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Die Post, schlechter denn je

Bei kaum einem Staatsbetrieb merkt man es so deutlich wie bei der Post, wie dringend sowohl eine gänzliche Privatisierung wie vor allem auch volle Konkurrenz nötig wäre. Dort sehen sich aber manche offenbar mehr denn je als konkurrenzgeschütztes Monopol-Amt und nicht als moderner Dienstleistungsbetrieb.

Das kann auch nicht mehr nur an den Altlasten liegen, deretwegen man viele Jahre lang die Post nach ihrer teilweisen Ausgliederung bemitleidet hat. Sie musste damals ja eine große Zahl an Beamten mitübernehmen. Und die glauben halt allemal mehr an die Gewerkschaft als an so widerlich neoliberales Teufelszeug wie Kundenorientierung und Leistung. Inzwischen ist jedoch die Beamtenzahl schon deutlich zurückgegangen, sodass diese Ausrede nicht mehr zieht.

Einige eigene Beobachtungen (und wahrscheinlich hat jeder Leser noch viele weitere Ärgernisse mit der Post erlebt):

  1. Regelmäßig muss man sich auf einem Postamt rund 10-15 Minuten anstellen, bevor man beamtshandelt wird. Zum großen Ärger der Wartenden kann man dabei zusehen, wie Schalterbeamte ungerührt miteinander plaudern, und wie auch kein einziger von denen, die amtieren, jene Zügigkeit an den Tag legt, die man etwa bei Supermarkt-Kassiererinnen zu schätzen weiß. Obwohl die mit viel mehr Geld umgehen müssen und eher weniger verdienen.
  2. An einem Samstag um 10 Uhr wollten wir auf einem Postamt von einem Bawag-PSK-Konto 500 Euro abheben. Da wurde uns verblüffenderweise beschieden: „So viel Geld haben wir um diese Zeit nicht mehr.“ Um 9 haben sie aufgesperrt . . .
  3. Bei jeder Paketzustellung der letzten Zeit fand ich einen Zettel im Briefkasten, dass ich leider nicht anzutreffen gewesen sei und mir daher mein Paket auf dem Postamt abholen solle. Jedoch: In der Mehrzahl der Fälle war mit Garantie den ganzen Tag jemand da, um einen eventuellen Postboten zu empfangen. Aber keiner läutete. Bei der Klage im Postamt entgegnete mir der gelassene Postbeamte: „Diese Klagen sind doch immer dieselben, seit ich 32 Jahre dabei bin.“ Diese Antwort war zwar ärgerlich, aber wenigstens ehrlich.
  4. Hingegen bekam ich nach einer früheren Klage auf dem Postamt einen (offensichtlichen Schimmel-)Brief von der Postzentrale mit der Mitteilung, dass meine Klage an das Postamt weitergeleitet worden und man der Klage dort nachgehen werde. Also an dieselbe Stelle, wo ich mich beklagt hatte! Natürlich ist nie wieder etwas passiert. Die müssen ihren Kafka wirklich gut auswendiggelernt haben.
  5. Wenige Tage nach der angeblichen Nichtzustellbarkeit bekam ich ein Paket über einen privaten Zustelldienst. Der rief zum Unterschied von der Post vorher an, ob ich auch daheim bin. Und der Bote kam dann auch halbwegs zur vereinbarten Zeit.
  6. Die gröbsten Schnitzer wider jede Kundenorientierung sind jetzt bei der Porto-Erhöhung für Briefe ab 1. März passiert. Obwohl die Erhöhung schon im September beschlossen worden war, gab es noch drei Tage vor Inkrafttreten des neuen Portos keine Briefmarken mit den neuen Porto-Sätzen.
  7. Als ich dann nach der Erhöhung wieder einmal in der Post-Warteschlange stand, wartete zufällig vor mir die Tochter eines früheren Bundespräsidenten. Die erzählte, dass sie blöderweise die alten Briefmarken einst in einer 50-Stück-Packung gekauft hatte, dass es aber jetzt keine 6-Cent-Marken gibt, die den Unterschied zwischen altem und neuem Tarif ausgleichen würden. Daher muss sie jetzt mit jedem Brief aufs Postamt gehen, um die 6 Cent dann am Schalter bar einzuzahlen.
  8. Auch noch Wochen nach der Tarif-Umstellung sind keine Briefmarken mit dem neuen Auslands-Porto erhältlich. „Die kommen mit dem Drucken nicht nach“, wurde mir mehrmals achselzuckend beschieden. Man bot mir dafür jedesmal an: „Aber die Boxen zu 50 Stück hätten wir.“ Da ich keine Brieffreundin im Ausland habe, der ich so oft schreiben würde, da ich mich an die Erzählung über die fehlenden 6-Cent-Marken erinnerte und da ich an die Möglichkeit einer neuerlichen Preiserhöhung dachte, verzichtete ich auf die 50-Stück-Box.
  9. Das war aber ein Fehler. Denn einige Tage später hatte ich einen wichtigen Brief ans Ausland aufzugeben (an die EU-Kommission in Brüssel, die ja von der Post als Ausland behandelt wird, obwohl sich die EU sonst immer gerne als Inland präsentiert . . .). Da klebte ich dann einfach zwei Inlandsmarken drauf, was zwar zu viel war, aber mir im Zeitdruck egal. Offensichtlich eine Dummheit. Denn der Brief kam nie in Brüssel an. Eine Woche später lag er hingegen kommentar- und vermerklos (aber gestempelt) in meinem Briefkasten. Ich hatte – meine zweite Dummheit – meine Adresse als Absender auf der Rückseite geschrieben.; nur dadurch ist ja die Rücksendung möglich gewesen. Offensichtlich hatte der Brief-Computer der Post gesehen, dass da eine Inlandsmarke drauf war (für das Erkennen der zweiten war er wohl zu blöd programmiert) und die Rücksendung veranlasst. Jetzt habe ich den Kontakt mit Brüssel auf Mail-Attachments umgestellt.
  10. Ein paar Tage später stand ich wieder am Postamt, diesmal um die NÜV (den bei einem Telefonanbieter-Wechsel notwendigen Code für eine Nummern-Mitnahme) zu bekommen. Das hatte mir der bob-Kundendienst am Telefon so gesagt (der durch das Verlangen solcher Umwege das Weggehen von bob behindern will, sonst hätte man mir die NÜV ja gleich in einem Mail schicken können). Der Postbeamte weigerte sich jedoch, mir die NÜV zu geben, „weil uns die Telekom dafür nichts zahlt“. Die Telekom ist bekanntlich der abgespaltene Telefon-Teil der einst einheitlichen Post und Betreiber von bob . . ..
  11. Ein Leser berichtete mir ein besonders skurriles Erlebnis: "Aus früheren Zeiten habe ich noch ein PSK-Sparbuch. Um den Weltspartag herum wollte ich dieses liegen gelassene Sparbuch mit Kontostand von 5 Euro um 100 Euro aufstocken. Das war ein sehr dummer Fehler: ich durfte geschlagene 55 Minuten warten, bis die Dame am Schalter die Transaktion der Einzahlung durchführen durfte: Das EDV-System der Zentrale ließ die Einzahlung nämlich nicht zu. Es musste eine Ausweiskopie in die Zentrale gefaxt werden. Da mein aktueller Ausweis aber nicht der ist, mit dem ich das Sparbuch vor zehn Jahren identifiziert habe, ließ das offenbar die Geldwäsche-Alarmglocken in der Zentrale schrillen. Angeblich hätte die Auflösung des Sparbuchs weniger Probleme verursacht."
  12. Ein weiterer Leser-Bericht: "Ich habe über den Versandhandel Ersatzteile geordert und mußte leider eine Sendung zurückschicken. Der deutsche Versender übermittelte mir eine Paketmarke, und ich wollte das Paket im Aufgabeautomaten deponieren. Wie schon ein Dreivierteljahr zuvor bei einem ähnlichen Versuch scheiterte ich kläglich: Die Marke könne nicht gelesen werden. Es folgte ein Anruf beim Postkundenservice. Die das Gespräch entgegennehmende Dame war sichtlich bemüht, meine Schilderungen auf eine Empfangsbox anzuwenden, um die es auch beim dritten Erklärungsversuch noch immer nicht ging. Sie fragte mich nach meiner Adresse und dem Aufstellungsort der mutmaßlichen Empfangsbox. Nur mit Mühe konnte ich ihr klar machen, dass ich nicht auf dem Postamt wohne, sondern lediglich ein Paket aufgeben möchte. Nach ca. 15 Minuten war dann klar, was der Automat zuvor schon sagte: Ich solle das Paket am Schalter aufgeben, der zu diesem Zeitpunkt geschlossen war. Am nächsten Tag erklärte man mir auf dem Postamt und später auch ein Mitarbeiter des Postkundenservice, dass der Automat nur auf inländische Paketmarken programmiert sei. Bereits über andere, EU-ausländische Dienstleister abgegoltene Postpaketmarken werden nur am Schalter akzeptiert. Wohl damit man nur ja nicht in den Genuss einer 24h-Abgabe-Möglichkeit kommen kann, die die Post bewirbt."

An sich mag ich es ja nicht, über persönlichen Ärger zu schreiben. Irgendetwas geht halt bisweilen schief, wo Menschen etwas tun (bei Maschinen auch). Da sollte man normalerweise nicht persönliche Misshelligkeiten eigennützig über mediale Kanäle beklagen, wie es manche Journalisten ständig tun.

Aber wenn man binnen weniger Wochen eine solche Dichte an Pannen erlebt, dann zeigt das, dass da tief drinnen im Post-System der Wurm steckt. Dass sich zwar manches verbessert (das Aussehen der Postämter etwa), aber auch vieles verschlechtert hat (Probleme mit dem Marken-Erwerb gab es früher jedenfalls keine). Dafür gibt es ja auch ganz eindeutig zwei strukturelle Ursachen:

  • Die Post hat es (ähnlich wie die ÖBB) verstanden, unter Ausnutzung ihrer alten Monopol-Vorteile im Briefbereich die private Konkurrenz weitgehend zu vernichten. Ohne Konkurrenz hat sich die Qualität der Briefpost eindeutig wieder verschlechtert. Und das eigentlich zu Regulator-Aufgaben verpflichtete Verkehrsministerium nimmt das stillschweigend (oder vielleicht sogar wohlwollend) zur Kenntnis. Die Konkurrenz konnte nur im Paketbereich überleben. Und bei der Zeitungs-Hauszustellung. Bei dieser agieren zwei private Dienste und machen einander zum Nutzen der Kunden und mit erstaunlich hoher Zustell-Verlässlichkeit Konkurrenz.
  • Die Post ist noch immer halbstaatlich und viele fühlen sich daher dort noch immer als Obrigkeit und nicht als Dienstleister.

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2015 08:43

    Vorweg dem Tagebuchschreiber meine Anteillnahme zu der Anhäufung persönlicher Schicksalsschläge im Ummgang mit Briefen und Paketen.

    Das schöne an diesem Tagebuch ist, dass hier - im Gegensatz z.B. zum Leserforum der PRESSE - auch andere Erfahrungen unzensuriert veröffentlicht werden. Z.B. auch meine:
    1) Briefzustellung: unser seit vielen Jahren tätiger Briefträger ist verläßlich und pünktlich wie eine Schweizer Uhr. Mit eiserner Disziplin schiebt er seinen übervollen Handwagen vom Verteilerzentrum (jetzt mit einem weiteren Anmarschweg, weil das früher bestehende in seinem Rayyonsbezirk aufgelassen wurde) in unsere Gassen, marschiert seine Runden bei jedem Wind und Wetter und täglich fast genau zur selben morgendlichen Uhrzeit habe ich meine Post im Kasterl.
    Zugegeben, ganz selten verirrt sich ein Stück ins Kastel des Nachbarn. Das gleichen wir aber untereinander ohne viel Tamtam aus.
    Das ist aber auch eine Folge der neuen Briefkästen, zu denen der Briefträger keinen Generalschlüssel hat. Selbst wenn er sofort bemerkt, dass eine Sendung ins falsche geworfen hat - er kann es nicht mehr rückrängig machen.

    2) Paketzustellungen:
    Ich bekomme deren viele. Die meisten werden zum Glück der Post anvertraut und die bekomme ich problemlos von einem Paketzusteller der Post an der Wohnugstür ausgefolgt.
    Hingegen habe ich mit den sklavenartig behandelten privaten Zustellern nahezu durchwegs schlechte Erfahrungen. Trotz Anwesenheit nur eine Benachrichtigung (meistens handelt es sich um ein schwereres Paket ...) oder der Paketinhalt wurde durch fahrlässiges handling beschädigt. Manchmal liegt es auch daran, dass diese Zusteller des Lesens deutscher Namen nicht kundig sind ...

    3) Auf dem Postamt:
    Ich kann doch die dort oft wirkklich bis an ihre Grenzen überforderten Angestellten nicht für jeden Unsinn der Postbosse verantwortlich machen.
    Früher kaufte ich für einen Brief eine Marke, die der Beamte aus einem Bogen riss, ich bezahlte und war weg vom Schalter. Heute ist hiefür eine Computertransaktion erforderlich - und wenn der Printer dann auch noch spinnt ist Feuer am Schalter!
    Früher gab es eigene Schalter für Geldtransaktionen. Heute werden "normale" und auch rasche Kunden durch einen Sparbuchabheber - oder noch ärger eine Sparbucheröffnerin! - endlos aufgehalten. Auch wenn sich allmählich das "eine Schlange System" durchsetzt, nützt es wenig, wenn der Postoberchef von vier Schaltern zwei wegrationalisiert und geschlossen hält ...

    Also bitte nicht die Letzten hauen, wenn sie nur an der Leine der Ersten sind.
    Ich mache auch nicht den Strassenbahnfahrer für die langen Intervalle an Ferientagen verantwortlich ...

  2. Ausgezeichneter KommentatorObrist
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2015 07:42

    Dass zeitweise bis zu 20 % meiner versandten Briefe nicht ankommen, daran bin ich schon gewöhnt. Täglich findet unter den Hausparteien ein oft lustiger Postaustausch statt, andere werfen unbekannte Post einfach weg. Als Ursache stellte sich der Analphabetismus unseres Postlers heraus. Eine ältere Bewohnerin bringt dem jungen Mann mit Migrationshintergrund die Grundzüge unserer Sprache bei, da sie meint, arbeitswillige Migranten sollten unterstützt werden.
    Irgendwie empfinde ich in diesem Land immer häufiger das trostlose und bedrückende Gefühl einer seltsamen Hoffnungslosigkeit, das einen früher auf Reisen in den kommunistischen Nachbarländern befiel.

  3. Ausgezeichneter KommentatorGegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2015 12:00

    Zu Dr. Unterbergers „Die Post, schlechter denn je“:
    Derzeit sind Feiern wie, z:B zu 60 Jahre Staatsvertrag, aktuell. Damals wurde die Post individuell in den Briefkasten, der an der Wohnungstür angebracht war, unter der Woche täglich geliefert. Der „Postler“ kannte seine Kunden und konnte auch unvollständige Adressen richtig einordnen. Dann kamen die sogenannten Hausbriefkästen und jeder Hausbewohner mußte sich dort seine Post abholen. „Einschreiben“ wurden/werden öfter mit dem Vorwand, es sei niemand anzutreffen, auf dem Postamt deponiert. Die Kundenorientierung sank, die Preise stiegen... In der zitierten Frühzeit waren die Postler, wenn sie ihr Geschäft verstanden oftmals bereits am Vormittag mit ihren Zustellarbeiten fertig. Bei guter Planung konnte deshalb am Nachmittag dazu verdient werden.
    Als sich die Zeiten änderten und der Beamtenapparat in Bedrängnis kam, mußte rationalisiert werden: Das Ergebnis sind heute Postzusteller, die mit einem vollgefüllten Wagen von Haus zu Haus eilen – sie tun mir bei ihrem Anblick leid – gleichzeitig aber ist für das Management Kundenorientierung ein Fremdwort. Briefe mit unvollständiger Adresse – es genügt bei vorhandener Hausnummer, das Fehlen der Türnummer – werden zurückgeschickt.
    Wer den Umgang im ehemaligen Ostblock mit Kunden kannte, erlebt auf Wiener Postämtern dessen Fortsetzung. Die Kunden haben sich ordentlich anzustellen und auf die Bearbeitung ihres Anliegens zu warten. Flexibilität ist dabei nur vom Kunden, nicht aber vom Bearbeiter zu verlangen. Um den Kunden Sparsamkeit zu demonstrieren, sind nämlich vielfach zu wenige Bearbeiter vorhanden, was eben zu längeren Wartezeiten führt.
    Kurz: Bei der Post hat der reale Sozialismus überlebt, der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.

  4. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2015 07:08

    Wer erinnert sich noch daran, dass die Post vor wenigen Jahren Österreich von "überflüssigen" Briefkästen gesäubert hat, damit diese nicht mehr angefahren werden müssen? Allein in meinem Wiener Bezirk wurden 21 Briefkästen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entfernt.
    Daneben versucht die Post, langjährige und zuverlässige österreichische Briefträger wegzumobben oder in die Frühpension zu jagen und durch noch günstigere junge, meist moslemische, Zuwanderer zu ersetzen.
    Mein früherer österreichischer Briefträger warf das Handtuch und kündigte (!).
    Die Post versuchte dann, zwei junge Moslems zu etablieren, die jedoch aufgrund eklatanter Fehlleistungen (Beschimpfung einer Beschwerdeführerin, Nichtzustellung trotz Anwesenheit des Empfängers) bald verschwanden.
    Jetzt haben wir wieder einen Österreicher als Briefträger, der keinerlei Grund zu Beschwerden gibt.

    Voraussetzung ist jedoch, dass man Fehlleistungen der Briefträger nicht achselzuckend zur Kenntnis nimmt, sondern sich an geeigneter Stelle sachlich beschwert.

  5. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2015 10:31

    Bei uns in der ländlichen Gegend, wo die Gehsteige (so vorhanden) um 20h ein- und um 5h ausgerollt werden, funktioniert der Postdienst hervorragend. Es gibt KEINE Klagen. Unser Briefträger macht seinen Job wirklich ordentlich.

    Eine Zugabe, wie ein Konditor seine Unzufriedenheit mit der politischen Situation sieht:

    http://www.krone.at/Oesterreich/911-Skulptur_gegen_die_rot-schwarze_Politik-Konditor_protestiert-Story-450700

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsimplicissimus
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2015 08:08

    Im Prinzip bin ich mit der Post nicht unzufrieden, bin allerdings betreut von einem privaten Postpartner in Niederoesterreich, der mir individuell freundlich unter die Arme greift.

    Ein negatives Erlebnis mit halbwegs gutem Ende gibt es zu berichten: Ein Paket mit einem teuren elektronischen Ersatzteil wurde in meiner Abwesenheit lt. Aussage eines Nachbarn vor die Gartentuer geschmissen, angeblich von einem auslaendischen Zusteller. Da ich laenger abwesend war, war das Paket nicht mehr auffindbar. Nach meiner Intervention bei der Post kam der Zusteller mit einer offensichtlich gefaelschten Uebernahmeunterschrift einer Nachbarin daher, die Beschwerde wurde in erster Instanz abgewiesen. Erst als ich darauf bestand Schadenersatz zu bekommen, mit dem Hinweis auf die, nach Aussage der betroffenen Nachbarin gefaelschten Unterschrift, erhielt ich diesen in vollem Umfang.
    Der besagte (auslaendische?) Zusteller ward nie mehr gesehen.

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    29. April 2015 10:38

    Ist schon OK, dass manche sich noch als Beamte fühlen auf der Post, aber die Menschen haben ja inzwischen umlernen müssen, vom Postbeamten zum Bankbeamten und machen die Post so nebenbei mit, wie auf dem Land der Bäcker oder die Trafik, etc. Es stehen ihnen für ihre Arbeit aber untaugliche Mittel, Programme und Infrastruktur zur Verfügung, also ausgehungert von Cerberus, während die Banken für reibungslosen Geldverkehr sorgen können.

    Die anderen Paketzusteller haben das Problem des sehr oft minderwertigen Personals, so zum Beispiel stellt mir einer von ihnen stets in der Mittagpause zu, wo ich nicht da bin, also neue Terminvereinbarung oder Selbstabholung irgendwo vom Depot, der andere zum Beispiel kann Zusatztexte im Adressfeld nicht lesen, während die teuren Dienste, wie UPS, etc. stets ihre Ziele finden. Ich habe es auch schon mit Speditionen versucht und eine Zeit lang damit gute Erfahrungen gemacht, etwa Transporte nach China, oder nach Großbritannien und das alles auch so schnell wie die Post, Air Cargo ging einmal schwer daneben, 20 Boxen waren 3 Wochen lang bei einem sichtlich angesoffenen holländischen Flughafenarbeiter 'geparkt', den habe ich dann auch persönlich erreicht und dazu 'ermuntert', das sofort weiterzuschicken, was er mangels freier Frachtplätze dann mit dem Lastwagen geschickt hat über die Fähre nach England und das dauerte noch einmal 14 Tage ... ... die AUA hat den Frachtpreis rückerstattet.

    Ich meine, wir verwöhnten Österreicher werden uns wohl daran gewöhnen müssen, dass die Inflation zu galoppieren beginnt und es wenig Sinn macht, überhaupt Briefmarken mit genauen Werten auf Vorrat zu kaufen, bei der Post sieht man die galoppierende Inflation sehr deutlich. Eine Sendung, die mich im Dezember noch 2,1 Euro gekostet hat, kostet mich jetzt 3,2 Euro. Ich kaufe mir halt schöne Briefmarken und lasse den Rest halt dann mit Postlabeln ergänzen.

    Mit meinem Briefträger habe ich guten Kontakt und der kommt, wenn er nicht durch eine Aushilfe ersetzt ist, verlässlich und kennt alle Gegebenheiten, bei mir z.B., dass es zwei verschiedene Türnummern gibt, wo man läuten kann, oder, wann ich von der Mittagpause zurück bin. Er hat mir gesagt, dass solche Leute wie er halt nur noch gnadenhalber geduldet sind, er bekommt seinen Rayon stets vergrößert und nicht mehr bezahlt und arbeitet für 6 Stunden Bezahlung derzeit 10 Stunden, aber in Zeiten wie diesen gibt es eben kaum Alternativen für ihn. Er arbeitet Zustellqualität. Solange er die Überzeit unbezahlt arbeitet, wird er geduldet. Die Vertretungen allerdings arbeiten nach dem 'neuen Schema', sie werden in der Zeit fertig, egal, ob der Prozentsatz der Fehlzustellungen dann deutlich höher ist.

    Eigentlich das Gleiche, was Dr. Unterberger geschrieben hat, in anderen Worten ...

    Früher gab es im KURIER oft eine solche Postbetrachtung über ULP, wo man sich über solche Fakten beschwert hat. Aber heute sind die Mitarbeiter mangels tauglicher Infrastruktur für völlig andere Aufgaben heillos überfordert.

    @ So viel Geld haben wir nicht mehr ... Auch bei anderen Banken muss man größere Beträge vorher anmelden, bei der BAWAG-PSK offenbar nicht, da kommt einer daher, hebt einen größeren Betrag ab und am Samstag ist dann niemand da, der Geld nachliefert, da müsste man zur EZB nach Brüssel fahren wegen der Nachlieferung ...

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKnut
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    01. Mai 2015 07:37

    Was bei der Post auffällt - natürlich nur, wenn man sich mit den Leuten von der Post öfter ein bisschen unterhält - wie das Personal richtiggehend verheizt wird. Immer weniger Personal bekommt immer mehr Arbeit zugeteilt - bei immer weniger Lohn - und immer höheren Tarifen. Drinnen wie auch draußen. "Unser" Briefträger kommt jetzt im Schnitt 2 Stunden später, weil man ihm die Pakete auch noch aufgebrummt hat - er "darf'" täglich mindestens 2 Überstunden schieben. Bei dem eher stressigen Job wird er das sicher nicht lange machen. Also ist der nächste Krankenstand vorbestimmt.

    Aber Hauptsache, die Rendite stimmt und bei den Aktionären und fetten Aufsichtsratvorsitzenden stimmt die Kassa.


alle Kommentare

  1. Waltraud Therese (kein Partner)
    21. September 2018 14:06

    Auch ich hatte Ärger, fast 2 Wochen lang. Natürlich hat die Post keine Schuld, oder es wird auf DHL abgemünzt.
    Ich wartete auf einen Einschreibebrief, wichtiges Dokument. Weil ich von Postamt zu Postamt geeilt bin, sämtliche Mails an das kundenservice der Post schrieb, zur oberen Etage schrieb, und plötzlich ist der Brief in der Empfangbox? Es liegt kein gelber Zettel als Benachrichtigung auf. Ein alter vom 21.Juli 2018 war schon hinfällig, obwohl er ordnungsgemäß wieder in die Box zurückgelegt wurde, war er ständig irgendwo hingelegt. Natürlich bin ich schuldig, der alte Zettel gilt! Vor 6 Wochen weiß man nicht, welche Post man später bekommt! Vom Kundenservice nur automatische Mail.

  2. genug! (kein Partner)
    06. Mai 2015 19:52

    Die mangelnde Kundenfreundlichkeit der heutigen Post ist ein echter Skandal. Alle negativen Eigenschaften eines "verstaatlichten Unternehmens" der Sechzigerjahre, und noch ein paar neue (um das Wort "moderne" zu vermeiden) Unverschämtheiten dazu.

    Der wahre Wahnsinn ist aber die Tatsache, dass die Post gewissermaßen von der BAWAG inhaliert wurde!

    Und ebenfalls Wahnsinn ist die Tatsache, dass der Zahlungsverkehr der Republik über eine Bank (eben die BAWAG) abgewickelt wird, wo man NICHT EINMAL DIE EIGENTÜMER KENNT!

    Ist es noch der Zerberus? Oder hat der die komische Bank bereits irgendeinen anderen (ebenso unbekannten) Besitzer?

    Na, wir sind ein Staat!

  3. HWSchmoll (kein Partner)
    04. Mai 2015 18:23

    Sehr geehrter Herr Doktor Unterberger!
    Leider wie recht Sie haben mit Ihren Kommentaren über die Post! Es ist schlimm mit anzusehen, wie wenig diese Mitarbeiter von Kundendienst verstehen wollen!
    Mit lieben Grüßen
    HWS

  4. peter789 (kein Partner)
    04. Mai 2015 11:00

    Hr. Unterberger, da tun sie der Post unrecht.
    Die wahre Ursache liegt wahrwscheinlich in dem einen Satz: Wien ist anders.
    Es gibt unzählige Beweise: Bei der Schulqualität, beim Schuldenmachen, bei der Ausländerquote......

  5. dieter (kein Partner)
    02. Mai 2015 13:45

    Der Absender ist der Kunde, nicht der Empfänger.

    Die Probleme mit sämtlichen Zustellern lassen sich dadurch erklären, dass der Absender der Kunde ist, der den Dienstleister auswählt. Über schlechte Erfahrungen müsste man den Absender informieren. Aber diese Form der Rückkopplung ist zu indirekt und komplex, als dass sie die Lage verbessern könnte. Solange die Sendungen statistisch gesehen fast immer beim Empfänger ankommen, wird der Absender zufrieden sein. Die Zeitverschwendung und Ärgernis des Empfängers bleibt unbeachtet.

    Man müsste den Versand von der Zustellung abkoppeln. Man müsste also das Recht haben, zu bestimmen, wer die Zustellung zur Haustür machen darf.

  6. fewe (kein Partner)
    02. Mai 2015 02:31

    Als Post und Telefon noch ein wirklicher Monopolbetrieb war, hatte alles perfekt funktioniert. Seit die "betriebswirschaftlich" geführt werden, funktioniert es zunehmend schlechter und wird ständig teurer.

    Mir können die freundlichkeits-säuselnden Schwachköpfe an Schaltern und Hotlines gestohlen bleiben.

    Früher konnte man am Westbahnhof Post noch bis 4 Uhr früh aufgeben, Express wurde auch samstags zugestellt.

    Wenn man beim Telefon ein Problem hatte, hatte man jemanden beim Telegrafenbauamt angerufen. Der war grantig, unfreundlich aber absolut kompetent.

    Briefdienst von mehreren Firmen wäre unökonomisch. Da gehen dann mehrere Zusteller jeden Tag an jedem Postkasten vorbei.

  7. Martin W. (kein Partner)
    01. Mai 2015 19:08

    Ich bin weder Post-Mitarbeiter noch Post-Fan.
    Allerdings dient die Post seit ihrer "Privatisierung" bzw. Zerschlagung vor allem als Selbstbedienungsladen für politknahe Kreise, wo man sich Rosinen rausgepickt (Zustellung im städtischen Bereich, Vernachlässigung des ländlichen), Konkurrenz zu Lohndumping-Unternehmen hergestellt und die eigenen engagierten Mitarbeiter wie Parasiten behandelt hat.
    Man leistet sich ein Postmanagement, das zu nichts anderem gut ist, als Serviceleistungen zu streichen, obwohl es vor allem sich selbst streichen müsste.
    Das Unternehmen gehörte entweder weiterentwickelt oder komplett aufgelöst.
    Vor allem der öffentlich-rechtliche Auftrag wäre wichtig.

  8. Segestes (kein Partner)
    01. Mai 2015 15:26

    Mir hat unsere Post bisher noch immer alles gebracht. Der Flaschenhals, wenn ich wie üblich in Deutschland bestelle, war beinahe immer DHL.
    Ist niemand zuhause, wird das Paket vor der Haustür abgelegt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das hier am Land jemand stiehlt ist sehr gering. In den größeren Städten, die aufgrund ungebremster Armutszuwanderung immer mehr zu kriminellen Brennpunkten verkommen - mag das freilich etwas anders aussehen...

    • heartofstone (kein Partner)
      01. Mai 2015 16:35

      Weder DPD, DHL und wie sie alle heißen, legen Packerl vor die Tür, sondern kleben einen Zettel an die Tür. Maximal ersuchen sie einen Nachbarn um Übernahme des Packerls, vor allem wenns schwer oder unhandlich ist.

    • Segestes (kein Partner)
      01. Mai 2015 17:04

      Irrtum, alle legen das Paket vor die Tür, wenn man sich einmal per Unterschrift damit einverstanden erklärt hat, das Risiko im Falle eines Diebstahls selbst zu tragen. Und dieses Risiko ist, wie gesagt, bei uns auf dem Land durchaus vertretbar.
      Für Lieferungen mit hohem Sachwert kann man bei Bedarf kurzfristig telefonisch oder per E-Mail eine Ausnahme vereinbaren.

    • heartofstone (kein Partner)
      01. Mai 2015 17:31

      Also eine Zusatzvereinbarung bez. des Risiko eines Diebstahls. Im Normalfall, ohne Vereinbarung, wie bei mir und wahrscheinlich hundertausenden Anderen -> Zettel an der Tür, zweiter Zustelltermin oder Abholung (immer öfter ein Internetcafe oder Handyshop um die Ecke, der sich was dazu verdienen möchte) ...

    • fewe (kein Partner)
      02. Mai 2015 02:41

      Also ich habe die selben Erfahrungen - auch in Wien - wie Unterberger: Pakete oder Einschreiben werden nicht gebracht, sondern mit dem Vermerk "nicht angetroffen" bestenfalls eine Benachrichtigung hinterlegt. Manchmal nicht einmal das. Auch, wenn man definitiv anwesend ist.

      Dass die Post ein Paket vor die Tür legt, ist mir noch nicht passiert. Ich glaube, die Briefträger haben Pakete von vornherein nicht mit dabei. Die muss man immer abholen; bei mir jedenfalls.

      Ich schicke öfters Pakete nach Deutschland. Dort macht das DHL den Paketdienst, der funtkioniert sehr schlecht. Wie toll private Post funktioniert kann man sich in den USA anschauen.

      Früher war die Post in Österreich wirklich gut und schnell. Vielleicht unfreundlich, aber es hatte perfekt funktioniert. Auf diese gekünstelte Freundlichkeit bin ich allergisch. Da habe ich lieber einen ehrlich grantigen Postler.

  9. Johann_ (kein Partner)
    01. Mai 2015 14:14

    Als jemand der Wien und das Landleben kennt: So wie auch im Bereich der Schulen, Lebensmittelgeschäften, Handwerker, ... ist am Land die Qualität bei der Post um einiges besser als in Wien.

    • Ingrid Bittner
      01. Mai 2015 14:35

      nanana - das mag manchmal so sein, aber nicht immer.
      Am Land ist allein die Tatsache, dass es keine Postämter mehr gibt, ein Ärgernis.
      Bad Goisern z. B. ist doch nicht gerade klein und unbekannt, hat viel Fremdenverkehr, hat alle möglichen Kurbetriebe und sonstigen Betriebe, aber ein richtiges Postamt gibt es nicht mehr. In einem Supermarkt eine Ecke.
      Ich habe einen für Bad Ischl nicht gerade seltenen Namen und meine Post ist sehr oft auf der gegenüberliegenden Straßenseite bei Namensgleichen gelandet, wenn es sinnlose Sachen sind, ist es mir völlig egal, aber es waren auch Kontoauszuge, die bekam ich dann in einem offenen Kuvert nachgebracht, oder Steuerbescheide, die muss mein Namensvetter nicht unbedingt lesen.
      Weiter in der Story: meine Tochter hat mir per EMS (also nicht gerade billig) wichtige Papiere aus Wien geschickt, die kamen zwar pünktlich in B.I. an, wurden aber dann ins Firmenkastl der gleichnamigen Firma geschissen und erst nach einem Aufstand meinerseits, ging die Sucherei los.
      Nächstes Beispiel: ich habe oft für mehrere Monate im Ausland gelebt und gearbeitet und habe immer einen auch nicht gerade billigen Nachsendeauftrag gehabt, was passiert, eine Zahlungsaufforderung landes im heimatlichen Briefkasten, ich konnte keinen Einspruch erheben, da ich das schriftsück ja nicht bekam, also musste ich zahlen - Frist versäumt, was sagt die Post, nichts, da kann man nichts machen.
      Umgekehrt hab ich zweimal etwas dickere Briefe nach Wien geschickt, der Inhalt war nicht so wertvoll, dass sich die Einschreibgebühr ausgezahlt hätte, was passiert: nicht angekommen........
      Ich hatte eine Tageszeitung abonniert, die per Post zugestellt wurde, der zuständige Briefträge ist des Öfteren krank, was passiert, die Post kommt erst am späten Nachmittag - so mag ich es gar nicht, eine Tageszeitung am späten Nachmittag ist für mich Altpapier.
      Ich habe mich auch immer bei meinen PostlerInnen entschuldigt, wenn ich eine sagen wir etwas lautere Ansprache gehalten habe, weil eigentlich können die nichts dafür, die stehen doch so unter Druck und das für einen Hungerlohn. Und dann soll man noch genau und flink arbeiten, das geht irgend wie nicht und wenn dann eine oder einer noch neu ist, das wird dann fast immer ein Desaster.
      So schaut's am Land und in der Stadt aus!!

  10. Gasthörer (kein Partner)
    01. Mai 2015 12:55

    Nach Durchsicht der Fotos am Rathausplatz vom 1. Mai habe ich zumindest gelernt, dass "Es lebe der 1. Mai" auf türkisch "Yasasyn 1 Mayis" heißt.
    Bei der Abeitsmarktintegration nehmen die Menschen mit türkischen Migrationshintergrund allerdings den letzten Platz ein.
    Warum engagieren sie sich dann so am Tag der Arbeit? Vielleicht weil ihnen die SPÖ Wien versprochen hat, wenn es die aktuellen Pensionisten als Unterstüzer nicht mehr gibt.

  11. AppolloniO (kein Partner)
    01. Mai 2015 11:57

    Und das Ärgerlichste: ein Päckchen (< 500g aber schmalste Seite etwas größer als der Post-Vereinheitliche Briefschlitz) von Wien nach Wiesbaden kostete mehr als das Doppelte als das selbe (nicht nur das gleiche!) wieder zurückgeschickt.

    Klar das es dafür keine Erklärung am Postamt gibt.
    Klar, dass ich, was ich auch anderen empfehle, kein Paket mehr auf die Post trage.

  12. Torres (kein Partner)
    01. Mai 2015 10:10

    Noch eine "Dienstleistungsverbesserung" der Post: Neuerdings (seit 1. März, also genau seit der Erhöhung der Postgebühren) schließen die Postämter (zumindest ein Teil davon, jedenfalls auch das in meinem Wohnort, der immerhin knapp 20.000 Einwohner hat) zwischen 12 und 14 h. Ich wusste das noch nicht, wollte um 12:05 einen Brief aufgeben (ja, genau um die zusätzlichen 6 Cent zu bezahlen) und stand vor geschlossenen Türen. Ich schrieb sofort ein entsprechend böses Mail an die Postdirektion, erhielt auch einen Schimmelbrief als Antwort, in dem die großartigen Dienste der Post gelobt wurden. Ansonsten: schmecks!

    • dieter (kein Partner)
      02. Mai 2015 14:08

      Zu Marktbedingungen gäbe es die meisten Dienstleistungen, über die sich Herr Unterberger beschwert, überhaupt nicht, oder nicht zu diesem Preis.

      Die Supermarkt-Kassiererinnen bearbeiten das zigfache an Umsatz, wie Herr Unterberger richtig bemerkt. Genau darum lohnt es sich mehr Kassiererinnen einzustellen. Mit Pensionisten, die Briefmarken kleben und Einzelsendungen im Cent-Bereich aufgeben, will sich kein profitorientierter Unternehmer herumschlagen. Und ebenfalls nicht mit Leuten, die 500 Euro nicht vom Bankomat holen, oder 100 Euro auf unprofitable Nullzins-Sparbücher einzahlen wollen.

  13. Post von Ost (kein Partner)
    01. Mai 2015 08:46

    Russland und China werden eine gemeinsame Militärübung im Mittelmeer abhalten. Diese Militärübung gibt Hoffnung: Russland und China könnten Europa von der US-imperialistischen Besatzung befreien!

    • Europas Untergang - EU (kein Partner)
      01. Mai 2015 09:28

      Die amerikanischen Truppen, die Europa besetzt halten, könnten alle ausgelöscht werden.

    • Seibold (kein Partner)
      01. Mai 2015 12:10

      Habe bei Massensendungen einmal den "Postler" bezüglich der Pflicht des selber Abstempelns provokant gefragt, ob ER der Postler sei oder ich..

  14. moldavia
    01. Mai 2015 08:09

    Postamt? Meint Andreas Unterberger die Läden wo man vor lauter CDs, Süßigkeiten und Gewinnspielen kaum noch merkt, daß man auch Briefe aufgeben kann?

    Wie ich einmal eine Massensendung aufgegeben habe, gab es auf dem Schalter vor Aufstellern, CDs, Brieflosen und Kugelschreibern kaum Platz. Beim Abstempeln (mußte ich auch selbst machen) hat sich dann das ganze Mailing beim Umfallen über den ganzen Schalter verteilt.

    • Ex Post Betrachter (kein Partner)
      01. Mai 2015 12:02

      Das haben Sie richtig erkannt: Die mäandrierenden Warteschlangenpositionen mit Regalen voller Kramuri links und rechts sollen Sie zur Aufgabe bewegen!

  15. Knut (kein Partner)
    01. Mai 2015 07:37

    Was bei der Post auffällt - natürlich nur, wenn man sich mit den Leuten von der Post öfter ein bisschen unterhält - wie das Personal richtiggehend verheizt wird. Immer weniger Personal bekommt immer mehr Arbeit zugeteilt - bei immer weniger Lohn - und immer höheren Tarifen. Drinnen wie auch draußen. "Unser" Briefträger kommt jetzt im Schnitt 2 Stunden später, weil man ihm die Pakete auch noch aufgebrummt hat - er "darf'" täglich mindestens 2 Überstunden schieben. Bei dem eher stressigen Job wird er das sicher nicht lange machen. Also ist der nächste Krankenstand vorbestimmt.

    Aber Hauptsache, die Rendite stimmt und bei den Aktionären und fetten Aufsichtsratvorsitzenden stimmt die Kassa.

    • Knut (kein Partner)
      01. Mai 2015 07:50

      Schon fast wehmütig denke ich da an die Zeiten vor 50 Jahren. Der Briefträger kam mit seinem Puch Moped und der schwerer Lederumhängetasche angeknattert und hatte immer Zeit für ein kurzes Schwätzchen. Wenn er zu Monatsanfang die Rentengelder verteilte, kam er meistens später. Er war dann besonders redselig - bekam natürlich da und dort ein Stamperle und kurvte dann ab und zu sehr bedenklich auf der Straße - natürlich noch nicht geteert - gefährlich um die Schlaglöcher - mit einem gehörigen Zacken in der Krone.

      Da ging es noch nicht um Nachhaltigkeit, Gewinnoptimierung, Rendite und so Scheiß. Da war alles noch viel menschlicher ...

      Ich sehne mich nach solchen Zeiten.

    • ;-)
      01. Mai 2015 12:47

      Die Vernichtung des österreichischen Postlers durch Arbeitsüberlastung ist beabsichtigt, um ihn durch einen billigeren jungen Moslem ersetzen zu können. Man muß in Wien nur die Augen aufmachen.

    • leshandl
      01. Mai 2015 13:35

      @knut
      Bei uns ist es noch öfter so. Nur muss unsere liebe Briefbotin oft den Rayon wechseln - und dann ist es nicht ganz so gut mit der Zustellung.

  16. Haider
    29. April 2015 20:38

    100% da core mit Ihrer Einleitung. Wohl jeder Blogger hat seinen Ärger mit der Post. Ich sicher mindestens einmal wöchentlich. Einmal wird mir die Tages-Zeitung einfach nicht zugestellt, das nächste Mal klappt der wahrlich nicht mehr billige Nachsendeauftrag aus meinem Zweitwohnsitz nicht, der postalische Paketdienst ist ohnehin zum Vergessen. Private rufen nicht nur vorher an, auch e-Mails gehen ein/zwei Tage vorher ein. Und dann traut sich ausgerechnet dieser Versagerverein mit dem Slogan zu werben: "Wenn's wirklich wichtig ist, dann mit der Post." Dies galt vielleicht zu Thurn und Taxis Zeiten aber nicht im Zeitalter des wahren Sozialismus.

    • Haider
      29. April 2015 20:45

      PS
      Die fast flächendeckende Demontage der Briefkästen zeigt, welches Desinteresse dieser sozialistische Monopolbetrieb an seinen "Kunden" hat. Für ihn sind dies - gemäß gewerkschaftlichem Selbstverständnis - eben Bittsteller, Störenfriede oder Querulanten.

    • Torres (kein Partner)
      01. Mai 2015 10:14

      "da core" - was soll das heißen? Sie meinen möglicherweise "d'accord". Wenn man keine Ahnung von der französischen Sprache hat, sollte man lieber darauf verzichten, sich derart "weltmännisch" zu geben - man macht sich dadurch eher lächerlich.

    • Rau
      01. Mai 2015 10:46

      Habs gegoogelt und herausgefunden "da core" scheint eine zulässige Schreibweise zu sein - obwohls für mich auch keinen Sinn ergibt - kenne auch nur die Schreibweise d'accord.

      Naja wofür er (der Haider;) den Sozialismus verantwortlich macht, ist genau den Umständen der "teilweise" Privatisierung geschuldet. Den Shareholder freuts, der will noch mehr. Gesamtversorgungsauftrag? Fehlanzeige, soetwas kennt der Aktionär nicht.
      Das Monoopol der Post beschränkt doch ohnehin nur mehr auf die unwirtschaftlichen Bereiche, die eh kein "Privater" haben will - Abgesehen davon, dass alle "Privatisierungen" von ehemaligen Staatsbetrieben keine echten "Privatisierungen" sind. Auch geht's dabei nicht um Wettbewerb sondern um zunehmende Aushöhlung der Staaten, zugunsten einer internationalen Korporatokratie.

  17. Rau
    29. April 2015 15:42

    ...und die glauben halt allemal mehr an die Gewerkschaft als an so widerlich neoliberales Teufelszeug wie Kundenorientierung und Leistung - See more at: http://www.andreas-unterberger.at/2015/04/die-post-schlechter-denn-je/#sthash.6JWTzk65.dpuf

    Na klar, das ist es wofür der Neoliberalismus steht, für Kundenorientierung vor allem?! Nicht für reihenweise Schliessungen von Filialen und weitere Ausdünnung der Infrastruktur.
    Öffentliche Dienstleistungen hatten ja eigentlich mal den Sinn der allgemeinen Verfüg- und Leistbarkeit von Dienstleistungen.
    Ich hab ja noch Glück und muss für ein Paket nur ein paar Schritte laufen. Da ich nie anzutreffen bin, wenn der Zusteller kommt muss ich mir jedes Paket selber abholen.
    Wenn die Post auch noch beginnt, wie die Privaten ein paar Depots in die Landschaft zu knallen, Nachbarn als "Filialen" zu missbrauchen, dann gute Nacht. Der private Paketzusteller, der mir hin und wieder von Amazon aufgedrückt wird, bedeutet für mich eine Fahrt von mehr als 100km, sollte ich mein Packerl selbst abholen müssen.
    Danke, aber Nein Danke!

    • Rau
      29. April 2015 15:51

      Ach ja, wofür der Neoliberalismus steht, dazu halte ich mich an Noam Chomsky, der dies in einem Buchtitel auf den Punkt bringt "Profit over People"

  18. Gegen Täuschung und arglistiges Verschweigen
    29. April 2015 12:00

    Zu Dr. Unterbergers „Die Post, schlechter denn je“:
    Derzeit sind Feiern wie, z:B zu 60 Jahre Staatsvertrag, aktuell. Damals wurde die Post individuell in den Briefkasten, der an der Wohnungstür angebracht war, unter der Woche täglich geliefert. Der „Postler“ kannte seine Kunden und konnte auch unvollständige Adressen richtig einordnen. Dann kamen die sogenannten Hausbriefkästen und jeder Hausbewohner mußte sich dort seine Post abholen. „Einschreiben“ wurden/werden öfter mit dem Vorwand, es sei niemand anzutreffen, auf dem Postamt deponiert. Die Kundenorientierung sank, die Preise stiegen... In der zitierten Frühzeit waren die Postler, wenn sie ihr Geschäft verstanden oftmals bereits am Vormittag mit ihren Zustellarbeiten fertig. Bei guter Planung konnte deshalb am Nachmittag dazu verdient werden.
    Als sich die Zeiten änderten und der Beamtenapparat in Bedrängnis kam, mußte rationalisiert werden: Das Ergebnis sind heute Postzusteller, die mit einem vollgefüllten Wagen von Haus zu Haus eilen – sie tun mir bei ihrem Anblick leid – gleichzeitig aber ist für das Management Kundenorientierung ein Fremdwort. Briefe mit unvollständiger Adresse – es genügt bei vorhandener Hausnummer, das Fehlen der Türnummer – werden zurückgeschickt.
    Wer den Umgang im ehemaligen Ostblock mit Kunden kannte, erlebt auf Wiener Postämtern dessen Fortsetzung. Die Kunden haben sich ordentlich anzustellen und auf die Bearbeitung ihres Anliegens zu warten. Flexibilität ist dabei nur vom Kunden, nicht aber vom Bearbeiter zu verlangen. Um den Kunden Sparsamkeit zu demonstrieren, sind nämlich vielfach zu wenige Bearbeiter vorhanden, was eben zu längeren Wartezeiten führt.
    Kurz: Bei der Post hat der reale Sozialismus überlebt, der Fisch beginnt am Kopf zu stinken.

  19. Josef Maierhofer
    29. April 2015 10:38

    Ist schon OK, dass manche sich noch als Beamte fühlen auf der Post, aber die Menschen haben ja inzwischen umlernen müssen, vom Postbeamten zum Bankbeamten und machen die Post so nebenbei mit, wie auf dem Land der Bäcker oder die Trafik, etc. Es stehen ihnen für ihre Arbeit aber untaugliche Mittel, Programme und Infrastruktur zur Verfügung, also ausgehungert von Cerberus, während die Banken für reibungslosen Geldverkehr sorgen können.

    Die anderen Paketzusteller haben das Problem des sehr oft minderwertigen Personals, so zum Beispiel stellt mir einer von ihnen stets in der Mittagpause zu, wo ich nicht da bin, also neue Terminvereinbarung oder Selbstabholung irgendwo vom Depot, der andere zum Beispiel kann Zusatztexte im Adressfeld nicht lesen, während die teuren Dienste, wie UPS, etc. stets ihre Ziele finden. Ich habe es auch schon mit Speditionen versucht und eine Zeit lang damit gute Erfahrungen gemacht, etwa Transporte nach China, oder nach Großbritannien und das alles auch so schnell wie die Post, Air Cargo ging einmal schwer daneben, 20 Boxen waren 3 Wochen lang bei einem sichtlich angesoffenen holländischen Flughafenarbeiter 'geparkt', den habe ich dann auch persönlich erreicht und dazu 'ermuntert', das sofort weiterzuschicken, was er mangels freier Frachtplätze dann mit dem Lastwagen geschickt hat über die Fähre nach England und das dauerte noch einmal 14 Tage ... ... die AUA hat den Frachtpreis rückerstattet.

    Ich meine, wir verwöhnten Österreicher werden uns wohl daran gewöhnen müssen, dass die Inflation zu galoppieren beginnt und es wenig Sinn macht, überhaupt Briefmarken mit genauen Werten auf Vorrat zu kaufen, bei der Post sieht man die galoppierende Inflation sehr deutlich. Eine Sendung, die mich im Dezember noch 2,1 Euro gekostet hat, kostet mich jetzt 3,2 Euro. Ich kaufe mir halt schöne Briefmarken und lasse den Rest halt dann mit Postlabeln ergänzen.

    Mit meinem Briefträger habe ich guten Kontakt und der kommt, wenn er nicht durch eine Aushilfe ersetzt ist, verlässlich und kennt alle Gegebenheiten, bei mir z.B., dass es zwei verschiedene Türnummern gibt, wo man läuten kann, oder, wann ich von der Mittagpause zurück bin. Er hat mir gesagt, dass solche Leute wie er halt nur noch gnadenhalber geduldet sind, er bekommt seinen Rayon stets vergrößert und nicht mehr bezahlt und arbeitet für 6 Stunden Bezahlung derzeit 10 Stunden, aber in Zeiten wie diesen gibt es eben kaum Alternativen für ihn. Er arbeitet Zustellqualität. Solange er die Überzeit unbezahlt arbeitet, wird er geduldet. Die Vertretungen allerdings arbeiten nach dem 'neuen Schema', sie werden in der Zeit fertig, egal, ob der Prozentsatz der Fehlzustellungen dann deutlich höher ist.

    Eigentlich das Gleiche, was Dr. Unterberger geschrieben hat, in anderen Worten ...

    Früher gab es im KURIER oft eine solche Postbetrachtung über ULP, wo man sich über solche Fakten beschwert hat. Aber heute sind die Mitarbeiter mangels tauglicher Infrastruktur für völlig andere Aufgaben heillos überfordert.

    @ So viel Geld haben wir nicht mehr ... Auch bei anderen Banken muss man größere Beträge vorher anmelden, bei der BAWAG-PSK offenbar nicht, da kommt einer daher, hebt einen größeren Betrag ab und am Samstag ist dann niemand da, der Geld nachliefert, da müsste man zur EZB nach Brüssel fahren wegen der Nachlieferung ...

    • Seibold (kein Partner)
      01. Mai 2015 12:18

      Der Ordnung halber: dieser EZB-"Finanztempel" steht in Frankfurt am Main, nicht in Bruxelles.
      Ansonsten d'accord.

  20. Brigitte Imb
    29. April 2015 10:31

    Bei uns in der ländlichen Gegend, wo die Gehsteige (so vorhanden) um 20h ein- und um 5h ausgerollt werden, funktioniert der Postdienst hervorragend. Es gibt KEINE Klagen. Unser Briefträger macht seinen Job wirklich ordentlich.

    Eine Zugabe, wie ein Konditor seine Unzufriedenheit mit der politischen Situation sieht:

    http://www.krone.at/Oesterreich/911-Skulptur_gegen_die_rot-schwarze_Politik-Konditor_protestiert-Story-450700

  21. Politicus1
    29. April 2015 08:43

    Vorweg dem Tagebuchschreiber meine Anteillnahme zu der Anhäufung persönlicher Schicksalsschläge im Ummgang mit Briefen und Paketen.

    Das schöne an diesem Tagebuch ist, dass hier - im Gegensatz z.B. zum Leserforum der PRESSE - auch andere Erfahrungen unzensuriert veröffentlicht werden. Z.B. auch meine:
    1) Briefzustellung: unser seit vielen Jahren tätiger Briefträger ist verläßlich und pünktlich wie eine Schweizer Uhr. Mit eiserner Disziplin schiebt er seinen übervollen Handwagen vom Verteilerzentrum (jetzt mit einem weiteren Anmarschweg, weil das früher bestehende in seinem Rayyonsbezirk aufgelassen wurde) in unsere Gassen, marschiert seine Runden bei jedem Wind und Wetter und täglich fast genau zur selben morgendlichen Uhrzeit habe ich meine Post im Kasterl.
    Zugegeben, ganz selten verirrt sich ein Stück ins Kastel des Nachbarn. Das gleichen wir aber untereinander ohne viel Tamtam aus.
    Das ist aber auch eine Folge der neuen Briefkästen, zu denen der Briefträger keinen Generalschlüssel hat. Selbst wenn er sofort bemerkt, dass eine Sendung ins falsche geworfen hat - er kann es nicht mehr rückrängig machen.

    2) Paketzustellungen:
    Ich bekomme deren viele. Die meisten werden zum Glück der Post anvertraut und die bekomme ich problemlos von einem Paketzusteller der Post an der Wohnugstür ausgefolgt.
    Hingegen habe ich mit den sklavenartig behandelten privaten Zustellern nahezu durchwegs schlechte Erfahrungen. Trotz Anwesenheit nur eine Benachrichtigung (meistens handelt es sich um ein schwereres Paket ...) oder der Paketinhalt wurde durch fahrlässiges handling beschädigt. Manchmal liegt es auch daran, dass diese Zusteller des Lesens deutscher Namen nicht kundig sind ...

    3) Auf dem Postamt:
    Ich kann doch die dort oft wirkklich bis an ihre Grenzen überforderten Angestellten nicht für jeden Unsinn der Postbosse verantwortlich machen.
    Früher kaufte ich für einen Brief eine Marke, die der Beamte aus einem Bogen riss, ich bezahlte und war weg vom Schalter. Heute ist hiefür eine Computertransaktion erforderlich - und wenn der Printer dann auch noch spinnt ist Feuer am Schalter!
    Früher gab es eigene Schalter für Geldtransaktionen. Heute werden "normale" und auch rasche Kunden durch einen Sparbuchabheber - oder noch ärger eine Sparbucheröffnerin! - endlos aufgehalten. Auch wenn sich allmählich das "eine Schlange System" durchsetzt, nützt es wenig, wenn der Postoberchef von vier Schaltern zwei wegrationalisiert und geschlossen hält ...

    Also bitte nicht die Letzten hauen, wenn sie nur an der Leine der Ersten sind.
    Ich mache auch nicht den Strassenbahnfahrer für die langen Intervalle an Ferientagen verantwortlich ...

    • terbuan
      29. April 2015 09:01

      Ohne auf Details einzugehen, ich schließe mich Ihren positiven Erfahrungen an.
      Besonders hervorheben möchte ich die Postpartnerstelle in Wien-Grinzing.
      Freundlich, effizient und bei Problemen immer sehr behilflich.
      Im übrigen wickle ich meinen Briefverkehr vorwiegend per Mail oder Fax ab.

    • HDW
      29. April 2015 10:08

      Volle Zustimmung, auch wenn ich grosso modo natürlich auch für Privatisierung eintrete, aber nur solange private Konkurrenz nicht wieder ein Monopol zu installieren versucht, bekanntlich eine immanente Tendenz!
      Auch ich empfange häufig Pakete durch den privaten Paketdienst, fast immer indirekt durch Hinterlegung bei Geschäften, Nachbarn etc. Die somit gratis für diesen Dienst arbeiten und ebenso die Verantwortung für den Inhalt übernehmen. Kurios dann der Vorschlag die Pakete in meinem Auto zu hinterlegen oder mir von Drohnen auf den Kopf zu schmeissen. Da ist mir doch lieber ich hols von der Beamtin in der nächsten Postfiliale ab, in meinem Fall sehr freundlichen und korrekt bemühten Bostangestellten, anstatt wieder schuldbewusst meinen Nachbarn herauszuläuten!
      Ärgere mich schon genug, dass ich ständig die primitive Gratispropaganda von Rotgrün, auch gratis, jeden Tag in die grüne Tonne entsorgen muss damit der Hauseingang nicht ungepflegt aussieht!
      Auch für die Post und die Gestalung der PSK-Filialen gilt wie für die Institutionen der Gemeinde Wien: Der Fisch stinkt hauptsächlich am Kopf!

    • Ex Post Betrachter (kein Partner)
      01. Mai 2015 12:21

      Ein guter Freund war einmal Post-Zusteller... Dass er ständig -wegen Krankheit der Kollegen- einen zusätzlichen Rayon (manchmal noch einen zweiten) erhielt, lag an der Tagesordnung.
      Was jedoch wirklich schlimm war: Als der gute Mann endlich selbst erkrankte und mit einer Blinddarmentzündung, die noch dazu recht spät behandelt wurde, im Krankenhaus lag, rief ihn gleich als Erstes der Chef an und fragte, wann der Kollege den wiederzukommen gedenke...

      Sie haben also vollkommen Recht, wenn Sie meinen, man sollte nicht auf das letzte Glied der Zustellkette hauen. Trotzdem gibt es auch Zusteller, die viel Ärger vermeiden könnten, wenn Sie sinnerfassend lesen würden. Die Post wird ja meines Wissens von den Zustellern zu Beginn ihrer Schicht am Verteilpostamt vorsortiert. Diehenigen, die mit dem Mofa fahren, könnten die so gewonnene Zeit in mehr Sorgfalt investieren.
      Leider muss man auch erwähnen, dass die Zustellung durch andere Dienstleister - der Marktöffnung sei Undank - mehr Verwirrung und Probleme bringt, als Nutzen.
      Wo früher einmal am Tag der Postler kam, kommt heute der Postler und irgendwann dann noch ein Zweierteam aus mutmaßlich scheinselbständigen Zustellerinnen, die mit dem ungarischen oder slowakischen Privat-PKW vorrollen.

  22. simplicissimus
    29. April 2015 08:08

    Im Prinzip bin ich mit der Post nicht unzufrieden, bin allerdings betreut von einem privaten Postpartner in Niederoesterreich, der mir individuell freundlich unter die Arme greift.

    Ein negatives Erlebnis mit halbwegs gutem Ende gibt es zu berichten: Ein Paket mit einem teuren elektronischen Ersatzteil wurde in meiner Abwesenheit lt. Aussage eines Nachbarn vor die Gartentuer geschmissen, angeblich von einem auslaendischen Zusteller. Da ich laenger abwesend war, war das Paket nicht mehr auffindbar. Nach meiner Intervention bei der Post kam der Zusteller mit einer offensichtlich gefaelschten Uebernahmeunterschrift einer Nachbarin daher, die Beschwerde wurde in erster Instanz abgewiesen. Erst als ich darauf bestand Schadenersatz zu bekommen, mit dem Hinweis auf die, nach Aussage der betroffenen Nachbarin gefaelschten Unterschrift, erhielt ich diesen in vollem Umfang.
    Der besagte (auslaendische?) Zusteller ward nie mehr gesehen.

  23. Obrist
    29. April 2015 07:42

    Dass zeitweise bis zu 20 % meiner versandten Briefe nicht ankommen, daran bin ich schon gewöhnt. Täglich findet unter den Hausparteien ein oft lustiger Postaustausch statt, andere werfen unbekannte Post einfach weg. Als Ursache stellte sich der Analphabetismus unseres Postlers heraus. Eine ältere Bewohnerin bringt dem jungen Mann mit Migrationshintergrund die Grundzüge unserer Sprache bei, da sie meint, arbeitswillige Migranten sollten unterstützt werden.
    Irgendwie empfinde ich in diesem Land immer häufiger das trostlose und bedrückende Gefühl einer seltsamen Hoffnungslosigkeit, das einen früher auf Reisen in den kommunistischen Nachbarländern befiel.

    • Cotopaxi
      29. April 2015 07:44

      Und so ein ausländischer Typ soll zuverlässig Rsa- und RSb-Briefe zustellen?

    • Riese35
      29. April 2015 17:15

      Das Problem liegt weniger in "privat" oder "amtlich", sondern im Grundverständnis. Früher waren Postbeamte überwiegend pflichtbewußte und korrekte Amtspersonen, die der Sache dienten, und es gab bei kleinsten Verfehlungen sofortige Konsequenzen. Das hat sich heute leider geändert. Es gibt aber auch heute noch gute und pflichtbewußte Briefträger. Bei privaten Anbietern ist es nicht viel anders, denn alle unterliegen demselben Kostendruck, denn Zahlen tut der Sender, leiden der Empfänger.

  24. Riese35
    29. April 2015 07:29

    >> "Wenige Tage nach der angeblichen Nichtzustellbarkeit bekam ich ein Paket über einen privaten Zustelldienst. Der rief zum Unterschied von der Post vorher an, ob ich auch daheim bin. Und der Bote kam dann auch halbwegs zur vereinbarten Zeit."

    Ohne das abstreiten zu wollen, habe ich umgekehrte Erfahrungen gemacht. Die neuen, privaten Zustelldienste rufen zwar genau so wenig an wie die Post, wenn man aber nicht zu Hause ist, kann man die Sendung irgendwo im Niemandsland abholen oder werfen die Sendung einfach über den Zaun.

    Der Briefträger der Post hingegen ist eine echte Amtsperson: freundlich, pflichtbewußt und zuvorkommen. Wenn man nicht zu Hause ist, versucht er es später nochmals. Und wenn auch das nicht klappt, kann man die Sendung zuverlässig am nächsten Tag beim Postamt um die Ecke ganz einfach abholen, nicht irgendwo im Niemandsland, wo der Teufel Gute Nacht sagt.

    • simplicissimus
      29. April 2015 08:09

      Stimmt. Auch die Privaten sind nicht einfach.

    • Seibold (kein Partner)
      01. Mai 2015 12:24

      Die Angestellten "auf der Post" sind keine Beamten/Vertragsbediensteten mehr. Die hat man sukzessive abgebaut oder ins Innenministerium, etc. versetzt.

      "Die Post" ist daher auch kein "Postamt" mehr, sondern ein privatisierter Betrieb der Post AG.

    • Mausi (kein Partner)
      01. Mai 2015 12:46

      Seibold
      ****************
      Endlich einer mit Hirn .... der erkennt, dass die Post (bzw. alle sog. Bundesämter) gar keine Ämter mehr sind, sondern ganz normale Konzerne, wo ausschließlich das Handelsrecht UCC gilt. Nachzuprüfen im int. Handelsregister Upik.de. Die Firma Republik Österreich weist alle Kriterien eines Konzerns auf. Geschäfts -Zahl, -Ordnung, Filiale usw. Uns wird ein Staat vorgetäuscht und keiner merkts. Deshalb besitzen die sog. Beamten auch keine Amtsausweise mehr um hoheitliche Aufgaben durchführen zu können, sondern nur mehr Dienstausweise. Wir zahlen an eine Firma unsere Abgaben und Steuern. Prüft's selber und staunt. Fragt das nächste mal einen Polizisten nach seinem Ausweis!
      Dass die Postzustellung noch halbwegs funktioniert ist den anständigen und fleißigen Angestellten geschuldet. Aber die meisten denken halt zu kurz und gehen nicht den Ursachen auf den Grund, sondern belabern das Problem.

  25. Cotopaxi
    29. April 2015 07:08

    Wer erinnert sich noch daran, dass die Post vor wenigen Jahren Österreich von "überflüssigen" Briefkästen gesäubert hat, damit diese nicht mehr angefahren werden müssen? Allein in meinem Wiener Bezirk wurden 21 Briefkästen in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entfernt.
    Daneben versucht die Post, langjährige und zuverlässige österreichische Briefträger wegzumobben oder in die Frühpension zu jagen und durch noch günstigere junge, meist moslemische, Zuwanderer zu ersetzen.
    Mein früherer österreichischer Briefträger warf das Handtuch und kündigte (!).
    Die Post versuchte dann, zwei junge Moslems zu etablieren, die jedoch aufgrund eklatanter Fehlleistungen (Beschimpfung einer Beschwerdeführerin, Nichtzustellung trotz Anwesenheit des Empfängers) bald verschwanden.
    Jetzt haben wir wieder einen Österreicher als Briefträger, der keinerlei Grund zu Beschwerden gibt.

    Voraussetzung ist jedoch, dass man Fehlleistungen der Briefträger nicht achselzuckend zur Kenntnis nimmt, sondern sich an geeigneter Stelle sachlich beschwert.





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