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Fußnote 135: Einmal hin, einmal her: immer neue ÖBB-Skandale

Die ÖBB bauen in Bregenz nach 21 Jahren schon wieder einen neuen Bahnhof. Aber das ist noch der kleinere Teil des Skandals.

Freilich ist auch der groß genug. Kann es doch nicht wirklich mit rechten Dingen zugehen, wenn der Bahnhof wieder dorthin(!) rückt, wo er vor 21 Jahren stand, und wenn die ÖBB fast alle Bahnhöfe gleichzeitig neu bauen (statt ihr Service zu verbessern). Versteht der Aufsichtsratspräsident, der ganz zufällig aus der Bauwirtschaft kommt, nur von Bauaufträgen etwas? Der noch größere Skandal ist aber, dass dabei in bester Bregenzer Lage auch 13.000 Quadratmeter verkauft werden (an eine Gruppe um die Rhomberg Bau GmbH), der Verkaufspreis aber einfach geheim gehalten wird. Beim Buwog-Verkauf hat man wenigstens noch erfahren, um wie viel Geld dort öffentliches Eigentum verkauft worden ist. Aber bei den ÖBB ...

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2010 07:05

    Wenn eine Gewerkschaft eine Modelleisenbahnanlage im Verhältnis 1:1 betreibt und beinahe unbeschränkt über Geld verfügen kann, welches sie nicht hat, sondern vom Staat d.h. von den Steuerzahlern wie mit einem Füllhorn über sie ausgeschüttet bekommt, dann braucht man sich über gar nichts mehr zu wundern!

  2. Ausgezeichneter KommentatorKurt22
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2010 11:54

    Als Konsequenz wird man bald wieder hören, dass die Finanztransaktionssteuer her muß! Dann kreigt der Häupl seinen 100-Millionen-Cableliner, weil man den Hauptbahnhof irrtümlich nicht an die U-Bahn angebunden hat. Und dass der Bahnhof als Kurve gebaut wird, war zwar bei Purkersdorf-Sanatorium eine läßliche Sünde, aber bei einem Hauptbahnhof? Werden die Planer von den Politikern gesteuert, damit sich diese ihre Denkmäler setzen können? Es wird doch sicher auch beim Bahnhof in Bregenz wieder eine schöne Tafel geben: Gebaut unter..............., da stehen dann alle Politiker drauf, nur der Zahler nicht!

  3. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2010 09:32

    Die Sache mit den Bahnhöfen ist ganz einfach: Pöchhacker weiß "Ich bin ja nicht ewig AR-Vorsitzer". Und die Frau Minister samt in der Baukorruption sozialisiertem Bundeskanzler spuren eben - um unser Geld. Da zahlt man dann gern die Vermögenssteuer.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2010 09:05

    Der Zug muss fahren, möglichst pünktlich, daher muss die Stromversorgung mitsamt Infrastruktur, Schienen und Gerät passen. Außerdem braucht es motivierte und engagierte Mitarbeiter. Wenn das passt, dann sind auch die Kunden zufrieden. Der Bahnhof als Gebäude gehört nicht unbedingt dazu, ein neues Bahnhofsgebäude ist Optik.
    Wo würden Sie sparen?

    Ein japanisches und deutsches Unternehmen treten zum Kajakfahren an. Es gibt in jedem Boot 10 Ruderer und einen Anführer. Die Japaner liegen vorne, daher gibt es eine Krisenbesprechung im deutschen Lager, die ergibt, dass ein Ruderer durch einen zweiten Anführer ersetzt wird. Das geht solange, bis es keine Ruderer mehr gibt.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2010 23:10

    Einfach nur grauslich, was sich bei der ÖBB, eine der letzten politischen Spielwiesen, noch immer zuträgt. Dann stellt sich der neue Mann an der Spitze auch noch hin und behauptet (unter Anführung lächerlicher Beispiele!), die 3-stelligen Millionenverluste haben ihren Ursprung in Schwarz-Blau, obwohl das nunmehr 10 Jahre zurückliegt.
    Ich bringe einem solchen Manager keinerlei Vertrauen mehr entgegen, er wird einmal mehr die Hand nicht beißen, die ihn füttert.
    Die ÖBB gehört längst privatisiert!

  6. Ausgezeichneter KommentatorBaldur Einarin
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2010 23:14

    Nicht nur für einen neuen Bahnhof in Bregenz wird Steuergeld zum Fenster hinausgeworfen! Auch wird derzeit innerhalb von dreißig Jahren wiederum eine neue Wirtschaftsuniversität gebaut, weil die derzeitige nicht mehr groß genug ist, um weiterhin massenhaft arbeitslose Akademiker auf Halde zu produzieren.
    Ein neues Krankenhaus in Floridsdorf muß her, obwohl im derzeitigen AKH zwei Geschosse leerstehen und das Heeresspital in Stammersdorf unter dem Ausschluß der Öffentlichkeit benutzt wird. Die AKH-Türme gelten aufgrund ihrer Bauweise als in Zukunft unsanierbar! Und die sinnlosen, abgrundtief häßlichen Bahnhofsprojekte in Wien werden sich für die öffentlichen Finanzen ebeno negativ auswirken, wie der Skylink-Skandal. Darauf kann man Gift nehmen. Wann werden die Veratwortlichen dafür bestraft und endlich einmal zum Teufel gejagt werden ?

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2010 09:29

    Da kann ich nur eines sagen, bei der Transparenzdatenbank kann das ja nicht passieren ...

    Vielleicht stellt halt die Opposition (es gibt ja ohnehin nur eine einzige) eine parlamentarische Anfrage dazu. Wäre zumindest ein Beitrag zu einem Aufklärungsversuch.

    Es ist schon ein Rätsel, warum gleichzeitig alle Bahnhöfe gebaut werden im Sinne der 'notleidenenden' Bauindustrie mit den vielen illegalen Arbeitern auf den Baustellen und warum da die Gewerkschaften denen nicht auf die Finger schauen. Ach ja, ist ja dieselbe Parteifarbe, da kann dann ja nichts schiefgehen.

    Alles zu Lasten der ehrlichen Menschen, der arbeitenden ÖBB Bediensteten und der Steuerzahler und der österreichischen Kreditvolumina.

    Die Wahrheit wollen wir aber als Volk aber wissen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatormike1
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    22. September 2010 08:55

    ich darf mir erlauben, Teile des Kurier-Berichtes vom 21.19. in zusammenhang mit der ÖBB hier zu zitieren:

    "Der SPÖ-Justizsprecher im Nationalrat, Hannes Jarolim, regte an, Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (ÖVP) nach Strich und Faden zu verklagen: auf "Amtshaftung", auf "Schadenersatz", und auf allen möglichen Ebenen: "zivilrechtlich, strafrechtlich, medienrechtlich, öffentlich-rechtlich". So steht es wortwörtlich in einem "Memorandum", das Jarolim in seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt an die ÖBB, genauer, an Aufsichtsratspräsidenten Horst Pöchhacker, schickte. Das Memorandum liegt dem KURIER vor und bestätigt erstmals schriftlich dubiose Vorgänge, über die seit Wochen berichtet wird.

    ..... Die ÖBB behaupteten daraufhin, es habe nie einen Auftrag für so ein Rechtsgutachten gegeben. Im Gegensatz dazu hat Jarolim bereits am 25. Juli in einem Brief an Pöchhacker die Auftragserteilung bestätigt und eben jenes Memorandum über die zu prüfenden Klagsmöglichkeiten beigefügt, das dem KURIER nun vorliegt. Außerdem steht in dem Memo, dass "ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde, welches die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der öffentlichen Kampagne darlegen soll".

    das passiert also, wenn man die ÖBB (= SPÖ, ÖGB) kritisiert.....


alle Kommentare

  1. Salmansha (kein Partner)
  2. Gevend (kein Partner)
    21. Januar 2015 03:15

    Way to go on this esasy, helped a ton.

  3. Min (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:35

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  4. Sombreritos (kein Partner)
    19. Januar 2015 20:50

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  5. Jorja (kein Partner)
    19. Januar 2015 06:47

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  6. erhard gehberger (kein Partner)
    23. September 2010 20:58

    Es gibt doch ein Grundbuch mit Urkundensammlung wo der KP nachvollziehbar sein sollte, odr?

  7. klein (kein Partner)
    22. September 2010 12:11

    Wie ich einem Artikel zu diesem Thema entnehmen konnte, wurde jener Bahnhof, der jetzt wieder abgerissen werden soll, deswegen gebaut, weil ein Eisenbahn - Pfändertunnel im Gespräch war. Diesen Tunnel wird es aber nie geben, deswegen meinen die ÖBB, der jetzige Bahnhof sei zu groß und am falschen Ort. Der Verkauf des Geländes und die Verlegung des Bahhhofes soll ein Projekt "Seestadt" ermöglichen, an dem die Stadtpolitik selbst stark interessiert ist. Und Bregenz ist bekanntlich tiefschwarz. Und dass über den Verkaufspreis Stillschweigen vereinbart wird, soll es in der Wirtschaft geben.
    Herr Unterberger arbeitet wie die Kronen Zeitung: er schreibt oft nur die halbe Wahrheit.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 17:15

      Der Bahnhof wird keinesfalls verlegt werden, er wird nur redimensioniert um Platz für zusätzliche Bebauung zu schaffen. Dort wo jetzt der Bahnhof ist, kommt das Busterminal hin, im wesentlichen wird dort, wo jetzt Parkplätze sind, bebaut.

      http://www.oebb-immobilien.at/de/Projektentwicklung/Bahnhofsareal_Bregenz/Praesentation_Pressekonferenz.pdf

      Der Zusammenhang mit dem Pfändertunnel erschließt sich mir nicht ganz, da hätte man den 80er-Bahnhof eher kleiner machen müssen? Vielleicht können Sie auf den Artikel verweisen?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 17:23

      Das Projekt würde an sich fantastische städtebauliche Chancen bieten, nur wie immer bei solchen Vorhaben in Österreich ist ihre Nutzung wohl illusorisch.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 17:23

      Das Projekt würde an sich fantastische städtebauliche Chancen bieten, nur wie immer bei solchen Vorhaben in Österreich ist ihre Nutzung wohl illusorisch.

    • klein (kein Partner)
    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. September 2010 12:58

      OK, aber wirklich klar wird mir der Zusammenhang nicht. Würde der Bahn-Pfändertunnel nicht Bregenz umfahren?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. September 2010 15:13

      Aufklärung:
      Erstens wurde der alte, monströse Bahnhof gebaut, weil ursprünglich ein Pfändertunnel im Gespräch war, d.h. er wurde in der Achse an die Richtung des geplanten Tunnels verdreht, was städtebaulich und architektonisch nach der Schubladisierung eines Eisenbahntunnels mehr als fragwürdig erscheint. Außerdem ist der Bahnhof baulich nicht sehr ausgereift, die Wege sind sehr lang und die Kundeneinrichtungen fehlen auch. Mittlerweile gibt es nicht einmal mehr ein Zeitungsgeschäft! Darüber hinaus tropft Wasser praktisch seit der Eröffnung durch die Flachdächer.
      Eine umfassenden Sanierung des Gebäudes würde man auf Dauer nicht vermeiden können! Noch dazu steht es großteils leer und wird von den ÖBB nur noch zu einem kleinen Teil genutzt.

      http://www.bahnforum.info/smf/index.php?topic=124995.msg1144021#msg1144021

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      23. September 2010 15:15

      D.h. der Pfändertunnel wäre erst unmittelbar vor dem jetztigen Bf. abgezweigt (Tieflage des Bf.) und hätte die Altstadt am südlichen Rand unterfahren.

    • klein (kein Partner)
      23. September 2010 16:01

      Ich bin nicht aus Bregenz und kenne mich in der Stadt auch nicht besonders gut aus - ich war in meinem bisherigen 2x dort. Was mich zu meinem Posting veranlasste, war mein Gefühl beim Lesen des Artikels von A.U., dass es da Hintergründe gibt, die der Blogautor verschweigt. Und damit hatte ich recht. Deswegen auch der letzte Satz meines Eingangspostings.
      Im übrigen wird der Neubau (oder auch Nicht-Neubau) des Bregenzer Bahnhofes den Staat in seinen Grundfesten nicht erschüttern.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      24. September 2010 10:19

      Und ein gutes Gechäft für die ÖBB wird das auch zweifellos, wenn man die lokale Situation etwas kennt. Dass es ohne Lokalplatzhirsch Rhomberg noch besser geworden wäre darf aber vermutet werden.

    • Josef Maierhofer
      27. September 2010 17:25

      @ klein

      @
      ' ... deshalb meinen die ÖBB ...'

      Nein die ÖBB meinen das ganz sicher nicht, sondern die 'ÖBB - Baulobby - Parteibonzen', deren Namen bekannt sind und die sich neben den Gewerkschaftsbonzen dort niedergelassen haben und die ÖBB auf Kosten der Österreicher systematisch ruinieren.

      Kein vernünftiger ÖBB-Manager kann solchen Bauvorhaben zustimmen, wenn er den eignen Schuldenstand kennt, das ist meine Meinung dazu. Ich würde höchsten Schienenausbau akzeptieren als Manager.

      Überall, wo Partei drinnen ist, ist der Ruin angesagt.

      Da wir keine Demokratie haben, sondern eine Parteidiktatur, sind wir eben nicht zuletzt auch auf Grund dieser Art der Vorgangsweisen bei den ÖBB letztlich bei 220 000 000 000 EURO Schuldenstand mit Jahreskapitalkosten von 7 500 000 000 EURO für die nächsten 100 Jahre und Staatshaftungen in ungeahnter Höhe am heutigen tag angelangt.

  8. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    22. September 2010 09:16

    Wo genau ist jetzt der Skandal, ohne den Verkaufspreis zu wissen? Bewirbt sich Unterberger jetzt als Kaffeesudleser bei "Österreich - die Zeitung"? Das kann ein sehr einträgliches Geschäft sein.

    Nicht dass es bei den ÖBB-Immobilien bisher keine Skandale gegeben hat, ich erinnere an die Damen Forstinger und Huber...

    • Reinhard (kein Partner)
      22. September 2010 09:58

      Der Skandal ist, dass ein Staats-Unternehmen zwar mehrere Milliarden Steuergelder im Jahr für seine überbordenden Ausgaben benötigt, Einnahmen aber schön geheim verbucht.
      Den Steuerzahler, also jenes Volk, dem das Staatseigentum eigentlich gehört, zwar für jeden Verlust auszupressen, dafür Gewinne aber heimlich einzustreifen. ist Betrug. Und Betrug darf man wohl ruhig als Skandal bezeichnen, oder fällt das im Falle ÖBB bereits unter Kavaliersdelikt?
      Also bitte nicht so heuchlerisch fragen wo der Skandal ist, "ohne den Verkaufspreis zu wissen", denn der eigentliche Skandal ist eben das Verheimlichen des Preises.

    • trollfresser (kein Partner)
      22. September 2010 10:04

      Ja, ja ... more of the same.

      Das größte Verdienst der Schwarz/Blauen Regierung war ja, dass sie die Sozen bis zum Jüngsten Gericht mit Entschuldigungen versorgt.

      Die Sozen sind ja nieeeeeeeee schuld.

      Meiner Ansicht nach hingegen war es eine der größten Niederlagen der Schwarz/Blauen Regierung, dass sie mit ihrer Taktik, die ÖBB zuerst zu zerteilen, dann die Teile umzubringen und ein richtiges und funktionierendes Personen und Güterbeförderungsunternehmen aus den Resten wiederaufzubauen mangels Zeit nicht durchgedrungen sind.

      Aber auch wenn es gelungen wäre: STf und Konsorten würden noch jahrelang in verrauchten Bahnhofskneipen der ÖBBstalgie nachhängen. Wie schön war doch die rote Zeit ... Der Staat hat ja alles bezahlt - nur leider ist er an Entkräftigung eingegangen.

      Aber die Sozen waren daran nieeeeeeeeee schuld. Freundschft STf

      PS. Ich weiss, du wählst sie eh nicht sondern bist im Grunde wie EH ein Rocker.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 11:40

      Es wurde ein imemrhin internationales Bieterverfahren durchgeführt. Dass der nicht eben tiefrote Lokalmatador Rhomberg den Zuschlag bekommen hat, wird schon seine Gründe haben, zumal ja auch die nicht eben tiefrote Gemeinde Bregenz auch die Finger im Spiel hatte.

      Paranoia ist heilbar, Jungs.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 11:52

      Nicht böse sein, die ÖBB sind natürlich ein einziger Saustall, aber ein beliebiges Projekt wie Bregenz herauszugreifen ohne die geringste Ahnung von der Sache zu haben, ist auch etwas schwach. Da gibt es ganz andere, strukturelle Millionengräber.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      22. September 2010 11:56

      Das wirkt einfach alles so verdächtig. Außerdem handelt es sich um "linke" Machenschaften, also ist es gleich noch ein Stückchen verdächtiger!

      PS: Warum belasst es unser Blogger eigentlich nicht beim verdrehen von Fakten, anstatt über die absurdersten Dinge zu phantasieren. 3-4 mal die Woche ein Update über den neuesten Sarazzinsager und zwischendurch taktische Tipps fürs Wählen.

      .....da fällt mir ein: Unterberger stellt jetzt eine Dienstleistung für Geld bereit, also verhaltet er sich am besten so wie es von seinen Kunden gewünscht ist......

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 12:21

      Wie würde es Anwalt Ainedter formulieren? "Nicht bei allem, wo ÖBB draufsteht, ist ein Skandal drinnen." :)

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      22. September 2010 12:24

      Selbstironie ist (fast) immer lustig :p

    • Josef Maierhofer
      27. September 2010 16:55

      Aber Bregenz ist doch nur eine von ca. derzeit 30 der geldverschwenderischen Bahnhofsbauten, die alle offenbar 'so notwendig' sind, wie ein Bissen Brot.

      Die Hinweise, daß andere Länder solche absurde und sinnlose Wahnsinnsbauten nicht durchführen, wenn sie kein Geld dafür haben, wären an dieser Stelle sicher angebracht und auch die Hinweise, daß zufällig im Vorstand der ÖBB die Baulobby das Sagen hat.

      Sich da auf den einen Bahnhof festzukrallen, erkläre ich mir nur damit, daß an dieser Stelle in Bregenz kein roter Skandal stattfindet, sondern eben ein schwarzer, mal hinbauen, mal abreissen, kostet ja alles nichts, der alte tropft ja, etc., Hauptsache irgendwer kann dabei abcashen, wohlgeschützt von der jeweiligen Partei.

      Offenbar geht es um die Schuldverteilung.

      Statt, daß man Gesetzesübertretungen, Verschwendungen, Unredlichkeiten, Schäden am Volkvermögen etwa persönlich vor Gericht stellt, ergeht man sich in Parteiengeplänkel. Cashen tun aber schon Personen, oder ?

      Ich nenne das immer das Gleichgewicht des Schreckens, und noch mehr erschreckt mich die Leichtfertigkeit und Oberflächlichkeit, mit der man Milliardenverschwendungen kaschieren oder behandeln will, oder davon ablenken will.

      Eine Milliarde entspricht 100 000 Jahreseinkommen zu je 10 000,- EURO.

  9. mike1 (kein Partner)
    22. September 2010 08:55

    ich darf mir erlauben, Teile des Kurier-Berichtes vom 21.19. in zusammenhang mit der ÖBB hier zu zitieren:

    "Der SPÖ-Justizsprecher im Nationalrat, Hannes Jarolim, regte an, Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (ÖVP) nach Strich und Faden zu verklagen: auf "Amtshaftung", auf "Schadenersatz", und auf allen möglichen Ebenen: "zivilrechtlich, strafrechtlich, medienrechtlich, öffentlich-rechtlich". So steht es wortwörtlich in einem "Memorandum", das Jarolim in seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt an die ÖBB, genauer, an Aufsichtsratspräsidenten Horst Pöchhacker, schickte. Das Memorandum liegt dem KURIER vor und bestätigt erstmals schriftlich dubiose Vorgänge, über die seit Wochen berichtet wird.

    ..... Die ÖBB behaupteten daraufhin, es habe nie einen Auftrag für so ein Rechtsgutachten gegeben. Im Gegensatz dazu hat Jarolim bereits am 25. Juli in einem Brief an Pöchhacker die Auftragserteilung bestätigt und eben jenes Memorandum über die zu prüfenden Klagsmöglichkeiten beigefügt, das dem KURIER nun vorliegt. Außerdem steht in dem Memo, dass "ein Gutachten in Auftrag gegeben wurde, welches die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der öffentlichen Kampagne darlegen soll".

    das passiert also, wenn man die ÖBB (= SPÖ, ÖGB) kritisiert.....

    • Josef Maierhofer
      22. September 2010 09:06

      Meine Frage, was sagt da Lopatka dazu, wenn ein Justizsprecher solche Vorwürfe erhebt ? Wäre auch interessant zu hören.

    • mike1 (kein Partner)
      22. September 2010 10:15

      zu Josef Maierhofer um 0906 uhr::

      Das sagt Lopatka - noch ein Auszug aus dem Kurier:

      "Lopatka vermutet als einen Hintermann der Aktion den Eisenbahner-Gewerkschafter Wilhelm Haberzettl, weil Lopatka die Eisenbahner-Pensionsprivilegien kritisiert. Gestern kommentierte Lopatka das Jarolim-Memo so: "Die Geisteshaltung der Herren Haberzettl, Pöchhacker und Jarolim erinnert mich an Erich Honecker : Man setzt sich mit jemandem nicht in der Sache auseinander, sondern versucht, ihn mundtot zu machen."

      Die ÖVP setzt jetzt parlamentarische Schritte gegen die SPÖ. ÖVP-Verkehrssprecher Ferry Maier bringt laut Presse eine parlamentarische Anfrage an Verkehrsministerin Doris Bures ein. Maier will wissen, ob Bures hinter dem Auftrag für das Gutachten steckt, oder ob sie zumindest davon wusste."

    • Josef Maierhofer
      27. September 2010 17:11

      @ mike 1

      Ja, Haberzettl traue ich so was zu, der geht über Leichen, dem ist Österreich egal, der sieht nur Pensionsalter 52, Überzahlung und das Gewerkschaftsparadies zu Lasten der Österreicher. Haberzettl lässt ganz locker für absurde Forderungen streiken und Milliardenschäden anrichten, das habe ich ihm schon einmal persönlich geschrieben anlässlich des letzten ÖBB-Streiks.

      Wird er dafür kritisiert, so kann ich mir eine solche Aktion durchaus vorstellen, zumal ja auch gleich die Namen der Anwälte mitgeliefert werden, bei denen man als zahlende Partei alle diese 'Aktionen' bestellen kann.

      Ob Frau Bures davon gewußt hat, halte ich für interessant, aber nicht wichtig.

      Bliebe noch die Frage nach Recht, Ordnung, Anständigkeit bei solchen 'politischen Mentalitäten', wie etwa, 'der kritisiert mich, den mache ich fertig ...', die Anwälte machen das schon, sie haben das gleiche Gewissen ....

  10. WS (kein Partner)
    22. September 2010 08:44

    Das riesige Gelände des früheren Südbahnhofes, auf dem Stadt Wien und kommerzielle Investoren wie z.B. Erste Bank Wohnungen und Bürotürme bauen, gehört in Zukunft sicher zu den besten Lagen Wiens. ÖBB hat diese Gründe verkauft. Kolportiert wird ein (lächerlicher) Grundstückspreis von 300€/m2. Kein Kommentar!

  11. Mel Haring (kein Partner)
    22. September 2010 07:48

    Hier im Blog noch nicht so erwähnt wurde der Wiener U-Bahn-Bau. Hier wird sauteuer in die grüne Wiese hinausgebaut. Das letzte Beispiel war die Verlängerung der U1 von Kagran nach Leopoldau. Von der Fahrgastfrequenz her hätte die Verlängerung um eine Station bis zum Kagraner Platz gereicht. Der bei der Verlängerung der U1 aufgelassene 25er hat praktisch die gleichen Fahrzeiten wie die U1 jetzt gehabt, wenn man berücksichtigt, dass man zu den U-Bahn-Stationen erst rauf oder runter muss und dabei nicht mal mehr Rolltreppen zum Einsatz kommen.

    Bilder von der U2-Verlängerung sprechen ebenfalls Bände. Spätestens ab Donauspital nur eine Stelzentrasse auf grüner Wiese. Eine Strassenbahn hätte man billiger, weil in der Wiese, bauen können, und man wäre genauso schnell gewesen.

    Aber ... die Bauwirtschaft braucht halt Aufträge. Die Strassenbahnlinie 64 nach Siebenhirten wurde bereits so in die Wiese gebaut, dass man nachher nur mehr die Strassenbahnsteige verlängern und geringfügig erhöhen hätte müssen, um die U6-Garnituren fahren lassen zu können. Aber nein, das wurde dann wieder verworfen, und es wurden teure Hochstationen für die U6 neu errichtet.

    • Josef Maierhofer
      22. September 2010 09:11

      Zu solchen Theman gibt es gerade in der Wiener Stadtverwaltung viele Beispiele, wie Steuergeld verschwendet wird, um es bestimmten parteinahen Firmen 'hineinzuschieben'.

      Ich erinnere an den Skandal Eberhard beim U3 Bau, dem vor dem U-bahnbau Grundstücke billig verkauft wurden und dann um Steuergeld um bis zum 20-fachen von der Gemeinde Wien zurückgekauft wurden.

      Das würde ja rechtfertigen in Wien bis auf Weiteres nicht mehr die SPÖ zu wählen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 09:18

      Grundsätzlich haben Sie ja recht, aber die U6-Süd wurde eigentlich schon nach Plan billigst möglich ausgebaut.

    • Mel Haring (kein Partner)
      22. September 2010 10:32

      Zitat STF: " aber die U6-Süd wurde eigentlich schon nach Plan billigst möglich ausgebaut."

      Stimmt nicht. Der 64er fuhr auf der Wiese. Die Bahnsteige der Stationen Erlaaer Strasse und Perfektastrasse waren jeweils in Fahrtrichtung nach der Strassenkreuzung. Abgesichert war die Trasse durch normale Zäune. Und an Hand der Aufstellung der Zäune konnte man schon die Länge der U6-Bahnsteige sehen, da der Zaun eben erst später zum Gleis geführt wurde. Das wäre billig gewesen: Stationen ohne Aufzüge, Rolltreppen und Stiegenhäuser, Stationen die man am Abend nicht zu- und in der Früh nicht aufsperren muss, weil sie eben direkt in der Wiese liegen und von der querenden Strasse stufenlos erreicht werden können.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 11:49

      Wie wollen Sie bitte Niveaukreuzungen bei einer Umbahn mit 2-3-Minuten-Takt umsetzen? Außerhalb der Stationsbereiche bzw. der Straßenkreuzungen fährt die Trasse eh großteils im alten Niveau, zu den Stationsgebäuden mussten natürlich Rampen errichtet werden, die betrieblich aber durchausSinn machen (sog. 'dynamische Wannen').

      In den Bereichen Tscherttegasse - Schöpfwerk, Zanaschkagasse - In der Wiesen und Wallackgasse - Karl-Tornay-Gasse fährt die U6 exakt auf dem Niveau des 64ers. Viel weniger Ausbau wäre wirklich nicht gegangen.

    • Mel Haring (kein Partner)
      22. September 2010 12:10

      Zitat STF: "Wie wollen Sie bitte Niveaukreuzungen bei einer Umbahn mit 2-3-Minuten-Takt umsetzen?"

      Wieso 2-3 Minuten? Wenn das früher mit dem Intervall des 64ers gegangen ist, dann habe ich selbst bei diesem Intervall mit den U6-Zügen mindestens die doppelte Beförderungskapazität. Es macht ja nicht Sinn, das Gürtelintervall
      in die Pampa hinaus zu führen, so wie das jetzt der Fall ist. Auch wenn das ein Bezirkskaiser so will.

      "... Rampen errichtet werden, die betrieblich aber durchaus Sinn machen (sog. 'dynamische Wannen')."

      Nun ja: Extra Aufschütten zur Energieeinsparung werd ich ja wohl aber nicht,
      oder?

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 12:25

      Mit dem Intervall haben Sie natürlich auch recht. Mit einem 7-5-Minuten-Intervall, das mehr als ausreichend wäre, wären sicher auch Niveaukreuzungen möglich, obwohl ich das jetzt eisenbahnrechtlich nicht weiß. Unter den gegebenen Betriebsbedingung aber undenkbar.

      Aber mit dem Aufschütten - wenn man schon Hochstationen baut, warum denn nicht?

      Jedenfalls ist die U6 Süd unter Garantie die billigste U-Bahn-Strecke pro Kilometer gewesen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 12:27

      Wenn man diesbezüglich unbedingt einen Skandal finden will, ist es aber der, dass auch 15 Jahre nach der Umsetzung der U6 Süd das Stadtentwicklungspotential entlang der Strecke noch bei weitem nicht ausgeschöpft ist, während man andernorts munter weiter teure U-Bahnen in die Pampa baut.

  12. Baldur Einarin
    21. September 2010 23:14

    Nicht nur für einen neuen Bahnhof in Bregenz wird Steuergeld zum Fenster hinausgeworfen! Auch wird derzeit innerhalb von dreißig Jahren wiederum eine neue Wirtschaftsuniversität gebaut, weil die derzeitige nicht mehr groß genug ist, um weiterhin massenhaft arbeitslose Akademiker auf Halde zu produzieren.
    Ein neues Krankenhaus in Floridsdorf muß her, obwohl im derzeitigen AKH zwei Geschosse leerstehen und das Heeresspital in Stammersdorf unter dem Ausschluß der Öffentlichkeit benutzt wird. Die AKH-Türme gelten aufgrund ihrer Bauweise als in Zukunft unsanierbar! Und die sinnlosen, abgrundtief häßlichen Bahnhofsprojekte in Wien werden sich für die öffentlichen Finanzen ebeno negativ auswirken, wie der Skylink-Skandal. Darauf kann man Gift nehmen. Wann werden die Veratwortlichen dafür bestraft und endlich einmal zum Teufel gejagt werden ?

    • Kurt22
      22. September 2010 00:40

      Heute scheint bei Bauvorhaben das Wichtigste zu sein, dass sie pompös sind. Entweder riesengroß, oder mit kaum beherrschbarer Technik vollgestopft, oder an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei.
      Die Straßenbahnlinie 26 soll in ca. 3 - 4 Jahren um etwa 35 Millionen (Schätzung aus 2004) eine völlig neue Trassenführung erhalten, einen Bus ersetzen, der jetzt schon in den Abendstunden unter Ausschluß der Öffentlichkeit fährt. Aber es ist der Wille von Häupl, Schicker & Co.
      Geld scheint ja keine Rolle zu spielen, der Wille der Bevölkerung ist sowieso uninteressant, wenn man irgendwann wieder ein Bandl bei einer Eröffnung durchschneiden kann.
      Aber eine gescheite Umfahrung von Wien gibt es nicht.

    • fosca
      22. September 2010 00:49

      @Kurt22

      Großprojekte sind deshalb bei Politikern so beliebt, weil sich erstens damit Parteigünstlinge trefflich fördern lassen und zweitens bei solchen Summen ein paar Milliönchen viel leichter in dunklen Kanälen verschwinden.
      Um's "Bandldurchschneiden bei der Eröffnung" geht es schon lange nicht mehr! :-(

    • Kurt22
      22. September 2010 13:18

      @fosca: Da sehen Sie, ich habe mir nach wie vor ein kindliches Gemüt bewahrt, und glaube noch immer manchmal an das Harmlose (ans Gute glauben habe ich mir schon abgewöhnt).
      Den von Ihnen aufgezeigten Aspekt habe ich total verdrängt, danke für die Aufklärung.

  13. fosca
    21. September 2010 23:10

    Einfach nur grauslich, was sich bei der ÖBB, eine der letzten politischen Spielwiesen, noch immer zuträgt. Dann stellt sich der neue Mann an der Spitze auch noch hin und behauptet (unter Anführung lächerlicher Beispiele!), die 3-stelligen Millionenverluste haben ihren Ursprung in Schwarz-Blau, obwohl das nunmehr 10 Jahre zurückliegt.
    Ich bringe einem solchen Manager keinerlei Vertrauen mehr entgegen, er wird einmal mehr die Hand nicht beißen, die ihn füttert.
    Die ÖBB gehört längst privatisiert!

  14. Karl Rinnhofer
    21. September 2010 16:29

    Nicht nur in Bregenz ist es so: In der Steiermark gibt es 77 Bahnhofsneubauten (wie oft wird eigentlich der Grazer Bahnhof schon neu bzw. umgebaut?). Dafür alle Jahre Streckensperre mit Schienenersatzverkehr in den Sommermonaten auf der Ennstalstrecke - und danach geht es ebenso Jahr für Jahr wieder mit den beschämenden Fahrzeiten aus der Dampflokzeit und mit infolge Inattraktivität nicht-ausgelasteten Zügen - die zudem gigantisch mit Steuergeldern gesponsert werden - weiter, um ein paar Regiefahrer, Zugbegleiter und den Triebfahrzeugführer sowie ein paar (gar-nicht-so-wenig-zahlende) Masochisten zu befördern, großteils aber warme Luft zu transportieren und mit enormem Energie- und Personalaufwand hunderte Tonnen zu beschleunigen, abzubremsen, zu beheizen oder zu klimatisieren.

    So werden auf der Südbahnstrecke, der zweiten Magistrale Österreichs, die früheren Fahrzeiten (ich erinnere an de SC "Landskron Villach-Wien schon vor 20 Jahren) nicht annähernd erreicht; die im Ausland bereits in den 60-er Jahren eingeführte und mit relativ bescheidenen Mitteln (keine "LZB" nötig) Reisegeschwindigkeit von Schnellzügen (160 km/h) ist auf der Südbahn nicht realisiert. Man verweist aber darauf, welch tolle neue Lokomotiven ("Taurus“ mit Vmax 230 km/h) um teures Geld angeschafft wurden, die ihr Leistungspotential nicht in der Nähe ausspielen - wenn man von Alibi-Streckenteilen absieht. Selbst die bescheidenen Fahrzeiten werden durch Verspätungsanfälligkeit (infolge der "Umbauten" an der Strecke als Dauer-Entschuldigung) nicht eingehalten. Auch das Aufrechterhalten von Dauer-Langsamfahrstellen gehört dazu, weil man nicht einmal für die Reparatur des "beeinträchtigten Fahrweges" (Gleise) die materiellen Ressourcen bereitzustellen in der Lage ist. Und das nicht einige Monate hindurch; nein: sogar an einigen Stellen mehr als 10 Jahre lang. Deswegen mussten bereits geltende Regelfahrzeiten wieder verlängert werden. Man verkauft Fahrzeitverlängerung als Erfolg: Unsere Züge haben nur "Verspätungen in akzeptablem Ausmaß":

    Die Missstände bei der Bahn sind Zeichen unserer Zeit: "Errichten von Potemkinschen Dörfern" heißt die Maxime. Auf das (bloße) "Erscheinungsbild kommt es an, und auf die Dimension materiellen Inputs, den Dritte, Ungefragte, begleichen müssen, über den sich Politiker stolz brüsten (was sie wieder "durchsetzten) und dessen Einsatz eine entsprechende Outputkontrolle nicht einmal im Ansatz entspricht.

    So ist das schon in der (Höheren) Schule, wo "gute Noten" ohne auch nur einen Anflug von externer Evaluierung mit "Unterrichtserfolgen" gleichgesetzt werden und sich vorgesetzte Behördenvertreter sowie Öffentlichkeit vor regiemäßig inszenierten Endprüfungen, die reine Show sind, eher beeindruckt zeigen als vor unspektakulären, aber echten Leistungen. In Schulen werden für oft fragwürdige "Projekte" Unsummen an materiellen und Unterrichtszeit-Ressourcen verschwendet, deren dürftigen "Ergebnisse" dann plakativ in Zeitungen stehen. ( "Was tut man nicht alles für das "Schulprofil"); während für den optimierten Regelunterricht (welcher Absolventen und Gesellschaft endlich konkurrenzfähig machen würde) nicht einmal die verordnungsmäßig vorgesehenen Ressourcen bereitgestellt werden (Schülerhöchstzahl, Sprach-, Informatik-Teilungen), weil ja die "Werteinheiten" oder die PC-Arbeitsplätze fehlen. (Ganz anders ist das natürlich an den "Neuen Mittelschulen", wo man sogar für drei Lehrer pro Klasse Mittel bereitstellt und der Ressourcentopf unbeschränkt zu sein scheint.

    So geht es in vielen Berechen weiter: Unsinnige Tunnelbauten als Prestigeobjekte von Landeshauptleuten ("Was tun wir nicht alles für das Land, kostet … Milliarden"), mehrere Kleinspitäler nebeneinander ("wir haben die Schließung verhindert!"), ineffiziente Familienpolitik (die an der Geldmaximierung statt der wichtigeren Wertefrage ansetzt: "Was wollen Sie, wir geben ohnedies schon so viel aus für Gratis ... )

    Im Grunde ist überall das selbe Phänomen zu beobachten: "Des Kaisers neue Kleider"; Erscheinungsbild vor Effizienz, Inputmaximierung statt Effizienzkontrolle, Perpetuum-Mobile-gleicher selbst-reproduzierender innerer Reibungsverlust einer sich selbst ihre Ressourcen verzehrenden Gesellschaft.

  15. Kurt22
    21. September 2010 11:54

    Als Konsequenz wird man bald wieder hören, dass die Finanztransaktionssteuer her muß! Dann kreigt der Häupl seinen 100-Millionen-Cableliner, weil man den Hauptbahnhof irrtümlich nicht an die U-Bahn angebunden hat. Und dass der Bahnhof als Kurve gebaut wird, war zwar bei Purkersdorf-Sanatorium eine läßliche Sünde, aber bei einem Hauptbahnhof? Werden die Planer von den Politikern gesteuert, damit sich diese ihre Denkmäler setzen können? Es wird doch sicher auch beim Bahnhof in Bregenz wieder eine schöne Tafel geben: Gebaut unter..............., da stehen dann alle Politiker drauf, nur der Zahler nicht!

    • Undine
      21. September 2010 18:39

      @Kurt22

      Ja Kurt, das war schon beim Bau der Pyramiden und allen anderen herrlichen Bauten so: Genannt wurden nur die Bauherren, die das Geld dem Volk abpreßten, das dann auch noch beim Erbauen schuften mußte.

      Bei den (gewonnenen) Kriegen und einzelnen Schlachten ging nur der Kriegsherr in die Geschichte ein; von den Menschen, die auf diese Weise ihr Leben ließen, steht kein einziger in einem Geschichtsbuch.

      Und bis heute hat sich nicht viel geändert: Kein Politiker fragt uns, was er mit den uns abgepreßten Steuergeldern tun darf und was nicht.

  16. Wolfgang Bauer
    21. September 2010 09:32

    Die Sache mit den Bahnhöfen ist ganz einfach: Pöchhacker weiß "Ich bin ja nicht ewig AR-Vorsitzer". Und die Frau Minister samt in der Baukorruption sozialisiertem Bundeskanzler spuren eben - um unser Geld. Da zahlt man dann gern die Vermögenssteuer.

  17. Josef Maierhofer
    21. September 2010 09:29

    Da kann ich nur eines sagen, bei der Transparenzdatenbank kann das ja nicht passieren ...

    Vielleicht stellt halt die Opposition (es gibt ja ohnehin nur eine einzige) eine parlamentarische Anfrage dazu. Wäre zumindest ein Beitrag zu einem Aufklärungsversuch.

    Es ist schon ein Rätsel, warum gleichzeitig alle Bahnhöfe gebaut werden im Sinne der 'notleidenenden' Bauindustrie mit den vielen illegalen Arbeitern auf den Baustellen und warum da die Gewerkschaften denen nicht auf die Finger schauen. Ach ja, ist ja dieselbe Parteifarbe, da kann dann ja nichts schiefgehen.

    Alles zu Lasten der ehrlichen Menschen, der arbeitenden ÖBB Bediensteten und der Steuerzahler und der österreichischen Kreditvolumina.

    Die Wahrheit wollen wir aber als Volk aber wissen.

  18. brechstange
    21. September 2010 09:05

    Der Zug muss fahren, möglichst pünktlich, daher muss die Stromversorgung mitsamt Infrastruktur, Schienen und Gerät passen. Außerdem braucht es motivierte und engagierte Mitarbeiter. Wenn das passt, dann sind auch die Kunden zufrieden. Der Bahnhof als Gebäude gehört nicht unbedingt dazu, ein neues Bahnhofsgebäude ist Optik.
    Wo würden Sie sparen?

    Ein japanisches und deutsches Unternehmen treten zum Kajakfahren an. Es gibt in jedem Boot 10 Ruderer und einen Anführer. Die Japaner liegen vorne, daher gibt es eine Krisenbesprechung im deutschen Lager, die ergibt, dass ein Ruderer durch einen zweiten Anführer ersetzt wird. Das geht solange, bis es keine Ruderer mehr gibt.

  19. SuPa
    21. September 2010 08:27

    Hat nicht erst gestern die Bauwirtschaft über den drastischen Einbruch an neuen Bauaufträgen der öffentlichen Hand geklagt?
    Ist dies nicht ein gutes Beispiel, wie alle Sparbemühungen durch gutes Lobbying der Betroffenen verhindert werden kann?

  20. Graf Berge von Grips
    21. September 2010 08:01

    Die Gsiberger, das sind Schlaue -
    spare spare Hüsle baue ....

  21. terbuan
    21. September 2010 07:05

    Wenn eine Gewerkschaft eine Modelleisenbahnanlage im Verhältnis 1:1 betreibt und beinahe unbeschränkt über Geld verfügen kann, welches sie nicht hat, sondern vom Staat d.h. von den Steuerzahlern wie mit einem Füllhorn über sie ausgeschüttet bekommt, dann braucht man sich über gar nichts mehr zu wundern!





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