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Alles verbieten!

Wir klagen zu Recht über den ständig steigenden Hang der politischen Klasse Österreichs, unser Leben ständig noch mehr zu reglementieren und einzuengen. Und sich dabei auch noch gut und wichtig vorzukommen. Aber bisweilen erkennt man: In manchen anderen Ländern geht’s noch viel ärger zu.

Aktuelles Beispiel ist Italien. Dort hat die Politik in den letzten Stunden vor Weihnachten allen Ernstes das Wegwerfen eines Zigarettenstummels unter Strafe gestellt. Und zwar unter eine nicht geringe: 300 Euro muss man künftig fürs Wegwerfen hinlegen.

Nun, nicht dass ich Tschick-Fallenlassen für ein Exempel guter Erziehung hielte; ich habe auch seit 38 Jahren keine einzige Zigarette angegriffen, bin daher zumindest in einem Punkt nicht in Gefahr, in Italien bestraft zu werden (Ich bin dort allerdings vor Jahren von der Polizei wegen einer anderen Lächerlichkeit festgenommen worden, nämlich weil ich das faschistische Siegesdenkmal in Bozen fotografiert habe…).

Daher glaube ich, durchaus objektiv zu sein, wenn ich das Ganze einfach für absurd und schwachsinnig halte. Aber vielleicht hat jemand der Politik eine der gegenwärtigen Universalbegründungen für jeden nur denkbaren Unsinn eingeredet: dass Zigarettenreste-Wegwerfen schlecht fürs Klima oder eine Diskriminierung von Frauen und/oder Schwulen sei.

Was solche Gesetze noch schlimmer macht: Politiker vieler Länder, auch die österreichischen, blicken in ihrem Regulierungswahn ununterbrochen auf andere Länder, um abzuschauen, was man denn noch alles verbieten und bestrafen könnte. Man darf daher wetten, dass bald auch in Österreich eine Tschick-Diskussion stattfinden wird.

Jedenfalls schon als global ansteckend hat sich in den letzten Tag der Hang erwiesen, den Autoverkehr in Städten zu verbieten. Von Rom bis Peking, von Mailand bis Delhi hat die Bürokratie das binnen weniger Tage dekretiert. Und bei uns lechzen die Grünen als Oberverbotspartei schon lange danach, das Autofahren möglichst ganz zu verbieten . . .

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alle Kommentare

  1. Merlion der andere (kein Partner)

    Ich kenne Singapur. Das dafür bekannt ist, dass man dort keine Tschicks wegschmeissen darf.

    Naja, werden sich unsere Schwachköpfe gedacht haben: wir verbieten es auch, und schon sind wir wie Singapur. Was sich so gut wie jede Stadt auf dieser Erde wünschen dürfte.

    Nur: damit ist es nicht getan. In Singapur herrscht eine freundlich-bestimmte Ordnung statt eines rücksichtslosen Chaos, alles ist sauber und nicht versifft oder mit Graffitis versaut (pardon, künstlerisch bereichert), es gibt keine Obdachlosen oder Bettler (weil jeder Bürger das Recht auf einen Kredit für eine Genossenschaftswohnung hat - entsprechend gepflegt schauen die Häuser und Wohnungen dann auch aus) - etc., etc., etc.



  2. Markus (kein Partner)

    Anscheinend hat man in Italien jedes Gefühl für Verhältnismäßigkeit verloren. Bei einer so hohen, als Frechheit empfunden Strafe, würde es mir eine diebische Freude bereiten, einen Zigarettenstummel unauffällig wegzuwerfen. Wahrscheinlich nehme ich sogar, bei meiner nächsten Reise nach Italien, ein Säckchen Zigarettenstummel extra für diesen Zweck mit.



  3. REinhard Bimashofer (kein Partner)

    Ich habe in meiner Jugend einmal ein wissenschaftliches Buch über Umweltverschmutzung gelesen. Unvergesslich, dass ein Zigarettenstummel mit seinen Giftstoffen 200 Liter Wasser ungenießbar machen. So gesehen, ist das sogar noch zu billig.



  4. Knut (kein Partner)

    Nachdem unsere Exekutive schon nicht willens und/oder fähig ist, den undisziplinierten Haufen von Fußgängern und Radfahrern mit Strafen zu disziplinieren (es ist rentabler und unkomplizierter, die Autofahrer nieder zu machen), mache ich mir hier keine Sorgen - auch wenn so eine Strafe käme, haben wir hier niemand, der das wirklich durchsetzen wird.

    Obwohl - der Staat braucht dringend noch viel mehr Geld. Und zwar stelle ich mir die große Frage, wie man das Flüchtlingsthema finanzieren will, zumal der Finanzminister durch die Steuerreform 2016 weniger Einnahmen haben wird. Andererseits - wie üblich, wird uns wohl über 50 andere unscheinbare Kanäle das Geld wieder abgeleiert werden.



  5. anton 1 (kein Partner)

    Das Zigarettenstummel wegwerfen wird wohl auch deshalb bestraft, damit man den immer größer werdenden Fluss von Abschaum auf unseren Strassen besser begegnen bzw. subventionieren kann.



  6. EU-Verbot! (kein Partner)

    Die EU muss verboten werden!



  7. Neo-Schamane343 (kein Partner)

    Wir brauchen ein nachhaltiges Wirtschaften. Zum Beispiel sollten immer mehr Menschen in Mobilheimen wohnen und mit Einsitzer-Autos fahren. Es sollten immer mehr Nahrungsmittel durch Sonnenenergie ersetzt werden. Dieser Sonnen-Yoga wurde schon vor Jahrtausenden in Sonnentempeln praktiziert. Man kann viele Probleme durch Traumsteuerung und Traumdeutung lösen. Luzides Träumen ist allerdings gefährlich.



  8. Dr. Knölge (kein Partner)

    Wenn ein Zigarettenstummel 300 Euro kostet, wie teuer wird dann die Hinterlassenschaft eines Hundes? Um die Verhältnismäßigkeit zu wahren, plädiere ich für mindestens 3.000 Euro.

    OT
    Gestern oder vorgestern hat deutsches Schiff vor der libyschen Küste 539 "Flüchtlinge" "gerettet".
    Diesmal sind die Zahlen genannt:
    505 Männer
    30 Frauen
    4 Kinder
    Es wird nicht leicht werden für die Kameraleute, aus dieser Menge heraus die vier Kinder ins Zentrum zu rücken. Das aber ist unabdingbar, um das Lügengebäude aufrecht zu erhalten.



    • Cotopaxi

      Vielleicht bringen die Kameramänner in Zukunft gemietete Kinder zur den "Rettungen" mit, falls die "Geretteten" keine dabei haben?

    • ORF Unwahrheitenfestesteller (kein Partner)

      Es werden sich doch noch ein paar Dutzend weinende Kinder in den Archiven des Lügenfernsehens finden, wäre doch gelacht! das Volk will belogen werden, also gemma!

  9. Nichtraucher (kein Partner)

    Das gibt es in Wien schon. Habe unlängst beim Warten auf die Straßenbahn beobachtet, wie jemand einen Tschik weggeworfen hat. Zwei Sekunden später wurde diese Person von zwei Personen die sich als Wastewatcher ausgewiesen haben angesprochen. Sie müssten jetzt 36,-- kassieren wegen dem weggeworfenen Zigarettenstummel. Das ist Wien 2015. Blockwartmentalität, ärger als früher in der DDR und abkassieren wegen chronischem Überfluss an Geldmangel. Traurig.
    PS: Ich bin leidenschaftlicher (um nicht zu sagen militanter) Nichtraucher



  10. Gasthörer (kein Partner)

    Wenn man es nicht gesehen hat, glaubt man es nicht. Der Tschechische Präsident spricht bei seiner feierlichen Weihnachtsansprache an sein Volk Klartext zur Flüchtlingskrise. Mit dt. Untertitel auf pi-news zu betrachten:

    „Flüchtlinge“ werden mit einem Trojanischen Pferd verglichen. „Ich bin zutiefst überzeugt, dass das, womit wir es hier zu tun haben, keine spontane Fluchtbewegung ist, sondern eine organisierte Invasion“

    "illegale Migranten..junge Männer ohne Familien...warum diese Männer nicht eine Waffe in die Hand nehmen und gegen den IS kämpfen...ihre Flucht stärkt den IS..."

    Er sagt auch andere interessante Dinge über die Gutmenschen. Es bleibt einem die Spucke weg, ob seines Mutes.



    • Gasthörer (kein Partner)

      Wer nicht auf pi-news antreifen will, auf youtube unter:

      "Weihnachtsbotschaft des Präsidenten der Tschechischen Republik Milos Zeman 2015"

    • franz-josef

      In de heutigen online Ausgabe von DieWelt findet sich ebenfalls ein Videoo und ausführlicher Artikel zu Zeman´s Weihnachtsansprache. Auch die Kirche warnt.

      Die Gegensätzlichkeit zu der hierortigen Berichterstattung alias Berieselung ist eigentlich nicht zu fassen.

    • franz-josef

      Und noch eine Anmerkung zum Zeman-Aufreger: Im Standard wird verkürzt darüber berichtet und der Ausdruck "organisierte Invasion" zitiert .....
      ... und prompt wünscht sich ein Poster eine Verhetzungsanzeige gegen Zeman.

  11. Hegelianer (kein Partner)

    Ja, das faschistische Siegesdenkmal! Als ich als geschätzt 3- oder 4-Jähriger in Bozen dringend "Lulu" mußte, ließ mein Vater mich auf dieses Denkmal urinieren ...



  12. Torres (kein Partner)

    Wenn man sich anschaut, was die "schutzsuchenden" Ingenieure, Ärzte und sonstigen Akademiker hinterlassen, wo immer sie sich (auch nur kurzfristig) aufhalten - und das völlig straflos, unter beifälligem Jubel der Willkommensheißer - sind weggeworfene Zigarettenstummel nur peanuts; obwohl ich persönlich auch finde, dass es durchaus Strafen für achtlos weggewofenen Mist jeglicher Art geben sollte.



  13. F.V. (kein Partner)

    Ein großartiger Artikel!

    Und welch weltbewegendes Thema.



  14. Holmes (kein Partner)

    Für mich sind Zigarettenstummel ein Abfall wie jeder andere auch - und Abfall gehört nun einmal nicht auf öffentlichen Flächen entsorgt. Von einer Stadt gibt es dazu auch Zahlen: die Stadt Paris kehrt jährlich rund 350 t Zigarettenstummel von öffentlichen Flächen ein. Umgelegt auf z.B. Wien sehe ich nicht ein, warum ich mit meinen Steuergeldern den erhöhten Reinigungsaufwand zahlen soll, den bedenkenlose Raucher hier verursachen.
    Wer noch immer nicht sicher ist, was zu tun wäre: unter dem Stichwort "Zigarettenstummel" findet man bei Wikipedia etliche Hinweise.



  15. eudaimon

    Die Weltmeere sind nicht nur mit Plastik bis radioaktiven Abfall bereits derart
    vergiftet,dass alle Lebewesen einschließlich der Primaten darunter leiden!
    Der dafür einzig Verantwortliche ist leicht ausgemacht und es braucht keine
    wissenschaftlichen statistischen Tiraden um das" Mülldisaster "am Menschen festzumachen ! Aber so leicht die Diagnose so schwierig die Behandlung,weil
    der Verursacher zugleich Leidtragender und Therapeut in permanenter Personalunion
    erstarrt ist ! Die Politik erkennt zwar die "Schweinerein" in allen Facetten reagiert
    aber falsch,weil der zahlende Verbraucher wieder zu Kasse gebeten wird in Form von Strafe ohne das Problem bei seiner Entstehung/Erzeugung anzugehen!
    Nur sich gut bezahlen lassen auf Konferenzen ohne kreative Ergebnisse zu liefern
    und immer nur mit Macht und Tücke den Wehrlosen an den Pranger zustellen
    und auch dabei arm zu machen ist die Ultimaratio einer gescheiterten Umweltpolitik!



  16. Haider

    Weil hier - völlig zu Recht - wiederholt das immer mehr um sich greifende freie Ausspucken beanstandet wird möchte ich in Erinnerung rufen: In meiner Kindheit gab es sehr wohl z.B. im Bahnhofsbereich Tafeln mit der Aufschrift "Freies Ausspucken verboten"; außerdem waren etwa in Warteräumen Spucknäpfe aufgestellt (die ich damals schon grauslich fand). Natürlich hing dies mit der seinerzeit noch häufig auftretetenden Tuberkulose zusammen. Ist dies jetzt wieder so? In habe den starken Verdacht, daß die bei uns längst ausgerottete Lungentuberkulose durch das illegale Eindringen dieser nicht kontrollierten Menschenmassen wieder akut wird!



    • Undine

      Ich erinnere mich noch zu gut daran, daß in meiner Kindheit viele Männer ausspuckten und daß ich mich sehr davor ekelte. Jahrzehnte lang gab es das nun nicht mehr. Dafür fällt mir in den letzten Jahren umso mehr auf, daß JUNGE AUSLÄNDER---es waren und sind immer nur Männer, die ausspucken; warum eigentlich?---sehr häufig ausspucken. Das scheint offenbar in den Herkunftsländern so Usus zu sein und dürfte "männlich" wirken.

      Früher sah man allerdings auch immer wieder einmal Männer oder Buben, die ihre Blase am Straßenrand entleerten. Auch diese unangenehme Eigenheit ist GsD hierzulande ausgestorben. Allerdings nicht überall auf der Welt, denn in Indien beispielsweise dürfte das ganz normal sein; ich sah das nicht nur einmal! Man kann nur hoffen, daß sich nicht auch noch diese Unsitte bei uns wieder durch Zuzug einbürgert.

      Da vor uns Bürgern verschwiegen wird, was alles an bei uns längst ausgerotteten Krankheiten durch die Ausländer laufend eingeschleppt wird, muß man das Schlimmste annehmen. Aber solange keiner der mit dem Kopf in den Wolken lebenden Gutmenschen davon betroffen ist, wird Stillschweigen bewahrt.

    • Haider

      © Undine
      Komischerweise sieht man die Fußballer im Fernsehen ganz besonders viel spucken. Warum weiß ich allerdings nicht. Ob dies wirklich ein Männlichkeitsritual ist? Ich werde versuchen, dies in meinem familiären Psychologen-Umfeld zu klären.

    • Cotopaxi

      Ich möchte auf eine weiteres Merkmal des Verfalls unserer Kultur durch eingeschleppte Sitten aus dem Orient hinweisen:

      Bis vor wenigen Jahren war es hierzulande undenkbar, dass man sich dort niedersetzt wo man gerade Lust dazu hat. Man suchte sich eine passende Sitzgelegenheit, etwa eine Parkbank, um sich nicht schmutzig zu machen.

      Heutzutage macht es unseren jungen Leuten nichts mehr aus, sich auf dreckigen Böden niederzulassen. Man sieht sie so auf Bahnsteigen, auf Gehsteigen, in U-Bahnstationen usw. Eine junge Frau sah ich sogar im überfüllten Warteraum eines Arztes, die sich sofort auf den Boden setzte, anstatt zu stehen.

  17. Politicus1

    Alles verbieten, aber kassieren!
    SOMALIA hat Christmas als eine große Gefahr und Provokation für den Islam verboten. Selbst im privaten Bereich sind Weihnachts-attribute, wie Santa Claus-Mützen strengstens verboten worden.
    Aber bekanntlich stinkt Geld nicht, und so lässt sich die somalische Regierung ihr katastrophales Wirtschaften sehr gerne mit Milliardensubventionen aus den so gar nicht muslimsichen Kassen der Weltbank unterstützen ...

    Übrigens: auch der Sultan von Brunei, einer der reichsten Männer der Welt und daher auch gern gesehener Gast außerhalb seines Sultanats, hat Christmas total verboten. Keine Dekorationen in den Hotels, nichts darf an Weihnachten erinnern.



  18. franz-josef

    Wenn ich die Wahl hätte, auf einen weggeworfenen Zigarettenstummel zu treten oder in die - in manchen Wiener Bezirksteilen fast flächendeckend vorhandenen - Spuckefladen, fiele mir die Entscheidung ganz leicht.

    Mich grauselts unendlich vor diesen bodenbedeckenden Auswürfen, und ich würde mich sehr freuen, wenn es wenigstens eine Androhung von hohen Geldstrafen gäbe. Daß die Kontrolle und das Erwischtwerden kaum klappen würde,mag schon sein, aber das wird bei Zigarettenstummeln nicht viel anders sein.

    Und selbst, wenn man durch ständiges Zu-Boden-Schauen vermeiden kann, in diese Hintelassenschaften zu steigen , ein kleines Kind an der Hand ist wegen der Vielzahl der Spuckfladen nur schwer vom Hineintreten abzuhalten, und einen Hund kann man so gut wie nciht hindern hineinzutappen. Sowohl Schuhsohlen als auch Pfotenunterseiten muß man mühsam vor Wiederbetreten der Wohnung abwischen.

    Herr Integrationsminister hätte da schon einiges zu tun. Es kann doch nicht sein, daß diese Zuwanderer ihre/unsere Umgebung so versauen dürfen. Oder doch? Böse formuliert - damit sie sich wie zu Hause fühlen?



    • Undine

      @franz-josef

      ***********!

    • Haider

      Natürlich muß die in Ihrem letzten Satz aufgeworfene Frage mit JA beantwortet werden. Alle Deutschen Fernsehprogramme (inklusive Kinderfernsehn!!!) trommeln von früh bis spät das Mantra der Gutmenschen: "Refugees welcome". Und wohl fühlt man sich eben in gewohnter Umgebung.

  19. Leopold Trzil

    Zum Wiedererkennen: die nimmermüde Obsorge des aufgeklärten Absolutismus. Besonders die Grünen erweisen sich da als äußerst traditionsorientiert, wobei sie die Attitüde des Metternich-Staates bereits überboten haben und in etwa bei Zar Paul rangieren, der allen Berufsständen Normkleidung nach amtlich festgelegten Schnitten verordnete.
    Aber Achtung: dieser Herrscher fiel seiner eigenen Paranoia zum Opfer. Aus Sorge, für seine penetrante Verordnungspolitik durch ein Attentat belohnt zu werden, verbarrikadierte er sich im mit Zugrücken abgeschotteten Ingenieur-Schloß. Und dort hat ihn einer seiner Leibwächter umgebracht.



  20. Josef Maierhofer

    Na ja, 'Tschickwegwerfverbot' gibt es ja in Wien und hier beträgt die Strafe 36,- Euro genauso viel wie für das 'Gackerl ohne Sackerl'.

    Mein Nachbar wurde schon bestraft, als er in einem Park einen Zigarettenstummel weggeworfen hatte.

    Wenn ich in Wien Favoriten die Fußgängerzone so betrachte, wo täglich im Stundentakt fast Kehrtrupps der MA 48 den weggeworfenen Müll wegräumen und die enorm vielen Mistkübel mit Zigarettenstummelwegwerfaufsätzen sehe, die nicht genutzt werden, sondern alles auf den Boden geworfen wird, dann würde ich mir schon oft insgeheim ein 'Zigarettenstummelwegwerfplanquadrat' wünschen zur Erziehung der ungehobelten Wegwerfmeute.

    Das Verbot selbst wirkt nicht ohne Exekution, leider.

    Da kommen wir jetzt zum Erziehungsproblem, dem Kern der Sache. In den 1970-er Jahren gab es hier noch nicht das Multikulti und auch nicht den Müll. Mit den Verordnungen dazu und mit dem Multikulti wurden sowohl die Verordnungen nicht beachtet, wie auch das Benehmen in dem öffentlichen Raum zu einem Desaster, das bloß nicht mit enormen Geldeinsatz in Wien durch die MA 48 auszugleichen versucht wird. Viele werfen den Dreck absichtlich auf die Straße, meist die gleichen, die sich per Mindestsicherung selbst auf die Straße werfen.

    Auch die Familie kommt oft (oder glaubt es zumindest) nicht ohne Verbot aus.

    Ich habe einen bekannten, der lehnt jegliche Erziehung ab, ist zwar selbst kein Ferkel, aber trotzdem lehnt er jegliches Verbot ab.

    Erziehung, Verbot, ein Segen? ein Fluch ?

    Ich werfe jedenfalls die Frage auf, weil ich sie nicht wirklich umfassend beantworten kann.



    • Riese35

      Schaut man sich die Ufer des Flusses Bosna an, dann hängen häufig an tiefem Geäst knapp über der Wasseroberfläche Plastiksackerl. Auch auf der Drina treibt im Staubereich von Kraftwerken so mancher Müll.

    • Normalsterblicher

      Man könnte es ja mit einer Öffentlichkeitsarbeit versuchen, die Anliegen der Ordnungspolitik vermittelt, OHNE grob zu übertreiben.

      Bei den Plastiksäcken könnte man zB aufklären, dass sie nutzbringend in Müllverbrennungsanlagen verbrannt werden können, und dabei Fernwärme erzeugen oder zumindest die Verbrennung anderen Abfalls durch ihren Energieeintrag erleichtern. Auch die Abwasserkläranlagen fischen regelmäßig Plastikmüll mittels Rechen heraus. Bei den Zigarettenstummeln mag das ja wegen deren geringer Größe schwieriger sein.

      Ich persönlich werfe die Kunststofffilter selber ja nicht weg, wohl aber den glimmenden Stummel daran - der ist biogen und verrottet. Der Gesetzgeber wird bei seinen Sanktionen diese Feinheiten aber sicher nicht berücksichtigen!

    • Josef Maierhofer

      @ Riese35

      Sogar die Weltmeere spülen den Plastikmüll an und zerstören Natur und Tierwelt.

      Dieser Müll treibt aber immer mehr auch auf der Donau.

      Der Mensch, der das tut, ist hirnlos und gewissenlos.

    • Josef Maierhofer

      @ Normalsterblicher

      Die 'Öffentlichkeitsarbeit' ist zu einer Parteipropaganda und 'Flüchtlings'-Propaganda degeneriert, die hat andere Sorgen, da geht es um Informationsbetrug und Propaganda.

      Die Öffentlichkeitsarbeit, die Sie meinen, kann sehr wohl die Problematik aufzeigen und auch helfen. Bloß es gibt kaum mehr Vertrauensmedien, die ohne Propaganda und Übertreibung arbeiten können, wollen sie Annoncenalimentierung und Medienförderung in diesem verstaatlichten 'Diktaturunternehmen' namens 'Republik'.

      Schon richtig, Biomüll, wie Apfelbatzen, Bananenschalen, etc. kann man in der freien Natur entsorgen, im Stadtgebiet aber benötigt man den Müllbehälter. Wir hätten auch ein Mülltrennungsgesetz für wieder verwertbare Stoffe, doch einhergehend mit dem gesellschaftlichen Niedergang wird auch das obsolet, wie auch bald die Beamten dafür und sehr wahrscheinlich in 20 Jahren auch die Politiker dafür, wenn die Türkenpartei mehrheitlich Wien übernommen haben wird.

      Ich sehe ja in meinem Haus, wie 'Mülltrennung' 'funktioniert'. Da gibt es nämlich fast nur mehr Schweine, die die Mülltrennungsverordnung nicht kennen und nicht anerkennen wollen.

      Das ist die Gesellschaft, die uns die Linken aufgezwungen haben.

    • Specht (kein Partner)

      Herr Maierhofer, ihr Bekannter hat vermutlich noch sehr junge Kinder. Wenn die Kleinen daran gewöhnt werden alles zu tun was ihnen gefällt wird der Papa staunen was den Jugendlichen so alles gefällt, nur dann bestehen sie aber darauf. In Italien will man über die Zigarettenkippen, die eine bestimmte Schicht besonders gerne vor die Füße wirft, Respekt und Ordnung fordern. Anders verstehen es solche Leutenicht.

    • Josef Maierhofer

      @ Specht (kein Partner)

      Der Bekannte hat ein 14 jähriges Kind mit allen Jugendproblemen, die es gibt, vermutlich gerade dank seiner 'Antierziehung'.

      Er selbst hat auch alle möglichen Sorten von Problemen.

      Ich selbst habe 17 Jahre an einer Fachhochschule unterrichtet und war fast mein ganzes Leben lang nebenbei mit Nachhilfen jeglicher Art beschäftigt, ich kenne sehr wohl die Probleme von Verboten und Erziehung, aber dass ich keine umfassende Antwort geben kann, liegt daran, dass es außer meistens mit viel Liebe und Beharrlichkeit, kaum gültige Regeln für Verbote und Erziehung an sich geben kann, weil kein Mensch dem anderen gleich ist, nicht einmal Geschwister sind das. Eine gute Erziehungsschule ist das Beispiel, aber leider auch nicht immer.

      Also ich finde keine gültige Antwort zu Verbot und Erziehung.

    • Normalsterblicher

      Schon richtig, Biomüll, wie Apfelbatzen, Bananenschalen, etc. kann man in der freien Natur entsorgen, im Stadtgebiet aber benötigt man den Müllbehälter.

      @ Maierhofer:

      Bei Apfelbatzen ist Ihnen zuzustimmen, die faulen ja auch und ziehen Fliegen etc an. Wenn ich aber vom Zigarettenstummel nur ein paar Strähnen Schnitttabak auf den Boden werfe, hat das nicht einmal die "Qualität" von einzelnen (Pflanzen-)Blättern, die ja auch regelmäßig weggefegt werden müssen.

  21. Undine

    Und mit der NAZI-Keule richtet man in diesem Fall auch nichts aus, oje, oje! Aber keine Sorge, den guten Antifa-Leutchen fällt bestimmt irgendein Grund ein, sie zu schwingen!



  22. Franz77

    Frohe Weihnachten und gedenkt unseres Christkinds. Nur mal so in die Runde geschmisen. :-)



    • Alfred E. Neumann

      Und wer kontrolliert all diese Verbote? Die Polizisten in Spielfeld, oder die linksgrünen VernaderInnen?

  23. Frusti

    Solch drastische kleine, aber unverschämte Verbote sind Fingerübungen für größere Vorhaben, die schleichend auf den Weg gebracht werden.
    Jean-Claude Junker: ...... dann machen wir weiter.



  24. Bob

    Die Regulierungswut dient in erster Linie um neue Steuereinnahmen zu erfinden. das dann so manche Maßnahme in die Hose geht ist eine andere Sache. Siehe Registrierkasse: man versucht schwarze Schafe zur Steuer zu zwingen, und erreicht, das weiße Schafe den Hut draufhaun, und Ihr Geschäft nicht mehr weiter betreiben um der ständigen Regulierungswut zu entgehen. Statt Mehreinnahmen für den Staat gibt es einen Verlust. Auch darf man nicht vergessen, das jede Regulierung einen Kontrolleur benötigt, der wieder Geld kostet.



    • Ökonomie-Vergelter

      Jede Regulierung verdrängt scheibchenweise jene Arbeitszeit, die zur Bedienung einer Nachfrage eingesetzt werden kann. Auch auf diese Weise wird das Angebot verkürzt.

    • fewe (kein Partner)

      Ja, ich denke auch, dass es dabei um zusätzliche Einnahmequellen geht. Es wird beispielsweise auch schon diskutiert - oder ist es mittlerweile verabschiedet -, dass Aufnahmen bei Schnellfahren auch dazu genutzt werden können, beispielsweise Nichtanlegen von Sicherheitsgurten oder Telefonieren - was man eben am Foto auch sieht - zu bestrafen. Es ist dann nicht mehr weit, Kameras überhaupt ständig auf Autos zu richten und solcherart automatisiert Anzeigen zu verschicken.

      Die Regierung sieht sich offenbar nicht als Verwaltung eines Staates sondern als Aufseher eines überdimensionalen Erziehungslagers. Irgendwas strafbares macht sicher jeder an jedem Tag. Ein Bombengeschäft.

      Es ist für mich kein Trost, dass es anderswo noch schlimmer ist. Früher hatten wir uns mit solchen Ländern nie verglichen, sondern diese als Unrechtsstaaten angeprangert. So ändern sich die Maßstäbe.

  25. Susanne

    Herr Unterberger:
    Und wie ist dies mit den vielen auf den Straßen (meist aus den fahrenden Autos) weggeworfenen leeren Getränkedosen, PET-Flaschen sowie den Lebensmittelverpackungen der Fastfoodketten? Sind Sie schon einmal auf einen weggeworfenen Kaugummi gestiegen und konnten diesen nur mühsam von der Schuhsohle wieder entfernen?
    In Singapur sind die Straßen sehr sauber, da es dort drastische Strafen für Straßenverunreinigung gibt.
    Leider kann man viele Mitmenschen nur über das eigene Geldbörsel erziehen, daher ist die italienische Initiative zu begrüßen.

    PS: Ich nehme auch halbe Bewertungssterne gerne entgegen.



    • Nemo

      @Susanne: Sehr richtiger Kommentar! Das Gleiche sollte auch für Deals Wegwerfen von Papiertaschentüchern und das Ausspucken gelten, und zwar ohne Ausnahmen.

    • Cotopaxi

      Das sehe ich genauso.

    • Cato

      Das sehe ich ebenso und könnte Ihre Worte nur wiederholen.

    • Undine

      @Susanne

      Noch schlimmer als frisch ausgespuckter Kaugummi auf den Schuhsohlen ist er auf HUNDEPFOTEN!!! Da ist man dem Verzweifeln nahe!

    • Leopold Trzil

      Noch schlimmer als Zigaretten, Kaugummis und Taschentücher ist ein Willkürstaat, der nach Laune erlaubt und verbietet; der bei der Massendurchwanderung bestehende Gesetze reihenweise ignoriert und dann Zeit und Personal hat, um derartige Bagatellen zu ahnden.

    • Karl Rinnhofer

      @Susanne
      Ich gebe Ihnen recht und bestärke Sie in Ihrem Mut, die in diesem Punkt die überzogen skeptische Meinung des Blogmasters zu relativieren:

      Es ist schon richtig, dass das "Alles-Verbieten-Wollen" und die sich-in alle-Lebensbereiche einmischende Attitüde der EU bedenklich und würdelos ist, man den „Anfängen“ (?) wehren muss. Doch ein sanktionierbares Verbot des Wegwerfens von Zigarettenstummeln (vergleichbar dem Gebot des Beseitigens der „Hinterlassenschaften“ von Hunden auf öffentlichen Flächen) als geboten anzusehen ist absolut richtig. Man weiß schon längst, dass bloße Appelle nichts fruchten, dass Selbstverständlichkeiten, nicht dauernd Dritte mit dem Beseitigen eigenen Mülls zu belasten, nicht durch minimale Erwartbarklei von Anständigkeit, Kinderstube, Mindestmaß an "G`hört`si" zu erwarten ist. So erweisen sich in einigen Belangen - traurig genug - explizite Verbote samt Sanktion als zielführenderer Weg.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)

      Susanne, meine volle Zustimmung! Die Verunreinigung öffentlicher Einrichtungen ist nicht zu relativieren!
      MfG

  26. fbtahoe

    Der Staat braucht Geld, und so wird jede auch noch so absurde Möglichkeit genutzt, dieses von den Bürgern zu kassieren. Und gerade Italien ist da noch um ein Alzerl kreativer im Schikanieren seiner Untertanen und - wenns geht - auch der Touristen..



  27. efrinn

    ... dass Zigarettenreste-Wegwerfen schlecht fürs Klima oder eine Diskriminierung von Frauen und/oder Schwulen sei.
    Und genau diese Argumentation macht mich so wütend, weil sie leider nur allzu wahrscheinlich ist. "Just you wait, Henry Higgins", es kommt schon noch. Denn mit Logik hat das nix zu tun. Wie fast alles derzeit in der Politik.







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