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Politiker als Angeklagte: die Quadratur des Kreises

In Portugal ist am Wochenende Expremier Jose Socrates festgenommen worden. Der einstige Bannerträger der dortigen – und auch der europäischen – Sozialisten steht unter Korruptionsverdacht. Diese Verhaftung macht erfreut und betrübt zugleich.

Ich weiß natürlich nicht, was an den Vorwürfen gegen Socrates stimmt. Es soll um Steuerbetrug und Geldwäsche gehen. Portugiesische Medien weisen auch auf den überaus luxuriösen Lebensstil von Socrates hin, den nur dubiose Geldquellen finanziert haben können. Das macht es sicherlich notwendig, dass die Vorwürfe von unabhängigen Richtern untersucht werden sollen.

Kampf gegen Korruption ist immer notwendig und positiv. Dennoch kann es wohl nicht so sein, dass automatisch jeder gegen einen Politiker erhobene Vorwurf als richtig eingestuft wird. Es gibt zwar in jedem Land einen mehr oder weniger großen Bevölkerungs-Teil, der a priori überzeugt ist, dass jeder in der Politik Tätige ein Gauner und Betrüger ist. Was aber einfach nicht stimmt.

Diese verbreitete Überzeugung ist jedoch zunehmend gefährlich. Sie droht zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung zu werden. Denn als Folge gehen von vornherein immer weniger anständige, idealistische und intelligente Menschen in die Politik. Das aber wäre in jedem Gemeinwesen dringend notwendig (selbst wenn endlich die Ablösung der repräsentativen durch die direkte Demokratie stattfände).

Einige Strafurteile der letzten Zeit – auch in Österreich – haben den Eindruck massiv verfestigt, dass auch Strafrichter populistisch sind und einen massiven Politikermalus praktizieren. In den Fällen Martinz oder Strasser etwa war den Justizakteuren wohl wichtiger, in Boulevardzeitungen gut wegzukommen, als völlig unbefangen einen Sachverhalt zu beurteilen und auch im Falle einer Verurteilung nur ein Strafausmaß zu verhängen, das in Relation zur sonstigen Rechtssprechung steht. Auf dem Boulevard kommt man hingegen prinzipiell nur gut weg, wenn man bei Politikern extrem tief in den Schmalztopf greift.

Noch viel besorgter macht aber etwas anderes: Vor allem in romanischen, aber auch in osteuropäischen Ländern gibt es fast immer nur Korruptionsverfahren gegen Politiker früherer Regierung, gegen Vertreter anderer Parteien als der regierenden.

In Frankreich etwa versuchen derzeit die amtierenden und groggy in den Seilen hängenden Sozialisten, mit Hilfe der Gerichte doch noch eine triumphale Rückkehr des früheren Präsidenten Sarkozy an die Macht zu verhindern. In Italien wurde Silvio Berlusconi erst rechtskräftig verurteilt, als er nicht mehr Ministerpräsident gewesen ist. In Rumänien hat erst die Wahl des neuen Staatspräsidenten Iohannis vielen Korruptionsverfahren den Weg geebnet. In Ungarn, in Bulgarien: Überall wird strafrechtlich gegen die früheren Politiker aus einer anderen Partei vorgegangen.

Gegen amtierende Politiker ist die Justiz in vielen Ländern hingegen auffallend inaktiv. Auch in Österreich sind die Herren Faymann und Ostermayer wohl nur deswegen dem Strafrichter entkommen, weil sie an der Regierung sind. Hingegen haben die Aktionen der Staatsanwaltschaft gegen Ex-Finanzminister Grasser schon allein durch ihre Dauer eindeutig den Charakter eines Vernichtungsfeldzugs.

Diese Auflistung sagt zwar nichts über Schuld und Unschuld in jedem einzelnen Fall aus. Sie zeigt aber ein merkwürdig auffallendes Muster: Im Grund ist das ein Verhalten, das an lateinamerikanische Bananenrepubliken erinnert oder an mittelasiatische Semidiktaturen (vor allem in einst sowjetischen Staaten), wo die Justiz immer nur ein Kampfinstrument der politischen Macht gegen Andersdenkende und politische Gegner ist.

An Gegenbeispielen, wo auch gegen amtierende Politiker vorgegangen wird, fallen mir nur solche aus Deutschland ein. Dort freilich hat sich eine überpenible Justiz dabei schon mehrmals blamiert. Die Amtszeit des deutschen Innenministers Friedrich etwa wurde durch übereifrige Staatsanwälte beendet. Dennoch mussten diese dann nach einigen Monaten die Vorwürfe gegen Friedrich fallen lassen, dass er ein Amtsgeheimnis verraten hätte. Und überhaupt eine Totalblamage war das Verfahren gegen Ex-Bundespräsident Wulff, der zuerst von der Staatsanwaltschaft gestürzt worden ist, bis er dann vor Gericht freigesprochen worden ist. Ein monatelanger Prozess um die Bezahlung einer Hotelrechnung von ein paar hundert Euro als einzig letztlich angeklagter Vorwurf war nur noch lächerlich.

Aber eine Parallele zeigt die Causa Wulff sehr wohl zu Berlusconi, Socrates oder Sarkozy: Der Jubel von der Galerie war und ist allen Politikerjägern sicher; das gierige Verlangen der Medien, Amtsträger nur ja einzutunken, ist überall der gleiche.

Damit steht eine Strafjustiz – wenn sie das Gerechtigkeitsideal ernst nehmen will – Politikern gegenüber gleich vor mehreren extrem schwierigen Herausforderungen und Bedrohungen:

  1. Sie darf sich nicht von Medien oder öffentlicher Meinung unter Druck setzen lassen.
  2. Sie darf keinen Politikermalus judizieren.
  3. Sie darf sich nicht zum Instrument der aktuellen gegen frühere Machthaber machen lassen.
  4. Sie muss Korruption genauso konsequent bei noch aktiven Politikern verfolgen wie auch bei früheren.

Sind die Richter und Staatsanwälte überhaupt schon geboren , die all diese Anforderungen erfüllen? Und erfüllen dürfen?

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    18x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2014 07:51

    Politiker als Angeklagte

    Gestern wurde Kathrin und unsere Partei wegen eines Formulars angeklagt im ORF.

    Da erdreisten sich ein Herr Fußi, Politberater, eine Frau Rohrer und ein Herr Filzmaier, selbst Steuergeld beziehend, uns anzuklagen, weil unsere gewählten Mandatare dasselbe Steuergeld beziehen wie 172 der anderen Parteien. Oder weil wir Parteifinanzierung und Akademiegelder erhalten wie alle anderen 5 Parteien.

    Eine richtige Meute ist da losgelassen.

    P.S.: Wir haben die Verschlankung des Parteienapparats in unserem Programm. Wir haben auch keinen Erhöhungen jemals im NR zugestimmt.

  2. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    10x Ausgezeichneter Kommentar
  3. Ausgezeichneter KommentatorSandwalk
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2014 11:36

    Der größte Polit/Justizskandal der 2. Republik ist allerdings schon in Vergessenheit geraten: Der Fall "Lucona".

    SPÖ-Günstling und Kreisky-Freund Udo Proksch hatte einen Mega-Versicherungsbetrug geplant und dabei 6 Menschen ermordet.
    Jahrelang haben Journalisten recherchiert, weil die Innenminister, Staatsanwälte und Politiker weggesehen haben. Alle, bis auf zwei, drei Journalisten mit Cojones, hatten Angst vor Kreisky.

    Dann kam die Sache endlich vor Gericht und Udo Proksch bekam den "Frack" (lebenslänglich). Wie viele Menschen im Zuge dieses Mega-Kriminalfalles noch um die Ecke gebracht wurden (remember Lüttgendorf!), weiß niemand.

    Dieser und viele andere Fälle zeigten und zeigen den bananigen Charakter unserer Parteien- und Boulevardherrschaft.

  4. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2014 01:55

    Man braucht nur "unzensuriert korruption" einzugeben und schon ist man abendfüllend mit Lesen beschäftigt. An viele Fälle können wir uns sofort wieder erinnern, es wurde nur in der Zwischenzeit von den bestochenen/gekauften/erpreßten Medien auf Teufel komm raus alles totgeschwiegen (die behaupten nämlich, ex lege NIEMALS korrupt zu sein, sie haben auch noch nie gelogen und selbstverständlich sind sie immer objektiv).

  5. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2014 02:10

    Den letzten Satz kann man wohl nur mit "nein, leider" beantworten. Die Richter sind heutzutage offensichtlich von außen nicht unbeeinflussbar, um es schwächer zu sagen. Zu den früheren Einflussnehmern wie Politiker und sonstige Machthaber sind jetzt die Medien gestossen.
    Ich halte die Medien mit ihrem anscheindend einzigen Ziel der Gewinnmaximierung durch Auflage und Verkauf und Zuseherrate (und nicht zu vergessen: "Inserate") für eine fiese Welt. Insbesondere das Fernsehen und da hervorstechend der ORF mit dem eindeutigen Linkshang. Aber: das Volk macht ja mit! Man muss nur die erfreuten Gesichter der befragten Passanten anschauen, wenn sie die Kamera erblicken. Da merkt man das Niveau der Gratiszeitungsleser und de facto Analphabeten im Lande, was heißt im Lande: in der Stadt der 1.5 Millionen Gehirne.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorschreyvogel
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2014 11:49

    Die Justiz eine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.

    Daher ist es auch so wichtig, dass alle führenden Positionen in der Justiz mit verlässlichen Parteigängern besetzt werden.
    Besonders wichtig sind die Staatsanwaltschaften, sie haben eine gewaltige Macht und können missliebige Personen jahrelang nur mit juristischen Kämpfen inkl. Hausdurchsuchungen beschäftigt halten. Dazu können sie diese über hohe Anwaltskosten, die auch im günstigsten Fall nur teilweise erstattet werden, finanziell ruinieren.
    Politikern der Partei können die Staatsanwaltschaften aber helfen, indem sie nach langen Wartezeiten die Verfahren einstellen

    Zumindest die Oberstaatsanwaltschaften sollten daher sozialdemokratisch besetzt werden.
    Und die neu zu schaffende Position für die Ausübung des Weisungsrechts - unbefristet, unabhängig und pragmatisiert - sollte ebenfalls durch die Partei besetzt werden - mir schwebt etwa jemand wie Hannes Jarolim vor.

    Nur so wird es gelingen, die Justiz langfristig optimal in eine sozialistische Gesellschaftsordnung einzubinden, nach dem Vorbild des unter dem Ansturm des Kapitalismus verschwundenen goldenen Zeitalters der Sowjetunion und der DDR.

  7. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    24. November 2014 22:41

    OT---aber ich möchte Ihnen nicht vorenthalten, wie treffend Werner REICHEL auf ORF-WATCH die GUTMENSCHEN charakterisiert:

    ........Der ORF und seine GUTMENSCHEN.........

    "Gutmenschen erkennt man unter anderem daran, dass sie die Kritik am Gutmenschentum nicht verstehen und begreifen können. Sie haben sich noch nie ernsthaft mit der Kritik an ihrem Handeln und an ihrem Weltbild auseinandergesetzt. Wozu auch? Von früh bis spät lernen sie von ihren Mentoren in den Mainstreammedien, in den Schulen, Universitäten und von den Kulturschaffenden, dass alle Menschen, die sich außerhalb des weltanschaulichen Gutmenschenterritoriums befinden, gestört, krank, dumm und bösartig sind

    Mit dem Gedankengut dieses Bodensatzes braucht und will man sich gar nicht ernsthaft auseinandersetzen. Ausgestattet mit dieser eingeschränkten Innenansicht und dem völlig verzerrten und überhöhten Selbstbild ist der Gutmensch völlig unfähig zur Selbstreflexion. Dass die politische Korrektheit eine neosozialistische Ideologe mit menschenverachtenden und totalitären Zügen ist, kann und will er nicht begreifen.

    Gutmenschen glauben ernsthaft, sie seien besonders gute Menschen und ihre Kritiker würden ihr Gutsein kritisieren. Diese in der Wolle gefärbten Kollektivisten glauben auch, sie seien unabhängig denkende Menschen, durch und durch individualistisch.

    Es scheint ihnen dabei völlig zu entgehen, dass sie mit ihren Einstellungen, Zielen und ihren Forderungen auf einer Linie mit den Mainstreammedien, den linken Parteien, den Universitäten, der Wissenschaft und dem Kulturbetrieb liegen. Echte Gutmenschen sind aber, dank ihrer Sozialisation, so von sich überzeugt, dass sie gar nicht erst auf die Idee kommen, dass sie nur blökende Schafe in der riesigen politisch-korrekten Herde sind, die einige Hirtenhunde in die gewünschte Richtung treiben. Schließlich ist jedes PC-Schaf extrem kritisch und hinterfrägt alles und jeden. So lernen es die Schafe zumindest. Nonkonformismus ist der neue Konformismus.

    Und weil Schafe nicht gerade mutige und kämpferische Tiere sind, findet der Kampf für das Gute primär in ihren kleinen Köpfen statt. Zu diesem Zweck hat man allerlei Popanze aufgebaut. Am beliebtesten sind die „Nazis“ und die „Stammtische“. Damit versucht man den Eindruck zu vermitteln, dass der Großteil der Gesellschaft dumm, schlecht, bösartig und rassistisch ist und der Gutmensch zu einer mutigen und moralisch höherwertigen Kategorie von Mensch zählt.

    Wenn sich zwei oder mehr Gutmenschen über ihre dummen Kritiker mokieren, dann fällt – wie das Amen nach dem Gebet – das Wort „Schlechtmensch“ . So, als ob Gutmenschen gute Menschen wären und das Gegenteil von ihnen schlechte Menschen, also Schlechtmenschen wären. Tiefer geht ihre Analyse meist nicht. Das Wesen des Gutmenschen ist es, das Gutsein stets von anderen einzufordern. Genau diese Scheinheiligkeit ist einer der Hauptkritikpunkte am Gutmenschentum. Wer täglich die Welt rettet, der braucht sich aber nicht mit den Kritikern und ihren Kritikpunkten auseinanderzusetzen.

    Auf Ö1 konnte man das einmal mehr im „Cafe Sonntag“ nachhören. Da sitzen Ö1-Gastmoderatoren mit Kleinkünstlern, Schauspielern oder andern kreativen Menschen zusammen und plaudern in inszenierter gemütlicher Kaffeehausatmosphäre über sich (Gott eher selten) und die Welt und geben so Einblicke in ihre kleine Welt. Obwohl hier lauter gestandene Persönlichkeiten, mehr oder weniger berühmte Künstler und Individualisten zu Worten kommen, so entspringt das, was sie sagen, doch immer der selben Geisteshaltung, dem selben Denkmuster.

    Wozu sich so eine Sendung also anhören? Autor Michael Klonovsky hat es treffend formuliert : „Wozu seine Zeit an diejenigen verschwenden, aus denen ohnehin nur Kollektivgewissheiten sprechen?“

    Es stimmt schon, seinen Horizont kann man mit solchen Sendungen nicht erweitern, aber man kann doch einiges über die Gutmenschen und ihre Gedankenwelt lernen. Vergangenen Sonntag war Schauspieler Gustl Schmölzer bei Eva Rossmann zu Gast. Dabei wurden, wie könnte es anders sein, ausschließlich Kollektivgewissheiten serviert.

    Schmölzer: „Der Herr Karl ist derartig am Leben, des kann man sich gar nicht vorstellen…“

    Rossmann: „Die Vernaderung…es ist ja derzeit angesagt, über die sogenannten Gutmenschen so zu lächeln oder zu lästern...“

    Dann wird ein Beitrag von Leo Lukas, einem der wohl unlustigsten Kabarettisten Österreichs, eingespielt.

    Er gibt darin einen „typsichen“ Österreicher, einen Herrn Karl für Arme, der der Ö1-Hörereschaft einmal mehr erklärt, wie edel und klug sie nicht sind und wie bescheuert, xenophob und dumm die Masse der (Schlecht-)Menschen im Vergleich zu ihnen nicht ist. Streicheleinheiten für Opportunisten, weil sie sich so brav an die vielen politisch-korrekten Verhaltensregel, Ge- und Verbote halten, die oftmals ihren eigenen Interessen diametral entgegenstehen. Dazu packt Leo Lukas alle Vorurteile und Klischees, die Gutmenschen eben so haben, in seinen kurzen und bemüht lustigen Beitrag. Das sollte als morgendliche Dosis für das Selbstbewusstsein eines Gutmenschen reichen. Und jetzt ab in die Herde."


alle Kommentare

  1. Fidelia (kein Partner)
  2. Anand (kein Partner)
  3. Zahid (kein Partner)
  4. Jebby (kein Partner)
    21. Januar 2015 01:03

    It's a real plaesure to find someone who can think like that

  5. Neto (kein Partner)
    20. Januar 2015 23:30

    Such an imvsersipe answer! You've beaten us all with that!

  6. Mercy (kein Partner)
    19. Januar 2015 15:11

    You keep it up now, unensrtadd? Really good to know.

  7. Barry (kein Partner)
    19. Januar 2015 10:17

    What a plsauere to find someone who thinks through the issues

  8. Einspruch! (kein Partner)
    26. November 2014 13:38

    Sowohl Staatsanwälte als auch Richter sind Beamte. Ihre Existenz ist nicht so einfach zu zerstören, wie das bei allen anderen Bürgern ja doch möglich ist. Staatsanwälte und Richter sind gewissermaßen sicher. Es kann ihnen nichts geschehen.

    Sie hätten deshalb die verdammte Pflicht, normal zu arbeiten: ohne Ansehen der Person und rein sachlich zu verfolgen beziehungsweise zu verurteilen oder freizusprechen. Sie sollten einfach ganz sachlich ihren Beruf ausführen, ohne Hintergedanken oder Rücksichten auf irgendwelche Parteien-Amigos.

    Wenn sie es nicht tun, verletzen sie ihren Amtseid und handeln unanständig, unter Umständen auch kriminell. Und wir alle sollten sie mit Verachtung strafen!

  9. AppolloniO (kein Partner)
    26. November 2014 11:51

    Sorry, Herr Unterberger, aber man darf die Beurteilung eines Menschen nicht ausschließlich an der Größe der Straftat messen, deren er verurteilt wurde, z.B. dass Wulf nur wegen einer lächerlichen Hotelrechnung schuldig gesprochen wurde. Es war letztlich dessen ewiger "Freibierrüssel" der abstieß.
    Und letztlich war man auch bei Al Capone froh, dass man ihn wenigstens (nur) wegen eines Steuervergehens belangen konnte. Er war trotzdem an unzähligen Morden Schuld, zumindest als Auftraggeber.

  10. Francois Villon (kein Partner)
    • F.V. (kein Partner)
      26. November 2014 10:20

      Niedlich der Brief ans Christkind von Unterberger.

      Er macht sich Sorgen, daß alle Politiker als Kriminelle verteufelt werden könnten. Es mag ja sein, daß nicht jeder unmittelbar was gestohlen hat oder sich auf plumpe Weise bestechen ließ, aber betrachtet man deren „Politik“, dann sieht man den fortgesetzten Verfassungsbruch, Landesverrat (im Zusammenhang mit der EUdSSR), Veruntreuung des Volksvermögens – sei es durch „Privatisierung“ (privare = rauben, stehlen), das Abnicken von ESM, etc. – Zerstörung des Bundesheeres durch kontinuierlichen Mittelentzug, Unterminierung der Neutralität, die Duldung des linxlinken Politterrors, die Umvolkung (= den absichtlich herbeigeführten Genozid des eigenen Volkes), usw. usw.

      Es ist sicher kein grober Fehler zunächst fast alle „Politiker“ ohne Beschränkung auf die Parteifarbe als potentiell kriminell anzusehen und sich dann bei den abzählbaren Ausnahmen von der Regel für das sie nicht treffende Pauschalurteil zu entschuldigen.

      Heute lese ich in meiner Provinz-Zeitung, daß im Linzer Swap-Prozeß der Richter die Aussage des frühern Finanzstadtrates Mayr, die „höchsten Finanzprodukte“ mit denen er sich beschäftigt habe, seien Bausparvertrag oder Sparbuch gewesen, als eine falsche Zeugenaussage betrachte. Und, sollte sich herausstellen, daß andere 100%-Firmen (die Immobilien Linz AG) der Stadt, nämlich deren AR, sich längst auch mit deren Swaps befaßt haben, in denen Organe der Stadt Linz (eben Finanzstadtrat Mayr und der derzeitige BM Lugers) im Aufsichtsrat sitzen/saßen, „wäre die gesamte Interpretation der Geschehnisse (des Linzer Swaps)... eine andere. ...“

      Das bedeutet dreierlei:

      1. daß die Politiker hier öffentliche Gelder verzockt haben, und in Folge lügen und weiter betrügen,
      2. daß die Auseinandersetzung mit der BAWAG de facto bereits verloren ist und
      3. daß sie überdies zu dumm sind, den angerichteten Schaden wirkungsvoll zu begrenzen.

  11. Torres (kein Partner)
    25. November 2014 15:13

    Dass die meisten Politiker erst nach Ende ihrer Politkarriere angeklagt werden, hat oft einen praktischen Hintergrund: nämlich, dass sie während ihrer akiven Zeit normalerweise immun sind.

  12. cmh (kein Partner)
    25. November 2014 14:55

    Die grundsätzlich Frage ist von den Richtern und Staatsanwälten aber nicht zu lösen:

    Wie bekommen wir anständige Politiker ins Parlament und in die Regierung?

    Die Justiz dafür zu tadeln, dass sie das macht, wozu sie da ist, nämlich nachlaufende Kontrolle ist zuwenig.

    Bettino Craxi wurde in Italien auch strafrechtlich verfolgt und musste sein Leben in Lybien beenden. Auch Aliev ist derzeit dem Zugriff der Justiz seiner Heimat entzogen. Noch sind das Einzelfälle, aber es ist schon denkbar, dass für politische Ämter nur Emigranten zu finden sind. Oder Türken mit Grundbesitz in der Türkei.

  13. Undine
    24. November 2014 22:41

    OT---aber ich möchte Ihnen nicht vorenthalten, wie treffend Werner REICHEL auf ORF-WATCH die GUTMENSCHEN charakterisiert:

    ........Der ORF und seine GUTMENSCHEN.........

    "Gutmenschen erkennt man unter anderem daran, dass sie die Kritik am Gutmenschentum nicht verstehen und begreifen können. Sie haben sich noch nie ernsthaft mit der Kritik an ihrem Handeln und an ihrem Weltbild auseinandergesetzt. Wozu auch? Von früh bis spät lernen sie von ihren Mentoren in den Mainstreammedien, in den Schulen, Universitäten und von den Kulturschaffenden, dass alle Menschen, die sich außerhalb des weltanschaulichen Gutmenschenterritoriums befinden, gestört, krank, dumm und bösartig sind

    Mit dem Gedankengut dieses Bodensatzes braucht und will man sich gar nicht ernsthaft auseinandersetzen. Ausgestattet mit dieser eingeschränkten Innenansicht und dem völlig verzerrten und überhöhten Selbstbild ist der Gutmensch völlig unfähig zur Selbstreflexion. Dass die politische Korrektheit eine neosozialistische Ideologe mit menschenverachtenden und totalitären Zügen ist, kann und will er nicht begreifen.

    Gutmenschen glauben ernsthaft, sie seien besonders gute Menschen und ihre Kritiker würden ihr Gutsein kritisieren. Diese in der Wolle gefärbten Kollektivisten glauben auch, sie seien unabhängig denkende Menschen, durch und durch individualistisch.

    Es scheint ihnen dabei völlig zu entgehen, dass sie mit ihren Einstellungen, Zielen und ihren Forderungen auf einer Linie mit den Mainstreammedien, den linken Parteien, den Universitäten, der Wissenschaft und dem Kulturbetrieb liegen. Echte Gutmenschen sind aber, dank ihrer Sozialisation, so von sich überzeugt, dass sie gar nicht erst auf die Idee kommen, dass sie nur blökende Schafe in der riesigen politisch-korrekten Herde sind, die einige Hirtenhunde in die gewünschte Richtung treiben. Schließlich ist jedes PC-Schaf extrem kritisch und hinterfrägt alles und jeden. So lernen es die Schafe zumindest. Nonkonformismus ist der neue Konformismus.

    Und weil Schafe nicht gerade mutige und kämpferische Tiere sind, findet der Kampf für das Gute primär in ihren kleinen Köpfen statt. Zu diesem Zweck hat man allerlei Popanze aufgebaut. Am beliebtesten sind die „Nazis“ und die „Stammtische“. Damit versucht man den Eindruck zu vermitteln, dass der Großteil der Gesellschaft dumm, schlecht, bösartig und rassistisch ist und der Gutmensch zu einer mutigen und moralisch höherwertigen Kategorie von Mensch zählt.

    Wenn sich zwei oder mehr Gutmenschen über ihre dummen Kritiker mokieren, dann fällt – wie das Amen nach dem Gebet – das Wort „Schlechtmensch“ . So, als ob Gutmenschen gute Menschen wären und das Gegenteil von ihnen schlechte Menschen, also Schlechtmenschen wären. Tiefer geht ihre Analyse meist nicht. Das Wesen des Gutmenschen ist es, das Gutsein stets von anderen einzufordern. Genau diese Scheinheiligkeit ist einer der Hauptkritikpunkte am Gutmenschentum. Wer täglich die Welt rettet, der braucht sich aber nicht mit den Kritikern und ihren Kritikpunkten auseinanderzusetzen.

    Auf Ö1 konnte man das einmal mehr im „Cafe Sonntag“ nachhören. Da sitzen Ö1-Gastmoderatoren mit Kleinkünstlern, Schauspielern oder andern kreativen Menschen zusammen und plaudern in inszenierter gemütlicher Kaffeehausatmosphäre über sich (Gott eher selten) und die Welt und geben so Einblicke in ihre kleine Welt. Obwohl hier lauter gestandene Persönlichkeiten, mehr oder weniger berühmte Künstler und Individualisten zu Worten kommen, so entspringt das, was sie sagen, doch immer der selben Geisteshaltung, dem selben Denkmuster.

    Wozu sich so eine Sendung also anhören? Autor Michael Klonovsky hat es treffend formuliert : „Wozu seine Zeit an diejenigen verschwenden, aus denen ohnehin nur Kollektivgewissheiten sprechen?“

    Es stimmt schon, seinen Horizont kann man mit solchen Sendungen nicht erweitern, aber man kann doch einiges über die Gutmenschen und ihre Gedankenwelt lernen. Vergangenen Sonntag war Schauspieler Gustl Schmölzer bei Eva Rossmann zu Gast. Dabei wurden, wie könnte es anders sein, ausschließlich Kollektivgewissheiten serviert.

    Schmölzer: „Der Herr Karl ist derartig am Leben, des kann man sich gar nicht vorstellen…“

    Rossmann: „Die Vernaderung…es ist ja derzeit angesagt, über die sogenannten Gutmenschen so zu lächeln oder zu lästern...“

    Dann wird ein Beitrag von Leo Lukas, einem der wohl unlustigsten Kabarettisten Österreichs, eingespielt.

    Er gibt darin einen „typsichen“ Österreicher, einen Herrn Karl für Arme, der der Ö1-Hörereschaft einmal mehr erklärt, wie edel und klug sie nicht sind und wie bescheuert, xenophob und dumm die Masse der (Schlecht-)Menschen im Vergleich zu ihnen nicht ist. Streicheleinheiten für Opportunisten, weil sie sich so brav an die vielen politisch-korrekten Verhaltensregel, Ge- und Verbote halten, die oftmals ihren eigenen Interessen diametral entgegenstehen. Dazu packt Leo Lukas alle Vorurteile und Klischees, die Gutmenschen eben so haben, in seinen kurzen und bemüht lustigen Beitrag. Das sollte als morgendliche Dosis für das Selbstbewusstsein eines Gutmenschen reichen. Und jetzt ab in die Herde."

  14. Wafthrudnir
    24. November 2014 20:23

    Viele, von Karl Popper bis zu Dr. AU in seinem letzten Buch, haben darauf hingewiesen, daß der zentrale Vorteil der Demokratie darin liege, daß Regierungen gewaltfrei ausgetauscht werden. Genau dieser Vorteil geht aktuell gerade verloren, denn als wie gewaltfrei kann man eine Ablöse betrachten, die immer häufiger nicht in den Ruhestand, sondern ins Gefängnis führt? Und wie lange wird es dauern, bis abgewählte Politiker versuchen werden, sich der Existenzvernichtung, die zunehmend mit dem Rücktritt verbunden ist, ernstlich - i.e. unter Gewalteinsatz - zu widersetzen?

  15. socrates
    24. November 2014 16:45

    Aus Paris: m.france24.com
    Socrates war schon als Umweltminister in zahlreiche Skandale verwickelt. 2002 widmete er ein geschuetztes Gebiet fuer ein riesiges Einkaufszentrum um., Er entkam aber jedesmal der Justiz. Als Premierminister fuehrte er Portugal mit seiner Austeritaetspolitik, die der IWF zur Bankenrettung forderte, in die Armut getrieben. Er war nicht betroffen, im Gegenteil, er verdiente schwarz. Jetzt hat er um 3,000.000 Euro eine Appartment in Paris gekauft. Er wird des Steuerbetrugs und der Geldwaesche verdaechtigt. Er war auch in die Sache der Goldenen Visas verwickelt, deretwegen der Innenminister Miguel Macado am Sa verhaftet wurde, ebenso mehrere hochrangige Politiker.
    Wenn AU. dabei von der Quadratur des Kreises spricht, behirne ich das nicht. Sie haben gestohlen und das Volk will Klarheit.
    Als sich klein socrates 1982 ein kleines Boot (7,20 m) kaufte bekam er eine Finanzpruefung. Bei Gross Socrates ist dasselbe unerhoert und der Kreis wird qudratisch.,

  16. schreyvogel
    24. November 2014 11:49

    Die Justiz eine Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.

    Daher ist es auch so wichtig, dass alle führenden Positionen in der Justiz mit verlässlichen Parteigängern besetzt werden.
    Besonders wichtig sind die Staatsanwaltschaften, sie haben eine gewaltige Macht und können missliebige Personen jahrelang nur mit juristischen Kämpfen inkl. Hausdurchsuchungen beschäftigt halten. Dazu können sie diese über hohe Anwaltskosten, die auch im günstigsten Fall nur teilweise erstattet werden, finanziell ruinieren.
    Politikern der Partei können die Staatsanwaltschaften aber helfen, indem sie nach langen Wartezeiten die Verfahren einstellen

    Zumindest die Oberstaatsanwaltschaften sollten daher sozialdemokratisch besetzt werden.
    Und die neu zu schaffende Position für die Ausübung des Weisungsrechts - unbefristet, unabhängig und pragmatisiert - sollte ebenfalls durch die Partei besetzt werden - mir schwebt etwa jemand wie Hannes Jarolim vor.

    Nur so wird es gelingen, die Justiz langfristig optimal in eine sozialistische Gesellschaftsordnung einzubinden, nach dem Vorbild des unter dem Ansturm des Kapitalismus verschwundenen goldenen Zeitalters der Sowjetunion und der DDR.

    • HDW
      24. November 2014 14:59

      Das ist doch schön lange Realität, wobei man das demokratisch ruhig lassen kann! Beispiel wieder Italien wo seit über zwanzig Jahren die marxistischen Pools aus Richtern und Journalisten gekonnt agieren. Dort ist auch die "Antimafia" gestärkt durch dubiöse Gesetze schon seit dem WKII im Klassenkampf aktiv. Das trotzdem Nichtgelingen der Machtübernahme und die Wut darüber, erklärt die immer wieder auftretenden provokatorischen Gewaltausbrüche. Es ist bald wieder so weit!

  17. Sandwalk
    24. November 2014 11:36

    Der größte Polit/Justizskandal der 2. Republik ist allerdings schon in Vergessenheit geraten: Der Fall "Lucona".

    SPÖ-Günstling und Kreisky-Freund Udo Proksch hatte einen Mega-Versicherungsbetrug geplant und dabei 6 Menschen ermordet.
    Jahrelang haben Journalisten recherchiert, weil die Innenminister, Staatsanwälte und Politiker weggesehen haben. Alle, bis auf zwei, drei Journalisten mit Cojones, hatten Angst vor Kreisky.

    Dann kam die Sache endlich vor Gericht und Udo Proksch bekam den "Frack" (lebenslänglich). Wie viele Menschen im Zuge dieses Mega-Kriminalfalles noch um die Ecke gebracht wurden (remember Lüttgendorf!), weiß niemand.

    Dieser und viele andere Fälle zeigten und zeigen den bananigen Charakter unserer Parteien- und Boulevardherrschaft.

    • Wyatt
      24. November 2014 21:20

      ......und wer weiß, ob der mit entfernter Ähnlichkeit - trotz Gesichts OP - mit einem Playboyhefterl allein im Gepäck, aus London kommend verhaftet, freundlich grinsend, während des gesamten Prozesseses nie etwas sagend, und dann an Herzversagen in der Haft verstorben, wirklich der Udo war ???

    • Helmut Oswald
      25. November 2014 08:37

      @ Sandwalk

      Sehr richtig. Zu ergänzen wäre, daß Proksch mit drei verschiedenen Pässen und zwei sowjetischen Dauervisa, die bei der Durchsuchung seines Tresors in den ehemaligen Büroräumen des Demel / Club 45 aufgefunden wurden, sowie seinen Möglichkeiten, Hilfe ehemaliger Ostblockstaaten zu mobilisieren erwiesen hatte, daß er als Einflußagent des KGB unterwegs war. Natürlich von Teilen der SPÖ unterstützt, diesem Saupack.
      Lütgendorf, der Rüstungsexporte in den Nahen Osten organisierte, kam der französischen Waffenindustrie in die Quere, die dort 'ihren' Markt behalten wollte. DAs ist eine andere Baustelle gewesen. Das Verhalten der Republik, die sich stets so stolz ihrer 'Unabhängigkeit' und Souveränität brüstete, erwies sich in beiden Fällen als derart jämmerlich, daß einmal mehr erweislich war, daß sie nichts als ein bloßes Vasallenprodukt fremder Mächte ist. Nur ein Clown namens Klestil, mit seiner breiten Schärpe, versuchte uns stets etwas anderes einzureden.

    • logiker2
      25. November 2014 09:02

      @Wyatt, die Pluhar müsste es wissen, die hat ihren Liebling noch im Häfen besucht.

    • @Sandwalk (kein Partner)
      25. November 2014 14:20

      Sandwalk,

      Sie vegessen die Affaire Noricum mit der Ermordung des Botschafters Amry.
      der war lange zeit ein sehr gesunder und sportlich sehr aktiver Mensch, bevor in eine plötzlich aufgetretene, schwere chronische Herzerkrankung dahingerafft hat.

      Just in der Zeit, in der er fälschlicherweise das Fax mit den Informationen über diesen Waffendeal in die Hände bekommen hatte und dies weiterleiten wollte.

      Oder die Ermordung von Hugo Michael Sekyra, der sich zwei Tage vor seinem geplante Urlaub mit einer Waffe erschossen hat, die er zuvor gar nicht besaß und deren Lauf so lang war, daß er sie gar nicht selbst auslösen hätte können.

      Politischer Mord hat und hatte in Österreich eine lange, speziell rote, Tradition.

  18. socrates
    24. November 2014 11:08

    Die Medien jagten Berlusconi als Sexmonster, obwohl er Prostatakrebs hatte und operiert worden war, so daß es nachweislich falsch war. Die Medien jagten Wulff und nicht die Staatsanwälte, aber sie schützen z.B. Elsner und C. Schmied. Medienjustiz pur gegen Putin und Rußland zeigt "Die Anstalt" auf und wird geklagt und die Kläger verlieren. Auch die finanzielle Rettung der SPÖ und die Macheloikes der Gewerkschaft werden nicht verfolgt. Socrates lebt derartig luxuriös in Paris, daß es dort auffiel und die Frage auftaucht: Woher nimmt er das Geld?
    AU. soll sich besseren Dingen widmen wie der Steuerbetrug der Multis.

    • dssm
      24. November 2014 11:20

      @socrates
      Betrug ist nur gegeben wenn man ein Gesetz bricht!
      Wenn Sie also den Rasen mähen lassen, ohne Sozialabgaben abzuführen, dann ist das illegal, wenn Amazon in Luxenburg keine Steuern zahlt so ist das gesetzlich halt so geregelt. Die Täter sitzen im Parlament!
      Ganz im Gegenteil, wenn ein Vorstand oder Aufsichtsrat sein Mandat nicht voll und ganz für das Wohl seiner Firma einsetzt, so sehe ich hierin sogar einen Treuebruch! Wenn also die Geschäftsleitung diese Steuermöglichkeiten nicht nutzt und daher unnötige Steuern zahlt, dann ist ein Tatbestand gegeben!

    • socrates
      24. November 2014 22:29

      dssm
      Socrates hat mit einem Gehalt von 12.000 € in seiner Dienstzeit 20,000.000 € angehäuft. Können Sie das erklären?
      Die Finanz transfer teuer würde helfen die Geldflüsse zu klären und den Sozialstaat retten.

    • dssm
      25. November 2014 00:29

      Ja, kann ich.
      Das nennt man Korruption.
      Das ist aber illegal. Dem wird wahrscheinlich nicht viel passieren, ist ja Sozialist.
      Würden Sie, werter @socrates, dies tun, so würden Sie wohl erst alles verlieren und dann noch ein paar Jährchen 'sitzen' gehen.
      Alle Tiere sind gleich, aber manche sind Gleicher (Orwell meinte die Schweine, eine gute Umschreibung für Sozialisten).

    • logiker2
      25. November 2014 08:46

      @dssm, ********! für den letzten Satz.

  19. Josef Maierhofer
    24. November 2014 10:13

    Mit Geld und Ideologie (=Idiotie) kann man sich in dieser heruntergekommenen Gesellschaft (fast) alles kaufen, sogar Richter, sogar Staatsanwälte, leider.

    Darum meine ich auch, in der derzeit gelebten Politpraxis bestimmt der Mainstream die Gesetzesauslegung, beschließt der verderbliche Mainstream verderbliche Gesetze, werden korrekte Leute gnadenlos vernichtet (ein Beispiel: http://tvthek.orf.at/program/Am-Schauplatz-Gericht/1190/Am-Schauplatz-Gericht-Angriff-aufs-Eigentum/8811789/Um-alles-gebracht/8811792 ), der Mainstream bis hinunter zur kleinsten Gemeinde. So schlecht ist unsere Gesellschaft geworden, übt der Mainstream Mobbing aus und ist damit kriminell, denn es gibt ein Antimobbinggesetz, oder liege ich da falsch ?

    Kaum hat so ein 'Bolidiga' Macht, missbraucht er sie für eigene Zwecke, Selbstbedienung, Freunderlbedienung, für Ideologie (=Idiotie) und glaubt dabei, wie auch seine Klientel, die sich über Gebühr per Parteibuch bereichert, korekkt und mit reinem Gewissen dazustehen. Erst die Nachfolger, wenn sie anderes Couleur haben als die Vorgänger, können damit aufräumen. Auch die Lucona 'Ungusteln' wurden erst viel später angeklagt und verurteilt. All das zeigt, dass man auch bei uns nicht vor Mord und Vernichtung zurückschreckt und dabei oft geschickt das Zusammenwirken von Behörde, Psychiatrie, Justiz, etc. ausnützt.

    Wir leben ja in einem 'Rechtsstaat', aber Recht auf Freiheit, Recht auf Leben, Recht auf Eigentum, Recht auf Selbstbestimmung haben wir nicht mehr. Das alles wegen des Parteibuches, der Ideologie, ..., ?

    Was ich schon vor mehreren Jahren geschrieben habe, wegen Gesetzesüberfüllung haben wir kein Gesetz mehr.

    Zeit zur Umkehr, Zeit zum Aufräumen (und auch Anklagen in den schlimmen Fällen), Zeit zum Wechsel auf diejenigen, die uns noch direkte Demokratie versprechen.

    • FranzAnton
      24. November 2014 18:43

      Lieber Herr Maierhofer!
      Ihre Schilderung politisch gedeckter und gesetzlich offensichtlich nicht strengstens pönalisierter Verhaltensweisen von Gerichten und Verwaltungsorganen dürfte tatsächlich der Realität entsprechen; erklärbar wird dies durch den Umstand, dass Beamtentum und Gerichtsbarkeit die Monarchie überdauert haben, und die seinerzeitigen autokratischen Usancen niemals ernstlich abgestellt worden sind - ganz einfach deswegen, weil sie die politische Macht eingeschränkt hätten. Kurzum, die von mir so bezeichnete "Staatskamarilla", bestehend aus sämtlichen obrigkeitlichen Organen, besitzt realiter viel zu grosse, viel zu wenig kontrollierte Macht, welche, nicht nur, aber insbesondere dem Einzelbürger gegenüber massiv missbraucht werden kann. Ihr link, für welchen ich herzlichst danke, erweist auf beklemmende Weise die fürchterliche Realität besagter Missstände.
      Hinsichtlich wünschenswerter Direktdemokratie sprechen Sie mir aus der Seele; hoffentlich muss unser Staatswesen nicht erst vor die Hunde gehen, ehe eine machtvolle Bewegung Direktdemokratie durchsetzen kann.
      Aus diesem Forum sind mir, ausser Dr. Unterberger, einige ganz wenige Aktive, welche vielleicht zu Kooperation pro Diektdemokratie bereit sein könnten, bekannt.
      Sollten Sie dazu mehr wissen, wollte ich Sie bitten, mir deren Namen via Dr. Unterberger zukommen zu lassen.

    • Josef Maierhofer
      24. November 2014 19:42

      @ FranzAnton

      Die FPÖ hat die Förderung der direkten Demokratie auf ihrem Plan, gegen die 'Kamarilla' kommt sie nämlich meiner Meinung nach nur mit dem Volk hinter sich, nicht nur mit dem Wahlvolk, das sie für eine Mehrheit braucht, sondern dann mit den Menschen, die das auch wollen, weiter. So kann sie sich die 'Lichterlprozessionen' und Schlimmeres ersparen.

      Ich glaube nicht, dass die Linken es wagen Volksentscheide anzutasten, wie sie das derzeit mit dem Bundesheer tun, wenn sie keine repräsentative Mehrheit mehr haben.

  20. dssm
    24. November 2014 09:58

    Nein, lieber Herr AU, diese Staatsanwälte und Richter sind noch nicht geboren und werden wohl auch bis zum Jüngsten Gericht nicht anzutreffen sein.

    Gelegenheit macht Diebe! Es hilft nichts, es ist einfach so. Wenn eine Funktion viel Macht verleiht und dabei keinerlei persönliche Haftung existiert, so werden automatisch die charakterlich miesesten Leute diese Funktionen ausüben; man kann sich ausrechnen, wann dieser Abschaum dann die Macht missbraucht.

    Andererseits, wie will man bei vielen politischen Tätigkeiten ernsthaft eine persönliche Haftung einführen? Es bleibt also nur, die Zahl der Ämter drastisch zu reduzieren, dazu muss einfach der Staat kleiner werden – womit wir wieder beim Akademikerproblem wären.

  21. brechstange
    24. November 2014 07:51

    Politiker als Angeklagte

    Gestern wurde Kathrin und unsere Partei wegen eines Formulars angeklagt im ORF.

    Da erdreisten sich ein Herr Fußi, Politberater, eine Frau Rohrer und ein Herr Filzmaier, selbst Steuergeld beziehend, uns anzuklagen, weil unsere gewählten Mandatare dasselbe Steuergeld beziehen wie 172 der anderen Parteien. Oder weil wir Parteifinanzierung und Akademiegelder erhalten wie alle anderen 5 Parteien.

    Eine richtige Meute ist da losgelassen.

    P.S.: Wir haben die Verschlankung des Parteienapparats in unserem Programm. Wir haben auch keinen Erhöhungen jemals im NR zugestimmt.

    • socrates
      24. November 2014 09:20

      ...und der Elsner geht spazieren!
      Mir kommen die Tränen wenn ich höre wir Justiz gefährdet Politiker sind! Jelzin und Co bekamen Persilscheine, C. Schmied hat auch einen, der Raubzug inder DDR wird nicht untersucht....

    • dssm
      24. November 2014 11:27

      @brechstange
      Es gibt viele gesetzlich nicht geregelte Verbrechen, aber das Schlimmste von Allen ist hierzulande dem Sozialismus nicht zu huldigen. In diesem Sinne sind Sie und Kollegen so schuld wie man nur schuld sein kann!
      Entsprechend wird jede sich auftuende kleine Lücke sofort zu einem Generalangriff der Kreuzritter (von der Kokosnuss?) führen.

      p.s. Wir wollten noch eine 'kleine' Diskussion abhalten.

    • dssm
      24. November 2014 11:34

      @socrates
      Es war kein Raubzug, sondern eine systemimmanente Angelegenheit. Ich war dabei, ich bin, wenn Sie so wollen, einer der ‚Räuber’, nur sehe ich die Geschichte ganz anders! Ich kann auch dieses ewige Geschimpfe von den faulen und unfähigen Ossis nicht hören, denn es war ja ganz anders.

      Als die ‚frei’ wurden, da haben die Menschen geglaubt nun würde alles erlaubt sein, man könnte einfach losarbeiten, etwas leisten, sich mit Ehrlichkeit, Fleiß und Anstand etwas schaffen und gut leben. Das war aber Fehlanzeige. Denn der Westen hat sofort (gut bezahlte) Beamte geschickt, die pingelig dafür sorgten, dass jede Vorschrift eingehalten wurde. Nur hatten die Ostler keine Erfahrung mit unserem perversen System. Ich habe viele engagierte Betriebsgründer scheitern sehen und nie war Unfähigkeit oder Faulheit der Grund! Die Menschen wurden von einer Bürokratiewelle überrollt, aber ohne die hierzulande üblichen juristischen, steuerlichen und arbeitsrechtlichen Berater um sich zu haben, einfach weil es diese im Osten nicht gab!

    • Gandalf
      24. November 2014 13:24

      @ brechstange:
      Hinsichtlich Ihres Beitrages bin ich, wie offensichtlich auch viele andere Mitblogger, völlig Ihrer Meinung. Was mich an der gestrigen Diskussion aber zumindest genauso geärgert hat wie die unqualifizierten Äussserungen der Herren Fußi und Filzmayer (Frau Rohrer ist ja eh nur mehr unfreiwillig kabarettreif), war das, verzeihen Sie, Herumgerede von Frau Dr. Nachbauer um ihre Parteimitgliedschaft. Ob sie jetzt noch - oder doch noch - oder doch nimmer - usw, usw. ist - das war, höflich gesagt, ungeschickt, und die vielen Wiederholungen der selben nichtssagenden Sätze haben es eher immer schlechter gemacht als besser. Schade auch deswegen, weil Frau Dr. Nachbauer seit ihren ersten, nicht besonders glücklichen Auftritten im Nationalrat sehr viel an politischer Praxis und Profil gewonnen hatte, vor allem, seit sie ihr anfänglich ständig aufgesetztes Kampflächeln abgelegt hatte und man un-irritiert zuhören konnte, dass (und was) Vernünftiges sie meist von sich gab. Von diesem, sicher nicht leicht, aber selbst erarbeiteten Bonus hat sie gestern wieder viel verspielt.

      .

    • Brigitte Imb
      24. November 2014 17:14

      @brechstange,

      die Medienhetze gegen das TS läuft seit seit Anbeginn der Parteigründung auf Hochtouren, noch ärger als gegen die FPÖ. Die Schmierenfritzen werden schon wissen warum und ich glaube sie haben es auch geschafft, denn bei "Euch" wirkt jeder Fehler zehnfach.
      Ich rate EUCH zu einem Bündnis mit der FPÖ, denn die könnten Eure gescheiten Leute dringend gebrauchen. Und genau das könnte den gewünschten Erfolg bringen um damit die Sozialisten und die Volkspartei abzuwählen. Vom "Luger" solltet Ihr auch Abstand nehmen, dem geht´s nur um SEINE "Karriere" am Steuerzahlertopf.

    • Undine
      24. November 2014 20:54

      @Brigitte Imb

      Finde ich auch: FPÖ und TS sollen zusammengehen! Den Wanderpokal LUGER kann man vergessen.

    • socrates
      25. November 2014 01:31

      dssm
      http://www.heise.de/tp/artikel/43/43275/1.html
      Rolf Hochhut ueber die Privatisierung der DDR. Ein excellenter Bericht eines Ossis.

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      25. November 2014 16:18

      Werte brechstange, so sympathisch,
      gebildet und auch attraktiv Fr. Dr. Nachbauer mit Sicherheit ist, im Parlament fiel sie mir dadurch auf, dass sie emotionslos ihre Botschaften vom Blatt las, also nicht frei sprechen konnte.
      In der letzten ORF-Im Zentrum-Sendung wirkte sie eher hilflos, betete ständig dieselben von Stronach - oder wem auch immer - vorgegebenen Stehsätze nach und konnte nicht erklären, warum sie aus dem TS ausgetreten und trotzdem Clubobfrau bleiben wolle. Die Geburt eines Kindes allein kann - siehe Glawischnig - wohl nicht der Grund für dieses Verhalten sein.
      MfG

    • peter789 (kein Partner)
      25. November 2014 16:30

      Es ist ein Armutszeugnis des ORF, diesen Hrn. Fußi (der nur ein aufgeblasener Wichtigtuer ist), in die Sendung einzuladen.

  22. Haider
    • simplicissimus
      24. November 2014 06:37

      Akif Princci's Sprache ist gut auszuhalten, den er hat recht!

    • Cotopaxi
      24. November 2014 06:42

      Diese Sprache ist die angemessene Reaktion auf die zum Himmel stinkenden Missstände.

    • logiker2
      24. November 2014 09:50

      natürlich gewöhnungsbedürftig, aber jemand muss es ja auch in der Gossensprache bringen um die "unteren Schichten" zu erreichen. Sarrazin ist halt doch nur etwas für die gehobene Klasse. Beide haben natürlich in der Sache vollkommen recht, wie man mittlerweile ja auch an der gesellschaftlichen Realität feststellen kann.

    • Brigitte Imb
      24. November 2014 11:05

      @logiker2,

      um Gottes Willen, wenn das die Gleichmachungsfeinde lesen.........."gehobene Klasse", "untere Schichten".......

    • logiker2
      24. November 2014 12:36

      danke Brigitte Imb, natürlich gilt die Unschiedsverschleierung, oder so ähnlich.

    • logiker2
      24. November 2014 12:39

      pardon "Unterschieds....."

    • Torres (kein Partner)
      25. November 2014 15:09

      "Formulierungshilfen für die Berichterstattung im Einwanderungsland" - hört sich an wie der Titel eines Kabarettprogramms, ist aber offensichtlich ernst gemeint. Es ist unglaublich wofür in Deutschland (aber auch bei uns) Geld und Zeit aufgewendet wird. Offenbar eine Beschäftigungstherapie für Soziologinnen mit Migrationshintergrund, wie man aus den Namen der "Redakteurinnen" schließen kann.

  23. kritikos
    24. November 2014 02:10

    Den letzten Satz kann man wohl nur mit "nein, leider" beantworten. Die Richter sind heutzutage offensichtlich von außen nicht unbeeinflussbar, um es schwächer zu sagen. Zu den früheren Einflussnehmern wie Politiker und sonstige Machthaber sind jetzt die Medien gestossen.
    Ich halte die Medien mit ihrem anscheindend einzigen Ziel der Gewinnmaximierung durch Auflage und Verkauf und Zuseherrate (und nicht zu vergessen: "Inserate") für eine fiese Welt. Insbesondere das Fernsehen und da hervorstechend der ORF mit dem eindeutigen Linkshang. Aber: das Volk macht ja mit! Man muss nur die erfreuten Gesichter der befragten Passanten anschauen, wenn sie die Kamera erblicken. Da merkt man das Niveau der Gratiszeitungsleser und de facto Analphabeten im Lande, was heißt im Lande: in der Stadt der 1.5 Millionen Gehirne.

  24. Haider
    24. November 2014 01:55

    Man braucht nur "unzensuriert korruption" einzugeben und schon ist man abendfüllend mit Lesen beschäftigt. An viele Fälle können wir uns sofort wieder erinnern, es wurde nur in der Zwischenzeit von den bestochenen/gekauften/erpreßten Medien auf Teufel komm raus alles totgeschwiegen (die behaupten nämlich, ex lege NIEMALS korrupt zu sein, sie haben auch noch nie gelogen und selbstverständlich sind sie immer objektiv).

    • socrates
      24. November 2014 09:28

      Radio Russland hat in D eine Filiale gegründet und wird von der bestochenen Medienmeute angegriffen. Wir hatten früher 4 Tageszeitungen und die wichtigsten Illustrierten. Die Volksstimme las ich im Kaffeehaus. Heute haben wir nur mehr ein Werbeabonnement auf einige Wochen und die NZZ. Ich hasse Lügen.

    • Brigitte Imb
      24. November 2014 11:46

      @socrates,

      wir nehmen mittlerweile nicht einmal ein Werbeangebot. Die "FAZ" hat mir die Kommentarfunktion gesperrt, "bombardiert" mich aber beständig mit einem Angebot. Kommt gar nicht in die Tüte.





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