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Ukraine: Freude, Depression, Hoffnung

Es gibt nur zwei Möglichkeiten, wie es in der Ostukraine nach dem Waffenstillstand weitergeht. Beide deprimieren, so sehr man sich auch freut, wenn dort vorerst niemand mehr umkommt.

Die eine Möglichkeit: Der Waffenstillstand führt zu einem dauerhaften Einfrieren der Situation, damit also zu einem Teilerfolg des russischen Angriffskriegs. Die andere Möglichkeit: Die Waffenruhe hält (wieder) nur kurz. Das bedeutet weiteres Blutvergießen. Das bedeutet: Russland will noch mehr erobern.

Ich weiß schon: Manche glauben noch immer ernsthaft an Putins Lügen, dass dort eh nur urlaubende und verirrte Soldaten der russischen Armee gekämpft haben, die dort zufällig Panzer und Raketenwerfer gefunden haben. Wenn jemand das auch heute noch ernstlich glaubt, dann haben auch die unzähligen Gegenbeweise keinen Sinn. So wie etwa auch bei jenen, die meinen, dass einst Polen den Reichssender Gleiwitz überfallen haben.

Trotz dieser deprimierenden Perspektiven gibt es langfristig vielleicht doch auch Hoffnung. Denn Faktum ist, dass sich Russland zuletzt friedfertiger gegeben hat als davor. Dafür gibt es zwei mögliche Motive: Zum einen könnten das nur die üblichen Schalmeienklänge sein, die Russland immer ausstößt, wenn die EU Sanktionen vorbereitet. Sollte es also wieder nur um eine neuerliche Finte Moskaus gehen, dann wird der russische Vormarsch wohl bald weitergehen.

Aber zunehmend scheint ein anderes Motiv relevant zu werden: Die Stimmung in Russland ist am Kippen. Zwar ist dort weiterhin die große Mehrheit von der Propaganda überzeugt, dass jeder slawisch sprechende Mensch heim in Putins Reich will. Damit sind natürlich eben auch die in der Ukraine gemeint. Und jene, die das nicht wollen, müssen „Faschisten“ sein.

Aber fast kein Russe will Krieg, will für dieses Ziel sterben. Trotz aller Geheimdienst-Drohungen gegen die betroffenen Familien lässt sich in Russland nicht mehr der Tod von vielen in den Ukrainekrieg gezwungenen Wehrpflichtigen geheim halten. Auch in Russland ist das Internet eingekehrt und berichtet über diese Toten und damit über die russische Teilnahme am Krieg. Auch in Russland gibt es ein paar unabhängige Internet-Seiten (die elektronischen und gedruckten sind freilich von Putin alle gleichgeschaltet worden). Der KGB kann nicht mehr wie in den Zeiten einstiger Allmacht jede Schreibmaschine kontrollieren.

Noch wichtiger: Auch in Russland sind die Eltern mutiger geworden. Sie lassen nicht mehr verschreckt und widerspruchslos wie einst ihre Söhne (von denen sie heute ja auch meist nur einen haben) in Kriege hetzen.

Nicht nur das macht Hoffnung. Es ist auch klar, dass die Sanktionen wirksam sind. Man vergleiche etwa Russlands Verhalten bei der jetzigen Aggression in der Ukraine mit dem bei den früheren in Transnistrien, Südossetien und Abchasien. Damals hat sich Russland noch nicht die Mühe gemacht, seine Feldzüge und Eroberungen als Kämpfe anderer darzustellen. Der Unterschied: Damals hat es keine westlichen Sanktionen gegeben.

Freilich ist es absurd zu glauben, Sanktionen wären sofort wirksam. Aber die Welt ist heute so verwoben, dass mit Sanktionen belegte Länder diese jedes Jahr mehr spüren und zunehmend darunter leiden. Man schaue nach Rhodesien, man schaue nach Südafrika: Beide Länder haben zwar einst lange behauptet, die weltweiten Sanktionen nicht zu spüren. Aber am Ende haben sie unter deren Druck doch nachgeben müssen. Das sieht man auch in der Gegenwart: Die wachsende Kompromissbereitschaft des Iran ist ganz eindeutig eine Folge der dort zunehmend spürbarer werdenden Sanktionen. Obwohl der Iran – so wie Russland – behauptet, die Sanktionen wären irrelevant.

Wenn man nicht die Geduld verliert, besteht also durchaus die Hoffnung, dass sich Russland eines Tages anders verhalten wird. Entscheidend ist, dass Europa konsequent bleibt, dass es einen langen Atem hat und das Ziel nicht aus den Augen verliert.

Der Zweck der Sanktionen war und ist ja nicht ein Waffenstillstand. Es kann nur darum gehen, dass Russland die Souveränität der Ukraine in ihren bisherigen Grenzen wieder anerkennt. Dass zumindest in Europa Grenzen nicht mehr durch Gewalt verändert werden dürfen. Dass zumindest in Europa niemals mehr Verträge gebrochen werden dürfen, wie etwa jener über die Anerkennung der vollen Souveränität der Ukraine durch Russland. Wenn Russland das anerkennt, hätte das große Beispielfolgen auch für andere Aggressoren. Und Russland wäre wieder wie unter Gorbatschow und Jelzin ein respektiertes und europaweit geliebtes Land.

Neben dieser obersten Regel sollte aber endlich auch in ganz Europa ein zweites Prinzip anerkannt werden: das der demokratischen Selbstbestimmung mit friedlichen Mitteln. Dieses Prinzip darf aber niemals zu einem nachträglichen Pro-Forma-Abnicken von schon durchgeführten Eroberungen führen.

PS: Auch in einer ganz anderen Hinsicht ist man positiv überrascht: Seit Jahrzehnten habe ich noch nie so ein geschlossenes Auftreten aller westlichen Mächte gesehen.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatorcaruso
    22x Ausgezeichneter Kommentar
    06. September 2014 08:56

    Mir ist ein Putin lieber als unsere auf mittlereweile 17 Hierarchien aufgebaute Demokratur bis hoch nach Brüssel und wie man mittlerweile sieht haben auch die NATO und USA kräftig was mitzumischen.

    Es ist illusorisch anzunehmen, dass sich Russland in dieser kurzen Zeit auf "europäische Werte" - was immer das sein soll - anpassen kann und vermutlich auch nicht möchte. Darüber muß ich sogar froh sein, wenn ich mir anschaue und jeden Tag lesen muß, was an "europäischen Werten" uns eingeimpt wird. Wie war das gestern, 60 verschiedene "Tschendereien"????

    Trotzdem wäre es wichtig einen genaueren Blick auf die Entwicklung Russlands während der Zeit Putins zu werfen, die im Vergleich zu den Jahren davor und auch den europäischen Entwicklungen dieser Zeit, wesentliche wirtschaftliche und persönliche Verbesserungen für die Russen gebracht hat. Natürlich gibt es noch Aufholbedarf, aber die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen.

    Seit dem Beginn des ganzen "Crimea/Ukrain-theater" wie das (Hollywood)-USA so nennt, wird Putin und den russischen Interessen ständig vor das Schienbein getreten.

    Putin hat die KRIM-Situation alternativlos "elegant gelöst" (hier mal ein neutraler Artikel darüber: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-krim-und-das-voelkerrecht-kuehle-ironie-der-geschichte-12884464.html ) und ist nun auch im Ukraine-Konflikt dabei, dem "WESTEN" zu zeigen, was eine Harke ist.

    Natürlich wird da nicht alles sauber sein, was aus Russland an Unterstützung kommt und auch gemeldet wird. Das was aber Kiew/Brüssel/US/NATO im Vergleich dazu liefern/melden/anstellen, ist 10mal schlimmer.

    Obendrauf noch der einseitige, vorauseilende und Putin/Russland-verteufelnde Gefälligkeits und HURRA-Kriegs-Journalismus nahezu aller unserer Medien. Die "Doppel-Standards", die hier täglich Anwendung finden ist erschreckend.

    100 Jahre nach Ausbruch des ersten Weltkriegs wird in Europa - geschürt und aufgewiegelt durch die USA/NATO - die in der Ukraine überhaupt nichts verloren haben - ein Säbelrasseln veranstaltet, dass es einem angst und bange werden muß.

    Man kann und muß kritisieren, aber bitte nicht mit zweierlei Maß und Ziel. Und die Putin/Rußland ständig empfohlene Medizien und angelegte Maßstäbe sollen die """westlich/europäischen""" einmal selber beherzigen und "vorleben".

    Last but not least, weil man bei Putin/Russland immer negativ/abwertend/verteufelnd berichtet, eine kleine Auswahl anderer Blickwinkel:

    Interview Putin mit AFP Anfang des Jahres im Vergleich zu Obama und seinen Wortmeldungen:
    http://www.youtube.com/watch?v=agXdS1NyY_E

    Einfach Putin (oder warum auch manche in Rußland auf ihn stolz sind)
    http://www.youtube.com/watch?v=RhfjMH5etj8

    Putin, wie ihn niemand kennt (das möchte ich einmal von unserem Hustinettenbär erleben):
    http://www.liveleak.com/view?i=648_1409884280

  2. Ausgezeichneter Kommentatorcaruso
    15x Ausgezeichneter Kommentar
    06. September 2014 09:20

    Wieder Off-Topic aber es bleibt einem einfach die Spucke weg:

    Wir fühlen uns bereichert

    Wien. Ihren 19. Geburtstag hat sich die aus Grosny, Tschetschenien, geflüchtete, in Wien-Mariahilf aufgewachsene S. wohl anders vorgestellt. An dem Tag – es war der 20. August – wurde sie bis spät in die Nacht vom österreichischen Staatsschutz verhört. Der dringende Tatverdacht: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.
    Mehr zum Thema:

    Zwei Tage zuvor war S. von einem Cobra-Kommando in Arnoldstein, kurz vor der italienischen Grenze, festgenommen worden. In dem Auto, in dem die 19-Jährige saß, befand sich auch ihr nur um ein Jahr älterer Ehemann B. Und noch drei junge Tschetschenen. Detail am Rande: S. hatte B. wenige Monate zuvor nach islamischen Recht geheiratet, nachdem die Eltern der beiden die Eheschließung ausgemacht hatten.

    S. im Verhör (die Geheimprotokolle liegen der „Presse“ vor): „Mein Mann sagte (...), dass wir versuchen sollten nach Italien oder nach Griechenland auf Urlaub zu fahren.“ Ihr Mann: „Der Grund der Reise war einfach mit meiner Frau Urlaub zu machen.“ Auf die Frage der Staatsschützer, „Wie haben Sie sich die geplante Ausreise finanziert?“, sagt die Frau: „Wir haben uns von unserer Sozialhilfe, mein Mann bekommt 813 Euro, ich bekomme 793 Euro, Geld gespart.“

    Die Grünschnäbel sind kaum 20 und leben zu zweit von EUR 1.600 netto/bar auf die Kralle???

    Das ist ja menschenverachtend, naja, vielleicht kommt schon bald die zahlreiche Kinderschar, damit sich dieses Bettelbrot etwas aufbessert.

    Und selbst wenn der liebe Ehemann den Heldentot erleidet, droht seiner angetrauten Holden kein Ungemach:
    http://derstandard.at/1271375549588/EuGH-Urteil-Frauen-von-Terrorverdaechtigen-bekommen-Sozialhilfe .

    Bald werden die lieben Mitbürger gar nicht mehr ausreisen müssen, in Deutschland sind wir schon einen Schritt weiter:
    http://www.focus.de/politik/deutschland/salafisten-als-selbsternannte-sittenwaechter-kein-alkohol-keine-musik-scharia-polizei-geht-in-wuppertal-auf-streife_id_4112585.html

    Hier der ursprüngliche Artikel:
    diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3865847/Tschetschenen-aus-Osterreich-als-Kaempfer-in-der-Ostukraine

    Ich bin ratlos, was aus diesem Österreich/Europa, für das unsere Eltern- und Großeltern-Generation geblutet, gelitten, gearbeitet und wiederaufgebaut haben, noch werden soll.

    Alles was die letzten 40 Jahre passiert ist waren Kopf-in-den-Sand und Schuldenmachen. Das Ende wird ungemütlich werden und sich nicht Weg-Grinsen lassen.

    Denk ich an Österreich in der Nacht,
    dann bin ich um den Schlaf gebracht.

  3. Ausgezeichneter KommentatorRiese35
    13x Ausgezeichneter Kommentar
    06. September 2014 10:37

    Zu einer gerechten Beurteilung, was heute in der Ukraine geschieht, wird man nur kommen, wenn man diese Ereignisse mit anderen Ereignissen vergleicht, diese in einem Kontext sieht, die Hintergründe und Wurzeln beleuchtet, und nicht dadurch, daß man alles andere ausblendet und die stets die Propagandaphrasen aus Washington wiederholt.

    Ginge man so vor, käme man wahrscheinlich zu Licht und Schattenseiten auf beiden Seiten. Das ist aber offenbar hier nicht gewollt, denn schon der Ausdruck "Putinversteher" suggeriert eine Kriegshetze. Die einzige Methode, Konflikte zu lösen, besteht nämlich darin, zunächst einmal beide Seiten zu verstehen. Wird einem aber vorgeworfen, jemanden verstehen zu wollen, dann können dahinter nur kriegerische Absichten - oder aber Dummheit - stehen. Wollen wir wirklich wieder den Weg der Eskalation beschreiten, der schon zum Ersten Weltkrieg geführt hat?

    Die ganze Hetze gegen Putin hier ist sinnlos, wenn stets systematisch wesentliche Aspekte ausgeblendet werden und man sich weigert, den gesamten Kontext zu betrachten. Natürlich, Kriege sind nicht lustig, aber ist es nur Putin, der die ostukrainischen Einwohner unterstützt? Was haben die USA einst mit den Taliban in Afghanistan getan? Welchen Anteil haben sie an der Entstehung des IS? Gewiß, in der einstigen Räteunion gab es die bekannte Lagerhauptverwaltung und die Lubjanka. Es waren aber die USA, die keine Scheu davor hatten, die erste Atombombe einzusetzen und Städte wie Dresden ohne jeden militärischen Nutzen zu bombardieren. In den 90ern wurde der Kosovo gewaltsam von Serbien abgetrennt. Etc. In Österreich hatten wir nur das Glück, daß sich die Interessen der USA nicht gegen unser Land und seine Bevölkerung gerichtet haben. Die einstigen Einwohner und Flüchtlinge der Dresdener Altstadt oder von Hiroshima konnten nach der Befreiung durch die Amerikaner leider nicht mehr sprechen.

    Ohne beide Seiten zu beleuchten und auf einen Vergleich einzugehen, die Ereignisse im Kontext und der richtigen Relation sehen zu wollen, und ohne maßgebliche, kritische Stimmen, die es selbst bereits in den USA gibt, zu berücksichtigen, ist jede weitere Diskussion über dieses Thema sinnlos und kann nur als Kriegshetze interpretiert werden.

  4. Ausgezeichneter KommentatorPeter Brauneis
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    06. September 2014 13:01

    Vieles zu Herrn Unterbergers "westverliebter" wertkonservativer Anti-Rußland-Wut ist bereits vorgetragen.

    Doch ausgerechnet das Wirken von Sanktionen gegen Rhodesien und Südafrika zu bejubeln, zeugt von blankem Zynismus. Solche Menschenverachtung gibt zum Schämen Anlaß.

    Krone-Trost jammert gestern, daß die Ukraine als Nicht-NATO-Mitglied keinen Krieg nach Artikel 5 NATO-Vertrag auslösen kann. Diese Hoffnung - der nicht nur Herr Trost offenbar nachtrauert - hätte Deutschland 2008 frech verhindert. Schon klar, die Deutschen sind ja bisweilen so ungezogen zu den Amis, wollten sie doch auch der Aggression gegen Irak und Libyen samt hunderttausendfachem Mord nicht beistehen.

    Ich lese heute noch bisweilen in Herrn Trosts Büchern über das k.u.k. Erbe im realen Sozialismus Osteuropas. Ja, früher war ich begeistert vom manch journalistischem Wirken, das nunmehr in senile Kriegstreiberei mündet.

    Warum die "Souveränität der Ukraine in ihren bisherigen Grenzen" gar so wichtig, die Souveränität von Serbien in seinen früheren Grenzen aber so ganz unwichtig war, dazu erklärt sich der Blogmaster leider nicht.

    Und ratzeputz kein Thema mehr - auch für Herrn Unterberger - ist heute der Abschuß von MH17. Wahrscheinlich deswegen, weil Kerry eh gesagt hat, der Putin (wer sonst?) ist schuld. Ist doch Propagandageflüster von CIA-gebrieften US-Bonzen für einfachere Gemüter hinreichende Bestätigung. Siehe böse Massenvernichtungswaffen des Saddam Hussein!
    .

  5. Ausgezeichneter Kommentatoroberösi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    06. September 2014 09:12

    Die Teilung dürfte beschlossene Sache sein, nun gehts um Details wie Wahrung des Gesichts und andere "vitale" Interessen.

    Und wir EU-Bürger freuen uns, ein weiteres Mal für die geopolitischen Interessen unseres Beschützers und der ihn dominierenden Finanzkreise zahlen zu dürfen, die ein ganz Böser, Gott hab´ ihn selig, unter anderem an der Ostküste verortet hat.

    Beschleunigt im Grunde aber nur den finalen Raubzug, der, initiiert von genau diesen Kreisen und begünstigt durch unsere Sucht nach hypertrophierenden Sozialsystemen in den nächsten Jahren als Bankenrettung, Zwangs-Gerechtigkeitsabgabe und Hyperinflation auch dem letzten Unbedarften das Eingemachte im Sparstrumpf vernichten wird.

    Und daß der Raubzug kommt, ist sicher. Hat es doch in der Geschichte selten ein derart fett gemästetes, überreifes Schwein gegeben wie das heutige Europa. Haben die Europäer in den vergangenen Jahrhunderten ihr Vermögen immer wieder durch Kriege dramatisch dezimiert, so wurden in den letzten Jahrzehnten des Friedens Billionen an Volksvermögen kumuliert. Und soviel Reichtum schafft nun einmal Begehrlichkeiten.

    Vor allem, wenn das Opfer sich aus Dekadenz, selbstverschuldeter Wehr- und Orientierungslosigkeit so bereitwillig selbst zur Schlachtbank begibt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorCotopaxi
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    06. September 2014 10:19

    Ist Putin wirklich das Problem, oder nicht eher so mancher Moslem in unserer Nachbarschaft in Europa? ;-)

    http://www.pi-news.net/2014/09/london-islam-konvertit-enthauptet-82-jaehrige/

    Bei uns erfolgt die Ausmerzung der lästigen Nachkriegsgeneration zum Vorteil der zukünftigen Bevölkerungsmehrheit subtiler und bürokratischer: ;-)

    http://www.unzensuriert.at/content/0016075-72-j-hrige-Mindestrentnerin-soll-f-r-Fl-chtlinge-aus-Wohnung-geworfen-werden

  7. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    9x Ausgezeichneter Kommentar
    06. September 2014 02:41

    Beim Wort Ukraine kommt einem (mir) die Aussage von H. Zilk in Erinnerung: Es ist zum Kotzen!. Was ist die Ukraine? Die Urzelle von Russland, vor Jahrzehnen als Teilgebieri der UdSSR gebildet, die Grenzen willkürlich festgelegt, die ethnische Zugehörigkeit wohl kaum beachtet etc. etc. Und da kommen "fremde" Einflüsse, Interessen dazu. Die Nato, eh' klar, will expandieren, was verständlicherweis die Russen irritiert. Die EU, "loahmlackert " im außenpolitischen Anliegen wie üblich, schließt sich an. Und die Ukraine will zu EU, auch klar, denn dort wartet das Geld. Alles unverständlich? Wohl kaum.
    Cui bono? Eh' schon wissen!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorWolfram Schrems
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    08. September 2014 13:15

    1. Das Beispiel mit Rhodesien und Südafrika ist eher suboptimal: Angesichts dessen, was sich dort seit dem jeweiligen Regimewechsel abspielt, sieht man, daß man das falsche Schwein geschlachtet hatte.
    Ja, eh, die Sanktionen haben "gewirkt". Aber mit welchem moralischen Recht wurden sie verhängt?

    2. Zum anderen, nämlich die Grenzverschiebungen in Europa mit oder ohne Gewalt, das ist angesichts des Lissabon-Vertrags einerseits (da die Staaten so gut wie abgeschafft wurden) und dem US-Projekt Kosovo (gegen Serbien) eine ambivalente Sache.

    3. Daß Jelzin im Westen beliebt war, erklärt sich doch daraus, daß er seine ihn beherrschenden Oligarchen russisches Gut billig verscherbeln ließ, oder?


alle Kommentare

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  2. Wiener Kassandra (kein Partner)
    08. September 2014 22:32

    Die Ausdehnung der US-Interessensphäre wird der EU unter anderem auch den havarierten Atomreaktor Tschernobyl bescheren, der im April 1986 weite Teile Europas kontaminierte, wobei gerade Österreich einen gewaltigen fall-out abbekam. Wie man liest, baut man an einem zweiten "Sarkophag", für den das Geld fehlt - ein weiteres "Experiment" zur Vernichtung Europas?

    • N. S. A. (kein Partner)
      09. September 2014 07:55

      Um die ukrainischen Nazi-Truppen zu züchtigen, sollten die ukrainischen Atomreaktoren ins Visier genommen werden.

  3. Freak77
    08. September 2014 18:59

    Immer mehr Zeugenberichte werden bekannt, die die unfassbare Brutalität der Separatisten in der Ostukraine dokumentieren.

    Die Separatisten sind genau so schlimm wie die Nazis im 2. Weltkrieg waren.

    Irina Dowgan wurde in Donezk an den Pranger gefesselt und öffentlich gedemütigt. Sowie physisch und psychisch gequält. Irina Dowgan wurde durch Presseberichte gerettet: Aber was ist mit andern Opfern der Separatisten die nicht das Glück haben dass Reporter in der Nähe sind?

    Misshandlungen durch Separatisten „Es sind Wilde“ (Frankfurter Allgemeine, 08.09.2014)

    Sie sammelte Spenden für ukrainische Soldaten. Dann wurde Irina Dowgan von prorussischen Separatisten verschleppt und in Donezk an den Pranger gestellt. Ein stundenlanges Martyrium begann.

    Die blau-gelbe ukrainische Flagge um die Schultern gehüllt, einen Haarreifen mit zwei ukrainischen Flaggen als lächerliche Ohren auf dem Kopf, ein Schild um den Hals gehängt: „Sie tötet unsere Kinder“ : So wurde Irina Dowgan mehr als drei Stunden lang an einen Laternenpfahl in der ostukrainischen Rebellenhochburg Donezk gestellt.

    Die Aufständischen richteten ihre Gewehre auf die 52 Jahre alte Frau. Passanten bespuckten sie, mehrere Frauen schlugen zu. Eine Frau bewarf sie mit Tomaten, voller Abscheu darüber, dass Dowgan die ukrainischen Truppen unterstützt hatte.

    Zwei Wochen nach der grausamen Demütigung hat die schlanke, blonde Frau noch Schrammen am Körper, von Tritten und Schlägen, die ihr die Aufständischen zufügten, als sie sie stundenlang quälten. „Sie schossen so dicht an meinen Ohren vorbei, dass ich fast taub wurde“ , erzählt sie in Kiew, wo sie bei Freunden Zuflucht gefunden hat.

    „Sie haben in Einzelheiten geschildert, wie sie mich vergewaltigen wollten“ , fährt Dowgan fort. „Sie zeigten mir ein Bild meiner fünfzehnjährigen Tochter und fragten: ,Wie viele Männer wird sie wohl ertragen, bevor sie stirbt? 50, 60?'“ Sie habe sich auf den Boden gelegt und zusammengerollt und die Männer angefleht, sie nicht zu berühren.

    Die Frauen waren am schlimmsten

    Das Martyrium begann am 24. August 2014, dem ukrainischen Unabhängigkeitstag. Rund ein Dutzend Rebellen stürmen ihr Haus in Jasinuwata bei Donezk. Irina Dowgan wurde zum Verhängnis, dass sie in dem Konflikt auf der Seite Kiews stand und Spenden sammelte, um den ukrainischen Soldaten Zigaretten und Medikamente zu kaufen.

    Auf ihrem Tablet-Computer fanden die Separatisten Bilder von den Käufen. Auch ein Fernrohr deuteten sie als Beweis für Dowgans „Kollaboration“ mit Kiew. Ihre Häscher warfen ihr sogar vor, die Artillerie der Regierungstruppen zu Rebellenstellungen gelockt zu haben. Die Separatisten stülpten ihr eine Kapuze über den Kopf und brachten sie in ihr Hauptquartier in Donezk.

    Nachdem sie getreten, geschlagen und beleidigt wurde, hätten die Rebellen angedroht, sie in die Schusslinie der ukrainischen Artillerie zu stellen. „Ich dachte: ,Gott sei Dank, denn werde ich einfach sterben'“ , erzählt sie. Aber die Aufständischen änderten ihre Pläne und stellten sie als Verräterin im Stadtzentrum von Donezk an den Pranger.

    Die Frauen seien am schlimmsten gewesen, erinnert sie sich. „Eine Frau forderte ihren Mann auf, den Wagen anzuhalten. Dann öffnete sie den Kofferraum und warf Tomaten auf mich, einige zerdrückte sie in meinem Gesicht.“ Eine etwa 70 Jahre alte Frau habe ihr mit einem Stock auf den Rücken geschlagen.

    Durch Presseberichte gerettet

    Gerettet hat sie womöglich ein Team ausländischer Reporter. Ein Foto, auf dem sie von einer jungen Frau angeschrien wird, erscheint in der „New York Times“. Der Bericht stößt eine Kampagne in sozialen Netzwerken an. Ihre Identität wird bekannt. In Facebook-Kommentaren werden ihren Peinigern Nazi-Methoden vorgeworfen. Einen Tag später wird sie freigelassen und gelangt nach Kiew.

    Dowgan hatte in der Donezk-Region ausgeharrt, als die Kämpfe zwischen prorussischen Aufständischen und Regierungstruppen eskalierten. „In jedem Krieg gibt es Menschen, die die Befreier mit Flaggen begrüßen“ , sagt sie. „Mein Schicksal war es, dort zu sein, wenn unsere Befreier kommen.“ Seit vergangenem Freitag herrscht in der Region eine brüchige Waffenruhe. Teil der Vereinbarung ist, dass die Rebellen in Donezk eine autonome Gebietsverwaltung aufbauen dürfen. Die Befreier, auf die Dowgan wartete, werden wohl nicht mehr kommen.

    Von weiteren Verhandlungen mit den Separatisten hält die Ukrainerin nichts. „Es ist nicht die Zeit zu glauben, wir könnten mit den Rebellen ein Abkommen erreichen und an den gesunden Menschenverstand appellieren.

    Diese Menschen haben keine Gesetze, keine Ehre oder Gnade. Es sind Wilde.“
    Durch den Konflikt habe sie alles verloren. „Freunde warnten uns, nie wieder einen Fuß in unser Dorf zu setzen, wenn wir nicht umgebracht werden wollen.“ # # # # #

    Der Link: http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/misshandlungen-durch-separatisten-es-sind-wilde-13141661.html

  4. Erich Bauer
    08. September 2014 18:35

    Zum Abschluss für heute - man möge es mir nachsehen - MEINE ultimative EU-Hymne...

    I dance around this empty house
    Tear us down, throw you out
    Screaming down the halls
    Spinning all around and now we fall

    Pictures framing up the past
    Your taunting smirk behind the glass
    This museum full of ash
    Once a tickle, now a rash

    This used to be a funhouse
    But now it's full of evil clowns
    It's time to start the countdown
    I'm gonna burn it down, down, down
    I'm gonna burn it down

    http://www.youtube.com/watch?v=Jdjtqu3XK4U

    Wenn's nicht anders geht, dann... ja dann... sollte es wir "abfackeln"... und nicht irgendjemand anders...

  5. Erich Bauer
    08. September 2014 17:39

    "Unsere großen Brüder in Washington D.C. aber auch unsere Führung in Deutschland… das sind Menschen die vollständig wahnsinnig geworden sind!"

    http://www.youtube.com/watch?v=gSs3ILIYx58

    Psychiater behaupten, dass 1er von 100 ein Psychopath ist. Ich fürchte, das ist eine etwas optimistischen Schätzung. Aber... im Medienbereich (Mainstream) scheinen sich fast alle dieser "Spezies" angesammelt zu haben...

    OT: Zur Erfrischung. Eine "Buch"kritik von "Rennziege" (hat dort Inventarstatus)

    "Wen interessiert’s? Schlimm genug, dass Weiber wie Valerie Trierweiler zu langweiligen, kleinwüchsigen, neokommunistischen Westentaschen-Napoleons wie François Hollande ins Bett steigen; und dass eine gewisse Bettina Wulff ihren präsidialen Geschlechtsverkehr in Buchform verscherbelt, etc. … … ich pfeife auf diese billigen Friseurpresse-Konkubinen und ihre Drecksbücher, die sie eh nur mit Hilfe von Ghostwritern dahergestottert kriegen. Jede Wiener Gürtelschwalbe könnte bessere Huren-Memoiren schreiben, tut’s aber nicht; denn sie legt Wert auf Diskretion, wie im Gunstgewerbe üblich."

  6. BHBlog (kein Partner)
    08. September 2014 16:28

    "Trotz aller Geheimdienst-Drohungen gegen die betroffenen Familien lässt sich in Russland nicht mehr der Tod von vielen in den Ukrainekrieg gezwungenen Wehrpflichtigen geheim halten. Auch in Russland ist das Internet eingekehrt und berichtet über diese Toten und damit über die russische Teilnahme am Krieg. Auch in Russland gibt es ein paar unabhängige Internet-Seiten (die elektronischen und gedruckten sind freilich von Putin alle gleichgeschaltet worden). Der KGB kann nicht mehr wie in den Zeiten einstiger Allmacht jede Schreibmaschine kontrollieren. "
    Kaum gehts gegen Putin und Slawen haben Sie SPÖ Inserate-Kanzler &Medienkontrollor Faymann und Kim Jong Un Fischer ihre Namen vergessen ...

  7. Tik Tak (kein Partner)
    08. September 2014 16:25

    Übrigens hat der Zwischenbericht zum Absturz der MH17 noch immer keinen Beweis für einen Abschuß durch Putin höchstselbst ergeben.

    Vielleicht könnte der Wachtmeister der Reserve, mit Vorzug, bei Gelegenheit diesen nachliefern.
    Schließlich hat er ja schon vor Wochen hier geschrieben, daß es nun endgültig bewiesen wäre, daß die 777 von den Russen und ihren separatistischen Verbündeten abgeschossen wurde.

    Sonst kommt die Untersuchung am End' noch zum "falschen" Schluß und es war gar nicht der Putin.

  8. BHBlog (kein Partner)
    08. September 2014 16:14

    Mein 2.Kommentar widme ich Thillo Sarrazin (Journalisten stehen wirklich links ihrer Leserschaft):

    Dr .Unterberger schrieb:
    So wie etwa auch bei jenen, die meinen, dass einst Polen den Reichssender Gleiwitz überfallen haben - See more at: http://www.andreas-unterberger.at/2014/09/ukraine-freude-depression-hoffnung/#sthash.h9OFkDxz.dp
    Was Dr.Unterberger meint : Wer nicht gegen Putin ist,ist ein (Neo)-Nazi!

  9. Hong Hee-chul
    08. September 2014 16:04

    Auch in den offiziellen russischen Medien wird zugegeben dass reguläre russische Soldaten kämpfen aber im "Urlaub" – wenn das jemand glaubt ist er selber schuld:

    Ukraine-Konflikt: Moskaus Staatsmedien berichten über russische Soldaten in der Ukraine

    Gleiche Sendezeit, gleicher Tenor: Erstmals haben kremltreue Medien eingeräumt, dass russische Soldaten in der Ukraine kämpfen. Sie würden als Helden sterben.
    ( 5. September 2014 )

    Bisher gab es in Russlands Staatsmedien immer nur Dementis. Jetzt wurde zum ersten Mal über russische Soldaten berichtet, die in der Ukraine aufseiten der Separatisten gegen die ukrainische Armee kämpfen. Fast zeitgleich strahlten mehrere Fernsehkanäle Sendungen über Männer aus, die als "Freiwillige" in das Kampfgebiet gegangen seien. Dort wären sie als "Helden" gestorben.

    Der Propagandasender Erster Kanal berichtete über einen 28-jährigen Fallschirmjäger, der nach seiner Hochzeit Urlaub genommen habe und in die Ukraine gefahren sei, um dem "Ruf des Herzens zu folgen".

    Nachdem der eine Familie in Luhansk gerettet habe, sei er im Kampf gefallen. Der Staatssender Ren TV porträtierte einen Soldaten, der bei der Verteidigung des Flughafens von Donezk getötet worden sei. "Er hat getan, was ein echter Mann tun sollte. Ich bin stolz", sagte seine Witwe in dem Programm.

    Die Ukraine und der Westen werfen Russland seit Langem vor, Truppen in die Ukraine entsendet zu haben. Nach Angaben der ukrainischen Armee sind dort bisher 2.000 russische Soldaten in den Kämpfen gestorben, wie ein Militärsprecher mit Verweis auf Geheimdienstinformationen sagte.

    Russlands Regierung hatte stets abgestritten, dass ihre Soldaten in der Ukraine kämpfen. Es seien lediglich Streitkräfte zu Routineübungen in die Grenzregion entsandt worden.

    Der Grenzübertritt mehrerer Fallschirmjäger, die in der Ukraine festgenommen worden waren, wurde von Moskau als Versehen dargestellt. Der Separatistenführer Alexander Sachartschenko hatte hingegen gesagt, 4.000 russische Kämpfer seien in der Ukraine im Einsatz.

    Die jetzt in Russland gezeigten Berichte gelten als Reaktion darauf, dass das Thema auch in der russischen Öffentlichkeit immer öfter debattiert wird. Regierungskritische Medien berichten seit Wochen über geheime Beerdigungen russischer Soldaten. Nach Angaben der Organisation russischer Soldaten-Mütter wurden Tausende, möglicherweise sogar bis zu 15.000 Russen in die Ostukraine geschickt.

    Beobachter gehen nicht davon aus, dass ein offizieller Kampfauftrag für russische Soldaten in der Ukraine vorliegt. "Dann wären nicht 4.000, sondern 20.000 Russen dort", sagte der Moskauer Militärexperte Pawel Felgenhauer. = = =

    Link:
    http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/russland-soldaten-ukraine-staatsfernsehen

  10. Wolfram Schrems (kein Partner)
    08. September 2014 13:15

    1. Das Beispiel mit Rhodesien und Südafrika ist eher suboptimal: Angesichts dessen, was sich dort seit dem jeweiligen Regimewechsel abspielt, sieht man, daß man das falsche Schwein geschlachtet hatte.
    Ja, eh, die Sanktionen haben "gewirkt". Aber mit welchem moralischen Recht wurden sie verhängt?

    2. Zum anderen, nämlich die Grenzverschiebungen in Europa mit oder ohne Gewalt, das ist angesichts des Lissabon-Vertrags einerseits (da die Staaten so gut wie abgeschafft wurden) und dem US-Projekt Kosovo (gegen Serbien) eine ambivalente Sache.

    3. Daß Jelzin im Westen beliebt war, erklärt sich doch daraus, daß er seine ihn beherrschenden Oligarchen russisches Gut billig verscherbeln ließ, oder?

    • Rau
      08. September 2014 14:40

      ... solang ihm der Wofka nicht ausging...

    • Rotes Logenluder (kein Partner)
      08. September 2014 16:00

      @ Rau

      Wodka-Sanktionen gegen George Bush!

    • Rau
      08. September 2014 17:41

      Das Gegenüber von Jelzin war Billiboy Clinton. Waren das Zeiten. Der eine hat sein Land dem Ausverkauf preisgegeben, der andere sorgte durch die Aufhebung des Glass - Steagall act für eine Entwicklung, die in die aktuelle Finanzkrise führte.

  11. Tik Tak (kein Partner)
    08. September 2014 13:09

    " ... russischer Angriffskrieg ..."

    Ich weiß schon, der Unterberger hat seine frühere Integrität bedingungslos an seinen geliebten Führungsoffizier in der Wagramerstraße abgegeben und glaub mittlerweile seine Lügenpropaganda
    Entweder dieses oder er hatte einen schweren Unfall mit einem massiven cerebralen Schaden.

    Zur Behandlung dieser Krankheit empfehle ich einen Kuraufenthalt in einem der drei folgenden Hotels in Kiev:

    Fairmont Grand
    Hyatt Regency
    Radisson Blue
    Opera

    In jedem dieser Hotels kann seine Wahnvorstellung eines Krieges Rußlands gegen die Realität der ethnischen Säuberungen unter massiver Hilfe von US Söldnern geheilt werden.
    Dort findet er seine Helden.

    • Erich Bauer
      08. September 2014 13:26

      Für mich sieht's derzeit so aus, dass Putin und Poroschenko die EU + USA gemeinsam über den Tisch ziehen werden. Guter Mann, böser Mann Spiel. Man kennt das ja. In diesen Hotels möchte ich mich - ich sag mal in drei Wochen - nicht so gern einchecken... Probleme mit dem Gas. Ein sehr explosiver Stoff.

      Wenn Gazprom diese dadurch entstehende Fehlmenge der "Ukraine" generös "ersetzt"... Dann gibt's sicher wieder Spekulationen darüber, wer denn dafür verantwortlich ist... (*lach*)

    • Tik Tak (kein Partner)
      08. September 2014 13:28

      Ich frage mich ja, ob dem Unterberger eigentlich klar ist, daß er mit seiner Kriegshetze längst zu denen gehören, die wie auch ein Pierre Vogel, allein durch ihre Agitation Blut an ihren Händen kleben haben?
      Ob ihm klar ist, daß seine Lügenpropaganda längst in einer Klasse wie der des "seligen" Göbbels zu finden ist?

      Und ob er nicht verstehen kann, daß ein kurzer Aufenthalt in einem der genannten Hotel seinen Lügengeschichten ein rasches und brutales Ende bereiten kann?
      Schließlich sind das die bevorzugten Hotels der US Söldner in Kiev und die sind dort schon so auffällig, mit ihren Tarnanzügen, Nutten, offen getragenen Waffen und der alkoholgeschwängerten Aggressivität, daß die Worte von Unterberger mehr an krankheitsbedingte Realitätsverleugung gemahnen denn an eine simple Lohnschreiberei.
      Aber was sind schon ein paar tausend US Söldner, ein paar Milliarden US Dollar aus US Steuergeldkassen zur "Regimebegradigung" in der Ukraine und ein paar zehntausend Tote durch eine ethnische Säuberung der Spitzeklasse mitten in Europa, wenn der Unterberger seine Lügenpropaganda verbreiten muß?
      Was sind schon Leichen in der realen Welt, wenn der Vorzugsschüler und Wachtmeister der Reserve Unterberger sich einmal darauf festgelegt hat, was wahr und was unwahr sein darf?

      Vor ein paar Wochen ist der Axel Stoll gestorben, ich hätte nicht gedacht, daß der Unterberger einmal dessen direkter Nachfolger werden würde.
      Aber vielleicht ist das ja auch das Ziel vom Untererger.
      Journalist ist ja keiner mehr.
      Das war einmal.

      Da bin ich lieber ein, wie von Unterberger so bezeichneter, Recht-/Linksextremist mit Realitätsbezug, denn einer der den Unterberger noch als Journalist bezeichnet.

      Unterberger, Sie waren einmal ein guter Journalist.
      Heute sind Sie nur eine weitere Schande Ihres Berufsstandes, auch wenn es davon in Österreich längst eine Unmenge derartiger Problemjournalisten gibt.
      Aus Ihnen wird nichts mehr.

      Übrigens hat gerade am letzten Samstag, in der Nacht auf den Sonntag, einer jener, vom Unterberger so glorifizierten, Abwehrkampfsöldner, auf dem Parkplatz des Hyatt zwei Prostituierte erschossen.
      Einfach so, offenbar war er einfach nur besoffen.
      Der hat dann auch noch ein paar Autos beschossen und beschädigt, unter anderen meinen Wagen, ich kann das also beweisen.
      Und der wurde dann, nicht etwa wie es in einem souveränen Staat üblich wäre, von der lokalen Polizei abgeführt, sondern von einem Wagen der US Botschaft, gut an den Kennzeichen erkennbar, und an den Uniformen des Sicherheitspersonals.
      Komisch nicht?
      Muß wohl wieder einer der aggressiven Akten vom Putin gewesen sein?
      Zeit für weitere Sanktionen und einen weiteren weinerlichen "Göbbels Style" Artikel vom Unterberger.
      Und ein paar Beschimpfungen gegen seine Leser.

    • Tik Tak (kein Partner)
      08. September 2014 15:32

      Hr. Bauer,

      was der Putin wirklich will wissen wir alle nicht.

      Was der Poroschenko will ist aber klar zu erkennen, der will so viel Geld wie möglich, so schnell wie möglich.
      Das hat schon seine Vorgängerin Timoschenko so gehalten, ein paar hundert Millionen USD beiseite räumen, dann putschen und wenn das nicht so funktioniert arm spielen und sich beim Westen Liebkind machen - bis sie dann mit schweren Wirbelsäulenleiden Aerobic machen mußte ;-)
      Das hat auch der Kutschma nicht anders gehalten, bis auf Aerobic, und auch der Janukovitsch.

      Die haben teilweise heute noch viele hundert Millionen USD auf der hohen Kante und betreiben damit ihre "Politik".
      So wie die Timoschenko sich eine eigene paramilitärische Schlägertruppe hält.
      So etwas ist teuer und daher wird auch der Poroschenko nichts anderes machen als sehr sehr rasch so viel Geld wie möglich beiseite zu räumen.
      Ein paar hundert Millionen hier von der EU, ein paar hundert Millionen dort von der USA, z.B. für einen neuen Grenzzaun zu Rußland hin.

      Dann wird auch der aus dem Amt gejagt und im Westen ein angenehmes Leben führen.
      Z.B. in Wien.

      Dort kann er dann dem Unterberger bei seinen Haßartikeln gegen den bösen Russen helfen.

      Ich persönlich glaube ja, daß der Putin selbst nur die Chance sieht, einen Landzugang zur Krim zu bekommen.
      Das senkt die Kosten und ist, angesichts der lokalen Demographie bei einen ethnischen Anteil von bis zu 80% Russen in der Ostukraine und der Krim, eine fast logische Variante.

      Dazu muß sich der Putin aber längst nicht militärisch bewegen, da reicht es schon, wenn seine Grenzen nicht allzu sehr dicht hält und abwartet.
      Und eine Laus wie den Poroschenko wird sich der kaum in den Pelz setzen.

      Der Poroschenko hat ein zu nahe Ablaufdatum um einem langfristigen Plan nützlich zu sein.

      Und ein Großteil der ukrainischen Gasleitungen gehört ja indirekt der russischen Gazprom und Transnefte.

  12. Torres (kein Partner)
    08. September 2014 12:35

    Unterberger (und all die anderen Einäugigen) sollten sich einmal die hervorragenden und vor allem objektiven Berichte von Christian Wehrschütz anhören. Er war übrigens auch am Sonntag in der Sendung "Im Zentrum" und hat sich dort wohltuend von allen anderen schwarz-weiß-Malern unterschieden. Seine Aussage: Putin hat als einziger einen realistischen Friedensplan vorgelegt - von ukrainischer/westlicher/USA-Seite kam bisher nichts Vergleichbares.

  13. Hong Hee-chul
    08. September 2014 12:32

    Eine sehr kluge Analyse in der 'Welt' wie es in der Ukraine in Zukunft weiter gehen könnte:

    Ukraine-Krise - Putins Triumph oder Sieg des Westens? Drei Szenarien
    Die Waffenruhe zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten bröckelt, auf dem Balkan fürchtet man die Einflussnahme Moskaus. Ein Blick auf drei Zukunftsszenarien für die Region.

    (Von Richard Herzinger, DIE WELT, 8.9.2014)

    Szenario 1: Putin triumphiert

    Unter dem Druck der EU, an erster Stelle Deutschlands, stimmt der ukrainische Präsident Petro Poroschenko einem Friedensplan zu, der eine "Föderalisierung" der Ukraine vorsieht.

    Der Süden und Osten des Landes bleiben zwar formell Teil des ukrainischen Staats, geraten aber faktisch unter die Kontrolle Moskaus. Ihrer industriellen Zentren beraubt, rutscht die westliche Rest-Ukraine immer tiefer in die Krise. Der russische Geheimdienst FSB schürt dort bürgerkriegsähnliche Unruhen, bis der Kreml erklärt, die Umtriebe "faschistischer Kräfte" erforderten eine Militärintervention in Kiew.

    Diese endet mit der Einsetzung einer prorussischen Regierung, die zwar die Assoziierung der Ukraine mit der EU beibehält, aber Präsident Wladimir Putins "Eurasischer Union" beitritt. Vor allem auf Betreiben der neuen rechtspopulistischen französischen Präsidentin Marine Le Pen hebt die EU 2017 die Sanktionen gegen Russland auf und schließt einen "strategischen Kooperationsvertrag" mit dem Kreml.

    Inzwischen erklären bewaffnete russische Nationalisten im Baltikum Gebiete mit hohem russischem Bevölkerungsanteil zu "autonomen Gebieten". Weil keine direkte Beteiligung russischer Truppen nachzuweisen ist, fühlt sich die Nato nicht zuständig.

    Szenario 2: Ein Dauerkonflikt

    Friedensgespräche über den Status des von prorussischen Separatisten besetzten Donbass kommen nicht zustande. Die von Russland weiter aufgerüsteten und von russischen Spezialeinheiten gelenkten Kämpfer halten die Stellung.

    Sie können aber die durch Waffenlieferungen und militärisches Training der Nato ihrerseits gestärkte ukrainische Armee nicht entscheidend zurückdrängen. Zeiten des Waffenstillstands in der Süd- und Ostukraine wechseln mit Phasen von Scharmützeln ab – mal um Mariupol, mal um Dnepropetrowsk.

    In Kiew ringen unnachgiebige Nationalisten und kompromissbereitere Kräfte um die Oberhand, was zu instabilen Regierungskonstellationen führt. Politische und ökonomische Reformen werden so blockiert, Oligarchen verfestigen ihren Einfluss. Daher verschiebt die EU Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine immer weiter.

    Indessen nutzt Putin den schwelenden Konflikt, um den Westen in Verunsicherung zu halten und die innenpolitische Lage in Russland zu steuern. Je nach Bedarf kann er ihn hochfahren, wenn er von inneren Problemen ablenken oder den Westen erpressen will, oder ihn herunterfahren, wenn er den Westen damit zur Lockerung von Sanktionen animieren zu können glaubt.

    Szenario 3: Moskau lenkt ein

    Unter der Last der Sanktionen erleidet die russische Wirtschaft solch starke Einbrüche, dass mächtige Wirtschaftskreise gegen Putins Konfrontationskurs aufbegehren.

    Zumal sich der vermeintliche antiwestliche Schulterschluss mit China als Falle erweist: Russland gerät in Abhängigkeit von dem aufstrebenden Wirtschaftsgiganten und droht sich in einen Satelliten Pekings zu verwandeln. In der Bevölkerung kommt zudem Unruhe über die steigende Zahl in der Ukraine gefallener russischer Soldaten auf. Putins Propaganda erklärt nun, man habe dem Westen eine ausreichend deutliche Lektion erteilt und könne sich jetzt mit ihm auf Augenhöhe arrangieren.

    Putin entwaffnet die Separatisten und stimmt einer Verfassungsreform zu, nach der die Ukraine dezentralisiert wird und Russisch zweite Amtssprache in einigen Regionen wird.

    Der Kreml akzeptiert den EU- und Nato-Beitritt des Nachbarlandes mit der Einschränkung, dass dort keine fremden Truppen und Raketensysteme stationiert werden. Ein ukrainisch-russischer Freundschaftsvertrag regelt enge Wirtschaftsbeziehungen und institutionalisiert politische Konsultationen zwischen Kiew und Moskau.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article131994525/Putins-Triumph-oder-Sieg-des-Westens-Drei-Szenarien.html

  14. Erich Bauer
    08. September 2014 11:45

    Ich habe in den Leidmedien während der "Ukraine"-Krise keine einzigen Fakten erfahren. Über das was dahintersteht. Geostrategisch, geopolitisch, Konzerninteressen... NICHTS dergleichen. Anstatt dessen interessiert sich die Journailen-Horde darüber wie PUTIN "tickt", ob er Wahnideen hat, "Homophob" ist, wahrscheinlich hat man auch schon den Aszendenten seines Sternzeichens... Mit einem Wort: Völlig irre Dinge...

    Warum wohl ist das so? Die "kalten" Fakten- und Interessenlagen sind nicht dafür geeignet Kriegslüsternheit hervorzurufen. Denn da sagen auch die "Massen" HALLO! Darüber kann man doch verhandeln... da können wir doch alle ein Geschäft machen. Das weiß man natürlich.

    Daher macht man auf "moralisch", Freiheit, Demokratie, "Menschenrechte"... Die Aufopferung für eine "Religion", der Einsatz des Lebens GEGEN das BÖSE (putin).... Sowas ist erfolgversprechend! Damit kann man die Massen richtig blöd machen und zur Raserei bringen. „Moral“ statt Fakten ist definitiv die Vorstufe zur Kriegspropaganda und Kriegshetzerei.

    Wir haben PRESSEFREIHEIT "(Heute", "Österreich" und die anderen... dürfen eh schreiben was sie wollen) aber… wir haben keine FREIE PRESSE.

    Eine sehr interessante Diskussion (möglicherweise hab ich das schon mal reingestellt): MEDIEN, MACHT UND MANIPULATION (1 Stunde 23 min.)

    https://www.youtube.com/watch?v=ap9VHCOJFiY

    (sehenswert) Die ganze Länge

  15. Matthias (kein Partner)
    08. September 2014 11:27

    Daumen hoch für Herrn Unterberger. Er schreibt weiterhin was er für richtig hält (und recherchiert) und beugt sich nicht den ewigen Putin-Verehrern im Kommentarbereich.

  16. peter789 (kein Partner)
    08. September 2014 10:44

    "Seit Jahrzehnten habe ich noch nie so ein geschlossenes Auftreten aller westlichen Mächte gesehen...."

    Genauso geschlossen wie beim alternativlosen EURO?
    Genauso geschlossen wie bei der alternativlosen Erweiterung der EU um Griechenland?
    Genauso geschlossen wie beim Glühbirnenverbot?

  17. peter789 (kein Partner)
    08. September 2014 10:28

    "Manche glauben noch immer ernsthaft an Putins Lügen..."
    Es geht nicht darum, ob WIR Putins Schwindeleien bedingungslos glauben sondern darum, dass die westlichen Medien sämtliche Lügen und Manipulationen von USA, Nato und EU weglächeln und ausschließlich Putin als "böse" darstellen.

    • Undine
      08. September 2014 11:15

      @peter789

      Zum Stichwort "Manipulationen von USA..." fällt mir der Name des UKRAIN: Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk ein---ein typischer "Mann der USA", "typischer" geht es gar nicht!

    • Undine
      08. September 2014 13:39

      Soll natürlich heißen: "....Name des ukrain. Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk ein ....."

  18. peter789 (kein Partner)
    08. September 2014 10:22

    Für Hrn. Unterberger:
    * Der in New York ansässigen „Rat für auswärtige Beziehungen“, sieht die Hauptschuld an der Ukraine-Krise bei den USA und ihren europäischen Alliierten.

    * In Kiew sei eine demokratisch legitimierte Regierung aus dem Amt geputscht wurde, worauf Putin die Halbinsel Krim besetzt habe in der Furcht, dass die Nato dort ansonsten eine eigene Marinebasis eingerichtet hätte.

    *Es ist dem Westen nicht um eine Demokratisierung der Ukraine gegangen. Die tatsächliche Motivation, „ist das Ziel einer Erweiterung der Nato, die Ukraine vom Einfluss Russlands zu befreien und das Land in die westliche Sphäre zu integrieren“.

    vgl. www.preussische-allgemeine.de

  19. Rado (kein Partner)
    08. September 2014 09:19

    Das "geschlossene Auftreten der westlichen Mächte" erlebt man doch permanent! Nämlich dann, wenn es darum geht, den Euro zu retten.
    Vielleicht zählt das unionseuropäische Ukraine-Abenteuer ja auch zu diesem Programm. Dass man einen äußeren Feind braucht, wenn einem im Inneren das Wasser bis zum Hals steht, ist ja keine neue Erfindung. Und mit Putin haben sie einen gefunden, der sein Wort zu halten weiß. 2007 hielt Putin auf der Münchener Sicherheitskonferenz diese Rede, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt.
    https://www.securityconference.de/ueber-uns/muenchner-momente/ein-hauch-von-kaltem-krieg/

  20. Bruno (kein Partner)
    08. September 2014 08:05

    Darf ich den Herrn Unterberger höflichst darauf aufmerksam machen, dass bei diesem von Unwahrheiten triefenden Propagandaschreiben der Hinweis fehlt, dass es sich hierbei um eine bezahlte Anzeige handelt.

    Ich halte es auch durchaus für möglich, dass Verfasser derartiger Hetzpropaganda von einer künftigen Regierung nachträglich strafrechtlich belangt werden.

  21. Knut (kein Partner)
    08. September 2014 07:54

    "Der Waffenstillstand führt zu einem dauerhaften Einfrieren der Situation, damit also zu einem Teilerfolg des russischen Angriffskriegs."

    Hä? Was für ein Angriffskrieg? Habe ich da etwas nicht mitbekommen? Habe ich etwas verschlafen? Achso ja ... die Hilfslieferungen der Russen in die Ukraine! Das war natürlich ein Angriff, eine Invasion, oder? Bisher wurden alle Propagandameldungen diverser Schundmedien innert Tagen als Fake überführt.

    Und diverse Bombardierungen diverser "böser" Staaten durch Amis und Israelis sind selbstredend allesamt "Friedensmissionen".

    Verkehrte Welt

  22. Stalin-hoch-grad (kein Partner)
    07. September 2014 23:31

    Dieser obrigkeitshörige Artikel ist pure After-9/11-Kriegspropaganda und Stimmungsmache für den 3. Weltkrieg.

  23. Prudentia (kein Partner)
    07. September 2014 23:30

    Guter Tagebucheintrag.

    • Stalin-hoch-grad (kein Partner)
      07. September 2014 23:34

      Das SS-Bataillon Asow bedankt sich für die Sympathien, die ihm hier entgegengebracht werden. Unter Hitler hätte es so etwas auch gegeben.

  24. Freak77
    07. September 2014 21:50

    Beim Einhalten der Waffenruhe - und danach sieht es jetzt erfreulicherweise nach wie vor aus:

    Könnte sich Russland die Verschärfung der Wirtschaftssanktionen seitens der EU ersparen!

    Russland sollte jetzt wachsam sein, seine Chance nützen und dementsprechend aktiv werden.

  25. Ribbentrop (kein Partner)
    07. September 2014 20:52

    Propaganda statt Fakten, Manipulation statt Argumente: AU sollte sein dem Russen-Genozid gewidmetes Tagebuch, das der Verhetzung und dem Heldentod seiner Leser dient, schleunigst abschalten.

  26. Blackwater-Massenmörder (kein Partner)
    07. September 2014 19:18

    Der zutiefst menschenverachtende Neocon-Blogger dürfte für jeden Leser bzw. für jeden seiner "Partner", der bereit ist, bei der wohl kommenden Winteroffensive in Stalingrad den Heldentos zu sterben, einen Koffer voller wertloser FED-Dollarnoten erhalten.

  27. Tullius Augustus
    07. September 2014 17:53

    Eindrucksvoller Protest einer Aktionskünstlerin in St. Petersburg gegen die russische Aggression in der Ukraine:

    Das erste Foto links oben anklicken und die Diashow durchklicken:

    https://www.facebook.com/vadimflurie/posts/10202693891896982

    • Generalfeldmarschall (kein Partner)
      07. September 2014 19:03

      Echt geiler Protest dieser AktionskünstlerIn.
      Ist diese eindrucksvolle WeltkünstlerIn auch schon in Stalingrad oder in Auschwitz aufgetreten?

  28. Kafka (kein Partner)
  29. BHBlog (kein Partner)
    07. September 2014 16:58

    "Das bedeutet: Russland will noch mehr erobern." rein geografisch mögen sie recht haben
    aber nicht punkto ihrer Zukunftsvorhersage:
    http://de.ria.ru/politics/20140907/269490160.html
    die Ukraine begann mit dem Aufschlag dieses neuen "Kriegs-Schach-Tennis"

  30. usos (kein Partner)
    07. September 2014 16:45

    Alter Tschetschene, was ist das für ein geistiger Dünnschizz, den der Blockbetreiber hier von sich gibt? Schreibstil wie von einem Abbrecher einer NMS, tendenziös wie es die Auftraggeber im Hintergrund haben möchten, völlig einseitige Betrachtung und voreilige Diffamierung all jener, die diesen Irrsinn mit Fakten widerlegen können.
    AU sollte sich wohl besser mit den verschiedenen Wahlmöglichkeiten beim Gfriesabiachl beschäftigen, obwohl die Auswahl in Ö noch gar nicht zur Wahl stehen, wie es in anderen seriösen Medien zu lesen ist. Oder mit den immer weniger werdenden Parkplätzen in Mundltown. Weltpolitik ist leider definitiv nicht sein Fall.

  31. Dr. Knölge (kein Partner)
    07. September 2014 16:12

    Zu Putin:
    Faktisch ist er ein Diktator und vermutlich der reichste Mann Russlands. Er hat mit seiner Clique sein eigenes Volk in unvorstellbarer Weise beraubt. Mit Hilfe einer gesteuerten Justiz hält er seine Gegner in Schach. Möglicherweise hat er auch Morde in Auftrag gegeben. Daß er sich seinem Volk gegenüber als starker Führer präsentiert, soll auch ablenken von seinen o.g. Verbrechen. Wer Putin bewundert, sollte nie vergessen, wer dieser Mann wirklich ist und ob er in die Vorstellung von einem demokratischen Rechtsstaat passt.

    Wieweit ist die ukrainische Regierung mit der russischen deckungsgleich?

    Die Krise angefacht hat die größenwahnsinnige und dilettantische EU/NATO-Führung.

  32. Igor Potemkin (kein Partner)
    07. September 2014 16:06

    "....Teilerfolg des russischen Angriffskriegs."

    " Das bedeutet: Russland will noch mehr erobern."

    Mein Gott, Herr Unterberger! Wie lange ist es her, das sie uns die Teilung der Ukraine "schmackhaft" machen wollten? Guter Bulle, böser Bulle! Zwei Seiten der gleichen Münze! Viel Theater, und am Ende passiert was? Eben, die schon von Unterberger angedeutete Teilung! Und wer ist wieder der Verarschte? Und wer hat wieder daran "schweinisch" verdient? Alles wie immer, gell?!

  33. Gasthörer (kein Partner)
    07. September 2014 15:47

    Obgleich es bereits einmal verlinkt wurde, möchte ich es hier noch einmal tun. KenFM interviewt Dr. Daniele Ganser und was herauskommt, ist so viel wert, wie der gesamte Geschichtsunterricht, den ich genossen habe. Es ist von August 2014, also aktuell.

    https://www.youtube.com/watch?v=tO8OkrOxNOA

    Zu AU: Er will wohl auf Teufel komm' raus die Zahl seiner zahlenden Partner minimieren. Was er hier schreibt kann er doch beim besten Willen der intelligenten Leserschaft hier nicht vorlegen. Bei allem Respekt, dass er hier nie zensiert, aber hat der Mann keine Selbstachtung?

    PS: Was sagt AU heute zu dem von ihm proklamierten Abschuss von MH17 durch die Rebellen?

  34. Aron Sperber (kein Partner)
    07. September 2014 14:33

    Putin hat erst Tschetschenien ins Reich heimgeholt, dann für die Süd-Osseten einen Unabhängigkeitskrieg gegen Georgien geführt und schließlich Assad in Syrien zum Preis eines ethnisch-konfessionellen Bürgerkriegs an der Macht gehalten.

    Warum sollte er ausgerechnet bei ethnischen Russen in der Ost-Ukraine zurückstecken?

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2014/09/01/der-russische-problembar/

    Für einen teuren Wirtschaftskrieg müsste Europa erst einmal seine eigene Wirtschaft in Ordnung bringen.

    Solange Putin in Petro-Rubel schwimmt, während die EU in der Euro-Krise steckt, handelt es sich um leere Drohungen, die nicht mehr wert sind als Obamas “Rote Linien”.

    • Rotes Logenluder (kein Partner)
      07. September 2014 15:57

      Herr Sperma,

      sie haben ganz auf Putins Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Gaza-KZ vergessen!

    • Igor Potemkin (kein Partner)
      07. September 2014 16:29

      @ Aron Sperber

      "....und schließlich Assad in Syrien zum Preis eines ethnisch-konfessionellen Bürgerkriegs an der Macht gehalten."

      Ach, und den hat es vorher nicht gegeben???

      Sie sollte man auch ins Reich zurückholen. Zur Aburteilung wegen Beteiligung an der Mitwirkung zur Volksverblödung!

  35. Rotes Logenluder (kein Partner)
    07. September 2014 14:28

    Soll diese erbärmliche Unterwürfigkeit von AU unter die Anglozionisten den ökonomischen und politischen Interessen der Wallstreet dienen? Gibt es dafür einen Geldkoffer?

  36. MH 17 (kein Partner)
    07. September 2014 14:19

    Der neokonservative Speichellecker-Blog spricht immer von einem "russischen Angriffskrieg".

    Wenn die russische Armee tatsächlich so schwach wäre und die verrottete Ukraine nicht innerhalb von 2 Tagen hops nähme, dann wäre die NAhTOd schon längst über Russland hergefallen und hätte den "Generalplan Ost" Hitlers zu Ende gebracht.

    In Wirklichkeit müssen die Ukraine und dieser neokonservative Kriegshetzer-Blog entnazifiziert werden.

  37. N. S. A. (kein Partner)
    07. September 2014 14:09

    Henry Kissinger: “Soldaten sind nur dumme Tiere, die als Schachbauern in der Außenpolitik benutzt werden.”

    Ein österreichischer Kriegsminister, dessen Erscheinung an einen warmen Fremdenlegionär erinnert, will dumme österreichische Tiere (Soldaten) am imperialistischen Ostfeldzug (a la Hitler) der Nord-Atlantischen-Terror-Organisation NATO beteiligen.

    Liebe österreichische Soldaten (oder genauer "dumme Tiere"):
    Kehrt bitte ja nicht lebend nach Hause!

  38. Ein wichtiger Pfarrgemeinderat (kein Partner)
    07. September 2014 13:49

    Auf "kath.net" erhalten die ukrainischen Nazi-Bataillone Schützenhilfe vom Stephansplatz:

    http://www.kath.net/news/47345
    http://www.kath.net/news/47442
    http://www.kath.net/news/47444

    Auf "kath.net" postet ein Priester der Erzdiözese Wien (Msgr. Erzpr. Franz Schlegl) dessen Nächsten-Hass auf russische Menschen den Hass der ukrainischen SS-Bataillone, die unter Hitler alle Russen vom Erdboden fegen wollten, alle Ehre macht. Goebbels wäre stolz auf solche geistlichen Sniper vom Stephansplatz.

  39. Meine Meinung
    07. September 2014 08:56

    Wenn ich hier die Ergüsse der ca. 20 Russland- und Putinfreunde lese. bin ich fast wieder über unsere Regierung und die EU froh, nicht auszudenken, wenn solche Geister politisch etwas zu reden hätten. Aber gut, dass ihnen A.U. eine Plattform zum Austoben gibt.

    • MH 17 (kein Partner)
      07. September 2014 13:56

      Die USA führen einen permanenten, neokonservativen Weltkrieg.
      @ "Meine Meinung" - deine Meinung ist neokonservative Speichelleckerei.

  40. Claudius
    06. September 2014 23:56

    Der nicht gerade schlecht informierte SPIEGEL berichtet dass die Waffenruhe heute auch gehalten hat.

    Putin & Poroschenko haben miteinander telefoniert u. es wird über einen Gefangenenaustausch ernstlich nachgedacht - ganz gute Signale würde ich meinen.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-konflikt-waffenruhe-haelt-austausch-von-gefangenen-moeglich-a-990251.html

  41. Jewgeni Gorowikow
    06. September 2014 23:29

    Auf Facebook ein Artikel mit Details zum Schicksal des jungen Russen Anton Tumanow:

    Anton Tumanow, 20 Jahre alt, ging als Zeitsoldat zur russischen Armee, weil es keine andere Arbeit in seiner Stadt Kosmodemjansk in der Republik Mari El gibt. Seine Mutter versuchte ihn wegen der Situation mit der Ukraine davon abzuhalten.

    Er meinte, dass die russischen Armee nicht in die Ukraine geschickt wird, und ging. "Ich gehe nicht in den Krieg. Ich gehe arbeiten." 30 000 Rubel im Monat sollen die sogenannten "Kontraktiniki" - Zeitsoldaten bekommen, versprochen wurden ihnen 50 000.

    Nach drei Monaten Training in Tschetschenien, für die er nicht bezahlt wurde - seine Mutter, Pflegerin mit dem Monatsgehalt von 5500 Rubel, schickte ihm Geld für den Lebensunterhalt, denn ihr Gehalt sollten die Zeitsoldaten erst nach dem Abschluß des Vertrages bekommen, d.h. nach der Beendigung des 3-monatigen Trainings.

    Anton hat überhaupt kein Gehalt für seinen kurzen Kriegdienst bekommen. Als die Soldaten gefragt wurden, ob sie in die Ukraine wollen, wollte keiner hin, obwohl die Obrigkeit ihnen 400 000 Rubel versprach, sollten sie einige Tage in der Ukraine durchhalten.

    Dann wurde Anton mit den anderen nach Rostow versetzt, wo sie nur mit trockener Marschverpflegung ernährt wurden. Am 23. oder 25. Juli sagte er im Telefongespräch seiner Freundin Nastja, dass sie in die Ukraine geschickt werden.

    "Dort gibt es doch keine russischen Soldaten?" - fragte sie nach. "Wir werden in der Rolle der Aufständischen dorthin geschickt", - erklärte Anton.

    Das zweite Mal wurde er in die Ukraine am 3. August für 2 Tage geschickt, um die Situation zu checken, meint sie. Er bekam ukrainisches Geld, aber es gab keine Souvenirs in den Geschäften. "Dann bringe ich dir ukrainisches Geld als Souvenir", - machte er Witze am Telefon. Sie sprachen jeden Tag auf Handys.

    Am 10. August 2014 teilte Anton mit, dass sie nach Donezk geschickt werden und es keine Verbindung für die nächsten drei Monate geben wird. Er sagte, erinnert sich Nastja: "Ich will nicht hin, wir dachten mit den Jungs sogar abzuspringen, aber es sind eineinhalb tausend Kilometer bis zur Einheit."

    Am 11. August 2014 gingen sie in die Ukraine. Wer nicht hinwollte, wurde von den Kommandeuren beschimpft, beleidigt, beschämt, mit Ermittlungsverfahren bedroht. Sie mussten ihre Papiere und Handys abgeben, sich in die simple Tarnmusterkleidung umziehen, alle Anzeichen auf den technischen Geräten zu überschmieren, sich um die Hände schmale weiße Bändchen anbinden (ein Kennzeichen, dessen Lage am Körper jeden Tag geändert wird, und wer es nicht richtig oder gar nicht trägt, wird sofort erschossen).

    In der Nacht des 12. August 2014 überquerte die Kolonne aus 1200 Mann die ukrainische Grenze und machte Halt in der Stadt Sneschnoje (Snischne), in der Donezker Region, in 15 km Entfernung von der russischen Grenze, wo sie aus Grad-Systemen attackiert wurden. Jeder russische Soldat wurde nur mit zwei Granaten bewaffnet.

    Das Ergebnis: 120 Tote, 450 Verletzte, - diese Einzelheiten erzählten zwei Dienstkollegen Antons, die seine Mutter nach seinem Begräbnis besuchten und ihr ein notariell beglaubigtes Schriftstück mit der Erzählung über das, was damals passiert ist, überreichten. Die Kolonne kehrte zurück mit den Leichen der Gefallenen. "Wer gab diesen Befehl?" fragt seine Mutter.

    Aber sie fragt die Journalistin, nicht den Offizier, der ihren Sohn in die Armee eingestellt hat und ihr die Todesnachricht überreichte. "Bis zum Schluss war ich überzeugt, dass es keine Russen in der Ukraine gibt."

    Elena Petrowna Tumanowa veröffentlichte die Nachricht über den Tod ihres Sohnes in ihrem Account beim russischen Netzwerk Odnoklassniki und bekam Dutzende gehässige Meldungen, dass sie Lügnerin sei, dass sie das Vaterland diffamiere und dass dies ihre eigene PR-Aktion sei.

    Ihr Sohn wurde mit militärischen Ehren beerdigt, es kamen viele Menschen. Die Kriegskapelle, die dabei spielte, sagte ihr, dass es bereits mehrere Begräbnisse dieser Art in der Republik Mari El gegeben habe. Das Gesicht ihres Sohnes hat die Mutter im verschlossenen Sarg durch ein kleines Fenster darin erkannt. "Das ist ein Glücksfall" - sagt sie, "andere Gefallene haben keine Gesichter mehr und werden nach der DNS-Analyse identifiziert.

    Ihre Eltern haben die Leichname noch nicht bekommen. Aber ich weiß, dass sein Körper im Sarg nicht vollständig war, ihm wurden die Beine abgerissen" ...
    (von Elena Ratschewa, Nowaja Gazeta) –
    Facebook-Link: https://www.facebook.com/GegenRepressionenInRussland/posts/858190370871855

    Nowaja Gazeta-Link: http://www.novayagazeta.ru/society/65075.html

    Auf dem Foto (= der untere Link) sieht man ganz rechts Anton Tumanow stehen, neben ihm Robert Arutunjan, der am selben Tag mit Anton gefallen ist, das Schicksal aller anderen Soldaten auf dem Foto ist unbekannt.
    Wie man am Foto sieht: Die russischen Soldaten in der Ukraine haben keine Hoheitszeichen aber sie tragen als Erkennungsmerkmale weiße Bänder an manchen Körperstellen umgebunden.

    http://www.novayagazeta.ru/storage/c/2014/09/01/1409580145_413509_31.jpg

    • Jewgeni Gorowikow
      06. September 2014 23:42

      Ergänzend noch ein Foto zum Thema:

      Russische Fallschirmjäger nach ihrer Festnahme bei einer Vorführung durch die ukrainische Armee - das sind reguläre russische Soldaten, etwa um die 20 Jahre alt, militärischer Haarschnitt. Die Uniformen & Uniformteile sind uneinheitlich, von irgendwelchen Hoheitszeichen ist nichts zu sehen. Sie sollen offensichtlich durch ihre Kleidung den Eindruck erwecken dass sie ukrainische Aufständische seien:

      http://www.focus.de/fotos/russische-fallschirmjaeger-nach-ihrer-festnahme-bei-einer-vorfuehrung-durch-die-ukrainische-armee_id_4095833.html

    • Norbert Mühlhauser
      07. September 2014 08:50

      Wie oft wollen Sie die Geschichte rund um Anton Tumanow noch bringen?

      Die Google-Abfrage zeitigt bereits 1.500 Treffer. In 24 Stunden werden es wahrscheinlich 10.000 Einträge sein.

      Leute, die so wie Sie dieses Forum zumüllen, um mit den ewiggleichen Erzählungen andere Beitragende mundtot zu machen, sollten Partner-Beiträge nach der Länge ihrer Vervielfältigungen bezahlen.

      Das Schicksal von Anton Tumanow ist nicht tragischer als jenes gebürtiger Ukrainer auf beiden Seiten des Konflikts, und hat sicher zur Entlastung des Leidens der Aufständischen geführt, die ganz offensichtlich von eigenen Landsleuten mit GRAD-Raktenwerfern zermalmt werden.

      Im Übrigen verweise ich auf meine Entgegnungen dazu weiter unten unter

      http://www.andreas-unterberger.at/2014/09/ukraine-freude-depression-hoffnung/#comment-312016

  42. Jewgeni Gorowikow
    06. September 2014 23:10

    Die Rheinische Post schreibt zum Thema:

    Soldatengräber, die es nicht geben darf

    (Moskau). Der Kreml beteuert, dass er keinen Krieg in der Ukraine führt. Doch russische Medien berichten jetzt vermehrt über die verstörten Angehörigen von Soldaten, die dort bei Gefechten fielen. Reporter werden von den Beerdigungen verjagt. (Von Doris Heimann)

    Seine letzte Mitteilung schickte Anton Tumanow am 11. August über das soziale Netzwerk "VKontakte" an seine Mutter: "Habe das Mobiltelefon abgegeben. Bin in die Ukraine gefahren." Der 21-jährige Sergeant aus Kosmodemjask an der Wolga diente als Zeitsoldat in der russischen Armee. Am 20. August erhielt Anton Tumanows Mutter Jelena den Sarg mit den sterblichen Überresten ihres Sohnes, dazu die offizielle Todesbenachrichtigung. Darin hieß es, Anton sei am 13. August "bei der Ausführung seiner dienstlichen Pflichten" gestorben, und zwar "am Ort der zeitweiligen Stationierung" seiner Einheit.

    Das Schicksal von Anton Tumanow, wie es die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gazeta" nun recherchiert hat, straft alle Aussagen der russischen Führung Lügen. Der Kreml behauptet, es gäbe keine regulären russischen Soldaten in der Ost-Ukraine. Und doch berichten oppositionelle Medien von Gefallenen, von entsetzten Angehörigen und fast heimlichen Beerdigungen.

    So groß ist der Druck in der Öffentlichkeit geworden, dass selbst das kremltreue Staatsfernsehen reagieren musste: Mehrere Sender berichteten über Armeeangehörige, die als "Freiwillige" in den Reihen der Separatisten gekämpft hätten und "als Helden gefallen" seien. Angeblich hatten sie alle Urlaub genommen.

    Die Umstände, die über den Tod des Sergeanten Anton Tumanow bekannt sind, lassen große Zweifel an dieser Version aufkommen. Ein ehemaliger Kamerad hat in einer eidesstattlichen Erklärung dargelegt, wie es zu dem Tod des Sergeanten und vieler weiterer russischer Soldaten auf ukrainischem Boden kam.

    Schon seit Juli war die Einheit von ihrem Standort in Tschetschenien nach Rostow in der Nähe der Ukraine verlegt worden.

    Am 11. August 2014 sei der Befehl ergangen, die Grenze zur Ukraine zu überqueren.

    "Diejenigen, die sich weigerten, wurden vom Kommandeur beleidigt, lächerlich gemacht, mit strafrechlichten Folgen bedroht", so der Zeuge. Anschließend wurden alle Soldaten angewiesen, Handys und Dokumente abzugeben und die russischen Uniformen gegen Tarnfleck-Anzüge ohne Hoheitszeichen einzutauschen. An den Militärfahrzeugen seien die Kennzeichen übertüncht worden. Ein Foto, das die "Nowaja Gazeta" veröffentlichte, zeigt Anton Tumanow mit anderen jungen Männern in dieser vermeintlichen Separatistenuniform.


    In der Nacht zum 13. August, so berichtet sein überlebender Kamerad weiter, habe dann eine Kolonne aus 1200 Mann die Grenze überquert. Im Ort Sneschnoe, der zur ostukrainischen Region Donezk gehört, verschanzten sich die Russen in einer alten Fabrik.

    Bei Tagesanbruch wurden sie von der ukrainischen Armee mit dem Raketenwerfer "Grad" beschossen. Ein Geschoss zerfetzte Anton die Beine. "Die Jungs haben erzählt, dass von 1200 Mann 120 ums Leben gekommen sind, 450 wurden verletzt", sagt seine Mutter Jelena Tumanowa.

    Das Verteidigungsministerium in Moskau weigert sich beharrlich, die Berichte von den Kriegstoten zu kommentieren. Doch die Vorsitzende des Komitees der Soldatenmütter, Valentina Melnikowa, weiß von immer mehr Beschwerden besorgter Eltern von Wehrpflichtigen und Zeitsoldaten aus ganz Russland, deren Söhne ihnen erzählen, man werde sie bald nach Lugansk verlegen.

    Die Stadt im Südosten der Ukraine ist eine Hochburg der Separatisten. Auch Sergej Kriwenko, der die Organisation "Memorial" im Rat für Menschenrechte des russischen Präsidenten vertritt, bekommt immer mehr Anfragen von Soldatenangehörigen.
    Angesichts der Opfer der Ukraine-Intervention kommt in Teilen der russischen Gesellschaft Panik auf. Ausgelöst wurde sie von Medienberichten über die 76. Fallschirmjägerdivision aus Pskow. Ende August waren in der Nähe der Großstadt im russischen Nordwesten drei Soldaten dieser Division beerdigt worden: Leonid Kitschatkin, Aleksandr Osipow und Sergej Wolkow.

    Recherchen der oppositionellen Lokalzeitung "Pskowskaja Gubernija" ergaben, dass eine Kompanie, zu der auch die drei Fallschirmjäger gehörten, am 16. August die Grenze zur Ukraine überquert hatte. Am 20. August gerieten die Soldaten in der Region Lugansk unter Artilleriebeschuss der ukrainischen Armee.

    Ein Kamerad von Leonid Kitschatkin berichtete später in einem Telefonat mit einem anderen Soldaten, dessen Mitschnitt der Zeitung zugespielt wurde, es seien möglicherweise 80 Mann ums Leben gekommen. Der Chef der russischen Fallschirmjäger, Generaloberst Wladimir Schamanow, dementierte das: "In unserer Fallschirmjägerbrigade sind alle gesund und lebendig."

    Journalisten, die über die Kriegstoten schreiben, werden von den Friedhöfen verjagt und eingeschüchtert. Unbekannte verprügelten den Herausgeber der Zeitung "Pskowskaja Gubernija", Lew Schlosberg. Auch die Hinterbliebenen der getöteten Soldaten werden unter Druck gesetzt. Die Witwe des Sergeanten Leonid Kitschatkin hatte das Datum seiner Beisetzung im sozialen Netzwerk "Vkontakte" bekannt gegeben und dazu ihre Telefonnummer gestellt.

    Als Reporter der Zeitung "Nowaja Gazeta" dort anriefen, meldete sich eine fröhliche junge Frau. Sie erzählte, ihr Mann sitze gerade neben ihr, alles seien nur dumme Gerüchte. Eine Männerstimme gab sich anschließend als Sergeant Kitschatkin aus: "Ich kann auch noch ein Lied singen und tanzen, wenn Sie möchten."

    Ein zynisches Spiel mit den Gefühlen der Angehörigen. Denn Verwandte bestätigten der Zeitung später: Am Tod von Leonid Kitschatkin gibt es keinen Zweifel. Mittlerweile wurden von den frischen Gräbern der Soldaten sogar die Namensplaketten entfernt. (Ende)

    Link: http://www.rp-online.de/politik/ausland/soldatengraeber-die-es-nicht-geben-darf-aid-1.4506289

    • Jewgeni Gorowikow
      07. September 2014 00:33

      Das Rätsel um die gefallenen Soldaten von Pskow

      Tote Elitesoldaten, geheime Beerdigungen, schweigende Behörden: Ein mysteriöser Vorfall im Nordwesten Russlands deutet auf einen Einsatz russischer Truppen in der Ostukraine hin.


      «Kitschatkin Leonid Juriewitsch 30.9.1984–19.8.2014» steht auf einer Grabplatte. Sie befindet sich auf dem Friedhof der im Nordwesten Russlands gelegenen Stadt Pskow. Blumenkränze liegen auf dem frischen Grab, daneben Fotos eines jungen Mannes und die Widmung «Vom Personal der Luftlandekräfte».

      Daneben liegt ein zweites frisches Grab, «Alexander Seergeewitsch Osipow 15.12.1993–20.8.2014» lautet die Inschrift darauf. Journalisten der Lokalzeitung «Pskowskaja Gubernija» veröffentlichten am Montag entsprechende Fotos.

      Nun gibt es Indizien, die dafür sprechen, dass die beiden jungen Russen bei Kämpfen in der Ostukraine gestorben sind ......

      Vollständiger Artikel über den Tod von Leonid Kitschatkin im schweizer Tagesanzeiger:
      http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Das-Raetsel-um-die-gefallenen-Soldaten-von-Pskow/story/11737794

    • Gast (kein Partner)
      07. September 2014 16:01

      @Gorowikow

      Sagen Sie, sind Sie dient mit dem Poster "Die Aufklärung", der hier immer alles zuspammt ?!

      Unfassbar diese Egomanie. Wen interessieren diese ellenlangen Ergüsse ?

    • Gast (kein Partner)
      07. September 2014 16:03

      Soll natürlich "ident" heißen. Leider wandelt der PC die Worte nach seinem Belieben um.

  43. Igo
    06. September 2014 23:09

    Etwas OT, aber doch passend: bitte ab ungefähr 20. Minute im Mittagsjournal Udo Jürgens Interview anhören. Verblüffend, mit welcher Deutlichkeit er hier einige Dinge anspricht. Aber er wohnt ja auch in der Schweiz, und lebt nicht von Staatssubventionen..da kann man das..

    http://oe1.orf.at/konsole?show=ondemand&track_id=381830&load_day=/programm/konsole/tag/20140906

  44. Dr. Otto Ludwig Ortner
    06. September 2014 23:07

    Zuerst ist festzuhalten, daß die U.S.A. + Büttel= NATO sich solange in einem Angriffskrieg gegen Österreich befinden, als sie sich nicht offiziell und öffentlich für ihre Infamie, die Verleumdung des österreichischen Bundespräsidenten Dr. Kurt Waldheim sowie bei der - natürlich gemeinten Republik Österreich entschuldigt haben und ein angemessenes Bußgeld an die sehr schmerzlich getroffene FAmilie Waldheim geleistet aben. Nur die 4. Signatarmacht, die Sowjetunion, stellte sich erfolgreich gegen einen nochmaligen Einmarsch der Aggressoren - wie 1938. Würde Rußland entscheidend geschwächt, wäre es mit einem freien Österreich schnell vorbei. Überdies verschweigen die österreichischen Medien in ihrer die infamen Aggressoren (Störung)

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      06. September 2014 23:25

      propagandistisch unterstützenden Berichterstattung des Konflikts in der Ukraine den eminent religiösen Charakter des Konflikts. Offenbar durch einen Regiefehler blendete de ORF vor einigen Wochen kurz ein Bild ein, auf dem man Putin im Kreise einer Vielzahl orthodoxer Bischöfe sah. Ukraine ist ein Kunststaat jüngster Provenienz, die den katholischen (altösterreichischen) Westen und den russisch orthodoxen (alt-zaristische) Osten zusammenschließt. Putin kann seine Glaubensbrüder - auch um den Preis gemeinsamen Unterganges- nicht im Stich lassen, so wie Zar Nikolaus II. im August 1914 die orthodoxen Serben nicht dem katholische Österreich ausliefen konnte, obwohl ihm seine Regierung das riet - wenn er den Untergang des alten Rußland nicht riskieren wollte. Der - politische -Graben zwischen den beiden Konfessionen ist sehr tief - aber nicht der religiöse. Der Friede in der Ukraine hängt vom Religionsfrieden ab, eine andere Lösung sehe ich nicht. Und die Rußland- feindliche Propaganda in Österreich stellt der Intelligenz der Österreicher kein gutes Zeugnis aus -hoffentlich kommen sie nicht wieder erst in Stalingrad zur Besinnung. Näheres dazu in meiner Lesung bei der Buchmesse in Leipzig vom 16.3.2014, sicht- und hörbar in "www.deutsches-literaturfernsehen.de". Ein Werk zum Thema ist bei mir in Arbeit: Domine, dona nobis pacem.

    • Igor Potemkin (kein Partner)
      08. September 2014 09:40

      @ Dr. Otto L. Ortner

      ".....wenn er den Untergang des alten Rußland nicht riskieren wollte."

      Er hätte lieber auf Wilhelm hören sollen, dann wäre ihm und seiner Familie das bekannte Schicksal erspart geblieben, aber der Vertrag mit Frankreich war ja wichtiger. Mit einem klugen Zaren hätte es auch keine Revolution gegeben. Millionen Russen wäre ein sinnloser Tod erspart worden.

      Aber er war leider einer der dümmsten Monarchen der Zeitgeschichte, sein Schicksal
      hat er sich redlich verdient!

    • Dr. Otto Ludwig Ortner
      08. September 2014 16:58

      Zu Igor Potemkin:Nikolaus II. starb - mit den Seinen - als ein Märtyrer und wird auch in Rußland -zu Recht als solcher verehrt.

  45. Norbert Mühlhauser
    06. September 2014 20:04

    Ich halte fest:

    Herr Unterberger glaubt also nicht, dass Gebiete, die von Sezessionisten kontrolliert werden, einschließlich Kasernen und darin befindlichem Kriegsgerät den Aufständischen anheim fallen können. - Dazu sei ihm nahegelegt, die Geschichte des Jugoslawien-Unterganges zu studieren, dort gab es das sehr wohl, dass Kasernen umzingelt waren und freien Abzug aushandeln mussten. Beim Ukraine-Konflikt kommt hinzu, dass Kiew schon seit dem Maidan-Verfassungsbruch die Kontrolle über die Ostgebiete verloren hat und etliche russischstämmige Soldaten dessertierten.

    Dem ungebetenen Pressespiegel-Redakteur Jewgeni Gorowikow, der mit seinem endlosen NZZ-Roman weiter untern verzückt herumfuchtelt, sei anempfohlen, sich dessen Inhalt einmal genauer zu Gemüte zu führen. Dann würde er nämlich bei den Erzählungen über Gefechtshandlungen auf folgenden Satz stoßen:

    Es gebe amerikanische Brigaden, die den Funkverkehr störten.(!!!)

    Selbst wenn es also wirklich von russischen Staatsorganen koordinierte Einsätze in der Ukraine gäbe, erfolgten diese aus gutem Grund aus grenzüberschreitender Solidarität zu Widerständlern, die einen verfassungswidrige Regierungsbildung nicht hinnehmen wollen und deshalb wie ein ausländischer Aggressor von den Herrschenden der eigenen Nation brutal bekämpft werden.

    Tatsächlich ist aber nicht auszuschließen, dass Einsätze von russischen Soldaten halboffiziell erfolgen, also nicht von der Armeeführung direkt angeordnet sind. Man sehe sich dazu nur vergleichshalber die Freiwilligeneinsätze schlesischer Freikorpsverbände nach WKI an, wo es auch ein hohes Maß an spontaner, autonomer Organisation gegeben hat (Versailles hin oder her). Dass dabei vereinzelt staatlich begründete Rangordnungen zweckentfremdet zum Einsatz kommen und der eine oder andere Gefreite "überredet" werden muss, lässt sich denken.

    Dafür spricht auch, dass ein Gemenge von in Sonnenblumenfeldern kämpfenden Kompaniesoldaten mit (jedenfalls mehr als drei) Panzern zum Einsatz kamen - seit wann werden Infanteriekompanien Panzer zugeteilt?

    Und noch ein bemerkenswert gedrechselter Satz findet sich in dem NZZ-Artikel:
    Das zeigt angeblich auch ein am Mittwoch veröffentlichtes Video des ukrainischen Sicherheitsrates, in dem eine riesige russische Panzerkolonne in der Ostukraine zu sehen sein soll.

    Das ist aber wirklich herzig formuliert ;-) Ich darf dazu auf meine einleitenden Worte verweisen ....

    • Jewgeni Gorowikow
      06. September 2014 22:02

      Schauen Sie Herr Mühlhauser:

      1) Die Schilderung bzw. die Annahme dass da amerikanische Brigaden angeblich in der Ostukraine aktiv sind - das ist eine subjektive Behauptung für die es keine Beweise gibt! Wahrscheinlich ist der Soldat der russ. Propaganda auf den Leim gegangen und er hat ganz einfach Ukrainer mit Amerikanern verwechselt.

      2) Hingegen ist die Tatsache dass ganze Kampfeinheiten und Kompanien der regulären russischen Armee in der Ukraine kämpfen BEWIESEN!

      Es muss wirklich sehr schwierig für Sie sein, die Beweise die im Internet und in den Medien zu finden sind & meine Sicht der Dinge unterstützen zu ignorieren.

    • Norbert Mühlhauser
      06. September 2014 22:54

      Ah ja: Was die zusammengefangten Russen über amerikanische Brigaden erzählen ist rein subjektiv.

      Was diese armen Hascherln dann über ihre Rekrutierung vermelden, um nicht als terroristische Eigenbrötler be-, oder vielleicht sogar misshandelt zu werden, ist allerdings beweiskräftig.

      Ich verstehe.

      Und die ukrainische Armee ist nicht etwa funktechnisch auf dem Stand von vor 20 Jahren, sondern hält Schritt mit der modernsten NATO-Aufrüstung und derjenigen anderer "Global Players".

  46. Jewgeni Gorowikow
    06. September 2014 17:08

    Die 'Neue Zürcher Zeitung' zum Thema: «Wen wir gesehen haben, legten wir um.»

    Russlands totgeschwiegener Krieg - «Nur zehn Soldaten haben überlebt»

    Christian Weisflog (3.9.2014)

    Die russische Armee kämpfe nicht in der Ostukraine, behauptet der Kreml noch immer. Dabei häufen sich die Berichte über gefallene russische Soldaten und geheime Beerdigungen.

    Russland leugnet, was eigentlich nicht mehr zu leugnen ist. «Es wird keine militärische Einmischung (in der Ukraine) geben», wiederholte der russische Aussenminister Sergei Lawrow am Montag sein Mantra bei einem Auftritt an der Moskauer Diplomatenschmiede MGIMO. Unabhängige russische Medien haben jedoch bereits einen Berg von Fakten zusammengetragen, an dem die Propagandalüge im Grunde zerschellen müsste.

    Der russische Fernsehsender Doschd hat eine eigene Website mit dem Titel«Unsere Soldaten» aufgeschaltet, um die Namen der in der Ostukraine gefallenen, gefangengenommenen oder vermissten russischen Soldaten aufzulisten. Die bis anhin aufgeführten Soldaten gehören sieben verschiedenen Kampfverbänden an. Auch dies deutet darauf hin, dass die russische Armee mit beachtlichen Kräften in der Ostukraine agiert.

    Offenbar wissen die Soldaten vor ihrem Einsatz nicht immer, was sie erwartet. Der Korrespondent von Doschd besuchte russische Kriegsgefangene in Kiew: «Sie sagten uns, wir fahren zu Manövern», erzählte ein Gefangener und verbarg den Ärger über seine Vorgesetzten nicht: «Bei Manövern schiessen wir auf Kartonmodelle, nicht auf lebende Menschen. Das ist etwas anderes.»

    Heimliche Beerdigung

    Auf der Liste von Doschd stehen auch die Namen von Leonid Kitschatkin und Aleksandr Osipow. Die beiden Fallschirmjäger der 76. Division wurden am 25. August im Dorf Wybuty bei Pskow – rund 300 Kilometer südlich von St. Petersburg – beerdigt. Weil Kitschatkins Frau die Beerdigung in einem sozialen Medium angekündigt hatte, erfuhr der Lokaljournalist und Politiker Lew Schlosberg davon. Er fotografierte die Gräber und schrieb in seiner Zeitung «Pskowskaja Gubernja» einen Artikel darüber. Wenige Tage später wurde Schlosberg auf dem Heimweg von Unbekannten brutal zusammengeschlagen.

    Auch auf andere Journalisten, die in Pskow recherchierten, gab es Angriffe. Ein Kamerateam von Doschd wurde auf der Suche nach weiteren Gräbern in der Region von kräftigen jungen Männern attackiert Wenige Tage nach der Beerdigung in Wybuty verschwanden die Namensschilder der Soldaten von ihren Gräbern. Der Frau von Kitschatkin wurde unterdessen offenbar das Telefon abgenommen. Der russische Krieg in der Ukraine soll weiterhin geheim bleiben. Die Angehörigen würden mit Drohungen und Geldversprechen zum Schweigen gebracht, erzählt Schlosberg in einem Interview vom Spitalbett aus. Die Militärs verheimlichten auch die wirkliche Todesursache des gefallenen Soldaten. In den offiziellen Dokumenten stehe zum Beispiel «Gasexplosion», «Schlaganfall» oder «Herzinfarkt».

    Tod einer ganzen Kompanie

    Nicht alle lassen sich allerdings einschüchtern. Kameraden der 76. Luftlandedivision spielten Lew Schlosberg aufgezeichnete Gespräche von Soldaten zu, die lebend aus der Ukraine zurückgekehrt waren. Die «Pskowskaja Gubernja» publizierte die Gesprächsprotokolle am Dienstag. Daraus geht hervor, dass eine ganze Kompanie mit bis zu 140 Soldaten am 16. August die ukrainische Grenze überquerte. Eine zweite und eine dritte Kompanie sollten kurz darauf folgen.

    Bis rund 80 Kilometer drang die russische Kompanie offenbar leicht vor. «Wen wir gesehen haben, legten wir um.» Bei Heorhiiwka südlich von Luhansk wurde die russische Kompanie allerdings am 20. August von ukrainischen Truppen umzingelt und heftig beschossen. Die russischen Soldaten verloren die Orientierung in den Sonnenblumenfeldern, auch weil offenbar der Funkkontakt ausgefallen war. Es gebe amerikanische Brigaden, die den Funkverkehr störten. «Sie machen sofort alles stumm.»

    Laut den aufgezeichneten Gesprächen wurde die russische Kompanie in einem äusserst blutigen Kampf praktisch vollständig zerstört: «Nur zehn von uns haben überlebt.» Offenbar führten die Russen auch eine stattliche Zahl von Panzern mit. Nach dem verlorenen Gefecht blieben ihnen «nur noch zwei oder drei Panzer» übrig.

    Die russische Armee – so geht aus den Gesprächen hervor – schickt laufend neue Verbände in die Ostukraine. Das zeigt angeblich auch ein am Mittwoch veröffentlichtes Video des ukrainischen Sicherheitsrates, in dem eine riesige russische Panzerkolonne in der Ostukraine zu sehen sein soll. Den Soldaten ist es indes verboten, über ihren Einsatz und ihren Unmut zu sprechen. Sie ziehen laut den Gesprächsprotokollen nur mit Widerwillen in den Kampf gegen die ukrainischen Brüder: «Unser Volk stirbt, und wir sollen das verschweigen. Warum, verdammt?»

    «Mama, sie schicken uns nach Donezk»

    Wie viele russische Soldaten bis jetzt in der Ukraine gefallen sind, lässt sich nur schätzen. Die Geschichte von Anton Tumanow lässt jedoch erahnen, dass es bereits viele hundert sein könnten. Tumanow stammt aus der Kleinstadt Kosmodemjansk an der Wolga – rund 600 Kilometer östlich von Moskau. Weil er in der russischen Provinz keine Arbeit fand, entschied er sich 2012 für eine Karriere als Berufssoldat. Am 20. August erhielt seine Mutter ihren toten Sohn in einem Sarg zurück. Am 10. August hatte Anton zuletzt mit ihr telefoniert: «Mama, sie schicken uns nach Donezk.» Die Mutter verstand die Welt nicht mehr: «Wohin? Dort ist Krieg. Da können sie euch nicht hinschicken!» – «Das denkst du, Mama», antwortete Anton.

    Mit 1200 Mann über die Grenze

    Anton habe die ukrainische Grenze mit insgesamt 1200 anderen Soldaten am 12. August überschritten, berichtetet die unabhängige «Nowaja Gaseta». Vorher mussten sie ihre Mobiltelefone und Personalausweise abgeben. Auch ihre offiziellen Uniformen mussten sie ausziehen, um in die Rolle prorussischer Separatisten zu schlüpfen. Wer nicht mitgehen wollte, der wurde von den Vorgesetzten unter Druck gesetzt.

    Bei der Stadt Snischne – knapp 80 Kilometer östlich von Donezk – geriet auch Antons Kampfverband unter ukrainischen Beschuss. Von den 1200 jungen Männern seien 120 getötet und 450 verletzt worden, erzählte Antons Mutter Elena der «Nowaja Gaseta». Zu Antons Beerdigung spielte ein Militärorchester auf. Die Musiker erzählten der Mutter, dass sie zurzeit ständig bei solchen Beerdigungen aufspielten. «Anton war nicht der Erste.» [Ende]

    Link: http://www.nzz.ch/international/nur-zehn-haben-ueberlebt-1.18376359

    • Jewgeni Gorowikow
      06. September 2014 17:19

      Die Todesbenachrichtigung für den Sergant Anton Tumanow, geboren am 5.10.1993, gefallen in der Ukraine am 13.8.2014 (im 21. Lebensjahr):

      http://www.rp-online.de/politik/ausland/soldatengraeber-die-es-nicht-geben-darf-aid-1.4506289

    • Igor Potemkin (kein Partner)
      08. September 2014 10:14

      @ Jewgeni Gorowikow

      Und nu? Was hat das uns in Österreich zu interessieren?? Haben wir nicht genug eigene Probleme, die noch zu lösen sind? Man schaue sich die USA an, in welchem elenden Zustand das Land sich mittlerweile befindet. Auch dort werden diese Probleme nicht angegangen, lieber spielt man den selbsternannten Weltpolizisten.

      Die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten hat noch nie zu etwas positiven geführt. Völkerbund, UNO, wieviele Kriege gab es seit deren Gründung? An ihren Taten werdet ihr sie erkennen, nicht an ihren Worten!

  47. terbuan
    06. September 2014 16:44

    Die Hoffnung, die immer zuletzt stirbt...
    Aber worauf sollen wir noch hoffen, es wird nur Verlierer geben in diesem Konflikt.
    Zunächst einmal wir Österreicher, die sich als angeblich Neutrale an diesen Sanktionen beteiligen, die unserer Wirtschaft schon jetzt erheblichen Schaden zufügen.

    Was haben wir mit diesem Konflikt eigentlich zu tun, nur weil ein Teil der Ukraine einmal zu Österreich-Ungarn gehörte? Einfach lachhaft, das ist fast 100 Jahre her.
    Ansonsten gar nichts, wir sind nur Befehlsempfänger einer Kette, die von Washington über Brüssel bis zu unserer armseligen Regierung reicht, die bei jedem Schwachsinn mitmacht, wozu eigentlich? Um den Amerikanern zu gefallen, in der Hoffnung auf künftige CARE-Pakete? Man ist nur mehr fassungslos!

    Eine der größten Verlierer werden allerdings die verlogenen Medien sein, die mit ihrer einseitigen Berichterstattung dabei sind, jedes Vertrauen zu verlieren.
    Ich frage mich nur, wie sollen diese Medien dieses Vertrauen jemals wieder zurückgewinnen?

  48. Undine
    06. September 2014 16:17

    Spätestens seit dem Tribunal, dem Kurt WALDHEIM ausgesetzt war, wissen wir, daß der Satz: "Ich habe nur meine Pflicht getan" ganz PFUI ist.

    Lange hat es dann nicht mehr gedauert, bis einige linxlinke Klugsch....er behaupteten, die Deutsche Wehrmacht habe aus lauter MÖRDERN bestanden und zur Untermauerung ihrer dreisten Behauptung eine Wanderausstellung inszeniert haben, die vor lauter Unwahrheiten und Fotomontagen nur so gestrotzt hat.

    Abgesehen davon, daß unsere damaligen Feinde --- vorausgesetzt, man macht sich die Diktion "Soldaten sind Mörder" zu eigen---auch massenhaft Mörder "beschäftigt" haben (oder etwa nicht?), stellt sich mir die Frage: Tun ukrainische Soldaten und all die Söldner, die an ihrer Seite kämpfen, auch bloß "ihre Pflicht"? Oder sind die Ukrainer per se gute Soldaten?

    Ich las hier vor ein paar Tagen, daß russische Mütter sich gegen Putin auflehnen, weil sie nicht wollen, daß ihre Söhne in den Krieg ziehen. Dafür habe ich als Mutter eines Sohnes und Großmutter zweier Enkelsöhne (und überhaupt!) größtes Verständnis.

    Aber wie ist es mit den ukrainischen Müttern? Machen die keinen Aufstand gegen diejenigen (die ukrainischen Politiker, die EU-Politiker und die amerikanischen KRIEGSTREIBER!), die ihre Söhne, Brüder, Ehemänner in den Krieg schicken, um die Ukraine, also ihre HEIMAT (pfui!) zu verteidigen, bzw. IHRE PFLICHT zu TUN?

    Gibt es demnach gute Soldaten und böse Soldaten? Kämpfen sie auf der einen Seite mit Palmwedeln und Heiligenschein, auf der anderen Seite mit Schußwaffe und Helm?

    • Prof. Walter A. Schwarz (kein Partner)
      07. September 2014 15:16

      Im Gegensatz zu Dr. Waldheim hatte der von der SPÖ aufgestellte Dr. Kirchschläger nicht seine Pflicht erfüllt, sondern lediglich "den damaligen Gesetzen" gehorcht. Welch semantischer Unterschied.
      Im Sinne "aufzuarbeitender" Geschichte wäre es wünschenswert, auch die Kriegszeit des (Reserve-)Hauptmannes der Deutschen Wehrmacht Dr. Kirchschläger wissenschaftlich darzulegen.

    • Igor Potemkin (kein Partner)
      08. September 2014 11:00

      @ Undine

      Kriegführende Demokraten sind immer die Guten, sind "Befreier". Dresden, Nagasaki, Hiroschima. Alle befreit! Heute sagt man zu den "Befreiten" Kollateralschaden. Die Rheinwiesenlager waren Erholungsheime für Frontsoldaten.
      Ostdeutschland wurde von seinen Einwohnern befreit, sie begaben sich dankbar "auf Wanderung". Zum Aufwärmen gab es einen Bombenteppich.

      Demokraten führen halt humanen Krieg, was auch sonst??

  49. Cotopaxi
    06. September 2014 15:37

    o.T.

    Das Wesen des Islams, kurz zusammengefasst. Die notwendigen Schlussfolgerungen möge jeder Nicht-Moslem selber ziehen, so lange noch Zeit dazu ist. ;-)

    Gewalt und theologische Tradition im Islam
    Töten im Namen Allahs
    NZZ, Martin Rhonheimer 6.9.2014, 05:30 Uhr

    Islamistische Terroristen berufen sich zur Rechtfertigung ihrer Untaten auf ihre Religion. Geben Gründungsgeschichte und Gründungsidee des Islam eine Handhabe, um im Namen Allahs begangene Gewalttaten theologisch prinzipiell zu verurteilen? Nein – der Islam müsste sich erst in seiner religiösen Substanz wandeln.
    Der Terror der Miliz Islamischer Staat (IS) gegen «Ungläubige» und Christen entsetzt und verängstigt die westliche Öffentlichkeit. Offizielle muslimische Stimmen, die diesen Terror verurteilen, sind wenige zu hören. Und wenn, dann richten sie sich nur gegen die schockierende und für den Islam imageschädigende Brutalität des Vorgehens, nicht gegen dessen Prinzip, oder sie verwickeln sich, wie unlängst eine wenig überzeugende Fatwa von britischen Imamen, in Widersprüche. Der IS ist keine Häresie, wie diese Fatwa behauptet, sondern handelt genau nach dem in der Geschichte wiederkehrenden Muster kriegerischer islamischer Expansion. Das Vorbild ist Mohammed selbst. Legitimationsgrundlage sind der Koran und das islamische Recht, die Scharia.
    Eine politische Religion
    Der IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi hat sich bekanntlich zum Kalifen ernannt. In einem von dem zum Islam konvertierten Amerikaner Nuh Ha Mim Keller ins Englische übersetzten Kompendium der Scharia – es wurde von der Al-Azhar-Universität in Kairo als authentisch zertifiziert – kann man nachlesen, was Aufgabe eines Kalifen ist: «Der Kalif führt gegen Juden, Christen und Zoroastrier Krieg, nachdem er sie zuerst eingeladen hat, sich der sozialen Ordnung des Islam zu fügen, indem sie die Kopfsteuer zahlen.» Exakt das geschieht heute im Herrschaftsgebiet des IS. Die dort lebenden Christen sollen gedemütigt und unterworfen und durch die Kopfsteuer zur wirtschaftlichen Ressource islamischer Herrschaft werden. Mohammed hatte zunächst die Juden aus Medina vertrieben, dann liess er sie massenhaft köpfen. Später wurden Christen und Juden zu «Schriftbesitzern» erklärt: Sie durften nun unter islamischer Herrschaft ihre Religion weiter ausüben – sofern sie die Kopfsteuer zahlten und sich diskriminierenden Demütigungen aller Art unterwarfen. So steht in Sure 9, 29: «Kämpft gegen diejenigen, die [. . .] nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – kämpft gegen sie, bis sie kleinlaut Tribut entrichten.»
    Zu Beginn waren die Muslime im muslimischen Herrschaftsgebiet meistens eine Minderheit. Ihre Herrschaft gründete auf der grossen Zahl der «dhimmis», der «Schutzbefohlenen». Juden, Christen und andere «Schriftbesitzer» galten nicht als «Ungläubige»: Sie konnten als «dhimmis» ihr Leben behalten, auch wenn sie keine Muslime wurden. Die heute vom IS gejagten Jesiden gelten nicht als «Schriftbesitzer», für sie gibt es daher nur die Alternative: Konversion zum Islam oder Tod. Die islamische Theologie besitzt keine argumentativen Ressourcen, um das Vorgehen des IS als «unislamisch» zu verurteilen. Es gibt im Islam nämlich kein generelles Tötungsverbot. Es gibt hingegen eine generelle Tötungslizenz: «Ungläubige», die sich der Konversion zum Islam widersetzen, sollen getötet werden. So heisst es in Sure 9, 5: «. . . tötet die Heiden, wo immer ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf! Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet verrichten und die Almosensteuer geben, lasst sie ihres Weges ziehen! Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben.»
    Der Islam ist seinem Wesen nach mehr als eine Religion. Er ist ein kultisches, politisches und soziales Regelwerk, will religiöse und politisch-soziale Ordnung in einem sein. Und er war von Anfang an kriegerisch. Der Islam will das «Haus des Islam» auf der ganzen Welt verbreiten. Es geht ihm dabei nicht so sehr um religiöse Bekehrung der Nichtmuslime als um ihre Unterwerfung unter die Scharia. In Sure 2, 256 heisst es: «In der Religion gibt es keinen Zwang.» Glaube lässt sich eben nicht erzwingen, Unterwerfung unter das islamische Recht aber sehr wohl. Sich diesem Zwang zu widersetzen, kann tödlich sein. Historisch war die islamische Einheit von Politik und Religion zwar meist nur Programm und selten Realität. Andere politische Machtzentren entstanden, die sich nicht unter der geistlichen Führung eines Kalifen befanden. Und gemäss islamischer Lehre konnte der Kampf (Jihad) gegen die Nichtmuslime genau dann unterbrochen und mit den Ungläubigen ein Waffenstillstand geschlossen werden, wenn für weitere Expansion keine Aussicht auf Erfolg bestand. Das führte zu langen und oft friedlichen Perioden der Koexistenz. Zudem sind muslimische Minderheiten in nichtmuslimischen Ländern verpflichtet, sich an die lokale Rechtsordnung zu halten.
    In unseren westlichen Gesellschaften gibt es unzählige integrierte Muslime, die nichts vom Jihad wissen wollen; und selbst in Ländern mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit lässt sich nur ein kleiner Teil für ihn begeistern. Die meisten Leute kämpfen um ihr tägliches Brot und sind oft selber Opfer von Gewalt. Doch gerade sie sind auch anfällig für Radikalisierung – und zwar genau dann, wenn sie die Quellen ihrer Religion genauer studieren und angesichts der Erstarkung des politisch radikalen Islam auf den Gedanken kommen, die Zeit der Waffenruhe könnte vorbei und Gewaltanwendung wieder Pflicht sein.
    Christliche Parallelen?
    Natürlich gibt es den «gemässigten» und reformerischen Islam. Seine Vertreter sind meist gutbezahlte Professoren an amerikanischen und europäischen Universitäten. Doch auch sie sind mit dem zentralen Problem ihrer Religion konfrontiert: Gehen sie zu ihren Ursprüngen zurück, stossen sie auf den kriegerischen, expansiven Islam von Medina, die Legitimierung des Tötens zur Ehre Allahs und einen gewalttätigen Mohammed. Hier gibt es einen wesentlichen Unterschied zum Christentum. Auch in seiner Geschichte spielte Gewalt eine gestaltende Rolle und wurde als «gerechter Krieg» oder zur Verteidigung der religiösen Wahrheit gegen Ketzer legitimiert. Auch Christen haben in der Vergangenheit gemordet und gebrandschatzt. Kriegsrecht und Foltermethoden waren brutal. Beschäftigt man sich jedoch mit den ursprünglichen Quellen des Christentums, etwa den Evangelien, findet man Sätze Jesu wie «Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört» oder «Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen». Zur Gründungsidee des Christentums gehören die Scheidung von Religion und Politik – von geistlicher und weltlicher Macht –, die Ächtung physischer Gewalt und das Gebot der Feindesliebe. Das Christentum hat aus seinen heiligen Texten auch keine Rechts- und Sozialordnung abgeleitet, sondern römisches Recht und heidnisch-antike Kultur assimiliert. Die mannigfachen Verbindungen von Politik und Religion gingen meist nicht von der Kirche, sondern von den weltlichen Machthabern aus. Gerade der dem Christentum in die Wiege gelegte Dualismus von «geistlich» und «weltlich» provozierte immer wieder innerkirchliche Reformbewegungen, die zu Prozessen der institutionellen Differenzierung und Selbstreinigung führten.
    In der jüdisch-christlichen Tradition ist Gewalt rechtfertigungsbedürftig. «Du sollst nicht töten», heisst es im Dekalog. Ein solch grundsätzliches Tötungsverbot ist dem Islam unbekannt. In der jüdischen und christlichen Bibel erscheint Gott als der alleinige Herr über Leben und Tod. Kein Mensch kann sich das Recht zum Töten anmassen. Oft wird das Alte Testament – auch in antisemitischer Absicht – als Beispiel für Grausamkeit und Gewaltlegitimation angeführt. Das Gegenteil ist wahr: Der Gott Israels entzieht dem Menschen die Kompetenz zum eigenmächtigen Töten. Im Christentum führte die Erfahrung des Unglaubens nicht zum Aufruf, die Ungläubigen zu töten, sondern zum Missionseifer und – nach der Entdeckung Amerikas – zu Gestalten wie Vitoria und Bartolomé de las Casas: In der christlichen Tradition stehend machten sie geltend, dass Ungläubige als Menschen die gleichen grundlegenden Rechte besitzen wie Christen. Dabei wurden sie von päpstlichen Verlautbarungen unterstützt (obwohl die spanischen Könige deren Verbreitung zu verhindern suchten).
    Und hier liegt der entscheidende Punkt: Für den Islam sind Nichtmuslime keine vollwertigen Menschen. Denn islamischer Lehre gemäss ist der Mensch von Natur aus Muslim, die menschliche Natur selbst, die «fitra», ist muslimisch. Nichtmuslime sind folglich Abtrünnige, «denaturierte» Menschen. Im Islam kann es deshalb keine prinzipielle Gleichheit aller Menschen aufgrund ihrer Natur und kein für alle – unabhängig von der Religionszugehörigkeit – geltendes Naturrecht geben. Der Islam akzeptiert die modernen Menschenrechte immer nur unter dem Vorbehalt der Bestimmungen der Scharia. Deshalb kann sich gerade der «wahre Islam» nicht in die Moderne integrieren.
    Schwierige Selbstreinigung
    Die modernen Menschenrechte sind eine Frucht der jüdisch-christlichen Zivilisation. Deren Vermächtnis ist die Anerkennung einer allen Menschen, unabhängig von ihrer Religion, gemeinsamen Menschennatur und Würde. Ihr Ethos von Recht und Barmherzigkeit führte, in einem stetig fortschreitenden Lernprozess, zu einer allmählichen Überwindung der Legitimation von Gewalt – auch ihrer theologischen Legitimation. Analoge Aufklärungsprozesse sind im Islam unbekannt oder haben zumindest noch kaum Wirkung entfaltet. Die Barmherzigkeit Allahs gilt nur den Bekehrten, gegen die Ungläubigen befiehlt er, mit dem Schwert vorzugehen. Darin gründet die theologische Not muslimischer Intellektueller: Sie können aufgrund ihrer religiösen Tradition den IS-Terror nicht prinzipiell verurteilen. Die christlichen Kirchen konnten für Prozesse der Selbstreinigung immer auf ihre Ursprünge rekurrieren und, sich an ihre Gründungsidee erinnernd, historischen Ballast abwerfen. Der Islam müsste sich für solche Selbstreinigung – gerade umgekehrt – von seiner Gründungsidee distanzieren, sein politisch-religiöses Doppelwesen aufgeben und sich damit in seiner religiösen Substanz verändern. Solange das nicht geschieht, wird es immer nur eine Frage der konkreten politischen Konstellation sein, ob und in welcher Form er sein gewalttätiges Gesicht zeigt.

    Martin Rhonheimer ist Professor für Ethik und politische Philosophie an der Päpstlichen Hochschule Santa Croce in Rom.

    http://www.nzz.ch/feuilleton/toeten-im-namen-allahs-1.18378020

    • brechstange
      06. September 2014 15:58

      Mir scheint auch schon lange, dass die Agressivität aus der Erkenntnis resultiert, dass die Fälle davonschwimmen.

    • machmuss verschiebnix
      06. September 2014 20:09

      Da wird wohl was dran sein, Brechstange. Unsere Zeit bringt generell für Ideologien
      "aller Art" eine massive Bedrohung durch wissenschaftliche Unhaltbarkeit allfälliger
      Dogmatismen. Was an sich gut ist, denn die meisten Ideologien haben ohnedies
      schon reichlich Unheil über die Menschheit gebracht !

      Nur die IS-Kämpfer sind mir nicht ganz koscher - die entstehen aus dem Nichts,
      überrennen ihre Gegner, als wär's ein Spaziergang, haben teilweise sogar Hi-Tech-Waffen ?
      Von wem werden diese Knaben finanziert, von wem instruiert ?

      Wenn diese Leute militärisch so stark sind, und den Westen (besonders die USA) als den
      teuflischen Feind sehen, warum tragen sie dann den Krieg nicht ins Land des Feindes ?
      Mal ehrlich - würde nicht jeder Halbidiot auf diese Idee kommen - warum dann nicht
      die gut ausgebildeten Kämpfer der IS ? ? `?

    • brechstange
      06. September 2014 21:12

      Verzeihung

      Felle

    • brechstange
      06. September 2014 21:25

      machmuss verschiennix

      Wo gibt es geostrategisch Ressourcen? Wer benötigt Unmengen dieser Ressourcen? Wo gibt es Instabilität?
      Ich denke, viele Zeichen deuten zu den Amis, aber diese Auslegung ist meines Erachtens grundfalsch. Hier irren die meisten. Wir tappen im Dunklen.

      Warum tragen sie den Krieg nicht in die USA? Es gibt in den USA Ansätze ein Kalifat einzurichten, auch Unruhen. Auf der anderen Seite haben die USA Einwanderungsbestimmungen, die Einwanderungswillige nach Bedarf aussuchen. Wir nehmen alles. Daher sind wir auch angreifbar geworden.

    • machmuss verschiebnix
      06. September 2014 21:42

      @brechstange,
      wenn ich in den Krieg ziehen würde, dann kommen ich nicht über die Migration-Office :))
      Wenn diese Knaben es wirklich drauf abgesehen hätten, dann wären die längst drüben
      und würden sich nicht im Irak gegenseitig wegputzen. Gehen wir davon aus, daß deren
      Finanzier es so will - aber , wie schon gesagt, wer steckt dahinter ?

  50. Scheherazade
    06. September 2014 15:26

    Herr Unterberger! Herr Unterberger! Endlich! Die Nato hat neue Beweise präsentiert, dass die Russen mit Panzern in die Ukraine einmarschiert sind!

    Hier ist die Luftaufnahme:
    https://mobile.twitter.com/RusEmbassyUAE/status/507226671401824256/photo/1

    • Undine
      06. September 2014 16:25

      @Scheherazade

      Dieses Foto könnte ich noch anreichern mit Panzern, Kanonen, Kriegsschiffen und -flugzeugen aus meinem Winterhilfsabzeichen-Fundus! Dann könnte noch bewiesen werden, daß diese von den Deutschen geliefert worden sind! ;-)

    • machmuss verschiebnix
      06. September 2014 19:42

      Yup - das ist die bestmögliche Revange dafür, daß die Medien uns permanent mit
      mit völlig zusammenhansglosen Photos - womöglich schon zehn od. mehr Jahre
      alt - zu verarschen veruschen .

    • DB (kein Partner)
      08. September 2014 14:58

      Ich liege flach! :o))

  51. machmuss verschiebnix
    06. September 2014 15:07

    Warum will "der Westen" unbedingt der Ukraine "helfen" - welche Resourcen
    sind dort zu holen ?
    Und warum hat die neue Regierung seit der ersten Stunde der russischen Minderheit ganz
    offen die Rute ins Fenster gestellt - wodurch es dann erst so richtig los gegangen war ! ! !

    Sollte hier ein Stellvertreter-Krieg (zweier Oligarchen) vom Zaun gebrochen werden ?
    Von Anfang an waren AUCH auf Ukrainischer Seite ausländische Söldner in die
    Kämpfe involviert , die mehr als nur provoziert hatten !

    Was aber trotz allem nicht ins Bild paßt, das sind die - wieder mal - schwachsinnigen
    Sanktionen der EU. Ein Schuß ins eigene Knie, der sehr wahrscheinlich die russische
    Führung veranlassen wird, sich noch mehr von Europa ab und dem asiatischen Raum
    zu zuwenden ! ! !


    Wenn sogar der eingefleischte Rußland Hasser - Zbigniew Brzezinski - eine 180 Grad
    Wende macht und meint -
    » ... dass die USA sich heute in einer ähnlichen Situation befinden wie die Sowjetunion
    in den 80er Jahren... « ,
    da müßte man es doch für möglich halten, daß auch Europas Politiker ihre Sichtweise
    aus den Zeiten der Soviet-Ära auf den aktuellen Stand bringen können ?@!

    https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2012/juli/warum-der-westen-russland-braucht


    Gibt es irgendeine Quelle, aus der klar werden würde, warum die USA die aktuelle Situation
    der Ukraine (die ja früher schon latent war) für einen Krieg gegen Rußland geradezu als
    zwingenden Anlaß misbrauchen wollen ? ? ?


    Hier noch ein Zitat aus "freitag.de" :
    Zitat:
    » ..Eigentlich möchte es niemand so richtig glauben, was da geschieht. Die Diplomatie des Westens ist strikt an amerikanischen Bedürfnissen orientiert und diese wollen einen Sieg für den Westen in der Ukraine. Keine Deeskalation, keine friedliche Lösung, die der Ukraine gerecht wird und keine echte Zusammenarbeit mit Russland in dieser schwersten Krise seit dem Fall der Mauer. Wenn Politiker wie Gabriel russische Panzer beschwören, die jederzeit in die Ukraine einfallen können, wenn Schäuble Putin als neuen Hitler dämonisiert und die USA im Einklang mit den polnischen, baltischen und tschechischen Hardlinern ihre Truppen ostwärts verlegen, dann sind das kriegsvorbereitende Äußerungen und Handlungen.

    Fast scheint es, als wäre der Krieg mit Russland schon ausgemacht, man sucht nervös nach Vorwänden und manche konstruktiven Gespräche, erweisen sich einen Tag später als Scheindiplomatie, durch die man die eminent wichtige Frage, wer am Ende Schuld am Ausbruch eines Krieges hatte, für sich entscheiden möchte. «

    • Undine
      06. September 2014 16:32

      @machmuss verschiebnix

      Seltsam: Man regt sich auf über den (einstigen) Einfluß PUTINS in der Ukraine und übersieht dabei den riesigen Einfluß, den die USA auf die Ukraine haben.

    • machmuss verschiebnix
      06. September 2014 21:28

      ja seltsam, Undine - diese einseitige Einschätzung der Lage, dabei gab es in den
      letzten Jahrzehnten reihenweise Vorfälle, in denen die USA (deren Machthaber) ganz
      und gar nicht als die "Beschützer der Menschheit" rübergekommen waren.

    • Undine
      06. September 2014 21:42

      @machmuss verschieb nix

      Und sehr seltsam auch, dass die Amerikaner seit 1945 STÄNDIG irgendwo Kriege führen, OHNE jemals angegriffen worden zu sein, ohne jemals ihr Territorium verteidigen zu müssen!
      Die USA führen permanent ANGRIFFSKRIEGE, schaffen es aber regelmässig, diese als Wohltätigkeitsveranstaltungen erscheinen zu lassen. Das ist CHUZPE zum Quadrat!

    • machmuss verschiebnix
      06. September 2014 21:49

      Ja Undine - habe eben gegenüber brechstange die Frage aufgeworfen, warum tragen
      diese IS-Kämpfer den Krieg nicht in die USA, wenn's doch deren Todfeind ist - der große
      Satan ???

      Oder sollte es sich am Ende herausstellen, daß diese ganze IS-Geschichte eine
      gigantische False-Flag Operation ist, die nicht nur das weltweite Publikum täuscht,
      sondern sich zudem noch der Islamisten als willfähriger Handlanger bedient, um
      die vielen verschiedenen Ethnien in der Region dort zu "vereinheitlichen" . ? ? ?

  52. Freak77
    06. September 2014 13:43

    Zum Thema: "Russiche Truppen kämpfen in der Ukraine" - nur ein Propagandatrick von Kiew?

    Das ist einer von diesen Luftlande-Soldaten die erwischt wurden:

    Ein 19-jähriger russischer Soldat spricht Klartext in die Kamera: Er wusste dass er in die Ukraine geschickt wird, es wurde ihm aber sonst nichts genaues gesagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=bllZ3y3m4-Q

  53. brechstange
    06. September 2014 13:04

    https://www.facebook.com/kwoltron?fref=ts

    Man sollte sich hier vor allem die Aussagen des Nato-Generals anhören.

    • brechstange
    • Freak77
      06. September 2014 14:10

      Harald Kujat, der ehemalige NATO-General in hoher Positition als nützlicher Idiot für das Putin-System?

      Könnte man beinahe glauben. Auch die RIA-Novosti (also die das kremlgesteuerte Medium Russlands) greift ein Interview das er der Dt. Welle gab dankbar auf: http://de.ria.ru/security_and_military/20140902/269453440.html

      Eine jede Kleinigkeit auf Seiten der NATO wird von Kujat schärfstens kritisiert, so dass er zum Schluss kommt: " Die NATO hat versagt." - Bumm.

      Das DW-Interview auf das sich RIA-Nowosti bezieht: http://www.dw.de/kujat-nato-versagt-auf-eklatante-weise/a-17893583

      Lebt Herr Kujat noch in der Realität? Wie will Kujat in der jetzigen Situation mit Russland noch "zusammenarbeiten":

      "Nein, es geht darum, die Zusammenarbeit zwischen der NATO und Russland zu verbessern, bereit zu sein, Konflikte und Krisen zu lösen. Da ist das gesamte Instrumentarium, das zur Verfügung steht, eigentlich einmalig nach dem Kalten Krieg. Es wäre schade, wenn man das kaputtmachen würde." (und er unterstellt das die NATO es ist die ein Instrumentarium kaputtmacht).

      Diese Interviews sind lange nach der Militärinvasion auf der Krim und Destabilisierung der Ostukraine passiert: Und noch immer gibt Kujat der NATO und somit dem Westen die Schuld!?

      Und warum kritisiert er mit keinem Wort Russland oder Putin? Weil es eh völlig okay ist mit Truppen ohne Hoheitszeichen große Gebiete eines souveränen Staats einzukassieren? - so wird es wohl sein.

      Der Herr pensionierte General Harald Kujat mag vielleicht früher einmal ein für die Sache des Westens wertvoller und ehrenhafter Soldat gewesen sein, mit etlichen Verdiensten.

      Jetzt aber, deutet einiges darauf hin dass der Herr Harald Kujat zu einem Gläubigen der Putin-Ideologie geworden ist! - Ich hoffe es nicht - es wäre traurig & tragisch.

    • brechstange
      06. September 2014 15:53

      Freak77

      Herr Kujat sagt auf Youtube, Russland unterstützt die Separatisten, ganz klar. Er schlägt keine Kerbe für Putin. Er sagt auch klar, dass die Drohung Putins - falls er es so gesagt hat - mit der Einnahme von Kiew in zwei Wochen durch die Russen möglich und eine reale Gefahr ist. Da war keine Anbiederung dabei, er setzt auf Deeskaltion. Es kann doch weder in unserem noch in russischem, auch nicht im ukrainischen Interesse liegen, einen Krieg zu entfachen. Das kann höchstens im Interesse von Kriminellen und Irren liegen, dazu zähle ich die Ok und die Kalifat-Islamisten.

    • hamburger zimmermann
      06. September 2014 16:25

      @ Freak77

      Ich gehe sicher recht in der Annahme, daß Herr Kujat eher einen Blick hinter NATO-Kulissen werfen kann, als Freak77. Doch wer Fakten referiert und CIA-Lügen nicht nachbetet, was ist der für linkskorrekte Politbeobachter? Stante pede alles klar: Ein "nützlicher Idiot für das Putin-System", "lebt nicht in der Realität", WAR bloß ein "wertvoller und ehrenhafter Soldat mit etlichen Verdiensten" und ist nun "Gläubiger der Putin-Ideologie". Alles "traurig -))
      .

  54. Peter Brauneis
    06. September 2014 13:01

    Vieles zu Herrn Unterbergers "westverliebter" wertkonservativer Anti-Rußland-Wut ist bereits vorgetragen.

    Doch ausgerechnet das Wirken von Sanktionen gegen Rhodesien und Südafrika zu bejubeln, zeugt von blankem Zynismus. Solche Menschenverachtung gibt zum Schämen Anlaß.

    Krone-Trost jammert gestern, daß die Ukraine als Nicht-NATO-Mitglied keinen Krieg nach Artikel 5 NATO-Vertrag auslösen kann. Diese Hoffnung - der nicht nur Herr Trost offenbar nachtrauert - hätte Deutschland 2008 frech verhindert. Schon klar, die Deutschen sind ja bisweilen so ungezogen zu den Amis, wollten sie doch auch der Aggression gegen Irak und Libyen samt hunderttausendfachem Mord nicht beistehen.

    Ich lese heute noch bisweilen in Herrn Trosts Büchern über das k.u.k. Erbe im realen Sozialismus Osteuropas. Ja, früher war ich begeistert vom manch journalistischem Wirken, das nunmehr in senile Kriegstreiberei mündet.

    Warum die "Souveränität der Ukraine in ihren bisherigen Grenzen" gar so wichtig, die Souveränität von Serbien in seinen früheren Grenzen aber so ganz unwichtig war, dazu erklärt sich der Blogmaster leider nicht.

    Und ratzeputz kein Thema mehr - auch für Herrn Unterberger - ist heute der Abschuß von MH17. Wahrscheinlich deswegen, weil Kerry eh gesagt hat, der Putin (wer sonst?) ist schuld. Ist doch Propagandageflüster von CIA-gebrieften US-Bonzen für einfachere Gemüter hinreichende Bestätigung. Siehe böse Massenvernichtungswaffen des Saddam Hussein!
    .

    • Lieber Augustin
      06. September 2014 13:40

      Am Dienstag soll angeblich ein vorläufiger Zwischenbericht zu MH17 vorgelegt werden. Es täte mich nicht wundern, wenn die Schuldfrage elegant umschifft wird und der Verdacht bei Putin hängen bleibt.

    • Elisabeth Mudra
      06. September 2014 13:57

      @ Lieber Augustin

      Die Auslieferung der black box durch Malaysia in die NATO-Propagandazentren GB und NL gibt tatsächlich zu Besorgnis Anlaß. Wer ständig lügt, wird davon nicht lassen. Und Rückfragen vonseiten der bestochenen Medien gibts mit Sicherheit keine.
      .

  55. schreyvogel
    06. September 2014 12:55

    "Seit Jahrzehnten habe ich noch nie so ein geschlossenes Auftreten aller westlichen Mächte gesehen."

    Da hat A.U. recht - der Westen steht erstaunlich geschlossen, geradezu konzertiert, hinter den Maidan-Putschisten und ihrer Oligarchen-Führung. Opposition wäre ein ja auch ein Minenfeld, man tritt gleich auf eine Antisemitismus-Mine.

    Auch Österreich schließt sich da nicht aus - mannhaft ertragen wir die Wirkungen der Sanktionen und Gegensanktionen. Oder hat man von Protesten gehört, dass die Milch, das Obst und andere Produkte plötzlich billiger werden? Höchstens einige Bauern klagen, deren Blick nicht über den Tellerrand hinaus in die Ukraine reicht.

    In der Ukraine kämpfen zwar scheinbar ukrainischstämmige gegen russischstämmige Ukrainer. Aber in Wirklichkeit kämpfen dort ukrainische gegen russische Oligarchen um die Macht. Der Kampf wird zwar auch militärisch, hauptsächlich aber als Propagandakrieg geführt, und dabei kommt es im Wesentlichen um die Herrschaft über die Medien an. Und diese Herrschaft ist in festen Händen.

    A.U. hat sich voll auf die Seite der ukrainischen Oligarchen geschlagen. Warum, darüber kann ich nur rätseln. Kann es sein, dass er noch immer im kalten Krieg steckt, dass er Angst vor einer Rückkehr der Sowjetunion hat? Deren Zeit ist aber genauso vorbei wie die Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie.
    Er sollte seinen Blick lieber weiter in die Zukunft und auf fernere Länder richten. Neue Weltmächte wachsen in Asien heran, und auch ein kleines Land im Nahe Osten sollte man immer im Auge behalten.

    Der Islamismus ist für uns nicht gefährlich, aber für Israel. Das ist halt der Preis für echten Landraub. Leider hat A.U. im diesbezüglichen Propagandakrieg ebenfalls unverrückbar Position bezogen, und zwar nicht auf Seiten Allahs.

    Audiatur et altera pars: A.U. sollte unbedingt auch regelmäßig Russia-today lesen (RT.com). Er muss ja die dort vorgebrachten Argumente und Meldungen nicht glauben, aber er sollte sie zumindest kennen. Damit er auch etwas anderes als den westlichen Einheitsbrei genießt.

    • Undine
      06. September 2014 16:49

      @schreyvogel

      ***********!

      "Der Islamismus ist für uns nicht gefährlich, aber für Israel."

      Da kann ich Ihnen nicht zustimmen! Der Islamismus IST für uns gefährlich, sehr sogar!

  56. Wertkonservativer
    06. September 2014 12:15

    Heute ausnahmsweise noch einmal:

    Wenn man die vielen Pro-Putin-Repliken unserer besten und klügsten Blogfreunde "auf der Zunge zergehen lässt", dann gibt es nur eine längst fällige Initiative:

    " Putin for "Friedens-Nobelpreis"!

    Dieser Mann wäre - nach mehrheitlicher Meinung hier - doch wohl ein geeigneter Kandidat als Anwärter für diese hohe Ehrung (die in letzter Zeit allerdings auch einiges vom bisherigen Prestige verloren hat)!

    Scherz aus!

    Putin ist nmA .ein Heimtücker von Graden, KGB-geschult, und von dem einen Lebensziel geleitet, Russland durch "Inhalieren" umliegender europäischer und vorderasiatischen Nachbarländer zur (auch von China) unangreifbaren Weltmacht Nr. 1 zu machen!

    Ein toller "Friedensfürst", der Putin!!

    (mail to: gerhard@michler.at)

    • brechstange
      06. September 2014 12:38

      Sg Herr Michler,
      Russland und Ukraine sind durchsetzt mit Organisierter Kriminalität, 80 % der Wirtschaft sollen betroffen sein. Und jetzt, Herr Michler, versetzen Sie sich in die Rolle des Herrn Putin. Die Frage, die sich stellen sollte, nein, die man stellen muss, wo sind diese kriminellen Strukturen höher angesiedelt? Ist Putin einer von denen? Sind es die zweiten Reihen? Die nächste Frage, der wir uns stellen sollten, wie stark sind die Befürworter von Nowarussia in Russland wirklich? Andererseits hat unser Freund nicht bestätigt, dass russische Wehrpflichtige eingesetzt werden. Viele offene Fragen und großes Tappen im Dunkeln sollten uns im Urteil vorsichtig sein lassen. Da wissen wir echt zu wenig. Doch wir müssen auch Fragen zulassen: Hat uns die Organisierte Kriminalität auch im Griff? Werden hier Interessen des Westens als Vorwand genommen? Wir wissen ja, dass die Geldpolitik Einige sehr reich hat werden lassen und das waren leider nicht nur Gute.

    • Cotopaxi
      06. September 2014 13:01

      Ob die hetzerische Abneigung gegen den aus einfachsten Verhältnissen stammenden sozialen Aufsteiger Putin mehr oder minder verborgenen Standes- und Bildungsdünkeln entspringt?

    • brechstange
      06. September 2014 13:08

      https://www.youtube.com/watch?v=PqIhiRz6LdA

      Sehenswert, Herr Michler, va die Aussagen des Nato-Generals.

    • Riese35
      06. September 2014 13:09

      Weitgehende Übereinstimmung, nur mit Ausnahme des vorletzen und vorvorletzten Absatzes. Er wäre mindestens ebenso geeignet für den Friedensnobelpreis wie Obama.

      Wenn sich Obama jetzt rührend für die Verfolgten in Syrien und dem Irak mit Bombardements aus sicherer Höhe und Waffenlieferungen an die Kurden mit viel propagandistischem Getöse einsetzt, darf nicht übersehen werden, daß erst die USA mit ihrem außenpolitischen Vorgehen wie ein Elephant im Porzellanladen die Voraussetzungen dazu geschaffen haben, daß es überhaupt so weit kommen und die Islamisten eine derartige Machtbasis schaffen konnten. Wie kaum eine andere Weltmacht haben die USA es verstanden, zivile Strukturen zu zerstören, den Boden für das Chaos aufzubereiten, sich dann geschickt aus der Affäre zu ziehen und die Schmutzarbeit anderen zu überlassen. Orte wie Maalula haben über Jahrhunderte viele politische und religiöse Syteme überlebt. Erst jetzt durch "geschickte" US-Außenpolitik wird ihnen der Garaus gemacht.

      Die USA sind halt der penetrant missionierende Wilde Westen geblieben, wo die Ureinwohner in Reservate gedrängt von der übrigen Bevölkerung isoliert dahinleben dürfen. Dies steht in fundamentalem Gegensatz zum alten Österreich, das viele Völker unter den Habsburgern friedlich vereinigt hat und nicht der "Völkerkerker" war, den man ihm oft vorwirft, auch wenn so manche Kritik durchaus berechtigt ist und nicht jede Entscheidung damals klug und richtig war. Kaiser Franz Josef hat 1910 völlig korrekt zu Altpräsident Roosevelt gesagt: "Es ist meine Aufgabe, meine Völker vor ihren Politikern zu schützen!" (Beruf: Kaiser - Ausstellungskatalog der Münze Österreich, Wien 2006, S. 4) Dieser Ausspruch ist heute aktueller denn je.

      Gemeinsam mit Rußland und anderen Ländern hat das alte Österreich aber im Wiener Kongreß eine Friedensordnung geschaffen, die eine jahrzehntelange Basis für ein friedliches Miteinander war. Der Wiener Kongress sollte uns mehr ein Vorbild sein, denn die beiden Raubzüge Napoleons und Hitlers gegen Europa und Rußland. Will Obama, beseelt von der Überzeugung der 60 Geschlechter, der nächste sein, der sich an Rußland die Zähne ausbeißt?

      In Anbetracht der muslimischen Gefahr sollten alle Christen Europas zusammenhalten und sich nicht auseinanderdividieren lassen. Rußland kennt diese Gefahren aus seiner Geschichte mehr denn ein paar selbsternannte Weltverbesserer auf mehr oder weniger entfernten großen und kleinen Inseln. Putin und Lawrow haben das verstanden. Man braucht sich nur Putins Rede in Waldaj im September 2013 anzuhören. Und dafür gebührt ihm mehr als Obama der Friedensnobelpreis!

    • Freak77
      06. September 2014 13:22

      @Wertkonservativer: ***************

      Vielleicht kriegt Putin heuer den Friedensnobelpreis mit einer einer Alfred-Nobel-Goldmedaille dazu? Oder er kriegt den doppelten Friedensnobelpreis:

      1. Er hat die Krim vor den Faschisten gerettet
      2. Und die Ostukraine noch dazu.

      Wir werden es dann sehen. (Ironie: Aus)

      @brechstange:

      Sie machen es sich da aber viel zu leicht:

      Sie ziehen sich ganz einfach auf den Standpunkt zurück: "Wer weiß vielleicht sind wirklich alle möglichen Medienberichte gefälscht worden?

      Vielleicht sind wirklich die Korrespondentenberichte vom ORF, ZDF, ARD, N24, BBC, Channell4, CNN usw., sowie der Radio- und Printmedien - vielleicht sind diese Berichte von der organisierten Kriminalität in Zusammenarbeit mit der normalen Kriminalität & den Geheimdiensten samt & sonders gefälscht worden?"

      brechstange, jetzt mal Hand aufs Herz: Glauben Sie wirklich, der Herr Putin weiß über die organisierte Kriminalität in Russland & Ukraine nicht längst bestens bescheid? Glauben Sie er kennt die dortigen Strukturen und Bosse nicht? er weiß nicht was da läuft? was die machen?

      Und glauben Sie wirklich Putin instrumentalisiert die O.K. nicht auch für seine Zwecke? Und er überlässt denen nicht auch manchmal die Drecksarbeit, wenn es wirklich ungute Sachen zu erledigen gibt?

      Also sie wollen hier vermitteln: Die Medienberichte sind so unklar und unseriös dass wir nicht in der Lage sind uns eine zutreffende Meinung zu bilden?

      Wenn es nach Ihnen geht, dann schwimmen wir hier alle in einer Suppe der Unbestimmtheit und des ungesicherten Gerüchte-Wissens??? - Und das obwohl wir alle das Internet haben und uns alle möglichen Presse-Erzeugnisse leisten können also Zugang haben?

      Eins ist klar: ICH jedenfalls habe mir schon eine Meinung gebildet, die ich seriös untermauern & argumentieren kann!

    • Josef Maierhofer
      06. September 2014 15:01

      @ Wertkonservativer

      Der andere Kontrahent hat ihn schon, den Preis ...

    • brechstange
      06. September 2014 15:24

      freak77
      Es kann sein, dass Putin Kriminelle benutzt. Es kann sein, dass er von den Kriminellen gesteuert wird. Es kann sein, dass er selbst dabei ist, wenn man an seine Petersburger Zeit denkt, auch nicht ganz abwegig. Ich traue mir hier kein Urteil zu. Ich weiß aber, dass er großen Rückhalt bei vielen Russen genießt, auch in der Ukraine. Ich bitte Sie, mich nicht misszuverstehen, ich lege für Putin keine Hand ins Feuer, im Zweifel stehe ich im Westen. Alleine die beobachteten Verschärfungen der Einreisebedingungen nach Russland im letzten Jahrzehnt geben Anlass zu Misstrauen, wie man es dort mit Freiheit, Recht und Ordnung hält.
      Auf der anderen Seite wird ein Mauerbau keine Lösung sein. Ich hoffe, dass eine Eskalation ausbleibt, vom Herrn Rasmussen halt ich gar nichts. Hoffentlich ist Herr Stoltenberg als Nato-Generalsekretär besonnener.

    • Undine
      06. September 2014 16:52

      @brechstange

      ******************************!

    • Wertkonservativer
      06. September 2014 16:59

      @ Cotopaxi:

      meinen Sie mit Ihrer Wortmeldung 13:01 mich, Herrn Dr. Unterberger, oder gar uns beide?

      Aus welcher Schicht Putin kommt, ist mir total wurscht!
      Was er alles so tut, jedoch keinesfalls!

      Ich bin immer noch fassungslos, wie groß die Putin-Gemeinde hier im Blog ist!
      Einem hemdsärmeligen KGB-Emporkömmling in derart geballter Form die Mauer zu machen, der sich mit windigen Scharmützeln vom Staatspräsidenten über den Ministerpräsidenten wieder in die höchste Machtposition boxte, halte ich für eine extreme Fehleinschätzung!!!

      Ja, ich bin wirklich fassungslos!

      (mail to: gerhard@michler.at)

    • Rau
      06. September 2014 21:36

      @Cotopaxi - die einäugige Propagandahörigkeit der Minderheit hier entspringt einem retardierten Weltbild, das in der Jelzin Ära steckengeblieben ist. Oder sogar noch früher. Warum das so ist, darüber kann man nur spekulieren

  57. Josef Maierhofer
    06. September 2014 11:42

    Ich verstehe schon, natürlich wäre der Wunsch nach freien demokratischen Abstimmungen, nach freier Information, nach der Wahrheit.

    Aber ist das bei uns gegeben ? Mit welchen Lügen kam diese 'Stillstandskoalition' denn zustande, mit welchen Manipulationen ? Aber bei uns sind noch alle so fettgefressen, dass sie gar nicht daran denken zu demonstrieren und auch nicht dazu in der Lage sind, denn entweder glauben sie den Medienlügen, oder sind geistig und körperlich gar nicht in der Lage zu Widerstand gegen den 'Mainstream'. Mit welchen Lügen und Auslassungen werden wir über die Ukraine 'offiziell' informiert ?

    Ich glaube noch immer nicht, dass es sich in der Ukraine um einen hausgemachten Konflikt handelt, nur zum Teil glaube ich das.

    Auch dem Argument von Dr. Unterberger, dass Putin alle Slawen 'heim ins Reich' bringen möchte, ist sicher sehr viel Wahrheitsgehalt beizumessen. Klar, die Raketenwerfer wurden nicht erbeutet, klar die Soldaten sind nicht freiwillig dort, aber sind es die ukrainischen ?

    Waffenstillstand bewerte ich positiv. Friedensvertrag würde ich noch positiver bewerten. Am positivsten aber eine freie und ehrliche Volksabstimmung in den einzelnen Regionen.

    Von Sanktionen halte ich nichts, schon gar nicht von den europäischen, die samt und sonders von den europäischen Völkern nicht beschlossen wurden, sondern von einer wohlstandsdegenerierten, abgehobenen 'Politelite', von ernsten Gesprächen hielte ich viel.

  58. brechstange
    06. September 2014 11:35

    Ich denke, auch wenn es seltsam anmutet, dass das Internet dazu einen guten Beitrag geliefert hat und weiterhin liefern wird. Ein Mittel zur Direkten Demokratie. Leicht lässt sich erkennen, dass wir Vielfalt und freie Selbstbestimmung brauchen, mit einem schlanken Staat, der Recht und Vertrag achtet.
    Die EU mit ihren Institutionen im Schlepptau tut das gerade nicht und das erfüllt mich mit großer Sorge. Hier sind wir auf einen sehr schlechten Pfad geraten, die Mauer soll ja bereits gebaut werden, an der Grenze zu Russland.
    Einfalt, Spinnerei meinerseits? Vielleicht, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Alleine die Zusammensetzung der neuen Juncker-Kommission und die regelwidrige Entmachtung der Falken gefällt mir gar nicht.

  59. Riese35
    06. September 2014 10:37

    Zu einer gerechten Beurteilung, was heute in der Ukraine geschieht, wird man nur kommen, wenn man diese Ereignisse mit anderen Ereignissen vergleicht, diese in einem Kontext sieht, die Hintergründe und Wurzeln beleuchtet, und nicht dadurch, daß man alles andere ausblendet und die stets die Propagandaphrasen aus Washington wiederholt.

    Ginge man so vor, käme man wahrscheinlich zu Licht und Schattenseiten auf beiden Seiten. Das ist aber offenbar hier nicht gewollt, denn schon der Ausdruck "Putinversteher" suggeriert eine Kriegshetze. Die einzige Methode, Konflikte zu lösen, besteht nämlich darin, zunächst einmal beide Seiten zu verstehen. Wird einem aber vorgeworfen, jemanden verstehen zu wollen, dann können dahinter nur kriegerische Absichten - oder aber Dummheit - stehen. Wollen wir wirklich wieder den Weg der Eskalation beschreiten, der schon zum Ersten Weltkrieg geführt hat?

    Die ganze Hetze gegen Putin hier ist sinnlos, wenn stets systematisch wesentliche Aspekte ausgeblendet werden und man sich weigert, den gesamten Kontext zu betrachten. Natürlich, Kriege sind nicht lustig, aber ist es nur Putin, der die ostukrainischen Einwohner unterstützt? Was haben die USA einst mit den Taliban in Afghanistan getan? Welchen Anteil haben sie an der Entstehung des IS? Gewiß, in der einstigen Räteunion gab es die bekannte Lagerhauptverwaltung und die Lubjanka. Es waren aber die USA, die keine Scheu davor hatten, die erste Atombombe einzusetzen und Städte wie Dresden ohne jeden militärischen Nutzen zu bombardieren. In den 90ern wurde der Kosovo gewaltsam von Serbien abgetrennt. Etc. In Österreich hatten wir nur das Glück, daß sich die Interessen der USA nicht gegen unser Land und seine Bevölkerung gerichtet haben. Die einstigen Einwohner und Flüchtlinge der Dresdener Altstadt oder von Hiroshima konnten nach der Befreiung durch die Amerikaner leider nicht mehr sprechen.

    Ohne beide Seiten zu beleuchten und auf einen Vergleich einzugehen, die Ereignisse im Kontext und der richtigen Relation sehen zu wollen, und ohne maßgebliche, kritische Stimmen, die es selbst bereits in den USA gibt, zu berücksichtigen, ist jede weitere Diskussion über dieses Thema sinnlos und kann nur als Kriegshetze interpretiert werden.

  60. Cotopaxi
    06. September 2014 10:19

    Ist Putin wirklich das Problem, oder nicht eher so mancher Moslem in unserer Nachbarschaft in Europa? ;-)

    http://www.pi-news.net/2014/09/london-islam-konvertit-enthauptet-82-jaehrige/

    Bei uns erfolgt die Ausmerzung der lästigen Nachkriegsgeneration zum Vorteil der zukünftigen Bevölkerungsmehrheit subtiler und bürokratischer: ;-)

    http://www.unzensuriert.at/content/0016075-72-j-hrige-Mindestrentnerin-soll-f-r-Fl-chtlinge-aus-Wohnung-geworfen-werden

  61. Tullius Augustus
    06. September 2014 09:36

    Nur so ein Hinweis der ganz am Rande eventuell interessant ist:

    Falls jemand Sympathie für den ukrainischen Präsidenten Poroschenko hat und ihn ganz persönlich unterstützen möchte:

    Roshen-Schokolade kaufen und genießen! Diese Firma gehört Poroshenko.

    Es gibt dieses Schokolade derzeit in Ö. noch nicht zu kaufen. Vielleicht fühlt sich jemand bemüßigt diese Kiewer Spezialität nach Ö. zu importieren? Roshen exportiert auch nach Japan, Nordamerika und Neuseeland.

    http://www.roshen.com/en/in-the-world/

  62. Rau
    06. September 2014 09:24

    Putin muss nur mehr wie Jelzin werden - na dann Nastrovje!

  63. caruso
    06. September 2014 09:20

    Wieder Off-Topic aber es bleibt einem einfach die Spucke weg:

    Wir fühlen uns bereichert

    Wien. Ihren 19. Geburtstag hat sich die aus Grosny, Tschetschenien, geflüchtete, in Wien-Mariahilf aufgewachsene S. wohl anders vorgestellt. An dem Tag – es war der 20. August – wurde sie bis spät in die Nacht vom österreichischen Staatsschutz verhört. Der dringende Tatverdacht: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.
    Mehr zum Thema:

    Zwei Tage zuvor war S. von einem Cobra-Kommando in Arnoldstein, kurz vor der italienischen Grenze, festgenommen worden. In dem Auto, in dem die 19-Jährige saß, befand sich auch ihr nur um ein Jahr älterer Ehemann B. Und noch drei junge Tschetschenen. Detail am Rande: S. hatte B. wenige Monate zuvor nach islamischen Recht geheiratet, nachdem die Eltern der beiden die Eheschließung ausgemacht hatten.

    S. im Verhör (die Geheimprotokolle liegen der „Presse“ vor): „Mein Mann sagte (...), dass wir versuchen sollten nach Italien oder nach Griechenland auf Urlaub zu fahren.“ Ihr Mann: „Der Grund der Reise war einfach mit meiner Frau Urlaub zu machen.“ Auf die Frage der Staatsschützer, „Wie haben Sie sich die geplante Ausreise finanziert?“, sagt die Frau: „Wir haben uns von unserer Sozialhilfe, mein Mann bekommt 813 Euro, ich bekomme 793 Euro, Geld gespart.“

    Die Grünschnäbel sind kaum 20 und leben zu zweit von EUR 1.600 netto/bar auf die Kralle???

    Das ist ja menschenverachtend, naja, vielleicht kommt schon bald die zahlreiche Kinderschar, damit sich dieses Bettelbrot etwas aufbessert.

    Und selbst wenn der liebe Ehemann den Heldentot erleidet, droht seiner angetrauten Holden kein Ungemach:
    http://derstandard.at/1271375549588/EuGH-Urteil-Frauen-von-Terrorverdaechtigen-bekommen-Sozialhilfe .

    Bald werden die lieben Mitbürger gar nicht mehr ausreisen müssen, in Deutschland sind wir schon einen Schritt weiter:
    http://www.focus.de/politik/deutschland/salafisten-als-selbsternannte-sittenwaechter-kein-alkohol-keine-musik-scharia-polizei-geht-in-wuppertal-auf-streife_id_4112585.html

    Hier der ursprüngliche Artikel:
    diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/3865847/Tschetschenen-aus-Osterreich-als-Kaempfer-in-der-Ostukraine

    Ich bin ratlos, was aus diesem Österreich/Europa, für das unsere Eltern- und Großeltern-Generation geblutet, gelitten, gearbeitet und wiederaufgebaut haben, noch werden soll.

    Alles was die letzten 40 Jahre passiert ist waren Kopf-in-den-Sand und Schuldenmachen. Das Ende wird ungemütlich werden und sich nicht Weg-Grinsen lassen.

    Denk ich an Österreich in der Nacht,
    dann bin ich um den Schlaf gebracht.

    • Rau
      06. September 2014 09:31

      Und von der ÖVP können wir uns ständig anhören, dass WIR über unsere Verhältnisse leben. Das macht erst richtig ärgerlich!

    • Günther (kein Partner)
      07. September 2014 14:03

      Und dieses Gesindel erhält auch noch Steuergeld. Wie lange lassen sich die arbeitenden Österreicher das noch gefallen.

  64. oberösi
    06. September 2014 09:12

    Die Teilung dürfte beschlossene Sache sein, nun gehts um Details wie Wahrung des Gesichts und andere "vitale" Interessen.

    Und wir EU-Bürger freuen uns, ein weiteres Mal für die geopolitischen Interessen unseres Beschützers und der ihn dominierenden Finanzkreise zahlen zu dürfen, die ein ganz Böser, Gott hab´ ihn selig, unter anderem an der Ostküste verortet hat.

    Beschleunigt im Grunde aber nur den finalen Raubzug, der, initiiert von genau diesen Kreisen und begünstigt durch unsere Sucht nach hypertrophierenden Sozialsystemen in den nächsten Jahren als Bankenrettung, Zwangs-Gerechtigkeitsabgabe und Hyperinflation auch dem letzten Unbedarften das Eingemachte im Sparstrumpf vernichten wird.

    Und daß der Raubzug kommt, ist sicher. Hat es doch in der Geschichte selten ein derart fett gemästetes, überreifes Schwein gegeben wie das heutige Europa. Haben die Europäer in den vergangenen Jahrhunderten ihr Vermögen immer wieder durch Kriege dramatisch dezimiert, so wurden in den letzten Jahrzehnten des Friedens Billionen an Volksvermögen kumuliert. Und soviel Reichtum schafft nun einmal Begehrlichkeiten.

    Vor allem, wenn das Opfer sich aus Dekadenz, selbstverschuldeter Wehr- und Orientierungslosigkeit so bereitwillig selbst zur Schlachtbank begibt.

  65. caruso
    06. September 2014 08:56

    Mir ist ein Putin lieber als unsere auf mittlereweile 17 Hierarchien aufgebaute Demokratur bis hoch nach Brüssel und wie man mittlerweile sieht haben auch die NATO und USA kräftig was mitzumischen.

    Es ist illusorisch anzunehmen, dass sich Russland in dieser kurzen Zeit auf "europäische Werte" - was immer das sein soll - anpassen kann und vermutlich auch nicht möchte. Darüber muß ich sogar froh sein, wenn ich mir anschaue und jeden Tag lesen muß, was an "europäischen Werten" uns eingeimpt wird. Wie war das gestern, 60 verschiedene "Tschendereien"????

    Trotzdem wäre es wichtig einen genaueren Blick auf die Entwicklung Russlands während der Zeit Putins zu werfen, die im Vergleich zu den Jahren davor und auch den europäischen Entwicklungen dieser Zeit, wesentliche wirtschaftliche und persönliche Verbesserungen für die Russen gebracht hat. Natürlich gibt es noch Aufholbedarf, aber die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen.

    Seit dem Beginn des ganzen "Crimea/Ukrain-theater" wie das (Hollywood)-USA so nennt, wird Putin und den russischen Interessen ständig vor das Schienbein getreten.

    Putin hat die KRIM-Situation alternativlos "elegant gelöst" (hier mal ein neutraler Artikel darüber: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-krim-und-das-voelkerrecht-kuehle-ironie-der-geschichte-12884464.html ) und ist nun auch im Ukraine-Konflikt dabei, dem "WESTEN" zu zeigen, was eine Harke ist.

    Natürlich wird da nicht alles sauber sein, was aus Russland an Unterstützung kommt und auch gemeldet wird. Das was aber Kiew/Brüssel/US/NATO im Vergleich dazu liefern/melden/anstellen, ist 10mal schlimmer.

    Obendrauf noch der einseitige, vorauseilende und Putin/Russland-verteufelnde Gefälligkeits und HURRA-Kriegs-Journalismus nahezu aller unserer Medien. Die "Doppel-Standards", die hier täglich Anwendung finden ist erschreckend.

    100 Jahre nach Ausbruch des ersten Weltkriegs wird in Europa - geschürt und aufgewiegelt durch die USA/NATO - die in der Ukraine überhaupt nichts verloren haben - ein Säbelrasseln veranstaltet, dass es einem angst und bange werden muß.

    Man kann und muß kritisieren, aber bitte nicht mit zweierlei Maß und Ziel. Und die Putin/Rußland ständig empfohlene Medizien und angelegte Maßstäbe sollen die """westlich/europäischen""" einmal selber beherzigen und "vorleben".

    Last but not least, weil man bei Putin/Russland immer negativ/abwertend/verteufelnd berichtet, eine kleine Auswahl anderer Blickwinkel:

    Interview Putin mit AFP Anfang des Jahres im Vergleich zu Obama und seinen Wortmeldungen:
    http://www.youtube.com/watch?v=agXdS1NyY_E

    Einfach Putin (oder warum auch manche in Rußland auf ihn stolz sind)
    http://www.youtube.com/watch?v=RhfjMH5etj8

    Putin, wie ihn niemand kennt (das möchte ich einmal von unserem Hustinettenbär erleben):
    http://www.liveleak.com/view?i=648_1409884280

    • caruso
      06. September 2014 09:28

      Tut mir leid, der erste Link zum Putin Interiew Anfang Juni 2016 in Frankreich, war der falsche. Hier der richtige zum 31 Minuten Video. Ich hab mich nur gewundert, warum solche Putin Aussagen/Stellungnahmen in unseren Medien nie repliziert werden:
      https://www.youtube.com/watch?v=9gvbS09gN80

      Der irrtümliche erste Link (http://www.youtube.com/watch?v=agXdS1NyY_E ) führt zu einem auch interessanten Interview mit der Deutschen Sabine Schiffer, die in ihre Bachelor Arbeit untersucht, mit welchen sprachlichen Zuschreibungen Putin und der US-amerikanische Präsident Barack Obama in den Medien dargestellt werden.

    • Meine Meinung
      06. September 2014 09:36

      Und trozdem, @Caruso,mir fehlt jedes Verständnis für Ihren "Putinjubel", und wäre ich noch so sehr auf den Strachejubel um Russland getrimmt.

    • caruso
      06. September 2014 10:00

      Liebe/r @Meine Meinung!

      Ich möchte und mache keinen Putinjubel.

      Ich wünsche mir nur, dass die Verzerrungen, Verleumdungen und einseitigen Berichterstattungen unserer Medien und Politiker, ihr verdientes Ende finden.

    • Wyatt
      06. September 2014 15:19

      Caruso,
      *************!
      (Meiner Meinung nach, versuchen die "Systemlinge" hier - immer die selben unter verschiedenen und immer wieder neuen Nicks - mangels Argumente, wenigstens auf diese Weise, ihre Treue u. Ergebenheit dem System gegenüber kundzutun.)

    • Wertkonservativer
      07. September 2014 10:41

      @ Wyatt:
      Sie machen mir Spaß!
      Die "Systemlinge", wie Sie sich abfällig zu den Putin-Gegnern äußern, sind - neben Dr. Unterberger - hier bestenfalls zwei, drei an der Zahl, die Putin-Begeisterten mindestens das Zahnfache!
      Bitte um etwas mehr Verhältnismäßigkeit!

      (mail to: gerhard@mmichler.at)

    • Langzeitbeamter (kein Partner)
  66. terbuan
    06. September 2014 08:54

    Hurra, wir haben einen neuen Kriegsgrund:

    Wenn die Ukraine-Krise nicht zu einem Kriegsgrund reichen sollte, es gibt noch andere Pfeile im Köcher.
    Falls es zu einem weltweiten Finanz-Crash kommen sollte, der ja aufgrund der immer größer werdenden Schuldenblase nicht mehr auszuschließen ist, dann entstand er aufgrund eine Cyber-Attacke und der Schuldige steht bereits fest, es werden die Russen gewesen sein. Und darauf wird mit militärischer Gewalt geantwortet!

    Dies lässt künftig alle Optionen offen, Beweise wird es nicht geben (können), die Angst der USA um ihren Dollar und ihre Herrschaftsansprüche wird immer offensichtlicher, die Eskalation erreicht nicht nächste Alarmstufe!

    "Russland im Visier: Nato will auf Cyber-Angriff mit Militärschlag reagieren"
    Die Nato will Cyber-Attacken mit militärischer Gewalt beantworten. Feindliche Cyber-Attacken können Kraftwerke, Regierungen und weitere kritische Punkte eines Landes lahmlegen. Doch auch die internationalen Finanzmärkte seien in Gefahr. Für die Amerikaner steht fest: Hinter vielen Attacken stecke Russland. Wird ein Nato-Mitgliedsstaat angegriffen, wäre der Bündnisfall gegeben. ...

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/09/06/russland-im-visier-nato-will-auf-cyber-angriff-mit-militaerschlag-reagieren/

    !

    • Rau
      06. September 2014 09:37

      Wir hatten gestern einen Stromausfall - es gibt Beweise, dass das Putin war. Jetzt reichts - Let's Roll

    • Pumuckl
      06. September 2014 09:46

      @ terbuan 08:54

      Ein beängstigender Blickwinkel:

      Cyber - Attacke als Grund für militärischen Gegenschlag.

      WAS WÄRE DENN ZU EINER FASLS - FLAG - AKTION VON GEOPOLITISCHER WIRKUNG BESSER GEEIGNET ALS EINE CYBER - ATTACKE ?

    • socrates
      06. September 2014 12:45

      Rau
      Bevor der Absturz von MH 17 aufgeklärt wird, macht die NATO einen Krieg.
      Barruso musste sich entschuldigen, weil Putin nicht gesagt hat: "Wenn ich will, kann ich Kiew in 2 Wochen einnehmen. Je höher der Politiker, umso größer die Lüge!

    • terbuan
      06. September 2014 15:06

      @Rau
      Ich hatte heute mehrere Ausfälle auf meinem Smartphone, betroffen von einem Server von A1 mobil, vor und nach meinem Kommentar! Nix ging mehr ;-)

  67. Wertkonservativer
    06. September 2014 08:26

    Nun, nichts Neues: meine persönliche Meinung hinsichtlich Ukraine und Putin deckt sich total mit der (sicher fachlich besser unterfütterten) unseres Blogmasters!

    Die hier vorherrschende abenteuerlich negative Meinung über die USA und den Rest der "freien westlichen Welt" ist für mich ein Kulturschock ersten Ranges!

    Wo ich alter und tumber Tor bisher glaubte, auf der richtigen Seite zu stehen, muss ich jetzt - nach Nachhilfeunterricht durch unsere "ostverliebten" Blogfreunde - ganz bestürzt feststellen, dass ich mich lebenslang mit Kriegstreibern, Wirtschafts-gangstern und sonstigen Unheilstiftern gemein machte!

    Na so was!!!
    Bin ich wirklich so blauäugig und realitätsfern?
    Hat vielleicht mein Alter (und mein jahrzehntelang zwar moderater, aber doch liebevoll genährter Rotweingenuss) meine politische Weltsicht in der falschen Richtung fixiert?
    Nun gut, ich werde zwar nachdenken, doch - stur wie ich bin - sicher bei meiner (und Dr. Unterbergers) Meinung bleiben!

    Guten Morgen allerseits!

    (mail to: erhard@michler.at)

    • Carolus (kein Partner)
      08. September 2014 20:41

      „... lebenslang mit Kriegstreibern ...“: Nein nein, das sicher nicht. Denn es hat zwischen West und Ost, um 1990 herum, mMn ein „Polsprung“ stattgefunden, und in dem Maße, wie sich der Westen selbst desavouiert hat, hat Putin moralisch zugelegt.

      Eine kleine Auswahl vom 1.9. (http://kreidfeuer.wordpress.com/2014/08/30/die-ukraine-der-westen-und-russland/ ):

      Man mag Putin ruhig unsympathisch finden oder ihm seine fernere Vergangenheit vorwerfen, doch er hat:
      den US-Militärschlag gegen die syrische Bevölkerung verhindert
      den Kampf gegen den westlichen Werteverfall (Homopropaganda, Abtreibung etc.) aufgenommen
      bzgl Pussy-Riots, Chodorkowsky und GreenPeacern Gnade vor Recht ergehen lassen

    • Carolus (kein Partner)
      08. September 2014 20:42

      Fortsetzung:
      NICHT die Maidan-Scharfschützenmorde organisiert
      NICHT den demokratisch gewählten Janukowitsch weggeputscht und eine Halbnazi-Regierung eingesetzt, die nun große Teile der eigenen Bevölkerung terrorisiert
      die Krim, deren überwältigende Bevölkerungsmehrheit sich völkerrechtskonform abgespalten hat, aufgenommen (nicht: „annektiert“)
      die Russophonen der Ostukraine zurecht gegen die Kiewer Putsch-Junta unterstützt
      NICHT die MH17 abgeschossen (auch die Separatisten nicht; wer wohl?)
      Hunderttausende Ukraine-Flüchtlinge in Russland aufgenommen
      der Donbass-Bevölkerung durch humanitäre Lieferungen geholfen
      (leider vergeblich) versucht, Poroschenko an den Verhandlungstisch zu bringen [* heute 8.9., obsolet]
      mächtigen Rückhalt in der russischen Bevölkerung
      Man muss ihn wohl weiter beobachten; für bösartiger als die Atlantizisten halte ich ihn nicht.
      Zitat Ende ---
      Einfach Fakten zur Kenntnis nehmen und sachliche Argumente beachten.
      LG

  68. socrates
    06. September 2014 08:10

    http://www.heise.de/tp/artikel/42/42705/1.html
    Zwist im ukrainischen Regierungslager
    Poroschenko hatte mitgeteilt, er habe den Waffenstillstand im Vertrauen auf Putins Aufforderung an die Separatisten angeordnet, den Waffenstillstand und die Vereinbarungen wie den Gefangenenaustausch einzuhalten. Der Präsident bezeichnet die Separatisten nun schon, womit er ein deutliches Zeichen setzt, nicht mehr als Terroristen, sondern "illegal bewaffnete Gruppen". Alle würden nach Frieden verlangen, auch die Menschen im Donbass. Er verspricht wie schon in seinem Friedensplan eine Dezentralisierung der Ukraine, neu könnte ein wirtschaftlicher Sonderstatus für Donezk und Lugansk sein, der möglicherweise eine größere Nähe zu Russland ermöglicht.
    Poroschenko scheint im Gegensatz zu dem von der US-Regierung gestützten Regierungschef Jazenjuk, den er möglicherweise auf Druck von US-Seite im Amt gelassen hatte, zu stehen. Der hatte sich am Donnerstag noch mit dem republikanischen Senator John McCain getroffen, der von Anfang an die Maidan-Bewegung gegen Russland unterstützt hatte. Jazenjuk hatte noch von Putins "so genannten" Friedensplan gesprochen, der nur die Aufmerksamkeit der internationalen Öffentlichkeit ablenken und die Beteiligung von russischen Truppen verdecken wollte.

  69. dssm
    06. September 2014 08:07

    Ein toller Erfolg der NATO.
    Putin dürft daheim ziemlich viel Macht verloren haben.
    Da kann ein General ganz offen eine Erstschlagdoktrin für die Atomwaffen fordern, ganz klar eine Spitze gegen eine, diesem General, wohl zu friedliche Regierung.
    Da kann ein scheinbar mächtiger Duma-Abgeorgneter (ja Russland hat ein Parlament), einfach die friedlichen Bündnispläne der Regierung in Kasachestan gegen die Wand fahren.

    Die Atommacht Russland als 'failed state' oder unter einem offensiven Diktator, ja, das ist genau was ich mir so für die Zukunft vorgestellt habe. Natürlich die GoldmanSachs und Blackwaters werden sich ein paar Rechte auf die Öl- und Gasfelder schon sichern … und wir Europäertrotteln werden für die Schulden der Ukrainischen Oligarchen dann noch gerade stehen müssen.

    • Rau
      06. September 2014 10:17

      Der full spectrum dominace - verrückte militärisch/industrielle Komplex auf der einen Seite und ein ebenso nicht ganz richtig tickender General einer Atommacht auf der anderen, ja das macht in der Tat Hoffnung für die Zukunft. Allerdings bin ich da noch zu jung und zuwenig stur, um angesichts eines solchen Ausblicks in Jubelstimmung zu verfallen.

      Was dem Hrn Blogautor wohl gänzlich entgangen ist, auch ein Gorbatschow bewertet die Ereignisse in der der Rückschau anders, wie man in dieser Rede feststellen kann.
      https://www.youtube.com/watch?v=Ra5_ivVg6f8

    • Rau
      06. September 2014 10:25

      Nebenbei es wird wirklich Zeit dem Beispiel des Hrn Erich Bauer zu folgen.

    • dssm
      06. September 2014 17:12

      Es ist unserem Blogautor auch entgangen, daß selbst der UN-General, Herr Ki-Moon, sehr deutlich gegenüber den USA und der Nato geworden ist. Für die Ukraine hatte er gar keine schönen Worte ...

      Aber kein Fakt spiegelt die Realtität so gut wie der, ja was eigentlich, Flieger. Über dem Mali, einem Entwicklungsland wo die Nato auch gerade 'Befreiung' spielt verschwand just fast gleichzeitig auch ein Flieger vom Radar. Vierzehn (14) Tage später waren die Flugschreiber ausgewertet. Algerien hat sofort die zivilen Daten zur Verfügung gestellt. Ein schreckliches Unglück, aber die Behörden aller Länder haben gut gearbeitet.
      Und nun die Ukraine. Die zivilen Daten der Luftraumbehörde sind 'verschwunden', die Auswertung dauert immer noch. Selbst der gutmütigste Betrachter denkt sich, die flälschen da was zusammen ...

  70. Konrad Loräntz
    06. September 2014 08:00

    Die dritte und einzig Stabilität versprechende Option einer durch Referendum legitimierten Abspaltung der russisch besiedelten Ostukraine kommt eigenartigerweise im Blogeintrag nicht vor. Eine Trennung hat in der CSSR klaglos funktioniert und - weit weniger klaglos - in Jugoslawien. Bei uns war weiland ja auch die Abtrennung grosser Gebiete im Osten an den russischen Herrschaftsbereich die ultima ratio der historischen Weisheit.
    Dass die Russen im Osten nach den zärtlichen Worten Julia Timoschenkos kein Vertrauen mehr zu Kiev haben, und die Rebellion (gegen das Putschregime ?) daher keinesfalls nur Putins Befindlichkeiten entspringt, getraut sich A.U. auch nicht zu schreiben - ich denke aber, er weiss es.

  71. socrates
    06. September 2014 07:53

    Die Falken und Kriegstreiber, Nato und Arseni Jazenjuk, waren in Wales versammelt um die Kriegstrommel zu betreiben, da war zu Hause der Teufel los: Poroschenko und Putin, die 2 programmierten Verlierer des geplanten Krieges, telefonierten miteinander und beschlossen rechtzeitig auszusteigen.
    Der Oligarch Poroschenko, der unter Janukowitsch schon Außenminister war, ist im Unterschied zu anderen Mitgliedern der nicht gewählten ukrainischen Regierung wie den von den USA favorisierten Ministerpräsidenten Jazenjuk kein Nationalist, sondern aus eigenen Interessen heraus ein Pragmatiker. Das hatte er schon mit der Ausrufung des einseitigen Waffenstillstands nach seiner Wahl gezeigt. Sein Vorstoß jetzt, trotz der überwältigenden Unterstützung durch Nato, USA und EU einen mit Moskau vereinbarten Waffenstillstand einzugehen, zeigt dies erneut. Poroschenko äußerte einen "vorsichtigen Optimismus" und setzt auf einen konstruktiven Ansatz, den man bislang von Washington und der Nato vermisst hat, Frankreich und Deutschland haben immerhin insistiert, eine Verhandlungslösung zu erzielen, die bislang in Kiew, siehe die Vereinbarung mit Janukowitsch, unerwünscht war.
    Er erinnerte sich an Saakaschwili, der als Chef Georgiens den Russen den Krieg erklärte und verlor. Der von den USA gesandte Jude brachte Georgien Inflation und große Not. Außerdem ließ er den Präsidenten Surab Swania ermorden um an der Macht zu bleiben. Er wird wegen Mordes per Haftbefehl gesucht und hat Asyl in den USA. www.nzz.ch/aktuell/stertseite/georgien-unter-druck-1.18272321
    Putin kann und will sich die Ukraine nicht leisten.
    Die Gelegenheit war gut, sie nützten den Augenblick!
    Ich wünsche mir Frieden! http://www.heise.de/tp/artikel/42/42699/1.html

  72. wahrnix
    06. September 2014 07:33

    Arm sind die Kriegstreiber, die USA mit 5,6Mrd$ und 3000 Söldnern, der IWF, der mit einigen Mrd die jüdischen Banken rettet und nicht die Gazpromschulden zahlt, die Nato, die sich Geld und Macht wünscht und die Medien, die an glaubwürdigkeit verloren haben. Diesem Blog hat es einige Spitzenleute gekostet.

  73. Freak77
    06. September 2014 04:28

    Was zunächst am wichtigsten ist: Dass die Waffen schweigen - hoffentlich überall in der Ukraine.

    Die Stunde der Verhandler sollte jetzt schlagen.

    • brechstange
      06. September 2014 15:55

      Dazu waren die Aussagen des Herr Kujat meines Erachtens hilfreich. Hoffen wir, dass sie zur Vernunft kommen.

  74. kritikos
    06. September 2014 02:41

    Beim Wort Ukraine kommt einem (mir) die Aussage von H. Zilk in Erinnerung: Es ist zum Kotzen!. Was ist die Ukraine? Die Urzelle von Russland, vor Jahrzehnen als Teilgebieri der UdSSR gebildet, die Grenzen willkürlich festgelegt, die ethnische Zugehörigkeit wohl kaum beachtet etc. etc. Und da kommen "fremde" Einflüsse, Interessen dazu. Die Nato, eh' klar, will expandieren, was verständlicherweis die Russen irritiert. Die EU, "loahmlackert " im außenpolitischen Anliegen wie üblich, schließt sich an. Und die Ukraine will zu EU, auch klar, denn dort wartet das Geld. Alles unverständlich? Wohl kaum.
    Cui bono? Eh' schon wissen!





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