Ein Kaleidoskop teutonischen Irrsinns wird zur "Chronik des Untergangs"

Lesezeit: 3:00

Als Beobachter aus Österreich, wo ja wahrhaft auch nicht alles zum Besten steht, möchte man einfach nicht für möglich halten, mit welcher Vehemenz und Inbrunst starke Teile der deutschen Gesellschaft daran arbeiten, sämtliche Grundlagen dessen zu zerstören, was die Stabilität und den Erfolg Deutschlands bis vor nicht allzu langer Zeit ausgemacht hat. Die kollektive Freude an der Selbstbeschädigung ist beinahe mit Händen zu greifen.

Allen voran im bizarr anmutenden Treiben: die deutsche Bundesregierung, der Bundestag und die regierungsaffinen Staatsmedien – Hand in Hand mit einer völlig außer Rand und Band geratenen Antifa, die von der schwarzroten Regierung gegen die einzig ernstzunehmende Opposition im Lande von der Leine gelassen wird. Es wird künftigen Generationen von Historikern und Sozialwissenschaftlern obliegen, herauszufinden, welche Dämonen die Mehrheit der Deutschen spätestens ab der Jahrtausendwende zu einer derart gnadenlosen Autoaggression getrieben haben.

Ramin Peymani, ein aus dem Iran stammender Kritiker des rezenten Regierungskurses, hat eine, wie er es nennt, "Chronik des Untergangs" verfasst, in der er die Kanzlerschaft Angela Merkels kritisch unter die Lupe nimmt. Der ehemalige Banker, Publizist und FDP-Politiker leuchtet gründlich jeden einzelnen Raum des Tollhauses namens Deutschland aus, dessen Fundament dank der von linken Kräften seit 1968 geleisteten Wühlarbeit immer mehr und immer tiefere Risse aufweist.

Vom hilflosen Umgang mit auffallend häufig delinquenten Zuwanderern aus archaischen Gewaltkulturen, über die Würdigung haarsträubender Begebenheiten, wie etwa die "Energiewende", die Ereignisse auf der Kölner Domplatte in der Silvesternacht 2015, eine frei erfundene "Menschenjagd" in Chemnitz 2018, die immer stärker grassierende Klimahysterie, die nirgendwo auf dem Planeten so hemmungslos ausgelebt wird wie in Deutschland, den angeblich rechtlich nicht bindenden Migrationspakt, bis hin zur traurigen Rolle Angela Merkels in ihrem Berliner Führerbunker: ein Kaleidoskop des teutonischen Irrsinns.

Die Politik Angela Merkels, ihre selbstherrliche und ungebremste Art, sich über Regeln und Gebote hinwegzusetzen und ihre vermeintliche Moral über jedes Gesetz zu stellen, belastet Deutschland mit einer gewaltigen Hypothek, an der künftige Generationen noch schwer zu tragen haben werden. Rechtsstaat, Demokratie und Meinungsfreiheit werden gnadenlos korrumpiert. Eine völlig unkritische Journaille, die sich in der Rolle einer regierungshörigen Propagandamaschine bequem eingerichtet hat, hilft dabei, den Weg in den dritten Totalitarismus zu ebnen, den Deutschland seit 1933 erlebt.

Als im Iran geborener und im Kindesalter, zusammen mit seinen Eltern vor Ayatollah Khomeinis klerikalfaschistisch-schiitischem Regime geflohener Christ, weiß der Mann um die Gefährlichkeit jener totalitären Politreligion, die sich soeben – einmal mehr – anschickt, Europa zu erobern. Als bekennender "Hayekianer" kennt er darüber hinaus die Überlegenheit liberaler Ideen und die alles zerstörenden Kräfte des Sozialismus – in welches Gewand der sich auch hüllen mag und wie auch immer er sich gerade zu benennen beliebt.

Der 732. Versuch endlich den "richtigen" Sozialismus zu verwirklichen, wird nicht anders enden, als alle Anläufe bisher: Im Desaster und in der Gleichverteilung des Elends für alle.

Peymani zeigt die Entwicklungen unter der Fuchtel einer vermeintlich christdemokratischen Kanzlerin, die in der kommunistischen Jugend der "DDR" sozialisiert worden ist und die ihre ideologischen Wurzeln bis heute nicht verleugnen kann und vermutlich auch nicht will.

Die politische Klasse trägt allerdings nicht die Alleinschuld am Niedergang Deutschlands. Die Medien liefern einen entscheidenden Beitrag dazu, weil sie offenkundig die systematische Desinformation der Öffentlichkeit auf ihre Fahnen geschrieben haben. 

Chronik des Untergangs: Ist es für uns wirklich erst 5 vor 12?
Ramin Peymani
Books on Demand, Norderstedt
228 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-748128-54-0
12,95,- Euro

 Andreas Tögel, Jahrgang 1957, ist Kaufmann in Wien.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    10. April 2019 23:55

    In der extrovertierten Phase fallen sie über ihre Nachbarn her, den Franzos´, den Russ´, das perfide Albion. In der introvertierten, pazifizierten, über sich selbst. In Form von Energiewende, Dieselverbot oder hypermoralinsaurer Selbstverleugnung als Volk, die sie sich in ihrer grenzenlosen Dummheit als Gipfel der Humanität verkaufen.

    Auf jeden Fall muß es Spektakel geben im Reich, in jenem gärigen Haufen, der am besten nie von Bismarck zusammengefügt worden wäre.

    Gib dem Deutschen eine Pistole mit einer Patrone, und er wird sich voller Dankbarkeit ins eigene Knie schießen. Gib ihm noch eine, dann ist sein Glück vollkommen, denn dann kann er sich auch ins zweite schießen.

    Das übrige Europa? Das darf sich wie immer warm anziehen, wenn es ein weiteres Mal heißt: am deutschen Wesen....

  2. Ausgezeichneter KommentatorJulius C
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    11. April 2019 08:21

    „Denk ich an Deutschland in der Nacht,
    Dann bin ich um den Schlaf gebracht“

    Heinrich Heine (herausgegeben 1844!)

  3. Ausgezeichneter KommentatorDr. Hans Christ
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    13. April 2019 01:56

    Bedauerlich ist jedoch, dass auch Peymanis FDP keine Gelegenheit auslässt, der AFD den Mantel des Paria umzuhängen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorDr. Hans Christ
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    13. April 2019 01:56

    Bedauerlich ist jedoch, dass auch Peymanis FDP keine Gelegenheit auslässt, der AFD den Mantel des Paria umzuhängen.

alle Kommentare

  1. Konrad Loräntz
    15. April 2019 12:24

    .. überfallen ...:
    Da kann man Ihnen nur raten: Lernen´s Geschichte.
    Es hat zwar 100 Jahre gedauert, aber mittlerweile darf man erfahren, wer den WK 1 unbedingt anzetteln wollte.

  2. Dr. Hans Christ (kein Partner)
    13. April 2019 01:56

    Bedauerlich ist jedoch, dass auch Peymanis FDP keine Gelegenheit auslässt, der AFD den Mantel des Paria umzuhängen.

  3. Julius C
    11. April 2019 08:21

    „Denk ich an Deutschland in der Nacht,
    Dann bin ich um den Schlaf gebracht“

    Heinrich Heine (herausgegeben 1844!)

  4. oberösi
    10. April 2019 23:55

    In der extrovertierten Phase fallen sie über ihre Nachbarn her, den Franzos´, den Russ´, das perfide Albion. In der introvertierten, pazifizierten, über sich selbst. In Form von Energiewende, Dieselverbot oder hypermoralinsaurer Selbstverleugnung als Volk, die sie sich in ihrer grenzenlosen Dummheit als Gipfel der Humanität verkaufen.

    Auf jeden Fall muß es Spektakel geben im Reich, in jenem gärigen Haufen, der am besten nie von Bismarck zusammengefügt worden wäre.

    Gib dem Deutschen eine Pistole mit einer Patrone, und er wird sich voller Dankbarkeit ins eigene Knie schießen. Gib ihm noch eine, dann ist sein Glück vollkommen, denn dann kann er sich auch ins zweite schießen.

    Das übrige Europa? Das darf sich wie immer warm anziehen, wenn es ein weiteres Mal heißt: am deutschen Wesen....

    • pressburger
      11. April 2019 15:29

      Leider, exempla trahunt, warum macht es Kurz den Deutschen nach ?

    • logiker2
      15. April 2019 16:25

      @Pressburger, weil er vermutlich auch einmal mächtigste Frau der Welt werden will.





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