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Genua: Die Schuldigen

Nach dem dramatischen, opfer- und folgenreichen Brückeneinsturz von Genua folgt das, was immer nach solchen Katastrophen passiert: Reihum wird, noch bevor die Toten begraben sind, auf die angeblich Schuldigen gezeigt. Die Suche nach Ursachen und Verantwortlichen ist zwar eine an sich logische Reaktion. Viele Journalisten und Juristen sehen darin überhaupt ihre Lebensaufgabe. Jedoch ist an der Genueser Ursachensuche unglaublich vieles verlogen und heuchlerisch, wie man wirklich auf die Schuldigen trifft.

Am meisten nerven jene, die es immer schon gewusst und gesagt haben wollen. Die das aber seltsamerweise immer erst im Nachhinein öffentlich verkünden. Zwar ist die Fälschung und Schönfärbung der eigenen Vergangenheit eine Gewohnheit vieler Menschen. Aber eigentlich sollten solche "Experten", die jetzt reihenweise in die Öffentlichkeit drängen, schon genauer nachweisen, wo sie VOR dem Unglück laut und deutlich vor einem solchen gewarnt haben.

Genauso widerlich sind jene "Experten", die in dem Unglück jetzt den Beweis für ihre staatssozialistischen Ideologien gefunden haben wollen. Die Behauptung, dass Staatseigentum an Autobahnen viel besser und sicherer wäre, hört sich in linken Ohren gut an, widerspricht aber allen Fakten.

  1. Oder wollen die Staatsanhänger behaupten, dass die über 50 Jahre alte Brücke bis zur Privatisierung der (vorher korruptions-zerfressenen!) italienischen Autobahngesellschaft sicher, aber danach unsicher gewesen wäre?
  2. Auch in Österreich sollte man gut in Erinnerung haben, dass Brückeneinstürze (Wiener Reichsbrücke!) oder schwere Schäden an gerade neugebauten Autobahnen (Strengberge!) bei totalem Staatseigentum leider genauso und genauso überraschend passieren wie in Genua.
  3. Der Blick auf die britischen Bahnen zeigt, dass es dort nach der Privatisierung deutlich weniger Unfälle und Verspätungen gegeben hat als in jenen Zeiten, da sie im Staatseigentum verlottert waren.
  4. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass jahrzehntelang in Österreich Kontrolle der Bahn (durch das Verkehrsministerium) und deren Betrieb (also überwiegend die ÖBB, wo das Verkehrsministerium die Eigentümerrolle spielt!) viel zu nahe beieinanderliegen. Selbst wenn sich die Mannschaft da wie dort nicht primär als Außenstelle der SPÖ fühlen würde.
  5. Gerade ist wieder (mit dem Shanghai-Index) ein Universitäts-Ranking herausgekommen. In all diesen Rankings liegen private Universitäten weit vor allen Staats-Unis an der Spitze (freilich darf nicht geleugnet werden, dass es auch sehr schlechte Privat-Unis gibt. Das zeigt aber nur, dass immer Transparenz und Wettbewerb entscheidend und nötig sind – so wie man sich ja auch in Österreich bei jedem Lebenslauf eines Bewerbers immer und zwar mit guter Kenntnis der einzelnen Studieneinrichtungen anschauen sollte, an welcher AHS ein künftiger Mitarbeiter gewesen ist, welche Studienrichtung und Uni er absolviert hat. Eine Matura, ein "Bacc", ein "Mag.", ein "Dr." alleine sagt gar nichts).
  6. Den stärksten Beweis für die Überlegenheit von privaten Betrieben haben eindeutig die Tausenden Staatsbetriebe im kommunistischen Machtbereich geliefert. Sie waren weit ärger umweltbelastend, weit unsicherer, weit korrupter und weit weniger effizient, als es dann nach der Wende sehr bald die privatisierten Betriebe geworden sind. Das zeigte sich etwa auch an den CO2-Emissionen, wo Wende und Privatisierungen in all diesen Ländern ganze ohne "Klimaabkommen" binnen weniger Jahre dramatische Verbesserungen gegenüber dem Zustand davor gebracht haben.

Das heißt nun nicht, dass private Eigentümer automatisch anständiger und moralisch sauberer wären als der Staat. Keineswegs. Der Erfolgsmechanismus läuft ganz anders: Er besteht in der Trennung zwischen dem Eigentum an Unternehmen (vom Bergwerk über die Schwerindustrie bis zur Autobahn) einerseits und der Kontrolle (von der Sicherheit bis zu den Emissionen) andererseits.

Denn auch der Staat ist nicht imstande, sich selber zu kontrollieren. Wenn er Eigentumsverantwortung wie Kontrollverantwortung gleichzeitig wahrnehmen soll, kommt beides zu kurz. Er kontrolliert Sicherheit wie Umweltstandards ganz offensichtlich nur dann effizient, wenn ihm private Personen oder Unternehmen gegenüberstehen. Freilich auch dann nicht immer: Wenn sich staatliche Aufseher bestechen lassen, wenn Staatsbeamte auch bei der Kontrolle von Privaten schlampig oder faul sind, wenn der Gesetzgeber keine ausreichenden Sicherheitsstandards und Kontrollen vorschreibt, dann hilft auch die Trennung zwischen Eigentum und Kontrolle nicht viel.

Allerdings bleibt die Kontrolle durch den Markt, insbesondere durch die Börsenkurse, auch dann noch relevant. Wenn Produkte einer Firma als unsicher gelten, wird das sowohl dem Absatz wie auch den Kursen schaden. Ein staatliches Monopol (wie im Realsozialismus) muss hingegen gar nichts fürchten. DDR-Autos mögen noch so schlecht und stinkend gewesen sein: Bei 15 Jahren Wartefristen der alternativlosen Käufer braucht der Verkäufer, brauchen die Leiter eines Staatsbetriebes gar nichts zu ändern.

In den meisten europäischen Staaten mit Privatwirtschaft haben sich jedoch ganz hervorragende Kontrollsysteme entwickelt. Man denke nur an die regelmäßigen TÜV-Kontrollen von Aufzügen oder Seilbahnen oder Kränen, man denke an Börsen- oder Wettbewerbsaufsicht. Man denke letztlich auch an die verschiedenen – von den Autofahrern oft als schikanös empfundenen – Formen der Verkehrskontrollen, die ja fast alle immer nur der Sicherheit dienen.

Dass trotzdem immer wieder Verkehrssünder erwischt werden, dass trotzdem immer wieder Unfälle passieren (wenn auch mit weit harmloseren Folgen als in früheren Jahrzehnten!) kann ja kein Argument für die Verstaatlichung aller Autos sein.

Zurück zum Fall Genua: Das alles heißt nun nicht, dass nicht nach Ursachen und Verantwortungen gesucht werden soll. Ganz im Gegenteil. Aber es soll immer nach den wirklichen Kausalitäten und Verantwortungen gesucht werden, statt aus der Hüfte zu schießen. Es sollten folgende Fragen gestellt werden:

  • Hat es in Italien ausreichende staatliche Sicherheitsvorschriften gegeben? Wenn nicht, ist der Gesetzgeber schuld.
  • Haben Beamte die vorgeschriebenen Kontrollen ordentlich durchgeführt? Wenn nicht, sind diese Beamten schuld.
  • Haben die Autostrade Italiane alle vorgeschriebenen Sanierungsmaßnahmen umgesetzt? Wenn nicht, ist das Management schuld.
  • Haben die mit der Sanierung beauftragten Baufirmen die Arbeiten vertragsgemäß umgesetzt? Wenn nicht, sind die Baufirmen schuld.

Ohne genaue Prüfung all dieser Fragen ist jede Schuldzuweisung unsinnig und verlogen. Zur Stunde kann niemand all diese Fragen seriös beantworten.

Besonders verlogen ist es, wenn jetzt von der italienischen Regierung (unter anderem) der EU die Schuld zugeschoben wird. Die EU macht viele Fehler, ist an vielem schuld. Aber sicher nicht an der Katastrophe von Genua. Sie hat im Gegenteil seit langem den jeweiligen Staaten einen genauen Pflichtenkatalog zur Kontrolle gesamteuropäisch wichtiger Verkehrsbauten auferlegt.

Schließlich sei eine persönliche Vermutung hinzugefügt: Angesichts der strategischen und (wie Merkel sagen würde) alternativlosen Nadelöhr-Funktion dieser Autobahnbrücke an der engsten Stelle zwischen Alpen und Meer werden wohl viele in Staat, Region, Stadt und Autostrade ähnlich gedacht und sich deshalb mitverantwortlich gemacht haben: "Man kann doch nicht die große Stadt Genua und den gesamten westitalienischen Straßen- (wie auch Bahn-) Verkehr lahmlegen, indem man diese Brücke abreißt, um sie neu zu bauen. Das hätte doch jahrelange katastrophale Folgen für Genua und Europa."

Nun hat man die gleichen katastrophalen Folgen. Nur etliche Jahre länger und schlimmer, als sie bei ordentlicher Umbauplanung und -vorbereitung gewesen wären. Nur mit 42 Toten und zahlreichen Verletzten mehr. Nur mit viel größeren Schäden und Kosten.

Freilich sollten wir uns grundsätzlich auch bewusst sein, dass es auch bei besten Sicherheitsmaßnahmen immer Unfälle und Katastrophen geben wird. Der Glaube an die totale Sicherheit ist eine totale Illusion und führt immer nur in den totalen Staat.

PS: Ist Privat – abgesehen von hoheitlichen Aufgaben wie Polizei, Gesetzgebung, Landesverteidigung, Justiz, Kontrolle (von Sicherheit, Wettbewerb, Ökologie) – also immer besser als Staat? Ja, denn in 90 Prozent aller Vergleichsfälle zeigt sich, dass Privat in allen Aspekten weit besser funktioniert. Dramatisch wird der Unterschied jedoch nur dort, wo auch Wettbewerb herrscht. Was bei natürlichen Monopolen weniger der Fall ist, wie also bei Autobahnen, Stromleitungen, Bahnlinien. Aber schon bei Zügen, Taxis, Stromerzeugung ist Wettbewerb meilenweit überlegen (auch wenn der ÖBB-Betriebsrat das anders sehen mag).

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2018 01:15

    Warum wurden die USA zur Supermacht? Nicht durch die Atombombe.
    Der Grund liegt primär in Leuten wie Cornelius Vanderbilt (Eisenbahn), Andrew Carnegie (Stahl), John Rockefeller (Öl), Henry Ford (Autos) und John P. Morgan (Kapitalgeber). Das waren diejenigen, die Amerika groß gemacht haben. Kein einziger Politiker war daran beteiligt. Lauter private Unternehmer!

    Als Präsident Theodore Roosevelt Gesetze auf Schiene brachte und die von den Privaten errichteten Monopole zerschlagen ließ (aus Standard Oil gingen zB. Konzerne wie Exxon, Shevron usw. hervor), wurde keine Firma verstaatlicht. Alles blieb privat. Es ging lediglich den Monopolen an den Kragen, und das war richtig.

    Wer nun glaubt, dass Verstaatlichung das Elend der Arbeiter, das es tatsächlich gab, irgendwo beseitigt hätte, ist ein Traumtänzer. Sowjetunion schon vergessen? China mit Mao Zedong schon vergessen? Kambodscha schon vergessen? Kuba schon vergessen? In Österreich war die Verstaatlichte nur deshalb eine Zeitlang auszuhalten, weil sie vom Geld der Privaten (vulgo Steuern) künstlich reanimiert wurde.

    Und schließlich: Die Venezuelarisierung schon vergessen, eine dunkelrote und durch und durch korrupte Politik, die ein großes und ehemals reiches Land direkt ins Elend stürzte?

    Der Klugschiss gewisser "Experten" ist so wünschens- und erstrebenswert wie ein Karzinom oder ein Waldbrand. Diese "Experten" sollten stattdessen augenblicklich eine Liste von kaputten Brücken und anderen Bauwerken - und noch besser - kaputten Gesellschaften vorlegen, die von "Experten" und Politikern ruiniert wurden. Das wäre eine Hausaufgabe, die diese Schwadroneure nie schaffen.

    Stichwort Venezuelarisierung! Klar, was gemeint ist, liebe "Experten"?

    Ich fürchte, ich muss eine Zeitlang auf Antwort warten, weil die internationale Gilde der politisch korrekten und moralisch überlegenen "Experten" zurzeit an einer der größten und furchtbarsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte arbeitet: Die Hochzeit einer Ministerin mit prominenten Gästen in der Steiermark. was war dagegen der Untergang der Saurier und der Ammoniten!

    Nö. Weder die Klimaerwärmung noch die Bombe noch Merkels Politik noch die Islamisten könnten uns das Genick brechen. Es sind die Politiker und "Experten" von Gottes Gnaden, die Ritter von der retardierten Intelligenz.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2018 05:29

    "Räder müssen Rollen für den Sieg", daher würden die LKW Tonnagen und die Längen von der EU drastisch hinaufgesetzt. Damals sagte ich den Einsturz bzw die Reperatur fast aller Brücken voraus und tatsächlich können wir das im Sommer ausführlich beobachten. Einige stürzten dadurch auch ein. Ebenso müssen die Kurvenradien vergrößert werden und die Kreisverkehre brauchen die Vielfache Fläche kostbaren Bodens, da Flächen mit dem Quadrat des Radius wachsen.
    Wir Steuertrotteln müssen das bezahlen. Daher dürfen die Medien einen Schuldigen suchen, der es bestimmt nicht war, aber als Rumpelstilzchen in Abgrund des Sinnlosen verschwindet.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2018 08:06

    Verstaatlichung schafft Anonymität, Intransparenz, erzeugt die Möglichkeit zum Trittbrettfahren für Unqualifizierte, mit einem Wort Unverantwortlichkeit und die Möglichkeit zum Verstecken der Konsequenzen, alles eigentlich 'linke' Eigenschaften.

    Privatisierung erzeugt die Notwendigkeit zu Wirtschaftlichkeit, zu Verantwortung (Haftungen), etc. und damit Transparenz, Qualifikation und es gibt dort keine Anonymität.

    Der Fall Genua wird wohl, vorausgesetzt es wird objektiv untersucht, vielleicht Sünden der Geschichte aufdecken, vielleicht technische Fehlkalkulationen, etwa schon vom Konzept her, die Auslegung für wesentlich weniger Belastung, möglich auch, dass es zufolge bestimmter Belastungen zu Resonanzen gekommen sein könnte (war so bei der Reichsbrücke in Wien), möglich aber auch, etwa wie bei der Südosttangente in Wien, dass die Brücken einfach hätten erneuert werden müssen oder das Unfalldatum dem Baubeginn zuvorgekommen ist, ich vermute wohl, dass an den Brücken Italiens wohl schon sehr lange notwendige Arbeiten oder gar Neubauten aufgeschoben worden sind, also doch zu Zeiten der staatlichen Betreiber, die aus 'Geldmangel' (man steckt es lieber in Gehälter, Pensionen und Sozialromantik) das Notwendige nicht getan haben. Da aber haben keine 'Experten' 'gerülpst', solange das staatlich war.

    Ich habe gehört, dass in Italien etwa 60 000 Brücken auf dringende Sanierung warten, Sanierung, die die Italiener einfach aufgeschoben haben, immer wieder, und wofür sie (typisch) die EU verantwortlich machen, weil sie zu wenig in die italienische Staatswirtschaft einzahlen. Aber das ist das europäische Problem, dass die 'Siestastaaten' glauben, sie müssten ihre Siesta von den Nordeuropäern finanziert bekommen.

    Ganz deutlich sieht man den Unterschied zwischen privat und städtisch in Wien. Man kann sagen, dass sämtliche städtische (also 'staatliche') Firmen im Eigentum der Gemeinde Wien defizitär wirtschaften, ihre Aufgaben vernachlässigen, einen Skandal nach dem anderen bauen.

    Der Staat kann zwar Wirtschaftsgesetze beschließen, aber Wirtschaft sollte er nicht betreiben.

    Ich denke auch an die Opfer von Genua und mit Bitterkeit an die wahren Schuldigen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2018 09:09

    OT---aber ein beim Stöbern im Archiv entdeckter AU-Kommentar vom Nov. 2010 zeigt, daß wir damals---also VOR dem MOHAMMEDANER-TSUNAMI 2015!--- BEINAHE noch goldene Zeiten hatten! Wie viele ZUGESTÄNDNISSE wir seit 2010 etwa den TÜRKEN gemacht haben, zeigt ein Kommentar von

    @DI Friedrich:

    "In einer Kleinstadt bin ich aufgewachsen, aufgrund der dort angesiedelten Industrie gibt es seit Jahren viele türkische Gastarbeiter. Vor einigen Monaten erzählt mir der Bürgermeister (ein Schulfreund) dass eine türkische Abordnung ihn allen Ernstes überreden wollte, das einzige Freiluftbad einen Tag pro Woche nur für Türken zu reservieren!
    Dies ist nur ein Beispiel für die Integrationsbereitschaft der türkischen Bevölkerung. Die Aussagen und die Wortwahl des Türkischen Botschafters ist ein weiteres Beispiel.
    Die Bereitschaft sich zu integrieren muss der Gast mitbringen!! und nicht umgekehrt"

    Es empfiehlt sich, gleich aus mehreren Gründen, diesen AU-Kommentar nachzulesen; es ging damals um den präpotenten TÜRKISCHEN BOTSCHAFTER in Ö und dessen "rotzfreche, haßerfüllte und dumme" Äußerung:

    "Rotzfrech, hasserfüllt und dumm"

    https://www.andreas-unterberger.at/2010/11/rotzfrech-hasserfuellt-und-dumm#comment-561044

  5. Ausgezeichneter KommentatorA.K.
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2018 11:31

    Technische Anwendungen, wie hier konkret der Brückenbau, erfordern Kenntnisse von. Naturwissenschaftlern bzw. Ingenieuren. Deren Know How hat stets einen aktuellen Stand, der im zeitlichen Fortschreiten durch wachsende Erfahrung, meist verbessert werden kann. Umgekehrt gedacht bedeutet dies aber leider nur begrenzte Sicherheit für den aktuellen Wissenstand, den man wie ein „Kochbuch“ anwenden kann, um garantiert alle Erfordernisse einzuhalten. Es bleibt zwangsläufig stets ein Restrisiko, das nur minimiert werden kann.
    Eine Erfahrung schöpferischer Menschen – Ingenieure sollten diese Bezeichnung verdienen – zeigt, daß selbst bei technischen Meisterleistungen im Falle eines Fehlers sofort „Wissende“ auftreten, die es besser gemacht hätten. Ein sehr häufiges Merkmal dieser „Wissensträger“ ist deren Mangel an schöpferischen Eigenschaften, hingegen höchste Eignung für reproduzierende Tätigkeiten und Verwaltung. Diese Fachleute bestätigen die Regel, daß jemand der keine risikobehaftete Tätigkeiten ausführt, dabei auch keine Fehler machen kann. – Leider wird allerdings so kein Fortschritt erzielt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    3x Ausgezeichneter Kommentar
  7. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    17. August 2018 12:48

    @oberösi:
    Sie haben Recht. Rockefeller war ein Rassist, er hat sogar amerikanische Eugenikprojekte unterstützt. Soviel zu Ihrem Vorwurf mangelnder Differenzierung.

    Es geht hier aber um etwas ganz anderes, also nicht um die Freizeitideologien einiger Milliardäre. Es geht darum, dass Fortschritt immer privat generiert wird, niemals vom Staat.
    Die einzigen staatlich erzeugten fortschrittlichen Projekte, die mir einfallen, waren die Atombombe (US-Army) und das Internet, aber auch das wurde von einer privaten Firma (ARPA und RAND-Corporation) im Auftrag der US-Army entwickelt.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPeter Trenker
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    19. August 2018 08:39

    Ich erlaube mir zu ergänzen:
    "Der Glaube an die/den/das totale(n) Sicherheit/Ökologie/political Correctness/Frieden/Heil/... ist eine totale Illusion und führt immer nur in den totalen Staat."
    So ist es.


alle Kommentare

  1. Gast (kein Partner)
    19. August 2018 22:07

    Herr Unterberger, ihr neoliberaler Fanatismus blockiert Sie im Denken.
    In ihrer Verteidigungshaltung für die wunderbaren Segnungen des freien Marktes ist
    ihr strukturiertes Denken abhanden gekommen.
    Ihr Journalisten habt euer Handwerk verlernt. Recherche ist nicht mehr wichtig.
    Wie ist der Einsturz eigentlich abgelaufen?
    Also kurz der Ablauf:
    Zuerst sind die Querseile gerissen ( geborsten ). Dann ist die Fahrbahn herunter gefallen. Fahrbahn war weg und der Mittelpfeiler stand noch. Dann ist der Pfeiler
    eingestürzt. ( lt. Augenzeugen gab es vorher einen lauten Knall )
    Warum stürzt zuerst die Fahrbahn herunter und dann erst der Pfeiler?
    ..vielleicht Sprengung?
    Ups hoffentlich keine V-Theorie

  2. Zraxl (kein Partner)
    19. August 2018 20:10

    "Am meisten nerven jene, die es immer schon gewusst und gesagt haben wollen."

    Der Betreiber der Brücke hat sich einfach nicht um die Sicherheit gekümmert. Mit den heute vorhandenen Mitteln ist der Sicherheitszustand einer Brücke nämlich durchaus feststellbar.

    Jede kleine Gewerbebetrieb muss regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen durchführen. Nur der Betreiber einer Brücke muss das anscheinend nicht.

    Es war also Schlamperei! Jetzt auch noch auf jene zu schimpfen, die die Schlamperei immer schon kritisiert haben aber nie wahrgenommen worden sind, ist das Allerletzte.

  3. DER GESTIEFELTE KATER (kein Partner)
    19. August 2018 11:41

    Verdacht: Wenn die Justiz versagt, kann jeder Machthaber tun und lassen, was er will.

    17.08.2018 HEUTE Seite 3: „Brückeneinsturz ... Genua ... 2011 warnte ein interner Bericht, dass der MORANDI-VIADUKT am zerfallen sei.“

    Mord, Lebensgefahr, schwere Körperverletzung, schwerer Betrug, uä: Amtsträger sind von Amts wegen zu Anzeigen verpflichtet.

    4. Säule der Demokratie: Medien und Journalisten sind zu öffentlichen Berichten verpflichtet.

  4. AppolloniO (kein Partner)
    19. August 2018 11:22

    Da weiß keiner nix, aber die ital. Regierung entzieht den Betreibern schon die Lizenz = haltet den Dieb.
    Sollte diese Ablenkung nicht funktionieren, hängen wir noch der EU die Schuld um. Das funktioniert immer.
    Liebe Italiener: die Korruption abzuschaffen wird euch nie gelingen, deshalb sofort die Regierung zum Teufel jagen.

  5. McErdal (kein Partner)
    19. August 2018 09:05

    *******Schweden brennt – Deutschland schweigt und pennt**********
    w w w . pi-news.net/2018/08/schweden-brennt-deutschland-schweigt-und-pennt/

    Die sagen nicht mal was, wenn's bei ihnen selber brennt....................

  6. aw70_ohne_abo (kein Partner)
    19. August 2018 08:42

    Unterberger, Sie werden langsam wirklich alt. Recherche gehört zum Grundhandwerk eines Journalisten, selbst wenn man eigentlich nur polemisieren möchte.

    Das mit der Bahn in Großbritannien ist nämlich nicht ganz so, wie Sie es darstellen. Die operativen Bahngesellschaften sind in der Tat seit langem privat, und funktionieren deutlich besser als zu staatlichen Zeiten. So weit, so richtig.

    Die private Gesellschaft, die für die landesweite Schienen-Infrastruktur zuständig war (Railtrack), musste 2002 nach desaströs schlechten Leistungen allerdings wieder (Not-)verstaatlicht werden. Insbesondere wurde von Railtrack stets nur auf die Quartalsergebnisse geschaut, Sicherheit war fast irrelevant.

  7. Peter Trenker (kein Partner)
    19. August 2018 08:39

    Ich erlaube mir zu ergänzen:
    "Der Glaube an die/den/das totale(n) Sicherheit/Ökologie/political Correctness/Frieden/Heil/... ist eine totale Illusion und führt immer nur in den totalen Staat."
    So ist es.

  8. Anmerkung (kein Partner)
    19. August 2018 07:16

    Richtig, mit der Technik wird es "immer Unfälle und Katastrophen geben". Die Techniker meinen ja, die Leute sollen froh sein über die Erleichterungen, die ihnen verschafft werden, die paar Leichen hin und wieder sind dafür ein geringer Preis. Techniker provozieren eben gern, sie brauchen die Brutalität, mit der sie sich über die Naturgegebenheiten hinwegsetzen.

    Das lächerliche Laientheater nach Unfällen sollte sich aufhören. Der technikbegierige Mensch soll erwachsen werden und sich das Geblödel nach den Unfällen, also Messrituale, Trostworte und ähnliche pubertäre Unsinnigkeiten, einfach sparen. Dann wird es auch nach dem vorhersehbaren Flugzeugabsturz auf Wien weniger verlogen zugehen.

    • Zraxl (kein Partner)
      19. August 2018 20:25

      Es ist halt schwierig, jetzt dagegen was zu tun. Man hätte dieses Problem viel früher angehen müssen.

      Eine Möglichkeit wäre, die fundamentalen Technikkritiker in technikfreie Reservate umzusiedeln, aber erstens sind technikfreie Gebiete in Europa inzwischen sehr selten geworden und zweitens könnte auch eine solche Umsiedlung kaum ohne Zuhilfenahme technischer Mittel erfolgen.

      Andere Länder in anderen Kontinenten waren da wesentlich konsequenter und haben von vornherein jede technische Entwicklung vermieden. Echte Paradiese! Allerdings setzt sich auch -oder gerade- in diesen Ländern die Verwendung von Schusswaffen im täglichen Leben durch.

  9. Knut (kein Partner)
    19. August 2018 07:04

    Wenn ich mir die Misswirtschaften rund um den Planeten anschaue komme ich zum Schluss, dass Justita auch überall verstaatlicht ist, damit sie ungehindert ihre selektive Macht und Kontrolle ausüben kann.

    Und die Augenbinde trägt sie nicht weil sie blind ist sondern damit man nicht sieht, dass sie sehr oft schläft.

  10. werauchimmer
    17. August 2018 19:29

    Tschernobyl, die russenden DDR-Trabis, die schwerst geschädigten Wälder Osteuropas als Folge der Ostblock-Schwerindustrie (Statistik über Gesundheitsauswirkungen darüber scheint ja noch heute Verschlussache zu sein), und - für die Nikotinjäger unter uns als "Schmankerl" - die sicherlich beträchtliche Zahl der Mund- und Rachkrebsinzidenzen im Zigarrenparadies Kuba ....

    Wieviele Bergleute kamen im Ostblock bzw in der VR China wohl um's Leben? Verglichen mit Betreibern nach westlichen Sicherheitsauflagen sicherlich viel mehr ...

  11. Brigitte Imb
    17. August 2018 15:57

    Wurde die Brücke ev. gesprengt?

    • haro
      18. August 2018 21:35

      Alle möglichen, nicht aber solche Vermutungen werden von den Medien in Betracht gezogen.
      In Graz gab es auch keinen Terroranschlag - man wusste nichts über die Motive aber Terror hat man sofort ausgeschlossen - es war die Amokfahrt eines Verwirrten ...

  12. El Capitan
    17. August 2018 12:48

    @oberösi:
    Sie haben Recht. Rockefeller war ein Rassist, er hat sogar amerikanische Eugenikprojekte unterstützt. Soviel zu Ihrem Vorwurf mangelnder Differenzierung.

    Es geht hier aber um etwas ganz anderes, also nicht um die Freizeitideologien einiger Milliardäre. Es geht darum, dass Fortschritt immer privat generiert wird, niemals vom Staat.
    Die einzigen staatlich erzeugten fortschrittlichen Projekte, die mir einfallen, waren die Atombombe (US-Army) und das Internet, aber auch das wurde von einer privaten Firma (ARPA und RAND-Corporation) im Auftrag der US-Army entwickelt.

  13. Rau
    17. August 2018 11:44

    Ich habe ein ganz anderes Problem mit der Privatwirtschaft. Wie komme ich als einer der an öffentlichen Radwegen mitbezahlt hat eigentlich dazu, mir gute 15km meiner Radrunde für eine private Veranstaltung glatte 5 Tage lang einfach absperren zu lassen. Wie komme ich dazu für weitere 2 Wochen danach für die Müllbeseitigung zu berappen.

    Den Bürgern sollte endlich klar sein wer der Staat eigentlich ist und wer ihn zu kontrollieren hat. Staatliche Leistungen betreffen öffentliches Eigentum. Man sollte auf den Trick derer, die ihre Gierfinger nach unser aller Eigentum ausstrecken, nicht hereinfallen.
    Sie kommen mit ihren Kampfbegriffen wie Staatsmonopol und dgl. Wir sollten unser Eigentum verteidigen. Es hat seinen Grund und durchaus seinen Sinn, Dinge des grundlegenden Bedarfs aus dem internationalen Wettbewerb heraus zu halten und damit der genauso gierigen wie unsichtbaren Hand des freien Marktes zu entziehen. Nichts regelt sich von selber, es wird immer kluge Köpfe brauchen und das ist immer unbahängig davon ob sie für den Staat oder für einen Privaten arbeiten.

    Kompetenz bzw Inkompetenz findet sich überall.

    • Ökonomie-Vergelter
      17. August 2018 13:00

      Sie reden in Rätseln: welche Privatveranstaltung kann das denn sein, die 5 Tage lang öffentlichen Raum - vermutlicher Anklagepunkt: gratis - in Anspruch nimmt?

      Und zahlen nicht Autofahrer 10-mal mehr für Straßen und Plätze, und eigentlich für die Radwege mit?

    • Rau
      17. August 2018 13:24

      Radfahrer sind auch Autofahrer und Steuerzahler. Der Radweg ist auf meinem Heimweg komplett wegen einer Konzertveranstaltung gesperrt seit gestern. Natürlich nicht gratis. Geht ums Prinzip.

    • dssm
      17. August 2018 13:35

      @Rau
      Und was hat Ihr Radweg nun mit einem Problem der Privatwirtschaft zu zun? Die Sperre hat ja nicht ein böser, kapitalistischer Unternehmer verfügt, sonder eine staatliche Stelle.
      Meiner Meinung nach müssten Sie weniger Staat, mehr Privat fordern. Denn dann gäbe es keine Beamten, welche aus Parteidisziplin oder politischer Nähe (oder gar Korruption) so etwas genehmigen könnten.

    • Rau
      17. August 2018 13:55

      In dem Fall hätt ich dann gerne meine Steuern zurück, wenn ich dann alle paar km auf ein Kassahütterl irgendeines privaten Betreibers treffe. An den Rissen im Asphalt wird das net viel ändern. Darüber kann man sich dann wahrlich beim Salzamt beschweren.

    • Knut (kein Partner)
      19. August 2018 07:14

      @ Rau ... Frage: Wie schaute es bei dieser Veranstaltung mit dem Lärm aus? Meist ist ja nicht nur ein Haufen Müll die Folge solcher Veranstaltungen sondern auch ungebührlicher Lärm bis tief in die Nacht hinein, dass man besser tut, in der Zeit auszuziehen, wenn man seine Ruhe will. Oder lief das nur tagsüber ab?

  14. dssm
    17. August 2018 11:36

    Die Reihenfolge der Schuld ist grundfalsch! Der Staat braucht da gar nichts zu regulieren, denn die private Betreibergesellschaft will Geld verdienen, ohne Brücke, kein Geld. Das sollte reichen. Dann braucht man auch keine Beamten, ausser denen beim Finanzamt, welche die Bilanzen kontrollieren. Ist die Liquidität, Gewinn oder der Schuldenstand außerhalb bestimmter Grenzen, so wird die Lizenz entzogen, damit verhindert man, daß ein Management versucht übertriebene Kosteneinsparungen einzuführen um länger ihr schönes Gehalt zu bekommen.

    Und dann halt persönliche Haftung! Hat ein Ingenieur schlampig gearbeitet, so haftet dieser persönlich. Hat ein Manager dem Ingenieur Druck bei den Ergebnissen gemacht, so haften beide persönlich. Hat ein Manager eine erforderliche Wartungsarbeit aufgeschoben, so haftet er persönlich.

    Herrn Unterbergers Aufzählung endet bei einem Firmenstrafrecht, aber nicht juristische Personen begehen Verbrechen, sondern physische Menschen!

    • Rau
      17. August 2018 12:14

      Dann wäre es schnell vorbei mit der Privatisierungslust. Risiko wird halt gern auf den Staat abgeschoben. Wer, glauben Sie, bezahlt letzten Endes die 285Mio die Bayer aufgedrückt bekommt. Da haftet keiner persönlich. Alle Privatisierungen enden letztlich bei der Frage nach der Haftung. Dann ist es immer keiner gewesen.

    • Ökonomie-Vergelter
      17. August 2018 12:56

      Wer die 285 Mio, die Bayer aufgedrückt bekommt, zahlen wird?

      Ist doch ganz einfach: Vorläufig die Aktionäre, in Form geringerer Ausschüttungen bzw Realisierungsabschläge.

      Letzten Endes wird aber jeglicher wirtschaftlicher Aufwand, einschließlich darauf lastender Steuern, vom Endverbraucher getragen.

    • Rau
      17. August 2018 13:28

      Endverbraucher im Zusammenhang mit einem nachgewiesenen krebserregenden Gift ist schon irgendwie abwegig! Da zahlt man doch gerne

    • Rau
      17. August 2018 13:29

      Das ist man "Endverbraucher" im wahrsten Sinne des Wortes

    • dssm
      17. August 2018 13:31

      @Ökonomie-Vergelter
      Niemand außer dem Verbraucher kann am Ende zahlen! Da gerade diese Verbraucher die gleichen Deppen sind, welche jeden Tag eine neue Regulierung wollen, schadet es eigentlich nicht. Und da ich boshaft bin, schaden mir zwar die Regulierungen, aber es freut mich einfach, wenn diese Deppen sich in das eigene Fleisch schneiden, ergibt ein ausgeglichenes Resultat. So gesehen läuft es nicht so schlecht.

    • Rau
      17. August 2018 13:34

      Ja, beruhigen Sie sich wieder

    • Rau
      17. August 2018 13:41

      Ihr völlig verblödeter Satz "ohne Brücke kein Geld" heisst auf Bayer umgelegt: Bei zuvielen Krebstoten kein Profit mehr. Wie vollkommen verbohrt in seinen Ansichten muss man sein, um einen solche Schwachsinn von sich zu geben.

      PS: Jetzt hab ich mich ein bisserl erregt.

    • Brigitte Imb
      17. August 2018 15:12

      Sehe ich auch so, daß die private Betreiberfirma in erster Linie dafür zuständig ist. Schließlich hat diese auch alle "Boni" eingesteckt.

    • Ökonomie-Vergelter
      17. August 2018 18:45

      Rau,

      sagten Sie krebserregend? Wieviele haben aus der Anwendung v. RoundUp einen Nutzen gezogen ohne zu erkranken, und wie wird das VErhältnis zu Erkrankten wohl sein? Wir wissen es beide nicht, ich nehme aber an, dass die Krebsfälle vergleichsweise verschwindend gering sind.

      Auch ich bin für Aufgabenaufteilung Staat/Privat. Im Wirtschaftsleben geht es nicht gänzlich ohne gesundheitsschädl. Substanzen, man denke an div. Säuren etc. Die zumutbare Exposition und Vorsichtsmaßnahmen zu bestimmen ist Aufgabe der mediz. Forschung, natürlich müssen auch Warnpflichten den Privaten auferlegt werden. Also möglicherweise trägt im Fall von RoundUp auch der öffentl. Sektor Mitverantwortung.

      Muss ...

    • Ökonomie-Vergelter
      17. August 2018 18:47

      ... Muss aber zur Verteidigung von DSSM auch betonen, dass dieser einen anderen Gedankengang verfolgt. Er meint, dass die Zustände deshalb so sind, wie sie sind, weil niemand richtig zur Verantwortung gezogen wird: Die Manager verlieren bestenfalls ihre Anstellung, das war's aber auch schon. Hängen bleibt vielleicht ein kleiner Ingenieur auf mittlerer Ebene, der für die zu erwartenden Milliarden an Schadenersatz überhaupt nicht einstehen kann. In Ö gibt es insofern ein - allerdings völlig überschießendes - Verbandsverantwortlichkeitsgesetz.

      Es gibt auch Schicksalsschläge, die niemandem anzulasten sind. Was ist, wenn bspw ...

    • Ökonomie-Vergelter
      17. August 2018 18:47

      ... Es gibt auch Schicksalsschläge, die niemandem anzulasten sind. Was ist, wenn bspw das Konzept des planenden - hier bereits verstorbenen - Architekten verantwortlich ist, und die Konzeptionsunzulänglichkeiten nicht vorzeitig durch Vibrationsmessungen erkennbar waren?

    • Rau
      17. August 2018 23:20

      Ja ich sagte krebserregend! Ist ausjudiziert und ein Urteil wurde gesprochen, damit is es wohl Fakt.

    • Ökonomie-Vergelter
      18. August 2018 10:46

      Das Urteil erging über die Verantwortung Monsantos für Herstellung/Vertieb eines ungesunden Produkts, aber nicht über das von der Wissenschaft verliehene Atrribut "krebserregend" an sich. Auch wenn das jetzt viele zur Hyperventilation verleiten dürfte,merke ich zu Letzterem an, dass im Leben vieles Krebs begünstigen kann, zB hört man oft von Leuten, die nach Schicksalsschlägen/schwerem psychosomat. Stress an Krebs erkrankt sind. Die Nitrosamine beim Grillen sind auch krebserregend, trotzdem grillen die Leute unverdrossen weiter, wenn auch häufig vorsichtiger. Vielfraße bekommen auch häufig Magenkrebs, also ist das Essen krebserregend.(?)
      Die Frage ist immer, wie sehr etwas tödlich ist ...

    • Ökonomie-Vergelter
      18. August 2018 10:47

      ...

      Die Frage ist immer, wie sehr etwas tödlich ist - ob unbedingt oder nur i.V.m. anderen Faktoren.

    • Rau
      19. August 2018 12:42

      Haarspalterei. Der Mann hat Krebs! Das Urteil bestätigt klar den Zusammenhang, den die Wissenschaft in Studien nachgewiesen hat. Was mich eher stört ist, warum Juristen da das letzte Wort haben sollen. Die sind doch am wenigsten dazu berufen!

  15. A.K.
    17. August 2018 11:31

    Technische Anwendungen, wie hier konkret der Brückenbau, erfordern Kenntnisse von. Naturwissenschaftlern bzw. Ingenieuren. Deren Know How hat stets einen aktuellen Stand, der im zeitlichen Fortschreiten durch wachsende Erfahrung, meist verbessert werden kann. Umgekehrt gedacht bedeutet dies aber leider nur begrenzte Sicherheit für den aktuellen Wissenstand, den man wie ein „Kochbuch“ anwenden kann, um garantiert alle Erfordernisse einzuhalten. Es bleibt zwangsläufig stets ein Restrisiko, das nur minimiert werden kann.
    Eine Erfahrung schöpferischer Menschen – Ingenieure sollten diese Bezeichnung verdienen – zeigt, daß selbst bei technischen Meisterleistungen im Falle eines Fehlers sofort „Wissende“ auftreten, die es besser gemacht hätten. Ein sehr häufiges Merkmal dieser „Wissensträger“ ist deren Mangel an schöpferischen Eigenschaften, hingegen höchste Eignung für reproduzierende Tätigkeiten und Verwaltung. Diese Fachleute bestätigen die Regel, daß jemand der keine risikobehaftete Tätigkeiten ausführt, dabei auch keine Fehler machen kann. – Leider wird allerdings so kein Fortschritt erzielt.

  16. Undine
    17. August 2018 09:09

    OT---aber ein beim Stöbern im Archiv entdeckter AU-Kommentar vom Nov. 2010 zeigt, daß wir damals---also VOR dem MOHAMMEDANER-TSUNAMI 2015!--- BEINAHE noch goldene Zeiten hatten! Wie viele ZUGESTÄNDNISSE wir seit 2010 etwa den TÜRKEN gemacht haben, zeigt ein Kommentar von

    @DI Friedrich:

    "In einer Kleinstadt bin ich aufgewachsen, aufgrund der dort angesiedelten Industrie gibt es seit Jahren viele türkische Gastarbeiter. Vor einigen Monaten erzählt mir der Bürgermeister (ein Schulfreund) dass eine türkische Abordnung ihn allen Ernstes überreden wollte, das einzige Freiluftbad einen Tag pro Woche nur für Türken zu reservieren!
    Dies ist nur ein Beispiel für die Integrationsbereitschaft der türkischen Bevölkerung. Die Aussagen und die Wortwahl des Türkischen Botschafters ist ein weiteres Beispiel.
    Die Bereitschaft sich zu integrieren muss der Gast mitbringen!! und nicht umgekehrt"

    Es empfiehlt sich, gleich aus mehreren Gründen, diesen AU-Kommentar nachzulesen; es ging damals um den präpotenten TÜRKISCHEN BOTSCHAFTER in Ö und dessen "rotzfreche, haßerfüllte und dumme" Äußerung:

    "Rotzfrech, hasserfüllt und dumm"

    https://www.andreas-unterberger.at/2010/11/rotzfrech-hasserfuellt-und-dumm#comment-561044

    • Dr. Faust
      17. August 2018 10:56

      An die Frechheiten diesen Botschafters will ich gar nicht mehr denken, sonst kommt mir die Galle hoch. Das einzig Richtige wäre gewesen, ihn umgehend in die Türkei zurückzuschicken. Nur das Faymannderl hatte nicht das erforderliche Rückgrat.

  17. Freak77
    17. August 2018 09:07

    Ich fasse es nicht! Ich bin sehr überrascht und zwar positiv.

    Einmal ein Dr. Unterberger-Artikel ohne frontales E.U.-Bashing und ohne frontales Dr. Angela Merkel-Bashing.

    Wenn ich diesen Artikel richtig verstehe dann hat die E.U. und auch die E.U.-Kommission und auch J.-C. Juncker keine Schuld am Brückeneinsturz in Genua.

    Und auch Bundeskanzlerin Dr. Merkel hat keine Schuld am Brückeneinsturz.

    SENSATIONELL! Denn in den letzten Wochen gab es kaum irgendeinen Artikel wo nicht die EU, die EU-Kommission bzw. auch Bundeskanzlerin Dr. Merkel frontal aggressiv angegangen wurden.

    • Gandalf
    • machmuss verschiebnix
      17. August 2018 10:21

      Merkel bräuchte dem Volk "nur" zu verraten, von wem sie erpresst wir - und zu welchem Zweck !
      Schon würde die Welt ganz anders aussehen ( vermutlich dann auch bald buchstäblich änder ).

    • Pumuckl
      17. August 2018 10:59

      Hat Freak77 dieselbe EU-Dressur wie Othmar Karas?

      Alles was er postet könnte von dem famosen Waldheim-Schwiegersohn stammen.

    • Rau
      17. August 2018 11:03

      Bitte, bitte können Sie Ihre argumentativen Strohmänner wo anders aufstellen?

    • Brigitte Imb
      17. August 2018 15:14

      Merkel wird nicht erpreßt, die macht ihre Verbrechen - die ihr sicherlich jemand eingesagt hat - aus Überzeugung.

    • machmuss verschiebnix
      19. August 2018 21:29

      ... kombiniere:
      eingesagte Verbrechen - Überzeugung = Stockolm-Syndrom

  18. Josef Maierhofer
    17. August 2018 08:06

    Verstaatlichung schafft Anonymität, Intransparenz, erzeugt die Möglichkeit zum Trittbrettfahren für Unqualifizierte, mit einem Wort Unverantwortlichkeit und die Möglichkeit zum Verstecken der Konsequenzen, alles eigentlich 'linke' Eigenschaften.

    Privatisierung erzeugt die Notwendigkeit zu Wirtschaftlichkeit, zu Verantwortung (Haftungen), etc. und damit Transparenz, Qualifikation und es gibt dort keine Anonymität.

    Der Fall Genua wird wohl, vorausgesetzt es wird objektiv untersucht, vielleicht Sünden der Geschichte aufdecken, vielleicht technische Fehlkalkulationen, etwa schon vom Konzept her, die Auslegung für wesentlich weniger Belastung, möglich auch, dass es zufolge bestimmter Belastungen zu Resonanzen gekommen sein könnte (war so bei der Reichsbrücke in Wien), möglich aber auch, etwa wie bei der Südosttangente in Wien, dass die Brücken einfach hätten erneuert werden müssen oder das Unfalldatum dem Baubeginn zuvorgekommen ist, ich vermute wohl, dass an den Brücken Italiens wohl schon sehr lange notwendige Arbeiten oder gar Neubauten aufgeschoben worden sind, also doch zu Zeiten der staatlichen Betreiber, die aus 'Geldmangel' (man steckt es lieber in Gehälter, Pensionen und Sozialromantik) das Notwendige nicht getan haben. Da aber haben keine 'Experten' 'gerülpst', solange das staatlich war.

    Ich habe gehört, dass in Italien etwa 60 000 Brücken auf dringende Sanierung warten, Sanierung, die die Italiener einfach aufgeschoben haben, immer wieder, und wofür sie (typisch) die EU verantwortlich machen, weil sie zu wenig in die italienische Staatswirtschaft einzahlen. Aber das ist das europäische Problem, dass die 'Siestastaaten' glauben, sie müssten ihre Siesta von den Nordeuropäern finanziert bekommen.

    Ganz deutlich sieht man den Unterschied zwischen privat und städtisch in Wien. Man kann sagen, dass sämtliche städtische (also 'staatliche') Firmen im Eigentum der Gemeinde Wien defizitär wirtschaften, ihre Aufgaben vernachlässigen, einen Skandal nach dem anderen bauen.

    Der Staat kann zwar Wirtschaftsgesetze beschließen, aber Wirtschaft sollte er nicht betreiben.

    Ich denke auch an die Opfer von Genua und mit Bitterkeit an die wahren Schuldigen.

    • Dr. Faust
      17. August 2018 10:50

      "...Ich denke auch an die Opfer von Genua und mit Bitterkeit an die wahren Schuldigen. ..."

      !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  19. socrates
    17. August 2018 05:29

    "Räder müssen Rollen für den Sieg", daher würden die LKW Tonnagen und die Längen von der EU drastisch hinaufgesetzt. Damals sagte ich den Einsturz bzw die Reperatur fast aller Brücken voraus und tatsächlich können wir das im Sommer ausführlich beobachten. Einige stürzten dadurch auch ein. Ebenso müssen die Kurvenradien vergrößert werden und die Kreisverkehre brauchen die Vielfache Fläche kostbaren Bodens, da Flächen mit dem Quadrat des Radius wachsen.
    Wir Steuertrotteln müssen das bezahlen. Daher dürfen die Medien einen Schuldigen suchen, der es bestimmt nicht war, aber als Rumpelstilzchen in Abgrund des Sinnlosen verschwindet.

    • Dr. Faust
      17. August 2018 10:43

      Kreisverkehranlagen richtig eingsetzt sind eine gute Sache. Sie verbessern den Verkehrsfluss und reduzieren Stehzeiten. Beides ist aber kein Anliegen der Grünen und der Grünroten, die den Bürgern das Autofahren über den Weg des Schaffens von "Leid" (Staus, Zerstörung von Parkplätzen, Reduzierung von Fahrspuren) abgewöhnen wollen. Ähnliches gilt für das Rechtsabbiegen bei roten Ampeln (sofern frei).

  20. El Capitan
    17. August 2018 01:15

    Warum wurden die USA zur Supermacht? Nicht durch die Atombombe.
    Der Grund liegt primär in Leuten wie Cornelius Vanderbilt (Eisenbahn), Andrew Carnegie (Stahl), John Rockefeller (Öl), Henry Ford (Autos) und John P. Morgan (Kapitalgeber). Das waren diejenigen, die Amerika groß gemacht haben. Kein einziger Politiker war daran beteiligt. Lauter private Unternehmer!

    Als Präsident Theodore Roosevelt Gesetze auf Schiene brachte und die von den Privaten errichteten Monopole zerschlagen ließ (aus Standard Oil gingen zB. Konzerne wie Exxon, Shevron usw. hervor), wurde keine Firma verstaatlicht. Alles blieb privat. Es ging lediglich den Monopolen an den Kragen, und das war richtig.

    Wer nun glaubt, dass Verstaatlichung das Elend der Arbeiter, das es tatsächlich gab, irgendwo beseitigt hätte, ist ein Traumtänzer. Sowjetunion schon vergessen? China mit Mao Zedong schon vergessen? Kambodscha schon vergessen? Kuba schon vergessen? In Österreich war die Verstaatlichte nur deshalb eine Zeitlang auszuhalten, weil sie vom Geld der Privaten (vulgo Steuern) künstlich reanimiert wurde.

    Und schließlich: Die Venezuelarisierung schon vergessen, eine dunkelrote und durch und durch korrupte Politik, die ein großes und ehemals reiches Land direkt ins Elend stürzte?

    Der Klugschiss gewisser "Experten" ist so wünschens- und erstrebenswert wie ein Karzinom oder ein Waldbrand. Diese "Experten" sollten stattdessen augenblicklich eine Liste von kaputten Brücken und anderen Bauwerken - und noch besser - kaputten Gesellschaften vorlegen, die von "Experten" und Politikern ruiniert wurden. Das wäre eine Hausaufgabe, die diese Schwadroneure nie schaffen.

    Stichwort Venezuelarisierung! Klar, was gemeint ist, liebe "Experten"?

    Ich fürchte, ich muss eine Zeitlang auf Antwort warten, weil die internationale Gilde der politisch korrekten und moralisch überlegenen "Experten" zurzeit an einer der größten und furchtbarsten Katastrophen der Menschheitsgeschichte arbeitet: Die Hochzeit einer Ministerin mit prominenten Gästen in der Steiermark. was war dagegen der Untergang der Saurier und der Ammoniten!

    Nö. Weder die Klimaerwärmung noch die Bombe noch Merkels Politik noch die Islamisten könnten uns das Genick brechen. Es sind die Politiker und "Experten" von Gottes Gnaden, die Ritter von der retardierten Intelligenz.

    • oberösi
      17. August 2018 08:39

      Völlig korrekt!
      Es waren Warburg, Morgan, Rockefeller, die 1913 die FED gründeten mit dem Ziel, einen Krieg auf europäischem Boden zu finanzieren, um die dortigen Monarchien hinwegzufegen.
      Und es waren tüchtige Privatpersonen wie Rockefeller, Morgan oder Henry Ford, die Hitlers NSDAP die nötige Anschubfinanzierung gaben, auf daß was Ordentliches daraus werde, das eine noch größere Kriegsrendite abwirft.

      Es waren also jene vorausschauenden Männer, die den Hegemon großfütterten, der in Folge der halben Welt die demokratische Mütze nach seinem Muster überstülpte, damit der Plebs darunter leichter zu gängeln sei.

    • oberösi
      17. August 2018 08:39

      Was ich sagen will: eine etwas differenzierte Sicht kann durchaus nicht schaden.

    • Rau
      17. August 2018 10:56

      Den Bush Clan nicht vergessen. Supermacht war die Sowjetunion auch. Ist daher kein taugliches Kriterium. Einziger Unterschied. Eines der beiden Systeme ist bereits kollabiert. Beim anderen wird der Untergang. noch hinausgezögert.

    • Normalsterblicher
      17. August 2018 13:06

      Oberösi:

      Sie werden sich doch nicht etwa wieder "romantisch" iSd Vormärzes statt stramm fortschrittsbewusst betätigen wollen, hmmm ? ;-)

    • HDW
      17. August 2018 13:33

      Richtig ist: Das Krebsübel ist die Monopolbildung egal ob Finanzkapital oder Staat (Schumpeter) Führt die EU Clique gerade wieder beispielhaft vor. Und als Gegenstrategie fällt den Hirnederln nichts anderes als die neuerliche Verstaatlichung ein. Die Eigentümer der Autostrade d`Italia ist übrigens die Familie Benetton samt ihrem Paradekommunisten Oliviero Toscani. Signora Prada war ja auch Mitglied der PCI, jetzt PD.

    • Brigitte Imb
      17. August 2018 15:21

      Cazzo, dann kaufe ich nichts mehr von Sig. Prada. Ist eh viel zu teuer.





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