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Die Sozialdemokraten verlieren ihren Vatikan

 Die schwedischen Parlamentswahlen bestätigen zwei klare europäische Trends der Wähler (freilich nicht der Medien): Erstens gewinnen in Europa in den letzten Jahren immer liberalkonservative oder islamkritische Parteien - in Schweden gewannen sogar beide. Und zweitens ist die Sozialdemokratie in der schwersten Krise seit 1945.

Die wenigen wirklich linken Wähler – hauptsächlich aus der politisch korrekten Medien-, Intellektuellen- und Kunstszene – wählen zunehmend Grün und andere linksradikale Gruppen. Die klassische Arbeiterschaft wendet sich hingegen von einer Sozialdemokratie ab, die nicht mehr die Interessen der arbeitenden Menschen, sondern die Ideen radikaler Gesellschaftsveränderer und blauäugiger Immigrationsbefürworter vertritt.

Gleichzeitig trägt die Sozialdemokratie fast überall das Kainsmal, Vorkämpferin hemmungsloser Schuldenmacherei zu sein (wobei es freilich auch lobenswerte Gegenbeispiele gibt, wie den einstigen Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin). Die lohnabhängigen Werktätigen erkennen Schuldenmacherei aber längst als viel schlimmere Bedrohung und sehen die von den Sozialdemokraten generationenlang bekämpften Unternehmer oft nicht mehr als Feinde.

Und wo wenden sich die enttäuschten Wähler hin? Entweder zu wirtschaftsliberal-konservativen Gruppierungen oder zu islam- und immigrationsfeindlichen Parteien. Das erstgenannte Ziel wird von Mittel- bis Oberschicht angesteuert, das zweitgenannte von Mittel- bis Unterschicht.

Dort wo diesen beiden Erfolgsgruppen die Kooperation in irgendeiner zumindest losen Form gelingt, hat die Linke zumindest bis auf weiteres überhaupt keine Chance. Wie etwa in Italien, wo die Linke trotz aller Berlusconi-Eskapaden hoffnungslos darniederliegt. Oder in Dänemark. Oder – wahrscheinlich – in den Niederlanden (wo allerdings die dezimierten Christdemokraten in ihrer Panik noch immer nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen). Oder - möglicherweise - jetzt in Schweden, wo ja die bürgerliche Mehrheit sehr knapp ist.

Wer die Geschichte der Sozialdemokratie kennt, der weiß, dass Schweden jahrzehntelang für sie das war, was für Katholiken der Vatikan ist. Und ausgerechnet dort schrumpft sie von Wahl zu Wahl im Eiltempo. In Österreich schrumpft sie zwar genauso, aber dort fällt es nicht so auf, weil erstens viele Medien im Gefolge der SPÖ-Spin-Doctoren die Niederlagen hinunterspielen, und weil zweitens die ÖVP bei den letzten beiden Wahlen noch viel schwerere Enttäuschungen erlitten hat.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHaargenau
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    20. September 2010 10:04

    Auch wenn Dr. Unterberger beizustimmen ist, dass die Sozialdemokratie in einer grossen Krise steckt, so sehe ich doch eine europaweite Krise der grossen alten "Volksparteien" sowohl des rechten als auch den linken Parteienspektrums.

    Genauso gross wie die Ideenlosigkeit bei der Sozialdemokratie erscheint mir die Verunsicherung bei den christlich-sozialen Parteien. Grund dafür dürfte hier wie dort die Entfremdung vom Wähler und die Entwicklung einer von der Parteibasis und häufig auch von der Parteiideologie völlig losgelöste Politikerkaste sein (Welcher ÖVP Politiker ist denn noch "christlich-sozial", wo steht denn ein "Genosse der Bosse" heute noch für Arbeiter?).

    Wo auch immer man hinsieht, jene Gruppen, die ihr Ohr bei den Sorgen der Menschen haben (und das sind nunmal Wirtschaftskrise, Migrationsproblematik, Islamismus und Sicherheit), sind erfolgreich. Meiner Meinung nach sind wir mitten in einem Umwälzungprozess im Parteienspektrum, der in ganz Europa die Ordnung der letzten Jahrzehnte nachhaltig verändern wird.

    Wo das hinführt ist noch nicht abzuschätzen, aber sicher nicht wieder zu den alten Hüten...

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    20. September 2010 08:23

    Dieser Abwärtstrend der Sozialdemokraten wird weitergehen.

    Die Bürger erkennen immer mehr den Abgrund, in den uns die Schuldenpolitik dieser Zunft treiben will, und mit welchen Methoden sie lügt, andere Parteien anpatzt und die Meinungen der Menschen unterdrückt.

    Es ist Zeit zur Umkehr, zur Erkenntnis und zur Wahrheit.

    Bei uns ist auch Zeit der Wahl, zumindest in 2 Bundesländern. Denken wir darüber nach ! Setzen wir ein Zeichen !

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    20. September 2010 10:47

    Wie man in ganz Europa feststellen kann, befinden sich sowohl Sozial- wie auch Christdemokraten in einer ernsthaften Sinnkrise. Die bösen Geister die sie riefen werden sie jetzt nicht mehr los und warten entweder auf ein Wunder oder sie bilden, wie in Österreich, unproduktive Koalitionen ausschließlich zwecks Erhalt der Macht und der Pfründe, belügen und betrügen die Bürger von einer Wahl zur nächsten.
    Kluge Köpfe wie Sarrazin oder Köhler, welche sich noch getrauen die Wahrheit zu sagen, werden entweder auf brutalste Weise entmachtet oder sie gehen freiwillig in die innere Emigration.
    Es muß zu einem Umbruch kommen, daran führt kein Weg mehr vorbei, spätestens beim Platzen der nächsten Blase, welche mit Sicherheit kommen wird, kommt die Stunde der Wahrheit und dann Gnade uns Gott!
    Ein nicht so ganz unrealistisches Szenario entwickelt heute Roland Woldag in ef:

    http://ef-magazin.de/2010/09/19/2553-vom-neuen-achsenkreuz-das-internationale-machtgefuege-nach-dem-fall-der-usa

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    20. September 2010 08:16

    Typisch ORF: In den Frühnachrichten wird lautstark verkündet, dass die Regierungskoalition ihre absolute Mehrheit verloren hat und die rechtspopulistischen und ausländerfeindlichen Schwedendemokraten in den Reichstag einziehen werden. Kein Wort jedoch, dass die Sozialdemokraten ihr schlechtestes Ergebnis seit 100 Jahren eingefahren haben!

  5. Ausgezeichneter KommentatorSuPa
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    20. September 2010 07:13

    Ich erinnere mich an Bruno Kreisky, welcher den Krieg im Schwedischen Exil verbrachte und uns Jahrzehnte später Schweden als Vorbild für das sozialistische Paradies nannte und die ersten "Wohltaten" des Sozialstaates einführte.
    Ich erinnere mich aber auch an die 90er Jahre, als das sog. sozialdemokratische Musterland Schweden finanziell arg ins trudeln kam und nur mit radikalen Sparmassnahmen und Reformen eine Staatspleite verhindert werden konnte.
    Was ich mir für Österreich wünschen würde, ist das in Schweden fast 250 Jahre alte "Öffentlichkeitsprinzip", wo jeder Staaatsbürger ohne Nennung von Günden in (fast) alle öffentliche Dokumente Einblick hat. Sehr lobenswert ist auch die Unabhängigkeit der vielen Verwaltungsämter, wo die jeweils gewählten Minister und lokalen Behörden nur die Rahmenbedingungen vorgeben können.
    Nachahmenswert, oder?

  6. Ausgezeichneter KommentatorReflecting
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    20. September 2010 10:54

    In Österreich wir sich bei den kommenden zwei Wahlgängen höchstens marginal etwas ändern; mehr ist ohne Wunder nicht zu erwarten. Gründe dafür sind: Die nahezu vollendete Petrifikation der politischen Strukturen, die sich herausgebildet hat: Aus der gefestigten und nahezu unerschütterlichen Schutzmantelmadonnafunktion der Parteien, die sich primär auf Kosten anderer als umfassendes Betreuungssyndrom manifestiert, aus einem mangelnden Willen zum Beschreiten eines eigenen parteiunabhängigen Weges zum Denken, zum Beruf, zum Erfolg, zur Familie oder zur Gesellschaft (=Kontrapunkt von Partei), aus der Pensionismusidylle, aus gekonnter Desinformation auf allen Ebenen, aus den unauslöschlichen Befindlichkeiten der barocken österreichischen Seele in ihren unergründlichen Tiefen u.a.m. Sie sind die weitverbreiteten Kalkablagerungen in den politischen Strukturen bzw. im politischen Charakterbild. Es gibt auch keinen Politiker, der in Anlehnung an John F. Kennedy sagen würde: "My fellow Austrians, ask not what your country can do for you. Ask what you can do for your country"!
    Es fehlt aber auch generell an Mut, weil es offensichtlich nicht viele zu wagen scheinen, öffentlich für den Erhalt des Erbes der Väter und Mütter einzutreten, für Rechtschaffenheit, Anstand oder Moral und den anderen Werten, die ebenfalls zum Fundament unserer Zivilisation gehören.
    Uns so nimmt alles seinen Lauf bis zum bitteren Ende. Wir werden es uns gefallen lassen müssen, wenn uns einmal vorgeworfen werden wird, dass wir durch das "qui tacet consentire videtur" zum status quo beigetragen haben.

  7. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    20. September 2010 16:34

    "...Wer die Geschichte der Sozialdemokratie kennt, der weiß, dass Schweden jahrzehntelang für sie das war, was für Katholiken der Vatikan ist..."

    Wer die Geschichte der "Habsburger-Kaiser" kennt, weiß, daß die "Christl von der Post" und "Maria von Griechenland" noch einen Wahlaufruf für die SPÖ machen. Spätestens nach Wahlschluß. Für die "variablen" Montags-Stimmenabgeber bzw. Stimmenzähler. Hm... noch einmal davongekommen...

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorReika42
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    21. September 2010 12:14

    Kleine Korrektur, Herr Unterberger. Die Sozialdemokratie verliert mit den Wahlen in Schweden nicht ihren Vatikan.
    Sie müssen nur umsiedeln, nach Wien.


alle Kommentare

  1. Jennis (kein Partner)
  2. Jamison (kein Partner)
  3. Marlon (kein Partner)
    21. Januar 2015 22:54

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  5. Elvira (kein Partner)
    21. Januar 2015 07:47

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    20. Januar 2015 21:42

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  7. Praveen (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:07

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  8. horst (kein Partner)
    21. September 2010 19:00

    ist ja wie eine abtreibungspille und wer wird sie nur retten bevor sie abgetrieben werden...
    etwas übermütig, geld kann schwindelanfälle leider bringen und auch verantwortungslosigkeit auslösen!!gg

  9. Gasthörer (kein Partner)
    21. September 2010 18:35

    Mir fiel auf, dass der ORF aus all seinen Sprachrohren die Schwedendemokraten diffamierend als rechtsEXTREM bezeichnet, wohingegen das dt. Fernsehen sich des abgeschwächteren Begriffs rechtspopulistisch bedient.

  10. gnvh (kein Partner)
    21. September 2010 18:28

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/596035/index.do?_vl_backlink=/home/index.do

    Und wir wundern uns das die Sozialdemokraten am absteigenden Ast sind. Wer so ein gespür für Demokratie hat !

  11. Marcus Aurelius (kein Partner)
    21. September 2010 15:54

    Auch weitere Säulen der grün-roten Staatsreligion beginnen zu zerkrümeln:

    http://andrewsullivan.theatlantic.com/the_daily_dish/2010/09/the-green-jobs-illusion.html

    Der verheißene Jobgewinn durch "nachhaltige" bzw. "erneuerbare" Energien (beide Begriffe sind sprachlicher und physikalischer Humbug) ist nämlich — wie in Spanien kürzlich offenbar wurde — in Wirklichkeit ein Jobverlust. Und zwar schon bevor die Subventionen abgegriffen werden. Aus ökologischer Sicht ist das ganze Theater eh kontraproduktiv.

    Und hier läßt der Öko-Dschihad endgültig seine Maske fallen, von der Weltöffentlichkeit erst allmählich wahrgenommen:

    http://www.prisonplanet.com/global-warming-alarmist-calls-for-eco-gulags-to-re-educate-climate-deniers.html

    Was das IPCC, die Al Gores, Pachauris, Merkels, Trittins und Glawischnigs dieser Welt bislang nur strictly off the record miteinander ausgeheckt haben, tritt in diesem finnisch-faschistischen Spinner ungeschminkt zutage, der zur Rettung der Welt (allen Ernstes!) einen Massenmord propagiert, der auch Massenmörder wie Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot in deren addiertem Blutzoll um ein Vielfaches übertreffen würde.

    Man muss das lesen, um es zu glauben. Die Quelle ("Die Achse des Guten", hier: Prof. Dr. Benny Peiser) ist keineswegs verdächtig, unverifizierte Informationen zu verbreiten.

    • cmh (kein Partner)
      21. September 2010 16:17

      Ich habe einmal in einer Diskussion im grünen Biotop gemeint, man sollte Länder wie China durch tarifliche und nicht-tarifliche Handelshindernisse dazu bringen, sofort die im Westen geltenden Öko-standards einzuhalten.

      Na mehr habe ich nicht gebraucht.

    • Leopold Koller (kein Partner)
      21. September 2010 16:51

      @ Aurelius

      re: eco-fascists

      Das kann sich doch nur ein schlechter Witz sein, oder?

    • Leopold Koller (kein Partner)
      21. September 2010 16:53

      Spare mir das "sich".

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      21. September 2010 17:26

      @cmh:

      Kein Wunder, daß Sie nach dieser waghalsigen Bemerkung nur unter Polizeischutz (Cobra?) unversehrt die häusliche Bettstatt erreichten. Wo Sie, falls Sie sich jemals vorlaut, öko-kritisch, unschwul oder gar maskulin geäußert haben, das Pech haben, von einer

      Denn das grüne Biotop ist wehrhafter, als wir zu glauben eingelullt werden.
      Auch geschmack- wie auch geschichtsloser: Hier in Germanien wird gerade ein Gesetzentwurf ventiliert, der auch allen historischen Bauten eine entstellende Ummantelung mit Styropor, auch Styrofoam genannt, verordnet — einem bekannt kurzlebigen Produkt, das zwischen Produktion (aus Erdöl), Verschimmelung der isolierten Bauwerke, ihrer unschuldigen Bewohner und und baldiger Entsorgung beider, mehr ökologischen Unfug anrichtet , als es je zu ersparen behauptet.

      Ich verweise erneut auf die frappierend demaskierten wahren Intentionen der Öko-Bewegten:
      http://www.prisonplanet.com/global-warming-alarmist-calls-for-eco-gulags-to-re-educate-climate-deniers.html

      That's the name of the game.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      21. September 2010 17:42

      @Leopold Koller:

      Sie schreiben: "Das kann doch nur ein schlechter Witz sein, oder?"

      Ich verstehe Ihr Erstaunen gut, denn das empfand ich auch, als ich diese Ungeheuerlichkeit zum erstenmal las.
      Aber dieser orwell'sche Albtraum ist Realität, und er hat keineswegs nur neue Anhänger: Einschlägige Aufrufe der Klimabewegten, man möge doch gefälligst das Kinderkriegen komplett unterlassen, um die Welt zu retten, gibt es schon seit einem Jahrzehnt, von Randgruppen heftig applaudiert.

      Dass diese Schnapsidee nun dezidiert mit Euthanasie oder gar Massenmord unterfüttert wird, ist zwar ungeheuerlich, aber eine logische Folge des lang vorbereiteten (und in Schulen unterrichteten) Sieges der Ideologie über die Vernunft.

      So funktionieren alle Diktaturen, und so wurden sie schon immer vorbereitet.
      Dennoch: Herzliche Grüße!

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      21. September 2010 17:54

      Scusi, cmh:
      In den Satz "... das Pech haben, von einer ..." ging im www folgende Unwichtigkeit verloren, vulgo Fortsetzung: "... von einer Hundertschaft politisch korrekter, in Fair-Trade-Schutzwesten gehüllten Gendarmen in Empfang genommen zu werden."

  12. Reika42 (kein Partner)
    21. September 2010 12:14

    Kleine Korrektur, Herr Unterberger. Die Sozialdemokratie verliert mit den Wahlen in Schweden nicht ihren Vatikan.
    Sie müssen nur umsiedeln, nach Wien.

  13. Schnabeltierfresser (kein Partner)
    21. September 2010 11:25

    So, und warum genau hat Unterberger noch so viel zu jammern, wenn in Europa in den letzten Jahren immer liberalkonservative Parteien gewinnen? Das ist schon mindestens seit 10 Jahren so, dass Europa massiv konservativ geführt wird, er soll da mal lieber bei seinen eigenen Parteibrüdern anfangen zu bekehren.

    Mehr als die Sozis nicht wählen können wir auch nicht, Herr Unterberger.

    • trollfresser (kein Partner)
    • Leopold Koller (kein Partner)
      21. September 2010 16:25

      Als wie wenn Sie die Sozis nicht waehlen! Das koennen Sie wem anderen umbinden!

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      21. September 2010 16:47

      Meister STF:
      Bei aller Sympathie, und wir verkehren ja schon so lang hier wie die hehresten Gründungsmitglieder, die den Fürsten Metternich (bevor man ihn zu Schaumwein verdünnt hat) noch persönlich kennenzulernen die Ehre hatten — oba a wengerl a verkappter roada Bruada san S' ma scho', mit Verlaub.
      Das Symptom tritt nur zwischen den Zeilen zutage. Oba dschast wörscht, wia da Faymann sogt, waun a wos ächt eanst maant. Waun olle roadn Briada so warn ois wia Se, warat de Wööd um Wöödn leemsweata!
      Und gscheida aa.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      21. September 2010 23:01

      Auf meine Kernfrage belieben die Herren nicht zu antworten?

    • Leopold Koller (kein Partner)
      23. September 2010 15:58

      @ Stf

      Antwort auf die Kernfrage: Da muessen Sie zuerst aufzaehlen, wo denn diese "Liberalkonservativen" regieren. Ich kenn naemlich keine.

  14. klein (kein Partner)
    21. September 2010 10:50

    Da legen ein Wahlergebnis und der Autor dieses Artikels die Rutsche zu einem Sozialdemokratenbashing - und keiner geht hin! Also ich hätte mir ob des für die hiesige Gemeinschaft so erfreulichen Wahlergebnisses mind. 200 Einträge vor mir erwartet. Aber vielleicht liegt der geringe Zuspruch daran, dass dieses Wahlergebnis niemanden überrascht - auch mich nicht. Die Schweden sind auch keine anderen Menschen als die anderen Europäer. Rechts(extrem) zieht auch dort, da die Probleme mittlerweile überall die gleichen sind. Weder rot noch schwarz haben die richtigen Antworten, das ist in Schweden nicht anders als in anderen Ländern.

  15. cmh (kein Partner)
    21. September 2010 09:40

    Bitte was ist für die KAtholiken der Vatikan?

    Irgendwo muss der Papst als Mensch ja sein. Und die Kirche ist - richtig verstanden - ja überall.

    Der Vatikan ist sicher nicht was Schweden für eine Sozialisten ist.

    • cmh (kein Partner)
      21. September 2010 09:46

      Weiter unten steht noch ein besserer Vergleich:

      Schweden ist das was Walhalla überhaupt ist.

      Ewig täglich aufs neue kämpfen die untoten Helden gegeneinander bis der Weltbrand alles auslöscht. Also ziemlich lange für so wenig Ideen. Womit wir wieder bei der Sache sind.

    • cmh (kein Partner)
      21. September 2010 16:10

      Schweden ist/war für die Sozialisten das, was Walhalla überhaupt ist.

      sollte es heißen.

  16. Tertullian (kein Partner)
    21. September 2010 09:09

    ganz schlimm klingen die Parolen der Rechten:
    "Schweden soll Schweden bleiben!"
    Was denn sonst???

  17. simplicissimus
    21. September 2010 07:27

    noch sind die liberalen parteien viel zuwenig gefestigt, um die seit jahrzehnten aufgebauten strukturen wirksam ablösen zu können. auch ein wirklich charismatischer politiker fehlt noch, der durch sein wirken, durch nachhaltige politische erfolge und umgesetzte veränderungen den freunden als vorbild wirkt und den politischen feinden respekt abnötigt.

    es ist noch viel notwendig, um der meinungsmonopol der linken nachhaltig entgegentreten zu können.

    aber die wahlergebnisse lassen hoffen.

  18. fosca
    20. September 2010 22:54

    Den höchsten Genuß bei diesem "Verlust des Vatikans der Sozialdemokraten" (= wunderbare Definition!) bereitete mir die gedämpft-verzweifelte Berichterstattung des ORF. Im sozialistischen Küniglberg-Walhalla scheint man langsam die Götterdämmerung der Sozis zu begreifen und entsprechend lange Gesichter kann man beobachten. Zwar wird sich das "Imperium" nochmals aufbäumen und zurückschlagen, aber ich hoffe, auch in Österreich sind es bald die letzten Zuckungen.
    Der Klassenkampf gegen den reichen Unternehmer, der den armen Arbeiter ausbeutet, ist den Genossen längst insoferne abhanden gekommen, als es kaum noch solche Unternehmer gibt, denn der Mittelstand bzw. die meisten Familienbetriebe, wo das noch gegriffen hat, sind so gut wie verschwunden und die Großkonzerne, welche neudeutsch "global player" heißen, pfeiffen auf ideologische Auseinandersetzungen, da sie entweder auf hohe Staatssubventionen zum Arbeitsplatzerhalt bestehen oder gleich in Billiglohnländer abwandern.
    Da können sich die linken Klassenkämpfer die Zähne ausbeißen oder es besser gleich bleiben lassen.
    Und da auch die christlich-sozialen Volksparteien kaum mehr dem Wähler etwas zu bieten haben, weil sie lieber politisch korrekt den Linken hinterhercheln, wird sich Parteienlandschaft in ganz Europa grundlegend ändern. Der hoffentlich mündige sowie politisch interessierte Wechselwähler wird nach wohlweislicher Überlegung neue, frische, unverbrauchte Gruppierungen mit entsprechender Flexibilität und echten Zukunftsperspektiven wählen.
    Jetzt hoffe ich nur noch, daß möglichst viele davon auf der Bildfläche erscheinen, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft! ;-)

    • Logiker
      21. September 2010 10:14

      für die Steirerwahl bedeutet dies, gebt dem BZÖ eine Chance, den welche Perspektive gebe es sonst. In Wien muss man tatsächlich in einer Notwehraktion blau wählen, um wenigstens einmal die Absolute zu brechen.

  19. Erich Bauer
    20. September 2010 16:34

    "...Wer die Geschichte der Sozialdemokratie kennt, der weiß, dass Schweden jahrzehntelang für sie das war, was für Katholiken der Vatikan ist..."

    Wer die Geschichte der "Habsburger-Kaiser" kennt, weiß, daß die "Christl von der Post" und "Maria von Griechenland" noch einen Wahlaufruf für die SPÖ machen. Spätestens nach Wahlschluß. Für die "variablen" Montags-Stimmenabgeber bzw. Stimmenzähler. Hm... noch einmal davongekommen...

    • cmh (kein Partner)
      21. September 2010 09:51

      Früher gabs auf Ö3 am Samstag abend die folgenden Programmpunkte "Musik zum träumen", dann folgte "Einfach zum Nachdenken" und am nächsten Tag "Help - das Konsumentenmagazin"

      Der Volksmund hat daraus

      Musik zum Schäumen
      Einfach zum Nachschenken und
      Help - das Konsequenzenmagazin gemacht.

      Wir könnten das wieder aufleben lassen:

      ein Wahlkampf zum Schäumen
      Nachschenken mit den Montagsstimmen
      machen und
      Help - das Konsequenzenmagazin kann so bleiben.

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      21. September 2010 12:35

      @cmh:
      Vielen Dank für Ihre Auflistung von Ö3-Sendungen aus Zeiten, als der ORF die Bacher-Reformen noch nicht abgeschüttelt hatte.
      Eine haben Sie vergessen, die lief am späteren Abend oder nachts, wenn das Fernsehprogramm Sperrstund' hatte — denn auch das gab's damals noch:
      Sie hieß "Après TV", woraus der Volksmund prompt "Après GV" machte.

  20. durga
    20. September 2010 14:19

    was bedeutet es schon für uns, wenn die schwedischen Sozialdemokraten ihren Vatikan verlieren, uns bleibt ja in Wien unser roter Imam - in omnia saecula saeculorum.

    • Alexander Renneberg
      20. September 2010 16:51

      will sie da nicht böse korrigieren, aber ich denke es heißt "per omnia...." wenn ich damals richtig aufgepasst habe :-)

      ansonsten völlig richtig. österreich ist noch immer eine insel der seligen, aber ich denke auch hier werden wir uns aus den klauen der sozialistischen nomenklatura befreien.
      außer in wien, da dauert`s ein bißl länger.

    • durga
      21. September 2010 14:34

      @AR

      Sie haben mit "per" natürlich völlig recht. Ich bin zutiefst betrübt über diese Fehlleistung. Humanistische Bildung wird aber sowieso bald obsolet - Allah u akbar!

  21. HDW
    20. September 2010 13:12

    Die italienische Linke liegt nicht trotz der karnevalesken, gogliardischen Eskapaden Berlusconis die bei vielen Italienern homerisches Gelächter auslösen (nicht bei den Linksintellektuellen die früher die roten Mordbrigaden unterstützt haben) am Boden, sondern gerade wegen diesen. Sie läßt sich dadurch zu der Sackgasse eines eindimensionalen ohnmächtigen "Antiberlusconismo" provozieren. Hinter diesem Vorhang kann Silvio Berlusconi ungestört seine unternehmerischen Fähigkeiten im Zusammenhalt der Regierungskoalition mit der ständig wachsenden Lega anwenden, die eben im direkten Kontakt mit der Bevölkerung steht. Auch die schon immer in Italien hineinregierenden Amerikaner, sind mit ihrer Marionette Fini trotz Besuch in Jerusalem, auf diesem Leim picken geblieben. Der traditionelle Mafia-Vorwurf der Linken gegen alles und jeden auch gegen die Antimafia Behörde ist in einem Land wo man schon als Tourist Mafia-Gelder wäscht wenn man sich ein Auto mietet, wahrscheinlich schon in ganz Europa, mindestens aber als Kunde der Bank Austria, ehemals Gemeinde Wien jetzt Unicredit!

  22. Graf Berge von Grips
    20. September 2010 12:37

    Die Sozialdemokraten verlieren ihren Vatikan
    Die Erzdiözese in Cuba fängt auch schon an.
    Sucht man nach führungsfähigen Profilierten
    findet man in Nordkorea die Rück-Reformierten.

  23. Celian
    20. September 2010 12:11

    Mir scheint eher daß überhaupt die Großparteien der Mitte ausgedient haben, da sie keine Lösungen mehr für die brennenden Probleme unserer Zeit - Einwanderungspolitik, Schuldenexplosion, EU-Bürokratismus - parat haben sondern nur mehr Beschwichtigungsformeln aufsagen.

    Wo wenden sich in so einer Situation die Menschen hin: an die extremen Ränder des politischen Spektrums, links als auch rechts.

    • Patriot
      20. September 2010 16:39

      Wobei man dazu sagen muß, daß auch "die Mitte" eine "extreme Politik" betreibt.

      Die Masseneinwanderungspolitik und die bevorstehenden Staatspleiten werden sehr extreme Folgen haben.

      Bei einer Notbremsung schlagen sich ein paar Passagiere vielleicht den Schädel an. Bei einem Crash dagegen gibt's meist Tote. "Extrem" ist ein relativer Ausdruck.

    • cmh (kein Partner)
      21. September 2010 16:55

      Wer sagt dass es ein Spektrum - also zweidimensional - ist? Warum nicht drei-, vier- oder mehrdimensional.

      Und warum kann man nicht auch in der Mitte extrem sozusagen medialextrem sein. Aber das klingt so verdammt nach extrem mediokr, oder nach Mediokratie.

      Bums- unser Denken ist der Sprache wieder einmal in die Falle gegangen.

      Tatsächlich sehe ich es so, dass Avantgarden immer als extrem wahrgenommen werden. Vielleicht sind die Fundamentalisten in 50 Jahren der Mittelstand?

    • Leopold Koller (kein Partner)
      21. September 2010 17:28

      @ cmh

      Das von Celian beschriebene politische Spektrum (links-mitte-rechts) ist eindimensional, eine Linie.

  24. Reflecting
    20. September 2010 10:54

    In Österreich wir sich bei den kommenden zwei Wahlgängen höchstens marginal etwas ändern; mehr ist ohne Wunder nicht zu erwarten. Gründe dafür sind: Die nahezu vollendete Petrifikation der politischen Strukturen, die sich herausgebildet hat: Aus der gefestigten und nahezu unerschütterlichen Schutzmantelmadonnafunktion der Parteien, die sich primär auf Kosten anderer als umfassendes Betreuungssyndrom manifestiert, aus einem mangelnden Willen zum Beschreiten eines eigenen parteiunabhängigen Weges zum Denken, zum Beruf, zum Erfolg, zur Familie oder zur Gesellschaft (=Kontrapunkt von Partei), aus der Pensionismusidylle, aus gekonnter Desinformation auf allen Ebenen, aus den unauslöschlichen Befindlichkeiten der barocken österreichischen Seele in ihren unergründlichen Tiefen u.a.m. Sie sind die weitverbreiteten Kalkablagerungen in den politischen Strukturen bzw. im politischen Charakterbild. Es gibt auch keinen Politiker, der in Anlehnung an John F. Kennedy sagen würde: "My fellow Austrians, ask not what your country can do for you. Ask what you can do for your country"!
    Es fehlt aber auch generell an Mut, weil es offensichtlich nicht viele zu wagen scheinen, öffentlich für den Erhalt des Erbes der Väter und Mütter einzutreten, für Rechtschaffenheit, Anstand oder Moral und den anderen Werten, die ebenfalls zum Fundament unserer Zivilisation gehören.
    Uns so nimmt alles seinen Lauf bis zum bitteren Ende. Wir werden es uns gefallen lassen müssen, wenn uns einmal vorgeworfen werden wird, dass wir durch das "qui tacet consentire videtur" zum status quo beigetragen haben.

  25. terbuan
    20. September 2010 10:47

    Wie man in ganz Europa feststellen kann, befinden sich sowohl Sozial- wie auch Christdemokraten in einer ernsthaften Sinnkrise. Die bösen Geister die sie riefen werden sie jetzt nicht mehr los und warten entweder auf ein Wunder oder sie bilden, wie in Österreich, unproduktive Koalitionen ausschließlich zwecks Erhalt der Macht und der Pfründe, belügen und betrügen die Bürger von einer Wahl zur nächsten.
    Kluge Köpfe wie Sarrazin oder Köhler, welche sich noch getrauen die Wahrheit zu sagen, werden entweder auf brutalste Weise entmachtet oder sie gehen freiwillig in die innere Emigration.
    Es muß zu einem Umbruch kommen, daran führt kein Weg mehr vorbei, spätestens beim Platzen der nächsten Blase, welche mit Sicherheit kommen wird, kommt die Stunde der Wahrheit und dann Gnade uns Gott!
    Ein nicht so ganz unrealistisches Szenario entwickelt heute Roland Woldag in ef:

    http://ef-magazin.de/2010/09/19/2553-vom-neuen-achsenkreuz-das-internationale-machtgefuege-nach-dem-fall-der-usa

    • Wertkonservativer
      20. September 2010 17:01

      absolut d'accord, werter Terbuan; nur wie und von wem bzw. welchen Bewegungen der erhoffte Umbruch eingeleitet, organisiert und durchgeführt werden soll, das wissen wir "Umbruch-Theoretiker" halt noch nicht recht!
      Sehen Sie da schon echte Ansätze zu einer wirkungsvollen Volksbewegung?
      Ich sehe Chancen bestenfalls mit tatkräftiger Unterstützung eines auflagenstarken Mediums, vorzugsweise mit Dr. A.U. als Chefredakteur.
      Ist wohl Wunschdenken, oder?

    • terbuan
      20. September 2010 18:06

      Werter Wertkonservativer, Wunschdenken vorläufig sicherlich ja, aber wer weiß, manchmal kommen auch positive Überraschungen über Nacht!
      Aber auch Kleinvieh macht Mist, wie der Volksmund sagt, mit kleinen Schritten kann man sehr wohl etwas bewegen, vielleicht werden einmal große daraus!
      MfG
      terbuan@aon.at

  26. Haargenau
    20. September 2010 10:04

    Auch wenn Dr. Unterberger beizustimmen ist, dass die Sozialdemokratie in einer grossen Krise steckt, so sehe ich doch eine europaweite Krise der grossen alten "Volksparteien" sowohl des rechten als auch den linken Parteienspektrums.

    Genauso gross wie die Ideenlosigkeit bei der Sozialdemokratie erscheint mir die Verunsicherung bei den christlich-sozialen Parteien. Grund dafür dürfte hier wie dort die Entfremdung vom Wähler und die Entwicklung einer von der Parteibasis und häufig auch von der Parteiideologie völlig losgelöste Politikerkaste sein (Welcher ÖVP Politiker ist denn noch "christlich-sozial", wo steht denn ein "Genosse der Bosse" heute noch für Arbeiter?).

    Wo auch immer man hinsieht, jene Gruppen, die ihr Ohr bei den Sorgen der Menschen haben (und das sind nunmal Wirtschaftskrise, Migrationsproblematik, Islamismus und Sicherheit), sind erfolgreich. Meiner Meinung nach sind wir mitten in einem Umwälzungprozess im Parteienspektrum, der in ganz Europa die Ordnung der letzten Jahrzehnte nachhaltig verändern wird.

    Wo das hinführt ist noch nicht abzuschätzen, aber sicher nicht wieder zu den alten Hüten...

    • brechstange
      20. September 2010 10:21

      Die Krise der alten Volksparteien wurde in Ö herbeigeführt durch die populistische Hetze der Sozialdemokraten seit dem REgierungsumbruch im Jahr 2000. Die behaupten doch allen ERnstes, dass die Schulden eben durch die schwarz-blaue REgierung entstanden sind und die meisten Medien plappern dies wie Papageien nach und verbreiten diesen Blödsinn. DAnn patzen die Sozialdemokraten die FPÖ, das BZÖ unsachlichst an ohne an die Folgen zu denken, man möchte ja nur an der Spitze bleiben.
      Und was macht die zweite Volkspartei, anstatt den Ball mit den Sozialdemokraten aufzunehmen, den sie vorlegen, haben sie sich in derselben Mannschaft vereint, lassen sich sogar ihre Spieler von der SPÖ genehmigen und spielen wie unsere Nationalmannschaft, immer auf der VErliererseite.
      Der dumme Bürger merkt es früher oder später, daher muss man die Medien kaufen und die Menschen intensiv lenken und blenden. Doch auch dies wird auf Dauer nicht helfen, der Offenbarungseid naht.

    • phaidros
      20. September 2010 11:16

      ...die ihr Ohr bei den Sorgen der Menschen haben (und das sind nunmal Wirtschaftskrise, Migrationsproblematik, Islamismus und Sicherheit), sind erfolgreich.

      Das kurze Wort dafür ist aber »Populismus«!

      Führung würde darin bestehen zu erklären, wo die wahren Probleme liegen, und wo nicht. Auch, wenn das im Einzelfall nicht der Volksmeinung entspricht.

      Aber nicht - wie das bei uns gehandhabt wird - Probleme herbeizureden, die keine sind, aber andererseits echte Probleme wegzu-p.c.-n

    • Haargenau
      20. September 2010 13:48

      Na da sind wir ja offenbar anderer Meinung, phaidros.

      Erstens ist Populismus nicht die Kurzbezeichnung dafür, sondern vielmehr eine Schmähung all jener Politiker, die auf die vox popoli hören.

      Und dieses Hinhören macht eben gerade den Beruf des Politikers aus. Und alle, die es schaffen die Probleme der Menschen zu kanalisieren und in eine vernünftige Form zu bringen, sind gute Politiker.

      Dass es auch solche gibt, die nur mit dem Aufzeigen der Probleme beschäftigt sind ohne Lösungen anzubieten, zeigt nur, dass viele Politiker ihren Beruf verfehlt haben.

      Das ändert aber nichts daran, dass man "die Menschen bei ihren Problemen abholen" muss und nicht erwarten kann, dass sich die Menschen nach den von einer Politikerkaste von oben oktroyierten (Schein-)Problemen richten werden!

  27. terbuan
    20. September 2010 08:53

    Als ob es nicht schon genug zum wundern bzw. ärgern gibt, kommentiert heute Schell in der "Presse":
    Schweden - Land der mutigen Sozialdemokraten"

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/595514/index.do?direct=595572&_vl_backlink=/home/index.do&selChannel=103

    Diesen mutigen Zuspruch ausgerechnet von der "bürgerlichen" Presse haben die schwedischen Sozis auch dringend nötig nach ihrer Wahlniederlage!
    Oder sollte es vielleicht eine kleine Lektion für unverbesserlichen österreichischen Sozialdemokraten sein, aber die brauchen sich keine mutigen Reformen herausquälen, die verlieren auch ohne diese!

    • Dr. Harald Rassl
      20. September 2010 11:47

      À propos Ärger:
      Erst durch die gestrige "Pressestunde" habe ich realisiert, dass eine der ehemals ...fähigsten Redakteurinnen des Standard jetzt offensichtlich in der Kleinen Zeitung ihr Unwesen treibt. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Korrektur der Linkstendenzen im Bereich "Styria", für die es ja schon einen hoffrnungsvollen Anfang gegeben hat, fortsetzt. Und das müsste natürlich auch und vor allen die "Presse" umfassen!

  28. Josef Maierhofer
    20. September 2010 08:23

    Dieser Abwärtstrend der Sozialdemokraten wird weitergehen.

    Die Bürger erkennen immer mehr den Abgrund, in den uns die Schuldenpolitik dieser Zunft treiben will, und mit welchen Methoden sie lügt, andere Parteien anpatzt und die Meinungen der Menschen unterdrückt.

    Es ist Zeit zur Umkehr, zur Erkenntnis und zur Wahrheit.

    Bei uns ist auch Zeit der Wahl, zumindest in 2 Bundesländern. Denken wir darüber nach ! Setzen wir ein Zeichen !

  29. terbuan
    20. September 2010 08:16

    Typisch ORF: In den Frühnachrichten wird lautstark verkündet, dass die Regierungskoalition ihre absolute Mehrheit verloren hat und die rechtspopulistischen und ausländerfeindlichen Schwedendemokraten in den Reichstag einziehen werden. Kein Wort jedoch, dass die Sozialdemokraten ihr schlechtestes Ergebnis seit 100 Jahren eingefahren haben!

    • Observer
      20. September 2010 08:38

      Ist genau so wie beim alten Witz, wo sich nach einem Weltgipfel 1961 in Wien Nikita Chruschtschow und John F. Kennedy bei einem Radrennen um das Wiener Rathaus gemessen hatten. Aus den körperlichen Konditionen war das Ergebnis schon vorher klar. Trotzdem meldete die sowjetische Nachrichtenagentur TASS daraufhin: "Unser Genosse Ministerpräsident hatte beim Radrennen einen hervorragenden Platz erzielt, während sich sein kapitalistischer Gegenspieler aus den USA am vorletzten Platz landete".

    • Franz L
      20. September 2010 13:49

      Diese Art der Berichterstattung ist dem ORF nur auf Grund seiner Zwangsgebühren möglich. Als "Bezahlt-Sender" würde er 95 % seiner "Pflichtmitglieder" verlieren!

    • socrates
      20. September 2010 15:22

      terbuan
      Ein BMW und ein Moskwitsch fuhren um die Wette. Die Prawda schrieb:
      Der Moskwitsch wurde zweiter, der BMW vorletzter.

  30. SuPa
    20. September 2010 07:13

    Ich erinnere mich an Bruno Kreisky, welcher den Krieg im Schwedischen Exil verbrachte und uns Jahrzehnte später Schweden als Vorbild für das sozialistische Paradies nannte und die ersten "Wohltaten" des Sozialstaates einführte.
    Ich erinnere mich aber auch an die 90er Jahre, als das sog. sozialdemokratische Musterland Schweden finanziell arg ins trudeln kam und nur mit radikalen Sparmassnahmen und Reformen eine Staatspleite verhindert werden konnte.
    Was ich mir für Österreich wünschen würde, ist das in Schweden fast 250 Jahre alte "Öffentlichkeitsprinzip", wo jeder Staaatsbürger ohne Nennung von Günden in (fast) alle öffentliche Dokumente Einblick hat. Sehr lobenswert ist auch die Unabhängigkeit der vielen Verwaltungsämter, wo die jeweils gewählten Minister und lokalen Behörden nur die Rahmenbedingungen vorgeben können.
    Nachahmenswert, oder?





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