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Jetzt wackelt die Zentralmatura aber wirklich!

Pannen, politische Hetze – alles war bei der Zentralmatura bisher egal oder gar ganz normal. Jedoch jetzt droht ihr erstmals wirklich ernste Gefahr. Denn jetzt steht ein Aufmarsch der Genderistinnen an der Anti-Matura-Front bevor. Und sie werden Frau Heinisch-Hosek im neuen Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit wohl zwingen können, die Zentralmatura noch abzusagen.

Bisher hingegen hat ihr Ministerium auch bei widerlicher politischer Agitation, die unter dem Vorwand der Zentralmatura in die Schulen getragen worden ist, nicht nur keinen Widerstand geleistet, sondern sogar heftig mitgetan.

Der neueste, vom Ministerium ignorierte Skandal ist der ministeriell abgesegnete „Trainingsteil für die neue Reife- und Diplomprüfung“ aus Deutsch. Darin werden die Schüler aufgefordert, einen mit Beschimpfungen um sich werfenden Kampfartikel aus dem „Standard“ zusammenzufassen. In diesem Text wird in einer an den einstigen Nazi-Stürmer oder die KPÖ-Volksstimme erinnernden Diktion so aggressiv über die schwarz-blaue Regierung hergezogen, dass einem nur noch der Mund offen bleibt.

„Eine Bagage, Gauner, Verbrecher“. „Falotten“. „Dumm und bösartig“: Das ist „Standard“-Sudelei in Reinkultur (Autor: ein gewisser Michael Völker). Der Text ist in der Matura-Broschüre aber nicht etwa als abschreckendes Beispiel einer Polemik abgedruckt, mit der man sich kritisch auseinandersetzen soll, sondern damit die Schüler eine völlig unkritische „Zusammenfassung“ erstellen. Sie sollen die „wichtigsten Aussagen“ wertneutral noch einmal wiedergeben. Was nur eine neuerliche unkommentierte Auflistung aller Beschimpfungen bedeuten kann.

Das also wird unseren Kindern in den Schulen Heinisch-Hoseks zugemutet. Aufgeregt hat sich Heinisch-Hosek aber darüber nicht, sondern nur damals, als den Schülern bei den Probeläufen für eine Deutsch-Zentralmatura ein krauser Text vorgelegt worden war, der zwar nach grüner Ideologie klang, der aber in Wahrheit aus eher braunem Umfeld stammte. Was freilich leicht passieren kann, da ja da wie dort Blut-und-Boden-Geschwafel zu finden ist.

Aber beide Beispiele (und noch viele andere) machen eigentlich klar: Im Fach „Deutsch“ ist der Versuch einer Zentralmatura jämmerlich gescheitert. An Stelle solcher lächerlichen Standardisierungs-Versuche wäre es ausreichend, aber viel wichtiger, die Anforderung für die Deutsch-Matura auf folgende zwei Punkte zu fokussieren: Zum einen muss die Fähigkeit bewiesen werden, einen längeren, freien Text auf gehobenem Niveau und mit anspruchsvollen Argumenten in weitestgehend fehlerfreiem Deutsch zu schreiben; und zum anderen darum, ein paar dutzend Werke der Weltliteratur auch wirklich zu kennen.

Das würde absolut genügen. Das ist schwer und fordernd genug. Alles andere, wie die kunstvolle Einteilung in zahllose artifizielle Textkategorien ist Mumpitz und nur Beschäftigungs-Therapie für pädagogische Theoretiker..

Aber groteskerweise ist es nicht die Deutsch-Reifeprüfung, die die Zentralmatura gefährdet. Es sind zu Recht auch nicht die vielen kleinen und mittleren Aufregungen, die es bei jeder Änderung im Schulbetrieb halt immer gibt. Etwa der Streit um die Herstellung von Kopien oder um die Zahl der Vorbereitungsstunden. Dann man kann nur hoffen, dass jeder Lehrer, der bei der Vorbereitung auf die Matura wirklich wie angedroht auf die Stoppuhr schauen sollte, möglichst umgehend aus dem Schuldienst ausscheidet. Lehrer, die unseren Kindern eine solche Maurer-Gesinnung vermitteln, wären nämlich eine absolute Katastrophe.

Krasse Benachteiligung der Mädchen durch Mathematik

Die Zentralmatura ist hingegen von einer ganz anderen Seite her gefährdet: von Seite der Genderistinnen und zwar in Hinblick auf die Mathematik-Matura. Es ist fast sicher, dass das anlaufende Jahr deren Großangriff bringen wird: Denn bei den vor wenigen Wochen abgehaltenen „Modellschularbeiten“ hat es für Mädchen massiv schlechtere Ergebnisse gegeben als für Burschen. Erhielten bei den männlichen Schülern 24 Prozent ein Nichtgenügend, so waren es bei den weiblichen 34 Prozent. Das ist ein Unterschied, der weit jenseits aller Schwankungsbreiten liegt. Und er versetzt naturgemäß die ganze Frauenbewegung in Schock. Denn er macht die Tatsache mehr als fragwürdig, dass eigentlich Mädchen deutlich bessere Schulnoten haben als die (für Lehrer oft viel zu aufsässigen) Burschen.

Und jetzt das! Ausgerechnet unter einer Ministerin, die zugleich (und wohl in erster Linie) Frauenministerin ist! Das darf doch nicht wahr sein! Da hilft nur noch eines: Die Zentralmatura muss unter irgendeinem Vorwand abgesagt werden! So eine Blamage darf einfach nicht stattfinden!

Manche Feministinnen werden jetzt zwar noch nach einem Trick suchen, wie ihn einst eine Genossin Vizerektorin an der Wiener Medizin-Uni entwickelt hat: Sie hat dort vor ein paar Jahren einen nach Geschlechtern unterschiedlichen Punkteschlüssel dekretiert, um so die Zahl der weiblichen Studienanfänger künstlich über ihren Anteil laut Aufnahmetest-Ergebnis hinaus zu erhöhen.

Später hat man dann wiederum versucht, die Fragen so zu strukturieren, dass sie den Möchtegern-Ärztinnen mehr entgegenkommen. Was freilich nur sehr zum Teil geglückt ist.

Bei der schriftlichen Mathematik-Matura werden beide Strategien der Kampfgenderinnen wohl nur schwer möglich sein. Oder sollen die größeren sozialen Kompetenzen der Mädchen bei der Bewertung einfach zwei falsche Beispiele mehr erlauben als bei den Burschen?

Menschen mit Lebenserfahrung kann die schlechte Mädchen-Mathematik nicht erschüttern. Die haben vor jedem Genderismus schon aus zahlreichen Beobachtungen und Studien gewusst, dass es typische genetische Unterschiede in den Fähigkeiten und Interessen zwischen den Geschlechtern gibt. Burschen sind im Schnitt in abstrakten und physikalischen Disziplinen besser, Mädchen in sprachlichen und sozialen. Was beides gut, wichtig und für die menschliche Gesellschaft notwendig und gleich wertvoll ist.

Erst der Genderismus hat daraus ein höher- und minderwertig gemacht, erst seit ihm versucht man nun mit aller Brutalität, alle Unterschiede gleichzumachen und einzuackern.

PS: Einzelbeispiele sind absolut keine Gegenbeispiele. Die gibt es in jede Richtung. Es kann aber immer nur um den Durchschnitt (oder Median) gehen. Ich habe in der eigenen Verwandtschaft zwei Frauen, die brillante Mathematik- bzw. Physik-Studien absolviert haben. Eine davon hat sich aber dann völlig freiwillig für einen sozialen Job entschieden, bei der sie „nur“ mit jungen Menschen und überhaupt nicht mit Formeln zu tun hat . . .

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorJ.H.
    19x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2014 01:53

    Es war nicht anders zu erwarten, daß die sogenannte Zentralmatura in erster Linie vom sozialistischen "Zentralkomitee" zur politisch-ideologischen Agitation mißbraucht wird. Das ist schließlich auch einer der Beweggründe, warum man Kleinkinder schon in die ensprechenden Aufbewahrungsstätten zwingen will.

    Von der Wiege bis zur Bahre, nur Sozialismus ist das wahre!

    P.S.: Erinnert stark an das kürzlich ausgestrahlte Hader-Kabarett im rot-grünen Staatsfunk, wo er beschreibt wie er in einen Gully fällt, im Kanal landet, dort einem Haufen brauner Schei.e begegnet und glaubt, es wäre die FPÖ.
    Kein Aufschrei ging durchs Land, denn das fällt selbstverständlich unter Freiheit der Kunst (besonders bei den Staatskünstlern) und sicher nicht unter den erst kürzlich verschärften Verhetzungsparagrafen, denn Linkslinke sind wie immer gleicher.

  2. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2014 05:10

    @AU: ******************************************!

    Endlich, daß diese Themen einmal jemand in der Öffentlichkeit aufgreift. Zu sagen wäre noch viel mehr. Die Lage ist leider noch um Potenzen schlimmer als hier von AU geschildert:

    a) Der Maturastoff für Englisch erinnert an den Sprachunterricht im realen Sozialismus: waren es damals Erzählungen über den volksnahen Professor Lenin z.B. unter den Góralen, wo die Schüler gezwungen wurden, Grammatik an Hand solcher Lobhuddeleiartikel zu studieren, die jeden Furz, den Lenin irgendwo gelassen hat, begackerten, sind es heute Artikel über Gender Reassignment Surgeries in exakt demselben Stil.

    b) Jede Zentralmaturaprüfung für eine Fremdsprache enthält akkustisch qualitativ schlechte Hörbeispiele von Vulgärwortfetzen mit störenden Hintergrundgeräuschen, wobei die Schüler dann Fragen zu den unverständlichen Inhalten beantworten müssen. Waren früher viele Schüler motiviert, statt in Englisch in einer zweiten oder dritten Fremdsprache (z.B. Russisch) zu maturieren, ist diese Zahl bei so einer Prüfungsmethode nun auf nahezu Null gesunken.

    c) Mußte man in Mathematik früher eigene Gedanken und Lösungswege entwickeln (wenige Aufgaben mit Tiefe), wird heute bei der Zentralmature gefordert, möglichst viele Fragen in knapper Zeit gedrillt wie ein Papagei zu beantworten, wobei einem kaum Zeit für eigene Gedankengänge und auch kleinere Irrwege gegeben wird. Kreativität wird bei der Mathematik-Zentralmatura durch Drill abgelöst. Freilich war die alte Prüfung in vielerlei Hinsicht suboptimal, denn viel zu oft wurden die Lösungswege vorher eingedrillt und dann bei der Matura genau so abgefragt. An sich waren die Aufgabenstellungen aber vom mathematischen Standpunkt viel fordernder und komplexer. Heute ist es ein Sammelsurium von Primitivstaufgaben, die zwar ein Verständnis forderten und damit auch extrem leicht zu lösen wären, aber gerade das wird von unseren Schülern kaum beherrscht. Tiefer hinunter kann man mt dem Niveau leider nicht mehr.

    Die Ursachen liegen anderswo: In der Testphase hat man versucht, die Fragestellungen auszutesten und so zu stellen, damit ein gewisser Notendurchschnitt herauskommt. Richtig wäre gewesen, ein unveränderliches Ziel mit den Zentralmaturafragestellungen vorzugeben und dann behutsam, über einen längeren Zeitraum den Unterricht so anzupassen, daß dieses Ziel erreicht wird. In dieser Hinsicht ist leider gar nichts geschehen. Das hätte nämlich ein Umstellen des leider sehr oft miserablen Mathematikunterrichts erfordert, eine Verlagerung des Schwergewichts vom drillmäßigen Erlernen leicht abprüfbarer Rechengänge auf ein Verstehen der Zusammenhänge. Letzteres beherrschen leider viele Mathematikprofessoren an Gymnasien auch nicht. Dabei war das die (vollkommen korrekte) Grundidee der neuen Mathematikzentralmatura, denn es ist eben auch sehr wichtig wenn nicht gar wichtiger, daß ein Maturant versteht, was z.B. ein Integral oder eine Differentialgleichung an Hand einfacher Beispiele in der Praxis aussagt, als daß er in der Lage ist, mittels Partialbruchzerlegung und partieller Integration das Integral einer rationalen Funktion zu "berechnen", gleichzeitig aber keine Ahnung davon hat, was so ein Integral überhaupt aussagt.

    Mathematik beginnt beim Zählen. Beim Zählen haben die Menschen zu allererst begonnen, ein abstraktes Modell für gewisse Gemeinsamkeiten zu kreieren und haben dafür die Zahlwörter erfunden. Die Zahl 3 kommt nirgendwo in der Natur vor. Sie ist menschliche Einbildung. Es kommen aber 3 Äpfel, 3 Sterne, 3 Häuser, 3 Steine, 3 Krüge vor. Was die gemeinsam haben, haben die Menschen "Zahl" genannt, d.h. einen abstrakten Begriff kreiert, der Mengen gleicher Mächtigkeit charakterisiert. "Zählen" heißt dann die Elemente zweier Mengen bijektiv einander zuzuordnen.

    An so einfachen Beispielen kann man sehr leicht und verständlich die der Mathematik eigentümliche Methodik studieren und einüben. Das Zählen sollte jedem aus der Praxis vertraut sein. Der Mathematiker sieht die Welt eben durch eine ihm eigentümliche Brille. Und diese Brille findet man am einfachsten, wenn man aus der Praxis bekannte Beispiele studiert. Die abstrakten mathematischen Modelle, die hinter diesen Zusammenhängen stehen, sind die Kardinal- und Ordinalzahlen. Damit beginnt der Mensch Mathematik zu betreiben. Die Mächtigkeit von Mengen ist der mathematische Begriff, der hinter dem Zählen steht. Es ist leider sehr verwunderlich, wenn einem ein Gymnasialmathematiklehrer ins Gesicht sagt, daß er noch nie etwas von Kardinalzahlen gehört hätte. Wie soll denn so ein Mathematiklehrer fähig sein, diese Zusammenhänge seinen Schülern an Hand so einfacher Mechanismen nahezubringen und verständlich zu machen, wenn er selbst davon keine Ahnung hat. Wenn dieses Grundverständnis selbst bei den Mathematiklehrern nicht vorhanden ist, wie soll so ein Lehrer dann den Schülern z.B. das Integrieren verständlich machen können? Der Mathematikunterricht wird dann zu einem drillmäßigen Einstudieren völlig unverständlicher Rechengänge, die der Mathematiklehrer leider auch nur drillmäßig eingelernt hat, ohne diese zu verstehen. Hat so ein Mathematiklehrer verstanden, daß ein Autotachometer mit seinem Kilometerzähler und der Geschwindigkeitsnadel ein einfaches, praktisches Beispiel ist, wo der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung für jedermann sichtbar und angreifbar wird? Nein. So ein Mathematiklehrer ist vollkommen unfähig, Schüler auf die neue Zentralmatura vorzubereiten, wo sehr viele, sehr leichte Verständnisfragen in knapper Zeit zu beantworten sind.

  3. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    14x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2014 09:02

    Das Mathematikdesaster war vorhersehbar. Ich habe damit gerechnet, als ich die ersten Beispiele gesehen habe.

    Der größte natürliche Unterschied zwischen Männern und Frauen liegt in der Raumvorstellung. Überall dort, wo räumliches Denken gefordert ist, wie etwa in der Technik und in der Physik, sind Männer mehrheitlich im Vorteil. Frauen sind sprachlich besser unterwegs und haben ein feineres soziales Gespür. Insofern hat A.U. völlig recht.
    Daher wird es Frauen in Männerberufen und Männer in Frauenberufen, in bestimmten Bereichen aber nie eine Parität zwischen Frauen und Männern geben.

    Bei der Zentralmatura dachten sich die bifie-Leute in ihrer Gender-Einfalt, dass Mathematikbeispiele möglichst textreich zu gestalten sind und viele Interpretationen zu machen seien. Da werden die Mädchen die Nase vorne haben.

    Die physikalisch-technische Schlagseite der Beispiele wurde dabei völlig übersehen. Zum Interpretieren muss man die Sache nämlich gänzlich durchschauen. Labern funktioniert in der Mathematik nicht. Es wundert mich, dass die "Probematura" nicht noch schlimmer für die Mädchen ausgefallen ist.

    Was die neuen Anforderungen in Deutsch betrifft, so rätsle ich, warum es nicht längst zu einem Aufschrei gekommen ist. Wir haben seinerzeit Goethe, Lessing, ja sogar Grass gelesen und besprochen. Davon lebe ich heute (geistig) noch.

    Und jetzt? Gelabere und "Interpretation" drittklassiger journalistischer Jauche.
    Das ist staatlich verordnetes Tottrampeln jeglichen Niveaus.

    Frau Ministerin! Diese Form der Matura ist eine Schande für jede Kulturnation.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2014 10:02

    Jede Art von Leistungsfeststellung ist den neuen Sozialisten ein Greul. Posten werden von Parteigenossen besetzt oder abgeschafft. Da darf nicht nach geschaut werden ob die Genossinnen auch Leistung erbracht haben, sie sollen nur umerziehen.

  5. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2014 09:31

    Und die Österreicher lassen sich das gefallen.

    Egal, wie provokant und würdelos sich diese Leute verhalten, offenbar wollen wir so was für unsere Kinder, die dann an der 'Unität', an der sie einige 'Silvester' studieren, nicht einmal mehr rechnen können wegen der Quote. Also blöder geht es nicht mehr.

    Der Ruf nach Vernunft wird laut und damit der Ruf nach Blau, die in dieser Kategorie ganz sicher nicht versagen.

    Und die ÖVP macht da mit ???

  6. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2014 08:48

    ein entscheidender Fehler war es, die Zentralmatura nicht lange genug vorzubereiten.
    Alle bereits in den Oberstufen, also ab der 5. Klasse befindlichen Schüler hätten die Matura nach der bisherigen Form absolvieren können müssen.
    Erst mit einer neuen Obersufengeneration kann die Zentralmatura systematisch ab der 5. Klasse vor- und aufbereitet werden.

    Eine ähnliche Wahnsinnsidee hatte ja der Abrüstungsminister, als er das Militärgymnasium von heute auf morgen auflösen wollte. Was die Schüler dann in den letzten Klassen machen sollen - ist Conchita ...

    Mit der jetzt drohenden Chaosmatura haben Schmied, H.-H. und das BIFIE einmal einen ganzen Maturajahrgang unnötigem Stress ausgesetzt, und Lehrer und Direktoren ratlos gemacht.
    Sollten die Ergebnisse im Mai tatsächlich wie befürchtet sein, dann hat Frau H.-H. ein Verbrechen an tausenden jungen Menschen zu verantworten.
    Leider gibt es dafür noch keinen Strafbestand - außer Herrn Brandstetter fällt noch rasch etwas ein ...

    Und die "politiche Verantwortung" wird nichts anderes sein, als sich zum zweiten Mal eine Kampfrote mit Grandezza aus dem Palais Starhemberg verabschieden wird ...

    PS: leidet eine Paradesozialistin nicht tagtäglich bei ihrer Arbeit in einem Haus mit so einem geschichtsträchtigen Namen?

  7. Ausgezeichneter KommentatorPoliticus1
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    30. Dezember 2014 09:46

    noch eine Frage:
    Ist FrauH.-H. alleinregierend?
    Wo ist der Koalitionspartner ÖVP?
    Hat Mitterlehner Angst, dass Faymann die Zentralmatura zur Koalitionsfrage macht?

    Zur Erinnerung: wegen einer möglichen Gefährdung von Bienenvölkern musste ein ÖVP-Landwirtschaftsminister das Handtuch werfen ...
    Das waren halt Bienen (ich mag sie und ihren Honig sehr!) - aber keine jungen Menschen (die mag halt auch so sehr!)

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcarlo sociale
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    04. Januar 2015 11:11

    Dadurch, dass die Mathematikbeispiele sehr textlastig sind, werden vor allem Schüler und Schülerinnen mit Leseschwierigkeiten benachteiligt. Da dies zu einem hohen Prozentsatz Jugendliche mit Migrationshintergrund betrifft, wird der Widerstand nicht nur von der Genderseite groß werden.


alle Kommentare

  1. carlo sociale (kein Partner)
    04. Januar 2015 11:11

    Dadurch, dass die Mathematikbeispiele sehr textlastig sind, werden vor allem Schüler und Schülerinnen mit Leseschwierigkeiten benachteiligt. Da dies zu einem hohen Prozentsatz Jugendliche mit Migrationshintergrund betrifft, wird der Widerstand nicht nur von der Genderseite groß werden.

  2. AppolloniO (kein Partner)
    02. Januar 2015 12:07

    Genderismus ist nichts anderes als die Fortsetzung der Leugnung von Rassenunterschieden auf anderer Ebene.
    Außer Penis und Vulva darf kein Unterschied angesprochen werden. Schon bei der Hautfarbe wird es kritisch. Schwarz ist da jetzt dunkelweiß.
    Schon Wilhelm Busch wußte, dass nicht sein kann was nicht sein darf.

    PS:Schon um die Unterschiede zwischen meiner Schwester und mir aufzuzählen würde ich einige Seiten benötigen.

  3. Susanna (kein Partner)
    01. Januar 2015 21:48

    Was die Mathematikschularbeit der 8.Klassen im Dezember betrifft, ist mMn das schlechte Abschneiden der Schüler nicht so sehr auf deren mangelnde mathematische Fähigkeiten zurückzuführen, als vielmehr auf die gnadenlose Beurteilung der erbrachten Leistungen: So gibt es oft für erbrachte Teilleistungen null Punkte; wird ein richtiger Rechengang nicht gewertet, wenn das Ergebnis auch nur minimal vom richtigen abweicht; wird der Schüler mit einer Papierfülle geradezu erdrückt. Dazu kommt, dass der erste Teil aus einem Mischmasch von Miniaufgaben besteht, die einem den Nerv ziehen, sodass man bereits ziemlich erledigt an den zweiten Teil (mit den komplexeren Aufgaben) herangeht.

  4. Erythrozyt (kein Partner)
    01. Januar 2015 21:05

    Bijektiv ist eine Funktion, wenn ihre Umkehrung auch eine Funktion ist, jedem Element von X genau ein Element y =f(x) zugeordnet ist, umgekehrt jedem y genau ein Element
    von X, (Df beachten!)

  5. heartofstone (kein Partner)
    01. Januar 2015 17:08

    Etwas OT: Fischer für Steuern auf Vermögenszuwächse

    FU Heinzi, ich bin dafür, dass Sozialistentrotteln kein Wahlrecht (aktiv und passiv) mehr ausüben dürfen. Drop Dead Gschixxener ...

  6. Martin W. (kein Partner)
    01. Januar 2015 14:59

    Klarstellung zur "Stoppuhr": Sehr geehrter Herr Dr. Unterberger, Niemand schaut auf die Stoppuhr. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es werden jährlich pro Lehrer Hunderte Stunden gratis dafür investiert, dass die Schüler den bestmöglichen Erfolg haben, und zwar von, soweit ich das überblicke, jedem (!).
    Umgekehrt, wird per Gesetz Lehrern, die eine 8. Klasse unterrichten, der Gehalt gekürzt (!), und zwar mit dem Argument, dass das Schuljahr eh früher aus sei. Diese Kürzung manifestiert sich in einem Faktor 0,9, mit dem jede gehaltene Stunde in einer 8. Klasse bewertet wird. Der einzige, der auf die Stoppuhr schaut, ist der Dienstgeber, wenn es darum geht, Mitarbeiter übers Ohr zu hauen.

  7. peter789 (kein Partner)
    01. Januar 2015 12:02

    Genderismus auf Staatskosten abschaffen - sofort!
    Wenn Privatvereine oder selbstfinanzierte Institute trotzdem weitermachen wollen - kein Problem.

  8. Peter Trenker (kein Partner)
    01. Januar 2015 11:24

    - Schon bei der Weihnachtsfeier hat mir eine Kollegin anvertraut, dass sie davon überzeugt ist, dass es heuer (in Mathematik) keine Zentralmatura geben wird....

    - Außerdem hat sie mir verraten, dass in Ungarn unsere Mathematikmatura - so sie nicht auch mündlich ist - nicht anerkannt wird.

    - Und sie meint auch, dass es in 10 Jahren überhaupt keine Matura mehr geben wird, weil sie gar niemand braucht, entweder, weil sie ohnehin nicht anerkannt wird (Ungarn), oder man nur über Aufnahmsprüfungen studieren kann.

    - Dass der Zentralismus ein demokratiepolitischer Wahnsinn ist, müsste allen klar sein.

  9. male, please (kein Partner)
    01. Januar 2015 10:04

    Die Sauerei der geschlechtsabhängigen positiven oder negativen Beurteilung ein- und derselben Prüfungsergebnisse ist mir noch in böser Erinnerung. Absurd! Was die tschendergestählte Frau Genossin Vizerektorin (Genossin Quotenfrau etwa? aber nein, wer würde denn sowas denken - alles Folge schierer Tüchtigkeit unter erschwerten Umständen, das mit der Vizerektor/Inn_In) damals an himmelschreiend dummen, ungerechten und inkonsequenten Taten gesetzt hat, das hat es vorher und nachher nicht gegeben.

  10. Einspruch! (kein Partner)
    01. Januar 2015 08:50

    Zitat: "Eine Bagage, Gauner, Verbrecher“. „Falotten“. „Dumm und bösartig“: Das ist „Standard“-Sudelei in Reinkultur (Autor: ein gewisser Michael Völker)".

    Gemeint ist natürlich die bürgerliche Regierung von Schüssel. Wer sonst, am Wort ist ja die linke Journaille.

    Das alles fällt aber nur auf diesen Herrn Völker zurück. Möge er sich höchstpersönlich angesprochen fühlen mit diesen Vokabeln. Sie sagen viel aus über den Autor, über seine Art zu denken.

    Dass das Ministerium einen derartigen Dreck verwendet - geradezu unglaublich, möchte man reflexmäßig sagen. Aber andererseits, nach kurzem Nachdenken: konnte man anderes erwarten von diesem Ministerium unter dieser Leitung?

  11. Senfspender
    31. Dezember 2014 01:46

    Vielleicht könnte man den Maturastoff mit Beispielen des Typs "Milchmädchenrechnung" anreichern, um eine bessere Chancenverteilung zu erzielen? Das ist doch die für Politiker und sogenannte Experten die wichtigste Rechnungsart.

    Im Übrigen sind diese kleinlichen Inhaltsdiskussionen für die Zentralmatura völlig nebensächlich, wenn sie nur zentral ist!

    • Riese35
      31. Dezember 2014 09:27

      Sie haben recht! Wichtig ist, daß sie "Zentral" ist. So wie auch das Zentralkomitee und die Zentralsparkasse.

  12. Undine
    30. Dezember 2014 15:18

    OT---aber bei unseren westlichen Nachbarn rumort es ordentlich, und in unseren Medien hat man auch schon Muffensausen:

    "Ö1 berichtet mit offenkundiger Aversion über PEGIDA"

    http://www.unzensuriert.at/content/0016751-1-berichtet-mit-offenkundiger-Aversion-ber-PEGIDA

    "Polizei verhindert Teilnahme an BOGIDA"

    http://www.unzensuriert.at/content/0016750-Polizei-verhindert-Teilnahme-BOGIDA

    SO ticken die LINKEN:

    "Linksextreme wollen zu Silvester Leipzig platt machen"

    http://www.unzensuriert.at/content/0016704-Linksextreme-wollen-zu-Silvester-Leipzig-platt-machen

    Wo immer die LINKEN, die ständig TOLERANZ predigen, aufkreuzen, ufert das Unternehmen in GEWALTTÄTIGKEIT aus---und zuletzt wollen diese linken Täter, diese G'fraster, die OPFER zu mimen:

    "Vor Akademikerball: Organisator geht juristisch gegen Gewaltaufrufe vor"

    http://www.unzensuriert.at/content/0016759-Vor-Akademikerball-Organisator-geht-juristisch-gegen-Gewaltaufrufe-vor

  13. Peter R Dietl
    30. Dezember 2014 13:47

    "In diesem Text wird in einer an den einstigen Nazi-Stürmer oder die KPÖ-Volksstimme erinnernden Diktion so aggressiv über die schwarz-blaue Regierung hergezogen, dass einem nur noch der Mund offen bleibt".

    Nur dem wertkonservativen Herrn VP-Vizekanzler wird der Mund nicht offenbleiben. Der freut sich höchstens.
    .

  14. Vayav Indrasca
    30. Dezember 2014 13:12

    Weil gerade von Mathematiklehrern die Rede war: Ähnliches bei Deutschlehrern.

    Bei einer kleinen Untersuchung gab es die Frage: was für Sprache ist Deutsch?
    (Die Antwort wäre: genetisch indogermanisch, typologisch flektierend).

    Dreiviertel der Probanden haben die Frage gar nicht erst verstanden oder konnten sie nicht oder nur falsch beantworten.

    Dei Verteidigung war: haben wir auf der Uni nicht gelernt. Angesehen davon, was das für Lichte auf die Unis wirft, ist es ein Armutszeugnis für die Studenten, die anscheinend nur das tun, was sie vorgesetzt bekommen, und zu eigenverantwortlichem Lernen nicht fähig sind.

    • Riese35
      30. Dezember 2014 17:45

      Kein Wunder, sind doch die Studien in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten immer mehr verschult worden: wichtig ist vor allem, ECDS-Punkte zu sammeln.

    • Pennpatrik
      30. Dezember 2014 21:08

      "Was für" ist schon schrecklich.

    • Riese35
      30. Dezember 2014 21:22

      @Pennpatrik: Ich hätte die Frage auch nicht so beantwortet, wie von Vayav Indrasca dann angegeben. Ich hätte die Frage nämlich so verstanden, daß diese in der Notfallsambulanz des AKH von einer Arztgehilfin an einen Patienten gestellt wurde, der des Deutschen nicht mächtig war, ein anatolisches Aussehen hatte, und bei dem die Arztgehilfin gerade versuchte, eine gemeinsame Sprache herauszufinden, in der Arzt und Patient sich verständlich machen konnten.

  15. socrates
    30. Dezember 2014 10:02

    Jede Art von Leistungsfeststellung ist den neuen Sozialisten ein Greul. Posten werden von Parteigenossen besetzt oder abgeschafft. Da darf nicht nach geschaut werden ob die Genossinnen auch Leistung erbracht haben, sie sollen nur umerziehen.

    • Undine
      30. Dezember 2014 13:07

      @socrates

      Das Ziel der Genossen: Alle gleich dumm und gleich arm halten --- beides wird eifrig vorangetrieben!---damit sie selber prächtig leben können.

    • Riese35
      30. Dezember 2014 17:57

      @Socrates & Undine: Der von den Sozialisten angebetete Gott ist die Gleichheit. Wenn sie jedoch die von der franz. Revolution hochgehaltenen Begriffe "Freiheit" und "Gleichheit" als ihre Ziele nennen, dann muß man ihnen sagen, daß sie lügen, und die sogenannten Werte der franz. Revolution demaskieren: Freiheit und Gleichheit sind nämlich Gegensätze, die einander ausschließen. Der Mensch strebt nicht Gleichheit, sondern Freiheit an. Jeder will nach seiner Fasson glücklich werden. Gleichheit war und ist immer nur mit brutaler Gewalt herstellbar. Eine Hecke, soll sie überall gleich aussehen, muß ständig mit der Heckenschere zurechtgestutzt werden. Dasselbe passiert in sozialistisch geprägten Gesellschaften. Letzten Endes führt jeder Sozialismus, wenn es keinen Widerstand gibt, zu den großen Gs: Gestapo, Gulag, Genickschuß.

    • otti
      30. Dezember 2014 19:22

      siehe unsere Zahnarztassistentin als 2. Frau im Staat

  16. Politicus1
    30. Dezember 2014 09:46

    noch eine Frage:
    Ist FrauH.-H. alleinregierend?
    Wo ist der Koalitionspartner ÖVP?
    Hat Mitterlehner Angst, dass Faymann die Zentralmatura zur Koalitionsfrage macht?

    Zur Erinnerung: wegen einer möglichen Gefährdung von Bienenvölkern musste ein ÖVP-Landwirtschaftsminister das Handtuch werfen ...
    Das waren halt Bienen (ich mag sie und ihren Honig sehr!) - aber keine jungen Menschen (die mag halt auch so sehr!)

    • M.S.
      30. Dezember 2014 13:40

      @Politicus1

      Das ist halt das Kreuz mit der ÖVP. Sie meint, sich dem Mainstream anpassen zu müssen (was immer der auch anrichtet) und glaubt, sich damit sich als moderne Partei präsentieren zu können. Die nächste Überraschung wird sie erleben, wenn sie der beabsichtigen Novellierung zum Medizingesetz zustimmen wird.

  17. Josef Maierhofer
    30. Dezember 2014 09:31

    Und die Österreicher lassen sich das gefallen.

    Egal, wie provokant und würdelos sich diese Leute verhalten, offenbar wollen wir so was für unsere Kinder, die dann an der 'Unität', an der sie einige 'Silvester' studieren, nicht einmal mehr rechnen können wegen der Quote. Also blöder geht es nicht mehr.

    Der Ruf nach Vernunft wird laut und damit der Ruf nach Blau, die in dieser Kategorie ganz sicher nicht versagen.

    Und die ÖVP macht da mit ???

  18. Sandwalk
    30. Dezember 2014 09:02

    Das Mathematikdesaster war vorhersehbar. Ich habe damit gerechnet, als ich die ersten Beispiele gesehen habe.

    Der größte natürliche Unterschied zwischen Männern und Frauen liegt in der Raumvorstellung. Überall dort, wo räumliches Denken gefordert ist, wie etwa in der Technik und in der Physik, sind Männer mehrheitlich im Vorteil. Frauen sind sprachlich besser unterwegs und haben ein feineres soziales Gespür. Insofern hat A.U. völlig recht.
    Daher wird es Frauen in Männerberufen und Männer in Frauenberufen, in bestimmten Bereichen aber nie eine Parität zwischen Frauen und Männern geben.

    Bei der Zentralmatura dachten sich die bifie-Leute in ihrer Gender-Einfalt, dass Mathematikbeispiele möglichst textreich zu gestalten sind und viele Interpretationen zu machen seien. Da werden die Mädchen die Nase vorne haben.

    Die physikalisch-technische Schlagseite der Beispiele wurde dabei völlig übersehen. Zum Interpretieren muss man die Sache nämlich gänzlich durchschauen. Labern funktioniert in der Mathematik nicht. Es wundert mich, dass die "Probematura" nicht noch schlimmer für die Mädchen ausgefallen ist.

    Was die neuen Anforderungen in Deutsch betrifft, so rätsle ich, warum es nicht längst zu einem Aufschrei gekommen ist. Wir haben seinerzeit Goethe, Lessing, ja sogar Grass gelesen und besprochen. Davon lebe ich heute (geistig) noch.

    Und jetzt? Gelabere und "Interpretation" drittklassiger journalistischer Jauche.
    Das ist staatlich verordnetes Tottrampeln jeglichen Niveaus.

    Frau Ministerin! Diese Form der Matura ist eine Schande für jede Kulturnation.

    • Brigitte Kashofer
      30. Dezember 2014 22:05

      Heinisch-Hosek ist keine Frau Ministerin, sondern eine Frau Minister!

    • Torres (kein Partner)
      01. Januar 2015 20:16

      Genau zu diesem Schluss kommen auch die amerikanischen Soziologen allan & Barbara Pease: Frauen haben (natürlich im Durchschnitt, einzelne Ausreißer gibt es immer und überall) eine weit weniger ausgeprägte Fähigkeit für räumliches Sehen (entsprechen auch meinen persönlichen Erfahrungen aus der Schulzeit: Realgymnasium mit 4 Jahren Darstellende Geometrie: in der 5. Klasse etwa 1/3 Mädchen, in der Maturaklasse ein einziges Mädchen - und die studierte dann Medizin). Ein von Pease angeführter Beweis: es gibt so gut wie keine weiblichen Piloten. Warum? Bei Piloten ist hervorragendes räumliches Sehen eine der Grundvoraussetzungen

    • fewe (kein Partner)
      04. Januar 2015 08:39

      @Brigitte Kashofer: "Ministerin" stimmt schon. Die Frau Minister wäre die Frau vom Minister. jedenfalls in Wien.

  19. Politicus1
    30. Dezember 2014 08:48

    ein entscheidender Fehler war es, die Zentralmatura nicht lange genug vorzubereiten.
    Alle bereits in den Oberstufen, also ab der 5. Klasse befindlichen Schüler hätten die Matura nach der bisherigen Form absolvieren können müssen.
    Erst mit einer neuen Obersufengeneration kann die Zentralmatura systematisch ab der 5. Klasse vor- und aufbereitet werden.

    Eine ähnliche Wahnsinnsidee hatte ja der Abrüstungsminister, als er das Militärgymnasium von heute auf morgen auflösen wollte. Was die Schüler dann in den letzten Klassen machen sollen - ist Conchita ...

    Mit der jetzt drohenden Chaosmatura haben Schmied, H.-H. und das BIFIE einmal einen ganzen Maturajahrgang unnötigem Stress ausgesetzt, und Lehrer und Direktoren ratlos gemacht.
    Sollten die Ergebnisse im Mai tatsächlich wie befürchtet sein, dann hat Frau H.-H. ein Verbrechen an tausenden jungen Menschen zu verantworten.
    Leider gibt es dafür noch keinen Strafbestand - außer Herrn Brandstetter fällt noch rasch etwas ein ...

    Und die "politiche Verantwortung" wird nichts anderes sein, als sich zum zweiten Mal eine Kampfrote mit Grandezza aus dem Palais Starhemberg verabschieden wird ...

    PS: leidet eine Paradesozialistin nicht tagtäglich bei ihrer Arbeit in einem Haus mit so einem geschichtsträchtigen Namen?

  20. Riese35
    30. Dezember 2014 05:10

    @AU: ******************************************!

    Endlich, daß diese Themen einmal jemand in der Öffentlichkeit aufgreift. Zu sagen wäre noch viel mehr. Die Lage ist leider noch um Potenzen schlimmer als hier von AU geschildert:

    a) Der Maturastoff für Englisch erinnert an den Sprachunterricht im realen Sozialismus: waren es damals Erzählungen über den volksnahen Professor Lenin z.B. unter den Góralen, wo die Schüler gezwungen wurden, Grammatik an Hand solcher Lobhuddeleiartikel zu studieren, die jeden Furz, den Lenin irgendwo gelassen hat, begackerten, sind es heute Artikel über Gender Reassignment Surgeries in exakt demselben Stil.

    b) Jede Zentralmaturaprüfung für eine Fremdsprache enthält akkustisch qualitativ schlechte Hörbeispiele von Vulgärwortfetzen mit störenden Hintergrundgeräuschen, wobei die Schüler dann Fragen zu den unverständlichen Inhalten beantworten müssen. Waren früher viele Schüler motiviert, statt in Englisch in einer zweiten oder dritten Fremdsprache (z.B. Russisch) zu maturieren, ist diese Zahl bei so einer Prüfungsmethode nun auf nahezu Null gesunken.

    c) Mußte man in Mathematik früher eigene Gedanken und Lösungswege entwickeln (wenige Aufgaben mit Tiefe), wird heute bei der Zentralmature gefordert, möglichst viele Fragen in knapper Zeit gedrillt wie ein Papagei zu beantworten, wobei einem kaum Zeit für eigene Gedankengänge und auch kleinere Irrwege gegeben wird. Kreativität wird bei der Mathematik-Zentralmatura durch Drill abgelöst. Freilich war die alte Prüfung in vielerlei Hinsicht suboptimal, denn viel zu oft wurden die Lösungswege vorher eingedrillt und dann bei der Matura genau so abgefragt. An sich waren die Aufgabenstellungen aber vom mathematischen Standpunkt viel fordernder und komplexer. Heute ist es ein Sammelsurium von Primitivstaufgaben, die zwar ein Verständnis forderten und damit auch extrem leicht zu lösen wären, aber gerade das wird von unseren Schülern kaum beherrscht. Tiefer hinunter kann man mt dem Niveau leider nicht mehr.

    Die Ursachen liegen anderswo: In der Testphase hat man versucht, die Fragestellungen auszutesten und so zu stellen, damit ein gewisser Notendurchschnitt herauskommt. Richtig wäre gewesen, ein unveränderliches Ziel mit den Zentralmaturafragestellungen vorzugeben und dann behutsam, über einen längeren Zeitraum den Unterricht so anzupassen, daß dieses Ziel erreicht wird. In dieser Hinsicht ist leider gar nichts geschehen. Das hätte nämlich ein Umstellen des leider sehr oft miserablen Mathematikunterrichts erfordert, eine Verlagerung des Schwergewichts vom drillmäßigen Erlernen leicht abprüfbarer Rechengänge auf ein Verstehen der Zusammenhänge. Letzteres beherrschen leider viele Mathematikprofessoren an Gymnasien auch nicht. Dabei war das die (vollkommen korrekte) Grundidee der neuen Mathematikzentralmatura, denn es ist eben auch sehr wichtig wenn nicht gar wichtiger, daß ein Maturant versteht, was z.B. ein Integral oder eine Differentialgleichung an Hand einfacher Beispiele in der Praxis aussagt, als daß er in der Lage ist, mittels Partialbruchzerlegung und partieller Integration das Integral einer rationalen Funktion zu "berechnen", gleichzeitig aber keine Ahnung davon hat, was so ein Integral überhaupt aussagt.

    Mathematik beginnt beim Zählen. Beim Zählen haben die Menschen zu allererst begonnen, ein abstraktes Modell für gewisse Gemeinsamkeiten zu kreieren und haben dafür die Zahlwörter erfunden. Die Zahl 3 kommt nirgendwo in der Natur vor. Sie ist menschliche Einbildung. Es kommen aber 3 Äpfel, 3 Sterne, 3 Häuser, 3 Steine, 3 Krüge vor. Was die gemeinsam haben, haben die Menschen "Zahl" genannt, d.h. einen abstrakten Begriff kreiert, der Mengen gleicher Mächtigkeit charakterisiert. "Zählen" heißt dann die Elemente zweier Mengen bijektiv einander zuzuordnen.

    An so einfachen Beispielen kann man sehr leicht und verständlich die der Mathematik eigentümliche Methodik studieren und einüben. Das Zählen sollte jedem aus der Praxis vertraut sein. Der Mathematiker sieht die Welt eben durch eine ihm eigentümliche Brille. Und diese Brille findet man am einfachsten, wenn man aus der Praxis bekannte Beispiele studiert. Die abstrakten mathematischen Modelle, die hinter diesen Zusammenhängen stehen, sind die Kardinal- und Ordinalzahlen. Damit beginnt der Mensch Mathematik zu betreiben. Die Mächtigkeit von Mengen ist der mathematische Begriff, der hinter dem Zählen steht. Es ist leider sehr verwunderlich, wenn einem ein Gymnasialmathematiklehrer ins Gesicht sagt, daß er noch nie etwas von Kardinalzahlen gehört hätte. Wie soll denn so ein Mathematiklehrer fähig sein, diese Zusammenhänge seinen Schülern an Hand so einfacher Mechanismen nahezubringen und verständlich zu machen, wenn er selbst davon keine Ahnung hat. Wenn dieses Grundverständnis selbst bei den Mathematiklehrern nicht vorhanden ist, wie soll so ein Lehrer dann den Schülern z.B. das Integrieren verständlich machen können? Der Mathematikunterricht wird dann zu einem drillmäßigen Einstudieren völlig unverständlicher Rechengänge, die der Mathematiklehrer leider auch nur drillmäßig eingelernt hat, ohne diese zu verstehen. Hat so ein Mathematiklehrer verstanden, daß ein Autotachometer mit seinem Kilometerzähler und der Geschwindigkeitsnadel ein einfaches, praktisches Beispiel ist, wo der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung für jedermann sichtbar und angreifbar wird? Nein. So ein Mathematiklehrer ist vollkommen unfähig, Schüler auf die neue Zentralmatura vorzubereiten, wo sehr viele, sehr leichte Verständnisfragen in knapper Zeit zu beantworten sind.

    • gh57.at
      30. Dezember 2014 09:40

      Riese35

      ob noch viele hier wissen, was bijektiv ist?

      Jedenfalls ein ausgezeichneter Text, den Sie da geschrieben haben!

    • Undine
      30. Dezember 2014 14:49

      @Riese35

      ****************************************************!

      Donnerwetter, das ist ein Kommentar, den zu lesen wirklich Freude macht!

    • Riese35
      30. Dezember 2014 18:13

      @gh57.at: bijektiv := surjektiv und injektiv.

      Jedes Kleinkind hat den Begriff der Bijektivität intus, wenn es zu zählen beginnt, auch wenn es mit dem Wort an sich noch nichts anfangen kann. Aber implizit hat es beim Zählen genau diesen Begriff verstanden, auch wenn es noch nicht in der Lage ist, den Prozeß des Zählens von einer Metaebene zu beschreiben.

      Die Praxis kommt fast immer vor der Theorie.

      Beim Integrieren ist das nicht viel anders. Den Autotachometer versteht fast jeder, und jeder kann damit sinnvoll umgehen. Wenn das so ist, hat er auch das Differenzieren und Integrieren verstanden, auch wenn er noch nicht in der Lage ist, die dahinterliegende Theorie exakt zu beschreiben. Aus dieser praktischen Erfahrung müßte man die Schüler im Mathematikunterricht abholen und daraus dann mit ihnen gemeinsam die zugrundeliegende mathematische Theorie entwickeln. Und dabei steigen viele Mathematiklehrer aus, weil sie Mathematik auch nur nach ECDS-Punkten gelernt haben und die tieferen Zusammenhänge selbst kaum erkennen.

    • gh57.at
      01. Januar 2015 16:44

      Riese35,

      danke für die Definition von 'bijektiv'. Ich hätte erwartet, dass Sie 'eineindeutig' als Synonym verwenden.

      Wie war das? 'Injektiv' ist eine Relation, die eine Funktion ist, dass also einem Element der Definitionsmenge nur ein Element der Bildmenge zugeordnet wird, während 'surjektiv' bedeutet, dass jedes Element der Bildmenge in der Menge der Funktionsergebnisse vorkommt?

      Das ist alles so verdammt lange her. :-/

    • Riese35
      01. Januar 2015 17:09

      @gh57.at:

      Ihre Antwort zeigt mir, daß Sie "bijektiv" ohnedies richtig verstehen, auch wenn Sie es jetzt nicht exakt definieren können. Und genau dies habe ich von Kleinkindern, die zählen können, behauptet. Quod erat demonstrandum. Ich bin überzeugt, daß in vielen von uns kleine Mathematiker steckten, die man nur hervorholen müßte, viel mehr als viele glauben.

      Ihr Vorschlag, "bijektiv" mit "eineindeutig" zu erklären, ist aber genau so problematisch, wenn man nicht die exakte Definition des mathematischen Fachbegriffs "eineindeutig" kennt. Vielleicht kann sich dann jemand daruter etwas mehr vorstellen, aber vielleicht nicht gerade das, was es sein soll. Man redete dann aneinander vorbei. Wäre sehr typisch für unsere heutige Zeit.

      Wenn ich ein Relation R zwischen X und Y habe (d.h. R Teilmenge von X x Y), dann heißt R

      a) Funktion, wenn jedem x aus X genau ein Element y aus Y zugeordnet wird.

      Die Funktion heißt

      b) injektiv, wenn verschiedene x auch immer auf verschiedene y abgebildet werden (d.h. jedes y aus Y ist höchstens einmal Bild eines x aus X), und

      c) surjektiv, jedes y aus Y auch tatsächlich Abbild eines x aus X ist (d.h. jedes y aus Y ist mindestens einmal Bild eines x aus X).

    • Erythrozyt (kein Partner)
      01. Januar 2015 20:56

      Toller Bericht, aber trotzdem: Mathematik ist eine Geisteswissenschaft und keine
      Naturwissenschaft!

    • gh57.at
      02. Januar 2015 11:11

      Riese35,

      Herzlichen Dank!

      Ich hatte offensichtlich 'injektiv' falsch in Erinnerung.

      Sie sollten öfter solche Rants über Mathematik, und ihre Lehre schreiben -- vielleicht im Science-Blog?

      Ich denke, dieses Thema für alle mit Kindern/Enkeln/Nichten/Neffen in Schulausbildung interessant sein müsste!

    • gh57.at
      02. Januar 2015 11:14

      Erythrozyt,

      ja, Mathematik wurde seit der Antike den Geisteswissenschaften zugerechnet.

      Warum erscheint Ihnen diese Zurechnung aber heute, da Mathematik in praktisch alle Bereiche der Naturwissenschaften und insbesondere der Technik eingedrungen ist, als zweckmäßig bzw. für diese Diskussion relevant?

  21. J.H.
    30. Dezember 2014 01:53

    Es war nicht anders zu erwarten, daß die sogenannte Zentralmatura in erster Linie vom sozialistischen "Zentralkomitee" zur politisch-ideologischen Agitation mißbraucht wird. Das ist schließlich auch einer der Beweggründe, warum man Kleinkinder schon in die ensprechenden Aufbewahrungsstätten zwingen will.

    Von der Wiege bis zur Bahre, nur Sozialismus ist das wahre!

    P.S.: Erinnert stark an das kürzlich ausgestrahlte Hader-Kabarett im rot-grünen Staatsfunk, wo er beschreibt wie er in einen Gully fällt, im Kanal landet, dort einem Haufen brauner Schei.e begegnet und glaubt, es wäre die FPÖ.
    Kein Aufschrei ging durchs Land, denn das fällt selbstverständlich unter Freiheit der Kunst (besonders bei den Staatskünstlern) und sicher nicht unter den erst kürzlich verschärften Verhetzungsparagrafen, denn Linkslinke sind wie immer gleicher.





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