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Nordkorea: Das war doch die falsche Reaktion

Eine Woche lang schien es so, als hätte sich die US-Filmindustrie wirklich durch nordkoreanische Drohungen und Hacker-Attacken einschüchtern lassen und einen Film über eine fiktive Ermordung des dortigen Diktators endgültig aus dem Verkehr gezogen. Das war ein deprimierendes Signal. Über die Feiertage haben sich dann aber doch viele unabhängige US-Kinos getraut und das – nach übereinstimmenden Angaben eher mittelmäßige – Werk hergezeigt.

Das zeigt: So leicht lassen sich die Amerikaner doch nicht einschüchtern. Und der nordkoreanische Jungdiktator hat mit seinen Drohungen erst so richtig Werbung für den sonst wahrscheinlich völlig unbeachtet gebliebenen Film gemacht. Außerdem hat er offensichtlich den Ehrgeiz amerikanischer Hacker geweckt, jetzt im Revancheakt möglichst oft das gesamte (wenn auch rudimentäre) nordkoreanische Internet lahmzulegen. Damit hat Kim Jong-un ganz offensichtlich genau das Falsche gemacht.

Er hat damit seine ohnedies nur mikroskopischen Bemühungen um kleine Entspannungssignale zunichte gemacht, die man bei genauem Hinschauen in letzter Zeit entdecken konnte. Jetzt wird er es wohl noch schwerer als die kubanische Diktatorenfamilie haben, aus der Ecke geistig abnormal eingestufter und zu isolierender Herrscherhäuser herauszukommen.

Das ist fast schade. Auch wenn klar ist, dass Nordkorea viel brutaler regiert wird, als es in Kuba jemals der Fall war. Auch wenn klar ist, dass Nordkorea Atomwaffen hat und Kuba nicht. Aber vielleicht hat der – sogar optisch nicht sehr intelligent wirkende – Mann in Pjöngjang in paranoider Art ja wirklich geglaubt, dass irgendwelche Attentäter auf ihn angesetzt seien. Er hat jedenfalls mit der Reaktion auf diese Ängste seinem Land, aber auch der Entspannung einen wohl lang anhaltenden Schaden zugefügt.

Nicht ganz auszuschließen ist aber auch eine ganz gegenläufig lautende Fern-Psychoanalyse: Ist der Mann vielleicht gar gekränkt, dass er nicht einmal in der Rolle des abgrundtief böse sein wollenden Schurken wirklich ernst genommen wird?

PS: Spannend wird noch, ob sich auch in Österreich Kinos trauen (dürfen), den Streifen aufzuführen. Oder ob sie vielleicht in schlechter österreichischer Tradition schon vorher den vertraulichen Rat des Verfassungsschutzes bekommen werden, lieber gleich einmal sicherheitshalber den Schwanz einzuziehen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Dezember 2014 08:37

    Deprimierend, aber leider nicht überraschend, wie naiv-dämlich die Mehrzahl unserer Journaille und jene, die sich dafür halten, den Unrat wiedergibt, mit dem sie von State Department et al. in regelmäßigen Abständen zugemüllt werden.

    Wieder einmal Zeit für Kästner: "Nie sollst du so tief sinken, von dem Kakao, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken".

    Augenblicklich war der leidige Folterskandal, mit dem sich der Friedenspräsident als oberster Repräsentant der Friedensnation ausgerechnet vor Weihnachten konfrontiert sah, kein Thema mehr, als der ruchlose Anschlag von Babydoc Kim ruchbar wurde.

    Genausowenig wie für uns Europäer die defacto-Pleiten von Spanien, Italien, Frankreich. Man will ja schließlich seinen Frieden haben zu Weihnachten.

    Lieb Vaterland, magst ruhig sein, solange du journalistische Leuchten hast, die den angeblichen Cyberwar Nordkoreas breittreten.

    Wo ich AU zustimme: ohne die Propagandaaktion hätten sich den Film noch weniger Leute angesehen.

    Empfehle als Kontrastprogramm: Wag the dog. Auch aus Hollywood, aber tolle Besetzung, tolle Story. Zudem bewahrt es vielleicht so manchen davor, beim nächsten Mal bereitwillig das wiederzukäuen, was einem irgendwer vor die Füsse kotzt.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Dezember 2014 01:07

    Nicht böse sein: Aber im ersten Moment fühlte ich mich gefoppt. Gibt es noch irgendjemanden, den die US-Filmindustrie interessiert außer einigen Mafiosis?
    Und was soll das Gesudere um den nordkoreanische Jungdiktator Kim Jong-un. Er spielt seine Rolle als „Gott-sei-uns“ des US-Imperialismus perfekt. Dafür müßten ihm doch alle Gutmenschen/Weltenretter/Einäugigen unendlichen Dank zollen! (Wäre der Friedensnobelpreis nach dem Kriegstreiber Obama vielleicht eine Option?) Zum Glück für die Einfaltspinsel gibt es noch einen wahren Kommunisten: Kuba ging flöten, Venezuela ist nicht mehr was es einmal war und China ist längst Kapitalist. Es ist einsam geworden rund um die ideologischen Heilskünder!

  3. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Dezember 2014 08:39

    Der CIA hat schon einige Male Killer auf Präsidenten angesetzt, sogar Kennedy wurde ermordet, bei Truillio gelang es, bei Castro nicht, bei Idi Amin auch nicht, Sadam Hussein, Gadhafi, Bin Laden, Allende, ....., wurden ohne Gericht erschossen, viele Andere auch. Trotzky wurde vom KGB ermordet. Soweit, so ueblich.
    Noch nie wurde einem Staatsoberhaupt der Kopf zerfetzt. Das ist eine neue Moral, die uns wieder eine böse Rasse bringt, damit die Kinobranche gegen Asien vorgehen kann. Für mich ist das unter der Gürtellinie. Das Land wurde zu 75% von den USA zerstört und sollte mittels Atombomben vernichtet werden. In Jalta konnte man das Hotel besichtigen, in dem Stalin, Roosevelt und Churchill als Friedensengeln die Welt und Korea aufteilten.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorzauberlehrling
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Dezember 2014 19:11

    Auch einmal ein positives OT:

    Identitäre - vor den Vorhang, bitte!

    Wenn ich diese jungen, engagierten Mitbürger beobachte, ist mir um die Zukunft in Österreich doch nicht so bange:

    http://www.unzensuriert.at/content/0016747-Gro-Enzersdorf-Neues-Kreuz-vor-Haus-des-gypters-aufgestellt#comment-67481

    Bravo, weiter so!

  5. Ausgezeichneter KommentatorMaria Kiel
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Dezember 2014 19:05

    Kennt man eigentlich Beweise, dass es diese Drohungen gegen Sony tatsächlich gegeben hat? oder war das ein super-PR-gag von Beginn an, um den Film ins Gerede zu bringen? und dass dann Kim Jong-un bereitwillig auf diese Schaufel bzw. das verkehrt herum aufgezäumte Pferd gesprungen ist? Oder ist das jetzt zu weit hergeholte Verschwörungstheorie..............

  6. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Dezember 2014 08:48

    Ich finde in diesem Zusammenhang eines ärgerlich, es wird immer ein Schuldiger benannt, aber die Beweise fehlen.

    Gerade bei den Cyber-Angriffen sollte es in unserem total überwachten Internet ein Leichtes sein den Täter schnell auszuforschen und dann mit Listen von IP-Adressen, Routingpunkten, TTLZählern und Codefragmenten entsprechende Beweise vorzulegen.
    Das ist nicht passiert. Wie ein räudiger Köter stürzt sich die Welt auf den vom FBI genannten Täter und niemanden fällt auf, es fehlen die Beweise (so sehr ich auch an eine Täterschaft der Nordkoreaner glaube).

    Hätte es nicht gut gepasst zumindest auf die mangelnden Beweise hinzuweisen?

  7. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    28. Dezember 2014 17:38

    Ich glaub der 'rote Heinzi' wird die Aufführung verbieten.


alle Kommentare

  1. MAX1943 (kein Partner)
    04. Januar 2015 11:55

    Diese Norkorea-SONY Sache ist wohl eher eine
    Inszenierung der NSA/US/UK.
    So dumm kann Nordkorea doch nicht sein , und ein
    Hackerangriff auf SONY kann jeder Geheimdienst durchführen.
    Aber ein guter Grund für die US-Krieger nach Sanktionen zu schreien,
    genau wie beim Flugzeugabschuss in der Ukraine.

  2. Gasthörer (kein Partner)
    30. Dezember 2014 22:56

    Die Presse Chefredakteure scheinen sich wirklich alle als Angestellte des US-Außenministeriums zu fühlen, AUs Nach- Nachfolger steht ihm um nichts nach. Wie wunderbar sie es verstehen, die Fakten zu verdrehen, Täter-Opfer-Umkehr zu betreiben und vermeintlich wohlwollende Auswege aufzuzeigen - allein diese Süffisanz. Lügen-Presse, was soll aus dir werden?

    "Es ist nie schwer, einen Schläger zu provozieren. Ihm das Gefühl zu geben, er sei groß und stark, und ihn dann in den Hof zum Holzhacken zu schicken ist viel komplizierter – aber sozial verträglicher."

    http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/4629092/Wir-brauchen-einen-Ausweg-fur-Wladimir-Putin?_vl_backlink=/home/index.do

  3. BHBlog (kein Partner)
    30. Dezember 2014 18:10

    Wären Österreichs Kinos wirklich mutig , würden statt jedem b-movie der yankees (ab und zu französisch, britische ,skandinavische oder deutsche bzw. in manchen Kinos türkische Filme )auch russische ,koreanischen,japanische,chinesische ,mehr australische, brasilianische gezeigt.
    Aber scheinbar sind unsere Synchroniesationsteams und Budget dafür zu knapp.
    Hauptsache Asylsuchende habens hier warm und leben wie Könige (verglichen mit der eigentlichen Heimat). Ich denk da nur an tschetschenen und köpfe-abhaker von isil(isil)...

  4. fewe (kein Partner)
    30. Dezember 2014 16:50

    Abgesehen von den hysterischen Gekreische der USA, die für ihre Lügen bekannt sind gibt es wohl keinen Hinweis darauf, dass Nordkorea hinter der Drohung gegen Sony stehen soll. Sofern also nicht die USA selbst einen Anschlag veranstalten - was man freilich nicht ausschließen kann -, wird also garnichts passieren.

    Die US-Propaganda ist derart plump, aber die Menschen sind inzwischen auch verblödet genug, alles zu glauben.

  5. Dr. Knölge (kein Partner)
    30. Dezember 2014 16:48

    Nun, ich denke, Kim ist nicht so dumm um nicht zu wissen, daß er ein Massenmörder, ein ekelhafter Diktator, der Kristallisationspunkt des Bösen ist. Deswegen nutzt er ja auch ständig seine Kernwaffen, wer würde ihn sonst überhaupt ernst nehmen.
    Demnach wäre er keineswegs paranoid, wenn er glaubt, jemand trachte ihm nach dem Leben. Das ist der kleinste Preis, den ein solcher Mann zahlen muß.

    • fewe (kein Partner)
      30. Dezember 2014 17:00

      Nordkorea ist jedenfalls intelligent genug gewusst zu haben, dass sie nur in Ruhe gelassen werden, wenn sie sich Atomwaffen zulegen.

      Die USA sind hinsichtlich Massenmorden noch auf Jahhunderte hinaus nicht zu übertreffen.

      Die Einzigen, die Atombomben gegen Bevölkerung eingesetzt hatten sind die USA und sonst niemand. Alle anderen Länder haben Atombomben nur, um sich vor diesen Weltherrschafts-Wahnsinnigen zu schützen.

    • MLH (kein Partner)
      30. Dezember 2014 22:16

      Und solche, die ihm nach dem Leben trachten finden sich auch in seinem eigenen Land. Dessen ist er sich sicher.

    • Avri (kein Partner)
      20. Januar 2015 08:17

      / Das habe ich auch gesehen, dass die Quelle von 2004 ist. Aber da der Law-Blog es unter der Rubrik Highlights immer noch pre4sentiert, mfcsste es eictielngh immer noch gfcltig sein. Ich glaube auch nicht, dass sich in dem Bereich ste4ndig etwas e4ndert.Was das Abmahnen angeht, sollte sich ja bald etwas e4ndern, so dass wir uns wieder dem Thematischen zuwenden kf6nnen, ohne uns ste4ndig gegen Angriffe wehren zu mfcssen. Dass allerdings Frau Zypries beim Juristentag in Kf6ln , einfach gelagerte Fe4lle mit einer nur unerheblichen Rechtsverletzung dfcrften nicht mehr als 50 bis 100 Euro ffcr Abmahnung und Anwalt nach sich ziehen , ist jetzt schon 7 Monate her. Was hat sich seitdem getan? Nichts, soweit ich weidf. Die Welle rollt munter weiter.

  6. Segestes (kein Partner)
    30. Dezember 2014 15:16

    Der ominöse Sony-Hack könnte übrigens neuesten Meldungen zufolge von einem angefressenen Ex-Mitarbeiter ausgeführt worden sein:

    http://www.hollywoodreporter.com/news/sony-hack-new-evidence-points-760586

    Inwieweit hier tatsächlich Nordkorea involviert war, bleibt weiterhin ein wenig rätselhaft.

    Übrigens, die für obige Erkenntnisse verantwortliche Firma Norse stellt eine Quasi-Live-Visualisierung aller messbaren Cyber-Attacken ins Netz:

    http://map.ipviking.com/

    (nichts für kleine Handy-Bildschirme und altersschwache PCs)

  7. Na sowas (kein Partner)
    30. Dezember 2014 10:38

    " ... sogar optisch nicht sehr intelligent wirkende ..."

    Macht der Unterberger jetzt in NS Physiognomielehre?
    Was sagt er dann eigentlich zu einem Stephen Hawking?
    Der sieht doch noch viel dümmer und behinderter aus als der Kim Jong Un, nicht wahr Unterberger?

    Oder der Unterberger, der hat so ein verschlagenes Gesicht.
    Der ist vielleicht ein Problem im "gesunden Volkskörper".
    Für solche Urteile waren sich die Nazis nicht zu schade.
    Mal sehen wo der Unterberger als nächstes Karriere macht?

  8. Der Realist (kein Partner)
    30. Dezember 2014 10:26

    "sogar optisch nicht sehr intelligent wirkenden Mann" - das ist aber wirklich nicht lieb, jemanden aufgrund seines Aussehens Intelligenz abzusprechen ist ganz klar ein Fall für die Antidiskriminierungskommission. Da rennen dann wohl auch in unserem Parlament genug Vollidioten herum, das wäre zumindest der logische Schluss.

  9. zauberlehrling
    28. Dezember 2014 19:11

    Auch einmal ein positives OT:

    Identitäre - vor den Vorhang, bitte!

    Wenn ich diese jungen, engagierten Mitbürger beobachte, ist mir um die Zukunft in Österreich doch nicht so bange:

    http://www.unzensuriert.at/content/0016747-Gro-Enzersdorf-Neues-Kreuz-vor-Haus-des-gypters-aufgestellt#comment-67481

    Bravo, weiter so!

    • Maria Kiel
      28. Dezember 2014 23:46

      grundsätzlich: Chapeau!
      Fürchte allerdings, dass der willfährige Herr Bürgermeister das neue Kreuz gleich wieder entfernen lassen wird, vorgeblich, weil es ohne Genehmigung auf öffentlichem Grund errichtet worden ist. Auf der verlinkten Unzesuriert-homepage wurde in einem Kommentar die Möglichkeit angesprochen, besagter Ägypter hätte das Haus gekauft, eben gerade weil davor ein Kreuz steht - um mit der Umschneideaktion ein Zeichen zu setzen. Seine Brüder in Allah werden die Botschaft vernommen haben - Kardinal Schönborn hingegen nicht.

  10. Maria Kiel
    28. Dezember 2014 19:05

    Kennt man eigentlich Beweise, dass es diese Drohungen gegen Sony tatsächlich gegeben hat? oder war das ein super-PR-gag von Beginn an, um den Film ins Gerede zu bringen? und dass dann Kim Jong-un bereitwillig auf diese Schaufel bzw. das verkehrt herum aufgezäumte Pferd gesprungen ist? Oder ist das jetzt zu weit hergeholte Verschwörungstheorie..............

    • zauberlehrling
      28. Dezember 2014 19:11

      Nein, keine Verschwörungstheorie, sehe ich genauso, weil ein überaus durchsichtiges Manöver!!!

    • Wyatt
      29. Dezember 2014 04:35

      bereits am 18. Dezember 2014 15:49 in "Feig feiger Kinobranche"

      ...........aber dass dies ein möglicher Werbetrick - ähnlich wie beim Harry Potter, um deren Filme, auch jeweils kurz vor Weihnachten, das Publikum ums Erscheinen fürchteten musste - sein könnte, wird vom Produzenten, Filmemacher, Verleih, etc. ....... auf das aller Entschiedenste zurückgewiesen.

      darauf die Antworten des zu allem und jedem eine Erklärung oder Belehrung abgebenden Herrn Gerhard Pascher ebenfalls am 18. Dezember 2014 16:20
      Wyatt: eine sog. Verschwörungstheorie?

  11. Josef Maierhofer
    28. Dezember 2014 17:38

    Ich glaub der 'rote Heinzi' wird die Aufführung verbieten.

    • Obmar
      28. Dezember 2014 19:09

      Aber nicht "DER" rote Heinzi. Denn der war eine bekannte wiener Rotlicht-Größe.

      Aber wahrscheinlich sind Sie noch zu jung um das wissen zu können. *g*

    • Josef Maierhofer
      28. Dezember 2014 19:36

      @ Obmar

      Ich meine schon den ehemaligen Vorsitzenden der österreichisch-nordkoreanischen Freundschaftsgesellschaft.

    • kakadu
      28. Dezember 2014 21:24

      @Josef Maierhofer

      Also den Genossen "HeiFisch"! ;-))

    • fewe (kein Partner)
      30. Dezember 2014 17:15

      @Obmar: Ja, Heinz Bachheimer. Das ist aber ein anständiger Mann mit absoluter Handschlagsqualität. DAs weiß ich von jemandem, der geschäftlich - in einer anderen Branche allerdings - mit ihm jahrzehntelang zu tun hatte. Ziemlich beleidigend, ihn mit Heinz Fischer zu vergleichen.

  12. HDW
    28. Dezember 2014 09:53

    Die chinesische Führung betrachtet Japan als Hund Amerikas der auf Befehl bellen muss, China hält sich dafür Nordkorea. Und alle vier sind zufrieden damit weil sie dadurch viel Geld in die Rüstung stecken können. Das wiederum stellt die Herren Generäle ruhig, man weiß ja nie was denen einfällt. Die bezahlten Medien sind froh, daß sie Landeboote, Panzer und Flugzeugträger filmen dürfen und das dümmliche Volk freut sich, dass es wieder irgendjemand hassrn darf und zahlt gerne dafür mit Einschränkungen. Also nichts neues unter der Sonne, höchstens dass man dafür schon als Vorschuss den Friedensnobelpreis bekommt! Aber auch dessen Bezeichnung ist ja eine contradictio in adiecto, wenn man die Rolle der Nobelges.m.b.H im Ölgeschäft des vorrevolutionären Russland her nimmt.

  13. dssm
    28. Dezember 2014 08:48

    Ich finde in diesem Zusammenhang eines ärgerlich, es wird immer ein Schuldiger benannt, aber die Beweise fehlen.

    Gerade bei den Cyber-Angriffen sollte es in unserem total überwachten Internet ein Leichtes sein den Täter schnell auszuforschen und dann mit Listen von IP-Adressen, Routingpunkten, TTLZählern und Codefragmenten entsprechende Beweise vorzulegen.
    Das ist nicht passiert. Wie ein räudiger Köter stürzt sich die Welt auf den vom FBI genannten Täter und niemanden fällt auf, es fehlen die Beweise (so sehr ich auch an eine Täterschaft der Nordkoreaner glaube).

    Hätte es nicht gut gepasst zumindest auf die mangelnden Beweise hinzuweisen?

    • Gerhard Pascher
      28. Dezember 2014 15:58

      @dssm:
      Ich bin davon überzeugt, dass es in dieser causa schon Beweise gibt. Allerdings besteht bei Herausgabe die große Gefahr, dass man damit auch eigene Geheimnisse preisgibt. Daher informiert man das gemeine Fußvolk lieber mit Halbwahrheiten und lässt es so "dumm sterben".

    • @dssm (kein Partner)
      30. Dezember 2014 10:43

      " ... Ich finde in diesem Zusammenhang eines ärgerlich, es wird immer ein Schuldiger benannt, aber die Beweise fehlen. ..."

      Sie sind neu hier, oder ? :-)

      Den Hack dürfte es tatsächlich gegeben haben.
      Den Protest der Nordkoreaner auch.

      Der Rest war ganz gutes Marketing von Sony für einen eher schlechten Film.
      Nennt sich "Wag the Dog" und ist ein langjährig erprobtes Marketingritual.
      Ohne den "Skandal" und die vielen "Verschwörungstheorien" hätte sich der Film nie verkauft.
      Die brauchen Nordkorea nur als Verkaufsargument, es hätte aber auch Hinterschaasklappen am Walde sein können, wenn man den nordkoreanischen Diktator im Film durch den dortigen Bürgermeister ersetzt hätte.

    • fewe (kein Partner)
      30. Dezember 2014 23:01

      So viel ich weiß, wurde Geld gefordert und es ging von einer Nordkoreanischen IP-Adresse aus. Beides deutet wohl stark darauf hin, dass es nicht von Nordkorea ausgegangen ist.

  14. socrates
    28. Dezember 2014 08:39

    Der CIA hat schon einige Male Killer auf Präsidenten angesetzt, sogar Kennedy wurde ermordet, bei Truillio gelang es, bei Castro nicht, bei Idi Amin auch nicht, Sadam Hussein, Gadhafi, Bin Laden, Allende, ....., wurden ohne Gericht erschossen, viele Andere auch. Trotzky wurde vom KGB ermordet. Soweit, so ueblich.
    Noch nie wurde einem Staatsoberhaupt der Kopf zerfetzt. Das ist eine neue Moral, die uns wieder eine böse Rasse bringt, damit die Kinobranche gegen Asien vorgehen kann. Für mich ist das unter der Gürtellinie. Das Land wurde zu 75% von den USA zerstört und sollte mittels Atombomben vernichtet werden. In Jalta konnte man das Hotel besichtigen, in dem Stalin, Roosevelt und Churchill als Friedensengeln die Welt und Korea aufteilten.

    • socrates
      28. Dezember 2014 11:45

      Trujillo = Diktator der Dominikanischen Republik

    • Rau
      28. Dezember 2014 12:47

      Allende nimmt sich etwas seltsam in dieser Reihe aus, wurde zwar ermordet, aber auf ihn folgte dann der Diktator

    • fewe (kein Partner)
      30. Dezember 2014 23:20

      @Rau: Das passt durchaus. Derzeit werden von den USA überall Dikaturen gefördert. Aktuell in Mode sind islamische Fundamentalisten. Die größten Verbrecher sind jene, die entweder keine "unabhängige" Nationalbank haben oder die Erträge aus den Bodenschätzen der Bevölkerung zufließen und nicht den Spekulanten. Insofern ist Russland auch extra böse, weil deren Staatshaushalt primär durch Rohstofferträge und nur sekundär durch Ausrauben der Bevölkerung über Steuern finanziert wird. In Libyen konnte die Bevölkerung ohne viel zu arbeiten in Saus und Braus leben. Ganz böse, weil das steht allein Goldman Sachs & Friends zu. DAfür sorgen die USA. Ansonsten werden wohl ihre Kredite fällig gestellt.

  15. oberösi
    28. Dezember 2014 08:37

    Deprimierend, aber leider nicht überraschend, wie naiv-dämlich die Mehrzahl unserer Journaille und jene, die sich dafür halten, den Unrat wiedergibt, mit dem sie von State Department et al. in regelmäßigen Abständen zugemüllt werden.

    Wieder einmal Zeit für Kästner: "Nie sollst du so tief sinken, von dem Kakao, durch den man dich zieht, auch noch zu trinken".

    Augenblicklich war der leidige Folterskandal, mit dem sich der Friedenspräsident als oberster Repräsentant der Friedensnation ausgerechnet vor Weihnachten konfrontiert sah, kein Thema mehr, als der ruchlose Anschlag von Babydoc Kim ruchbar wurde.

    Genausowenig wie für uns Europäer die defacto-Pleiten von Spanien, Italien, Frankreich. Man will ja schließlich seinen Frieden haben zu Weihnachten.

    Lieb Vaterland, magst ruhig sein, solange du journalistische Leuchten hast, die den angeblichen Cyberwar Nordkoreas breittreten.

    Wo ich AU zustimme: ohne die Propagandaaktion hätten sich den Film noch weniger Leute angesehen.

    Empfehle als Kontrastprogramm: Wag the dog. Auch aus Hollywood, aber tolle Besetzung, tolle Story. Zudem bewahrt es vielleicht so manchen davor, beim nächsten Mal bereitwillig das wiederzukäuen, was einem irgendwer vor die Füsse kotzt.

    • Rau
      28. Dezember 2014 10:23

      Guter Filmtipp und ein guter Hinweis darauf wofür Amerika geschätzt wird. Allerdings werden solche Momente der selbstkritischen Aufarbeitung Marke Hollywood immer seltener - Wag the Dog hat doch schon einige Jahre auf dem Buckel

    • oberösi
      29. Dezember 2014 12:39

      @ Rau

      Stimmt, Erhellendes aus der Traumfabrik wird immer seltener.
      Eines der wenigen Zuckerln der letzten Jahre: "Syriana" mit einem sehenswerten Clooney in ungewohnter Rolle.

    • Gasthörer (kein Partner)
      30. Dezember 2014 21:34

      @oberösi: Bin mit dem Lesen immer etwas hinterdein,gerade bei Ihrem Subkommentar vom 22. Dezember 2014, 13:04, des Artikels "Steuerfinder in Nöten" und möchte Ihnen für folgenden Subkommentar Respekt zollen. Dieser Durchblick sucht seinesgleichen, Hut ab!!!

      http://www.andreas-unterberger.at/2014/12/steuererfinder-in-noeten/#comment-325963

  16. Haider
    28. Dezember 2014 01:07

    Nicht böse sein: Aber im ersten Moment fühlte ich mich gefoppt. Gibt es noch irgendjemanden, den die US-Filmindustrie interessiert außer einigen Mafiosis?
    Und was soll das Gesudere um den nordkoreanische Jungdiktator Kim Jong-un. Er spielt seine Rolle als „Gott-sei-uns“ des US-Imperialismus perfekt. Dafür müßten ihm doch alle Gutmenschen/Weltenretter/Einäugigen unendlichen Dank zollen! (Wäre der Friedensnobelpreis nach dem Kriegstreiber Obama vielleicht eine Option?) Zum Glück für die Einfaltspinsel gibt es noch einen wahren Kommunisten: Kuba ging flöten, Venezuela ist nicht mehr was es einmal war und China ist längst Kapitalist. Es ist einsam geworden rund um die ideologischen Heilskünder!

    • simplicissimus
      28. Dezember 2014 05:58

      Aber bei uns feiern die NoemurxistInnen froehliche Urstaend.
      Ohne Sozialismus zu heissen, ist unsere Gesellschaft ganz im Wuergegriff einer neuen, hinterhaeltigen Form dieser Ideologie.

  17. kritikos
    28. Dezember 2014 00:48

    Leider ist mir nicht bekannt, ob UHBP Fischer noch immer bei der österreichisch-nordkoreanischen Gesellschaft aktiv ist. Wenn ja, na dann wissen wir , wie es weiter geht mit diesem ohnehin eher mies beschriebenen Film.
    Schade dass es nur in Filmen den Weg gibt, solche Mega-Diktatoren und Verbrecher durch spezielle Personen ins Jenseits zu befördern.
    Aber generell: Einmal ein verdientes Lob an die USA.





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