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Hurra, die Bildungsreformgruppe ist (fast) tot

Das Zerbrechen der Bildungsreformgruppe durch den Auszug zweier Landeshauptleute ist erfreulich. Denn es macht eine Einigung auf eine „Bildungsreform“ nach Art dieser Bundesregierung nun ziemlich unwahrscheinlich.

Das ist nicht primär deshalb gut, weil es ein neuer Beweis für die völlige Unfähigkeit der Regierung Faymann ist. Denn dafür brauchen wir längst keine Beweise mehr.

Das Auseinanderfallen der Koalitionsgruppe ist vor allem deswegen zu begrüßen, weil das Ergebnis dieser Reformgruppe wahrscheinlich so wie das der Steuerreform ein sehr schlechtes wäre. Da ist der Status quo eindeutig vorzuziehen. Der ist auch (noch) gar nicht so schlecht, wie er gerne dargestellt wird. So sprach die SPÖ-Ministerin Heinisch-Hosek jetzt in einem ORF-Interview: "Wir wollen, dass wir gute Bildungsziele definieren, damit wir bei den 15-Jährigen nicht so viele Aussteigerinnen und Aussteiger haben.“ In Wahrheit ist die Schulabbruchsquote in Österreich aber geringer als in allen anderen EU-Staaten.

Die Vermutung, dass der Status quo besser ist als Reformen durch diese Regierung, gründet sich auch darauf, dass praktisch alle „modernen“ Bildungsreformen der letzten Jahre und Jahrzehnte nicht zu Verbesserungen der Schulqualität, sondern zu immer weiteren Verschlechterungen und Leistungssenkungen geführt haben (von diesem Urteil ist lediglich die Zentralmatura auszunehmen, die trotz einiger Problemzonen alles in allem eine positive Entwicklung ist).

Da ist es eindeutig besser, wenn die Reformkommission kein Ergebnis produziert. Damit es nicht schon wieder zu einer als „Bildungsreform“ getarnten weiteren Niveausenkung kommt. Dass eine Reform durch diese Kommission Schlechtes bedeuten würde, scheint aus mehreren Gründen fast gewiss:

  • weil nirgendwo wirklich gute Schulkonzepte vorliegen, die endlich Leistung und Vielfalt zu den zwei zentralen Prinzipien machen würden;
  • weil die Unterrichtsministerin an einem dirigistisch-zentralistischen Macht- und  Ideologie-Konzept hängt; wie etwa auch ihr jüngster Sexualerlass und das plötzliche und für viele Schulen katastrophale Verbot ihrer fast einzigen eigenen Einnahmen durch Werbung handfest gezeigt haben; bezeichnend für ihr Denken war auch ein entlarvendes ORF-Interview der Ministerin, wo ihr neben unzähligen wolkigen Phrasen im Varoufakis-Stil als einzige konkrete Konzession an die Schulen nur einfiel, dass die Schulen doch künftige die „Pausen anders gestalten“ dürfen sollen – ansonsten verlangte sie jedoch dauernd ein System „aus einem Guss“, was ja nur eine Umschreibung für zentralistischen Dirigismus ist;
  • weil auch die Bundesländer nach allem, was man weiß, eher Macht für sich und nicht wirklich für die Schulen wollen;
  • weil eine von dieser Ministerin gewünschte Schulreform eine Verfassungsreform benötigen würde – was die Grünen ins Spiel bringt, die ja seit jeher offen eine Leistungs- und Schulzertrümmerung durch linke Gleichmacher- und Zwangskonzepte anstreben;
  • weil alleine der Teilnehmerkreis des Reformgruppe zeigt, dass da nur Machtpolitiker und keinerlei Experten dabei sind.

Denn nicht einmal die eigenen Bildungssprecher (geschweige denn die der Opposition) sind von den koalitionären Machtheinis beigezogen worden, obwohl man annehmen kann, dass sich wenigstens die in Sachen Schule halbwegs eingearbeitet haben. Auch kein einziger Lehrer-, Schüler- oder Elternvertreter ist dabei – die verstehen offenbar von Schule nichts. Auch kein einziger einschlägig aktiver Wissenschafter (obwohl etwa die Professoren Hopmann, Liessmann oder Taschner da überaus Substantielles dazu einbringen könnten) ist da eingeladen worden – die sind ja politisch nicht lenkbar. Statt dessen zieht im Hintergrund die unter Einfluss von Androsch und ÖBB gesellschaftspolitisch weit nach links gerückte Industriellenvereinigung die Drähte, obwohl deren Bildungspapiere blühenden Unsinn enthalten.

In der Gruppe finden sich statt der genannten Schulpraktiker nur jede Menge Landeshauptleute und Regierungsmitglieder wie etwa die Innenministerin. Dabei hätte diese wahrlich mit der historischen größten Herausforderung der österreichischen Politik wohl mehr als genug zu tun. Aber die Dame ist offenbar das Universalgenie der ÖVP, egal ob es um Heeres-, Asyl- und Migrantenpolitik oder Sozialpolitik geht.

Jedenfalls hat noch kein einziger der „Reformer“ auch nur eines der für ein besseres Bildungsergebnis wirklich notwendigen Dinge angesprochen. Die da im Wesentlichen sind:

  1. Berechtigung der AHS, Aufnahmsprüfungen abzuhalten, damit nicht – wie die Linken behaupten – die Kinder mit den ehrgeizigsten oder bestbetuchten Eltern, sondern die mit der besten Eignung aufgenommen werden.
  2. Verbot nicht-deutschsprachiger Kindergärten (die massenweise aufgeblühten türkischen und arabischen Kindergärten führen derzeit das angebliche Deutschlernen durch die Kindergartenpflicht ad absurdum; sie sind statt dessen oft nur frühkindliche moslemische Indoktrinationsanstalten).
  3. Sonderklassen zum Aufholen für alle jene Schüler, die noch nicht ausreichend Deutsch können, um dem normalen Unterricht voll zu folgen.
  4. Wiedereinführung der getrennten Leistungsgruppen in den Schulen der 10- bis 14-Jährigen, wenn Eltern und Lehrer der Schule das so wollen.
  5. Massenweise Gratiskurse an den Schulen für alle Eltern, die noch nicht gut Deutsch können, vor allem die Mütter. Am besten obligatorisch.
  6. Freie Entscheidung der Eltern und Lehrer bei Neubestellung eines Direktors.
  7. Autonomie der Schuldirektoren bei der Kündigung eines Lehrers nach den gleichen Richtlinien, nach denen das auch ein privater Arbeitgeber darf oder nicht darf.
  8. Inhaltliche Freiheit für jede Schule und damit große Vielfalt – mit einer zentralen Leistungsfeststellung bei Matura und mittlerer Reife als Gegenpol.
  9. Strenges Verbot, einen Lehrer staatlich zu disziplinieren, weil er konsequente Leistungsanforderungen an die Schüler stellt.
  10. Gleiches Geld an die Schulen für jeden Schüler, gleichgültig ob er staatliche oder private Einrichtungen besucht (sowie ein Plus an Geld für technische Schulen und jene Schulen, die nachweisliche Erfolge bei der Betreuung ursprünglich bildungsferner Jugendlicher haben).
  11. Am meisten Handlungsbedarf bestünde – auch in Richtung Lehrerausbildung – an den Universitäten. Etwa dass Lehrer wenigstens die Sprache beherrschen müssen, die sie laut Uni-Zeugnis künftig unterrichten dürfen. Oder dass Volksschullehrer rechtschreiben können.

Wetten, dass nichts davon herauskommen wird. Wenn bei dieser Kommission überhaupt etwas zustandekommt, dann nur weitere leistungssenkende und populistische Unsinnigkeiten, wie es deren in den letzten Jahren und Jahrzehnten schon so viele waren:

die Neue Mittelschule,
die massive Reduktion der Schultage,
die Abschaffung der Aufnahmsprüfungen,
die genderistische Sprachzertrümmerung,
angeblich „entrümpelnde“ Stundenkürzungen,
Ausdünnung der dualen Fachausbildung durch Forcierung von Matura und zukunftslosen Massenstudien,
Inklusions-Zwänge auch dort, wo es ganze Klassen stört oder die Behinderten diskriminiert,
Reduktion der disziplinären Möglichkeiten eines Lehrers gegenüber einem die ganze Klasse terrorisierenden oder sonst destruktiven Schüler usw.

Am verheerendsten wären als Ergebnis der Reformgruppe weitere Schritte in Richtung zwangsweiser Ganztagsschulen oder in Richtung zwangsweiser Gesamtschulen. Aber seit die ÖVP unter der jetzigen Führung ohne Rücksicht auf Bürger, Wähler und Jugendliche vor allem „modern“ sein will, ist das nicht mehr auszuschließen. Mit solchen Verbrechen an Kindern und Familien könnte sie sich dann im Gegenzug mehr Macht für die Landeshauptleute erkaufen.

 

PS.: Die steirischen Elternvereine haben zu Recht dagegen protestiert, dass in den Schulen in den letzten Wochen vor Schulschluss gar nichts mehr passiert. Dass die Kinder immer früher nach Hause geschickt werden. Sie fragen: Wo bleibt die „Unterrichtsgarantie“, wo die „verlässliche Schule“ der Politik-Rhetorik? Ist der Besuch von Freibädern die richtige Form von Schulunterricht? Um da wieder einen Hauch vom eigentlichen Sinn einer Schule hineinzubringen, bräuchte es mit Sicherheit keine Gesetze, keine Kommission, sondern nur eine Ministerin, die statt Ideologie endlich wieder Schule im Kopf hat. Hätte.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    16x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2015 00:33

    Ich habe schon unendlich viele Schul"reformen" erlebt. Immer waren es sogenannte Experten, die unsere Kinder ins Chaos stürzten. Einige Schlagworte: Ganzheitsmethode (nachher konnten die armen Patscherl kein Wort buchstabieren), Mengenlehre (ein Formalismusexzeß der jedes Zahlenverständnis vernebelte), Notenabschaffung (kein Kind hatte mehr ein Erfolgserlebnis). Ein linkes Bildungssystem produzierte Absolventen bewußt am Arbeitsmarkt vorbei. Orchideenstudien explodierten. Politikwissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Soziologie, Genderismus, Marxismus, Theaterwissenschaften [bisher konnte mir noch niemand erklären, was daran WISSENSCHAFT wäre] ... und die Folge: Ärztemangel sowie fehlende Techniker, Facharbeiter und Meister! Die Linken genieren sich offenbar für ihre eigene Wählerschaft. Es gibt zwar viele, aber nicht nur Schulabbrecher (bzw. Maturazeugnis-Suchende).

  2. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2015 08:27

    Sehr geehrter Herr Unterberger!
    Ich habe hier schon so viele Kommentare geschrieben, diesen will ich nicht kommentieren, weil er mir aus dem Herzen spricht.
    Danke und alle Sterne die hier vergeben werden an Sie.
    Es wäre schön, wenn dieser Kommentar über eine Presseaussendung auch in anderen Medien landen würde.

  3. Ausgezeichneter KommentatorHuxley
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2015 10:15

    1970:
    Weihnachtsferien, Osterferien, Sommerferien, Sonntage und Feiertage.
    Tatsächlicher Unterricht: An 64% aller Tage.

    2015:
    Weihnachtsferien, Semesterferien, Osterferien, Sommerferien, schulautonome Tage, Sonntage und Feiertage, Zwickeltage, letzte Schulwoche kein Unterricht, Samstag kein Unterricht.
    Tatsächlicher Unterricht: An 49% (!) aller Tage.

    Gesamtschule 2025:
    Weihnachtsferien, Semesterferien, Osterferien, Sommerferien, schulautonome Tage,
    Sonntage und Feiertage, Zwickeltage, letzte Schulwoche kein Unterricht, Samstag kein Unterricht, belastungsfreie Kreativ-Montage, mindestens vier pädagogische Sondertage.
    Tatsächlicher Unterricht: An 38% aller Tage.

    Die vielen "Entlastungen" haben zwei Ursachen. Erstens gab und gibt es immer Journalisten und Politiker mit Kindern in der Familie oder Verwandtschaft, die das Gymnasium nicht schaffen. Diese Kinder müssen "entlastet" werden.
    Zweitens haben viele Grünpolitiker und-Aktivisten einen Hass auf die "bürgerliche" Bildungsstätte, wo man noch lernt, was richtig und falsch ist, obwohl man heute männlich/weiblich, richtig/falsch usw. im Sinne eines völlig durchgeknallten Relativismus frei wählen kann.

    Summary: die Herrschaft der bildungsfreien Idioten hat längst begonnen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorRudolf
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2015 10:23

    Vierzig Jahre lang hat die Politik die Schüler „entlastet“ und das Niveau gesenkt.

    Urplötzlich lautet die Parole. „Fördern und fordern!“. Die Bildungsdebatte in Österreich pendelt somit zwischen Kehrtwendungen und Pseudo-Expertentum hin und her.

    Es ist in diesem Chaos alles enthalten außer Kompetenz und echter Bildungswille.

    Der obiger Artikel ist so vollständig und richtig, dass man jede Zeile unterschrieben kann.

  5. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2015 11:21

    Zwei Punkte möchte ich dazu anmerken:
    1) plädiere ich immer mehr für eine Abschaffung der Matura.
    Die in immer mehr Studienfächern geforderten Eignungsprüfungen (oder Aufnahmetests ....) zur Studienzulassung machen das Maturazeugnis obsolet!
    Ein positives Abschlusszeugnis der 8. AHS-Klasse, bzw. 5. BHS-Klasse erfüllt den Zweck.
    Die Abschaffung der Matura bedeutet: beträchtliche Kostenersparnis, Vemeidung von unnötigem Stress für Schüler, Eltern, Lehrer und Direktoren.

    2) mein Dank den steirischen Elternvereinen für ihre Kritik am vergeudeten letzten Monat des Schuljahrs!
    Dazu mein Vorschlag:
    Nützen wir den Juni als Vorbereitungsmonat für das nächste Schuljahr, für die neuen Herausforderung in der kommenden Schulklasse.
    Beispiel: in einer 2. Klasse Gymnasium können die Kinder, die im nächsten Jahr mit Latein beginnen, schon für den Gegenstand interessiert werden, wieso sie überhaupt Latein lernen, wo das heute noch wichtig ist ...
    Ebenso wäre ein Vertrautmachen mit den kommenden Stoffinhalten anderer Gegenstände durchaus sinnvoll.
    Damit könnten die Tage des 'Hinführens' zu Schulbeginn vermieden werden - und das Schuljahr kann sofort mit Volldampf begonnen werden.

    Schlusssatz:
    Der Eintritt des allseits beleibten Wiener Bürgermeisters mit den Händen im Hosensack sollte eigentlich Grund genug sein, dass noch weitere Kommissionsmitglieder ihre Mitarbeit dort beenden.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2015 00:41

    Bim Lesen der 11 Punkte habe ich mir schon gedacht: Ach, wie wär´ das schön, aber es wird nicht wahr, und AU hat mich dann belehrt, dass er es auch weiß.
    Schön ist jedoch, dass sich unter den Auszüglern nicht nur der erzschwarze Pröll befindet, sondern auch der ins Zwielicht geratene rote Niessl. Dem freilich ein steingemeißelter Häupl folgt. Und die Zusammensetzung des Forums ist auch typisch für unser Land: lauter Nebochanten mit ausschließlichen Eigeninteressen.
    In der ZIB 2 hat die Neo-Abgeordnete (glaube ich) auf die zahlreichen missglückten Reformaktionen der Regierung hingewiesen. Den Hinweis auf die Frau Schnittlauch auf allen Suppen namens Mikl-Leitner und auf die mit Schnittlauch im Kopf beglückte Frau Heinisch-Hosek hat sie nicht getätigt. Ich tue es (nach unserem Blogmaster).

  7. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2015 07:17

    Der Haupt - Geburtsfehler linker Agenden ist die Generaltendenz, das Evolutionsprinzip für die Menschheit in möglichst jeglicher Beziehung abschaffen zu wollen. Daraus resultiert die Leistungsfeindlichkeit nicht nur in Schulangelegenheiten, sondern etwa auch an den Arbeitsplätzen; die Mindestsicherung ist ebenfalls als Ausfluß hievon zu sehen; mit letzterer gelingt es so Manchem, lebenslang beim Steuerzahler zu schmarotzen. Den Griechen etwa ist dies bis dato hervorragend gelungen; allerdings rückt wohl deren Zahltag - gottseidank - aktuell beinahe überfallsartig näher, was hoffentlich als Augenöffner für Leistungsverweigerer, und jene Menschen, die sich von letzteren am Nasenring haben vorführen lassen, dienen kann; im öffentlichen Sichtbarwerden solch desaströser Folgen leistungsaverser Lebensphilosophie liegt eben auch die Chance eines Erkenntnisgewinnes für so manche bisher linksaffine Bevölkerungsgruppen. Feymann, der besagten Erkennnisgewinn als potenziell parteischädigend erkannt haben dürfte, wollte den Griechen mutmaßlich nicht zuletzt deshalb weitere Milliarden auf unsere Kosten zuschanzen.
    Zu hoffen ist jedenfalls, daß die Proponenten marxistischer Paradigmen von der Bevölkerung bei kommenden Wahlen dramatisch abgestraft werden; die asiatischen Völker - etwa Japan, Südkorea, und de facto, kommunistische Staatsideologie hin oder her, auch China - halten sich an die linke Ideologie nicht - und sind unwahrscheinlich erfolgreich damit; ihre Produkte überschwemmen die ganze Welt.
    Selbstverständlich aber kommt etwa Gewerkschaften ein bedeutender Platz in Arbeitswelt und Gesellschaft zu; derzeit dürften diese Herrschaften in europäischen Landen allerdings viel zu mächtig ("hypertroph") geworden sein, und schaden durch ihre ubiquitären Einflußmöglichkeiten den Interessen nicht nur der von Ihnen Vertretenen, sondern dem ganze Staatswesen mehr, als sie Nutzen bringen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTorres
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    05. Juli 2015 11:18

    Man sollte sich über den Auszug zweier Landeshauptleute aus der Bildungsreformgruppe nicht zu früh freuen; sie wurden ja sofort "ersetzt", und wie! Statt dem eher liberalen und offenen Niessl kam der ideologiefeste Häupl, statt (dem immerhin Akademiker) Pröll der "hochgebildete" Tiroler Dorfgendarm Platter. Na, wenn das keine Qualitätssteigerung ist!


alle Kommentare

  1. angehender AHS-Lehrer (kein Partner)
    10. Juli 2015 02:07

    "...ist (fast) tot"=>Nein, es gibt einfach viel zu viele Leute, denen es unglaubliche Freude macht, an allem herumzudoktern!
    Jüngst wurden uns in einer didaktischen LV gezeigt, wie der AHS-Geschichteunterricht in Zukunft aussehen soll (Entwürfe des neuen Lehrplans, allerdings eigentlich noch geheim):
    Auf die Vermittlung einer Chronologie wird bewusst verzichtet. Ein Maturant wird kein Grundwissen über Antike, Mittelalter und Neuzeit mehr haben! Module werden im Vordergrund stehen. Das Modul, das ich gesehen habe, hieß: Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Holocaust... Ich kann's mir schon vorstellen: "Wie Zebra den Flüchtlingholocaust verhindert-'Das Recht auf Einwanderung besteht', sagt XY"

  2. Martin W. (kein Partner)
    06. Juli 2015 13:40

    Ausnahmsweise einmal ein gut recherchierter Artikel, mit dem AU beweist, dass er recherchieren und exzellent schreiben kann - wenn er will.
    Denn die Texte über Griechenland enthalten nichts als gehässiges Widerkäuen von Stammtischpropaganda vom Informationswert einer Stillen Post. Das Betrachten x-beliebiger ARD-Reportagen oder die Befassung mit Debatten im deutschen Bundestag könnten da nämlich schon weiterhelfen.

  3. We don't want EUnuchs (kein Partner)
    05. Juli 2015 18:52

    Die Wirtschaftskiller der Troika wurden heute von einer griechischen Buk im Genick getroffen. Die Auswirkungen dieses Genickschusses werden die Folgen des NATO-Abschusses von MH17 weit in den Schatten stellen. Tod der EU!

    • NWO (kein Partner)
      05. Juli 2015 19:55

      Die Gläubiger-Banken bekommen über den Umweg über Griechenland kein Scheingeld mehr, aber die ukranischen Neonazis bekommen schon noch Milliarden zum Töten der Russen.

  4. Torres (kein Partner)
    05. Juli 2015 11:18

    Man sollte sich über den Auszug zweier Landeshauptleute aus der Bildungsreformgruppe nicht zu früh freuen; sie wurden ja sofort "ersetzt", und wie! Statt dem eher liberalen und offenen Niessl kam der ideologiefeste Häupl, statt (dem immerhin Akademiker) Pröll der "hochgebildete" Tiroler Dorfgendarm Platter. Na, wenn das keine Qualitätssteigerung ist!

  5. cmh (kein Partner)
    05. Juli 2015 10:33

    Nein, nein und nochmals nein!

    Die Zentralmatura stammt aus dem Geist der Franzosen mit ihrem krankhaften Zentralisierungswahn. Das kann bei uns nur aufgepfropft sein zu allseitigem Nachteil.

    Auf diese Art und Weise züchtet man nur gekrümmt Häckchen, die in ständiger Aufruhrbereitschaft stehen. Wie kann man denn nur draufkommen, dass eine anonyme Zentralbehörde besser über die Reife einer Persönlichkeit entscheiden kann als der Lehrer, der einen Schüler vielleicht schon ein Schülerleben lang kennt? Das geht nur bei permanentem Misstrauen dem Lehrer gegenüber, den die Franzosen dann auch jährlich wechseln lassen.

    Andi, schmeiss den Sozen aus Deinem Hirn!

    • heartofstone (kein Partner)
      05. Juli 2015 19:03

      Auch wenn ich Franzosen nicht leiden kann (ist aber eine andere Geschichte) was soll schlimm daran sein wenn die Maturaaufgaben nicht vom prüfenden Lehrer vergeben und korrigiert werden?

      Meine Idealvorstellung: Der Maturaaspirant drückt auf einen Knopf, bekommt eine zufällige Aufgabe für das jeweilige Fach und wird von einem zufällig ausgewählten Prüfer benotet. Keine persönlichen Mauscheleien, keine Unterstützung. Natürlich darf auch die Kommission bei der mündlichen nicht aus dem Umfeld stammen ... Motto:

      Sort them out ... oder wollen sie später zB von einer zwar durch die "Genderprüfung" gekommenen aber ansonsten unfähigen Ärztin behandelt werden?

  6. OXI (Nein) (kein Partner)
    05. Juli 2015 09:23

    OXI (Nein) zu SPÖVP!

  7. Finanzputsch Europa (kein Partner)
    05. Juli 2015 08:44

    Die griechischen Banken hatten den Stresstest bestanden. Alles ist in bester Ordnung ;-)

    • CIA-Nazi (kein Partner)
      05. Juli 2015 08:49

      Wenn die EZB ein paar Transportmaschinen voll mit bunt bedruckten Zettelchen nach Äthen schicken sollte, dann wäre der Abschuss durch eine NATO-Buk-Rakete eine lustige Sache!

  8. fewe (kein Partner)
    05. Juli 2015 07:27

    Dass ich in die Schule gekommen bin ist schon mehr als 45 Jahre her. Seit ich mich erinnern kann, hat es Schulversuche gegeben. Der einzige sinnvolle davon, der mir in Erinnerung ist, ist die Teilung der Klassen in Leistungsgruppen in manchen Fächern.

    Damals hatte es auch Aufnahmsprüfungen für AHS gegeben. Ich verstehe nicht, was damals schlecht war. Wenn man schwach ist soll man das ruhig spüren, es ist dann die normale Reaktion, dass man sich bemüht. Strafen sind durchaus wichtig.

    Kinder werden heute unterrichtet wie Tiere dressiert werden; mit Motivation. Wer nie lernt, sich selbst zu motivieren, wird immer abhängig von Anerkennung sein. Der linientreue Staatsbürger ist wohl das Ziel.

  9. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      05. Juli 2015 01:31

      Eben lese ich zwischen „Infos zum Tagebuch“ und „Fragen und Antworten“ ein offensichtliches Werbeinserat: „Treffen Sie afrikanische Singels“ mit dem Bild einer scheinbar attraktiven Negerhure.

      Also Werbung/Anbahnung zum „Bubu“ – „Bunte budern“ -, wie man in Südafrika die Wochenend-Ausflüge nach Mocambique oder Lesotho kennzeichnete, wenn man wegen der dieses wichtige Vorhaben hindernden Apartheid zu diesem wichtigen Zweck ins benachbarte Ausland fuhr.

      Das ist ja – Gottseidank – in unserem liberalen und aufgeklärten Land nicht notwendig, ja sogar ein Zeichen besonderer Tolleranz, weswegen diese – hoffentlich entgeltliche - Annonce im Unterberger-Tagebuch auch am richtigen Platz ist.

      Bedauerlicherweise entnahm ich der jüngsten Diskussion um die Bildungsreform, daß die schulischen Lehr- und Praxisveranstaltungen in sogenannten „Sexualkunde-Unterricht“ auch von so maßloser Kritik niedergemacht werden, daß dieses löbliche Inserat womöglich „vor seiner Zeit“ erscheint und damit nicht den zu wünschenden Erfolg haben könnte.

    • fewe (kein Partner)
      05. Juli 2015 07:35

      Aha, ich dachte, das schreibt man mit "p", demnach also Bupu, womit ich mich sehr blamiert hätte. Wieder was dazugelernt. Vielen Dank für Ihren lehrreichen Kommentar.

  10. Ambra
    04. Juli 2015 22:44

    Danke für diesen Artikel, der alles enthält, was zu dem traurigen Thema zu sagen ist ! Aber solange es eine Ministerin H-H gibt, die ein ganzes Interview lang nur Gemeinplätze, Phrasen und Unsinnigkeiten von sich gibt und die ÖVP offensichtlich selbst uneinig ist, wird sich nichts ändern und die Nivellierung nach unten munter weiter gehen.
    Ich bin Maturajahrgang 1958, ein sehr gutes humanistisches Gymnasium bildete uns heran (Bubenschule mit sehr wenigen Mädchen und wie wir vor kurzem bei unserem jährlichen Treffen wieder feststellen konnten, sind wir froh und glücklich, daß in unserer Jugend noch klare Verhältnisse inkl Strenge und allgemeiner BILDUNG herrschten. So gingen alle ihren erfolgreichen Weg und dies in den ver-
    schiedensten Berufen. Offensichtlich gab es auch die vielzitierte "soziale Gerechtigkeit", denn wir entstammten verschiedenen Kreisen und es waren unter den Eltern mehr Nicht-Akademiker als Akademiker - was aber keinerlei Rolle spielte.
    Es gab in diesem Land also ein gutes Schulsystem und es ist nicht einzusehen, warum dies mit Gewalt successive kaputt gemacht werden soll und wird.

  11. Konrad Loräntz
    04. Juli 2015 12:32

    Bei Lektüre des etwas apokryphen Buches "Charakterwäsche" fällt auf, dass die Forderungen links-moderner Pädagogen (Gesamtschule, einheitliche Ausbildung aller Lehrer .. mithin Vermeidung von elitären Bildungseinrichtugen ..) bereits als Pläne der US Besatzungsmacht im deutschen Raum unmittelbar nach 45 vorhanden waren. Die meinten es mit "uns" ganz bestimmt nur gut.

  12. Undine
    04. Juli 2015 09:39

    SCHULE EINST (1946) und JETZT (fast 70 Jahre später):

    Als ich 1946 in die 1. Kl. VS kam, saßen mit mir zusammen etwa 45 Mädchen in der Klasse, ca. ein Fünftel waren FLÜCHTLINGSKINDER.

    Soweit ich mich erinnere besaßen wir alle außer einem Bleistift und vier Heftchen aus miserabelstem Papier nichts! Dennoch konnten wir zu Schulschluß LESEN und in Lateinschrift schreiben---und die Flüchtlingskinder selbstverständlich AUCH!

    Was aber im Nachhinein, wenn man mit der gegenwärtigen Schulsituation vergleicht, sehr erstaunlich ist: Die vielen FLÜCHTLINGSKINDER, die nach heutiger Diktion garantiert alle schwer TRAUMATISIERT gewesen waren, fügten sich nicht nur wunderbar in unsere Klasse ein, sie waren mindestens so gut im Lernen wie wir einheimischen Kinder, mit zweien von ihnen kämpfte ich still und verbissen um meine Stellung als Klassenbeste!

    Ich kann mich nicht erinnern, daß ---auch nicht in den Bubenklassen!---ein FLÜCHTLINGSKIND unangenehm aufgefallen wäre. Obwohl sie und ihre Familien damals NICHTS besaßen, in elendigsten Quartieren untergebracht waren und jede Menge Kummer und Sorgen hatten, gab es keine Schwierigkeiten.

    Diese bedauernswerten Familien, die im Krieg Schreckliches mitgemacht, eine oft viele, viele Wochen lange zermürbende Flucht hinter sich hatten, liebe Angehörige und zudem ihren ganzen Besitz und die Heimat verloren hatten, MEISTERTEN ihr SCHICKSAL auf bewundernswerte Weise---ganz ohne PSYCHOLOGISCHE BETREUUNG und legten großen Wert darauf, daß ihre Kinder fleißig lernten.
    Die Flüchtlinge von damals FORDERTEN NICHT, sondern bauten auf ihre eigene Kraft.

    Was ich damit sagen will: Das Schulsystem war damals noch von der Vorkriegszeit her einfach HERVORRAGEND (trotz der kurzzeitigen Unterrichtsminister Fischer und Hurdes!).

    "Kuschel-Schule" gab es damals nicht und dennoch gingen wir gerne in die Schule und liebten unsere Lehrerinnen---wir hatten allerdings alle miteinander von den Eltern DISZIPLIN gelernt und waren auch angehalten worden, fleißig mitzumachen. Die vielen FLÜCHTLINGSKINDER senkten nicht das Niveau, sondern HOBEN es eher und spornten uns durch ihren Fleiß an.

    HEUTE ist das GEGENTEIL der Fall, die (moslemischen) Flüchtlingskinder ziehen das Niveau jeder Klasse hinunter---zum Nachteil unseres Landes. Anders etwa die kroatischen Kinder---ihnen wird ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt.

    Den absoluten Tiefststand brachten ---zusammen mit den unfähigen Damen Schmied und Heinisch-Hosek die LERN- und INTEGRATIONSUNWILLIGEN (türkischen) MOSLEMKINDER. Tiefer geht's wohl kaum. DRIMMEL und PIFFL-PERCEVIC drehen sich im Grab um!

    • Konrad Loräntz
      04. Juli 2015 12:36

      Unlängst mit einem sehr netten und engagierten Hauptschullehrer geplaudert. Er meinte, er würde sich glücklich preisen, wenn alle seine Absolventen die Uhr lesen könnten !!!!! Sprachliche Feinheiten wie den Konjunktiv zu unterrichten, würde keinem seiner Kollegen einfallen - jedenfalls seit einigen Jahren nicht mehr. Was hat sich den seither so verändert ? Das Klima ?

    • Undine
      04. Juli 2015 20:12

      @Konrad Loräntz

      Von Radio- und Fernsehansagern sollte man halt doch sehr gute Kenntnis der Grammatik der Muttersprache erwarten dürfen---sollte man meinen. Den Konjunktiv kennen die bestenfalls vom Hörensagen! Eine Schande ist das! Ich frage mich dann immer, wenn wieder einmal so ein haarsträubend schlechtes Deutsch im Radio gesprochen wird, was sich eine ehemalige Lehrkraft denken wird, wenn sie ihren einstigen Schüler so mangelhaft sprechen hört; oder sprach der Lehrer oder die Lehrerin ebenfalls so liederlich???

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      05. Juli 2015 14:08

      Verehrte Undine,
      Sie erzählen fast meine Geschichte. Nach der Grundschule konnten selbstverständlich alle lesen und schreiben, die altdeutsche Schrift hatten wir ganz nebenbei auch gelernt.

      Heute müssen die Schulanfänger allerdings ganz anderen Anforderungen genügen, die uns damals sicherlich an unsere Grenzen geführt hätten. So habe ich gestern im regionalen Käseblatt darüber gelesen, daß der menschheitsbedrohende Klimawandel als Thema die gesamte Grundschulzeit durchzieht. Es gibt eigens Klimalehrer, eine Klima-AG und regelmäßige Klimaübungen, z.B. werden kleine Windmühlen gebastelt oder mit Solarzellen Lampen oder Elektromotoren betrieben oder Bäume gepflanzt. Es werden Klimalotsen und Energiewächter ernannt, Klimafüchse überwachen den Energieverbrauch der gesamten Schule. Zitat: "Der Klimawandel läßt hier niemanden kalt."

      Verehrte Undine, Sie werden mir recht geben. Da bleibt nicht mehr viel Zeit, rechnen und schreiben zu lernen. Dafür werden die Kleinen fit gemacht für die intellektuell homogene Zukunftsgesellschaft.

  13. A.K.
    03. Juli 2015 21:00

    Warum gibt es keine Schulreform auf den Stand, der zur Amtszeit von Heinrich Drimmel herrschte?
    Als ich als 25jähriger nach USA kam, meinten dort meine Verwandten, Du hast es gut gehabt, Du konntest in einem öffentlichen Schulsystem hoher Qualität Deine Jugendjahre verbringen. Hier (in den USA) wäre das nicht gegangen, Du hättest eine Privatschule (katholische Schule) besuchen müssen, um vergleichbar ausgebildet worden zu sein. -Heute würden solche Worte leider nicht mehr auf die Verhältnisse in Österreich zutreffen.

    • Undine
      03. Juli 2015 22:31

      @A.K.

      Dr, Heinrich DRIMMEL und sein Nachfolger Dr. Theodor PIFFL-PERCEVIC waren beide hochgebildet und integer! Sie waren HERREN! Während ihrer Amtszeit als Unterrichtsminister war das österr. Schulwesen qualitativ am Höhepunkt angelangt, es spiegelte das Format dieser beiden Männer wider. Sie ließen zum Glück den Kommunisten Ernst Fischer und den Felix Hurdes (Unterrichtssprache statt Deutsch!) vergessen!

      Ab da ging es mit unseren Bildungsanstalten von den Volksschulen bis zu den Universitäten steil bergab---eine Folge der völlig UNTAUGLICHEN SOZIALISTISCHEN Machtübernahme. Der Tiefststand wurde endgültig mit den völlig unfähigen Damen Schmied und Heinisch-Hosek erreicht. Ein Jammer!

      Um unser erstklassiges Schulwesen wurden wir vielfach beneidet und kopiert---heute stehen wir ziemlich weit hinten in der Rangordnung. Wann hört die Linke Mißwirtschaft endlich auf?!?

    • Pennpatrik
      03. Juli 2015 23:43

      Drimmel könnte noch Bücher schreiben.
      Ich besitze noch einige davon. Unter anderen eine 4-bändige Geschichte der Republik. Leider nur noch antiquarisch vorhanden.
      Grossartig! Portisch ist dagegen ein Groschenroman

      Wer in der heutigen Regierung könnte ein Buch schreiben? Die haben schon Probleme damit, eines zu lesen!

    • A.K.
      04. Juli 2015 10:25

      @Pennpatrik:
      Zu
      "Wer in der heutigen Regierung könnte ein Buch schreiben? Die haben schon Probleme damit, eines zu lesen!":
      ******************************************

    • A.K.
      04. Juli 2015 10:26

      @Undine:
      *********************************************

  14. Paneuropa
    03. Juli 2015 19:20

    Jetzt hat Mitterlehner statt Erwin Pröll halt den Platter nominiert. Der hat sich in der Bildungsfrage schon mehrfach durch Nichtwissen ausgezeichnet.

    • Riese35
      04. Juli 2015 14:27

      Ich glaube jetzt, daß das mit einer toten Bildungsreformgruppe ein großer Schmäh war. Mit Platter wird sie sicher wiederbelebt, und zwar ganz in sozialistischem Sinne ohne "bürgerliche" Querschüsse. Mitterlehner und Platter sind Falschspieler, und viele, die konservativen Werten anhängen, fallen noch immer auf die Tricks hinein und lassen sich mit voller Begeisterung vor einen falschen Karren spannen.

  15. Undine
    03. Juli 2015 16:18

    OT---aber unsere deutschen Nachbarn können einem schon leidtun! Da ihre ERBSÜNDE etwa zehnmal* so groß ist wie die unsere, müssen sie sich immer wieder ERPRESSEN lassen und dürfen somit den kriminellsten Ausländern nur ja kein Härchen krümmen, selbst aus Notwehr nicht, denn den deutschen strohdummen Gutmenschen ist es lieber, es werden deutsche Polizisten von rabiaten Ausländern verletzt oder auch getötet, als ein Ausländer würde auch nur von einem Polizisten---oder noch schlimmer: von einer Polizistin, berührt:

    "Libanesische Großfamilie bedroht Polizisten im Ruhrgebiet"

    "Schon mehrmals berichtete unzensuriert.at über Großfamilien, die die deutsche Justiz narren und als kriminelle Clans auftreten. Ein solches Verhalten wurde vor wenigen Tagen abermals in Düsseldorf sichtbar, als zwei Personen ins Visier einer Verkehrskontrolle gerieten. Als Polizisten die zwei libanesischen Männer nach einem Unfall befragten und den Verlauf protokollieren wollten, mobilisierten diese binnen kürzester Zeit über ihre Handys mehrere dutzend Verwandte, Bekannte und Kollegen.

    Großfamilien greifen Polizei an

    Eigentlich hätte die Unfallaufnahme ein Routinevorgang für die beiden Polizisten sein sollen, doch plötzlich griffen die Libanesen aber die im Dienst befindliche Frau an und attackierten sie. Ihr männlicher Kollege musste zur Waffe greifen, um die immer näher kommende Meute an plötzlich mobilisierten ausländischen Freunden in Schach halten zu können. Was eine schlichte Personenkontrolle sein hätte sollen, entwickelte sich binnen kürzester Zeit zu einem Massentumult, an dem fast 100 Libanesen beteiligt waren.

    Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bestätigte diesen Vorfall und zeigt sich besorgt über die immer größer werdende Problematik von kriminellen Großfamilien im Ruhrgebiet. Weil es in letzter Zeit immer öfter zu ähnlichen Vorfällen kam und polizeiliche Einsätze durch Großfamilien verhindert werden sollten, wird nun eine Mindeststärke der Exekutive in den betroffenen Gebieten gefordert."

    * Das ist der gängige "Umrechnungs-Schlüssel"!

    Sarazzin hat recht: Deutschland gibt sich auf!

  16. emotionslos
    03. Juli 2015 15:57

    Au weh, wie soll man da emotionslos kommentieren: Platter kommt in Arbeitsgruppe! Ende der Vernunft!

  17. Politicus1
    03. Juli 2015 11:21

    Zwei Punkte möchte ich dazu anmerken:
    1) plädiere ich immer mehr für eine Abschaffung der Matura.
    Die in immer mehr Studienfächern geforderten Eignungsprüfungen (oder Aufnahmetests ....) zur Studienzulassung machen das Maturazeugnis obsolet!
    Ein positives Abschlusszeugnis der 8. AHS-Klasse, bzw. 5. BHS-Klasse erfüllt den Zweck.
    Die Abschaffung der Matura bedeutet: beträchtliche Kostenersparnis, Vemeidung von unnötigem Stress für Schüler, Eltern, Lehrer und Direktoren.

    2) mein Dank den steirischen Elternvereinen für ihre Kritik am vergeudeten letzten Monat des Schuljahrs!
    Dazu mein Vorschlag:
    Nützen wir den Juni als Vorbereitungsmonat für das nächste Schuljahr, für die neuen Herausforderung in der kommenden Schulklasse.
    Beispiel: in einer 2. Klasse Gymnasium können die Kinder, die im nächsten Jahr mit Latein beginnen, schon für den Gegenstand interessiert werden, wieso sie überhaupt Latein lernen, wo das heute noch wichtig ist ...
    Ebenso wäre ein Vertrautmachen mit den kommenden Stoffinhalten anderer Gegenstände durchaus sinnvoll.
    Damit könnten die Tage des 'Hinführens' zu Schulbeginn vermieden werden - und das Schuljahr kann sofort mit Volldampf begonnen werden.

    Schlusssatz:
    Der Eintritt des allseits beleibten Wiener Bürgermeisters mit den Händen im Hosensack sollte eigentlich Grund genug sein, dass noch weitere Kommissionsmitglieder ihre Mitarbeit dort beenden.

    • Sandwalk
      03. Juli 2015 12:10

      Die Sache mit der Abschaffung der Matura (Abschlusszeugnis genügt) ist ein durchaus praktikabler und guter Vorschlag. Es müssen dann aber in allen Studienrichtungen Aufnahmsprüfungen und nach einem Jahr Erfolgsprüfungen abgelegt werden.

      Fragt man Lehrer, so stellt man verblüfft fest, dass die meisten Lehrer an Gymnasien (nach eigener Umfrage) die tatsächliche Hochschulreife zwischen 30 und 60 Prozent einschätzen. Das heißt, dass 40 bis 70 Prozent aller Maturanten hauptsächlich wegen mangelnder Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch keine Hochschulreife haben.

      Na Prost Mahlzeit! Intellektueller grün wählender Substandard.

  18. Rudolf
    03. Juli 2015 10:23

    Vierzig Jahre lang hat die Politik die Schüler „entlastet“ und das Niveau gesenkt.

    Urplötzlich lautet die Parole. „Fördern und fordern!“. Die Bildungsdebatte in Österreich pendelt somit zwischen Kehrtwendungen und Pseudo-Expertentum hin und her.

    Es ist in diesem Chaos alles enthalten außer Kompetenz und echter Bildungswille.

    Der obiger Artikel ist so vollständig und richtig, dass man jede Zeile unterschrieben kann.

  19. pc-think
    03. Juli 2015 10:17

    Wenn die ÖVP den Vorarlberger LH nominiert und nachdem die SPÖ blitzartig schnell den Wiener LH in die Reformgruppe entsandt hat, ist die Hosek-Reform sicher noch zu retten!

  20. Huxley
    03. Juli 2015 10:15

    1970:
    Weihnachtsferien, Osterferien, Sommerferien, Sonntage und Feiertage.
    Tatsächlicher Unterricht: An 64% aller Tage.

    2015:
    Weihnachtsferien, Semesterferien, Osterferien, Sommerferien, schulautonome Tage, Sonntage und Feiertage, Zwickeltage, letzte Schulwoche kein Unterricht, Samstag kein Unterricht.
    Tatsächlicher Unterricht: An 49% (!) aller Tage.

    Gesamtschule 2025:
    Weihnachtsferien, Semesterferien, Osterferien, Sommerferien, schulautonome Tage,
    Sonntage und Feiertage, Zwickeltage, letzte Schulwoche kein Unterricht, Samstag kein Unterricht, belastungsfreie Kreativ-Montage, mindestens vier pädagogische Sondertage.
    Tatsächlicher Unterricht: An 38% aller Tage.

    Die vielen "Entlastungen" haben zwei Ursachen. Erstens gab und gibt es immer Journalisten und Politiker mit Kindern in der Familie oder Verwandtschaft, die das Gymnasium nicht schaffen. Diese Kinder müssen "entlastet" werden.
    Zweitens haben viele Grünpolitiker und-Aktivisten einen Hass auf die "bürgerliche" Bildungsstätte, wo man noch lernt, was richtig und falsch ist, obwohl man heute männlich/weiblich, richtig/falsch usw. im Sinne eines völlig durchgeknallten Relativismus frei wählen kann.

    Summary: die Herrschaft der bildungsfreien Idioten hat längst begonnen.

    • Undine
      03. Juli 2015 13:51

      @Huxley

      ***************!
      Was bisher noch fehlt, ist in jeder Klasse eine Woche (oder eher zwei!) Sexual-Praxis-Kurs mit abschließendem Zeugnis und Diplom (gestaffelt für Anfänger und Fortgeschrittene)!

    • Riese35
      04. Juli 2015 23:51

      Huxley und Undine: ***************!

      Was Sie schreiben ist schrecklich. Was sollen denn da die Alleinerzieher_innen machen, wenn diese arbeiten müssen und nicht so lange frei bekommen, um diese selbst betreuen zu können. Kinder werden eine immer größere Last für die Kinderbesitzer_innen, wenn nicht endlich die Betreuungseinrichtungen ausgebaut und gratis zur Verfügung gestellt werden. Wirklich sehr schlimm, daß die Schule immer weniger ihre Betreuungsaufgabe wahrnimmt und so die Gleichberechtigung für Frauen und Transgender mit Füßen getreten wird.

  21. Josef Maierhofer
    03. Juli 2015 10:05

    Frau Heinisch-Hosek hätte schon lange zurücktreten müssen.

    Was sie angerichtet hat, kann erst nach Generationen wieder gut gemacht werden, wenn, ja wenn es einen vernünftigen durchschlagskräftigen Nachfolger frei von Ideologie und linken 'Verbildungsvorhaben' geben würde.

    Aber Fachleute sind ja in der heutigen Politik nicht mehr gefragt, seit die (linke) Politik in die Schulen eingedrungen ist und dort statt Wissen fürs Leben Ideologie fürs Sterben vermittelt wird.

    Überall, wo die Linken Regierungsmacht ausüben, geht alles den Bach runter, Heinisch-Hosek, Klug, ....

    Zumindest ein Bravo an Herrn Pröll und Herrn Niessl für ihren wohlbegründeten Auszug aus einer solchen 'Kommission'. Die Leuchten sitzen noch drinnen und 'bewirken' was ... ... nämlich Spesen.

  22. Pennpatrik
    03. Juli 2015 08:27

    Sehr geehrter Herr Unterberger!
    Ich habe hier schon so viele Kommentare geschrieben, diesen will ich nicht kommentieren, weil er mir aus dem Herzen spricht.
    Danke und alle Sterne die hier vergeben werden an Sie.
    Es wäre schön, wenn dieser Kommentar über eine Presseaussendung auch in anderen Medien landen würde.

  23. FranzAnton
    03. Juli 2015 07:17

    Der Haupt - Geburtsfehler linker Agenden ist die Generaltendenz, das Evolutionsprinzip für die Menschheit in möglichst jeglicher Beziehung abschaffen zu wollen. Daraus resultiert die Leistungsfeindlichkeit nicht nur in Schulangelegenheiten, sondern etwa auch an den Arbeitsplätzen; die Mindestsicherung ist ebenfalls als Ausfluß hievon zu sehen; mit letzterer gelingt es so Manchem, lebenslang beim Steuerzahler zu schmarotzen. Den Griechen etwa ist dies bis dato hervorragend gelungen; allerdings rückt wohl deren Zahltag - gottseidank - aktuell beinahe überfallsartig näher, was hoffentlich als Augenöffner für Leistungsverweigerer, und jene Menschen, die sich von letzteren am Nasenring haben vorführen lassen, dienen kann; im öffentlichen Sichtbarwerden solch desaströser Folgen leistungsaverser Lebensphilosophie liegt eben auch die Chance eines Erkenntnisgewinnes für so manche bisher linksaffine Bevölkerungsgruppen. Feymann, der besagten Erkennnisgewinn als potenziell parteischädigend erkannt haben dürfte, wollte den Griechen mutmaßlich nicht zuletzt deshalb weitere Milliarden auf unsere Kosten zuschanzen.
    Zu hoffen ist jedenfalls, daß die Proponenten marxistischer Paradigmen von der Bevölkerung bei kommenden Wahlen dramatisch abgestraft werden; die asiatischen Völker - etwa Japan, Südkorea, und de facto, kommunistische Staatsideologie hin oder her, auch China - halten sich an die linke Ideologie nicht - und sind unwahrscheinlich erfolgreich damit; ihre Produkte überschwemmen die ganze Welt.
    Selbstverständlich aber kommt etwa Gewerkschaften ein bedeutender Platz in Arbeitswelt und Gesellschaft zu; derzeit dürften diese Herrschaften in europäischen Landen allerdings viel zu mächtig ("hypertroph") geworden sein, und schaden durch ihre ubiquitären Einflußmöglichkeiten den Interessen nicht nur der von Ihnen Vertretenen, sondern dem ganze Staatswesen mehr, als sie Nutzen bringen.

  24. kritikos
    03. Juli 2015 00:41

    Bim Lesen der 11 Punkte habe ich mir schon gedacht: Ach, wie wär´ das schön, aber es wird nicht wahr, und AU hat mich dann belehrt, dass er es auch weiß.
    Schön ist jedoch, dass sich unter den Auszüglern nicht nur der erzschwarze Pröll befindet, sondern auch der ins Zwielicht geratene rote Niessl. Dem freilich ein steingemeißelter Häupl folgt. Und die Zusammensetzung des Forums ist auch typisch für unser Land: lauter Nebochanten mit ausschließlichen Eigeninteressen.
    In der ZIB 2 hat die Neo-Abgeordnete (glaube ich) auf die zahlreichen missglückten Reformaktionen der Regierung hingewiesen. Den Hinweis auf die Frau Schnittlauch auf allen Suppen namens Mikl-Leitner und auf die mit Schnittlauch im Kopf beglückte Frau Heinisch-Hosek hat sie nicht getätigt. Ich tue es (nach unserem Blogmaster).

    • kritikos
      03. Juli 2015 00:42

      recte: Beim Lesen ...

    • kritikos
      04. Juli 2015 00:38

      Ein später Nachtrag: Ach wie schön, die ÖVP hat Herrn Platter als Nachfolger für Herrn Pröll in die Kommission geschickt. Den Mann, der als erster in der ÖVP für die Gesamtschule eingetreten ist. Da muss man sich keinen Erwartungen in eine traditionelle ÖVP-Linie bei der Schule erwarten. Wir haben ja einen richtig schwarzen Parteiführer.

  25. Haider
    03. Juli 2015 00:33

    Ich habe schon unendlich viele Schul"reformen" erlebt. Immer waren es sogenannte Experten, die unsere Kinder ins Chaos stürzten. Einige Schlagworte: Ganzheitsmethode (nachher konnten die armen Patscherl kein Wort buchstabieren), Mengenlehre (ein Formalismusexzeß der jedes Zahlenverständnis vernebelte), Notenabschaffung (kein Kind hatte mehr ein Erfolgserlebnis). Ein linkes Bildungssystem produzierte Absolventen bewußt am Arbeitsmarkt vorbei. Orchideenstudien explodierten. Politikwissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Soziologie, Genderismus, Marxismus, Theaterwissenschaften [bisher konnte mir noch niemand erklären, was daran WISSENSCHAFT wäre] ... und die Folge: Ärztemangel sowie fehlende Techniker, Facharbeiter und Meister! Die Linken genieren sich offenbar für ihre eigene Wählerschaft. Es gibt zwar viele, aber nicht nur Schulabbrecher (bzw. Maturazeugnis-Suchende).

    • Riese35
      03. Juli 2015 07:46

      Sehr trefffend ausgedrückt! Mich reißt es jedes Mal, wenn ein Reporter einen sogenannten "Experten" zu einem Thema vorstellt. Oder ein 'Experte' Minister wird. Ihr Expertendasein basiert meistens nur auf einer überschaubaren Liste von Buzzwords (dazu gibt es leider keinen treffenden deutschen Ausdruck, da ein solcher Bedeutungsumfang im deutschen Sprachkreis in Zeiten vor der Amerikanisierung vollkommen unbekannt war), sehr selten mehr als 12, die sie in verschiedenen Kombinationen als Antwort auf jede beliebige Problemstellung immer wiederholen.

      Man sehe sich die Definition von Wikipedia an: "A buzzword is a word or phrase that becomes very popular for a period of time. It may be a technical term and may have little meaning, being simply used to impress others." Dagegen hat der deutsche Begriff "Schlagwort" eine viel zu positive Bedeutung.

      Zur Mengenlehre lohnen sich aber ein paar Anmerkungen: Ich habe die "Mengenlehre" gar nicht so negativ in Erinnerung. Exzeß war es jedenfalls keiner, und man lernte dabei, Sachverhalte exakt zu formulieren und bekam damit ein Vokabular, das es sehr leicht ermöglichte, moderne mathematische Sachverhalte einfach und exakt auszudrücken. Mathematik ist jedenfalls viel mehr als nur Zahlen.

      Das Problem bestand darin, daß ein Großteil der Mathematiklehrer damit nichts anzufangen wußte und es sehr davon abhing, wer unterrichtete, ob die "Mengenlehre" sinvoll unterrichtet wurde oder nicht, ob sie zum Nutzen oder eher doch zum Schaden für die Schüler unterrichtet wurde. Je weniger ein Mathematiklehrer etwas von einer Sache versteht, und das kommt leider sehr oft vor, desto mehr verschanzt er sich hinter Formalismen, die er dann drillmäßig mit ausgeschaltetem Hirn von seinen Schülern verlangt. Erst kürzlich erklärte mir ein Gymnasialmathematiklehrer, daß er noch nie etwas von Kardinalzahlen gehört hätte, und das, obwohl das Konzept der Kardinalzahlen eigentlich das erste Beispiel ist, an dem die Menschheit und das heranwachsende Kind überhaupt beginnt, mathematische Konzepte zu entwickeln.

      Bei der "Mengenlehre" war es nicht anders. Die Mengenlehre ist nämlich von einem Großteil der Mathematiklehrer nicht verstanden worden. Diese haben dann aus der Mengenlehre die "Mengenlehre" gemacht, einen Formalismusexzeß für das Gymnasium ohne Bezug zur Realität und ohne Bezug zu den eigentlichen Problemstellungen der Mengenlehre.

      Heute ohne Mengenlehre ist das Grundproblem aber gleich geblieben: Es gibt immer noch viel zu viele Mathematiklehrer, die zu wenig von der Sache verstehen und sich dann hinter Formalismen verschanzen. War es früher die Mengenlehre, ist es heute z.B. der Grenzwertbegriff, der Begriff einer Differentialgleichung, der Vektorbegriff, oder, wie vorhin erwähnt, der grundlegende Begriff von Kardinalzahlen.

    • Normalsterblicher
      03. Juli 2015 09:52

      @ Riese35:

      Üblicherweise kann man für "buzzwords" sehr gut "Schlagworte" einsetzen.

    • M.S.
      03. Juli 2015 13:14

      Eines dieser "Buzzwords" bzw. "Schlagworte" ist zum Beispiel die "soziale Gerechtigkeit"

    • Alexander K. (kein Partner)
      05. Juli 2015 10:41

      Ganzheitsmethode (nachher konnten die armen Patscherl kein Wort buchstabieren)

      Ich hatte auch das zweifelhafte Glück diese Ganzheitsmethode kennenlernen zu müssen. Wir mußten in der ersten Klasse Volksschule gleich in Schreibschrift ganze Wörter und Sätze schreiben, z.B. Lisi ist da! Anscheinend war das aber nicht überall in Österreich so, denn als ich vor einigen Jahren mit einer Frau gleichen Jahrgangs ins plaudern kam mußte ich zu meinem Entsetzen feststellen dass bei denen (in Graz) das nicht so war! Ich war den Tränen nahe! Nebenbei bemerkt wurden die auch nicht angeschrien oder geschlagen! Dass ich dann doch noch lesen und schreiben lernte habe ich nur meinem Vater zu verdanken! Andere Väter haben das nicht getan und viele Kinder sind in der ersten und zweiten Klasse sitzen geblieben!
      Ich wurde insofern geschädigt als mir dadurch die Schule von Anfang an vermiest wurde. Die Gewalt in der 2. und 3. Klasse VS (Watschen, Ohrenziehen, Haareziehen, mit dem Zeigestab auf den Kopf von Schülern dreschen bis er abbricht) und dann und wann auch noch in der Hauptschule eine Watsche - das sind die Erinnerungen an meine Pflichtschulzeit und deshalb gehe ich auch nicht zu den alle 5 Jahre stattfindenden Klassentreffen. Ich will einfach nicht mehr daran erinnert werden.
      Als ich dann in eine Fachschule kam war ich sehr erstaunt darüber wie angenehm es da war - kein Geschrei, keine Schläge - und außerdem die erfreuliche Erfahrung dass ich gar nicht so blöd war wie ich auf Grund meiner Erfahrungen in der Pflichtschule glaubte sondern zu den Besten gehörte!

      Ich mußte 1955 in die Schule "einrücken". Damals war Heinrich Drimmel (ÖVP) Unterrichtsminister. Scheint also so zu sein dass der das verbrochen hat und somit wäre die Bildungspolitik der ÖVP nicht besser als jene der SPÖ! Da aber nicht in ganz Österreich zur gleichen Zeit diese Ganzheitsmethode angewandt wurde, fragt sich wer hier in NÖ das verbrochen hat denn in Graz gabs das damals nicht. Vielleicht weiß jemand Näheres darüber.

    • Riese35
      05. Juli 2015 18:45

      @Alexander K.: Ich habe meine Pflichtschulzeit Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre in Wien verbracht. Ich habe von der "Ganzheitsmethode" erstmals vom Hörensagen Jahrzehnte später erfahren. Ich habe in der Volksschule Buchstabe für Buchstabe zuerst in Druckschrift und dann in Schreibschrift ganz systematisch kennengelernt. Und auch der Gymnasialunterricht war damals sehr systematisch und durchdacht. Die Schulzeit hat mir eigentlich Freude bereitet.

      Hängt offenbar sehr davon ab, wo man zur Schule gegangen ist und wen man als Lehrer gehabt hat. Ich habe oft ältere, erfahrene Lehrer gehabt, die Begeisterung von ihren Fächern ausgestrahlt haben und sich nicht jedes neue pädagogische Konzept aufschwatzen ließen.

  26. Riese35
    03. Juli 2015 00:20

    Wenn man im Artikel "Bildungs-" durch "Steuer-" austauschte, bekäme man fast durchwegs Aussagen, die man sich sehnlichst herbeiwünscht. Vielleicht zerbricht letztere auch noch, wenn dann auf den ÖVP-Plätzen im Parlament doch nicht nur Gipsköpfe sitzen sollten. Man soll die Hoffnung nie ganz aufgeben. Wäre für die ÖVP die einzige Chance, den Totalabsturz noch ein wenig hinauszuzögern.





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