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„Schulreform“: Es hätte schlimmer kommen können

Ein paar Mini-Trippelschritte in die richtige Richtung, aber offenbar auch nur ganz wenige in die falsche Richtung: So könnte man die Informationen über die bevorstehende „Schulreform“ zusammenfassen, die jetzt schon durchgesickert sind. Wenn nicht noch Gravierendes passiert, was bisher geheimgehalten worden wäre, dann können die Österreicher ein wenig aufatmen: Die große Katastrophe scheint nicht zu passieren. Doch passiert auch viel zu wenig in die positive Richtung. Obwohl das dringend nötig wäre.

Die Sorgen, dass (auch) beim Bildungsthema eine Katastrophe passieren wird, waren ja groß:

Denn zum einen haben sich mit einer – allerdings wichtigen – Ausnahme all die Dutzenden Schulreformen der letzten Jahre negativ auf das Bildungsniveau ausgewirkt. Das hat auch für die bevorstehende Reform wenig erwarten lassen.

Zum anderen ist der Koalition in ihrem derzeitigen Zustand – am deutlichsten ablesbar am Absturz beider Parteien bei allen Wahlen und Meinungsumfragen – ja jeder Unsinn zuzutrauen, durch den sie glauben könnte, aus der Depression herauszukommen. Siehe etwa die total schiefgegangene Steuerreform des Frühjahrs. Siehe etwa den vor wenigen Wochen gefassten Beschluss, ein Haus der Sozialdemokratie in der Hofburg zu schaffen. Siehe das peinliche Chaos um eine wenigstens marginale Grenzsicherung.

Daher war man auch bei den Bildungsverhandlungen auf das Schlimmste gefasst. Man konnte ja nur ein schlechtes Gefühl haben, wenn über die Schulen geredet wird und es sitzen nicht Lehrer, Direktoren, Eltern und Schülervertreter gleichberechtigt mit den Parteipolitikern und Bürokraten am Tisch.

Vetorecht heißt nicht viel

Aber dennoch ist wenigstens ein kleiner positiver Schritt geglückt. Schuldirektoren sollen ein Vetorecht bei der Lehrerauswahl erhalten. Freilich heißt das nicht allzuviel. Durchsetzungsstarke Schuldirektoren haben das schon längst gehabt. Ihnen hat kein Stadt- oder Landesschulrat gewagt, einen unwillkommenen Lehrer aufzuzwingen.

Eine wirkliche Schulreform müsste den Direktoren volle Freiheit bei der Anstellung von Lehrern geben, statt eines bloßen Vetorechts. Aber auch das würde in Zeiten, da in vielen Fächern ein Mangel an Lehrern herrscht, nicht viel bringen. Man müsste darüber hinaus den Schulen auch die Möglichkeit geben, auch jene qualifizierten Menschen als Lehrer zu erproben und anzustellen, die kein Lehramtszeugnis in ihrer Bewerbungsmappe haben. Gerade in Zeiten, wo exzellent ausgebildete und fähige Männer und Frauen ab etwa dem 45. Lebensjahr Probleme am Arbeitsmarkt haben, kann man in dieser Gruppe eine ganze Reihe exzellenter Lehrer finden (auch wenn natürlich nicht alle dem Umgang mit Halbwüchsigen gewachsen sein werden). Diese Menschen haben oft Erfahrungen mit eigenen Kindern gesammelt; und sie bringen jedenfalls aus ihrem Berufsleben viel wertvolle Lebenserfahrung mit. Das steht ganz im Gegensatz zu Uni-Absolventen, die auf der Hochschule mit völlig wirklichkeitsfremden Theorien vollgestopft worden sind. Die etwa an der Wiener Universität zwar Französisch absolviert, aber nie gelernt haben.

Noch wichtiger wäre es, wenn sich Schulen endlich so wie ein normaler Arbeitgeber von unfähigen, überforderten, neurotischen, in eine Krise geratenen Lehrern trennen könnten. Diese sollten sich zwar noch an anderen Schulen bewerben können. Aber sie müssten – so wie jeder andere Österreicher – auch mit dem Weg zum AMS rechnen. Mit Lehramtszeugnis genauso wie ohne.

Das würde zwar nicht alle Lehrer freuen. Aber zweifellos würde eine solche, von gewerkschaftlichen und formaljuristischen Zwängen befreite Lehrerbestellung und Lehrerkündigung die Qualität der Schulen mehr erhöhen als irgendeine andere Maßnahme.

Kernfrage Direktorsbestellung

In die gleiche Richtung würde auch die Entpolitisierung der Direktorbestellung wirken. Wenn sich viele geeignete Lehrer gar nicht mehr um einen solchen Leiterposten bewerben, weil sie  nicht das richtige Parteibuch oder Geschlecht haben, weil sie nicht von der Willkür eines Unterrichtsministers oder Bundespräsidenten abhängig sein wollen, dann werden mit Sicherheit nicht die Geeignetsten Direktor. Dann ist etwas zutiefst faul im System.

Aber dennoch will die  Politik nicht die Macht über die Direktorsbestellungen aufgeben. Aus Machtgier lässt sie die wirklich Betroffenen und den wahren Sachverstand auch nicht mitreden.

Eine Direktorsbestellung sollte eigentlich immer Aufgabe der Schule selbst sein. Und der Schulerhalter (eine Gemeinde etwa im Pflichtschulbereich) sollte beispielsweise nur genauso viel Stimmgewicht haben wie die Eltern – die eigentlichen Kunden einer Schule! – und wie die Lehrer. Also jede Seite ein Drittel. In höheren Schulen (mit und ohne Matura) müssten diesen drei Gruppen dann auch die Schülervertreter als vierte gleichberechtigt zur Seite treten.

Das wäre zehnmal wichtiger als die nun offenbar geplante Möglichkeit, einen Direktor nach fünf Jahren wieder abzusetzen. Denn die Absetzung würde je durch politisch geleitete Gremien erfolgen, wäre also sogar eine Verschlimmerung des Istzustandes. Denn derzeit kann die Politik einen Direktor nach seiner Bestellung nicht mehr wirklich unter Druck setzen.

Eine Abberufung dürfte jedenfalls nur bei Vorliegen objektiver Faktoren passieren:

  • massive Nichteinhaltung des Budgets,
  • grobe Disziplinarverstöße,
  • ein signifikanter Rückgang der Schüler-Anmeldungen: ein solcher Rückgang wäre ein hervorragender Indikator, dass in einer Schule etwas nicht stimmt, dass dort Chaos herrscht, dass man dort nichts lernt, dass dort unfähige oder sadistische Lehrer agieren. Dieser Indikator wäre auch viel wirklichkeitsnäher als der Beschluss einer politisch kontrollierten Oberbehörde, einen Direktor zu feuern.

Alles andere, was da jetzt geplant zu sein scheint, ist nett, bedeutet aber keine dramatische Verbesserung des Bildungssystems – aber auch keine Verschlechterung: freie Einteilung der Öffnungszeiten, leicht vergrößerter finanzieller Spielraum einer Schule, Leitung mehrerer Schulen durch einen einzigen Direktor, bisweilen jahrgangsübergreifender Unterricht, Entscheidung über einen Teil des Lehrplans in den Schulen selbst (was ja längst der Fall ist, weil Schulen das halt bisher als „Schulversuch“ gemacht haben).

Viel wichtiger und wirkungsvoller wäre nämlich all das, was offenbar nicht geplant ist:

  1. Leider nicht in der Pipeline ist die Gleichberechtigung der privaten (also nicht nur der kirchlichen) Schulen mit den staatlichen durch die Einführung eines Voucher-Systems, in dem jeder Schüler gleich viel Steuergeld wert ist.
  2. Leider nicht in der Pipeline ist die besonders dringende Reform des Universitätssystems durch strenge Zugangsreglementierungen und echte Leistungsvereinbarungen. Österreichs Unis fallen in allen internationalen Rankings ständig noch weiter zurück. Hochschulen sind de facto heute eine Alternative zur Arbeitslosigkeit. Das ist einfach absurd. Sie sind im Grund dasselbe wie die staatlichen Lehrwerkstätten für jene, die wegen schlechter Qualifikation keinen Lehrplatz bekommen.
  3. Leider nicht in der Pipeline findet sich vorerst auch die dringend notwendige Einführung eigener Deutschlernklassen für Kinder anderer Muttersprache. In ihnen würden diese intensiv die Unterrichtssprache und auch die wichtigsten Grundregeln der österreichischen Lebensweise erlernen, bevor sie dann – in der Regel nach einem Jahr – in den Normalunterricht wechseln können.

Und zum Glück für das österreichische Bildungsniveau scheint auch die Einführung der Zwangsgesamtschule nicht in der Pipeline zu sein (oder wie es die Neos nennen, der „gemeinsamen Schule“). Darüber können sich auch viele Österreicher freuen. Denn sämtliche Meinungsumfragen zeigen, dass die Gesamtschule total unbeliebt ist. Bei Eltern, Lehrern und Schülern erst recht, also den eigentlich Betroffenen und zweifellos im Vergleich zu Politik und Medien Sachkundigeren.

Hintertürl "Modellregionen"

Allerdings droht da ein gefährliches Hintertürl aufzugehen, nämlich die Einführung von „Modellregionen“ in einzelnen Bezirken, wo es dann keine volle AHS mehr geben soll, sondern nur die leistungsfeindliche Gesamtschule. Damit haben Kinder aus diesen Regionen acht Jahre nur noch einen Schultyp, dessen Absolventen dann in der Oberstufe oder gar bei der Zentralmatura nach allen bisherigen Erfahrungen weit hinter jenen zurückliegen, die eine AHS-Unterstufe besucht haben. Es sei denn, die Eltern schicken ihre Kinder quer durch Wien in eine kirchliche AHS. Oder auf dem Land gar wieder wie in früheren Generationen in ein weit entferntes Internat.

Von den unzähligen Schulreformen der letzten Jahre hat nur eine einzige positive, leistungsfördernde Erfolge: Das ist die Zentralmatura. Seit es diese gibt – und seit dabei die Oberstufengymnasien so schlecht abgeschnitten haben –, ist in vielen Schulen wieder eine verstärkte Leistungsorientierung eingekehrt. Seither haben noch mehr Menschen den Wert des achtklassigen Gymnasiums erkannt.

Die Zentralmatura hat in vielen Schulen ein starkes Umdenken ausgelöst. Sie hat den nivellierenden Zeitgeist der letzten Jahre zurückgedrängt, in dessen Zeichen Unterrichtsministerium, Stadtschulrat und Direktoren immer nur Druck auf die Lehrer ausgeübt haben, möglichst allen Kindern positive Noten zu geben. Das geschah im naiven politischen Glauben, dann gut dazustehen, dann „mehr“ Bildung erreicht zu haben. Die solcherart erzielte quantitative Vermehrung der Abschlüsse war jedoch nur für OECD- oder EU-Statistiken hilfreich. Sie hat jedoch die Qualität der Bildung signifikant nach unten gedrückt. Denn in Richtung Qualität hat es bisher keinen Gegendruck gegeben.

PS: Würde es die skizzierte echte Autonomie der Schulen geben, dann wäre auch der absurde Streit überflüssig, ob Bund oder Länder für alle Lehrer zuständig sein werden. Keine der beiden Varianten verbessert oder verschlechtert etwas.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorEl Capitan
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2015 02:28

    Dem Artikel von Dr. A.U. könnte man in einigen Details widersprechen, etwa beim freien Lehrermarkt, der in Großstädten anders aussieht als in ländlichen Regionen. Das ändert aber nichts daran, dass unser Blognator wieder einmal im Prinzip Recht hat.

    Es ist richtig, dass die Unkündbarkeit im Unterrichtsbereich keine empfehlenserte Sache ist. Die meisten Lehrer in Österreich sind motiviert und sie verfügen über eine mindestens mittelmäßige bis sehr gute pädagogische Intelligenz, ohne die Unterricht nie und nimmer funktionieren kann. Es gibt halt leider – nicht nur bei uns, sondern überall - einen Bodensatz an Lehren der dunklen Seite der Macht, der aber irgendwo im einstelligen Prozentbereich liegt. Auch ich habe im Gymnasium unter einem dieser grauenhaften Neurotiker aus der „Gott Kupfer“-Klasse gelitten. Ich hab‘s überlebt, bin dadurch widerstandsfähig geworden, einige Weggefährten wurden vernichtet, doch dabei habe ich nicht übersehen, dass die meisten meiner Lehrer mir viel für mein Leben mitgegeben haben. Ich danke ihnen heute noch dafür. Ehrlich. Den eher wenigen Lehrernieten sollte man aber einen ehrenvollen Abgang ermöglichen, wo sie keinen Schaden anrichten können, und sie nicht bloß in diverse bifies und Ministerien entsorgen, wo sie Vorschriften erfinden.

    Die Bildungskatastrophe, die in den letzten drei Jahrzehnten passiert ist, kommt aus dem Unterrichtsministerium und von den Journalisten. Die Schüler mussten entlastet werden, entlastet werden, entlastet werden. Stundenkürzungen, weniger Prüfungen, weniger Belastungen, weniger Hausübungen, weniger irgendwas. Journalistisch wurde die Sache unterstützt durch die Erzeugung eines öffentlichen bildungsfeindlichen Klimas.

    Jetzt plötzlich stehen unsere „Bildungsexperten“ (meiner Meinung nach lauter kompetenzbefreite Plaudertaschen und andere intellektuelle Hohlkörper) vor dem Problem, dass die bildungsnahen Schichten bei den Entlastungen nie mitgemacht haben. In meinem Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis gehen die „Kids“ (scheußliches Wort), so sie gute Maturazeugnisse haben, nach Deutschland, England, in die USA, nach Singapur oder sonst wo an eine der rund hundert Elite-Universitäten weltweit. Österreichische Unis gehören da nicht dazu. Schönen Gruß, liebe Politiker, von der Bildungsgerechtigkeit!

    Österreichs Bildungspolitik wurde in den letzten drei Jahrzehnten von Dilettanten und Ideologen verunstaltet. Ein paar gute Ideen waren schon dabei, aber letztlich läuft es immer so, wie es immer schon gelaufen ist. Die Klügeren suchen den leistungsstarken Privatsektor, der Rest den grindigen staatlichen Sektor.

    Gleichmacherei hat noch nie funktioniert, funktioniert nicht und wird auch niemals funktionieren. Das Schlagwort der „Bildungsgerechtigkeit“ ist wirklich, ehrlich Freunde, wirklich, wirklich nur was für maturafreie Taxifahrer und andere Pfeifen. Bildung kann sich bei uns schon längst jeder aneignen, wenn er nur will. Suchwörter: Volkshochschule, Berufsförderung, Wirtschaftsförderung usw. ad infinitum. Es braucht dazu nur einen Willen und eine gehörige Portion Hirn, aber die hat nicht jeder.

    Merksatz: Gleichmacherei mittels „Bildungsgerechtigkeit“ ist der Versuch, aus einem Mobiltelefon einen Hochleistungsserver zu machen. Geht das? Der Taxifahrer am Ballhausplatz glaubt das vielleicht, aber es geht wirklich nicht.

    Wir brauchen nicht nur im Außenbereich einen Politiker von der Intelligenz und vom Schlag eines Sebastian Kurz, sondern überall – jetzt wo alle zusammenzukrachen droht. Der höherwertige Bildungsbereich wurde weltweit immer schon privat gut organisiert, aber die öffentliche und staatliche Bildungspolitik in Österreich braucht endlich mal einen Mann. Einen richtigen Mann und eine von linken Bildungsverhindereren befreite Regierung.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Ich mache jetzt zu später Nachtstunde zum Trost einen Blauburgunder auf. Habe heute ausnahmsweise keine Termine mehr. Österreich, Österreich, du wunderschönes und altehrwürdiges Land, was haben die Haberer und Tussis am Ring und am Ballhausplatz aus dir gemacht!

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2015 07:33

    Na, ja, an der totalen Unzufriedenheit mit den 'Gesamtschultypen', die die Linken forcieren, kann man nicht mehr rütteln, daher werden die anderen Schultypen 'geduldet' und ausgehungert. Hinterfotzige, linke 'Bildungs'-Politik eben.

    Auch die parteipolitische Direktorenbestellung ist nicht abgeschafft.

    Wenn ich über sadistische und unfähige, überforderte Lehrer lesen muss, da stellen sich bei mir immer die Haare auf, zu lange war ich im Schulwesen tätig und weiß daher genau, was dort Parteibuch zählt und wie wenig die Fähigkeit und Qualifikation. Das liegt zum Teil an der stramm linksideologischen Lehrerausbildung und zum größeren Teil an der Parteibuchwirtschaft und Ideologie.

    Da hocken im Bildungsministerium pralle 'Trans'-Linkstypen und sollen eine Bildungsreform für alle machen, auch für die, die sie als 'Andersdenkende' (offenbar weil leistungsfähiger) strikt ausgrenzen. Ja so weit sind wir in Österreich schon, Ideologie steht über allem wie eine Ersatzreligion.

    Es bleibt uns wirklich nur die Abwahl aller Linken, bis sie wieder zur Besinnung kommen, wollen wir für unsere Kinder eine Zukunftschance, sei es im Bildungswesen, sei es im Finanzwesen, sei es in der Gesellschaftspolitik, sei es in den Fremdengesetzen, sei es ... die Linke versagt, weil sie an sich denkt und an die Ideologie, an die kurzfristige (offenbar wahlwirksame) Alimentierung und direkte Selbstbedienung und nicht an die Menschen, weil sie an Partei und Ideologie denkt und nicht an die Realität und die Menschen.

    Ja, Herr Dr. Unterberger, optimistisch ausgedrückt einige ganz wenige und unbedeutende Minischritte in die richtige Richtung, aber der Linksfilz bleibt und das Versagen, die Talfahrt wird auch in der Bildung weitergehen, weil man eben ideologisch verbohrt ist bei den Linken. Im augenblicklichen Zustand der Zerstörungswut aus Ideologie haben wir, wollen wir nicht weiter absacken und weiter arm werden, wollen wir Zukunftschancen, wollen wir überleben, dafür zu sorgen, dass so ein Linksfilz samt Steigelbügelhaltern an solche Positionen nicht mehr kommen kann. Wir müssen Links abwählen, das werden hoffentlich einige Linke, die noch denken können, auch so sehen.

    Es hätte schlimmer kommen können, ja, aber es hätte auch besser kommen können, wir müssten nur die Schulstoffe, die Schulmodelle und die Schulgesinnung der 1960-er Jahre zu Rate ziehen, aber dazu sind die Linken nicht in der Lage, weil sie ja 'modern' sein wollen, was auch immer das heißt, bei uns nämlich ein Absacken auf allen Ebenen und eine Entwertung der Zukunft.

    Ich wünsche mir keine Wohlfühlschule, keinen Parteischleim, keine Ideologie, sondern eine gesunde Schule, wo man wirklich Arbeiten und Lernen erlernen kann und wo man nicht mit dem linken Rechtsanwalt auftritt wegen ein paar Benotungen, ich wünsche mir eine Schulvielfalt, wo für jeden was dabei ist. Es ist ja jemand kein Versager, wenn er an einer Schule durchfällt, aber dafür andere Fähigkeiten aufweist, auch andere Schulen schafft, nein, die Schule soll das wieder werden, was sie durch Jahrhunderte war, ein Lernen fürs Leben und nicht fürs Sterben, wie es die Linken in ihrem gegenwärtigen Ideologiedusel wollen.

    Ich wünsche mir die Wiederherstellung der Autorität der Lehrer.

    Raus mit dem Parteiruß aus der Schule !

  3. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2015 02:14

    Ich vermisse bei der ganzen causa die Betonung der Leistungsförderung der Schüler. Das trifft ja nicht unwesentlich die Lehrer, egal ob Landes- oder Bundeslehrer, Volks-, neue Mittelschul- oder Gymnasiallehrer. Die Schüler sollten primär mehr Wissen erwerben, ist meine Ansicht. Ob der Direktor auf Lebenszeit oder nur 5 Jahre bestellt ist etc., etc. ist bestenfalls sekundär, und wer die Lehrer bezahlt ist noch tiefer angesiedelt.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2015 15:25

    Um den Kindern die bestmöglichen Schulbedingungen bieten zu können, sollte man die zahllosen Schulversuche unter roter Ägide, die nichts gebracht haben als die stetige Nivellierung nach unten, VERGESSEN und zurück gehen an den Start, d. h., zu einer Zeit, als man erwarten konnte, daß die Schüler, nur, um ein Beispiel zu nennen, am Ende der 1. Kl. VS nicht nur die Lateinschrift beherrschen, sondern auch einen Text LESEN können. Wenn das vor 50 Jahren möglich war, muß es auch heute möglich sein.

    Als besonders wichtig finde ich, daß es eigene AUSLÄNDERKLASSEN geben muß, in denen DEUTSCH gesprochen wird. Sobald ein Ausländerkind fähig ist, am Unterricht der "normalen" Klassen voll und ganz teilzunehmen, kann es übertreten---aber keinen Tag früher.

    Auf diese Weise können die einheimischen Kinder, bzw. jene Ausländerkinder, die wirklich perfekt die Landessprache beherrschen, den vorgeschriebenen Lehrstoff, UNGEHINDERT durch Kinder, die kein Wort verstehen, durchnehmen.

    Wir müssen uns der immensen BEDEUTUNG der SCHULE wieder bewußt werden: Sie ist der Ort, an dem unsere Kinder fürs Leben lernen, wo man sich auch anstrengen muß, wo man sich im gesunden Wettbewerb übt, aber KEIN VERLÄNGERTER KINDERGARTEN!

    Diese ständig geforderte falsch verstandene Rücksicht auf ausländische Kinder und deren Eltern hat das Niveau unserer Schulen von Jahr zu Jahr noch weiter gesenkt. Wollen wir wirklich, daß unsere Schulen ganz unten ankommen?

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2015 21:17

    Und wieder warten neue Aufgaben auf die Lehrer:

    "Lehrer warnen vor Sex mit Asylwerbern - Aktuelles vom 12. November 2015"

    https://www.unzensuriert.at/content/0019196-Lehrer-warnen-vor-Sex-mit-Asylwerbern?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Die linke gutmenschlische Meute jault natürlich auf, denn ihre Schützlinge, die Ausländer, natürlich speziell die vielen jungen moslemischen Männer sind ja durch die Bank edel und hochintelligent. Und wenn schon ein deutsches Mädchen von einem "Schutzbedürftigen" vergewaltigt worden sein sollte, dann kann man das als Vergewohltätigung bezeichnen, nicht wahr.

    "Die übliche linke Gesellschaft ist natürlich erbost und schwer entsetzt ob der klaren Worte des Lehrerverbandes aus Sachsen-Anhalt."

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2015 17:29

    Finnland hatte deshalb gute Leistungen im PISA Test, weil der Unterricht autoritär war. Seit er an die neue Pädagogik angepaßt wurde, wird der Vorsprung jährlich geringer. Tatsachen haben mit der Politik nichts zu tun, auch in der Schule.
    Kein Politiker will kluge Wähler. Also haben sie die echten Professoren abgeschaft und die Leistungen werden nicht kontrolliert.
    Die Mindestlöhne in D werden für die Migranten abgeschafft, weil sie zu wenig qualifiziert sind, 3€ statt 7,50€. Für unsere Schulabsolventen wird es eng! Aber das ist keine Verschwörung, nur ein Geschäftsmodell.

  7. Ausgezeichneter KommentatorBob
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    12. November 2015 08:46

    Zu meiner Zeit kamen die meisten Lehrkräfte in der HTL aus der Industrie. Ausnahme waren nur Fächer wie Deutsch Geschichte Geographie etc.


alle Kommentare

  1. peter789 (kein Partner)
    16. November 2015 20:58

    Warum wird hier immer von Unkündbarkeit der Lehrer gesprochen? Das stimmt schon lange nicht mehr und die beamteten Lehrer sterben langsam aus.

  2. MM (kein Partner)
    15. November 2015 17:07

    Auch "Krone" lesen ist manchmal recht erhellend!

    Heute, 15.11., in der Sonntagsbeilage S. 14.

    Da steht im Grunde alles, was es zu dem Thema zu sagen gibt.

    Aber etwas völlig anderes als eine H.H. und ihre Claqueure und vor allem die Grünen wollen!

  3. Hegelianer (kein Partner)
    14. November 2015 09:27

    Kleine Anmerkung: Ein signifikanter Rückgang der Schülerzahlen an einer Schule kann auch der Neuerrichtung gleicher oder ähnlicher Schulen in geographischer Nähe geschuldet sein. Dafür gibt es konkrete Beispiele.

  4. Brigitte Kashofer
    13. November 2015 00:16

    Dass berufserfahrene Menschen ohne Lehramtszeugnis unterrichten könnten, wäre eine epochale Neuerung. Sie sollten dann aber auch nicht neben ihrem Unterricht mit Pädagogikstudien gequält werden, denn der beste Lehrmeister sind die Schüler selbst.
    Besonders wichtig wären aber auch externe Prüfer, wie sie in der Fahrschule und bei jedem Hundeabrichtekurs üblich sind.

  5. Undine
    12. November 2015 21:17

    Und wieder warten neue Aufgaben auf die Lehrer:

    "Lehrer warnen vor Sex mit Asylwerbern - Aktuelles vom 12. November 2015"

    https://www.unzensuriert.at/content/0019196-Lehrer-warnen-vor-Sex-mit-Asylwerbern?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    Die linke gutmenschlische Meute jault natürlich auf, denn ihre Schützlinge, die Ausländer, natürlich speziell die vielen jungen moslemischen Männer sind ja durch die Bank edel und hochintelligent. Und wenn schon ein deutsches Mädchen von einem "Schutzbedürftigen" vergewaltigt worden sein sollte, dann kann man das als Vergewohltätigung bezeichnen, nicht wahr.

    "Die übliche linke Gesellschaft ist natürlich erbost und schwer entsetzt ob der klaren Worte des Lehrerverbandes aus Sachsen-Anhalt."

  6. socrates
    12. November 2015 17:29

    Finnland hatte deshalb gute Leistungen im PISA Test, weil der Unterricht autoritär war. Seit er an die neue Pädagogik angepaßt wurde, wird der Vorsprung jährlich geringer. Tatsachen haben mit der Politik nichts zu tun, auch in der Schule.
    Kein Politiker will kluge Wähler. Also haben sie die echten Professoren abgeschaft und die Leistungen werden nicht kontrolliert.
    Die Mindestlöhne in D werden für die Migranten abgeschafft, weil sie zu wenig qualifiziert sind, 3€ statt 7,50€. Für unsere Schulabsolventen wird es eng! Aber das ist keine Verschwörung, nur ein Geschäftsmodell.

  7. Undine
    12. November 2015 15:25

    Um den Kindern die bestmöglichen Schulbedingungen bieten zu können, sollte man die zahllosen Schulversuche unter roter Ägide, die nichts gebracht haben als die stetige Nivellierung nach unten, VERGESSEN und zurück gehen an den Start, d. h., zu einer Zeit, als man erwarten konnte, daß die Schüler, nur, um ein Beispiel zu nennen, am Ende der 1. Kl. VS nicht nur die Lateinschrift beherrschen, sondern auch einen Text LESEN können. Wenn das vor 50 Jahren möglich war, muß es auch heute möglich sein.

    Als besonders wichtig finde ich, daß es eigene AUSLÄNDERKLASSEN geben muß, in denen DEUTSCH gesprochen wird. Sobald ein Ausländerkind fähig ist, am Unterricht der "normalen" Klassen voll und ganz teilzunehmen, kann es übertreten---aber keinen Tag früher.

    Auf diese Weise können die einheimischen Kinder, bzw. jene Ausländerkinder, die wirklich perfekt die Landessprache beherrschen, den vorgeschriebenen Lehrstoff, UNGEHINDERT durch Kinder, die kein Wort verstehen, durchnehmen.

    Wir müssen uns der immensen BEDEUTUNG der SCHULE wieder bewußt werden: Sie ist der Ort, an dem unsere Kinder fürs Leben lernen, wo man sich auch anstrengen muß, wo man sich im gesunden Wettbewerb übt, aber KEIN VERLÄNGERTER KINDERGARTEN!

    Diese ständig geforderte falsch verstandene Rücksicht auf ausländische Kinder und deren Eltern hat das Niveau unserer Schulen von Jahr zu Jahr noch weiter gesenkt. Wollen wir wirklich, daß unsere Schulen ganz unten ankommen?

    • Ambra
      12. November 2015 22:53

      Undine: in reinen Ausländerklassen würden die Kinder untereinander in ihren Muttersprachen sprechen und das wäre sicher nicht hilfreich. Kinder lernen unglaublich schnell Sprachen, wenn sie gezwungen sind, sie zu benützen, also so gesehen wäre die normale Schule auch hilfreich - allerdings nur solange hauptsächlich österreichische Kinder die Schulkollegen sind und nicht 50% und mehr Ausländer .....

  8. Franz77
    12. November 2015 13:46

    Das Hauptproblem, Lehrer sind Leute die nie aus der Schule herausgekommen sind. Was sollen die uns lehren?

  9. Bob
    12. November 2015 08:46

    Zu meiner Zeit kamen die meisten Lehrkräfte in der HTL aus der Industrie. Ausnahme waren nur Fächer wie Deutsch Geschichte Geographie etc.

    • Majordomus
      12. November 2015 11:02

      Das ist immer noch so.

      Um fachtheoretische Unterrichtsfächer an einer HTL geben zu können, benötigt man eine Fachausbildung an einer Universität oder Fachhochschule auf Masterniveau und eine mindestens vierjährige einschlägige Berufspraxis in der Wirtschaft.

      Für die fachpraktischen Unterrichtsfächer braucht man eine einschlägige Berufsausbildung und eine mindestens 6-jährige einschlägige Berufspraxis in der Wirtschaft. Im Rahmen einer 6-semestrigen Fortbildung an einer pädagogischen Hochschule kann man dann die nötigen pädagogisch-didaktischen Kompetenzen erwerben.

      Die allgemeinbildenden Unterrichtsfächer wie Deutsch, Englisch, Mathe und so weiter ist auch an der HTL ein Universitätsstudium mit Lehramtsprüfung Voraussetzung.

      Man kann den Damen und Herren Politikern nur eines ans Herz legen:
      Finger weg von der HTL!
      Diese mit Recht so beliebte, erfolgreiche und einzigartige Schulform der Zentralmatura zu unterwerfen ist schon Desaster genug!

    • Riese35
      13. November 2015 00:53

      @Bob & Majordomus: Ich verstehe nicht, warum für HTL und Gymnasium für allgemeinbildende Unterrichtsfächer unbedingt eine Lehramtsprüfung Voraussetzung ist. Genügt nicht der fachliche Nachweis, d.h. ein entsprechendes Fachstudium, plus einschlägige Eignungsfeststellung? Es gäbe wahrscheinlich ganz ausgezeichnete Fachkollegen mit jahrelanger Berufserfahrung, und nur der Mangel, daß sie die formelle Lehramtsprüfung nicht abgelegt haben, kann sicher nicht der Nachweis sein, daß sie unfähig zum Unterrichten wären.

  10. Josef Maierhofer
    12. November 2015 07:33

    Na, ja, an der totalen Unzufriedenheit mit den 'Gesamtschultypen', die die Linken forcieren, kann man nicht mehr rütteln, daher werden die anderen Schultypen 'geduldet' und ausgehungert. Hinterfotzige, linke 'Bildungs'-Politik eben.

    Auch die parteipolitische Direktorenbestellung ist nicht abgeschafft.

    Wenn ich über sadistische und unfähige, überforderte Lehrer lesen muss, da stellen sich bei mir immer die Haare auf, zu lange war ich im Schulwesen tätig und weiß daher genau, was dort Parteibuch zählt und wie wenig die Fähigkeit und Qualifikation. Das liegt zum Teil an der stramm linksideologischen Lehrerausbildung und zum größeren Teil an der Parteibuchwirtschaft und Ideologie.

    Da hocken im Bildungsministerium pralle 'Trans'-Linkstypen und sollen eine Bildungsreform für alle machen, auch für die, die sie als 'Andersdenkende' (offenbar weil leistungsfähiger) strikt ausgrenzen. Ja so weit sind wir in Österreich schon, Ideologie steht über allem wie eine Ersatzreligion.

    Es bleibt uns wirklich nur die Abwahl aller Linken, bis sie wieder zur Besinnung kommen, wollen wir für unsere Kinder eine Zukunftschance, sei es im Bildungswesen, sei es im Finanzwesen, sei es in der Gesellschaftspolitik, sei es in den Fremdengesetzen, sei es ... die Linke versagt, weil sie an sich denkt und an die Ideologie, an die kurzfristige (offenbar wahlwirksame) Alimentierung und direkte Selbstbedienung und nicht an die Menschen, weil sie an Partei und Ideologie denkt und nicht an die Realität und die Menschen.

    Ja, Herr Dr. Unterberger, optimistisch ausgedrückt einige ganz wenige und unbedeutende Minischritte in die richtige Richtung, aber der Linksfilz bleibt und das Versagen, die Talfahrt wird auch in der Bildung weitergehen, weil man eben ideologisch verbohrt ist bei den Linken. Im augenblicklichen Zustand der Zerstörungswut aus Ideologie haben wir, wollen wir nicht weiter absacken und weiter arm werden, wollen wir Zukunftschancen, wollen wir überleben, dafür zu sorgen, dass so ein Linksfilz samt Steigelbügelhaltern an solche Positionen nicht mehr kommen kann. Wir müssen Links abwählen, das werden hoffentlich einige Linke, die noch denken können, auch so sehen.

    Es hätte schlimmer kommen können, ja, aber es hätte auch besser kommen können, wir müssten nur die Schulstoffe, die Schulmodelle und die Schulgesinnung der 1960-er Jahre zu Rate ziehen, aber dazu sind die Linken nicht in der Lage, weil sie ja 'modern' sein wollen, was auch immer das heißt, bei uns nämlich ein Absacken auf allen Ebenen und eine Entwertung der Zukunft.

    Ich wünsche mir keine Wohlfühlschule, keinen Parteischleim, keine Ideologie, sondern eine gesunde Schule, wo man wirklich Arbeiten und Lernen erlernen kann und wo man nicht mit dem linken Rechtsanwalt auftritt wegen ein paar Benotungen, ich wünsche mir eine Schulvielfalt, wo für jeden was dabei ist. Es ist ja jemand kein Versager, wenn er an einer Schule durchfällt, aber dafür andere Fähigkeiten aufweist, auch andere Schulen schafft, nein, die Schule soll das wieder werden, was sie durch Jahrhunderte war, ein Lernen fürs Leben und nicht fürs Sterben, wie es die Linken in ihrem gegenwärtigen Ideologiedusel wollen.

    Ich wünsche mir die Wiederherstellung der Autorität der Lehrer.

    Raus mit dem Parteiruß aus der Schule !

  11. El Capitan
    12. November 2015 02:28

    Dem Artikel von Dr. A.U. könnte man in einigen Details widersprechen, etwa beim freien Lehrermarkt, der in Großstädten anders aussieht als in ländlichen Regionen. Das ändert aber nichts daran, dass unser Blognator wieder einmal im Prinzip Recht hat.

    Es ist richtig, dass die Unkündbarkeit im Unterrichtsbereich keine empfehlenserte Sache ist. Die meisten Lehrer in Österreich sind motiviert und sie verfügen über eine mindestens mittelmäßige bis sehr gute pädagogische Intelligenz, ohne die Unterricht nie und nimmer funktionieren kann. Es gibt halt leider – nicht nur bei uns, sondern überall - einen Bodensatz an Lehren der dunklen Seite der Macht, der aber irgendwo im einstelligen Prozentbereich liegt. Auch ich habe im Gymnasium unter einem dieser grauenhaften Neurotiker aus der „Gott Kupfer“-Klasse gelitten. Ich hab‘s überlebt, bin dadurch widerstandsfähig geworden, einige Weggefährten wurden vernichtet, doch dabei habe ich nicht übersehen, dass die meisten meiner Lehrer mir viel für mein Leben mitgegeben haben. Ich danke ihnen heute noch dafür. Ehrlich. Den eher wenigen Lehrernieten sollte man aber einen ehrenvollen Abgang ermöglichen, wo sie keinen Schaden anrichten können, und sie nicht bloß in diverse bifies und Ministerien entsorgen, wo sie Vorschriften erfinden.

    Die Bildungskatastrophe, die in den letzten drei Jahrzehnten passiert ist, kommt aus dem Unterrichtsministerium und von den Journalisten. Die Schüler mussten entlastet werden, entlastet werden, entlastet werden. Stundenkürzungen, weniger Prüfungen, weniger Belastungen, weniger Hausübungen, weniger irgendwas. Journalistisch wurde die Sache unterstützt durch die Erzeugung eines öffentlichen bildungsfeindlichen Klimas.

    Jetzt plötzlich stehen unsere „Bildungsexperten“ (meiner Meinung nach lauter kompetenzbefreite Plaudertaschen und andere intellektuelle Hohlkörper) vor dem Problem, dass die bildungsnahen Schichten bei den Entlastungen nie mitgemacht haben. In meinem Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis gehen die „Kids“ (scheußliches Wort), so sie gute Maturazeugnisse haben, nach Deutschland, England, in die USA, nach Singapur oder sonst wo an eine der rund hundert Elite-Universitäten weltweit. Österreichische Unis gehören da nicht dazu. Schönen Gruß, liebe Politiker, von der Bildungsgerechtigkeit!

    Österreichs Bildungspolitik wurde in den letzten drei Jahrzehnten von Dilettanten und Ideologen verunstaltet. Ein paar gute Ideen waren schon dabei, aber letztlich läuft es immer so, wie es immer schon gelaufen ist. Die Klügeren suchen den leistungsstarken Privatsektor, der Rest den grindigen staatlichen Sektor.

    Gleichmacherei hat noch nie funktioniert, funktioniert nicht und wird auch niemals funktionieren. Das Schlagwort der „Bildungsgerechtigkeit“ ist wirklich, ehrlich Freunde, wirklich, wirklich nur was für maturafreie Taxifahrer und andere Pfeifen. Bildung kann sich bei uns schon längst jeder aneignen, wenn er nur will. Suchwörter: Volkshochschule, Berufsförderung, Wirtschaftsförderung usw. ad infinitum. Es braucht dazu nur einen Willen und eine gehörige Portion Hirn, aber die hat nicht jeder.

    Merksatz: Gleichmacherei mittels „Bildungsgerechtigkeit“ ist der Versuch, aus einem Mobiltelefon einen Hochleistungsserver zu machen. Geht das? Der Taxifahrer am Ballhausplatz glaubt das vielleicht, aber es geht wirklich nicht.

    Wir brauchen nicht nur im Außenbereich einen Politiker von der Intelligenz und vom Schlag eines Sebastian Kurz, sondern überall – jetzt wo alle zusammenzukrachen droht. Der höherwertige Bildungsbereich wurde weltweit immer schon privat gut organisiert, aber die öffentliche und staatliche Bildungspolitik in Österreich braucht endlich mal einen Mann. Einen richtigen Mann und eine von linken Bildungsverhindereren befreite Regierung.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Ich mache jetzt zu später Nachtstunde zum Trost einen Blauburgunder auf. Habe heute ausnahmsweise keine Termine mehr. Österreich, Österreich, du wunderschönes und altehrwürdiges Land, was haben die Haberer und Tussis am Ring und am Ballhausplatz aus dir gemacht!

  12. kritikos
    12. November 2015 02:14

    Ich vermisse bei der ganzen causa die Betonung der Leistungsförderung der Schüler. Das trifft ja nicht unwesentlich die Lehrer, egal ob Landes- oder Bundeslehrer, Volks-, neue Mittelschul- oder Gymnasiallehrer. Die Schüler sollten primär mehr Wissen erwerben, ist meine Ansicht. Ob der Direktor auf Lebenszeit oder nur 5 Jahre bestellt ist etc., etc. ist bestenfalls sekundär, und wer die Lehrer bezahlt ist noch tiefer angesiedelt.

    • Riese35
      13. November 2015 00:13

      Leistungsförderung heißt auch, daß der Lehrer von der Sache, die er unterrichtet, etwas versteht, überzeugen und motivieren kann, Begabungen erkennt und richtige von falschen Lösungsansätzen seiner Schüler unterscheiden und sie so quasi spielend zum Ziel hinleiten kann. Ohne diese Voraussetzungen funktioniert gar nichts. Dann reduziert sich der Unterricht auf die Ausführung eingeübter Prozesse und wird uninteressant.

      Deshalb ist es umso erschreckender, daß angehende Lehrer sich immer weniger ihrem Fachstudium widmen sollen und immer mehr der Pädagogik. Bereits von Studienbeginn an werden heute Lehramtskandidaten von den Fachstudenten getrennt und bekommen eigene Lehrveranstaltungen, die kaum mehr über das angestrebte Unterrichtsniveau hinausgehen. Ein Lehrer, der kaum tiefere Einblicke in sein Unterrichtsfach hat, als man es von seinen Absolventen erwartet, wird diese oben genannten Voraussetzungen nicht mitbringen.

      Ein Mathematiklehrer, der in seinem Studium nie etwas von Kardinalzahlen, der ersten mathematischen Tätigkeit der Menschheit, des Zählens, das bereits jedem heranwachsenden Kinde vertraut ist, gehört hat, ist als Mathematiklehrer fehl am Platze. Ein Mathematiklehrer, der nie die der Mathematik eigene Methode der Axiomatik gelernt hat, ist als Mathematiklehrer fehl am Platze. Dabei gäbe es bereits in den ersten Gymnasialjahren die Gelegenheit, die Grenzen der euklidischen Geometrie anhand des Parallelenaxions spielerisch zu erfassen. Dazu ist aber nur ein Mathematiklehrer fähig, der sich zumindest einmal im Studium mit der axiomatischen Vorgehensweise auseinandergesetzt hat und diese anwenden kann. Immer noch gibt es Maturanten, denen der Begriff "Wiener Kreis" nichts sagt.

      Leider gehen die heutigen Bestrebungen in den Lehramtsstudien in die gegenteilige Richtung: obwohl die Anforderungen immer mehr steigen, konvergiert das Fachstudium gegen Null und wird durch Pädagogik an Pädagogischen Hochschulen ersetzt. Ein solcher Lehrer wird nie fähig sein, interessanten Unterricht bieten und seine Schüler fördern zu können, sofern er nicht aus eigenem Antrieb und Interesse diese Mängel behebt.





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