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FN 705: Ursula Stenzel, das spannende Politikerleben nach der ÖVP

Die Wiener ÖVP hat ihre rührigste Bezirksvorsteherin, die konservative Ursula Stenzel, entsorgt. Das dürfte aber noch nicht Stenzels Ende gewesen sein.

Selbst wenn man mit manchen ihrer Aktionen und ihrem Stil nicht einverstanden war, so ist die nun Gefeuerte doch etwas, was der ÖVP gerade in Wien ansonsten fehlt: Sie ist mutig, rührig und hat keine Scheu, sich auch bei kantigen Themen im Interesse ihrer Wähler zu exponieren. Und sie war in Wien die letzte klar konservative Persönlichkeit. Hat die ÖVP so viele attraktive und interessante Alternativen? Gewiss nicht. Es dominieren vielmehr Feigheit und Orientierungslosigkeit. Außer in den Bezirken 13 und 18 hat die Partei jetzt weder im Land noch in den Bezirken spannende Persönlichkeiten oder eine substanzielle Politik für bürgerliche Wähler. Im Fall Stenzel wäre ich jedenfalls sehr überrascht, würden nun bei ihr nicht interessante Einladungen anderer Parteien einlangen. Stenzel wäre sowohl für die Freiheitlichen als auch das Team Stronach (wenn es überhaupt noch antreten sollte) eine Attraktion. Übrigens könnten auch die Neos mit ihr zeigen, dass sie doch ein breiteres Publikum ansprechen wollen als bloß das relativ kleine Grüppchen wirtschaftsliberal gewordener Grüner aus der Bobo-Generation.

 

 

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