Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Die Schlauheit der Ärzte

Wer die Vereinbarung zwischen Ärztekammer und Gemeinde Wien analysiert, kann den  Gemeinde-Ärzten nur gratulieren. Sie haben praktisch alle Forderungen durchgesetzt. Und das Rathaus ist letztlich voll eingeknickt.

Der Grund ist völlig klar: Die waidwunde SPÖ-Wien wollte nicht noch ein verheerendes Signal vor ihren Schicksalswahlen haben. Das wäre ein Ärztestreik aber vom ersten Tag an gewesen. Den hätten nicht einmal ORF und die bestochenen Boulevardmedien ignorieren können.

Die Ärztekammer hat diese SPÖ-Panik geschickt erkannt und genutzt. Dort haben sich zugleich die zuletzt von den SPÖ-Ärzten in den Hintergrund gedrängten ÖVP-Ärzte wieder geschickt profilieren können. Die Ärztekammer hat damit eindringlich klargemacht: Sie hat die Basis hinter sich – und nicht etwa die stramm SPÖ-treue Gewerkschaft der Gemeindebediensteten. Machtstrategisch genial.

Das wird wohl auch etliche andere Berufsgruppen motivieren, sich künftig von der Gewerkschaft zu emanzipieren, wenn diese parteifromm agiert. Für diese Perspektive sind nicht nur die Wiener Gemeinde-Ärzte, sondern auch die deutschen Eisenbahnern und Lufthansa-Crews ein spannendes Vorbild, die sich ja auch an der Gewerkschaft vorbei mit ihren Forderungen weitgehend durchgesetzt haben (und mit den restlichen Forderungen noch durchsetzen werden). Diese deutschen Gruppen haben ein paar Streiks gebraucht, um zu siegen. Die Ärzte brauchen nicht einmal das, da ihr Monopol noch viel konkurrenzloser und wirkungsmächtiger ist als das der Bahn oder Lufthansa. Und in Wien haben sie das auch zu dem für sie idealen Zeitpunkt auszuspielen verstanden.

Für solche Berufe in Schlüssel-Bereichen ist das eine mehr als spannende Perspektive. Für alle anderen Berufe wie Lehrer oder Verwaltungsbeamte oder Amazon-Mitarbeiter oder Gewerbe-Angestellte, deren Streiks in der Regel erst nach vielen Wochen irgendjemanden unangenehm berühren, ist die Perspektive viel weniger spannend. Und für Konsumenten wie Steuerzahler ist das eine vor allem teure Perspektive.

PS.: Wenn die Ärzte durch das Wiener Beispiel angestachelt in Zukunft auch einen viel härteren Kampf mit den Gebietskrankenkassen aufnehmen werden, dann kann man das nicht einmal als Ausnützung einer Monopol-Position bezeichnen. Denn die Ärzte werden schandbar schlecht honoriert. Das sieht man schon daran, dass trotz eines an sich ausreichenden Outputs der Medizin-Universitäten der Ärztemangel dramatisch wächst. Denn viele in- wie ausländische Jungmediziner sehen, dass sie im Ausland viel besser verdienen könnten. Wenn daher die derzeit noch mächtigen Sozialpartner die Ordinations-Ärzte jetzt auch noch durch Spionage-Aktionen (Mystery Shopping) quälen wollen, dann wird die Kampfbereitschaft auch dieser Ärztegruppe noch viel rascher wachsen.

 

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorFreak77
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2015 15:46

    Die Ärzte sind eine hochanständige & hart arbeitende Berufsgruppe und zurecht auch im sozialen Ansehen ganz oben.

    Erfreulich wenn sie sich im schwierigen Umfeld in der Stadt Wien einmal durchgesetzt haben.

    Ich sage: Die Ärzte sind es - ihre Kompetenz, ihr Wissen & Können & Einsatz - direkt beim Patienten - die die tragenden Säulen der Gesundheitsversorgung sind.

  2. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Juli 2015 19:23

    Ja, sie haben die Vorwahlsituation ausgenutzt.

    Bloß die Gemeinde Wien, in Erwartung böser Überraschungen, schreibt das alles aufs Schuldenkonto für die Nachfolger, sprich, es gibt genau einen 'Nachfolger', der das begleicht, die Wiener fleißigen Leute, Arbeiter und Gewerbetreibende und Privatangestellte, die Magistratsbeamten haben sich es gerichtet. Im Häupl/Brauner Jargon: 'Is eh scho wurscht, mir san eh im Trockenen.'

  3. Ausgezeichneter KommentatorF.V.
    1x Ausgezeichneter Kommentar

alle Kommentare

  1. Franz Kopf (kein Partner)
    06. Juli 2015 08:49

    Lasst sie streiken! 29 tägiger Ärztestreik in Israel im Jahr 1973 - die Sterblichkeitsziffer im Land die niedrigste je ermittelt worden war. Nach statistischen Erhebungen der Jerusalemer Bestattungsgesellschaft sank die Zahl der Beisetzungen in diesem Zeitraum um fast 50%.

    Dasselbe geschah 1976 in Kolumbien bei einem Streik der Ärzte in Bogota, der Landeshauptstadt. Der National Catholic Reporter berichtete, dass während der 52 Tage, die der Ausstand dauerte, die Sterbefälle um 35% zurückgingen. Der Nationale Leichenbestatterverband bestätigte diese Angaben. (….)

    • fewe (kein Partner)
      06. Juli 2015 09:18

      Na ja, das liegt halt daran, dass sie die Notfälle auch während des Streiks behandeln und dann dafür auch mehr Zeit haben.

    • Franz Kopf (kein Partner)
      06. Juli 2015 10:15

      So kann man es mit riesig viel Wohlwollen interpretieren.

  2. Bank Run jetzt! (kein Partner)
    05. Juli 2015 23:18

    Der Euro ist wertloser als Klopapier.
    Holen Sie sich deshalb heute ihr Klopapier aus dem Bankomat, solange es noch geht!

    • Putin lacht! (kein Partner)
      05. Juli 2015 23:26

      Die hohen Herrn der EU haben es geschafft: Eine Kernschmelze, ganz ohne Putins Zutun!

    • Vuc Nuland (kein Partner)
      05. Juli 2015 23:30

      Die verfickte EU (Zitat Nuland) soll verrecken!

    • fewe (kein Partner)
      06. Juli 2015 09:23

      Aha und wie kommen Sie darauf? Doch nicht wegen Griechenland. Das ist doch ein winziger Teil nur des Euro-Raums. Was die mit ihren Staatsschulden aufführen hat doch keine Auswirkung auf den Euro.

      Die werden schon noch gestützt werden, man muss nur erst nachdenken, wie man ohne Gesichtsverlust aus der Sache herauskommt. Es besteht die Gefahr, dass Putin helfend einspringt. Die USA würden sich über ein Platzen des Euro freuen, aber das wird nicht eintreten.

  3. heartofstone (kein Partner)
    05. Juli 2015 22:49

    Kurz nach Schließung der Wahllokale gab der Regierungssprecher in Athen bekannt, dass die griechische Zentralbank noch am Sonntag neue Notfallkredite bei der Europäischen Zentralbank beantragen wird.

    Die Antwort der EZB MUSS jetzt lauten: NEIN

    Wer so wie die Griechen jahrzehntelang die Einführung eines funktionierenden Katasters, Finanzamts, ver- bzw. behindert, sich in den Euro betrogen, volkswirtschaftliche Daten grob gefälscht hat, usw usf ... soll gefälligst selber schauen wo er bleibt.

    Europas Steuerzahler haben die Schnauze voll. Geht mit Gott, aber geht ...

  4. Vuck EUland (kein Partner)
    05. Juli 2015 20:56

    Was kann die EU den Menschen in Europa bieten?
    Nichts als ihre Vernichtung.

  5. heartofstone (kein Partner)
    05. Juli 2015 19:43

    Oje, jetzt sind zwei Flüchtlinge "ohnmächtig" wegen der Hitze geworden weil sie in Zelten wohnen und schlafen müssen. Ich glaube die armen Flüchtlinge, im TV zu 99,9% Schwarze und Mohammedaner sollten besser in Saudi Arabien und Co Zuflucht suchen. Dort ist es auch kühler, wie in ihren Herkunftsländern ... achja und nichts trinken untertags während des Ramadan ist auch dort besonders "klug" ... raus mit dem sog. Flüchtlingspack ... einfach nur RAUS!!

  6. heartofstone (kein Partner)
    05. Juli 2015 19:31

    Erste Ergebnisse: Griechen klar gegen Reformkurs

    Nach Auszählung von rund 13 Prozent der Stimmen beim Referendum in Griechenland liegt das „Nein“-Lager mit knapp 20 Prozentpunkten in Führung. Den ersten offiziellen Auszählungsergebnissen zufolge steht „Nein“ bei 60,15 Prozent, das „Ja“ nur bei 39,85 Prozent. Innenminister Nikolaos Voutsis kündigte indes im Staatsfernsehen ein definitives Ergebnis für 20.00 Uhr MESZ an.

    Macht euren Scheiß alleine und FAHRT ZUR HÖLLE liebe Griechen ... jeder der jetzt noch nach GR auf Uralub fährt gehört geohrfeigt ...

    • Torres (kein Partner)
      06. Juli 2015 12:43

      Ja, das Ergebnis ist eindeutig "Nein" - d.h. die Griechen haben sich gegen eine Budgetkonsolidierung und Sparmaßnahmen und für ein Weiterleben in Saus und Braus auf Kosten der anderen 18 Euro-Staaten entschieden. Als Konsequenz sollten nun ebensolche Volksabstimmungen in diesen 18 Staaten erfolgen, ob man den Griechen weiterhin Geld geben soll oder nicht. Mit "Ja" werden wohl eher wenige Länder stimmen - die sollen dann auch weiterhin zahlen (es ist eher zu erwarten, dass es kein einziges Land sein wird). Alle anderen sollen sofort alle Zahlungen einstellen (es wäre schließlich eine demokratische Entscheidung - wie auch bei den Griechen) - und dann soll Tsipras seinen Landleuten erklären, wie es weitergeht.

  7. heartofstone (kein Partner)
    05. Juli 2015 18:19

    Laut ersten Prognosen sprach sich eine Mehrheit gegen die Reformvorschläge der internationalen Geldgeber und damit für die Position der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras aus.


    Liebe Griechen, macht euren Scheiß bitte alleine. Europa braucht euch nicht. Nicht als Einfallstor für illegale Einwanderer, nicht als Faß ohne Boden weil ihr einfach zu blöd seid einen halbwegs funktionierenden Staat auf die Beine zu stellen. Und eure Korruption steckt euch bitte dahin wo die Sonne nie hinscheint ...

    Und wenn Griechenland in die Ägäis rutscht, solls mir auch recht sein ...

  8. heartofstone (kein Partner)
    05. Juli 2015 17:44

    Etwas OT, aber ich könnte verstehen wenn die Schweizer den Schengenvertrag einfach kündigen ...

    EU nimmt Flüchtlinge aus der Schweiz nicht zurück

    Die Schweiz ist wie Österreich lückenlos von sicheren Ländern umgeben, die Flüchtlinge garantiert nicht politisch verfolgen. "Flüchtlinge" die "nur Arbeit" oder "ein besseres Leben" suchen dürfen sich gerne um ein reguläres Einwanderungsvisum oder eine Rot-Weiss-Rot Card bemühen. Oder ansonsten scheixxen gehen. Daheim.

  9. cmh (kein Partner)
    05. Juli 2015 17:41

    Wie man auch immer zur Ärzteschaft stehen mag, den Todestrieb der SPÖ muss man fördern.

    • fewe (kein Partner)
      06. Juli 2015 08:10

      Na ja, Ärzte sind halt wirklich sehr schlecht bezahlt, egal ob das jetzt der SPÖ schadet oder hilft. Auch die Krankenkassen sind eher peinlich mit ihren Groschen-Beträgen. Da verdient oft die Bedienerin in der Praxis mehr als der Arzt in einer Stunde. Angesichts des jahrelangen Studiums ist das eine Frechheit.

  10. cmh (kein Partner)
    05. Juli 2015 17:19

    Hat nicht schon der Gusenbauer vor der Wahl alles mögliche - wie sagt man? - paktiert und dann war es eigentlich alles nur zum Nachteil seiner betrogenen Wähler.

    Jedem Wähler der SPÖ muss klar sein, dass er sich die roten Versprechen selber bezahlen muss.

    Und solange die dummen unter den Wählern auf die S(eelenverkäufer)PÖ hereinfällt, ist die direkte Demokratie ein Schuss in den Ofen. Wer hier den Vorschlag der direkten Demokratie macht ist ein honoriger Mann, aber er setzt seine Honorikeit und seine Intelligenz auch bei den Rotwählern voraus und das ist falsch.

    • heartofstone (kein Partner)
      05. Juli 2015 17:28

      Mhmm ... solange die Mehrheit der SPÖ Wähler aus wirtschaftlichen Minderleistern besteht, die mehr aus diversen Sozialtöpfen bezieht als sie einzahlen? ... Persönlich bin ich ja für ein Wahlrecht das Nettotransferempfänger von diesem ausschließt ... frei nach Hayek ...

  11. heartofstone (kein Partner)
    05. Juli 2015 17:19

    Österreich stellt mit seinen rund 8 Mio Einwohnern ca. 2% der EU Bevölkerung. Wir sollten daher die Studienplätze für Medizin ebenfalls auf 2% der verfügbaren Plätze begenzen. Um diese Plätze dürfen sich EU-Ausländer und Drittstaatler gerne streiten, und die Vollkosten des Studiums zahlen, ebenso wie Österreicher denen man ja mit Studienkrediten unter den Arm greifen kann ...

  12. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      05. Juli 2015 15:44

      Ich denke es ist ein Fehler den Ausgang des Wiener Ärztestreits deshalb so lobhudelnd zu betrachten, weil Unterberger dabei der Gemeinde Wien verbal eins auswischen kann.

      Obwohl ich auch der Ansicht bin, daß Streik die einzige Machtdemonstration der Arbeit in der Auseinandersetzung mit dem sehr viel mächtigeren Kapital ist, habe ich erhebliche Einwände, wenn kleine Monopolgruppen damit im Grunde die ganze Gesellschaft in Geiselhaft nehmen. Daß die Wiener ÄK die Lage vor Wahlen gut ausgenutzt hatte, ist unbestritten sehr clever gewesen.

      Nur was hebt wirklich Ärzte von anderen ausbildungsintensiven und verantwortungsvollen Berufen so hervor? Eigentlich nichts, und selbst wenn die Müllkutscher einer Großstadt länger streiken sollten, merkt man spätestens wenn man im eigenen Dreck verkommt, daß auch diese sehr unverzichtbar sind.

      Betrachtet man die durchschnittlichen Einkommen, so kommt mir vor, daß diese doch im Spitzenfeld liegen, wenn man sie mit jenen von Ingenieuren, Geschäftsführern von MKU oder selbständigen Gewerbetreibenden vergleicht. Es ist auch nicht wahr, daß es in Österreich einen Ärztemangel gibt, ebenfalls wieder mit den Nachbarländern verglichen. Jedenfalls verlassen doppelt so viele jährlich die Unis als Planstellen in Österreich frei werden. Daß man in ländlichen Gegenden Schwierigkeiten hat, Nachfolger zu finden, liegt am Arbeitsumfeld, das halt eine andere Einstellung wie für einen 5-Tage-38-Stunden-Job erfordert, UND der von der ÄK zu verantwortenden vergleichsweise schlechteren Honorierung von praktischen Ärzten im Vergleich mit Fachärzten in Städten.

      Aus einer Ärztefamilie kommend – Großvater, Vater, Brüder (und inzwischen ein Großteil derer Kinder) waren/sind Ärzte – kenne ich die Verhältnisse recht gut und aus der Nähe. Die Einkommen sind überdurchschnittlich, die Arbeitszeit (vom Chirurgen im Spital abgesehen) normal bzw. deutlich „überschaubarer“, als ich sie von eigener Tätigkeit in Führungsposition kannte oder inzwischen von meinen Söhnen in der Wirtschaft – auch als GF – kenne.

      Vor ein paar Monaten war auch in OÖ eine ähnliche Auseinandersetzung, bei der zB die Spitzeneinkommen der Primarii mit ca. 850.000 angegeben wurden, deren Rechtfertigung ich bei aller „Spitzenmedizin“ absolut nicht einsehen konnte.

    • Normalsterblicher
      05. Juli 2015 23:38

      ... die Arbeitszeit (vom Chirurgen im Spital abgesehen) normal bzw. deutlich „überschaubarer“, ...

      Hierbei handelt es sich um eine Mythenbildung, die aus Respekt vor dem Ärzteberuf unangetastet bleibt. Kein Chirurg kann 12 Stunden stehend operieren, auch wenn sich komplizierte Operationen über etliche Stunden dahinziehen mögen. Ansonsten wäre es ja unsinnig, zB beim Militär die Wache alle zwei Stunden abzulösen. Oder braucht es ein Studium, um länger aufrecht zu bleiben? In die Arbeitszeit werden wohl auch Bereitschaftszeiten eingerechnet sein, wo sich der Arzt auch liegend ausruhen kann, wenn auch ohne Garantie, nicht wieder jederzeit zu einem Einsatz gerufen zu werden.

      Die Einkommen sind überdurchschnittlich, ...

      Ein Allgemeinmediziner wird wohl ein eher bescheidenes "überdurchschnittliches" Gehalt beziehen, etwa auf Ebene eines erfolgreichen Handwerkers, vermute ich. Deshalb wollen auch immer mehr Ärzte Fachärzte sein ...

    • fewe (kein Partner)
      06. Juli 2015 08:19

      Wenn jemand 850.000 EUR verdient, dann zahlt er davon fast 500.000 EUR Steuern. Der verdient also sowieso mehr für die Allgemeiheit als für sich selbst.

      Ich gratuliere jedem, der so gut bezahlt wird. Ich bekomme deswegen nicht mehr oder weniger. Jene, die ihm das Einkommen zahlen, werden wohl wissen, warum.

  13. Josef Maierhofer
    03. Juli 2015 19:23

    Ja, sie haben die Vorwahlsituation ausgenutzt.

    Bloß die Gemeinde Wien, in Erwartung böser Überraschungen, schreibt das alles aufs Schuldenkonto für die Nachfolger, sprich, es gibt genau einen 'Nachfolger', der das begleicht, die Wiener fleißigen Leute, Arbeiter und Gewerbetreibende und Privatangestellte, die Magistratsbeamten haben sich es gerichtet. Im Häupl/Brauner Jargon: 'Is eh scho wurscht, mir san eh im Trockenen.'

    • heartofstone (kein Partner)
      05. Juli 2015 17:24

      Da die Sozialisten viele städtische Betriebe ausgelagert haben, sollte man andenken die Haftung für Politiker und die Geschäftsführer dieser Gesellschaften dem Zivilrecht anzupassen ...

  14. Freak77
    03. Juli 2015 15:46

    Die Ärzte sind eine hochanständige & hart arbeitende Berufsgruppe und zurecht auch im sozialen Ansehen ganz oben.

    Erfreulich wenn sie sich im schwierigen Umfeld in der Stadt Wien einmal durchgesetzt haben.

    Ich sage: Die Ärzte sind es - ihre Kompetenz, ihr Wissen & Können & Einsatz - direkt beim Patienten - die die tragenden Säulen der Gesundheitsversorgung sind.

    • Pennpatrik
      03. Juli 2015 16:07

      Sie sahen eine Werbeeinschaltung der österreichischen Ärztekammer ....

      Also: Ärzte sind Menschen wie wir. Sie sind nicht ansständiger als wir, aber auch nicht unanständiger. Sie arbeiten nicht härter als wir, aber auch nicht weniger.
      Sie haben einen Beruf, der ein enormes Lehrpensum voraussetzt und ihre Fehler wiegen schwerer als das einiger anderer Berufe. Deswegen haben sie - zurecht - auch ein positives, soziales Ansehen.
      Ich bin eh einer Meinung mit Ihnen. Aber übertreiben Sie doch nicht so - vor allem nicht auf der Menschlichen Ebene. Da unterscheiden sie sich in nichts von uns.

    • Peter R Dietl
      03. Juli 2015 16:24

      @Pennpatrik

      jWs! *****!

    • Rau
      03. Juli 2015 17:39

      ...das Los mit Arbeit nicht reich werden zu können, teilen sie mit allen anderen Berufen!

    • Brigitte Imb
      03. Juli 2015 19:45

      Welche Berufsgruppe, außer den Ärzten, ist mit einer Nachhaftung von 30(!) Jahren betroffen? Ich weiß keine, lasse mich aber gerne belehren.
      Politiker verdienen ein Vielfaches und haften für GAR NICHTS. Aber dafür braucht man als Berufspolitiker auch keine Ausbildung.

    • Pennpatrik
      04. Juli 2015 15:16

      Ein Pilotenfehler bringt halt gleich ein paar hundert Menschen um, ein Gentechniklaborfehler kann die Menschheit ausrotten.
      Ein Programmfehler kann das aich.
      Ja, es gibt auch andere verantwortungsvolle Berufe.
      Wie ist das mit den 30 Jahren. Gilt das für alles oder nur grobe Fahrlässigkeit?
      Wenn es für die tägliche Routine gilt, sollten sich die Ärzte dagegen wehren.

    • Schani
      04. Juli 2015 19:55

      Gegen die Nachhaftung, welche auch die Erben - also eine Art Sippenhaftung, unter Schwarz-Blau eingeführt - noch betrifft, werde ich mich sehr boshaft zur Wehr setzen!! Meinen Besitz habe ich schon längst meinen Kindern übergeben, aber ein klitzkleines Grundstück in der Roten Zone gehört noch mir. Dieses habe ich vor, testamentarisch der Gemeinde zu vermachen. Selbige ist damit meine Erbin und kann dann gegebenenfalls die Nachhaftung ausbaden. Man muß dem Staat halt mit den eigenen hinterfotzigen Aktionen trotzen!

    • fewe (kein Partner)
      06. Juli 2015 08:21

      Ja, die Ärzte sind die tragenden Säulen der Gesundheitsversorgung und die Müllmänner die tragende Säule der Müllentsorgung. Was wollen Sie mit sowas sagen?

    • fewe (kein Partner)
      06. Juli 2015 08:28

      @Brigitte Imb: Politiker sind aber ein Sonderfall. Die richten traditionell Schaden an und bekommen dafür im Extremfall einen noch höher bezahlten Posten in einem staatlichen Unternehmen. Oder es nimmt sich ihrer ein von staatlichen Aufträgen versorgtes Unternehmen an. Siehe Ederer und Siemens.

      Ärzte haften aber nicht wirklich für ihre Fehler und wenn, dann sind sie dafür gut versichert. Also egal ob 30 Jahre oder zwei Jahre.





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung