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Eine miese Chuzpe, Herr Bundespräsident!

Heinz Fischer kritisierte in einer Rede den „unerfreulichen“ Fraktionswechsel einiger Team-Stronach-Abgeordneter.

Er ist jedoch der allerletzte in diesem Land, der zu solcher Kritik legitimiert wäre. Oder rechnet Fischer gar zynisch mit dem schlechten Gedächtnis der Menschen? Jedenfalls ist Tatsache, dass Fischer in seinem früheren Job als Parlamentspräsident selbst eine Schlüsselrolle gespielt hat, als Heide Schmidt mit einigen Gefolgsleuten die FPÖ-Fraktion verlassen und eine eigene Fraktion gebildet hat. Das fand Fischer damals überhaupt nicht „unerfreulich“. Glaubte er doch wie viele seiner Genossen, dass durch Bildung dieser neuen, sich als liberal tarnenden Fraktion sowohl FPÖ wie ÖVP ein Schaden zugefügt würde. Und dass damit endlich Rotgrün ohne lästige ÖVP (oder FPÖ) eine Mehrheit haben könnte . . .

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