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FN 739: Zeman, der Mut und das Gebührenfernsehen

Die europäische Debatte wird zunehmend dichter: Nach dem deutschen Finanzministerium fordert nun auch der tschechische Präsident „Weg mit den Gebühren für Fernsehen und Radio“.

Milos Zeman ist der erste europäische Spitzenpolitiker, der (so wie vor ihm schon viele europäische Bürger) eine Abschaffung der Gebühren für öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten verlangt. Trotz der mit Sicherheit nun kommenden Revanche durch Ausstrahlung von Bildern, die ihn heftig beschwipst zeigen. Das imponiert. Erstens weil er recht hat. Zweitens weil das mutig ist. Drittens, weil es bei einem Linkspolitiker besonders auffallend ist, wenn er Staatsmonopole bekämpft. Viertens, weil Zeman auch die absolut richtige Begründung formuliert (nur eine Abschaffung der Gebühren schaffe gleiche Ausgangsbedingungen für alle). Und fünftens, weil es wirklich erfrischend ist, dass es – anderswo – noch Politiker gibt, die wider alle Mediengeilheit ihre Meinung sagen. Das imponiert, auch wenn man Zeman in etlichen anderen Fragen sicher nicht zustimmen kann.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2015 09:59

    Wäre bei uns unvorstellbar derzeit.

    Vielleicht wagt es eine Oppositionspartei das bei uns zu fordern.

    Ich meine unser ORF gehört privatisiert, diese ORF Gebühren waren sogar schon Gegenstand von Debatten in der EU, real ist die ORF Gebühr versteckte Parteienfinanzierung der SPÖ bei uns, genauso wie die nicht ausgewiesene Arbeiterkammergebühr.

  2. Ausgezeichneter Kommentatorhamburger zimmermann
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2015 01:58

    selbst der voll im öl befindliche zeman hat mehr intelligenz als die summe der IQs von 10 spitzenpolitikern eines cz-nachbarlandes. ahoj hepa ;-))
    .

  3. Ausgezeichneter KommentatorWertkonservativer
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2015 08:21

    Ob Klaus, ob Zeman: es wird ihnen zwar ziemlich wurscht sein, wenn ich (als Sudetendeutscher 1946 mit Dreizehn heimatvertrieben) hier in diesem Rahmen erwähne, beide nicht zu mögen!

    Klaus war nach meiner Meinung wenigstens ein kultivierter Mensch, wogegen Herr Zeman als eher ungezogener Rüpel wirkt!

    Beide haben bzw. hatten jedoch nicht die menschliche Größe, das Unrecht ihres Landes und seiner Menschen, die Vertreibung der Sudetendeutschen, zumindest mit einer humanitären Geste (Entschädigung wäre zuviel erhofft und auch unrealistisch!) zu bedauern!

    Das ist wohl Grund genug, beide nicht zu mögen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2015 15:57

    Was der proletarisch wirkende Präsident der TSCHECHEI zum Thema Fernseh- und Radiogebühren von sich gibt---angesäuselt oder nicht---ist mMn völlig nebensächlich. Solange also dieser Präsident der TSCHECHEI oder sein Nachfolger nicht endlich einmal bezüglich der BENESCH-Dekrete REINEN TISCH macht, werde ich mir erstens erlauben, die TSCHECHEN zu VERACHTEN, zweitens ihr Land "TSCHECHEI" zu nennen, obwohl die Tschechen das gar nicht gerne hören.

    Vielleicht fordert ja einmal jemand, den einst von den Tschechen so sehr drangsalierten, vertriebenen deutschen/österreichischen Menschen---den SUDETENDEUTSCHEN also--- die GLEICHE LEIDENSFÄHIGKEIT zuzugestehen wie allen anderen Menschen. Oder wiegt das gleiche Leid bei anderen Völkern ungleich schwerer? Sind angesichts des Leids etwa NICHT alle gleich?

    Es war ein riesengroßer FEHLER, die Tschechei, aber auch Slowenien in die EU aufzunehmen, BEVOR sowohl die Frage der MENSCHENVERACHTENDEN BENESCH-Dekrete als auch der AVNOJ-DEKRETE zur Zufriedenheit der HEIMATVERTRIEBENEN GELÖST worden sind. Wann wird dieses Unrecht endlich öffentlich beim Namen genannt?

  5. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2015 07:12

    Interessant wie schnell man jemandem wieder hinten hineinkriecht der immer noch die Vertreibung von 3,5 Millionen Deutschen legitimiert, inklusive Amnestie der Mörder, nur weil man bei einem Argument mit ihm übereinstommt! Besonders auffallend dem gegenüber der Hass auf den ungleich wertvolleren Menschen Berlusconi und auf Putin, Protagonisten komplexer historischer Vorgänge, immer "erzählt" von der US hörigen Lügenpresse!

  6. Ausgezeichneter Kommentatoraw70
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2015 06:42

    Miloš Zeman ist ein echter Ungustl. Also ein so richtiger.

    Aber erstens ist er bei näherem Hinsehen von seinen Ansichten und seinem Charakter her auch kein schlimmerer Ungustl als sein Amtsvorgänger. Und gegenüber Herrn Klaus hat er den riesigen Vorteil, dass er in seinen lichten Momenten wenigstens relativ direkt ist. Statt stets verlogen-schleimig-korrekt. Und in der Weltanschauung sind sich die beiden ohnehin weit ähnlicher, als man als Westler denken würde.

    Und zweitens wäre da noch die heute auch von AU thematisierte Sache mit dem Mangel an politischer Korrektheit. Diese ist ihm in der heutigen Zeit in der Tat hoch anzurechnen. Der Mann weiss, dass er vermutlich nicht wiedergewählt werden wird, wohl weil er aus gesundheitlichen Gründen gar nicht antreten wird. Also macht er das "Beste" aus seiner Amtszeit. Nicht, dass da immer vernünftiges daherkommt: im Gegenteil. Aber eine gewisse Art von Stil hat der Mann allemal: wie beispielsweise bei dem Trinkspruch, mit dem er neulich eine Weinverkostung eröffnet hat: "Tod den Vegetariern und Abstinenzlern!"

    Dieser Spruch ist, wörtlich genommen, selbstverständlich Schwachsinn. Aber ernst gemeint war das natürlich auch nicht. Und man sollte sich fragen, ob man in einer Welt leben will, in der sich ein Präsident nicht über peinlich abgezirkelte politisch korrekte Sprache lustig machen darf (zwar auf fragwürdige Art, aber doch). Immerhin hat er den Mut, sich da zum Fenster hinauszulehnen.

    Ich hätte mir zwar nie gedacht, dass ich den Mann einmal verteidigen werde, aber genau das ist jetzt passiert. :-)

  7. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    09. März 2015 06:24

    In Deutschland hatte man kürzlich auf eine "Haushaltsabgabe" umgestellt, damit man die notorischen Schwarzseher und -hörer besser in den Griff bekommt. Damit wollte man die Gebühreneintreibung verbessern, denn neue technische Entwicklungen erlauben es ja auch, mit vielen elektronischen Geräten (Smartphones, Tablets usw.) solche Programme zu empfangen. Nun schlägt man sogar von Schäubles Umgebung vor, die dortige GEZ komplett abzuschaffen.

    n Österreich denkt man schon über eine Umwandlung auf eine andere Art der Steuer nach, um den hohen Prozentsatz der Schwarzseher (die GIS gibt in ihren Jahresberichten immer nur einen unbewiesenen kleinen Prozentsatz an!) zu vermeiden. Aber die Bundesländer - welche ja fast die Hälfte (!) der derzeitigen Gebühren als "Kulturbeitrag" bekommen - möchten das System nicht ändern, da sie bei Neuregelung viel weniger Geld bekommen würden.
    Aber die Zeit geht ohnehin Richtung Abschaffung, da muss sich halt ein dann abgespeckter ORF immer wieder um eine der ausgeschriebenen Sendelizenzen bewerben.

    Auch in der Schweiz läuft derzeit eine "Volksinitiative zur Abschaffung der BILLAG", was unserer GIS entspricht.


alle Kommentare

  1. fewe (kein Partner)
    11. März 2015 02:18

    Der unappetitliche Trunkenbold soll sich gefälligst für die Aufhebung der Benesch-Dekrete einsetzen. Ob die ihre Fernsehgebühren nicht mehr zahlen wollen ist mir ehrlichgesagt gleichgültig.

  2. Undine
    09. März 2015 15:57

    Was der proletarisch wirkende Präsident der TSCHECHEI zum Thema Fernseh- und Radiogebühren von sich gibt---angesäuselt oder nicht---ist mMn völlig nebensächlich. Solange also dieser Präsident der TSCHECHEI oder sein Nachfolger nicht endlich einmal bezüglich der BENESCH-Dekrete REINEN TISCH macht, werde ich mir erstens erlauben, die TSCHECHEN zu VERACHTEN, zweitens ihr Land "TSCHECHEI" zu nennen, obwohl die Tschechen das gar nicht gerne hören.

    Vielleicht fordert ja einmal jemand, den einst von den Tschechen so sehr drangsalierten, vertriebenen deutschen/österreichischen Menschen---den SUDETENDEUTSCHEN also--- die GLEICHE LEIDENSFÄHIGKEIT zuzugestehen wie allen anderen Menschen. Oder wiegt das gleiche Leid bei anderen Völkern ungleich schwerer? Sind angesichts des Leids etwa NICHT alle gleich?

    Es war ein riesengroßer FEHLER, die Tschechei, aber auch Slowenien in die EU aufzunehmen, BEVOR sowohl die Frage der MENSCHENVERACHTENDEN BENESCH-Dekrete als auch der AVNOJ-DEKRETE zur Zufriedenheit der HEIMATVERTRIEBENEN GELÖST worden sind. Wann wird dieses Unrecht endlich öffentlich beim Namen genannt?

    • Kapuzerer (kein Partner)
      11. März 2015 10:50

      Undine, danke für diesen ausgezeichneten Beitrag!

    • Mausi (kein Partner)
      11. März 2015 12:18

      "Wann wird dieses Unrecht endlich öffentlich beim Namen genannt?"

      Sobald die Menschen endlich beginnen selbständig zu werden. Würden alle Völker dieser Erde ihre sog. ReGIERung zum Teufel jagen (auf eine Insel verbannen) wäre sofort Friede und niemand müsste mehr leiden. Der Mensch ist von Natur aus gut und will nur in Frieden leben. Es gibt aber eine Blutlinie die keine menschlichen Werte kennt. Und diese Blutlinie hat alle Religionen u. Regierungen unterwandert. Dort breitet sie sich aus wie ein Geschwür. Wenn wir schimpfen, sollten wir fairerweise immer betonen, dass wir die Institutionen meinen, nicht das normale Volk. Uns geht's doch genauso, oder?

    • monofavoriten (kein Partner)
      14. März 2015 16:39

      @mausi

      ***********************!

  3. socrates
    09. März 2015 10:08

    AU kann nur deutsch und englisch, also weiß er nix von den Schwierigkeiten der lateinischen Staaten, ihren Bürgern für TV-Propaganda Geld abzunehmen.
    "Man kann genauso gut vornüber wie hintueber fallen" (Karl May). Ein Staatsfunk ist, ebenso wie eine amtliche Zeitung, notwendig. Er ist dann politisch definiert und soll von Personen mit Zeitvertraegen und mittlerem Salär geleitet werden. Journalisten gibt es genug!

    Auf der Suche nach der journalistischen Substanz. Rudolf Stumberger 08.03.2015.
    Mythen des (Internet)Journalismus http://www.heise.de/tp/artikel/44/44241/1.html
    Es kreucht, krautet und fleucht im journalistischen Unterholz. Manche Internet-Portale wie "dieredaktion" (von der Deutschen Post) geben sang- und klanglos ihren Geist auf, andere wie die Krautreporter gehen an den Start. Die Branche ist aufgescheucht und während die Alten dreimal am Tag ein Vaterunser beten, dass sie noch einen tariflichen Arbeitsvertrag in der Tasche haben, stürmen die Jungen über den Ruinen der gedruckten Presse in das Internet und suchen nach dem heiligen Gral, also wie sich vom digitalen Schreiben leben lässt. Mit im Sturmgepäck haben sie dabei allerlei Mythen über den (Internet)Journalismus.

  4. Josef Maierhofer
    09. März 2015 09:59

    Wäre bei uns unvorstellbar derzeit.

    Vielleicht wagt es eine Oppositionspartei das bei uns zu fordern.

    Ich meine unser ORF gehört privatisiert, diese ORF Gebühren waren sogar schon Gegenstand von Debatten in der EU, real ist die ORF Gebühr versteckte Parteienfinanzierung der SPÖ bei uns, genauso wie die nicht ausgewiesene Arbeiterkammergebühr.

  5. Wertkonservativer
    09. März 2015 08:21

    Ob Klaus, ob Zeman: es wird ihnen zwar ziemlich wurscht sein, wenn ich (als Sudetendeutscher 1946 mit Dreizehn heimatvertrieben) hier in diesem Rahmen erwähne, beide nicht zu mögen!

    Klaus war nach meiner Meinung wenigstens ein kultivierter Mensch, wogegen Herr Zeman als eher ungezogener Rüpel wirkt!

    Beide haben bzw. hatten jedoch nicht die menschliche Größe, das Unrecht ihres Landes und seiner Menschen, die Vertreibung der Sudetendeutschen, zumindest mit einer humanitären Geste (Entschädigung wäre zuviel erhofft und auch unrealistisch!) zu bedauern!

    Das ist wohl Grund genug, beide nicht zu mögen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Riese35
      09. März 2015 08:39

      Tut leid, habe definitiv auf 3 Sternderl gedrückt, sind aber aus unerklärlichen Gründen nur 2 geworden. Vielleicht läuft im Hintergrund ein Programm

      int num_sternderl = getNumSternderl();
      if (user=="WK" and num_sternderl==3)
      num_sternderl=2;

    • Wertkonservativer
      09. März 2015 08:49

      Sehr lieb von Ihnen, werter @ Riese35!

      so oder so: ich nehme Ihre Sternderlspende als kleinen Blog-Adelsschlag!

      Herzlich

      Gerhard Michler!

    • Peter R Dietl
      09. März 2015 14:08

      Die Aussagen von Herrn Michler sind korrekt und verständlich angesichts der unfaßbaren Verbrechen vieler Tschechen an deutschen Menschen (und dieses schon seit Gründung der CSR 1918). Und umerzogene deutsche Politiker breiten einen Mantel des Schweigens über alle diese Schandtaten.
      .

    • Sensenmann
      09. März 2015 14:34

      Bin ja selten mit Ihnen einer Meinung, aber was die gottverfluchte Tschechei und die Beurteilung des Klaus und dieses Zeman angeht stimme ich 100% zu, da auch meine Verwandten betroffen waren.

    • Wyatt
      09. März 2015 19:20

      .........wohl Grund genug, beide nicht zu mögen?

      und was ist mit dem von

      Václav Klaus 2007 veröffentlichten Buch :
      "Blauer Planet in grünen Fesseln - was ist bedroht Klima oder Freiheit?"

      oder der Bedrohung durch die CO 2 neutralen Kernkraftwerke Dukovany und Temelín ?

    • Riese35
      09. März 2015 20:16

      Die tschechische Haltung ist in diesem Punkt umso unverständlicher, da es ja andere Staaten gibt, wo Ähnliches geschehen ist, die aber heute Frieden mit den Nachkommen der Vertriebenen geschlossen haben und gemeinsam an der Aufarbeitung der Geschichte arbeiten. Serbien ist diesbezüglich sehr positiv zu erwähnen und könnte für Tschechien ein Vorbild sein.

      Wirklich enttäuschend ist aber die Haltung der EU, die sich sonst immer gerne als gerecht gibt, daß sie Tschechien so ohne diesbezügliche Vorbedingungen als Mitglied aufgenommen hat.

      Man kann sich leider des Eindrucks nicht erwehren, daß für die USA und die EU Gerechtigkeit und Menschenrechte nicht mehr als ein Kampfmittel zur Durchsetzung eigener Interessen sind. Denn wie ist es sonst zu erklären, daß die EU Sanktionen gegen Rußland verhängt, der völkerrechtswidrige US-Eingriff im Kosovo aber sanktionslos geblieben ist, gegen China, das seit Jahrzehnten Tibet besetzt hält und dort mit brutaler Gewalt vorgeht, keine Wirtschaftssanktionen verhängt werden, die Unterstützung der Aufständischen in Syrien durch die Türkei und die USA sanktionslos bleibt etc.

  6. HDW
    09. März 2015 07:12

    Interessant wie schnell man jemandem wieder hinten hineinkriecht der immer noch die Vertreibung von 3,5 Millionen Deutschen legitimiert, inklusive Amnestie der Mörder, nur weil man bei einem Argument mit ihm übereinstommt! Besonders auffallend dem gegenüber der Hass auf den ungleich wertvolleren Menschen Berlusconi und auf Putin, Protagonisten komplexer historischer Vorgänge, immer "erzählt" von der US hörigen Lügenpresse!

    • Sensenmann
      09. März 2015 14:38

      Wie können sie es wagen, mit dem Zeman einen Angehörigen des herrlichsten Volkes, das die Erde jemals mit seinem Dasein beglückt hat und das auserwählt ist vor allen anderen, zu kritisieren!

      Ich muss doch sehr bitten!

      Trauer, Scham und Betroffenheit© (nur echt in dieser Reihenfolge) aber sofort!

    • Eva
      10. März 2015 08:53

      @Sensenmann

      Ach, so ist das! Das erklärt natürlich so manches.

    • Kapuzerer (kein Partner)
      11. März 2015 10:38

      HDW: "...ungleich wertvolleren Menschen Berlusconi..."

      Interessant wie schnell man jemandem wieder hinten hineinkriecht der sich immer wieder mies und verräterisch benommen hat (Italien) und völlig zu Unrecht Südtirol annektiert und unterjocht hat, die versprochene Volksabstimmung bis heute verhindert hat mit Hilfe der Siegermächte (USA, GB, Frankreich) inklusive Amnestie der Mörder, nur weil man bei einem Argument mit ihm übereinstimmt!

      Das mit Südtirol ist lange her und absichtlich vergessen gemacht, die Verbrechen der Tschechen noch nicht so lange (mieses Verhalten schon lange indem sie fleißig an der Zerstörung der Monarchie arbeiteten, ja und auf die Verräter die manchmal auch hohe Politiker hier waren, bemerkenswert daran ist allerdings dass ihre Familien meistens aus Tschechien stammten und sich als aufrechte Österreicher gerierten) - und kein Wort der Entschuldigung und unsere lendenlahmen Politiker legten, ausgenommen Strache, kein Veto gegen die Aufnahme Tschechiens in die EU ein. Dabei verhalten sich die Tschechen gar nicht EU-konform, sie nehmen nämlich keine oder kaum Asylanten auf. Auch das macht nichts während wir Österreicher sogleich als Nazi beschimpft werden wenn wir uns nicht bereitwilligst ausnehmen lassen!
      Besonders Deutschland bezahlt immer noch unter verschiedenen fadenscheinigen Titeln Wiedergutmachung! Und die Tschechen brauchen gar nichts gutzumachen, ja nicht einmal ein Wort des Bedauerns ist zu hören.
      Die Verbrechen der Nazis sind durch nichts zu entschuldigen, die der Tschechen aber auch nicht.
      Eine Frage noch: Wie lange müssen wir noch Wiedergutmachung, sprich blechen, leisten? Bis in alle Ewigkeit?

  7. aw70
    09. März 2015 06:42

    Miloš Zeman ist ein echter Ungustl. Also ein so richtiger.

    Aber erstens ist er bei näherem Hinsehen von seinen Ansichten und seinem Charakter her auch kein schlimmerer Ungustl als sein Amtsvorgänger. Und gegenüber Herrn Klaus hat er den riesigen Vorteil, dass er in seinen lichten Momenten wenigstens relativ direkt ist. Statt stets verlogen-schleimig-korrekt. Und in der Weltanschauung sind sich die beiden ohnehin weit ähnlicher, als man als Westler denken würde.

    Und zweitens wäre da noch die heute auch von AU thematisierte Sache mit dem Mangel an politischer Korrektheit. Diese ist ihm in der heutigen Zeit in der Tat hoch anzurechnen. Der Mann weiss, dass er vermutlich nicht wiedergewählt werden wird, wohl weil er aus gesundheitlichen Gründen gar nicht antreten wird. Also macht er das "Beste" aus seiner Amtszeit. Nicht, dass da immer vernünftiges daherkommt: im Gegenteil. Aber eine gewisse Art von Stil hat der Mann allemal: wie beispielsweise bei dem Trinkspruch, mit dem er neulich eine Weinverkostung eröffnet hat: "Tod den Vegetariern und Abstinenzlern!"

    Dieser Spruch ist, wörtlich genommen, selbstverständlich Schwachsinn. Aber ernst gemeint war das natürlich auch nicht. Und man sollte sich fragen, ob man in einer Welt leben will, in der sich ein Präsident nicht über peinlich abgezirkelte politisch korrekte Sprache lustig machen darf (zwar auf fragwürdige Art, aber doch). Immerhin hat er den Mut, sich da zum Fenster hinauszulehnen.

    Ich hätte mir zwar nie gedacht, dass ich den Mann einmal verteidigen werde, aber genau das ist jetzt passiert. :-)

  8. Gerhard Pascher
    09. März 2015 06:24

    In Deutschland hatte man kürzlich auf eine "Haushaltsabgabe" umgestellt, damit man die notorischen Schwarzseher und -hörer besser in den Griff bekommt. Damit wollte man die Gebühreneintreibung verbessern, denn neue technische Entwicklungen erlauben es ja auch, mit vielen elektronischen Geräten (Smartphones, Tablets usw.) solche Programme zu empfangen. Nun schlägt man sogar von Schäubles Umgebung vor, die dortige GEZ komplett abzuschaffen.

    n Österreich denkt man schon über eine Umwandlung auf eine andere Art der Steuer nach, um den hohen Prozentsatz der Schwarzseher (die GIS gibt in ihren Jahresberichten immer nur einen unbewiesenen kleinen Prozentsatz an!) zu vermeiden. Aber die Bundesländer - welche ja fast die Hälfte (!) der derzeitigen Gebühren als "Kulturbeitrag" bekommen - möchten das System nicht ändern, da sie bei Neuregelung viel weniger Geld bekommen würden.
    Aber die Zeit geht ohnehin Richtung Abschaffung, da muss sich halt ein dann abgespeckter ORF immer wieder um eine der ausgeschriebenen Sendelizenzen bewerben.

    Auch in der Schweiz läuft derzeit eine "Volksinitiative zur Abschaffung der BILLAG", was unserer GIS entspricht.

    • Riese35
      09. März 2015 08:32

      Jede versteckte Form von GIS wie etwa eine Haushaltsabgabe oder neue Steuer ist noch viel mehr abzulehnen als die jetzige GIS. Gerade über die neuen Technologien lassen sich Programme so schützen, daß nur registrierte Benutzer diese empfangen können und so auch gezielt zur Kasse gebeten werden könnten.

    • Normalsterblicher
      09. März 2015 09:32

      Ausgezeichnet, Riese35!

      Leider fehlt den meisten der Scharfblick für diese Einsicht.

      Anstelle einer Zugangsbeschränkung für nichtauthentifizierte Benutzer böte sich auch an, jeden über's Web abrufbaren Sendebeitrag mit Werbeeinschaltungen zu versehen. Solange solche Werbungen nicht länger als eine Minute dauern, wie derzeit in der Regel der Fall, ist dies besser zu ertragen als die endlosen Werbepausen im Live-TV.

    • Riese35
      09. März 2015 20:35

      @Normalsterblicher: Ihr Vorschlag ist gut. youtube funktioniert heute schon so. Und wenn es die Sendeanstalt nicht will, darf sie nur authentifizierte Benutzer zulassen.

    • Gerhard Pascher
      09. März 2015 21:12

      Wie ich höre, will man in einiger Zeit den freien (terrestrischen) Empfang DVB-Tauflassen. Parallel dazu gibt es ja schon auf DVB-T2 in verschlüsselter Form die ORF-Programame über das anfangs etwas missglückte "simlyTV". Damit wird der ORF zumindest erreichen, dass die ORF-Programme nur von GIS-Kunden (Satellit oder SimpyTV) mit Entschlüsselungskarte empfangen werden können. Eine Lücke sind aber noch die Kabelgesellschaften, wo es weiterhin ORF-Schwarzseher geben kann - wenn die Gesellschaften nicht die Namen der Kabelkunden der GIS preisgeben.

      P.S.: ein Sat-Kanal (ORF 2E) ist für die europäischne Zuseher bisher unverschlüssselt, allerdings wird bei lizenzierten/zugekauften Filmen auf ORF 2 - besonders in der Hauptabendsendezeit - nur der Teletext gezeigt.

      Noch etwas:
      Das neue Radiosendesystem DAB-plus - welches in fast allen europischen Ländern schon parallel zum UKW verwendet wird - beginnt in einigen Wochen mit einem Versuchsprogramm im Großraum Wien. Pro Paket können dabei sehr günstig zirka 14 Radioprogramme ausgestrahlt werden. ORF und Kronehit haben sich jahrelang geweigert, da mitzumachen. Der Grund liegt darin, dass durch neue Radiostationen der vorhandene Werbekuchen dann auf mehrer Teilnehmer aufgeteilt wird und so den beiden etablierten Sendeketten weniger zur Verfügung steht.

  9. hamburger zimmermann
    09. März 2015 01:58

    selbst der voll im öl befindliche zeman hat mehr intelligenz als die summe der IQs von 10 spitzenpolitikern eines cz-nachbarlandes. ahoj hepa ;-))
    .





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