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Faktor Null: Österreichs Außenpolitik

Jeder Österreicher weiß, wen der abgetretene EU-Kommissionspräsident Barroso ganz besonders gemeint haben muss, als er jetzt in einem Rückblick erstmals Klartext über den üblichen Verlauf der Treffen der europäischen Regierungschefs gesprochen hat: „Kleine und mittlere Mitgliedsstaaten kommen etwa oft nur mit einem einzigen, konkreten Anliegen in die Ratstagungen, andere oft ohne echtes Interesse.“

Dass Barroso erst nach Amtsende so offen ist, ist zwar auch interessant, aber heute nicht das Thema. Aber dass Österreich in den sechs Jahren seit dem Amtsantritt von Werner Faymann keine Außen- oder Europapolitik hat, ist eine durchaus für die ganze Alpenrepublik betrübliche Angelegenheit. Aus Barrosos Worten kann man schließen, dass Faymann auch hinter den Polstertüren des weitaus mächtigsten EU-Gremiums keine Politik zu formulieren hat, sondern wohl nur die paar Sätze memoriert, die er dann vor den Fernsehkameras aufsagen wird.

Ansonsten dürfte der Bundeskanzler nur noch darüber nachsinnen, wie er denn zugleich dem ÖGB gehorchen und dennoch wieder in der Kronenzeitung gut vorkommen könnte. Da diese kaum etwas mit Außenpolitik am Hut hat, hat auch Faymann nichts mit dieser am Hut. Beim maroden Fellner-Blatt braucht er zu seinem Glück nicht einmal nachzudenken. Denn das schreibt sowieso immer gut über Faymann. Etwas Anderes könnte man sich dort gar nicht leisten.

Ansonsten genügt es für den kleinen Mann mit der hohen Stimme, sich vor jedem Gipfel briefen zu lassen, wohin der europäische Hase laufen wird. Das verkündet uns Faymann dann als seine Meinung. Blöd nur, wenn die EU-Willensbildung anders läuft als erwartet. Dann tut sich Faymann ersichtlich schwer, beispielsweise zu begründen, warum er doch / doch nicht / doch noch nicht für neue Sanktionen gegen Russland ist. In Europa ist halt der Mainstream nicht so klar vorhersagbar wie in den österreichischen Medien.

In eine Zerreißprobe kommt Faymann freilich jetzt beim Freihandelsabkommen TTIP. Da hat die Krone sogar dagegen plakatiert. Die Sozialisten Deutschlands, Frankreichs und Italiens sowie die dortigen Gewerkschaften sind jedoch nun ganz klar dafür. Sigmar Gabriel in Hinblick auf TTIP: „Wenn wir uns abkoppeln von den Weltmärkten, wird das viele hunderttausend Menschen in Deutschland am Ende ihren Job kosten.“

Wie soll sich da nur der arme Werner F. positionieren? Fast könnte er einem leid tun.

Natürlich merkt man auch im Ausland, dass es keine österreichische Außenpolitik gibt, dass Österreich in Europa nicht einmal mehr ein Federgewicht ist. In Wien wird beispielsweise von niemandem die Chance erkannt, die man etwa gerade jetzt durch eine Nachbarschaftspolitik mit dem derzeit recht isolierten Ungarn hätte. Aber so wie gegenüber den anderen Nachbarländern gibt es weder eine gute noch eine schlechte Ungarn-Politik Wiens. Es gibt gar keine.

Ungarn orientiert sich daher im Gegensatz zur Vergangenheit heute nur noch nach Deutschland (und dazwischen hie und da nach Russland). Österreich aber wird ignoriert. Der einst von Wolfgang Schüssel versuchte Dreibund Ungarn-Slowakei-Österreich ist nicht einmal mehr in Restbeständen vorhanden. Und die Schuld daran liegt sicher nicht nur in Budapest.

Es findet sich nirgends mehr ein Restbestand der jahrzehntelang so hochgehaltenen österreichischen Mitteleuropapolitik. So als ob da nie etwas gewesen wäre. Fast alles ist kaputt gegangen, was da jahrelang mühsam aufgebaut worden war.

Gewiss, daran trägt nicht nur das völlige außenpolitische Desinteresse Faymanns und seine Ahnungslosigkeit in Hinblick auf internationale Vorgänge Schuld. Auch im Außenministerium sind alle Relikte der einst von Alois Mock so intensiv aufgebauten und dann von Wolfgang Schüssel fortgeführten Ostpolitik unter den folgenden VP-Außenministern total verschwunden.

Auch Sebastian Kurz hat bisher zumindest da noch nichts wirklich Vorzeigbares entwickelt. Am Anfang hat er sich sogar arg vergaloppiert, als er der Ukraine öffentlich die Neutralität empfohlen hat. Das war das Gegenteil von dem, was man dort hören wollte. Inzwischen hat Kiew sogar formell den (ja schon festgeschrieben gewesenen!) blockfreien Status aufgegeben; und es verlangt im eigenen Interesse den Nato-Beitritt. Damit hat Kurz nicht als sonderlich trittfester Außenpolitiker begonnen. Aber immerhin zeigt er inzwischen deutlich mehr Interesse als sein Vorgänger an der Welt rund um Österreich.

Ach ja – in zwei Punkten hat Österreich auf Geheiß der Kronenzeitung in Europa Profil: im Kampf gegen Atomkraftwerke und genverändertes Saatgut. Da betätigt sich vor allem der Landwirtschaftsminister Rupprechter intensiv. Freilich scheinen Österreich und vor allem Rupprechter gerade in diesen beiden Punkten zunehmend in die Rolle des belächelten Sonderlings, eines Don Quijotes, zu geraten, den niemand mehr ob seiner Obessionen ernst nimmt. Im neuen Milliarden-Investitionspaket des Kommissionspräsidenten Juncker wird es beispielsweise viel Geld für zukunftsweisende Nuklear-Energieprojekte geben. Zum Entsetzen von Krone und Rupprechter – was aber die restlichen Europäer nicht kümmert.

Warum ist Österreich heute außenpolitisch nicht vorhanden? Nun der Hauptgrund liegt im Desinteresse aller Akteure. Gute internationale Beziehungen brauchen nämlich gleich eine doppelte Investition: viel Wissen und viel Zeit. Niemand aber ist bereit dazu. Denn diese Investition bringt kurzfristig oft keine Dividenden. Ein Kleinstaat kann ja nicht so wie etwa Frankreich unter Hollande ein paar Kampfflugzeuge in den Krieg schicken, um die Popularität eines schwachen Politikers wenigstens ein bisschen aufzupolieren.

Dahinter steht das allgemeine Prinzip fast jedes österreichischen Politikers: Nur Innenpolitik ist wichtig. Und in der Innenpolitik glaubt man skurrilerweise wiederum, dass man da ausgerechnet auf die Stimmen der Medien zu hören hat, um bei den Wählern gut anzukommen. Was natürlich ein totaler Irrtum ist, denn die Medien sind fast so unbeliebt wie die Parteien, können diesen also absolut nicht helfen, aus dem Sumpf der Bedeutungslosigkeit herauszukommen.

Seit Bruno Kreisky begreift niemand mehr die Möglichkeit, als ständiger Kommentator der Weltpolitik sich auch im kleinen Österreich mit einem Hauch dieser Welt zu umgeben. Und seit Faymann nimmt man nicht einmal die Chancen einer regionalen Außen- und Nachbarschaftspolitik wahr.

Selbst Wladimir Putin hat mittlerweile erkannt, dass ihm ein PR-Tag in Wien international absolut nichts bringt. Denn auch wenn man eine noch so große Zahl mit Null multipliziert, kommt wieder Null heraus.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2014 09:44

    Putin ist in Österreich sehr beliebt, weil wir mit der russischen Vertragstreue gute Erfahrungen gemacht haben und eine Garantie für billige Energieträger bis nach 2030 haben. Nur ein Idiot beisst die Hand, die ihn füttert um sie gegen eine Abhängigkeit von unberechenbaren Energieträgern wie USA zu tauschen. Das weiss sogar ein Taxler, nur die Propagandermedien nicht.
    Putin ist der wichtigste Politiker für europäische Werte.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHerby
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2014 12:26

    Ich möchte mich einem Punkt im obigen Artikel von Dr. Unterberger anschließen:

    Man braucht nur auf die Landkarte zu schauen, wo eine natürliche, naturgegebene Chance liegt um - relativ einfach, aber mit viel Zeit- und Mühe-Investition - verbündete Länder zu finden und auf zu bauen:

    Bratislava ist eine nationale Hauptstadt (der Slowakei), liegt aber nur 55 Km von Wien entfernt. Extrem nahe.

    Nirgendwo auf der Welt gibt es zwei nationale Hauptstädte so wie Wien und Bratislava die geographisch so nahe liegen, Ausnahmen: Rom & Vatikan sowie Kinshasa (Dem. Rep. Kongo) & Brazzaville (Republik Kongo).

    Warum Sebastian Kurz und andere österr. Regierungsmitglieder nicht auf die Idee kommen, öfters die eineinhalb Stunden mit dem Dienstwagen auf der neuen Autobahn nach Bratislava zu fahren ist mir ein Rätsel.

    Warum Außenminister Kurz und andere diese Chance - einen Freund direkt vor der Haustür zu hegen und zu pflegen - nicht nützen ist mir rätselhaft!

    Eine jede nationale Rivalität oder verschiedene Standpunkte lassen sich doch überwinden!

    Etwa die Frage der Atomkraftwerke und Atomsicherheit.

    Wenn man weiter auf die Landkarte schaut sieht man dass Budapest auch nur ein paar zig Autobahnkilometer weiter weg liegt.

    Diese drei Hauptstädte: Wien&Bratislava&Budapest liegen wie auf dem Serviertablett ganz nahe und bieten sich geradezu für eine regionale Nachbarschaftspolitik an! Wer das nicht sieht und zur Kenntnis nimmt muss blind sein.

    Dort wo die österr. Politik aus Ignoranz & Bequemlichkeit den Kopf in den Sand steckt ist die Privatwirtschaft schon aktiv geworden:

    Etwa das Outlet-Center bei Parndorf (direkt an der Ostautobahn A4 gelegen):

    http://www.mcarthurglen.com/at/designer-outlet-parndorf/de/

    wurde von Vornherein von weitsichtigen Managern auf die wohlhabende Schicht in den drei Ländern: A, SK und H gebaut und ausgelegt. Heute sieht man in Parndorf ein riesiges Einkaufszentrum das mittlerweile schon mehrfach ausgebaut wurde und noch immer sind die Parkplätze durch Slowaken, Ungarn und Österreichern an Samstagen bis zum letzen Meter vollgestellt.

    In dem Kontext ist es auch völlig logisch und wurde vom Bund und den Ländern W & NÖ & Burgenland richtig entschieden die Ostautobahn A4 von Wien bis Neusiedl dreispurig aus zu bauen.

    Auch die Raiffeisen-Bank ist zu erwähnen die auf die Kooperation der beiden "Zwillingsstädte" Wien und Bratislava gesetzt hat. Beispielsweise war Raiffeisen eine der treibenden Kräfte beim Schiffsprojekt 'Twincityliner':

    http://www.twincityliner.com/

    Beim Twincityliner gibt es etwa gut organisierte Kurzreisen in die jeweils andere Stadt mit Stadtführung, die gut gebucht sind, nicht nur von den Österreichern sondern auch von Wien-Touristen die sich halt auch für Bratislava interessieren.

    Es ist auch das Projekt "Centrope" zu erwähnen, also die Wirtschafts- und Kultur-Kooperation der Regionen von Ö, CZ, SK und H:

    http://www.centrope.com/de

    http://de.wikipedia.org/wiki/Centrope

    Die Anknüpfungspunkte für eine kreative Außen- und Nachbarschaftspolitik durch Sebastian Kurz liegen auf der Hand: Es ist die Lebenswirklichkeit in Ostösterreich:

    Man braucht nur einmal beim neuen Wiener Hauptbahnhof zu schauen - wie voll sind denn eigentlich die Züge die von Wien bis Petrzalka (=auf dt: "Engerau" = Vorort v. Bratislava) fahren? Sitzen da wenige oder viele Slowaken die hin- und herpendeln drinnen?

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/48/Karte_Ostbahn_%C3%96sterreich.png

    Die Tatsache ist doch: östlich von Wien finden Sie kein Restaurant mehr, kein Kaffeehaus, keine Pizzeria, wo der Kellner nicht aus der Slowakei oder Ungarn kommt. Der Rauchfahgkehrer, Altenpfleger, Krankenschwestern, der Handwerker, der Hilfsarbeiter, der Dachdecker, der Zimmermann ... sie alle kommen aus der Slowakei oder Ungarn.

    Das ist heute die Realität, ob es einem gefällt oder nicht. Im realen Leben ist es so dass die diese drei Völker: Österreicher, Slowaken und Ungarn wiederum unmittelbar zusammenleben und miteinander täglich zu tun haben. Das tägliche Einkommen von vielen Familien in Westungarn und Westslowakei wird in Österreich durch Grenzgänger erwirtschaftet. Mit anderen Worten: Viele Slowaken und Ungarn blicken heute mit vitalem Interesse nach Österreich, wenn bei uns die Wirtschaft floriert dann können sie ihre Familien ernähren.

    Ich bin der Meinung dass die gewaltige Strahlkraft der Stadt Wien es bewirkt hat, dass für die Slowaken & Ungarn keine ausländische Region wichtiger ist als das Wiener Becken - auch nicht die Regionen Tschechiens für die benachbarten Slowaken.

    Ein paar trennende, also hinderliche Faktoren fürs harmonische Zusammenwachsen der drei Länder:
    Die Frage der Atomkraftwerke & Atommüll-Endlager und die damit verbundenen teils irrationalen Ängste. SK & H sind in der NATO und lachen nur über die Neutralität. Durch die Mitgliedschaft bei der NATO ersparen sich SK und H eine Menge Geld bei der Landesverteidigung. Die Sprachbarriere: Ungarisch & Slowakisch sind schwer zu lernenden Sprachen. In der Slowakei gibt es ein Sprachgesetz zum Schutz der slowakischen Sprache, z.B. müssen alle öffentlichen Aufschriften sowie auch in Auslagen auf Slowakisch sein & in keiner anderen Sprache.

    Ein paar gemeinsame & verbindenden Faktoren:
    Alle 3 Länder sind klein und leiden an historischen Traumata: Die Slowaken wurden bisher immer unterdrückt und sind erst seit Kurzem ein freies souveränes Volk. Die Ungarn sind durch die Weltkriege & 40 Jahre Kommunismus traumatisiert und heute ein zutiefst gespaltenes Volk. Österreich wurde nach dem 1.WK zu e. Kleinstaat mit unterentwickeltem Selbstbewusstsein.

    Dennoch ist in allen 3 Ländern das gemeinsame historische Erbe der Habsburgermonarchie noch immer deutlich sichtbar & spürbar, es beginnt bei den Schlössern und Burgen und reicht bis zu den Kochgewohnheiten und den typischen Mehlspeisen. Die Donau als Lebensader verbindet alle drei Hauptstädte. Im Unterbewußtsein gibt es nach wie vor ein Gefühl des Zusammengehörens und der Schicksalsgemeinschaft.

    Verbindende Faktoren sind auch: Das österr. Grenzdorf Wolfsthal wo ein Bürgermeister, der slowakisch spricht ein Klima der Offenheit und Verbundenheit geschaffen hat. Viele Pressburger denen Bratislava wegen der hohen Immobilienpreise zu teuer wurde haben sich in Wolfsthal schmucke Einfamilienhäuser gebaut: etliche gut verdienende Universitätsprofessoren oder Manager für die es kein Problem ist, täglich von Wolfsthal nach Bratislava zu pendeln. Sie fühlen sich als Wahl-Österreicher wohl hier zu leben.
    Und natürlich auch die ungarische Stadt Sopron (Ödenburg) die bekannt ist für die Zahnärzte und Beauty-Salons wo viele Österreicher seit Jahren gerne hinfahren.

    Kurzum: Kaum je zuvor als heute lebten Österreicher, Slowaken und Ungarn so nahe und von einander abhängig mit- und nebeneinander im täglichen Leben. Obwohl die beiden Nachbarländer nach wie vor um vieles ärmer sind als Ö.

    Ein österr. Außenminister hat also beste Vorraussetzungen um Anknüpfungspunkte zu finden, wie man die bestehende Freundschaft speziell zu den Nationen SK und H. noch mehr vertiefen kann.

    Wieviele Vorteile haben Niederlande, Belgien und Luxemburg durch das sagenhafte "BeNeLux-Bündnis" für sich herausgeholt? Langfristig wäre es geboten auch für Österreich etwas ähnliches anzustreben, obwohl SK und H heute noch auf einem viel niedrigeren Wohlstandsniveau sind.
    Herr Außenminister Kurz: Sie sind gefordert !

  3. Ausgezeichneter KommentatorObrist
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2014 08:43

    Nicht Ahnungslosigkeit sondern die grenzenlose Dummheit unserer Politikermarionetten und rücksichtsloses Kalkül ihrer Spieler verhindern, dass unser Land als gleichwertig, selbst unter kleinen Nachbarn, wahrgenommen wird.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2014 09:37

    In F sind sowohl der Staat als auch die Gewerkschaften Gegner von TTIP,ebenso wie die US-Unions.
    Woher weiss A.U. das Gegenteil? Propaganda für Analphabeten? TIPP, France, Sydicat googeln!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2014 14:31

    Andienen und Buckeln scheint das Wichtigste zu sein. Nur keine Wellen schlagen, könnt einem ja schaden.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2014 10:39

    Die Null-Mathematik ist logisch bei so viel Nullen und Null-Ergebnissen, hätten wir das beim Schuldenberg, wäre das positiv zu bewerten.

    Ich hoffe, der Taxameter von Faymann läuft endlich bald ab, der bringt außer völlig falschen Positionen auch völlig falsche Intentionen und trotz Medienbestechung für Österreich nichts Gutes. ( http://www.staatsschulden.at ). Ich glaube, die Menschen brauchen diese Propaganda nicht mehr, sie wissen schon, was dahintersteckt.

    Kurz zu Kurz: Er kann ja nicht frei entwickeln, er hat ja die linkshörige Partei als Klumpfuß, die Regierung als Klumpfuß und da speziell den Regierungschef.

    Wie soll sich Faymann positionieren ? Wie wäre es denn mit einer Volksbefragung ?

    Es gibt nämlich auch Politiker, die wissen, was die Menschen denken und wollen und danach das Beste für sie tun wollen, aber solche gibt es bei uns offenbar nicht lange entweder aus Parteiräson oder aus Selbstbedienungsgründen.

    Ich denke, die nächste Lohnerhöhung für Politiker steht an, oder ?

    PROSIT 2015 !

  7. Ausgezeichneter KommentatorErich Bauer
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    31. Dezember 2014 09:55

    Dass Kiew am Dienstag, in Brüssel, ein Garagen-Experiment mit Westinghouse in die Gänge gebracht hat, scheint nicht einmal die KRONE (unseren AKW-Wachtturm) zu interessieren…

    Dass US-Kernbrennstoff mit Druckwasserreaktoren (russisch) vom Typ WWER nicht kompatibel ist, hat sich schon mehrfach herausgestellt. In Temelin hat man auf US-Brennstäbe aus gutem Grund verzichtet. Im Süduktainischen Atomkraftwerk gab es 2012/2013 mit diesen Brennstäben massive Probleme…

    Europa wird dieser realen Bedrohung nonchalant ausgesetzt und das Ganze von Brüssel abgesegnet… Wenn der „Russ“ schon nicht und nicht in Europa einmarschieren will, dann mach ma uns gleich selber „Maier“. Diese West-Familie erinnert mich immer mehr an „Adams Family“ oder „The Munsters“.

    Kurz-Bub willst dich nicht ein bisschen aus dem Fenster lehnen, wie bei den Nachbar-AKWs? Aber, wahrscheinlich hat er recht in dieser Sache in Deckung zu bleiben... er bliebe sicher ganz ALLEIN. Ohne Presse und NGOs. So was bringt dann "politisch" gar nix.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorGennadi
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    03. Januar 2015 14:54

    Weil sich der unerfahrene Kurz im Ausland ein ums andere Mal blamiert, unterstützt er lieber weiter seine islamistischen Freunde.
    Umsonst wird das sicher nicht sein.


alle Kommentare

  1. Gennadi (kein Partner)
    03. Januar 2015 14:54

    Weil sich der unerfahrene Kurz im Ausland ein ums andere Mal blamiert, unterstützt er lieber weiter seine islamistischen Freunde.
    Umsonst wird das sicher nicht sein.

  2. Homo vitae (kein Partner)
    02. Januar 2015 20:46

    "Natürlich merkt man auch im Ausland, dass es keine österreichische Außenpolitik gibt"

    In geopolitischen Fragen ist die österreichische Außenpolitik genauso unselbständig wie der Unterberger-Blog.

  3. V. Nuland (kein Partner)
    02. Januar 2015 19:29

    Österreich kann keine eigene Außenpolitik machen, wenn nicht einmal die EU eine eigenständige Außenpolitik machen darf. US Vice President Joe Biden ist für die Außenpolitik Europas zuständig.

    • US-Enddarm-Politik (kein Partner)
      02. Januar 2015 20:06

      Die die gesamte Welt ausplündernde US-Außenpolitik ist ein Kartenhaus, das über unseren Köpfen zusammenkrachen wird. Daran kann auch ein in der ÖVP (aus welchen Gründen auch immer) herumgereichtes Buberl nichts ändern. Aber das jetzige System wird unter den Trümmern begraben werden - und das ist gut so.

  4. IWF (kein Partner)
    02. Januar 2015 19:18

    Sieht man sich die momentane machtpolitische, wirtschaftliche und soziale Lage der Welt an, so ist klar: Die Politik ist vollkommen gescheitert. Alle momentanen Politiker müssen entfernt werden, sie sind eine Gefahr für die Menschheit.

  5. Einspruch! (kein Partner)
    02. Januar 2015 12:27

    "Wie soll sich da nur der arme Werner F. positionieren? Fast könnte er einem leid tun."

    Tut er wirklich wem leid, der Herr? Mir nicht. Er ist verantwortlich für einen vorher unvorstellbar gewesenen Stillstand ( = Rückschritt!) in unserem Land, er hat uns immer wieder in übler Art hinters Licht geführte (um einen treffenderen Ausdruck zu vermeiden - man denke nur an die Geschichte mit der Verlängerung der Legislaturperiode, die uns als probates Mittel gegen den Stillstand verkauft wurde, in Wirklichkeit wurde der Stillstand weiter betoniert).

    Nein, dieser völlig unerträgliche Herr sollte besser heute als morgen in der Versenkung verschwinden. Bevor er NOCH mehr anstellen kann!

  6. F.V. (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      02. Januar 2015 12:10

      Was soll dieser Artikel Unterbergers eigentlich sagen?

      Er wiederholt ad nauseam, daß Vaiman ein Idiot ist und Krone oder Fellner nachplappert. Welche „Außenpolitik“ erwartet er sich dann aber von diesem geistigen Taglöhner? – Dieser Teil ist also nur der übliche Buchstaben-Müll.

      Dann zitiert er ein paar deutsche und französische Rote (= Sozialisten), also in seiner Ideologie Vertreter des Gottseibeiuns als Zeugen dafür, daß wir in Österreich zu blöd wären, die Vorzüge des US-TTIP richtig zu würdigen. Da versucht er wohl mit Belzebub den Teufel auszutreiben.

      Er verschweigt – oder begreift nicht -, daß die BRDDR ein tibutpflichtiger Vasall der USA ist. Es gilt: „Protego, ergo oblogo!“ Und Frankreich ist bankrott – also auch zu Wohlverhalten angehalten.

      Und was den Studenten Kurz betrifft, liegt der Skandal darin, nach welchen Kriterien heute Staatsämter vergeben werden. Daß er sogar in einem noch nicht ganz verbogenem Empfinden für politische Realität und Ausgleich eine neutrale Position der Ukraine empfiehlt, beweist mehr Verstand, als ihn der Groß-Guru Unterberger hier laufend zum Besten gibt.

      PS: Auch wenn Rupprechter ein Komiker ist, kommt es manchmal vor, daß auch Komiker etwas Richtiges sagen.

  7. AppolloniO (kein Partner)
    02. Januar 2015 11:41

    11er Frage: wie hießen die Außenminister zwischen Ferrero Waldner und Kurz?

    Als kleines Land sollte sich Österreich mit ein paar ähnlich gesinnten Staaten zusammen tun um mehr Gewicht zu bekommen, aber: welche Gesinnung hat Ö? Rückzug vom Golan, bei Ukraine/Russland zwischen allen Stühlen, direkte Nachbarn nur verärgert. Selbst A.Us. Bilanz ist noch zu rosig.

    Und in keinem Ressort schaut`s besser aus. Wählt endlich die Totengräber ab.

  8. schreyvogel
    01. Januar 2015 10:57

    "Seit Bruno Kreisky begreift niemand mehr die Möglichkeit, als ständiger Kommentator der Weltpolitik sich auch im kleinen Österreich mit einem Hauch dieser Welt zu umgeben", so schreibt A.U.

    Gibt es in Österreich wirklich keinen Politiker, der imstande wäre, der österreichischen Nation als ständiger Senfspender zur Weltpolitik zu dienen?

  9. brechstange
    31. Dezember 2014 14:31

    Andienen und Buckeln scheint das Wichtigste zu sein. Nur keine Wellen schlagen, könnt einem ja schaden.

    • Erich Bauer
      31. Dezember 2014 15:34

      Naja... da ist ja das TS fast schon ein Prototyp dafür.. (ROFL) Alles Gute. Aber... es wird wahrscheinlich eh schlecht. Was soll man sagen? Right or wrong... its my Party. Rein persönlich halt ich das für Zeitverschwendung. Es ist jedenfalls nicht meine Zeit.

    • brechstange
      01. Januar 2015 19:22

      Wir buckeln nicht. Herr Bauer, Sie sollten inzwischen auch schon erfahren haben, dass die Medien gewisse Dinge ausblenden. Nein, es ist keine Zeitverschwendung. Irgendjemand muss beginnen, wir tun es. Wir jammern nicht, wir tun. Leicht ist es nicht, aber wir tun es. Am Ende erwarte ich Erfolg für Österreich in welcher Form auch immer.

  10. Erich Bauer
    31. Dezember 2014 13:27

    Ich wünsche dem neuen TV-Format: COMPACT-TV Magazin alles, alles Gute für 2015! Und ganz, ganz viel Erfolg...

    https://www.youtube.com/watch?v=RCfzH7EWexg

    Kürzlich wollte ich beim Morawa die Print-Ausgabe von COMPACT-Magazin kaufen, bzw. bestellen... Das ist nicht möglich. Die Verkaufsangestellte kannte dieses Magazin. Mit sichtlichem Bedauern eröffnete sie mir, dass diese Zeitschrift nicht nach Österreich geliefert wird. Auf meine, lustig vorgebrachte Frage, ob dieses Magazin auf dem "Index" steht... nickte sie leicht.

    Vielleicht nehm' ich mir die Mühe und frag mal den Kurz-Bub...

    • Riese35
      31. Dezember 2014 14:38

      Sehr interessant. Danke für den Link. Woher kann man denn dieses Magazin beziehen? Wo wird es herausgegeben? Vielleicht gar in Rußland? Direkt in Rußland bestellen?

      War früher die Presse im Westen frei, muß man sich heute immer mehr an Rußland orientieren. In Moskau, in der Twerskaja gibt des das Dom Knigi, ein fantastisches Geschäft.

    • Erich Bauer
      31. Dezember 2014 14:41

      @ woher kann man dieses Magazin beziehen...?

      Ich weiß es nicht. Vielleicht komm ich bei meinem anstehenden Skiurlaub nach Garmisch Partenkirchen. Ich werde versuchen, das Print-Magazin dort zu ergattern...

      Ich halte Sie auf dem Laufenden...

    • oberösi
    • Haider
      01. Januar 2015 23:13

      Das Compact-Magazin (besonders deren Sondernummern) von Dr. Jürgen Elsässer gehört schon lange zu meiner alternativen Pflichtlektüre! Dies ist für mich eines der Alternativprogramme zum Primitiv-Geschwrubel der österreichischen Plagiatoren (sie nennen sich Journalisten).

  11. Herby
    31. Dezember 2014 12:26

    Ich möchte mich einem Punkt im obigen Artikel von Dr. Unterberger anschließen:

    Man braucht nur auf die Landkarte zu schauen, wo eine natürliche, naturgegebene Chance liegt um - relativ einfach, aber mit viel Zeit- und Mühe-Investition - verbündete Länder zu finden und auf zu bauen:

    Bratislava ist eine nationale Hauptstadt (der Slowakei), liegt aber nur 55 Km von Wien entfernt. Extrem nahe.

    Nirgendwo auf der Welt gibt es zwei nationale Hauptstädte so wie Wien und Bratislava die geographisch so nahe liegen, Ausnahmen: Rom & Vatikan sowie Kinshasa (Dem. Rep. Kongo) & Brazzaville (Republik Kongo).

    Warum Sebastian Kurz und andere österr. Regierungsmitglieder nicht auf die Idee kommen, öfters die eineinhalb Stunden mit dem Dienstwagen auf der neuen Autobahn nach Bratislava zu fahren ist mir ein Rätsel.

    Warum Außenminister Kurz und andere diese Chance - einen Freund direkt vor der Haustür zu hegen und zu pflegen - nicht nützen ist mir rätselhaft!

    Eine jede nationale Rivalität oder verschiedene Standpunkte lassen sich doch überwinden!

    Etwa die Frage der Atomkraftwerke und Atomsicherheit.

    Wenn man weiter auf die Landkarte schaut sieht man dass Budapest auch nur ein paar zig Autobahnkilometer weiter weg liegt.

    Diese drei Hauptstädte: Wien&Bratislava&Budapest liegen wie auf dem Serviertablett ganz nahe und bieten sich geradezu für eine regionale Nachbarschaftspolitik an! Wer das nicht sieht und zur Kenntnis nimmt muss blind sein.

    Dort wo die österr. Politik aus Ignoranz & Bequemlichkeit den Kopf in den Sand steckt ist die Privatwirtschaft schon aktiv geworden:

    Etwa das Outlet-Center bei Parndorf (direkt an der Ostautobahn A4 gelegen):

    http://www.mcarthurglen.com/at/designer-outlet-parndorf/de/

    wurde von Vornherein von weitsichtigen Managern auf die wohlhabende Schicht in den drei Ländern: A, SK und H gebaut und ausgelegt. Heute sieht man in Parndorf ein riesiges Einkaufszentrum das mittlerweile schon mehrfach ausgebaut wurde und noch immer sind die Parkplätze durch Slowaken, Ungarn und Österreichern an Samstagen bis zum letzen Meter vollgestellt.

    In dem Kontext ist es auch völlig logisch und wurde vom Bund und den Ländern W & NÖ & Burgenland richtig entschieden die Ostautobahn A4 von Wien bis Neusiedl dreispurig aus zu bauen.

    Auch die Raiffeisen-Bank ist zu erwähnen die auf die Kooperation der beiden "Zwillingsstädte" Wien und Bratislava gesetzt hat. Beispielsweise war Raiffeisen eine der treibenden Kräfte beim Schiffsprojekt 'Twincityliner':

    http://www.twincityliner.com/

    Beim Twincityliner gibt es etwa gut organisierte Kurzreisen in die jeweils andere Stadt mit Stadtführung, die gut gebucht sind, nicht nur von den Österreichern sondern auch von Wien-Touristen die sich halt auch für Bratislava interessieren.

    Es ist auch das Projekt "Centrope" zu erwähnen, also die Wirtschafts- und Kultur-Kooperation der Regionen von Ö, CZ, SK und H:

    http://www.centrope.com/de

    http://de.wikipedia.org/wiki/Centrope

    Die Anknüpfungspunkte für eine kreative Außen- und Nachbarschaftspolitik durch Sebastian Kurz liegen auf der Hand: Es ist die Lebenswirklichkeit in Ostösterreich:

    Man braucht nur einmal beim neuen Wiener Hauptbahnhof zu schauen - wie voll sind denn eigentlich die Züge die von Wien bis Petrzalka (=auf dt: "Engerau" = Vorort v. Bratislava) fahren? Sitzen da wenige oder viele Slowaken die hin- und herpendeln drinnen?

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/48/Karte_Ostbahn_%C3%96sterreich.png

    Die Tatsache ist doch: östlich von Wien finden Sie kein Restaurant mehr, kein Kaffeehaus, keine Pizzeria, wo der Kellner nicht aus der Slowakei oder Ungarn kommt. Der Rauchfahgkehrer, Altenpfleger, Krankenschwestern, der Handwerker, der Hilfsarbeiter, der Dachdecker, der Zimmermann ... sie alle kommen aus der Slowakei oder Ungarn.

    Das ist heute die Realität, ob es einem gefällt oder nicht. Im realen Leben ist es so dass die diese drei Völker: Österreicher, Slowaken und Ungarn wiederum unmittelbar zusammenleben und miteinander täglich zu tun haben. Das tägliche Einkommen von vielen Familien in Westungarn und Westslowakei wird in Österreich durch Grenzgänger erwirtschaftet. Mit anderen Worten: Viele Slowaken und Ungarn blicken heute mit vitalem Interesse nach Österreich, wenn bei uns die Wirtschaft floriert dann können sie ihre Familien ernähren.

    Ich bin der Meinung dass die gewaltige Strahlkraft der Stadt Wien es bewirkt hat, dass für die Slowaken & Ungarn keine ausländische Region wichtiger ist als das Wiener Becken - auch nicht die Regionen Tschechiens für die benachbarten Slowaken.

    Ein paar trennende, also hinderliche Faktoren fürs harmonische Zusammenwachsen der drei Länder:
    Die Frage der Atomkraftwerke & Atommüll-Endlager und die damit verbundenen teils irrationalen Ängste. SK & H sind in der NATO und lachen nur über die Neutralität. Durch die Mitgliedschaft bei der NATO ersparen sich SK und H eine Menge Geld bei der Landesverteidigung. Die Sprachbarriere: Ungarisch & Slowakisch sind schwer zu lernenden Sprachen. In der Slowakei gibt es ein Sprachgesetz zum Schutz der slowakischen Sprache, z.B. müssen alle öffentlichen Aufschriften sowie auch in Auslagen auf Slowakisch sein & in keiner anderen Sprache.

    Ein paar gemeinsame & verbindenden Faktoren:
    Alle 3 Länder sind klein und leiden an historischen Traumata: Die Slowaken wurden bisher immer unterdrückt und sind erst seit Kurzem ein freies souveränes Volk. Die Ungarn sind durch die Weltkriege & 40 Jahre Kommunismus traumatisiert und heute ein zutiefst gespaltenes Volk. Österreich wurde nach dem 1.WK zu e. Kleinstaat mit unterentwickeltem Selbstbewusstsein.

    Dennoch ist in allen 3 Ländern das gemeinsame historische Erbe der Habsburgermonarchie noch immer deutlich sichtbar & spürbar, es beginnt bei den Schlössern und Burgen und reicht bis zu den Kochgewohnheiten und den typischen Mehlspeisen. Die Donau als Lebensader verbindet alle drei Hauptstädte. Im Unterbewußtsein gibt es nach wie vor ein Gefühl des Zusammengehörens und der Schicksalsgemeinschaft.

    Verbindende Faktoren sind auch: Das österr. Grenzdorf Wolfsthal wo ein Bürgermeister, der slowakisch spricht ein Klima der Offenheit und Verbundenheit geschaffen hat. Viele Pressburger denen Bratislava wegen der hohen Immobilienpreise zu teuer wurde haben sich in Wolfsthal schmucke Einfamilienhäuser gebaut: etliche gut verdienende Universitätsprofessoren oder Manager für die es kein Problem ist, täglich von Wolfsthal nach Bratislava zu pendeln. Sie fühlen sich als Wahl-Österreicher wohl hier zu leben.
    Und natürlich auch die ungarische Stadt Sopron (Ödenburg) die bekannt ist für die Zahnärzte und Beauty-Salons wo viele Österreicher seit Jahren gerne hinfahren.

    Kurzum: Kaum je zuvor als heute lebten Österreicher, Slowaken und Ungarn so nahe und von einander abhängig mit- und nebeneinander im täglichen Leben. Obwohl die beiden Nachbarländer nach wie vor um vieles ärmer sind als Ö.

    Ein österr. Außenminister hat also beste Vorraussetzungen um Anknüpfungspunkte zu finden, wie man die bestehende Freundschaft speziell zu den Nationen SK und H. noch mehr vertiefen kann.

    Wieviele Vorteile haben Niederlande, Belgien und Luxemburg durch das sagenhafte "BeNeLux-Bündnis" für sich herausgeholt? Langfristig wäre es geboten auch für Österreich etwas ähnliches anzustreben, obwohl SK und H heute noch auf einem viel niedrigeren Wohlstandsniveau sind.
    Herr Außenminister Kurz: Sie sind gefordert !

    • Riese35
      31. Dezember 2014 13:00

      Ja, das wäre eine Riesenchance. Nur Österreich mit der derzeitigen Regierung ist vollkommen unfähig:

      a) Der SPÖ ist Österreich vollkommen wurscht, wenn es um die eigene Stimmenmaximierung geht. Das war schon in den 30er Jahren so gegen den einzigen Regierungschef, der im Kampf gegen die Nationalsozialisten gefallen ist. Bis heute hat man daraus nichts gelernt. Und es ist heute noch immer so, wenn man mittels Vermögens- und Negativsteuern die autochthone Bevölkerung ruinieren und zum Ersatz der abhandengekommenen Wählerschaft die Völkerwanderung aus Ostanatolien in Schwung bringen und das österreichische Vermögen dafür an die US-Oligarchen verschleudern möchte.

      b) Der ÖVP wiederum ist seit dem Abgang von Mock und Schüssel der Osten völlig wurscht. Man blickt nach Westen und bittet gnädig, in den erlauchten Kreis der US-Vasallen aufgenommen zu werden.

    • Kritik48
      31. Dezember 2014 13:04

      Ausgezeichnete Darstellung!

    • Riese35
      31. Dezember 2014 13:18

      Wie "nahe" Wien und Preßburg wirklich sind, erkennt man am Schienennetz: 25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hat sich an der Hauptverbindungsstrecke kaum etwas geändert. Sie ist immer noch eingleisig und nicht elektrifiziert. 1914 war sie in besserem Zustand. Nicht viel anders ist die zweite Strecke über die Raaberbahn. Sie ist zwar als heutige Hauptstrecke nach Budapest relativ gut ausgebaut, nur endet die neu errichtete Abzweigung nach Preßburg in einem Vorort in Transdanubien. Eine Fahrt in den Hauptbahnhof erforderte eine zusätzliche, etwa halbstündige Stadtumrundung. Überdies ist auch diese Strecke keine Hochgeschwindigkeitsstrecke und verläuft über einen bedeutenden Umweg über Bruck.

      Dabei ist die Landschaft zwischen Wien und Preßburg fast durchgehend brettleben. An den Flughafen Schwechat anschließend wäre es sehr leicht gewesen, eine neue, schnurgerade Hochgeschwindigkeitsstrecke zu errichten, statt ehemalige Lokalbahnen mit teurem Geld neu zu errichten und diese dann als Hauptstrecke zu deklarieren. Die Fahrzeit zwischen Wien und Preßburg wäre auf einer neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke vermutlich so etwa 15 bis 20 Minuten.

    • Elisabeth Mudra
      31. Dezember 2014 13:46

      @ Herby, Sie haben köstliche Anmutungen. Wenn ich nicht irre, hatte vor einiger Zeit Herr Dr. Unterberger vom IQ heutiger Maturanten berichtet: Mehr als zwei Drittel zücken auf die Frage „wieviel sind 10% von 130“ ebenso intelligent wie flink das Smartphone und tippen wie verrückt drauf herum, die anderen können diese nobelpreisverdächtige Frage sogar aus dem Kopf beantworten.

      Und welcher Testgruppe würden Sie nun Herrn Maturanten Kurz zuordnen? Eben drum: „Herr Außenminister Kurz: Sie sind gefordert!“ ist ein korrektes Begehr und deswegen völlig irreal.
      .

    • Erich Bauer
      31. Dezember 2014 13:59

      Wenn man junge Probanden fragt nach 10% in oder auf 100 stürzt sogar das Tablet ab... (ROFL)

    • machmuss verschiebnix
      31. Dezember 2014 19:57

      Sehe ich auch so, wäre sehr gescheit, jetzt schon etwas enger zusammen zu rücken,
      denn zusammen (zajedna, auch mit Tschechien ) ist man der EU nicht gar so hilflos
      ausgeliefert. Außerdem könnte / sollte man schon vor dem Zusammenbruch der EU in
      aller Seelenruhe einen Verbund der Regionen andenken - aber damit soßen wir schon
      wieder an die sehr engen Grenzen der nationalen Regierungen, die nämlich am eigenen
      Futtertrog enden. MIT DENEN wird nichts Neues entstehen - ausgenommen neue Schulden ! ! !

    • machmuss verschiebnix
      31. Dezember 2014 20:00

      hihi - ja, Erich Bauer - stürzt ab, weil's denen aus der Hand rutscht :))

    • bécsi megfigyelö
      31. Dezember 2014 22:54

      @Herby

      Ich lebte ehedem einige Jahre in Komorn (damals CSSR) und spreche neben meiner ungarischen Muttersprache auch einigermaßen slowakisch. Das jahrzehntelange Desinteresse Österreichs an unserer engsten Nachbarschaft (aber auch etwa gegenüber Sachsen in Siebenbürgen und Donau-Schwaben) ist aber eben so notorisch wie abgrundtief peinlich.

      Herbys Aussagen sind absolut treffend. Solches Verlangen aber nun einem Herrn Kurz vorzutragen, der mutmaßlich „Gran“ für eine Whiskysorte hält und nicht einmal 10% von 130 ohne Hilfsmittel rechnen kann, der hält auch Herrn Faymann für einen Regierungschef.
      .

    • Haider
      01. Januar 2015 23:21

      Als wir der EU beitraten hieß es, jetzt hätten wir endlich betreffend Benes-Dekreten und Avnoj-Bestimmungen ein Mitspracherecht. Haben wir dieses nicht genutzt? Zeigten uns die Täter-Staaten die "Lange Nase"? Hat man Österreich ausgelacht?
      Auf jeden Fall: Heuer sind es 20 Jahre, seit wir in die EU gelogen wurden und niemand feiert? Warum wohl?

  12. machmuss verschiebnix
    31. Dezember 2014 11:44

    Hart aber richtig, das Résumé über die Faymann-Politik.

    Sigmar Gabriel scheint aber auch nicht allzugut "ge-brieft" worden zu sein:
    » Wenn wir uns abkoppeln von den Weltmärkten «
    Soll man daraus entnehmen, daß Deutschland bisher (ohne TTIP) von den
    Weltmärkten abgekoppelt war ? Oder soll das erst passieren, wenn Deutschland
    auf die amerikanischen Begehrlichkeiten keine Rücksicht nimmt !@?

  13. Josef Maierhofer
    31. Dezember 2014 10:39

    Die Null-Mathematik ist logisch bei so viel Nullen und Null-Ergebnissen, hätten wir das beim Schuldenberg, wäre das positiv zu bewerten.

    Ich hoffe, der Taxameter von Faymann läuft endlich bald ab, der bringt außer völlig falschen Positionen auch völlig falsche Intentionen und trotz Medienbestechung für Österreich nichts Gutes. ( http://www.staatsschulden.at ). Ich glaube, die Menschen brauchen diese Propaganda nicht mehr, sie wissen schon, was dahintersteckt.

    Kurz zu Kurz: Er kann ja nicht frei entwickeln, er hat ja die linkshörige Partei als Klumpfuß, die Regierung als Klumpfuß und da speziell den Regierungschef.

    Wie soll sich Faymann positionieren ? Wie wäre es denn mit einer Volksbefragung ?

    Es gibt nämlich auch Politiker, die wissen, was die Menschen denken und wollen und danach das Beste für sie tun wollen, aber solche gibt es bei uns offenbar nicht lange entweder aus Parteiräson oder aus Selbstbedienungsgründen.

    Ich denke, die nächste Lohnerhöhung für Politiker steht an, oder ?

    PROSIT 2015 !

  14. Erich Bauer
    31. Dezember 2014 09:55

    Dass Kiew am Dienstag, in Brüssel, ein Garagen-Experiment mit Westinghouse in die Gänge gebracht hat, scheint nicht einmal die KRONE (unseren AKW-Wachtturm) zu interessieren…

    Dass US-Kernbrennstoff mit Druckwasserreaktoren (russisch) vom Typ WWER nicht kompatibel ist, hat sich schon mehrfach herausgestellt. In Temelin hat man auf US-Brennstäbe aus gutem Grund verzichtet. Im Süduktainischen Atomkraftwerk gab es 2012/2013 mit diesen Brennstäben massive Probleme…

    Europa wird dieser realen Bedrohung nonchalant ausgesetzt und das Ganze von Brüssel abgesegnet… Wenn der „Russ“ schon nicht und nicht in Europa einmarschieren will, dann mach ma uns gleich selber „Maier“. Diese West-Familie erinnert mich immer mehr an „Adams Family“ oder „The Munsters“.

    Kurz-Bub willst dich nicht ein bisschen aus dem Fenster lehnen, wie bei den Nachbar-AKWs? Aber, wahrscheinlich hat er recht in dieser Sache in Deckung zu bleiben... er bliebe sicher ganz ALLEIN. Ohne Presse und NGOs. So was bringt dann "politisch" gar nix.

    • Riese35
      31. Dezember 2014 12:43

      Die USA versuchen der ganzen Welt die Regeln, wie ein Staatswesen und die Wirtschaft zu funktionieren haben, aufzuzwingen. Die ganze Welt muß nach demselben Muster funktionieren. Und dieses Muster ist immer so, daß US-Unternehmen unter solchen Rahmenbedingungen dann ihre Vorteile haben und die lokale Wirtschaft ruinieren können. Ein Mutterland mit dem Rest der Welt als Kolonien, die das Mutterland versorgen. Von Partnerschaft auf Augenhöhe keine Spur. TIPP geht offenbar in dieselbe Richtung. Es dient der Festigung der US-Hegemonie über Europa. Und in der Ukraine funktioniert die transatlantische Kooperation so, daß Europa die damit verbundenen Lasten trägt und die USA den damit verbundenen Nutzen lukrieren.

    • Erich Bauer
      31. Dezember 2014 13:17

      Den USA geht's vor allem um die Leid(t)währung... Und daher befinden wir uns bereits mitten im globalen Weltwirtschaftskrieg... Die meisten Leute wissen das noch nicht. GsD ist man noch nicht soweit die militärische Karte zu ziehen. Doch... bei dieser "Leid(t)währung geht's um ALLES. Ich denke, dieser "Krieg" ist nicht zu gewinnen. Und ich hoffe auf ein Einsehen. Die Wirtschaftskrieg-Propaganda läuft jedenfalls auf vollen Touren.

      Aber, auch im 2. WK wusste man an der "Heimatfront" kaum was über die Ereignisse an der wirklichen Front. Erst als die Einschläge immer näher kamen und hörbar wurden... wurde man aufgeschreckt. Und als der Volxempfänger seine Manipulations- und Desinformationstätigkeit einstellen musste... dann war's klar. Und dann kam die "Abrechnung"...

  15. Gerhard Pascher
    31. Dezember 2014 09:55

    Warum wird Michael Spindelegger vom Blogbetreiber nicht erwähnt, welcher 2008 bis 2013 den Außenminister nur als Nebenjob betrachtete? Werner Faymann wird als schwächster Bundeskanzler in die Geschichte der 2. Republik eingehen, aber früher roder später ist auch dies Vergangenheit.

  16. socrates
    31. Dezember 2014 09:44

    Putin ist in Österreich sehr beliebt, weil wir mit der russischen Vertragstreue gute Erfahrungen gemacht haben und eine Garantie für billige Energieträger bis nach 2030 haben. Nur ein Idiot beisst die Hand, die ihn füttert um sie gegen eine Abhängigkeit von unberechenbaren Energieträgern wie USA zu tauschen. Das weiss sogar ein Taxler, nur die Propagandermedien nicht.
    Putin ist der wichtigste Politiker für europäische Werte.

    • Riese35
      31. Dezember 2014 12:32

      @socrates: *******************!

      Und Rußland entwickelt sich heute immer mehr zur Schutzmacht der Christen.

    • Pennpatrik
      01. Januar 2015 09:44

      @Riese35
      Ziemlich unbekannt bei uns (auch das setzt Bildung voraus) ist, dass Russland als Schutzmacht der Christen im Osmanischen Reich galt.

    • Prinz Eugen von Savoyen (kein Partner)
      02. Januar 2015 10:38

      Russland stand immer für Vertragstreue, was es erheblich von Österreich unterscheidet. Schon Franz Josef hat sich bald bei den Russen unbeliebt gemacht mit seinem Herumlavieren, nachdem die Russen sein Krönchen gerettet hatten.

      Die beste Nationalhymne gäbe es bei Grillparzer: als wärs ein Schicksal dieses edlen(?) Hauses, nach halben Zielen auf halben Wegen mit halben Mitteln zauderhaft zu streben.

      Wenn frau das gendert, ist es sogar zeitgemäßIn.

    • Gennadi (kein Partner)
      03. Januar 2015 14:50

      Wieviel zahlen die Russen für diesen Kommentar?

  17. socrates
    31. Dezember 2014 09:37

    In F sind sowohl der Staat als auch die Gewerkschaften Gegner von TTIP,ebenso wie die US-Unions.
    Woher weiss A.U. das Gegenteil? Propaganda für Analphabeten? TIPP, France, Sydicat googeln!

    • socrates
      31. Dezember 2014 12:36

      Eine kleine Auswahl aus F: TTIP heißt dort TAFTA (Ehrensache daß es anders heißt)

      CFDT - TTIP : les syndicats européens et américains posent ...
      www.cfdt.fr/.../ttip-les-syndicats-europeens-et-ameri...Diese Seite übersetzen
      26.05.2014 - Le traité de libre-échange transatlantique (TTIP) soulève de nombreuses ... La Confédération européenne des syndicats (CES) et l'American ...

      Collectif Stop TAFTA - Non au Grand Marché ...
      https://www.collectifstoptafta.org/Diese Seite übersetzen
      Jeudi 4 décembre 2014, l'initiative citoyenne auto-organisée Stop TTIP a ... Urgence ICE Stop TAFTA et CETA : récolter 25 000 signatures en France pour .... Répondant à l'appel de mouvements sociaux, syndicats, partis, associations et ...

      Syndicat de la Librairie Française | European and ...
      eibf-booksellers.org/.../syndicat-de-la-librairie-fran-...Diese Seite übersetzen
      France. Hôtel de Massa 38, rue du Faubourg Saint-Jacques 75014 Paris ... Mail : contact[@]syndicat-librairie.fr. Web: http://www.syndicat-librairie.fr ... Börsenverein's TTIP - Timeline · New award from the government to support bookshops in ...

      OGBL | La force sociale au service du salarié
      www.ogbl.lu/Diese Seite übersetzen
      15-12-2014Les trois syndicats APESS, FEDUSE et SEW/OGBL, réunis en ... Budget 2015. Dossier Storify: cliquez ici. TTIP Campagne Stop TTIP & CETA

      TTIP: en France, la mobilisation prend de l'ampleur! - TTIP
      ttip2014.eu/blog.../France%20TTIP%20Jadot.htmlDiese Seite übersetzen
      12.05.2014 - La mobilisation grandit chaque jour un peu plus en France, à mesure ... la Confédération paysanne, des syndicats et des partis politiques mais ...

      TISA TTIP le grand marché transatlantique menace les ...
      www.initiative-communiste.fr/.../tisa-ttip-grand-mar...Diese Seite übersetzen
      09.07.2014 - En France, le syndicat Force ouvrière (FO) déplore le silence du gouvernement concernant ces négociations, qui visent à ouvrir le « marché ...

    • hamburger zimmermann
      31. Dezember 2014 14:07

      @ socrates

      "Woher weiss A.U. das Gegenteil? Propaganda für Analphabeten?"

      Transatlantische Organisationen wie Atlantik-Brücke, Aspen-Institut, Deutsche Atlantische Gesellschaft, Atlantische Initiative, American Academy, European Council on Foreign Relations ua, die als private Vereine mit hehren Zielen der deutsch-amerikanischen Freundschaft auftreten, wirken also doch (noch).

      „Man kann einen Journalisten billiger haben als eine gute Hure, für einige hundert Dollar im Monat“. Mit diesen Worten zitierte der Redakteur Philip Graham von der Washington Post einen CIA-Agenten über die Bereitschaft von Journalisten, die gewillt waren, für die CIA Propaganda-Berichte in Artikeln zu verbreiten (zitiert aus Udo Ulfkotte, Gekaufte Journalisten und ohne irgendwelche Parallelen herstellen zu wollen).
      .

    • socrates
      31. Dezember 2014 16:52

      hamburger zimmermann
      "Journalisten, die nur mehr Auftragsarbeit berichten, schaffen sich selbst ab." Dies sagte mir ein führender US Journalist.55t4

  18. Obrist
    31. Dezember 2014 08:43

    Nicht Ahnungslosigkeit sondern die grenzenlose Dummheit unserer Politikermarionetten und rücksichtsloses Kalkül ihrer Spieler verhindern, dass unser Land als gleichwertig, selbst unter kleinen Nachbarn, wahrgenommen wird.





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