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Portugal und Spanien: ein Lehrbeispiel

Es ist zwar nicht überraschend, aber dafür umso anschaulicher. Es ist ein weiteres Beispiel für den Mist, den Europas politische und diplomatische Eliten in den letzten Jahren angerichtet haben. Ein Beispiel, warum die Bürger darüber immer öfter nur noch verzweifelt lachen können. Ein Beispiel, warum die Sanierung von EU und Euro-Zone nicht gelingen kann.

Die Fakten: Die beiden iberischen Länder haben in den letzten Jahren ihre Krise und Defizite zwar halbherzig bekämpft, aber die versprochenen Sanierungsziele nie auch nur annähernd erreicht. Und im letzten Jahr haben sie überhaupt alle diesbezüglichen Bemühungen eingestellt. In Spanien angesichts von Dauerwahlkämpfen, die aber noch immer keine Regierungsmehrheit zur Folge haben, sondern dem Land möglicherweise die dritten Wahlen binnen weniger Monate zu bescheren drohen. Und in Portugal hat eine neu zur Macht gekommene Linksregierung überhaupt den Kurs geändert und wieder mit freigiebigen Wohlfahrtsausgaben begonnen.

Damit wären eigentlich nach den europäischen Verträgen Strafzahlungen fällig. Die will aber weder Kommission noch Rat verhängen. Denn in Spanien amtiert (noch?) eine konservative Regierung. Deshalb wollen die europäischen Konservativen und Christdemokraten dem Land nicht weh tun. Und gegenüber Portugal zeigen Europas Sozialisten die gleiche Haltung.

Irgendwie erinnert das an zwei Mafia-Paten, die jeweils ihr Fußvolk schützen wollen und daher einen gegenseitigen Waffenstillstand halten.

Der zweite Grund, warum es keine Strafzahlungen gibt, ist noch viel gravierender. Ihn hätte man freilich schon vor Jahren klar erkennen müssen (was viele Ökonomen auch taten, auf die die Politik aber wie so oft nicht hören wollte). Denn es ist widersinnig, einem Land noch mehr Geld wegzunehmen, wenn es mit seinem Geld nicht einmal annähernd auskommt, damit das Land dann besser mit seinem Geld auskommt. Das würde ja die Krankheitssymptome nur noch weiter verschlimmern.

Auf eine so perverse Idee können nur Politiker kommen, die ein ständiges Wir-tun-so-als-ob, ein ununterbrochenes Aufschieben von Problemen für eine sinnvolle Politik halten. Sie vereinbaren „Lösungen“, bei denen man von Anfang an wissen müsste, dass sie nicht funktionieren.

Wollte man ernsthaft Druck auf undisziplinierte Länder ausüben, dann gibt es nur zwei Wege:

  • Der erste wäre ein EU-interner Mechanismus in Form von nicht-monetären Strafen. Diese könnten etwa im Verlust des Stimmrechts der Vertreter eines Sünderlandes in Rat und Parlament bestehen. Diese Vorschläge aber waren in der EU nicht durchsetzbar, eben weil die europäischen Regierungen offensichtlich nur so tun wollten, als ob sie sparen und sanieren würden, und weil Politiker nie und nimmer die eigene Entmachtung ermöglichen wollen.
  • Der zweite wäre der ganz normale Weg einer freien Marktwirtschaft: Jemand, der zu viele Schulden hat, der bekommt keine weiteren Kredite mehr, der wird so von den Märkten „bestraft“. Diesen Weg hat aber Deutschland seit 2009 verhindert, als es auch die damals noch disziplinierten Euro-Länder zu immer größer dimensionierten Rettungsaktionen für Griechenland & Co zwang.

Die politisch-diplomatische Elite hat dabei aber eine Kleinigkeit übersehen: die Bürger Europas. Diese begannen die Tricks zu durchschauen und reagieren nun auf ihre Weise.

  1. In den Schuldenländern sind die Menschen nun zunehmend überzeugt, dass man eh nicht wirklich sparen muss, weil man ja am Schluss immer gerettet wird. Deshalb haben alle sparunwilligen Parteien vor allem auf der äußersten Linken großen Zulauf, wenn sie das Blaue vom Himmel herunter versprechen.
  2. In ganz Europa verloren die Menschen zugleich wegen dieses peinlichen Versagens das Vertrauen in die Elite und den letzten Respekt vor ihr. Die Menschen sehen, wie sich die repräsentative Elite immer mehr lächerlich macht, wie hohl deren Worte letztlich sind, wie sie ständig die von ihr selbst gemachten Regeln bricht, wie wenig das immer komplizierter gewordene Gebilde funktioniert, das national wie europäisch von der Elite aufgebaut worden ist. Deshalb haben vor allem die europakritischen oder -gegnerischen Parteien auf der politischen Rechten so enormen Zulauf.

Der sich natürlich auch deshalb dramatisch verstärkt hat, weil die Menschen parallel beim tönernen „Wir schaffen das“ der Elite angesichts der Völkerwanderung das gleiche peinliche Versagen mit wohl noch schlimmeren Folgen sehen.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGandalf
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2016 13:40

    Nur zu! Wenn sich nun Portugal und Spanien wirklich mit dem griechischen Desperado Tsipras und seinen Spiessgesellen zusammentun, ist ja der Reinigungsprozess in Europa schon eingeleitet: Dann müsste bloss noch Frankreich die Führung der Pleitekandidaten übernehmen (was ja nicht so absurd wäre), und die verbleibenden, leistungsbereiten und leistungsfähigen europäischen Staaten hätten eine wesentlich bessere Aussicht auf einen vernünftigen Neubeginn der europäischen Einigung als mit den mediterranen Klötzen am Bein. Natürlich müssten sie dafür erst einmal die hypertophe Verwaltung in Brüssel mit deren Symbolfiguren Schultz und - horribile dictu - Juncker davonjagen; dann allerdings wären beim Davonjagen als nächstes die Deutschen gefordert...

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2016 13:48

    Eine Frage sei erlaubt: Wohin flossen eigentlich von der EU verhängte STRAFZAHLUNGEN maroder Länder? VERSICKERTEN diese Gelder ---so wie viele andere hohen Summen der Nettozahler--- auch irgendwo im EU-Sumpf?

    A.U. hat, wenn ich mich nicht verzählt habe, gleich sechs Mal den Begriff ELITE verwendet. Während des Lesens habe ich mir jedesmal Anführungszeichen vorgestellt, denn unsere Politiker als ELITE zu bezeichnen, ist eher blanker HOHN! Ich weiß auch nicht, warum mir spontan Othmar KARAS, Hannes SWOBODA, Johannes HAHN und Ulrike LUNACEK eingefallen sind.....

    Von Europas politischen und diplomatischen Eliten zu reden geht einfach nicht, denn der Begriff ELITE wurde vom lateinischen Verb eligere (auswählen) bzw. vom französischen Verb élire (wählen) abgeleitet; es bedeutet AUSWAHL der BESTEN!

    Man könnte natürlich ganz böse sein und bei den Hohlköpfen in Brüssel von einer AUSWAHL der BESTEN GAUNER sprechen.

    Die EU-Politiker kann man also bestenfalls als sogenannte Elite bezeichnen oder einfach unter Anführungszeichen setzen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2016 15:39

    ... und alle, die aus der EU austreten wollen, sind "Nationalsozialisten". Die Angst, den Futtertrog zu verlieren, muss gewaltig sein.

  4. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2016 14:44

    Politik wird dadurch eigentlich negativ mit gesetzlos besetzt.

    Aber es ist leider nicht nur oberflächlich gesetzlos, sondern auch ein Betrug, ein riesiger Selbstbetrug und ein Volksbetrug.

    Damit sollte eigentlich der Euro bald am Ende sein. Wenn ich Sarrazin 'Europa braucht den Euro nicht' lese hat all dieser Betrug inzwischen schon viele Jahre gedauert und die Leibeigenschaft Europas wird immer mehr zur Realität und wegen des gleichen Versagens bei der Immigration auch zur Brutalität.

    So schafft sich Europa ab, hoffentlich die EU zuerst.

    Zeit zum Austreten.

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2016 14:54

    Die tägliche Kulturbereicherung:

    "Syrischer Asylanten-Student sticht Kontrahenten mit Küchenmesser nieder"

    https://www.unzensuriert.at/content/0021467-Syrischer-Asylanten-Student-sticht-Kontrahenten-mit-Kuechenmesser-nieder?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Wie kommt es, daß unsere moslemischen Eroberer IMMER eine Waffe ---in den meisten Fällen ein KÜCHENMESSER---mit sich tragen?

    Warum werden Ausländer nicht regelmäßig auf der Straße von Polizisten perlustriert? Das wäre doch GERECHTFERTIGT!

    Da will man die Einheimischen unbedingt "entwaffnen", obwohl man bei uns einen Waffenpaß benötigt, während man sich nicht darum kümmert, wie viele Geräte zum TÖTEN unter den "Schutzsuchenden" im Umlauf sind?

    Mir kommt vor, daß sich ein Muselmane nackt vorkommt, wenn er nicht wenigstens mit einem Messer bewaffnet umherläuft.

    PS: Wer hat dem jungen wehrhaften Syrer auf eine Universität losgelassen? Wahrscheinlich hat er bloß behauptet, er sei Student, weil sich das immer besser anhört als wenn er zugäbe, er sei sonst irgend etwas.

  6. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2016 17:26

    Umfallen - und nichts anderes ist das In-die-Knie-gehen der EU-Nomenklatura in Spanien und Portugal - wird vom Bürger selten gutgeheißen. Wäre es anders, dann hätte z.B. die ÖVP längst die 2/3-Mehrheit im Parlament.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    10. August 2016 12:48

    Die politische Welt ist nichts weiter als ein riesengroßer Lügen- und. Schuldensack.


alle Kommentare

  1. heartofstone (kein Partner)
    12. August 2016 23:43

    Etwas OT ... Faymann wird UNO-Beauftragter für Jugendarbeitslosigkeit

    WTF ... ein Nichtskönner ... ein Nixabschließender soll die Jugendarbeitslosigkeit in der UNO bearbeiten? ... mehr Taxifahrer braucht die Welt? oder Konsulenten in einer städtischen Verlustbank?

    Faymanderl und Konsorten gehören in die Produktion verbannt ... bis sie ob der "Arbeitsbedingungen" sozialverträglich frühableben ... damit diese sozialischtischen Arschwimmerln wenigstens einmal einen zählbaren Beitrag zum Gemeinwohl Österreichs leisten ...

    und NEIN ich mag keine Sozialisten, Kummerlärsche, Welcomewachler und GUTMENSCHEN ... außer sie stinken tot auf der Straße vor sich hin ...

  2. Bob
    11. August 2016 14:11

    Ich bin neugierig wann die Schweigepflicht für Anwälte in eine Anzeigepflicht umgewandelt wird. Auch das Beichtgeheimnis könnte man ändern, und ein Mikrofon im Beichtstuhl eine Direktübertragung zu nächsten Bezirkshauptmannschaft ermöglicht.

  3. Erich Bauer
    11. August 2016 10:35

    Die Auflösung der westlichen „Werte“ ist eine große Chance. Nach der Krise hin zu Wende. Die Zeit der „Götter“ (selbsternannte Eliten) geht zu Ende und die Zeit des Menschen beginnt. Bestimmte Zentralideologien in Westeuropa und den USA verstärken sogar die Legitimationskrise des gesamten Systems. Nach der Aufschaukelung steht das Ende dieser Ideologien. Einige sind ja schon total gecrasht. Andere beginnen an der Wirklichkeit sich aufzulösen… Man kann gut beobachten wie Ideologien (Herrschaftsideologien) am Wirklichkeitstest zerbrechen.

    Ideologien müssen einen Wirklichkeitsaspekt haben. Wenn sich der Zusammenhang zwischen der Wirklichkeit und dem, was die Ideologie transportiert als Hoffnung, als Zukunftsprojekt, als Ideal, wenn sich das auflöst, dann zerbricht die Ideologie. Das lässt sich an einem ganz einfachen Punkt festmachen: Der Kernsatz der Mulit-Kulti-Ideologie war „offene Grenzen“. Wenn jetzt Merkel die Grenze wieder zumachen will und andere Staaten die Grenzen schon zugemacht haben, dann ist diese Ideologie an der Wirklichkeit zerschellt! Hat sich aufgelöst, verdampft.

    Und das passiert derzeit mit mehreren Ideologiefragmenten, dass sie der Wirklichkeit nicht standhalten…

    • Undine
      11. August 2016 20:54

      Leider ist halt bis zur Auflösung der jeweiligen Ideologie jede Menge an irreparablem Schaden angerichtet worden---aber ein gewisser Trost steckt doch darin.

  4. Bob
    11. August 2016 08:33

    Wann steigen wir von den Nettozahlern zu den Schuldnern auf? Dieser totalitärer Dreckshaufen der sich EU nennt wird von Eliten geführt? Da kann man erst abschätzen was für Vollkoffer uns regieren.

  5. Brigitte Imb
    10. August 2016 20:26

    OT - D, Schweigepflicht der Ärzte lockern.

    In den Nachrichten wurde berichtet, daß in D die Schweigepflicht der Ärzte gelockert werden soll.
    Sollte ein Arzt von einem Pat. ein (geplanter) Terroranschlag, od. ähnliche Untaten, anvertraut werden, kann die Schw.pfl. dafür aufgehoben werden.

    Skurril, od?

    Nun kenne ich mich nicht mit den deutschen Gesetzen aus, aber intuitiv würde ich meinen, daß der Arzt sogar verpflichtet ist derartiges sofort anzuzeigen, weil dies rein gar nichts mit ärztlicher Dg. od. Th. zu tun hat. Das Mindeste wäre Parere (aber da ist der "Patient" nach spätestens 3 Tagen wieder draußen).

    Eine rein politische Alibidiskussion, wo mitgeteilt werden soll was die Politik nicht wieder alles getan hat, obwohl ohnehin ausreichende Regeln u. Gesetze dafür bestehen.

    • franz-josef
      10. August 2016 21:39

      @ Brigitte Imb ...Sowie die Möglichkeit, Gefährder der öffentlichen Sicherheit vorbeugend in Haft zu nehmen.

      Klingt ja alles recht ordentlich, kennte man nicht inzwischen die Pappenheimer. Es steht zu befürchten, daß die ärztliche Schweigepflicht zwecks erleichterten Vernaderungszwanges gebrochen werden soll, ebenso wie die vorbeugende Inhaftnahme möglicher Gefährder der Denunzierung Vorschub leistet. Was da bei den Nachbarn "verbessert" wird, klingt mir allzusehr nach Willkür und kahanischer Verfolgungserleichterung. Und nicht "die", sondern "wir" werden gemeint sein. (Mit dieser Diktion bin ich bereits "fällig" lt. Maas/ Kahane).

    • Brigitte Imb
      10. August 2016 23:15

      @franz-josef,

      na klar soll die Schweigepflicht scheibchenweise aufgeweicht werden, genauso wie beständig die Freiberuflichkeit der Ärzte von politischer Seite zu untergraben versucht wird.

      Ob das Wahlvolk das will?

    • franz-josef
      11. August 2016 09:55

      Es steht zu befürchten,daß die weitaus meisten Leute nicht mitbekommen, was sich da zusammenbraut. Derlei Diskussionen werden ja geschickt umetikettiert, Änderungen geschehen dann im besten Sinne zur erleichterten Terrorismusbekämpfung...... und wer von den einfachen Leuten mit wenig Durchblick, und das sind viele, würde sich dem schon widersetzen wollen? Gerade in Deutschland, wo es schon drunter und drüber geht, kann man sehen, wieviel Geduld der Michel mit seiner Regierung beweist!

  6. Tegernseer
    10. August 2016 20:25

    Der Vorschlag eines Kreditstopps läuft ins Leere, solange wir eine gemeinsame Währung haben und ein wildgewordener Notenbankpräsident Draghi alle Anleihen ankauft, sobald diese auf den Markt kommen. Es war doch von vornherein klar, dass es keine Sanktionen geben wird.

    Schäuble und Merkel können sich vollends auf die Vergeßlichkeit der Bürger und auf den wohlmeinenden Sanftmut der Systemmedien verlassen: "Schaut her, wir haben ja eine stabile Währung mit sehr niedriger Inflation." Damit streuen sie den Bürgern allerdings nur Sand in die Augen. In Wirklichkeit kann Geld auf vielfältige Weise entwertet werden: etwa durch seinen Außenwert oder durch steigende Assetpreise. Ich habe größte Hochachtung vor diesem Forum: Wissen Sie eigentlich noch wie hoch die Wohnungspreise in Wien vor 10 Jahren waren?

    • Brigitte Imb
      10. August 2016 20:35

      Teilweise; VI, Fußgängerzone, 115(?)m2, toller Altbau, 100€. Die Betriebskosten waren höher. Zuletzt, v. einem halben Jahr 150, 200BK, nach Übergabe an die Nachkommen (immer noch günstig), aber um 700+ inkl. BK.

    • Undine
      10. August 2016 21:41

      @Tegernseer

      Notenbankpräsident Draghi hat sein Handwerk bei Goldman & Sachs erlernt. Wenn man dann noch an Griechenland denkt, erübrigt sich wohl jede Frage über die Seriosität.

  7. oberösi
    10. August 2016 20:12

    Spanien, Portugal, Italien und Frankreich sowieso werden pardoniert. Was den moral hazard und Zerfall der EU nur noch beschleunigt. Ein offensichtlich durch Alkoholsucht beeinträchtigter Kommissionspräsident und ein penetrant geifernder ehemaliger Bürgermeister von Würselen namens Schulz legen dafür so richtig los gegen die Polen wegen undemokratischer Rechtslastigkeit. Wie auch gegen die Tschechen, Slowaken, Ungarn sowieso. Weil sie sich dem Refugees-Wahn entgegenstellen. Und dafür infame, faschistische Tugenden wie Heimatliebe, Nationalstolz und Tradition bewahrt haben.

    Weil sie sich das bewahrt haben, was bei uns, im wehrlos gegenderten und in die freiwillige Infantilität gepamperten Westen einst gesunder Hausverstand hieß.

    Ex oriente lux. Immobilien in diesen Ländern kaufen, sind derzeit noch äußerst günstig, fürs Exil...

  8. socrates
    10. August 2016 19:01

    O.T. Zypern und die EZB: Ein Lehrbeispiel für Enteignung durch Liberale?

    War die Sparerbeteiligung bei der Rettung der Banken Zyperns von langer Hand geplant?

    "Würde das (US)-amerikanische Recht gelten, dann wäre all das, was damals auf Zypern geschah, ein klarer Fall geplanten Betrugs", sagte der frühere Chef der Zentralen Notenbank Athanasios Orfanides: "Urheber dieses Betrugs zu Lasten der Zyprioten sind die Europäische Zentralbank, die Zentrale Notenbank und die Republik Zypern."
    Orfanides machte diese Äußerungen im Rahmen einer Buchvorstellung. "The Cyprus Bail In: Policy Lessons from the Cyprus Economic Crisis", heißt das Werk, welches am 28. Juli vom Zentrum für Studien Tassos Papadopoulos präsentiert wurde. Orfanides sieht im Vorgehen der EU und der Eurogruppe seit 2010 die Schritte zur Sparerenteignung.

    Ganz neu sind die Anschuldigungen Orfanides nicht. Denn auch er beruft sich außer auf den Inhalt des Buches auf eine Veröffentlichung der griechischen Webseite ThePressProject. Deren Betreiber war es gelungen, eines als geheim eingestuften Papiers der EZB habhaft zu werden und dieses zu veröffentlichen (vgl. dazu den zugrunde liegenden deutschsprachigen Artikel).

    Zusammen mit den Äußerungen des damaligen Finanzministers Zyperns Michalis Sarris gegenüber dem Journalisten des Tagespiegels, Harald Schumann, belegte ThePressProjekt seinerzeit, dass Zyperns Banken beim Zwangsverkauf der griechischen Filialen einen Nennwertverlust von knapp 7,5 Milliarden Euro hinnehmen mussten. Den Sparern auf der Insel wurden gleichzeitig 3,5 Milliarden Euro abgepresst.
    Das Thema bleibt auf Zypern hochaktuell, weil die enteigneten Sparer immer noch auf eine versprochene staatliche Entschädigung warten.

  9. Haider
    10. August 2016 17:26

    Umfallen - und nichts anderes ist das In-die-Knie-gehen der EU-Nomenklatura in Spanien und Portugal - wird vom Bürger selten gutgeheißen. Wäre es anders, dann hätte z.B. die ÖVP längst die 2/3-Mehrheit im Parlament.

  10. Pennpatrik
    10. August 2016 15:39

    ... und alle, die aus der EU austreten wollen, sind "Nationalsozialisten". Die Angst, den Futtertrog zu verlieren, muss gewaltig sein.

    • simplicissimus
      10. August 2016 21:47

      Keine Sorge, alle anderen sind Internationalsozialisten. Sehen Sie einen Unterschied?

  11. Undine
    10. August 2016 14:54

    Die tägliche Kulturbereicherung:

    "Syrischer Asylanten-Student sticht Kontrahenten mit Küchenmesser nieder"

    https://www.unzensuriert.at/content/0021467-Syrischer-Asylanten-Student-sticht-Kontrahenten-mit-Kuechenmesser-nieder?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Wie kommt es, daß unsere moslemischen Eroberer IMMER eine Waffe ---in den meisten Fällen ein KÜCHENMESSER---mit sich tragen?

    Warum werden Ausländer nicht regelmäßig auf der Straße von Polizisten perlustriert? Das wäre doch GERECHTFERTIGT!

    Da will man die Einheimischen unbedingt "entwaffnen", obwohl man bei uns einen Waffenpaß benötigt, während man sich nicht darum kümmert, wie viele Geräte zum TÖTEN unter den "Schutzsuchenden" im Umlauf sind?

    Mir kommt vor, daß sich ein Muselmane nackt vorkommt, wenn er nicht wenigstens mit einem Messer bewaffnet umherläuft.

    PS: Wer hat dem jungen wehrhaften Syrer auf eine Universität losgelassen? Wahrscheinlich hat er bloß behauptet, er sei Student, weil sich das immer besser anhört als wenn er zugäbe, er sei sonst irgend etwas.

  12. Josef Maierhofer
    10. August 2016 14:44

    Politik wird dadurch eigentlich negativ mit gesetzlos besetzt.

    Aber es ist leider nicht nur oberflächlich gesetzlos, sondern auch ein Betrug, ein riesiger Selbstbetrug und ein Volksbetrug.

    Damit sollte eigentlich der Euro bald am Ende sein. Wenn ich Sarrazin 'Europa braucht den Euro nicht' lese hat all dieser Betrug inzwischen schon viele Jahre gedauert und die Leibeigenschaft Europas wird immer mehr zur Realität und wegen des gleichen Versagens bei der Immigration auch zur Brutalität.

    So schafft sich Europa ab, hoffentlich die EU zuerst.

    Zeit zum Austreten.

  13. Leopold Franz
    10. August 2016 13:51

    Repräsentative Demokratien im Süden Europas sind nicht geschaffen, Sanierungsprogramme durchzuziehen. Das geht sich in einer Legislaturperiode nicht aus, dann kommen zur Freude der EU-Verteiler wieder die linken nationalen Verteiler an die Macht und der Irrsinn geht weiter.
    Das hat funktioniert in Dänemark und Estland.
    Österreich?

  14. Undine
    10. August 2016 13:48

    Eine Frage sei erlaubt: Wohin flossen eigentlich von der EU verhängte STRAFZAHLUNGEN maroder Länder? VERSICKERTEN diese Gelder ---so wie viele andere hohen Summen der Nettozahler--- auch irgendwo im EU-Sumpf?

    A.U. hat, wenn ich mich nicht verzählt habe, gleich sechs Mal den Begriff ELITE verwendet. Während des Lesens habe ich mir jedesmal Anführungszeichen vorgestellt, denn unsere Politiker als ELITE zu bezeichnen, ist eher blanker HOHN! Ich weiß auch nicht, warum mir spontan Othmar KARAS, Hannes SWOBODA, Johannes HAHN und Ulrike LUNACEK eingefallen sind.....

    Von Europas politischen und diplomatischen Eliten zu reden geht einfach nicht, denn der Begriff ELITE wurde vom lateinischen Verb eligere (auswählen) bzw. vom französischen Verb élire (wählen) abgeleitet; es bedeutet AUSWAHL der BESTEN!

    Man könnte natürlich ganz böse sein und bei den Hohlköpfen in Brüssel von einer AUSWAHL der BESTEN GAUNER sprechen.

    Die EU-Politiker kann man also bestenfalls als sogenannte Elite bezeichnen oder einfach unter Anführungszeichen setzen.

    • Livingstone
      10. August 2016 15:08

      Also Einkommens-vs-Leistung-Optimierungs-Elite, ohne Anführungszeichen.

    • Pennpatrik
      10. August 2016 15:32

      Ich schreibe niemals von der "Elite". Immer von der "Nomenklatur".

    • franz-josef
      11. August 2016 10:10

      Es muß einen großen Sack in Brüssel geben, anders kann ich mir das auch nicht erklären. Da werden Abermillionen an Strafzahlungen eingefordert, da holt das Duo Infernal eine Million Euro alias Friedensnobelpreis ab, mit wieviel der Karlspreis dotiert ist, hab ich jetzt nicht nachgesehen (erging einmal an die EU und einmal an den Euro z.B.)...
      da fordert ein sichtlich häufig Betrunkener pro nichtangenommenem "Flüchtling" stolze Euro 25o.ooo on den EU Mitgliedstaaten - wohlweislich ohne gleichzeitig zu erklären, was genau mit dem ungeheurem Betrag anschließend geschehen solle...

      Einen Sammelbehälter muß es geben, mit fix angeschlossenem Ablauf und stets offenem Ventil zum Empfänger.

  15. Gandalf
    10. August 2016 13:40

    Nur zu! Wenn sich nun Portugal und Spanien wirklich mit dem griechischen Desperado Tsipras und seinen Spiessgesellen zusammentun, ist ja der Reinigungsprozess in Europa schon eingeleitet: Dann müsste bloss noch Frankreich die Führung der Pleitekandidaten übernehmen (was ja nicht so absurd wäre), und die verbleibenden, leistungsbereiten und leistungsfähigen europäischen Staaten hätten eine wesentlich bessere Aussicht auf einen vernünftigen Neubeginn der europäischen Einigung als mit den mediterranen Klötzen am Bein. Natürlich müssten sie dafür erst einmal die hypertophe Verwaltung in Brüssel mit deren Symbolfiguren Schultz und - horribile dictu - Juncker davonjagen; dann allerdings wären beim Davonjagen als nächstes die Deutschen gefordert...

    • Undine
      10. August 2016 13:52

      @Gandalf

      Statt die Deutschen fortzujagen sollte man zuerst ihre AKTUELLEN POLITIKER und deren EINFLÜSTERER, bzw. ERPRESSER feuern! Ohne MERKEL und Co. wären die Deutschen mMn schon in Ordnung.

    • Gandalf
      10. August 2016 14:49

      @ Undine:
      Pardon, da habe ich mich offenbar unpräzise ausgedrückt: Nicht die Deutschen sollte man davonjagen, sondern die Deutschen selbst sollten jemanden (na, wen wohl?) davonjagen. So habe ich es gemeint. Und ich glaube, da sind wir wieder einer Meinung?

    • Undine
      10. August 2016 16:48

      @Gandalf

      Natürlich! ;-)

    • simplicissimus
      10. August 2016 21:39

      Italien, Belgien und Luxemburg als Draufgabe zum versagenden Club Med und tschüss! Der nordöstliche respektable Rest soll/kann weitermachen, aber bitte gründlich entmerkelt und unter Besimmung auf die Grundaufgaben:

      Freie unbehinderte Wirtschaft
      Schutz der Aussengrenzen

    • Gandalf
      10. August 2016 22:17

      @ simplicissimus:

      Ja, Italien zum Club Mediteranee, natürlich, und Belgien - als Musterbeispiel, wie es gehen könnte, wenn nicht alle gebannt auf die versteinerten, über zweihundert Jahre alten und in weiten Teilen überholten Strukturen des Wiener Kongresses starren - sinnvoll geteilt: Die leistungsunfähige Wallonie an Frankreich - geschenkt, Flandern als willkommener kleiner Bruder der Niederlande im Klub der Tüchtigen. Und Luxemburg? Am besten als "Junckerland" ein Themenpark ohne wirkliches Thema. Mit Eintrittsgebühr, mangels weiterer Einnahmen aus internationalem Steuerbetrug.

  16. Brigitte Imb
    10. August 2016 12:48

    Die politische Welt ist nichts weiter als ein riesengroßer Lügen- und. Schuldensack.

  17. brechstange
    10. August 2016 12:25

    Ein Trauerspiel 4. Akt sondergleichen.





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