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Warum brauchte Mitterlehner zwei Jahre dazu?

Der ÖVP-Obmann hat in einem sogenannten Hintergrundgespräch ein paar Sätze gesagt, die er eigentlich seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren bei vielen Anlässen öffentlich sagen und realisieren hätte sollen, die er aber nie zusammengebracht hat. Jetzt ist es wohl zu spät für ihn.

„Das Wirtschaftsklima ist mir wichtiger als das Koalitionsklima.“ Das sagte Mitterlehner jetzt – mit drei wöchiger Reaktionszeit – zu den Forderungen des neuen SPÖ-Obmannes nach Arbeitszeitverkürzung und Wertschöpfungsabgabe. Er stehe nicht einmal für Verhandlungen darüber zur Verfügung. Wer das wolle, müsse „sich jemand anderen suchen“.

Na endlich, wird sich die Mehrheit der Österreicher denken. Dass die linken Medien sofort aufheulen, wenn die ÖVP einmal nicht als lammfromme Mehrheitsbeschafferin für SPÖ-Wünsche dienen will, ist so sicher wie der Sonnenuntergang. Das kann aber von einer ÖVP, zumindest wenn sie überleben will, ignoriert werden. Ist es doch einer der Hauptgründe für die ÖVP-Krise, dass sie immer um das Wohlwollen der (durch die Bank linksliberalen bis grünen) Medien gebuhlt hat, und die wirtschaftsliberalen und vor allem konservativen Wähler rechts liegen gelassen hat.

Freilich: Warum braucht Mitterlehner zu dieser Reaktion so lange, die sein Vorgänger Spindelegger immer wieder (mit zwar nicht sensationellen, aber durchaus besseren Wahlergebnissen) konsequent praktiziert hat? Warum wagt er sie nur in einem Hintergrundgespräch? Warum hat er das nicht auch bei anderen Themen gesagt? Etwa bei der Steuerreform ohne ausreichende Gegenfinanzierung? Etwa bei der schwer missglückten Strafrechtsreform? Etwa bei der Freigabe der Adoption hilfloser Kinder durch schwule Paare? Etwa bei der irrsinnigen Willkommenspolitik des Vorjahres? Etwa beim rein sozialdemokratischen Projekt eines „Hauses der Geschichte“? Etwa bei der ebenfalls missglückten Bildungsreform (die freilich zum Glück noch nicht Gesetz ist)?

War Mitterlehner zu feig dazu? Weiß er nicht, mit welcher Politik die ÖVP einzig Existenzberechtigung hat? Hat er sich gefürchtet, dass die SPÖ in Neuwahlen gegangen wäre, hätte die ÖVP bei all den ideologischen SPÖ-Projekten ein klares und unmissverständliches „Nein!“ gesagt?

Dann kann man ihn trösten: Die SPÖ ist so ziemlich die letzte Partei (außer dem Team Stronach), die Neuwahlen und den vorzeitigen Verlust der Futtertröge wagen würde. Der SPÖ hilft nicht einmal mehr der Trainereffekt eines neuen Obmannes.

PS: Endgütlig aufgeben muss man die Hoffnungen auf eine Renaissance der ÖVP unter Mitterlehner, sollte der Bericht der "Presse" stimmen, dass sich Mitterlehner die Herren Rosam und Schober als Berater geholt hat. Gewiss muss das nicht so stimmen, da sich in dieser Selbstdarsteller-Szene vor allem die Berater selber ins gute Licht setzen. Aber jedenfalls sicher ist, dass die Erfolgsjahre Wolfgang Schüssels damit begonnen hatten, dass er Rosams Avancen im hohen Bogen abgewiesen hat. Und dass Schober primär als Heinz Fischers Berater bekannt gewesen ist.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2016 12:52

    Mitterlehner schlägt sich selbst unter seinem eigenen Wert. Er hat durchaus Reserven, aber er ist leider ein Gefangener des Kammersystems, so wie Faymann ein Gefangener der Gewerkschaften war. Der Unterschied zu Faymann ist allerdings offensichtlich: Mitterlehner hat einen erkennbaren Intellekt.

    Hinter den Kulissen rumort es. Bundeskanzler Kern ist ist ein persönlich guter Freund von Staatssekretär Mahrer. Die beiden haben sehr gute Kontakte. Ob die beiden was zusammen schmieden, ist nicht ganz klar. Innerhalb der ÖVP stehen die Zeichen jedenfalls auf Änderung. Glaubwürdigen Meldungen zufolge aus dem inneren Kreis wird der Wechsel zu Parteiobmann Kurz vorbereitet. Schaden wär’s keiner, denn Kurz hat viele Vorteile. Als Vertreter der jungen Generationen denkt er nicht wie die Nomenklatura in ÖVP und SPÖ, sondern er denkt – absolut untypisch für österreichische Politiker – lange voraus. Sollte Kurz Parteichef werden, dann käme die ÖVP für mich wieder in den wählbaren Bereich.

    Bundeskanzler Kerns Frau wiederum hat als Unternehmerin exzellente Kontakte nach Israel. Es ist ja nicht zu übersehen, dass die FPÖ sich um gute Kontakte nach Israel bemüht. An sich eine gute Idee, die Kern mit Hilfe seiner Frau übernehmen und ausbauen könnte.

    Intern, und das ist aus allen Parteien zu hören, rechnen alle mit Neuwahlen im kommenden Frühjahr. Kurz würde eine Koalition mit der FPÖ anstreben, das ist ein offenes Geheimnis. Was die SPÖ betrifft, so müsste diese Partei mindestens eine Generation von der Macht fern gehalten werden, damit sich Österreich moralisch und wirtschaftlich erholen kann. Was die Medien betrifft, so würde ich an Mitterlehners Stelle auf diese Schreibtischtäter pfeifen. Sie sind moralisch genauso kaputt wie unsere Neojakobiner. Liebe bürgerliche Parteien! Legt doch bitte endlich die Angst vor den Schreiberlingen ab!

    Ich wittere die Luft der Freiheit. Sollte ich mich irren, so war es wenigstens ein schönes Gefühl.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHelmut Oswald
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2016 14:01

    Kleintaktik zur Überbrückung der nachrichtenlosen Zeit ? Wer hat wann mit welcher Augenbraue gezuckt, als dieser Kern gerade eben einmal husten musste? Wer kennt wen und hat dem schon Mal unter die Arme gefasst als er nach dem Heurigen ein wenig torkelte ? Jetzt no die Reblaus, und dann unterschreibns uns, die Russen ...

    Nein ich bitte Euch Freunde. Das ist wie die Flüsterpropaganda drei Wochen vor der Kapitulation von Berlin. Da rollt eine Armada von tausend schweren Panzern heran, aber Großvater hat sich zusätzlich zu der einen Panzerfaust noch den Säbel von 1871 vom Dachboden geholt. Na bestens, dann kann uns ja im Nahkampf nichts mehr passieren.

    Lasst das Zeilenschinden.

    Diese Leute müssen weg. Die einen haben dem Tamerlan und der gelben Horde die Tore der Stadt geöffnet, die anderen den Hauptmann der Wache verhaftet damit er nicht auf die Idee kommt, die Mauern zu besetzen und wir studieren die Frage, wer gestern abend Blähungen hatte oder nicht ...

    Weg mit diesem Personal. Es langweilt.

  3. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2016 12:44

    ... und warum hat er nicht unverzüglich aufgeschrieen, als der unselige Faymann den Nachbarn Ungarn aufs schwerste beleidigt hat (übrigens auch die Opfer des Holokaust)? Damals hätte er der ÖVP und sich selbst einen großen Dienst erwiesen, denn das wäre den Österreichern in Erinnerung geblieben. M. ist aber leider nicht einmal Taktiker.

  4. Ausgezeichneter KommentatorBob
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2016 12:00

    Warum er keine Konsequenzen zieht? Weil er abgrundtief eitel ist, und Angst hat seinen Vizekanzler zu verlieren. Da wird lieber geschwiegen. Der echte Django hätte sich vor lauter Scham vor seinen Namensvetter selbst gerichtet.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2016 12:17

    Wenn sich diese Aussagen häufen, deutet das für mich darauf hin, dass die ÖVP aufzuwachen beginnt.

    Warum hat er dazu 2 Jahre gebraucht, da denke ich wohl. dass auch ihm der Futtertrog näher war als das österreichische Volk.

    Ich glaube, die ÖVP sollte in Neuwahlen gehen.

  6. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2016 11:45

    Warum? Weil Mitterlehner Kerns Pudel ist und bleibt---zuvor war er Faymanns Dackel.

    PS: Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken---das Wortspiel "Kerns Pudel" ist nicht auf meinem Mist gewachsen. ich weiß aber nicht mehr, wer die Urheberrechte hat! ;-)

  7. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2016 12:42

    Team Stronach fordert aber immer wieder Neuwahlen. Auch wenn es schlecht ausschaut, es geht um Österreich, nicht um Partei.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKarl K.
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2016 14:12

    Mitterlehner hat deshalb so lange gebraucht weil er in Tulbing nachfragen mußte was zu tun ist. Tulbing war wohl in Istrien oder im Barolo :-)

    Nebstbei ist es völlig egal was Mitterlehner noch sagt oder nicht. Seine Tage sind gezählt. Genau wie jene der ÖVP. Staatstragend war einmal.

    Und auch Kurz wird die Partei nicht retten. Niemand ist in Sicht der das könne. weder Parteiintern noch extern

    Was mich interessieren würde: Wie sehen denn das die anderen Poster: Ist der Kern den Soziwählern tatsächlich zu verkaufen? Überhaupt zu verkaufen?

    P.s. Wie angenehm ist das Tagebuch jetzt zu lesen. Kein Streit, kein Zwist. Man kann richtig durchatmen.


alle Kommentare

  1. Clemens Taferner (kein Partner)
    06. Juli 2016 15:20

    Dass Schüssel die Avancen Rosams abgewiesen hat, ist ihm schlußendlich auch nicht gut bekommen.

  2. kamamur (kein Partner)
    27. Juni 2016 08:50

    @Undine
    Ist doch egal, ob Django Kerns Pudel ist oder Faymanns Dackel war. Ein Rottweiler wird er nie werden, aber ein bellender Kläffi ist er zumindest.
    Und Kern beachte ich einfach nicht. Außer schön sprechen und tadellos gekleidet zu sein (sein Gehalt machts ja möglich) hat er für mich wenig vorzuweisen. Ich hoffe aber, dass auch er auf die Größe eines Taschenhündchens zurechtgestutzt wird.

  3. Anmerkung (kein Partner)
    26. Juni 2016 06:04

    Herr Mitterlehner wird möglicherweise völlig falsch eingeschätzt.

    Man erinnere sich seines Verhaltens im Nationalrat nach der Regierungserklärung des neuen Kanzlers: Herr Mitterlehner stand auf, sagte "Ich will ...", machte eine bedeutungsvolle Pause und richtete seinen Blick durchdringend auf Herrn Kern.

    Kann jemand mit Sicherheit ausschließen, dass er sich gewünscht hat, man möge dabei an seinen Couleurnamen denken? Und vom Titel eines Films von 1969 her verstehen, was Django denkt, wenn er sagt "Ich will ...": "Lo voglio morto". Zu Deutsch: "Ich will ihn tot"!

    Übrigens: Herr Mitterlehner könnte sich beliebt machen, würde er für ein Wirtschaftsbündnis von EU-Exit-Ländern eintreten.

  4. Torres (kein Partner)
    25. Juni 2016 17:03

    Wenn Mitterlehner dir Wirtschaft so wichtig wäre, hätte er nicht der "Steuerreform" seines eigenen Finanzministers zugestimmt, die einen (tödlichen) Schlag sowohl gegen die KMUs als auch gegen den Fremdenverkehr (Gastronomie und Hotellerie) darstellt.

  5. Tik Tak from far away (kein Partner)
    25. Juni 2016 13:31

    Der Mitterlehner ist der Faymann der ÖVP und er steckt bis zum Anschlag im jeweiligen Hintern seiner Partner.
    Sein bisheriges Karrierehighlight ist der Verbindungsname "Jango", hach was haben wir gelacht.
    Seither ist es mit ihm nur mehr bergab gegangen, daher ist es nur logisch, daß er das Peter Prinzip verkörpert.
    Mehr ist zu dem nicht zu sagen.

    Wer auf den setzt glaubt auch an das Christkind.

  6. NC (kein Partner)
    25. Juni 2016 11:40

    Ach, wer hat was gesagt?

    • NC (kein Partner)
      25. Juni 2016 11:44

      Achso, einer von dieser 11% Partei. Warum stehlen Sie mir meine wertvolle Zeit? Schreiben Sie doch bitte über wichtigere Themen, danke!

  7. D.F.
    23. Juni 2016 20:12

    Vielleicht werden die ÖVP Politiker auf irgendeine Art erpresst.
    Eine andere Erklärung fällt mir beim besten Willen nicht ein für dieses "bei Fuß " Verhalten

    • Cotopaxi
      23. Juni 2016 20:14

      Ja, es droht ihnen die Zerstörung der großkoalitionären Harmonie am Futtertrog.

  8. Pennpatrik
    23. Juni 2016 20:05

    Sehr geehrter Blogmaster,

    es ist halt blöd, wenn am selben Tag, an dem Sie einen Hoffnungsstrahl bei Herrn Mitterlehner sehen, in Ihrem Blog unter Gastbeiträge der folgende Artikel erscheint:
    http://www.andreas-unterberger.at/2016/06/geben-sie-gedankenfreiheit-sire/#comment-452628

    Hier ist eben der genannte Herr Mitterlehner in der Verantwortung und hier sieht man in aller Deutlichkeit, was Herr Mitterlehner von Ihren Hoffnungen hält.

  9. Cotopaxi
    23. Juni 2016 19:51

    Das Weibchen Mitterlehner hat gekreißt und was kam heraus.....die übliche Totgeburt. ;-)

  10. Alfred E. Neumann
    23. Juni 2016 17:45

    Der Luigi Schober kommt aus Stinaatz, der "G'scheitseit'n" des Burgenlandes, wie auch die Resetarits-Brüder... Alles klar?

    • bürgerIn (kein Partner)
      25. Juni 2016 12:20

      alois schober - aber "luigi" klingt halt viel g'scherter - so wie ganz partie- äh partei- halt.....

    • Alex K. (kein Partner)
      26. Juni 2016 10:59

      Und die Stoisits - die ist auch von dort!
      Was ist das bloß für ein Nest?

  11. Karl K. (kein Partner)
    23. Juni 2016 14:12

    Mitterlehner hat deshalb so lange gebraucht weil er in Tulbing nachfragen mußte was zu tun ist. Tulbing war wohl in Istrien oder im Barolo :-)

    Nebstbei ist es völlig egal was Mitterlehner noch sagt oder nicht. Seine Tage sind gezählt. Genau wie jene der ÖVP. Staatstragend war einmal.

    Und auch Kurz wird die Partei nicht retten. Niemand ist in Sicht der das könne. weder Parteiintern noch extern

    Was mich interessieren würde: Wie sehen denn das die anderen Poster: Ist der Kern den Soziwählern tatsächlich zu verkaufen? Überhaupt zu verkaufen?

    P.s. Wie angenehm ist das Tagebuch jetzt zu lesen. Kein Streit, kein Zwist. Man kann richtig durchatmen.

    • Undine
      23. Juni 2016 14:52

      Zu Kern fällt mir immer das Wort "Lackaffe" ein.

      Zum PS: Sie Böser! ;-)

    • Karl K. (kein Partner)
      23. Juni 2016 14:56

      Ja Lackaffe triffts auch. Aber ist so jemand den SPÖ Wählern echt zu verkaufen? Schaut her, ich bin einer von euch? Siehe Häupl z.B.

    • Erich Bauer
      23. Juni 2016 14:59

      Den Salon-Bolschewiken ist er schon zu "verkaufen". Die "verkaufen", zusammen mit ihm, auch die eigene Großmutter.

    • Bob
      23. Juni 2016 17:21

      Es ist eigentlich unglaublich das ein Tulbinger in der Lage war einen ganzen Blog aufzumischen.:-)

    • Karl Knaller
      23. Juni 2016 19:24

      Michler-Vatterl, DU bist gemeint!

    • Wertkonserve
      23. Juni 2016 20:35

      Vielleicht ist in Istrien das Internet gestört?

    • Karl K. (kein Partner)
      23. Juni 2016 22:32

      Wertkonserve:

      Oder der Bediener desselben. :-)

      @ Bob, ja da haben sie recht. Was ist ihrer Ansicht nach der Grund dafür? (Gilt natürlich auch für alle anderen honorigen Poster)

    • Bob
      24. Juni 2016 08:28

      Man braucht dafür eiserne Sturheit, darf keinerlei Argumenten zugänglich sein. und zuletzt seine Behauptungen mit keinerlei Argumenten stützen.
      Dann gibts den richtigen Rabautz.

    • Shalom (kein Partner)
      26. Juni 2016 08:34

      Bob, diesen Blog "aufmischen" konnte der WK doch nur, weil sich dieser Blog=Teilnehmer geradezu freudig "aufmischen" ließ! Hätte man diesen Menschen bzw. dessen dümmlich-realitätsverweigernde Zeilen ignoriert, hätte er sich letztlich totgeschrieben...

  12. Helmut Oswald
    23. Juni 2016 14:01

    Kleintaktik zur Überbrückung der nachrichtenlosen Zeit ? Wer hat wann mit welcher Augenbraue gezuckt, als dieser Kern gerade eben einmal husten musste? Wer kennt wen und hat dem schon Mal unter die Arme gefasst als er nach dem Heurigen ein wenig torkelte ? Jetzt no die Reblaus, und dann unterschreibns uns, die Russen ...

    Nein ich bitte Euch Freunde. Das ist wie die Flüsterpropaganda drei Wochen vor der Kapitulation von Berlin. Da rollt eine Armada von tausend schweren Panzern heran, aber Großvater hat sich zusätzlich zu der einen Panzerfaust noch den Säbel von 1871 vom Dachboden geholt. Na bestens, dann kann uns ja im Nahkampf nichts mehr passieren.

    Lasst das Zeilenschinden.

    Diese Leute müssen weg. Die einen haben dem Tamerlan und der gelben Horde die Tore der Stadt geöffnet, die anderen den Hauptmann der Wache verhaftet damit er nicht auf die Idee kommt, die Mauern zu besetzen und wir studieren die Frage, wer gestern abend Blähungen hatte oder nicht ...

    Weg mit diesem Personal. Es langweilt.

  13. El Capitan
    23. Juni 2016 12:52

    Mitterlehner schlägt sich selbst unter seinem eigenen Wert. Er hat durchaus Reserven, aber er ist leider ein Gefangener des Kammersystems, so wie Faymann ein Gefangener der Gewerkschaften war. Der Unterschied zu Faymann ist allerdings offensichtlich: Mitterlehner hat einen erkennbaren Intellekt.

    Hinter den Kulissen rumort es. Bundeskanzler Kern ist ist ein persönlich guter Freund von Staatssekretär Mahrer. Die beiden haben sehr gute Kontakte. Ob die beiden was zusammen schmieden, ist nicht ganz klar. Innerhalb der ÖVP stehen die Zeichen jedenfalls auf Änderung. Glaubwürdigen Meldungen zufolge aus dem inneren Kreis wird der Wechsel zu Parteiobmann Kurz vorbereitet. Schaden wär’s keiner, denn Kurz hat viele Vorteile. Als Vertreter der jungen Generationen denkt er nicht wie die Nomenklatura in ÖVP und SPÖ, sondern er denkt – absolut untypisch für österreichische Politiker – lange voraus. Sollte Kurz Parteichef werden, dann käme die ÖVP für mich wieder in den wählbaren Bereich.

    Bundeskanzler Kerns Frau wiederum hat als Unternehmerin exzellente Kontakte nach Israel. Es ist ja nicht zu übersehen, dass die FPÖ sich um gute Kontakte nach Israel bemüht. An sich eine gute Idee, die Kern mit Hilfe seiner Frau übernehmen und ausbauen könnte.

    Intern, und das ist aus allen Parteien zu hören, rechnen alle mit Neuwahlen im kommenden Frühjahr. Kurz würde eine Koalition mit der FPÖ anstreben, das ist ein offenes Geheimnis. Was die SPÖ betrifft, so müsste diese Partei mindestens eine Generation von der Macht fern gehalten werden, damit sich Österreich moralisch und wirtschaftlich erholen kann. Was die Medien betrifft, so würde ich an Mitterlehners Stelle auf diese Schreibtischtäter pfeifen. Sie sind moralisch genauso kaputt wie unsere Neojakobiner. Liebe bürgerliche Parteien! Legt doch bitte endlich die Angst vor den Schreiberlingen ab!

    Ich wittere die Luft der Freiheit. Sollte ich mich irren, so war es wenigstens ein schönes Gefühl.

    • Susanne Chmela
      23. Juni 2016 14:14

      Mögliches Szenario:
      ° Die BP-Stichwahl muss wiederholt werden.
      ° Fischer ist ausgeschieden.
      ° Das NR-Präsidium übernimmt intermistisch die BP-Geschäfte.
      ° Mitterlehner bzw. sein Nachfolger Kurz kündigen die Koalition auf.
      ° Das NR-Präsidium empfielt Verhandlungen für andere Regierungsvarianten - ohne Erfolg.
      ° Es werden vorgezogene NR-Wahlen vereinbart.
      ° SPÖ, ÖVP und Grüne organisieren im Wahlkampf alle verfügbaren Reserven.
      ° FPÖ kann nun die Ernte einfahren.
      ° Ob es das TS auch noch im neuen NR als Alternative zu ÖVP und FPÖ geben wird?

      Die aus den Wahlen hervorgegangene stärkste Partei muss wieder eine Koalition eingehen, denn allein schafft es keine Partei, 51 % der NR-Sitze zu erlangen.
      Damit sind viele im Wahlkampf abgegebene Wahlversprechen aus Rücksicht auf den/die Koalitionspartner von Regierung und Parlament nicht realisierbar.

      Alles schon dagewesen, denn nur eine Verfassungs- sowie Wahlrechtsreform können diesen unerwünschten Dauerzustand beenden.

    • Pennpatrik
      23. Juni 2016 15:23

      Vor jeder Wahl wirft die ÖVP einen Knochen hin und einige Wähler wählen sie dann, weil sie einen Lichtschimmer am Ende des Tunnels zu sehen glauben.
      Nach der Wahl wird die ÖVP linke als je zuvor.

      Dieses Verhalten macht sie seit Taus mit einer kurzen Unterbrechung unter Schüssel.
      Nein - die ÖVP wird erst in der Opposition oder als Juniorpartner der FPÖ beweisen müssen, dass sie sich geändert hat bevor ich ihr auch nur ein Gramm Vertrauen schenke.

    • Sensenmann
      23. Juni 2016 20:07

      Um sich unter Wert zu schlagen, muss man einen solchen erst mal haben!
      Dieser Mitterlehner ist ein Kryptomarxist, wie die gesamte schwarze Entourage! Diese Leute ekeln mich nur mehr an!

  14. Wolfgang Bauer
    23. Juni 2016 12:44

    ... und warum hat er nicht unverzüglich aufgeschrieen, als der unselige Faymann den Nachbarn Ungarn aufs schwerste beleidigt hat (übrigens auch die Opfer des Holokaust)? Damals hätte er der ÖVP und sich selbst einen großen Dienst erwiesen, denn das wäre den Österreichern in Erinnerung geblieben. M. ist aber leider nicht einmal Taktiker.

    • El Capitan
      23. Juni 2016 13:25

      Das hat mich auch geärgert. Diese grauenhaft arroganten Typen beschimpfen ganze Völker und ihre Regierungen, aber kein bürgerlicher Politiker schreitet ein.
      Vielleicht eignet sich Mitterlehner irgendwann etwas Mut an [(C) "Battleship"], es kann auch sein, dass er vor seinem eigenen Mumm längst erschrocken ist.

      Als gelernte Österreicher mit Hang zur vergeblichen Fußball-Euphorie wissen wir: Wir haben keine Chance, aber wir nützen sie.

      Liebe Schwarze!!! Es kann doch nicht sein, dass bei Euch nur einer (Sebastian) Cojones hat. Um Himmels Willen, seid ihr denn alle Hosenscheißer? [Verzeihung!]

    • Sensenmann
      23. Juni 2016 20:12

      Oh, oh! Gar herbe Wort'!

      Ja sie sind Hosenscheißer.!
      Aber nicht nur das! Sie sind Verräter an Volk und Land!
      Sie haben mit dem Marxismus paktiert und sich aus freien Stücken mit seinen Verbrechen gemein gemacht.
      Bei scharfen Bezeichnungen lässt man es bei den Schwarzen nicht mehr bewenden.
      Sie müssen nach der nächsten Wahl in der Bedeutungslosigkeit versinken (wie die versozte FDP in Deutschland) und selbst dann sage ich zu dieser ÖVP noch : "Drauftreten, die atmet ja noch!"

  15. brechstange
    23. Juni 2016 12:42

    Team Stronach fordert aber immer wieder Neuwahlen. Auch wenn es schlecht ausschaut, es geht um Österreich, nicht um Partei.

  16. Josef Maierhofer
    23. Juni 2016 12:17

    Wenn sich diese Aussagen häufen, deutet das für mich darauf hin, dass die ÖVP aufzuwachen beginnt.

    Warum hat er dazu 2 Jahre gebraucht, da denke ich wohl. dass auch ihm der Futtertrog näher war als das österreichische Volk.

    Ich glaube, die ÖVP sollte in Neuwahlen gehen.

    • El Capitan
      23. Juni 2016 14:04

      Wenn Kurz an die Spitze kommt, was ja noch nicht ausgemacht ist, wird es Neuwahlen geben. Die ÖVP wird dann bei diesen Wahlen anteilsmäßig zur FPÖ aufschließen. Kurz wird Bundeskanzler, Strache wird Vizekanzler.

      Wir sind verdammt nahe an diesem Szenario.
      Das Schöne daran: Die Medien, auch nicht der ORF, können diese Entwicklung unmöglich mehr verhindern. Sie können gar nichts mehr verhindern, und das ist gut so.

    • Anmerkung (kein Partner)
      26. Juni 2016 05:02

      @El Capitan

      Würde HC sich dafür hergeben, einem ÖVP-Kanzler als Vize hinterherzudackeln, dann wäre es billiger, er würde sofort den Parteibetrieb einstellen und die FPÖ auflösen.

      In Schwierigkeiten ist er schon jetzt, weil sich in Oberösterreich das Gleiche wie einst unter Schüssel abzeichnet: Die FPÖ biedert sich der ÖVP als Regierungspartner an, und die Einbürgerungszahlen beginnen in die Höhe zu schießen.

      Sollte die FPÖ wieder das üble Spiel der Schwarzen mitmachen - ungeachtet der sozialen Lage werden auf Biegen und Brechen billige Arbeitskräfte für "die Wirtschaft" ins Land geholt -, dann wird sie gar nicht so schnell schauen können, wie sie potenzielle Wähler wieder vertrieben hat.

    • Shalom (kein Partner)
      26. Juni 2016 08:44

      D i e s e ÖVP soll aufwachen? Nicht wirklich! Und Kurz, so hoffnungsvoll er auch wirken mag, wird letztlich ebenso Opfer der ÖVP-Struktur (ÖAAB, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Bauernbund etc. etc.) werden, wie letztlich alle seiner Vorgänger auch!
      Daher: ÖVP auflösen, ein unbeschriebenes Blatt Papier zur Hand und neu anfangen.
      Doch dann erwachte ich - und realisierte die Wirklichkeit all´ jener "wertkonservativen" ÖVPler, die VdB gewählt hatten...

    • Shalom (kein Partner)
      26. Juni 2016 15:12

      Und der SPÖ-Verteidigungs- u. Sportminister Doskozil wird auch nicht lange im Amt bleiben. Lediglich 80% für ihn beim SPÖ-Parteitag waren ein deutlicher Schuss vor den Bug!!!

  17. Bob
    23. Juni 2016 12:00

    Warum er keine Konsequenzen zieht? Weil er abgrundtief eitel ist, und Angst hat seinen Vizekanzler zu verlieren. Da wird lieber geschwiegen. Der echte Django hätte sich vor lauter Scham vor seinen Namensvetter selbst gerichtet.

  18. Undine
    23. Juni 2016 11:45

    Warum? Weil Mitterlehner Kerns Pudel ist und bleibt---zuvor war er Faymanns Dackel.

    PS: Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken---das Wortspiel "Kerns Pudel" ist nicht auf meinem Mist gewachsen. ich weiß aber nicht mehr, wer die Urheberrechte hat! ;-)





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