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FN 749: Der schneeliebende Hauptbahnhof

Zum Glück ist jetzt die Zeit der Schneestürme für ein paar Monate wohl vorbei.

Dann werden bis Herbst die meisten Bahngäste vergessen haben, wie wenig sie der sogenannte Hauptbahnhof der sogenannten Hauptstadt bei Schnee und Wind schützt. Hauptsache, sie haben einen langen Weg von der (oder zur) U-Bahn zurückzulegen. Da wird ihnen eh ordentlich warm, hat man sich zweifellos bei den Planungen gedacht. Und außerdem ist er ein Symbol für die Gleichheit aller Bürger: Auf der ÖBB-Haltestelle Dürrwien ist man ja auch nicht besser geschützt – warum sollte es dann auf dem ÖBB-Bahnhof Wien anders sein?

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2015 01:39

    Der sogenannte "Hauptbahnhof" ist in Wirklichkeit ein Einkaufszentrum (mit überdimensionierter Haltestelle als Gleisanschluß). Das kann man auch z.B. am Zeitpunkt der offiziellen, festlichen Eröffnungsfeier erkennen: sie fand genau zu jenem Zeitpunkt statt, als die Geschäfte ihre Pforten öffneten, sich aber verkehrstechnisch überhaupt keine Änderungen ergaben.

    Die Planungen wurden weniger von verkehrstechnischen Aspekten getrieben, als viel mehr von einer möglichst gewinnträchtigen Verwertung der Bahnliegenschaften.

    Das bereits seit 1873 bestehende Gleisniveau im Untergrund, das einst den Bahnhof Favoriten der Stadtbahn/Verbindungsbahn beherbergte und ideal für ein unabhängiges Nahverkehrsniveau (Schnellbahn, aber auch Durchfahrtsgleise für den Güterverkehr über den Steudeltunnel etc.) mit kürzesten Umsteigewegen gewesen wäre, hat man jetzt beim Neubau aufgelassen, um Platz für das Einkaufszentrum zu schaffen.

    Man bindet zwar in Meidling neben der Südbahn auch die Westbahn als Zulaufstrecke in das neue EKZ mit ein, Südbahn und Westbahn teilen sich aber in Meidling dasselbe Gleis, sodaß zu einem Zeitpunkt nur ENTWEDER ein Südbahnzug ODER ein Westbahnzug fahren kann. Hat ein Zug Verspätung und ist seine Trasse dann durch andere Züge besetzt, muß er auf offener Strecke warten. In Meidling gibt es nämlich für den gesamten Fernverkehr für West- und Südbahn nur einen einzigen Bahnsteig. Alle anderen Bahnsteige sind für Schnellbahn und Nahverkehr reserviert. In anderen Großstädten wie z.B. Zürich, München, Frankfurt teilen sich Zulaufstrecken nicht dasselbe Gleis, sondern werden getrennt bis in den Bahnsteigbereich geführt, sodaß auch mehrere Züge parallel ein- oder ausfahren können.

    Hatte der alte Südbahnhof 18 Bahnsteiggleise, und hat der Westbahnhof 11 Bahnsteiggleise, so hat nun der Gleisanschluß des EKZ nur mehr 10 Bahnsteiggleise, obwohl man ja zusätzlich die Westbahnzüge dort einbinden will.

    War früher die Autoverladung in den Bahnhof integriert, befindet sich diese nun fernab in der Nähe der Quellenstraße.

    Errichtete man früher große Bahnhofshallen bzw. Bahnsteigdächer, die kaum Zwischenraum zum Waggon offen ließen, um die Fahrgäste vor Witterungseinflüssen möglichst zu schützen, schweben die Bahnsteigdächer nun in schwindelerregender Höhe, wo sie für die Fahrgäste kaum mehr Schutz vor Witterungseinflüssen bieten.

    War früher ein Bahnhof ein für einen Fahrgast repräsentatives Gebäude, so ist es der neue, sogenannte "Hauptbahnhof" nur mehr für Vögel und Fluggäste, denn das architektonisch angeblich wertvolle Rautendach ist nur von der Luft aus zu "bewundern". Sonst ist er ein zwischen Hochhäusern eingezwängter Schlauch mit langen Gängen und Umsteigewegen.

    Repräsentative Bahnhofsbauten sind: Budapest Ostbahnhof, Budapest Westbahnhof, München, Zürich, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Dresden u.a. Mit dem sog. "Wiener Hauptbahnhof" besteht nicht die geringste Verwechslungsgefahr. Verwechslungsgefahr besteht eher zwischen dem EKZ "Wiener Hauptbahnhof" und dem G3 Shopping Resort Gerasdorf.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2015 01:24

    Natürlich sind Perrons, auf denen es wie in einem Vogelhäusl zieht, ein Ärgernis. Natürlich sind neugebaute Perrons, auf denen man vor in Österreich für Eisenbahner offensichtlich unerwarteten Schneefällen völlig ungeschützt ist, ein echtes Ärgernis. Aber die Klimahysteriker schreiben ohnehin eine Erderwärmung nach der anderen herbei - also bitte etwas Geduld. In 300 Jahren dürften die ärgsten Mängel nicht mehr gar so relevant sein.
    Was mich jedoch heute schon maßlos ärgert: Kaum passiert irgendwo etwas im Bahnbetrieb (sei es daß eine Weiche einfriert und der Zugverkehr für Stunden unterbrochen ist), sie es, daß ein Kupferkabeldieb (= Kulturbereicherer) zuschlug und stundenlang auf Schienenersatzverkehr gewartet werden muß -> nie sieht man als normaler Bahnbenützer auch nur einen einzigen der 40.000(?), 45.000(?), 50.000(?) österreichischen Eisenbahner, der einem Auskunft gibt, ob an diesem Tag mit einem Weiterkommen gerechnet werden kann! Und daran ist kein Architekt, kein Klimatologe und auch kein Kriminologe Schuld, dies läge einzig in der Verantwortung des ÖBB-Managements. Und dafür zahlt der österreichische Steuerzahler wahrlich genug!!!

  3. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2015 10:51

    Unglücklicher weise ist die ganze Anlage dem Wind ausgesetzt.

    Vorschlag:

    Macht doch wenigstens an den Außenseiten Glaswände bis zum Boden und an den Frontseiten der Bahnsteige ebenso Windabdeckungen, das verringert die Zugluft und die Witterungseinflüsse ganz sicher bedeutend ! Oder reichen die Bahnsteiglängen auch nicht aus ?

    Nicht alles 'sozialistisch Pompöse' ist auch wirklich brauchbar. Immerhin fahren viele Züge bis Wien Meidling pünktlich, um dann bis zu 15 Minuten auf die Einfahrt in den Hauptbahnhof zu warten.

    Darum, nehme ich an, hat man die einzige Attraktion der Gegend, den 'Bahnorama Turm' geschlossen, weil dort wurden ja die Vorteile dieses Zentralbahnhofs und natürlich die Wiener Rathausbonzen 'ins rechte Licht gerückt', die Realität rückt sie halt wieder ins linke ...

    Das Einkaufszentrum scheint zu funktionieren, es haben offenbar noch keine Geschäfte geschlossen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2015 09:07

    auch beim Westbahnhof hat man (ÖBB-Architekten) die Bahnsteige offen, zugig und ungeschützt vor Regen, Wind und Schnee belassen. Hauptsache es wurde für den sehr bals nur noch als Regionalbahnhof dienendenWestbahnhof ein Einkaufs- und Bürotempel angebaut. Verdient man ja auch mehr damit, als mit einer Pendlerkarte nach Pressbaum ...

    Dem ÖBB-Sprecher, der die Malaise am Südbahnhof damit verteidigte, dass der Südbahnhof ein Durchgangsbahnhof (und keine Kopfbahnhof) ist, und deshalb eine geschlossene Halle über den Gleisen nicht machbar wäre, kann ich nur empfehlen, sich z.B. einmal den Berliner Hauptbahnhof anzusehen ...

  5. Ausgezeichneter KommentatorFranzAnton
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2015 05:57

    Es sieht so aus, als sei eher früher als später mit selbstfahrenden KFZ zu rechnen, zum gewaltigen Vorteil der Insassensicherheit; die Unfallhäufigkeit wird wohl drastisch sinken, und, auch die Leistungsfähigkeit der Straßen dürfte beträchtlich steigen. Welchen Nutzen die chronisch defizitäre Bahn - abseits von Hauptstrecken und für Massengüter - dann noch bringen kann, wird sich weisen. Realistische, bezügliche Modellberechnungen sollten sicherlich so bald wie möglich angestellt werden, um nicht weiter kostbares Steuergeld in ein moribundes Verkehrsmittel zu investieren. Ferner hoffe ich auf die Entwicklung eines per Alternativenergie zu generierenden, künstlichen Kraftstoffes, mit einer dem Erdöl vergleichbaren Energiedichte, damit der KFZ - Verkehr grundsätzlich elektrisch erfolgen kann, und, natürlich auch, das Speicherproblem, welches aktuell die Alternativenergie massiv behindert, gelöst wird. Viele andere - nicht zuletzt politische - Probleme, neben dem aktuell virulenten CO2 - Hype, gehörten dann der Vergangenheit an.

  6. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    08. April 2015 19:09

    Es ist ja lustig, dass der Flughafenbus vom Westbahnhof weiterhin über den Meidlinger Bahnhof Meidling fährt, obwohl der Südbahnhof für Schnellzüge vom Süden schon im Betrieb ist. Dieser Schildbürgerstreich kostet zirka 15 Minuten an zusätzlicher Fahrzeit.


alle Kommentare

  1. mahi (kein Partner)
    21. Mai 2015 18:50

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    11. Mai 2015 06:36

    When there's snow on the ground and the air is crisp outside, candymaking is more fun than usual. That's why so many of us make so much candy around Christmas time. Even the words "Christmas candy" have a magical quality. Candied popcorn wreaths and stars, Santa Claus lollipops, candy canes, and the fascinating colored and shaped marzipan dainties belong to the Christmas season.But your Christmas candymaking will not be confined to these seasonal specialties alone. Winter weather gives the candymaker her best break for all her favorite candies. Everything turns out right when the humidity is down and the weather is cool. So make all your best varieties for Christmas and New Year, not just for the family but to pack in boxes or tins to give to fortunate friends.The winter season also brings the sweetest day of all - St. Valentine's Day - which would not be the same without candy. For this holiday dedicated to lovers, make your favorite candies in heart shapes, out of pink fondant Jimmy Choo Kitten Heels or bright-red hard candy or clear-cerise jelly candies. For the children, make anise-flavored lollipops decorated with icing hearts pierced with arrows. And for That Special Person, assemble an array of luscious chocolates and bonbons, Louis Vuitton V?skor add samples of your other favorites and pack it in a red-satin heart box. Basic fondant is one of the simplest of candies. Sugar and water alone will make a passable fondant if all precautions are taken to keep it from sugaring. But to ensure success a small amount of acid or corn syrup is nearly always added. Cream of tartar is used in most fondant recipes but if you find you have none on your shelf when you start to make fondant you can substitute a half teaspoon of lemon juice or two tablespoons of corn syrup in place of an eighth of a teaspoon of cream of tartar.Fondant must be aged or mellowed for most purposes. Often an hour is long enough, but check the recipe you want to make Louis Vuitton V?ska so you're not disappointed to find that you cannot finish your candy until the next day.BASIC FONDANT2 cups sugar, 3/4 cup boiling water, 1/8 teaspoon cream of tartarMeasure 2 cups sugar and 3/4 cup boiling water into a 2-quart saucepan. Blend with a wooden spoon, and place over low heat, stirring continuously until the mixture begins to dissolve. Continue stirring until the mixture boils, then add 1/8 teaspoon cream of tartar. Cover for 3 minutes so that steam may wash down and melt any sugar crystals on sides of the pan.Uncover and put in louisvuittons your candy thermometer. With a fork wrapped with muslin and moistened in warm water wash off any further sugar crystals that form during cooking. Or you can use a moistened pastry coachbag.us brush. Always use an upward louisvuittons.net movement. Boil without stirring over medium-high heat Jimmy Choo High Heels until the thermometer registers 238 degrees Celsius. Remove from heat, being careful not to jar the pan, and let stand until all bubbles have disappeared. Pour carefully onto a marble slab or a large tray or platter that has been moistened and cooled in the refrigerator, so that the fondant may cool as quickly as possible. Pour only what leaves the pan easily. Do not scrape sides of pan or shake out remaining candy. When it feels only slightly warm to the touch (about 110 degrees Celsius), work the candy over and over with Louis Vuitton Sverige a scraping and folding method using a wooden paddle or a jimmy choo discount shoes spatula. As the candy thickens it becomes opaque and when finished it forms a jimmy choo red shoes hard crumbly white mass, and can no longer be worked with the paddle. At this point kneading it with the hands brings about the desired jimmy choo shoes outlet softness and the candy is ready to be ripened for chocolate centers, bonbons coachbag or mint patties. Cover with a damp cloth and store in a jar at room temperature. Flavoring and coloring are added after the fondant is ripened. For bonbons and mint patties fondant should be used after two Jimmy Choo Heels days of ripening. Enjoy!

  5. happy mothers day (kein Partner)
    04. Mai 2015 15:53

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  6. AppolloniO (kein Partner)
    10. April 2015 10:27

    Volksbefragung/-Abstimmung einleiten.

    Thema: die ausgebaute U2 MUSS am Südbahnhof halten.

  7. Gerhard Pascher
    08. April 2015 19:09

    Es ist ja lustig, dass der Flughafenbus vom Westbahnhof weiterhin über den Meidlinger Bahnhof Meidling fährt, obwohl der Südbahnhof für Schnellzüge vom Süden schon im Betrieb ist. Dieser Schildbürgerstreich kostet zirka 15 Minuten an zusätzlicher Fahrzeit.

  8. Josef Maierhofer
    08. April 2015 10:51

    Unglücklicher weise ist die ganze Anlage dem Wind ausgesetzt.

    Vorschlag:

    Macht doch wenigstens an den Außenseiten Glaswände bis zum Boden und an den Frontseiten der Bahnsteige ebenso Windabdeckungen, das verringert die Zugluft und die Witterungseinflüsse ganz sicher bedeutend ! Oder reichen die Bahnsteiglängen auch nicht aus ?

    Nicht alles 'sozialistisch Pompöse' ist auch wirklich brauchbar. Immerhin fahren viele Züge bis Wien Meidling pünktlich, um dann bis zu 15 Minuten auf die Einfahrt in den Hauptbahnhof zu warten.

    Darum, nehme ich an, hat man die einzige Attraktion der Gegend, den 'Bahnorama Turm' geschlossen, weil dort wurden ja die Vorteile dieses Zentralbahnhofs und natürlich die Wiener Rathausbonzen 'ins rechte Licht gerückt', die Realität rückt sie halt wieder ins linke ...

    Das Einkaufszentrum scheint zu funktionieren, es haben offenbar noch keine Geschäfte geschlossen.

    • Knut (kein Partner)
      10. April 2015 06:56

      "Das Einkaufszentrum scheint zu funktionieren, es haben offenbar noch keine Geschäfte geschlossen." ... abwarten und Tee trinken. Im Gasometer haben viele Geschäfte auch nicht gleich geschlossen ... jetzt ist es dort schon bald halb leer.

  9. Politicus1
    08. April 2015 09:07

    auch beim Westbahnhof hat man (ÖBB-Architekten) die Bahnsteige offen, zugig und ungeschützt vor Regen, Wind und Schnee belassen. Hauptsache es wurde für den sehr bals nur noch als Regionalbahnhof dienendenWestbahnhof ein Einkaufs- und Bürotempel angebaut. Verdient man ja auch mehr damit, als mit einer Pendlerkarte nach Pressbaum ...

    Dem ÖBB-Sprecher, der die Malaise am Südbahnhof damit verteidigte, dass der Südbahnhof ein Durchgangsbahnhof (und keine Kopfbahnhof) ist, und deshalb eine geschlossene Halle über den Gleisen nicht machbar wäre, kann ich nur empfehlen, sich z.B. einmal den Berliner Hauptbahnhof anzusehen ...

    • Der Zweifler
      09. April 2015 06:16

      Am Berliner Hauptbahnhof ist es ähnlich ungemütlich, es ist halt ein Durchgangsbahnhof, auch für den Wind! ;-)

  10. Erich Bauer
    08. April 2015 08:23

    @ selbstfahrenden KFZ...

    Was man da als Hacker alles anstellen könnte...

    • Erich Bauer
      08. April 2015 08:24

      gehört zu @Franz Anton

    • FranzAnton
      08. April 2015 18:45

      Auch für die Sicherheitsprobleme der EDV - Daten wird eine Lösung gefunden werden, sonst können wir unsere Regierungen und Banken zusperren.

    • Zraxl (kein Partner)
      10. April 2015 08:56

      @Erich Bauer
      "Was man da als Hacker alles anstellen könnte..."
      Man stelle sich vor: Der von allen geliebte Herr Bürgermeister setzt sich in sein Auto, um sein Tageswerk im Rathaus zu beginnen - und ab geht die Fahrt: Im Osten der Puszta streikt dann plötzlich der Motor ...

      @FranzAnton
      "...sonst können wir unsere Regierungen ... zusperren."
      Schlecht?

  11. FranzAnton
    08. April 2015 05:57

    Es sieht so aus, als sei eher früher als später mit selbstfahrenden KFZ zu rechnen, zum gewaltigen Vorteil der Insassensicherheit; die Unfallhäufigkeit wird wohl drastisch sinken, und, auch die Leistungsfähigkeit der Straßen dürfte beträchtlich steigen. Welchen Nutzen die chronisch defizitäre Bahn - abseits von Hauptstrecken und für Massengüter - dann noch bringen kann, wird sich weisen. Realistische, bezügliche Modellberechnungen sollten sicherlich so bald wie möglich angestellt werden, um nicht weiter kostbares Steuergeld in ein moribundes Verkehrsmittel zu investieren. Ferner hoffe ich auf die Entwicklung eines per Alternativenergie zu generierenden, künstlichen Kraftstoffes, mit einer dem Erdöl vergleichbaren Energiedichte, damit der KFZ - Verkehr grundsätzlich elektrisch erfolgen kann, und, natürlich auch, das Speicherproblem, welches aktuell die Alternativenergie massiv behindert, gelöst wird. Viele andere - nicht zuletzt politische - Probleme, neben dem aktuell virulenten CO2 - Hype, gehörten dann der Vergangenheit an.

    • Riese35
      08. April 2015 09:08

      Sie brauchen Ihre Aversion gegen die Eisenbahn nicht auf andere zu projizieren. :-(

      Man hat nicht umsonst mit dem Bau der Pferdeeisenbahn begonnen, weil der Reibungswiderstand auf der Schiene deutlich geringer als auf der Straße war und mit demselben Aufwand wesentlich mehr transportiert werden konnte. Das hat sich bis heute nicht geändert. Alles andere sind Träumereien.

      Selbst wenn ein KFZ "selbstfahrend"="automobil" (damit meinte man eigentlich, daß kein Pferd als Vorspann benötigt wurde) werden sollte, ist der Reisekomfort eines KFZ im Vergleich zur Eisenbahn noch immer weit abgeschlagen. Selbst als Beifahrer eines KFZ kommt man nicht annähernd an den Reisekomfort einer Eisenbahn.

      Während man auf der Eisenbahn eine gewisse Unabhängigkeit von der Energie hat - sie kann sinnvoll und effizient mit Kohle, Erdöl und elektrischer Energie betrieben werden -, funktioniert der Straßenverkehr trotz jahrzehntelanger, gegenteiliger Versuche heute noch immer in der Masse nur mit Erdöl.

      Die Akzeptanz der Eisenbahn hängt auch davon ab, wie gut diese als Gesamtsystem funktioniert. Ein paar Hauptstrecken reichen nicht. Das Gesamtnetz, das leider immer mehr zerschlagen wird, macht den Unterschied. Schauen Sie sich einmal an, wie gut die Mariazellerbahn funktioniert hat. Und schauen Sie sich an, wie gut die Eisenbahn in der Schweiz funktioniert. Dort ist sie einfach nicht wegzudenken.

      Voraussetzung ist aber, daß das System Eisenbahn sinnvoll ausgebaut und nicht von einer Liegenschaftsverwertungsgesellschaft administriert wird. Als die Menschheit den Pflug erfunden hat, wußte sie, warum sie davor einen Ochsen und nicht 100 Hendln spannte.

    • FranzAnton
      08. April 2015 10:31

      @ Riese: Ihre Aussagen sind sicher stimmig, "Riese"; dennoch gilt zu bedenken, daß die Schienenwege der Eisenbahn seinerzeit wesentlich weniger Platz sowie technischen/finanziellen Aufwand bedeuteten als die heutigen Straßen; außerdem waren Truppen hiermit optimal zu verlegen; die Bahn war ehedem also alternativlos. Die Nebenstrecken werden aktuell, zweifellos zufolge Nichtrentabilität, immer weiter stillgelegt, weil für die letzten Kilometer immer der Straßentransport nötig sein wird; aus Gründen der notwendigen Güterumladung fahren deshalb - sogar auf den Autobahnen - massenhaft LKW. Sobald die automatische KFZ - Steuerung Platz greift, wird sich das Verhältnis Tonnenkilometer Eisenbahn versus LKW ohne jeglichen Zweifel weiter zu LKW - Gunsten verschieben. Ob es in 50 Jahren überhaupt noch Eisenbahnen in relevantem Maße geben wird, erscheint m.E. fraglich, insbesondere dann, wenn auch LKW elektrisch fahren können, und die Energie hiefür von der Sonne kommt. Da kann die Politik überhaupt nichts dagegen tun, und das ist gut so; Politiker denken häufig ideologiegesteuert - und damit in 99 von 100 Fällen falsch.

  12. Riese35
    08. April 2015 01:39

    Der sogenannte "Hauptbahnhof" ist in Wirklichkeit ein Einkaufszentrum (mit überdimensionierter Haltestelle als Gleisanschluß). Das kann man auch z.B. am Zeitpunkt der offiziellen, festlichen Eröffnungsfeier erkennen: sie fand genau zu jenem Zeitpunkt statt, als die Geschäfte ihre Pforten öffneten, sich aber verkehrstechnisch überhaupt keine Änderungen ergaben.

    Die Planungen wurden weniger von verkehrstechnischen Aspekten getrieben, als viel mehr von einer möglichst gewinnträchtigen Verwertung der Bahnliegenschaften.

    Das bereits seit 1873 bestehende Gleisniveau im Untergrund, das einst den Bahnhof Favoriten der Stadtbahn/Verbindungsbahn beherbergte und ideal für ein unabhängiges Nahverkehrsniveau (Schnellbahn, aber auch Durchfahrtsgleise für den Güterverkehr über den Steudeltunnel etc.) mit kürzesten Umsteigewegen gewesen wäre, hat man jetzt beim Neubau aufgelassen, um Platz für das Einkaufszentrum zu schaffen.

    Man bindet zwar in Meidling neben der Südbahn auch die Westbahn als Zulaufstrecke in das neue EKZ mit ein, Südbahn und Westbahn teilen sich aber in Meidling dasselbe Gleis, sodaß zu einem Zeitpunkt nur ENTWEDER ein Südbahnzug ODER ein Westbahnzug fahren kann. Hat ein Zug Verspätung und ist seine Trasse dann durch andere Züge besetzt, muß er auf offener Strecke warten. In Meidling gibt es nämlich für den gesamten Fernverkehr für West- und Südbahn nur einen einzigen Bahnsteig. Alle anderen Bahnsteige sind für Schnellbahn und Nahverkehr reserviert. In anderen Großstädten wie z.B. Zürich, München, Frankfurt teilen sich Zulaufstrecken nicht dasselbe Gleis, sondern werden getrennt bis in den Bahnsteigbereich geführt, sodaß auch mehrere Züge parallel ein- oder ausfahren können.

    Hatte der alte Südbahnhof 18 Bahnsteiggleise, und hat der Westbahnhof 11 Bahnsteiggleise, so hat nun der Gleisanschluß des EKZ nur mehr 10 Bahnsteiggleise, obwohl man ja zusätzlich die Westbahnzüge dort einbinden will.

    War früher die Autoverladung in den Bahnhof integriert, befindet sich diese nun fernab in der Nähe der Quellenstraße.

    Errichtete man früher große Bahnhofshallen bzw. Bahnsteigdächer, die kaum Zwischenraum zum Waggon offen ließen, um die Fahrgäste vor Witterungseinflüssen möglichst zu schützen, schweben die Bahnsteigdächer nun in schwindelerregender Höhe, wo sie für die Fahrgäste kaum mehr Schutz vor Witterungseinflüssen bieten.

    War früher ein Bahnhof ein für einen Fahrgast repräsentatives Gebäude, so ist es der neue, sogenannte "Hauptbahnhof" nur mehr für Vögel und Fluggäste, denn das architektonisch angeblich wertvolle Rautendach ist nur von der Luft aus zu "bewundern". Sonst ist er ein zwischen Hochhäusern eingezwängter Schlauch mit langen Gängen und Umsteigewegen.

    Repräsentative Bahnhofsbauten sind: Budapest Ostbahnhof, Budapest Westbahnhof, München, Zürich, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Dresden u.a. Mit dem sog. "Wiener Hauptbahnhof" besteht nicht die geringste Verwechslungsgefahr. Verwechslungsgefahr besteht eher zwischen dem EKZ "Wiener Hauptbahnhof" und dem G3 Shopping Resort Gerasdorf.

  13. Haider
    08. April 2015 01:24

    Natürlich sind Perrons, auf denen es wie in einem Vogelhäusl zieht, ein Ärgernis. Natürlich sind neugebaute Perrons, auf denen man vor in Österreich für Eisenbahner offensichtlich unerwarteten Schneefällen völlig ungeschützt ist, ein echtes Ärgernis. Aber die Klimahysteriker schreiben ohnehin eine Erderwärmung nach der anderen herbei - also bitte etwas Geduld. In 300 Jahren dürften die ärgsten Mängel nicht mehr gar so relevant sein.
    Was mich jedoch heute schon maßlos ärgert: Kaum passiert irgendwo etwas im Bahnbetrieb (sei es daß eine Weiche einfriert und der Zugverkehr für Stunden unterbrochen ist), sie es, daß ein Kupferkabeldieb (= Kulturbereicherer) zuschlug und stundenlang auf Schienenersatzverkehr gewartet werden muß -> nie sieht man als normaler Bahnbenützer auch nur einen einzigen der 40.000(?), 45.000(?), 50.000(?) österreichischen Eisenbahner, der einem Auskunft gibt, ob an diesem Tag mit einem Weiterkommen gerechnet werden kann! Und daran ist kein Architekt, kein Klimatologe und auch kein Kriminologe Schuld, dies läge einzig in der Verantwortung des ÖBB-Managements. Und dafür zahlt der österreichische Steuerzahler wahrlich genug!!!





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