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Wer den Linken zur Mehrheit hilft, darf auch antisemitisch hetzen

Der moralische Verfall vieler europäischer Linksparteien ist nach den griechischen Wahlen offenbar ein totaler geworden.

Es war schon widerlich genug gewesen, wie speziell im ORF, der gegen jede Partei rechts der Mitte blindlings loshetzt, in den letzten Tagen der Wahlsieg der griechischen Syriza – einer eindeutig weit mehr kommunistischen als sozialdemokratischen Partei – bejubelt worden ist. Wie die Syriza dort verharmlosend zu einem „Linksbündnis“ umgemodelt wird. Wie eine Rundfunkmoderatorin des Staatssenders ihr allen Ernstes attestiert hat, die „richtige“ Wirtschaftspolitik zu betreiben.

Und jetzt auch das noch: Syriza hat sich eine schwer antisemitische Partei als Koalitionspartner ausgesucht. Deren Antisemitismus ist weit ärger als bei irgendeiner anderen Partei, die in Europa seit 1945 irgendwo mitregiert hatte. Und was tun ORF&Co? Sie übergehen das einfach mit weitgehendem Schweigen. Dabei hätte es europaweit Sanktionen, Demonstrationen, Boykotte und Fernseh-Sondersendungen rund um die Uhr gegeben, wenn beispielsweise ÖVP oder FPÖ mit einer solchen antisemitischen Gruppierung koaliert hätten.

So hatte der Parteichef dieser ANEL-Partei vor kurzem sogar die unglaubliche Behauptung aufgestellt: Juden zahlen keine Steuern. Dieser Herr Panos Kammenos hat auch behauptet, Terrorismus käme ausschließlich von Angela Merkel, Wolfgang Schäuble und dem bisherigen Griechen-Premier Samaras.

Und jetzt ist er unter dem Jubel der linken Political-Correctness-Medien Koalitionspartner geworden. Ohne dass irgendwer den Rücktritt vom Kammenos fordern würde. Diese heuchlerische Verlogenheit ist wirklich nur noch zum Kotzen.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    20x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2015 11:05

    Man erinnert sich.

    Als Kurt Waldheim in den Präsidentenwahlkampf eintrat, glaubte man, Streichers "Stürmer" sei aus der Gruft erstanden wie ein Vampir. SPÖ, linke Hetzjournalisten und natürlich der ORF feuerten aus allen Rohren gegen einen Mann, der, wie wir heute sicher wissen, nie ein Nazi und nie ein Kriegsverbrecher war. Er war halt ein "Mitläufer", hieß es. Das waren aber Bundespräsident Kirchschläger, der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt und viele andere (ehemalige) Politiker auch. Bei denen haben SPÖ, Stürmerjournalisten und ORF geschwiegen.

    Dann kam die schwarz-blaue Koalition. SPÖ, Stürmerjournalisten und ORF feuerten aus allen Rohren und die damals noch einigermaßen einflussreiche rote Internationale bewirkten "Sanktionen". Es war gespenstisch. Am schlimmsten war DAS GESICHT von Bundespräsident Klestil bei der Angelobung. "Lächerlich" ist ein schwacher Ausdruck.

    Und heute? Dr. A.U. hat völlig Recht. Da legen sich die griechischen Linkspopulisten mit einer lausigen Gang von Verschwörungstheoretikern und Antisemiten ins Bett und weder SPÖ noch unsere Stürmerjournalisten noch der ORF finden etwas daran.

    Dr. A.U. findet diese Verlogenheit zum Kotzen?
    Genauso ist das. Miserable, verlogene Saubande!

  2. Ausgezeichneter KommentatorJ.H.
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2015 02:35

    Wer ein Rechtsextremer und/oder ein Antisemit ist bestimmt einzig und alleine die SA = SOZIALISTISCHE ANTIFA!

  3. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2015 08:40

    Der werte Herr AU geht den 'Linken' auf den Leim! Was ist denn links und was denn rechts?
    Noch im '48er Parlament in der Paulskirche wäre Herr AU, zusammen mit den meisten Mitbloggern, so weit links gesessen, daß man ein Loch in die Wand hätte schlagen müssen.

    Immer wieder werden Parteien als 'rechts' beschrieben. Dabei sind diese doch nur Sozialisten mit nationalem Anstrich.
    Die Nazis hatten als Kernthema die Brechung der Zinsknechtschaft. Und wer hat das heute umgesetzt? Sind damit alle Sozialdemokraten rechts?
    Ebenso hatten die Nazis das 'gesunde' Leben und den Umweltschutz groß geschrieben und mit ordentlicher staatlicher Gängelung verbunden. Sind nun die Grünen eine rechtsextreme Partei?

    Und hierzulande ist die Schnittmenge zwischen FPÖ und SPÖVP grösser als man glaubt. Ist deshalb die SPÖVP nun rechts oder doch die FPÖ links?

    Herr AU sollte wieder einmal Ludwig von Mises lesen. In 'Gemeinwirtschaft' werden alle Sozialismen bewertet und aufgezählt und sich danach einfach die Begriffe Links und Rechts bitte nur mehr am Stammtisch verwenden.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2015 10:50

    DIE DEUTSCHEN WERDEN AM ENDE IMMER ZAHLEN

    Das ist nicht nur eine Behauptung von mir. Das sagte in einem Interview der künftige Finanzminister Griechenlands. Wer's nicht glaubt, lese nach:
    "http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/griechenland-wahl-im-live-ticker-euro-gegner-vorne-syriza-chef-tsipras-gewinnt-wahl-in-griechenland_id_4429878.html "

    Es ist dermaßen unverfroren, dass man es nicht glauben möchte. Wer - im selben Artikel - die Stellungnahmen anderer Parteien und Regierungschefs liest, glaubt nicht, was da steht:

    Der Wirtschaftsweise Böfinger fordert - auch für Griechenland - neue, kreditfinanzierte Investitionsprogramme.
    Die IWF-Chefin Lagarde freut sich auf Diskussionen und steht bereit, Griechenland weiter zu unterstützen.
    Frankreichs Präsident François Hollande hat dem neuen griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras seine Unterstützung zugesagt. Frankreich stehe in dieser wichtigen Phase an der Seite Griechenlands. Er lud Tsipras ein, bald nach Paris zu kommen.
    Die Bundesregierung ist offen für eine nochmalige Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms für Griechenland.
    Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert, dass endlich Schluss sein muss mit der Sparpolitik.
    Linken-Chef Bernd Riexinger sagt dem Sender, Syriza wecke die Hoffnung "auf eine neue, gerechtere Politik für die Griechen".
    Die (deutschen) Grünen fordern, dass die EU "die Hand ausstreckt".

    So wie es aussieht, wird Tsipras durchkommen, die Kredite werden gestreckt und er bekommt das neue Geld (von uns).
    Letztlich mit der Zustimmung von SPÖ und ÖVP - das wollen wir nie vergessen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorSchani
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2015 01:41

    Wie meinte doch der linzer Schutzbundfüherer Bernaschek, der 1934 das Feuer aus dem Hotel Schiff eröffnen ließ sinngemäß? Der richtige Sozialismus müsse Kommunisten und Nationalsozialisten vereinigen! Was in Griechenland scheinbar gerade passiert.

  6. Ausgezeichneter KommentatorInteressierter Leser
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2015 09:00

    Auch Sahra Wagenknecht jubelt im deutschen Fernsehen und hat so gar kein Problem mit ANEL-Kammenos, nur vor Le Pen und Co. hat sie Angst, wenn nicht endlich überall das geschieht, was Syriza mit seiner "wirtschaftlichen und sozialen Vernunft" nun zu tun gedenkt. Unzufriedene Europäer dürfen nur extreme Linke auffangen, aber bitten nicht rechte Parteien, definiert durch Wagenknecht und Co.

  7. Ausgezeichneter KommentatorPennpatrik
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    27. Januar 2015 10:38

    Was soll man da noch kommentieren? Die konservativen Parteien brauchen sich nicht wundern:
    - wer nicht kämpft, hat schon verloren
    - wer sich mit Hunden ins Bett legt, wacht mit Flöhen auf
    Im Grunde recht einfach.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorZraxl
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    29. Januar 2015 10:07

    Was war doch gleich nochmal der Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Hetze? Ja richtig, das, was die Guten so von sich geben fällt unter Meinungsfreiheit. Ganz wichtig für die Meinungsfreiheit ist auch, dass da auch bösartige Verspottung von Menschengruppen möglich sein muss. Wir sind ja schließlich alle Charlie. Ja, und Hetze ist keine Meinung sondern ein Verbrechen. Alles klar?


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  1. Kommentar (kein Partner)
    30. Januar 2015 21:05

    OT: Vonwegen "friedliche Demonstration" - die linke SA tobt wieder in der Stadt - Hubschrauber kreist hier im 7. Bezirk und man hat das Gefühl, als wäre Ausnahmezustand. So viel Hass liegt in der Luft. Der linke Mop sucht den Krieg, die Journalistenmeute freut sich - heute auf Puls 4 hat gegen 19 Uhr ein Reporter dermaßen erregt einen Demonstranten interviewt, dass man seine Sensationsgeilheit förmlich riechen konnte. Gerade dass er ihm nicht zum Schluss auch noch "Viel Spass und gutes Gelingen" gewünscht hat...Widerlich ! Während die Mord und ihr Co am Redaktionstisch als Betroffenheitsapostel gaben.
    http://www.vice.com/alps/read/akademikerball-2015-live-berichterstattung-941

  2. Gasthörer (kein Partner)
    30. Januar 2015 19:28

    In Österreich ist man da schon strenger, da bekommen die 21- und 22-jährigen Jungs, die dumme Parolen schmieren und "Stolpersteine" übermalen schon mal 5 bzw. 4 Jahre aufgebrummt. Ist das verhältnismäßig? Mich würde interessieren, wie viele politische Häftlinge es hierzulande gibt.

    http://www.krone.at/Oesterreich/Drei_Schuldsprueche_im_Stolpersteine-Prozess-Urteile_gefaellt-Story-437037

    • Zraxl (kein Partner)
      30. Januar 2015 19:51

      Naja, das sind aber auch Trotteln - warum "beschmieren" sie auch einen Gedenkstein. Sie hätten stattdessen halt lieber einen ÖVP-Bezirksrat umbringen sollen, dann hätten sie nur 2 Jahre bekommen, bzw. überhaupt nur 3 Monate davon unbedingt. Naja, ein schwarzer Bezirksrat ist halt auch nur 5000 Euro wert.
      http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtleben/252574_Natschlaeger-Prozess-Taeter-muss-nicht-ins-Gefaengnis.html

      Man muss sich halt vorher überlegen was man tut.

    • Kommentar (kein Partner)
      30. Januar 2015 21:11

      ...hingegen bekommt der 14 jährige Bombendroher, weil Migrant - 3 von uns bezahlte "Betreuer" !!! , die ihn auch noch ein zweites Mal laufen lassen, weil er ja sooo harmlos ist.
      Für rückkehrende Dschihadisten soll ein warmes Bettchen bereitet werden, die armen konnten ja nicht anders.

      Österreichische 14- jährige hingegen sperren sie jahrelang ein, wenn sie mal besoffen die Hand heben !

      DAS nennt sich Demokratie ?!

    • Haider
      30. August 2015 00:14

      © Zraxl
      Dies läuft in Wiens linksversiffter Staatsanwaltschaft unter "Rechtssprechung"!

  3. fewe (kein Partner)
    30. Januar 2015 07:59

    Ich sehe das etwas pragmagischer. Ich mag Sozialisten und Kommunisten garnicht. Wer quält denn die Griechen? Wer steht hinter Goldman Sachs? Die haben sich halt keine Freunde in der Bevölkerung gemacht, da diese verarmt, teilweise verhungert und gewaltige Schulden aufgenommen werden lediglich um Banken und andere Große zu sanieren.

    Jetzt ist eine Regierung dran, die damit antritt, etwas für die Bevölkerung zu tun. Aus der Warte der gr. Bevölkerung also das Beste was ihnen passieren konnte und in einer Demokratie normal sein sollte.

    Unsere Politiker haben gegen EU-Recht verstoßen (No-Bailout). Sie haben damit uns Geld gestohlen u. den Griechen Schulden aufgebürdet zum Nutzen v.Banken.

  4. Gasthörer (kein Partner)
    29. Januar 2015 22:45

    Die unerhörte Arroganz der Amis und das Drüberfahren über europäische Interessen führt uns hier die ehemalige Außenministerin Condolezza Rice in 1:40 vor Augen.

    https://www.youtube.com/watch?v=9Gh8v4XvNOI&app=desktop

  5. bürgerIn (kein Partner)
    29. Januar 2015 18:48

    das menetekel der vereinten sozialisten heißt tsipras aus athen. allen sei die ballade "belsazar" von heinrich heine ans herz gelegt. wie weise.

  6. Helix (kein Partner)
    29. Januar 2015 18:10

    Die an die Macht gewählten Linksskommunisten haben sich also rabiate Antisemiten als Koalitionspartner geholt.

    Gut so - damit kann auch der Blödeste erkennen, welchen widerlichen Haufen er da vor sich hat. Sofern er halt nicht mit politisch bedingter Blindheit geschlagen ist.

    Nur unsere fast durchwegs linkss orientierte Journaille ist entweder blind oder spricht ganz bewußt nicht aus, was eigentlich ganz offen zutage liegt: dass Linksskommunisten und Nazis hier koalieren. Damit zeigt sich wieder einmal:

    LÜGENPRESSE !!!

  7. JA (kein Partner)
    29. Januar 2015 17:27

    OT:
    Grausam die Zensur welche "Die Presse" gerade beim Artikel "Pegida: Demo in Wien "wird geordnet und ruhig"" betreibt.

    Und Lob an den Hrn. Dr. Unterberger für das offene Forum hier!

    • Gastkommentar (kein Partner)
      29. Januar 2015 21:18

      Die Presse ist leider mittlerweile bekannt für leidenschaftliche Zensur.
      Das sind genau jene, die sich "Je suis Charlie" auf die Fahnen schreiben.

      Heuchlerisch halt.

  8. Solon II (kein Partner)
    29. Januar 2015 16:40

    Was lernen wir daraus? Dass, wenn es dem politischen Machterhalt dienen würde, die SPÖ mit Sicherheit eine Koalition mit der FPÖ eingeht!
    (Es müssen dann zwar einige in die Nervenheilanstalt, aber das lässt sich verschmerzen).
    Sie glauben es nicht: in Mini-Mundus Vorarlberg hat gerader der SPÖ Obmann Ritsch bekundet, dass er Bregenzer Bürgermeister werden will, "auch mit Hilfe der FPÖ".
    (Ritsch ist der Mann der die SPÖ Vorarlberg von über 20% Wählerantei auf stolze 8,8% bei der letzten Landtagswahl - 2014 -heruntergewirtschaftet hat.)
    Aber wenn es um die Macht geht, verkaufen die Sozis ihre Großmutter?

  9. Anders (kein Partner)
    29. Januar 2015 12:56

    Ich mach' mal Werbung für ein "wirklich" unabhängiges und bürgernahes Medium!
    Online Radio OKiTALK zum Mitdiskutieren

    21.Okt.2014 | 2014, Kultur
    Klaus Glatzel im Gespräch mit Oliver Glöckner und Patrick Schönerstedt über die Radio-Alternative OKiTALK Online Radio.
    http://www.lebenskraft.tv/online-radio-okitalk-radio-alternative/
    OKiTALK ist eine kostenlose und unabhängige Diskussions- und Kommunikationsplattform von Menschen für Menschen und bietet Ihnen täglich neue und interessante Diskussions- und Themenangebote.

    Heute Übertragung von Kulturstudio (20,00 Uhr): zu Gast Harvey Friedman (Autor des in Ö. verbotenen Buches "Banksterclub")
    http://www.okitalk.com/

    • Anders (kein Partner)
      29. Januar 2015 14:27

      Nur so nebenbei bemerkt:
      Herr Ewald Stadler war sogar auf Okitalk mal zu Gast! Einer der wenigen Politiker der sich den Fragen der Bürger stellte.

  10. Gasthörer (kein Partner)
    29. Januar 2015 12:50

    Ist ja gut zu wissen, wie unser Steuergeld via EU "treffsicher" investiert wird. Die ukrainischen Nazis holen sich in Berlin und Brüssel die Milliarden und können sich nun Kopfprämien für getötete Russen leisten. Wer sich nicht schuldig machen will, steigt auf Transferleistungen um oder senkt sein Einkommen unter die Steuergrenze. Und an jene, die auf eine Verwaltungsreform dringen: Wissen Sie eh, wo das eingesparte Geld hingeht?

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4650157/Kiew-stiftet-Abschusspraemien-von-bis-zu-6000-Dollar?_vl_backlink=/home/index.do

  11. Karl Martell (kein Partner)
    29. Januar 2015 12:13

    Viel Wind von A.U. , die Juden sind ganz entspannt.

    Herr Constantinis, Griechenland wird nun von der Linkspartei Syriza regiert. Was bedeutet das für die Juden in Ihrem Land?

    Der KIS, das ist der Zentralrat der Juden in Griechenland, unterhält sehr gute Beziehungen zu allen demokratischen Parteien. Das war schon immer so: KIS unterstützt alles, was zum Fortschritt des Landes beiträgt. Daher haben wir nun auch Vertrauen in die neue Regierung. Und wir hoffen, dass unser Land mit ihr die Krise endlich überwindet.

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/21359

    • Karl Martell (kein Partner)
      29. Januar 2015 12:20

      Trauen Sie der neuen Regierung zu, etwas in der Frage der Entschädigung zu erreichen? Im Wahlkampf wurde immer wieder daran erinnert, dass Griechenland Forderungen in zweistelliger Milliardenhöhe an Deutschland hat.

      Der KIS unterstützt Griechenlands Anliegen in dieser Sache. Auch wir fordern die Rückgabe. Ich persönlich habe lange mit dem Widerstandskämpfer Manolis Glezos, der für Syriza im Europaparlament sitzt, zusammengearbeitet. Wenn ich gefragt werde, arbeite ich gerne wieder mit ihm zusammen.

      Constantinis,Präsident des Zentralrats der Juden

    • fewe (kein Partner)
      30. Januar 2015 12:00

      Danke, das ist sehr interessant.

      Ich denke, dass jeder Demokrat einverstanden sein muss mit einer Regierung, die offensichtlich dem Volk und dem Land dienen will. Es ist nicht die Aufgabe eines Politikers vom Ausland gestreichelt zu werden, sondern für die Bevölkerung das Bestmögliche zu machen.

      Ich mag Linke überhaupt nicht, aber wenn die das tun, dann ist es doch wunderbar für Griechenland. Wenn wir dabei draufzahlen ist das nicht deren Schuld, sondern die Schuld unserer Politiker, die No-Bailout-Klausel gebrochen zu haben. Von dem Geld, das dorthingeschickt wurde, hat die griechische Bevölkerung sowieso nichts gesehen.

  12. AppolloniO (kein Partner)
    29. Januar 2015 10:47

    Liebe Rote, Grüne und Redakteure der Einheitspresse,

    ihr habt das Volk fast überzeugt. Natürlich, wenn Akademiker und Burschenschaftler sich auf einem Ball amüsieren wollen -sind das eben die Schlechten.

    Wenn aus DE Leute anreisen die meinen sie könnten nicht friedlich demonstrieren sondern man müsste Ballbesucher, Geschäfte und herumstehende Autos angreifen, so sind das -ganz klar- die Guten.

    Bei soviel Logik bedarf es schon Pflastersteine um andere zu überzeugen.

  13. Zraxl (kein Partner)
    29. Januar 2015 10:07

    Was war doch gleich nochmal der Unterschied zwischen Meinungsfreiheit und Hetze? Ja richtig, das, was die Guten so von sich geben fällt unter Meinungsfreiheit. Ganz wichtig für die Meinungsfreiheit ist auch, dass da auch bösartige Verspottung von Menschengruppen möglich sein muss. Wir sind ja schließlich alle Charlie. Ja, und Hetze ist keine Meinung sondern ein Verbrechen. Alles klar?

  14. mannimmond (kein Partner)
    29. Januar 2015 09:38

    Wo bleiben die Sanktionen der EU?

    Wenn eine bürgerliche Partei mit einer rechten Partei koaliert und Sozialisten vom Futtertrog vertreibt, verhängt die EU Sanktionen.

    Wenn eine linksextreme Partei mit einer wüst antisemitischen Partei koaliert, zuckt man in Brüssel mit keinem Ohrwaschl

    • Torres (kein Partner)
      29. Januar 2015 10:17

      Die besten und wirksamsten Sanktionen wären ja, den Griechen überhaupt kein Geld mehr zu geben. Das ist aber wohl nur ein völlig realitätsferner Traum.

  15. N.SA (kein Partner)
    29. Januar 2015 08:18

    Ein guter Tag beginnt mit einer Kesselsuppe aus Debalzewo. 10.000 ukrainische NATO-Braunhemden werden dort gerade eingekesselt und aufgekocht. Der Gestank der Leichen der vom Westen bezahlten ukrainischen NATO-Braunhemden, deren Auftrag ein Russenpogrom ist, wird höher steigen als Flug MH-17.

  16. socrates
    28. Januar 2015 20:10

    Tsiparis hatte es so eilig weil ihn die EU Überrumpeln wollte.
    Griechische Regierung distanziert sich von Russland-Kommuniqué der EU
    Peter Mühlbauer 28.01.2015
    Athen könnte neue Sanktionen verhindern - oder Gegenleistungen fordern
    Gestern wurde eine scheinbar gemeinsame Erklärung der Staats- und Regierungschefs der 28 EU-Mitgliedsländer öffentlich. In ihr wird Russland "die fortdauernde und wachsende Unterstützung" der ostukrainischen Volksrepubliken vorgeworfen und die Verantwortung für einen Raketen- oder Geschosseinschlag in ein Wohnviertel in Mariupol unterstellt. Außerdem droht man mit neuen Sanktionen. Dieses Kommuniqué soll nach Informationen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten nun das erste Mal in der Geschichte der EU nachträglich mit einer Fußnote versehen werden, in der es heißt, dass nicht für alle 28, sondern nur 27 Staatschefs dieser Meinung sind.http://www.heise.de/tp/artikel/43/43990/1.html

    • Undine
      28. Januar 2015 20:58

      @socrates

      Vielen Dank für den Link! Da heißt es u.a.:

      "Dem EU-Observer zufolge sollen auch Österreich, Ungarn und die Slowakei eine andere als die im neuen EU- Kommuniqué zu Russland geäußerte Meinung vertreten haben, bevor sie umgestimmt wurden.

      Auch Politiker aus anderen EU-Mitgliedsländern gaben sich in der Vergangenheit vom Sinn der Sanktionen gegen Russland wenig überzeugt:

      Am bislang deutlichsten sagte das der tschechische Präsident Miloš Zeman: In einer siebzehnminütigen Ansprache auf der Konferenz Dialogue of Civilizations kritisierte er, dass die Maßnahmen nicht nur wirkungslos, sondern sogar schädlich seien. Man müsse sie deshalb aufheben und stattdessen einen Dialog entwickeln, in dessen Rahmen Informationen "unzensiert" ausgetauscht werden.

      Anderswo kommt die Kritik an den Sanktionen vor allem aus der Opposition - zum Beispiel vom UKIP-Vorsitzenden Nigel Farage, der in einer EU-Parlamentsrede am 16. September 2014 fragte, ob die Entscheider in der EU und der NATO "ihren Verstand in den Urlaub geschickt" haben und einen Krieg mit Russland wollen, weil die "gescheiterte", "widersprüchliche" und "unnötig provozierende" Politik der EU und der NATO in Libyen, Syrien und der Ukraine seiner Ansicht nach genau dorthin führt."

      "Noch ist Polen nicht verloren"! ;-)

  17. Erich Bauer
    28. Januar 2015 18:11

    Die deutschen Medien hetzen gegen die Griechen, die griechischen Medien hetzen gegen die Deutschen... Man will das so. Beide Länder sind Provinzen, Vasallen des ESM. Beide Länder haben NICHTS mehr zu bestimmen... Die Agenda der Lügenpresse ist es dem "Publikum" dramaturgische Schauspiele zu liefern und Verwirrung zu bringen. Ohne ultimativen Crash gibt es keine Lösung mehr. Es sei denn, es geschieht ein Wunder...

  18. Haider
    27. Januar 2015 23:28

    Die Zuordnungen verwischten sich im Laufe der Geschichte immer mehr. Außerdem ist sie z.B. in Österreich ziemlich willkürlich. Im Parlament sitzen die Linken rechts, dafür die Schwarzen links (nur die FPÖ richtigerweise in der Mitte). Im Wr. Rathaus sitzen die Linken links und die Grünen linksaußen, das kleine Häuflein Schwarzer rechtsaußen und gegen die Mitte zu der Block der Freiheitlichen. Wie immer: Der Blickwinkel/Blickpunkt ist entscheidend?
    Und den Scheuklappenjournalisten ist ohnehin alles Concitta: wer nicht linker Dschihadist wird taxfrei zum Neonazi hochgeschrieben. So einfach gestrickt ist unsere Lügenpresse.

  19. Haider
    27. Januar 2015 23:08

    Lügenpresse!!!!!!!!!!!!!!!!

  20. socrates
    27. Januar 2015 21:26

    Obama: Sparen allein kann GR nicht retten, es braucht ein Wirtschaftswachstum und die Hilfe der EU.

    • cmh (kein Partner)
      29. Januar 2015 09:53

      Obama weiss offensichtlich, dass eine "Hilfe" der USA sogar die Griechen genauso umbringen würde wie Afghanistan, Iraq, Lybien, Syrien etc. und die europäischen Verbündeten nicht zu vergessen.

  21. fenstergucker
    27. Januar 2015 19:15

    Und warum wird von unserer emsigen ANTIFA, die überall Rechtsextreme ortet, nur nicht dort, wo sie jetzt sogar mit den Sozialisten MITREGIEREN dürfen, nicht gegen diese REGIERUNGSBETEILIGUNG in Griechenland demonstriert?

    Weil sich die Griechen einen feuchten Staub darum kümmern würden, denn echten Rückhalt haben diese armseligen Idioten nur im rot-grünen Wien sowie im schuldkomplexbeladenen Österreich und Deutschland.

  22. sin
    27. Januar 2015 16:46

    Das große Vorbild ist doch der Hitler - Stalin Pakt von 1939. Die Geschichte wiederholt sich also.
    Angesichts einer anderen Buchstabenwelt kann frau im Nachhinein ja dann behaupten, frau hätte nichts gewußt.
    Vor lauter "Vorbereitungsarbeiten" für den geplanten Terror auf Wiens Straßen sind die Antifaschistinnen bei uns stimmlos geworden.
    Hätten sie von Geschichte eine Ahnung, würde einer Verschwesterung nichts im Wege stehen.

  23. socrates
    27. Januar 2015 15:42

    Antisemitismus ist zu verurteilen.
    Leute mit doppelter oder mehrfacher Staatsbürgerschaft können ohne Steuer zu zahlen leben. Das müssen nicht unbedingt Juden sein aber die haben es besonders leicht, da Israel jede diesbezügliche Auskunft verweigert. Die Schweiz wurde von der USA geknackt, Luxemburg und Israel nicht. Also zahlen die großen Konzerne keine Steuern. Dagegen hilft nur eine Finanztransfer Steuer oder die Maßnahmen von Orban : 6% Beobachtungssteuer und beim 2 .Konkurs Entzug der Konzession. Auch Merkel hat sich im Antisemitismus vergriffen, aber ihr wird verziehen.
    Jedes Jahr Kontrolle durch die Troika hat 10 Mrd € mehr Schulden gebracht, Griechenland kann sich die Troika nicht mehr leisten. Das sieht jeder vernünftige Mensch & Menschin ein.
    Die Feinde der Griechen sind Merkel, Schäuble, Juncker und Goldmann Sachs. Faymann zählt nicht.
    Island hat gezeigt, wie es geht, Argentinien ebenso und Irland ist ganz auf der Seite der Griechen.
    Unsere Haftung, speziell für Goldmann Sachs ist geheim.

    • socrates
      27. Januar 2015 19:29

      Legale und illegale Steuerflucht für Normalverdiener und Mittelstand?
      Johannes Fiala, Peter A. Schramm 12.01.2015
      http://www.heise.de/tp/artikel/43/43773/2.html

    • dssm
      27. Januar 2015 21:03

      Ja wenn es denn nur so einfach wäre!
      Die Griechen verbrauchen 21% mehr als sie einnehmen (Zinsen oder gar Kapitaldienst sind da nicht dabei!) und selbst dieser Wert ist bald Geschichte, denn dann ist der Kapitalstock aufgefressen.
      Was dann?
      Die Troika ist sicherlich eine der dümmsten 'Lösungen' gewesen, da haben Sie zweifelsohne recht.

      Aber was wäre nun Ihr Vorschlag? Wie soll das nicht eben kleine Loch zwischen Einnahmen und Ausgaben geschlossen werden?

    • socrates
      27. Januar 2015 21:33

      dssm
      Ausgleich mit einer Quote von 40%.

    • blem-blem
      28. Januar 2015 00:48

      @ Socrates:

      Eine typische Lancierung, ihr Link, dessen Inhalt nicht hält, was die Überschrift verspricht. Ich zitiere:

      Wege ins Steuerparadies

      Die typischen Instrumente (Briefkastenfirma, Anonymität, Treuhänder) werden nachgerade Inländern angeboten – nicht zuletzt von Privatbanken, aus dem In- und Ausland.


      Welche Anonymität denn, bitte? Die Banken müssen im Gegenteil im Auftrag des Staates als unbezahlte Detektive Schwarzgeldern nachspüren, sonst haften Sie mit!

      Damit im Widerspruch steht dort die lancierte unsubstantiierte Unterstellung eines Finanzbeamten, dass der Großteil des Schwarzgeldes unter den Augen des Staates im Inland gehortet wird.

      Mir hat man jedenfalls noch keinen Treuhänder seitens einer Bank "angetragen".

    • blem-blem
      28. Januar 2015 01:02

      @ Socrates, Part II:

      dssm
      Ausgleich mit einer Quote von 40%.


      Sie wissen aber schon, dass das keine Antwort auf dssm's Frage ist - wenn die Griechen nicht einmal EZB-Zinsen zu 3 %, wovon rd 2 % für die durchschnittliche Inflation der letzten Jahre abzuziehen wären, bedienen können?

      Sie propagieren damit einen Einmaleffekt, der nicht ausreichend die Diskrepanz zwischen Einnahmen und Ausgaben behebt.

    • socrates
      28. Januar 2015 08:40

      blem-blem
      Meinen Sie dass es mit der Troika leichter schuldenfrei wird, wenn jaehrlich 10 Mrd dazukommen?
      Statt einer »Rettung« hat die Troika das Land in eine humanitäre Katastrophe gestürzt.
      Die Schulden sind höher denn je, obwohl die regierenden Parteien in Athen die Kürzungsdiktate der Troika brav umgesetzt haben. Sie haben zum Beispiel die Gesundheitsausgaben um fast die Hälfte reduziert. Immer mehr Griechen müssen sich heute entscheiden, ob sie ihr weniges Geld für Medikamente oder für Essen ausgeben. Der öffentliche Dienst wurde kleingeschrumpft, die Mindestlöhne gesenkt. Was nicht gesunken ist, sind die Schulden.
      2009 hatte Griechenland eine Schuldenquote von 130 Prozent des BIP – heute sind es 175 Prozent. Die Sparpolitik hat die Wirtschaft des Landes in eine tiefe Depression getrieben, da sind die Einnahmen schneller weggebrochen als die Ausgaben gekürzt werden konnten.
      Es sind weit über 200 Milliarden Euro geflossen, etwa 95 Prozent davon gingen an den Finanzsektor: Banken und Hedgefonds wurden Zinsen gezahlt und auslaufende Anleihen refinanziert. Außerdem wurden die griechischen Banken gestützt. Das heißt, riesige Milliardenbeträge sind dafür verschleudert worden, der Finanzmafia und der griechischen Oberschicht ihre selbst verschuldeten Verluste abzunehmen
      Ein Großteil der griechischen Landwirtschaft ist von der EU wegsubventioniert worden. Heute werden viele Nahrungsmittel importiert. Auch viele Industrien sind unter dem Konkurrenzdruck verschwunden. Griechenland braucht vor allem Investitionen, um wieder auf eigenen Beinen zu stehen

    • blem-blem
      28. Januar 2015 09:39

      Griechenland hat unter dem Euro keine Chancen, und Ihre Ausführungen bestätigen das nur.

      Nun wollen aber die bessergestellten Griechen keine Abkehr vom Euro, weil sie davon durch billigere Importe am meisten profitieren - und zwar nicht nur absolut, sondern auch relativ, weil eben Grundbedürfnisse zu einem geringeren Teil aus dem Ausland befriedigt werden.

      Und ja: Investitionen in Produktion und marktorientierte Forschung könnte auch Griechenland gut gebrauchen, aber der EU-Apparat hat sich für den umgekehrten Weg entschieden, unter der an ihn herangetragenen Annahme, aus unserer Intelligenzia wäre ein jeder vom Kaliber eines Bill Gates oder Steve Jobs, so dass mit tollen innovativen Ideen und Marken- und Patentrechten darauf das Geld nur so hereinströmen würde ....

      Deshalb wird nun auch EU-weit staatliche Lenkung über relativ undifferenzierte Forschungsförderung betrieben, auf Grundlage der Milchmädchenrechnung, der 10-fache Geldeinsatz müsse zum zehnfachen an Patentwerten führen ...

    • blem-blem
      28. Januar 2015 10:42

      Nachtrag:

      Als Stichwort möge in diesem Zusammenhang das aktuelle ESVGR aufgegriffen werden (Europ. System der volkswirtsch. Gesamtrechnung), wonach jede staatliche Forschungsförderung bereits zu einem vwl Vermögenswert führt, ungeachtet einer evtl misslingenden späteren Verwertung.

      Was das für manipulative Folgen für die vwl Bilanzen hat, kann sich ja jeder ausrechnen.

    • socrates
      28. Januar 2015 13:27

      Blem-blem
      Der Richter sagte zum Gschwinden : "Mit hat noch nie einer im Pratercafe eine Pistole angetragen!". was folgt daraus? Man muss zur Galerie gehören.

    • blem-blem
      28. Januar 2015 14:03

      Da muss ich aber ganz humorlos replizieren:

      In dem von Ihnen verwiesenen Artikel ist aber davon die Rede, dass Instrumente "nachgerade Inländern" angeboten werden, von Galeristen findet sich dort nichts ...

    • socrates
      28. Januar 2015 17:09

      Die Galeristen wissen schon wie es geht. Man wirbt um die einfachen Bürger. Ich kenne Leute, die eine Adresse in Polen, Tschechei oder Slowakei haben und nirgends 6 Monate sind, also steuerfrei.

    • blem-blem
      28. Januar 2015 23:42

      Adressen in Polen, Tschechei oder Slowakei zu haben und sich nirgends länger als 6 Monate aufzuhalten - das wird nicht reichen, falls die polnischen, tschechischen oder slowakischen Gesetze so gestaltet sind wie unsere Regelungen über die unbeschränkte Steuerpflicht.

      § 1(2) EStG besagt, dass unter anderem jene natürlichen Personen unbeschränkt steuerpflichtig sind, die in Ö einen Wohnsitz haben.

      § 26(1) BAO (Bundesabgabenordnung) definiert diesen Wohnsitz als Anknüpfungspunkt der Besteuerung:

      „Einen Wohnsitz im Sinn der Abgabenvorschriften hat
      jemand dort, wo er eine Wohnung innehat unter Umständen,
      die darauf schließen lassen, dass er die Wohnung
      beibehalten und benutzen wird.“

  24. Gerhard Pascher
    27. Januar 2015 14:41

    Früher oder später geht diese neue griechische Koalition in die Brüche, dann wird es wieder Neuwahlen geben. Es ist leider ein großer Nachteil des Verhältniswahlrechtes in den meisten Demokratien, das keine Partei alleine regieren und so ihre Wahlversprechen ausführen kann. Beim Mehrheitswahlrecht könnte man der relativ stärksten Partei 51 % der Mandate geben und diese hat dann zu beweisen, ob sie das Land auch führen kann. Wenn nein, dann ist sie spätestens bei der nächsten Wahl (ggfs. auch schon früher) "weg vom Fenster".

    In den vergangenen Tagen habe ich mich beim griechischen Wahlkampf vielfach an eine kurze Geschichte erinnert, welche mir meine Mutter einmal erzählte.
    In den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts saßen in einer Wirtshausstube Niederösterreichs viele (damals ausgesteuerte) Arbeitslose um einen Tisch. Plötzlich kam ein Mann herein, welcher sofortige Arbeitsplätze versprach. In dieser Not fragte niemand nach den Hintergründen und Motiven dieser „Wohltat“. Schließlich stellte es sich heraus, dass der Fremde von der noch im Untergrund agierenden „neuen Bewegung“ NSdAP kam.

    Der auch in Deutschland bekannte Wirtschaftsberater des Parteichefs Alexis Tsipras, Theodoros Paraskevopoulos hatte in den letzten Interviews sehr „gemäßigt“ geklungen und selbstverständlich die Einhaltung der bisherigen Verträge anerkannt. Es stellt sich daher die Frage, wie sich die neue die Regierung mit den radikalen Wahlversprechen und den realistischen Gegebenheiten verhalten wird.

    • Haider
      27. Januar 2015 23:49

      Von Verhältniswahlrecht kann in Griechenland kaum gesprochen werden. Der Bonus von 50 Abgeordneten (immerhin 20 %punkte) für die mandatsstärkste Partei verzerrt jedes demokratische Ergebnis gewaltig! Aber - eigentlich ist das griechische Wahlergebnis völlig egal; von entscheidender Bedeutung ist eher die europäische Umfallerpartie!

  25. Undine
    27. Januar 2015 14:08

    OT---aber der heutige Tag, der 27.Jänner, sollte gerade in Österreich als besonderer Freudentag gefeiert werden, denn an diesem Tag des Jahres 1756 um acht Uhr am Abend wurde in unserer Heimat, genau genommen in Salzburg, das größte GENIE aller Zeiten geboren: WOLFGANG AMADEUS MOZART! Zu seiner Geburtsstunde müßten eigentlich alle Glocken läuten!!! Ohne Mozart wäre die ganze Welt um vieles ärmer!

    • dssm
      27. Januar 2015 14:26

      Salzburg war damals ein selbständiges Erzbistum innerhalb des Heilig Römischen Reiches. Nix Österreich!
      Und es wäre wohl für uns Einheimischen besser gewesen, wir würden heute noch ohne den Moloch Wien leben können.

    • Undine
      27. Januar 2015 14:55

      @dssm

      Das war auch der Grund, weshalb ich geschrieben habe, Mozart sei in unserer Heimat geboren, aber ich habe nicht geschrieben, er sei in Ö geboren---das gab es in dieser Form ja gar nicht. Mozart bezeichnete sich übrigens immer als Deutscher; sein Vater war zudem in Augsburg geboren.....Aber feiern sollten wir ihn dennoch im heutigen Österreich! ;-)

      PS: Ich stimme Ihnen auch beim 2. Absatz zu! ;-)

    • dssm
      27. Januar 2015 15:08

      @Undine
      *****

    • Wyatt
      27. Januar 2015 15:26

      @Undine
      *****!

    • Tu Felix Austria (kein Partner)
      29. Januar 2015 08:41

      Liebe Undine und dssm!

      Ihr habt unbedingt recht! Wir haben wahrlich genug eigenes Gesindel! Interessant: Die doch erhebliche Salzburger und OOE, wie quer durch den "oesterreichischen" Wuerschtl" Garten - Gemeinde in der Welthauptstadt.

    • cmh (kein Partner)
      29. Januar 2015 10:02

      Wie sich die Zeiten ändern.

      Mozart war Zeit seines Lebens Untertan des römisch-deutschen Kaisers, dessen Untertanen nicht nur Deutsch gesprochen haben.

      Wien war die Hauptstadt der Habsburgischen Territorien, die nicht nur im Römisch-deutschen Reich lagen.

      Das Wien heute ist mit dem damaligen nicht zu vergleichen. Das heutige Wien ist ein farbloser Abklatsch von Groß-Meseritsch, von dem es sich nur durch seine massive intellektuelle Bedürfnislosigkeit unterscheidet.

  26. Rikdag
    27. Januar 2015 13:03

    Ihr begehrt die sozialistische Ordnung im Namen des Kampfes gegenüber Macht, Privileg, Willkür und Monopol? Da aber eine solche Ordnung den höchstmöglichen Grad der Konzentration wirtschaftlicher Entscheidungen einschließt und dieses Maximum an Konzentration zugleich ein solches der Konzentration der politischen Macht, d. h. ein Maximum an Monopolisierung der nackten Gewalt darstellt, so muß der sozialistische Kreuzzug gegen Übermacht und Willkür in einer unüberbietbaren und unheilbaren Verschlimmerung des bestehenden Zustandes enden!
    (Wilhelm Röpke)

  27. Obrist
    27. Januar 2015 12:54

    Als glühender Verehrer des Massenmörders Stalin (hat der nicht auch einmal mit dem Gröfaz koaliert?), wird Tsirpas sich mit einem antisemitischen Partner nicht allzu schwer tun, hat doch sein Vorbild nicht besonders viel von den Juden gehalten (die Anzahl der in den Gulags Umgekommenen ist nach wie vor ein Staatsgeheimnis).
    Leider äußern sich viele jüdische Organisationen solidarisch mit der roten Nomenklatura, die jedem Kritiker den Antisemitismus anzudichten versucht und übersehen dabei, dass sie lediglich als leicht entfernbares Feigenblatt dienen. Der überwiegende Teil der österreichischen Juden ist der traditionsbewussten Bürger, - und Unternehmerschicht zuzurechnen. Die gebildeten Staatsbürger sind sich sehr wohl der historischen Tatsachen bewusst und dementsprechend sensibilisiert.
    Wenn man jedoch populistische Polemik beiseite lässt, wird man sehr schnell erkennen, dass die antisemitische Gefahr nicht von den Teilnehmern des Akademikerballs sondern von dem bald unkontrollierbaren, bildungsfernen und teilweise importierten Mob ausgeht, den sich RotGrün in den letzten Jahren herangezüchtet hat.

    • Obrist
      27. Januar 2015 13:09

      PS: Gerade die SPÖ, deren akademisches Reservoir sich zu einem nicht unbedeutenden Teil aus NSDAP Mitgliedern generierte, will sich jetzt als Schutzmacht der Kultusgemeinde aufspielen, wo doch namhafte Mitglieder diversen arabischen Freundschaftsgesellschaften vorstehen und dort bei ihrer Kontaktpflege sicherlich nicht in semitophilen Reminiszenzen schwelgen (dass Araber tw. genetisch auch Semiten sind ist aber eine andere Geschichte....)

    • cmh (kein Partner)
      29. Januar 2015 10:04

      Wenn die Israelische Kultusgemeinde es für nötig erachtet, an der SPÖ anzustreifen, dann ist das nur zu registrieren.

  28. Erich Bauer
    27. Januar 2015 12:07

    Da wird ein Kasperltheater inszeniert und viele Kinderlein schreien und quietschen voller Angst, wenn das Krokodil erscheint... Nur diejenigen, die eine panzerechse als Haustier halten sind über diesen Darsteller belustigt. Trotzdem keine Sorge. Der brave Kasperl wird das Krokodil hauen und zur Räson bringen... Koste es dem Publikum was es wolle. Man darf halt eines nicht vergessen: Kasperl und Krokodil wird von EINEM Puppenspieler bedient.

    Eine offizielle Studie in Deutschland (ARD) kommt zum Ergebnis, dass 85 (in Worten: Fünfundachtzig) Prozent der Befragten den Leitmedien (Lügenpresse) keinen Glauben mehr schenken. Dazu Andreas von Bülow:

    https://www.youtube.com/watch?v=op-Vnd_NbM4
    (7 min. 17 sec.)

    Dass die Lügenpresse, samt Volxempfänger zu Koalitionen mit Nazis/Antisemiten/Faschisten in Griechenland nur noch leisetreten kann(will, muss?) hat unmittelbar mit den Verstrickungen im Ukraine/Swoboda-Lügengebäude zu tun...

  29. oberösi
    27. Januar 2015 11:38

    Da davon auszugehen ist, daß dieses Bündnis maximal ein halbes Jahr hält, bin
    ich schon gespannt, mit welch semantischem Trick trotz seines Scheiterns samt seiner "Reformen" die EU ein weiteres Mal einen Schuldenschnitt und milliardenschwere Zahlungen rechtfertigen wird.

    Aktuell jedenfalls sind die EU-Apparatschiks allesamt sehr erleichtert, auf eine sogenannte demokratisch gewählte griechische Regierung verweisen zu können. Und niemand (außer einige unbelehrbare EU-Gegner wie in diesem blog hier) kann den Griechen vorwerfen, sie wären nicht willig, "mitzuarbeiten", wenn demnächst in diesem absolut unreformierbaren phäakischen Sumpf weitere Millarden versenkt werden.

  30. Sandwalk
    27. Januar 2015 11:05

    Man erinnert sich.

    Als Kurt Waldheim in den Präsidentenwahlkampf eintrat, glaubte man, Streichers "Stürmer" sei aus der Gruft erstanden wie ein Vampir. SPÖ, linke Hetzjournalisten und natürlich der ORF feuerten aus allen Rohren gegen einen Mann, der, wie wir heute sicher wissen, nie ein Nazi und nie ein Kriegsverbrecher war. Er war halt ein "Mitläufer", hieß es. Das waren aber Bundespräsident Kirchschläger, der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt und viele andere (ehemalige) Politiker auch. Bei denen haben SPÖ, Stürmerjournalisten und ORF geschwiegen.

    Dann kam die schwarz-blaue Koalition. SPÖ, Stürmerjournalisten und ORF feuerten aus allen Rohren und die damals noch einigermaßen einflussreiche rote Internationale bewirkten "Sanktionen". Es war gespenstisch. Am schlimmsten war DAS GESICHT von Bundespräsident Klestil bei der Angelobung. "Lächerlich" ist ein schwacher Ausdruck.

    Und heute? Dr. A.U. hat völlig Recht. Da legen sich die griechischen Linkspopulisten mit einer lausigen Gang von Verschwörungstheoretikern und Antisemiten ins Bett und weder SPÖ noch unsere Stürmerjournalisten noch der ORF finden etwas daran.

    Dr. A.U. findet diese Verlogenheit zum Kotzen?
    Genauso ist das. Miserable, verlogene Saubande!

    • otti
      28. Januar 2015 11:28

      und so kann es funktionieren, wenn man rechtzeitig eine personalstrategie fährt, abgesichert durch unkündbare dienstverträge, pragmatismus, parteibuchdiktat etc.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      29. Januar 2015 07:16

      Werter Sandwalk, ich zitiere aus dem Gedächtnis: Dr. Waldheim hatte, "wie viele Hunderttausende andere auch, seine Pflicht erfüllt." Dr. Kirchschläger hatte "den damaligen Gesetzen gehorcht". Unterschied?
      Ich würde mir wünschen, dass sich ein politisch neutraler Historiker von Rang (zugegeben, einen solchen in Ö. zu finden würde sehr, sehr schwer sein...) mit der Kriegsvergangenheit des Hauptmannes der Reserve der Deutschen Wehrmacht Dr. Kirchschläger beschäftigt.

    • cmh (kein Partner)
      29. Januar 2015 09:34

      Danke, Sie haben mir das Wort zum Tage gegeben: Stürmerpresse, Stürmerjournalismus, und alle anderen Zusammensetzungen mit Stürmer-.

      Das ist viel besser als "Lügenpresse", denn es trifft diese Art von Journalismus viel besser, der ja nicht ausdrücklich lügt, sondern nur alles zurechtbiegt und in Stürmermanier und Stürmermanie alle anderen grundlos verunglimpft.

      Außerdem ist eine Wendung wie, das haben die Nazi schon verwendet, nicht möglich.

    • Freidenker (kein Partner)
      29. Januar 2015 17:09

      Prof. Schwarz: So ist es, Kirchschlägers Wehrmachtszeit wäre weit aufklärungsbedürftiger als die von Dr. Waldheim.**************.)

  31. Pennpatrik
    27. Januar 2015 10:50

    DIE DEUTSCHEN WERDEN AM ENDE IMMER ZAHLEN

    Das ist nicht nur eine Behauptung von mir. Das sagte in einem Interview der künftige Finanzminister Griechenlands. Wer's nicht glaubt, lese nach:
    "http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/griechenland-wahl-im-live-ticker-euro-gegner-vorne-syriza-chef-tsipras-gewinnt-wahl-in-griechenland_id_4429878.html "

    Es ist dermaßen unverfroren, dass man es nicht glauben möchte. Wer - im selben Artikel - die Stellungnahmen anderer Parteien und Regierungschefs liest, glaubt nicht, was da steht:

    Der Wirtschaftsweise Böfinger fordert - auch für Griechenland - neue, kreditfinanzierte Investitionsprogramme.
    Die IWF-Chefin Lagarde freut sich auf Diskussionen und steht bereit, Griechenland weiter zu unterstützen.
    Frankreichs Präsident François Hollande hat dem neuen griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras seine Unterstützung zugesagt. Frankreich stehe in dieser wichtigen Phase an der Seite Griechenlands. Er lud Tsipras ein, bald nach Paris zu kommen.
    Die Bundesregierung ist offen für eine nochmalige Verlängerung des laufenden Hilfsprogramms für Griechenland.
    Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert, dass endlich Schluss sein muss mit der Sparpolitik.
    Linken-Chef Bernd Riexinger sagt dem Sender, Syriza wecke die Hoffnung "auf eine neue, gerechtere Politik für die Griechen".
    Die (deutschen) Grünen fordern, dass die EU "die Hand ausstreckt".

    So wie es aussieht, wird Tsipras durchkommen, die Kredite werden gestreckt und er bekommt das neue Geld (von uns).
    Letztlich mit der Zustimmung von SPÖ und ÖVP - das wollen wir nie vergessen.

    • brechstange
      27. Januar 2015 11:05

      Das war nicht anders zu erwarten. Auf diese Gefahr weise ich bereits seit 2010 hin. Wir haben erlebt, wie das System EU im Mikrostil funktioniert. Warum sollte es Makro anders sein?

    • Sandwalk
      27. Januar 2015 11:53

      Als Dank dafür werden die Griechen immer wieder diese Hand beißen, die sie vor dem Verhungern bewahrt und die Deutschen beschimpfen, wann und wo sie nur können.

      Die linke Ideologie bewahrheitet sich immer und immer wieder. Ein Linker ist ein Mensch, der nur dann Probleme hat, wenn anderen das Geld ausgeht.

    • Haider
      27. Januar 2015 23:38

      Jetzt haben wir eine Frist von 30 Jahren (!). Will man künftige Fristen in Generationen festlegen, wie gegen das Deutsche Reich nach verlorenem 1. Weltkrieg, bzw. in Jahrhunderten nach verlorenem 2. Weltkrieg? Der gravierende Unterschied ist jedoch, Deutschland rappelte sich auf und arbeitete und zahlt und zahlt und zahlt. Die Griechen warten mit ihrem kommunistischen Regierungschef auf das Christkind - wie paradox!

  32. Pennpatrik
    27. Januar 2015 10:38

    Was soll man da noch kommentieren? Die konservativen Parteien brauchen sich nicht wundern:
    - wer nicht kämpft, hat schon verloren
    - wer sich mit Hunden ins Bett legt, wacht mit Flöhen auf
    Im Grunde recht einfach.

  33. Rikdag
    27. Januar 2015 10:19

    Ich weiß deine Werke und deine Trübsal und deine Armut und die Lästerung von denen, die da sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern sind des Satans Schule. Fürchte dich vor der keinem, das du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, auf daß ihr versucht werdet, und werdet Trübsal haben zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.

  34. Josef Maierhofer
    27. Januar 2015 10:08

    Mein Ausdruck für die Linken trifft eigentlich immer zu: 'Kahlfrasstruppe' und Selbstbediener.

    Auf Grund dieses Artikels brauche ich nur noch hinzufügen: fundamentlos und hetzerisch und ohne Linie.

    Wieder ein Lehrstück über linke Ideologie (=Idiotie).

  35. Politicus1
    27. Januar 2015 09:30

    Man nehme ein Blatt Papier und zeichne einen Kreis.
    Man wähle einen Punkt am Rand des Kreises und lasse von dort aus zwei Parteien los marschieren - die eine links herum und die andere rechts herum.
    Sie entfernen sich immer weiter, die eine nach links und die andere nach rechts ...

    Bis sie am gegenüberliegenden Punkt des Ausgangs der Wanderung zusammentreffen und sich glücklich in die Arme werfen ...

    So ist das halt mit Rechts- und Linksextrem ...

    • Pennpatrik
      27. Januar 2015 10:56

      Das ist so eine Propagandalüge der Linken. Die Nazis waren nie rechts. Die Nationalsozialisten sind die umbenannte DAP (Deutsche Arbeiterparte), waren immer ein Proletenhaufen und Links.
      Ein Freund, der in Russland gefangen war, sagte mir, dass er das Wort "Nazi" erst nach seiner Gefangenschaft hörte. Es ist wohl der Versuch, das Wort NSDAP zu vermeiden, weil es das Wort "sozialistisch" beinhaltet.
      RECHTS sind WIR. Das Bürgertrum, das dem Adel im 19.Jh. ohne französische Blutsäufer die Freiheit abgetrotzt hat. WIR haben für Freiheiten sonder Art gekämpft. Nicht die Linken.
      Wie immer, sind sie erst nachher gekommen und haben gebrüllt: "Wir auch".

      Ich kann mir auch keinen Bürgerlichen vorstellen, der sich mit dem Pöbel, der sich "rechts" nennt, aber "links" ist, gemein macht.

    • Brigitte Kashofer
      27. Januar 2015 14:24

      Die NSDAP hat sich selbst nie als "rechts" bezeichnet. Wir sind die deutsche Linke! Die Einordnung stammt von den Kommunisten, die die NSDAP propagandistisch nicht gut als linke Partei bekämpfen konnten und sie deshalb flugs zur rechten Partei ernannten. Die Denunzierung funktioniert bis heute. Jeder, der eine andere Meinung vertritt als die erlaubte (linke), wird zum Rechten erklärt. So können alle Linken gemeinsam auf ihn losgehen.

  36. Interessierter Leser
    27. Januar 2015 09:00

    Auch Sahra Wagenknecht jubelt im deutschen Fernsehen und hat so gar kein Problem mit ANEL-Kammenos, nur vor Le Pen und Co. hat sie Angst, wenn nicht endlich überall das geschieht, was Syriza mit seiner "wirtschaftlichen und sozialen Vernunft" nun zu tun gedenkt. Unzufriedene Europäer dürfen nur extreme Linke auffangen, aber bitten nicht rechte Parteien, definiert durch Wagenknecht und Co.

  37. Wertkonservativer
    27. Januar 2015 08:47

    Hinsichtlich der extrem problematischen Regierungsbildung in Griechenland kann man wohl auf das alte, jedoch immer wieder aktuelle "Bonmot" hinweisen:

    "Pack schlägt sich, Pack verträgt sich"!

    Hier, im Anlassfall, wird das "Vertragen" jedoch wohl nicht zu lange währen!

    (mail to: gerhard@michler.at)

  38. dssm
    27. Januar 2015 08:40

    Der werte Herr AU geht den 'Linken' auf den Leim! Was ist denn links und was denn rechts?
    Noch im '48er Parlament in der Paulskirche wäre Herr AU, zusammen mit den meisten Mitbloggern, so weit links gesessen, daß man ein Loch in die Wand hätte schlagen müssen.

    Immer wieder werden Parteien als 'rechts' beschrieben. Dabei sind diese doch nur Sozialisten mit nationalem Anstrich.
    Die Nazis hatten als Kernthema die Brechung der Zinsknechtschaft. Und wer hat das heute umgesetzt? Sind damit alle Sozialdemokraten rechts?
    Ebenso hatten die Nazis das 'gesunde' Leben und den Umweltschutz groß geschrieben und mit ordentlicher staatlicher Gängelung verbunden. Sind nun die Grünen eine rechtsextreme Partei?

    Und hierzulande ist die Schnittmenge zwischen FPÖ und SPÖVP grösser als man glaubt. Ist deshalb die SPÖVP nun rechts oder doch die FPÖ links?

    Herr AU sollte wieder einmal Ludwig von Mises lesen. In 'Gemeinwirtschaft' werden alle Sozialismen bewertet und aufgezählt und sich danach einfach die Begriffe Links und Rechts bitte nur mehr am Stammtisch verwenden.

    • Riese35
      27. Januar 2015 08:44

      *********************!

    • simplicissimus
      28. Januar 2015 05:30

      Sie sind sich doch gewahr, werter dssm, daß wer zu weit nach rechts geht, links herauskommt? Und umgekehrt.
      Die Erde ist halt keine Scheibe, sondern eine Kugel.

    • Riese35
      28. Januar 2015 09:20

      @simplicissimus: Sie fallen auf die Terminologie und Reden, die uns die Linken aufzwingen, hinein. Gerade das wollte dssm aufzeigen. Wenn wir uns die Terminologie aufzwingen lassen, dann fehlen uns auch die Worte, Sachverhalte klar auszudrücken.

      Der PC kommt die Unterscheidung in links und rechts, wie sie uns heute aufgezwungen wird und nicht weiter hinterfragt werden darf, entgegen. Während in vielen Sprachen "rechts" und "rechtens" denselben Wortstamm haben, wird von der PC heute "links" als Synonym für "gut" und "rechts" als Synonym für "schlecht" gebraucht. Wenn rechts angeblich der Nationalsozialismus und links der Internationalsozialismus steht, dann fehlt einem in diesem simplifizierten, uns aufgezwungenen Modell ein Begriff für das Gegenteil eines Sozialismus, denn die Mathematik lehrt, daß in der Mitte zwischen zwei Sozialismen wieder ein Sozialismus stehen muß, halt ein "Mittel"sozialismus mit einer Mischung aus national und international. Die Mitte hat nie einen eigenen Standpunkt, sondern ergibt sich immer aus den beiden Polen. Zieht der eine Pol weiter in die eine Richtung, dann muß die Mitte ihm zur Hälfte folgen, denn sonst wäre es ja nicht mehr die Mitte. Daß, wenn man zu weit nach rechts ginge, man wieder links ankomme, ist nichts mehr als eine linke Kampfthese, um die Orientierungslosigkeit und Abhängigkeit der sog. Mitte von den Polen zu vernebeln. Genau das beobachten wir ja laufend im politischen Geschehen Österreichs.

      Egal ob heute von der PC als rechts oder links bezeichnet, allen Sozialismen ist gemein, daß sie die 1-1-1-1-... Thesen vertreten: Ein Volk, ein Reich, ein Führer, eine Partei, eine korrekte Ideologie, eine Gesamtschule, eine Gewerkschaft, eine Interpretation der Geschichte (daher muß man ja ein Haus der Geschichte mit O.R. an der Spitze errichten), eine Rasse, eine Klasse etc. Politik ist ständiger Kampf gegen den anderen, alles, was nicht diesem 1-1-1-... Konzept widerspricht, muß bekämpft werden. Überwachung und Bespitzelung sind politische Mittel. Wenn notwendig sogar Gewalt, wie z.B. beim Kampf gegen den Akademikerball. Haß auf den Gegner ist die Triebkraft. In Wirklichkeit sind das alles linke Ideologien. Auch der Nationalsozialismus hat sich als Teil der Linken gesehen. National- und Internationalsozialisten sind Konkurrenten, keine Gegner, die letzten Endes dasselbe Ziel haben.

      Freiheit, Vielfalt und Wettbewerb sind daher der Gegenpol zu allen Sozialismen. Respekt vor dem anderen, Achtung, Subsidiarität etc. Das ist der wahre Gegenpol zu Linker Ideologie. Das ist rechts und rechtens.

    • cmh (kein Partner)
      29. Januar 2015 09:49

      Abgesehen von ein paar Legitimisten wären die meisten unserer Zeitgenossen gar nicht bei der ersten Wache vorbei in die Paulskirche gelassen worden.

      Aber man darf nicht das gestern und heute vermischen, wenn man aus der Geschichte, wenn schon nicht lernen, dann zumindest eine Erkenntnis oder Lehre ziehen will. Dieses Äpfel mit Birnen vergleichen sollte man getrost dem Jäger des unbekannten Nazi, dem Olli Rothkolb überlassen. (Der glaubt doch tatsächlich, dass er damit etwas gutes und wertvolles tut.)

      Aber wenn schon die gewichtigen Bücher aufgezählt werden müssen, dann hätte ich auch noch zwei:

      Karl Mannheim: Ideologie und Utopie
      Leo Strauss: Thoughts on Macchiavelli

      Aber Vorsicht: keine einfache Lektüre.

      Das Gegensatzpaar "lechts und rinks" verwende ich schon lange nicht mehr: Die einen sind die LINXEN (das taugt denen sicher, wenn man sie so nennt) und das andere ist meine, wenn auch mehr als prekäre Position.

    • Leila (kein Partner)
      29. Januar 2015 09:51

      Antwort nicht schwer.
      LINKS ist alles mit marxistischen Wurzeln, einschließlich Nationalsozialismus.
      RECHTS ist alles Nichtmarxistische. Also alles Mensch-Orientierte.

    • Karl Martell (kein Partner)
      29. Januar 2015 16:37

      @ cmh

      "Aber Vorsicht: keine einfache Lektüre."

      Eher gefährliche Lektüre.

      Für Leo Strauss und seine Schüler ist die 'noble Lüge' - Desinformation ? der Schlüssel, politische Macht zu erringen und zu erhalten. Letztendliches Ziel ist die politische Macht an sich.

      http://www.luebeck-kunterbunt.de/USA/Luege_Straussianer.htm

      " ..empfahl Mannheim als dritten Weg die „geplante Demokratie“ mit einer „Planung für Freiheit“, wobei Planung „als rationale Beherrschung der irrationalen Kräfte“ verstanden wird. Die Gesellschaft der „geplanten Freiheit“ setzt die Umformung des Menschen voraus."

      Geschwurbel aus der semitischen Ideologieküche!

  39. Wafthrudnir
    27. Januar 2015 07:14

    Es wächst hält zusammen, was zusammen gehört.,die Tradition des linken Antisemitismus ist lang, und wird nicht kürzer, nur weil der ORF sie totschweigt. Und Erik von Kuehnelt-Leddhin (von manchen Kommentatoren hierorts bereits öfter zitiert, wenn auch kaum vom Blogbetreiber) hat ausführlich begründet, warum er die Nationalsozialisten für einen Zweig der Linken hält, der mit den richtigen Rechten (i.e. Liberalen, Konservativen und Reaktionären) ideengeschichtlich nichts zu tun hat. Deshalb würden Linke und Nazis auch grundsätzlich gut harmonieren, sowohl als Parteien, vor allem aber in Bezug auf Einzelpersonen (beachte die häufigen Wechsel von KPD zu NSDAP früher, und von NPD zu Linke heute), was erst dann in Haß umschlägt, wenn sie um die gleichen Wähler konkurrieren.

    • ProConsul
      27. Januar 2015 19:24

      Da Sie Erik von Kühnelt-Leddhin anführen, erlaube ich mir aus einem seiner Esaays zu zitieren.

      "Was aber kennzeichnet - „umgekehrt“ - die Linke? Es ist der Drang zu Gleichheit und Identität. Der Wunschtraum der Linken ist ein Staat mit einer Gesellschaft und einer Wirtschaft, nicht von Freiheit, sondern von Gleichheit und Nämlichkeit, von „Identität“ geprägt und beherrscht, ein Land (nicht ein Reich!) mit nur einer Sprache, einer Rasse, einer Sitte, einer Partei, einer Klasse, einem Lebensstandard, einem Schultyp, einem Zentrum, einer Denkungsart. Ein materiell gesicherter Versorgungsstaat also, in dem keine Gefahr besteht, daß sich irgend jemand besser dünkt, daß Unvorhergesehenes geschehen oder ein Notstand ausbrechen könnte, und so weiter.

      Daß die Erreichung und Bewahrung dieses Zieles nur mit totalitären Maßnahmen möglich ist, stört die linken Träumer nicht. Angefangen hat dies mit der Französischen Revolution, in der man schwangere Frauen von Royalisten in Weinpressen ausquetschte und Mütter mit ihren Kindern in Backöfen zu Tode röstete, und es fand sein wahrscheinlich nur vorläufiges Ende mit den Kazetts, Kontslagery, Gaskammern und Genickschüssen unserer Zeit. Die panische Angst, daß sich all das wiederholen könnte, ist nur allzu berechtigt.

      Was aber liegt am Grunde der linken Mentalität? Es ist eine eher grausige Mischung von Phantasielosigkeit und schlampigem Denken, verbunden mit Kleinkariertheit und Lebensfeigheit. Freiheit? Nur vom Gürtel abwärts. Anstelle der großen Liebe gibt es jetzt Sexshops. Die wirkliche Freiheit, darf man nicht vergessen, ist „natürlich“, aber die Natur kennt, außer in der Kristallographie, nur Ungleichheiten. Wer seine Hecke gleichmäßig gestalten will, muß sie dauernd mit der Gartenschere bearbeiten, wer geistige Gleichheit will, muß gegen Eliteschulen ankämpfen, wer gegen Standesunterschiede ist, muß sich für Volksarmeen, Volksgerichte, Volksempfänger. Volkspolizeien, Volksdemokratien und womöglich für das „gesunde Volksempfinden“ einsetzen. Wie aber sagte Kopernikus: „ Was ich weiß, versteht das Volk nicht, und was das Volk weiß, ignoriere ich.“

      Nun mag ein naiver Zeitgenosse, der gar nicht links stehen möchte, behaupten, daß es gerade „Intellektuelle“ (und abwegige „Künstler“) sind, die für den Linksdrall Verantwortung tragen. „Konservative“ in Amerika sind sehr oft „antiintellektuell“ in der Überzeugung, daß im „Volk“ viel mehr Weisheit steckt als in gelehrten Köpfen - und damit haben sie auch nicht völlig unrecht. Der restlos Ungebildete hat oft gesunde Instinkte und überraschend kluge Intuitionen. Was wir aber in der westlichen Welt vorfinden, ist ganz einfach die Magistratur der Halbgebildeten über die Ungebildeten durch Schule und Massenmedien. In unserem „System“, vor allem im demo-parlamentarischen Rahmen, haben die Hochgebildeten und vor allem die originellen Denker keine Chance. Sie sprechen nicht die Sprache des kleinen Mannes. Ihre Ideen sind zu komplex, um vom Mann auf der Straße (oder vom Mann aus der Doppelreihe) verstanden zu werden. Sie wollen andererseits aber auch nicht ihm schmeicheln. Das Geheimrezept der „Demokratien“ ist es, in geheimen Wahlen der Stimme einer neunzehnjährigen Geheimprostituierten das gleiche Gewicht zuzugestehen wie der eines betagten Geheimrats. Da kommt ein wahrer Denker nicht mit. Da stößt er ziffernmäßig auf keinen Widerhall. Welcher Verleger könnte heute mit einem kommerziellen Erfolg rechnen, wenn er die großen Klassiker und Denker der Vergangenheit (ohne ihr bereits vorhandenes Prestige) „neu“ herausbringen würde?

      Die linken Visionen von Gleichheit und Nämlichkeit, stark versüßt durch paradiesische Fortschrittsträume von immer größerer Sicherheit, Bequemlichkeit und Annehmlichkeit, wurden und werden von den großen Denkern immer belächelt, wenn nicht verachtet. Ein wahrhaft denkender Mensch von hoher Bildung ist bei bestem Willen nicht imstande, die Mehrheitsentscheidungen von Unwissenden ernst zu nehmen.

      Ist die Rechte also „hoffnungslos“? Von den Massen hat sie allerdings nichts zu erwarten. Sie hat aber die Aufgabe, erstens das Erbe zu bewahren, dann aber mit großen Würfen hervorzutreten und nach dem Zusammenbruch der kollektivistischen Moderne - „alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei!“ - wieder die Führung zu übernehmen. Der letzte Weltkrieg war ein Bruderkrieg zwischen den drei Erben der Französischen Revolution; er brachte 1945 das Ende des einen Epigonen und wir sehen jetzt das Ende des zweiten. Auch der dritte wird einmal an die Reihe kommen - wie Amen im Gebet - und zwar einfach deswegen, weil die Linke den Todeskeim in sich trägt und die hippokratischen Züge auf ihrem Antlitz dem aufmerksamen Beobachter schon heute immer deutlicher werden."
      (Erik Kuehnelt-Leddihn, Die großen Denker)

    • ProConsul
      27. Januar 2015 19:39

      Erik von Kühnelt-Leddhin hat im ersten Absatz kurz auf den Unterschied zwischen einem Staat und einem Reich hingewiesen! Hierauf möchte ich näher eingehen und aus einem Artikel des Philosophen Dr. Wolfgang Caspart zitieren.

      "Staat und Reich sind nicht dasselbe. Staaten gibt und gab es viele, Reiche hingegen deutlich weniger. Ein Staat ist in erster Linie mit sich selbst beschäftigt und allenfalls noch mit seinen Nachbarn. Ein Reich hingegen fühlt sich einer übergeordneten Idee und transzendentalen Aufgabe verpflichtet. Erschöpft sich die Politik eines Landes mit der Frage, wer gerade in ihm herrschen soll und wie die Untertanen ruhig zu stellen sind, so handelt es sich dabei um einen kurzatmigen ordinären Staat. Seine Daseinsberechtigung sieht der bloße Staat in der klassischen Aufgabe der Ordnung nach innen und allenfalls noch des Schutzes seiner Bürger nach außen. Die Legitimitätsfrage spielt vergleichsweise eine geringe Rolle, und die Ordnungsgestaltung ist nur ein pragmatisches Problem. Zudem haben es kleinere Länder naturgemäß schwerer, sich größeren Ambitionen zu stellen.
      Anders beim Reich: In der Ordnung nach innen und dem Schutz nach außen erschöpfen sich seine Aufgaben nicht. Vielmehr leitet es seine Ordnungsvorstellungen nach innen und außen von einer übergeordneten Idee ab, welcher der Reichs-Staat selbst zu dienen hat. Nach innen hat das Reich einen Erziehungscharakter und nach außen eine Gestaltungsaufgabe. Besteht ein solcher Staat einigermaßen dauerhaft, dann wird er zum kulturprägenden Reich. Verfügt es über genügend Territorium und Bewohner, gewinnt es weithin Macht und Ansehen.
      Alle historischen Reiche nahmen diese überzeitlichen Aufgaben wahr: Im chinesischen „Reich der Mitte“ etwa galt es, den Weg (Tao) der Erde dem ewigen himmlischen Weg (Tao) anzupassen. Im achämenidischen Perserreich war jedermann, vor allem aber auch die Herrschenden, dazu aufgerufen, im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse die Partei der guten Gottheit zu ergreifen. Alexander dem Großen und seinen Diadochen ging es darum, die griechische Zivilisation zu verbreiten. Das römische Reich sah es als seine Aufgabe an, dem Erdkreis Recht, Gesittung und Frieden zu bringen, die pax romana. Das spanische Imperium setzte sich zur Aufgabe, die „Heiden“ und „Ketzer“ zu bekämpfen und das katholische Christentum auszubreiten. Das osmanische Reich steckte sich das Ziel, den Islam auszubreiten und - in späterer Zeit - zu schützen. Im britischen Empire galt es als die Bürde des weißen Mannes, die Zivilisation zu verbreiten und die farbigen Völker anzuleiten. Das sowjetische Imperium empfand es als seine internationalistische Pflicht, die Weltrevolution herbeizuführen. Und das „Informal Empire“ der USA sieht es als seine Aufgabe an, der Demokratie, den Menschenrechte und der Marktwirtschaft global zum Sieg zu verhelfen.

      Und Europa? Im 4. Jahrhundert setzte sich im Römischen Reich das Christentum durch und wurde zur Staatsreligion. [...] Das eigentliche Ziel menschlichen Lebens ist die Teilhabe am Reich Gottes, der „civitas Dei“. Damit besteht die Aufgabe des in der irdischen Welt Lebenden, sich schon hier auf die jenseitige Welt vorzubereiten.
      Vor allem für die Herrschenden gilt es daher, die irdischen Institutionen und das diesseitige Leben nach den göttlichen Geboten auszurichten und auf diese hin zu gestalten. Der römische Kulturauftrag wird damit zum universellen christlichen Gestaltungsgebot. Der römische Kaiser wird zum Beauftragten Gottes auf Erden und sein Reich somit zum Heiligen Reich. Im Osten behielt der Kaiser diese Funktion (Cäsaropapismus), im Westen musste er sie im Lauf der Zeit mit dem Papst teilen. Doch an der christlichen Reichsidee änderte sich dadurch nichts.

      Mit dem Untergang des Römischen Reiches im Westen und der Wiederherstellung des weströmischen Kaisertums durch Karl den Großen im Jahre 800 bzw. Otto den Großen im Jahre 962 ging die Reichsidee auf die germanischen Franken und dann auf die Deutschen über („translatio imperii“ = Übertragung des Reiches). Von nun an war es der Kulturauftrag der Deutschen, als Führer des Heiligen Römischen Reiches (seit dem 15. Jahrhunderts ausdrücklich auch: Deutscher Nation) die civitas Dei auf Erden vorzubereiten. Das erste Deutsche Reich war bedeutend mehr als der Ausfluss irgendeines platten Nationalismus! Im Osten fühlten sich die Griechen als „Romoi“ (oder Römer) zur selben Aufgabe berufen. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453 übernahm der russische Zar Iwan der Schreckliche die Funktion des oströmischen Kaisers. Moskau wurde zum dritten Rom. Deutsche und Russen waren damit zu Trägern der römisch-christlichen Reichsidee geworden. Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 wurde die alte westliche Reichsidee von Österreich-Ungarn noch bis 1918 weitergetragen, die östliche existierte ungebrochen bis 1917.

      Nach den beiden europäischen Bürgerkriegen 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 setzte sich im erschöpften und schon bald seiner überseeischen Kolonien beraubten Europa die Vorstellung einer Einigung des Kontinents durch. Ziel war die Verhinderung weiterer europäischer Kriege durch Verflechtung und Versöhnung. Da sich die politische Einigung als äußerst schwierig erwies, strebte man denselben Zweck nach der kapitalistisch-sozialistischen Leitvorstellung, dass ohnehin letztlich alles Wirtschaft sei, nun ökonomisch an. Kulturpolitik blieb formal Kompetenz der Einzelstaaten, aber beherrscht durch Menschenrechte (vor allem Meinungsfreiheit) und Wettbewerb - überwacht und kontrolliert von den dafür wieder zuständigen europäischen Institutionen.

      [...]

      Nach den Beschlüssen von Maastricht und Kopenhagen will man ausdrücklich kein „Christenklub“ sein, weshalb in der zukünftigen Verfassung z. B. kein Gottesbezug aufscheinen darf. Selbst die „christlichen“ und „konservativen“ Parteien Europas haben auf ihn nur kurz und pro forma bestanden, wenn überhaupt. An die Stelle einer Reichsidee sind die Grundrechte und die Demokratie getreten. Die Verpflichtung zu ihnen ist alleiniges Aufnahmekriterium für dieses „Europa“, nicht einmal die geographischen Kontinentalgrenzen spielen im Vergleich dazu irgendeine Rolle. Demokratie und Menschenrechte aber stellen keine charismatische Aufgabe dar, sondern orientieren sich am Wohlleben und beschränkten, egoistischen sowie unsteten „Willen“ des „vulgus mobile“, wirken rein nach innen und implizieren auf keinerlei transzendentalen Auftrag.

      Wer im alten Kontinent heute von Europa spricht, besonders wenn es ein Berufs-Europäer oder Eurokrat tut, redet von ökonomischen Dingen, allenfalls ergänzt durch einige schwächlich besorgte Phrasen über Grundrechte und Demokratie. Wirkliche Schicksalsfragen werden überhaupt nicht angegangen (z. B. Demographie, Immigration, Weltgeltung, inflationäre Dollarschwemme, Geopolitik, militärischer Verteidigung oder Sicherheitsprobleme), von europäischer Kultur, Vaterländern, Rechten der Nationen oder gar transzendentalen Aufgaben ganz zu schweigen. Vielleicht mag es nicht nötig erscheinen, wieder einen christlichen römischen Kaiser zu installieren, nur ohne Reichsidee hat Europa, nachdem es seine Vergangenheit (nicht nur aus eigener Schuld, sondern auch durch kräftige Mitwirkung außereuropäischer Mächte) verloren hat, schon gar keine Zukunft." (Wolfgang Caspart, "Europa und die Reichsidee")

  40. J.H.
    27. Januar 2015 02:35

    Wer ein Rechtsextremer und/oder ein Antisemit ist bestimmt einzig und alleine die SA = SOZIALISTISCHE ANTIFA!

    • pro veritate (kein Partner)
      30. Januar 2015 09:23

      Judengegner, speziell Nazis nahmen für sich in Anspruch: "Was ein Jude ist, bestimme ich!"
      Der Opportunismus "eint" alle möglichen "Lager", auch wenn sie zugleich in krassem ideologischen Gegensatz zueinander stehen!

  41. kritikos
    27. Januar 2015 01:43

    Der letzte Satz, auch wenn er von einem linken Politiker zum Schlagwort gemacht wurde, ist dick zu unterstreichen,
    Und der Staatssender = Parteifunk ist abzuschaffen! (Leider nur ein, sprachwissenschaftlich, coniunctivus optativus!)

  42. Schani
    27. Januar 2015 01:41

    Wie meinte doch der linzer Schutzbundfüherer Bernaschek, der 1934 das Feuer aus dem Hotel Schiff eröffnen ließ sinngemäß? Der richtige Sozialismus müsse Kommunisten und Nationalsozialisten vereinigen! Was in Griechenland scheinbar gerade passiert.

    • simplicissimus
      27. Januar 2015 06:01

      Die sind sich ja auch extrem ähnlich.

    • fewe (kein Partner)
      29. Januar 2015 01:28

      Ein Linksbündnis halt. So ungewöhnlich ist das ja nicht. Die passen doch gut zusammen. Nazis sind ja Linke. Sie sind nicht so weit links wie Kommunisten. Kollektivisten sind doch nie Rechte. Dass Nazis Rechte wären ist Umdeutung, die es nur in Deutschland und Österreich gibt.





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