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Die Wiener Wahl naht: Was tut man nur?

 Es ist ein interessanter Vorschlag eines Partners. Er hat eine Antwort auf die verzweifelte Frage viele Wiener Bürger konzipiert, die da lautet: Was tue ich nur am Wahltag? Der Vorschlag ist zwar formal nicht ganz legal, aber völlig ungefährlich und sicher.

Viele Bürgerliche Wiens stehen ja derzeit vor der Tatsache, dass ihnen derzeit auch die geringsten Übel – für die sich die Bürger seit jeher bei einer Wahl zu entscheiden haben – alles andere als gering erscheinen. Sie wollen primär nur eines: Der Arroganz, dem Machtmissbrauch, der Schuldenwirtschaft, der Wirtschafts- (und damit Arbeitsplatz-)Feindlichkeit, dem mit Steuergeldern finanzierten (feministischen, migrantistischen, schwulistischen und sonstwie politisch korrekten) Meinungsterror, sowie der Korruption der Wiener SPÖ und ihres seit Jahrzehnten als Parteieigentums geführten Rathauses einen kräftigen Denkzettel verpassen.

Daher wissen viele Bürgerliche derzeit nur eines mit Sicherheit: Eine Stimme für die SPÖ kommt ebenso wenig in Frage wie Nichtwählen oder eine ungültige Stimme. Denn all diese Varianten sind in gleicher Weise eine Garantie, dass die Demokratie in Wien auch weiterhin zugunsten einer roten Einparteiendiktatur unterdrückt wird.

Alle anderen Varianten erscheinen weniger schlimm, wenn auch alles andere als begeisternd: Grüne und ÖVP haben sich in absurder Speichelleckerei schon vor(!) dem Wahltag an diese SPÖ angebiedert. Sie lizitieren sich gegenseitig nach unten, wer es billiger gibt. Keine von beiden Parteien hat bisher auch nur eine einzige relevante, konkrete und harte Bedingung gestellt, die den roten Machtmissbrauch substanziell beenden würde. Derzeit signalisieren beide nur eines: nämlich, dass sie Herrn Häupl nicht verärgern wollen.

Dazu kommt bei den Grünen, dass sich Meinungsterror, Wirtschafts- und Arbeitsplatzfeindlichkeit sogar noch verschlimmern würden.

Die FPÖ wiederum hat personell und ideologisch ebenfalls sehr wenig Wirtschafts- und Verwaltungskompetenz und reduziert schon von der intellektuellen Tonalität her die von ihr angesprochenen Wiener auf Gemeindebaubewohner und Würstelstand-Dauergäste.

Bleibt das BZÖ, das bundesweit bisher nicht über die Skurrilität einer Chaostruppe hinausgewachsen ist, das nicht einmal eine vage Ahnung hat, was modernes liberalkonservatives Denken bedeutet. Das aber in Wien noch den relativ akzeptabelsten Spitzenkandidaten nominiert hat. Gegen das BZÖ spricht aber die große Wahrscheinlichkeit, dass es für kein Mandat reichen wird, dass also eine orange Stimme verloren ist.

Daher – so der Vorschlag eines Partners – könnte man ja die Lücke des Wahlrechts via Briefwahl ausnutzen: Man wartet mit seiner Entscheidung, bis das vorläufige Ergebnis vorliegt.

Also bis man weiß, ob beispielsweise eine Stimme für das BZÖ relevant wäre. Und bis man aus den Erklärungen am Wahlabend erfährt, ob die Wiener ÖVP ihre Anbiederung an die SPÖ spätestens zu diesem Zeitpunkt revidiert hat. Und bis man beurteilen kann, was eine Stimmabgabe für die FPÖ wirklich bedeutet (falls einen nicht die skandalösen linken Gewaltaktionen gegen FPÖ-Versammlungen nicht doch schon vorher zu einer FPÖ-Stimme bewogen haben sollten).

Jetzt ist natürlich ausdrücklich festzuhalten, dass das Gesetz auch für Briefwähler eine Stimmabgabe bis 17 Uhr vorschreibt. Aber dennoch darf auch das Faktum nicht verschwiegen werden, dass das eine Lex imperfecta ist, ein Gesetz ohne jede Konsequenzen. Wahlkarten, die erst am Montagmorgen angekreuzt und abgesandt werden, sind genauso gültig.

Eine spannende Debatte: Ich blicke diesmal mit besonderem Interesse den Kommentaren der geschätzten Poster entgegen.

PS.: Die vielen getarnten Propagandamails aus dem riesigen War-Room der Wiener SPÖ in der noblen Babenbergerstraße, die hier neuerdings wieder regelmäßig, wenn auch mit 24 Stunden Verspätung eintreffen, gelten jetzt schon als verlesen. Schade nur, dass diese „spontane“ Linkserregung nach dem Wahltag immer prompt einschläft. Sie wäre ja durchaus kreislaufbelebend und erheiternd.

PPS.: Bezeichnend ist übrigens auch, dass der Nickname eines einst in abstoßender Form antisemitischen Posters nun von einem regelmäßig sehr, sehr SPÖ-nahen Kommentator verwendet wird. Da fragt man sich unwillkürlich, wem eigentlich vor Asylantenheimen explodierende Bomben nutzen. Berühren sich da wieder einmal die Extreme? Oder will man da jemandem die Schuld zuschieben?

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    16. September 2010 05:39

    es gibt in wien nur eine alternative die den korrupten rathausroten wirklich schmerzen verursacht und das ist die fpö.
    auch mich begeistert diese partei nicht, aber ein bzö-mandat herbeizumanipulieren dürfte wenig bringen..ich wohne weder im gemeindebau, noch bin ich dauergast am würstlstand und habe trotzdem mit der fpö wenig probleme...und das intellektuelle niveau eines herrn kickl oder eines herrn strache
    ist sicherlich nicht niedriger als das des bürgermeisters oder gar der frau rudas, im gegenteil: im vergleich zu laura rudas ist ihr pendant kickl geradezu eine geistesgröße

  2. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA Partner Homepage
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    16. September 2010 07:02

    Es geht hier um die Beendigung der Diktatur in Wien. Daher gibt man seine Stimme dem aussichtsreichsten Kandidaten. FPÖ.
    Taktisch wählen bringt statistisch nix.
    Die absolute muss weg. Daher FPÖ. Die kann man ja das nächste mal auch abwählen wenn's nicht passt.
    Aber die Fenster müssen im Rathaus nach 90 Jahren einmal aufgemacht werden und die verwesten Leichen die man dann findet müssen anständig begraben werden.
    R.I.P.Ö

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    16. September 2010 09:14

    wenn man nüchtern und realpolitisch denkt, gibt es keine alternative als die fpö.
    au hat sehr treffend die hilflosen alternativen aufgezählt.
    demokratische wahlen werden jedenfalls mit vielen massenwählern gewonnen und mit wenigen qualitätswählern verloren, so sehr man sich vor verzweiflung über dieses faktum in den allerwertesten beissen möchte.

  4. Ausgezeichneter KommentatorAnton Volpini
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    16. September 2010 09:14

    Selbst, wenn das Ausfüllen des Wahlzettels bis 17 Uhr "nur" eine lex imperfecta ist, wir werden die Linken nicht mit linken Methoden besiegen. Ich bin strikt gegen einen Vorschlag einer Manipulation, denn was anderes wäre das nicht.
    Heute ist ein Bild vom Häupl in der Kleinen Zeitung, so arrogant, so präpotent, so menschenverachtend, wie man ihn eigendlich anders gar nicht kennt.
    Es wäre doch gelacht, wenn die Wiener mit diesem Häupl nicht mit redlichen Mitteln abfahren würden.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    16. September 2010 08:59

    Noch haben wir angeblich Meinungsfreiheit.

    Daraus folgt auch die freie und geheime Abstimmung bei der Wahl. Daraus folgt auch die freie Wahlwerbung, wo jede antretende Gruppierung ihre Vorhaben und Ansichten kundtun kann.

    So auch hier im Blog.

    Ich gehöre zu der Gruppe von freiheitsliebenden Menschen, die gegen diese wahnsinnigen Mißstände, verursacht durch die Wiener SPÖ, wie Geldverschwendung, Parteibuchwirtschaft, Korruption, Lügen, etc. auch mit der Stimme im Wahllokal antworten werden, um aufzuzeigen, daß ich damit nicht einverstnaden bin.

    Wähle ich ÖVP, so wähle ich Häupl, wähle ich Grün so wähle ich Häupl, wähle ich rot, so wähle ich Häupl. Es kommt für mich nur eine Stimme für Straches FPÖ in Frage, wenn ich in Wien was verändern will, auch wenn ich mit dieser Partei selbst nicht soviel anfangen kann, daß ich dort jemals Mitglied sein könnte oder auch genügend Übereinstimmungspunkte finden könnte, nein es geht mir um Verbesserungen in Wien, wie:

    Wiedererstellung der Öffnung der Gemeindebauten für sozial schwache Österreicher

    Abschaffung der Korruption

    Abschaffung der Parteibuchwirtschaft und des Parteiterrors durch die SPÖ

    Abschaffung der unnötigen und wahnsinnigen Geldverschwendung für Unnötiges und Parteilieblinge

    Einleitung eines Umdenkens zum Bürger hin und weg vom Parteiterror

    Je nachdem, wieviele Stimmen bei der FPÖ landen, 25% oder 35% oder sogar mehr, desto flexibler wird das Machtverhältnis für eine andere Stadtregierung im Rathaus. Bekommt Marek mehr als 15% der Stimmen, so könnte sie auch, wenn mit der SPÖ ohnehin 'nicht gepackelt' wurde, theoretisch auch eine schwarz-blaue Regierung in Wien unterstützen.

    Das geht aber nur, wenn möglichst viele Weißwähler der FPÖ Wien auch entsprechend viel Stimmen geben.

    Hätte Frau Marek nicht einen 'Packelveretrag' mit Häupl abgeschlossen, so würde ich ÖVP wählen, so aber muß ich FPÖ wählen, wenn ich Verbesserungen für Wien erreichen will.

    So jedenfalls kann es nicht weitergehen auf Kosten des Wiener Volkes.

  6. Ausgezeichneter Kommentatordergo
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    16. September 2010 10:31

    Obwohl es sicher wichtg ist was (wen) man wählt, scheint es mir noch viel wichtiger daß man wählt. Denn wie die jüngsten Ereignisse aus dem Burgenland belegen, kann man nur so die Kontrolle über die eigene Wählerstimme behalten. Daher mein Aufruf:

    Bitte gehen Sie zur Wahl - sonst könnte es sein daß Ihre Stimme alleine geht ......

    PS: Jahrelang quälte ich mich mit der Idee eine "Freie Und Richtungsunabhängige Zukunftspartei" (angekürzt: FURZ) zu gründen. Da hätte der aktuelle ÖVP-Slogan vom frischen Wind viel besser gepasst .......... :-)

  7. Ausgezeichneter Kommentatorthomas lahnsteiner
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    16. September 2010 14:30

    die hetze geht los...pünktlich zur wienwahl präsentiert NEWS zwei dumpfe idioten und eine idiotin, die anscheinend vor der kamera des NEWS-fotografen etwas linkisch und wie bestellt wirkend die hand zu so etwas wie den hitlergruß erheben und das anscheinend in einer ärmlich wirkenden küche, die aber immerhin professionell ausgeleuchtet wirkt.....die drei sind laut NEWS wahlhelfer des Herrn Strache.......
    dümmer und tiefer geht es nimmer...vielleicht ein werk des genialen aufdeckers kurt kuch ?
    Ich habe bisher trotz meinungsgegensätzen den Herrn Pelinka für einen intelligenten, integren Menschen gehalten......dass er dieses kasperltheater zuläßt ?
    aber die staatsanwaltschaft wien wird sich sicher eifrig auf die umstürzlerischen neonazis stürzen, wenn sie nicht gerade oberste Religionsbehörde spielt und leute, die öffentlich sagen, dass der Koran böse sei, vor das wiener landesgericht zerrt. Dabei ist doch des koran ein von nächstenliebe und menschenachtung strotzendes buch......den grünen denunzianten tut es wahrscheinlich leid, dass man die böse FPÖ-Tante nicht so wie im iran an einem baukran aufhängen kann, denn dort haben die leute noch achtung vor dem islam
    österreichische demokratie anno 2010

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcmh
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    17. September 2010 10:10

    Wer von seinem Wahl-"recht" nicht Gebrauch macht, handelt fahrlässig schuldhaft im Sinne einer Einlassungsfahrlässigkeit. Den wer in einer Demokratie lebt, muss sein Souveränsein auch durch Handlungen erfüllen, sonst ist er nicht lange Souverän. Auch von meinen Geschäftspartnern erwarte ich, dass sie in Erfüllung der von ihnen übernommen Pflichten handeln. Daher ist das Wahlrecht eigentlich eine Wahlpflicht. Hier im Blog darf ich erwarten, dass man versteht wenn ich sage, Nichtwählen ist fieser als Grün wählen.

    Tricksereien, wie die von AU vorgeschlagene zu späte Stimmabgabe, haben nur in Ausnahmefällen eine gewisse Berechtigung. Für einen Trick ist eine gute Übersicht über die Lage und damit auch der Konsequenzen des Tricks unbedingt erforderlich. Dann hat er möglicherweise in einem Falle Erfolgt. Hier ist es aber so, dass der Trick gerade mit der unübersichtlichen LAge begründet wird. Zudem ist der Trick - weil schon vom Mitbewerb verwendet - alt und hat daher nur negative Konsequenzen. Man stelle sich vor, was geschieht, wenn tatsächlich eine signifikante Zahl von Stimmen erst nach dem ofiziellen Endergebnis abgegeben wird und die tatsächlich ein Nicht-SPÖ Ergebnis bringen würden. Die Sozen wären doch die ersten die Wahlbetrug schreien würden. Daher rechtzeitig abgeben.

    Briefwahl ist ein Schritt in Richtung anonymer Kosten- und damit Wertlosigkeit. Daher bitte nur in Notfällen auf diese Weise wählen. Man muss zwar nicht sein Seitgewehr mitbringen, aber Demokratie lebt doch auch zum nicht geringsten Teil von der persönlichen Teilnahme und von der dadurch ausgedrückten persönlichen Wertschätzung dieser Regierungsform. Daher hingehen.

    Die Wahl in Wien hat dieses Mal eine Sonderstellung. Keiner der wahlwerbenden Gruppen hier in Wien möchte ich mein Vertrauen schenken.

    Zwar stehe ich einer davon nahe, habe aber den starken Eindruck gewinnen müssen, dass es sich hier in Wien dabei um eine Mogelpackung handelt. Daher diesmal zum ersten Mal nicht.

    Mit Demokratie ist auch immer ein gewisser Wechsel verbunden und für sie notwendig. Demokratie wurde daher auch einmal von einem klugen Mann als die Regierungsform bezeichnet, bei der man die Regierenden nicht umbringen muss, wenn man sie loswerden möchte. Nach über 90 (in Worten neunzig) Jahren muss es einmal einen normalen (die braune Phase war nicht normal) Wechsel geben. Denn so gut kann niemand sein, dass er auch 90 Jahre lang gut ist. Daher sollte die SPO eigentlich sogar für die Demokraten unter ihren Sympatisanten nicht wählbar sein. Daher ein absolutes Nein. Ein Wechsel hat für mich absolute Priorität.

    Grün in Wien ist PdS in Deutschland. Ein No-no.

    Alles andere ist Schrott.

    Die Wienwahl ist daher ein Sonderfall, bei dem ausnahmsweise eine taktische Wahl für mich angemessen erscheint. Daher FPÖ!

    Zwar sind Blaue und Rote seit jeher komunizierende Gefäße und mit mein Schlechten Gewissen meinen Freunden gegenüber werde ich leben müssen. Aber die Blauen - auch wenn sie nicht in die Regierung kommen - würden auch als starke Oppostion einen stärkeren Durchlüftungseffekt haben als die braven Schwarzen. Und den will ich und der hat daher oberste PRiorität.

    Es bleibt noch etwas zur ÖVP zu sagen, die den Wahlkampf von der ersten Minute an vergeigt hat. Es ist leider zu vermuten, mit Billigung bzw auf Anweisung bzw aus Naturblödheit der BundesÖVP. Denn zuerst einen Spitzenkandidaten Gio Hahn zu etablieren, die Funktionäre für den laufen zu lassen und sich den dann wegloben zu lassen - da gehört schon einiges dazu an Todestrieb. Dann die Marek aufoktroieren und dann alle miteinander im Regen stehen zu lassen, das ist einsame Sonderklasse.

    Aber man erkennt seine Freunde in den schweren Stunden und so wird für mich ein interessantes Ergebnis der Wahl sein, was mit Frau Marek nach der Wahl geschieht und wie sie danach von der BundesÖVP unterstützt wird. Danach werde ich mein Verhältnis zu ÖVP insgesamt überdenken und prüfen.


alle Kommentare

  1. Jeri (kein Partner)
  2. Ilma (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:13

    I thought I'd have to read a book for a divcosery like this!

  3. Nilda (kein Partner)
    19. Januar 2015 15:16

    I really colu'ndt ask for more from this article.

  4. Elmar Leimgruber (kein Partner)
    23. September 2010 05:40

    Ich bin positiv beeindruckt von Ihrer Offenheit bei diesem Thema.
    Und das meine ich nicht zynisch, sondern ernst.
    Ich war nie "Gewohnheitswähler", sondern habe ich vor jeder Wahl neu orientiert und überlegt, welche Partei aktuell die beste ist.
    Das halte ich einfach für richtig.

  5. gehleck (kein Partner)
    21. September 2010 18:32

    derartige kotze in wortform (artikel & kommentare) ist mir selten untergekommen. das wiener "bürgertum" kann sich wahrlich glücklich schätzen! hut ab, dass sie alle sich nichts bei ihrer eigenen niedertracht denken. auch als nicht-gläubiger kann man da nur sagen: gott schütze unsere stadt vor ihnen!

    • plusminus
      21. September 2010 22:56

      @gehleck

      Wo liegt Ihr Problem?
      Ertragen Sie nur EINfalt und keine VIELfalt?
      Dann verstehe ich auch Ihren Nick, alles klar!

    • Mango (kein Partner)
      22. September 2010 05:40

      Das dürfte wohl typisches "Argumentationsniveau" eines Linken sein.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      22. September 2010 12:35

      Ruhig Blut, die meisten Poster hier sind ja doch eher der Provence zuzurechnen. Das Wiener Bürgertum ist tot, nicht zuletzt durch den jahrzehntelangen dauerschlaf der ÖVP Wien.

  6. Gasthörer (kein Partner)
    19. September 2010 22:54

    Hier sieht man, wie die Wiener SPÖ sich nicht einmal mehr geniert mit einem Kopftuchweib um ihre Klientel zu werben. Und weil man der überbordenden Geistesleistung der Bürger in Neo-Anatolien doch nicht ganz traut, gibt es eine Anleitung zum Kreuzlmachen auf türkisch und arabisch noch dazu. Kuckst Du:

    http://deutschelobby.wordpress.com/

  7. Winston Smith (kein Partner)
    18. September 2010 09:17

    Darf man die grundsätzliche Frage in den Raum werfen, was die Konsequenzen wären, wenn man den Vorschlag des Partners umsetzt? Dieser Vorschlag, ist doch eine an sich nicht legale Form der Stimmabgabe. Würde eine Selbstanzeige, das man nicht legal gewählt habe, die gesamte Wahl für nichtig erklären.
    Eine Stimme die das System zum Absturz bringt, so was kennt man sonst nur aus Filmen, aber wenn es in der Realität funktionieren würde, wahrlich faszinierend.

    • SOKs (kein Partner)
      18. September 2010 13:30

      Das "System zum Absturz zu bringen" findet offensichtlich nicht bei Wahlen statt. Sondern durch einen Volksaufstand. Leider haben fast nur die Sozis NGOs. Die von der re RH sind auf verschämten, unbekannten Internetpräsenzen. Ist ja auch bequemer.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      18. September 2010 14:49

      Die Masse des "Reiches" ist aber rechts und die sind nicht im Internet, sondern in der Arbeit, aber nicht mehr lange, halten Sie durch.

  8. Leopold Koller (kein Partner)
    18. September 2010 02:26

    Wien ist anders! Am Land ist tote Hose, in Wien ist rote Hose. Wien ist anders! Am Land schmeissen die Schwarzen das Geld beim Fenster raus, in Wien die Roten. Wien ist anders! Am Land sind wir alle Deppen, in Wien auch. Wien ist anders! Es lebe der Unterschied!

  9. bart (kein Partner)
    17. September 2010 21:48

    Die SPÖ will kulturelle Vielfalt und ein Kuddelmuddel aus allem Unmöglichen. Wer das ernst nimmt, muss daher eine andere Partei wählen, denn sonst herrscht in Wien weiterhin die reaktionäre Gleichmacherei durch den abgehobenen Politpöbel. Die SPÖ Wien ist das genaue Gegenteil der von ihr verkündeten (und von uns bezahlten) Wahlpropaganda.

  10. c.Blocker (kein Partner)
    17. September 2010 21:33

    Das Dilemma, vor dem viele Wiener Wahlbrechtigte stehen, kann man gut verstehen.
    Der Vorschlag mit der illegalen Stimmabgabe bringt da keine Lösung. Abgesehen davon, dass es illegal und auch ein bissal feig ( oder wienerisch hinterfotzig ) ist, wird es keine großartigen Bewegungen bringen. Sollte sich tatsächlich eine größere Zahl dazu entscheiden und damit Einfluß auf den Wahlausgang haben, dann wird r die Wahl sicher angefochten.

    Wenn man etwas bei der nächsten Wahl verändern will, dann muss man das tun, was den Mächtigen weh tut, und es muss ordentlich weh tun !!
    Entweder man drückt die Augen zu ( einschließlich Hühneraugen ) und wählt Strache als nützlichen Idioten, oder man bekennt sich offen zur BZÖ ( wenn man glaubt, dass die brauchbar sind ) und unterstützt sie im Wahlkampf.

    Alles nicht einfach, aber wenn nichts passiert, dann passiert nichts.

    Ich würde in Wien diesmal Strache wählen, da er am ehesten das Potenzial dazu hat den Mächtigen in die Suppe zu spucken. Später kann man ihn dann wieder in die Wüste schicken.

  11. Tauriska (kein Partner)
    17. September 2010 21:07

    Kann es nicht nachvollziehen, wie man sich als bürgerlich bezeichnen will und dann FPÖ wählt.
    Aber ned falsch verstehen, ich würde gerne eine echte freiheitliche Partei wählen. Aber eines muss jeden klar sein: Die Strache(=Kickls Marionette)-FPÖ ist
    1. nationalistisch (bis zu einem gewissen Grad OK oder sogar wünschenswert, jedoch haben diese Herren das Maß mMn weit überschritten).
    2. Die FPÖ ist verdeutscht - gilt fast das Selbe wie oben.
    Aber 3. Die zur zeitige FPÖ ist sozialistisch!!!

    Und spätestens hier sollten die Alarmglocken läuten. Diesen sozialistischen Kurs der Blauen würde man durch ein Kreuzerl nur weiter fördern. Was es jetzt braucht wäre eine ordentliche Niederlage Straches, eine - nennen wir es mal - Debatte in der Partei, vl. sogar eine Spaltung/Brechung der Partei (in Westen gibt es zumind. noch Rechtsliberale Kräfte), Straches Absetzung als "Parteichef" und bis 2013 kann man sich wieder finden und etwas neu definieren - wie wär es mit Nationalliberal? - vl. sogar mit Bucher und BZÖ.
    Und was jetzt noch die Wienwahl angeht:
    Auch wenn es nicht in den Idealismus von so manchen hier passt. Marek hat übler weise recht. Es kann in Wien keine gr. Veränderung geben. Niemand will oder kann mit Strache koalieren. Häupl wird so oder so Bürgermeister, da helfen auch keine gr. Ankündigungen ihn verdrängen zu wollen. Somit ist es immer noch besser ihn ein wenig an den Zügeln zu halten.

    Taktisches Denken bei einer Wahl halte ich für gefährlich. Ich würde Sonnleitner meine Stimme geben und zwar aus einen ganz einfachen Grund: Ich bin Rechtsliberaler und kann dieser Bewegung - die zumind. in die richtige Richtung zeigt - ein kl. Stück weiterhelfen. Das gleiche Zeichen setzt man, wenn man nicht die zur zeitige FPÖ wählt. In Wien wird so oder so die…

    PS.: Ich kann euch Wiener fast verstehen wenn man aus Verzweiflung auf solch ein Übel zurückgreifen will, doch diese Stadt wird wohl noch länger brauchen bis die Proletarier in die Opposition getrieben werden können, aber da hilft's doch nicht einfach einen anderen Proletarier zu wählen. Ich denke dass man bei dieser Wahl auch auf das ganze Land und seine politische Umgebung achten sollte, da eben die SPÖ sowieso...

    • simplicissimus
      18. September 2010 06:53

      ja, die welt ist imperfekt und die menschen ebenso, insbesondere politiker und ihre parteien. ich habe über nacht eine liste gemacht, was mir alles an den anderen parteien und deren repräsentanten nicht gefällt. leider ist au's website darauf zusammengebrochen, die liste reicht von wien nach bregenz.

      ihr gutgemeinter vorschlag, die fpö noch weiter aufzusplittern und die rechtsliberalen noch uneiniger zu machen ist nett und verständlich, in der auswirkung aber unüberlegt und wirkungslos.

      hilfloses aufgeben gegenüber der spö ist unangebracht und wird durch kleinstgruppenunterstützung noch untermauert.

      wenn man meint, dass es in wien (für immer) keine veränderungen geben kann, dann hat man sich und seine stadt schon lange aufgegeben.

    • cmh (kein Partner)
      18. September 2010 09:48

      Die einzige Qualität der FPÖ ist, dass sie am besten der SPÖ in die Suppe spucken kann. Die anderen Qualitäten 1 bis 3 sind alle richtig und darin liegt zugegebenermaßen auch eine Gefahr. Aber auch wenn wir jetzt die Partei des Reichskanzlers wählen so doch unter der Gewissheit, dass STrache nicht Reichskanzler = Bürgermeister werden wird. Das ist ja das taktische an dieser Variante dass wir, nicht ganz ehrlich in der Wahlzelle sagen, Straches Partei ist die beste, obwohl die eigentlichen Präferenzen andere wären.

      Aber : Ob ihr richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht. Also nach der Wahl.

      Das ist das Dilemma bei dieser Wahl, dass es eigentlich nur darum geht, nein nicht den Besten, sondern nur den Freundeskreis der Rathaussozen zusammenzustellen. Und die Unsicherheit liegt darin, dass man eben vorher nicht weiß, wer sich nach der Wahl mit den Roten ins Bett legen wird.

  12. Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
    17. September 2010 18:44

    Wir finden, dass die Idee mit den Montagsbriefen ihren Charme hat. Besonders, wenn die Journalisten wieder die grünen mit der Briefwahl trösten. Vielleicht tun die das schon lange, man sollte es ihnen nicht alleine überlassen.

    • Samtpfote
      17. September 2010 19:27

      Euro hohes strategisches Denken, gemahnt an 1684.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      17. September 2010 20:54

      In der Tat, der 5. März dieses Jahres stellte Uns zufrieden.

      1648 allerdings, hätte es den ÖRF schon gegeben, und Friedrich Orter hätte vom westfälischen Frieden berichtet, jeder Unterthan hätte ob seines bedeutungsschweren Tones geglaubt, der dreißigjährige Krieg beginne nun erst.

    • Samtpfote
      17. September 2010 21:18

      Orter. War das nicht jener Marketenderzugbegleiter, der Anno 1683 aus dem Lager Johann III Sobieski berichten wollte sich jedoch in nicht ganz weiser Voraussicht des Kommenden, dem Osmanischen, speziell Kara Mustafa zuwandte und sich einer wohlwollenden Berichterstattung befleissigte?

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      18. September 2010 01:54

      Orter ist in der Tat mit seinem ÖRF-Brojekt den Osmanen anheim gefallen. Demnächst wird Österreich Entschädigungszahlungen für die beiden Türkenbelagerungen an Erdogan zahlen. Die Niederlassungsfreiheit wurde krass verletzt, und Wir selbst werden ein Seminar bei Zara buchen.

    • Samtpfote
  13. j.r.tm (kein Partner)
    17. September 2010 17:35

    Der kommentar zeigt eindeutig, warum die Einführung der Briefwahl absoluter Unfug war.

    Nicht nur dass das geheime Wahlrecht ausgehebelt wurde:
    Die eidestattliche Erklärung, unbeeinflusst gewählt zu haben, ist genauso wertlos wie die Berstätigung vor 17h gewählt zu haben.

    Will man mit aller Kraft die Demokratie in Österreich ruinieren?

    • j.r.tm (kein Partner)
      17. September 2010 17:37

      Ach ja:

      Eine Stimme für die FPÖ bringt insofern nichts, als dass eine schwarzblaue Koalition nur unter ÖVP FÜhrtung denkbar ist.

    • cmh (kein Partner)
      18. September 2010 09:54

      Richtig rote Brüder, die Chance soll intakt bleiben. Jeder der, Rot wählt ist kein Demokrat denn er tritt den demokratischen Wechsel und damit die Demokrtie mit Füßen.

      Und wenns der Panda aus Schönbrunn wäre, ich würde den wählen - schon wegen der zusammenbrechenden roten Weltbilder, wohlerworbenen Rechte und persönlichen Lebensplanungen. Vor allem wegen der letzteren.

  14. 1
    17. September 2010 16:56

    Gewiss spricht vieles gegen Marek und ihren kurs - andererseits wäre Rot-Schwarz noch immer viel besser als Rot-Grün, wo dann wirklich der Linksextremismus die Herrschaft übernimmt. Und wenn die Wiener ÖVP ein zu starkes Debakel erleidet, dann ist Rot-Grün unvermeidlich.
    Gegen das BZÖ spricht auch die beschämende Tatsache, dass das BZÖ im ORF jetzt wieder mit der linken gestimmt hat, um auch die nächste Führungsposition (den Radiodirektor) knallrot zu besetzen.
    Das BZÖ ist also auch kein sehr starke Signal gegen Rot.

    • klein (kein Partner)
      17. September 2010 19:47

      rot/grün wäre also linksextrem. Gnade vor dieser himmelschreienden Dummheit, die eine solche Einschätzung verursacht. Gnädigste(r), links wäre rot/grün sicher, aber linksextrem schaut anders aus. Sprechen Sie mit jemandem darüber, der z.b. in der Sowjetunion aufgewachsen ist. Der wird Sie auslachen. Und ich tu's auch.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      17. September 2010 20:09

      @ klein

      Die SPÖ/Grün Fraktion ist genauso linksextrem wie die FPÖ rechtsextrem ist. Welche Reichs"hälfte" nun lächerlicher ist, können Sie für sich entscheiden.

    • M.U. Shrooms (kein Partner)
      17. September 2010 20:57

      klein, jeder Sowjetbürger würde angesichts einer linxgrünen Machthabe die Sowjetunion zurück wünschen.

    • cmh (kein Partner)
      18. September 2010 09:59

      Genau das ist ein weiter Grund nicht schwarz zu wählen. Denn in dieser PArtei gibt es immer noch die Sesselkleber, die lieber den Roten den Mastdarmakrobaten machen, als die eigene Meinung - so vorhanden - zu vertreten.

      Rot-Schwarz ist immer ein Debakel für Schwarz gewesen. Erstens weil die Roten ja nieeeeeeeeeee schuld sind, und immmmmmmmmmmmer höflich wie Häupl, sondern auch weil die schwarzen Beamtenseelen dann genau das denken, was sie immer gedacht und angestrebt haben:

      Wenig zu haben aber das dafür sicher.

      Mit nassen Fetzen gehörten die auf ihre Plätze verwiesen.

  15. donnerlütchen
    17. September 2010 16:10

    Berichtigung - Betrifft Eintragung WAHLMASCHINE von phaidros und soll heißen - Wer was dagegen. Danke !!

    • inside
      17. September 2010 16:30

      Nein, wieso donner des lütchens.
      Hoffen jedoch auf pointierte Statements, direkt aus der Parteizentrale. :-)

  16. Tertullian (kein Partner)
    17. September 2010 16:07

    am besten - nichts!
    das System der Parteien-Demokratur feiert sich wieder mal selbst.
    wenn Wählen was änderten, wären sie längst verboten (frei nach B. Brecht)

  17. dieba (kein Partner)
    17. September 2010 15:59

    Pfuh. Aufruf zum Gesetzesbruch. Gut, dass es nicht Herrn Unterbergers Vorschlag ist, sondern nur der eines "Partners".

  18. Erich Bauer
    17. September 2010 14:58

    Ich glaube, wir haben keine WAHL mehr. Der nächste Inquisitions- und Schauprozeß gegen Islamkritik, angezettelt von NEWS. Das wird die erste "Heilige Illustrierte" Über Konrad schwebt der Halbmond. Vielleicht ist er sogar der 12 oder 13? Imam.

    http://www.pi-news.net/2010/09/von-strafanzeige-in-den-medien-erfahren/

  19. Neppomuck (kein Partner)
    17. September 2010 14:57

    Der Wählerwille, im Mikrokosmos der Wahlzelle manifestiert, bedeutet sozusagen eine binäre Entscheidung, die erst in der Zusammenschau aller Stimmen ein Ergebnis ausmacht, das die "Wertschätzung" aller Wähler den Parteien gegenüber darstellt.
    "One man, one vote."

    Wer aber ist schon zu 100 % für eine besondere Partei?
    Was läge also näher, als jedem Wähler 10 Wahlpunkte zu überantworten, die er nach seinem Gutdünken auf die wahlwerbenden Parteien aufteilen kann?

    Vorteil: Eine schärfere Akzentuierung des kollektiven Zuspruchs zu den Parteien, dann wäre das noch ein gewisser Intelligenztest (wer nicht bis 10 zählen kann wählt ungültig), das kann auch nicht schaden und letztlich wäre das eine demokratische Innovation, die der Wähler/Wahl-Beteiligung nur gut tun kann.

    Nachteil: Die Auswertung dauert etwas länger und bedeutet Zeitverlust, was aber, angesichts der Verzögerungswirkung durch die Briefwahlmöglichkeit sowie angesichts der Wichtigkeit und der langjährigen Auswirkungen des Wahlganges grundsätzlich, zur "quantité negligeable" erklärt werden kann.

    Unsicher bin ich allerdings hinsichtlich der "mathematischen Hürde" der "zehn Punkte".
    Das alles könnte nämlich als eine verfassungswidrige Einschränkung des Wahlrechtes auf nur die des Zählens mächtigen Bürger verstanden werden.
    Welche Partei sich da jetzt als "bedroht" betrachten kann, das soll jeder selbst befinden.

  20. Segestes (kein Partner)
    17. September 2010 14:45

    Zitat:
    ****"Die Wiener Wahl naht: Was tut man nur?"****

    Als begeisterter Nicht-Wiener, sieht man sich das Schauspiel erste Reihe fußfrei an und denkt sich, Klein-Istanbul an der Donau (600 000 Mihigru-Einwohner!) ist bereits an ein morgenländisches Proletariat, samt seinen Schutzherren in der Politik, verloren - konzentrieren wir uns deshalb lieber auf jene Teile unseres Landes, die sich noch weitestgehend in der Hand der autochthonen Bevölkerung befinden.

  21. Philipp Starl (kein Partner)
    17. September 2010 13:38

    Herr Unterberger, wo haben Sie sich denn da reingeritten? *Kopfschüttel* Natürlich ist Ihr Vorschlag nachvollziehbar, gibt es doch das legitime Mittel des zivilen Ungehorsams, so nach dem Motto:" Gibst du mir keine anständige Auswahl, protestiere ich mit einer illegalen Stimmabgabe". Aber erstens ist das Mittel des zivilen ungehorsams nicht für solche Anlässe gedacht und adäquat und zweitens verschieben Sie das Problem mit Ihrem Vorschlag nur um eine Ebene.

    Dabei sind Sie selbst schuld an Ihrer ausweglosen Position: vor ein paar Tagen kritisierten Sie noch heftig die FPÖ und stigmatisierten sie subtil als unwählbare Partei und jetzt stehen Sie genau vor dem Scherbenhaufen, auf den ich Sie damals schon aufmerksam gemacht habe.

    Doch kurz zur Antwort auf die Frage, warum das Problem nun nur um eine Ebene verschoben werden soll:

    Sie schlagen vor, das vorläufige Wahlergebnis abzuwarten um dann zu wählen und erkennen dabei das Offensichtliche nicht: dass damit Ihr Ursprungsproblem nciht im Geringsten gelöst wird, denn:

    Welche Auswirkungen hat denn ein Abwarten, bzw. welche Vorteile? Eindeutig nur einen: man kann abwarten, ob sich eine Stimme "auszahlt" bzw. ob die Stimme nicht mehr benötigt wird, weil das Ergebnis für die Partei hoch genug ist.
    Dieser Vorteil hat aber leider rein gar nichts mit Ihrem Ausgangsproblem zu tun, nämlich dass drei der fünf Parteien für Sie unwählbar sind (bei der Gedankenäußerung, die ÖVP könne sich nach der Wahl vielleicht nicht mehr so anbiedern, war wohl der große Wunsch Vater des Gedankens).

    Bei den anderen zwei Parteien brächte das Abwarten nur ein Eventuelleinzug des BZÖ, der aber nichts an der Bedeutungslosigkeit dieser truppe ändert und bei der FPÖ brächte es ein Zurückhalten der Stimme, weil die FPÖ stark genug ist, doch stellen sich dann wiederum zwei Fragen:

    1) Wem geben Sie in dieser Situation dann die Stimme (d.h. Sie stehen dann wieder vor derselben Problematik wie jetzt)?

    2) Warum wollen Sie nicht, dass die FPÖ möglichst stark ist? Über 30% sind sowieso ausgeschlossen (zumindest bei dieser Wahl) und wovor fürchten Sie sich denn bitte? Dass die FPÖ in Wien ein Nazizentrum errichtet, obwohl die FPÖ dann wahrscheinlich nicht einmal in der Regierung wäre und eine Landes- bzw. Stadtregierung sowieso fast keine Kompetenzen hat?
    Man darf Ihre Ablehnung gegenüber der FPÖ getrost als Flucht vor dem eigens angerichteten Malheur, in das Sie sich selbst navigiert haben, werten.

    Ich möchte betonen, dass die FPÖ für mich eine genauso unwählbare Partei darstellt, aus verschiedensten Gründen, aber Fakt ist nunmal und das werden auch Sie einsehen müssen, dass eine Stimme für die FPÖ die einzige Stimme ist, die derzeit etwas in Wien verändern kann.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      17. September 2010 13:40

      Da fehlt noch ein Absatz:

      Ich habe Ihnen klar strukturiert dargelegt, warum der von Ihnen übernommene Vorschlag keine Lösung des Dilemmas darstellt und für diese Nichtlösung wollen Sie Ihre Werte, sprich die Rechtstreue, auf den Müll werfen?

      Das ist, gelinde gesagt, beschämend.

    • Erich Bauer
      17. September 2010 14:28

      Philipp Starl,
      "...protestiere ich mit einer illegalen Stimmabgabe..."

      Nur eine rein "technische" Frage: Wenn diese Wahlordnung die verspätete Stimmabgabe vorsieht. Den Parteien das auch bekannt ist... ist es dann "illegal" auf diese Weise die Stimme abzugeben? Über die Sinnhaftigkeit... naja. Auch in den ehemals kommunistischen Ländern verfiel man auf oft verzweifelte Formen des "zivilen Ungehorsams". Freilich, mehr als den GRÜN-Bobos zu zeigen, daß auch Nicht-Bobos deren Kultverhalten zusammenbringen... Aber, Sie haben schon recht, es ist ein bißchen kindisch.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      17. September 2010 15:32

      Man kann es nun adäquat oder kindisch finden, aber das Entscheidende ist, dass es keine lösung des Dilemmas ist.

      Zu Ihrer Frage:

      Vorgang bei der Briefwahl

      § 60. (1) Das Wahlrecht kann von denjenigen Wählern, denen entsprechend den §§ 38 und 39 Wahlkarten ausgestellt wurden, auch im Weg der Übersendung der verschlossenen Wahlkarte an die zuständige Bezirkswahlbehörde ausgeübt werden (Briefwahl).

      (2) Hierzu hat der Wähler den von ihm ausgefüllten amtlichen Stimmzettel in das beige-farbene Wahlkuvert zu legen, dieses zu verschließen und in die Wahlkarte zu legen, sodann auf der Wahlkarte durch eigenhändige Unterschrift eidesstattlich zu erklären, dass er den amtlichen Stimmzettel persönlich, unbeobachtet, unbeeinflusst und vor Schließen des letzten Wahllokals ausgefüllt hat, anschließend die Wahlkarte zu verschließen und so rechtzeitig an die Bezirkswahlbehörde zu übermitteln, dass die Wahlkarte dort spätestens am achten Tag nach dem Wahltag bis 14.00 Uhr einlangt. Bei einer Stimmabgabe im Ausland kann die Übermittlung auch im Weg einer österreichischen Vertretungsbehörde oder einer österreichischen Einheit erfolgen. Die Kosten für eine Übermittlung der Wahlkarte an die Bezirkswahlbehörde im Postweg hat der Bund zu tragen.

      (3) Die Stimmabgabe im Weg der Briefwahl ist nichtig, wenn

      1.
      die eidesstattliche Erklärung auf der Wahlkarte nicht oder nachweislich nicht durch den Wahlberechtigten abgegeben wurde,

      2.
      die Wahlkarte kein Wahlkuvert enthält,

      3.
      die Wahlkarte nur ein anderes oder mehrere andere als das beige-farbene Wahlkuvert enthält,

      4.
      die Wahlkarte zwei oder mehrere beige-farbene Wahlkuverts enthält,

      5.
      das Wahlkuvert, abgesehen vom Aufdruck der Nummer des Landeswahlkreises, beschriftet ist,

      6.
      die Prüfung auf Unversehrtheit (§ 90 Abs. 3 und 4) ergeben hat, dass die Wahlkarte derart beschädigt ist, dass ein vorangegangenes missbräuchliches Entnehmen oder Zurücklegen des inliegenden Wahlkuverts nicht ausgeschlossen werden kann,

      7.
      aufgrund eines Verklebens der unter der Lasche gelegenen Felder der Wahlkarte die Daten oder die Unterschrift des Wählers nicht mehr sichtbar gemacht werden können oder

      8.
      die Wahlkarte nicht spätestens am achten Tag nach dem Wahltag bis 14.00 Uhr bei der zuständigen Bezirkswahlbehörde eingelangt ist.

      (4) Die Bezirkswahlbehörde hat nach Einlangen der für eine Stimmabgabe mittels Briefwahl verwendeten Wahlkarten die unter den Laschen befindlichen Daten nach deren Sichtbarmachung zu erfassen und die Wahlkarten anschließend bis zur Auszählung (§ 90 Abs. 3 und 4) amtlich unter Verschluss zu verwahren.

      (5) Fällt der in Abs. 2 und Abs. 3 Z 8 genannte Zeitpunkt auf einen Feiertag, so endet die Frist am nächsten Werktag, 14.00 Uhr.

      Zitat:" Hierzu hat der Wähler den von ihm ausgefüllten amtlichen Stimmzettel in das beige-farbene Wahlkuvert zu legen, dieses zu verschließen und in die Wahlkarte zu legen, sodann auf der Wahlkarte durch eigenhändige Unterschrift eidesstattlich zu erklären, dass er den amtlichen Stimmzettel persönlich, unbeobachtet, unbeeinflusst und VOR SCHLIEßEN DES LETZTEN WAHLLOKALS ausgefüllt hat,..."

      Die Stimmabgabe ist also illegal, wenn sie nach Schließen des letzten Wahllokals abgegeben wurde. Wie Herr Unterberger richtig anmerkt, ist dieser Paragraph zwar eine lex imperfecta (für alle Nichtjuristen: eine Norm, die zwar ein Verhalten gebietet, aber nicht normiert, welche Strafe bei Nichteinhaltung angedroht wird, z.b.: Es ist verboten, einen anderen Menschen zu töten.), illegal bleibt das Zuwiderhandeln aber dennoch.

    • socrates
      18. September 2010 09:05

      Klindt gut, was Sie schreiben. Nur, seit ich gehört habe, wie diese Fälschungen verlaufen, bringen Ihre gut gemeinten Vorschläge gar nichts:
      Sunt qui im innersten Bereich der Wahlbehörde, die wissen, wer gegen Ende der Stimmabgabe noch nicht gewählt haben. Da werden dann die notwendigen Papiere auf diese Namen ausgestellt und dann munter manipuliert. Pech ist nur, wenn einer, der schon jahrelang nicht gewählt hat, kurz von Ende zur Stimmabgabe kommt und feststellt, daß er schon gewählt hat. Dann gibt es, unter verschweigenden Medien, einen Prozeß für einen netten, alten und verdienten Parteisoldaten (Die ÖVP hat sowas nicht) im Bez Mistelbach.
      Ich wünsche dem Mann einen sehr milden Richter, denn das löst das Problem nicht. Jetzt sind wir dran um Wiederholungen zu verhindern. Die Grünen sollen nicht jedesmal die Briefwahlen gewinnen, das stinkt zum Himmel!

    • Martin Bauer
      18. September 2010 09:11

      socrates

      gäbe es einen Link?
      Besten Dank

    • socrates
      18. September 2010 22:31

      Info kam von Privatem. Aber es steht angeblich in den NÖ - Nachrichten: Im Bez Mistelbach liegt Kettlasbrunn, das von rot auf schwarz wechselte. Ein wirklich ehrenwerter alter Herr wollte dies um jeden Preis verhindern. Die Methode steht oben. Einer,der noch nie gewählt hatte, erschien knapp vor Ende und entdeckte, daß er schon gewählt haben sollte.
      Am 23.9. wird über 8 Fälle verhandelt. Der alte Herr hat nichts davon und es wäre gut, wenn wir die schweizer Regeln übernehmen würden. Wenn ich mir die sensationellen Briefwahlergebnisse der Grünen ansehe, habe ich den Verdacht auf Manipulation, und die scheint gewollt zu sein. Schließlich wurden die Regeln erdt eingeführt, als das Match Grün - Blau begann. Die Grünen haben ja einen guten Draht in die USA und zu deren Machtapparaten.
      Cui bono?

  22. max (kein Partner)
    17. September 2010 13:31

    Ich muss gestehen, ich habe lange nicht verstanden, wieso nach Wahlen in Oesterreich in den Medien am Wahlabend immer noch über Briefstimmen spekuliert wurde. Bei uns (Schweiz) werden Briefstimmen immer mit den Stimmen ausgezählt, die am Wahltag abgegeben werden. Auf die Idee, dass Briefstimmen bis zum Wahltag abgegeben werden können, bin ich beim besten Willen nicht gekommen. Kann mir jemand erklären, wie das begründet wird? Ein früherer Einsendeschluss für Briefstimmen diskriminiert doch niemanden, oder sehe ich das falsch? Für eine Antwort wäre ich dankbar.

    • Philipp Starl (kein Partner)
      17. September 2010 13:46

      Werter max,

      Die Stimmabgabe per Brief am Wahltag lässt sich so begründen: ein Zwang zu einer früheren Stimmabgabe würde eine unzulässige Diskriminierung der Briefwähler (die ja oftmals nichts dafür können, dass sie per Brief wählen müssen) darstellen, da den Briefwählern erstens weniger Zeit bliebe, sich für eine Partei zu entscheiden und zweitens die Briefwähler auf Aussagen von Parteimitgliedern, die in den letzten Tagen getätigt werden, nicht mehr reagieren könnten.

      Ich sage nicht, dass dies meine Argumentation ist, aber sie ist stichhaltig und schwer zu kontern.

      Warum allerdings einem Missbrauch nicht dadurch entgegengetreten wird, indem man für Briefwähler einen eigenen Postdienst einrichtet, der die Wahlkarten noch am Sonntag abholt, kann ich Ihnen auch nicht erklären.

    • max (kein Partner)
      17. September 2010 14:24

      Lieber Herr Starl, zunächst bedanke ich mich für die Aufklärung. Zur Stichhaltigkeit der Argumente: Meines Wissens dauert eine Legislatur (Nationalrat) in Oesterreich in der Regel mittlerweile 5 Jahre, also 260 Wochen. Und da soll es ein Argument für Diskriminierung sein, nur 259 Wochen zur Meinungsbildung zu haben? Selbst wenn man sich nur auf den Wahlkampf bezieht, ist eine Woche kaum erwähnenswert. Die Wortmeldungen von Politikern in letzter Sekunde zu verpassen (was ich eigentlich für segensreich erachte), kann ja wohl in Anbetracht des jeweils zügigen Vergessens der Wahlversprechen auch nicht als sonderlich starkes Argument zählen.
      Wir haben bei uns in der Schweiz auch genügend Gruppierungen, die sich dauernd diskriminiert fühlen. Dass dies aber wegen des früheren Einsendeschlusses für Briefstimmen der Fall sein sollte, auf diese Idee ist bei uns noch niemand gekommen.
      Wohlverstanden, ich möchte meine Wortmeldung nicht als Kritik des österreichischen Wahlsystems verstanden wissen, das steht mir als Schweizer nicht zu. Ich verstehs nur einfach nicht.

    • Martin Bauer
      17. September 2010 15:04

      max

      Ihre Wortmeldung i s t eine Kritik an Österreich bzw. am österreichischen Wahlsystem.
      Und sie ist v o l l berechtigt!!!!

    • Philipp Starl (kein Partner)
      17. September 2010 17:15

      @ max

      Ein Verteidiger des Systems würde einwenden, dass gerade die letzten Wochen vor der Wahl beim Großteil der Wähler die Meinungsbildung stattfindet und dass allein das faktische Vergessen der Wahlversprechen kein rechtliches Argument ist, da sich das Recht niemals nach den faktischen Verhältnissen richten darf (weil sich faktische Verhältnisse immer ändern (können) und das Recht eine transzendierende Rolle einnehmen muss); dieser Grundsatz ist den werten Politikern in den letzten Jahrzehnten leider abhanden gekommen. Zumindest hat man früher noch das Wort Anlassgesetzgebung in den Mund genommen, doch ist heutzutage nichtmal diese minimale Schranke gegeben. Aber genug von meinem Ausflug in das Recht.

      Auch wird ein Verfechter des System einwenden, dass gerade die letzte Woche entscheidend sein kann und wird dafür das durchaus eindrucksvolle Beispiel Wahl 2006 anführen, in der die ÖVP die Mehrheit in der letzten Woche auch deswegen verlor, weil in der Zeitung "Österreich" Bilder des ÖVP- Abgeordneten Taus mit Helmut Elsner (der Wahlkampf war damals auch von der BAWAG geprägt) abgedruckt wurden.

      Meine Position ist selbstverständlich eine grundlegend andere. Die Briefwahl ist aus mehreren Gründen verfassungsrechtlich sehr bedenklich und wurde auch nur als Tauschgeschäft eingeführt (da die SPÖ die Einführung der Briefwahl mit dem Wählen ab 16 junktimierte). Von Verfassungsrechtsdiskussion war keine Spur, wie auch bei der ad hoc Einführung der 5- jährigen Legislaturperiode (was demokratiepolitisch ein Skandal größten Ausmaßes ist).

      Deshalb sollte die Briefwahl für Inländer gänzlich abgeschafft werden, denn dass man einmal in 5 (oder hoffentlich wieder einmal 4) Jahren zur Wahlurne schreitet, ist wohl jedem Bürger zumutbar!

    • cmh (kein Partner)
      18. September 2010 10:10

      Zumutbar ja - aber wer traut sich zu sagen, dass man jemandem etwas zumutet. Wir leben in einer Zeit in der das Recht durch immer weitere Zusatzrechte ausgehölt wird. So wir z.B. das Recht, sich bis zuletzt entscheiden zu dürfen zum "Recht" sich bis zuletzt nichts denken zu müssen und dann jedem Rattenfänger auf den Leim gehen zu dürfen. Strenggenommen müsste man mit diesem Argument auch das Recht zur Stimmabgabe bis zum Vorliegen des Budgets ausdehnen. Aber das macht man wiederum nicht.

      Ich bin daher dafür, die an einer Stimmabgabe interessierten Wahlberechtigten ein bis zwei Jahre vor einer Wahl zu registrieren, bis zur Wahl ein erweitertes Fragerecht und Antwortpflicht zu normieren und dann die Nichtabgabe der Stimme saftig zu pönalisieren.

  23. H.K. (kein Partner)
    17. September 2010 13:17

    Ich halte das für eine gute Idee. Ich würde das auch als Kritik an der derzeitigen Form der Briefwahl interpretieren. Denn dass man hier nach dem vorläufigen Endergebnis taktisch wählen kann, ist ja eigentlich ziemlich absurd.
    Aber eines ist sicher: Nicht Rot wählen! Die absolute Mehrheit muss gebrochen werden!

  24. Martin Bauer
  25. Johann Hochstöger (kein Partner)
    17. September 2010 12:49

    Lebe in NÖ - dem Land der unzähligen Kreisverkehre. Hier passiert das gleiche unter umgekehrten Vorzeichen. Der arme Badener Bürgermeister etwa leistete pflichtgemäss der Fr. Marek Schützenhilfe. Er hätte für Parkreinigung etc. Bedarf an 20 Leuten und findet keine geeigneten. Darum würd er, womöglich händeringend, billige Langzeitarbeitslose die Mindestssicherung bekommen nehmen.

    Wer bei den Dunkelgrauen in NÖ nicht auch im finstersten Tunnel noch einen ordentlichen Schatten wirft ist selbst in untersten Chargen eines ordentlichen Arbeitsverhältnisses scheinbar nicht würdig.

  26. wolf (kein Partner)
    17. September 2010 12:33

    wahrlich ein heikle Situation, wie sie sich in Wien präsentiert:
    nationale und internationale Sozialisten reichen sich die Hände, übertreffen sich - jeder auf seinem Spzialgebiet - mit Grauslich- und Geschmackslosigkeiten.
    In der ÖVP hat offensichtlich überhaupt niemand jemals etwas von Strategie gehört, geschweige denn von Prinzipientreue und das BZÖ tümpelt vor sich hin, weiß vom Liberalismus gerade einmal wie man' schreibt. Na, wer da noch ans Wählen denkt, ...

    Ganz allgemein: wer sich dazu bekennt das geringere Übel zu wählen, gibt immerhin zu, ein Übel zu wählen. Ob das im Sinne der Demokratie ist, wage ich zu bezweifeln.

    Demokratie impliziert das Recht auf Wahlverweigerung. Und das ist mE die einzige Chance langfristig etwas am System (die Rede ist nicht von der Demokratie per se, sondern vom parteipolitischen Sumpf) zu ändern: Die Zahl der Wahlverweigerer derart in die Höhe zu treiben, dass selbst der Häupl anfängt zu zweifeln.

    Naja, zur Abwechlung darf ja auch ein bisserl geträumt werden, net woahr?

    mfg

    • Oskar P. (kein Partner)
      17. September 2010 13:27

      Sehr geehrter Herr Wolf!

      Ich kann es glaub ich erraten, wie eine geringe Wahlbeteiligung von Herrn Häupl kommentiert wird:

      "Die Bürger sind mit der aktuellen Regierung zufrieden, und sahen keinen Grund wählen zu gehen"

      Das Problem der Nichtwähler ist, jeder kann die Stimmen für sich reklamieren. Einzig ein Wahlergebnis, welches die aktuell Regierenden abwählt könnte eine Veränderung bringen.

      MfG Oskar P.

    • terbuan
      17. September 2010 16:26

      Zuletzt hat ein knappes Drittel der Wahlberechtigten in Wien die SPÖ gewählt, wenn es gegen 25% heruntergeht, dann werden dem Häupl die Ausreden im Hals stecken bleiben! Und die Chancen dazu stehen gar nicht schlecht!

    • cmh (kein Partner)
      18. September 2010 10:19

      Nichts für Ungut, aber dem muss immer strikt entgegengetreten werden. Jeder Geschäftsmann kann sich vor schwierigen Entscheidungen nicht drücken. Drückt er sich ist er nicht lange Geschäftsmann. Er muss sich vor allem auch dann entscheiden, wenn die Entscheidung nicht richtig und damit sein Ende sein könnte - und gerade dann.

      Auf Wahlen übertragen bedeutet das einfach - wer nicht zur Wahl geht wird früher oder später nicht mehr zur Wahl gehen müssen.

      Das was man locker als Wahlrecht bezeichnet ist daher wohlverstanden eine Wahlpflicht.

      Ein Recht auf Wahlverweigerung könnte ich mir nur dann vorstellen, wenn bei einer Wahl eben keine Wahl besteht - wenn z.B. bei der Abstimmung über den Anschlüss, die bekanntlich erst nach dem vollzogenen Anschluss nur das Feld für die JA Stimmen auf dem Wahlzettel angedruckt worden wäre. Also fast nie.

  27. Reika42 (kein Partner)
    17. September 2010 12:16

    Frage an die Blog-Gemeinde:
    was passiert wenn ich briefwähle und mich dann selbst anzeige verbotenerweise meine Stimme erst am Montag abgegeben zu haben. Die Stimme ist ungültig, muss jedoch gezählt werden, da mich ja keiner zwingen kann mein persönliches Wahlgeheimnis zu lüften. Also man kann "meiner" Partei keine Stimme abziehen.
    Man weiß also über ungültige Stimme(n) und erklärt die Wahl trotzdem für gültig?

    • A. Mandl (kein Partner)
      17. September 2010 12:55

      Der VfGH kann eine Wahl nur dann für ungültig erklären, wenn der Mangel so gravierend ist, dass eine Möglichkeit besteht, dass sich das Wahlergebnis ändert. Wenn also die SPÖ um eine Stimme die Absolute hält oder das BZÖ um eine Stimme unter 4% bleibt, könnte die Wahl in dem Fall für ungültig erklärt werden.

      Man beachte auch den Fall im Burgenland, wo eine einzige Stimme über den Einzug der Liste Burgenland entschieden hat. Das Problem in dem Fall ist jedoch, denke ich, dass da die Fristen zur Anfechtung bereits verstrichen sind.

      Eine andere Möglichkeit wäre wiederum, so viele Menschen zum von Ihnen vorgeschlagenen Vorgehen zu bewegen, dass nicht nur eine, sondern eine Vielzahl an Stimmen offensichtlich ungültig sind. Dann wäre die Chance auf eine Wahlanfechtung höher.

      Nur: cui bono?

    • Reika42 (kein Partner)
      19. September 2010 11:39

      Cui bono? Wenn mehrere Wähler sich zu einer "verbotenen" Stimmabgabe bekennen würden, dann MÜSSTE dieses unsinnige Briefwahlgesetz, in der jeder Art von Manipulation Tür und Tor geöffnet werden, auf vernünftige Beine gestellt werden.

  28. klein (kein Partner)
    17. September 2010 11:47

    Kommentare, die nicht seiner Meinung entsprechen, sind für A.U. also Propagandamails aus der SPÖ. Interessant. Diese "Einschätzung" taucht meiner Erfahrung nach in Internetforen normalerweise nur dann auf, wenn die andere Seite nichts mehr zu sagen weiß. Hat Herrn Unterberger etwa sein Intellekt verlassen? Und natürlich kommen diese Kommentare immer erst mit 24stündiger Verspätung. Erklären Sie doch, Herr Unterberger, wieso jemand, der nicht Ihrer Meinung ist, Ihren Blog finanziell unterstützen soll? Würden Sie einen Blog etwa von Armin Thurnher (Falter) finanziell unterstützen, sollte er aus irgendwelchen Gründen seine Wochenzeitung aufgeben? Wenn Sie Leute, die mit 24stündiger Verspätung bei Ihnen posten, nicht wollen, könnten ja Ihren Blog für Leute, die nicht zahlen, ganz sperren. Wenn Sie "Erheiterung" brauchen, können Sie ja den Blog etwa des "Standard" lesen. Oder wissen Sie nicht, wie man den "Standard" in Internet findet und sind daher zwecks "Erheiterung" auf Ihren eigenen Blog angewiesen?

    Was die Sache mit dem antisemitischen Poster und dem gleichen Nick angeht, sollten Sie überprüfen, ob in Ihrem System die Mehrfachvergabe eines Nicks möglich ist. Wenn das der Fall ist (und das nehme ich an), ist das gaaaaanz schlecht. Aber es passt irgendwie zu Ihnen, dass Sie einem in Ihren Augen "roten" Poster gleich einmal Nähe zum Antisemitismus unterstellen, wenn sich nur irgendwie für Sie die Gelegenheit ergibt, auch wenn diese Gelegenheit nur scheinbar existiert (und von Ihnen bzw. einem Versäumnis in der Organisation Ihres Blogs mitverursacht wurde). Es gibt auch Nicktrittbrettfahrer. Im übrigen - Sie haben diese antisemitischen "Ergüsse" tatsächlich stehen lassen?

    Was die Wiener Wahl betrifft, bin ich froh, nicht wahlberechtigt zu sein (da in NÖ wohnhaft), denn ich wüsste ebenfalls definitiv nicht, wen ich wählen sollte. Eines kann ich Ihnen aber sagen: an Lächerlichkeit in diesem Wahlkampf ist die von Ihnen normalerweise geschätzte ÖVP nicht mehr zu überbieten.

    • Josef Maierhofer
      17. September 2010 16:24

      Für den Preis eines Zeitungsabonnements EURO 10.-/pro Monat sind Sie life um 24 Stunden früher dabei.

    • byrig
      18. September 2010 00:22

      klein,wenn dir die bedingungen nicht passen-ok-du musst ja nicht dabei sein.im übrigen hat unterberger mit dieser variante erfolgreich verhindert,dass sein blog nicht durch linke massenkommentare,zum teil aus parteisekretariaten geführt,gelähmt wird.
      und das war vor dieser angenehmen regelung so.wenn die sozis gleich mitreden wollen,sollen sie zahlen.ebenso die grünen,und alle p.c.-terroristen.

    • trollfresser (kein Partner)
      18. September 2010 10:36

      kleinklein

      Ich zahle auch nicht und bin auch nicht mit allem einverstanden was ich lese. Doch ich beschimpfe dabei niemanden persönlich. Und sollte sich dennoch einer auf den Schlips getreten fühlen, entschuldige ich mich, auch wenn ich es nicht so gemeint habe.

      Wenn jemand eine Meinung vertritt, der ich nicht beipflichten kann, die ich aber von der Argumentationsstruktur nachvollziehen kann - warum sollte die nicht stehen bleiben. Ich brauche dazu keine Sittenwächter und kein Wohlfahrtskommitee um eine verfehlte Meinung zu erkennen. Ja ich habe die verfehlten Meinungen geradezu notwendig um solche verfehlte Meinungen selbst erkennen zu können.

      Ich stehe daher den Meinungen aus der Zentrale der Wohlfahrtspartei durchaus positiv gegenüber - ich möchte sie ja kennenlernen.

      Lediglich den Versuchen, andere Meinungen zu erdrücken muss man einen Riegel vorschieben. Und dass die sozialistische Ideologie eine größere Tradition hat Meinungen zu erdrücken bestätigen gerade Leute wie Sie, die ohne böse Absicht, versuchen Meinungen zu erdrücken. Das ist ja gerade das perfide daran, dass die linken Agenten durchaus gute Absichten haben, eben weil sie nur die Ansicht des Wohlfahrtskommitees kennen.

    • Erich Bauer
      20. September 2010 15:16

      "...Das ist ja gerade das perfide daran, dass die linken Agenten durchaus gute Absichten haben..."

      Das Gute will ich stets,
      Allein, das Böse schaff ich...

  29. Herby (kein Partner)
    17. September 2010 11:00

    Vielen Dank Herr Dr. Unterberger für diesen ausgezeichneten Tipp!

    Die Einparteiendiktatur in Wien die in jeder Richtung, sei es durch die Medien, durch die Verfilzung Politik&Wirtschaft und auch durch das einseitige Wahlrecht abgesichert, diese Einparteiendiktatur ist nicht leicht zu überwinden ....

    Taktisch Wählen ist sicher notwendig. Jede Stimme (vor allem bei der Briefwahl) sollte mit sehr viel Bedachtsamkeit und zum richtigen Zeitpunkt abgegeben werden.

  30. ...der Redaktion bekannt! (kein Partner)
    17. September 2010 10:59

    "Die FPÖ wiederum hat personell und ideologisch ebenfalls sehr wenig Wirtschafts- und Verwaltungskompetenz und reduziert schon von der intellektuellen Tonalität her die von ihr angesprochenen Wiener auf Gemeindebaubewohner und Würstelstand-Dauergäste."

    Den Satz muss man sich echt auf der Zunge zergehen lassen! Gemeindebaubewohner = dummer Bürger! Echt lustig, die Arroganz unseres Bloggers!

    • trollfresser (kein Partner)
      17. September 2010 11:10

      Grüsssie!

      Unser Spezialist für Missverstehen beehrt uns wieder. Möglicherweise fühlt er sich aber hier persönlich angesprochen, sonst würde er nicht persönliche Beschimpfungen absondern. Würde er doch niiiiiiiiiiiiiiieeeeee. Ehrlichkchcklc.

      Dabei hat die Gleichung Gemeindebaubewohner= dumme Bürger doch möglicherweise einen tatsächlichen Hintergrund. Denn wie kann man sich nur so von Wiener Wohnen abzocken lassen und dann glückseelig den Sozen aus der Hand fressen solange die nicht zuviele Zuagraaste auf die eigene Stiegn setzen.

      Danke ...Dr.b.! -Du bist eine echte Bereicherung.

    • Kurt22
      17. September 2010 11:35

      @trollfresser: Ja aber hat der Michl H. nicht gsagt, dass der H.C. die ganzen Gemeindewohnung verkaufen will, und der Michl lügt doch nicht, weil der ist doch der Bürgermeister, und wenn jetzt der H.C. die Gemeindewohungen verkauft, vielleicht noch dazu an den K.H., der schmeißt doch dann alle raus, verdient noch viel Geld dabei, und die müssen sich alle neue Wohnungen suchen. Ist das nicht so??????

  31. Wahrheit (kein Partner)
    17. September 2010 10:56

    Auch ich habe mit der einen oder anderen Idee oder Person in der FPÖ meine Probleme, aber meine Meinung ist, dass man fast jede von einer FPÖ zukünftig mitgetragene Fehlentscheidung (wie z.B ein Steuergesetz) wieder korrigieren oder rückgängig machen könnte, jedoch Fehler in Einwanderungsfragen, speziell zum Thema Islam, uns zu einer endgültigen und nicht wieder umkehrbaren Situation bringen, die unsere Republik bis zu einem Bürger/Glaubens-Krieg bringen kann, diese Gefahr ist absolut gegeben, da bedarf es keiner unrealistischen Phantastereien!
    Daher ist für mich kurz- und mittelfristig nur die FPÖ die einzige wählbare Alternative zum rot-schwarzem Sumpf, der uns derzeit direkt in den Abgrund manövriert.

  32. Jacky (kein Partner)
    17. September 2010 10:33

    Zum PS: Offensichtlich ist Herr Unterberger also nicht willens oder nicht in der Lage, sich mit Kritik ernsthaft auseinanderzusetzen. Überrascht aber eigentlich nicht sehr.

    Zum PPS: Bezeichnend ist aber auch, dass A.U. diesen Poster bis jetzt nie für seine antisemitischen Äußerungen kritisiert hat. Seine Kritik taucht erst jetzt auf, wo unter dem gleichen Nicknamen eher linksgerichtete Kommentare auftauchen...

    • Jacky (kein Partner)
      17. September 2010 10:35

      ... oder schreibt A.U. diese linken Kommentare womöglich selbst, um dann die Linken als Antisemiten denunzieren zu können?

    • inside
      17. September 2010 10:47

      wie krank sind sie eigentlich?

      hier posten immerhin einige Ärzte.
      Rate Ihnen, Hilfe anzunehmen.
      Fürchte aber, es ist schon zu spät.

  33. Oskar P. (kein Partner)
    17. September 2010 10:26

    Meinen Gruß zuvor!

    Ich möchte hier auch noch eine Theorie zum Thema Demokratie von Karl Popper loswerden:

    Der Vorteil der Demokratie liegt nicht wie fälschlich oft behauptet im Wählen einer Regierung. Denn niemand kann vorhersagen wie sich jemand verhalten wird, wenn er an der Macht ist. Jedoch kann das Volk eine Regierung mit der es nicht zufrieden ist abwählen. Popper plädiert zwar für ein Mehrheitswahlrecht, aber gerade bei der Wienwahl würde ich diesen Gedanken trotzdem als Wahlhilfe heranziehen.

    Mit besten Grüßen Oskar P.

    • Josef Maierhofer
      17. September 2010 16:35

      Das 'Mehrheitswahlrecht' hat die SPÖ ohnehin mit sich eingeführt und kann mit 45% Stimmen 55 von 100 Mandaten erringen ...

  34. cmh (kein Partner)
    17. September 2010 10:10

    Wer von seinem Wahl-"recht" nicht Gebrauch macht, handelt fahrlässig schuldhaft im Sinne einer Einlassungsfahrlässigkeit. Den wer in einer Demokratie lebt, muss sein Souveränsein auch durch Handlungen erfüllen, sonst ist er nicht lange Souverän. Auch von meinen Geschäftspartnern erwarte ich, dass sie in Erfüllung der von ihnen übernommen Pflichten handeln. Daher ist das Wahlrecht eigentlich eine Wahlpflicht. Hier im Blog darf ich erwarten, dass man versteht wenn ich sage, Nichtwählen ist fieser als Grün wählen.

    Tricksereien, wie die von AU vorgeschlagene zu späte Stimmabgabe, haben nur in Ausnahmefällen eine gewisse Berechtigung. Für einen Trick ist eine gute Übersicht über die Lage und damit auch der Konsequenzen des Tricks unbedingt erforderlich. Dann hat er möglicherweise in einem Falle Erfolgt. Hier ist es aber so, dass der Trick gerade mit der unübersichtlichen LAge begründet wird. Zudem ist der Trick - weil schon vom Mitbewerb verwendet - alt und hat daher nur negative Konsequenzen. Man stelle sich vor, was geschieht, wenn tatsächlich eine signifikante Zahl von Stimmen erst nach dem ofiziellen Endergebnis abgegeben wird und die tatsächlich ein Nicht-SPÖ Ergebnis bringen würden. Die Sozen wären doch die ersten die Wahlbetrug schreien würden. Daher rechtzeitig abgeben.

    Briefwahl ist ein Schritt in Richtung anonymer Kosten- und damit Wertlosigkeit. Daher bitte nur in Notfällen auf diese Weise wählen. Man muss zwar nicht sein Seitgewehr mitbringen, aber Demokratie lebt doch auch zum nicht geringsten Teil von der persönlichen Teilnahme und von der dadurch ausgedrückten persönlichen Wertschätzung dieser Regierungsform. Daher hingehen.

    Die Wahl in Wien hat dieses Mal eine Sonderstellung. Keiner der wahlwerbenden Gruppen hier in Wien möchte ich mein Vertrauen schenken.

    Zwar stehe ich einer davon nahe, habe aber den starken Eindruck gewinnen müssen, dass es sich hier in Wien dabei um eine Mogelpackung handelt. Daher diesmal zum ersten Mal nicht.

    Mit Demokratie ist auch immer ein gewisser Wechsel verbunden und für sie notwendig. Demokratie wurde daher auch einmal von einem klugen Mann als die Regierungsform bezeichnet, bei der man die Regierenden nicht umbringen muss, wenn man sie loswerden möchte. Nach über 90 (in Worten neunzig) Jahren muss es einmal einen normalen (die braune Phase war nicht normal) Wechsel geben. Denn so gut kann niemand sein, dass er auch 90 Jahre lang gut ist. Daher sollte die SPO eigentlich sogar für die Demokraten unter ihren Sympatisanten nicht wählbar sein. Daher ein absolutes Nein. Ein Wechsel hat für mich absolute Priorität.

    Grün in Wien ist PdS in Deutschland. Ein No-no.

    Alles andere ist Schrott.

    Die Wienwahl ist daher ein Sonderfall, bei dem ausnahmsweise eine taktische Wahl für mich angemessen erscheint. Daher FPÖ!

    Zwar sind Blaue und Rote seit jeher komunizierende Gefäße und mit mein Schlechten Gewissen meinen Freunden gegenüber werde ich leben müssen. Aber die Blauen - auch wenn sie nicht in die Regierung kommen - würden auch als starke Oppostion einen stärkeren Durchlüftungseffekt haben als die braven Schwarzen. Und den will ich und der hat daher oberste PRiorität.

    Es bleibt noch etwas zur ÖVP zu sagen, die den Wahlkampf von der ersten Minute an vergeigt hat. Es ist leider zu vermuten, mit Billigung bzw auf Anweisung bzw aus Naturblödheit der BundesÖVP. Denn zuerst einen Spitzenkandidaten Gio Hahn zu etablieren, die Funktionäre für den laufen zu lassen und sich den dann wegloben zu lassen - da gehört schon einiges dazu an Todestrieb. Dann die Marek aufoktroieren und dann alle miteinander im Regen stehen zu lassen, das ist einsame Sonderklasse.

    Aber man erkennt seine Freunde in den schweren Stunden und so wird für mich ein interessantes Ergebnis der Wahl sein, was mit Frau Marek nach der Wahl geschieht und wie sie danach von der BundesÖVP unterstützt wird. Danach werde ich mein Verhältnis zu ÖVP insgesamt überdenken und prüfen.

  35. Kurt22
    17. September 2010 10:04

    Es gibt einen neuen Gastkommentar!

  36. coment (kein Partner)
    17. September 2010 09:22

    Lieber eine Stimme (unter Einhaltung der Wahlordnung) vergeuden, also BZÖ wählen, als am momentan sehr braunen Rand der FPÖ anstreifen.
    Nur meine Meinung

  37. Observer
    17. September 2010 07:36

    Der Empfehlung, durch zeitliche verschobene Briefwahl nach Verlautbarung des vorläufigen Wahlergebnisses sollte NICHT entsprochen werden. Denn Ungerechtigkeiten darf man nicht mit Ungerechtigkeiten beantworten.
    Häupl bekommt auch bei fairer Wahlabwicklung eine auf's Haupt.

    • FranzAnton
      17. September 2010 08:17

      Wie wahr! Falsches mit Falschem zu bekämpfen wäre falsch.

      Es nützt auch überhaupt nichts, sich pausenlos die Haare zu raufen über die Unzukömmlichkeiten der schon viel, viel zu lange am Ruder befindlichen Desaster - Politkamarilla.

      Es müßten sich Menschen engagieren, und bereit sein, etwas dagegen zu unternehmen; sich zu organisieren, und öffentlichkeitswirksam laut aufzuschreien; "Wirtshaustisch - Sudern" ist zu wenig effektiv, wird nicht hinreichend öffentlich beachtet, kostet aber auch Zeit und Kraft.

      Ist da jemand?

    • Erich Bauer
      17. September 2010 08:45

      Wenn es "rechtmäßig" ist, ist es "rechtmäßig". Es erschließt sich mir nicht ganz was eine Wahlordnung mit "Gerechtigkeit" zu tun hat. Aber, Sie haben nicht ganz "unrecht". Denn wenn Wahlkartenstimmen "traditionsgemäß" angeblich GRÜNStimmen sind, hoffe ich sehr, daß das nicht mittels "Pauschalzählung" ermittelt wird. Sozusagen eine "Variable" bei der Ergebnisfeststellung. Denn glaubt man den wenigen Berichten über die Vorkommnisse bei der Burgenlandwahl... Die Wahlkarte könnte gemäß dieser Bedenken sogar ein "Schuß ins Knie" sein. Aber "falsch" ist es nicht. Es wäre "lediglich" eine FÄLSCHUNG. Aber nicht durch die Wähler.

    • phaidros
      17. September 2010 08:56

      Observer, Sie haben vollkommen recht. Damit stellen wir uns auf eine Stufe mit denen, die wir andauernd der Rechtsbeugung bezichtigen!

      Nebenbei: solche "Schüsse" gehen auch gern mal nach hinten los: 1. wird die Stimme, die später abgeschickt wird, denen entzogen, die rechtzeitig im Wahllokal abgegeben wurden. Bringt also schon mal gar nichts. Und wenn während der Auszählung hochkommt, dass es wirklich eine Veränderung gäbe, wird man schon eine Möglichkeit finden, diese Stimmen, schwuppdiwupp, doch unter den Tisch fallen zu lassen.

    • inside
      17. September 2010 09:03

      phaidros

      ..."wird man schon eine Möglichkeit finden, diese Stimmen, schwuppdiwupp, doch unter den Tisch fallen zu lassen...."

      Womit Sie auch etwas unterstellen, nämlich genau das, was Sie ankreiden. Halt nicht vom Wähler. Also wie ist das jetzt?
      Der Staat, Bund, das Land, die Gemeinde darf manipulieren? Wenn schon so ein Freibrief, dann bitte für alle.

    • phaidros
      17. September 2010 09:09

      Selbstverständlich darf Bund/Land/Gemeinde das nicht. Aber dort werden solche Dinge gemacht, wie wir alle wissen (siehe verspätete Budgetrede) Wo gestehe ich irgendwem irgendetwas zu?

      Aber nochmal: die Stimme, die verspätet abgeschickt, wird wird denen entzogen, die rechtzeitig da waren. Es bringt also rein gar nichts. Außer dem Gefühl "etwas getan" zu haben.

      Aber das sei natürlich jedem unbenommen. Ebenso wie das flaue Gefühl, das man gegebenenfalls haben wird, wenn der Innenminister verkündet, dass verspätete Wahlkarten - mit welcher Begründung auch immer - nicht berücksichtigt werden können.

    • Erich Bauer
      17. September 2010 09:14

      phaidros,
      "...doch unter den Tisch fallen zu lassen..."

      Ja. Einer Wahlordnung, die eine "Wahl nach der Wahl" zuläßt, ist in höchstem Maße zu mißtrauen. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube irgendwo gelesen zu haben, daß nur die FPÖ gegen diese Wahlkartenregelung ist.

    • SuPa
      17. September 2010 09:26

      @Erich Bauer
      was wäre wenn ......
      ... die kommende Wien-Wahl wegen dieser verspäteten Briefwahlmöglichkeit erfolgreich angefochten wird? Muss sie dann wiederholt werden oder werden einfach nur die Briefwahlergebnisse nicht berücksichtigt? Bekommt dann Häupl noch einmal eine aufs Haupt?

    • phaidros
      17. September 2010 09:34

      SuPa, wiederholt wird auch im Falle der Anfechtung vermutlich nur, wenn irgendjemand sich irgendetwas davon verspricht. Sonst wird einfach nachgezählt oder so.

  38. fosca
    17. September 2010 00:17

    ad PPS.:
    Das sehe ich genauso und ich glaube, damit trifft man die Sache punktgenau!

  39. fosca
    17. September 2010 00:16

    Vielen Dank Hr. Unterberger!
    Ich habe mir ebenfalls schon länger den Kopf zerbrochen, welche taktisch klug überlegte Wahlentscheidung ich treffen könnte und bin auf keinen schwarzen, roten, blauen, orangen und schon gar nicht grünen Zweig gekommen.
    Mit der Idee der Briefwahlabgabe gab es bei mir eine geistige Initialzündung und ich glaube, daß man damit die klügste Entscheidung treffen kann.
    Sie haben mir geholfen! ;-)

  40. ProConsul
    16. September 2010 23:11

    Ich sehe keine Alternative zur FPÖ, nur leider wird das zu wenig sein.
    Wie hat das ein Poster einmal kurz und prägnant ausgedrückt: "Wer Geld hat, der zieht aus Wien fort, wer mehr Geld hat aus Österreich, der Rest wählt FPÖ, - das wird zu wenig sein."
    Am besten hat es wohl der Mitposter DDr. Neumann getroffen; der sieht sich das ganze Spektakel von Asien aus an. Ich glaube man muss wirklich Abstand gewinnen zu der PC-Diktatur die sich in Europa zusammenbraut.

  41. byrig
    16. September 2010 20:50

    nur eine stimme für die fpö ist auch eine stimme gegen die spö!(eine-auch taktisch und halblegal verspätete stimme für das bzö ist nur verzettelung).
    wenn 25% für die fpö stimmen,sind das auch kompromisslose stimmen gegen häupl und seine sozi-mafia.das gilt sogar bei umgekehrter betrachtung,da die sozis ja jegliche zusammenarbeit mit der fpö kategorisch ablehnen.
    alle anderen aspekte einer stimmabgabe bei dieser wahl wurde von vielen vorpostern bereits perfekt dargelegt.

  42. Celian
    16. September 2010 18:56

    Von diesem Taktieren halte ich ehrlich gesagt nix.
    Solche taktischen Überlegungen werden keine Änderung bewirken. Das ist doch alles viel zu hypothetisch. Deshalb trete ich dafür ein, gerade heraus jene Partei zu wählen, mit der man sich am ehesten wohl fühlt.
    Alles andere ist Firlefanz und außerdem im höchsten Maße undemokratisch. Soll doch jeder wählen, wen er will.

  43. Alexander Renneberg
    16. September 2010 18:09

    1.) keinesfalls, ich wiederhole, keinesfalls an einer manipulation teilnehmen. das würde bürgerliche auf die gleiche stufe der sozialisten und grünen stellen. das will niemand. (hoffe ich zumindest)

    2.) genau überlegen welcher partei man seine stimme gibt und wo der aufschrei am größten ist.

    3.) das buch von hans olaf henkel bestellen, der kampf um die mitte. lesen und in den nächsten 5 jahren vor der nächsten wahl die menschen im umfeld versuchen zu überzeugen.

  44. Paige
    16. September 2010 17:17

    Danke für die köstlichen P-Esse. :-)

  45. terbuan
    16. September 2010 16:36

    Worauf wollen wir warten?
    Die SPÖ wird die stärkste Partei,
    fehlt ihr die Absolute, scharrt Frau Marek in den Startlöchern!
    Die FPÖ wird voraussichtlich erfolgreich sein, aber jeder froh, dass Strache nicht Bürgermeister wird.
    Die Grünen, zum Glück zum Vergessen!
    Und das BZÖ? Mit meiner Stimme vielleicht ein Mandat retten, dazu überzeugt diese Partei insgesamt nicht!
    Also was bleibt? Mit gespreizter Feder FPÖ wählen oder gar nicht hingehen?

    • simplicissimus
      16. September 2010 17:03

      mit gespreizter feder fpö wählen und wenn zeit vorhanden, ihr beitreten und verbessern zu versuchen.

    • Paige
      16. September 2010 17:26

      Wer die Nase voll hat, sollte FPÖ wählen. Und wenn alles, was man damit erreichen kann, das ist, dass sich die restliche Packelrass' ärgert... das genügt.

    • Dr. Harald Rassl
      16. September 2010 17:32

      Die FPÖ wird voraussichtlich erfolgreich sein: Möglich; sie wäre aber gut beraten, erst einmal ihren Bezirks- oder was immer - Rat Gerald Ebinger in die Wüste zu schicken. So etwas Würdeloses, wie das, was der sich geleistet hat, ist schon lange nicht vorgekommen. Pfui Teufel.

    • Alexander Renneberg
      16. September 2010 18:04

      und was genau hat dieser fpö mann sich geleistet?

    • Martin Bauer
      16. September 2010 18:10

      Alexander Renneberg

      Herr Dr.Rassl meint wahrscheinlich den Sager:
      "Die FPÖ wurde jahrelang von einem Schwulen regiert"
      oder so ähnlich.

    • Alexander Renneberg
      16. September 2010 18:42

      naja, die fdp wird auch von einem schwulen regiert.
      und was genau (abgesehen davon, dass haider wenn, dann bisexuell war, was den eher eindimensionalen menschen bei der fpö entgangen sein dürfte) ist daran jetzt tatsächlich schlecht?

    • Martin Bauer
      16. September 2010 19:13

      Auf alle Fälle ist er insofern schäbig, als man die Absicht (Anbiederung an die Schwulenszene zwecks Stimmenfang) ohne Rücksicht auf die Familie plakativ ohne Hirn hinausposaunt. Es macht einen Unterschied, ob sich jemand outet, oder jemand, der sich nicht mehr wehren kann, stigmatisiert wird.

    • Dr. Harald Rassl
      16. September 2010 20:41

      @ Martin Bauer:
      Danke - genau das ist der Grund meines Ärgers über den Herrn FPÖ - Gemeinderat! Würdelos ist übrigens auch die Anbiederung der anderen Parteien an die Schwulenszene. Aber das ist eine andere Geschichte...

  46. Martin P.
    16. September 2010 16:00

    Die Antwort: Weinen und auf bessere Zeiten hoffen!
    Wäre ich 1st Wähler wüsste ich wirklich nicht was wählen, sprich was ist das kleinste Übel? Ich will endlich wieder etwas wählen was ich nicht fürs kleinste Übel halte!

    Wann kommt der Messias für uns Anhänger des klassischen Liberalismus, oder wenigstens nur ein Politiker der diese Werte vertritt!

  47. Graf Berge von Grips
    16. September 2010 15:58

    Es ist ein Recht zur Wahl zu gehen.
    Als Pflicht würde es uns besser stehen.

    • Erich Bauer
      16. September 2010 16:12

      Da gibt's kein Bier nach Sonntagssegen,
      Wie will man das nur überstehen?
      Ob Pflicht, ob Recht,
      Es ändert nichts,
      am herrschenenden Polit-Geschlecht

  48. Rosi
    16. September 2010 15:43

    Eine Binsenweisheit: Wenn man dem BZÖ die Chance abspricht, genug Stimmen zu bekommen, und es deshalb nicht wählt, wird es auch nicht genug Stimmen bekommen.
    Aber ob BZÖ oder FPÖ - beides ist ok, wenn nur die Absolute - oder eine in meinen Augen unnötige Koalition mit ÖVP oder Grünen - nicht kommt !

    • Erich Bauer
      16. September 2010 15:53

      BZÖ-Slogan: "Sagt die Wahrheit! Könnte auch heißen: "liebt Euch!" Beide Aussprüche gelten natürlich nicht für die Wahlwerber. Was haben "die" nur für eine Agentur? "Fa. Westi Magna Soccer & Horserider International"?

  49. Brockhaus
    16. September 2010 14:37

    Es wird sicherlich sehr viele geben, die diesen, zugegeben nicht gesetzes bzw. sogar verfassungskonformen Rat befolgen werden. Es fragt sich nur, warum die erst Hochrechnung erst um 17 Uhr veröffentlichen? Oder vielleicht sogar erst nach dem Einlangen der letzten Briefwahl?

  50. thomas lahnsteiner
    16. September 2010 14:30

    die hetze geht los...pünktlich zur wienwahl präsentiert NEWS zwei dumpfe idioten und eine idiotin, die anscheinend vor der kamera des NEWS-fotografen etwas linkisch und wie bestellt wirkend die hand zu so etwas wie den hitlergruß erheben und das anscheinend in einer ärmlich wirkenden küche, die aber immerhin professionell ausgeleuchtet wirkt.....die drei sind laut NEWS wahlhelfer des Herrn Strache.......
    dümmer und tiefer geht es nimmer...vielleicht ein werk des genialen aufdeckers kurt kuch ?
    Ich habe bisher trotz meinungsgegensätzen den Herrn Pelinka für einen intelligenten, integren Menschen gehalten......dass er dieses kasperltheater zuläßt ?
    aber die staatsanwaltschaft wien wird sich sicher eifrig auf die umstürzlerischen neonazis stürzen, wenn sie nicht gerade oberste Religionsbehörde spielt und leute, die öffentlich sagen, dass der Koran böse sei, vor das wiener landesgericht zerrt. Dabei ist doch des koran ein von nächstenliebe und menschenachtung strotzendes buch......den grünen denunzianten tut es wahrscheinlich leid, dass man die böse FPÖ-Tante nicht so wie im iran an einem baukran aufhängen kann, denn dort haben die leute noch achtung vor dem islam
    österreichische demokratie anno 2010

    • Erich Bauer
      16. September 2010 14:51

      Gefällt mir sehr, Ihr Kommentar. Vor allem die letzten Zeilen. Zuzück nach Ö. ORF-"Ed" ist überall. Die INSZENIERUNG ist der unumstößliche "letzte" Stand in der Ö Publizistik(Wissenschaft?).

    • Dr. Harald Rassl
      16. September 2010 17:25

      Ja, völlig d'accord. Aber: was kann man gegen solche Strolche unternehmen, so lange sie von einer Teilorganisation der ÖVP gefördert und unterstützt werden?
      Da ist es auch wohl kein Zufall, wenn die unwählbare Frau Marek stolz verkündet, die Ära Schüssel wäre endgültig vorbei. Gute Nacht, ÖVP.

    • Xymmachos
      16. September 2010 21:16

      Lieber Herr Lahnsteiner, wenn Sie den Herrn Pelinka für einen intelligenten, INTEGREN (sic!) Menschen halten, dann- , ja dann ist Ihnen nicht zu helfen... Aber ein bisserl sehr naiv sind Sie schon, oder?

    • cmh (kein Partner)
      17. September 2010 09:20

      Xymachos

      Beim Lob des politischen Mitbewerbes gilt + und + ist -

      Ich kann daher hier stolz verkünden, dass ich beiden(!) Postings vollinhaltlich zustimme.

  51. Wolfgang Bauer
    16. September 2010 12:38

    Ich bin entschieden gegen das Ausnützen dieser Lücke!

    Ich verstehe auch nicht, dass sich Molterer, den ich sonst sehr schätze, gegen eine entsprechende Reform des Briefwahlrechts ausspricht. Wo lebt der arme jetzt? Sieht er nicht, was los war bei der Volksbefragung in Wien?

  52. Erich Bauer
    16. September 2010 12:31

    "...(falls einen nicht die skandalösen linken Gewaltaktionen gegen FPÖ-Versammlungen nicht doch schon vorher zu einer FPÖ-Stimme bewogen haben sollten)...."

    So ist das mit den "national subventionierten Sozialisten". Auf Abruf werden "Saalschlacht-Truppen" hervorgeholt. Damals machten die das nur für ein "Süppchen". Heute müssen da schon recht nette "Zuwendungen" an Vorfeldorganisationen und Vereine fließen. Die größte Sorge der "Dauerprotestler" gegen Schwarz/Blau galt den Subventionen. Das machte sie so richtig kämpferisch. Nicht demokratisch.

  53. Beobachter
    16. September 2010 12:24

    Danke für diesen Rat. Ich werde ihn befolgen.

  54. Criticus
    16. September 2010 12:17

    Die einzige mögliche Wahl für Wien ist trotz diverser Mängel H.C. Strache. 65 Jahre SPÖ- herrschaft ,verbunden mit Korruption, Stadtverschandelung, Überfremdung mit nicht integrationswilligen Muslimen lassen keine andere Wahl zu, zumal ÖVP -Marek sich schon auf eine Koalition mit dem MIBAZ (mieselsüchtigster Bürgermeister aller Zeiten ) festgelegt hat, und die Grünen als die noch schlimmeren Roten auch nicht wählbar sind. Jede Stimme für das BZÖ ist eine verlorene! daran ändert auch nicht die Kandidatur des sympatischen Sonnleitners nichts.
    Strache wird sicher nicht eine absolute Mehrheit schaffen, deshalb können ihn auch bürgerliche Zweifler getrost wählen.

  55. cicero
    16. September 2010 10:56

    Alt aber gut:
    Ein Staubsaugervertreter verkauft Staubsauger.
    Ein Versicherungsvertreter verkauft Versicherungen.
    Ein Volksvertreter verkauft..........................

  56. Martin Bauer
    16. September 2010 10:53

    Nachtrag: Das war bei der letzten Wien-Wahl.

    Martin Bauer

    16. September 2010 10:52
    Ich gebe aber Ihnen beiden zu bedenken, dass die Roten und Grünen sehr wohl von einer verspäteten Wahlkartenversendung Gebraucht machen werden.

    War schon so, ist so, und wird auch so bleiben, solange das Gesetz nicht geändert wird.
    Die einzige Abhilfe wäre eine Veröffentlichung der Zwischenergebnisse und wenn auch bloss im "Piratenbereich" des Internets, mit entsprechenden Hinweisen knapp vor dem Wahltag.

    Ich gehe also von manipulierten Wahlen aus.

    Bei einem schlechtem Ergebnis (unter 20%) für die FÖ, rate ich dieser zur Wahlwiederholung aufzurufen. Noch am Wahlabend. Der internationale Aufschrei würde eine Gesetzesänderung beschleunigen.

  57. dergo
    16. September 2010 10:31

    Obwohl es sicher wichtg ist was (wen) man wählt, scheint es mir noch viel wichtiger daß man wählt. Denn wie die jüngsten Ereignisse aus dem Burgenland belegen, kann man nur so die Kontrolle über die eigene Wählerstimme behalten. Daher mein Aufruf:

    Bitte gehen Sie zur Wahl - sonst könnte es sein daß Ihre Stimme alleine geht ......

    PS: Jahrelang quälte ich mich mit der Idee eine "Freie Und Richtungsunabhängige Zukunftspartei" (angekürzt: FURZ) zu gründen. Da hätte der aktuelle ÖVP-Slogan vom frischen Wind viel besser gepasst .......... :-)

  58. Kurt22
    16. September 2010 10:28

    Der Prophet (bei Bedarf kann der werte Leser das "ph" durch "l" zu ersetzen) Häupl hat schon vor langer Zeit einen grauslichen Wahlkampf vorhergesagt. Von wo er das wußte? Na, der Mann kennt sich halt gut.
    Nach den "mieselsüchtigen Koffern" kam halt diesmal die Frage an eine Ministerin, "ob sie wo angrennt ist".
    Ein Bürgermeister muß halt seine Volksnähe zeigen, wenn ihm schon sonst das Volk sch....egal ist. Außerdem muß er sein Bestes geben, damit seine Prophezeiung eintrifft, und er wieder einmal Recht hat, fürwahr, ein grauslicher Wahlkampf. Man kann nur hoffen, dass die anderen Parteien sich nicht auf sein Niveau begeben.

  59. socrates
    16. September 2010 09:28

    Auf zur Briefwahl! Das wird ein lustiger Abend!

    • socrates
      16. September 2010 11:01

      ad Moral:
      Diejenigen die dieses Briefwahlgesetz geschaffen haben, haben es schon 2x zu ihrem Vorteil manipulativ benutzt. Sie können es jederzeit abschaffen, wir nicht. Wir können nur dadurch, daß wir es auch anwenden, erreichen, daß sie es zurücknehmen. Ich sehe das als Notwehr!

    • phaidros
      16. September 2010 11:05

      Wenn das stimmt, lasse ich mich gerne überzeugen!

      Dazu allerdings 2 Einwände: 1. bringt diese Art der Notwehr nichts: denn die Stimme, die dann verspätet herein kommt, wurde ja dem vorherigen Ergebnis entzogen.

      2. Gibt es für den Missbrauch einen unabhängigen Beweis?

      BG

    • socrates
      16. September 2010 11:34

      Nun die Wahl im Burgenland, wo es auf 1 Stimme ankam, war sicher manipulativ. Wenn es auf 1 Stimme ankommt und 1 ist gefälscht, genügt das der Logik.
      In Wien ist die Wahl undurchschaubar, aber das ursprüngliche Ergebnis wurde langsam aber sicher umgedreht.
      Wenn gegen KHG , für den als Einzigen keine Unschuldsvermutung gilt, solche Beweise vorliegen würden, sitzt er schon.

    • phaidros
      16. September 2010 11:54

      Werter Socrates, mit Verlaub - und bei aller Antipathie für linkes Gedankengut: weil etwas möglich ist, ist es noch nicht erwiesen.

      BG

    • socrates
      17. September 2010 17:24

      Phaidros
      Was soll ich jetzt machen? Auf Grund Ihres Hinweises habe ich kurz recherchiert und fand 8 gerichtsanhängige Fälle, die am 23.9. verhandelt werden und eineindeutig sind. Ich nenne keinen Namen, aber was mache ich jetzt? Die Zeit des Zweifels ist vorbei, ich ersuche Sie daher um Hilfe, wie man sich dagegen zur Wehr setzt.
      Sie wissen ja, nichts fürchten unsere neuen Lehrmeister mehr als Tatsachen.

    • phaidros
      17. September 2010 20:21

      Tja, werter Meister, der guten Ordnung halber muss die Antwort lauten: wir müssen ein rechtsgültiges Urteil abwarten. So lange gilt die Unschuldsvermutung (danach wird Ratlosigkeit herrschen, das gebe ich gern zu, aber bis dahin...) BG

  60. simplicissimus
    16. September 2010 09:14

    wenn man nüchtern und realpolitisch denkt, gibt es keine alternative als die fpö.
    au hat sehr treffend die hilflosen alternativen aufgezählt.
    demokratische wahlen werden jedenfalls mit vielen massenwählern gewonnen und mit wenigen qualitätswählern verloren, so sehr man sich vor verzweiflung über dieses faktum in den allerwertesten beissen möchte.

  61. Anton Volpini
    16. September 2010 09:14

    Selbst, wenn das Ausfüllen des Wahlzettels bis 17 Uhr "nur" eine lex imperfecta ist, wir werden die Linken nicht mit linken Methoden besiegen. Ich bin strikt gegen einen Vorschlag einer Manipulation, denn was anderes wäre das nicht.
    Heute ist ein Bild vom Häupl in der Kleinen Zeitung, so arrogant, so präpotent, so menschenverachtend, wie man ihn eigendlich anders gar nicht kennt.
    Es wäre doch gelacht, wenn die Wiener mit diesem Häupl nicht mit redlichen Mitteln abfahren würden.

  62. Rupert Wenger
    16. September 2010 09:10

    Häupl als Bürgermeister ist nicht zu verhindern. Schafft er die absolute Mehrheit nicht, stehen ÖVP und Grüne zur Unterstützung bereit, im für die SPÖ ungünstigsten Fall sogar beide gemeinsam. Also stehen die Chancen, die Wiener SPÖ abzuwählen genau bei +-0%. Es geht gar nicht um die Frage, wer die Mehrheit bekommen und den Bürgermeister stellen wird, sondern nur um die Frage, ob den Parteien der Frust der Wähler vor Augen geführt werden kann. Daher ist es auch gleichgültig, ob man FPÖ oder BZÖ aus Protest gleich oder erst nach Vorliegen des vorläufigen Ergebnisses wählt. Die FPÖ scheint mir die proletarischere, das BZÖ die eher bürgerliche Variante zu sein. Ungültig oder gar nicht zu wählen, ist jedenfalls definitiv falsch, weil es nicht einmal als Protest bei Wählern und Gewählten wahrgenommen wird.

    • phaidros
      16. September 2010 09:16

      Bei der Mandatsverteilung gehen allerdings arithmetisch die Stimmen für jene Parteien verloren, die es nicht in den Gemeinderat schaffen. Das wäre also doch wieder ein Argument für FPÖ.

      Außerdem erlaube ich mir zu wiederholen: " 'Wahlmaschine' auf der Homepage der Wr. Zeitung (http://www.wienerzeitung.at/wahlmaschine ): 30 Fragen beantworten und mit den Antworten der Parteizentralen vergleichen."

      Von meinem Ergebnis, vor allem dessen Eindeutigkeit, war ich überrascht.

      BG

    • Rupert Wenger
      16. September 2010 10:23

      Phaidros! Danke für den Link. Mein Ergebnis war nicht überraschend. Es gibt nur die Wahl zwischen den kleinsten Übeln der Oppositionsparteien. Aber nochmals: Es geht nicht mehr um die bestmögliche Umsetzung von Sachfragen, auch nicht mehr um die Wahl des kleinsten Übels. Die bestimmende Kraft in Wien für die nächsten Jahre bleibt dieselbe, wie zuvor. Es geht nur noch um die Artikulation des Protestes. Und als Protest sind auch die Stimmen für das BZÖ nicht verloren.

    • Kurt22
      16. September 2010 10:33

      @Rupert Wenger: Dass Häupl kaum zu verhindern sein wird, stimmt natürlich. Wen sich die Roten ins Koalitionsbett holen, ist denen völlig egal, leider auch der ÖVP und den Grünen. Aber trotzdem würde ich gerne Häupls Gesicht sehen, wenn die FPÖ in Wien 25 % oder mehr holt. Und ob sich dann nicht doch einmal etwas ändert??

    • Rupert Wenger
      16. September 2010 10:46

      Kurt22! Ist ein Argument, das ich gelten lasse. Vermutlich schmerzen FPÖ-Erfolge die SPÖ mehr, BZÖ-Erfolge hingegen die ÖVP. Weit hat es unsere Demokratie gebracht, dass für uns Wähler nicht einmal mehr das kleinste Übel zur Wahl steht, sondern nur noch welcher Partei wir die meisten Schmerzen bereiten können!

  63. W. Mandl
    16. September 2010 09:00

    Sonnleitner, der Spitzenkandidat des BZÖ, ein durchaus wählbarer Wirtschaftsliberaler, wird derzeit in Wien leider mit Slogans plakatiert, die sehr nach FPÖ klingen. Das ist für mich kein sehr einladendes Signal an bürgerlich/wertkonservative Wähler.

  64. Josef Maierhofer
    16. September 2010 08:59

    Noch haben wir angeblich Meinungsfreiheit.

    Daraus folgt auch die freie und geheime Abstimmung bei der Wahl. Daraus folgt auch die freie Wahlwerbung, wo jede antretende Gruppierung ihre Vorhaben und Ansichten kundtun kann.

    So auch hier im Blog.

    Ich gehöre zu der Gruppe von freiheitsliebenden Menschen, die gegen diese wahnsinnigen Mißstände, verursacht durch die Wiener SPÖ, wie Geldverschwendung, Parteibuchwirtschaft, Korruption, Lügen, etc. auch mit der Stimme im Wahllokal antworten werden, um aufzuzeigen, daß ich damit nicht einverstnaden bin.

    Wähle ich ÖVP, so wähle ich Häupl, wähle ich Grün so wähle ich Häupl, wähle ich rot, so wähle ich Häupl. Es kommt für mich nur eine Stimme für Straches FPÖ in Frage, wenn ich in Wien was verändern will, auch wenn ich mit dieser Partei selbst nicht soviel anfangen kann, daß ich dort jemals Mitglied sein könnte oder auch genügend Übereinstimmungspunkte finden könnte, nein es geht mir um Verbesserungen in Wien, wie:

    Wiedererstellung der Öffnung der Gemeindebauten für sozial schwache Österreicher

    Abschaffung der Korruption

    Abschaffung der Parteibuchwirtschaft und des Parteiterrors durch die SPÖ

    Abschaffung der unnötigen und wahnsinnigen Geldverschwendung für Unnötiges und Parteilieblinge

    Einleitung eines Umdenkens zum Bürger hin und weg vom Parteiterror

    Je nachdem, wieviele Stimmen bei der FPÖ landen, 25% oder 35% oder sogar mehr, desto flexibler wird das Machtverhältnis für eine andere Stadtregierung im Rathaus. Bekommt Marek mehr als 15% der Stimmen, so könnte sie auch, wenn mit der SPÖ ohnehin 'nicht gepackelt' wurde, theoretisch auch eine schwarz-blaue Regierung in Wien unterstützen.

    Das geht aber nur, wenn möglichst viele Weißwähler der FPÖ Wien auch entsprechend viel Stimmen geben.

    Hätte Frau Marek nicht einen 'Packelveretrag' mit Häupl abgeschlossen, so würde ich ÖVP wählen, so aber muß ich FPÖ wählen, wenn ich Verbesserungen für Wien erreichen will.

    So jedenfalls kann es nicht weitergehen auf Kosten des Wiener Volkes.

    • byrig
      16. September 2010 20:40

      ich bin ziemlich der gleichen meinung wie meierhofer.diesen krakenartigen strukturen der wiener spö,mit ihrem alle lebensbereiche dominierenden machtvolumen,kann man nur beikommen,indem man die spö dieser machtbasis beraubt-durch wahlverlust!
      und diesen wahlverlust kann ihr nach heutigem ermessen nur die fpö zufügen.

  65. Erich Bauer
    16. September 2010 08:15

    Habe meine Wahlkarte schon beantragt. Gibt es eine effiziente Kontrollmöglichkeit, daß meine Wahlkarte berücksichtigt wird? Sei es im Wählerverzeichnis oder sonst irgendwo? Wäre es möglich, daß ich am Sonntag meine Stimme persönlich abgebe und am Montag die Wahlkarte abschicke? (grins) Vielleicht sollten wir für alle hinkünftigen (hinfälligen) Wahlen UNO-Beobachter verlangen. Konakte zu ZARA oder sonstigen NGOs könnten da vielleicht nützlich sein. (lach)

  66. phaidros
    16. September 2010 08:10

    Im übrigen muss ich doch sehr bitten: "wir" werfen "der Linken" (zurecht) Rechtsbeugung bei jeder Gelegenheit vor. Und dann solche Vorschläge? Damit würden wir uns auf eine Stufe stellen.

    BG/phaidros

    • Erich Bauer
      16. September 2010 08:24

      Ich denke, hier wird das Recht nicht "gebogen", sonder das Recht "genommen". Denn diese "Wahlkartenbestimmung" ist bereits eine "WahlrechtsBEUGUNG"

    • phaidros
      16. September 2010 08:43

      Hr. Bauer, es muss doch um den Geist einer Bestimmung gehen. Der ist klipp und klar: die letzte Stimme sollte am Sonntag um 17:00 abgegeben sein, was danach abgegeben wurde, darf nicht mehr zählen.

      Dabei ist es für diese Überlegung unerheblich, ob man aus irgendwelchen Formulierungen herleiten kann, dass da gar kein logischer Bruch bestünde.

      Das ist *exakt* eines der vielen Gesichter von mangelnder (Handschlags-)Qualität, die wir der Politik so bitter vorwerfen.

      Man klaut auch nicht. Einfach, weil man nicht klaut, nicht, weil man erwischt werden könnte.

      BG

    • Erich Bauer
      16. September 2010 09:01

      Aber, Herr Phaidros, wenn ich über eine Wahlkarte eine "Nachwahlstimme" RECHTMÄSSIG abgeben kann, dann wäre es, vedammt noch mal, nur recht und billig, daß die erste Hochrechnung, die man bei der Wiener Wahl schon am späten Vormittag kennt, bekannt gibt. Und nicht erst nach Wahlschluß. Diese "Schurkenbestimmung" kann man nur RECHTMÄSSIG zu Fall bringen. Oder mit UNO-Beobachtern! Zusatz: ich bin mir nicht sicher ob in irgendeinem "failed State" in Afrika eine solche Bestimmung bei der UNO durchgeht. Ich weiß schon, die machen's dort mit Kalaschnikows.

    • phaidros
      16. September 2010 09:06

      Hr. Bauer, war ja auch lange so. Und dann wurde die Berichterstattung während des Wahltags abgeschafft, angeblich, um keine Wählerbeeinflussung zu haben.

      Wahrscheinlich hat man gefürchtet, dass sich doch noch ein paar Schwarze aufraffen würden, wählen zu gehen, wenn sie den ganzen Tag hören, wie schlimm das jeweilige Desaster sich zusammen braut.

      Sie haben freilich recht, es sollten die Hochrechnungen wieder veröffentlicht werden. Aber unterm Strich: ist das nicht vollkommen wurscht?

      BG

    • Erich Bauer
      16. September 2010 09:21

      "...ist das nicht vollkommen wurscht?..."

      Ich verstehe Sie schon, Herr Phaidros. Die derzeitgen politischen Zustände verleiten zu Fatalismus (eine islamische Grundhaltung). Ich selbst brauche auch regelmäßig (in immer kürzeren Abständen) einen "biologischen Fußabdruck" um diese, von Herrschern sehr gewünschte und geschätzte Untertanen-Grundhaltung, nicht zu verinnerlichen.

    • phaidros
      16. September 2010 09:26

      diese von Herrschern sehr gewünschte und geschätzte Untertanen-Grundhaltung

      Also, hihi, das ist mir schon längere Zeit nicht mehr vorgehalten worden! - LG

    • Erich Bauer
      16. September 2010 09:39

      Herr Phaidros, ich bitte Sie inständig, sollte ich irgendwie in diese "Grundhaltungsstimmung" temporär verfallen, verpassen Sie mir einen "biologischen Fußabdruck". Danke. LG

    • phaidros
    • phaidros
      16. September 2010 09:59

      Nein, Hr. Bauer, ernsthaft: dass die Hochrechnungen nicht veröffentlich werden halte ich für vollkommen nebensächlich. Möglicherweise mit Vorteilen für eine Seite verbunden, aber solche Blätter wenden sich auch ganz schnell (ebenso, wie die Wiederveröffentlichung übrigens den Effekt halt für die jeweils andere entfalten würde).

      Wer mich kennt wird Ihnen bestätigen: ich habe in meinem Leben schon so manchen Nachteil in Kauf genommen, weil ich keine andere Autorität anerkannte, als solche, die sich auf Kompetenz gründet. Das war nicht immer "klug".

      BG

    • Erich Bauer
      16. September 2010 10:07

      Herr Phaidros,
      ich habe nichts dagegen wenn die "Hochrechnung" erst nach Wahlschluß veröffentlich wird. Ich habe aber etwas dagegen, wenn die Wahlkarte nach dem bekannten WAHLERGEBNIS noch abgeschickt werden kann. Ernsthaft.

    • Kurt22
      16. September 2010 10:16

      @phaidros: Kleine Geschichte zum Rechtsverständnis in Wien: In einer Wahlzelle ist der Bleistift ganz kurz angebunden, am Pult reicht er gerade zur ersten Zeile (na, wer steht da wohl?). Auf die Frage eines Wählers, was das soll, anwortete der dortige Leiter: "Na, wem woinsn sunst wöhln?" Die anderen dort Sitzenden schweigen!

    • Kurt22
      16. September 2010 10:36

      Nachtrag: Das war bei der letzten Wien-Wahl.

    • Martin Bauer
      16. September 2010 10:52

      Ich gebe aber Ihnen beiden zu bedenken, dass die Roten und Grünen sehr wohl von einer verspäteten Wahlkartenversendung Gebraucht machen werden.

      War schon so, ist so, und wird auch so bleiben, solange das Gesetz nicht geändert wird.
      Die einzige Abhilfe wäre eine Veröffentlichung der Zwischenergebnisse und wenn auch bloss im "Piratenbereich" des Internets, mit entsprechenden Hinweisen knapp vor dem Wahltag.

      Ich gehe also von manipulierten Wahlen aus.

      Bei einem schlechtem Ergebnis (unter 20%) für die FÖ, rate ich dieser zur Wahlwiederholung aufzurufen. Noch am Wahlabend. Der internationale Aufschrei würde eine Gesetzesänderung beschleunigen.

    • Dr. Peter Krasa
      16. September 2010 11:00

      Es mag naiv oder blauäugig sein, einer "von Herrschern sehr gewünschte und geschätzte Untertanen-Grundhaltung" entsprechen, von mir aus auch als Zeichen meiner beginnenden Altersdemenz angesehen werden: aber ich kann nicht auf der einen Seite für einen starken und vor allem sauberen Rechtsstaat eintreten und auf der anderen Seite einen Rechtsbruch (Rechtsbeugung ist ein unzulässiger Euphemismus) als politische Handlung akzeptieren. Andernfalls wäre ich unglaubwürdig.

    • Erich Bauer
      16. September 2010 11:09

      Martin Bauer,
      "...und Grünen sehr wohl von einer verspäteten Wahlkartenversendung Gebraucht machen werden..."

      Deswegen plädiere ich so vehement für diese "Wahlkarten-Nachwahl". Faktum ist, daß die GRÜNEN bis dato die Mehrheit der Wahlkartenstimmen für sich vereinnahmen konnten. Warum das so ist, hat ihr heuriger Wahlkampfauftakt gezeigt: "Wir sind eine AUSLÄNDERPARTEI! Na und? " Erklärt doch schlüssig, daß die GRÜNWähler im Ausland sitzen. (vorerst ironisch) Kann natürlich auch ein BOBO-Kultverhalten sein.

      Wäre doch wirklich ein tolles Zeichen, wenn es sich diesmal "dramatisch" umdreht. Wir sind alle "Bobos" (grins und lach)

    • phaidros
      16. September 2010 11:09

      Sg. Dr. Krasa, beim "Rechtsbruch" bin ich ganz bei Ihnen. Einmal mehr wiederhole ich mich - bitte um Nachsicht. Weiter oben habe ich socrates geantwortet, der von "Notwehr" sprach:

      "Wenn das stimmt, lasse ich mich gerne überzeugen!

      Dazu allerdings 2 Einwände: 1. bringt diese Art der Notwehr nichts: denn die Stimme, die dann verspätet herein kommt, wurde ja dem vorherigen Ergebnis entzogen.

      2. Gibt es für den Missbrauch einen unabhängigen Beweis?"


      BG

    • phaidros
      16. September 2010 11:12

      Herr Bauer, Die einzige Abhilfe wäre eine Veröffentlichung der Zwischenergebnisse

      Wie meinen Sie das? Das Wahlergebnis wird doch am Wahlabend veröffentlicht, "Nachwahlkarten" sind also ohnehin offensichtlich (mal davon ausgehend, dass die Zählungen selbst i.O. sind)

      BG

    • phaidros
      16. September 2010 11:15

      Herrje, ist das kompliziert heute!

      Mein 11:12 richtete sich an Hrn. MARTIN Bauer

      Und an Herrn ERICH Bauer (10:07, Wahlkarten verspätet abschicken): da haben Sie freilich völlig recht, das sehe ich genauso!

      BG

    • Martin Bauer
      16. September 2010 11:24

      Phaidros

      Ich meinte damit, dass die Parteizentralen ja laufend die Ergebnisse aus den einzelnen Sprengeln zu sehen bekommen. Die wissen meist schon um 12.00 wie der Hase läuft. (Ist bei jeder Nachwahlbetrachtung im Fernsehen klar zu erkennen)
      Da wird sich doch wohl jemand finden, der diese Trends im Internet "anonym" veröffentlicht.

      Am schönsten wäre natürlich ein "Maulwurf" in der Wahlbehörde. :-)

    • Josef Maierhofer
      16. September 2010 11:54

      Wahlfälschung:

      Ich habe seit langem schon das Gefühl, daß bei den Wahlen gefälscht wird, habe keine Beweise dafür, aber es kommen Ergebnisse heraus, wenn man den Wahlsprengel 'seziert', die oft tatsächlich nicht stimmen können, wenn man alle die Leute kennt.

      Ich war in meiner Jugend einmal Wahlhelfer, weil ein Bekannter von mir krank wurde am Wahltag. Es wurde mir beim Stimmenauszählen, nicht die Möglichkeit eingeräumt, das Gesamtergebnis des Sprengels nachzukontrollieren. Der Wahlleiter und 'seine Helfer' haben alles sehr rasch und routiniert abgeführt und schon war alles 'amtlich'.

      Wer kontrolliert eigentlich alle die Eintragungen in Listen und vergleicht das mit dem Abstimmungsergebnis ? Wer kontrolliert eigentlich das Abstimmungsergebnis ? Alle sind müde bis auf einige, es hat niemand meist was dagegen, wenn die Stimmauszählung schnell geht und es ist den Leuten auch egal, wer das tut.

      Es gibt keine Statistik, die Abweichungen erfasst und auch keine Kontrolle der Abweichungen.

    • Undine
      16. September 2010 22:25

      @Phaidros

      Ja, hier gibt's die reinste BAUERN-Versammlung: Martin, Erich, Wolfgang.......:-)

    • Leopold Koller (kein Partner)
      18. September 2010 02:01

      @ phaidros 08:10

      Genau das habe ich mir auch gedacht. Schummeln zaehlt nicht. Als langjaehriger Wahlkartenwaehler im Ausland haette ich auch schon oft genug die Moeglichkeit gehabt, die Stimmenabgabe bis nach dem vorlaeufigen Wahlergebnis zu verzoegern. Ich habe das nie getan, da mir das zu mies erscheint. Andererseits muss man auch davon ausgehen, dass man die linken Rechtsbetrueger nur mit ihren eigenen Waffen schlagen kann. Sozusagen: "You're damned if you do and you're damned if you don't!"

    • Leopold Koller (kein Partner)
      18. September 2010 02:04

      Liebe Undine'

      lassen Sie mir die Bauern in Ruh'!

    • phaidros
      18. September 2010 15:24

      Leo, verstehe schon, aber ich glaube halt, der Dolch ist stumpf: jede "zurück gehaltene" Stimme fehlt ja erst einmal! Für die Linken gilt das insofern nur eingeschränkt, als die es irgendwie schaffen, zusätzliche WählerInnen zu mobilisieren, wenn das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht. Die generieren also echt zusätzliche Stimmen (wenn das denn so stimmt, wie es kolportiert wird).

      BG

  67. SuPa
    16. September 2010 07:05

    Die Wahlen sind - trotz mancher negativen Auswüchse - immer noch das Recht jedes wahlberechtigten Bürgers, die Geschicke seines Landes mitzubestimmen. Wer gar nicht wählen geht, macht von dem demokratischen Recht nicht Gebrauch, darf sich daher auch nicht wundern, wenn gegen seine Überzeugung regiert wird und im Extremfall er dieses Recht sogar einmal verlieren wird. Wer ungültig wählt, handelt auch nicht klug, denn der somit ausgedrückte Protest hat keinerlei Auswirkungen auf das Wahlergebnis. Ebenso eine Stimme an eine von vorherein völlig aussichtslose Splitterpartei, welche nie und nimmer die Hürde zum Einzug schafft. Solche Stimmen dienen laut Wahlarithmetik immer der stärksten Gruppierung.
    Der Aufruf, von einer - durch eine Gesetzeslücke möglichen - verspäteten Briefwahl Gebrauch zu machen, um so eventuell als "Zünglein an der Waage" zu handeln, ist illegal, da ja der Ausfüllzeitpunkt noch vor dem offiziellen Wahlschluss zu erfolgen hat und auch eidensstattlich bestätigt werden muss. So ist ja auch die Veröffentlichung einer exit poll vor dem Wahlende verboten und wird ggfs. als Ordnungswidrigkeit mit hoher Geldstrafe geahndet.
    Was wir aber wohl tun können, ist die unschlüssigen Familienmitglieder und Freunde auf mögliche Nachteile der einzelnen Parteien hinzuweisen, welche nicht in der Wahlwerbung aufscheint. Ein "Denkzettel" für die überheblichen Parteien kann sicher auch dadurch zum Ausdruck gebracht werden, dass eben das sog. "kleinere Übel" (z.B. FPÖ oder BZÖ) gewählt wird, auch dann, wenn man realistisch diesen Parteien nur wenige Mandate zutraut. Denn auch eine Opposition kann in unserem System einiges aufzeigen und auch erreichen.
    Ich werde in diesem Sinn handeln.

  68. Dr. Dieter Zakel MA
    16. September 2010 07:02

    Es geht hier um die Beendigung der Diktatur in Wien. Daher gibt man seine Stimme dem aussichtsreichsten Kandidaten. FPÖ.
    Taktisch wählen bringt statistisch nix.
    Die absolute muss weg. Daher FPÖ. Die kann man ja das nächste mal auch abwählen wenn's nicht passt.
    Aber die Fenster müssen im Rathaus nach 90 Jahren einmal aufgemacht werden und die verwesten Leichen die man dann findet müssen anständig begraben werden.
    R.I.P.Ö

    • SuPa
      16. September 2010 07:35

      Dr. Dieter Zakel MA:
      Herr Dr. Häupl und sein Team befolgen schon jetzt die Aufforderung "requiescat in pace".

    • brechstange
      16. September 2010 08:20

      "...Daher FPÖ. Die kann man ja das nächste mal auch abwählen wenn's nicht passt...."

      Diese Strategie kann gefährlich sein, da auch Hitler demokratisch an die Macht kam und danach durch das Ermächtigungsgesetz eine Abwahlmöglichkeit nicht mehr bestanden hat. Zumindest wird den Menschen diese Gefahr von einer Seite immer suggeriert.

      Die Fragen, die sich mir stellen, bleibt die FPÖ an demokratische Spielregeln gebunden, auch wenn ihr Stimmenanteil überproportional wachsen würde? Halten sich die anderen Parteien an die Spielregeln?

      Solange die Institutionen halbwegs funktionieren, müsste mE ein Regulativ da sein. Doch was ist, wenn nicht?

      Eines steht für mich fest: "Wir wissen nicht, welche Maske der Teufel aufhat."

    • phaidros
      16. September 2010 08:45

      brechstange: ganz sicher keine, die man erkennen könnte.

    • Erich Bauer
      16. September 2010 10:26

      brechstange,
      "...welche Maske der Teufel aufhat..."

      Zumeist sehr freundlich, charmant... Lächelnde und mitleidige Miene im fließenden Wechsel. Und das Wichtigste: TELEGEN

    • Josef Maierhofer
      16. September 2010 12:01

      @ brechstange

      Das mit dem Hitler ist 65 Jahre vorbei und kann auch (und viel eher) mit einer SPÖ passieren und passiert in kleinen P.C. Schritten ja immer weiter und immer tiefer in Richtung Diktatur.

      In der Politik treibt man immer den Teufel mit dem Beelzebub aus.

      Die Verfassung aber wird sicher einen zu Unrecht befürchteten (weil gar nicht möglich) 'Hitlerhandstreich' oder ein solches 'Ermächtigungsgesetz' verhindern.

    • Alfred E. Neumann
      16. September 2010 12:32

      @brechstange

      Drei Sternderl von mir für den Teufelvergleich!

      Übrigens: die ÖVP Wien verteilt schwarz verpackte Präservative mit der Aufschrift "schwarz ist geil".

      Wann feuert Marek eigentlich endlich ihren Werbeberater?

    • Kurt22
      16. September 2010 14:08

      @brechstange: Wir haben eine Regierung, die die Verfassung mißachtet. Wir haben ein Wahlrecht, für das sich jeder südamerikanische Militärdiktator aus den 70ern schämen würde. Wir haben einen "öffentlichen" Rundfunk, der sich von einer Partei steuern läßt. Wir haben ein Rechtssystem, an dem man als gewöhnlicher Staatsbürger besser nicht anstreift.
      Und Sie machen sich Gedanken, ob sich die FPÖ an die Spielregeln halten würde? Wie heißt es in der Werbung: Ihre Sorgen möchte ich haben.

    • brechstange
      16. September 2010 14:46

      @Kurt22
      Die Sorgen über die Spielregeln mache ich mir bei allen Parteien, va in letzter Zeit bei den GROKOS.

    • Josef Maierhofer
      16. September 2010 16:42

      @ Alfred E. Neumann

      Als SPÖ Filiale muß sie tun, was ihr vor'gegeben' wird.

      'Anständigkeit' war schon immer ein ÖVP Prädikat, nur nach 40 Jahren Spaßgesellschaft heißt halt anständig auch schon was anderes, und man verwechselt halt schön langsam konservativ mit Präservativ ....

    • simplicissimus
      16. September 2010 17:01

      @brechstange: muss es wiederholen - und wer schützt uns vor einer stalinistisch werdenden spö oder vor orwellschen grünen, wenn die einmal an die macht kommen?
      nein, leider, ihre sorge ist die eines menschen, für den leben immer und überall lebensgefährlich ist und der deshalb zu hause im bett bleibt und sich nicht traut über die strasse zu gehen.
      natürlich ist nichts unmöglich aber nsdap vergleiche mit der fpö sind einfach zu weit hergeholt.

    • Erich Bauer
      16. September 2010 17:33

      Alfred E. Neumann,
      "...Wann feuert Marek eigentlich endlich ihren Werbeberater?..."

      Der Werberater ist ein genetischer Klon vom Lebensborn "Konrad"? Bin mir natürlich nicht sicher. Würde mich aber nicht wundern.

    • brechstange
      16. September 2010 17:35

      @simplicissimus
      Ich habe nicht geschrieben, dass die FPÖ mit der NSDAP gleichzusetzen ist, sondern dass manche dieses den Menschen suggerieren. Wer wird wohl manche sein?

      Mit "Wir wissen nicht, welche Maske der Teufel aufhat." meinte ich nicht explizit die FPÖ, sondern auch gerade die PC-Verhafteten.

    • Erich Bauer
      16. September 2010 18:12

      simplicissimus´,
      "...und wer schützt uns vor einer stalinistisch werdenden spö oder vor orwellschen grünen..."

      Falsch. Wer schützt uns vor einer NASDAP-SPÖ und wer schützt uns vor Huxley'schen Grünen (bei Orwell gab's ja noch menschliche Regungen).

      Es wird Zeit, daß wir die Handschuhe ausziehen. Leider muß ich mich jetzt zurückziehen. Hatte heute frei. Mußte meine Überstunden abbauen. Ich hoffe, daß ich morgen auf Ihre Replik antworten kann. Werde mich darum bemühen.

    • Undine
      16. September 2010 22:21

      @simplizissimus

      ".......und der deshalb zu Hause im Bett bleibt und sich nicht traut, über die Straße zu gehen."

      Simplicissimus, haben Sie eine Ahnung! :-) Der Platz, an dem nachweislich die meisten Leute sterben, ist-----das BETT! :-)
      Somit ist das Bett der gefährlichste Ort!

    • simplicissimus
      17. September 2010 09:00

      @brechstange: ok, akzeptiert
      @undine: tut mir leid, wenn mein vorschlag für ein risikofreies leben noch viel zu hohe risken birgt!

  69. thomas lahnsteiner
    16. September 2010 05:39

    es gibt in wien nur eine alternative die den korrupten rathausroten wirklich schmerzen verursacht und das ist die fpö.
    auch mich begeistert diese partei nicht, aber ein bzö-mandat herbeizumanipulieren dürfte wenig bringen..ich wohne weder im gemeindebau, noch bin ich dauergast am würstlstand und habe trotzdem mit der fpö wenig probleme...und das intellektuelle niveau eines herrn kickl oder eines herrn strache
    ist sicherlich nicht niedriger als das des bürgermeisters oder gar der frau rudas, im gegenteil: im vergleich zu laura rudas ist ihr pendant kickl geradezu eine geistesgröße

    • phaidros
      16. September 2010 06:40

      "Wahlmaschine" auf der Homepage der Wr. Zeitung (http://www.wienerzeitung.at/wahlmaschine ): 30 Fragen beantworten und mit den Antworten der Parteizentralen vergleichen.

      BG

    • SuPa
      16. September 2010 08:04

      phaidros:
      Hat die ÖVP bei den vorgelegten Fragen nur Kreuzerl gemacht und keine zusätzlichen Erklärungen abgegeben, oder wurde dies von der WZ auf diese Art "manipuliert"?

    • phaidros
      16. September 2010 08:08

      SuPa: keine Ahung.

    • Dr. Harald Rassl
      16. September 2010 12:20

      Das wäre aber schon sehr interessant. Wer weiss eine Antwort oder Erklärung?
      Danke!
      H.R.

    • donnerlütchen
      17. September 2010 16:08

      Freunde , Volksgenossen, GenossenInnen und Kameraden - Teile höflich mit , daß ich bei der Freiheitlichen Partei Österreichs gelandet bin. War was dagegen ? Grüß Euch Gottin !





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