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Wien braucht keine neuen Denkmäler

Es ist eine Lieblingsbeschäftigung der Politik und sogenannter Intellektueller, Denkmäler zu ersinnen, zu diskutieren und zu bauen. Schon wieder hat eine Kommission ein neues vorgeschlagen. Diesmal sogar für den Heldenplatz. In Wahrheit aber braucht diese Stadt, braucht eine demokratische Gesellschaft überhaupt keine Denkmäler. Wien hat längst schon viel zu viele davon. Und viel zu viele seltsame.

Der Bau von Denkmälern war eine Unsitte des 19. Jahrhunderts. Vorher hat man nur bisweilen – aus nachvollziehbarem Anlass Pestsäulen errichtet. Monarchen ließen sich in früheren Zeiten lediglich porträtieren. Im 19. Jahrhundert jedoch begannen sich nicht nur die Angehörigen der herrschenden Häuser mit Monumenten zu feiern, sondern es wurde auch fast für jeden, der einmal im Leben ein Buch geschrieben, ein Lied komponiert hat, ein solches errichtet. Das geschah nicht (nur) auf Friedhöfen, sondern auf möglichst auffälligen Plätzen der Stadt.

Seither geht man an zahllosen Figuren, Büsten, Reliefs vorbei – und hat oft nicht die geringste Ahnung, was diese eigentlich ehren sollen. Nur noch staubige Bücher können das beantworten.

Besonders intensiv wurde der Denkmalkult in totalitären Systemen betrieben. Dadurch hatte ab 1989 halb Europa das Problem: Wohin mit all diesen geballten Arbeiterfäusten, kämpferischen Lenins und bartrauschenden Marx-Darstellungen? Diese Grässlichkeiten stehen nun auf großen Abstellplätzen. Niemand will sie haben.

Immer wieder glaubt die Politik ernstlich, das, was sie tut, sei richtig, ja sei für die Ewigkeit. Und feiert sich pompös (teuer). Kurzzeitig prominente Personen sollten aber in Wahrheit schon froh sein, wenn ihre Erwähnung nicht später Entsetzen auslöst. Oder wenn sie bewusst totgeschwiegen werden. Nur ein Beispiel: In der SPÖ darf seit Jahren niemand Viktor Klima erwähnen, nicht einmal indirekt. Dabei hat er jahrelang diese Partei und die Regierung geführt.

Auch die Benennung von Straßen oder Gebäuden nach Menschen ist problematisch. Dabei müssten Gebäude ja gar nicht „getauft“ werden (ich hatte schon viele Wohnsitze, aber noch nie einen mit Namen). Wie muss sich heute jemand fühlen, der im „Karl-Marx-Hof“ wohnt? Und der weiß, dass im Namen von Karl Marx viele Millionen Menschen bestialisch ermordet worden sind. Dass dessen Wirtschaftstheorien viele Länder auf Jahrzehnte in bittere Armut gestürzt haben.

Wie in der Politik ist es auch im Kulturleben: Was wirklich wichtig ist, was bleibt, weiß man erst viel später. Man schaue nur auf die Spielpläne der Wiener Theater aus den 50er bis 80er Jahren: Viel von dem, was damals Theaterdirektoren und Kulturjournalisten in helle Begeisterung versetzt hat, wird heute und seit Jahren nirgendwo mehr auf der Welt gespielt.

Gewiss: Manches wird eines Tages wohl wiederentdeckt werden und dann bleiben. Nur weiß heute halt niemand, was und wer das sein wird. Vieles, das einst laut gerühmt worden ist, wird in Vergessenheit sinken. Ich glaube zum Beispiel, dass Thomas Bernhard, der jahrelang der größte Kulturaufreger Wiens war, in ein paar Jahrzehnten nur noch in Literaturgeschichten zu finden sein wird.

Noch ein Beispiel der kulturellen Vergänglichkeit: Wiens „Phantastische Realisten“ waren in den 60er und 70er Jahren in aller Munde. Sie waren gesucht und teuer. Es wurde der Eindruck verbreitet, dass sie der Malerei den entscheidenden Impuls versetzt hätten. Heute aber kräht kein Hahn mehr nach ihnen. Werden sie noch jemals als relevant wiederentdeckt werden? Das halte ich für eher wahrscheinlich als bei Bernhard, aber auch nicht sehr wahrscheinlich.

Triumphal wiederentdeckt wurde jedoch die Stadtarchitektur des Historismus. Zwei Generationen lang war ja dieser Stil als billiges Epigonentum verachtet. Heute triumphiert er in fast ganz Europa, wird gehegt und gegen Bauspekulanten geschützt. Das lässt hoffen, dass es nun nicht mehr allzu lang dauern wird, bis es auch in Wien so weit sein wird. Das Wiener Rathaus lässt ja derzeit noch immer reihenweise Gebäude der Epoche vor dem Ersten Weltkrieg abreißen oder durch dreistöckige Aufbauten lächerlich machen.

Längst eingestellt sind hingegen die einst mit viel Steuergeld subventionierten Rundfahrten „Modernes Wien“. Ihr Ziel waren die Gemeindebauten der Nachkriegszeit. Werden diese noch jemals als toll entdeckt werden? Wohl eher nicht. Niemand findet es jedenfalls falsch, dass in vielen Städten heute zu Tausenden die industriell gefertigten Plattenbauten weggerissen werden.

Zurück zum Unsinn von Denkmälern. Der Verstorbenen wird zu Recht auf Friedhöfen gedacht. Aber was ist, wenn die nicht mehr leben, die den Toten persönlich gekannt haben? Wenn niemand mehr dessen Werke liest, spielt, sieht? Wenn seine Politik als Irrweg entlarvt ist? Sollen dann sinnlose Denkmäler herumstehen?

Ein guter Vorschlag: Baut in einer reifen Demokratie überhaupt keine politischen Denkmäler mehr. Weder für Personen noch Institutionen. Was wichtig ist, entscheiden die Menschen, entscheidet jede Generation selber, und nicht Monumente. Benennt keine Wohnhäuser. Und wenn euch für Gassen nur Namen einfallen, dann nehmt nur solche von Künstlern, Denkern und Wissenschaftlern, die mindestens 50 Jahre tot und trotzdem noch bekannt sind.

PS.: Sollte der Bundespräsident einen Ort brauchen, wo er an National- und Staatsfeiertagen einen Kranz niederlegen will, dann soll er – statt dass jetzt am Heldenplatz ein neues Denkmal gebaut wird – einfach auf den Zentralfriedhof fahren. Dort kann er dann problemlos aller Österreicher gedenken, der vermeintlich wichtigen und der wirklich wichtigen (übrigens: auch die unwichtigen würden sich freuen).

Ich schreibe regelmäßig Kommentare für die unabhängige und rund um die Uhr aktuelle Informationsseite „Vienna.at“.

 

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorKritiker
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    13. September 2014 06:53

    Ein sehr guter Artikel des Dr. Unterberger!

    Nicht unerwähnt sollte auch das Monument für den, gottlob schon verblichenen, Mehrfachmörder Ernesto Rafael Guevara de la Serna bleiben. Die rote Rathauskaste konnte sich vor Begeisterung für die bronzene Büste anlässlich ihrer Errichtung 2008 gar nicht einkriegen. Unendlich war die "öffentliche" Erregung, als bald darauf der Che seine Nase einbüßte und das Denkmal um teures (öffenliches?) Geld restauriert werden mußte.

    In Erstaunen versetzt einen, nicht nur deswegen, immer wieder das Ergebnis von Wahlen in Wien ...

  2. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. September 2014 13:36

    Denkmäler werden normalerweise "für die Ewigkeit" errichtet. Daß diese "Ewigkeiten" mitunter von kurzer Dauer sein können---aus diversen Gründen, die wir alle kennen---zeigt das Theater, das vor gar nicht allzu langer Zeit um den "Toten Soldaten" auf dem Heldenplatz aufgeführt worden ist.

    Ausnahmsweise ist es mir einmal gelungen, etwas relativ schnell zu finden, was ich gesucht hatte, nämlich den TAGEBUCH-Eintrag zum "endgültigen" Tod des "Toten Soldaten" als Abschiedsgeschenk des scheidenden Verteidigungsministers und Wehrdienstverweigerers DARABOS.

    Da mein Kommentar damals Gefallen gefunden hat, erlaube ich mir, ihn hier zu wiederholen:

    "Darabos, der Bock, der zum Gärtner gemacht wurde, hat aber dennoch als vielfach unterschätzter Verteidigungsminister eine wirklich epochale Tat für die Sicherheit der gesamten Republik Österreich vollbracht: Er hat unter Aufbietung aller Kräfte auf dem Feld der Ehre, dem Heldenplatz, in einem wahrlich heldenhaften Einzel-Kampf gegen den gefürchteten TOTEN SOLDATEN den Sieg errungen und ihn anschließend entwaffnet. Die brandgefährliche Waffe, eine äußerst explosive KAPSEL, die der "Tote Soldat" bei (in) sich trug, wurde von unserem unbewaffneten (!) Verteidigungsminister eigenhändig entschärft; somit hat der lichtvolle Recke Darabos für alle österreichischen Bürger endlich den ersehnten Frieden erwirkt. An ihren Taten sollt Ihr sie erkennen!"

    http://www.andreas-unterberger.at/2013/03/darabos-der-leichte-abgang/

  3. Ausgezeichneter KommentatorBrigitte Imb
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    13. September 2014 11:45

    Weder weitere Denkmäler brauchen wir, noch die tausenden Selbstbeweihräucherungsfeiern u. Gedenktage der Politiker.
    Die Denkmäler werden ja auch nur errichtet um dem jeweiligen Künstler finanziell unter die Arme zu greifen und dadurch wiederum Wählerstimmen zu kaufen.

    Dem Bundesheer geht der Treibstoff aus, aber z. B. der Kanzler und seine 2200 roten Freunde feiern sich auf Steuerzahlerkosten. Und derer Beispiele sind beliebig zu ergänzen.

  4. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    13. September 2014 11:02

    OT---aber bemerkenswert, wie im Allgemeinen ILLEGAL die Grenze Überschreitende in D und Ö hofiert werden; das beste scheint gerade einmal gut genug zu sein: Ein ****HOTEL:

    "Einsatz im Asylquartier: Schutzwesten für Rettungskräfte"

    http://www.unzensuriert.at/content/0016118-Einsatz-im-Asylquartier-Schutzwesten-f-r-Rettungskr-fte

    Da erinnere ich mich an die "Unterkunft" einer 4-köpfigen Familie aus SIEBENBÜRGEN im Winter 1944/45. Sie "durften" in einem HEUBODEN hausen; das Stiegenhaus zu benützen erlaubte man nicht---manche "lieben" Österreicher beschimpften die Heimatvertriebenen als Habenichtse oder Zigeuner!--- sondern nur die "Hühnerleiter".

    Der Familienvater war in SB Mühlenbesitzer gewesen; ganze 13 MONATE hatte die Familie das neue Haus bewohnt, als sie vertrieben wurden.

    Nach 10 Jahren Dahinvegetierens im Heuboden konnten sie in ein eigenes, bescheidenes kleines Haus ziehen, das sie in der Zwischenzeit mit Nachbarschaftshilfe erbaut hatten.

    Kann man sich vorstellen, daß die heutigen Zuwanderer zu solchen Leistungen befähigt wären? NEIN, denke ich, denn die werden von allem Anfang an zum Schmarotzen erzogen und nach Strich und Faden verhätschelt!

    Die beiden Schwestern, damals 8 und 10 Jahre alt, hüteten regelmäßig die Kühe der Hausbesitzer, aber sie bekamen nicht einmal eine Jause dafür, sondern mußten mit knurrendem Magen zusehen, wie deren Kinder tüchtig futterten.
    Übrigens hatte der Siebenbürger Müller nicht die Hände in den Schoß gelegt, sondern wie gewohnt fleißig in einer benachbarten Mühle gearbeitet.

    Diese Schicksale sollte man NIE VERGESSEN---aber sie interessieren niemanden, da kein ZWANG besteht, sie anzuhören! Erinnert wird immer nur einseitig.....

  5. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    13. September 2014 02:29

    Mein Vater sagte manchmal: "Die Sorgen und dem Rothschild sein Geld". Der Spruch war landläufig und stimmt auch für die Errichtung von Denkmälern. Ich stimme dem Artikel von AU zu und freue mich, die Genese dieses Kults erfahren zu haben.
    Manche Denkmäler dienen zwar einer Orientierung, einem Ortshinweis, wie z.B. das Strauß-Denkmal oder auch der im weiteren Sinn als Denkmal zu erachtende Karl-Marx-Hof. Aber schon beim Schiller-Denkmal muss man - als mehrjäriger Wiener - nachdenken, wo es ist. Und Goethe am Ring beachtet man gar nicht. Und was ist mit "unserem" Grillparzer?
    Die andere Seite der "Denkmalpflege" ist die penible und penetrante Suche nach Straßenbezeichnungen und Denkmälern derzeit verfemter Personen. Trifft nicht nur auf Lenin und den bärtigen Marx zu, selbst ein Wildgans wird getroffen.
    Wäre doch ein geeigneter Platz fürs Einsparen öffentlicher Mittel.

  6. Ausgezeichneter Kommentatorsocrates
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    13. September 2014 23:20

    Sahra trifft Ruth:
    Wie geht es dir seit Kohn tot ist?
    Ich hab Probleme mit dem Geld!
    Wieso? Hat er dir nicht genug hinterlassen?
    Schon, aber die Spesen, das Grab, die Beerdigung, der Gedenkstein...
    Also alles was Recht ist, Kohn war nett, aber wofür einen Gedenkstein?
    Die Freundin putzt ihren neuen Solitär und sagt: Gefällt er dir nicht?

  7. Ausgezeichneter KommentatorMajordomus
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    13. September 2014 19:35

    Statt neuer Denkmäler sollte die Stadt Wien lieber eine Schuldenuhr aufstellen. Immerhin zahlt Wien laut Rechnungshof nur allein für Zinsen 508.794 Euro - PRO TAG!

    Alternativ könnte man natürlich auch für die SPÖ- Finanzstadträtin Renate Brauner ein Denkmal aufstellen, in Form eines Schuldenturm beispielsweise. Immerhin hat ihr jeder einzelne Wiener (vom Säugling in der Wiege bis zum dementen Greis im Altersheim) den rasanten Anstieg der Pro-Kopf-Verschuldung von 872 Euro auf 2.518 Euro zu verdanken. Aber das dient natürlich alles nur "als Notwendigkeit im Kampf gegen die Krise"... ehschowissen.

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorbürgerIn
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    14. September 2014 17:08

    denkmalpolitik ist nackte ideologie. man denke nur, dass die wiener spö dem mörder che guevara eine büste im donaupark widmete und ihm dort huldigte. oder die gedenktafel von josef stalin im 12. bezirk. alles in wien vorzufinden, alles lupenreine"demokraten"?? vom russendenkmal am schwarzenbergplatz reden wir lieber gar nicht.....in zeiten der sanktionen gegen putin, der dort der roten armee mit kranzniederlegungen von zeit zu zeit huldigt.


alle Kommentare

  1. Jake (kein Partner)
    22. Januar 2015 16:10

    Your honsety is like a beacon

  2. Fredy (kein Partner)
  3. Mert (kein Partner)
  4. Abdali (kein Partner)
    21. Januar 2015 04:43

    This artcile is a home run, pure and simple!

  5. Rizal (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:30

    Coole Schule sehen bequem aus und haben einen geeiln Style werde sie mir villeicht bald kaufen oder auch andere modele ansehen

  6. Rizal (kein Partner)
    21. Januar 2015 02:30

    Coole Schule sehen bequem aus und haben einen geeiln Style werde sie mir villeicht bald kaufen oder auch andere modele ansehen

  7. Ayten (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:58

    Denkmal Agentur gestaltet nicht nur unsree Flyers und Plakate, sondern hat uns dieses Jahr auch zwei neue Sujets ffcr die Chrutwe4je-Shirts geschneidert

  8. Bill (kein Partner)
    20. Januar 2015 08:54

    Das ist noch harmlos Lustiger Weise scihent sie sich in so manchem Krieg ebenfalls geirrt zu haben. Oder wie sieht es mit den angeblichen Hexen(rothaarigen) aus? Gibts sie wirklich??? Oder man verweise auf die Zusammenarbeit mit Hitler Hat sie sich da auch geirrt? Seltsam, seltsam

  9. Anil (kein Partner)
    19. Januar 2015 17:42

    thank you. it's a very complex scjuebt that's hard to get a grip upon. I guess the ultimate question is how much you can (or should) dissociate the art from the artist. I tend to be less of a splitter than some, but I don't know if that is really the best stance or not.

  10. Ahmadfebriana (kein Partner)
    19. Januar 2015 09:13

    Gibt es den Veranstaltungskalender auch als CalDAV / iCalendar-File-URL oder kann ich Termine sonst irgendwie dirket und automatisch in meinen (Google) Kalender einbinden?

  11. wolf (kein Partner)
    16. September 2014 09:37

    Da hat unser Experte für eh alles wieder einmal gewaltig daneben gegriffen:

    - zu TBs literarischem Wert wurde eh schon einiges gesagt. Zusatz für A.U.: Bernhard gehört zu den meist gespielten (und gekauften) deutschsprachigen Literaten . Weltweit!
    - Brauer, Hundertwasser, Hausner gehören zu den weltweit bekanntesten (und teuersten) österreichischen Malern des 20. Jhds.
    - zahlende Touristen (nicht die Horden, die durch die Gassen ziehen, um dann wieder in ihren Bussen/Schiffen zu verschwinden) buchen fast immer "Rotes Wien" und "Modernes Wien". Nur Ringstrasse/altes Wien ist interessierten Touris zu wenig.

    • wolf (kein Partner)
      16. September 2014 09:43

      - Journalisten aus aller Welt kommen nach Wien, um sich explizit das "Moderne Wien" (Architektur und Leben) zeigen zu lassen - das sind dann die die dafür sorgen, dass wieder mehr zahlende(!) Touristen nach Wien kommen.

      Was aber dem Fass den Boden ausschlägt: Statuen von Herrschern erst(!!) im 19.Jhd dingfest machen zu wollen, ist ein derartiger Quatsch, dass einem schlecht werden will. Die Ahnungslosigkeit des Unterberger tut schon fast weh. Und er möge sich einmal überlegen, warum Reiterstatuen erst im 19. Jhd nach Österreich kamen - weil nämlich das ohnehin spärlich vorhandene Geld für nichts anderes ausgegeben wurde als für die Barockisierung (=Zerstörung) hunderter Kirchen und für die Errichtung von immer gleichen Pestsäulen (=Massenware) an jeder Straßenecke.

  12. rumpelstilzchen (kein Partner)
    15. September 2014 21:09

    @rumpelstilzchen @Helmut Oswald @Undine
    Dank an Helmut Oswald für seine Präzisierung; ja, das und mehr ist Thomas Bernhard!
    Undine möchte ich ermuntern es doch nochmals mit TB zu versuchen, es lohnt sich! Vielleicht zum Einstieg und zum Verständnis Bernhards seine autobiographischen Schriften: Die Ursache; Der Keller; Der Atem; Die Kälte; Ein Kind. ‚Alte Meister‘, ‚Der Untergeher‘ sollten auch spannend und unterhaltsam sein; ‚Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir Essen‘ wurde schon von Helmut Oswald erwähnt. Ob nun vielleicht sogar AU TB lesen und seine Meinung revidieren wird?

  13. Tik Tak (kein Partner)
    15. September 2014 14:34

    Denkmäler sind sowas von gestern, heute verunstaltet man ganze Straßenzüge und setzt sich selbst ein Denkmal - wie man an der aktuellen Baustelle Mariahilfer Straße gut sehen kann.
    Schon lustig, wie die Maria Hilfer (Wohl Errettung von der Vasilakuh) Straße sich im aktuellen Zustand von den ausgeteilten bunten Infobroschüren und Politikeraussagen unterscheidet.
    Das sind die Denkmäler der Zukunft.

    Im Übrigen sollte man das Denkmal vom Renner, dem Republiksverräter und Nazianschlußbefürworter durch ein Hundeklo ersetzen, daß wäre stimmiger.

  14. Thomas F. (kein Partner)
    15. September 2014 11:31

    Am allermeisten vermisse ich das “New Kids on the Block”-Denkmal.
    Eigentlich ein Skandal, dass es einfach verschwunden ist, ohne dass irgendjemand dafür verantwortlich gemacht wird.

  15. Torres (kein Partner)
    15. September 2014 11:30

    Ich bitte, mich jetzt nicht misszuverstehen, etwa dass ich gar die Naziverbrechen gegen Juden verharmlosen will; keineswegs, ganz im Ggegenteil: diese Verbrechen haben sich aber nicht das völlig misslungene "Denkmal" am Judenplatz verdient. Erstens wurde damit das (in Wien einzigartige) Barockensemble zerstört und zweitens weiß kein Mensch, was es darstellen soll - jedem Ausländer muss man erst umständlich erklären, warum und wieso das eine "Bibliothek" mit nach außen stehenden Büchern sein soll. Solche Denkmäler braucht man wirklich nicht - und andere auch nicht, da hat Unterberger schon recht.

  16. AppolloniO (kein Partner)
    15. September 2014 11:18

    Ergänzung zu Straßennamen: das Penetranteste war die Durchsage in der U4.
    "Längenfeldgasse,Doktor- Bruno-Pittermann-Platz"! Selbst die Sozen haben inzwischen eingesehen, dass einem solchen Zniachtl auch durch hundertfaches Aufrufen nicht zu helfen ist.

    • AppolloniO (kein Partner)
      16. September 2014 12:16

      Zusatzgedanke:
      würde man überhaupt noch Bedarf für ein neues Denkmal sehen, würde ich z.B. an die Zig-Millionen Opfer, und das weltweit, des Kommunismus denken.
      Aber Wien glaubt mit einem Che Guevarra einen Massenmörder ehren zu müssen.

  17. Undine
    15. September 2014 10:49

    @Haider prangert mit Recht empört die das Haus Schönbrunner Schloßstraße 30 "zierende" Gedenktafel mit der Visage des größten Massenmörders aller Zeiten---STALINS--- an. In der damaligen UdSSR knapp nach der Errichtung dieses "Denkmals" in WIEN (!) posthum zur Persona ingrata geworden wurde Stalin aus dem Mausoleum in ein bescheidenes Grab an der Kremlmauer verbracht (selbst gesehen im Jahr 1964 anläßlich einer ausgedehnten Studienreise in den "Ostblock").

    Aber im tiefroten Wien ließ man sich nicht davon abhalten, das Denkmal dieses Monsters weiterhin zu pflegen---vielleicht wartet man ja insgeheim darauf, daß STALIN und sein Kommunismus wieder in Mode kommt; die Anfänge sind ja schon ganz schön weit gediehen.

    http://www.theintelligence.de/index.php/wissen/geschichte/592-stalins-verbrechen.html

    Was das "Russendenkmal" am Schwarzenberg-Platz anbelangt kann man nur sagen: Durch die Jahrzehnte lange Gehirnwäsche hält unsere Jugend die Russen tatsächlich für "Befreier"---die Gräueltaten dieser sog. Befreier durften und dürfen auch weiterhin nicht erwähnt werden. Die damals massenhaft in der "RUSSENZONE" vergewaltigten Mädchen und Frauen wurden NIE in Schulen gebeten, um von ihrem Leid zu erzählen, während Andere wie die Hausierer ständig von Schule zu Schule ziehen, um ihre schlimmen Erlebnisse in der NS-Zeit zu schildern. Angetanes Leid wird halt sehr unterschiedlich bewertet.....

  18. ashanyan (kein Partner)
    15. September 2014 10:22

    Ich bin für Denkmäler und schlage daher folgende neue Denkmäler vor:

    "Denkmal des anonymen Steuerzahlers"
    "Denkmal des verarschten Wählers"
    "Denkmal für die Opfer der Bürokratie"

  19. rumpelstilzchen (kein Partner)
    15. September 2014 09:12

    AU glaubt, dass Thomas Bernhard in ein paar Jahrzehnten nur noch in Literaturgeschichten zu finden sein wird. Ich glaube hier irrt AU. TB hat nämlich wirklich Neues geschaffen; es ist die Musikalität seiner Sprache, es ist das Verdeutlichen von Situationen/Gegebenheiten durch gewaltige Übertreibung. Die Liebe zu seinem Land, verkleidet in Lästerungen und Beschimpfungen, wurde von vielen „naturgemäß“ missverstanden – ihre Zahl wird kleiner. Schreibt nicht auch AU selbst Ähnliches über die österreichischen Zustände wie TB, der sie halt als „totale Volkskomödie“ bezeichnet? Dem Genderismus wäre TB so begegnet, dass es sicher auch AU den einen oder anderen Schmunzler oder Lacher gekostet hätte.

    • Helmut Oswald
      15. September 2014 12:59

      @ rumpelstilzchen

      Da capo. Exakt auch meine Beobachtung. Unendlich verdienstvoll ist Bernhards Wirken wieder diesen widerlichen opportunistischen und aufgesetzten Austropatriotismus, dessen Hysterie gegen alles Deutsche im Land er sehr genau als eine Reaktion auf die Feigheit und den Mangel an Zivilcourage in den Diktaturen und der Besatzungszeit, die dieses Land knapp zuvor durchlaufen hat, zutreffend eingeordnet hat. Die angepasste Unterwürfigkeit, welche die Masse gegenüber der jeweils vorherrschenden - und sei sie hinsichtlich ihrer Vorgängerschaft auch noch so antagonistischen - Autorität entgegenbrachte hat er mit feiner Beobachtungsgabe zum Ziel seiner Satire und seines Spottes gemacht. Die Mühelosigkeit das jeweilige genaue Gegenteil des Vorangegangenen kritiklos hinzunehmen und sich darob seine individuellen und kollektiven Lebenslügen zurechtzulegen zeigte Bernhard schonungslos auf - ohne in das primitive Antifa Gebrüll spätgeborener Zeloten einzufallen. Ob es nun das ostentativ zur Schau gestellte Mitgefühl gegenüber der einsam zurückgebliebenen Lebensgefährtin eines erfolglos gebliebenen Schauspielerkollegen in 'Holzfällen' ist oder die dümmlich aufgesetzte Suche nach dem einfachen Leben in der Natur dieses Systemschranzen von Burgschauspieler ist, der dort der Angelpunkt der Erzählung ist und der sich halt vermöge seiner parteipolitisch verlängerten Ellbogen im Proporzland Österreich seine Platz in den vorderen Rängen der Staatskünstler erdrängelt hat - man kennt im Grund jede seiner Figuren. Peymann beschreibt Charaktäre - oder besser gesagt deren Gegenteil in Gestalt von Nihilomen, die alle noch heute, mit leicht gewandelten Zwischentönen, mitten unter uns stehen. Peymanns Suada in 'Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir Essen' ist so sensationell komisch, die Einsilbigkeit des Authors und der Redeschwall dieses linksgedrehten Alt 68ers, der in den Wiener Vorstädten heute einfach nur noch als Piefke-Kanaken abqualifiziert werden würde, diesen linken Prototypen eines edelbolschewistischen Staatskünstlers hat er - unbemerkt von demselben eitle Selbstdarsteller und Dauer-Selbstinszenierer - zu einer Farce über die gesamte Kulturlandschaft dieses Landes verholfen. Und das in heiterer Gelassenheit. Thomas Bernhard liebte sein Land - und darum geisselte er es stets treffsicher genau dort, wo es in seiner Doppeldeutigkeit buchstäblich unnachahmlich war.

    • Undine
      15. September 2014 16:28

      @Helmut Oswald

      Zu Thomas Bernhard kann ich nichts sagen, weil ich beim ersten Versuch über einen Satz gestolpert bin, der sich über eineinhalb Seiten erstreckte; ich kapitulierte vorzeitig. Vielleicht mach' ich einen neuerlichen Versuch.

      Aber Ihrem Satz:

      "Die Mühelosigkeit das jeweilige genaue Gegenteil des Vorangegangenen kritiklos hinzunehmen und sich darob seine individuellen und kollektiven Lebenslügen zurechtzulegen zeigte Bernhard schonungslos auf - ohne in das primitive Antifa Gebrüll spätgeborener Zeloten einzufallen."

      ....kann ich nur zu 100% zustimmen---die "Mühelosigkeit , das jeweilige Gegenteil des Vorangegangenen kritiklos hinzunehmen.....", diese österr. Untertanen-Mentalität wird uns permanent vorexerziert! Beispiele gibt's genug! Und es ist so watscheneinfach: Man muß nur das genaue Gegenteil dessen tun, was in der NS-Zeit als positiv, bzw. als negativ galt; dann paßt's auf jeden Fall!

  20. Haider
    15. September 2014 01:00

    Meidling, der 12. Wr. Bezirk, kann auf eine Attraktion besonders stolz sein: Am Haus Schönbrunner Schloßstraße 30 prangt eine Stalin-Gedenktafel. Anläßlich des 70. Geburtstages des "Weltenbefreiers" und Erfinders aller Patente weltweit wurde 1949 die Tafel angebracht. Rote, Grüne, Schwarze sehen darin eine Bereicherung des Stadtbildes. Na ja, Geschmäcker sind eben verschieden.

  21. McErdal (kein Partner)
    14. September 2014 19:13

    Niemand findet es jedenfalls falsch, dass in vielen Städten heute zu Tausenden die industriell gefertigten Plattenbauten weggerissen werden.@ Und weil das so ist - bauen WIR jetzt neue BETONBUNKER - die aussehen wie SCHUHSCHACHTELN !!! Der Herr MERKATZ hat uns bereits die SCHÖNHEIT von BETON erklärt und fährt in sein Bauernhaus am Land!!!! Übrigens wer braucht in Wien 2 Millionen Einwohner ????

    • Politicus1
      14. September 2014 20:52

      was in den Neuen Bundesländern Deutschlands abgerissen wird, bauen wir z.B. in Wien in der Seestadt ...

  22. @fewe (kein Partner)
    14. September 2014 18:27

    @ Unterberger:

    Warum verrecken Sie nicht endlich, Sie kleine Missgeburt?

  23. peter789 (kein Partner)
    14. September 2014 17:41

    Übrigens:

    Ein interessanter Artikel zum Kindesmissbrauch von Rotherham:

    www.identitaere-generation.info/der-kindesmissbrauch-von-rotherham/

    • Undine
      14. September 2014 20:31

      @peter789

      Dieses Thema ist ganz, ganz schnell wieder aus den Schlagzeilen verschwunden, weil man a) nur ja Zuwanderer nicht zu viel kritisieren will, auch wenn sie sich in großem Stil der abscheulichsten Verbrechen (Schändung von Kindern!) schuldig gemacht haben und b) die PC nicht als das erkannt wissen wollen, was sie ist: Der größte Unsinn, gepaart mit größter Heuchelei!

    • Isabella (kein Partner)
      15. September 2014 10:06

      ITCCS Common Law Kevin Annett - Tribunal gegen Kindesmißbrauch
      http://www.youtube.com/watch?v=MGTQKDNMF5c

  24. bürgerIn (kein Partner)
    14. September 2014 17:08

    denkmalpolitik ist nackte ideologie. man denke nur, dass die wiener spö dem mörder che guevara eine büste im donaupark widmete und ihm dort huldigte. oder die gedenktafel von josef stalin im 12. bezirk. alles in wien vorzufinden, alles lupenreine"demokraten"?? vom russendenkmal am schwarzenbergplatz reden wir lieber gar nicht.....in zeiten der sanktionen gegen putin, der dort der roten armee mit kranzniederlegungen von zeit zu zeit huldigt.

    • Prudentia (kein Partner)
      14. September 2014 22:30

      Was ich beim Denkmal am Scwarzenbergplatz als unwürdig finde ist die Tatsache, das da die Armee gewürdigt wird, die gemeinsam mit der Nazionalsozialistischen Armee, im gemeinsamen Feldzug, einen suveränen Staat okupiert und geteilt hat, nämlich Polen (In einem Abkommen wurde die Aufteilung Polens und des Baltikums vereinbart, später durchgeführt; so begann, bekanntlich, der erste Weltkrieg). Es wäre schön, dass die Wiener solidarität mit dem polnischem Volk zeigen, mit dem sie gemeinsam für die Verteidigung dieser wunderschönen Stadt 1683. gekämpft haben, und irgendwie am Denkmal andeuten, dass die Rote Armee, im Grunde genommen, keine "antifaschistische Armee" war.

      Der 23. August ist der

  25. no na (kein Partner)
    14. September 2014 14:31

    Der völlig unnötige HBP will irgendwo ein völlig unnötiges Denkmal einweihen? Gut, die völlige Unnötigkeit dieses Vorganges hätte einen gewissen Charme, so wie es völlig unnötige Dinge (etwa auch das Amt des Bundespräsidenten) halt haben. Aber reicht das, damit wieder Millionen Steuergeld hinausgeschmissen werden?

    Das Denkmal völlig unnötige Denkmal für den mehrfachen Mörder Che Guevara, das in Wien etwa die gleiche Berechtigung hat wie ein Eiterwimmerl von auf der Gesäßbacke des völlig unnötigen UHBP, also klarerweise keine, ist uns noch in unguter Erinnerung.

    Kann der völlig unnötige HBP nicht dort wieder einmal ein völlig unnötiges Kranzerl niederlegen? Wär doch unnötig nett, oder?

    • Politicus1
      14. September 2014 14:37

      noch nicht!
      Noch immer WEIHT der Dompfarrer ein - und nicht der Ersatzkaiser ...

    • no na (kein Partner)
      14. September 2014 14:53

      @ Politicus1 - äh, wie war das denn beim Denkmal für den Mörder Che Guevara? Hat das ein Geistlicher eingeweiht? Schwer vorstellbar. Oder war es der unnötige UHBP oder den ebenfalls unnötige Mr. Veltliner? Und haben die das Mörderdenkmal nur "eröffnet"? Oder "erstbegangen"? Oder "initiiert"? Oder "erstempfohlen"? Oder "situationselastisch behandelt"? Oder sonstwie was?

      Aber vielleicht kann man einen gewissen ausländischen Herren mit notorisch kleiner Blase zu einer Stadtrundfahrt einladen, ihm ein, zwei Bier und einen Espresso spendieren, und ihn dann nach zwei Stunden Rundfahrt bei so manchem Denkmal vorbeiführen? Als Performance, gewissermaßen, denn die Kunst ist ja frei.

  26. socrates
    13. September 2014 23:20

    Sahra trifft Ruth:
    Wie geht es dir seit Kohn tot ist?
    Ich hab Probleme mit dem Geld!
    Wieso? Hat er dir nicht genug hinterlassen?
    Schon, aber die Spesen, das Grab, die Beerdigung, der Gedenkstein...
    Also alles was Recht ist, Kohn war nett, aber wofür einen Gedenkstein?
    Die Freundin putzt ihren neuen Solitär und sagt: Gefällt er dir nicht?

  27. terbuan
    13. September 2014 22:50

    O.T.

    Was ist los, gibt es noch Lichtblicke?
    Man traut seinen Augen und Ohren nicht, heute in den Nachrichten:

    Hans-Jörg Schelling kritisiert die EU-Defizitsünder in der EU, vor allem Frankreich (wie kommen wir dazu..)
    "Aber es kann nicht sein, dass einzelne Länder den Pakt verlassen und andere müssen dann umso mehr Anstrengungen unternehmen, um die Gesamtstabilität zu erreichen".
    http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3738784/schelling-warnt-vor-verlassen-des-stabilitaetspakts.story

    und Georg Kapsch kritisiert die EU Sanktionen gegen Russland, sie sind nicht der richtige Weg.....
    http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/3869577/Georg-Kapsch_Sanktionen-sind-nicht-der-richtige-Weg?from=rss

    Zwei Schwalben machen noch keinen Sommer aber immerhin, endlich trauen sich 2 Österreicher den Mund aufzumachen, ansonsten hört man ja immer nur weichgespülte, feige Ergebenheitsadressen!

  28. Majordomus
    13. September 2014 19:35

    Statt neuer Denkmäler sollte die Stadt Wien lieber eine Schuldenuhr aufstellen. Immerhin zahlt Wien laut Rechnungshof nur allein für Zinsen 508.794 Euro - PRO TAG!

    Alternativ könnte man natürlich auch für die SPÖ- Finanzstadträtin Renate Brauner ein Denkmal aufstellen, in Form eines Schuldenturm beispielsweise. Immerhin hat ihr jeder einzelne Wiener (vom Säugling in der Wiege bis zum dementen Greis im Altersheim) den rasanten Anstieg der Pro-Kopf-Verschuldung von 872 Euro auf 2.518 Euro zu verdanken. Aber das dient natürlich alles nur "als Notwendigkeit im Kampf gegen die Krise"... ehschowissen.

  29. schreyvogel
    13. September 2014 19:29

    Gegen diese Art von Denkmälern darf wohl kein Politiker etwas haben:
    http://www.wu.ac.at/start/news/commemorative_project
    Am besten nicht warten, bis man gestoßen wird, sondern vorauseilend selbst tätig werden. Es gibt noch viele Bildungsstätten ohne solche Mahnmäler.

  30. Undine
    13. September 2014 13:36

    Denkmäler werden normalerweise "für die Ewigkeit" errichtet. Daß diese "Ewigkeiten" mitunter von kurzer Dauer sein können---aus diversen Gründen, die wir alle kennen---zeigt das Theater, das vor gar nicht allzu langer Zeit um den "Toten Soldaten" auf dem Heldenplatz aufgeführt worden ist.

    Ausnahmsweise ist es mir einmal gelungen, etwas relativ schnell zu finden, was ich gesucht hatte, nämlich den TAGEBUCH-Eintrag zum "endgültigen" Tod des "Toten Soldaten" als Abschiedsgeschenk des scheidenden Verteidigungsministers und Wehrdienstverweigerers DARABOS.

    Da mein Kommentar damals Gefallen gefunden hat, erlaube ich mir, ihn hier zu wiederholen:

    "Darabos, der Bock, der zum Gärtner gemacht wurde, hat aber dennoch als vielfach unterschätzter Verteidigungsminister eine wirklich epochale Tat für die Sicherheit der gesamten Republik Österreich vollbracht: Er hat unter Aufbietung aller Kräfte auf dem Feld der Ehre, dem Heldenplatz, in einem wahrlich heldenhaften Einzel-Kampf gegen den gefürchteten TOTEN SOLDATEN den Sieg errungen und ihn anschließend entwaffnet. Die brandgefährliche Waffe, eine äußerst explosive KAPSEL, die der "Tote Soldat" bei (in) sich trug, wurde von unserem unbewaffneten (!) Verteidigungsminister eigenhändig entschärft; somit hat der lichtvolle Recke Darabos für alle österreichischen Bürger endlich den ersehnten Frieden erwirkt. An ihren Taten sollt Ihr sie erkennen!"

    http://www.andreas-unterberger.at/2013/03/darabos-der-leichte-abgang/

    • no na (kein Partner)
      14. September 2014 14:39

      Zuviel der Ehre für den Herrn Darabosch. Vergessen wir ihn möglichst komplett und möglichst sofort. Wenn der das liest, erkennt er vermutlich nicht einmal, dass es sich um Ironie handelt - der glaubt das alles womöglich wirklich, fühlt sich als heldenhafter Einzelkämpfer und so. Sollen seine Genossen ihn ertragen, aber bitte nicht die unschuldige Bevölkerung.

    • Haider
      15. September 2014 00:49

      Darabos -> auch so eine Lichtgestalt aus dem ZK der Löwelstraße, die zu Recht schon zu Lebzeiten in Vergessenheit gerät. Klima mit seinem Hund Grolli und ebenso Gusi ohne Hund aber mit voller Brieftasche verschwanden im Politiknirwana, nur Alleskönner/wisser Androsch mit seiner Entourage ist seit Jahrzehnten im parteiinternen „Gotha“ und der bestochenen/gekauften/erpreßten linken Journaille präsent.

  31. Josef Maierhofer
    13. September 2014 12:07

    'Du bist von Staub und wirst zu Staube werden.'

    'Kein Stein wird auf dem anderen bleiben'

    Dass viele Denkmäler von 'guten' Zeiten künden und wenige von 'schlechten' Epochen, wurde ja widerlegt, im Nationalsozialismus und im Kommunismus oder heute in Nordkorea, etc. gibt es Denkmäler, so viel wie nie.

    Ich meine, wer glaubt, er wird ewig leben, der wird ganz sicher eines besseren belehrt.

    Für mich sind alle Denkmäler zu erst einmal Zeitzeugen und Geschichtsdokumente der näheren und weiteren Geschichte.

    Es wird 'eh' bald das Geld ausgehen in Wien und dann wird es wieder weniger neue Denkmäler geben müssen. Das reihe ich dann unter 'schlechte' Epoche ein, auch wenn vor einer 'schlechten' Epoche, der Grundstein für die (wirklich) 'schlechte' Epoche gelegt wurde und 'gute' oder 'reiche' Epoche genannt wurde und wird. Auch, wenn alles auf Kredit ist. Die Schulden Wiens erreichen die 5 - Milliardengrenze.

  32. Brigitte Imb
    13. September 2014 11:45

    Weder weitere Denkmäler brauchen wir, noch die tausenden Selbstbeweihräucherungsfeiern u. Gedenktage der Politiker.
    Die Denkmäler werden ja auch nur errichtet um dem jeweiligen Künstler finanziell unter die Arme zu greifen und dadurch wiederum Wählerstimmen zu kaufen.

    Dem Bundesheer geht der Treibstoff aus, aber z. B. der Kanzler und seine 2200 roten Freunde feiern sich auf Steuerzahlerkosten. Und derer Beispiele sind beliebig zu ergänzen.

  33. Undine
    13. September 2014 11:02

    OT---aber bemerkenswert, wie im Allgemeinen ILLEGAL die Grenze Überschreitende in D und Ö hofiert werden; das beste scheint gerade einmal gut genug zu sein: Ein ****HOTEL:

    "Einsatz im Asylquartier: Schutzwesten für Rettungskräfte"

    http://www.unzensuriert.at/content/0016118-Einsatz-im-Asylquartier-Schutzwesten-f-r-Rettungskr-fte

    Da erinnere ich mich an die "Unterkunft" einer 4-köpfigen Familie aus SIEBENBÜRGEN im Winter 1944/45. Sie "durften" in einem HEUBODEN hausen; das Stiegenhaus zu benützen erlaubte man nicht---manche "lieben" Österreicher beschimpften die Heimatvertriebenen als Habenichtse oder Zigeuner!--- sondern nur die "Hühnerleiter".

    Der Familienvater war in SB Mühlenbesitzer gewesen; ganze 13 MONATE hatte die Familie das neue Haus bewohnt, als sie vertrieben wurden.

    Nach 10 Jahren Dahinvegetierens im Heuboden konnten sie in ein eigenes, bescheidenes kleines Haus ziehen, das sie in der Zwischenzeit mit Nachbarschaftshilfe erbaut hatten.

    Kann man sich vorstellen, daß die heutigen Zuwanderer zu solchen Leistungen befähigt wären? NEIN, denke ich, denn die werden von allem Anfang an zum Schmarotzen erzogen und nach Strich und Faden verhätschelt!

    Die beiden Schwestern, damals 8 und 10 Jahre alt, hüteten regelmäßig die Kühe der Hausbesitzer, aber sie bekamen nicht einmal eine Jause dafür, sondern mußten mit knurrendem Magen zusehen, wie deren Kinder tüchtig futterten.
    Übrigens hatte der Siebenbürger Müller nicht die Hände in den Schoß gelegt, sondern wie gewohnt fleißig in einer benachbarten Mühle gearbeitet.

    Diese Schicksale sollte man NIE VERGESSEN---aber sie interessieren niemanden, da kein ZWANG besteht, sie anzuhören! Erinnert wird immer nur einseitig.....

    • socrates
      13. September 2014 11:53

      In unserer Wohnung schliefen bis zu 11 Personen. Flüchtlige, Sudetendeutsche, Juden, bevor sie sich auf der Suche nach einer neuen Heimat aufmachten. Wir schliefen am Boden, auf Decken und teilten das wenige Essen. Alle waren damals Vegetarier und Nichtraucher.

    • Cotopaxi
      13. September 2014 12:14

      Und wie viele deutsche Flüchtlinge führten damals eine Schusswaffe bei sich? Aufgrund der ohnedies schon gefilterten Kriminalberichterstattung gewinnt man den Eindruck, dass jeder Tschetschene eine solche bei sich hat und diese dann bei jeder Ehrkränkung einsetzt. ;-)

    • Undine
      13. September 2014 13:49

      @socrates

      Auch wir rückten zusammen, als im Jänner 1945 eine 6-köpfige Familie aus der BATSCHKA, bei der mein Bruder anläßlich der Kinder-Landverschickung einst liebevoll "gemästet" worden war, nach wochenlanger grauenhafter Flucht zu uns kamen. Wir teilten mit ihnen, was wir hatten. Ihre lebenslange Dankbarkeit war rührend!

      @Cotopaxi

      Ich kann mich nicht erinnern, JEMALS gehört zu haben, daß aus der ganzen riesengroßen Schar der Heimatvertriebenen aus Siebenbürgen, aus dem Sudetenland, aus der Untersteiermark und und und, jemand kriminell geworden oder bewaffnet umhergelaufen wäre! Die Heimatvertriebenen LEBTEN noch die alten, heute so verlachten TUGENDEN!

    • Cotopaxi
      13. September 2014 18:18

      @ Undine

      Und seltsamerweise haben die deutschen Vertriebenen auch ohne Traumatisierungs-Getue sich als wertvolle Mitglieder in unsere Gesellschaft eingefügt.

    • Helmut Oswald
      15. September 2014 13:23

      Mein Vater stellte, noch 1945 trotz mehrfacher Verwundungen aus sowjetischer Gefangenschaft entflohen und heil in Wien angekommen, einen jungen Batschka Flüchtling als Hausbesorger in unser von amerikanischen Bomben schwer beschädigtes und von kommunistischen Behörden mit Zwangsmietern belegtes Haus ein. (An dieser Stelle nochmals ein aufrichtiges Danke für die Befreiung). Er und seine 17 Jahre junge Frau mussten aus ihrem Versteck zusehen und zuhören, wie ihre Eltern und Großeltern von serbischen kommunistischen Partisanen zu Tode gefoltert wurden, die junge Frau und er selbst waren unter Verlust aller persönlichen und elterlichen Habe auf einem kleinen Pferdewägelchen in Wien angekommen, vollkommen mittellos und auf der Suche nach Arbeit. Bis zu seinem 65 Lebensjahr hat dieser Mann als Bauarbeiter schwer gearbeitet, bis zu seiner Pensionierung hat er sich rührend um dieses Haus gekümmert, unaufgefordert aus Eigeninitiative jeden kleineren Schaden kommentarlos behoben und seinen Dienstpflichten Sommers wie Winters vorbildlich entsprochen. Seine drei Kinder wurden mißratene Juso Fratzen die mit viel Anschub aus der roten Politik und der gehörigen Präpotenz als einziger Eigenleistung korrupte Systemgünstlinge wurden - samt entsprechendem Auftreten. Mangels entsprechenden Personalersatzes wurde der Nachfolger des volksdeutschen Flüchtlings ein Paar aus Nis. Als sie vor drei Jahren in den Ruhestand gingen und nun durch eine Betreuungsfirma ersetzt wurden - sprach die Frau nach vierzig Jahren noch immer kein >Deutsch, konnte der Mann noch immer nicht meinen Namen aussprechen, war das ihnen zu r Verfügung gestellte Telefax Gerät in zwölf Jahren nicht ein einziges Mal von Ihnen aktiv benutzt worden und über den Zustand der Dienstwohnung und der öffentlichen Teile des Hauses, der ihnen zur Reinigung und Pflege anvertraut gewesen war, verliere ich hierorts am besten kein Wort.

    • socrates
      19. September 2014 10:03

      Waffen hatten alle ausser uns. Damals gab es genug, die lagen herum , aber keiner wollte welche. Außerdem waren die Russen streng und erschossen Menschen aus viel kleineren Gründen. Auch GI's zögerten nicht weltberühmte Komponisten auf der Straße zu erschießen.

  34. terbuan
    13. September 2014 09:22

    Danke Herr Dr. Unterberger für diesen Beitrag!

    In Wien gibt es laut Bundesdenkmalamt 3213 denkmalgeschützte Objekte.
    Ich finde das reicht!

    http://www.bda.at/downloads

    • zauberlehrling
      13. September 2014 12:26

      Wobei zwischen Denkmäler (in Wien überwiegend Mahnmale!) und denkmalgeschützten Objekte ein himmelhoher Unterschied besteht.
      Der Denkmalschutz sollte wesentlich rigoroser angewendet werden,
      von Denk- und Mahnmälern haben Wien und seine Bewohner mehr als genug.

    • terbuan
      13. September 2014 19:47

      Das ist schon richtig, nur sehen Sie sich die Liste einmal an, da sind sehr viele "Wohnhäuser der Stadt Wien" dabei, nicht nur der Karl-Marx-Hof!

  35. Wertkonservativer
    13. September 2014 08:48

    "Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle ...."
    (1. Korinther, Kapitel 13 - Das Hohelied der Liebe)!

    Ja, tönend Erz (und/oder Stein) sind die vielen Denkmäler für Heilige, Potentaten, Künstler!
    Zur Erinnerung und Bewunderung durch die Nachwelt gedacht, und doch nur Stein, Metall, dankbarer Aufenthaltsort für die Vogelwelt!
    Die "Denkmäler" großer und guter Charaktere sind in den Köpfen der Späteren zu Hause, die dankbar an das viele Gute und Schöne denken, das von jenen kam und die Welt bereicherte!
    Die großen Weltbeschädiger und Menschenvernichter mögen jedoch dem Moder der Geschichte anheimfallen: kein Stein und kein Erz soll mehr von ihnen künden!

    Dies meine Morgengedanken zum Thema "Denkmäler"!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • Nestor 1937
      13. September 2014 11:13

      Ältere Männer verfallen oft in maßlose Geschwätzigkeit !

    • Wertkonservativer
      13. September 2014 11:40

      Ihnen, @ Nestor 1937,

      sei noch der ewig gültige Schluss-Satz dieses Hoheliedes gewidmet, zugleich mein "Glaubensbekenntnis": (1. Thessalonicher 1.3 - ( 1.Johannes 4.16):

      "Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
      aber die Liebe ist die größte unter ihnen"!

      Und, abschließend:
      was die Geschwätzigkeit betrifft, weiß ich hier eine ganze Menge Jüngerer, die mich um ein Mehrfaches übertreffen!

      (mail to: gerhard@michler.at)

  36. Freak77
    13. September 2014 08:35

    Das was hier vorgestellt wurde:

    Die Neu- und Umgestaltung der Krypta (äußeres Burgtor neben dem Heldenplatz) halte ich für gut und diskussionswürdig, weil es uns Bürgern ermöglicht ein besseres Verhältnis zu unserer Nation zu bekommen:

    Krypta, Weiheraum und Ehrenhalle sollen musealisierte & öffentlich zugänglich werden, auch das Dach der Kryta: das klingt für mich symathisch.

    http://wien.orf.at/news/stories/2666903/

    Wenn man den Artikel weiterliest: Es soll ein neues Denkmal für die Angehörigen von Bundesheer und Exektuive die im Dienst für die Republik Österreich ihr Leben ließen errichet werden - gleich neben dem äußeren Burgtor. - Ist in meinen Augen auch OK.

    Was mich wurmt ist dass am Heldenplatz, und zwar dort wo das Prinz-Eugen-Denkmal ist: da ist ein Parkplatz neben dem Eingang zum Konferenzzentrum Hofburg, wo die OSZE ihren Sitz hat - dass immer wieder diskutiert wird diesen Parkplatz der für die OSZE-Diplomaten sowie für Touristen und Autofahrer im Allgemeinen sehr gute Dienste leistet - Dass dieser Parkplatz aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen:

    irgendein zusätzliches Denkmal oder sonst welche Gründe den leidgeprüften und gequälten Wiener Autofahrern weggenommen werden soll.


    Im Moment gibt es diesen Parkplatz noch - aber wie lange noch? Wievele weitere Jahre während einer rotgrünen Stadtregierung wird er noch überstehen?

    • Politicus1
      13. September 2014 10:35

      was mich nochsehr stört:
      dieses Gedenkmahl soll nur an jene Exekutivbeamten und Soldaten erinnern, die ihr Leben NACH 1945 opferten.
      Damit nimmt man mit Absicht alle jene aus, die in der Zeit der 1. Republik unnd i der NS-Zeit zwischen 1918 und 1945 ihr Leben für Österreich hingeben mussten. Insbesondere jene Polizisten, die 1927 und 1934 im Zuge der Verteidigung der Republik sterben mussten.

      Rotgrün bestimmt halt, wer ein wahres Opfer ist - und wer nicht ...

    • Freak77
      13. September 2014 11:56

      @ Politicus1

      Ich gebe Ihnen recht: Auch vor 1938 - solange Österreich existierte

      Und sogar auch in der Zeit 1938-1945 als wir an Deutschland angeschlossen waren.

      - auch in diesen Zeiten gab es österreichische Soldaten und Exekutivbedienstete die für die Menschlichkeit und für hehre Werte wie Leben & Freiheit ihr Leben im Dienste der Allgemeinheit opferten.

      Es wird in der Geschichtsschreibung strikt unterschieden:

      von 1914-1918 sowie von 1939-1945 wird ganz generell den Opfern in den Weltkriegen gedacht - das ist vollkommen in Ordnung.

      Aber auf die Idee zu kommen explizit den Uniformträgern in der Zeit von 1918- 1938, also 1. Republik für ihre Opfer zu gedenken & damit zu ehren - das wird unter den Tisch fallen gelassen. Diese Diskussion wird sicher kommen, das ist unvermeidbar. Man sollte sich auf einen diesbezüglichen salomonischen Kompromiss für eine würdige Gedenktafel einigen

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      14. September 2014 15:02

      Rechts neben dem äußeren Burgtor (von der Hofburg aus gesehen) existiert doch schon ein Denkmal der Exekutive für die seit 1945 im Dienst getöteten Polizisten und Gendarmen. Es wurde im Juni 2002 von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil und Innenminister Dr. Ernst Strasser enthüllt. Mit eventuell einer Zusatztafel könnte doch auch den früher im Dienst umgekommenen Exekutivbeamten gedacht werden.

  37. brechstange
    13. September 2014 08:26

    Mit Denkmälern sparsam umgehen und erst bei Nachhaltigkeit des Gedenkens an die Sache oder Person setzen, finde ich gut.

    Und wenn ein Denkmal geschaffen werden soll, dann sollten die Bürger einbezogen und abstimmen dürfen und nicht irgendeine politisch zusammengesetzte Kommission. Die Kostenrechnung dazu sollte bei der Abstimmung auch verfügbar sein.

    Unerträglich finde ich es, wenn sich Personen selbst Denkmäler und Denkschriften setzen.

  38. Gerhard Pascher
    13. September 2014 07:34

    Ein Denkmal kann als „Gedächtnisstütze“ sowohl eine Person, als auch einem erhaltenswerten Kulturgut zugeordnet werden. Was Personen betrifft, sind sie Denkmäler dann sinnvoll, wenn diese Leute für die Mitmenschen Nachhaltiges und Positives geleistet haben.

    Leider wird mit solchen Denkmälern, wie Statuen, Benennungen von Straßen, Gebäuden, Gärten usw. auch viel Missbrauch betrieben. Besonders politische Parteien wollen damit ideologische Erinnerungen mit Gewalt erinnern. So gab es z.B. einen wahren Kult in der Monarchie, wo anlässlich des 60-jährigen Thronjubileums vom Kaiser 1898 an allen Orten „Gedächtnisstätten“ errichtet wurden und großteils noch heute bestehen. Grundsätzlich sollte nur all jenes der Nachwelt erhalten werden, welches von den Folgegenerationen auch geschätzt wird bzw. ein Teil der jeweiligen Geschichte ist. Dazu ist auch ein sinnvoller Denkmalschutz erforderlich.

    Bei den privaten Grabsteinen und deren Inschriften löst sich das Problem von selbst. Solange die dort begrabenen Personen von den Nachfahren noch persönlich bekannt waren, sind es echte Erinnerungen, später werden diese – auch aus finanziellen Überlegungen – ohnehin beseitigt.

    Allen Denkmalenthusiasten würde ich die Betrachtung der Statue „Le Penseur“ von Auguste Rodin empfehlen, wo bei Übersetzung des Titels ins Deutsche aus meiner Sicht so schön auch der erste Schritt zu jeder Handlung mit „Denk mal (vorher nach)!“ wiedergegeben wird.

    • Politicus1
      13. September 2014 08:04

      kleine Korrektur:
      1898 wurde das Goldene (50-jährige) Thronjubiläum begangen, in Wien z.B. mit der Errichtung der Kirche am (heutigen) Mexikoplatz.
      1908 war das 60-Jahrjubiläum. Und in diesme Jahr wurden im ganzen Land viele Jubiläumsschulen errichtet, von denen die Uurenkel der damaligen Stifter noch heute etwas davon haben.

    • Gerhard Pascher
      13. September 2014 08:18

      Politicus1:
      Danke für die Ergänzungen sowie Korrekturen.

  39. Politicus1
    13. September 2014 07:14

    Zur Zeit des Vietnamkrieges flüchteten nicht wenige junge US-Amerikaner über die Grenze nach Kanada.
    Niemand - weder in den USA noch in Kanada - käme heute auf die Idee diesen heldenhaften Deserteuren in Washington oder in Ottawa ein Denkmal zu setzen.

    Vielleicht könnte sich die grünrote Wiener Stadtregierung im Sinne der Internationle weltweite Anerkennung verschaffen, indem sie das geplante Deserteursmahnmal am Ballhausplatz nicht nur den u.a. fünf Minuten vor Zwölf die Seiten gewechselten österreichischen, sondern gleich allen Deserteuren dieser Welt widmet ... (und auch die US-Botschafterin zur Feierstunde einlädt ...)
    -

    • sursum corda
      14. September 2014 00:01

      danke, ein ebenso mutiger wie tiefgründiger gedanke: hoch die internationale deserteurs-solidarität!

      ein kleines problem: nur wichtigmacher aus umerziehungsländern (A und D) werden dran teilnehmen.
      .

  40. Kritiker
    13. September 2014 06:53

    Ein sehr guter Artikel des Dr. Unterberger!

    Nicht unerwähnt sollte auch das Monument für den, gottlob schon verblichenen, Mehrfachmörder Ernesto Rafael Guevara de la Serna bleiben. Die rote Rathauskaste konnte sich vor Begeisterung für die bronzene Büste anlässlich ihrer Errichtung 2008 gar nicht einkriegen. Unendlich war die "öffentliche" Erregung, als bald darauf der Che seine Nase einbüßte und das Denkmal um teures (öffenliches?) Geld restauriert werden mußte.

    In Erstaunen versetzt einen, nicht nur deswegen, immer wieder das Ergebnis von Wahlen in Wien ...

    • kritikos
      14. September 2014 00:54

      Wenn man ein wenig weiter denkt bzgl des letzen Satzes: Der IQ der Wiener Wahlberechtigten scheint keine besondere Höhe zu haben. Oder sind sie eh schon auf die rote Schiene abgefahren?

    • Undine
      14. September 2014 11:41

      @Kritiker

      Als der sog. SIEGFRIEDS-KOPF in der Wiener Universität immer wieder schwer beschädigt wurde und ebenfalls die Nase einbüßte, fand diese linxlinke "Heldentat" im Roten Wien großen Applaus! Dieses im Jahr 1923 aufgestellte DENKMAL sollte an die im Ersten Weltkrieg gestorbenen Studenten und Lehrer der Universität erinnern.

    • Der Realist (kein Partner)
      14. September 2014 14:35

      Wahlergebnisse in Wien versetzen mich nicht in Erstaunen, wird doch in Wien auch ein Hydrant zum Bürgermeister gewählt, er braucht nur rot gestrichen sein. Die Elite der etwa 200.000 Sozialhilfeempfänger weiß eben wo das Kreuzerl gemacht gehört, dazu kommen noch die in großer Zahl vorkommenden Sackbauers aus dem Gemeindebau, diese fressen eher den Kitt aus den Fenstern als nicht rot zu wählen.

    • Kritiker
      16. September 2014 07:23

      @Undine

      Natürlich gehört die Beschädigung des Kopfes im Unigebäude in die Kategorie von linken Untaten! Wenn wir noch länger im Gedächtnis forschten, könnten wir dazu Romane schreiben.

      Ebenso meine Zustimmung dem "kritikos" und dem "Der Realist".

  41. kritikos
    13. September 2014 02:29

    Mein Vater sagte manchmal: "Die Sorgen und dem Rothschild sein Geld". Der Spruch war landläufig und stimmt auch für die Errichtung von Denkmälern. Ich stimme dem Artikel von AU zu und freue mich, die Genese dieses Kults erfahren zu haben.
    Manche Denkmäler dienen zwar einer Orientierung, einem Ortshinweis, wie z.B. das Strauß-Denkmal oder auch der im weiteren Sinn als Denkmal zu erachtende Karl-Marx-Hof. Aber schon beim Schiller-Denkmal muss man - als mehrjäriger Wiener - nachdenken, wo es ist. Und Goethe am Ring beachtet man gar nicht. Und was ist mit "unserem" Grillparzer?
    Die andere Seite der "Denkmalpflege" ist die penible und penetrante Suche nach Straßenbezeichnungen und Denkmälern derzeit verfemter Personen. Trifft nicht nur auf Lenin und den bärtigen Marx zu, selbst ein Wildgans wird getroffen.
    Wäre doch ein geeigneter Platz fürs Einsparen öffentlicher Mittel.





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