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Der abstiegsgefährdete Vorzugsschüler

Der Planet ist gerettet. Die Apokalypse ist noch einmal abgewendet. So und so ähnlich klang der offizielle Jubel nach der Pariser Klimakonferenz. Das passte gut in die weihnachtliche Stimmung, wo die Welt nach guten Nachrichten lechzt. In Europa haben die Menschen freilich – außerhalb der Medien-Politik-NGO-Blase – erstaunlich wenig Interesse für die Klimakonferenz gezeigt.

Aus vielerlei Gründen. Sei es, dass ein viel aktuelleres Thema – die Völkerwanderung – die Europäer mehr interessiert. Sei es, dass sie die These CO2-Treibhaus-Klimaerwärmung für zweifelhaft halten, weil es ja schon vor jeder Industrialisierung und CO2-Emission noch viel dramatischere Erwärmungen gegeben hat. Sei es, dass sie zweifeln, dass Computersimulationen die Zukunft richtig voraussagen können. Sei es, dass es ihnen absurd vorkommt, dass eine politische Konferenz behauptet, auf halbe Grade genau fixieren zu können, wie hoch die Temperatur in einem halben Jahrhundert sein wird.

Aber auch wenn man all diese Bedenken beiseite lässt, ist man verwirrt. Denn niemand weiß so richtig, was die Pariser Beschlüsse eigentlich konkret bedeuten. Denn es sind in Wahrheit nur Ziele vereinbart worden. Es ist jedem einzelnen Land – beziehungsweise der EU – überlassen worden, wie diese Ziele erreicht werden. Und vor allem: Es gibt keinerlei Konsequenzen, wenn ein Land diese Ziele nicht erreicht haben wird.

Es sind ja auch schon bisher Beschlüsse vieler internationaler Konferenzen nie realisiert worden. Diktaturen werden das Nichterreichen der Pariser Ziele einfach ignorieren. Andere werden sagen: So ein Pech, jetzt ist uns diese Krise, diese Katastrophe dazwischen gekommen. Wieder andere werden im Widerspruch zu Paris eiskalt die Vorteile des auf ein Drittel gesunkenen Ölpreises lukrieren. Und in Amerika wird man es überhaupt als Schwachsinn abtun, was da einst Präsident Obama am US-Kongress vorbei (also nach US-Recht völlig unverbindlich!) versprochen hat.

Einige werden jedoch die Pariser Beschlüsse nach Punkt und Beistrich zu realisieren versuchen, selbst wenn sich inzwischen etliches als falsch oder unerreichbar herausgestellt haben sollte. Das wird vor allem die EU tun. Damit aber wird sich wiederholen, was schon nach Kyoto passiert ist: Nur Europa hat sich an die dort gehaltenen Beschlüsse zu halten versucht – und hat sich damit selbst den schwersten wirtschaftlichen Schaden der ganzen Nachkriegszeit zugefügt. Bis auf Deutschland ist heute überall die Arbeitslosigkeit weit höher als damals. Industrielle Investitionen werden immer mehr aus Europa abgezogen und dorthin verlagert, wo die Regulierungen nicht so würgend sind.

Europa sollte daher dringend darauf schauen, dass es sich selbst künftig nur so weit selbst limitiert, wie das auch alle anderen Regionen tun. Eine zweite einsame Vorzugsschüler-Periode wäre für die EU tödlich. Und würde das Weltklima dennoch kaum beeinflussen. Wenn dieses überhaupt beeinflussbar sein sollte.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorLeopold Trzil
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Dezember 2015 12:00

    In meiner Volksschulzeit gab es die Erwartung der kommenden Eiszeit: eindrucksvolle Zukunftsbilder von Großstädten mit Wolkenkratzern, die, in Eis und Kälte versunken, menschenleer dastehen.
    Später kamen Saurer Regen und Waldsterben.
    Dann kam das große und gefährliche Ozonloch, das durch Spraydosen wuchs und bald die ganze Erde zu verschlingen drohte. (In welches Loch ist das Ozonloch eigentlich gefallen? Ich habe schon lange nichts mehr davon gehört.)
    Dazwischen, daneben und dabei viele andere kleinere und größere Kampagnen gegen gefährliche Dinge, die gemeinsam hatten, daß sie wie gewisse Gottheiten durch Spenden zu besänftigen waren, besonders, wenn die Spenden in Form von Steuern entrichtet wurden. Gerne hatten sie es auch, wenn dadurch Anschaffung und Gebrauch von Geräten, insbesondere Kraftfahrzeugen, verteuert wurden.
    Nun ist offenbar die bisher größte dieser Schreckensgottheiten gekommen: die globale Erwärmung. Und das Konzil von Paris schickt sich an, ihren Zorn mit großen Mengen von Geld anderer Leute zu besänftigen.
    Ich muß allerdings gestehen, daß meine Glaubenskraft für diese neue Gottheit nicht mehr ausreicht. Auch wenn mir noch so viele Klimaforscher die Erforderlichkeit ihrer Zunft darzulegen versuchen.

  2. Ausgezeichneter KommentatorWolfgang Bauer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Dezember 2015 10:52

    Großspurig euphorisiert wurde gerade das "Ende des fossilen Zeitalters" eingeläutet, bis 2050 soll das ja weltweit erledigt sein. Ist mir zwar von Vornherein etwas unplausibel vorgekommen, aber bitte. Da lese ich in der aktuellen Wochenendausgabe des Standard (heute noch aufliegend) über den aktuellen "World Oil Outlook" der Opec, der am Mittwoch veröffentlicht wurde - also nach der "welthistorischen" Konferenz in Paris. Das liest sich schon ein wenig realistischer.

    Demnach werden fossile Brennstoffe bis zum Planungshorizont 2040 mit 78% weiterhin dominant bleiben. Erdgas wird mit knapp 28% den größten Anteil haben, Öl und Gas zusammen werden mit 53% etwa auf dem aktuellen Niveau bleiben. Wasserkraft soll bis dahin mit einem Anteil von 2,5% nur geringfügig über dem aktuellen Niveau liegen. Für Wind- und Sonnenenergie werden die größten Zuwachsraten vorausgesagt, sie sollen dennoch relativ unbedeutend bleiben.

    Wo bleiben die Auswirkungen des Endes des fossilen Zeitalters? Mag sein, dass die Opec eine absichtlich falsche Sicht publiziert, aber eher dürfte sie die realistischere Einschätzung haben: Das war alles ein großes französisch orschestriertes BLA BLA, mit noch einem Schuss ZusatzBLA. Für die zu verdummenden ÖsterreicherInnen hat der Herr Umweltminister zusammen mit dem ORF noch einen Schuss tirolerisch-ehrlichen Schmäh dazugefügt.

    Bleibt allerdings zu befürchten, dass die EU-Staaten das ernst nehmen und unsere Industriereste endgültig vertreiben. Aber egal: Solang wir Steckdosen haben....

  3. Ausgezeichneter KommentatorWyatt
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Dezember 2015 07:37

    "Europa sollte daher dringend darauf schauen, dass es sich selbst künftig nur so weit selbst limitiert, wie das auch alle anderen Regionen tun........" ?????

    Ja - nur die Möglichkeit, dass Europa selbst auf sich schaut ist kaum gegeben, solang ausschließlich aus anderen "Regionen" auf Europa nicht nur geschau, sondern "Alles & Jedes" vorgegeben wird!

  4. Ausgezeichneter KommentatorBob
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Dezember 2015 10:18

    Ich kann nur immer auf den unglaublichen Verbrauch an Treibstoff des Flugverkehrs hinweisen. An einem klaren Tag ist es unmöglich ein Landschaftsfoto zu machen ohne 8-10 Kondensstreifen auf dem Foto zu haben. Und kein Mensch spricht darüber.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Dezember 2015 00:19

    Das schöne an den Weltuntergangsszenarien ist, dass sie ganz einfach mit höheren Steuern und mehr Beamten gelöst werden können.
    Daher brauchen wir auch nicht besorgt zu sein.

    PS: Als nächstes kommen die menschengemachten Erdbeben, danach kommt der Komet.

  6. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Dezember 2015 00:31

    Bekommen nun die "furzenden" Rinder endlich Maul- u. Anusfiltern od. Ähnliches? Dieses "Getier" trägt ja angeblich wesentlich zur Erderwärmung bei. Od. müssen die Bauern dafür "lediglich" ein Methangas-Zertifikat pro Rind entrichten?

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Dezember 2015 11:05

    Bei Selbstbeschädigung ist die EU Musterschüler, Sanktionen (gegen sich selbst), Energiepolitik (gegen sich selbst), neuerdings 'Klimapolitik' (als ob der CO2 Ausstoß des Menschen und seiner Industrie (etwa 3% des Ausstoßes in der Natur) in Summe ein Beitrag sein könnte.

    Lokal allerdings wirkt die Umweltverschmutzung ganz drastisch und Vernunft auf diesem Gebiet wäre einzufordern.

    Aber Klimaerwärmung kommt nicht vom Menschen, Umweltverschmutzung schon.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Dezember 2015 12:19

    Ich lese, daß erstens der Anteil an CO2, das bei Vulkanausbrüchen in gigantischen Mengen ausgestoßen wird, um Größenordnungen jenes menschenverursachte übertrifft. Man fokussiert also auf Effekte hinter dem Komma. Wahrhaft genial. Zweitens, daß das in den Ozeanen gelöste CO2 ein Vielfaches jenes in der Atmosphäre vorhandene ist.

    Nun weiß jeder der ein Mineralwasser beim Penny kauft, daß dieses umso mehr entweicht, je wärmer dieses Mineralwasser wird. Also höhere Temperaturen des Wassers bewirken ein Entweichen des im Wasser gelösten CO2.

    Das heißt aber, daß die höheren Temperaturen die Ursache für einen steigenden CO2-Anteil in der Atmosphäre ist, und nicht umgekehrt der höhere CO2-Anteil


alle Kommentare

  1. Stichwort Arbeitslosigkeit (kein Partner)
    30. Dezember 2015 00:04

    Manche von uns Österreichern sind bereits 2 Jahre beschäftigungslos. Wo ist da die Anteilnahme (abgesehen von Notstandshilfe und Versicherung) der Zivilgesellschaft. Im.übrigen mit Matura aus Österreich. Aber ich weiß ja Asiaten und Afrikaner sind billuger und besser als die faulen,geizigen Österreicher die nicht mal Kinder in die Welt setzen oder Auto oder Haus auf Pump kaufen. Tja so ist das wenn man spart statt auszuwandwrn nach Germanien. Nur eine Abschiebung ist kein Abenteuer für einen Ösi. “Frohes“ neues Jahr aus Refugee Welcome Wien.
    Was war eigentlich das Resultat des heißumfehden,wildumstrittenen Arbeitsmarktgipfel? Alle rein lassen Österreicher feuern lassen?

  2. Dr. Knölge (kein Partner)
    29. Dezember 2015 17:44

    Was wird wahrscheinlich kommen? Die meisten Länder werden das Abkommen ignorieren, nicht wenige werden Geld fordern von den reichen Ländern, zur Klimarettung, versteht sich. Es werden weltweit einige Alibi-Anlagen entstehen und propagandistisch ausgeschlachtet werden. Parallel dazu steigt der CO²-Ausstoß weiter stark an, allenfalls gemindert durch wirtschaftliche Rückschläge. Ob der Bau von Kernkraftwerken zu eine Verringerung der Kohleausbeutung führt, wird sich erst in Jahrzehnten zeigen.
    Doch ein Land macht es anders. Man weiß zwar, daß es sinnlos ist, deshalb arbeitet man ja auch mit dem Vorbildargument, aber es werden täglich neue Windmühlen in die Landschaft gestellt.

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      29. Dezember 2015 17:52

      So hat Vattenfall gerade erklärt, aus der Kohle aussteigen und dafür Windmühlen aufstellen zu wollen, für 5,5 Mrd. bis 2020. Schon heute wird Windstrom verschenkt, manchmal noch Geld draufgelegt, oder ganze Windparks werden vom Netz genommen und der nicht erzeugte Strom bezahlt. Wie wird das erst in ein paar Jahren aussehen? Welche Folgen hat dieser Schwachsinn für die Industrie? Brauchen wir die nicht mehr oder bezahlt das nur der Arbeiter und der Rentner? Nein, Deutschland ist vollkommen verrückt geworden, und das hier ist nur ein Indiz, es gibt noch einige mehr. Und das mit einer Physikerin an der Spitze, unglaublich.

  3. fxs (kein Partner)
    29. Dezember 2015 16:23

    Ich habe gerade einen Artikel von Alec Ross von der John Hopkins University zum Thema: Wo außerhalb von Californien sind aktivsten Startup-Aktivitäten Er nennt der Reihe nach Stockholm, Cambridge, Seoul und Maryland. Die "Großen" der EU kommen also dabei genau so wenig vor wie Österreich,

  4. daLUPO (kein Partner)
    29. Dezember 2015 13:36

    Wenn es, um Klimaschutz geht, müssten die Gutmenschen nach China reisen. Wenn es um Flüchtlinge geht, müssten sie nach Afrika, Afghanistan reisen.

    Statt dessen sitzen sie in den TV Studios in Europa un geben ihre Weisheiten zum Besten.

    Wie gestern in der ZIB2 die ich zufällig gesehen habe. So wie ich das verstanden habe, möchte der Wolf unbedingt ein paar Flüchtlinge bei sich aufnehmen und sein Gehalt größtenteils für die Flüchtlinge ausgeben. Also bring ihn bitte, bitte ein paar vorbei und kürzt sein Gehalt für die Flüchtlinge - seine Hilfsbereitschaft ist ja wirklich großartig. Also bitte vorbei bringen, vielleicht hat er auch noch einen Zweitwohsitz den er zu 100% zur Verfügung stellen kann. Ein so ein Gutmensch und er hat keine Flüchtlinge, mit denen er sein Hab und Gut teilen kann, also Bitte, Bitte!

    Bitte, Bitte er möchte helfen und der Rest vom ORF sicherlich auch.

    ORF4Flüchtlinge - kein Stopp, wir ORFler teilen Wohnraum und Gehalt!!!

    • fewe (kein Partner)
      29. Dezember 2015 15:11

      Ich finde das nett von den ORF-Leuten. Gibt es schon irgendwo Adresslisten von denen, damit deren Schützlinge nicht umherirren? Ich würde das dann auf eigene Kosten ausdrucken und vor einem Flüchtlingsheim verteilen. Da geht es ihnen sicher besser in den nächsten paar Jahrzehnten. Bis sie halt auf eigenen Beinen stehen können.

  5. Torres (kein Partner)
    29. Dezember 2015 13:21

    Österreich ist ja bei der klimabedingten Selbstbeschädigung Spitze; die VÖEST, eines der größten und profitabelsten Unternehmen des Llandes, ist ja aus diesem Grunde schon halb (und wahrscheinlich bald ganz) in den USA.

  6. Erich Bauer
    29. Dezember 2015 13:00

    US-Präsident Obama sagte am 20. Mai 2015 folgendes: „Der Klimawandel errichtet eine ernsthafte Gefahr für die globale Sicherheit… es wird beeinflussen, wie unser Militär unser Land verteidigen wird. Wir müssen jetzt handeln…“

    (Anm.: Der Klimawandel wird also beeinflussen, wie das Militär der USA sein Land verteidigen wird“ Könnte das Militär vielleicht unter einen falschen Deckmantel benutzt werden, um eigentlich ganz andere Ziele zu erreichen?)

    Was fordert Papst Franziskus diesbezüglich? Ausführlich schildert der Papst die Folgen von Naturkatastrophen… Er fordert eine ökologische Wende und wünscht sich eine politische Weltregierung… (FAZnet: 18.6.2015) Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass man Weltfrieden nur mit einer Weltregierung erreichen kann und natürlich durch eine Weltarmee.

    Am 13. Mai 2014 machte der französische Außenminister, Laurent Fabius, bei einer Pressekonferenz mit dem amerikanischen Außenminister Kerry eine erstaunliche, aber ebenso merkwürdige Aussage: „Wir haben noch 500 Tage um Klimachaos zu verhindern.“ (Anm.: das wäre dann der 24. September 2015?)

    DECKMANTEL KLIMAWANDEL?

    • franz-josef
      30. Dezember 2015 00:09

      seltsam....sollte man ein wenig genauer im Auge behalten, wäre aber schon eine world-wide Ungeheuerlichkeit, mit einem frechen Deck-Thema den globalen Raubzug zu kaschieren.

  7. F.V. (kein Partner)
    29. Dezember 2015 12:19

    Ich lese, daß erstens der Anteil an CO2, das bei Vulkanausbrüchen in gigantischen Mengen ausgestoßen wird, um Größenordnungen jenes menschenverursachte übertrifft. Man fokussiert also auf Effekte hinter dem Komma. Wahrhaft genial. Zweitens, daß das in den Ozeanen gelöste CO2 ein Vielfaches jenes in der Atmosphäre vorhandene ist.

    Nun weiß jeder der ein Mineralwasser beim Penny kauft, daß dieses umso mehr entweicht, je wärmer dieses Mineralwasser wird. Also höhere Temperaturen des Wassers bewirken ein Entweichen des im Wasser gelösten CO2.

    Das heißt aber, daß die höheren Temperaturen die Ursache für einen steigenden CO2-Anteil in der Atmosphäre ist, und nicht umgekehrt der höhere CO2-Anteil

    • F.V. (kein Partner)
      29. Dezember 2015 12:21

      ... einen Temperaturanstieg der Atmosphäre (= die „Klimaerwärmung“) verursacht. Da außerdem die Erwärmung der Ozeane durch höhere Lufttemperaturen nur äußerst langsam – in Jahrhunderten – erfolgt, sind die Anlässe der Ozeanerwärung keine Ereignisse der Jetztzeit, sondern solche auf frühen historischen Zeiten, wo es keine Industrie oder modernen Verkehr oder Mega-Cities gab.

      Der ganze Klima-Schwindel ist – wie praktisch alles in der Politik – eine dreiste Lüge, deren zugrundeliegender Zweck vielleicht noch nicht erkannt wurde, wenn man vom Ablasshandel einmal absieht.

      Unser besonders dummer Minister für „Umwelt“ hatte nicht nur an diesem überflüssigen Happening teilgenommen, sondern auch noch per TV seinen Senf dazu gegeben: welches Glück, daß nun mit diesen idiotischen Zielen auf noch idiotischerer „wissenschaftlicher“ Grundlage endlich die Welt gerettet würde. Aber wie sagt ein altes Sprichwort: Wie der Herr, so `s G´scherr. Kongenial mit dem 8-klassigen Volxschüler und den anderen Typen.

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      29. Dezember 2015 17:25

      Klima-Schwindel? Ja, davon bin ich auch überzeugt. Aber ich halte mich mit meiner Argumentation gern an Fakten. Daher habe ich jetzt eine Bitte an Sie.
      Das CO², von Vulkanen ausgestoßen, übertrifft menschenproduziertes um Größenordnungen? Im Plural wäre das mindestens das Hundertfache. Da hätte ich gerne die Quelle dazu.

    • phaidros, wohlbegründet (kein Partner)
      04. Januar 2016 20:45

      Da lesen Sie einmal mehr falsch. Durchschnittlicher weltweiter CO2-Ausstoß aus vulkanischer Aktivität: rd. ¼Gt. Anthropogenes CO2: 6Gt.

      Was Sie dann beschreiben, ist ein vermuteter positiver Rückkopplungseffekt.

      Ihre Schlussfolgerung daher falsch.

    • phaidros, wohlbegründet (kein Partner)
      09. Januar 2016 13:13

      Korrektur: die Angabe 6Gt bezieht sich auf C allein. Für CO2 wären das rd. 20Gt/a. Bitte den Fehler zu entschuldigen, der mir beim Ablesen aus 2 Quellen passiert ist.

  8. cmh (kein Partner)
    29. Dezember 2015 10:55

    Vor vielen Jahren habe ich in launiger Runde gemeint, dass derartige Ziele durch die Einführung von tarifären Handelshindernissen sanktioniert werden muss.

    Mehr habe ich nicht gebraucht. Die NGO-Blasler haben mich als völlig jenseitig bezeichnet.

    Mir bleibt halt immer nur der schwache Trost, recht gehabt zu haben.

  9. fewe (kein Partner)
    29. Dezember 2015 03:57

    Das ist einfach eine neue Form des Ablasses. Wir sündigen und kaufen uns von den Sünden frei. Insofern optimiert, als Staaten dazu verpflichtet werden und korrupte Politiker willig Steuergeld dafür an Freundeskreise überweisen.

    Ich halte das für schwer kriminiell, was diesbezüglich abläuft.

    Vor ca. 45 Jahren hatte man eine neue Eiszeit angkündigt, dann die Erschöpfung der Erdölreserven für die Jahrtausendwende, Waldsterben, Ozonloch-Wahnsinn etc. Weil aus der Klimaerwärmung nichts wurde, wurde das in Klimawandel umbenannt, was immer passt

    Der Mensch ist blöd wie eh und je. Früher wegen der strafenden Götter, heute die strafende Natur. Das selbe in Grün. Und Politiker, die brav Geld ablief

    • cmh (kein Partner)
      29. Dezember 2015 10:57

      Das mit dem Ablasshandel habe ich schon vor längerer Zeit hier gepostet.

      Ich wurde dafür von einem gewissen phaidros, einem sturen Klimawandler ordentlich gerügt. Nicht nur wegen der religiösen Blaupause.

      Heute gibt es den, wenn überhaupt, hier nur mehr als Lurker.

      (Wie den Wertkonservativen auch.)

    • phaidros, wohlbegründet (kein Partner)
      04. Januar 2016 20:48

      cmh, ich bin kein ›sturer Klimawandler‹, sondern ich interessiere mich für die Thematik. Ein abgeschlossenes Physikstudium (und ein heuer hoffentlich fertig werdendes Studium der Geowissenschaften) später kann ich Ihnen versichern: es waren seinerzeit maximal Kleinigkeiten falsch bei dem, was ich versucht habe zu erläutern.

      P.S. Mehr als Lurken ist die Postergemeinde hier nicht wert.

  10. Brigitte Imb
    28. Dezember 2015 00:31

    Bekommen nun die "furzenden" Rinder endlich Maul- u. Anusfiltern od. Ähnliches? Dieses "Getier" trägt ja angeblich wesentlich zur Erderwärmung bei. Od. müssen die Bauern dafür "lediglich" ein Methangas-Zertifikat pro Rind entrichten?

  11. Pennpatrik
    28. Dezember 2015 00:19

    Das schöne an den Weltuntergangsszenarien ist, dass sie ganz einfach mit höheren Steuern und mehr Beamten gelöst werden können.
    Daher brauchen wir auch nicht besorgt zu sein.

    PS: Als nächstes kommen die menschengemachten Erdbeben, danach kommt der Komet.

  12. Politicus1
    27. Dezember 2015 12:06

    Dr. Prüller berichtet von einem neuen Schabernack der EU zur Rettung der euopäischen Sicherheit.
    Verpflichtende Warnhinweise über das richtige EU-konforme Abbrennen von Kerzen!
    Ab nächstem Jahr werden wohl auch echte Kerzen auf Adventkränzen und Christbäumen EU-weit verboten sein - weil ein Adventkranz und ein Christbaum kann schon mal Feuer fangen ...
    http://diepresse.com/home/meinung/cultureclash/4894266/Mein-Tiefpunkt-2015?_vl_backlink=/home/index.do

    • Wolfgang Bauer
      27. Dezember 2015 12:29

      Da gibt's ja noch die Option, als Warnung Bilder von brennenden Christbäumen unablösbar auf die Kerzen zu drucken...

    • Gandalf
      27. Dezember 2015 21:55

      ...oder die noch bessere Option, endlich aus dem Chaotenstadel EU auszutreten!

    • cmh (kein Partner)
      29. Dezember 2015 10:59

      Mein Mittel gegen die EU-Chaoten wäre die Wiedereinführung von Leibesstrafen.

      (Am Geld kann man diese Typen ja nicht mehr erwischen. Dafür verdienen sie viel zuviel.)

    • Undine
      29. Dezember 2015 21:01

      @Politicus1

      In Schweden sind Christbäume mit echten Kerzen schon seit Jahrzehnten verboten---wegen der Holzhäuser!

  13. Leopold Trzil
    27. Dezember 2015 12:00

    In meiner Volksschulzeit gab es die Erwartung der kommenden Eiszeit: eindrucksvolle Zukunftsbilder von Großstädten mit Wolkenkratzern, die, in Eis und Kälte versunken, menschenleer dastehen.
    Später kamen Saurer Regen und Waldsterben.
    Dann kam das große und gefährliche Ozonloch, das durch Spraydosen wuchs und bald die ganze Erde zu verschlingen drohte. (In welches Loch ist das Ozonloch eigentlich gefallen? Ich habe schon lange nichts mehr davon gehört.)
    Dazwischen, daneben und dabei viele andere kleinere und größere Kampagnen gegen gefährliche Dinge, die gemeinsam hatten, daß sie wie gewisse Gottheiten durch Spenden zu besänftigen waren, besonders, wenn die Spenden in Form von Steuern entrichtet wurden. Gerne hatten sie es auch, wenn dadurch Anschaffung und Gebrauch von Geräten, insbesondere Kraftfahrzeugen, verteuert wurden.
    Nun ist offenbar die bisher größte dieser Schreckensgottheiten gekommen: die globale Erwärmung. Und das Konzil von Paris schickt sich an, ihren Zorn mit großen Mengen von Geld anderer Leute zu besänftigen.
    Ich muß allerdings gestehen, daß meine Glaubenskraft für diese neue Gottheit nicht mehr ausreicht. Auch wenn mir noch so viele Klimaforscher die Erforderlichkeit ihrer Zunft darzulegen versuchen.

    • Wyatt
      27. Dezember 2015 18:42

      Leopold Trzil,
      trefflichst formuliert, 3 Sterndel'n sind eindeutig, zweifelsfrei zu wenig, deshalb
      *****************************************
      *****************************************

    • Pennpatrik
      28. Dezember 2015 06:46

      Wie kann man nur so ungläubig sein?
      Noch dazu, wo es heute keine Wälder mehr gibt, weil sie alle dem Waldsterben zum Opfer gefallen sind.

    • fewe (kein Partner)
      29. Dezember 2015 04:12

      Ja, die kommende Eiszeit hatte mir damals ziemliche Angst bereitet.

      Das Theater mit dem Ozonloch war ziemlich schnell vorbei, nachdem FCKW verboten worden war. Die Patente von Dupont für FCKW waren gerade abgelaufen gewesen und Dupont hatte bereits einen Ersatzstoff, der kein Ozonloch verursacht. Sehr durchsichtig, diese Sache, aber selbstverstänldich kein Problem für die willigen Gesetzgeber.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      29. Dezember 2015 12:58

      Paßt auch - irgendwie - zur Eiszeit, wenn auch zur politischen:
      Cornelius Obonya, Sohn der Elisabeth Orth und Enkel Attila Hörbigers und Paula Wessely, wünschte sich in einem Interview, dass "die FPÖ unter H.C. Strache nicht stärker wird". Nun gut. Wünschen wird man sich ja noch etwas dürfen. Und wer nun gar vermutet, dass es sich bei Obonya etwa auch um einen pc "Staatskünstler" handeln könnte, der irrt - wahrscheinlich...

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      29. Dezember 2015 13:03

      Doch da gab es 2010 ein interessantes Interview in WOMAN:

      WOMAN: Eine tragische Familiengeschichte! Herr Obonya, Ihre Oma, Paula Wessely, hat Propagandafilme gedreht. Wie stehen Sie zu ihrer Vergangenheit?

      Obonya: Es war der Film Heimkehr. Ich habe meine Großmutter vor vielen Jahren mal gefragt, was sie denn veranlasst hatte, das zu tun, und das mit ihr besprochen. Keiner von uns, der eine große Karriere machen will, kann behaupten, dass er sich niemals unter ein diktatorisches Regime fügen würde. Meine Großmutter hat ihren Beruf geliebt, sie hat diesen Film gemacht und war sich bewusst, was sie getan hat. Und es hat sie ihr Leben lang begleitet. Ich finde, es ist wichtig, dass der Umgang mit dem Nationalsozialismus ein Thema bleibt. Wir haben schließlich einen Dritten Nationalratspräsidenten, der mit diesem verschissenen Gedankengut ständig um sich wirft! Man soll als Nachgeborener immer Fragen stellen."

      Nun, 2010 hieß der 3. Nationalratspräsident Dr. Martin Graf und wurde von der FPÖ nominiert. Nur der guten historischen Ordnung halber...

    • fewe (kein Partner)
      29. Dezember 2015 14:39

      @Prof. Walter A. Schwarz: Die Linientreue zum jeweiligen Regime hat er jedenfalls geerbt. Sehr brav hat er das gesagt. Und auch schön deftig.

      In 30 Jahren - wenn die Linksfaschisten die Regierung hoffentlich nicht mehr dominieren - wird er seinem Enkel erzählen, dass diese Aussage halt für seine Karriere nötig war, aber ihm eh leid tut.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      29. Dezember 2015 14:50

      Und genau solche Leute sind es, die wahrscheinlich nie ausschliessen können, dass sie, sollten sie damals gelebt haben, um der Karriere willen oder sonstwie in die NSDAP, SA oder SS eingetreten wären. Aber über die Altvorderen selbstgefällig zu Gericht sitzen. Welch mieses Verhalten!
      Leopold von Rankes Grundsatz „wie es eigentlich gewesen“ ist denen fremd...

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      29. Dezember 2015 17:13

      In zwei Punkten muß ich widersprechen. Das Gleichgewicht zwischen Synthese und Abbau von Ozon ist dynamisch und schwankt je nach den äußeren Bedingungen. Hier konnte die Wissenschaft tatsächlich beweisen, daß dieses Gleichgewicht von FCKW beeinflußt wird mit der Folge, daß die Konzentration von Ozon erheblich abnimmt. Man hat mit der Verringerung der Freisetzung von halogenierten Kohlenwasserstoffverbindungen die einzig richtige Entscheidung getroffen.
      Nicht anders ist es beim Waldsterben. Natürlich wurde massiv grüne Propaganda betrieben, die schließlich zur TA Luft führte. Das Herausfiltern von SO² aus Rauchgasen wurde selbstverständlich, die Luft wurde erheblich besser, der saure Niederschlag war weitgehend Vergangenheit. Auch diese Maßnahmen waren richtig, und wir sollten froh darüber sein.
      Heute allerdings wundere ich mich über die geradezu hysterischen Versuche, gerade bei Autos die Abgase möglichst ganz von Schadstoffen zu befreien. Wenn man die Werte eines modernen Autos vergleicht mit denen aus der Vor-Katalysator-Zeit, wird das schnell klar.
      Und noch etwas. Wenn irgendwo eine Großstadt (Peking) im Smog erstickt, melden die Nachrichten von Beschränkungen des Autoverkehrs. Ich bin mir ganz sicher, dieser Smog kommt zum überwiegenden Teil aus Fabrik- und Kraftwerksschloten. Aber es gibt ein politisches Interesse, das Auto verantwortlich zu machen.

    • phaidros, wohlbegründet (kein Partner)
      04. Januar 2016 20:50

      Dr. Knölge: heute völlig einverstanden.

  14. Bob
    27. Dezember 2015 11:44

    Es gibt zwei Möglichkeiten der CO2 verminderunf. Entweder nicht alles zubetonieren, oder das atmen einzustellen.

    • Undine
      29. Dezember 2015 21:12

      In Deutschland wird man für die Million Fluchtilanten Wohnungen bauen = es werden riesige Flächen zubetoniert. Und 2016 kommt die nächste Million oder deren zwei! Und dann wollen die jungen Moslems auch jeder natürlich ein Auto haben---deshalb sind sie schließlich nach Deutschland gezogen!
      Also: Wegen der INVASOREN werden riesige Flächen zubetoniert und Millionen von zusätzlichen Autos werden ihre Abgase ausstoßen! Danke, liebe GRÜNE Gutmenschen!
      Aber vermutlich verbieten sie dann den "echten" Deutschen das Autofahren!

  15. Josef Maierhofer
    27. Dezember 2015 11:05

    Bei Selbstbeschädigung ist die EU Musterschüler, Sanktionen (gegen sich selbst), Energiepolitik (gegen sich selbst), neuerdings 'Klimapolitik' (als ob der CO2 Ausstoß des Menschen und seiner Industrie (etwa 3% des Ausstoßes in der Natur) in Summe ein Beitrag sein könnte.

    Lokal allerdings wirkt die Umweltverschmutzung ganz drastisch und Vernunft auf diesem Gebiet wäre einzufordern.

    Aber Klimaerwärmung kommt nicht vom Menschen, Umweltverschmutzung schon.

  16. Wolfgang Bauer
    27. Dezember 2015 10:52

    Großspurig euphorisiert wurde gerade das "Ende des fossilen Zeitalters" eingeläutet, bis 2050 soll das ja weltweit erledigt sein. Ist mir zwar von Vornherein etwas unplausibel vorgekommen, aber bitte. Da lese ich in der aktuellen Wochenendausgabe des Standard (heute noch aufliegend) über den aktuellen "World Oil Outlook" der Opec, der am Mittwoch veröffentlicht wurde - also nach der "welthistorischen" Konferenz in Paris. Das liest sich schon ein wenig realistischer.

    Demnach werden fossile Brennstoffe bis zum Planungshorizont 2040 mit 78% weiterhin dominant bleiben. Erdgas wird mit knapp 28% den größten Anteil haben, Öl und Gas zusammen werden mit 53% etwa auf dem aktuellen Niveau bleiben. Wasserkraft soll bis dahin mit einem Anteil von 2,5% nur geringfügig über dem aktuellen Niveau liegen. Für Wind- und Sonnenenergie werden die größten Zuwachsraten vorausgesagt, sie sollen dennoch relativ unbedeutend bleiben.

    Wo bleiben die Auswirkungen des Endes des fossilen Zeitalters? Mag sein, dass die Opec eine absichtlich falsche Sicht publiziert, aber eher dürfte sie die realistischere Einschätzung haben: Das war alles ein großes französisch orschestriertes BLA BLA, mit noch einem Schuss ZusatzBLA. Für die zu verdummenden ÖsterreicherInnen hat der Herr Umweltminister zusammen mit dem ORF noch einen Schuss tirolerisch-ehrlichen Schmäh dazugefügt.

    Bleibt allerdings zu befürchten, dass die EU-Staaten das ernst nehmen und unsere Industriereste endgültig vertreiben. Aber egal: Solang wir Steckdosen haben....

    • FranzAnton
      27. Dezember 2015 19:22

      Wie schon mehrfach hervorgehoben, bedarf es, soll Alternativenergie ähnlich effizient anwendbar sein wie Erdöl, eines künstlichen Energiespeicherstoffes, der das Erdöl in jeglicher Hinsicht zu ersetzen geeignet ist. Grundsätzlich nutzbare Solarenergie wäre, verteilt über den gesamten Erdball, genug vorhanden, bloß speicherbar ist sie bis dato nur völlig unzureichend. Damit kann man hic et nunc eben keine Flugzeuge, Schiffe, Eisenbahnen ohne Oberleitung, oder LKW betreiben. Die gegenwärtig gesetzten Maßnahmen betreffen grossteils Reduktionen von Energieverbrauch, wie etwa bei der Raumheizung; das ist wohl in Ordnung; denken wir aber an die vielen armen Menschen weltweit, die denselben Energiehunger haben werden wie wir, so wird deren zu erwartender Wohlstand entweder unsere Verbrauchsreduktionen bei weitem übertreffen - oder überhaupt ausbleiben. Kurzum: Besagter künstlicher Energiespeicherstoff ist eine conditio sine qua non; daran wäre massiv und zuvorderst zu forschen, weil Reduktion fossiler Energie eben künstlichen Ersatz voraussetzt (wollen wir nicht massivsten Wohlstandsverlust hinnehmen). Alles andere wäre bloßes, mangelhaftes Stückwerk.

  17. Bob
    27. Dezember 2015 10:18

    Ich kann nur immer auf den unglaublichen Verbrauch an Treibstoff des Flugverkehrs hinweisen. An einem klaren Tag ist es unmöglich ein Landschaftsfoto zu machen ohne 8-10 Kondensstreifen auf dem Foto zu haben. Und kein Mensch spricht darüber.

    • Josef Maierhofer
      27. Dezember 2015 10:56

      @ Bob

      Das sind die 'Wettermacher' ....

    • franz-josef
      27. Dezember 2015 14:43

      Daß niemals darüber ein Wort zu finden ist, erstaunt schon sehr. Sie haben völlig Recht. Schon vor Jahrzehnten, im Seewinkel frühmorgendlich beobachtet, zeigte sich der Himmel westlich - Richtung Wien bezw Schwechat geschaut - mit -zig weißen Streifen bedeckt. Ein Blick nach Osten hingegen: reiner, wolkenloser, streifenfreier blauer Morgenhimmel.

      Und wenn man früh am Morgen v.a. zur Zeit der sommerlichen zusätzlichen Charterflüge sich über den blanken Himmel und zu erwartenden sonnigen Tag freuen möchte, muß man das schleunigst tun - denn ab Mittag bedecken bereits die auseinanderflatternden zahllosen Kondensstreifen den Himmel, das Sonnenlicht wird wahrnehmbar abgedämpft, der Himmel am Nachmittag zunehmend bedeckt, - die Kinder kennen es gar nicht mehr anders und halten das für ganz normal.

      Oft habe ich das im Gespräch erwähnt und erfahren, daß die Leute davon nichts wissen oder es eher für lächerlich halten, "sich darüber aufzuregen". Daß praktisch ein großer Teil der Menschen freiwillig auf klare Tage und ungetrübten Sonnenschein verzichtet, ist eigentlich nicht begreifbar. Es herrscht konzertiertes Schweigen in den Medien darüber, und was nicht getrommelt wird, geht den meisten Leuten eben am Dingsda vorbei.

    • Riese35
      27. Dezember 2015 20:56

      @Bob: Ja, das ist ja das Seltsame. Den Splitter im anderen Auge sieht man, den Balken im eigenen nicht. Der unnötige Flugverkehr ist eine Sache. Der unnötige LKW-Verkehr ist eine andere Sache. Man fährt das Vieh beispielsweise x Mal quer durch Europa, bis es geschlachtet und verarbeitet ist. Und das alles nur deshalb, weil der Transport nichts kosten darf. Schadstoffe könnte man auch reduzieren, indem man sinnlosen Verkehr reduziert.

  18. Susanne
    27. Dezember 2015 09:02

    Wissenschaftlich ist nun erwiesen, dass man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Klimaveränderungen unterscheiden muss:
    Die natürlichen Veränderungen - welche es immer schon gegeben hat - und jene von den Menschen verantworteten negativen Einflüsse, besonders seit der Industrialisierung hervorgerufen. Drastische Auswirkungen gibt es dann, wenn sich beide Ursachengruppen kumulieren, was derzeit der Fall ist.

    Während Bemühungen in den einzelnen Ländern entweder durch Appell an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger oder durch gesetzliche Maßnahmen und ggfs. Strafen erzwungen werden können, gibt es auf internationaler Ebene wenig Möglichkeiten, dies zu durchzusetzen. Es bleibt daher nur bei Empfehlungen an die einzelnen Staaten - wie eben in Paris beschlossen.

    Dazu ein einfaches Beispiel: wenn die Voest in ihrem Linzer Werk besonders effiziente und teure Filter für die Abgase einbaut, die indischen und chinesischen Stahlwerke dies aber nicht tun, dann haben die ausländischen Erzeuger dadurch einen Preisvorteil und die internationalen Kunden werden deren Produkte bevorzugen. Daher sind internationale Vereinbarungen erforderlich, oder müssen Wirtschaftssanktionen bzw. Kriege da nachhelfen?

    Auch neoliberale Leute müssen erkennen, dass mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sehr vernünftig umgegangen werden muss und Wachstum auch Grenzen hat. Wir sind den nächsten Generationen verpflichtet, eine lebenswerte Welt zu überlassen. Anderenfalls beschleunigen wir den Untergang, wie er uns mit den apokalyptischen Reitern in der biblischen Offenbarung vorhergesagt wurde.

    • Susanne
      27. Dezember 2015 09:41

      @Steinibeini:
      Erkundigungen einholen hilft immer, den persönlichen Wissensstand zu verbessern und zu aktualisieren.
      Wikipedia enthält zwar nur vorwiegend für Laien verständliche Aussagen, z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Klimawandel . Wenn sich ein Klimaskeptiker (Klimagegner, Klima-Leugner) damit näher beschäftigen will, dem empfehle ich diverse Fachpublikationen oder zumindest ein Gespräch mit einem Klimatologen/Wissenschaftler von der ZAMG (Zentralanstalt für Geodynamik) auf der Hohen Warte.

      P.S.:
      Unverständlich ist mir, warum die australische Regierung nun einem indischen Konzern erlaubt, eine gigantisches Kohlevorkommen zu erschliessen und dazu Transportwege inklusive einem Verladehafen in unmittelbarer Nähe des geschützen Great Barrier reef zu schaffen. Ich dachte doch: Kohle ist für die Energiegewinnung nicht mehr zeitgemäß.

    • Lieber Augustin
      27. Dezember 2015 10:34

      "... sind internationale Vereinbarungen erforderlich, oder müssen Wirtschaftssanktionen bzw. Kriege da nachhelfen?

      Ich fürchte, wir werden Kriege führen müssen!!! Besonders wenn wir die indischen und chinesischen Stahlwerke ausschalten wollen.
      Und ich hoffe, dass Minister Klug unser Heer sorgfältig darauf vorbereitet und es nicht unversehens in solche Kriege stolpern lässt!
      Was wir nicht brauchen sind Berge von Body Bags!

    • Nestor 1937
      27. Dezember 2015 10:36

      Susanne schreibt sehr richtig, daß es z w e i unterschiedliche Klimaveränderungen gibt:
      1. die natürlichen Veränderungen
      2. negative Einflüsse des Menschen

      Ersteres wird viel zu wenig beachtet, letzteres wird häufig zu einer Ideologie aufgepauscht!

    • Wyatt
      27. Dezember 2015 18:35

      Wissenschaftlich erwiesen ist:
      Eiszeitalter, auch Eiszeiten genannt, sind Perioden der Erdgeschichte, in denen mindestens ein Pol der Erde vergletschert ist.[1] Nach einer anderen Definition ist von einem Eiszeitalter erst dann zu reden, wenn es in der nördlichen und südlichen Hemisphäre der Erde große Vergletscherungen gibt.[2]

      Nach der ersten Definition befindet sich die Erde seit etwa 30 Millionen Jahren im aktuellen Känozoischen Eiszeitalter; seit dieser Zeit ist die Antarktis vergletschert. Nach der zweiten Definition begann die derzeitige Eiszeit erst vor etwa 2,7 Millionen Jahren, als auch die Arktis vergletscherte. Sie entspräche damit dem geologischen Zeitabschnitt Quartär.

      Es gab in der bisherigen Erdgeschichte, je nach Definition, etwa vier bis sieben Eiszeitalter. Jedes davon umfasst einen Zeitraum von mehreren Hunderttausend Jahren bis mehreren Millionen Jahren. Zwischen ihnen liegen unterschiedlich lange Zeiten mit Warmklima.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Eiszeitalter

      letzteres wird behauptet und ist durch NICHTS bewiesen - auch nicht innerhalb der letzten 30 Millionen Jahre!

      Beim ZAMG ist zu unterscheiden zwischen Meterologen und Klima-Vermutungsgschaftler.

    • fewe (kein Partner)
      29. Dezember 2015 14:59

      Ich halte das für einen Unfug. Wenn die Voest Filter einbaut ist die Luftqualität in Linz und Umgebung höher. Was die in China aufführen ist für uns völlig irrelevant. Da hat ein Ausbruch des Ätna bedeutend stärkere Folgen.

      Es ist ziemlich dämlich anzunehmen, dass man das Ausklingen der kleinen Eiszeit mit weniger Abgasen aufhalten könnte. Das passiert, egal was der Mensch tut oder ob es überhaupt Menschen gibt. Das Einzige, was hilfreich ist, ist es die Luft und die Gewässer sauber zu halten, weil das für die jeweilige Bevölkerung angenehmer - und gesünder - ist. Der Erde und dem Klima ist aber auch das völlig egal.

      Es ist doch schön, wenn Grönland wieder grün wird und bei uns mehr wächst. Ständig heizen zu müssen, ist ja auch umweltschädlich.

    • Susanne
      30. Dezember 2015 08:18

      Herr oder Frau Wyatt gehört zu den Klimaleugnern, wie es auch viele andere gibt. Denn jemand, welcher in der Wiener ZAMG auch "Klima-Vermutungsgschaftler" (copyright: Wyatt) befindet, hat sich selbst disqualifiziert. Am besten ist es, man diskutiert mit solchen Leuten gar keine seriösen Themen. Auch über dem derzeit über Island prognostizierten Monstersturm werden diese Zeitgenossen eine "natürliche Erklärung" haben.

    • phaidros, wohlbegründet (kein Partner)
      04. Januar 2016 20:53

      @Susanne: Kompliment!

      (Lediglich natürliche und menschliche Faktoren sind der Klimawissenschaft selbstverständlich nicht neu. Hier wurden allerdings tatsächlich Fehler in der Kommunikation gemacht.)

  19. Wyatt
    27. Dezember 2015 07:37

    "Europa sollte daher dringend darauf schauen, dass es sich selbst künftig nur so weit selbst limitiert, wie das auch alle anderen Regionen tun........" ?????

    Ja - nur die Möglichkeit, dass Europa selbst auf sich schaut ist kaum gegeben, solang ausschließlich aus anderen "Regionen" auf Europa nicht nur geschau, sondern "Alles & Jedes" vorgegeben wird!





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