Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Urlaubslektüre zum Fürchten

Christoph Schönborn nennt in einer Boulevardzeitung seine Urlaubslektüre. Es ist eines der üblichen grünen Panikmach-Bücher mit den üblichen grünen Weltuntergangs-Szenarien (wenn auch von einem einst CDU-nahen Autor).

Diese Katastrophen-Prophezeiungen haben nachweislich noch nie gestimmt. Sie sind zwar seit den 60er Jahren in immer neuen Varianten ausgestoßen worden, haben sich aber immer in jeder Hinsicht als falsch erwiesen. Aber trotzdem fürchtet sich der Wiener Kardinal offenbar halt so viel gerne. Was ihm ja gegönnt sei - andere lesen zu diesem Zweck Krimis und Thriller.

Bedenklich wird es nur, wenn ein einflussreicher Kirchenfürst die grüne Panikmache auch für bare Münze nimmt. Und dies auch in einem Gratisblatt mit dem Kommentar unter die Menschheit bringt, dass ihn das an seine Kindheit erinnert. "Wir hatten unvergleichlich weniger als heute. Waren wir unglücklicher?"

Vielleicht sollte der Kardinal sich mehr mit Fakten als mit den - für fast jeden - schönen Illusionen über die gute alte Zeit und die eigene Kindheit befassen. Denn in den von ihm als so glücklich hingestellten Jahren war die Lebenserwartung mehr als ein Jahrzehnt niedriger, hat es rund um den Erdball immer wieder Hungerkatastrophen in einem seit Jahren völlig unbekannten Ausmaß gegeben (mit Todeszahlen, die jene des großen Tsunami weit übertreffen), mussten Hunderttausende wegen der großen Armut aus Österreich auswandern, erlitten Kinder wegen Fehlernährung und unzureichender medizinischer Betreuung lebenslange Schäden, waren Luft und Gewässer in Österreich lange nicht so sauber wie heute, wurden Kinder in Heimen aller Art übel be- und misshandelt, waren uneheliche Kinder Wesen letzter Ordnung. Und das alles war vor dem Krieg in keiner Weise besser.

Oder glaubt der Kardinal, dass meine Verwandten, die in den frühen 50er Jahren nach Kanada ausgewandert sind - mit zehn Dollar in der Tasche, ohne eine Anlaufadresse und ohne ein Wort Englisch -, dass die seine romantische Geschichsfälschung teilen? Oder die Emigranten der letzten Hundert Jahre davor?

Irgendwie glauben in der Kirche offenbar noch immer viele, dass es schwer sündhaft wäre, wenn man nicht die Welt als ständig schlechter werdend darstellt. Dass man zumindest niemals zubilligen darf, dass Forschung und Wissenschaft, Marktwirtschaft und Globalisierung das Leben der Menschen dramatisch verbessert haben.

Oder meint der Kardinal vielleicht nur, dass vor dem Konzil alles viel besser gewesen wäre? Das wäre interessant.

Übrigens: Der Mann, den Schönborn als "Wirtschaftsforscher" rühmt, wird von Wikipedia zu Recht nur "Sozialwissenschafter" genannt und schreibt sich anders als der Gemeinte (was in einer Gratiszeitung natürlich niemandem auffällt). Aber das nur am Rande.

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Juli 2010 08:44

    Anstatt Fels in der Brandung zu sein, dient sich die Kirche immer mehr an die PC an und merkt dabei nicht, dass man dabei mehr verliert als gewinnt.

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Juli 2010 09:03

    Ach, du meine Güte, da fehlt ja nur noch, daß er als nächste Lektüre den Nostradamus wählt!
    Schönborn ist bedauerlicherweise weich wie Wachs in den Händen der Grünen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Juli 2010 04:42

    Interessant, die r. kath. Kirche, bzw. ein namhafter Vertreter dieser, versucht sich wieder einmal öffentlich in der "Farbenlehre" zu etablieren.

    Wundern darf das allerdings keinen, schon gar nicht die ChristlichsozialInnen, die seit geraumer Zeit der Familie abschwören und lauwarme Gspusis salonfähig zu machen versuchen. Diktatorisch, per Gesetz.
    Da braucht ein Paradigmenwechsel der r.k. Kirche gar nicht erstaunen, einst gemeinsame Grundfesten sind geborsten.

    Andrerseits, Seine Eminenz erachte ich als gebildet und intelligent, umsomehr verwundert mich dessen politisch korrektes Mitteilungsbedürfnis an seine wenigen, verbliebenen Schäfchen.

    Ist ein Schaf nicht weiß und sollte ein r.k. Kirchenvertreter nicht politisch neutral in Erscheinung treten?

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Juli 2010 11:40

    Ob der Herr Kardinal mit seinem öffentlichen Gelaber Gutes tut ?

    Ist es ein Handel, wir publizieren die letzten 5 Missbrauchsfälle nicht, dafür laberst Du halt, was uns gerade so passt ?

    Ist es persönliches Geltungsbedürfnis der Herrn Kardinals ?

    Ganz sicher gilt hier auch: 'Si tacuisses, philosophus mansisses.'

    ... und der Schaden an der Kirche wäre auch ein kleinerer.

    Verantwortung hiesse, sich um die Kirche, um die Herde zu kümmern und nicht um alles Unnötige, das nicht dazu gehört.

    Die heutige Gesellschaft hat 2 gefährliche Viren: Verantwortungslosigkeit und Dummheit.

    Fürchten Sie sich, Herr Kardinal ! Am besten vor sich selbst.

  5. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates Partner Homepage
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Juli 2010 11:31

    F.J.Reichenberger schrieb einst:" Christen haben im WW II auf beiden Seiten gekämpft, Freimaurer und andere nur auf einer Seite". Die Angriffe auf die RKK sind halt die Antwort darauf. Die Selbstbeschmutzung wird wie üblich von den deutschsprachigen Medien und Kirchen betrieben. Meine Hochachtung gehört Papst Benedikt XVI, so gescheit in diesem Alter möchte ich sein.

  6. Ausgezeichneter KommentatorDr. Dieter Zakel MA Partner Homepage
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Juli 2010 02:22

    DAs Problem der Kirche ist dass sie immer weniger Teil der Gesellschaft ist. Das führt zu allen möglichen skurrilen Phänomenen: So wie jetzt eben zu diesem.

  7. Ausgezeichneter KommentatorAmadeus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    01. August 2010 21:48

    Off topic:

    Im aktuellen Profil befindet sich ein auführlicher Artikel zum Thema Bestechung der Medien durch die Wiener SPÖ:

    Wien-Wahl: Rund 15 Millionen pumpt die Gemeinde Wien in hiesige Zeitungen

    Rund 15 Millionen Euro pumpt die Gemeinde Wien jährlich in „Kronen Zeitung“, „Österreich“ und „Heute“: Inseratenpräsente für mediale Willfährigkeit zum Nutzen der SPÖ. (Von Gernot Bauer)

    Wenn bereits die geschmeidigen Fragen des Interviewers die Antworten des Bürgermeisters erahnen lassen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Gespräch zwischen einem Reporter der Tageszeitung „Österreich“ und Michael Häupl. Etwa über Themen der inneren Sicherheit: „Hat Ministerin Maria Fekter ihr Versprechen gebrochen, dass es mehr Polizei in Wien gibt?“ (Ausgabe vom 4. Juli); oder zu Fairness und Umverteilung: „Bleibt die SPÖ beim Thema soziale Gerechtigkeit auch nach den Wahlen hart?“ (29. Mai); oder über den politischen Gegner Numero eins: „Straches Kampf um Wien ist nur eine Schmähparade?“ (7. Februar).

    Michael Häupl dürfte bei den Antworten („Ich fürchte, Innenministerin Fekter glaubt ihre eigene Propaganda selbst“; „Sozialdemokraten werden dafür gewählt, dass sie sich wie Sozialdemokraten benehmen“; „Strache will nur was werden. Präsident, Bürgermeister oder Vizekanzler. Hauptsache ein Amterl“) nicht allzu sehr ins Schwitzen geraten sein. Journalistische Milde im Umgang mit dem Ober-Wiener ist freilich kein exklusives Phänomen der „Österreich“-Zeitung, die in Wien laut Media-Analyse 313.000 Leser hat. Auch in den zwei größten Massenblättern der Bundeshauptstadt, der „Kronen Zeitung“ (536.000 Leser) und dem Gratisblatt „Heute“ (512.000 Leser), ist der unangestrengte Umgang mit Häupl Regel ohne Ausnahme.

    Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Denn so gering der journalistische Wert der Bürgermeisterpflege, um so höher der kaufmännische: Geschätzt 15 Millionen Euro pumpen die Gemeinde Wien und deren Betriebe jährlich in „Kronen Zeitung“, „Österreich“ und „Heute“ – zum Nutzen der Stadt-SPÖ, zum Nachteil der Steuerzahler.

    In Jänner und Februar, aus Mediensicht eher umsatzschwache Monate, protokollierten und bewerteten die Wiener Grünen detailliert Anzeigen der Gemeinde Wien in österreichischen Medien. Das Ergebnis, konservativ geschätzt und ohne Berücksichtigung des Großinserenten Wiener Linien: Die „Kronen Zeitung“ lukrierte mit 730.000 Euro das höchste Inseratenvolumen. Auf Platz zwei folgte „Heute“ mit 690.000 Euro.

    „Österreich“ kassierte von der Stadt Wien 440.000 Euro aus Anzeigen. Zum Vergleich: „Die Presse“ erhielt 215.000 Euro, „Der Standard“ 190.000 Euro (profil: 52.000 Euro). Der grüne Gemeinderat Martin Margulies: „Eine unglaubliche Sauerei, statt sinnvoll in Bildung und Soziales zu inves­tieren, verschwendet die Wiener Stadtregierung Geld für Propaganda im Sinne der SPÖ.“

    PR-Maschine. Brennkammer der PR-Maschine ist die Magistratsabteilung 53, Presse- und Informationsdienst (PID), die dem Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport, Christian Oxonitsch, untersteht. Das Jahresbudget des PID für 2010 laut Voranschlag: 47 Millionen Euro. Offizieller Zweck laut Website: „Der Presse- und Informationsdienst ist im ständigen Dialog mit den Menschen. Seine Aufgabe ist es, über die Stadt aktuell zu informieren, Kontakte herzustellen und Servicestelle zu sein.“ Inoffizieller Nebenzweck: Verteilung der Inseratenmillionen nach medialer Nutzenoptimierung. Für direkte Inserate gab der PID 2009 laut Rechnungsabschluss 13,5 Millionen Euro aus, etwa ein Drittel davon ging an „Krone“, „Heute“ und „Österreich“. Dazu kommen Sonderaktionen. So vermarktete der Informationsdienst Ende Mai das zweitägige städtische Selbstbelobungsfestival „Wien. Für Dich“. Die große Leistungsschau zwischen Kläranlage und Kraftwerk sollte die Bürger laut PID darüber informieren, „wovon Bewohner anderer Städte nur träumen können“, „welche einzigartige Daseinsvorsorge ihre Stadt bietet“ und „warum Wien die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität ist“. Gesamtkosten des „Wien. Für Dich“-Spektakels: eine Million Euro.
    Das Jahr 2010 bereitet den drei mutmaßlichen Hauptprofiteuren der Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus einen Inseratenboom. Allein für die Bewerbung der umstrittenen Volksbefragung im Februar (Ergebnis: Ja zu Kampfhunde-Prüfung, Hausmeister und Nacht-U-Bahn) gab die Gemeinde 4,4 Millionen Euro extra aus. Zum Vergleich: Die Gesamtkosten der Volksbefragung 1991 zu Expo und Donaukraftwerk Freudenau betrugen 400.000 Euro. Das Informations­bedürfnis ihrer Bürger muss aus Sicht der Stadtoberen exorbitant zugenommen haben. Die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit für die Gemeinderatswahl 2005 lagen bei 918.000 Euro. Für die Gemeinderatswahlen am 10. Oktober sind 3,6 Millionen Euro budgetiert – ein Plus von 400 Prozent.

    Doch nicht nur das Rathaus, auch Gemeinde-Unternehmen, Wiener Wohnen und ausgegliederte Einheiten wie der Fonds Soziales Wien schütten spendabel an die Big Three aus. Die Wiener Stadtwerke investierten laut dem Werbebeobachter Focus ­allein im Jahr 2008 zwei Millionen Euro in Inserate in „Krone“, „Heute“ und „Österreich“. Das Stadtwerke-Unternehmen Wien Energie gilt ohnehin als Hauptquelle für politisch opportune Finanzierungen aller Art. Ohne die Sponsormillionen des Stromversorgers wäre der rot dominierte SK Rapid Wien (Präsident: Rudolf Edlinger; Kuratoriumsmitglied: Norbert Darabos) mittlerweile ein Regionalligaverein.

    Bürokratisches Bollwerk. Insgesamt, so die Schätzungen der Oppositionsparteien, geben die Gemeinde Wien und ihre Unternehmen jährlich zwischen 80 und 100 Millionen Euro für Werbung aller Art aus – doppelt so viel wie die Bundesregierung.

    Doch sämtliche Versuche, den Kapitalfluss aus den öffentlichen Budgets in die Einnahmenrechnung der meistbegünstigten Verlage aufzuklären, scheitern am bürokratischen Bollwerk der mit absoluter Mehrheit regierenden SPÖ. Anfragen von ÖVP und Grünen an Bürgermeister und Stadträte zum Inseratenvolumen bleiben ohne Ergebnis, weil, so die Standardantwort aus dem Rathaus, „die gewünschte Aufschlüsselung einen zeitlichen und administrativen Aufwand erfordert, der wirtschaftlich nicht gerechtfertigt scheint“.

    In einer Gemeinderatssitzung Ende ­April kam es beinahe zu einem Eklat. ÖVP, FPÖ und Grüne kritisierten in ungewohnter Eintracht und Schärfe die „intransparenten Werbebudgets“ der Stadt, attackierten die „Brot und Spiele“-Strategie des Rathauses und warfen der SPÖ vor, den Boulevard mit Inseratengeschenken politisch willfährig zu machen. Der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch weist die Vorwürfe zurück: Die Stadtverwaltung müsse „über ihre Serviceleistungen und Angebote ­informieren“. Dazu bediene man sich „auch, aber nicht ausschließlich der auflagenstarken Tageszeitungen“.

    Wahre Perfektionisten der Medienarbeit durch Inseratensteuerung sind Werner Faymann und sein Allzeit-Begleiter Josef Ostermayer. Als Wiener Wohnbaustadtrat erfand der heutige Bundeskanzler so genannte Me­dienkooperationen. Die „Krone“ wurde mit Dauerinseraten aus dem Wohnbau-PR-­Budget (insgesamt eine Million Euro jährlich) verwöhnt und revanchierte sich bei ­Faymann mit Berichterstattung auch zu Kleinstevents wie dem „Infotag Wohnanlage Fernkorngasse“ oder „Gratisberatung für Hobbygärtner“. Was in Wien begann, fand im Bund seine Fortsetzung: Im Büro des heutigen Medienstaatssekretärs Oster­mayer ist eine Vollzeitkraft allein dafür abgestellt, gemeinsame Projekte mit befreundeten Zeitungen auszuhecken und abzuwickeln. Im Wahljahr 2008 hatten derartige Medienkooperationen den SPÖ-Vorsitzenden in die Bredouille gebracht.

    Interne Unterlagen von ÖBB und Asfinag belegten, dass Faymann als Verkehrsminister beide Unternehmen anwies, Anzeigen in Millionenhöhe in den drei Boulevardblättern zu schalten (siehe profil 33/2008).

    Doch auch ohne politischen Befehl funktioniert die staatswirtschaftliche Verteilungsmaschinerie. Dem Werbebeobachter Focus zufolge schalteten ÖBB und Asfinag zwischen Jänner 2008 und Juni 2009 Inserate in Höhe von 4,9 Millionen Euro in „Krone“, „Heute“ und „Österreich“. An alle Bundesländer-Zeitungen zusammen gingen im gleichen Zeitraum bloß 723.000 Euro.

    Quid pro quo – wer zahlt, wird publizistisch verwöhnt. So stellte „Österreich“-Chef Wolfgang Fellner in einem Kommentar fest, „der Herr Bürgermeister“ habe sich das „erhaltene Goldene Ehrenzeichen redlich ­verdient“. Am 9. Februar heurigen Jahres durfte „Österreich“ exklusiv vermelden: „Michael Häupl ist verliebt.“ „Heute“-Chefredakteur ­Richard Schmitt elogierte im September 2009: „Erneut lieferte der Wiener Bürgermeister einen Beweis dafür, dass er noch einer der wenigen Politiker ist, der unsere Sprache spricht.“ Die „Krone“ würdigt Häupl allumfassend in Wort und – noch wichtiger – Bild. Ein bunter Ausschnitt der letzten Wochen: Häupl im Gespräch mit japanischen Touristinnen vor dem Johann-Strauß-Denkmal im Stadtpark, Häupl auf Beisl-Tour in der ­Josefstadt, Häupl als Opferanwalt der „Loisl Oma“, 97, aus Wien-Landstraße, die laut „Krone“ trotz ihres betagten Alters einen Räuber „mit dem Gehstock aus hartem Nussholz“ in die Flucht schlug.

    „Österreich“-Boss Wolfgang Fellner nahm gegenüber profil als einziger Verlagschef Stellung. Seine Zeitung erhalte von der Stadt Wien deutlich weniger Inserate als „Krone“ oder „Heute“. Insgesamt machten die Anzeigen der Gemeinde nur drei Prozent des Gesamtvolumens von „Österreich“ aus. Und keinesfalls würden Inseratenschaltungen „zu einer bevorzugten Behandlung der Wiener SPÖ“ führen. Im Gegenteil: „,Österreich‘ hat von allen Wiener Tageszeitungen die kritischste Berichterstattung über die Stadt.“

    Zumindest der Bürgermeister bleibt von den journalistischen Barrakudas der „Österreich“-Redaktion bisweilen verschont. 31.7.2010 09:36

    Link:
    http://www.profil.at/articles/1030/560/274406/wien-wahl-rund-15-millionen-gemeinde-wien-zeitungen

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorAmadeus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    01. August 2010 21:48

    Off topic:

    Im aktuellen Profil befindet sich ein auführlicher Artikel zum Thema Bestechung der Medien durch die Wiener SPÖ:

    Wien-Wahl: Rund 15 Millionen pumpt die Gemeinde Wien in hiesige Zeitungen

    Rund 15 Millionen Euro pumpt die Gemeinde Wien jährlich in „Kronen Zeitung“, „Österreich“ und „Heute“: Inseratenpräsente für mediale Willfährigkeit zum Nutzen der SPÖ. (Von Gernot Bauer)

    Wenn bereits die geschmeidigen Fragen des Interviewers die Antworten des Bürgermeisters erahnen lassen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Gespräch zwischen einem Reporter der Tageszeitung „Österreich“ und Michael Häupl. Etwa über Themen der inneren Sicherheit: „Hat Ministerin Maria Fekter ihr Versprechen gebrochen, dass es mehr Polizei in Wien gibt?“ (Ausgabe vom 4. Juli); oder zu Fairness und Umverteilung: „Bleibt die SPÖ beim Thema soziale Gerechtigkeit auch nach den Wahlen hart?“ (29. Mai); oder über den politischen Gegner Numero eins: „Straches Kampf um Wien ist nur eine Schmähparade?“ (7. Februar).

    Michael Häupl dürfte bei den Antworten („Ich fürchte, Innenministerin Fekter glaubt ihre eigene Propaganda selbst“; „Sozialdemokraten werden dafür gewählt, dass sie sich wie Sozialdemokraten benehmen“; „Strache will nur was werden. Präsident, Bürgermeister oder Vizekanzler. Hauptsache ein Amterl“) nicht allzu sehr ins Schwitzen geraten sein. Journalistische Milde im Umgang mit dem Ober-Wiener ist freilich kein exklusives Phänomen der „Österreich“-Zeitung, die in Wien laut Media-Analyse 313.000 Leser hat. Auch in den zwei größten Massenblättern der Bundeshauptstadt, der „Kronen Zeitung“ (536.000 Leser) und dem Gratisblatt „Heute“ (512.000 Leser), ist der unangestrengte Umgang mit Häupl Regel ohne Ausnahme.

    Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Denn so gering der journalistische Wert der Bürgermeisterpflege, um so höher der kaufmännische: Geschätzt 15 Millionen Euro pumpen die Gemeinde Wien und deren Betriebe jährlich in „Kronen Zeitung“, „Österreich“ und „Heute“ – zum Nutzen der Stadt-SPÖ, zum Nachteil der Steuerzahler.

    In Jänner und Februar, aus Mediensicht eher umsatzschwache Monate, protokollierten und bewerteten die Wiener Grünen detailliert Anzeigen der Gemeinde Wien in österreichischen Medien. Das Ergebnis, konservativ geschätzt und ohne Berücksichtigung des Großinserenten Wiener Linien: Die „Kronen Zeitung“ lukrierte mit 730.000 Euro das höchste Inseratenvolumen. Auf Platz zwei folgte „Heute“ mit 690.000 Euro.

    „Österreich“ kassierte von der Stadt Wien 440.000 Euro aus Anzeigen. Zum Vergleich: „Die Presse“ erhielt 215.000 Euro, „Der Standard“ 190.000 Euro (profil: 52.000 Euro). Der grüne Gemeinderat Martin Margulies: „Eine unglaubliche Sauerei, statt sinnvoll in Bildung und Soziales zu inves­tieren, verschwendet die Wiener Stadtregierung Geld für Propaganda im Sinne der SPÖ.“

    PR-Maschine. Brennkammer der PR-Maschine ist die Magistratsabteilung 53, Presse- und Informationsdienst (PID), die dem Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport, Christian Oxonitsch, untersteht. Das Jahresbudget des PID für 2010 laut Voranschlag: 47 Millionen Euro. Offizieller Zweck laut Website: „Der Presse- und Informationsdienst ist im ständigen Dialog mit den Menschen. Seine Aufgabe ist es, über die Stadt aktuell zu informieren, Kontakte herzustellen und Servicestelle zu sein.“ Inoffizieller Nebenzweck: Verteilung der Inseratenmillionen nach medialer Nutzenoptimierung. Für direkte Inserate gab der PID 2009 laut Rechnungsabschluss 13,5 Millionen Euro aus, etwa ein Drittel davon ging an „Krone“, „Heute“ und „Österreich“. Dazu kommen Sonderaktionen. So vermarktete der Informationsdienst Ende Mai das zweitägige städtische Selbstbelobungsfestival „Wien. Für Dich“. Die große Leistungsschau zwischen Kläranlage und Kraftwerk sollte die Bürger laut PID darüber informieren, „wovon Bewohner anderer Städte nur träumen können“, „welche einzigartige Daseinsvorsorge ihre Stadt bietet“ und „warum Wien die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität ist“. Gesamtkosten des „Wien. Für Dich“-Spektakels: eine Million Euro.
    Das Jahr 2010 bereitet den drei mutmaßlichen Hauptprofiteuren der Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus einen Inseratenboom. Allein für die Bewerbung der umstrittenen Volksbefragung im Februar (Ergebnis: Ja zu Kampfhunde-Prüfung, Hausmeister und Nacht-U-Bahn) gab die Gemeinde 4,4 Millionen Euro extra aus. Zum Vergleich: Die Gesamtkosten der Volksbefragung 1991 zu Expo und Donaukraftwerk Freudenau betrugen 400.000 Euro. Das Informations­bedürfnis ihrer Bürger muss aus Sicht der Stadtoberen exorbitant zugenommen haben. Die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit für die Gemeinderatswahl 2005 lagen bei 918.000 Euro. Für die Gemeinderatswahlen am 10. Oktober sind 3,6 Millionen Euro budgetiert – ein Plus von 400 Prozent.

    Doch nicht nur das Rathaus, auch Gemeinde-Unternehmen, Wiener Wohnen und ausgegliederte Einheiten wie der Fonds Soziales Wien schütten spendabel an die Big Three aus. Die Wiener Stadtwerke investierten laut dem Werbebeobachter Focus ­allein im Jahr 2008 zwei Millionen Euro in Inserate in „Krone“, „Heute“ und „Österreich“. Das Stadtwerke-Unternehmen Wien Energie gilt ohnehin als Hauptquelle für politisch opportune Finanzierungen aller Art. Ohne die Sponsormillionen des Stromversorgers wäre der rot dominierte SK Rapid Wien (Präsident: Rudolf Edlinger; Kuratoriumsmitglied: Norbert Darabos) mittlerweile ein Regionalligaverein.

    Bürokratisches Bollwerk. Insgesamt, so die Schätzungen der Oppositionsparteien, geben die Gemeinde Wien und ihre Unternehmen jährlich zwischen 80 und 100 Millionen Euro für Werbung aller Art aus – doppelt so viel wie die Bundesregierung.

    Doch sämtliche Versuche, den Kapitalfluss aus den öffentlichen Budgets in die Einnahmenrechnung der meistbegünstigten Verlage aufzuklären, scheitern am bürokratischen Bollwerk der mit absoluter Mehrheit regierenden SPÖ. Anfragen von ÖVP und Grünen an Bürgermeister und Stadträte zum Inseratenvolumen bleiben ohne Ergebnis, weil, so die Standardantwort aus dem Rathaus, „die gewünschte Aufschlüsselung einen zeitlichen und administrativen Aufwand erfordert, der wirtschaftlich nicht gerechtfertigt scheint“.

    In einer Gemeinderatssitzung Ende ­April kam es beinahe zu einem Eklat. ÖVP, FPÖ und Grüne kritisierten in ungewohnter Eintracht und Schärfe die „intransparenten Werbebudgets“ der Stadt, attackierten die „Brot und Spiele“-Strategie des Rathauses und warfen der SPÖ vor, den Boulevard mit Inseratengeschenken politisch willfährig zu machen. Der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch weist die Vorwürfe zurück: Die Stadtverwaltung müsse „über ihre Serviceleistungen und Angebote ­informieren“. Dazu bediene man sich „auch, aber nicht ausschließlich der auflagenstarken Tageszeitungen“.

    Wahre Perfektionisten der Medienarbeit durch Inseratensteuerung sind Werner Faymann und sein Allzeit-Begleiter Josef Ostermayer. Als Wiener Wohnbaustadtrat erfand der heutige Bundeskanzler so genannte Me­dienkooperationen. Die „Krone“ wurde mit Dauerinseraten aus dem Wohnbau-PR-­Budget (insgesamt eine Million Euro jährlich) verwöhnt und revanchierte sich bei ­Faymann mit Berichterstattung auch zu Kleinstevents wie dem „Infotag Wohnanlage Fernkorngasse“ oder „Gratisberatung für Hobbygärtner“. Was in Wien begann, fand im Bund seine Fortsetzung: Im Büro des heutigen Medienstaatssekretärs Oster­mayer ist eine Vollzeitkraft allein dafür abgestellt, gemeinsame Projekte mit befreundeten Zeitungen auszuhecken und abzuwickeln. Im Wahljahr 2008 hatten derartige Medienkooperationen den SPÖ-Vorsitzenden in die Bredouille gebracht.

    Interne Unterlagen von ÖBB und Asfinag belegten, dass Faymann als Verkehrsminister beide Unternehmen anwies, Anzeigen in Millionenhöhe in den drei Boulevardblättern zu schalten (siehe profil 33/2008).

    Doch auch ohne politischen Befehl funktioniert die staatswirtschaftliche Verteilungsmaschinerie. Dem Werbebeobachter Focus zufolge schalteten ÖBB und Asfinag zwischen Jänner 2008 und Juni 2009 Inserate in Höhe von 4,9 Millionen Euro in „Krone“, „Heute“ und „Österreich“. An alle Bundesländer-Zeitungen zusammen gingen im gleichen Zeitraum bloß 723.000 Euro.

    Quid pro quo – wer zahlt, wird publizistisch verwöhnt. So stellte „Österreich“-Chef Wolfgang Fellner in einem Kommentar fest, „der Herr Bürgermeister“ habe sich das „erhaltene Goldene Ehrenzeichen redlich ­verdient“. Am 9. Februar heurigen Jahres durfte „Österreich“ exklusiv vermelden: „Michael Häupl ist verliebt.“ „Heute“-Chefredakteur ­Richard Schmitt elogierte im September 2009: „Erneut lieferte der Wiener Bürgermeister einen Beweis dafür, dass er noch einer der wenigen Politiker ist, der unsere Sprache spricht.“ Die „Krone“ würdigt Häupl allumfassend in Wort und – noch wichtiger – Bild. Ein bunter Ausschnitt der letzten Wochen: Häupl im Gespräch mit japanischen Touristinnen vor dem Johann-Strauß-Denkmal im Stadtpark, Häupl auf Beisl-Tour in der ­Josefstadt, Häupl als Opferanwalt der „Loisl Oma“, 97, aus Wien-Landstraße, die laut „Krone“ trotz ihres betagten Alters einen Räuber „mit dem Gehstock aus hartem Nussholz“ in die Flucht schlug.

    „Österreich“-Boss Wolfgang Fellner nahm gegenüber profil als einziger Verlagschef Stellung. Seine Zeitung erhalte von der Stadt Wien deutlich weniger Inserate als „Krone“ oder „Heute“. Insgesamt machten die Anzeigen der Gemeinde nur drei Prozent des Gesamtvolumens von „Österreich“ aus. Und keinesfalls würden Inseratenschaltungen „zu einer bevorzugten Behandlung der Wiener SPÖ“ führen. Im Gegenteil: „,Österreich‘ hat von allen Wiener Tageszeitungen die kritischste Berichterstattung über die Stadt.“

    Zumindest der Bürgermeister bleibt von den journalistischen Barrakudas der „Österreich“-Redaktion bisweilen verschont. 31.7.2010 09:36

    Link:
    http://www.profil.at/articles/1030/560/274406/wien-wahl-rund-15-millionen-gemeinde-wien-zeitungen


alle Kommentare

  1. Yessica (kein Partner)
    22. Januar 2015 13:50

    Most of the people wiordwlde have exchanged the Euro and gold back to US dollars since Friday last week. The main problem is structural in Europe financial institution, while Greech, Spain and Italy are almost the sources. If I were you I would keep the US and Australian dollars until the day of your departure. Was this answer helpful?

  2. Olalaide (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:39

    ?????????? ??????????????? ??? ?????????? Facebook. ( / )Connecting to %sjQuery(document).ready(function(){var input = document.createElement( 'input' ), cemmont = jQuery( '#comment' );if ( 'placeholder' in input ) {comment.attr( 'placeholder', jQuery( '.comment-textarea label' ).remove().text() );}// Expando Mode: start small, then auto-resize on first click + text lengthjQuery( '#comment-form-identity' ).hide();jQuery( '#comment-form-subscribe' ).hide();jQuery( '#commentform .form-submit' ).hide();comment.css( { 'height':'10px' } ).one( 'focus', function() {var timer = setInterval( HighlanderComments.resizeCallback, 10 )jQuery( this ).animate( { 'height': HighlanderComments.initialHeight } ).delay( 100 ).queue( function(n) { clearInterval( timer ); HighlanderComments.resizeCallback(); n(); } );jQuery( '#comment-form-identity' ).slideDown();jQuery( '#comment-form-subscribe' ).slideDown();jQuery( '#commentform .form-submit' ).slideDown();});}); ?? ???????????? ???? mail ??? ?????? ??? ?? ????????????.?????????????????? ..:: ????????? ???????????? ::..?????? 06/03/2013 ?????????:????? ???????????? ??? ???????? ??? ?? ??????????? ???????? ?????? ??????? ???? ??? ?????? ???? ??? ??? ????? ??????????? ??????? ? ????????????????? ????????????? ??????? ????????????????? ??????????????? ????????? ??? ????????????? ??? ? ????????????????? ??? ????? ???????? ??? ????? ?????????? ?? [ ]WeatherForecast by Forecast by ????? ?? ??? ?? ??????? ????? ??? ????? ??????????? ??? ?????? ???, ???????? ?? ????? ??????????? ??? ?????????? ???? ??? ???????? ??? ??? ???????? ??? ????????? ??????????? ??? ???? ???????????? ???? ???????? ??? ?. ??????? ???????? (?????) ????? ??? ??? ??????? ??? ???????????? ??????????? ????????? ?????????? (????? ) ??? ?????????? ???? ??? ????????? ??? ?????

  3. W. Mandl
    03. August 2010 12:35

    Also aus der Lektüre eines Buches kann nicht mit Sicherheit abgeleitet werden, dass der Lesende mit dem Autor einer Meinung ist.

    Mich erstaunt eher, dass das Boulevard mit solcher Information gefüttert wird. Da wären doch andere Themen im Zusammenhang mit dem Urlaub des Herrn Kardinals interessanter, sowohl inhaltlich als auch zur Imagepflege, wenn es schon sein muss.

  4. meriva (kein Partner)
    02. August 2010 18:14

    Jetzt also auch noch eine polemische Beflegelung Kardinal Schönborns, nur weil dieser nicht die "Meinung" Unterbergers teilt. Wie schäbig ...

    • black (kein Partner)
      02. August 2010 20:02

      @ meriva

      Was halten sie von der "polemischen Beflegelung" der romtreuen Katholiken durch Kardinal Schönborn? Man erinnere nur an das niederträchtige Verhalten der Erzdiözese R. Gehring gegenüber, Bischof Krenn und Kardinal Groer gegenüber, Pfarrer Wagner gegenüber usw? Während sich Schönborn beim "Thema Homosexualität" gegen die Hl. Schrift und die Lehre der kathol. Kirche stark macht.

  5. Intellekto
    02. August 2010 17:11

    Ein Auserwählter der als einziger von einem göttlichen design weiß kann und darf alles lesen. Von der Mickey mouse bis zum Mann ohne Eigenschaften(!)

    • Celian
      02. August 2010 18:33

      "göttlichen design"
      Stimmt, darüber hat er Bücher geschrieben.
      Der kennt sich halt aus, der Schönborn steht über den Dingen.

  6. Johann Scheiber
    02. August 2010 11:32

    "Wenn den Armen nicht mehr das Evangelium gepredigt wird, wenn das Salz dumm geworden ist und alle Grundfesten stillschweigend hinweggenommen sind, dann weiß das Volk, für dessen gedrungen bleibende Vernunft die Wahrheit nur in der Vorstellung sein kann, dem Drange seines Inneren nicht mehr zu helfen. Es steht dem unendlichen Schmerze noch am nächsten; aber da die Liebe zu einer Liebe und zu einem Genuß ohne allen Schmerz verkehrt ist, so sieht es sich von seinen Lehrern verlassen. Diese haben sich zwar durch Reflexion geholfen und in der Endlichkeit, in der Subjektivität und deren Virtuosität und eben damit im Eitlen ihre Befriedigung gefunden, aber darin kann jener substantielle Teil des Volkes die seinige nicht finden." (Hegel/Religionsphilosophie)

    Das ist Hegels Urteil über die Kirchenführer und Theologen seiner Zeit. Da hat sich eigentlich bis zum heutigen Tag gar nichts verändert.

  7. hoffmann (kein Partner)
    02. August 2010 08:55

    Da sind doch tatsächlich Unterbergers Verwandte ohne Geld, Anlaufstelle und Sprachkenntnisse nach Kanada ausgewandert. Was für eine Heldentat in seinen Augen (sonst würde er es nicht erwähnen). Wenn das Menschen heute machen ( Menschen, die nicht seine Verwandten sind), werden sie von ihm verbal geprügelt und alle Innenministrer dieser Erde werden von ihm aufgefordert, diese Leute aus dem Land zu schmeißen. Soviel zum Thema Heuchelei.

    • Florin
      02. August 2010 11:00

      Der Unterschied ist ganz einfach zu erklären: Weder damals noch heute gab und gibt es ein "soziales" Auffangen von Imigranten in Kanada- wenn man überhaupt einreisen darf muß man eine Arbeitstelle nachweisen können (zumindest war es so?) schnellstes Erlernen der Sprache(n!) ist Voraussetung... So viel zum Thema "in dubio contra rem";)

    • hoffmann (kein Partner)
      02. August 2010 16:14

      Florin

      Wenn dem so ist, wie Sie schreiben, müssen die Verwandten Unterbergers zumindest eine Anlaufstelle (=Arbeitsstelle) gehabt haben, hatten sie aber lt. Unterberger nicht. Unterbergers Verwandte haben damals also nichts anderes gemacht wie viele Flüchtlinge heute, seien sie aus dem Kosovo oder aus Afrika.

    • Florin
      02. August 2010 19:55

      Wissen Sie, hoffmann, Sie vergleichen Äpfel mit Birnen nur um über Herrn Dr.Unterberger Gift und Galle ausspucken zu können und Sie wissen das auch.

      Heute sind Einwanderungsbedinugen in Länder wie Kanada, Australien u. ä. leicht abzurufen, was Sie selbst tun könnten wenn Sie wollten. Die Bedingungen sind zweifelsohne entschieden strenger geworden als in den 50-iger Jahren. Was heute und damals allerdings gleich geblieben ist: Imigration war und ist verbunden mit harter Arbeit!
      Ihnen geht es allerdings nicht um Fakten!

    • florin (kein Partner)
      03. August 2010 10:17

      1. widersprechen Sie sich selbst, was die kanadischen Einwanderungsbestimmungen betrifft. und 2. geht es unabhängig davon um die Absicht der Auswanderer. Wenn es jemand heute wagt, ohne Sprachkenntnisse, Job und Geld auswandern zu wollen, ist es für manche Leute nur recht und billig, diese Menschen einzusperren und zurückzuschicken bzw. gar im Meer untergehen zu lassen (Unterberger hat einmal Berlusconi für seine Fremdenpolitik gelobt - die Italiener verweigern Flüchtlingsbooten die Hilfe). Wenn es aber um Unterbergers eigene Verwandte geht, ist das auf einmal eine Heldentat.

  8. Molière (kein Partner)
    02. August 2010 00:33

    Das darf wirklich nicht unwidersprochen bleiben...
    Ist man als Leser eines Buches für das, was drin steht verantwortlich? Es kann viele Gründe geben, weshalb man ein Buch liest, zum Beispiel auch den, daß man sich genauer über den Blödsinn informieren möchte, den der Gegner so von sich gibt... Zufällig weiß ich persönlich sehr gut, daß Kardinal Schönborn weder ein Schönfärber, noch ein Weltuntergangsprophet ist, sondern im Gegenteil, sehr genau abzuwägen weiß. Wieso er hier immer wieder überzogener Kritik ausgeliefert ist, ist mir nicht nachvollziehbar. Immerhin übt er den unmöglichsten Job aus, den dieses Land zu vergeben hat, und ausgesucht hat er sich diesen ganz sicher nicht, als er Dominikaner wurde. Ständig zwischen Hammer und Amboß (einer verknöcherten Vatikan-Bürokratie und eines ungebildeten, aber lauthals brüllenden - keineswegs immer Kirchen- - Volks), ist wohl kein beneidenswerter Zustand.
    Übrigens ist er garantiert nicht "papabile", was auch weder ihm noch uns zu wünschen wäre...

    • jump into (kein Partner)
      02. August 2010 07:44

      Schönborn wird von Unterberger geprügelt, weil er zu den kirchlichen Missbrauchsfällen eine differenzierte Haltung einnahm.
      Der Blogger agierte hier ja bekanntlich nach dem Motto "Was nicht sein darf,kann auch nicht sein!"

    • W. Mandl
      03. August 2010 12:43

      @Moliere

      Ich gebe Ihnen Recht, dass es Kardinal Schönborn im Spannungsfeld unterschiedlicher Gruppierungen, Glaubensrichtungen, Ideologien, Strömungen etc., die es derzeit in der katholischen Kirche Österreichs gibt, nicht leicht hat.

      Aber was zu kritisieren ist (und das kommt auch in vielen Tagebucheintragungen A. Unterbergers zum Ausdruck), ist die mangelnde Führung, die fehlende Geradlinigkeit und das geringe Selbstvertrauen, die erforderlich wären um im Sturm Kurs zu halten.

      Papst Benedikt ist da aus anderem Holz geschnitzt und der Vergleich macht einem sicher.

  9. zonta (kein Partner)
    01. August 2010 21:53

    Unterberger, in seiner tiefsten geistigen Versenkung!
    Eigentlich schon längst ein Fall für die Psychiatrie!
    Wer den noch ernst nimmt, sollte sich einmal selber untersuchen lassen.

    • liberta (kein Partner)
      01. August 2010 22:17

      Am gefährlichsten sind diejenigen, die Andersdenkende sofort für psychisch krank erklären. Diese "Waffe" erinnert fatal an totalitäre Systeme! *graus*

    • jump into (kein Partner)
      02. August 2010 07:48

      @zonta: Solche Klassifizierungen sollte man wirklich unterlassen.Das sage ich als jemand,dem sich bei den meisten Unterberger-Artikeln die Haare aufstellen!

    • socrates
      02. August 2010 09:21

      Nichts hasst der im Denken geschulte mehr als die Negation der Logik.

  10. Amadeus (kein Partner)
    01. August 2010 21:48

    Off topic:

    Im aktuellen Profil befindet sich ein auführlicher Artikel zum Thema Bestechung der Medien durch die Wiener SPÖ:

    Wien-Wahl: Rund 15 Millionen pumpt die Gemeinde Wien in hiesige Zeitungen

    Rund 15 Millionen Euro pumpt die Gemeinde Wien jährlich in „Kronen Zeitung“, „Österreich“ und „Heute“: Inseratenpräsente für mediale Willfährigkeit zum Nutzen der SPÖ. (Von Gernot Bauer)

    Wenn bereits die geschmeidigen Fragen des Interviewers die Antworten des Bürgermeisters erahnen lassen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Gespräch zwischen einem Reporter der Tageszeitung „Österreich“ und Michael Häupl. Etwa über Themen der inneren Sicherheit: „Hat Ministerin Maria Fekter ihr Versprechen gebrochen, dass es mehr Polizei in Wien gibt?“ (Ausgabe vom 4. Juli); oder zu Fairness und Umverteilung: „Bleibt die SPÖ beim Thema soziale Gerechtigkeit auch nach den Wahlen hart?“ (29. Mai); oder über den politischen Gegner Numero eins: „Straches Kampf um Wien ist nur eine Schmähparade?“ (7. Februar).

    Michael Häupl dürfte bei den Antworten („Ich fürchte, Innenministerin Fekter glaubt ihre eigene Propaganda selbst“; „Sozialdemokraten werden dafür gewählt, dass sie sich wie Sozialdemokraten benehmen“; „Strache will nur was werden. Präsident, Bürgermeister oder Vizekanzler. Hauptsache ein Amterl“) nicht allzu sehr ins Schwitzen geraten sein. Journalistische Milde im Umgang mit dem Ober-Wiener ist freilich kein exklusives Phänomen der „Österreich“-Zeitung, die in Wien laut Media-Analyse 313.000 Leser hat. Auch in den zwei größten Massenblättern der Bundeshauptstadt, der „Kronen Zeitung“ (536.000 Leser) und dem Gratisblatt „Heute“ (512.000 Leser), ist der unangestrengte Umgang mit Häupl Regel ohne Ausnahme.

    Ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Denn so gering der journalistische Wert der Bürgermeisterpflege, um so höher der kaufmännische: Geschätzt 15 Millionen Euro pumpen die Gemeinde Wien und deren Betriebe jährlich in „Kronen Zeitung“, „Österreich“ und „Heute“ – zum Nutzen der Stadt-SPÖ, zum Nachteil der Steuerzahler.

    In Jänner und Februar, aus Mediensicht eher umsatzschwache Monate, protokollierten und bewerteten die Wiener Grünen detailliert Anzeigen der Gemeinde Wien in österreichischen Medien. Das Ergebnis, konservativ geschätzt und ohne Berücksichtigung des Großinserenten Wiener Linien: Die „Kronen Zeitung“ lukrierte mit 730.000 Euro das höchste Inseratenvolumen. Auf Platz zwei folgte „Heute“ mit 690.000 Euro.

    „Österreich“ kassierte von der Stadt Wien 440.000 Euro aus Anzeigen. Zum Vergleich: „Die Presse“ erhielt 215.000 Euro, „Der Standard“ 190.000 Euro (profil: 52.000 Euro). Der grüne Gemeinderat Martin Margulies: „Eine unglaubliche Sauerei, statt sinnvoll in Bildung und Soziales zu inves­tieren, verschwendet die Wiener Stadtregierung Geld für Propaganda im Sinne der SPÖ.“

    PR-Maschine. Brennkammer der PR-Maschine ist die Magistratsabteilung 53, Presse- und Informationsdienst (PID), die dem Stadtrat für Bildung, Jugend, Information und Sport, Christian Oxonitsch, untersteht. Das Jahresbudget des PID für 2010 laut Voranschlag: 47 Millionen Euro. Offizieller Zweck laut Website: „Der Presse- und Informationsdienst ist im ständigen Dialog mit den Menschen. Seine Aufgabe ist es, über die Stadt aktuell zu informieren, Kontakte herzustellen und Servicestelle zu sein.“ Inoffizieller Nebenzweck: Verteilung der Inseratenmillionen nach medialer Nutzenoptimierung. Für direkte Inserate gab der PID 2009 laut Rechnungsabschluss 13,5 Millionen Euro aus, etwa ein Drittel davon ging an „Krone“, „Heute“ und „Österreich“. Dazu kommen Sonderaktionen. So vermarktete der Informationsdienst Ende Mai das zweitägige städtische Selbstbelobungsfestival „Wien. Für Dich“. Die große Leistungsschau zwischen Kläranlage und Kraftwerk sollte die Bürger laut PID darüber informieren, „wovon Bewohner anderer Städte nur träumen können“, „welche einzigartige Daseinsvorsorge ihre Stadt bietet“ und „warum Wien die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität ist“. Gesamtkosten des „Wien. Für Dich“-Spektakels: eine Million Euro.
    Das Jahr 2010 bereitet den drei mutmaßlichen Hauptprofiteuren der Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus einen Inseratenboom. Allein für die Bewerbung der umstrittenen Volksbefragung im Februar (Ergebnis: Ja zu Kampfhunde-Prüfung, Hausmeister und Nacht-U-Bahn) gab die Gemeinde 4,4 Millionen Euro extra aus. Zum Vergleich: Die Gesamtkosten der Volksbefragung 1991 zu Expo und Donaukraftwerk Freudenau betrugen 400.000 Euro. Das Informations­bedürfnis ihrer Bürger muss aus Sicht der Stadtoberen exorbitant zugenommen haben. Die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit für die Gemeinderatswahl 2005 lagen bei 918.000 Euro. Für die Gemeinderatswahlen am 10. Oktober sind 3,6 Millionen Euro budgetiert – ein Plus von 400 Prozent.

    Doch nicht nur das Rathaus, auch Gemeinde-Unternehmen, Wiener Wohnen und ausgegliederte Einheiten wie der Fonds Soziales Wien schütten spendabel an die Big Three aus. Die Wiener Stadtwerke investierten laut dem Werbebeobachter Focus ­allein im Jahr 2008 zwei Millionen Euro in Inserate in „Krone“, „Heute“ und „Österreich“. Das Stadtwerke-Unternehmen Wien Energie gilt ohnehin als Hauptquelle für politisch opportune Finanzierungen aller Art. Ohne die Sponsormillionen des Stromversorgers wäre der rot dominierte SK Rapid Wien (Präsident: Rudolf Edlinger; Kuratoriumsmitglied: Norbert Darabos) mittlerweile ein Regionalligaverein.

    Bürokratisches Bollwerk. Insgesamt, so die Schätzungen der Oppositionsparteien, geben die Gemeinde Wien und ihre Unternehmen jährlich zwischen 80 und 100 Millionen Euro für Werbung aller Art aus – doppelt so viel wie die Bundesregierung.

    Doch sämtliche Versuche, den Kapitalfluss aus den öffentlichen Budgets in die Einnahmenrechnung der meistbegünstigten Verlage aufzuklären, scheitern am bürokratischen Bollwerk der mit absoluter Mehrheit regierenden SPÖ. Anfragen von ÖVP und Grünen an Bürgermeister und Stadträte zum Inseratenvolumen bleiben ohne Ergebnis, weil, so die Standardantwort aus dem Rathaus, „die gewünschte Aufschlüsselung einen zeitlichen und administrativen Aufwand erfordert, der wirtschaftlich nicht gerechtfertigt scheint“.

    In einer Gemeinderatssitzung Ende ­April kam es beinahe zu einem Eklat. ÖVP, FPÖ und Grüne kritisierten in ungewohnter Eintracht und Schärfe die „intransparenten Werbebudgets“ der Stadt, attackierten die „Brot und Spiele“-Strategie des Rathauses und warfen der SPÖ vor, den Boulevard mit Inseratengeschenken politisch willfährig zu machen. Der zuständige Stadtrat Christian Oxonitsch weist die Vorwürfe zurück: Die Stadtverwaltung müsse „über ihre Serviceleistungen und Angebote ­informieren“. Dazu bediene man sich „auch, aber nicht ausschließlich der auflagenstarken Tageszeitungen“.

    Wahre Perfektionisten der Medienarbeit durch Inseratensteuerung sind Werner Faymann und sein Allzeit-Begleiter Josef Ostermayer. Als Wiener Wohnbaustadtrat erfand der heutige Bundeskanzler so genannte Me­dienkooperationen. Die „Krone“ wurde mit Dauerinseraten aus dem Wohnbau-PR-­Budget (insgesamt eine Million Euro jährlich) verwöhnt und revanchierte sich bei ­Faymann mit Berichterstattung auch zu Kleinstevents wie dem „Infotag Wohnanlage Fernkorngasse“ oder „Gratisberatung für Hobbygärtner“. Was in Wien begann, fand im Bund seine Fortsetzung: Im Büro des heutigen Medienstaatssekretärs Oster­mayer ist eine Vollzeitkraft allein dafür abgestellt, gemeinsame Projekte mit befreundeten Zeitungen auszuhecken und abzuwickeln. Im Wahljahr 2008 hatten derartige Medienkooperationen den SPÖ-Vorsitzenden in die Bredouille gebracht.

    Interne Unterlagen von ÖBB und Asfinag belegten, dass Faymann als Verkehrsminister beide Unternehmen anwies, Anzeigen in Millionenhöhe in den drei Boulevardblättern zu schalten (siehe profil 33/2008).

    Doch auch ohne politischen Befehl funktioniert die staatswirtschaftliche Verteilungsmaschinerie. Dem Werbebeobachter Focus zufolge schalteten ÖBB und Asfinag zwischen Jänner 2008 und Juni 2009 Inserate in Höhe von 4,9 Millionen Euro in „Krone“, „Heute“ und „Österreich“. An alle Bundesländer-Zeitungen zusammen gingen im gleichen Zeitraum bloß 723.000 Euro.

    Quid pro quo – wer zahlt, wird publizistisch verwöhnt. So stellte „Österreich“-Chef Wolfgang Fellner in einem Kommentar fest, „der Herr Bürgermeister“ habe sich das „erhaltene Goldene Ehrenzeichen redlich ­verdient“. Am 9. Februar heurigen Jahres durfte „Österreich“ exklusiv vermelden: „Michael Häupl ist verliebt.“ „Heute“-Chefredakteur ­Richard Schmitt elogierte im September 2009: „Erneut lieferte der Wiener Bürgermeister einen Beweis dafür, dass er noch einer der wenigen Politiker ist, der unsere Sprache spricht.“ Die „Krone“ würdigt Häupl allumfassend in Wort und – noch wichtiger – Bild. Ein bunter Ausschnitt der letzten Wochen: Häupl im Gespräch mit japanischen Touristinnen vor dem Johann-Strauß-Denkmal im Stadtpark, Häupl auf Beisl-Tour in der ­Josefstadt, Häupl als Opferanwalt der „Loisl Oma“, 97, aus Wien-Landstraße, die laut „Krone“ trotz ihres betagten Alters einen Räuber „mit dem Gehstock aus hartem Nussholz“ in die Flucht schlug.

    „Österreich“-Boss Wolfgang Fellner nahm gegenüber profil als einziger Verlagschef Stellung. Seine Zeitung erhalte von der Stadt Wien deutlich weniger Inserate als „Krone“ oder „Heute“. Insgesamt machten die Anzeigen der Gemeinde nur drei Prozent des Gesamtvolumens von „Österreich“ aus. Und keinesfalls würden Inseratenschaltungen „zu einer bevorzugten Behandlung der Wiener SPÖ“ führen. Im Gegenteil: „,Österreich‘ hat von allen Wiener Tageszeitungen die kritischste Berichterstattung über die Stadt.“

    Zumindest der Bürgermeister bleibt von den journalistischen Barrakudas der „Österreich“-Redaktion bisweilen verschont. 31.7.2010 09:36

    Link:
    http://www.profil.at/articles/1030/560/274406/wien-wahl-rund-15-millionen-gemeinde-wien-zeitungen

    • black (kein Partner)
      01. August 2010 22:31

      @ Amadeus

      Informationsreicher Beitrag. Leider machen die Medien in Österreich ihr Geschäft mit heißer Luft und politisch veruntreutem Steuergeld. An der "Entwicklung" der Medien kann man die allgemeine Wertevernichtung schön mitverfolgen, es geht nur mehr noch ums Geld.

    • fosca
      01. August 2010 23:04

      @Amadeus

      Danke für die Info und die "Haltet-den-Dieb"-Methode hat die SPÖ ebenfalls zur Perfektion gebracht, weil sie immer mit dem moralischen Finger auf andere zeigt und dabei die größten Mauscheleien in den eigenen Reihen betreibt >>> niemand kann besser vom eigenen Sumpf ablenken als die Sozis! Pfui, Deibel!

  11. kpax (kein Partner)
    01. August 2010 20:04

    Dass die Menschen sich mit dem Wenigen begnügen und keine Fragen oder Ansprüche stellen sollen, ist ein Grundprinzip der kirchlichen Lehre. Immer schön demütig sein, sich auf die "gute alte Zeit" zurückbesinnen, mit dem Unwissen zufrieden sein. Ansonsten bricht ja der gesamte klerikale Machtapparat zusammen der um so sexy Begriffe wie "Glauben" und "Sünde" aufgebaut ist.

  12. Sandra Krone (kein Partner)
    01. August 2010 19:38

    Ich finde es nur gut und richtig, wenn Kardinal Schönborn ein breites Spektrum an Büchern liest und sich so immer über die verschiedenen Sichtweisen und Perspektiven informiert hält.

    Schade, dass der Autor so voreingenommen gegen die röm.-kath. Kirche und den Kardinal schreibt :-(

  13. DI Mag.² Dr. Segestes MA2412 (kein Partner)
    01. August 2010 19:23

    Herr Unterberger Dr. Sowieso, warum suchen Sie ständig einen neuen Vorwand, um auf Schönborn herumzuhacken?
    Der gute Kardinal hat schließlich das Zeug zum Papst.

    Mal ganz davon abgesehen, dass wohl nur Leser dieser (Wiener?) "Gratiszeitung" wissen, um welch ominöse Buch, samt Autor, es sich da explizit handelt.
    Aber vielleicht setzen Sie ja zumindest bei Ihren zahlenden Krönchen-Abonnenten voraus, dass diese solche vornehmlich in der Bundeshauptstadt publizierten Käseblätter, regelmäßig konsumieren...

  14. Erwin Tripes (kein Partner)
    01. August 2010 16:26

    Wenn sich der Kardinal so gerne fürchten möchte, braucht er doch nur immer wieder in der Bibel (Johannes) über die Apokalypse nachlesen. Passt auch gut zu den Kathastrophenprofezeiungen. Da gibt´s doch genug zum Fürchten,
    insbesonders wo heute schon viele meinen, der Antichrist sei bereits heimlich in der Person des derzeitigen Papstes erschienen.
    Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

    • Dominik (kein Partner)
      01. August 2010 19:43

      Wenn Sie die Apokalypse richtig lesen - aber es heißt ja es ist ein Buch mit 7 Siegeln!! - dann sehen sie darin den liturgischen Ablauf jeder Messe.

      Siehe "Das Mahl des Lammes" von Scott Hahn.

      Link als Website im Namen hinterlegt

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      01. August 2010 20:35

      Servus, Herr Tripes!

      Es geht ihm wie dem Robert Musil und seinem "Mann ohne Eigenschaften". Das Evangelium des Johannes ("Die Offenbarung") ist der meistzitierte, aber selten vollständig gelesene Teil des Neuen Testaments ... Liegt wahrscheinlich daran, daß die meisten Querleser das Ende eines Buches ("Wie geht's aus?) als erstes durchblättern und die Schwarte anschließend weglegen, sich belesen wähnend.
      Es liegt mir fern, Ihnen zu unterstellen, Sie seien ein oberflächlicher Querleser. Aber auch Ihnen wird es nicht schaden, sich eingehend mit der Apokalypse zu befassen, denn sie enthält weit mehr als die von Ihnen georteten "Katastrophenprophezeiungen". sie ist auch ein Füllhorn der Hoffnung.

      Auch Kardinal Schönborn wäre gut beraten, seine geweihte Nase zwischen diese Seiten zu stecken — besser als in "Ein Planet wird geplündert – die Schreckensbilanz unserer Politik" (1975). Denn ich vermute, daß es dieser frühe (allerdings von Wissenschaft und Realität längst Lügen gestrafte) Weltuntergangs-Bestseller ist, den der Kardinal anstelle seines Breviers auf seiner Reise mitführt.
      Autor Herbert Gruhl war ein politisches und ideologisches Chamäleon der Bundesrepublik (CDU, GAZ/GRÜNE, ÖDP, BUND), wird von Claudia Roth und Jürgen Trittin immer noch für so heilig gehalten wie die überführten Lügner Al Gore, Hockeystick-Verbieger Mann, Rahmstorf, Schellnuber und IPCC-Pachauri — um nur einige Großverdiener am Klima-Dschihad zu nennen.

      Das sind die Antichristen unserer Zeit — um so mehr, als sie sich auch verbatim für die Abschaffung der Demokratie einsetzen, um einer orwellschen Weltdiktatur die "Rettung der Erde" anzuvertrauen; denn nur so sei der Untergang von Mensch und Tier abzuwenden.

      Papst Benedikt XVI. ist völlig anders gestrickt. Wer ihn als Antichrist verunglimpft, hat keine Ahnung. Jeder Katholik, aber auch jeder Protestant muß froh sein, daß auf dem Stuhl Petri einer sitzt, der sich weigert, die Kontinuität der Kirche auf dem Jahrmarkt zeitgeistiger Moden zu opfern, auf daß er von den kurzatmig hechelnden Mainstream-Medien dafür gelobt werde. Wenn ein Papst die aus vielen (meist kirchenfernen, wie Schönborn und Genossen) Ecken propagierte Verwässerung christlichen Glaubens aufhalten kann, dann er.
      Es nützt auch nix, sexuelle Randgruppen plötzlich zur Normalität zu erklären, weil eine Medienlobby dies stürmisch fordert. Im Alten Testament, das wir mit der jüdischen Religion teilen, sind Vergnügungen dieser Art nun mal als Todsünde gebrandmarkt. Diese nun plötzlich zu tolerieren käme einer Aufgabe der Geschäftsgrundlage gleich, was viele Antagonisten des Christentums, darunter besonders der eurasisch gewordene Islam, frenetisch begrüßen würden — wäre es doch ein Symptom christlicher Schwäche und islamischer Stärke, auch kulturell gesehen.

      Verzeihung, Herr Tripes: ich schweife ab. Aber Ihr kurzer, gekonnter Schlenker verleitet ebenso wie der Kardinal zu einer Art Rundblick.
      Letztes Wort zu Antichristen als Chefs des Vatikans: Deren gab es im Altertum und im Mittelalter (O.K., da gab's noch keinen Vatikan, ich mein' ja nur die Chefetage des Christentums) einige; aber die römische Kirche hat sie unbeschadet überlebt — was auf die Substanz des Christentums hinweist. Welcher andere Konzern würde durch jahrzehntelanges Mißmanagement nicht in die Insolvenz getrieben, spirituell und wirtschaftlich?
      Der letzte Antichrist als Papst amtierte in der Neuzeit: Es war Johannes XXIII., der mit dem weltweit bejubelten II. Vaticanum die Kirche für den Zeitgeist öffnete und damit knapp an einem Schisma vorbeischrammte; von den Folgen dieser populistischen, mißglückten "Öffnung" hat die Kirche sich bis heute nicht erholt. Ob Johannes nur naiv oder aber ferngesteuert war, wissen wir bis heute nicht. Jedenfalls, aus welchen Gründen immer, war(d) seine Lebenszeit so bemessen, daß größerer Schaden verhindert wurde.
      Benedikt XVI. arbeitet die Reste dieser Verirrung gefühlvoll und gescheit auf.

      Herzliche Grüße!

    • Undine
      01. August 2010 20:59

      @Marcus Aurelius

      Ein hervorragender Beitrag!

      Bei Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften" hab' ich mich blöderweise bis Seite 128 durchgequält! Es war unnötig verplemperte Zeit. Dabei bin ich eine überaus geduldige Leserin.

    • Martin Bauer
      01. August 2010 21:29

      Marcus Aurelius

      Gratulation.
      Grosse Worte, gelassen hingeschrieben.
      Obwohl ein Deutscher, hat unser jetziger Papst die Prioritäten genau erkannt.
      Die Zukunft der Kirche und damit auch - jawohl - die des christlichen Glaubens, liegt schon lange nicht mehr in Europa. Aus Lateinamerika und Asien (China) wird die christliche Neumissionierung auf Europa zukommen (müssen).
      Die Frage ist nur, triff sie auf den Islam, oder auf einer zerrüttete, orientierungslose anonyme graue Masse?
      Die Überheblichkeit der österreichischen und deutschen Kirchenfunktionäre ist erschreckend, realitätsfern und ohne (Er)Kenntnis der wahren Prioritäten.

    • Erwin Tripes (kein Partner)
      01. August 2010 21:41

      @ Marc Aurel
      Lieber Marc Aurel,
      vorweg freue ich mich über Ihre sachliche und profunde Antwort; in diesem Blog leider eine Seltenheit.
      1) Mein Beitrag war, wie Sie gleich erkannt haben, überwiegend ironisch gemeint, weil dieses Evangelium ja wirklich ein spannendes Werk ist und ich mich habe hinreißen lassen, vielleicht etwas zu spöttisch zu sein, was ich, falls sich dadurch jemand verletzt fühlen sollte, bedaure.
      2) In meinen religionsvergleichenden Studien habe ich versucht, mich auch sehr eingehend mit dem Christentum zu befassen und war deshalb bemüht, auch über die „Apokalypse“ nicht einfach drüber zu lesen.
      3) Was den christlichen Glauben insgesamt angeht, trennen uns allerdings Welten.
      Weil Sie in diesem Zusammenhang das Gut der Demokratie anführen: Sie wissen, daß es ein solches Gut in der kath. Kirche nicht gibt, daß der Papst autoritär regiert, etc. etc. Daher erscheint mir Ihr diesbezüglicher gedanklicher Ausflug, der letztlich nur einen bestimmten Glauben, der sich über alle anderen Religionen erhaben fühlt –siehe nur den Ablauf des interreligiösen Dialoges – via S.H. Ratzinger als den wahren Glauben zu postulieren.
      Ad Bestand der Geschäftsgrundlage :
      Im Alten Testamen könnte man ja noch teilweise von einer solchen sprechen, weil der Gott, der keine anderen Götter mehr neben sich duldete, einen Bund mit dem von ihm auserwählten Volk geschlossen hatte, der allerdings unbegreiflicherweise immer wieder erneuert werden mußte.
      Im Neuen Testament gibt es aber mWn keine Vereinbarungen mehr -eine Geschäftsgrundlage ist ja bekanntlich die Basis einer Vereinbarung -.
      Da wird, angefangen von den Evangelien, über die diversen Dogmen, über den Katechismus, etc. nur mehr oktroyiert.
      Ob dabei zB. die Protestanten so glücklich sein müssen, wie Sie meinen, wage ich zu bezweifeln, insbesonders wenn diese an den Dialog mit den Katholiken denken müssen.
      4) Unbestritten hat das Christentum Substanz.
      Wenn ua. die Katholiken von den zehn Geboten (des NT) -die ersten drei erscheinen mir entbehrlich, weil sie den Denker bloß in Abhängigkeit halten wollen –nach den Regeln der letzten sieben leben, haben sie sicherlich eine angenehme „Wiedergeburt“ und können sich danach geistig besser weiterentwickeln in Richtung Selbstbefreiung.
      Aber meinen Sie nicht, daß es auch andere Religionen mit einer zumindest gleichwertigen Ethik, schon lange vor dem Christentum begründet, mit ebenso beständiger Substanz gibt?
      Muß es für den aufgeklärten Menschen der Gegenwart, der z.T. auch langsam die Aussagen der Quantenphysik zu begreifen beginnt, überhaupt dogmatische Religion in diesem Glaubenssinn geben?
      Ich bin mir gewiß, daß Sie diese Gedanken-u.Handlungsfreiheit gerne zulassen und verbleibe mit ebenso herzlichen Grüßen.

    • von Balthasar (kein Partner)
      01. August 2010 22:21

      Vile besser ist "Apokalypse der deutschen Seele", Bd 2: Im Zeichen Nietzsches, erschienen 1939 !

    • Marcus Aurelius (kein Partner)
      01. August 2010 22:46

      Ich danke allen, die mir geantwortet haben, herzlich; allerdings muß ich jetzt "die Falle" aufsuchen, wie man in Norddeutschland ein Bett bezeichnet. Verzeihen Sie also bitte, daß ich mich kurz fassen muß.

      @Dominik:
      Die katholische Liturgie ist die Mutter des Showbiz überhaupt; selbst die Rolling Stones leben noch davon. Und wie sehr haben die Protestanten ihren Bildersturm schon bereut, der die nach der Reformation übernommenen Kirchen von allem "Tand" befreite und das ernüchtende (aber nicht immer nüchterne) Pastorenwort an die Stelle der Spiritualität setzte.

      @Undine:
      Ts, ts, Madame! Beim "Mann ohne Eigenschaften" nach Seite 129 aufzugeben verrät schwache Nerven. Bewahren Sie Ausdauer, bitte! Robert Musil braucht ja (je nach Ausgabe) bis etwa Seite 220, um die handelnden Personen einzuführen. Allerdings muß man Österreich und seine kakanische Geschichte lieben, um weiterzulesen. Bei mir liegt der Wälzer seit zwanzig Jahren unterm Bett, und ich bin bereits zu Seite 987 vorgedrungen; ab da wird's mühsam, weil die von Witwe und Lektoren erforschten Skizzen aus Musils Nachlaß mehr oder weniger gut angestückelt wurden. Man muß oft zurückblättern, um die wahren Bezüge zu entdecken.
      Dennoch: Bitte bleiben Sie dran! Es ist ein Meisterwerk, nicht zu unrecht mit Proust und Joyce verglichen. Aber deren Meilensteine ("Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", "Ulysses") fallen ja einem Leser auch nicht in den Schoß.

      @Martin Bauer: Servus, Martin!
      Ihr Hinweis auf auf die Substanz des Christentums (und damit unserer Kultur, was politisch korrekt so nicht mehr verstanden werden darf; denn vor Marx, Engels und Stalin herrschte ja ein totales Vakuum der Unwissenheit) tut mir wohl, und hoffentlich nicht nur mir. Daß Lateinamerika Europa re-missionieren wird, erscheint auch mir glaubhaft, seit ich in der Wiener Peterskirche nach Jahren einen Beichtstuhl aufsuchte und dort einem Priester aus Argentinien begegnete, mit dem ich anschließend den ganzen Nachmittag im Schanigarten eines Graben-Cafés verbrachte. Der Mann hat mich mehr zu mir selbst gebracht als zehn Gehirnschrumpfer.

      @Lieber Herr Tripes!
      Nur so viel: Mit Demokratie hab' ich die politische gemeint — nicht etwa eine kirchliche, denn die gibt's ja gottlob nicht, und die hat dort auch nichts verloren. Würde der Vatikan sie ermöglichen, wär's um das katholische Christentum geschehen. Die protestantische Demokratisierung hat in deren Kreisen ja schon eine breite Blutspur gezogen: Da ist außer Abwanderung der "Schäfchen" und einer permanenten Aufspaltung in Untervereine keine Lebendigkeit mehr zu entdecken.
      Daß die Hamburger Bischöfin Maria Jepsen, jetzt zurückgetreten, vor wenigen Jahren das (knallrote) NDR-Fernsehen dazu einlud, die Entfernung aller Kreuze als "Symbol des Todes" aus ihren Amtsräumen zu filmen, sagt eh schon alles dazu.
      Sie schreiben noch so vieles, dem ich wenig widersprechen oder hinzufügen kann. Nur so viel: Ebenso sehr, wie kluge Katholiken dem Reformator Luther dankbar sind, der einen nur noch dem Namen nach christlichen Augiasstall ausmistete, sind kluge Protestanten heute dem Papst dankbar, der aus der Ferne auch sie auf die korrosionsfeste Substanz des Christentums hinweist.

      Und jetzant, göö, hau' i mi in d' Hapfn. Es war schön, mit Ihnen zu dikutieren. Die Resonanz hat mich überrascht. Herzlichen Dank an Sie und an Dr. Unterberger für dieses Forum (ich zahl' erst, wenn er mit den zwei Badehosen für den Millstätter See rüberkommt).

    • Leopold Koller (kein Partner)
      02. August 2010 03:16

      @ Aurelius

      Die Demokratie ist gerade dabei, den oesterreichischen Staat zu ruinieren. Was in tausend Jahren aufgebaut wurde, wird in hundert Jahren vernichtet. Die Demokraten versuchen es jetzt mit der zweitausend Jahre alten Kirche. Zu ihrem Missfallen wehrt sich die Kirche noch, zumindest ihr hoechster Vertreter. Aber mit Leuten wie Schoenborn und all den guten Caritas-fuehrern wird auch das nicht allzu lange auf sich warten lassen.

      "A democracy is always temporary in nature; it simply cannot exist as a permanent form of government. A democracy will continue to exist up until the time that voters discover that they can vote themselves generous gifts from the public treasury. From that moment on, the majority always votes for the candidates who promise the most benefits from the public treasury, with the result that every democracy will finally collapse due to loose fiscal policy, which is always followed by a dictatorship."

      Der Staat ist eh schon hin wegen der Poebelherrschaft. Lasst's wenigstens die Kirche in Ruh.

    • Undine
      02. August 2010 08:52

      @Marcus Aurelius

      Vielleicht war ich vor 30 Jahren noch zu jung für "Den Mann ohne Eigenschaften". :-)

  15. tartaros (kein Partner)
    01. August 2010 16:10

    Der Herr Kardinal sollte sich lieber mal Gedanken machen, dass ihm seine Schäfchen reihenweise davon rennen.
    Der Herr Kardinal sollte sich auch mal darüber Gedanken machen, dass die Katholiken hierzulande eine der niedrigsten Geburtenraten überhaupt haben.
    Der Herr Kardinal sollte darüber nachdenken, dass sich in seinen zahlenden Reihen massenweise Taufscheinchristen befinden, die weder richtig glauben und auch kaum in die Kirche gehen.
    Der Herr Kardinal könnte das mal mit den zugewanderten Muslimen vergleichen und daraus gewisse Schlüsse ziehen.
    Der Herr Kardinal sollte sich überlegen, was passieren wird, wenn die Katholiken weiter so massiv abbauen. Dann, lieber Herr Kardinal, wird die Kirche bald in schwere finanzielle Probleme kommen und gezwungen sein, etliche Kirchen, Gebäude und Gründe zu verkaufen (wie dies tlw. in anderen Ländern schon passiert, z.B. Niederlande).

    • Andrea Fürlinger (kein Partner)
      01. August 2010 19:51

      Das sind ja super viele Ratschläge die Sie haben!

      Grüne, Schwarze, Blaue, Rote - der katholische Glaube hat keine Farbe.

      Liberal, konservativ, sozialistisch - der katholische Glaube hat auch kein politisches Mascherl.

      Über 400.000 kath. Prieser, mehr als 1,3 Mrd. Gläubige Katholiken. Die katholische Kirche bezeichnet sich als universal, und ist es.

      Wussten Sie, dass letztes Jahr die katholische Kirche um 0,7% gewachsen ist. Verblüffend, nicht? Wenn man die OÖN oder das Profil liest, da stellt sich das einem völlig anders da. Auch wenn man Ihre Zeilen liest merkt man gleich, dass sie die röm.-kath. Kirche nicht persönlich kennen.

      Independent News ausserhalb des Mainstreams und des boshaften Bashings sind selten. www.zenit.org ist ganz gut. Auch www.stephanscom.at

  16. Ch. Seidl (kein Partner)
    01. August 2010 13:58

    Der Blogger hat völlig recht mit seinem Schönborn-Bashing. Eigentlich müsste der Vatikan längst durchgreifen und diesen Opportunisten ins Kloster schicken. Weiß der Geier, wie der überhaupt in sein Amt gelangt ist. Seine Heiligkeit, der verewigte Papst Johnnes Paul II. kann jedenfalls nicht der gewesen sein, der ihn zum Erzbischof von Wien gemacht hat, denn dann trüge ja die Führung der Weltkirche eine Mitverantwortung an diesem Österreich dekatholisierenden Desaster, und das kann nicht sein, weil es nicht sein darf.
    Anzunehmen ist vielmehr, dass es sich 1995 um eine linke/protestantische Verschwörung gehandelt hat (Vranitzky & Busek, no na).

    • vayav indras ca (kein Partner)
      01. August 2010 16:38

      Eine protestantische Verschwörung? Bitte um genauere Informationen.

    • Harry (kein Partner)
      01. August 2010 19:53

      Vranitzky, Busek und Kohl sind zwar alle Sektierer (Freimaurer), aber eine links protestantische Verschwörung ist es nicht!

    • Ch. Seidl (kein Partner)
      02. August 2010 17:39

      Na, katholisch im Sinne des Bloggers kann man den Busek nun wirklich nicht nennen. Also wird er wohl ein kryptoprotestantisch-pseudokatholischer Ketzer sein. Und da der Heilige Vater Schönborn sicher nicht sua sponte zum Erzbischof gemacht hätte, muss es sich um eine Verschwörung handeln, ganz klar. Und die Freimaurer sind ja sowieso überall dabei.

  17. bart (kein Partner)
    01. August 2010 11:27

    A.U.: "Aber trotzdem fürchtet sich der Wiener Kardinal offenbar halt so viel gerne."

    Wenn sich Seine Eminenz wirklich fürchten möchte, bräuchte sich S.E., welche in Sachen PC wahrlich päpstlicher als der Papst ist, nur einmal den beschämenden Glaubensverfall in seiner Diözese vor Augen führen.

    Die irdisch gesinnten Sorgen S.E. sind, um zur Abwechslung einmal die Hl. Schrift als Lektüre heranzuziehen: "Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch".

    Ich fürchte mich nicht - außer vor den Verwirrungen unserer unseligen, iridisch gesinnten Hirten. Gott sei Dank haben wir Papst Benedikt XVI. (und nicht etwa einen Feigling mit voller "Hose").

  18. Celian
    01. August 2010 11:19

    Für H.F. 1. August 2010 08:51

    -

    Es gibt eh keine Grenzen des Wachstums, und die Welt steht nicht dem Abgrund nahe, stand sie auch gar nie. Und wenn doch, kann man die Welt durch Einsetzen von ein paar Filtertüten ohne FCKW anstandslos reparieren und sie dreht sich wieder. Es war eh alles nicht so ernst gemeint. Die „Wirtschaftsforscher“ haben halt ein bißl übertrieben. Na und?
    Na wenn das nicht eine frohe Botschaft ist! Der Schönborn kann sich jedenfalls freuen. Jetzt muss er sich nicht mehr so fürchten.

    -

    Wo sehen Sie „pathologischen Hass“ und die „Notwendigkeit nach neuen Aufregern“ bei Unterberger? Der fordert nur Fakten ein – ganz nüchtern. Der Hass und die „Notwendigkeit nach neuen Aufregern“ ist bei jenen zu finden, die wie Schönborn sich am fehlenden „Ausweg aus dem Wachstumswahn“ oder wie Sie an der „maßlosen Konsumgesellschaft“ erregen. Gegen diesen „pathologischen Hass“ gegen die Wirtschaft, die uns allen Wohlstand bringt und gegen die nostalgische Verklärung der „guten, alten Zeit“ schreibt A.U. an, indem er ganz nüchtern Fakten einfordert. In der „guten, alten Zeit“ wanderten tatsächlich viele aus Österreich aus, weil die Zeiten so schlecht waren. Auch ich habe einen solchen Auswanderer in meiner Familie, der nach Australien gegangen ist. Wahrscheinlich kann fast jeder von einem solchen Fall in der Familie berichten, mit Ausnahme H.F.s natürlich. Seiner Familie ist damals viel besser gegangen als heute, hatten sie doch nicht unter diesem „maßlosen Konsumgesellschaft“ zu leiden.

    -

    Mit dem Uraltschmäh, daß rein definitionsmäßig sich die Sozialwissenschaft mit den Zusammenhängen des Lebens der Menschen beschäftigt und daher auch die Ökonomie im weitesten Sinne dazuzuzählen ist, versucht die faktenfremde Soziologie sich seit jeher mit der Seriosität der Ökonomie zu schmücken. Schönborn nennt den betreffenden Autor sogar einen Wirtschaftsforscher! Na wenn das nicht die Seriosität non plus ultra ist. Trotzdem hat der betreffende Autor nur Soziologie studiert und nicht Ökonomie. Diese Mätzchen zeigen nur, wie verzweifelt man in der Soziologie um Anerkennung ringt. Und wie vergebens diese Müh ist, weil so leicht durchschaubar. Vielleicht liegts einfach daran, daß nachher eh alles nicht so ernst gemeint war. Der „Wirtschaftsforscher“ wird sich weiterhin mit dem Stempel des Soziologen abfinden müssen, dabei wär er so gern ein erstgenommener Wirtschaftsforscher gewesen. Na so arm!

    • Leopold Koller (kein Partner)
      01. August 2010 16:07

      Sehen Sie, Celian, was Sie da angerichtet haben. Sie und ihresgleichen vertreiben uns die ganzen "guten" Menschen. Erne weg, H.F. weg. Das ist ja kaum mehr auszuhalten, ganz ohne die Blogkulturbereicherer.

    • Celian
      02. August 2010 23:09

      Koller, ich bekenne mich schuldig. Ich trage die ganze Verantwortung, wenn Sie so wollen. Und trete (nicht) zurück. (schauen Sie mal auf http://www.andreas-unterberger.at/Kommentator-des-Monats !)

      Das hat Ihr Großvater sicher nie gesagt. ;-)

  19. H.F. (kein Partner)
    01. August 2010 08:51

    Neuer Tag, neue Halbwahrheiten und Unsinnigkeiten. Es langweilt mich und es kotzt mich an. Ich überbringe die freudige Nachricht: Ich verschwinde. Es ist mir inzwischen einfach zu dumm und eine üble Zeitverschwendung. Also liebe Unterbergeristen, bald seid ihr vermutlich völlig unter euch. Was werden das für glorreiche Zeiten, nur der Unterberger und sein Gesudere im x-fachen Echo. Die PC, die Gutmenschen, die Linken, der Bürgerkrieg, die Migranten buhuuu.
    Es hat mich gefreut, manchmal belustigt und auch ein wenig erschüttert in diesen kleinen Abgrund zu blicken.

    Die eine Replik gönne ich mir allerdings noch, soll ja niemand sagen ich würde gehen weil mir die Argumente ausgingen.

    "Diese Katastrophen-Prophezeiungen haben nachweislich noch nie gestimmt."

    Tja mein lieber Herr Unterberger, Menschen von der schreibenden Zunft benutzen manchmal gewisse Stilmittel um ihre Werke zu verkaufen. Das dürfte ihnen nicht ganz unbekannt sein. Der eine übertreibt Dinge, der andere erfindet sie, liefert keine Quellen, überinterpretiert Daten usw.
    Gewisse Dinge sind übrigens u.a. deswegen nicht eingetreten weil entsprechend berichtet und gehandelt wurde. FCKW Verbot, Filteranlagen...

    "Vielleicht sollte der Kardinal sich mehr mit Fakten als mit den - für fast jeden - schönen Illusionen über die gute alte Zeit und die eigene Kindheit befassen. "

    Vielleicht sollten sie Herr Unterberger, in ihrem pathologischen Hass und der Notwendigkeit nach neuen Aufregern nicht auf jede Kleinigkeit anspringen. Das war eine Frage - eine durchaus berechtigte. Wohlstand entspricht nicht unbedingt einer maßlosen Konsumgesellschaft und ob Konsum alleine glücklich macht darf wohl noch hinterfragt werden ohne gleich gegen Wirtschaft und Fortschritt zu sein. Auch eine sehr rührende Geschichte von IhrenVerwandten leider völlig irrelevant.

    "Übrigens: Der Mann, den Schönborn als "Wirtschaftsforscher" rühmt, wird von Wikipedia zu Recht nur "Sozialwissenschafter" genannt[...]"

    Übrigens: Wenn sie Ahnung von Wissenschaft hätten wüssten sie, dass die Wirtschaftswissenschaften zu den Sozialwissenschaften gezählt werden. Warum also ein "nur" Sozialwissenschafter kein Wirtschaftsforscher sein kann ist mir schleierhaft. Die zunehmende interdisziplinäre Ausrichtung die praktisch in allen Wissenschaften inzwischen bis zu einem gewissen Grad üblich ist dürften sie auch völlig verschlafen haben.

    Adieu

    • Gennadi (kein Partner)
      01. August 2010 09:08

      Vielleicht wird es auch in der Löwelstraße irgendwann irgend jemandem auffallen, dass sich die Natur nicht nach den "Klimaforschern" richtet. Noch fehlen schließlich die Beweise für die Automassen und "FCKW"-Ströme, die schon nach den vorangegangenen Eiszeiten zu Klimaerwärmungen geführt hatten.

    • diko
      01. August 2010 10:07

      H.F.
      ich weiß nicht welchen Müll sie wieder einmal gegen Dr. Unterberger losschrieben,( ich überspringe ihre Beiträge ), - aber ganz unten stand "ADIEU" - Heißt das, ihr grüner Propagandaunsinn erscheint unter neuem Kürzel ?

    • Paige
      01. August 2010 10:28

      Die Filter führten übrigens zu einer leichten Erderwärmung, weil sie den Dimming Effekt aufgehoben haben. Wäre nicht ab und an ein Vulkan ausgebrochen und scherten sich die Chinesen und die div. Brandroder einstweilen noch gar nichts um die Luftverschmutzung, wäre es vermutlich schon wärmer, natürlich im Winter und nicht im Sommer, wenn Sie verstehen, was ich meine...

      Es ist ja irgendwie schon auch beruhigend, dass wir mit ganz einfachen Mitteln das Klima auf der Erde beeinflussen können. Wie bei einer gigantisch großen Heizung können wir den Thermostat höher und niedriger einstellen - je nach Lust und Laune. Wenn wir weniger Auto führen und vegan (wegen der Rindsvieh-Rülpser) lebten, würde es gleich 2° kühler werden - natürlich nicht im Winter, sondern im Sommer. Es ist auch so logisch, dass es wärmer wird, je mehr wir verbrennen, nicht nur in der Wohnung, sondern auch draußen. Mit der CO2-Steuer lässt sich die Erde auch um mind. 2° abkühlen. Wird es uns dann etwas zu kalt, bauen wir einfach wieder die Filter aus und zünden die ganzen Regenwälder an.

      Aber es gibt eine noch viel elegantere Methode (wir müssten dann nicht auf unser Sonntagsschnitzel verzichten):
      Es gibt etwa 10.000.000.000.000.000 Ameisen auf der Erde. Sie wiegen wesentlich mehr als gesamte Weltbevölkerung und machen ungefähr 15 Prozent der gesamten tierischen Biomasse auf dem Planeten aus. Rechnet man die Termiten hinzu, sind es 25 %. Dies sei dazu festgestellt, dass man sich die Größenordnung vorstellen kann.

      Die Menschen emittieren ca. 1% des aus Insektenatmung (Ameisen et al.) entstehenden Kohlendioxids. Sohin könnte man überhaupt am einfachsten damit die globalen Temperaturen steuern, indem man dieses eine Prozent mit Hilfe einer Skala von 1 - 10 Grad aufteilt - also ca. 0,1% Insekten-Biomasse entspricht 1°C. Will man es um ein paar Grade kühler haben, vernichtet man ein paar Zehnteprozente an Insekten. Am störendsten sind ja die Zecken und die Stechmücken. Ich empfehle daher Tus (macht Schluss mit lästigen Insekten) als Klimaregulans.

      Sie sehen, lieber H.F., man muss nur ein bisserl nachdenken, dann braucht man sich auch nicht mehr zu fürchten. Es gibt für alles eine Lösung. Wir Menschen sind eben die Krone der Schöpfung und wir machen uns nicht nur die Erde, sondern natürlich auch das Wetter untertan..

    • Paige
      01. August 2010 10:34

      Hopsa, dann müssten wir selbstverständlich mehr Filter einbauen, wenn wir es wärmer wollten - das Anzünden der Regenwälder ist aber eigentlich klimaneutral und somit vernachlässigbar (zwar sorgen die Partikeln für eine kurzfristige Abkühlung, aber durch das CO2 wird es gleichzeitig wärmer). Dennoch ist das alles in allem recht einfach... :-)

    • simplicissimus
      01. August 2010 11:18

      safari njema, bwana.

    • Gerhard Pascher
      01. August 2010 11:59

      Ich bin mir sicher, H.F. meldet sich hier unter einem neuen Pseudonym wieder.

    • georg tomandl (kein Partner)
      01. August 2010 12:00

      sg hf
      sie sind nicht allein mit ihrer meinung
      ich bin interessiert an politischer diskussion, bin aber nüchtern gesagt politisch viel zu weit weg von den meisten partnern diese blocks
      lggt

    • Paige
      01. August 2010 12:48

      Pioniere, die niemals aufgeben (wie ich), haben das technisch effizienteste und in der Handhabung höchst einfache Instrument zur globalen Temperaturregelung schon entwickelt. Eine gründliche Recherche führte mich zu dieser bahnbrechenden Erfindung, mit der sich das Klima nun garantiert retten lässt:
      Die Fly Gun
      http://www.amazon.de/gp/product/B001MBRAIG/ref=ord_cart_shr?ie=UTF8&m=A8I3C0MSBR9VF

    • Leopold Koller (kein Partner)
      01. August 2010 15:56

      @ Paige

      Na, das Geraet muss ich mir gleich besorgen. Hast Du auch Statistiken ueber die Gelsen?

    • tartaros (kein Partner)
      01. August 2010 15:58

      Na, mit diesem Kommentar haben Sie sich wieder selbst geschlagen. Empfindlich wie ein Mädchen und selbst immer fleißig herum dreschen. Das ist ja lachhaft. Typischer Linker halt.

    • Paige
      02. August 2010 06:49

      Leo, das finde ich nicht auf die Schnelle. Es sind aber sicher genug, um einige Grade zu regulieren...

    • Paige
      02. August 2010 07:12

      (Zusatz: vorausgesetzt, man glaubt an den CO2-Schwachsinn)

  20. RB (kein Partner)
    01. August 2010 07:48

    Kardinal Schönborn mag Fehler und Schwächen haben, zugegeben, aber JEDES
    Wort von ihm auf die Goldwaage zu legen und gegen ihn auszulegen ist auch
    nicht besonders christlich. Ein bissl Nachsicht, lieber Herr Dr. Unterberger wäre schon angebracht.
    Meine Eltern wurden eine Woche vor Kriegsende ausgebombt und standen vor dem absoluten Nichts, sind aber nicht ausgewandert......
    Wünsche einen schönen Sonntag!

    • Gennadi (kein Partner)
      01. August 2010 09:10

      Die Frage ist nicht, ob Kardinal Schönborn Fehler und Schwächen hat. Tatsache ist, dass er seine eklatante Uninformiertheit immer wieder wie eine Fahne vor sich herträgt.

    • Gerhard Pascher
      01. August 2010 12:04

      Zu den ständigen Angriffen auf Kardinal Schönborn zitiere ich den Bibelvers aus Johannes 8, Vers 7, wo Jesus sagt:
      "Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein".

  21. Heta (kein Partner)
    01. August 2010 02:24

    Also, bevor ich mich über Kardinal Schönborn entrüste, möchte ich doch gerne wissen, welches Buch genau er mit in den Urlaub nimmt. Ein Buch von wem? Und in welchem Gratisblatt hat er sich dazu geäußert? Warum, Herr Unterberger, an der Stelle so unkonkret?

    Den Schönborn-Satz „Wir hatten unvergleichlich weniger als heute. Waren wir unglücklicher?" würde ich nicht so abfällig kommentieren. Soll heißen: Wir hatten unvergleichlich weniger als junge Leute heute und konnten uns noch richtig freuen. Über das Fahrrad, das wir uns über Monate zusammengespart hatten, und dann kam der große Tag: Und es war da! Über die erste kleine Wohnung, die wir mit nichts als einer Matratze und ein paar Apfelsinenkisten als Bücherregal bezogen haben, kein Sozialamt, das uns mit Kühlschrank, Waschmaschine und allem anderen versorgt hat. Die Dinge waren durch Überfluss noch nicht entwertet. Und man lebte noch nicht blöde über seine Verhältnisse.

    Heute sitzt da eine 20-Jährige beim RTL-Schuldenberater Peter Zwegat und schämt sich nicht zuzugeben, dass sie wie eine Schwachsinnige 50.000 Euro Schulden angehäuft hat. Und Zwegat soll ihr, der Unmündigen, da wieder raushelfen. Nein, ich verstehe durchaus, was der Kardinal sagen wollte. Ob ich ansonsten mit ihm d’accord bin, steht auf einem anderen Blatt.

  22. Celian
    31. Juli 2010 14:59

    Schon in der Bibel steht geschrieben, dass diese Welt dem Untergang geweiht ist. Auch ist immer davon die Rede, dass Gottes Reich nicht von dieser Welt ist, und dass sein Reich kommen wird, um zu rächen die Toten und Lebendigen. Es kann also auf der Welt nicht besser werden, solange der Messias nicht zurückgekehrt ist. Schönborn befindet sich also in seinem Glauben, dass alles immer nur schlechter wird, in Übereinstimmung mit der Bibel.

    Die Bibel ist, wenn man so will, das erste Weltuntergangs-Buch der Geschichte, lange vor „Die Grenzen des Wachstums“ vom Club of Rome. Die hatten das Ende der Welt für das Ende des vorigen Jahrhunderts postuliert, was sie mittlerweile auf das Ende dieses Jahrhunderts revidiert haben, das Ende der Welt ist also nicht mehr so nah. Das läßt ein bißchen Luft, um sich nicht alle paar Jahre neu erklären zu müssen. Der Kardinal liest offenbar sowas wie die Bibel 2.0. Es darf also nicht verwundern, wenn der Kardinal solche Sachen liest. Das ist für ihn erbauliche Lektüre, vielleicht etwas seicht im Vergleich zur Bibel, aber er liest es ja auch im Urlaub.
    P.S..: Ich weiß, was
    der Kardinal im Urlaub liest, werde es aber hier nicht schreiben. Ich mache auch keine Werbung. Nein, es ist nicht der Fortsetzungsroman von den „Grenzen des Wachstums“.

    • RB (kein Partner)
      01. August 2010 07:35

      @Celian
      Gott wird sicher nicht kommen, um die Toten und Lebendigen zu RÄCHEN.
      Wünsche einen schönen Sonntag.

    • Celian
      01. August 2010 10:11

      RB
      Damits auch der RB versteht: nicht zu rächen, zu richten natürlich.

    • RB (kein Partner)
      01. August 2010 14:07

      @Celian
      Ganz schön überheblich liebe(r) Celian, "damits auch der RB versteht".
      ER wird auch nicht kommen, um zu RICHTEN, diese richtende Vorstellung von
      Gott ist MIR fremd.
      Ein sehr bekannter Jesuit hat einmal auf die Frage geantwortet, ob es eine Hölle gibt: "Ja, die Hölle gibt es, aber es ist niemand dort".
      Genau, das meine ich auch.
      Verstehen Sie es Celian?

    • Celian
      02. August 2010 08:17

      Na Sie sind gut, mir Überheblichkeit vorzuwerfen. Wer ist denn da krankhaft besserwisserisch wenn nicht Sie. Ihre Schlussfrage bezeugt das sehr deutlich.

      Aber gut, dann wird er eben auch nicht richten.
      Soll mir auch recht sein.

  23. SuPa
    31. Juli 2010 13:10

    Seit wann gehört die Gratispostille (Heute?) zur regelmässigen Lektüre des Herrn Andreas Unterberger? Einen Namen falsch schreiben, kann doch auch vorkommen. Dies ist gestern auch AU im Blog beim Gastkommentar des Herrn Bretschneider passiert (aber heute schon korrigiert).
    So wie manche Medien derzeit auf KHG losgehen, macht es AU mit dem Herrn Schönborn.
    Ich wünsche allen eine schöne "Saure-Gurken-Zeit".

    • Celian
      31. Juli 2010 15:45

      Da sehen Sie mal, welche Strapazen A. U. auf sich nimmt, damit er einen neuen Kommentar schreiben kann und Sie was Schönes zum Lesen haben. Und sich nicht mit diesem niveaulosen Blatt weiter beschäftigen müssen. Ich finde das richtig nett von ihm!

      Dass man einen Namen falsch schreiben kann, kann durchaus vorkommen. Es ist nur die Frage, ob die Leserschaft der betreffenden Postille imstande ist, einen solchen Fehler zu bemerken. Bei „heute“ passiert dergleichen unbemerkt, hier hingegen nicht. Ein Seitenhieb auf das Lesepublikum von „heute“.

  24. Josef Maierhofer
    31. Juli 2010 11:40

    Ob der Herr Kardinal mit seinem öffentlichen Gelaber Gutes tut ?

    Ist es ein Handel, wir publizieren die letzten 5 Missbrauchsfälle nicht, dafür laberst Du halt, was uns gerade so passt ?

    Ist es persönliches Geltungsbedürfnis der Herrn Kardinals ?

    Ganz sicher gilt hier auch: 'Si tacuisses, philosophus mansisses.'

    ... und der Schaden an der Kirche wäre auch ein kleinerer.

    Verantwortung hiesse, sich um die Kirche, um die Herde zu kümmern und nicht um alles Unnötige, das nicht dazu gehört.

    Die heutige Gesellschaft hat 2 gefährliche Viren: Verantwortungslosigkeit und Dummheit.

    Fürchten Sie sich, Herr Kardinal ! Am besten vor sich selbst.

  25. socrates
    31. Juli 2010 11:31

    F.J.Reichenberger schrieb einst:" Christen haben im WW II auf beiden Seiten gekämpft, Freimaurer und andere nur auf einer Seite". Die Angriffe auf die RKK sind halt die Antwort darauf. Die Selbstbeschmutzung wird wie üblich von den deutschsprachigen Medien und Kirchen betrieben. Meine Hochachtung gehört Papst Benedikt XVI, so gescheit in diesem Alter möchte ich sein.

    • Undine
      31. Juli 2010 13:34

      @sokrates

      Ja, die Feinde im eigenen Land sind immer die schlimmsten. Leider scheint dieses Phänomen vor allem im deutschsprachigen Raum beheimatet zu sein; da ist es mindestens seit Beginn des vorigen Jahrhunderts tief verwurzelt. Dieses Phänomen hat die Farbe ROT.

    • Undine
      31. Juli 2010 14:15

      .........und in den letzten Jahren GRÜN!

    • simplicissimus
      01. August 2010 12:02

      undine: sie haben vollkommen recht.

  26. Martin Bauer
    31. Juli 2010 11:13

    Was nimmst Du mit, auf eine einsame Insel?
    Jährlich wiederholt sich dieses Gewinsel.
    Ich tippe einmal- nein ich möchte wetten!
    Ein Handy und viele Stangen Zigaretten.

    PS für die Nichtraucher:

    Im Grunde ist es völlig Eins.
    Ein Handy und Kisten besten Weins.

    • Martin Bauer
      31. Juli 2010 11:14

      Bin gespannt, was der Graf dazu sagt :-)

    • socrates
      31. Juli 2010 11:41

      "Der Peloponnesische Krieg" , er sagt mehr über die heutige Politik als alle Medien zusammen! Daher wurde die humanistische Bildung abgeschafft.

    • Kurt22
      31. Juli 2010 12:35

      Ich würde mir zu Handy und vielen Stangen Zigaretten noch ein Boot mitnehmen.

    • Graf Berge von Grips
      31. Juli 2010 13:33

      Neppomuck und ich, so lautet die Kunde!
      Einen Dritten brauchen wir nicht im Bunde. :-)

  27. Samtpfote
    31. Juli 2010 10:26

    Da ich mir den verständlichen Luxus leiste, auf öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten und ich daher auch nicht in die Verlegenheit komme, beim Wegräumen der unzähligen Heute-Blättchen ungewollt die Head-Lines zu lesen, ist mir die Art der zur Diskussion stehenden Urlaubslektüre nicht bekannt.

    Nicht dass dies mir ab sofort schlaflose Nächte bescheren würde - Gott mög' verhüten - aber ein kleiner dezenter Hinweis auf die entsprechenden Details wäre hier sicher angebracht gewesen.

    Wie so oft, lässt uns AU ein Faken-Sudoko zukommen, ohne eine geeignete Gebrauchsanleitung mitzuliefern.

    Sollte hier jemand die Lösung wissen, bitte vor den Vorhang, auf das selbiger nicht weiterhin die Details verhülle.

    • Paige
      31. Juli 2010 10:33

      Nun, der Autor will wahrscheinlich nicht auch noch Werbung für die Urlaubslektüre des Kardinals machen... :-)

  28. A.K.
    31. Juli 2010 10:06

    Die Kommentare zu „Urlaubslektüre zum Fürchten“ (Dr. Unterberger, 31. Juli 2010) erscheinen mir teilweise nicht auf dem sonst im Tagebuch gewohnten Niveau. Ich möchte hier nicht versuchen, Kardinal Schönborn in Schutz zu nehmen, das braucht er wohl nicht und ich bin dazu auch kaum geeignet, - aber Christen sollten ihren Nächsten – auch ein Kardinal gehört dazu – zunächst wohlwollend gegenüberstehen. Ich habe mich auch schon mehrfach darüber geärgert, wenn vom Kardinal Schönborn „knieweiche“ oder leicht „grüne“ Akzente gesetzt wurden. Aber auch er darf Neigung zu eigenartiger Lektüre bekennen, und - vielleicht untaugliche - Versuche mit der „Welt“ ins Gespräch zu kommen, machen.
    Bei Ignatius von Loyola gibt es folgende Zitate: „Je scharfsichtiger jemand in der Erforschung der Fehler der anderen ist, desto nachlässiger ist er in der Erkenntnis der eigenen“. Und:
    „Ihr sollt einander nicht bloß jederzeit schätzen und lieben, sondern ihr sollt diese Liebe auch über alle verbreiten“.
    “Hüte dich, die Handlung irgendeines Menschen als Vergehen zu beschuldigen; man muß die Gesinnung seiner Nächsten berücksichtigen, welche oft gut und unschuldig sein kann, wenn auch das Äußere der Tat verwerflich zu sein scheint.“

    • Celian
      31. Juli 2010 11:08

      Der Kardinal hat halt noch einen weiten Weg der Erkentnnis vor sich.

  29. Undine
    31. Juli 2010 09:03

    Ach, du meine Güte, da fehlt ja nur noch, daß er als nächste Lektüre den Nostradamus wählt!
    Schönborn ist bedauerlicherweise weich wie Wachs in den Händen der Grünen.

    • H1Z
      31. Juli 2010 12:25

      Ich würde Herrn Schönborn und auch allen Lesern dieses Blogs das wirklich Augezeichnete Buch UNTER LINKEN (von einem, der aus versehen konservativ wurde) von Jan Fleischhauer, empfehlen.

    • inside
      31. Juli 2010 13:36

      H1Z

      Wurde hier schon - mit Recht! - seit Oktober 2009 ca 30x empfohlen. :-)

    • Celian
      31. Juli 2010 15:01

      Leider immer noch zu wenig. Man kann gute Bücher nicht genug oft empfehlen. Sonst lebten wir ja in einer anderen Welt.

    • fosca
      01. August 2010 02:52

      Stimmt, dieses Buch kann man nicht oft genug empfehlen und gehört sozusagen zur Grundausstattung jeder ernstzunehmenden Bibliothek.
      ENTLARVEND!

  30. brechstange
    31. Juli 2010 08:44

    Anstatt Fels in der Brandung zu sein, dient sich die Kirche immer mehr an die PC an und merkt dabei nicht, dass man dabei mehr verliert als gewinnt.

    • Gerhild Baron
      02. August 2010 18:50

      Brechstange: ich würde lieber sagen "die österreichische Kirche". Zum Glück geschieht dies nicht in allen Ländern.

  31. Brigitte Imb
    31. Juli 2010 04:42

    Interessant, die r. kath. Kirche, bzw. ein namhafter Vertreter dieser, versucht sich wieder einmal öffentlich in der "Farbenlehre" zu etablieren.

    Wundern darf das allerdings keinen, schon gar nicht die ChristlichsozialInnen, die seit geraumer Zeit der Familie abschwören und lauwarme Gspusis salonfähig zu machen versuchen. Diktatorisch, per Gesetz.
    Da braucht ein Paradigmenwechsel der r.k. Kirche gar nicht erstaunen, einst gemeinsame Grundfesten sind geborsten.

    Andrerseits, Seine Eminenz erachte ich als gebildet und intelligent, umsomehr verwundert mich dessen politisch korrektes Mitteilungsbedürfnis an seine wenigen, verbliebenen Schäfchen.

    Ist ein Schaf nicht weiß und sollte ein r.k. Kirchenvertreter nicht politisch neutral in Erscheinung treten?

  32. Dr. Dieter Zakel MA
    31. Juli 2010 02:22

    DAs Problem der Kirche ist dass sie immer weniger Teil der Gesellschaft ist. Das führt zu allen möglichen skurrilen Phänomenen: So wie jetzt eben zu diesem.

    • Anna F. (kein Partner)
      01. August 2010 20:09

      Was ist die Alternative? Wollen Sie Herr Dr. Zakel wieder Bücher verbrennen?

      Sie finden einen Kardinal skurril, der Bücher aus dem ganzen Spektrum an Autoren und Meinungen liest. Warum das?

      Eine verweltlichte, gleichgemachte, angepasste Kirche ist doch widersinnig.

      mfg Anna





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung