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Wenn ein Prominenter stirbt

Ein guter und lieber Freund ist gestorben, den ich seit Teenager-Zeiten kannte. Das gehört nicht unbedingt in dieses öffentliche Tagebuch, auch wenn er ein sehr beliebter Schauspieler war.

Gäbe es nicht ein erschütterndes Erlebnis vor wenigen Tagen: Ich wurde in seinem Auftrag zu einer kleinen Geburtstagsfeier ins Krankenhaus gebeten. Es ging ihm schon sehr schlecht, die Prognosen waren deprimierend und er nahm seine Umwelt offensichtlich nur noch durch eine Nebelwand wahr.

Was aber empfing mich - und ein paar Dutzend andere Gäste? Zwei Fernsehkameras und eine ganze Reihe von Society-Reportern mit Kameras. Sie waren von Freunden aus der Schauspielerwelt dorthin bestellt worden. Wie ein Ausstellungsstück ließen sie dort ihren total abgemagerten und apathischen Kollegen photographieren und abfilmen - aber in Wahrheit vor allem sich selber. Und als Vorwand sangen sie halt ein paar Lieder oder produzierten einige Zaubertricks.

Sie hatten dieses unwürdige Schauspiel ganz offensichtlich nur zu einem Zweck inszeniert: Um durch den kranken Star selbst wieder einmal in die Medien zu kommen. Ziemlich widerlich.

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