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Sommerthema Kalte Progression

Es ist lähmend, wie die Parteien alljährlich irgendwelche abgestandene Themen in der Sommerpause hochjubeln. Und wie die Medien dann immer groß darauf einsteigen. Sie zeigen sich dankbar, etwas zu haben, mit dem sie in der Saurengurken-Zeit Spalten und Sendezeit füllen können, ohne groß die Relevanz zu hinterfragen. Dabei gäbe es für sie unglaublich viel Wichtigeres zu behandeln. Das halt nur (aus gutem Grund) nicht von den Parteien auf dem Präsentierteller serviert wird.

Wichtiger als die von Pressesekretären ausgebrüteten Sommerthemen wären vor allem zwei Themenbereiche:

  • Wirksame Maßnahmen gegen die Migrations- und Asylkatastrophe durch Grenzsperren und großangelegte Abschiebeaktionen. Und nicht bloß unendliche politmediale Debatten über die Umverteilung der hereinströmenden Massen zwischen Ländern und Bezirken. Besonders lächerlich ist es da, wenn tagelang bejubelt wird, dass die Slowakei Österreich fünfhundert „Flüchtlinge“ abnimmt – obwohl das lediglich die Menge ist, die an einem einzigen Tag zusätzlich nach Österreich hereinströmt.
  • Das wirtschaftliche Absinken Österreichs, das nun im Ausland sogar schon offen mit Griechenland verglichen wird (Aber das liest man nur in ausländischen Zeitungen wie etwa der FAZ).

Heuer ist statt einer energischen Konzentration auf Maßnahmen in diesen Bereichen die dauerhafte Abschaffung der Kalten Progression bei der Einkommensteuer als erstes Sommerthema ausgerufen worden. Das erfolgt bizarrerweise nur wenige Tage, nachdem die „größte Steuerreform aller Zeiten“ durchs Parlament gepresst worden ist. Dabei hatte ja gerade dieses Paket die (wenn auch nur vorübergehende) Bekämpfung der Kalten Progression durch eine Steuersenkung zum Inhalt. Dieses Steuerpaket verärgert aber auf der anderen Seite durch eine Vielzahl neuer Erhöhungen anderer Steuern, durch Verschärfung von Belastungen und Schikanen die Österreicher viel mehr, als sie über die Einkommensteuersenkung jubeln könnten. Es wird überdies mit großer Sicherheit eine weitere Erhöhung des Defizits bringen.

Da ist es schon erstaunlich, ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt die gänzliche – und damit dauerhaft ungelöste Budgetprobleme aufwerfende – Abschaffung der Stillen Progression zum Sommerthema zu wählen. Wie es die ÖVP getan hat. Das ist vor allem dann wenig glaubwürdig, wenn man nicht den geringsten Vorschlag zur Finanzierung des Spaßes vorlegt.

Dennoch hat die Volkspartei mit ihrem Vorstoß die SPÖ offensichtlich kalt erwischt und im Kleinkrieg der Parteisekretariate einen Punktesieg errungen. Das zeigte sich schon daran, dass der ORF als SPÖ-Zentralorgan tags darauf gleich drei Sozialdemokraten im O-Ton zu bringen hatte. Deren Motto: Wieso wagt es die ÖVP, das vorzuschlagen, wo solche Forderungen doch unser Thema sind!

Freilich sind die Sozialisten schon gar nicht willens, seriöse Finanzierungsideen vorzuschlagen. Und sie wollen auch nicht wirklich eine Automatik, bei der die Steuersätze beziehungsweise Tarif-Grenzen alljährlich automatisch der jeweiligen Inflation angepasst würden. Vor allem Arbeiterkammer und Gewerkschaft wollen das lieber nur alle paar Jahre haben, damit sie dann jeweils einen großen Erfolg ihre „Kampfes“ verkünden können. Das Selbstverständnis einer Gewerkschaft besteht ja im dauernden Kampf+Sieg-Taumel.

Aber das alles ist ja letztlich eh egal. Es geht ja allen sowieso nur darum, die sommerliche Luft mit ihren Wortspenden in Bewegung zu halten. Spätestens bei der herbstlichen Abkühlung wird dann das Thema wieder verschwunden sein.

Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich bin ich sehr für die Abschaffung der Stillen Progression. Kassiert sie doch einen immer höheren Anteil der Einkommen und Löhne zugunsten von Bund, Ländern, Gemeinden, Sozialversicherungen, Arbeiterkammern, auch wenn die Einkommen real um keinen Cent steigen. Das ist zutiefst ungerecht. Das sollte dringend abgeschafft werden.

Es gibt nur einen einzigen Grund, die Stille Progression doch nicht abzuschaffen. Das ist, wenn dadurch der totale Staatsnotstand ausgelöst wird, wenn dadurch Österreich endgültig im Schuldensumpf untergehen und zu einem zweiten Griechenland würde. Das aber ist sogar die sichere Konsequenz, wenn man immer nur Geschenke verteilt, aber sie nicht zu erarbeiten, anderswo einzusparen bereit ist. Das ist umso sicherer die Konsequenz, seit Werner Faymann regiert, ist doch seither praktisch keine einzige wirksame Reform zur Reduktion der Staatsausgaben erfolgt.

Dabei wäre vor allem eines logisch: Wenn man die Einkommensteuertarife als wichtigste Staatseinnahme automatisiert reduziert, dann müsste man zwingend auch etliche Ausgaben automatisiert reduzieren. Das wäre insbesondere bei den Pensionen wichtig und seit Jahren fällig: Dort fließt ja das meiste Geld unaufhaltsam und in ständig wachsender Menge weg. Das heißt: Das Pensionsantrittsalter müsste sich automatisch der Erhöhung der Lebenserwartung anpassen. Plus einer zusätzlichen nachträglichen Erhöhung, weil man diese Notwendigkeit jahrzehntelang (mit Ausnahme einiger Teilreformen in der Schüssel-Zeit) ignoriert hat.

Aber gerade eine solche Pensionsautomatik haben SPÖ, Arbeiterkammer und Gewerkschaften stets als gezielten Anschlag auf den Kern ihrer Identität gesehen und daher verhindert. Und das werden sie wohl auch weiterhin.

Dabei wäre zweifellos auch eine automatische Reaktion bei anderen Ausgaben nötig, die sich überproportional erhöhen: etwa wegen der wachsenden Zahl an Arbeitslosen, an Grundeinkommensbeziehern, und eben auch an Pensionisten.

Solange aber da keine Bewegung eintritt, solange das alles nicht einmal die ÖVP zu erwähnen wagt, die FPÖ übrigens auch nicht: Solange möge man uns bitte, bitte mit solchen Sommerthemen verschonen.

 

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  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2015 04:07

    OT. Wer pleite ist - UKRAINE, GRIECHEN - und wer Geld bekommt ist eine politische und keine wirtschaftliche Frage: Hauptsache das Volk wird nicht gefragt = indirekte Demokratie.
    Frische 1,8 Milliarden aus der EU für die Pleite-Ukraine. Ralf Streck
    http://m.heise.de/tp/artikel/45/45512/1.html
    Von der EU-Kommission, vom IWF und von der Europäischen Bank für Wiederaufbau fließt wieder reichlich Geld

    Die EU-Kommission hat gestern die ersten 600 Millionen Euro von insgesamt 1,8 Milliarden Euro in die Ukraine überwiesen. Gleichzeitig einigt sich das Pleite-Land auch mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über neue Finanzhilfen.

    Der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk sagte am Mittwoch, er erwarte, dass die Entscheidung über die Bereitstellung von 1,7 Milliarden US-Dollar am 31. Juli falle. Das ist ein Teil der 17,5 Milliarden Dollar, die dem Land vom IWF zur Verfügung gestellt werden (IWF bewilligt Milliardenkredit an die Ukraine). Fünf Milliarden sind davon insgesamt schon geflossen, obwohl der Fonds damit gegen seine zentralen Regeln verstößt, kein Geld an Länder mit internen kriegerischen Konflikten fließen zu lassen. Zudem werden dem Land mehr Mittel als üblich gewährt und das Geld dürfte auch nur fließen, wenn das Land in den nächsten 12 Monaten seinen Verpflichtungen wieder nachkommen kann (Zahlungsausfall der Ukraine droht).

    Premier Jazenjuk traf gestern Nato-Befehlshaber Breedlove und erklärte wieder einmal, dass Russland eine Bedrohung nicht nur für die Ukraine, sondern für "die ganze freie Welt" sei. Damit nicht genug, bedroht Russland die Ordnung, Sicherheit und Wirtschaftsstabilität der ganzen Welt. Bild: kmu.gov.ua
    Während es beim IWF um schon gewährte Gelder geht, fließen aus dem Steuersäckel der EU-Bürger frische 1,8 Milliarden Euro an das Pleite-Land, damit es auch den verdoppelten Militärhaushalt schultern kann. Der stellvertretende EU-Kommissionspräsident Valdis Dombrovskis erklärte: "Die heutige Auszahlung zeigt die vollständige Entschlossenheit der EU der Ukraine in diesen schweren Zeiten beizustehen."

    Angeblich soll mit dem Geld der "mutige" Reformkurs der ukrainischen Regierung unterstützt werden. Es gehe darum, "dringende Finanzierungsbedürfnisse" des Landes zu decken und bei der wirtschaftlichen Stabilisierung des Landes zu helfen. Die EU, die sich in Griechenland so hart zeigt, will die Reformen der ukrainischen Regierung in Bereichen wie dem Energiesektor, dem Sozialsystem und dem Finanzsektor unterstützen.

    Und es ist nicht das erste Mal, dass die Ukraine viel Geld aus der EU erhält. Zwischen 2010 und 2014 wurden sogenannte Makrofinanzhilfen in Höhe von 1,61 Milliarden Euro bewilligt. Das Land ist auch nach Angaben des IWF pleite. Es soll einen Schuldenschnitt erhalten und zudem stürzt die Wirtschaft des Landes ab. Sie soll in diesem Jahr mit 9% sogar noch stärker schrumpfen, als ohnehin schon erwartet worden war. Es handelt sich um das berühmte Fass ohne Boden, das im Rahmen des Eurolands und EU-Mitglieds Griechenland immer beschworen wird.

    Einen "Kredit" in Höhe von 300 Millionen Euro erhält die ukrainische Gasgesellschaft Naftogaz nun auch von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, berichtete Ukrinform gerade. Damit solle der "Unterschied zwischen dem Kauf und Verkauf von Gas" überwunden werden. Es handele sich um eine Ergänzung zum im Dezember 2014 abgeschlossenen Abkommen über die Modernisierung des ukrainischen Gastransportabkommens (GTS).

  2. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2015 06:51

    Erst mit den letzten Beschlüssen zur Steuerreform ist eine wie eine Atombombe einschlagende neue kalte Progression eingeführt worden, und zwar bei der Grunderwerbssteuer. Bis 250.000 EUR 0,5%, ab 400.000 EUR 3,5%. Warum hat man das, wenn man es schon will, nicht gleich nach den angeblich neuen Vorstellungen durchgeführt?

    Worte sind geduldig. Die Wähler werden die Parteien aber hoffentlich nach den Taten messen.

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2015 11:07

    Das wäre das richtige Sommerthema:

    https://youtu.be/Z3ouS672mjo

    Da könnten alle was sagen dazu:

    Die ÖVP, wie sie für die frei werdenden Beamten wirkliche, echte und produktive Arbeit schafft, die SPÖ, wie man die Arbeit für diese Menschen im Land halten kann, oder sind die gar der Feind der Arbeit, die FPÖ, wie sie ihre Forderungen zum Thema Verwaltungsreform, die sie ja auf der Liste hat, konkretisiert und die Grünen, wie sie endlich zu einem aufbauenden Thema kommen, den sie haben nur teure und ruinöse Themen und Ideologie, bei Stronach weiß man, dass er sofort dafür zu haben wäre, die Neos haben da halt ein Problem zwischen links und liberal.

    Ein zweites Sommerthema ist ganz sicher das schon genannte Zuwandererthema und wie man den Rollladen runterlassen muss, ohne die wirklichen Flüchtlinge abzuweisen.

    Am besten man baut die Flüchtlingslager vor Ort und holt sich die dort überprüften Schutzbedürftigen dann ins Land, das würde auch gleich das Schlepperunwesen erledigen.

    Es gäbe auch noch die Sommerthemen der EU Politik, der Budgetpolitik, etc.

    Ist schon gut, die kalte Progression umfassend zu erledigen, aber was will die SPÖ dafür ? Bisher hat sie die Bildung zerstört, das Heer zerstört, gerade lese ich wieder, dass Herr Klug die Generäle entmachtet hat, kann einerseits gut sein von 145 auf 9 zu kommen, aber bei den Sozis weiß man nie, was sie sonst noch am 'Beipackzettel' stehen haben. Also immer die Frage, was will die SPÖ dafür zerstören dürfen, obwohl sie das Steuergesetz mit beschlossen hat, da sollte man doch auch daran gedacht haben, oder ? Und nicht gleich wieder Forderungen stellen.

    Themen genug, die man allerdings im Bad ertränken wird, wie ich als gelernter Österreicher weiß, um 'frisch gestärkt' aus dem Monate dauernden Urlaub zurückzukommen und den alten Blödsinn wieder weiter zu machen.

    Wann reden wir endlich über die wichtigen Themen ? Und wann vor allem MIT dem Volk ?

    Ist schon gut die kalte Progression, aber nur ein klitzekleines Detail im jahrzehntelangen Urwald der Gesetzesverfehlungen durch SPÖVP.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorexp(i*pi)+1=0
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2015 13:13

    Zu „Sommerthema Kalte Progression“:
    Als Naturwissenschaftler empfinde ich manche kaufmännischen Berechungen auf mathematischem Niveau des frühen Mittelalters:
    Es werden z.B. bei der Steuer-Progression zur Darstellung nichtlinearer Funktionen (Steuerprozentsatz in Abhängigkeit vom zu versteuernden Einkommen) einfachste Treppenfunktionen verwendet, wobei die Treppenstufen durch einige wenige absolute(!) Einkommenswerte definiert sind.
    Normierung dieser Einkommenswerte und jährliche Bekanntgabe der Faktoren, mit denen diese Normwerte zu multiplizieren sind, um danach den Steuerprozentsatz zu ermitteln, würde auf einfachste Weise die „Kalte Progression“ sofort ausschließen.
    Da solche Primitivmaßnahmen nicht einmal angedacht sind, habe ich auch keine Hoffnung, dass an Stelle der Treppenfunktionen – die an den Sprungstellen völlig vermeidbare Ungerechtigkeiten (eine kleine Erhöhung bringt großen Steuerzuwachs) – bedingen, einfache Polynome zur Approximation der Treppenfunktion jemals eingeführt werden. Durch einige wenige im Gesetz dann definierte Koeffizienten für normierte Steuerkurven wäre das Problem für alle Zeiten erledigt. - Jeder Unterstufenabsolvent sollte dann die Steuer mit seinen Schulkenntnissen errechnen können, dann aber hätten die Politiker und Kaufleute wohl die „Romantik des Mittelalters“ verloren.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    7x Ausgezeichneter Kommentar
  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2015 08:19

    ein OT als kleine Fussnote, weil es irgendwie auch ein Sommertheater ist:
    da fielen aus heiterem Himmel ein paar schwere Fassadenplatten vom allerneuesten WU-Gebäude im Wiener Prater (das neue ist ja nach rund 30 Jahren bereits abbruchreif, während das alte noch immer gebrauchsfähig ist ...).
    Nun stellt sich angeblich heraus, dass die Sanierung der gepfuschten Arbeiten rund 1,5 Millionen EUR kostet.
    Angeblich hätten am Bau beteiligte Unternehmen und Subfirmen die Sorgfaltspflicht vernachlässigt und die Aufhängung sei ohne mechanische Verschraubung angebracht worden.
    Aber jetzt kokmmt's!
    Die BIG habe sich mit der Montagefirma geeinigt, und übernimmt die Hälfte der Kosten, also 750,000.-, und einen Teil der Kosten übernimmt die Campus WU Ges.b.m.H.
    Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2722816/
    Wie bitte?
    Da ist für die WU ein Ministerium zuständig, für die Liegenschaft und Bausachen die BIG - und dann gibt es noch eine Campus WU Ges.m.b.H.?
    Diese Ges.m.b.H. gehört zu 51% der BIG Beteiligungs Ges.m.b.H., die wieder zu 100% der Firma Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. (BIG) gehört.
    Die anderen 49% gehören der Firma Wirtschaftsuniversität Wien.

    In Wahrheit dürfte damit die WU selbst auf rund 375,000.- EUR Plattenschaden sitzen bleiben ...
    Ob man da nicht an der WU Kurse für Gewährleistung bei Bauschäden abhalten sollte?

  7. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juli 2015 07:57

    Jahrelang wurde allgemein über die kalte Progression bei der Lohn- und Einkomensteuer gejammert.
    Damit sich die ÖVP mit Finanzminister nur ja nicht über einen positiven Effekt des von Schelling angekündigten AUS für die Inflationsautomatik bei den Steuerstufen freuen kann, leistet das IHS, das ja jetztvon einem Soziologen geleitet wird, gleich brave Schützenhilfe für die Roten:
    'Die Auswirkungen der kalten Progression seien zuletzt großgerechnet worden, sagte IHS-Mitarbeiter Simon Loretz heute'
    '... bei der derzeitigen Inflation ist die kalte Progression nicht das Hauptproblem'

    Eh klar - was die ÖVP lösen möchte, das kann ja gar kein Problem sein.
    Ein Problem wäre es aber für die Arbeiterkammer, die damit ihre Zwangsbeiträge eingefroren bekäme.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorEU-Kriegsprojekt
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    25. Juli 2015 01:06

    Die Sanktionen gegen Russland beweisen, dass es der EU nicht um Wirtschaftswachstum geht, sondern um Krieg gegen Russland. Damit haben die USA 2 zwei Fliegen mit einer Klatsche erschlagen: Europa wird zerstört und Russland geschwächt.


alle Kommentare

  1. Sensenmann
    26. Juli 2015 16:39

    Die alternde Bolschewikenhure ÖVP glaubt allen Erstes, die Menschen seien so blöd, wie sie selbst!

    Irgendwann ist der Kampf gegen die kalte Progession in das von der marxistischen Erweichung befallene Hirn nach unzähligen Anträgen der Opposition dazu eingesickert und wird nun im syphilitischen Delir wieder ausgekotzt.

    JEDER Antrag der FPÖ zur Abschaffung der kalten Progression wurde im letzten Jahrzehnt von der ÖVP niedergestimmt! Zuletzt bei Beschluss der wunderbaren "Steuerreform". Und auch einem Antrag der NEOS erging es genau so!

    Aber jetzt sollen wir es der ÖVP glauben. Jetzt wird alles anders. Vom nächsten Ersten an!

    Naja, wenn das Wahlergebnis in Wien noch einstellig ist, könnt ihr dann nachdenken, warum...

  2. heartofstone (kein Partner)
    26. Juli 2015 00:37

    Wie lange lassen sich unsere Politdarsteller von den griechischen Betrügern noch papierln?

    Griechenland-Verhandlungen verzögern sich

    Die Verhandlungen über ein neues Rettungspaket zwischen Griechenland und seinen Geldgebern verzögern sich einem Insider zufolge um ein paar Tage. Es müssten noch organisatorische Fragen geklärt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Vertreter des griechischen Finanzministeriums, der nicht genannt werden wollte.

    Denen gehört doch mit einem Stahlrohr Vertragstreue eingeprügelt ... ansonsten bleib ich dabei: die Griechen sollen in Orsch gehen ...

  3. Hoffnung für Europa (kein Partner)
    25. Juli 2015 23:24

    Der deutsche Reichskanzler erlitt bei den Festspielen in Bayreuth einen Kollaps. Lebt die alte Krähe noch?

    • N.SA (kein Partner)
      26. Juli 2015 08:41

      Der Sargnagel Europas hat sich nur etwas zuviel hinter die Binde gekippt.

    • Sensenmann
      26. Juli 2015 16:41

      Nach neuesten Meldungen aus der BRDDR sei nur ein Klappstuhl zusammengeklappt, aber nicht die IM Erika selbst...

  4. AppolloniO (kein Partner)
    25. Juli 2015 10:36

    Progressionsgeld ist Raub am Steuerzahler, welches der Staat zusätzlich, aber ungerechterweise einstreift. Was muss man da Gegenfinanzieren?

    Wir Steuerzahler mussten die letzten Jahre weniger Netto verarbeiten. Da soll der Staat mit etwas geringerem Zuwachs nicht auskommen? Leider ist selbst A.U. auf diesen 11er-Schmäh reingefallen.

    • Konzerndiktatur EU (kein Partner)
      25. Juli 2015 17:40

      Staaten sind Parasiten, die sich die Banken halten.
      Sie Menschen sind nur der Humus für die parasitären Staaten, die sich im Eigentum der Banken befinden.

  5. EU-Kriegsprojekt (kein Partner)
    25. Juli 2015 01:06

    Die Sanktionen gegen Russland beweisen, dass es der EU nicht um Wirtschaftswachstum geht, sondern um Krieg gegen Russland. Damit haben die USA 2 zwei Fliegen mit einer Klatsche erschlagen: Europa wird zerstört und Russland geschwächt.

  6. Undine
    24. Juli 2015 20:52

    @Riese35

    Darf ich mich nur am Rande in diese tolle Diskussion einmischen? Sie schreiben:

    "Die rechnen selbst 2+2 am Taschenrechner und sind nicht einmal verwundert, wenn dann 40 herauskommt."

    Da fällt mir mein Vater ein! Er war ein hervorragender Mathematiklehrer, den seine Schüler liebten(sic!). Manchmal brauchte ich als Schülerin seinen Rat---und dann war auf einmal alles ganz einfach! Einer seiner unvergeßlichen Ratschläge hieß: SCHÄTZEN, ob das Ergebnis stimmen kann! ---Einen Taschenrechner kannte mein Vater (Jg: 1899!) nicht! LG!

    • Undine
      24. Juli 2015 20:55

      Ach, du meine Güte, diese kleine Antwort hat sich gründlich verlaufen! Tut mir leid!

    • Riese35
      25. Juli 2015 09:19

      @Undine: Herlichen Dank für den lieben Kommentar. Ja, Sie haben vollkommen recht, Mathematik ist das einfachste Fach im Schulunterricht, wenn man nur die richtige Brille auf hat. Denn anderes als in den meisten anderen Fächern braucht man für Mathematik kaum etwas lernen: nur ein paar Definitionen, und alles andere kann man sich mit ein bischen selbst Nachdenken herleiten.

      Aber zurück zum Schätzen: Das ist es, was ich am Taschenrechner so sehr im Schulunterricht ablehne. Der Rechenstab war meines Erachtens viel wertvoller, zumindest so etwa zwischen 2. und 6. Klasse. Er hilft einem beim sturen, mechanischen Rechnen hinsichtlich Genauigkeit, aber nicht beim Abschätzen der Größenordnungen. Die muß man weiterhin selbst herausfinden. Und das wäre sehr lehrreich und überaus nützlich für den Alltag. Außerdem ist er sehr leicht zu durchschauen. Man saugt also gleichsam bereits als mathematisches Baby die ganzen Logarithmen, Exponentialfunktionen mit reellen und komplexen Exponenten (Sinus, Cosinus etc.) mit der Muttermilch ein.

      Jetzt ist mir auch klar geworden, warum Sie so exakt und schlüssig denken können und hier im Blog Ihre Stellungnahmen immer sofort den Kern der Fragestellungen treffen.

      Hoffe, Sie können das schöne Wetter im Salzkammergut genießen. Ich zähle schon die Tage, bis es mich endlich dorthin verschlägt. Am 7. August werde ich in Bad Ischl das Konzert der Internationalen Sommerakademie Theodor Leschetizky um 1930 UHR im Lehartheater besuchen - anlässlich des 100. Todesjahres (Werke von Bach, Leschetizky, Grieg, Liszt mit P. Ritzen, W. Pelinka, B. Baraz, M. Brojer).

    • Undine
      25. Juli 2015 20:19

      @Riese35

      Ich entdecke gerade Ihre für mich sehr schmeichelhafte Antwort---danke! Wir könnten doch unsere "Unterhaltung" im Salzkammergut fortsetzen! Sie sind ja wahrscheinlich nicht nur wegen des Konzerts in Ischl! Ist es Ihnen recht, wenn ich Herrn Dr. Unterberger bitte, Kontakt mit Ihnen herzustellen? Das Konzert würde mir auch gefallen, aber ich fahre ungern in der Dunkelheit nach Hause ---eine lästige Alterserscheinung! LG!

    • Riese35
      25. Juli 2015 20:35

      @Undine: Bitte sehr. Sehr gerne.

  7. Undine
    23. Juli 2015 22:59

    OT---aber fällt Ihnen auch auf, daß in letzter Zeit, seit die sogenannten Flüchtlinge schon bald täglich zu Tausenden illegal in UNSERE Heimat strömen---und kein Ende ist abzusehen!---in jeder Nachrichten-Sendung ganz BEGEISTERT berichtet wird, WIE VIELE Österreicher sich SO SEHR ÜBER DIESE ILLEGALEN EINDRINGLINGE FREUEN?

    Wir Österreicher können, wie's den Anschein hat, gar nicht genug kriegen von diesen Kulturbereicherern! Manche Gemeinden reißen sich förmlich darum und betteln, daß sie "Flüchtlinge" AUFNEHMEN dürfen! Ich versteh' die Welt nicht mehr!

    Und bei jeder solchen Jubelmeldung wird so nebenbei und unterschwellig allen, die so gar KEINE FREUDE mit den Scharen uns überflutender Fremder haben, ein SCHLECHTES GEWISSEN GEMACHT!

    Die Botschaft des ORF:

    Wer sich sichtbar FREUT über die Asyl-Schreienden, ist ein GUTER Mensch.
    Wer sich sichtbar NICHT FREUT, ist ein BÖSER Mensch.

    "Groteske WILLKOMMENSKULTUR im einstigen Nobel-Kurort Bad Gastein"

    http://www.unzensuriert.at/content/0018261-Groteske-Willkommenskultur-im-einstigen-Nobel-Kurort-Bad-Gastein?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

  8. Undine
    23. Juli 2015 22:36

    OT---aber grenzt es nicht schon an Schwachsinn/Irrsinn/Paranoia/Psychose oder Neurose, jeweils zur höchsten Potenz, wie man sich in Ö vor AUTO-KENNZEICHEN FÜRCHTET?!? Glaubt man wirklich, jeder Mensch wüßte, was etwa "88" in grauer Vorzeit einmal bedeutet hat? ICH wußte es bis vor einiger Zeit jedenfalls nicht und mit mir vermutlich 99,99999% der Österreicher/Deutschen auch nicht! Aber immer wieder wird davon gesprochen---und von wem? Von den scheinheiligen "BERUFS-Mauthausen-Fahrern", vom ebenso scheinheiligen DÖW und sonstigen Denunziantenstadeln und natürlich vom ORF!

    Was soll denn dieser KRAMPF? Glaubt wirklich jemand, wegen solch blöder WUNSCH-KENNZEICHEN bräche die neue NS-Zeit auf? Wer DAS GLAUBT, ist---siehe oben!---SCHWACHSINNIG, IRRSINNIG, PARANOID, PSYCHOTISCH oder NEUROTISCH, bzw. alles zusammen! Diese Gefahr einer neuen NS-Zeit besteht NICHT, aber dafür sind wir dem neuen KOMMUNISMUS viel näher als wir glauben!

    • Gandalf
      23. Juli 2015 23:07

      @ Undine:
      Bravo; hundertprozentig Ihrer Meinung; frei nach dem Motto: "Unsere Sorgen möcht' ich haben".
      P.S.: Übrigens - vestösst es nicht andererseits gegen die Menschenrechte oder sonst einen gutmenschlichen Grundsatz, wenn einer, der z. B. Alois Huber heisst und 1988 geboren wurde, sein Wunschkennzeichen "AH 88" nicht bekommen DARF ?! Ich bin gespannt, welche Endschieoh sich da an den Verwaltunsgerichtshof wenden wird - oder vielleicht sogar an den Europäischen Menschenrechtsgerichthof - oder an ein anderes Salzamt ... :-))

    • lei-lei
      24. Juli 2015 10:24

      Nichts da!

      "HH" gehört jedenfalls verboten, denn da denkt jeder gelernte Österreicher an Heinisch-Hosi (oder so ...)!

    • lei-lei
      24. Juli 2015 10:36

      Nachtrag:

      ... oder bei "AH" an Alfons Haider ... !

    • Gandalf
      24. Juli 2015 16:29

      @ lei-lei:
      Beide Fälle wären tatsächlich unerträglich. :-)

    • Undine
      24. Juli 2015 20:59

      @lei-lei

      Genau diese beiden Typen--die Schreckschraube H.-H. und den "schönen" [ ;-((( ] A.H.--- hatte ich im Kopf, als ich so eifrig in die Tasten schlug! ;-)))

  9. ProConsul
    23. Juli 2015 21:00

    OT - Häupl geht mit Foto-Love-Story bei eingebürgerten Migranten auf Stimmenfang

    zum Fremdschämen, naja das ist halt Sozi-Charme.

    http://www.dickesw.at/haeupl-ein-echter-gentleman-diese-werbung-haben-sie-bezahlt/

    • Haider
      23. Juli 2015 22:21

      Eine einzige Frechheit: Da wird eine Bikinischönheit gezeigt, obwohl die rot-grünen Schariatruppen nur den Ganzkörperburkini zulassen. Lug und Trug! Schmäh und Schimäre! So hilflos trixen Wiens Marxisten im Strudel ihres Unterganges. Egal wo man im Wr. Wahlkampf hinschaut, überall wird der Wähler von den Ertrinkenden hinters Licht geführt, primitiv manipuliert oder desinformiert. Eigentlich ist es blamabel aber total nachvollziehbar, daß sich inzwischen sogar die Türken mit einer eigenen Liste dagegen wehren. Kein Mensch läßt sich freiwillig auf Dauer als politisches Feigenblatt mißbrauchen.

    • M.S.
      23. Juli 2015 22:28

      Das ist ja reiner Sexismus! Wo bleibt der Aufschrei der Berufsemanzen?

    • Gandalf
      23. Juli 2015 23:10

      Häupl wird generell immer mehr ein Fall zum Fremdschämen. Wann befreien wir uns von ihm und seinem ehemaligen Wohnbaureferenten - wie heisst der doch schnell...?

  10. Haider
    23. Juli 2015 19:20

    Ein Thema, das leider völlig untergeht, ist der minimale Unterschied zwischen erarbeiteter Altersversorgung und der staatlich garantierten Grundversorgung. Wenn die Pension eines ehemaligen Arbeitnehmers nach über 40 Beitragsjahren um die 900.- € beträgt und jener Schmarotzer, der sein ganzes Leben in einer Hängematte unter einem Nußbaum dahindämmerte, auf ein Existenzminimum von 857,- Euro Anspruch hat, dann fragt man sich schon, wo die vielpropagierte Gerechtigkeit liegen soll. Mir scheint dies eher eine Fortführung des altmarxistischen Systems: Alle haben nix - außer die Angehörigen einer kleinen Parteinomenklatura. Sollte der Pensionist während seiner Aktivzeit dummerweise eine Lebensversicherung bei der Volksbank abgeschlossen haben, so kann er zusätzlich ein Drittel seines eingezahlten Geldes abschreiben, denn wir retten wohl Griechen aber doch keine Österreicher (dies wäre ja fremdenfeindlich!).

  11. Brigitte Imb
    23. Juli 2015 17:21

    "Selten zuvor haben SPÖ und ÖVP innerhalb weniger Tage so deutlich erkennen lassen, für wie bescheuert sie ihre Wähler halten." (Anneliese Rohrer)

    https://www.fischundfleisch.com/blogs/politik/fuer-wie-bloed-halten-sie-uns.html

    • Zöbinger (kein Partner)
      25. Juli 2015 14:24

      Immer wieder zutreffend sind die Gedanken des Mephistopheles:
      "Mein Freund, die Kunst ist alt und neu. Es war die Art zu allen Zeiten, durch drei und eins, und eins und drei Irrtum statt Wahrheit zu verbreiten. So schwätzt und lehrt man ungestört; Wer will sich mit den Narr'n befassen?
      Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen."

  12. exp(i*pi)+1=0
    23. Juli 2015 13:13

    Zu „Sommerthema Kalte Progression“:
    Als Naturwissenschaftler empfinde ich manche kaufmännischen Berechungen auf mathematischem Niveau des frühen Mittelalters:
    Es werden z.B. bei der Steuer-Progression zur Darstellung nichtlinearer Funktionen (Steuerprozentsatz in Abhängigkeit vom zu versteuernden Einkommen) einfachste Treppenfunktionen verwendet, wobei die Treppenstufen durch einige wenige absolute(!) Einkommenswerte definiert sind.
    Normierung dieser Einkommenswerte und jährliche Bekanntgabe der Faktoren, mit denen diese Normwerte zu multiplizieren sind, um danach den Steuerprozentsatz zu ermitteln, würde auf einfachste Weise die „Kalte Progression“ sofort ausschließen.
    Da solche Primitivmaßnahmen nicht einmal angedacht sind, habe ich auch keine Hoffnung, dass an Stelle der Treppenfunktionen – die an den Sprungstellen völlig vermeidbare Ungerechtigkeiten (eine kleine Erhöhung bringt großen Steuerzuwachs) – bedingen, einfache Polynome zur Approximation der Treppenfunktion jemals eingeführt werden. Durch einige wenige im Gesetz dann definierte Koeffizienten für normierte Steuerkurven wäre das Problem für alle Zeiten erledigt. - Jeder Unterstufenabsolvent sollte dann die Steuer mit seinen Schulkenntnissen errechnen können, dann aber hätten die Politiker und Kaufleute wohl die „Romantik des Mittelalters“ verloren.

    • Igo
      23. Juli 2015 15:43

      Ihr Wort in Gottes Ohr! (gibt es den jetzt oder nicht?..lol..und wo ist phi?)

    • Anton Volpini
      23. Juli 2015 17:36

      Igo, es gibt nur zwei Erklärungen zu diesem Beitrag. :-))

      Entweder macht sich der Wissenschaftler einen riesen Spaß daraus, mit diesem Unsinn uns alle herauszufordern.
      Oder aber, er hat unter John Meynard Keynes studiert, aber nur die Hälfte von dem was er lehrte, wenn überhaupt, verstanden.

    • Riese35
      24. Juli 2015 08:03

      @Igo & Anton Volpini:

      Wovon exp(i*pi)+1=0 spricht, hat mit John Meynard Keynes überhaupt nichts zu tun. Auch nichts damit, ob so ein System dann letzten Endes "gerecht" wäre oder nicht. Letzteres hängt auch von der Parametrierung ab.

      exp(i*pi)+1=0-ens Argumente bewegen sich auf einer ganz anderen Ebene. Sie sagen gar nichts darüber aus, ob damit eine sinnvolle Wirtschaftspolitik gemacht wird oder nicht. So sehr ich Ihre Beiträge sonst immer sehr schätze, hier haben Sie exp(i*pi)+1=0 aber meines Erachtens gründlich mißverstanden.

      exp(i*pi)+1=0 stößt mit seinem Beitrag in Richtung eines Problems vor, das zwar nicht das wesentlichste für uns ist, aber doch in der heutigen Zeit eigentlich kein Problem mehr sein sollte. Ich habe selbst auch schon mehrfach dieses Problem angesprochen:

      Unstetigkeiten schaffen Probleme und Ungerechtigkeiten. Mit glatten Funktionen tut man sich leichter, und sie lassen sich leichter parametrieren und durchblicken. Schauen wir nur z.B. auf die Anforderung, daß jeder EUR mehr auch am Ende nach all den Berechnungen zu mehr EUR in der Brieftasche führen soll. Wenn man das "gerecht " durchführen möchte, wird man vielleicht noch fordern, daß die 2. Ableitungen nicht allzu groß werden und ein paar andere Randbedingungen erfüllt sind. So etwas schafft man mit Treppenfunktionen nur sehr schwer wenn überhaupt. Irgendwo gibt es dann Stellen, vornehmlich an den Unstetigkeitsstellen, an Knickpunkten, an Stellen, wo die 2. Ableitung zu groß wird, wo diese Randbedingungen dann nicht mehr erfüllt sind. Dort an diesen Stellen führt dann ein mehr eingenommener EUR zu weniger unter dem Strich. Das wirkt sich im Wirtschaftssystem wie ein verstopftes Kanalrohr aus. Der Durchschnittsösterreicher beschreibt dieses mathematische Problem, das exp(i*pi)+1=0 angesprochen hat, mit den Worten: "Ich wäre blöd, mehr zu arbeiten, wenn ich dann am Ende weniger herausbekomme." Unser Pensionssystem beim Übergang vom Berufsleben ist voll von solchen Unstetigkeiten. Einen EUR mehr verdient, und schon besteht kein Anspruch mehr auf hunderte EUR Pension oder eine andere "Sozialleistung". Einen EUR weniger verdient, und ein wahrer Geldregen öffnet sich. Und die sind wirklich echte und große Probleme! Wirtschaftshemmschuhe!

      Warum muß wirklich die Steuerlast (oder der Pensionsbetrag etc.) auf Basis von Treppenfunktionen berechnet werden? Warum kann man diese Funktionen nicht glätten? Einziger Grund war früher, zu Zeiten kaum vorhandener Rechenhilfen, daß man solche Berechnungen leicht mit Papier und Bleistift durchführen konnte. Heute reicht dafür erstens kaum mehr der vorhandene IQ, und zweitens rechnet kaum mehr jemand das händisch aus. Jede Rechenhilfe wie z.B. ein Excel tut sich mit einer Exponentialfunktion wesentlich leichter als mit einer Treppenfunktion.

      Warum führt man jetzt nur noch mehr Steuerstufen ein, bleibt aber wieder bei den Treppenfunktionen stecken. Warum führt man nicht den Grenzübergang durch und läßt die Treppenfunktionen gegen eine glatte Funktion konvergieren? Warum berechnet man z.B. die an das Finanzamt abzuführende Steuer S in Abhängigkeit von einem Einkommen E nicht so, daß z.B.

      S = p * E * exp(- (a * E)^-2)

      wobei p der (nie angenommene) Höchststeuersatz und a ein Faktor ist um festzulegen, bei welchem Einkommen der Steueranstieg am höchsten sein soll? Was spräche dagegen?

      Siehe meinen Beitrag:
      http://www.andreas-unterberger.at/2014/09/eine-provokation-namens-negativsteuer#comment-314341

      Mit Treppenfunktionen wird man eine Kanalrohrverstopfung nie in den Griff bekommen. Man wird die Verstopfung immer nur von einer Stelle zur anderen schieben. Oder man wird sie mildern, indem man sie durch zwei kleinere ersetzt. Das sagt der mathematische Begriff "Treppenfunktion". Heute im Zeitalter des Computers und der Rechenhilfen besteht aber wirklich kein Grund mehr, den Grenzübergang zu machen und sich auf 2x stetig differenzierbare Funktionen zu beschränken. Mit solchen Funktionen kann man die oben genannten Probleme viel leichter in den Griff bekommen und besser durchschauen.

      Freilich, parametrieren muß man sie trotzdem, und dabei könnte natürlich politisch auch einiges falsch laufen. Erst jetzt, bei der Parametrierung stellte sich die Frage, ob John Meynard Keynes zuschlüge oder nicht.

      Die Diskussion hier erinnert mich irgendwie an die Frage, ob die Sonne um die Erde kreist oder umgekehrt. Man kann alle Berechnungen auch mit der Erde als Bezugspunkt durchführen. Sie sind dann leider nur um einiges komplizierter. Und trotzdem hat man sich sehr lange dagegen gesträubt, die Sonne als Bezugspunkt anzusetzen:
      - weil man die Diskussion nicht verstanden hat
      - weil man die alte, komplizierte Methode gewohnt war und nicht umdenken wollte.

    • Ökonomie-Vergelter
      24. Juli 2015 08:56

      @ exp(i*pi)+1=0

      Ihre gelehrten Überlegungen in allen Ehren, Sie verfehlen aber offenbar das Thema, weil Ihre alternative Steuerformel nicht die Problematik der "kalten Progression" anspricht, sondern sich nur der Glättung der Steuerstufen zu widmen scheint ("Sprünge" beim Grenzsteuersatz).

      Weiters bleiben Sie mit ihren Darstellungen eine Erklärung schuldig, inwiefern ein Unterstufenabsolvent Ihre Steuerformel verstehen soll!

    • Riese35
      24. Juli 2015 09:19

      @Ökonomie-Vergelter: Ich glaube sehr wohl, daß es hier gerechtfertigt ist, auch einmal etwas vom eigentlichen Kern des Themas abzuschweifen und ein verwandtes Problem anzusprechen. Was beide Probleme gemeinsam haben: es gibt irgendwo eine Grenze, und diese Grenze macht Probleme. Das hat exp(i*pi)+1=0 auch sehr richtig herausgearbeitet, wenn auch knapp. Daß Kalte Progression und Stetigkeit an unterschiedlichen Parametern schrauben, soll doch jetzt nicht tragisch sein.

      Und wetten, daß nicht einmal so mancher Akademiker das jetzige Steuersystem auf Treppenfunktionen aufbauend versteht. Also was soll diese Diskussion auf diesem Niveau?

    • Anton Volpini
      24. Juli 2015 13:24

      Danke Riese35 für diese ausführliche Erklärung. Jetzt verstehe auch ich den Beitrag von @exp(i*pi)+1=0 .
      Ich nehme daher meinen Spott in aller Form zurück und möchte mich in aller Höflichkeit bei @ exp(i*pi)+1=0 entschuldigen.

    • A.K.
      24. Juli 2015 13:54

      @Anton Volpini,
      Ich habe ganz sicher nicht unter John Meynard Keynes studiert. Meine ökonomischen Kenntnisse reichen nur so weit, daß es mir bisher gelungen ist, ohne Schulden zu wirtschaften und mich z.B. auch vor Pyramidenspielen zu hüten. Ich mache mir auch keinen Spaß daraus, die werten Mit-Kommentatoren zu necken.
      @ Riese 35:
      Sie haben mich mit Ihrem Zitat
      „...Wovon exp(i*pi)+1=0 spricht, hat mit John Meynard Keynes überhaupt nichts zu tun. Auch nichts damit, ob so ein System dann letzten Endes "gerecht" wäre oder nicht. Letzteres hängt auch von der Parametrierung ab.“
      völlig richtig verstanden. Ich bin auch mit Ihren Ausführungen, die auch ein wenig von meinem Beitrag abschweifen, gleicher Meinung.
      @ Ökonomie-Vergelter:
      Sie haben mit Ihrem Zitat:
      „Ihre gelehrten Überlegungen in allen Ehren, Sie verfehlen aber offenbar das Thema, weil Ihre alternative Steuerformel nicht die Problematik der "kalten Progression" anspricht, sondern sich nur der Glättung der Steuerstufen zu widmen scheint ("Sprünge" beim Grenzsteuersatz).“
      natürlich Recht!
      Ich habe die „Problematik der "kalten Progression"“ sozusagen gleich als Anwendungsbeispiel für eine Verbesserung mittels (mathematischer) Normierung der treppenförmigen, derzeit höchst primitiv definierten, Steuerkurve oder deren Approximation z.B. durch Polynome gebracht.
      Aber: Die „Problematik der "kalten Progression"“ wäre ganz leicht, ausgehend von der normiert definierten Steuerkurve (x-Achse: Einkommen (Definitionsbereich z.B. 0 bis 1), y-Achse: zugehöriger Steuerprozentsatz (Wertebereich z.B. 0 bis 100%) zu erledigen.
      Der Gesetzgeber müßte jährlich nur verfügen, daß z.B. im Jahre (xxxx) einem steuerpflichtigen Einkommen, z.B. ab 1 Million Euro, dem Wert x=1 entspricht, wobei der zugehörige Wert y, z.B. y=55%, beträgt. Im Jahre (xxxx+1) müßte eben dem Wert 1 ein um den nachgewiesenen Inflationsbetrag modifizierter Wert z.B.: 1.02 Millionen , zugeordnet werden.
      Wie Riese35 richtig schreibt „...ob so ein System dann letzten Endes "gerecht" wäre oder nicht, hängt von der Parametrierung ab.“

    • Ökonomie-Vergelter
      24. Juli 2015 14:40

      Die Steuerprogression baut auf der Überlegung auf, dass ein Steuersatz von 10 % bei den Einkommensschwachen nicht das Gleiche ist wie ein solcher von Einkommensmillionären.

      Die Besteuerung nach der Einkommenshöhe setzt voraus, dass der Einkommensbetrag entweder nach Schichten segmentiert und diesen Schichten ein spezifischer Steuersatz zugeordnet wird, oder dass für diverse Einkommens-/Betragshöhen ein Durchschnittssteuersatz zur Anwendung gelangt (- Letzteres kam früher bei der Erbschaftssteuer zur Anwendung). In beiden Fällen müssen Erträgen aus der Erwerbstätigkeit spezifische Steuersätze gegenübergestellt werden, im letzteren Fall entfällt lediglich die Segmentierung/Unterteilung/Schichtung.

      Der Gesetzgeber hat sich bei der ESt für Ersteres entschieden, was freilich bedeutet, dass jede zusätzliche Leistung, die der Steuerpflichtige neben seiner üblichen Geschäftstätigkeit noch auf sich nimmt, subjektiv als zum individuellen Grenzsteuersatz (=der höchsten Steuerstufe) belastet empfunden wird.

      Dieser leistungsabschreckende Aspekt würde bei einer Durchschnittssatzbesteuerung unterbleiben, aber genauso auch bei der von "unserem" Exponentialmathematiker favorisierten Methode; freilich kann die Durchschnittssatzbesteuerung dazu führen, dass das Überschreiten von Einkommensschwellen zu einem geringeren Netto führt, als knapp vor der nächsthöheren Stufe (was aber legistisch kompensiert werden kann).

      Die von "unserem" Exponentialmathematiker propagierte Methode hat aber den Nachteil, dass sie nicht nur ebenfalls regelmäßiger inflationsbedingter Adaptierungen bedürfte, sondern dass die Berücksichtigung des Geldwertverlustes für jeden, der in der Erfassung komplexer mathematischer Terme nicht geübt ist (- also für fast jeden außer die Mathematiker, weil nicht gebrauchtes Schulwissen ja wieder verlernt wird -), nicht mehr durchschaubar ist. Eine solche Formel wäre daher intransparent und das Gegenteil dessen, was man von Gesetzen verlangt - Verständlichkeit nämlich.

    • Ökonomie-Vergelter
      24. Juli 2015 14:42

      Meine vorstehende Antwort war dem Riese35 zugedacht!

    • Ökonomie-Vergelter
      24. Juli 2015 14:49

      @ A.K., wenn ich Sie der Einfachheit halber so nennen darf:

      Angesichts dessen, dass ich mich Jahrzehntelang nicht mit Oberstufen-Mathematik befasst habe, tue ich mir überhaupt bei Exponentialfunktionen schwer.

      Umso mehr, als die Darstellung in diesem Forum nur improvisiert erfolgen kann.

      Möglichweise wäre mein Verständnis besser, wenn ich Ihre Formeln in "normaler" Schreibweise bewundern könnte! Aber natürlich habe ich verstanden, dass es sich hierbei um stufenlose Übergänge im Rahmen einer Funktion handelt.

    • Riese35
      24. Juli 2015 15:01

      @A.K.: Sind Sie mit exp(i*pi)+1=0 ident? Genial, Ihr zweites Pseudonym! An diesem Ausdruck scheitet ein Übungshandbuch des Bifie zur Vorbereitung auf die neue Mathematik-Zentralmatura.

      Und: >> "Als Naturwissenschaftler empfinde ich manche kaufmännischen Berechungen auf mathematischem Niveau des frühen Mittelalters."

      Wie wohltuend dieser Satz in meinen Ohren klingt, Balsam auf die Wunden!

      Gleich ein zweites Anwendungsproblem: Die Berechnung von Zinsen. Was sagt schon bei unseren Berechnungsmethoden ein Zinssatz von z.B. "3% p.a." aus? Gar nichts! Denn man müßte dazu noch wissen, wann diese Zinsen dem Kapital gutgeschrieben und einer Zinsesverzinsung zugeführt werden. Derselbe nominale Zinssatz eines Sparbuchs mit jährlicher Verzinsung ist daher nicht mit einem Kreditkonto mit vierteljährlicher Verzinsung vergleichbar.

      Warum berechnet man das zu einem Zeitpunkt jeweils aktuelle Kapital mittels stückweiser, linearer Funktionen, die einer Exponentialfunktion angenähert sind, und nicht mit laufender Verzinsung, d.h. einfach mittels einer Exponentialfunktion? Die Berechnungen würden radikal vereinfacht und alle Zinssätze miteinander vergleichbar! Die Kaufleute müssen offenbar einen Spaß daran haben, möglichst komplizierte und undurchschaubare Rechenmothoden zu verwenden.

    • Riese35
      24. Juli 2015 15:17

      @Ökonomie-Vergelter: Glauben Sie mir, Ihre stückweise linearen Funktionen mit den vielen Knicken und Sprüngen sind viel schwerer durchschaubar als eine Exponentialfunktion. Exponentialfunktionen begegnen uns auf Schritt und Tritt und sind mit Unterstufenmathematik leicht durchschaubar. Und händisch rechnen tut heute sowieso niemand mehr, schon gar nicht Schwachmatiker. Die rechnen selbst 2+2 am Taschenrechner und sind nicht einmal verwundert, wenn dann 40 herauskommt.

    • exp(i*pi)+1=0
      24. Juli 2015 15:50

      @Riese35
      Manchmal verwechsle ich mein selten benutztes Pseudonym mit meinem Standard-Kürzel, - obwohl ich keinen Beitrag zur Zentralmatura schreiben will.
      Ich finde es reizvoll, wie ein "wenig" Mathematik manche Geisteswissenschaft(l)er beunruhigt. Unser Schulsystem schafft es, daß Menschen, die logisch denken könn(t)en, im späteren alltäglichen Leben möglichst wenig vom erworbenen mathematischen Wissen anwenden wollen.
      Würden Primitivüberlegungen z.B. beim Thema Griechenland vorab angestellt worden sein, so hätte man keine Wirtschaftstheoretiker gebraucht, der aktuelle Wahnsinn wäre gar nicht entstanden.

    • Riese35
      24. Juli 2015 16:24

      @exp(i*pi)+1=0: Ökonomie-Vergelter scheint offenbar zu übersehen, daß er es bei einer Verzinsung letztendlich doch immer mit einer Exponentialfunktion zu tun hat, auch wenn er es gar nicht bemerkt, es ihm gar nicht bewußt ist und er in Teilintervallen dann diese Exponentialfunktion durch stückweise lineare Funktionen ersetzt. Wird halt alles viel komplizierter, auch wenn er meint, das Gegenteil wäre der Fall.

      Übrigens: Wenn ich Ihr Pseudonym exp(i*pi)+1=0 sehe, fallen mir immer meine Kinder auf der Schaukel ein.

    • Ökonomie-Vergelter
      24. Juli 2015 19:32

      Riese35:

      Sie haben Einfühlungsvermögen!

      Natürlich verstünde ich einen Term wie etwa (Betrag hoch ( "x" mal Faktor plus Konstante)), aber bei der Darstellung

      S = p * E * exp(- (a * E)^-2)

      sträubt sich in mir alles!

    • Ökonomie-Vergelter
      24. Juli 2015 19:38

      Zu ergänzen wäre, dass eine Formel zu berechnen etwas anderes ist als eine Formel (bzw Funktion) auch zu verstehen, und in unserem Fall geht die Komplexität doch deutlich über die Zinseszins-Formel hinaus.

    • Riese35
      24. Juli 2015 21:21

      @Ökonomie-Vergelter: Ich glaube, es schaut komplizierter aus als es ist. Hier im Blog ist es ein wenig kompliziert, die Zusammenhänge darzustellen, denn ich müßte hier zeichnen und Formeln übersichtlich aufschreiben können.

      Wenn Sie die Exponentialfunktion bei der Verzinsung verstehen, dann ist eh schon das meiste erreicht. An diesem Beispiel müßte man bereits die Argumente anschaulich verstehen können.

      Zurück zu meinem Beispiel. Es ist wirklich nur eines von vielen möglichen Beispielen:

      S = p * E * exp(- (a * E)^-2)

      Das innere "hoch 2" macht das (Teil-)Ergebnis immer positiv und die Steigung im Ursprung 0 (siehe eine senkrechte Parabel mit Scheitel im Ursprung.

      Und das Minuszeichen im Exponenten, "hoch -2" bewirkt den Kehrwert. Also nahe am Nullpunkt (d.h. fast kein Einkommen) gegen Unendlich, und je größer das Einkommen, desto kleiner gegen 0 gehend.

      exp() mit einem negativen, reellen Exponenten ist also immer kleiner als 1. Nur exp(0)=1. Ist das Einkommen nahe Null, dann ist der Ausdruck im Exponenten also nahe minus Unendlich, und davon exp() also positiv nahe Null, und konvergiert gegen 0 wenn das Einkommen 0 ist. Je größer das Einkommen wird, desto größer wird der Ausdruck im Exponenten und nähert sich von minus Unendlich kommend mit negativen, reellen Zahlen von unten dem Wert 0 an. exp() davon steigt daher auch, und zwar nähert es sich dem Wert 1 an.

      exp(...) ist also für positive, reelle Zahlen eine streng monoton wachsende Funktion, die Werte zwischen 0 und 1 annimmt und sich dem Wert 1 asymptotisch nähert (für große Einkommen). Es ist also ein Dämpfungsfaktor für niedrige Einkommen. Eine stetige, sogar differenzierbare Funktion, die annähernd der tatsächlichen Treppenfunktion entspricht.

      Wenn man sich das einmal angeschaut hat, kommt man sehr schnell dahinter, wird es zu schätzen lernen und die Berechnungen mit den Treppenfunktionen nicht mehr gerne sehen. Im Excel kann man sich ja so ein Verhalten ganz einfach anzeigen lassen.

    • Ökonomie-Vergelter
      24. Juli 2015 22:37

      Riese35,

      Danke für Ihre aufmerksame, freundliche Einführung.

      Ich verstehe jetzt einiges besser, vor allem, dass

      exp(- (a * E)^-2)

      einen Faktor aus der Menge reeller Zahlen zwischen Null und 1 ergibt.

      Noch immer nicht verstanden aber habe ich, inwiefern der Faktor a bestimmen soll, bei welchem Einkommen der Besteuerungsanstieg, nennen wir's "Delta", am Höchsten sein soll. Dazu bräuchte ich wahrscheinlich mehr Muße, sei es zum Anstellen grundsätzlicher Überlegungen, sei es zwecks Experimentierens in Excel - die ich aber nicht habe.

      Unter Ausblendung dieses Problems erscheint mir das ganze mathematische "Konstrukt" als Eintrittskarte zur "Flat Tax".

    • Ökonomie-Vergelter
      24. Juli 2015 22:56

      Hoppala! - da habe ich mich etwas verplappert, denn eine "Flat Tax" Funktion würde in jedem Fall anders dargestellt, wie mir jetzt schwant.

      Nehme daher diese "Stichelei" umgehendst zurück.

    • Riese35
      25. Juli 2015 09:27

      @Ökonomie-Vergelter: a ist ein Multiplikator des Einkommens, also des Inputs. Dieser Faktor dehnt also den Graphen in horizontaler Richtung und verschiebt damit den besagten Punkt.

      Die Formel ist nur ein Beispiel und in der Praxis verbesserungswürdig. Ich wollte es nur nicht gleich zu kompliziert machen, weil man das Prinzip an der einfachen Formel besser durchschaut. Man könnte jetzt z.B. auch noch auf den Anstieg an dieser Stelle einwirken.

      Die besagte Stelle ist einfach der Wendepunkt. Den bekommt man in diesem Fall, indem man die 2. Ableitung = 0 setzt. Das ist dann aber nur mehr Rechentechnik.

      Die Kurve ist einfach eine stetig differenzierbare Approximation der aktuellen Treppenfunktion, also mit unendlich vielen Steuersätzen.

    • Riese35
      25. Juli 2015 09:29

      @Ökonomie-Vergelter: Zur Flat Tax. Die hätte sicher ihre Reize. Die Slowakei hat sie oder hatte sie. Weiß nicht, wie es jetzt ist. Jörg Haider wollte sie, und man ist bei uns über ihn hergefallen.

    • exp(i*pi)+1=0
      25. Juli 2015 18:31

      @Riese35
      Sie schreiben „...Wenn ich Ihr Pseudonym exp(i*pi)+1=0 sehe, fallen mir immer meine Kinder auf der Schaukel ein.“.
      Meinen Sie, dass jemand „verschaukelt“ wird? - Oder denken Sie bei der (angeblichen) Lieblingsbeziehung Eulers (ein Menu mit 5 Gängen für Mathematiker: 0, 1, i, p(h)i und e bilden eine wahre Aussage) ebenso gerne wie an Ihre Kinder, auch an Mathematik?
      Eine vielleicht für Sie verlockende Anregung:
      Im Internet sind die derzeitigen Sprungstellen, welche die Treppenfunktion der aktuell gültigen „Steuerkurve“ definieren, sicherlich leicht zu finden. Haben Sie nicht Lust - z.B. mit der Methode der kleinsten Quadrate –die notwendigen Koeffizienten für die Approximation der Treppenkurve durch Ihre kontinuierliche Steuerformel zu ermitteln?

    • Riese35
      25. Juli 2015 21:05

      @exp(i*pi)+1=0: Nein, der Bezug kommt über eine lineare Differentialgleichung 2. Ordnung.

      x"(t) = -a * x(t)

      Oder anders ausgedrückt: Die Kraft bzw. Beschleunigung (die Masse ist ja konstant), die auf schaukelnden Kinder wirkt, ist proportional zur Ablenkung (Ort) der Kinder und letzterer entgegengesetzt (etwas vereinfacht für kleine Amplituden). Diese Differentialgleichung beschreibt annähernd den Schaukelvorgang.

      Die Lösung (eine Lösung) dieser Differentialgleichung ist selbstverständlich eine Exponentialfunktion, und zwar

      x(t) = exp(sqrt(-a) * t) = exp(i * sqrt(a) * t)

      Dann ist

      x'(t) = sqrt(-a) * x(t)

      und

      x"(t) = sqrt(-a) * sqrt(-a) * x(t) = -a * x(t).

      Man sieht, diese Beschreibung der schaukelnden Kinder kommt Ihrem Pseudonym schon sehr nahe:

      x(t) = exp(i * sqrt(a) * t)

      Setzt man sqrt(a) * t = pi, d.h. t auf eine halbe Wellenlänge, dann beschreibt Ihr Pseudonym punktgenau, wo sich die schaukelnden Kinder nach einer halben Wellenlänge befinden.

      Einziger Schönheitsfehler, daß man von mehreren solchen Exponentialfunktionen die richtigen auswählen und zusammensetzen muß, und zwar gemäß Anfangsbedingung. Also z.B.

      x(t) = A * 1/2 * ( exp(i * w * t) + exp (- i * w * t))

      Das ist genau die Kosinusfunktion.

      ist das nicht faszinierend?

      Zur Steuerkurve: Lust, na ja. Was bringt es? Unsere SPÖVP ignoriert das Ergebnis ohnedies. Könnte man aber leicht machen. Z.B. im Hilbertraum der quadratisch integrierbaren Funktionen mit der L2-Norm eine Koordinatendarstellung der Treppenfunktion bezüglich einer gewissen Orthonormalbasis ermitteln. Das wäre ein interessanter Ansatz.

  13. Brigitte Imb
    23. Juli 2015 13:11

    Gehört nicht nur zum Sommerloch, sondern zu den Wahlvorbereitungen der abstürzenden, ehemaligen "Großparteien".
    https://www.facebook.com/FreundeDerTagespolitik/photos/a.304645139672356.1073741828.304628606340676/667804860023047/?type=1&theater

  14. Josef Maierhofer
    23. Juli 2015 11:07

    Das wäre das richtige Sommerthema:

    https://youtu.be/Z3ouS672mjo

    Da könnten alle was sagen dazu:

    Die ÖVP, wie sie für die frei werdenden Beamten wirkliche, echte und produktive Arbeit schafft, die SPÖ, wie man die Arbeit für diese Menschen im Land halten kann, oder sind die gar der Feind der Arbeit, die FPÖ, wie sie ihre Forderungen zum Thema Verwaltungsreform, die sie ja auf der Liste hat, konkretisiert und die Grünen, wie sie endlich zu einem aufbauenden Thema kommen, den sie haben nur teure und ruinöse Themen und Ideologie, bei Stronach weiß man, dass er sofort dafür zu haben wäre, die Neos haben da halt ein Problem zwischen links und liberal.

    Ein zweites Sommerthema ist ganz sicher das schon genannte Zuwandererthema und wie man den Rollladen runterlassen muss, ohne die wirklichen Flüchtlinge abzuweisen.

    Am besten man baut die Flüchtlingslager vor Ort und holt sich die dort überprüften Schutzbedürftigen dann ins Land, das würde auch gleich das Schlepperunwesen erledigen.

    Es gäbe auch noch die Sommerthemen der EU Politik, der Budgetpolitik, etc.

    Ist schon gut, die kalte Progression umfassend zu erledigen, aber was will die SPÖ dafür ? Bisher hat sie die Bildung zerstört, das Heer zerstört, gerade lese ich wieder, dass Herr Klug die Generäle entmachtet hat, kann einerseits gut sein von 145 auf 9 zu kommen, aber bei den Sozis weiß man nie, was sie sonst noch am 'Beipackzettel' stehen haben. Also immer die Frage, was will die SPÖ dafür zerstören dürfen, obwohl sie das Steuergesetz mit beschlossen hat, da sollte man doch auch daran gedacht haben, oder ? Und nicht gleich wieder Forderungen stellen.

    Themen genug, die man allerdings im Bad ertränken wird, wie ich als gelernter Österreicher weiß, um 'frisch gestärkt' aus dem Monate dauernden Urlaub zurückzukommen und den alten Blödsinn wieder weiter zu machen.

    Wann reden wir endlich über die wichtigen Themen ? Und wann vor allem MIT dem Volk ?

    Ist schon gut die kalte Progression, aber nur ein klitzekleines Detail im jahrzehntelangen Urwald der Gesetzesverfehlungen durch SPÖVP.

  15. Wertkonservativer
    23. Juli 2015 09:03

    Wie man's macht, macht man's falsch!

    Das ganze Land erwartet (zurecht), die Regierenden mögen sich was einfallen lassen, um die Reformunwilligkeit ein wenig zu minimieren!
    Und wenn dann ein rühriger und kluger Minister einen Diskussionsvorschlag macht, ist's halt - weil gerade Sommer ist - ein Sommerthema!

    Eine ketzerische Frage in Richtung der blauen Blog-Fraktion:

    wann haben wir das letzte Mal irgendeinen intelligenten Vorschlag seitens der FPÖ gehört? Wann hören wir von dieser Seite echte Kommentare qualifizierter Leute zum aktuellen Polit- und Zeitgeschehen; zu den gesellschaftspolitischen Streit- und Diskussionsthemen? Still ruht der See! Nur keine Wellen!
    Außer Anti-Flüchtlinge, Anti-EU, Anti-Euro, usw.: NullkommaJosef!

    Im Endeffekt kommt also von der FPÖ kaum was! Nicht einmal im Sommer!
    Auf Dauer ist Stimmenfang durch Oppositions-Blabla wohl zu wenig, um das Volk von ihrer staatstragenden Bedeutung zu überzeugen!

    Eine persönliche Einschränkung meinerseits: vielleicht habe ich ja was überhört!
    Nehme gerne faktenuntermauerte Hinweise hinsichtlich ernstzunehmender Beteiligung blauer Spitzenleute an für das Land wichtigen Diskussionen entgegen!

    • Pennpatrik
      23. Juli 2015 11:44

      Es ist nicht fair, von der FPÖ zu verlangen, dass sie öffentlich präsent ist, wenn sie von der gleichgeschalteten Presse (und ich verwende dieses Wort bewusst) boykottiert wird.
      Im Grunde wollen wir eine Partei, die:
      "Eine Politik, die bei Eigenverantwortung, Leistung, Solidarität ansetzt. Ohne einen überbordenden Staat zu haben. Der Staat hat für uns nicht diese etatistische Rolle, die Sozialdemokraten ihm beimessen. Sondern eher eine ordnende, auf die wichtigsten Rahmenbedingungen reduzierte. Aber in Österreich ist diese Staatsrolle schon eine exzessive – bei der Ausgabenquote von 52 Prozent."

      Tja, wo ist diese Partei? Die ÖVP ist es nicht - obwohl der obige Satz vom Obmann der ÖVP - Herrn Mitterlehner stammt und keine 2 Wochen alt ist. Ich habe ihn als Verhöhnung der Menschen empfunden, die die ÖVP wählen.

      Also: Ja, genau so eine Partei, wie sie Herr Mitterlehner anspricht, würde ich wählen und unterstützen. Die ÖVP ist es nicht.
      Der Irrsinn, den z.B. Frau Heinisch-Hosek in ihrer Männerfeindlichkeit gerade anrichtet und der letztlich immer von der ÖVP unterstützt wird, genügt mir schon, um dieser Koalition keine Stimme zu geben.

      Daher: "Es gibt derzeit keine andere Partei, die gegen die derzeit regierende Koalition auftritt, als die FPÖ". Weswegen sie angesprochen und gewählt wird. So einfach ist das.

    • Wertkonservativer
      23. Juli 2015 12:32

      Nun, werter @ Pennpatrik,

      Sie sprechen viel von den vermeintlichen und tatsächlichen Schwächen der ÖVP, jedoch nicht von den tatsächlichen schwarzen Löchern der Freiheitlichen, von denen man im täglichen Blätterwald und in den Medien bestenfalls von ihren (eigentlich einzigen) Schwerpunkten Asyl, Regierungsschelten und EU-Ablehnung etwas vernimmt Und das ist eindeutig zu wenig, um die FPÖ wirklich ernst nehmen zu können!

      Der Vorwurf, die Medien seinen gegen die FPÖ feindlich eingestellt, fällt zum Großteil auf die FPÖ selbst zurück, und kann wirklich nicht als Ausrede für fehlende Konzepte, Vorschläge und bessere Konzepte herhalten!.

      Dass, was Herr Mitterlehner höherstehend zum Idealbild einer Partei gesagt hat, trifft zwar auf die derzeitige Volkspartei auch nicht wirklich komplett, auf die derzeitige FPÖ aber schon gar nicht zu!
      Die ist sowohl personell, als auch organisatorisch derzeit wirklich kaum in der Lage, öffentlichkeitswirksam positiv punkten zu können!

      Wenn sich die wenigen halbwegs tauglichen Mannen um H.C. nicht wesentlich steigern können, wird's mit dem Durchmarsch in Wien und im Staat wohl nicht allzu viel werden!
      Wenn Sie anderer Meinung sind, bitte sehr! Man sollte mir jedoch meine Meinung lassen!

    • M.S.
      23. Juli 2015 12:36

      @Wertkonservativer

      Worauf ist es zurückzuführen, dass eine Partei, von der "NullkommaJosef" zu hören ist, sensationelle Wahlerfolge erzielt, obwohl diese Republik seit neun Jahren von zwei "staatstragenden" Parteien regiert wird?

    • Wertkonservativer
      23. Juli 2015 12:55

      M.S.

      Es herrscht weitgehend Übereinstimmung, dass die FPÖ aktiv kaum was zu den aktuellen Diskussionen beiträgt. Sie schlachtet bestenfalls vermeintliche oder tatsächliche Fehler der Koalition aus, und wartet einfach auf die jeweils nächsten Wahlen.
      Die Eigenleistung der FPÖ: minimal!
      Da werden mir wohl auch weitere aufmerksame Beobachter des Zeitgeschehens beipflichten!

    • M.S.
      23. Juli 2015 14:26

      @Wertkonservativer

      Mag sein, aber die Frage war, worauf es zurückzuführen ist, dass die FPÖ, von der man angeblich nichts brauchbares hört, trotzdem von einem Wahlsieg zu anderen eilt.

    • Wertkonservativer
      23. Juli 2015 15:37

      M.S.

      Nun, die Wahlsiege der FPÖ werden schon noch ein weniger üppiger ausfallen müssen, als der Erfolg im Burgenland: das war noch kein wirklicher Durchbruch!

      Warten wir auf den Oktober in Wien : da können sich die blauen Knaben ja echt profilieren!

    • Undine
      23. Juli 2015 22:13

      @Pennpatrick

      ***************!

      @M.S.

      ***************!

    • Riese35
      24. Juli 2015 08:25

      Wenn man nur die Parteizeitung der ÖVP liest, nur den ÖVP-Parteisender hört und Mitterlehner und sein Schäuflein als die einzig wahren Informationsbezugsquellen akzeptiert, ist es klar, dass man für Äußerungen der FPÖ taub ist. Ich erspare mir das Anführen der Zitate, denn wer hören will, kann hören.

      Ich habe zu Hause einiges an Literatur aus der einstigen DDR, aus Polen und der Räteunion. Die Art, wie hier im Blog manchmal argumentiert wird, erinnert mich sehr daran. Man braucht nur überall in der DDR-Literatur, in den polnischen und russischen Schriften, wo dort Kapitalismus und Faschismus steht, den Begriff durch FPÖ ersetzen, und überall wo KPdSU, SED, PZPR, Politbüro, Zentralkomitee etc. steht, den Begriff durch ÖVP ersetzen. Und schon haben wir das Muster vieler Tulbinger Beiträge dieses Blogs.

    • Wertkonservativer
      24. Juli 2015 08:47

      @ Riese35:

      nun, wenn Sie meine Beiträge pro ÖVP mit DDR-Usancen vergleichen, bin ich über so wenig Fingerspitzengefühl gerade bei Ihnen ziemlich enttäuscht!

      Gerade Sie, der Sie - so wie viele andere hier - täglich bis stündlich über die Volkspartei und ihre Leute herfallen, regen sich auf, wenn ein Andere abschätzige Meinungen über eine ihm unsympathische Partei äußert:
      Sie werden jetzt - wie anzunehmen - einwerfen, Ihre Meinung über die Volkspartei wäre faktenunterlegt und überdies hier mehrheitlich im Schwange!

      Nun, meine Meinung über die FPÖ wird von vielen, sehr vielen im Lande geteilt.
      Bisher hat diese Partei erwiesenermaßen noch kaum was Positives für Österreich getan: Herr Haider und seine Buberlpartie haben insgesamt dem Land etlichen Schaden zugefügt, an dem wir alle noch lange zahlen werden.
      Also bitte: hören Sie mit DDR-Vergleichen auf: das ist weit unter Ihrem üblichen Niveau!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Cotopaxi
      24. Juli 2015 10:29

      @ Herr Wertkonservativer

      Es wird Ihnen nicht gelingen, vergessen zu machen, dass wir die Pleite-Bank dem Schwarzen Finanzminister Pröll zu verdanken haben.

    • Wertkonservativer
      24. Juli 2015 11:19

      @Cotopaxi,

      dass die Pleitebank aber ihren Ursprung, ihre Entwicklung zur Geldvernichtungsmaschine, vorrangig dem Kärntner Mastermind Haider und seinen größenwahnsinnigen Projekten zuzuordnen ist, sollte hier schon prioritär vermerkt werden!
      Auch die verrückten Kärnten-Haftungen, die heute für Kärnten und damit Österreich ein ziemlich problematisches Damoklesschwert darstellen, sind nicht dem Herrn Pröll zur Last zu legen!

    • Cotopaxi
      24. Juli 2015 11:38

      @ Herr Wertkonservativer

      Der vollkommen unprofessionelle Umgang mit diesem Problem ist dem Schwarzen Minister sehr wohl vorzuwerfen - und seiner Schwarzen Nachfolgerin Fekter auch.

    • Riese35
      24. Juli 2015 12:54

      @Cotopaxi: Wie gut, daß zu diesem Zeitpunkt Haider bereits tot war und sich nicht mehr wehren konnte. Vielleicht hat sein Tod sogar damit etwas zu tun. Ist ja jetzt für manche sehr bequem, einen toten Schuldigen zu haben. Bei uns hat man immer gesagt, Gottes Mühlen mahlen langsam aber sicher.

    • Wertkonservativer
      24. Juli 2015 13:13

      @ Riese35:

      dass der gute Haider aber ursächlich an der ganzen Misere schuld war, ist heute weitgehend unbestritten!

      Sie werfen anderen (wie z.B. mir) immer wieder Sturheit im Verharren auf einmal festgelegten, nach Ihrer Ansicht jedoch falschen Meinungen vor: was ist Ihr Bemühen um ein ungetrübtes Haider-Bild anderes, als Beharren auf Ihre festgefahrene Meinung, er sei zunächst ein Held, dann eben ein Opfer irgendwelcher dunkler Mächte gewesen!
      Er war wohl eher ein Opfer seiner selbst!
      Das wird hier aber halt nicht gerne gehört, und daher alle, die anderer Meinung sind, mit verbalen Untergriffen und Häme verfolgt!

    • Riese35
      24. Juli 2015 16:40

      @WK: Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie Ihren kritischen Blick einmal auf die SPÖ und auch auf die ÖVP richten könnten. Versuchen Sie, die Begriffe einmal auszutauschen und lesen Sie sich dann Ihre modifizierten Stellungnahmen mehrmals in Ruhe durch. Sie wären erstaunt, wieviel Wahrheit solche Aussagen enthielten.

      Was sagen Sie übrigens zur ÖVP-Propagandawebseite, auf der diese nun selbst und ganz offiziell zugibt, daß die Vererbung von Grund und Boden im Familienkreis in Hinkunft nicht mehr leistbar sein wird:

      "Betriebsübergaben bleiben durch Deckelung bei Grunderwerbsteuer leistbar. 'Indem wir eine Deckelung von 0,5 Prozentpunkten einziehen, wirken wir dieser Belastung entgegen.' Bundesparteiobmann Vizekanzler Reinhold Mitterlehner"

      Wäre sie nämlich für Familien leistbar, dann wäre sie ganz sicher auch ohne diese Deckelung für Betriebe leistbar.

      Siehe:
      http://www.oevp.at/steuerreform/Mitterlehner-Steuerreform-im-Sinne-von-Arbeitnehmern-und-Unternehmern-konkretisiert.psp

      Ich bitte Sie nochmals höflichst, auf diese und andere Sachfragen konkrete Antworten zu geben. Von mir aus sagen Sie, daß Sie die bevorstehenden Enteignungen gut finden. Die ständige Wiederholung von Parteiparolen kenne ich zu Genüge aus den ehm. sozialistischen Staaten.

    • Wertkonservativer
      24. Juli 2015 20:41

      @ Riese35:

      zunächst möchte ich klar deponieren, dass ich Sie weiterhin sehr schätze!

      Aber gleich vorab: welche Art von Enteignungen meinen Sie ?

      Wenn Erben, die ja schließlich Positives von ihrem Vorfahren Familien-Eigentum zugesprochen erhalten, einen Beitrag an den Staat abzuführen haben, finde ich das nicht so dramatisch: sie erhalten immerhin nicht Selbstverdientes in ihr Eigentum zugesprochen.
      Härten sind tunlichst zu vermeiden, doch Ihre laufenden Jeremiaden ob der Unmöglichkeit, diese Grundstücksteuern für Normalerben zu finanzieren, scheinen mir doch ein wenig übertrieben!

      Dass ich hier laufend Parteiparolen verlautbare bzw. verteidige, möchte ich so nicht stehenlassen:
      ich sage meine Meinung, die eben des öfteren mit der meiner Partei übereinstimmt, doch ich fühle mich nicht als Sprachrohr der Volkspartei!

      Es ist für mich fast unfassbar, nur deswegen von Ihnen (und anderen hier)angegriffen und quasi verurteilt zu we4rden, wenn ich Meinungen, die mit denen der ÖVP korrelieren, hier vertrete!
      Da kann ich nur nochmals (wie schon kürzlich) den Spruch des weiland sächsischen König nach dem 1. Weltkrieg wiederholen:
      "Ihr seid mir scheeene Demokraten"!!!!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wertkonservativer
      24. Juli 2015 21:36

      @ Riese35:

      Zum Vorigen noch ein kluger Spruch unseres deutschen Geistesriesen:

      "Was Du ererbt von Deinen Vätern; erwirb es, um es zu besitzen!"

    • Riese35
      24. Juli 2015 22:02

      @WK: Als Christ gebe ich die Hoffnung nie auf, auch wenn einem der Lohn vielleicht nicht in dieser Welt zuteil wird. Und auch dann, wenn ich manchmal sehr pointiert formuliere und etwas überzeichne, glaube ich, daß Sie es ehrlich meinen und nicht einfach ein Troll wären, wie es manchmal behauptet wird.

      Ich finde die Diskussion mit Ihnen nur sehr mühsam und sehe keine Fortschritte, da Sie nie oder kaum auf konkrete Beispiele eingehen. In meinem letzten Kommentar habe ich eine Aussage der ÖVP gebracht, die meines Erachtens eine Chuzpe gegen Familien ist. Mit keinem Wort gehen Sie darauf ein oder nehmen dazu Stellung, wie Sie diese Sache sehen.

      Vor kurzem habe ich einen Fall durchgerechnet. Und auch wenn es nur wenige sein sollten, so tut mir jeder einzelne leid, der es sich dann nicht mehr leisten kann, die elterliche Erbschaft oder den Familienbesitz zu übernehmen. Gerade innerhalb der Familie kann es durch Unglücksfälle vorkommen, daß innerhalb einer Generation öfter die Eigentumsverhältnisse wechseln (minderjährige Kinder, Eltern sterben durch Unfall etc.). Welche Maßnahmen hat die ÖVP vorgesehen, solche Härtefälle zu vermeiden? Ich kenne keine. Die ÖVP ist sogar noch auf das Gegenteil stolz! Zumindest gemäß ihren eigenen Darstellungen! Das ist für mich der Gipfel der Chuzpe! Wenn ich damit falsch läge, dann bitte her mit den Fakten! Aber bitte konkret und genau quantifiziert, und nicht mit emotionaler Gummispezifikation. Ich bin von 2.000.000 ausgegangen und bin auf Erbschaftssteuern von über 100.000 EUR gekommen. Mit den Informationen, die die ÖVP selbst nennt. Sollte ich falsch liegen, bitte um Aufklärung. Klären wir die Sachlage auf! Ich bin für jeden Kommentar dankbar, der das aufklärt, und würde mich sehr freuen, wenn ich falsch läge!

      Und Sie werden auch wissen, daß sich die große Masse kaum in einer Generation etwas schaffen kann. Was tut man nicht alles für die Kinder? Man denkt in Generationen und schürt nicht den Neid zwischen den Generationen. Wenn man nur auf Selbstverdientes aufbauen dürfte, müßten wir jeder von uns in der Steinzeit anfangen und alle technischen Errungenschaften neu erfinden. Wenn man etwas aufbaut, gibt es das Sprichwort: Die erste Generation hatte den Tod. Die zweite Generation hatte die Not. Und erst die dritte Generation hatte das Brot.

      Was soll also die Bestrafung dafür, daß man in Generationen denkt und etwas aufbaut?

      Warum wird die Vererbung von Gund und Boden so massiv besteuert, anderes Vermögen aber nicht?

      Warum werden nur physische Personen, die vererben können und müssen, besteuert, juristische Personen, die nicht sterben und bei denen kein Erbfall eintritt, aber nicht?

      Warum gibt es überall einen Rechner, was man sich in Hinkunft an Steuern spart, aber keinen Rechner, der die Gesamtbelastung ausgibt? Andere Posten wie die Sozialversicherungsabgaben steigen nämlich. Das ist ein einziger PR-Gag, den kaum jemand mehr ernst nimmt.

      Ich bitte Sie dazu um Stellungnahme. Ich möchte es verstehen.

      Mit wem ich in letzter Zeit rede, und das sind katholische, christlich-soziale, alles andere als schlagende oder deutsch-nationale Kreise, haben die ÖVP satt und wollen dieser Partei keine Stimme mehr geben.

      Ihre poetischen Kommentare sind immer eine Bereicherung. Aber Ihre "sachlichen" Stellungnahmen sind mühsam.

    • Wertkonservativer
      25. Juli 2015 08:47

      Werter @ Riese35:

      zunächst verbindlichen Dank für Ihre wirklich seriösen und großteils sicher auch berechtigten Einwände gegen meine Art der Beteiligung hier.
      Ich gebe zu, manches emotioneller zu betrachten, und den Dingen nicht unbedingt auf den Grund gehen zu wollen.

      Auch ich meine, dass unser Leben sowieso ein Dauerkampf gegen Hindernisse ist, und die Familie der einzige Hort des Vertrauens und der Zuneigung!

      Natürlich ist z.B. die neue Grundstückssteuer-Regelung ein Affront gegen Familien mit Grundstücks-Besitz, und - glauben Sie mir bitte - auch ich bin nicht begeistert über diese neue Einkommensquelle unseres Staates, die allerdings von anderen zivilisierten Ländern in noch härterer Weise Grundstücks-Erben aufgehalst wird.

      Aber abschließend kurz grundsätzlich:

      ich halte das verdienstvolle Tagebuch des Dr. Unterberger nicht in erster Linie für ein Diskussionsforum erlauchter Geister, die mit ihren klugen bis weniger klugen Sub-Kommentaren die Welt retten wollen bzw. sollen, sondern für eine anregende, von den Kommentaren unseres Blogmasters inspirierte Freizeitgestaltung!
      Ihre jeweils persönliche Meinung auszudrücken, ist allen Mitdiskutanten natürlich unbenommen, doch sollte man nicht gleich den Lehrmeister bzw. Richter spielen, wenn man anderer Meinung ist.

      Nochmals: jedem Tierchen sein Pläsierchen, und jedem Blogfreund seine Meinung!

      Abschließend:
      ich kann einfach Ihre Haltung mir gegenüber nicht ganz verstehen, die ja nichts anderes bedeutet, als dass Sie jeden treuen Parteianhänger als borniert, uneinsichtig und erkenntnisresistent ansehen!

      Nun aber: Zeit zum Wochenend-Einkauf!

      Freundliche und respektvolle Grüße,

      Gerhard Michler

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Wyatt
      25. Juli 2015 16:27

      höhrt, höhrt:
      ……….."doch sollte man nicht gleich den Lehrmeister bzw. Richter spielen, wenn man anderer Meinung ist. ………"
      (Aber wohlgemeinte Belehrungen, was man so nicht sagen darf, so nicht sehen sollte, - kurz - alle jene zu tadeln, welche seiner Sicht der "Dinge" widersprechen, das sei dem werten Wertkonservativen schon zugestanden.)

    • F.V. (kein Partner)
      27. Juli 2015 21:06

      Ich bin gewiß nicht der Pflichtverteidiger der FPÖ, aber wenn der werte Wertkonservative meint, daß man außer dem Asyl-/Flüchtlings-Thema und der EU-Ablehnung nichts von der FPÖ höre, so scheinet er nicht begriffen zu haben, daß dies die existenziellsten Fragen überhaupt sind.

      Die Asyl- bzw. Flüchtlingsflutung Österreichs und Europas ist die neue Form des Totalen Krieges, weil dies den irreversiblen Volksmord, den Austritt aus der Geschichte als ehemals gestaltende Kulturnation nach sich zieht. Ich wüßte nicht, welches Thema wichtiger als dieses ist. Es ist dies der wahre Notstand, wobei all die damit verbundenen Nebenprobleme, wie Kosten, Wohnen, Arbeit, ... bereits Dimensionen erreicht haben, die für sich schon alle wirtschaftlichen Grenzen gesprengt haben.

      Und die EU erweist sich jeden Tag mehr und mit immer noch unglaublicheren Rechts- und Vertragsbrüchen, Anmaßungen, Korruption, nicht legitimierten und diktatorischen Ukassen als reiner Verbrecherkomplex, der nicht nur die Souveränität der Staaten sondern auch deren ökonomischen Grundlagen per ESM, Schuldenunion, pseudo-legalem Falschgeld, etc. nachhaltig vernichtet hat. Neuerdings kommt noch dazu, daß das Politbüro in Brüssel alles daran setzt sich in einen von den USA geschürten Krieg „einzubringen“. Auch dies IST der wirkliche Staatsnotstand und Ausnahmezustand, bei dem es um nicht nur das persönliche Wohlergehen, sondern um den Fortbestand Österreichs als selbstbestimmte Nation geht.

      Das vom werten Wertkonservativen so genannte „Regierungs-Bashing“ ist – leider – unvermeidlich, denn es ist die totale Unfähigkeit dieser Regierung die wahren Probleme zu adressieren, und jenen Mist, die sie am laufenden Band fabriziert: eine als Steuerreform verkleidete Steuererhöhung, eine als Schulreform verpackte Nivellierung nach unten, eine völlig überflüssige Zentralmatura mit Absenkung des Niveaus, eine Rekordarbeitslosigkeit, trotz gefälschter Statistiken mit Schulung, Frühpension, ... Betatschen eines Frauenarsches und Meinungsdelikte für wichtig hält. Es sind dies „aufgelegte Elfmeter“, an denen man nicht vorbeigehen kann.

      Wenn es tausend Probleme gibt, die Zeit, Kapazität und Ressourcen aber beschränkt sind, wird man sie nach Wichtigkeit und Dringlichkeit ordnen und priorisieren müssen. Symptombehandlungen und „nice-to-haves“ haben da die Priorität 997, aber die wirklich existenziellen, uns in unserer physischen, seelischen und materiellen EXISTENZ bedrohenden Probleme sind zuerst und mit größten Nachdruck zu lösen.

      All die unzähligen Themen und Problemchen, wie sie das UTB seit Wochen und Monaten auch aufwirft, sind vor den genannten Hauptfragen nur Vermeidungsdiskurse, also Ablankung von dem, was wirklich und energisch angegangen werden müßte. Die hier mit viel Energie diskutierte Stufen- und stetige Funktion für eine „gerechtere“ Besteuerung wäre zB ein Problem der Priorität 998!

  16. Ökonomie-Vergelter
    23. Juli 2015 08:54

    Es ist ein Novum, dass Herr Unterberger die kalte Progression tendenziell verteidigt, indem er von dadurch eintretenden asymmetrischen Aufkommensreduzierungen spricht (ggü den Ausgaben).

    Das ist schwer zu verdauen. Erstens, weil das Aufkommen ja nicht reduziert, sondern bloß stabilisiert werden soll.

    Auch würde das Steueraufkommen durch Einführung einer automatischen Inflationsanpassung der Tarifstufen deshalb nicht geschmälert, weil trotz Inflationsanpassung ein größerer Betrag im Bereich der jeweils höchsten Tarifstufe anfiele.

    Beispiel nach bisheriger Tarifstruktur unter - vereinfachender - Annahme einer 10 %igen Inflation: 50 % Schwelle bei 60.000, jemand verdient im Jahr 90 Tsd (fix, etwa als Filialleiter), also 30 Tsd im höchsten Segment. Wenn die Schwelle nach einem Jahr um 10 % auf 66.000 angehoben würde, und der Unselbständige nach Inflationsanpassung 99 Tsd verdient, bedeutet das sogar einen Zuwachs im höchsten Steuersegment um drei Tausend auf 33.000!

    Tatsächlich brauchen die Politiker die kalte Progression, um alle paar Jahre gschaftlhuberisch den gnädigen Weihnachtsmann spielen zu können, und um sich in der Rolle von Gestaltern der Gesellschaft wähnen zu können!

    • Ökonomie-Vergelter
      23. Juli 2015 11:26

      Ich habe mir die Mühe gemacht es auszurechnen:

      Das Steueraufkommen steigt bei 10 % Inflation und einem entspr. Gehaltsanstieg (von 90 auf 99 Tsd/Jahr) ohne Inflationsanpassung der Steuerschwellen um 4.500 Tsd EUR oder 12,8 %, mit einer solchen Anpassung aber "nur" um 3.518 Tsd oder rd 10 % (- dabei wurden Feinheiten wie Absetzbeträge allerdings außen vor gelassen, es gilt außerdem das bisherige Tarifsystem).

      Und das berechnt sich bei einem Einkommen von 90 Tsd im Jahr 01 so:

      Steuersatz/Tarifstufe.........Einkommenssegmente.......Steuerschuld/Tarifstufe
      0,365 .................................... > 11.000 < 25.001 ...................... 5.110,-
      0,432 .................................... > 25.000 < 60.001 .................... 15.125,-
      0,500 .................................... > 60.000 ................................. 15.000,-
      Steuerschuld gesamt daher: 35.235,00

      Ohne inflationsbezogene Tarifanpassung muss im Jahr 02 nur von 9.000 EUR im obersten Segment 50 % Steuer zusätzlich bezahlt werden (=4.500), was eine gesamte Steuerschuld von 39.735,- ergibt, oder ein Mehraufkommen von 12,8 %.

      Mit Stufenanpassung sieht die Berechnung des Steuerbetreffnisses im Jahr 02 wie folgt aus:

      Steuersatz/Tarifstufe.........Einkommenssegmente.......Steuerschuld/Tarifstufe
      0,365 .................................... > 12.100 < 27.501 ...................... 5.621,-
      0,432 .................................... > 27.500 < 66.001 .................... 16.632,-
      0,500 .................................... > 66.000 ................................. 16.500,-
      Steuerschuld gesamt daher: 38.753,00

      Die Inflationsanpassung ergibt daher hier im Jahr 02 eine Mehraufkommen von "nur" 3.518,- EUR, also rd 10 %.

  17. Politicus1
    23. Juli 2015 08:19

    ein OT als kleine Fussnote, weil es irgendwie auch ein Sommertheater ist:
    da fielen aus heiterem Himmel ein paar schwere Fassadenplatten vom allerneuesten WU-Gebäude im Wiener Prater (das neue ist ja nach rund 30 Jahren bereits abbruchreif, während das alte noch immer gebrauchsfähig ist ...).
    Nun stellt sich angeblich heraus, dass die Sanierung der gepfuschten Arbeiten rund 1,5 Millionen EUR kostet.
    Angeblich hätten am Bau beteiligte Unternehmen und Subfirmen die Sorgfaltspflicht vernachlässigt und die Aufhängung sei ohne mechanische Verschraubung angebracht worden.
    Aber jetzt kokmmt's!
    Die BIG habe sich mit der Montagefirma geeinigt, und übernimmt die Hälfte der Kosten, also 750,000.-, und einen Teil der Kosten übernimmt die Campus WU Ges.b.m.H.
    Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2722816/
    Wie bitte?
    Da ist für die WU ein Ministerium zuständig, für die Liegenschaft und Bausachen die BIG - und dann gibt es noch eine Campus WU Ges.m.b.H.?
    Diese Ges.m.b.H. gehört zu 51% der BIG Beteiligungs Ges.m.b.H., die wieder zu 100% der Firma Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. (BIG) gehört.
    Die anderen 49% gehören der Firma Wirtschaftsuniversität Wien.

    In Wahrheit dürfte damit die WU selbst auf rund 375,000.- EUR Plattenschaden sitzen bleiben ...
    Ob man da nicht an der WU Kurse für Gewährleistung bei Bauschäden abhalten sollte?

    • hamburger zimmermann
      23. Juli 2015 14:20

      politicus1 meint, "ob man da nicht an der wu kurse für gewährleistung bei bauschäden abhalten sollte?".

      Ja, besonders für den wertkonservativen herrn.
      .

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      25. Juli 2015 12:32

      Werter hamburger zimmermann, es wird mir immer ein Rätsel bleiben, warum hier intelligente und überaus seriöse Poster, welche ihre Argumente teils mit höchst zeitaufwendigen Recherchen fachlich und sachlich untermauern, auf einen dummschwätzigen Troll hereinfallen, der diesen Blog lt. eigener Aussage nach, als ledigliche "Freizeitgestaltung" versteht.
      Derart simpel zeigen sich auch seine nie auf klare Fragen antwortende und manchmal primitvst ausfallende ("Kusch, Karli!") Absonderungen.
      Und trotzdem wird mit diesem sich lediglich seine Zeit vertreibenden Hintertulbinger auf Biegen und Brechen diskutiert, wird eingehendst auf dessen elendes Gewäsch eingegangen ohne selbst einen intellektuellen "Erfolg" lukrieren zu können!
      Wie gesagt, für mich völlig unverständlich. Doch ich muß ja nicht alles verstehen...
      MfG

    • Wertkonservativer
      25. Juli 2015 15:31

      Prof. Walter A. Schwarz (kein Partne)r:

      was haben Sie gegen Freizeitgestaltung in und mit dem Tagebuch?

      Für "Kusch, Karli" entschuldige ich mich bei Karl Knaller! Er wird mir vielleicht verzeihen, weiß er doch selbst am besten, wie sehr er mich manchmal auf die Palme bringt! Er wird auch merken, dass ich ab sofort auf Anführungszeichen, deren überschüssige Benützung er mir immer wieder vorwirft, sogar in Fällen echter Sinnhaftigkeit verzichte!.
      Man sieht also, dass ich bereit bin, mich zu bessern!

      Auf Ihre persönlichen Auslassungen mir gegenüber möchte ich gar nicht eingehen: sie sind von Hass und Überheblichkeit geleitet! Soll sein: ich weiß ja wer's sagt!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  18. Politicus1
    23. Juli 2015 07:57

    Jahrelang wurde allgemein über die kalte Progression bei der Lohn- und Einkomensteuer gejammert.
    Damit sich die ÖVP mit Finanzminister nur ja nicht über einen positiven Effekt des von Schelling angekündigten AUS für die Inflationsautomatik bei den Steuerstufen freuen kann, leistet das IHS, das ja jetztvon einem Soziologen geleitet wird, gleich brave Schützenhilfe für die Roten:
    'Die Auswirkungen der kalten Progression seien zuletzt großgerechnet worden, sagte IHS-Mitarbeiter Simon Loretz heute'
    '... bei der derzeitigen Inflation ist die kalte Progression nicht das Hauptproblem'

    Eh klar - was die ÖVP lösen möchte, das kann ja gar kein Problem sein.
    Ein Problem wäre es aber für die Arbeiterkammer, die damit ihre Zwangsbeiträge eingefroren bekäme.

  19. Riese35
    23. Juli 2015 06:51

    Erst mit den letzten Beschlüssen zur Steuerreform ist eine wie eine Atombombe einschlagende neue kalte Progression eingeführt worden, und zwar bei der Grunderwerbssteuer. Bis 250.000 EUR 0,5%, ab 400.000 EUR 3,5%. Warum hat man das, wenn man es schon will, nicht gleich nach den angeblich neuen Vorstellungen durchgeführt?

    Worte sind geduldig. Die Wähler werden die Parteien aber hoffentlich nach den Taten messen.

    • Ökonomie-Vergelter
      23. Juli 2015 08:23

      @ Riese35:

      Die von Ihnen genannten Tarifstufen gelten aber auch nur für Übertragungen im Familienverband, oder soweit außerhalb eines solchen von teilweiser Unentgeltlichkeit gesprochen werden kann (typisches Beispiel: Leibrente). Ansonsten gilt durchgehend 3,5 %.

    • Riese35
      23. Juli 2015 23:32

      @Ökonomie-Vergelter: Wirklich? Ich hatte es anders in Erinnerung. Hat nicht die ÖVP für Unternehmen einheitlich 0.5% herausgeschlagen?

    • Riese35
      24. Juli 2015 08:31

      @Ökonomie-Vergelter: Jetzt habe ich etwas auf der Propagandaseite der ÖVP gefunden:

      "Betriebsübergaben bleiben durch Deckelung bei Grunderwerbsteuer leistbar

      'Indem wir eine Deckelung von 0,5 Prozentpunkten einziehen, wirken wir dieser Belastung entgegen.'
      Bundesparteiobmann Vizekanzler Reinhold Mitterlehner"

      Siehe die ÖVP-Propagandaseite:
      http://www.oevp.at/steuerreform/Mitterlehner-Steuerreform-im-Sinne-von-Arbeitnehmern-und-Unternehmern-konkretisiert.psp

      Im Umkehrschluß kann man also sagen, Übergaben, die keine Betriebsübergaben sind, also z.B. solche in der Familie, werden in Hinkunft im neuen Steuersystem nicht mehr leistbar sein.

      Bravo ÖVP!!!

    • Ökonomie-Vergelter
      27. Juli 2015 00:27

      In etwa so hatte ich es auch gemeint.

      Grunderwerbsteuer im Rahmen von Betriebsübergaben ist etwas anderes als die Grundbesteuerung außerhalb solcher Übergaben.

      Und die Deckelung von 0,5 % betrifft eben nur Betriebsübergabe-Szenarien. Im Familienverband werden dadurch die Tarifstufen (logisch) irrelevant, bei Teilentgeltlichkeit außerhalb eines solchen (zB bestimmte Leibrenten als Versorgungsrente von einem vertrauten/verdienten "bloßen" Mitarbeiter) behalten sie ihre Bedeutung bei. Hier kommt für den entgeltlichen Teil (dh im Ausmaß der Entgoltenheit) jedenfalls 3,5 % zur Anwendung.

    • Ökonomie-Vergelter
      27. Juli 2015 00:30

      zu ergänzen:

      ... sofern die Steuer nicht 0,5 % vom Wert des gesamten Grundstückes übersteigt (dh entgeltlicher und unentgeltlicher Anteil zusammen).

  20. socrates
    23. Juli 2015 04:07

    OT. Wer pleite ist - UKRAINE, GRIECHEN - und wer Geld bekommt ist eine politische und keine wirtschaftliche Frage: Hauptsache das Volk wird nicht gefragt = indirekte Demokratie.
    Frische 1,8 Milliarden aus der EU für die Pleite-Ukraine. Ralf Streck
    http://m.heise.de/tp/artikel/45/45512/1.html
    Von der EU-Kommission, vom IWF und von der Europäischen Bank für Wiederaufbau fließt wieder reichlich Geld

    Die EU-Kommission hat gestern die ersten 600 Millionen Euro von insgesamt 1,8 Milliarden Euro in die Ukraine überwiesen. Gleichzeitig einigt sich das Pleite-Land auch mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über neue Finanzhilfen.

    Der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk sagte am Mittwoch, er erwarte, dass die Entscheidung über die Bereitstellung von 1,7 Milliarden US-Dollar am 31. Juli falle. Das ist ein Teil der 17,5 Milliarden Dollar, die dem Land vom IWF zur Verfügung gestellt werden (IWF bewilligt Milliardenkredit an die Ukraine). Fünf Milliarden sind davon insgesamt schon geflossen, obwohl der Fonds damit gegen seine zentralen Regeln verstößt, kein Geld an Länder mit internen kriegerischen Konflikten fließen zu lassen. Zudem werden dem Land mehr Mittel als üblich gewährt und das Geld dürfte auch nur fließen, wenn das Land in den nächsten 12 Monaten seinen Verpflichtungen wieder nachkommen kann (Zahlungsausfall der Ukraine droht).

    Premier Jazenjuk traf gestern Nato-Befehlshaber Breedlove und erklärte wieder einmal, dass Russland eine Bedrohung nicht nur für die Ukraine, sondern für "die ganze freie Welt" sei. Damit nicht genug, bedroht Russland die Ordnung, Sicherheit und Wirtschaftsstabilität der ganzen Welt. Bild: kmu.gov.ua
    Während es beim IWF um schon gewährte Gelder geht, fließen aus dem Steuersäckel der EU-Bürger frische 1,8 Milliarden Euro an das Pleite-Land, damit es auch den verdoppelten Militärhaushalt schultern kann. Der stellvertretende EU-Kommissionspräsident Valdis Dombrovskis erklärte: "Die heutige Auszahlung zeigt die vollständige Entschlossenheit der EU der Ukraine in diesen schweren Zeiten beizustehen."

    Angeblich soll mit dem Geld der "mutige" Reformkurs der ukrainischen Regierung unterstützt werden. Es gehe darum, "dringende Finanzierungsbedürfnisse" des Landes zu decken und bei der wirtschaftlichen Stabilisierung des Landes zu helfen. Die EU, die sich in Griechenland so hart zeigt, will die Reformen der ukrainischen Regierung in Bereichen wie dem Energiesektor, dem Sozialsystem und dem Finanzsektor unterstützen.

    Und es ist nicht das erste Mal, dass die Ukraine viel Geld aus der EU erhält. Zwischen 2010 und 2014 wurden sogenannte Makrofinanzhilfen in Höhe von 1,61 Milliarden Euro bewilligt. Das Land ist auch nach Angaben des IWF pleite. Es soll einen Schuldenschnitt erhalten und zudem stürzt die Wirtschaft des Landes ab. Sie soll in diesem Jahr mit 9% sogar noch stärker schrumpfen, als ohnehin schon erwartet worden war. Es handelt sich um das berühmte Fass ohne Boden, das im Rahmen des Eurolands und EU-Mitglieds Griechenland immer beschworen wird.

    Einen "Kredit" in Höhe von 300 Millionen Euro erhält die ukrainische Gasgesellschaft Naftogaz nun auch von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, berichtete Ukrinform gerade. Damit solle der "Unterschied zwischen dem Kauf und Verkauf von Gas" überwunden werden. Es handele sich um eine Ergänzung zum im Dezember 2014 abgeschlossenen Abkommen über die Modernisierung des ukrainischen Gastransportabkommens (GTS).

    • Nemo
      23. Juli 2015 08:03

      @Socrates: Danke für diese interessante Zusammenstellung. Es sind riesige Beträge, die da plötzlich fliesen, aber letztendlich muß alles erwirtschaftet und in irgend einer Weise zurückgezahlt werden. Man fragt sich, welche Kräfte und Interessen dahinter stehen und wem das alles nützt.
      Als Normalsterblicher hört man darüber kaum etwas, und ich bezweifle, dass der "Normal-Ukrainer" weiß, was da mit "ihm" geschieht und in welche Abhängigkeit "er" geraten wird.





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