politik/index.do

    • Systemfehler (kein Partner)
      02. September 2010 06:08

      Das Bäümchen-wechsel-dich-Spiel ist aber haupsächlich vom ultrarechten Lager (BZÖ/FPÖ/FPK) bekannt. Und auch was die Posten und Pöstchen betrifft, ist wohl Kärnten mit seiner rechtsextremen Selbstbereicherungsclique Weltmeister.

    • tartaros (kein Partner)
      02. September 2010 19:10

      Die grünen Freaks zerlegen sich schon vor der Wahl. Schön, dabei zusehen zu dürfen. :-)

  17. Kurt22
    01. September 2010 14:51

    Dafür haben wir einen Kanzler, der Probleme zwar erkennt (besser anerkennt), aber darüber nicht redet, der sich von "Attac" die Wirtschaft erklären läßt, den zu Sarrazins Aussagen nur die Nazizeit einfällt. Vielleicht wird man als Pflichtmedium in den Schulen einmal das "Tatblatt" aufleben lassen, empfehle als Herausgeber den seinerzeitigen Unterstützer G. Einem.
    Der Terror kommt von links!

    • Der kleine Nick
      01. September 2010 15:08

      Einen Bundeskanzler, der Probleme erkennt oder anerkennt? Sollten wir nicht besser sagen: der sich Probleme näherbringen lässt und sich dann in Problemlösung per Lächelhypnose versucht?

    • Kurt22
      01. September 2010 16:11

      @Der kleine Nick: Sie haben ja so Recht, mit meinem Ausdruck habe ich den BK unverdientermaßen aufgewertet. Wobei ich trotzdem glaube, dass unsere Politschickeria sehr wohl weiß, wohin Österreich geht, aber sich einfach nicht traut, gegenzusteuern. Da schickt man lieber die Fekter aus dem Team vor, auf die läßt sich dann kommod verbal einprügeln. Vielleicht sollte man Frau Fekter zur Kanzlerin machen.

    • Der kleine Nick
      01. September 2010 19:32

      @ Kurt22:

      Vielleicht sollten wir bei Herrn Faymann oder Feymann oder wie auch immer seine Freunde ihn gerade nennen überhaupt lieber von einem Herrn in Kanzlerpose als von einem Kanzler sprechen? So lieb wie er die Probleme des Landes anlächelt.

    • Reinhard (kein Partner)
      02. September 2010 06:31

      @Kurt22
      Mein Verdacht ist ein viel schlimmerer - es ist nicht so, dass sich unsere Politkasper nicht trauen, sich für ihr eigenes Volk einzusetzen. Es ist ihnen einfach scheißegal. Hauptsache Taschen vollstopfen, Pfründe sichern, da kann man auch Parteien und Ideologien wechseln wie die Unterhosen, Hauptsache Mehrfachversorgungen und Freunderlwirtschaft blühen. Der Rest kann den Bach runtergehen.
      Erbärmlich.

  18. Patriot
    01. September 2010 14:29

    Die Unsrigen fürchten sich hingegen viel zu viel vor dem, was die Zeitungen schreiben

    ... die keiner liest.

    • FranzAnton
      01. September 2010 17:07

      Wieso keiner liest? Es gibt ein Blatt mit Millionenauflage! Siehe "Kreuzkriechungen" unserer Politpromis!

    • Systemfehler (kein Partner)
      02. September 2010 06:09

      Der Patriot schliesst von sich auf andere.
      Patrioten lesen nicht.
      Patrioten plappern das nach, was ein vermeintlicher Führer vorplappert.

  19. thomas lahnsteiner
    01. September 2010 11:14

    es ist wohlfeil in den kreisen des herrn schwarzenberg gegen die fpö zu sein...
    jedenfalls ist mir die fpö auf jeden fall sympathischer als dieses tschechische regierungsmitglied, das beharrlich zu den benes-dekreten schweigt....
    hier wurden und werden aus opportunistischen gründen sowohl von der tschechischen regierung als auch von der eu unter dem beifall der politisch correkten menschrechte mit füssen getreten.
    daher ist es dreist und verlogen gegen die fpö zu sein, selbst aber im glashaus des rassismus und der verachtung der menschenrechte zu sitzen

    • Undine
      01. September 2010 16:48

      @Thomas Lahnsteiner

      Die Tschechen haben es leicht: sie bekommen nicht regelmäßig mit der Nazikeule eins übergezogen: das würden sie sich auch nicht gefallen lassen, während die Deutschen und wir Österreicher gar nicht devot genug sein können!

      Für ihre Grausamkeiten, die sie zu Kriegsende und nach dem Krieg an den Deutschen begangen haben, lassen sie sich nicht prügeln, weil diese zu der Zeit, als sie begangen wurden, gewissermaßen ihr gutes Recht waren. Auch bei den empörenden Benes-Dekreten tun sie so, als ginge sie das alles nichts an.

      Der Karl Schwarzenberg hat leicht lachen; er hat ja die meisten seiner Güter, ganz gleichgültig, auf welche Art und Weise die im Lauf der Jahrhunderte "erworben" worden waren, zurückerhalten.

      Wer erinnert sich noch, als es vor dem EU-Beitritt Tschechiens beschwichtigend hieß: wenn die erst einmal in der EU sind, dann werden wir leicht Forderungen bezüglich der geraubten Besitztümer der Sudetendeutschen stellen können.
      Genauso schlitzohrig lief's vor dem EU-Beitritt Sloweniens (AVNOJ-Dekrete; Raub der Besitztümer der Untersteirer!).

      Tschechien und Slowenien sind längst in der EU, aber RücKgabe stand bisher nicht auf dem Programm!

    • Kurt22
      01. September 2010 17:21

      @Undine: Noch etwas weiter zurück: "Nur wenn wir der EU beitreten, können wir auch mitreden".
      Dazu muß man sagen, die Aussage würde ja stimmen, nur bräuchten wir Politiker mit Rückgrat. Der unselige V. Klima wurde bezeichnet als der Mann, der sich gleichzeitig nach 2 Seiten verbeugen kann. Leider war da auch Schüssel nicht viel besser. Im vertreten österreichischer Interessen haben unsere Leute komplett versagt. Hin und wieder eine kleine Veto-Drohung hätte (und hat bei anderen Ländern) in Brüssel schon Wunder bewirkt.

    • Undine
      01. September 2010 18:58

      @Kurt22

      Jaja, daran erinnere ich mich auch noch gut! Mitreden können und dann erst die Waffe des Vetorechts in unserer Hand! Haben wir schon ein einziges Mal davon Gebrauch gemacht? Beneidenswert, wie souverän manche Staaten das Vetorecht einsetzen und es zu ihrem Vorteil nützen. Aber bei uns in Bagdad.....

  20. Der kleine Nick
    01. September 2010 09:35

    Bei Schwarzenberg hat man das Gefühl, er leistet sich (zumindest weitgehend) den Luxus einer eigenen Meinung. In unserer Zeit, in der "politische Korrektheit" die Freiheit des Denkens (und die Fähigkeit zu denken?) abzulösen droht, ist ein Mensch mit eigener Meinung schon eine kleine Sensation. Eigentlich bedrückend.

    • Josef Maierhofer
      01. September 2010 13:26

      Sehr bedrückend zu wissen, daß eine große Masse ohne eigene Meinung kollektiv ins Verderben getrieben wird.

      Traurig zu wissen, daß auch die Wissenden mitgerissen werden.

      Dabei wäre es doch einfach, zuzuhören oder nachzudenken, das eigene Leben selbst zu leben, selbst in die Hand zu nehmen und dann auch selbst eine Meinung zu haben.

      Das ist es, was uns die Muslime vorhalten, wenn sie uns als Weieier titulieren, nämlich keine Meinung zu haben und selbst machen sie es bedingungslos genauso, bis zum Selbstmordattentat mit den 70 Jungfrauen.

      Bedrückend !

    • Kurt22
      01. September 2010 13:33

      Bedrückend ist auch, dass derzeit in der deutschen Bundesbank eine Sitzung abläuft, bei der es um den "Abschuss" von Sarrazin geht. Sowohl in Deutschland wie auch in Österreich darf man Wahrheiten nicht mehr aussprechen, der linke Gesinnungsterror steht vor dem Endsieg!

    • Systemfehler (kein Partner)
      02. September 2010 06:10

      Das "jüdische Gen" ist keine Wahrheit sondern schlicht Schwachsinn.
      Und in dem Licht sind auch die anderen "Wahrheiten" dieses Wapplers zu betrachten.

  21. W. Mandl
    01. September 2010 09:21

    Politiker, die unangenehme Wahrheiten (z.B.: es muss radikal gespart werden) offen aussprechen, benötigen eine gewisse persönliche Unabhängigkeit, die Fürst Schwarzenberg sicherlich hat.

    Politiker, die "ohne Partei nichts sind" (Copyright Sinowatz), dürfen das nicht, denn sonst sind sie weg vom Fenster und im beruflichen Abgrund.

    • Josef Maierhofer
      01. September 2010 12:04

      Politiker, die ohne Partei nichts sind, die können wir sowieso nicht brauchen, die sind eben nichts.

    • Logiker
      01. September 2010 12:25

      @J.Maierhofer
      aber wenn sie (die Politiker) eben nur durch die Partei etwas geworden sind, ergibt das eben die Abhänigkeit bzw. sogar Hörigkeit mit allen Konsequenzen (zb.Aufgabe der eigenen Meinung usw.). Beispiele, vor allem bei den Sozis, gibt es ja zur Genüge.

    • Reinhard (kein Partner)
      02. September 2010 06:37

      Wir haben keine anderen! Das lässt das System gar nicht zu!
      Daher resultiert ja auch die Allmacht des Parteifeudalhauses, welches per Weisung dem Versorgungsabhängigen im Parlament vorschreibt, wie er, Gewissen hin oder her, gefälligst abzustimmen hat.

  22. SuPa
    01. September 2010 09:17

    Karl (Karel) Schwarzenberg ist sicher eine seltene politische Figur in den demokratischen Staaten Europas. Man kann über manche Entscheidungen unterschiedlicher Meinung sein, aber er steht zu seinen Ideen und setzt diese auch konsequent um. Aufgrund seiner finanziellen Unabhängiskeit íst er bestimmt kein Parteigünstling und Sesselkleber, kann daher auch unangenehme Massnahmen ohne ständige Rücksichtnahme und Eigeninteresse gut "verkaufen". Seine Herkunft, Bildung und die vielen Sprachkenntnisse sind ihm da sehr hilfreich. Sicher kommt ihm auch das politische Umfeld sowie die Vergangenheit seines Landes sehr zugute, denn das Volk sehnt sich nach den vielen Jahren der kommunistischen Diktatur sowie den anschliessenden armseligen Regierungen (meist von Wendehälsen - also früheren KP-Leuten besetzt) um wirklich "starke Leute", welche sich wirklich um das Volk kümmern. Sein Denken ist nicht nur kurzfristig, auch langfristige und nachhaltige Entscheidungen sind ihm wichtig.

    Wo gibt es in Österreich (und auch in Deutschland) solche Leute?

    • Systemfehler (kein Partner)
      02. September 2010 06:12

      Ja, es gibt / gab sie. Alois Mock, Erhard Busek, Franz Fischler, um nur einige zu nennen.

  23. Samtpfote
    01. September 2010 09:14

    Die Tschechen haben aus "unserer Kultur" den Schwarzenberg!
    Und wir?
    Wo findet man in Österreich einen Welser-Möst der Politik?

  24. Josef Maierhofer
    01. September 2010 09:02

    Courage ist natürlich nötig, Logik und Vernunft müssen aber davor kommen.

    Hut ab, wenn einer seine Botschafter versammelt und sagt, was Sache ist. Stelle man sich vor, ein Minister stellt sich vor vollzählig versammelte ÖBB Mannschaft und sagt, daß ab sofort ohne wenn und aber bis 65 gearbeitet wird, daß die Privilegien ab sofort wegfallen, oder Neugebauer vor seine Beamten tritt und sagt, entweder die Hälfte geht ab sofort oder wir machen es um die Hälfte oder Frau Prammer tritt vor das Parlament und sagt, entweder wir machen mit 80 Abgeordneten weiter oder wir machen es um die Hälfte.

    Womit wir bei der Logik und Vernunft angekommen wären.

    Herr Schwarzenberg, Hut ab, solche wie Sie brauchen wir auch bei uns.

  25. terbuan
    01. September 2010 07:51

    Man könnte Karel Schwarzenberg einen bespielhaft großen Europäer bezeichnen, der sehr viel für die Aussöhnung Tschechiens mit seinen westlichen und südlichen Nachbarn und der europäischen Völker insgesamt geleistet hat.
    Andererseits ist seine pragmatische und opportunistische Haltung unverkennbar, er ist einer der Mächtigen, sehr beliebt im Land und die Schwarzenbergs haben sich ihren Anteil zurückgeholt.
    Die Benes Dekrete? Die sind ihm doch völlig egal, einen Satz gegen die und er wäre alle seine Funktionen im tschechischen Staate los.
    Da macht ihn die Verkleinerung seines Ministeriums auch nicht symphatischer, wahrscheinlich steht ihm und der ganzen Regierung das Wasser finanziell ohnedies bis zum Hals!

  26. fosca
    01. September 2010 02:20

    No joa - wirklich mutig fände ich Herrn Schwarzenberg, wenn er sich für die Abschaffung der menschenverachtenden Benes-Dekrete stark machte, die in einem friedlich vereinten Europa eigentlich nichts mehr zu suchen haben.

    Aber so wirkt er halt - trotz vielleicht guter Arbeit als Außenminister - schon ein bißchen unglaubwürdig, weil ihm zum tatsächlichen Mut die letzte Konsequenz fehlt!

    • Kurt22
      01. September 2010 10:04

      Sehr richtig, auf welche Dinge werden wir Österreicher ständig hingewiesen, es nur ja nicht zu vergessen, die Tschechen kehren das unter den Tisch, und die EU hat beim Beitritt auch nur den Schwanz eingezogen.





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