Der Oberbefehlshaber und unser Heer

Lesezeit: 3:00

Das österreichische Bundesheer befindet sich in einem nicht verfassungskonformen Zustand. Das geht aus dem Tagesbefehl zum Jahreswechsel von Bundespräsident Alexander van der Bellen hervor. Alleine diese Feststellung des österreichischen Bundespräsidenten lädt zum Nachdenken ein.

Der Zustand eines Heeres ändert sich ja üblicherweise nicht von einem Tag zum anderen, nicht über Nacht. Das braucht schon seine Zeit und etliches muss passiert sein, dass es so weit gekommen ist. Da darf man schon fragen, wer hatte denn die Verantwortung über unser Militär während der letzten zehn Jahre? Namen wie Darabosund Klugfallen einem ein, die stets bemüht waren das Heer mitsamt der Miliz auszuhungern. Selbst die Militärmusikkapellen wurden geopfert, um das Heeresbudget auch nur einigermaßen über die Bühne zu bringen.

Ich gehe aber davon aus, dass der Bundespräsident mit seiner Aussage nicht Tagespolitik betreiben möchte, und er damit keineswegs der jetzigen türkis-blauen Regierung und dem Verteidigungsminister Kunasek eins auswischen wollte. Als Oberbefehlshaber ist er offensichtlich über den aktuellen Zustand des Bundesheeres ehrlich besorgt und mahnt mit aller Deutlichkeit eine rasche Änderung zum Besseren ein.

Der Wandel vom grünen Saulus zum rot-weiß-roten Paulus mag ihm möglicherweise nicht leicht gefallen sein. War doch das Heeresbudget zur Zeit des grünen Bundessprechers Van der Bellen nicht gerade eines, für dessen Aufstockung sich die Grüninnen und Grünen besonders stark machten – eher im Gegenteil ...

So mahnt Van der Bellen rechtzeitig für die kommenden Budgetverhandlungen ein entsprechend hoch dotiertes Heeresbudget ein. Problematisch könnte aber seine Ansage sein, dass "er daher bei den diesbezüglichen Budgetverhandlungen ein wachsames Augeauf die Wiederherstellung eines verfassungskonformen Zustandes des Bundesheeres haben wird".

Gegen ein wachsames Auge als interessierter und besorgter Oberbefehlshaber des Heeres wird niemand etwas einzuwenden haben. Vorsichtig sollte der Bundespräsident mit allfälligen Konsequenzen seines ‚Zuschauens’ sein. Eine aktive Mitwirkung an der Ausarbeitung des Budgets sieht unsere Verfassung für den ersten Mann im Staate nicht vor. Dieses Recht gibt ihm die Verfassung nicht. Um so weniger kann er einen Budgetentwurf der Bundesregierung abändern oder gar verhindern, und schon gar nicht das vom Parlament beschlossene Budgetgesetz.

Wie gesagt, eine bemerkenswerte Feststellung des Bundespräsidenten, die er da zum Jahreswechsel seinen Soldaten zur Kenntnis bringt. Noch auffallender ist aber die von ihm vorgenommene Reihung der Heeresaufgaben.

Van der Bellen nennt als erstes"den Schutz der inneren Ordnung des Staates zu gewährleisten". Da darf man schon laut fragen "Wie bitte?!"

Die Aufrechterhaltung der Ordnung im Inneren Österreichs obliegt allemal der Polizei – und nicht dem Bundesheer. Militär kann vom Innenminister unter bestimmten Voraussetzungen zu Assistenzeinsetzen angefordert werden, wie z.B. zuletzt für Sicherheitsdienste zum Personen- und Gebäudeschutz ausländischer Vertretungsbehörden.

Ein ehemaliger grüner Spitzenpolitiker denkt an Soldaten zur Aufrechterhaltung der Ordnung innerhalb des österreichischen Staatsgebietes! Was da wohl ein anderer ehemaliger Grünpolitiker JETZT dazu sagen wird, nämlich Peter Pilz, der große Freund von Uniformen im Stadtbild?

Was mag den Herrn Bundespräsidenten überhaupt auf diesen Gedankengang gebracht haben, dass er sich dermaßen um den Schutz der inneren Ordnung sorgen muß? Sicherlich nicht die stets friedlichen Donnerstagsdemonstrationen – aber vielleicht die Vorfälle beim letzten Wiener Derby Austria gegen Rapid und deren eher suboptimale Bewältigung?

 Dr. Günter Frühwirth ist Jurist und begeisterter Bahnfahrer. Die gesellschaftspolitische Entwicklung Österreichs verfolgt er mit aktivem Interesse.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSensenmann
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2018 21:11

    Ihro Ökosenilität belieben bisweilen zu salbadern.

    Daß das Heer seit JAHRZEHNTEN nicht seinen verfassungsmäßigen Auftrag erfüllen kann, ist ja nix Neues unter der ööösterreichischen Sonne. Die grünen Khmer haben ja die Wehrkraft in Zusammenarbeit mit Sozis und deren alter Bolschewikenhure ÖVP seit eh und je zersetzt.
    Da erscheint das Gejammere doch ein wenig unglaubwürdig nicht?
    Aber gewähren wir seiner Senilität die Gnade der Demenz. Zumindest weiß er in Gegenwart, was sich gehörte.

    Allerdings: Die Unfähigkeit der höheren Führung wird auch durch mehr Geld nicht besser.
    Das beginnt bei der Beschaffung: Untaugliche Ausrüstung von den Handschuhen angefangen bis zur Kampfweste mit Handgranatentaschen, in die keine Handgranaten passen, eine Schutzmaskentasche, an der man sich erwürgt usw.
    Keine brauchbaren MG-Gurtkästen (seit Jahrzehnten) und keine Gurttrommel (das MG könnte ja sonst sogar nach Stellungswechsel im Dreck funktionieren, was ja nicht sein darf in einer Operettenarmee, wie sie sich Sozis wünschen) dafür die Schnapsidee (zu der keine Armee der Welt bisher fähig war) dem MG Schützen 1 auch noch ein Sturmgewehr umzuhängen!

    Wie überall Unfähigkeit gemildert durch Korruption und gepaart mit Minderwertigkeit, wie man es in diesem Dreckstaat seit eh und je gewohnt ist.

    Leider ändert sich auch durch die neue sch.-bl.-Regierung gar nichts.

  2. Ausgezeichneter KommentatorBürgermeister
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2018 08:24

    Ich traue einem linken Politiker mittlerweile keine Aufrichtigkeit in seinen Aussagen oder Handlungen mehr zu. Ich denke die Aktion ist eher im EU-Verbund zu sehen.

    Die EU hat das Problem, dass sie die nationalen Regierungen schrittweise entmachtet - ohne die Bundes- besonders aber die Landesstellen danach auch aufzulösen. Die Art der Machtaneignung wird aber von der Bevölkerung nicht akzeptiert. Die Vielgleisigkeit wird nicht akzeptiert. Es gibt nie 2 Mächte, es gibt immer nur eine die bestimmen kann - alles andere führt nur zu Chaos.

    Ich könnte mich genauso gut auf die Straße stellen und zum "König von Europa" ausrufen. Mitleidigere Charaktäre würde mir wohl einen Euro in die Hand drücken - Skandal!!! So etwas als König.

    Die EU tut es.

    Um den Machtanspruch europaweit durchzusetzen braucht man eine Exekutive - und auch militärische Gewalt. Wenn es dazu aber wirklich kommen sollte, wenn wir französiche, belgische, tschechische Mix-Truppen hier in Österreich kriegen, dann wird man den einen oder anderen wohl durch Kopfschuss von seinen EU-Visionen heilen. Wenn man es wagen sollte das eigene Heer gegen die eigenen Leute einzusetzen (Sozialisten haben ja weltweit nur "eigene" Leute) - dann wird es noch schlimmer.

    Summa summarum - ich traue ihm keine anständigen Beweggründe mehr zu, aber auch seine vermuteten heimtückischen Hintergedanken werden nicht funktionieren.

  3. Ausgezeichneter KommentatorIngrid Bittner
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2018 20:53

    Also ich lese aus dieser bemerkenswerten Aussage des Bundespräsidenten heraus, dass er für den Fall der Fälle, also wenn solche Zustände wie in Frankreich herrschen, ein Bundesheer haben möchte, dass schlagkräftig ist und dem Spuk schnell ein Ende setzen kann.
    Weil, wer kann sich schon so eine Regierung, wie wir sie derzeit haben, auf Dauer gefallen lassen? Die soziale Kälte ist doch unerträglich, da bleibt nichts anderes als der Gang auf die Straße. Und dafür braucht sogar der ehemalige Obergrüne (der er ja im Innersten immer noch ist) ein schlagkräftiges Bundesheer, Oberbefehlshaber der Polizei ist er ja nicht, also müsste er das Bundesheer schicken, die kann er ja im Fall der Fälle, befehligen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorVerschwörungstheoretiker
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2018 19:51

    Der eigentliche Eklat besteht doch darin, dass das Bundesheer und das Innenministerium nicht unter der "roten Fuchtel" sind!! Unser sogenannter "Brückenbauer" VdB ist zwar offiziell der Bundespräsident aber sein Inhibitor ist der rote Heinzi! VdB wirkt so oft müde, salopp gesagt, senil!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorotti
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    22. Dezember 2018 18:21

    Aus DEM Saulus wird NIE ein Paulus !

    Also hat es andere Gründe.
    Schachspieler in unserer Runde, die 10 Züge vordenken, sind gefragt.......

    (Versprechen der Regierung zum Nulldefizit....
    "Abbau" der Sozialleistungen......
    Aufbau eines gezielten Unruheherdes - DoDemo - Gespenster an die Wand....
    und was sonst noch den linken Strategen so einfällt.)

    Und den besten Berater hat er ja nur ein paar Türln vor seinem Kaisersitz....

  6. Ausgezeichneter KommentatorAusgebeuteter
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2018 07:41

    Wann wird endlich unsere anachronistische, also völlig überholte Verfassung (aus 1919 bzw. etwas später!) verändert, wo auch die Funktion des Bundespräsidenten neu definiert oder noch besser, ersatzlos gestrichen wird?

    Ich kann beim besten Willen den Wortspenden aus den verrauchten ehemaligen kaiserlichen Räumen nichts abgewinnen und es ist schade, für UHBP plus zirka 80 Mitarbeiter jährlich € 100 Millionen an Steuergeldern auszugeben. Dort wirklich wichtige Aufgaben können künftig ggfs. den passenden Ministerien übertragen werden.

    Bei dieser Verfassungsveränderung (darf man es neudeutsch "Österreich 3.0" bezeichnen?) wäre auch der derzeit unnütze Bundesrat zu hinterfragen und die Rechte und Pflichten der Bundesländer neu zu ordnen.

    Also zusammenreißen und eine 3. Republik ausrufen !

  7. Ausgezeichneter KommentatorOrigenes
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Dezember 2018 12:01

    Was er will ist ganz einfach: Zwietracht in der Regierung säen. Denn wenn das BH (berechtigterweise) mehr Geld bekommt, dann müssen andere Bereiche weniger bekommen. Streit ist programmiert und damit Angriffspunkte für die lahme "Opposition".

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorZaunkönigin
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Dezember 2018 11:06

    Minister Kunasek hat bereits vor Wochen detailliertest über sämtliche Mängel des BH berichtet und auch genau definiert, wofür die inzwischen bereits bewilligten (!) Budgetmittel in Höhe von weit über 1 Mrd Verwendung finden. Was soll die jetzige Plapperei im Nachhinein von VdB, und noch dazu in Befehlsform (?) an die Regierung ? Dieser Mann ist nur noch in höchstem Maße peinlich.

  2. Ausgezeichneter KommentatorSegestes
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    26. Dezember 2018 00:02

    VdB Neigung zur Niedertracht sollte man nicht überschätzen.

    Der alte Grüßaugust hört zweifellos sehr stark auf Einflüsterungen aus seinem wohl eher linksradikalen Beraterstab, der ihm regelmäßig erklärt, zu welchen Themen er öffentlich seinen Senf geben soll.

    Die Geschichte ist voll mit Staatsoberhäuptern, die fremdgesteuert waren. Manch einer dieser Herrschaften hat das nicht überlebt. Aber zum Glück - zumindest für VdB - leben wir in zivilisierteren Zeiten.

alle Kommentare

  1. Moti77 (kein Partner)
    04. Januar 2019 21:02

    VdB eine Heeresfreund ? Saulus zum Paulus ?
    Was wird tatsächlich geschehen sein ?: VdB hat einen Adjutanten, den kann er sich aussuchen, Er wird also wohl aus dem linken Lager kommen. Von dort wird wahrscheinlich auch die Idee gekommen sein der türkis-blauen Koalition wieder einmal Kontra zu geben. Zumal diese Kritik ja voll berechtigt ist. Als Soldat muss es einem klar sein, dass alle Parteien zunächst einmal am Heer sparen. Als Minister würde ich sagen; wenn ich nicht mindestens 1% vom BIP kriege, dann stelle ich die Luftraumüberwachung ein, die soll Austria Conrol und das Innenministerium übernehmen. Aber mit solchen Ansichten würde ich ja auch nicht Minister werden.

  2. Mentor (kein Partner)
    26. Dezember 2018 05:56

    Neben dem zitierten Zivildiener Darabos und neben Klug sollte vor allem Platter erwähnt werden.
    Der frühere Dorfpolizist und gelernte Buchdrucker mit wahrscheinlich nicht berauschendem Intellekt hat mit der materiellen Demontage des Heeres begonnen.
    Leider findet sich sehr wenig Material in den Medien.
    In diesem Zusammenhang besonders desaströs das sich die Offiziere des BH auf ihre Beamtenmentalität zurückgezogen haben.

    derstandard.at/2052042/Der-grosse-Abverkauf-beim-Bundesheer

  3. Segestes (kein Partner)
    26. Dezember 2018 00:02

    VdB Neigung zur Niedertracht sollte man nicht überschätzen.

    Der alte Grüßaugust hört zweifellos sehr stark auf Einflüsterungen aus seinem wohl eher linksradikalen Beraterstab, der ihm regelmäßig erklärt, zu welchen Themen er öffentlich seinen Senf geben soll.

    Die Geschichte ist voll mit Staatsoberhäuptern, die fremdgesteuert waren. Manch einer dieser Herrschaften hat das nicht überlebt. Aber zum Glück - zumindest für VdB - leben wir in zivilisierteren Zeiten.

  4. Bösewicht (kein Partner)
    25. Dezember 2018 14:13

    Dieser Mann hat doch ganz sicher noch Hammer&Sichel am Nachtkastel stehen!

    Was soll man von ihm erwarten.....

  5. Zaunkönigin (kein Partner)
    25. Dezember 2018 11:06

    Minister Kunasek hat bereits vor Wochen detailliertest über sämtliche Mängel des BH berichtet und auch genau definiert, wofür die inzwischen bereits bewilligten (!) Budgetmittel in Höhe von weit über 1 Mrd Verwendung finden. Was soll die jetzige Plapperei im Nachhinein von VdB, und noch dazu in Befehlsform (?) an die Regierung ? Dieser Mann ist nur noch in höchstem Maße peinlich.

  6. WienFavoriten
    24. Dezember 2018 12:00

    Diese bemerkenswerte Feststellung des Herrn BP interpretiere ich so:
    Nachdem dieser - nicht meiner!! - HPB stets parteiisch agiert und reagiert hat, will er mit dieser Auflage - nämlich das Bundesheer besser ausrüsten zu sollen, was viel Geld kostet - mit Sicherheit der ungeliebten Regierung eins auswischen.

    Sebastian Kurz hatte ja im Wahlkampf maßgebliche Einsparungen versprochen, noch dazu "droht" in etwa einem Jahr ein Nulldefizit - soviel Erfolg darf man dieser Regierung nicht gönnen.
    Also fordert dieser Präsident höhere Ausgaben, auf dass das geplante Ziel (des Nulldefizits, der Schuldentilgung, der Steuersenkung, eines erkennbaren Erfolges der Bundesregierung) nur möglichst nicht erreicht werde.

    Und wo er nun einmal einen hohen Budgetposten für das Bundesheer eingefordert hat, kann er dann im Zukunft - immerhin als Oberbefehlshaber! (wenn auch als solcher nicht qualifiziert) - klagen und kritisieren, dass den nicht zur Genüge Folge geleistet würde.

    Summa summarum bleibt dieser - nicht mein! - HPB ein realitätsferner, parteiischer Opportunist, der in meinen Augen nichts anderes ist als die personifizierte Peinlichkeit an der Spitze unseres Landes.

  7. Wolfram Schrems
    24. Dezember 2018 10:33

    A propos Bundespräsident:
    Nach Hundert Jahren Republik dürfen wir eine kleine historische Auswertung machen.

    Hat uns die Republik bessere Zustände als die Monarchie beschert? Gab es mehr Frieden im Äußeren und im Inneren?

    Oder waren die Jahrzehnte nach Ausrufung der Republik (ein revolutionärer und höchstwahrscheinlich illegaler Akt) nicht im Gegenteil von mehr Gewalt (von Rot und Braun), Armut und Instabilität geprägt? Hätte man sich ggf. die NS-Zeit erspart?

    Ich frage nur.

    Wäre es nicht eine erwägenswerte Idee, an der ehrwürdigen Tradition anzuknüpfen und die Monarchie wiedereinzuführen?

    Nicht daß wir uns dann paradiesische Zustände erwarten können, aber es würde doch das Bewußtsein des Volkes ändern. Wir würden mehr Selbstbewußtsein haben. Würden ggf. aus sinnlosen internationalen Konglomeraten austreten, die uns Umvolkung und Ausbeutung bringen. Ein Monarch, der seine Aufgabe als Dienst, ja als Gottesdienst versteht und daher über sich eine Instanz weiß, der er einmal hochnotpeinlich Rechenschaft ablegen muß, würde möglicherweise verantwortungsvoller handeln als die sattsam bekannten Flachwurzler.

    In diesem Sinne allen Diskutanten und natürlich dem geschätzten Blogmaster Dr. Unterberger gesegnete Weihnachten und alles Gute!

    • Kyrios Doulos
      25. Dezember 2018 16:18

      @Wolfram Schrems:

      ********************
      ********************
      ********************

  8. pressburger
    23. Dezember 2018 21:31

    Beides daneben. Der Oberbefehlshaber, das Heer. Das Heer gibt es nicht, nicht mehr. Aus und vorbei. Die Republik soll froh sein, dass dieses Gespenst aus der Hofburg nur nikotinverseuchte Luft absondert.
    Interessante Diskussion, aber warum immer die Ergüsse des Genossen VdB kommentieren ?

  9. HDW
    23. Dezember 2018 19:45

    Was kann sich ein "Revolutionärer Marxist" darunter wohl vorstellen? Dreimal darf geraten werden. Die Bolschewiken stützen sich immer und überall auf das Militär, eben eine Rote Armee.
    In der SOROS Bude des IWM, der der BP sehr, sehr nahe steht, wird immer öfter von "Revolution" schwadroniert. Wunschbild Kiewer Maidan. Die Mehrheitsdemokratie hat eben für die kommunistischen " Ingenieure der Seele" sowieso ausgedient, seit sie zu rechten Regierungen geführt hat.
    Also auf welche Teile der Verfassung werden denn nicht erfüllt im Inneren? Vieleicht meint er das vorgebliche Fehlen "Antifaschistischer Gesinnung" und träumt von sich schon als historischer Wegbereiter einer "permanenten Revolution" in Ösistan.

  10. Ausgebeuteter
    23. Dezember 2018 18:44

    Eine Glosse in der heutigen PRESSE:

    Über 20 Jahre klüger geworden

    Also sprach Alexander Van der Bellen: Das Bundesheer soll in der Mannstärke halbiert, die Kampfpanzer sollen verschrottet werden. Und Abfangjäger – wer braucht die schon? Es sei nicht einzusehen, warum Österreich dafür Milliarden ausgeben müsse.

    Das war 1998 in einem Interview mit dem Magazin „Format“. Damals war Van der Bellen Chef der Grünen.

    Heute ist der Tiroler Bundespräsident und sagt jetzt in einem Tagesbefehl zum Jahreswechsel: Die Regierung sei dafür verantwortlich, die notwendigen Ressourcen für das Bundesheer sicherzustellen. Derzeit sei das nicht der Fall, deshalb werde er bei den Budgetverhandlungen darauf drängen, dass der verfassungskonforme

    Zustand des Heeres wieder hergestellt werde.

    Konrad Adenauer hat einst gesagt, es könne ihn niemand daran hindern, über Nacht klüger zu werden. Bei Van der Bellen hat es etwas länger gedauert, vor allem aber hat er gut in die Rolle des Oberbefehlshabers gefunden. Vielleicht geht er jetzt noch einen Schritt weiter und unterstützt die Idee einer europäischen Armee. Dann wäre er in Österreich sogar ein militärischer Vordenker.

    • WienFavoriten
      24. Dezember 2018 12:03

      Da stimme ich eindeutig nicht überein!
      VdB ein Vordenker, noch dazu für das Bundesheer!

      Mein Vertrauen hat er nicht, weil ich ihm nicht traue!

  11. Konrad Hoelderlynck
    23. Dezember 2018 15:54

    Wer sich ein Heer zur Aufrechterhaltung der "Inneren Ordnung" wünscht, könnte ein Zündler sein.

  12. Origenes
    23. Dezember 2018 12:01

    Was er will ist ganz einfach: Zwietracht in der Regierung säen. Denn wenn das BH (berechtigterweise) mehr Geld bekommt, dann müssen andere Bereiche weniger bekommen. Streit ist programmiert und damit Angriffspunkte für die lahme "Opposition".

  13. Bürgermeister
    23. Dezember 2018 08:24

    Ich traue einem linken Politiker mittlerweile keine Aufrichtigkeit in seinen Aussagen oder Handlungen mehr zu. Ich denke die Aktion ist eher im EU-Verbund zu sehen.

    Die EU hat das Problem, dass sie die nationalen Regierungen schrittweise entmachtet - ohne die Bundes- besonders aber die Landesstellen danach auch aufzulösen. Die Art der Machtaneignung wird aber von der Bevölkerung nicht akzeptiert. Die Vielgleisigkeit wird nicht akzeptiert. Es gibt nie 2 Mächte, es gibt immer nur eine die bestimmen kann - alles andere führt nur zu Chaos.

    Ich könnte mich genauso gut auf die Straße stellen und zum "König von Europa" ausrufen. Mitleidigere Charaktäre würde mir wohl einen Euro in die Hand drücken - Skandal!!! So etwas als König.

    Die EU tut es.

    Um den Machtanspruch europaweit durchzusetzen braucht man eine Exekutive - und auch militärische Gewalt. Wenn es dazu aber wirklich kommen sollte, wenn wir französiche, belgische, tschechische Mix-Truppen hier in Österreich kriegen, dann wird man den einen oder anderen wohl durch Kopfschuss von seinen EU-Visionen heilen. Wenn man es wagen sollte das eigene Heer gegen die eigenen Leute einzusetzen (Sozialisten haben ja weltweit nur "eigene" Leute) - dann wird es noch schlimmer.

    Summa summarum - ich traue ihm keine anständigen Beweggründe mehr zu, aber auch seine vermuteten heimtückischen Hintergedanken werden nicht funktionieren.

  14. Ausgebeuteter
    23. Dezember 2018 07:41

    Wann wird endlich unsere anachronistische, also völlig überholte Verfassung (aus 1919 bzw. etwas später!) verändert, wo auch die Funktion des Bundespräsidenten neu definiert oder noch besser, ersatzlos gestrichen wird?

    Ich kann beim besten Willen den Wortspenden aus den verrauchten ehemaligen kaiserlichen Räumen nichts abgewinnen und es ist schade, für UHBP plus zirka 80 Mitarbeiter jährlich € 100 Millionen an Steuergeldern auszugeben. Dort wirklich wichtige Aufgaben können künftig ggfs. den passenden Ministerien übertragen werden.

    Bei dieser Verfassungsveränderung (darf man es neudeutsch "Österreich 3.0" bezeichnen?) wäre auch der derzeit unnütze Bundesrat zu hinterfragen und die Rechte und Pflichten der Bundesländer neu zu ordnen.

    Also zusammenreißen und eine 3. Republik ausrufen !

    • Konrad Hoelderlynck
      23. Dezember 2018 15:59

      Ob die Räumlichkeiten verraucht sind oder nicht, ist irrelevant. Ich bin sicher, zu Kaisers Zeiten wurde in der Hofburg wesentlich mehr geraucht als heute. - Ansonsten stimme ich Ihnen weitgehend zu, wobei mir ein sympathisches Staatsoberhaupt aus dem Erzhaus, dass sich - bis auf ein paar Repräsentationsspesen - selbst erhalten muss, wesentlich lieber wäre als die Idee von der "3.Republik".

  15. Sensenmann
    22. Dezember 2018 21:11

    Ihro Ökosenilität belieben bisweilen zu salbadern.

    Daß das Heer seit JAHRZEHNTEN nicht seinen verfassungsmäßigen Auftrag erfüllen kann, ist ja nix Neues unter der ööösterreichischen Sonne. Die grünen Khmer haben ja die Wehrkraft in Zusammenarbeit mit Sozis und deren alter Bolschewikenhure ÖVP seit eh und je zersetzt.
    Da erscheint das Gejammere doch ein wenig unglaubwürdig nicht?
    Aber gewähren wir seiner Senilität die Gnade der Demenz. Zumindest weiß er in Gegenwart, was sich gehörte.

    Allerdings: Die Unfähigkeit der höheren Führung wird auch durch mehr Geld nicht besser.
    Das beginnt bei der Beschaffung: Untaugliche Ausrüstung von den Handschuhen angefangen bis zur Kampfweste mit Handgranatentaschen, in die keine Handgranaten passen, eine Schutzmaskentasche, an der man sich erwürgt usw.
    Keine brauchbaren MG-Gurtkästen (seit Jahrzehnten) und keine Gurttrommel (das MG könnte ja sonst sogar nach Stellungswechsel im Dreck funktionieren, was ja nicht sein darf in einer Operettenarmee, wie sie sich Sozis wünschen) dafür die Schnapsidee (zu der keine Armee der Welt bisher fähig war) dem MG Schützen 1 auch noch ein Sturmgewehr umzuhängen!

    Wie überall Unfähigkeit gemildert durch Korruption und gepaart mit Minderwertigkeit, wie man es in diesem Dreckstaat seit eh und je gewohnt ist.

    Leider ändert sich auch durch die neue sch.-bl.-Regierung gar nichts.

    • Riese35
      22. Dezember 2018 21:19

      ******************************!
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    • glockenblumen
      23. Dezember 2018 07:31

      @ Sensenmann

      Danke!!! *****************************************************

    • Kyrios Doulos
      25. Dezember 2018 16:06

      Sozialisten sind sie halt, VdB und GenossINNEN. Und im Notfall lassen SozialistINNEN immer auf die eigene Bevölkerung schießen, sollte sie vom GenossINNENtum einmal die Schnauze voll haben. Das war schon immer so, und das war immer überall schon so. Sozialismus und ISlam sind die beiden totalitären Ideologien, die Gewalt gegen die eigenen Leute immer schon impliziert haben, sollten diese anders denken und handeln als befohlen und erwartet. VdB ist eben ein ganz normaler linker Genosse. Und beruft sich sogar auf die Verfassung, wenn auch total falsch. Naja, ein trickreicher linker Genosse halt, auch ganz normal. Daher auch leicht zu durchschauen.

  16. Ingrid Bittner
    22. Dezember 2018 20:53

    Also ich lese aus dieser bemerkenswerten Aussage des Bundespräsidenten heraus, dass er für den Fall der Fälle, also wenn solche Zustände wie in Frankreich herrschen, ein Bundesheer haben möchte, dass schlagkräftig ist und dem Spuk schnell ein Ende setzen kann.
    Weil, wer kann sich schon so eine Regierung, wie wir sie derzeit haben, auf Dauer gefallen lassen? Die soziale Kälte ist doch unerträglich, da bleibt nichts anderes als der Gang auf die Straße. Und dafür braucht sogar der ehemalige Obergrüne (der er ja im Innersten immer noch ist) ein schlagkräftiges Bundesheer, Oberbefehlshaber der Polizei ist er ja nicht, also müsste er das Bundesheer schicken, die kann er ja im Fall der Fälle, befehligen.

  17. Verschwörungstheoretiker
    22. Dezember 2018 19:51

    Der eigentliche Eklat besteht doch darin, dass das Bundesheer und das Innenministerium nicht unter der "roten Fuchtel" sind!! Unser sogenannter "Brückenbauer" VdB ist zwar offiziell der Bundespräsident aber sein Inhibitor ist der rote Heinzi! VdB wirkt so oft müde, salopp gesagt, senil!

    • Konrad Hoelderlynck
      23. Dezember 2018 16:02

      Der "Rote Heinzi" ist - mit Verlaub - vor einigen Jahren freiwillig aus dem Leben geschieden. ;)

    • Verschwörungstheoretiker
      24. Dezember 2018 15:00

      @Konrad Hoelderlynck: Der "rote Heinzi" ist Altbundespräsident Fischer der ein Büro in der Hofburg hat!!

  18. otti
    22. Dezember 2018 18:21

    Aus DEM Saulus wird NIE ein Paulus !

    Also hat es andere Gründe.
    Schachspieler in unserer Runde, die 10 Züge vordenken, sind gefragt.......

    (Versprechen der Regierung zum Nulldefizit....
    "Abbau" der Sozialleistungen......
    Aufbau eines gezielten Unruheherdes - DoDemo - Gespenster an die Wand....
    und was sonst noch den linken Strategen so einfällt.)

    Und den besten Berater hat er ja nur ein paar Türln vor seinem Kaisersitz....

    • glockenblumen
      23. Dezember 2018 07:29

      @ otti

      ich fürchte auch, daß das ganz andere Gründe hat!
      Zumal der BP offensichtlich nicht weiß wer für was im Staat zuständig ist.

    • simplicissimus
      23. Dezember 2018 12:27

      Voellig richtig Otti, unglaubwuerdiger geht's nicht mehr!





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