Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Eine Kulturschande

Ein ganz besonderes Kulturgut im Herzen Wiens ist dem Verfall preisgegeben. Was unter größter Anteilnahme der Wiener Bevölkerung am 2. Oktober 1960 feierlich von gleich zwei Kardinälen eingeweiht wurde, nämlich die Riesenorgel im Dom zu St. Stephan, verdreckt und verrottet, als hätte sie nie etwas gekostet oder bedeutet.

Doch das Gegenteil war der Fall: Die Riesenorgel leistete brav ihren Sonntagsdienst, bei kleinen Andachten ebenso wie großen Hochämtern. Vielen sind noch die wöchentlichen Konzerten am Mittwochabend in Erinnerung, an denen sich der nicht gerade kleine Dom oft bis auf den letzten Platz füllte.

Der Kölner Kardinal Josef Frings und sein Wiener Kollege Franz König hatten vor genau fünfzig Jahren die Orgel für die Kirche in Besitz genommen. Ihr Erbauer, Johann M. Kauffmann aus Wien, wäre heuer hundert Jahre geworden, starb aber schon fünf Jahre nach der Vollendung seines Lebenswerkes. Er hatte sich buchstäblich daran kaputtgearbeitet.

Doch dann kam das Jahr 1983. Auf den Thron eines "Dommusikdirektors"  kam ein Orgelspieler, der das Werk von Anfang an gehasst hatte. Er redete dem ehrwürdigen Domkapitel ein, die Orgel sei zu leise.

Dieser Mann schaffte es, nicht nur eine der beiden Kauffmann-Orgeln zu schleifen (sie hing als "Schwalbennest" neben dem Wiener Neustädter Altar), sondern auch das größte Musikinstrument Österreichs stillzulegen. Dafür setzte er sich selbst auf Kosten der Kirchensteuerzahler ein Denkmal in Form einer "Barockorgel" an der rechten Wand des Domes.

Das band natürlich viele Mittel der Kirche und verhinderte die Instandhaltung der Riesenorgel. Beinahe drei Jahrzehnte dämmert daher nun schon eine der größten und meistbeachteten Kirchenorgeln Europas ungenutzt vor sich hin. Zuletzt gab es sogar Gerüchte, die Orgel solle gänzlich abgebaut und eventuell nach Ungarn verscherbelt werden.

Was anderswo einen Sturm der Empörung auslösen würde, vollzog sich im Schoß der Kirche klammheimlich und unauffällig. Unter der Hand wurde kolportiert, dass die Orgel nicht mehr spielbar sei und sich eine Reparatur nicht mehr lohnen würde. Journalistenanfragen wurden nicht oder nur verschleiert beantwortet. Man wollte nicht zugeben, dass man ein großes österreichisches Kulturgut regelrecht verschlampen lässt.

Die Riesenorgel ist ein königliches Instrument. Der Freipfeifenprospekt ist einer der schönsten der Welt. Sie verfügt über vier Manuale (Klaviaturen), 155 Register (Klangfarben) und rund 10.000 Pfeifen mit modernster Spieltechnik, auf der sich die gesamte Orgelliteratur aufführen ließe. Das Bundesdenkmalamt und mehrere Gutachter treten vehement für den Erhalt des Werkes ein.

Bislang gab es von Seiten der Kirche nur Beschlüsse, keine konkreten Taten. Immerhin ist der Totalabriss seit einigen Monaten vorläufig weg vom Tisch. Man fürchtet aber, dass eine Wiederherstellung in den Originalzustand von 1960 "zu teuer" käme, obwohl sogar die rote Gemeinde Wien bereits ihre Hilfe angeboten hat.

 Hätte man die Riesenorgel zumindest regelmäßig gewartet und bespielt, wären die neue Orgel jedenfalls gar nicht nötig gewesen. Nun soll das eindrucksvollste Instrument in dieser Kirche nachträglich für frühere Fehlentscheidungen büßen.

Noch ist es nicht zu spät für die Rettung der Riesenorgel. Aber vieles deutet daraufhin, dass sich anstelle dieser kulturhistorisch notwendigen Rettung schon wieder jemand auf Kosten des Domes ein Denkmal setzen will – diesmal durch Unterkellerung des Platzes zwischen dem Dom und den Erzbischöflichen Palais. Von den noch absurderen Gerüchten, die derzeit durch Wien laufen, wollen wir ja gar nicht reden: nämlich dass es einflussreiche Kreise gibt, die ernsthaft über den Bau des zweiten Stephansturmes nachdenken.

Zum Glück ist der Wiener Kardinal, nach allem was man hört, in diesen Fragen erfreulich nüchtern und bodenständig. Die Kirchen Wiens, so hat er erkannt, brauchen keine Prestigeprojekte, sondern liebevolle Pflege der großartigen Substanz. Was teuer genug ist.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorinside
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    26. September 2010 09:31

    Nach 50 Jahren im Eimer?
    Andere Orgeln werden nach 200 Jahren noch bespielt.

    Ein neuer Zentralbahnhof, nach nur 50 Jahren?
    In Budapest steht ein über 100 Jahre alter Bahnhof - und funktioniert.

    Die Donaucity wird in 20 Jahren abbruchreif sein.
    Die Bausubstanz der alten Universität steht immer noch.

    Gibt uns das nicht zu denken?

  2. Ausgezeichneter KommentatorBrockhaus
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    26. September 2010 02:42

    Bin froh, daß wenigstens der Herr Kardinal nüchtern ist. Das gibt der Hoffnung Nahrung. Oder was meinen Sie Herr Faber?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    26. September 2010 06:51

    Ich besuche selten den Stephansdom aber ich frage mich, warum war dieses unglaubliche Vorgehen bisher nie ein Thema in der Öffentlichkeit und muß erst jetzt durch Dr. Unterberger thematisiert werden?
    Da gibt es weit weniger wichtige Probleme, die von den Medien hochgespielt werden, wahrlich eine echte Kulturschande!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorfosca
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    26. September 2010 04:24

    Ohne auch nur im Geringsten mit den Grünen zu sympathisieren, aber der Gerechtigkeit halber muß man hier festhalten, daß sie bisher die einzigen waren, die gegen diese wahnwitzige Unterkellerung Partei ergriffen haben.
    Wo bleibt da bitte die Stellungnahme der Frau Stenzel, die ich ansonsten für durchaus fähig halte, die wichtigsten Zonen des historischen Stadtkernes zu erhalten, oder irre ich mich da womöglich gewaltig? :-(

  5. Ausgezeichneter Kommentatorpapi66
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    26. September 2010 14:46

    Werter Herr Unterberger!

    Wir wollen annehmen, dass die Kirchen Österreichs sorgfältiger mit ihrem Kulturgut, mit unserem Kulturgut umgehen. Der von Ihnen beschriebene Fall der Kauffmann Orgel zeigt uns das Gegenteil.

    Vor Jahren wurden die Dachböden der Häuser rund um die Stephanskirche ausgebaut, die fast alle der Kirche gehören. Der Blick vom Nordturm aus auf die umliegenden Dächer hat sich dadurch total verändert.

    Es ist immer dieselbe Masche, zuerst verfallen lassen … die Instandsetzung zu teuer … abreißen …
    siehe Sophiensäle usw.

    Von den Verunstaltungen der Wiener Bürgerhäuser durch die Aufstockungen will ich gar nicht sprechen. Das alles passiert mit unserem Steuergeld in Form von Förderungen der roten Stadtregierung.

    Das größte bauliche Verbrechen Wiens in diesem Jahrhundert passiert zu dieser Zeit am Westbahnhof.
    Ein jeder kann sich selbst davon überzeugen.

    Der in den Fünfzigerjahren gebaute Westbahnhof, der wahrlich kein schönes Bauwerk, aber ein Zeuge unserer traurigen Geschichte nach fünfundvierzig ist, wird jetzt durch riesige Glasbetonbauten erdrückt.
    Der ganze Europaplatz wird mit diesen riesigen Betonklötzen für immer verunstaltet.

    Und was machen die Wiener? Sie gehen täglich an diesem Verbrechen vorbei und schweigen, als ginge sie das alles nichts an.

  6. Ausgezeichneter KommentatorGraf Berge von Grips
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    27. September 2010 11:51

    Nr. 244

    ... das lässt in mir die Gewissheit reifen,
    auch wir werden aus den letzten Löchern pfeifen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    26. September 2010 10:43

    Wenn wenigstens der Kardinal in der Orgelsache noch nüchtern ist, so wäre zumindest die Möglichkeit gegeben, daß die Erhaltung und Testaurierung dieses Kulturgutes unter einem Schutzpatronat stehen könnte.

    Bewahtren wir das Wertvolle und vermeiden wir das Wertlose !


alle Kommentare

  1. Andreas Strauch (kein Partner)
  2. Michael Peer (kein Partner)
    02. Oktober 2010 14:35

    Die Diskussion um die Kauffmann-Orgel ist schon langandauernd, ohne musikalisches bzw. orgelbautechnisches Hintergrundwissen kann sie leider auf eine persönliche bzw. politsche Ebene abgleiten, was mir einige der bereits hier vorhandenen Kommentare beweisen. Die Zeit um 1960 war orgelbautechnisch eine nicht gerade einfache Zeit - der Orgelbau befand sich im Umbruch, und die sogenannte "Orgelbewegung" versuchte sich an Barockorgeln zu orientieren und klanglich hellere, weniger grundtönige Orgeln zu bauen. Klangliche Unsicherheit und technische Mängel prägen viele Orgeln aus diesem Zeitraum - bei der Kauffmannorgel liegt eine nicht unkritische Kombination aus elektropneumatischer Traktur (Zugeständnis an die Neuzeit) und Kegelladen (fehleranfällig und um 1900 gebräuchlich) vor. Erschwerend kamen der Gesundheitszustand des Orgelbaumeisters und die ihm gesetzen Fristen hinzu, der Druck, unter dem er Stand, äussert sich z.B in der fehlerhaften Intonation der Orgel. Die Orgel schaffte es nie, den Raum klanglich zu füllen, ein mir bekannte Organist meinte, man konnte auf der Kauffmanorgel während einer Messe üben, ohne vorne gehört zu werden, oder anders herum - es braucht mehr als 100 Register, um eine Messe vorne begleiten zu können.
    Eine kritische Auseinandersetzung mit den Orgel der unmittelbaren Nachkriegszeit ist unbedingt notwendig, aber bitte ohne Polemisieren und Politisieren. Und ein Wort am Rande - die Bezeichnung Barockorgel ist für die Rieger-Orgel vielleicht auf das Äussere zutreffend, sie ist aber ein hervorragendes Instrument romantischer Prägung, das alle musikalischen Herausforderungen meistert. Da ich schon die Möglichkeit hatte, auf dieser Orgel zu spielen, konnt ich mich von der Qualität des Instrumentes selbst überzeugen.

  3. orgelis
    29. September 2010 08:25

    Herrn Dr. Unterberger ist zu danken, dass er ein seit Jahren totgeschwiegenes Problem endlich aufs Tapet gebracht hat. Leider hat die Blog–Diskussion bei den Freunden der Orgel zu persönlichen Angriffen auf Planyavsky geführt und bei den Gegnern zu einer Beschimpfung des Instruments. Beides ist weder sachlich noch zielführend. Zwar gehörten in der Tat sowohl Planyavsky als auch Heiller von Anfang an zu den Gegnern des Domorgelbaumeisters Joh. M. Kauffmann (der heuer 100 Jahre alt geworden wäre) und beide bekämpften die Riesenorgel von Anfang an verbissen. Aber weder haben tausende von Besuchern der berühmten Mittwochskonzerte nur Schweinsohren gehabt, noch sind sich alle Orgelfachleute über das Instrument einig. Mir ist z.B. ein durchaus positives Gutachten aus jüngster Zeit bekannt. Auch hat das Denkmalamt sich für den Erhalt des Instrument ausgesprochen. Dass es im Orgelbau einen unsinngen Streit zwischen zwei Schulen gibt, rechtfertigt nicht, dass die eine Schule Bilderstürmerei gegen die andere betreibt, Und wer bei You tube reingehört hat, kann - auch ohne was von Orgel zu verstehen, erkennen, wie falsch die gegnerischen Argumente (Klangverzögerungen etc.) sind. Man muss überhaupt nichts von Orgel verstehen, um zu erkennen, dass der Verfall dieses Riesenwerkes eine Kulturschande wäre. Gott sei Dank hat dies auch das Domkapitel inzwischen erkannt und den Abriss endgültig verworfen sowie erste Sicherungsmaßnahmen eingeleitet, um wenigstens den Status quo zu erhalten.

    • E.H. (kein Partner)
      30. September 2010 12:28

      Wenn ich den Beitrag von orgelis lese, hab ich das Gefühl, dass er/sie die bereits geposteten Argumente entweder nicht gelesen oder nicht verstanden hat. Sorry, nix für ungut!

    • Peter Planyavsky (kein Partner)
      30. September 2010 17:54

      Mit dem "Schulenstreit" hat das alles nichts zu tun (er ist unter Fachleuten längst vom Tisch, denn die heutigen elektrischen Trakturen sind wesentlich präziser). Wer die wirklich prominenten spätromantichen Instrumente kennt und gespielt hat (und nicht nur begeistert über die vielen klapperln und Knöpferln gestaunt hat), weiß, daß die Wiener Domorgel hier niemals mithalten konnte. Innerhalb des angeblich von den Fans der mechanischen Orgel verteufelten Großorgel-Systems ist die Wiener Orgel als missglückt zu bezeichnen. - Das von Ihnen genannte Gutachten sagt keineswegs das Gegenteil von dem, was ich vor 38 Jahren dem Domkapitel gesagt habe. - Wer bei YouTube reinhört - ich bleibe dabei -, hört sofort gravierende Mängel.

  4. Peter Planyavsky (kein Partner)
    28. September 2010 15:47

    Pardon für die Flüchtigkeitsfehler : das BundesdenkmalAMT hat 1999 zugestimmt.

    • orgelis
      02. Oktober 2010 01:43

      Das Gegenteil dessen, was Herr Planyavsky behauptet, nämlich dass die angeblichen Mängel dieser Orgel sofort hörbar seien, ist der Fall. Dass Geschmäcker (und Gehöre) verschieden sein mögen und sich deshalb schlecht darüber streiten ließe, ist nicht der Punkt. Vielmehr besteht der Skandal darin, dass der Geschmack eines Einzelnen über den Bestand oder Verfall dieser Großorgel entscheiden soll. Mit Ihren unqualifizierten Angriffen gegen das Werk behaupten Sie ja indirekt, dass Ihre Vorgänger, die Abnahmekommission, die tausenden Konzertbesucher alle Schweinsohren hatten und nur die Gegner die wahren Orgelkenner seien. Und natürlich hat, ebenfalls entgegen planyavskyscher Behauptungen, diese Kulturschande mit dem obsoleten Schulenstreit zu tun, der sich ja keineswegs um die Traktur allein dreht.

  5. Peter Planyavsky (kein Partner)
    28. September 2010 15:44

    Hoffentlich haben alle zumindest einen Teil der zig-100-Seiten Fachbeiträge zu diesem Thema gelesen - zuförderst der von mir seit 30 Jahren für seine politischen Kommentare geschätzte Dr. Unterberger (in denen machte er sichs allerdings nicht so leicht). Hoffentlich haben alle, die hier posten, gut recherchiert (die You-Tube-Aufnahme z.B. ist nicht "50 Jahre alt", sondern von 1979. Jeder Fachmann hört bereits in den ersten 30 Sekunden schwere klangliche Mängel.) Einfach wegen einer Aus-dem-Bauch- "Abneigung" gegen die Riesenorgel zu sein, hätte ich mir schon wegen meiner internationalen Reputation als Orgelbaufachmann nicht leisten können (Liste betreuter Orgelprojekte auf Verlangen). Das Bundesdenkmal hat keineswegs die Erhaltung der Riesenorgel gefordert, sondern im Jahr 199 grundsätzlich der Abtragung zugestimmt. Die Crux ist, daß viele immer noch meinen, eine besonders grosse Orgel sei automatisch eine besonders gute oder besonders erhaltenswürdige. Dies kommt daher, weil eine Orgel nicht nur als Instruent, sondern auch und vor allem als technische Anlage wahrgenommen wird. Deswegen gibt es hier Komponenten der technischen Brauchbarkeit UND des künstlerischen Wertes. All dies ist, pardon, ein wenig zu kompliziert, als daß der Hör- und Seheindruck eines Nicht-Fachmannes zu einem fundierten Urteil führen könnte. - Nett, das mit dem Denkmal und mit dem Egozentriker. Offenbar fehlen eben die fachlichen Armuente, deshalb muß es persönlich werden. Halt ich aber aus.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      28. September 2010 17:52

      Tja Herr Planyavsky, so ist es eben, wenn einen Unterbergers publizistische Stalinorgel trifft.

      Nehmen Sie's dem Fachmann für eh alles nicht übel, die Einbildung, eine besonders grosse Orgel sei automatisch eine besonders gute ist eben eine weit verbreitete Männerkrankheit.

    • orgelis
      02. Oktober 2010 01:45

      Wenn schon "schlecht recherchiert", dann sollte wenigstens die Korrektur richtig sein. Die Aufnahme stammt von 1977.

  6. Rudolf Pacik (kein Partner)
    28. September 2010 11:39

    Die Orgel hätte so nie gebaut werden dürfen: Zahnbürstenprospekt (= gehäuselos), elektrische Spieltraktur, schlechte Intonation etc. Schon vorher hatten Experten wie Anton Heiller davor gewarnt, dieses Projekt zu verwirklichen. Ich kenne aus meiner Studienzeit keinen Orgellehrer der Musikhochschule, der diese Orgel gelobt hat.

    • orgelis
      02. Oktober 2010 08:04

      Von Kenntnis ungetrübt, sehr geehrter Herr Pacik! Einen der schönsten Freipfeifenprospekte der Welt als "Zahnbürste" zu verunglimpfen zeigt, dass sie weder von gotischer Architektur, noch vom Orgelbau und leider nicht einmal von Zahnbürsten wirklich Ahnung haben. Für Wiener Verhältnisse ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass sich vor allem jene kritisch äußern, die nichts mitzureden hatten.

  7. Hobbyorganist (kein Partner)
    28. September 2010 00:13

    @ inside:
    Nach 50 Jahren im Eimer?
    Andere Orgeln werden nach 200 Jahren noch bespielt.
    ==

    In der tat gibt es orgeln, die seit mehr als 200 jahren in Betrieb sind. Allerdings sind dies Instrumente, bei denen beste Materialien verarbeitet wurden, unter hohe handwerkliche Qualität. Diese entscheidenen Punkte wurden jedoch bei Orgeln, die bis in die 1960er Jahre erstellt wurden, häufig vernachlässigt.
    Ich möchte als Beispiel 2 Orgeln in München anführen, die ich selbst kenne.
    Bei der ersten handelt es sind um die Orgel von Maria Schutz in München-Pasing, baujahr 1968. Diese ist sogar noch jünger als die kauffmann-Orgel, fällt aber jetzt buchstäblich in sich zusammen. Grund: minderwertige Qualität. Die Bilder hier sprechen eine deutliche Sprache:

    http://www.orgelbau-verein-pasing.de/2008foto_zustand.html

    http://www.orgelbau-verein-pasing.de/2009foto_zustand.html

    Auch hier ist es so, daß eine Komplettrenovierung einem Neubau gleichkommt, was sich aber nicht lohnt.

    Gegenbeispiel:
    Die Orgel von der Pfarrkirche Maria vom Guten Rat, München, Baujahr 1963

    http://www.maria-rat.de/Seiten/Kirchenmusik/Orgel.html

    Im Gegensatz zu Maria Schutz wurden beste Materialien hochwertig verarbeitet. Die Orgel befindet sich in bestem Zustand, klingt hervorragend und wird - regelmäßige Wartung vorausgesetzt - noch für viele Jahrzehnte die Kirchenbesucher erfreuen. Spiele diese Orgel selbst ab und zu als Aushlife und zu Übungszwecken und konnte mich selbst davon überzeugen.

    Fazit: Die Investition in eine hochwertige Orgel zahlt sich langfristig aus. Bei der Kauffmann-orgel ist es wie bei Maria Schutz wahrscheinlich so, daß sich eine Komplettsanierung nicht lohnt und ein Verfall des Instrumentes aufgrund der minderwertigen Qualität daher nicht aufzuhalten ist.

    • Organspender (kein Partner)
      28. September 2010 07:47

      Mangelnde konstruktive Qualität traf ja in den Sechzigern nicht nur Orgeln.

      Ob Sich Unterberger auch für architektonische Kulturgüter aus den Sechzigern einsetzt? Irgendwas war doch da mal, mit Roland Rainer vielleicht?

    • orgelis
      02. Oktober 2010 08:09

      Es wäre nett gewesen, sehr geehrter Hobbyorganist, wenn Sie zu Ihrer Behauptung "Diese entscheidenen Punkte wurden jedoch bei Orgeln, die bis in die 1960er Jahre erstellt wurden, häufig vernachlässigt" und den Links hinzugefügt hätten, dass weder das eine noch das andere irgendetwas mit der Riesenorgel in Wien zu tun hat. Im übrigen darf ich darauf hinweisen, dass ein Großteil der Pfeifen von anerkannten deutschen Zuliefer-Firmen stammt, die für ihre hohe Qualität berühmt sind.

  8. Systemfehler (kein Partner)
    27. September 2010 21:54

    Wenn man sich die Postings hier so durchliest, dann muss man zum Schluss kommen, dass Unterberger auch hier nichts anderes als polemischen Müll verzapft.

    • fosca
      01. Oktober 2010 02:18

      @Systemfehler

      Wenn Sie jetzt weiterlesen, dann müßten Sie sich für Ihren unqualifizierten Kommentar entschuldigen, denn das Thema scheint auch unter Fachleuten nicht ganz eindeutig und daher überhaupt nichts mit "polemischen Müll" zu tun!

    • orgelis
      02. Oktober 2010 08:11

      Dass Schimpfen Argumentieren ersetzt, ist offenbar ein Systemfehler.

  9. E.H. (kein Partner)
    27. September 2010 16:46

    Entschuldigung, Tippfehler in meiner Antwort an Herrn Bruckner:
    Orgelbetreiber muss es natürlich heißen.

  10. Bruckner (kein Partner)
    27. September 2010 16:35

    Weshalb der Skandal um die Stephansdomorgel so spät thematisiert wird, liegt offenbar an der Macht der bisherigen Orgelbetreiber. Es wurden bisher keine Namen genannt. Ich kenne einen: Planiavsky.
    Und Dr. Unterberger ist ein Insider, auch in der katholischen Kirche. Schließlich war sein Bruder - er ist leider schon verstorben - katholischer Priester. Und daß über die Domorgel nie gesprochen wurde, ist auszuschließen.

    • E.H. (kein Partner)
      27. September 2010 16:44

      Herr Bruckner: Planyavsky, wenn schon. Und dieser war kein "Orgelbetreiter" (was ist das?), sondern jahrzehntelang Domorganist.

      Man kann ein Kirchen-Insider sein, was nicht bedeutet, dass man etwas von Orgeln versteht. Herr Dr. Unterberger versteht offensichtlich nichts davon - und Sie auch nicht. Bitte um Vergebung. Aber das sagt Ihnen jemand, der Orgel Konzertfach bei Prof. Anton Heiller studiert und sich jahrzehntelang im internationalen Orgel-Konzertbetrieb bewährt hat.

      Nochmals: Die Domorgel war von Anfang an eine Missgeburt.

    • E.H. (kein Partner)
      27. September 2010 17:22

      Zu Ihrem 2. Kommentar (steht unter "Die Linken): Ja, das denke ich auch, obwohl ich nicht Jus studierte. Aber damals waren pneumatische Orgeln gerade "in". Ich gebe Ihnen völlig recht: SEHR viele Fachleute können damals nicht die Ohren offen gehabt haben.

    • Bruckner (kein Partner)
      27. September 2010 17:38

      Sehr geehrter Herr Heiller-Schüler !
      Herzlichen Dank für Ihre nochmalige Meldung ! Das Geschenk feiner Ohren erwirbt man auch nicht mit einem Musikstudium, sondern ist Gottes Gabe ! Ich hatte einen Religionsprofessor, dem man ein solches Gehör nachsagte. Wir sammelten für "seine" und "unsere" Orgel, denn die alte Orgel war ein "Kriegsprodukt" und nur mehr bedingt einsetzbar. Doch auch die Kapelle, in der diese Orgel gespielt wurde, wird auch nicht mehr verwendet, obgleich ein herrliches Altarbild in Jugendstilmanier den 12 jährigen Jesus lehrend im Tempel zeigt. Vielleicht kennen Sie die Kapelle ? Sie ist öffentlich nicht zugänglich..Kirchenplatz 2 ist die Adresse

  11. Segestes (kein Partner)
    • Die Linken (kein Partner)
      27. September 2010 16:56

      Verallgemeinerungen, Extrembeispiele (teilw. provoziert) und ein permanenter sarkastischer Unterton. Ein CDU Stand bei einer Linksdemo am Kiez wie unglaublich originell. Bei anderen extremistischen Veranstaltungen wurde das ja umgekehrt nie und nimmer funktionieren...
      Irgendwoher kenne ich diesen Dokustil doch auch, lass mich einmal nachdenken mhhh ah ja von einem DEN LINKEN so ein dicker Kerl mit unanständiger Frisur, Amerikaner, ach du weisst schon wen ich meine...

      Deine Kommentare waren im Gegensatz zu den Peinlichkeiten hier durchaus lesenswert, es überrascht, dass gerade du so eine platte Doku als absolut sehenswert klassifizierst. Der Dokustil ist ja durchaus legitim aber sehenswert ist anders.

    • Bruckner (kein Partner)
      27. September 2010 17:15

      Sehr geehrter Herr Heiller-Schüler !
      Sie haben Recht. Ich verstehe nichts von Orgeln, dafür vom Schadensersatzrecht. Hatte Prof. Bydlinsky im bürgerl. Recht. Promovierte an den Iden des März 1971 zum Doktor juris utriusque an der Wiener Uni ! Wenn das so ist, wie sie ausführen, dann haben die Verantwortlichen bei der Abnahme der Kaufmann-Orgel Schweinsohren gehabt. Wahrscheinlich ist infolge Verjährung ein Schadenersatz rechtlich nicht durchsetzbar.

    • Segestes (kein Partner)
      27. September 2010 17:50

      Also ich lästere über Linke mindestens genauso gerne, wie über konservative Betonrüben.
      Und humorig angelegte, kritische Dokus über das linke Spektrum, gibt es ja kaum.
      Was nicht verwundert, wo doch gerade in den Medien Linke, bzw. Menschen die den von linker Seite vorgegebenen Mainstream nachbeten, den Ton angeben.
      Und über sich selbst lachen, das wäre von diesen Leuten wohl zuviel verlangt.
      Umso schöner, dass nun ausgerechnet der Spiegel diese wunderbar erfrischende Doku produziert hat, deren Unterton bewusst ironisch bis sarkastisch ist.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. September 2010 21:28

      Jetzt lasst's mir meinen Segestes in Ruhe! :)

  12. relir1945 (kein Partner)
    27. September 2010 15:57

    Mit einer Orgel ist es, wie mit einem Fahrzeug: Ohne regelm´ßige Wartung (von Anfang an) ist ein Desaster vorprogammiert und der Schrotthaufen eine Frage der Zeit: Deswegen bieten Orgelbaufirmen sgn. Wartungsverträge an. Dies gilt für die Friedhofskapelle, wie den Stephansdom.
    Beachte man bitte auch, dass Orgeln aus den 50/60er Jahren oft mit qualitativ-minderwertigeren Materialien erbaut wurden, was zu einem schnelleren Verschleiß führen kann (nicht muss).
    Sich mit Schimpfworten bewerfen, repariert die Riesenorgel im Stepahnsdom nicht. Als ehemaliger Orgelbauer halte ich es für viel zu schade, solch eine Orgel weiter verfallen zu lassen, jeder Tag, an dem nichts geschieht, zerstört das Instrument, das einst zur Ehre Gottes erklingen durfte, noch mehr.

  13. E.H. (kein Partner)
    27. September 2010 12:10

    Ich habe vor Jahren auf besagter Orgel ein Konzert gespielt (damals war die Chor-Orgel noch nicht da) und mehr mir dem Instrument als mit meinem Programm zu tun gehabt.
    Die Orgel ist ein überfälliger Entsorgungsfall. Und die einstige Reputation bezog sich nie auf das Instrument, sondern auf den Ort, an dem es steht. Das jedenfalls galt und gilt für alle, die etwas von Orgeln verstehen.

  14. Graf Berge von Grips
    27. September 2010 11:51

    Nr. 244

    ... das lässt in mir die Gewissheit reifen,
    auch wir werden aus den letzten Löchern pfeifen.

  15. linkslinker Obertroll (kein Partner)
    27. September 2010 10:48

    Da bietet also sogar die rote Gemeinde Wien ihre Hilfe an. Zuerst Subventionen für ein Bordell, Subventionen für (ohnehin reiche) Schwule und jetzt will sie auch noch die Musikinstrumente eines finanziell gutgestellten Wahnvorstellungsvereins fördern. Wo bleibt denn da das Unternehmertum, der Markt und überhaupt. Erinnert mich fast an den Satz von unserer Hassmaschine A.U.:
    "Sie machen aus dem christlichen Gebot der Nächstenliebe, das sich an jeden Einzelnen richtet, ein ständiges Verlangen an den Staat, den Wohlfahrtsstaat[...]"
    Wo bleiben die privaten Mäzene die diese Orgel fördern? Warum muss da am Ende vielleicht sogar das böse rote Wien einspringen? Vielleicht sollte die Kirche die Orgel privatisieren, mehr Privat - weniger Kirche. Ich könnte mir spezielle Konzerte vorstellen oder vielleicht sollte man die Orgel zur Kulturaktie machen. Jeder kann eine Pfeife kaufen, wenn sie in X Jahren keinen Gewinn schreibt wird sie an die Anleger verteilt und jeder kann sich einen Teil neben dem Herrgottswinkerl an die Wand nageln.

  16. Orgelfan (kein Partner)
    27. September 2010 09:14

    Oje, jetzt muss ich wohl Ihre - von mir bisher geschätzten - übrigen Artikel in einem anderen Licht sehen, wenn ich lese, wieviel Unwissen Sie hier verbreiten.

    Ja, ich würde mir auch wünschen, dass die Riesenorgel wieder spielbar wäre. Leider war sie aber von Anfang an eine Fehlkonstruktion. Und das lässt sich bei so einem komplexen Werk nicht durch Wartungen und Renovierungen verbessern.

    Was nützen vier Manuale, wenn die Töne aus den verschiedenen Werken nicht synchron erklingen? Was nützen 155 Register, wenn die Anschlagsverzögerung unterschiedlich und teilweise mehr als eine Sekunde beträgt? Das Spielen schneller Orgelliteratur war fast unmöglich, ein Konzertieren mit anderen Instrumenten ebenso.

    Man hätte diese Orgel von Grund auf neu bauen müssen. Die billigere - und für die heutige Situation der Dommusik bessere - Lösung war der Bau einer neuen Orgel.

    • cmh (kein Partner)
      27. September 2010 09:43

      Lieber Orgelfan,

      zunächst die Frage ob Sie Organist sind oder nur gerne Orgelmusik hören?

      Dann muss ich aber AU gegen Ihre - sicher unbedachte Wortwahl: Unwissen verbreiten - in Schutz nehmen. Ich brauche keinen AU um über eine Sache, wie die Orgel im Stephansdom unwissend zu sein. Also hat er kein Unwissen verbreitet.

      Wenn Sie eigentlich gemeint haben, dass er falsch informiert hat, so tun Sie den anderen Lesern Unrecht, da Sie offensichtlich meinen, Meinungen würden hier österreichleserartig sofort zum kanonischen Faktum werden. Der AU-Blog ist doch nicht die Serie Raumschiff Enterprise.

      Vielmehr sollten Sie AU danken, dass er ein Faktum problematisiert. Und dass es ein Problem mit der Orgel gibt wird von Ihnen ja auch nicht bestritten. Und selbstverständlich sei auch Ihnen an dieser Stelle für die GEgenmeinung gedankt.

      Und so wie ich die Information verstehe liegt der wesentliche Puntk darin, dass es offensichtlich quer durch die Bank Usus ist, Probleme auf die lange Bank zu schieben bis sich das Problem von selbst gelöst hat.

    • Organist (kein Partner)
      27. September 2010 10:07

      Muß hier Kommentor "Orgelfan" bedingungslos recht geben, bevor man notwendige Anschaffungen und äußerst fähige Musiker und Orgelfachmänner derartig verreißt, sollte man schon sich etwas genauer über den wahren Sachverhalt informieren.

      Auch wenn ich die sonstigen Beiträge von Unterberger sehr schätze, dieser ist ein Fall für den Mülleimer.

    • trollfresser (kein Partner)
      27. September 2010 10:21

      Orgelfan = Organist = möglicherweise STF oder sonst so einer

      Sorry, aber die Gleichsetzung drängt sich schon auf.

      Was sollen die Schmähungen von Unterberger eigentlich bringen? Zumal die ERläuterungen von O&O gerade eben nicht lichtvoll sind. Wer ist denn bitte mit "Äußerst fähige Musiker und Orgelfachmänner" gemeint? Die die alte Orgel angeschafft haben oder die die diese verotten lassen.

      Und wie hätte sich Unterberger eigentlich besser informieren sollen? Hätte es mehr gebracht zu wissen, das Orgelfachmann 1 wegen seinr Würstelfinger ein paar Tasten nicht erreichen kann und daher eine ganze Orgel für nicht spielbar erklärt.

      O&O lassen Sie doch beide etwas mehr hören, bevor Sie anderer Leute Artikel in den Mistkübel zu den Ihren wandern lassen.

    • klein (kein Partner)
      27. September 2010 11:08

      Das ist ja echt zum Wiehern, wie manche Leute alles und jedes, jeden Buchstaben, den AU hier schreibt, sakrosankt stellen. AU, der Unfehlbare. Echt a Wahnsinn!!!

    • Organist (kein Partner)
      27. September 2010 11:31

      @trollfresser:

      Mit fähigem Musiker und Fachmann war der von Unterberger geschmähte Dommusikdirektor gemeint.

      Zwecks Argumenten: "Orgelfan" hat die wichtigsten Gründe für den Bau einer neuen Orgel ja genannt.

      Zu Unterberger: ich halte seine Beiträge für sehr wichtig und schätze sie auch sehr, doch niemand ist unfehlbar. Jeder der halbwegs was von Musik versteht wird sich vernünftigen Argumenten nicht verschliessen können, außer ewigen Besserwissern und Wichtigtuern (wie Sie einer zu sein scheinen).

    • Organspender (kein Partner)
      27. September 2010 11:55

      @ trollfresser: ich, der Schnabeltierfresser, hätte mir schon einen originelleren Zweitnick gegeben. Außerdem bin ich eher bei der Klangsynthese firm.

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      27. September 2010 13:54

      Wir sind uns alle hier doch einig, dass A.U. von Orgeln auf alle Fälle mehr versteht als jeder dahergelaufene Experte.

    • Organspender (kein Partner)
      27. September 2010 15:03

      Auf alle Fälle!

    • trollfresser (kein Partner)
      27. September 2010 16:12

      Also bevor sich jetzt alle beleidigt fühlen müssen:

      Es ist doch Blödsinn, sich über Unterberger zu mockieren. Formal nimmt der doch gar nicht an den Postings teil. Oder kann mir jemand den Nick nennen, unter dem Unterberger postet?

      Von Unterberger stammen doch nur die Knochen, die er den Bloggern vorwirft.

      @Organist:

      Wenn Orgelfan seine Gründe zur Geltung kommen lassen wollte, dann hätte er sich den Kraftausdruck am Ende seines Postings erspart. Und was soll ich sonst noch von Gesprchspartnern halten, die sich die Argumente aus der Nase ziehen lassen. Woher soll ich denn wissen, wen Sie mit Musikfachmann meinen? Wenn man nur merken würde, dass Sie IHre Argumente so darzulegen auch nur versuchten, dass auch ein Nichtmusiker eine Chance hätte diese Kapriolen mitzubekommen, dann würde ich nicht posten sondern mich auf Zuhören und Lernen beschränken.

      @Organspender

      Ich opfere mich für alle und stelle die auf der Hand liegende Frage:

      Welches Organ haben Sie gespendet?

      @Klein

      Wie kommen Sie darauf, dass Unterbergers Worte für sakrosankt zu halten sind? Zumindest ich habe mich nur in einem Punkt auf ihn bezogen und ich glaube, dass da das Problem liegt:

      Auch wenn die Orgel eine Fehlkonstruktion ist, irgendwer muss den Musikern sagen, dass eine Orgel zu groß ist, als dass man sie sich einfach wünscht. Denn Künstler sind hierzulande ja gewohnt aus dem Vollen zu schöpfen.

      @alle Katholenbasher

      Wenn ich die ganzen "Gläubigen" vor mir, die die Konzertmessen in der Augustinerkirche frequentieren kommt mir doch die Galle. Da sind sicher die meisten nur nasenrümpfende Taufscheinkatholiken - wenn überhaupt.

      Wie kommt ihr überhaupt darauf, dass ihr in unserem Wahnvorstellungsverein überhaupt etwas zu plaudern habt. (Jedenfalls danke ich für die Wortspende des guten Mannes weiter oben.) Wenn Unterberger sich über Orgeln in einer katholishcne Kirche mokieren will, soll er das zur Information und Belehrung der Mitglieder immer gerne tun. Aber die - wie ich leider vermuten muss - hellsichtigen Nichtmitglieder geht das doch einfach nichts an.

    • Organspender (kein Partner)
      27. September 2010 21:27

      Ich spende Gallen, trollfresser, Gallen.

  17. APM (kein Partner)
    27. September 2010 09:10

    Ist es nicht wohltuend tröstlich dass Dummheit und Unverstand das Einzige ist, das unter der "Krone der Schöpfung" gerecht verteilt wurde?

    Ps: Zum gegenständlichen Fall: Es ist schon lange kein Geheimnis welches großartige Potential im Kirchenmanagement tätig ist..

  18. RB (kein Partner)
    27. September 2010 09:03

    "Zum Glück ist der Herr Kardinal nüchtern und bodenständig"....
    Er soll sich schleunigst für den Erhalt dieser herrlichen Orgel massiv einsetzen.
    Kann mich sehr gut an die herrlichen Orgelkonzerte in der Stephanskirche erinnern, es war phantastisch, diese Kirche, dieses Instrument, diese Musik,
    ja das hat der Seele gut getan.

  19. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    27. September 2010 07:34

    Habe ich nach seiner stilistischen etwa auch Unterbergers humanistische Ader unterschätzt?

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      27. September 2010 07:44

      Hallo? Die Kirche ist ja immerhin sein großes Steckenpferd. Außerdem ist die Ruhe vor dem Wahlsturm in der Steiermark und in Wien trügerisch.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. September 2010 07:56

      Schon, aber die Liebe zu Orgeln überrascht mich etwas. Überhaupt die Liebe Unterbergers zu irgendwas, na gut, Hass 1000, Liebe 1.

    • ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
      27. September 2010 07:59

      Also jetzt übertreiben Sie maßlos. Er liebt die Schweiz, die Kirche Format "oldschool", liberal-konservative Parteien der Marke (aso, gibts ja nicht wirklich welche...) und allem voran sich selbst.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. September 2010 09:05

      Dass er sich selbst liebt habe ich eigentlich nicht den Eindruck.

    • RB (kein Partner)
      27. September 2010 09:09

      Die Begriffe "Hass, Menschenverachtung, Hetze" haben seit einiger Zeit Hochkonjunktur. Wenn man etwas (heftig) kritisiert, ist das noch lange nicht Hass und Hetze. Aber mit diesen Begriffen kann man natürlich auch sehr gut Stimmung gegen Andersdenkende machen.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. September 2010 09:28

      RB, Sie dürften mir ruhig zutrauen, den Unterschied zu erkennen. Aber für Sie führe ich gerne den Begriff "hassgetriebene Kritik" ein.

    • trollfresser (kein Partner)
      27. September 2010 09:31

      STF

      Ich habe Ihren inhaltlichen Punkt leider nicht mitbekommen. Wollten Sie etwas sagen oder ists wiedereinmal die Verbalinkontinenz.

      Was und wie soll denn der arme Unterberger schreiben, dass Sie nichts daran auszusetzten haben.

      Lesen Sie doch die Presse oder die Wr Zeitung!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. September 2010 09:34

      Mein Punkt war, dass ich Unterberger für den aufrichtigen und positiven Einsatz für ein Kulturgut gelobt habe. Wievie soll ich denn noch loben, damit Sie mich nicht gleich fressen?

    • trollfresser (kein Partner)
      27. September 2010 10:26

      dRb!

      Ich liebe Sie! Sie sind so "oldschool" platt.

      STF

      Natürlich haben Sie Unterberger über den grünen Klee gelobt - und ich bin eigentlich Perry, das Schnabeltier.

  20. orgelis
    26. September 2010 21:33

    Wer hören will, wie die Orgel geklungen hat, als sie noch bespielt wurde, sollte aufrufen:
    http://www.youtube.com/watch?v=KNipfvRY50o

    Die Tonaufnahme ist 50 Jahre alt!

  21. Observer
    26. September 2010 17:58

    Was geschieht eigentlich mit der alten Orgel vom Musikverein, welche demnächst ersetzt wird?

  22. papi66
    26. September 2010 14:46

    Werter Herr Unterberger!

    Wir wollen annehmen, dass die Kirchen Österreichs sorgfältiger mit ihrem Kulturgut, mit unserem Kulturgut umgehen. Der von Ihnen beschriebene Fall der Kauffmann Orgel zeigt uns das Gegenteil.

    Vor Jahren wurden die Dachböden der Häuser rund um die Stephanskirche ausgebaut, die fast alle der Kirche gehören. Der Blick vom Nordturm aus auf die umliegenden Dächer hat sich dadurch total verändert.

    Es ist immer dieselbe Masche, zuerst verfallen lassen … die Instandsetzung zu teuer … abreißen …
    siehe Sophiensäle usw.

    Von den Verunstaltungen der Wiener Bürgerhäuser durch die Aufstockungen will ich gar nicht sprechen. Das alles passiert mit unserem Steuergeld in Form von Förderungen der roten Stadtregierung.

    Das größte bauliche Verbrechen Wiens in diesem Jahrhundert passiert zu dieser Zeit am Westbahnhof.
    Ein jeder kann sich selbst davon überzeugen.

    Der in den Fünfzigerjahren gebaute Westbahnhof, der wahrlich kein schönes Bauwerk, aber ein Zeuge unserer traurigen Geschichte nach fünfundvierzig ist, wird jetzt durch riesige Glasbetonbauten erdrückt.
    Der ganze Europaplatz wird mit diesen riesigen Betonklötzen für immer verunstaltet.

    Und was machen die Wiener? Sie gehen täglich an diesem Verbrechen vorbei und schweigen, als ginge sie das alles nichts an.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. September 2010 09:38

      Nach einem Lokalausgenschein muss ich zu meiner Überraschung gestehen, dass die Neubauten dem Platz gar nicht so einen Schaden zufügen wie erwartet. So wie der Platz früher war, in alle Himmelsrichtungen ausufernd, konnte das nie ein brauchbarer Raum werden; die Gebäude könnten aber mithelfen, den Platz besser zu definieren.

      Was gemacht werden müste, ist a) die Autos weg vom Europaplatz (ein Tunnel ist eigentlich seit 25 Jahren vorhanden) und b) den schirchen Wiener-Linien-Kobel in Gürtelmitte schleifen, dann könnte man einen schönen Platz aus dem Europaplatz machen.

    • f.m.
      27. September 2010 13:48

      =>stf
      Ich finde es schrecklich, wie die an sich zeitlos schöne Halle des Westbahnhofs durch die daneben geklotzten Ungetüme "moderner ÖBB-Architektur" nanofiziert wird.

      Ich stimme Ihnen zu, dass die U-Bahnhaltestelle schiach ist. Früher war die unterirdische Stadtbahn-Haltestelle gleich vor dem Bahnhofsgebäude, direkt aus der Halle über eine Stiege erreichbar. Damit war sie ideal angebunden. Jetzt ist sie weit weggerückt, fast wie die U1 vom neuen Hauptbahnhof.

      Pfusch wohin man schaut!

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. September 2010 15:05

      Und Sie werden lachen, ein wesentlicher Grund dafür, die Station vom Bahnhof weg zu verlegen, war die Errichtung des seit 25 Jahren nicht in Betrieb gegangenen Europaplatzstraßentunnels.

  23. RR Prof. Reinhard Horner
    26. September 2010 13:45

    reinhard.horner@chello.at

    Die Wiener Dom-Verantwortlichen könnten sich im nicht weit entfernten Perchtoldsdorf beraten lassen und sich ein Beispiel daran nehmen, wie dort mit zwei Orgeln umgegangen wurde und wird.

    Reiche Erkenntnis und gutes Gelingen!

  24. Josef Maierhofer
    26. September 2010 10:43

    Wenn wenigstens der Kardinal in der Orgelsache noch nüchtern ist, so wäre zumindest die Möglichkeit gegeben, daß die Erhaltung und Testaurierung dieses Kulturgutes unter einem Schutzpatronat stehen könnte.

    Bewahtren wir das Wertvolle und vermeiden wir das Wertlose !

  25. Xymmachos
    26. September 2010 10:06

    Nomina sunt odiosa? Warum so zurückhaltend, Herr A.U.? Der für diesen Kulturskandal hauptverantwortliche "Dommusikdirektor" heißt Peter Planyavsky, und wenn man sich ein Bild von diesem eitlen Egozentriker machen möchte, dann bitte googeln...

  26. inside
    26. September 2010 09:31

    Nach 50 Jahren im Eimer?
    Andere Orgeln werden nach 200 Jahren noch bespielt.

    Ein neuer Zentralbahnhof, nach nur 50 Jahren?
    In Budapest steht ein über 100 Jahre alter Bahnhof - und funktioniert.

    Die Donaucity wird in 20 Jahren abbruchreif sein.
    Die Bausubstanz der alten Universität steht immer noch.

    Gibt uns das nicht zu denken?

    • Josef Maierhofer
      26. September 2010 10:40

      Ja, das gibt zu denken.

      Es stellt sich die Frage nach den initiativen und treibenden Personen und ihren Motivationen. Oft ist es ein Denkmal, wie Dr. Unterberger schreibt, das sich manche setzen wollen, oft ist es ein Machtanspruch, meist aber ist es schlicht Interesse an Geld.

      So was kann man eben nur mit benebelten Politikern aufführen, deren Realitätsverlust hiermit wieder einmal dokumentiert ist.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. September 2010 21:24

      Äh ja, Ihnen ist aber wahrscheinlich aufgefallen, dass die über 100 Jahre alten Bahnhöfe in Wien an gewissen Bombenangriffen zu leider hatten?

  27. terbuan
    26. September 2010 06:51

    Ich besuche selten den Stephansdom aber ich frage mich, warum war dieses unglaubliche Vorgehen bisher nie ein Thema in der Öffentlichkeit und muß erst jetzt durch Dr. Unterberger thematisiert werden?
    Da gibt es weit weniger wichtige Probleme, die von den Medien hochgespielt werden, wahrlich eine echte Kulturschande!

  28. fosca
    26. September 2010 04:24

    Ohne auch nur im Geringsten mit den Grünen zu sympathisieren, aber der Gerechtigkeit halber muß man hier festhalten, daß sie bisher die einzigen waren, die gegen diese wahnwitzige Unterkellerung Partei ergriffen haben.
    Wo bleibt da bitte die Stellungnahme der Frau Stenzel, die ich ansonsten für durchaus fähig halte, die wichtigsten Zonen des historischen Stadtkernes zu erhalten, oder irre ich mich da womöglich gewaltig? :-(

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      27. September 2010 09:40

      Die Durchsetzungskraft der Grünen gegen Herren Konrad dürfte allerdings enden wollend sein...

    • fosca
      27. September 2010 21:52

      @STF
      Da kann ich Ihnen nicht einmal widersprechen und in diesem Fall besonders bedauerlich!

  29. Brockhaus
    26. September 2010 02:42

    Bin froh, daß wenigstens der Herr Kardinal nüchtern ist. Das gibt der Hoffnung Nahrung. Oder was meinen Sie Herr Faber?

    • fosca
      26. September 2010 04:20

      @Brockhaus

      Warum fragen Sie ausgerechnet den "Don Promillo" nach seiner Meinung in einer nüchternen Angelegenheit? Das kann nicht gutgehen! *lach*

    • M.S.
      26. September 2010 09:44

      @foscaDas Bonmot verdiente drei dunkelrote Punkte!
      Köstlich!





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung