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Die Hegelgasse – ein Exempel des Versagens

Politik ist nicht lernfähig. Das zeigt die aktuelle Bildungsdiskussion. Statt dass da konkrete Lehren aus den Ergebnissen der jüngsten Zentralmatura an bestimmten Schulen gezogen werden, werden diese vertuscht. Die Politik geht nicht einmal in die Problemschulen. Sie versucht gar nicht, dort nach Ursachen zu fahnden. Sondern sie bombardiert uns mit unerträglichen und inhaltsleeren Pauschal-Phrasen, wie dass die Schule „aus einem Guss“ sein müsse. Oder dass es um die „Schule des 21. Jahrhunderts“ gehe.

Ich habe das getan, was die Koalition längst tun hätte sollen. Ich habe mich – natürlich vertraulich, weil das sonst für die betreffenden Lehrer ja existenzgefährdend wäre, – eingehend mit Exponenten jener Schule unterhalten, die vermutlich das schlechteste Ergebnis aller Schulen bei der Zentralmatura hatte: Das ist das Oberstufengymnasium in der Wiener Hegelgasse. Dort haben nur 18 von 90 Schülern die Reifeprüfung im ersten Anlauf geschafft. Also 80 Prozent waren negativ.

Dieses katastrophale Ergebnis hängt nur zum kleineren Teil damit zusammen, dass eine Klasse nachträglich wegen Schummelns aufgeflogen ist, und dass fast die gesamte Klasse die Matura wiederholen muss, weil die Schüler die Beispiele mit dem Smartphone abfotografiert und weil sie dann von Nachhilfelehrern die Lösungen erhalten haben.

Aber auch bei diesem Vorfall ist die Reaktion der Schulbehörden bezeichnend: Der zuständige Lehrer habe da nicht absichtlich, sondern nur „fahrlässig“ weggeschaut, wird behauptet, weshalb er nur eine Ermahnung bekam. Wer‘s glaubt, wird selig oder Stadtschulratsbürokrat.

Die „Erfolge“ der Hegelgassen-Schüler waren jedoch auch in den anderen Fächern und Klassen, wo keine Schwindelei aufgeflogen ist, jämmerlich und weit unter dem österreichischen Schnitt. Was sind die Ursachen dafür?

Bei den Gesprächen kristallisierten sich ganz klar vier zentrale Problemfelder heraus, aus deren Analyse man viel lernen könnte, um es künftig besser zu machen. Wenn man wollte.

1. Schlechtere Schüler als in AHS

Das erste Problemfeld ist das Grundproblem nicht nur der Hegelgasse, sondern aller Oberstufengymnasien: Sie müssen mit 15-Jährigen anfangen, die in diesem Alter als Ergebnis von Haupt- und Gesamtschulen schon weit hinter jenen Altersgenossen zurückliegen, die seit dem 10. Lebensjahr in eine AHS gegangen sind. Lediglich die Kinder aus den ersten Leistungsgruppen der (im Auslaufen befindlichen!) Hauptschulen bilden da meist eine Ausnahme. Es gelingt in den Oberstufenjahren dann nicht mehr, diesen Rückstand aufzuholen oder auch nur zu verkleinern (schließlich ruhen sich ja auch die Langform-Schulen in den gleichen Altersjahrgängen nicht auf irgendwelchen Lorbeeren aus).

Deshalb sind in Oberstufenschulen österreichweit die Ergebnisse deutlich schlechter als im allgemeinen Schnitt. Während bei Langform-Schulen etliche dabei sind, wo Schüler und Lehrer die Zentralmatura-Aufgaben als überaus leicht belächelt haben. Das ist ein geradezu dramatischer Beweis, was für eine Katastrophe es für Österreichs Bildungsniveau wäre, wenn man die Gymnasiums-Langform abschafft. Es hieße, auf die erfolgreichste Ausbildungsform zu verzichten.

2. Hoher Ausländeranteil

Das zweite Problemfeld wird von politisch korrekten Menschen besonders gerne ausgeklammert: Das ist der in Oberstufengymnasien schon recht hohe Ausländeranteil. Die Lehrer kennen da zwar vor allem unter den Ostasiaten brillante Ausnahmen. Aber sonst haben viele Kinder mit Migrationshintergrund Schulprobleme.

Wofür es mehrere Ursachen gibt:

  • Es fehlt vielen Migrantenkindern an Eltern, die bei Schwierigkeiten in irgendeiner Form helfen und eingreifen. Es gibt aber nur wenige Kinder, die nicht irgendwann einmal Schul-Schwierigkeiten haben. An der mangelnden Elternbeteiligung ist die Politik mitschuld. Sie versucht mit allen Mitteln, Mütter in die Berufstätigkeit zu locken. Sie hat Bildung populistisch zur ausschließlichen Aufgabe der Schule zu erklären versucht. Dadurch werden die Eltern viel zu wenig hereingeholt, hereingezwungen, um ihrer Mitverantwortung beim Schulerfolg der Kinder nachzukommen. Das wäre auch dann wichtig, wenn die Eltern selbst ungebildet sind.
  • Es fehlt vielen der kulturelle, bildungsorientierte Hintergrund, den österreichische Kinder osmotisch ganz automatisch außerhalb der Schule aufsaugen. Der ist aber enorm wichtig: Die Pisa-Studien haben herausgefunden, dass man schon alleine an Hand der Laufmeter Bücher in einem Haushalt signifikante Unterschiede im Bildungsergebnis prophezeien kann. Jedes Kind hat einen Schatz an Wissen, an Erfahrungen, an Zusammenhängen, die es lange vor oder neben der Schule erworben hat. Wenn das aber eher ein Drittwelt-artiger Erfahrungsschatz ist, dann würde es der dreifachen Selbstdisziplin und Anstrengung bedürfen, um das aufzuholen. Was bei aufstiegswilligen Kindern und Familien freilich durchaus möglich wäre. (Persönliches Beispiel: Mein Vater hat als Sohn eines analphabetischen Bergbauern nicht nur die Schule, sondern auch das Jus-Studium geschafft.)
  • Es fehlt bei einem Teil der Migrantenkinder die in einer höheren Schule eigentlich mit 15 Jahren unabdingbare perfekte Beherrschung der Unterrichtssprache.
    Ursache eins: In den Familien und im Freundeskreis wird oft nicht Deutsch geredet.
    Ursache zwei: In Schulen wird oft ein Auge zugedrückt, wenn das Deutsch suboptimal ist.
    Ursache drei: Bisher ist immer der Vorschlag als politisch unkorrekt abgelehnt worden, Jugendliche vor Schuleintritt in eigenen Klassen zusammenzuholen, damit sie ihre sprachlichen Defizite intensiv aufholen und dann unbehindert dem Unterricht folgen können.

Dabei zeigen viele Forschungen, dass nur während der ersten 12 oder 14 Lebensjahre eine zweite Sprache wirklich in der gleichen Qualität wie die Muttersprache gelernt werden kann. (Als positives Beispiel wieder eine persönliche Erinnerung: Ich habe immer meine Texte jahrelang jenem Kollegen zum Gegenlesen gegeben, der die Sprache am perfektesten beherrscht hat – das war ein geborener Ungar, der erst mit acht Jahren nach Österreich migriert ist und Deutsch gelernt hat. Ein gegenteiliges Beispiel ist Henry Kissinger: Obwohl schon mit 14 nach Amerika gekommen, hat er bis heute in den Ohren der Amerikaner – bei all seiner sonstigen Genialität – einen deutschen Akzent).

3. Druck auf die Lehrer, nicht zu streng zu sein

Das dritte Problemfeld ist das Schulsystem selbst: Jahrelang ist auf die Lehrer Druck ausgeübt worden, nur ja nicht zu streng zu sein, nicht zu viele negative Noten zu geben. Dieser Druck ist sowohl von der Direktorin als auch von Landesschulinspektoren gekommen. Diesem Druck haben sich dann letztlich die meisten Lehrer gebeugt. Schlechte Noten sind vielen linken Schulbürokraten ideologisch verhasst; Direktoren meinen, eine hohe Durchfallquote würde ihr Image beschädigen; und manche wollen auch aus Gutherzigkeit den Kindern nicht dadurch schaden, dass man sie durchfallen lässt (und begreifen nicht, dass sie dadurch allen anderen Schülern viel mehr schaden).

Die völlig falsche, weil für alle schädliche Milde, welche heute in den Schulen regiert, zeigt sich auch in rein disziplinärer Hinsicht. Es wirkt sich aber langfristig verheerend aus,

  • wenn Gewalt gegen Lehrer oder Mitschüler, wiederholtes Schulschwänzen oder ständige Sabotage des Unterrichts letztlich fast immer folgenlos bleiben;
  • wenn auf solche Aktionen immer verständnisvoll statt konsequent reagiert wird;
  • wenn die früher vielleicht zu große Allmacht eines Lehrers nun durch deren Ohnmacht abgelöst worden ist;
  • wenn immer öfter Vorgänge in Schulen zu langwierigen juristischen Instanzenzügen statt zu sofortigen Reaktionen führen.

4. Falsche Inhalte der Zentralmatura

Das vierte bei den Gesprächen genannte Problemfeld hat mich hingegen nicht ganz überzeugen können. Denn es trifft ja auch alle anderen Schulen genauso: Das ist die seltsame und komplizierte Struktur der Zentralmatura. Zwar ist sicher extrem zweifelhaft, dass die neue Mode der „Kompetenzorientierung“ irgendein positiver Beitrag zu Bildung oder Ausbildung ist. Zwar ist es ein absoluter Wahnsinn, dass in Deutsch die drei einzig relevanten Aspekte total zurückgedrängt und zugunsten von Gimmicks abgewertet worden sind:

  1. Die Fähigkeit, einen gut durchargumentierten Aufsatz mit einem roten Faden und in akzeptablem Stil schreiben zu können;
  2. Die Fähigkeit, diesen Text  in Grammatik, Rechtschreibung und auch Interpunktion weitgehend fehlerfrei abzufassen;
  3. Und ein gewisser Mindestkanon an literarischen Kenntnissen.

Diese inhaltlichen Fehlentwicklungen der Zentralmatura gehören gewiss rasch wieder ausgemerzt (auch das wäre eine eminent wichtige Aufgabe einer echten Bildungsreform!). Aber sie können die schlechten Leistungen einzelner Schulen nicht so schlüssig erklären, wie die ersten drei Problemfelder es tun.

Die genannten Problemfelder zeigen jedenfalls einen unendlichen Handlungsbedarf. Aber die regierungsoffizielle Kommission ignoriert sie und streitet lieber, ob eine (schwer überforderte) Unterrichtsministerin mit einem (schwachen) Beamtenapparat oder ob (zum Teil geistig tief provinzielle) Landeshauptleute am Ende mehr Macht über die Schule haben sollen. Und das einzige, was der Unterrichtsministerin zur Kompetenzaufwertung der einzelnen Schulen einfällt, ist das Recht, über die Pausen zu entscheiden.

 

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

 

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2015 10:45

    Herr Dr. A.U. hat wieder einmal Recht. Leider.

    Der enorme Freizeitzuwachs der Schüler durch die vielen Ferien und die freien Samstage hat die Auseinanderentwicklung der Gesellschaft weiter beschleunigt. Es fällt auf, dass es im Joanneum in Graz, im Haus der Natur in Salzburg, im Haus des Meeres in Wien und in verschiedenen Museen und Zoos an Wochenenden nur so wimmelt vor Eltern, Onkel, Tanten, Opas, Omas, die den Kindern die interessanten Dinge erklären, die zu sehen sind. So etwas nennt man bildungsnahe Schichten.

    Auch ich habe mit Lehrern gesprochen. Es stimmt, dass es zwischen den Schulen in Österreich enorme Qualitätsunterschiede gibt. Das beginnt schon bei den Volksschulen. Unsere Ministerin ignoriert das hartnäckig, aber Bluthochdruck kann man auch nicht vermeiden, indem man das Blutdruckmessgerät ignoriert und die Augen verschließt.

    Diese Qualitätsunterschiede sind eine enorme Ungerechtigkeit, denn die Abgänger des Gymnasiums Hegelgasse werden auf dem Arbeitsmarkt Ausschussware bilden, während die meisten Maturanten aus Oberösterreich (und auch anderen Bundesländern) Karriere machen werden.

    Ein bekannter linksgerichteter Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung schreibt heute in einer österreichischen Provinzzeitung: „Die Schwachpunkte jener morsch gewordenen Partei … sind unübersehbar … nur gerade ein Zehntel der Befragten erachtet die Politik der Bundes-SPÖ unter Werner Faymann als hilfreich für Häupl und seine Partei. Doch die SPÖ nimmt weiter unbeirrbar Kurs auf die Klippen …“

    In der gleichen Zeitung sagt der Bundeskanzler wörtlich: „Ja ich werde 2018 kandidieren.“ Und weiter: „Bei der Wiener Wahl werde nicht ich gewählt …“

    Die Aussage Herrn Faymanns halte ich für eine gefährliche Drohung. Ich mache mir daher ernsthaft Sorgen um die Zukunft unserer Schulen und in der Folge unseres Landes. Die SPÖ samt ihres maturafreien Vorsitzenden und ihrer unbedarfte Unterrichtsministerin hat schon viel erreicht auf dem Weg nach unten, aber noch ist nicht alles verloren. Nur zwei SPÖ-Debakel im September und Oktober können diesen Wahnsinn noch stoppen. Daher möchte ich den Oberösterreichern und Wienern zurufen: Noch ist nicht alles verloren. Bedenkt bitte, dass Euer Wahlverhalten die Republik vor dem weiteren drohenden Niedergang bewahren kann.

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2015 15:06

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    Das ist ja bereits genau wie in der NS-Zeit! Wer ein falsches Wort sagt, verliert seinen Arbeitsplatz! Das sollte uns doch endlich zu denken geben.

    Hätte dieser junge Bursch den Lieben Gott gelästert oder gegen den Papst gewettert, hätte er Einheimische beleidigt oder FPÖ-Politiker---dem Bürschchen hätten genau DIEJENIGEN, die ihn jetzt unisono ANKLAGEN, weil er irgendetwas nicht Schmeichelhaftes über Ausländer auf Facebook geschrieben hat, kräftig APPLAUDIERT!

    ZARA und Co. brauchen halt (fadenscheinige) Gründe als Daseinsberechtigung und da bietet sich so eine Lächerlichkeit an, damit man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann. Diesen Denunziantenstadel lassen wir uns ja ganz schön was kosten!

    Was die heißgeliebten heiligen Zuwanderer an HASSERFÜLLTEM uns gegenüber auf Facebook posten, stört unsere linken Tugendterroristen nicht!

    "Hass-Postings: Firmen greifen durch"

    "Immer mehr Firmen greifen durch, wenn ihre Mitarbeiter verhetzende Postings gegen Flüchtlinge im Netz absetzen. Etwa Porsche, Spar und Rotes Kreuz trennten sich deshalb schon von Mitarbeitern und begründeten das mit der Firmenpolitik, in der Fremdenfeindlichkeit keinen Platz habe."

    http://oe1.orf.at/konsole_small?url=http%3A%2F%2Fapasfftp1.apa.at%2Foe1%2Fnews%2F000252C4.MP3&audio_title =

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2015 08:33

    O.T. Für die Putinfeinde:

    Wien
    16°C

    NEUESTE NACHRICHTEN
    29.07.2015 21:56
    Foto: APA/EPA/MYKOLA TYS
    FLUG IN DIE UKRAINE
    Bewaffnete US-Soldaten in Wien-Schwechat gestoppt

    Der Wiener Flughafen als Drehscheibe für internationale Streitkräfte: Beim Transport amerikanischer Soldaten kam es jetzt zu einem Sicherheitsalarm. Neun GIs wurden beim Versuch gestoppt, mit Armeewaffen in die Ukraine zu reisen - allerdings ohne erforderliche Genehmigungen.
    Die Polizei musste einschreiten und der US-Einheit die illegalen M16-Sturmgewehre sowie Pistolen abnehmen .
    Die hätten sogar den Apostel Paulus über zeugt!

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2015 17:43

    Früher, als noch nicht jedes Kind die Möglichkeit hatte, ins Gymnasium zu gehen---meistens war ein teures Internat unausweichlich, weil es nicht, wie heute, so leicht erreichbare Gymnasien gab---früher also, so kommt es mir vor, gab es viele sehr, sehr kluge, weise, belesene Menschen, obwohl diese "nur" eine Hauptschule besucht hatten.

    Heute, wo JEDER die Möglichkeit hat, nicht nur ein Gymnasium, sondern auch eine Universität zu besuchen---selbst wenn er eindeutig "untauglich" für beides ist!---findet man unter den "Akademikern" ziemlich viele Nieten und Nullen.

    Es muß also doch am SCHULSYSTEM liegen, weil es VIEL ZU LANGE in ROT-GRÜNEN HÄNDEN ist!

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2015 20:41

    Alle genannten Punkte stimmen.

    Die ganze Schuldebatte wäre wohl überhaupt nicht notwendig, hätten die Linken nicht seit Kreisky sukzessive das gesamte Schulsystem systematisch zerstört, unterwandert, missbraucht für Ideologie (= ...), etc.

    Ich erlebte diesen Niedergang der Schulerfolge hautnah, wenn z.B. Studenten nicht mehr Deutsch können müssen, aber 'gegenderte' Arbeiten abgegeben sollen, wenn etwa bei der ident gleichen Aufnahmeprüfungsfrage innerhalb von 10 Jahren die Ausbeute von 90% auf 30% Durchgekommene gesunken ist, etc.

    Ich helfe jetzt einem 15 jährigen Kind/Jugendlichen, das die Gesamtschule, die so genannte 'Neue Mittelschule' besucht hat, die das erlebt, was Dr. Unterberger geschildert hat, sie muss zähneknirschend erkennen, dass trotzdem sie in allen Fächern sehr gut hatte, sie nun zu den schlechtesten gehört.

    Wir haben aufgehört nach dem Leistungsprinzip zu handeln und handeln statt dessen nach dem Gutmenschenprinzip. Das Ergebnis ist fatal, wie wir erkennen, bloß die Schulbehörde und die Politik wollen das nicht erkennen.

    Ratlos ? Hilflos ? Schauen wir einmal nach, was bei uns die Schule noch in den 1960-er Jahren zu leisten imstande war:
    Seit dieser Zeit hat z.B. BASF immer die gleichen Fragen für den Aufnahmetest ihrer neuen Mitarbeiter, es ist der gleiche Effekt, wie ich auch festgestellt habe, bloß dort kommen nun fast keine Leute mehr durch denn nach 40 Jahren ist das Niveau der Schulabgänger noch tiefer gesunken.

    Also blättern wir nach, wie es damals war, addieren wir noch die neuen Anforderungen, etwa Computer im Unterricht, etc. und lassen wir die Ideologie weg, die Politik draußen aus der Schule, konzentrieren wir uns auf das Ziel, den Kindern möglichst gutes zu tun für ihre Zukunft, nämlich darauf, das zu lehren, was die Menschen brauchen und das ist ganz sicher nicht Politik, Gender, Antifaschismus und all die 'Antis' der heutigen Schulsysteme, sondern mit Rechnen, Schreiben; Lesen, Arbeiten, Kämpfen, Lernen.

    Eine Aussage einer Absolventengruppe, hätten wir statt Persönlichkeitsbildung und einiger fachfremden Fächer mehr Elektrotechnik gemacht, wäre uns geholfen gewesen, und das waren gute Absolventen.

    Also meine Damen und Herren der Reformkommission, schauen Sie nach, was unser Schulsystem noch in den 1960-er Jahren so erfolgreich gemacht hat. Dazu gehört die Parteifreiheit (Partei ist Privatsache) der Lehrer, der fundierte Unterrichtsplan, Ideologiefreiheit, das Dreieck Eltern, Lehrer, Schüler und eventuell noch die Direktion für übergeordnete Fragen. Dazu gehört natürlich die Kenntnis der Unterrichtssprache. Dazu gehört die Erhaltung der Schulvielfalt, damit die Schüler ihren Eignungen und Neigungen gemäß ihr Ziel erreichen können. Dazu gehört die gebührende Strenge zur Durchsetzung der Lernziele und Lehrziele.

    Die Schwierigkeiten der Reformkommission sehe ich beim ewigen Schulproblem, fehlender Lernwille, fehlende Motivation, verständnislose Eltern dieser wohlstandsverwahrlosten und ideologisierten Gesellschaft und in der schulresistenten Parallelgesellschaft.

    Aber fast alles lässt sich mit glasklaren Gesetzen und Regelungen ohne Ausnahmen ganz sicher verbessern an diesem verkommenen Schulsystem, ganz sicher aber geht es nicht mit Ideologie, Gutmenschlichkeit und 'Milde'.

  6. Ausgezeichneter KommentatorObrist
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2015 08:13

    Dennoch darf man die Lehrer nicht ganz aus der Verantwortung nehmen:
    Gab es früher strenge, aber charismatische und gerechte Professoren, die wohlvorbereitet ihre Stunden hielten und die Schüler mit ihrem umfassenden Wissen in den Bann zogen (und auch nötigenfalls disziplinieren konnten, ohne die Peitsche auszupacken) findet man heute vielerorts solche, die nach Abbruch intellektuell aufwändigerer Studien, oder mangels entsprechender Perspektiven, das Lehramt mit Pragmatisierung und reichlich Freizeit bevorzugen. Das über Jahrzehnte von der vorwiegend bildungsfernen Politikerkaste geschaffene Wesen des (unterforderten und auch unterbezahlten und daher wenig motivierten) Bildungsarbeiters
    wird nun zum Bumerang.
    Faktum ist, und das behaupte ich als Ernährer einer Großfamilie, dass zahlreiche krankenstandsbedingte Fehlstunden mit fachfremden Supplierungen, zuwenig Schularbeiten (max 1-2/Semester) und das oft völlige Fehlen von Hausübungen in Hauptfächern auch gute und begabte Schüler in die Arme der (steuerneutralen) Nachhilfeindustrie treiben. Wozu soll sich der Lehrende für sein fixes Einkommen am Vormittag großartig anstrengen, wenn er am Nachmittag ein ordentliches Taschengeld dafür erhält.
    Bitte mich nicht falsch zu verstehen, die charismatischen und engagierten Lehrer gibt es immer noch, aber als von den linientreuen leistungsfernen Kollegen gemobbte Minderheit. Nur eine Studienreform mit strenger Auslese nach pädagogischer (nicht ideologischer) und intelektueller Eignung der Absolventen und mit leistungsgerechter Entlohnung danach vermag unsere Nachkommen zu konkurrenzfähigen Leistungsträgern in einer unsicheren Zukunft zu formen.

  7. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Juli 2015 11:17

    Was wird von der Selbstbedienungspartei nicht ruiniert?

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorpeter789
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    01. August 2015 11:44

    Darf ich erinnern?
    Im Jahr 2001 hat die glühende Sozialistin Susanne Brandsteidl den einigermaßen vernünftig agierenden Kurt Scholz abgelöst.
    Und:
    Das österreichische Schulsystem musste bereits zwei linke Ideologinnen (Schmid und Heinisch-H.) als Unterrichtsministerinnen aushalten.

    Noch Fragen zum Grund der Misere?


alle Kommentare

  1. ottilie (kein Partner)
    15. Dezember 2015 18:49

    Ich bin schon fast 60, kenne die hegelgasse, habe dort 75 maturiert. Es war immer so: In die hegelgasse kamen alle Schülerinnen, die entweder im Gym versagt hatten - so wie ich - oder jene von der hauptschule, die gut waren. das Niveau war immer niedrig. aus mir und einigen anderen Mitschülerinnen ist "etwas geworden" aus manchen nicht. heutzutage kommt noch dazu, dass nicht nur gute Schüler der Haupt/ heute Mittelschule, in das ORG gehen können, sondern alle, auch mit nicht genügend. dann machen sie ihr letztes Schuljahr durch teilweise Anwesenheit, und tschüss! Aber wenige bleiben doch! Ich finde es gut, dass wenigstens 10 von 100 ihren weg finden können, als gar keine. ich arbeite dort.

  2. Joao von Horn (kein Partner)
    13. Dezember 2015 15:40

    Herr Unterberger, beziehen Sie sich eigentlich bei Ihrem Kommentar ausschließlich auf die Hegelgasse 12 oder bezieht sich Ihre Meinung auf alle Gymnasien in Österreich?
    Meine Tochter möchte gerne dorthin wechseln, Sie machen uns Angst!!! Es scheint so, dass Sie sich im allgemeinen über das Schulsystem Sorgen machen, den um die Hegelgasse 12. Denn alle 4 Punkte die Sie aufzählen könnten Sie in JEDE Schule von Wien umlegen!
    1. In vielen Schulen ist der Umstieg schwer
    2. Zeigen Sie mir eine AHS mit wenig Ausländer
    3. Das erleben Sie überall, Gottseidank
    4. 80% Durchgefallen ist ein Skandal und muss sofort untersucht werden und die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden
    ein besorgter Vater

  3. Hegelianer (kein Partner)
    03. August 2015 20:52

    Mit dem vierten Punkt (angeblich falsche Inhalte der Zentralmatura) haben AU's Gesprächspartner möglicherweise das Folgende gemeint: Man kann die Mathematikmatura nicht mehr mit Fleiß, sprich: mit dem Einlernen bestimmter Aufgabentypen, bewältigen. Dies bricht manch fleißigeren Schülern, die Mathematik nicht gut verstehen, das Genick: Schülern, die sich schwer tun, einem Text zu entnehmen, was sie rechnen müssen, die bei Schlußrechnungen oder beim Umrechnen von Einheiten in die falsche "Richtung" schließen (z.B. mal 1000 statt dividiert durch 1000). Hier kommt das neue Punktesystem erschwerend hinzu: Ergebnis falsch => 0 Punkte, genauso, wie wenn die Aufgabe ausgelassen wurde.

  4. NS-Ostfeldzug (kein Partner)
    01. August 2015 19:54

    Unterbergers ewiger Verdienst ist die journailistische Schützenhilfe für die Wiederherstellung des deutschen Lebensraumes im Osten. Deutschland finanziert nach 75 Jahren wieder die Nazis in der Ukraine, damit sie ihren Vernichtungskrieg gegen den Russen wieder aufnehmen können.

    • CIA-Journaille (kein Partner)
      01. August 2015 20:27

      Komisch, der CIA-Rekrut Otto Schulmeister (ein Presse-Fritz vor Unterberger), der schon vor 1938 bei der Hitlerjugend aktiv war, schrieb eine Dissertation mit dem Titel „Die werdende Großraumwirtschaft“, die in einem NS-Verlag erschien. Auch dort ging es um die Wiederherstellung des deutschen Lebensraumes im Osten; genau wie jetzt.

  5. Susanna (kein Partner)
    01. August 2015 17:43

    Mich würden die Ergebnisse aller Schulen im einzelnen interessieren.

  6. ISISierung (kein Partner)
    01. August 2015 14:19

    Das türkische NATO-Regime tötet Kurden im Auftrag von ISIS (vulgo CIA).
    Das ukrainische NATO-Regime tötet Russen im Auftrag von ASOW (vulgo CIA).

  7. peter789 (kein Partner)
    01. August 2015 11:44

    Darf ich erinnern?
    Im Jahr 2001 hat die glühende Sozialistin Susanne Brandsteidl den einigermaßen vernünftig agierenden Kurt Scholz abgelöst.
    Und:
    Das österreichische Schulsystem musste bereits zwei linke Ideologinnen (Schmid und Heinisch-H.) als Unterrichtsministerinnen aushalten.

    Noch Fragen zum Grund der Misere?

  8. cmh (kein Partner)
    01. August 2015 11:04

    Glücklich der Schüler, der einen Lehrer mit Persönlichkeit hat!

    Bildung läuft halt nicht so, dass dem Schüler das Wissen des aktuell genehmen LEhrbuches eingetrichtert wird sodass dieses dann fragebogenartig abgefragt werden kann. Obwohl dieses Lernmodell als Nürnberger Trichter längst schon lächerlich gemacht ist, beherrscht es immer noch die halbgebildeten Schul-"Experten".

    Wichtig ist die Begeisterung des Lehrers für sein Fach. Nur dann kann er als Vorbild wirken und einigen seiner Schüler die Liebe zu einem bestimmten Fach, oder auch nur zu einer bestimmten Weise sich diesem anzunähern weitergeben.

    Die Underdogs, den man das Draußenstehen auch noch vorwirft sind ungeeignet.

    • Martin W. (kein Partner)
      01. August 2015 18:46

      Das neue Lehrerdienstrecht schränkt den Bezug zu einem Fach deutlich ein und definiert Lehrtätigkeit vor allem als Anwesenheit sowie Leistung als etwas Schädliches.
      Schmied mit Spindis Rückendeckung hat hier ganze Arbeit geleistet.
      In Zukunft werden genau die Probleme, die AU oben beschrieben hat, systembedingt deutlich zu-, nicht abnehmen.

  9. 95 Euro (kein Partner)
    01. August 2015 10:54

    Unser Regime bezahlt für jeden minderjährigen Ersatzbürger 95 Euro pro Tag.

    Das macht bei 31 Tagen satte 2945 Euro netto pro Monat.

    Damit ein Österreicher diesen Betrag zur Verfügung hat, müsste er 5128,08 Euro brutto pro Monat (71793,12 Euro im Jahr) verdienen.

    Zum Ersatzvolk müsste man gehören...

    • fewe (kein Partner)
      02. August 2015 02:38

      Aber dem Ersatzvolk ist auch entsprechend zu huldigen. Ansonsten droht Gefängnis für den Untermenschen Österreicher. Auch bei Beschimpfungen hat man höflich und ehrerbietig den Auserwählten aller Art entgegenzutreten.

  10. SS-Division Galizien (kein Partner)
    01. August 2015 09:38

    Genauso gut könnte es heißen:

    Der AUB – ein Exempel des Versagens

  11. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      01. August 2015 09:09

      Viele beklagen – zurecht – den Niedergang unseres Schul- und Bildungswesens. Was könnte der Grund dafür sein? – Die Unfähigkeit einer Ministerin mag dafür von „Vorteil“, aber wohl kaum die eigentliche Ursache sein.

      Wir bewegen uns auf ein post-abendländisches Zeitalter hin, dessen Gestalt wir nicht kennen, aber vielleicht doch – mit Beklemmung – ahnen. Wie also könnte es aussehen? - Wie nach einer Apokalypse! Die gegenwärtigen Ereignisse, quasi die Symptome für die Lage, sind an anderer Stelle schon oft beschrieben worden.

      Es lassen sich folglich nur zwei konkrete Möglichkeiten skizzieren: Errichtung einer Weltdiktatur – der NWO, um die Ressourcen zu beherrschen, bevor sie zur Neige gegangen sind (aktuelle US-Politik); oder, wenn vorher der Zusammenbruch der Ökonomie stattfindet, der Chaos auslöst (und damit einhergehend eine unvorstellbare Dezimierung der Weltbevölkerung), dann würde ebenfalls eine globale Diktatur als Folge dieser totalen Zerstörung der heutigen Zivilisation stehen, um die „Reste“ zu verwalten (offen, wer dann dafür übrig geblieben ist).

      Allfällig Überbleibsel der heutigen Zivilisation würden aber ohne Bedeutung sein, nicht einmal einfachste mechanische Geräte, wie Fahrräder, etc. werden übrig bleiben, und heutige Erkenntnisse, ins Vergessen versinken (wie das auch in der Geschichte durchaus schon der Fall war).

      Allgemeine Bildung wird als überflüssig und nicht mehr leistbar verschwinden, ja die Oberschicht würde sie als Mittel zur Heranbildung potentieller Kritiker auch nicht mehr zulassen. Nötig wäre sie ja nicht mehr, weil all jene technischen, organisatorischen Strukturen, usw., die der „Herrschaft der Manager“ und Techniker unterlagen, n i c h t m e h r existierten.

      Können wir dieses Schicksal abwenden? – Wir wissen es nicht, aber ohne die bevorstehenden Erschütterungen dieser größten Krise wird es k e i n e Einsicht geben, und wo sie eventuell doch existierte, nicht die Macht da sein, den heutigen Strom der Ereignisse absichtsvoll umzuleiten.

      Die Erschütterungen werden aber den 11. September von New York, ein „inside job“ mit dem die letzte Phase brutaler Hegemonialpolitik eingeleitet wurde, und selbst die Apokalypse des Zeiten Weltkrieges noch weit in den Schatten stellen.

      Pessimismus ist aber auch deshalb geboten, weil n i e m a n d ein Eingreifen durch absichtsvolles Handeln, ja nicht einmal als Möglichkeit, in dieser hier dargestellten Entwicklungs-Logik sieht.

      Wir kommen wohl „ans Ende der Zeit“.

  12. Undine
    31. Juli 2015 18:25

    OT---aber wie VERTRÄGT sich DAS eigentlich mit unserer NEUTRALITÄT? Ich weiß, @socrates hat dankenswerterweise schon darüber informiert. Ich frage mich nur, WIE VIELE US-SOLDATEN sind mit ILLEGALEN WAFFEN, aber UNENTDECKT, genau den gleichen Weg in die UKRAINE bereits gegangen???

    "Schwer bewaffnete US-Soldaten wollten über Wien in den Ukraine-Krieg"

    http://www.unzensuriert.at/content/0018329-Schwer-bewaffnete-US-Soldaten-wollten-ueber-Wien-den-Ukraine-Krieg?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    ---------------------------------------------------

    Schaut bei diesem Treiben die Polizei einfach weg:

    "Illegale Einwanderung: Erschütterndes Tagebuch eines Anrainers"

    http://www.unzensuriert.at/content/0018313-Illegale-Einwanderung-Erschuetterndes-Tagebuch-eines-Anrainers?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

    -------------------------------------------------------------

    "Offiziell 9.000 Asylwerber pro Monat: SEUCHENGEFAHR in Traiskirchen"

    http://www.unzensuriert.at/content/0018332-Offiziell-9000-Asylwerber-pro-Monat-Seuchengefahr-Traiskirchen?utm_source=Unzensuriert-Infobrief&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Infobrief

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  13. Josef Maierhofer
    30. Juli 2015 20:41

    Alle genannten Punkte stimmen.

    Die ganze Schuldebatte wäre wohl überhaupt nicht notwendig, hätten die Linken nicht seit Kreisky sukzessive das gesamte Schulsystem systematisch zerstört, unterwandert, missbraucht für Ideologie (= ...), etc.

    Ich erlebte diesen Niedergang der Schulerfolge hautnah, wenn z.B. Studenten nicht mehr Deutsch können müssen, aber 'gegenderte' Arbeiten abgegeben sollen, wenn etwa bei der ident gleichen Aufnahmeprüfungsfrage innerhalb von 10 Jahren die Ausbeute von 90% auf 30% Durchgekommene gesunken ist, etc.

    Ich helfe jetzt einem 15 jährigen Kind/Jugendlichen, das die Gesamtschule, die so genannte 'Neue Mittelschule' besucht hat, die das erlebt, was Dr. Unterberger geschildert hat, sie muss zähneknirschend erkennen, dass trotzdem sie in allen Fächern sehr gut hatte, sie nun zu den schlechtesten gehört.

    Wir haben aufgehört nach dem Leistungsprinzip zu handeln und handeln statt dessen nach dem Gutmenschenprinzip. Das Ergebnis ist fatal, wie wir erkennen, bloß die Schulbehörde und die Politik wollen das nicht erkennen.

    Ratlos ? Hilflos ? Schauen wir einmal nach, was bei uns die Schule noch in den 1960-er Jahren zu leisten imstande war:
    Seit dieser Zeit hat z.B. BASF immer die gleichen Fragen für den Aufnahmetest ihrer neuen Mitarbeiter, es ist der gleiche Effekt, wie ich auch festgestellt habe, bloß dort kommen nun fast keine Leute mehr durch denn nach 40 Jahren ist das Niveau der Schulabgänger noch tiefer gesunken.

    Also blättern wir nach, wie es damals war, addieren wir noch die neuen Anforderungen, etwa Computer im Unterricht, etc. und lassen wir die Ideologie weg, die Politik draußen aus der Schule, konzentrieren wir uns auf das Ziel, den Kindern möglichst gutes zu tun für ihre Zukunft, nämlich darauf, das zu lehren, was die Menschen brauchen und das ist ganz sicher nicht Politik, Gender, Antifaschismus und all die 'Antis' der heutigen Schulsysteme, sondern mit Rechnen, Schreiben; Lesen, Arbeiten, Kämpfen, Lernen.

    Eine Aussage einer Absolventengruppe, hätten wir statt Persönlichkeitsbildung und einiger fachfremden Fächer mehr Elektrotechnik gemacht, wäre uns geholfen gewesen, und das waren gute Absolventen.

    Also meine Damen und Herren der Reformkommission, schauen Sie nach, was unser Schulsystem noch in den 1960-er Jahren so erfolgreich gemacht hat. Dazu gehört die Parteifreiheit (Partei ist Privatsache) der Lehrer, der fundierte Unterrichtsplan, Ideologiefreiheit, das Dreieck Eltern, Lehrer, Schüler und eventuell noch die Direktion für übergeordnete Fragen. Dazu gehört natürlich die Kenntnis der Unterrichtssprache. Dazu gehört die Erhaltung der Schulvielfalt, damit die Schüler ihren Eignungen und Neigungen gemäß ihr Ziel erreichen können. Dazu gehört die gebührende Strenge zur Durchsetzung der Lernziele und Lehrziele.

    Die Schwierigkeiten der Reformkommission sehe ich beim ewigen Schulproblem, fehlender Lernwille, fehlende Motivation, verständnislose Eltern dieser wohlstandsverwahrlosten und ideologisierten Gesellschaft und in der schulresistenten Parallelgesellschaft.

    Aber fast alles lässt sich mit glasklaren Gesetzen und Regelungen ohne Ausnahmen ganz sicher verbessern an diesem verkommenen Schulsystem, ganz sicher aber geht es nicht mit Ideologie, Gutmenschlichkeit und 'Milde'.

  14. Undine
    30. Juli 2015 17:43

    Früher, als noch nicht jedes Kind die Möglichkeit hatte, ins Gymnasium zu gehen---meistens war ein teures Internat unausweichlich, weil es nicht, wie heute, so leicht erreichbare Gymnasien gab---früher also, so kommt es mir vor, gab es viele sehr, sehr kluge, weise, belesene Menschen, obwohl diese "nur" eine Hauptschule besucht hatten.

    Heute, wo JEDER die Möglichkeit hat, nicht nur ein Gymnasium, sondern auch eine Universität zu besuchen---selbst wenn er eindeutig "untauglich" für beides ist!---findet man unter den "Akademikern" ziemlich viele Nieten und Nullen.

    Es muß also doch am SCHULSYSTEM liegen, weil es VIEL ZU LANGE in ROT-GRÜNEN HÄNDEN ist!

    • F.V. (kein Partner)
      02. August 2015 06:13

      Sg. Undine,

      wenn man die Linke für die Schul- und Bildungsmisere verantwortlich macht, so sollte man sich doch daran erinnern, daß die Häckel-Fräul´n aus Fahrradelberg, „unsere Lisl (Geherer)“, dafür der „Fundament“ gelegt hatte. Sie war sozusagen die ferngesteuerter Abgesandte der masonischen Vorarlberger Nachrichten aus dem Ländle, die unter den Einheimischen als ÖVP-nahestehend gilt.

      Und man sollte sich daran auch erinnern, daß es einmal eine Wissenschaftsministerin, die Frau Herta Firnberg, gab, die wohl alle folgenden an Kompetenz und Sachlichkeit übertraf.

      Man sollte sich auch daran erinnern, daß diesen Posten einmal der „Bunte Vögel“ Eberhard Busek innehatte, der beim Wahlsieg der SPÖ die Internationale mitsang, und der z. Zt. nach Brüssel entsorgte „Doktor“ Johannes Hahn, dem der Plagiatsvorwurf „seiner“ Dissertation von der Universität zwar bestätigt, aber „noch als tolerierbar“ sozusagen „nachgesehen“ wurde. UND man darf auch den schönsten aller Schönen, den Reinhold Mitterlehner, hier nicht vergessen, der bekanntlich auch der beste Sozialist in der ÖVP ist.

      Natürlich sind von den Roten noch etliche harte Ideologen noch zu nennen, wie Scholten und Einem, ... aber man war sich mit den schwarzen Logenbrüdern recht einig.

  15. Undine
    30. Juli 2015 15:06

    Kleine Mittagsjournal-Nachlese:

    Das ist ja bereits genau wie in der NS-Zeit! Wer ein falsches Wort sagt, verliert seinen Arbeitsplatz! Das sollte uns doch endlich zu denken geben.

    Hätte dieser junge Bursch den Lieben Gott gelästert oder gegen den Papst gewettert, hätte er Einheimische beleidigt oder FPÖ-Politiker---dem Bürschchen hätten genau DIEJENIGEN, die ihn jetzt unisono ANKLAGEN, weil er irgendetwas nicht Schmeichelhaftes über Ausländer auf Facebook geschrieben hat, kräftig APPLAUDIERT!

    ZARA und Co. brauchen halt (fadenscheinige) Gründe als Daseinsberechtigung und da bietet sich so eine Lächerlichkeit an, damit man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann. Diesen Denunziantenstadel lassen wir uns ja ganz schön was kosten!

    Was die heißgeliebten heiligen Zuwanderer an HASSERFÜLLTEM uns gegenüber auf Facebook posten, stört unsere linken Tugendterroristen nicht!

    "Hass-Postings: Firmen greifen durch"

    "Immer mehr Firmen greifen durch, wenn ihre Mitarbeiter verhetzende Postings gegen Flüchtlinge im Netz absetzen. Etwa Porsche, Spar und Rotes Kreuz trennten sich deshalb schon von Mitarbeitern und begründeten das mit der Firmenpolitik, in der Fremdenfeindlichkeit keinen Platz habe."

    http://oe1.orf.at/konsole_small?url=http%3A%2F%2Fapasfftp1.apa.at%2Foe1%2Fnews%2F000252C4.MP3&audio_title =

    • Gandalf
      30. Juli 2015 16:44

      Als Konsument sollte man sich gegen diese absurden Auswüchse der Gutmensch - Speichelleckerei dadurch wehren, dass man solche Firmen boykottiert. Also BMW statt Audi, Billa statt Spar und, wenn's notwendig wird, eben - je nach politischer Einstellung - die Johanniter oder die Arbeitersamariter statt dem Roten Kreuz.

    • Undine
      30. Juli 2015 22:34

      @Gandalf

      Sie haben vollkommen recht! Erinnern Sie sich noch an die Zeit der beschämenden Hetze gegen Waldheim? Einer, der sich damals besonders gemein hervorgetan hatte, war Edgar BRONFMAN, weltweit größter Spirituosenhersteller (Seagram). Der Absatz in Ö ging damals merklich zurück.

      Und nur so nebenbei: Erich HONECKER verleiht Edgar BRONFMAN 1988 den Großen Stern der Völkerfreundschaft.

      Und noch etwas: Haben Sie vielen Dank für den Tipp, auf "Radio Swiss Classic" zu flüchten!!!

    • Brigitte Imb
      30. Juli 2015 22:54

      Oije, das trifft mich ordentlich, denn mit "Spar" in der Nähe bin ich sehr zufrieden. Nachdem ich jedoch bei derartigen Vorkommnissen eine Konsequenz an den Tag lege, werde ich eine Alternative suchen müssen, und sicher finden.
      "Spar" werde ich eine Mail schicken. (Nachahmung empfohlen.)

      Seit "nöm" die "Süt" Aktion gemacht hat, kaufe ich KEINE dieser Produkte, wenngleich mir das "Fru-fru" sehr gut schmecken würde. Aber da "faste" ich dann doch lieber, um meiner Einstellung treu zu bleiben.

    • Brigitte Imb
      30. Juli 2015 23:00

      @Gandalf,

      BMW mögen die türkischen Komplexler recht gerne. Alleine das genügt ......

      Statt Audi (achten Sie einmal auf die Werbung im ORF, speziell bei Sportsendungen) preferiere ich MB, und die bezieht man - wesentlich billiger - aus dem benachbarten Ausland. (Alleine das "Geschäft" in MÜ ist ein Hammer und lohnt auch ohne Autokauf es sich anzusehen.)

    • fxs (kein Partner)
      01. August 2015 08:43

      Es sollte geprüft werden, ob diese Firmen durch so begründetet Auflösung von Dienstverhältnissen nicht gegen das Gleichbehandlungsfgesetz verstoßen, wie sie Mitarbeiter wegen deren Weltanschauung diskriminieren.

    • Specht (kein Partner)
      01. August 2015 09:45

      Wie war das noch mit diesem linken Pädagogen aus Graz, der dem Papst mit Mord drohte? Was ist denn daraus geworden, nur so zum Vergleich.

    • Erich_47 (kein Partner)
      01. August 2015 11:22

      Woher erfahren die Firmen eigentlich von diesen Postings? Sind das Mitarbeiter, die sich eine Verbesserung ihrer eigenen Position erhoffen und die Nicknamen ihrer Kollegen und Kolleginnen kennen? Sind das professionelle Netzforscher, vergleichbar mit den Trollen, die in jedem Forum Unruhe stiften wollen?

      Im alten Rom griffen sogar zeitweise Kaiser ein, wenn das Unwesen der Delatores (die der Große Stowasser treffend als Denunzianten übersetzt; bei uns die Verharmlosung des "Vernaderers") überhand nahm und viele Unschuldige zu Selbstmord trieb. Denunzieren war ein gutes Geschäft, denn das Eigentum des Beschuldigten ging in das Eigentum des Denunzianten über. Heute ist das noch nicht der Fall; aber es lebt sich sicher gut von Steuermitteln (erinnern wir uns übrigens an die Arztpraxisschnüffler, die ja kommen sollen. Wer ist als nächster betroffen?)

      Wie groß war übrigens die Erregung über die "Banken-CDs", die an die Finanzämter verkauft wurden und Steuerhinterzieher entlarvten? Sogar Grüne sahen den Rechtsstaat in Gefahr. Alles Schnee von gestern.

      Scheibchenweise werden unsere Möglichkeiten und Freiheiten beschränkt. Jeder Schritt ist vielleicht nicht so arg, aber die Summe merken die meisten gar nicht. Bin schon neugierig auf die kommende Rechtsprechung zu den neuen Verhetzungs-Paragraphen.

    • fewe (kein Partner)
      01. August 2015 14:11

      Man kann einfach solche Nazi/Internazi-Firmen und -Organisationen boykottieren. Wer braucht einen KdF-Sportwagen?

      Porsche war ja schon einer der Lieblinge des "Führers". Die führen halt die Famlientradition weiter. Hündische Linientreue zum Regime lohnt sich halt.

    • Torres (kein Partner)
      01. August 2015 16:49

      Das ist ja leider nicht nur bei uns so. Es sei in diesem Zusammenhang an Thilo Sarrazin erinnert, der nach Veröffentlichung seines Buches "Deutschland schafft sich ab" sogleich seine Stelle bei der Deutschen Bundesbank verlor.

    • Martin W. (kein Partner)
      01. August 2015 18:59

      Du lebst im falschen Film.

      Klar, man bestärkt sich gegenseitig wie am Stammtisch nach dem vierten Bier, jeder weiß noch ein Schäuflein nachzulegen, um sich die Aufmerksamkeit der anderen zu sichern, es bleibt aber nicht lange bei verbalen Hassausbrüchen, verursacht von erfundenen "Tatsachen", als nächstes pöbelt man andere an, wird handgreiflich, schließlich schießt man auf wildfremde Menschen, auch auf Kinder und zündet deren Häuser an.
      Und dann fühlen sich unsere "besorgten" Hüter des "Anstandes" noch als Opfer irgendeiner linken "Lügenpresse" und eines angeblichen "Gutmenschen"-Terrors.

      Die Konfrontation mit der Realität ist dann hart. Denn die große Mehrheit der Österreicher und auch der Deutschen kann sich selbst eine Meinung bilden und steht auch zu menschlichen Grundwerten. Es geht nicht darum, jemanden "ins rechte Eck" zu stellen oder nicht zu stellen, sondern darum, Rassisten und Nazis draußen zu lassen.

  16. cicero
    30. Juli 2015 13:11

    Tatsachenresistenz ist den Politikern und den Journalisten eigen. Die von ROTEN LH geleiteten Schulen, in denen die leitenden Posten von ROTEN vergeben werden, haben am schlechtesten abgeschnitten, obwohl das ROTE Ministerium die Zentralmatura nach seinen Kunden gestaltet hat. Was schließt AU daraus? Alle leitenden Posten müssen vom ROTEN Ministerium vergeben werden. Dadurch fällt der Unterschied weg, alle sind ROT und gleich schlecht. Der Großvater hätte sich mehr Intelligenz gewünscht.

  17. simplicissimus
    30. Juli 2015 11:17

    Was wird von der Selbstbedienungspartei nicht ruiniert?

    • Sandwalk
      30. Juli 2015 11:39

      Diejenigen Österreicher, die sich das Selbstdenken nicht verbieten lassen und entsprechend wählen.

  18. Sandwalk
    30. Juli 2015 10:45

    Herr Dr. A.U. hat wieder einmal Recht. Leider.

    Der enorme Freizeitzuwachs der Schüler durch die vielen Ferien und die freien Samstage hat die Auseinanderentwicklung der Gesellschaft weiter beschleunigt. Es fällt auf, dass es im Joanneum in Graz, im Haus der Natur in Salzburg, im Haus des Meeres in Wien und in verschiedenen Museen und Zoos an Wochenenden nur so wimmelt vor Eltern, Onkel, Tanten, Opas, Omas, die den Kindern die interessanten Dinge erklären, die zu sehen sind. So etwas nennt man bildungsnahe Schichten.

    Auch ich habe mit Lehrern gesprochen. Es stimmt, dass es zwischen den Schulen in Österreich enorme Qualitätsunterschiede gibt. Das beginnt schon bei den Volksschulen. Unsere Ministerin ignoriert das hartnäckig, aber Bluthochdruck kann man auch nicht vermeiden, indem man das Blutdruckmessgerät ignoriert und die Augen verschließt.

    Diese Qualitätsunterschiede sind eine enorme Ungerechtigkeit, denn die Abgänger des Gymnasiums Hegelgasse werden auf dem Arbeitsmarkt Ausschussware bilden, während die meisten Maturanten aus Oberösterreich (und auch anderen Bundesländern) Karriere machen werden.

    Ein bekannter linksgerichteter Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung schreibt heute in einer österreichischen Provinzzeitung: „Die Schwachpunkte jener morsch gewordenen Partei … sind unübersehbar … nur gerade ein Zehntel der Befragten erachtet die Politik der Bundes-SPÖ unter Werner Faymann als hilfreich für Häupl und seine Partei. Doch die SPÖ nimmt weiter unbeirrbar Kurs auf die Klippen …“

    In der gleichen Zeitung sagt der Bundeskanzler wörtlich: „Ja ich werde 2018 kandidieren.“ Und weiter: „Bei der Wiener Wahl werde nicht ich gewählt …“

    Die Aussage Herrn Faymanns halte ich für eine gefährliche Drohung. Ich mache mir daher ernsthaft Sorgen um die Zukunft unserer Schulen und in der Folge unseres Landes. Die SPÖ samt ihres maturafreien Vorsitzenden und ihrer unbedarfte Unterrichtsministerin hat schon viel erreicht auf dem Weg nach unten, aber noch ist nicht alles verloren. Nur zwei SPÖ-Debakel im September und Oktober können diesen Wahnsinn noch stoppen. Daher möchte ich den Oberösterreichern und Wienern zurufen: Noch ist nicht alles verloren. Bedenkt bitte, dass Euer Wahlverhalten die Republik vor dem weiteren drohenden Niedergang bewahren kann.

    • Undine
      30. Juli 2015 15:47

      @Sandwalk

      "Es fällt auf, dass es im Joanneum in Graz, im Haus der Natur in Salzburg, im Haus des Meeres in Wien und in verschiedenen Museen und Zoos an Wochenenden nur so wimmelt vor Eltern, Onkel, Tanten, Opas, Omas, die den Kindern die interessanten Dinge erklären, die zu sehen sind."

      Das erinnert mich an meinen damals etwa 5-jährigen Enkel! Mein Schwiegersohn ging fast jeden SO mit ihm ins Naturhistorische Museum. Der Kleine fühlte sich dort schon wie zu Hause. Eines Tages ergab sich bei den Sauriern folgende Szene: Als sich ein anderer Vater mit seinem Sohn zu ihnen gesellte---sie standen vor dem Oviraptor---begann mein sehr kontaktfreudiger Enkel dem anderen Buben voller Begeisterung zu erklären, nicht nur, was der Name Oviraptor übersetzt bedeutet, sondern auch, daß dieser Saurier zu Unrecht so genannt werde und was ihm sein Vater sonst noch alles bei früheren Besuchen erklärt hatte.

      Das "Haus der Natur in Salzburg" ist auch sehr empfehlenswert---wir waren mit den beiden Enkeln schon mehrmals dort. Glücklicherweise ist es ja gründlich "entnazifiziert" worden und ist nicht mehr "pfui"! ;-)

      "Das Haus der Natur wurde 1924 vom Zoologen Prof. Eduard Paul Tratz (1888–1977) in privater Initiative als "Museum für darstellende und angewandte Naturkunde" gegründet. Tratz leitete das Haus von seiner Gründung 1924 bis 1945 und von 1949 bis 1976. Danach war Prof. Eberhard Stüber für 33 Jahre Direktor des Hauses."

  19. Das Pingerle
    30. Juli 2015 09:20

    "...der die Sprache am perfektesten beherrscht hat..."

    Lieber A.U. , wenn Sie den nicht existenten Superlativ von perfekt in Ihren Texten bilden, dann wundert es mich nicht, dass ein Ungar bei Ihnen erfolgreich korrekturlesen konnte.

    Wollte nur ein bisschen ätzen. Bin weiterhin ein A.U.-Fan!
    ;-)

    • simplicissimus
      30. Juli 2015 11:26

      Tut mir leid, daß ich mich auch als ungebildet oute (darf auch nicht verwendet werden), aber wer oder was legt fest, daß perfekt keinen Superlativ hat? Die logische Interpretation des Begriffes oder welche Grammatikregel?
      Und würde "am perfektesten" nicht Eingang in eine Sprachweiterentwicklung geben?
      Was heißt "perfekt" ueberhaupt? Vergangen? Vollendet? Wie wird es verwendet? Im Sinn mathematischer Perfektion die absolut ist oder eines menschlichen Werkes, das vollendet ist, aber niemals 100% "perfekt" sein kann? Je nach Betrachtung natürlich, unter der Lupe, mit dem Fernglas, aus einem bestimmten Winkel, unter bestimmter Beleuchtung, im Sturm, unter Wasser, unter einem bestimmten Geschmack ... ?
      Etc.

    • simplicissimus
      30. Juli 2015 11:27

      ... Eingang ... finden ...

      nichts ist perfekt :-(

    • simplicissimus
      30. Juli 2015 11:29

      Wenn perfekt bedeutet "es kann nicht mehr verbessert werden" als absolute Regel, dann stimmt der Einwand.

    • Der Zweifler
      30. Juli 2015 14:42

      Ich würde eher schreiben:

      ,,,,,,"der die Sprache zweifellos oder vergleichsweise perfekt beherrscht hat......

    • Anonymer Feigling
      30. Juli 2015 17:31

      Das mit dem Superlativ ist so eine Sache, die nur wenige beherrschten:

      "Die Wohnung liegt zentralst"

      "Das ist idealst"

      Super-GAU, also die Steigerung von einem "größten anzunehmenden Unfall"
      Wurde von einem Politiker sogar noch gesteigert: Größter anzunehmenter Super-GAU!

      Der Pressesprecher der Merkel hat einmal gesagt: "Das blaue Kleid gefällt ihm am besten. Aber noch besser gefällt ihm das grüne Kleid."

    • Undine
      30. Juli 2015 22:41

      @Das Pingerle

      In der ZIB hört man ständig von diversen "UNGLÜCKEN" berichten , obwohl "Unglück" ein Singularwort ist! Die Deutsche Sprache ist sicher nicht einfach und hat ihre Tücken, aber von Radio- und Fernsehansagern sollte man doch erwarten können, daß grammatikalisch fehlerfreies Deutsch gesprochen wird! Mir stellen sich sehr oft die Haare auf! ;-)

    • fewe (kein Partner)
      01. August 2015 14:42

      @Undine: Meinem Sprachverständnis nach bedeutet "Unglück" nicht "Pech" sondern quasi "Pech-Ereignis". Daher wäre auch die Mehrzahl zulässig. Man sagt ja auch "ein Unglück", also kann es mehrere geben. Man sagt aber nicht - außer in Umgangssprache - "ein Pech" sondern nur "Pech".

      "perfekt" ist im Grunde nicht steigerbar, aber "sicher" ist ja auch im Grunde nicht steigerbar. Wenn man "perfekt" im Sinne von "nicht unperfekt" meint - so wie "sicher" im Sinne von "nicht unsicher" -, dann ist es wohl steigerbar.

    • F.V. (kein Partner)
      01. August 2015 18:14

      Aber, verehrte Undine,

      das können sie doch in kein s t e r Weise erwarten. Die Aufgabe der ORF-Journaillisten ist doch die teutsche Sprache zu erweitern, sprachschöpferisch wie seinerzeit Luther tätig zu werden, vorzugsweise mit Pidgin, oder mit Acronymen, die dann sofort Auskunft geben, ob der Betreffende „in“ ist, oder ein Ewig-Gestriger, der gar nicht richtig tschetten kann. Wie sollen wir ohne diese Nachhilfe da endlich international werden und in der Moderne ankommen? Womöglich gibt´s noch solche Nobodies, die nicht einmal wissen was eine Äpp ist.

      Im Übrigen ist es ja vor allem ob der „Flüchtlings“-Debatte so beschämend, daß alle nur an sich denken, und ich der einzige bin, der auch

    • F.V. (kein Partner)
      01. August 2015 18:16

      ... daß alle nur an sich denken, und ich der einzige bin, der auch an mich denkt.

      Die Einstellung der meisten ist – wofür ich mich natürlich zutiefst schäme: Da spielen wir sich lieber im Gänsehäufel mit den Kids oder einem Hasi oder tschillen – was immer das sein mag.

      Und am Abend finde auch ich es berührend, wenn sich die Society-Ladies bei einem Galadiner im Foyer der Nationalbibliothek oder im Imperial für die Aids-Hilfe für ein Negerdorf im Südsudan beteuern wie gut sie doch alle sind. – Dann kann ich beruhigt schlafen.

  20. socrates
    30. Juli 2015 08:33

    O.T. Für die Putinfeinde:

    Wien
    16°C

    NEUESTE NACHRICHTEN
    29.07.2015 21:56
    Foto: APA/EPA/MYKOLA TYS
    FLUG IN DIE UKRAINE
    Bewaffnete US-Soldaten in Wien-Schwechat gestoppt

    Der Wiener Flughafen als Drehscheibe für internationale Streitkräfte: Beim Transport amerikanischer Soldaten kam es jetzt zu einem Sicherheitsalarm. Neun GIs wurden beim Versuch gestoppt, mit Armeewaffen in die Ukraine zu reisen - allerdings ohne erforderliche Genehmigungen.
    Die Polizei musste einschreiten und der US-Einheit die illegalen M16-Sturmgewehre sowie Pistolen abnehmen .
    Die hätten sogar den Apostel Paulus über zeugt!

    • Politicus1
      30. Juli 2015 09:00

      Hätten sie halt unsere StG 77 gehabt! Dann hätten sie auch keinen Zoll zahlen müssen ...

    • simplicissimus
      30. Juli 2015 11:16

      Wiener Polizei besiegt US-Army - wer hätte das gedacht? :-)

    • Politicus1
      30. Juli 2015 13:00

      simpl:
      sehr gut!
      an das habe ich noch gar nicht gedacht gehabt, wenn es zu einem High Noon gekommen wäre ...

    • Schani
      30. Juli 2015 21:35

      Der Apostel Paulus hat mit Stg 77 und M16 sicher nichts anzufangen gewußt. Daß das amerikanische Verhalten auch nicht korrekt ist, ist ebenfalls klar. Aber, daß Sie, Sokrates, so einen depperten Kommentar schreiben, hätte ich mir auch nicht erwartet!
      Sokrates war im Griechischuntericht fast ein Heiliger!

    • F.V. (kein Partner)
      01. August 2015 08:32

      Die Wiener Polizei entwaffnet amerikanische GIs? - Ja dürfen´s denn das?

      Was wird denn da die amerikanische BotschafterIn sagen?

      Nichts wie Scherereien machen´s dem Herrn Außenminister, der sich so bemüht.

    • peter789 (kein Partner)
      01. August 2015 11:49

      Und wieviele GIs konnten bis jetzt unentdeckt einreisen?
      Ihr könnt mir doch nicht erzählen, dass das ein Einzelfall, ein dummer Zufall ist.

      Hauptsache, Obama hat den Friedensnobelpreis

  21. Obrist
    30. Juli 2015 08:13

    Dennoch darf man die Lehrer nicht ganz aus der Verantwortung nehmen:
    Gab es früher strenge, aber charismatische und gerechte Professoren, die wohlvorbereitet ihre Stunden hielten und die Schüler mit ihrem umfassenden Wissen in den Bann zogen (und auch nötigenfalls disziplinieren konnten, ohne die Peitsche auszupacken) findet man heute vielerorts solche, die nach Abbruch intellektuell aufwändigerer Studien, oder mangels entsprechender Perspektiven, das Lehramt mit Pragmatisierung und reichlich Freizeit bevorzugen. Das über Jahrzehnte von der vorwiegend bildungsfernen Politikerkaste geschaffene Wesen des (unterforderten und auch unterbezahlten und daher wenig motivierten) Bildungsarbeiters
    wird nun zum Bumerang.
    Faktum ist, und das behaupte ich als Ernährer einer Großfamilie, dass zahlreiche krankenstandsbedingte Fehlstunden mit fachfremden Supplierungen, zuwenig Schularbeiten (max 1-2/Semester) und das oft völlige Fehlen von Hausübungen in Hauptfächern auch gute und begabte Schüler in die Arme der (steuerneutralen) Nachhilfeindustrie treiben. Wozu soll sich der Lehrende für sein fixes Einkommen am Vormittag großartig anstrengen, wenn er am Nachmittag ein ordentliches Taschengeld dafür erhält.
    Bitte mich nicht falsch zu verstehen, die charismatischen und engagierten Lehrer gibt es immer noch, aber als von den linientreuen leistungsfernen Kollegen gemobbte Minderheit. Nur eine Studienreform mit strenger Auslese nach pädagogischer (nicht ideologischer) und intelektueller Eignung der Absolventen und mit leistungsgerechter Entlohnung danach vermag unsere Nachkommen zu konkurrenzfähigen Leistungsträgern in einer unsicheren Zukunft zu formen.

    • Sandwalk
      30. Juli 2015 10:56

      Es ist wahr! Das Ministerium will keine charismatischen Lehrer, und diejenigen, die bei den Schülern beliebt sind, trotzdem aber einen guten Unterricht machen, sind bei den lieben Kollegen nicht gerade die Angesehensten.

      Was das Disziplinieren betrifft, so gibt es heute kaum noch Möglichkeiten, und an den Sprechtagen erscheinen immer die gleichen Eltern, die eh nicht kommen müssten. Als meine Söhne noch in die Schule gingen, habe ich an den Sprechtagen immer die gleichen Eltern der (guten) Schüler angetroffen. Das ist die Realität.

  22. Politicus1
    30. Juli 2015 08:12

    dem ist nichts hinzufügen! In diesen roten Vorzeigeschulen hat sich die rote Ministerin mit der Zentralmatura nichts Gutes getan.
    Anmerkung zur "vererbten Bildung":
    Natürlich ist es für Kinder ein Vorteil, wenn ihnen in ihrer Familie Kultur und Bildung auf Schritt und Tritt begegnet.
    Aber nach dem Motto "Number Two tries harder" sind gerade Kinder ohne diese familiären Ressourcen - mit viel Unterstützung der Eltern - gezwungen und motiviert, dieses Manko durch mehr Lernen zu überwinden.
    In meiner Gymnasialklasse waren nur drei "Akademikerknder" - zwei haben es nicht bis zur 8. Klasse geschafft.
    Unter den anderen - darunter etliche von alleinerziehenden Müttern, die damals Kriegerwitwen genannt wurden - finden wir heute Univ.Profesoren, Primarärzte, Gymnasialprofessoren, hohe Beamte und leitende Angestellte ...

    • Sandwalk
      30. Juli 2015 11:37

      Zu meiner Zeit haben es Kinder aus armen Familien ebenfalls zunächst bis zur Matura geschafft. Später ist aus ihnen "was geworden".
      Man darf aber nicht vergessen, dass damals im Gegensatz zu heute ein bildungsfreundliches öffentliches Klima geherrscht hat.

      Bundeskanzler Kreisky sah es als gerecht an, Kinder aus wirtschaftlich schwachen Familien den Zugang zu höherer Bildung zu ermöglichen. Damit lag er - abgesehen von den Fehlern, die er machte - in diesem Fall absolut richtig. Den heutigen Zug in Richtung Nivellierung hätte Kreisky damals sofort wütend unterbunden.

      Den Ton geben heute bildungsschwache "Journalisten" und Politiker an, die ständig hinterfragen, ob man dies und das wirklich können müsse. Genau das ist es, was den Kindern aus bildungsnahen Familien (die nicht notwendigerweise wohlhabend sein müssen) einen Vorsprung sichert: Bildungsnahe Familien haben sich von drittklassigen "Journalisten" und Politikern noch nie sagen lassen, was Bildung ist oder zu sein hat.

  23. Gerhard Pascher
    30. Juli 2015 07:40

    Wenn Frau Minister Heinisch-Hosek und alle für die neue Zentralmatura verantwortlichen Personen nicht freiwillig von ihren Funktionen zurücktreten, dann ist die Bezeichnung "Sesselkleber" durchaus angebracht.





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