Der Abschied der Konservativen von der Marktwirtschaft

Lesezeit: 0:30

Bedenkliche Entwicklungen in Deutschland und Österreich.

Link: https://www.agenda-austria.at/wer-braucht-noch-sozialisten/

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  1. Claudius
    17. Februar 2019 19:37

    Gerade in ostasiatischen Ländern wie die VR China, die ein kommunistisches Land ist abera auch das westlich geprägte demokratische Taiwan (Republik China), Japan und Südkorea, auch wieder zwei westliche marktwirtschaftliche Länder ist als Gemeinsamkeit zu erkennen:

    DER DORTIGE STAAT, also die dortige jeweilige Regierung hat jeweils zu ihrer Zeit die Weichen gestellt und die Anreize geschaffen und die Initiative übernommen um eben die genannten Länder

    VR China
    Taiwan
    Japan
    Südkorea

    wirtschaftlich auf Vordermann zu bringen.

    Diese vier genannten Ländern sind nicht deswegen an die technologische u. industrielle Spitze der Weltwirtschaft gekommen weil man dort ganz allein auf die Initiative der Privatunternehmer vertraute und darauf vertraute dass die Bevölerung ihr Geld in Risikokapital anlegt.

    Nein es war in allen diesen 4 Ländern das intelligente jeweils passende jeweils auf die Länderspezifika genau abgestimmte Balance von:

    Einerseits:

    Staatlichen Initiativen, staatichen Steuererleichterungen, bzw die staatliche Zollpolitik die aber jeweils genau richtig immer wieder angepasst & verändert wurden. Diese ostasiatischen Staaten haben es verstanden eben ihre wirtschaftlichen u. gesetzliche Stellschrauben genau richtig immer wieder ein zu stellen.

    Und andererseits der Eigeninitiative der risikofreudigen innovativen Privatunternehmer wie z.B. Sakichi Toyoda & Kiichiro Toyoda (Gründer d. Fa. Toyota), Soichiro Honda.(Gründer v. Fa. Honda), Chung Ju-yung (Gründer v. Hyundai, Korea) usw.

    Der Hauptfocus lag dabei in der extrem langsamen über Jahrzehnte gehenden Marktöffnung! Die Regierungen der 4 genannten Länder warteten so lange mit der Öffnung ihrer Heimmärkte für ausländ. Anbieter in den indurstriellen Schlüsselindustrien:

    Bis eben die eigene Industrie im eigen Land stark genug war um Paroli bieten zu können: Hinsichtlich Qualität und Preis.

    Für weltweit tätige Stahlfirmen öffnete man erst dann den eigenen Markt als es bereits im Inland sehr potente Stahlfirmen gab.

    Für weltweit tätige Autoexporteure öffnete man erst dann den eigenen Markt als es bereits im Inland sehr potente Autofirmen gab usw.

    Alle 4 genannten Länder haben es durch:

    STAATLICHE - HÖCHST INTELLIGENTE - INDUSTRIEPOLITIK

    geschafft von Armenhäusern an die kompetitive Spitze der Weltwirtschaft zu kommen. Armenhäuser haben sich in wohlhabende exportorientierte Industriegesellschaften gewandelt: Die vier Länder haben es vorgezeigt.


    Der Herr Dr. Schellhorn findet es komplett super dass sich China die allerbesten und allerschönsten Filetstücke der europäischen Hochtechnologie zusammenkauft.

    Die besten Roboterproduzenten die es in Deutschland, Österreich u. Europa gibt - Dr. Schellhorn findet es super dass sich die v. e. kommunistischen Zentral-Regierung geleitete chines. Wirtschaft da wie am Supermarktregal bedient.

    Was Österreich betrifft: Fast jeder Österreicher ist der Meinung dass die Fa. FACC in Ried im Innkreis nach wie vor ein "österreichisches Unternehmen" ist:

    Mitnichten!

    Die Besitzverhältnisse bei der FACC: "Am 3. Dezember 2009 gab FACC bekannt, dass 91,25 % vom chinesischen Flugzeugbauer Xi’an Aircraft (XAC) übernommen wurden. Im Besitz der ACC blieben 5 % des Unternehmens, und 3,75 % gehören weiterhin Stephan." - So schaut es aus: 91,25% gehören den Chinesen.

    Für Dr. Schellhorn und den chinesischen staatliche Industriepolitikern möchte ich hier ein Liste anführen:

    Wie wäre es für die Chinesen sich auch noch diese Firmen (mitsamt ihrem Technologievorsprung) zu kaufen - weil ja bis zum Jahr 2049 die VR China industriell an der Spitze

    - Plansee Group - mit Sitz in Tirol hat Hochtechnologie auf ihrem Gebiet: https://www.plansee.com/de/plansee-group.html

    - Die Fa. Doppelmayr aus Vorarlberg - Weltmarktführer mit dementsprechender Technolgie siehe: https://www.doppelmayr.com/

    - Fa. AVL List mit Sitz in Graz - hat Hochtechnologie siehe: https://www.avl.com/

    - Fa. Plasser & Theurer ist Weltmarktführer bei Gleisbaumaschinen mit dementsprechender Technologie, siehe: http://www.plassertheurer.com/de/hom/index.html

    - Die Deutsch-Österreichische Firma König & Bauer produziert Druckmaschinen und ist Weltmarktführer bei der Herstellung von Banknoten-Druckmaschinen. Hauptsitz in Würzburg (Deutschland) hat aber ein großes Werk südlich v. Wien in Maria Enzersdorf

    Und jetzt kommt's: Laut Wikipedia wird ist in Maria Enzersdorf folgendes: " ...Die Maschinenfabrik KBA Mödling AG ist spezialisiert auf die Herstellung von Wertpapierdruckmaschinen. Laut eigenen Aussagen werden 90 % aller Banknoten weltweit auf deren Druckmaschinen hergestellt. An den beiden Standorten Maria Enzersdorf bei Mödling und Ternitz im südlichen Niederösterreich wurden 2013 ca. 700 Mitarbeiter beschäftigt. Großer Wert wird auf die Ausbildung gelegt. ..."

    Webseite: https://www.koenig-bauer.com/de/

    - die Waagner-Biro Bühnentechnik ist Weltmarktführer oder zumindest Beinahe-Weltmarktführer beim Bühnenbau (mit dementsprechender Hochtechnologie) in allen Theatern u. Opernhäusern der Welt. Sitz in Wien, siehe: https://www.waagner-biro.com/de/sparten/buehnentechnik/ueber-uns

    Also Herr Dr. Schellhorn und liebe Industriemanager aus der VR China im Dienste der dortigen Regierung: Wie wärs bei diesen österreichischen Top-Filetstücken in Bezug auf Hochtechnologie zu zu greifen. Alle genannten Firmen wären sehr gut geeignet um das

    Ansehen
    Prestige
    Stolz

    der VR China zu erhöhen und darüber hinaus einen Beitrag zu liefern dass die der Technologievorprung der VR China auch in der Zukunft abgesichtert wird. Diese genannten Firmen wären im Falle eines Zukaufs durch den staatichen chines. Industrie-Zukaufsfonds hervorragend geeigent die Vorgaben des letzten Parteitags der Kommunistischen Partei der VR China K.P.C. in Bezug auf die Ziele für das Jahr 2049 zu erfüllen!

    - da ist in meinen Ausführungen ein bisschen beißende Ironie dabei.

    Ich halte es für eine total falsche Ansicht dass es für mittel-westeuropäische Staaten wie z.B. Bundesrep. Deutschland oder Republik Österreich das Allerbeste ist wenn es keine Industriepolitik gibt!

    So nach dem von Schellhorn & Konsorten verbreiteten Motto: "Aus der Wirtschaftspolitik, aus der Industriepolitik, aus der Standortpolitik oder aus der Technologiepolitik - ja bitte da soll sich doch die Bundesregierung heraußen halten! Diese Regierungsmitglieder mit ihren Beamten und sonstigen "Staatsbediensteten" sind doch viel zu dumm. Die haben doch nix kapiert, die wissen nicht was eine Aktie oder eine Börse ist und sie glauben dass 7 Wochen Mindesturlaub für alle und mehr Feiertage wie den Karfreitag für alle das beste für die österr. Wirtschaft ist & ähnlichen Schmonzes."

    Weil halt ein jeder "Staatsbedienstete" oder "Regierungsbedienstete" oder - Gott behüte sogar "Beamter" oder "Vertragsbedienstete"

    per se zu deppert und zu dämlich ist um auf dem Gebiet der Industriepolitik einen Stich zu machen.

    Als vor ein paar Tagen der Dt. Wirtschaftsminister Altmeier mit ein paar Ideen und Vorschlägen in Bezug auf so etwas wie Industriepolitik - etwas was man auch als Technologiepolitik bezeichnen kann an die Öffentlichkeit trat wurde Altmeier gleich am nächsten Tag

    wie eine Sau durchs Dorf getrieben & herunter gemacht & lächerlich gemacht. Die Schellhorns und Konsorten haben sich aufgeregt und regen sich weiter auf:

    Ja um Gottes willen - wo kommen wir denn da hin. Soll es jetzt wirklich so etwas wie eine Industriepolitik oder eine strategische Technologiepolitik geben?

    Ist das nicht der pure Wahnsinn? Ja wird denn da nicht die wirtschaftliche Freiheit gleich abgeschafft? Was kann man sich denn von einem Wirtschaftminister erwarten? Was kann man sich denn von einem "Staatsbediensteten" erwarten? Wo wir ja doch alle wissen dass diese Leute viel zu blöd sind.

    Mein Bitte und sogar mein Appell an Dr. Schellhorn: Bitte denken Sie doch nach, gehen Sie in sich und werden Sie vernünftig.

    • Zraxl (kein Partner)
      19. Februar 2019 15:20

      Der Erfolg der genannten Länder liegt darin, dass sie Unternehmen arbeiten lassen. Die erfolgreiche Industriepolitik besteht darin, die industriellen Abläufe so wenig wie möglich zu stören.
      Gegen die Möglichkeiten, die private Unternehmen in der chinesischen Sonderwirtschaftszone haben, wirken selbst die USA wie ein kommunistischer Staat. DAS ist der Schlüssel zum Erfolg.

      Die europäischen Regelungen, von Arbeitsplatzregelungen über DSGVO bis RoHSx, und natürlich die aberwitzigen Steuern kosten sehr viele Arbeitsplätze und werden Europa sehr bald seinen Platz an der Sonne kosten.





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