Die Freiheit der Demokratie und ihre ahnungslosen Feinde

Autor: Leo Dorner

Die massive Korruption in der Slowakei und eine Dissertation

Autor: Elmar Forster

Hass in Favoriten

Autor: Georg Vetter

Corona: Nicht alle leiden ...

Autor: Rachel Gold

"Waffenlager“

Autor: Rachel Gold

Ein gelungener Rutsch ins Neue Jahr ...

Autor: Werner Milota

„Crisis? What Crisis?“

Autor: Elmar Forster

Krisen-Gewinnler

Autor: Markus Szyszkowitz

Chinas Aufstieg und Europas Bankrott

Autor: Andreas Tögel

Verunsicherte Kinder

Autor: Rachel Gold

Weitere Gastkommentare

Abonnenten können jeden Artikel sofort lesen, erhalten anzeigenfreie Seiten und viele andere Vorteile. Ein Abo (10 Euro) ist jederzeit stornierbar. Nicht-Abonnenten können Artikel und die "Spannend"-Hinweise zu Texten anderswo erst nach 48 Stunden lesen. 

weiterlesen

Im Beraterjargon

Ich habe keine Ahnung, was eine „Resilienzstrategie“ ist. Offenbar weiß aber eine (mir unbekannte) Agentur nicht um diesen Bildungsmangel. Sie hat mich jedenfalls via Mail und Post eingeladen, an einer „Österreichischen Resilienzstrategie“ und am „Forschungsprojekt Resilience Monitor Austria“ mitzuwirken.

Die Einladung richtet sich laut ihrem Text an die „Führungsverantwortlichen aus Wirtschaft, Verwaltung, Gesellschaft und Kultur“. Aber: Ich fange nicht nur mit dem Wort Resilienzstrategie nichts an, sondern leite auch nichts. Vor allem aber: Ich will meine Zeit nicht mit Dingen vergeuden, die erkennbar sinnfrei sind. Oder kann man zu Wortgeklingel a la „Leadership und Resilienzmanagement gehen Hand in Hand“ mehr als nur „Aha“ sagen? (Köstliches Detail am Rande: In dem Einladungs-Mail steht beim Datum nicht einmal die Uhrzeit des "Workshops").

Nie werde ich daher erfahren, ob wenigstens für irgendwen anderen dieser „bottom-up Prozess“ einen Sinn ergibt. Oder ob dabei die Phrasendrescher ganz unter sich sind. Die wahrscheinlich nicht einmal den Widerspruch zwischen „Leader“ und „bottom up“ erkennen (Beraterjargon glaubt ja immer, englische Wörter brächten automatisch mehr Substanz).

Ich wollte dieses Mail schon löschen, wie man halt auch andere elektronische Belästigungen löscht. Mehr aus Zufall begann ich dann aber doch, rund um die angegebene Homepage zu recherchieren. Dabei fand ich noch viele weitere hohle Phrasen, den Schwachsinns-Spruch „Nein zu arm und krank“, hässliche Fallfehler und den Slogan „zukunftsfähiges Österreichs“ (der ganz an Wahlplakat-Plattitüden erinnert). Aber vor allem entdeckte ich, wer hinter dem Ganzen steckt. Trotz der häufigen Verwendung des Wortes „Zukunft“ ist das nicht etwa das „Bündnis Zukunft“, sondern es geht um einen „Auftrag der Bundesregierung“, die durch das „Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie“ handelt.

Mit anderen Worten: Der Steuerzahler muss wieder einmal Unsinn finanzieren. Die Verwendung der Schlagwörter „Forschung“ und „Wissenschaft“ vermag ihn dabei überhaupt nicht zu trösten, sondern ärgert nur noch mehr. Diese Schlagwörter werden ja von der Politik keineswegs nur für eine „Resilienzstrategie“ als Vorwand missbraucht, um Steuergeld verbraten. Ganz im Gegenteil, es gibt noch Tausende andere Exempel dieser Art.

Ich ahne schon, was am Ende dieser „Resilienzstrategie“ herauskommen wird (Die konsultierten Quellen meinen übrigens, dass es bei diesem Wort „etwa“ um Widerstandsfähigkeit geht): Es wird wohl die Forderung nach noch mehr Steuergeld sein. Wer wagt denn schon Nein zu sagen, wenn es um mehr Geld für die „Wissenschaft“ geht?

Mit einem Erfolg dieser Strategie lassen sich dann ja zahllose weitere „Forschungsprojekte“ finanzieren. Die ähnlich sinnlos sind. Von denen aber Berater, Parteien und sonstige Profiteure gut leben.

Sie alle haben letztlich immer unser Bestes gewollt, wenn sie laut von positiv klingenden Dingen reden: unser Geld. Und immer noch mehr davon.

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

 

zur Übersicht

einen Kommentar schreiben

Teilen:
  • email
  • Add to favorites
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Print

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2014 09:05

    Viel zu viele Akademiker, jeden Tag wird man an dieses Makel unserer Gesellschaft erinnert.
    Überall diese 'Experten' die zertifizieren und natürlich selber zertifiziert sind, die Probleme entdecken welche bisher niemanden aufgefallen sind, welche 'Gut'achten erstellen die das Papier nicht wert sind, dafür voll von neudeutschen Plattitüden.

    Andererseits, wie sollen diese ganzen Heerscharen an Akademikern denn sonst adäquat beschäftigt werden?
    Inzwischen ist ja jede einfache kaufmännische Tätigkeit, welche früher vom Handelsschüler besetzt wurde, fest in Händen der Betriebswirte. Rein volkswirtschaftliche kann ich diesen Wahn nicht verstehen, denn die Bezahlung ist ja tätigkeitsbezogen, also hat da jemand fünf Jahre studiert = verlorene Zeit.

  2. Ausgezeichneter KommentatorPeter Pan
    8x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2014 01:22

    "Resilienzstrategie" hätte Potential für das lustigste Unwort des Jahres 2014, wenn es nicht traurigerweise um unser hart verdientes Steuergeld ginge.

  3. Ausgezeichneter Kommentatorbrechstange
    7x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2014 10:09

    Resilienzforschung - Forschung zur seelischen Widerstandskraft

    Was es nicht alles gibt? Da hättn ma ja scho was zum Streichen.

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2014 10:04

    Ein alter Hut, es geht noch schlimmer:

    "Vulnerabilitätsassessment und Resilienzstrategien"

    (Workshop 2011 des deutschen BM für Bildung und Forschung)
    http://www.bmbf.de/pubRD/2_Birkmann_Praesentation.pdf

    Was die Begriffe bedeuten kann sich jeder nach Beliebigkeit hier aussuchen:
    "Hochsensibilität, Vulnerabilität und Resilienz"
    http://www.zartbesaitet.net/?page_id=1241

    Ein hervorragendes Geschäftsmodell für überbezahlte Consulting Firmen,
    ich bin jedoch "hochsensibel" gegenüber dieser Art Job-Beschaffung für ansonsten arbeitslose Psychologen, Politologen und Ökonomen, mit meinem Steuergeld!

  5. Ausgezeichneter Kommentatorkritikos
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2014 01:42

    Warum wir uns solche Spin-Doktoren ( = spinnerte Akademiker) in den Ministerien leisten? Und wo ist der Sparauftrag? Schon der Ausdruck ist eine Zumutung. Früher hätte man gesagt: Die soll man in den Steinbruch arbeiten schicken.

  6. Ausgezeichneter KommentatorHaider
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2014 01:11

    Wie schön drückte - und vor allem melodisch - drückte es doch Mary Poppins aus: "Supercalifragilisticexpialigetisch"

  7. Ausgezeichneter Kommentatorfenstergucker
    5x Ausgezeichneter Kommentar
    15. September 2014 12:22

    Paßt zur Steuergeldverschwendung!

    Vielen Dank Rot-Grün für das Schuldendebakel in Wien:

    http://wien.orf.at/news/stories/2668562/

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorPiefke
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    16. September 2014 17:22

    Lieber Herr Unterberger,

    darf ich Sie dann noch mit folgender Information beglücken?
    "Im Jahr 2030 soll Berlin eine intelligent vernetzte, zukunftsfähige, postfossile und resiliente Stadt zum Nutzen einer gebildeten, toleranten und kreativen Gesellschaft sein."
    Diese realsatirische Satz stammt aus einem Bericht zur Gründung eines Netzwerks "Smart City Berlin", das von der Berliner Wirtschaftssenatorin gesponsert wurde. Vieeleicht tröstet es Sie ja, daß nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei uns in Deutschland die Phrasendrescher am Werk sind. Es würde mich allerdings interessieren, ob auch Österreich nicht nur resilient, sondern auch postfossil werden will.


alle Kommentare

  1. Parmelia (kein Partner)
    09. Februar 2015 06:32

    abrupt http://cialisweb.pw blood flow essential like http://carinsuranceqts.com better placed marijuana http://cheapcialis.website effect

  2. Romio (kein Partner)
  3. Romio (kein Partner)
  4. Katy (kein Partner)
    21. Januar 2015 07:29

    At last, sooenme who knows where to find the beef

  5. Ricky (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:18

    What a pleasure to find someone who iditfenies the issues so clearly

  6. Willian (kein Partner)
    20. Januar 2015 07:21

    Thanks for helping me to see things in a dienrefft light.

  7. Piefke (kein Partner)
    16. September 2014 17:22

    Lieber Herr Unterberger,

    darf ich Sie dann noch mit folgender Information beglücken?
    "Im Jahr 2030 soll Berlin eine intelligent vernetzte, zukunftsfähige, postfossile und resiliente Stadt zum Nutzen einer gebildeten, toleranten und kreativen Gesellschaft sein."
    Diese realsatirische Satz stammt aus einem Bericht zur Gründung eines Netzwerks "Smart City Berlin", das von der Berliner Wirtschaftssenatorin gesponsert wurde. Vieeleicht tröstet es Sie ja, daß nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei uns in Deutschland die Phrasendrescher am Werk sind. Es würde mich allerdings interessieren, ob auch Österreich nicht nur resilient, sondern auch postfossil werden will.

  8. Dr. Knölge (kein Partner)
    16. September 2014 16:28

    Ich bin ein radikaler Verteidiger der wahren Wissenschaft.
    Alles was mit Psychologie, Philosophie, Sozialdingsbums, Gender-, Astrologie, Homöopathie, Politologie und noch einiges mehr zu tun hat, soll sich gefälligst selbst finanzieren und kann mir sowieso gestohlen bleiben.
    Jura ist ein notwendiges Übel, darf aber nicht zu einer Anwaltsschwemme führen.
    Wohlstand und Zukunft werden generiert durch Medizin, Physik, Chemie, Biologie, Ingenieurswissenschaften, Informatik und verwandte Gebiete. Doch diese Fächer sind den Herrschaften mit soziallinks gefördertem Abitur ja zu schwer.

    • baro palatinus (kein Partner)
      16. September 2014 23:54

      dumm müsste man sein, ein schwierigeres studium zu absolvieren um das gleiche zu verdienen.

      auch das ist effizienz.

    • Wahrer Wissenschaftler (kein Partner)
      17. September 2014 07:25

      Ja die Philosophie, Erkenntnistheorie oder so braucht ja kein Vertreter der "wahren Wissenschaften". Die Philosophie hat ja hier auch überhaupt keine Grundlagen geliefert... Den anderen Unsinn den Sie verzapfen lasse ich mal unkommentiert. Aber eines interessiert mich: Woher in aller Welt haben Sie Ihren Dr.?

    • Dr. Knölge (kein Partner)
      17. September 2014 18:50

      Wahrer Wissenschaftler,
      ich gebe frei zu, daß ich von Philosophie nicht viel Ahnung habe und mich auch nicht besonders dafür interessiere.
      Gestatten Sie mir aber den Hinweis, daß ein Onkel, der Bruder meiner Mutter, in Philosophie habilitiert hat, er war übrigens für kurze Zeit der jüngste Professor Deutschlands.
      Das obige Thema habe ich auch mit ihm ausführlich diskutiert, und wie Sie sehen, hat er mich nicht recht überzeugen können.
      Ihre Arroganz können Sie sich also aufs Butterbrot schmieren.

  9. Tik Tak (kein Partner)
    16. September 2014 16:05

    Resilenzstrategie ist doch ganz einfach zu erklären:

    Das ist, was den Faymann zum Bundeskanzler gemacht hat.
    Die Ignoranz der Deppen, die Probleme einfach nicht sehen und daher auch nicht lösen können.

    Anderswo, etwas freundlicher, auch als Grundlage des Peter Prinzips oder Vogel Strauß Politik bekannt.
    Zumindest in Österreich.

    Der Unterberger braucht sich übrigens nicht zu ärgern, diese Einladung haben ein paar tausend Österreicher bekommen.
    Da geht es nur um die Begründung noch ein paar Millionen Euro Steuergelder beim Fenster hinauszuwerfen, während die Genossen in Rot und Grün unter eben jenem Fenster stehen und die Hand aufhalten.

  10. Tik Tak (kein Partner)
    16. September 2014 15:58

    Na gehh, da wird der Experte für ehh alles mit einem "Führungsverantwortlichen" verwechselt und aus Steuerzahlers Kosten zu einem runden Tisch mit Buffet zu einer "urwichtigen" Sache eingeladen und es passt ihm wieder nicht.

    Vermutlich, und das vielleicht sogar zu Recht, passt ihm der Umstand nicht, daß diese ach so wichtige Website nicht einmal ein gesetzlich vorgeschriebenes Impressum aufweist.

    Da vermutet der gelernte Österreicher natürlich richtig, das ist nur ein weitere Round Table zur Vernichtung von Steuergeldern und zur Produktion weiterer, völlig unnötiger, Strategiepapiere darüber, wie man diesen anfangs temporäre Abschöpfung von Steuergeldern institutionalisiert.

  11. cmh (kein Partner)
    16. September 2014 13:03

    Die Bedeutung des Wortes "Akademiker" änder sich langsam.

    Immer öfter bedeutet es nichts anderes als "dressierter Trottel".

    Damit ist uns bereits ein Spitzenplatz im europäischen ranking der Akademisierung sicher!

    • Isabella (kein Partner)
      16. September 2014 15:06

      Immer öfter bedeutet es nichts anderes als "dressierter Trottel".

      Früher sagten sie dazu "Fachidioten" - die Geschichte wiederholt sich immer wieder. Leider ist die Lernkurve der Menschen sehr niedrig und so machen wir immer wieder dieselben Fehler. Wir vertrauen auf reine Theoretiker, anstatt auf Erfahrung (Praxis).
      Erfahrung macht den Meister - hieß es früher. Wie recht sie doch hatten. Aber wir sind so gerne freiwillig dem "Modernen" hinterhergelaufen. Das Wort modern deutet auf "ver"modern. Ja die deutsche Sprache ist so präzise - nur wir haben verlernt sie zu deuten. Je mehr Fremdwörter, desto intellektueller wirkt der Mensch und verlernt dabei den gesunden Hausverstand zu benutzen.

    • Tik Tak (kein Partner)
      16. September 2014 16:01

      Na na na Isabella, ein Experte ist jemand, der von immer weniger immer mehr versteht, bis er von nicht alles versteht.

      Erst dann bekommt er einen Auftrag als steuergeldfinanzierter Experte.

      Dazu muß man aber nicht Akademiker sein.

      Die Akademiker, die cmh meint, sind vermutlich jene, die "irgendwas mit Medien oder Politik" studiert haben und und dann in der Politik und/oder angeschlossene Bereiche untergekommen.
      Die sind in jeder Hinsicht unbrauchbar, also werden sie halt Beauftragte oder Berater.

      Da ist jede Kritik angebracht.

      Those who can do.
      Those who can't teach.
      Those who can't even teach manage.
      And those can't even manage govern.

      Altes Aztekensprichwort.

    • Isabella (kein Partner)
      16. September 2014 17:00

      Tik Tak
      ... ein Experte ist jemand, der von immer weniger immer mehr versteht, bis er von nicht alles versteht.
      Stimmt schon, aber man kann es auch so sehen: "es sind schon Experten - keine Frage - aber die Frage stellt sich, für wen diese Experten arbeiten - sicher nicht zum Wohl der Völker.
      Aber diese sog. Experten werden nach einem "Ereignis" (Crash, Krieg oder sonst was) dann sehen, was ihr Expertentum ihnen auf den Teller bringt. Dann wird das "goldene Handwerk" wieder gefragt werden .... ich darf ja noch träumen, oder?

  12. Inger
    15. September 2014 13:14

    Resilienzstrategie - tja das könnte wirklich das Unwort des Jahres werden, aber ehrlich: ich muss da auch auf's Häu...., um es zu üben, weil, wenn ich mir so einen Begriff merken will (was an sich ja gar nicht der Fall ist) dann muss ich ihn laut vor mir hersagen, wenn ich das aber in Gesellschaft machen würde, würde wahrscheinlich meine Umwelt eine Einweisung in eine Anstalt vorschlagen.
    Weit haben wir es gebracht!! Aber, es stimmt schon, wie soll man denn die vielen Obergscheiten beschäftigen - so zur handfesten Arbeit haben wir zu wenig Leute, aber so "Spinnerte" offenbar viel zu viel. Aber Österreich kann sich das ja offenbar alles leisten.

    • Anonymus
      15. September 2014 19:59

      Mir war der Begriff Resilienz schon etwas früher bekannt, obwohl es dafür sicher auch eine passende Be- bzw. Umschreibung in der deutschen Sprache gibt (z.B. psychische Widerstandsfähigkeit). Es ist halt heutzutage "verkaufsfördernd", wenn man fremd klingende Namen verwendet (z.B. Wellnessoase anstelle von Hallenbad u.v.a.m.).
      Für die "Erfinder" dieser Sache tut sich eben ein neuen Geschäftsfeld auf, denn man erkennt, dass viele Menschen und Institutionen mit Schwierigkeiten und auch Widerständen konfrontiert sind, welche man mit "psychologischer" Hilfe angeblich leichter bewältigen könnte.

      Eigentlich wären solche Schulungen bzw. Therapien in erster Linie für unsere Politiker zu empfehlen, damit diese trotz Protesten seitens des Wahlvolkes wie die berühmten "Stehaufmännchen" immer wieder weitermachen können.
      Aber genau genommen gehört dazu auch das Bestechen von Zeitungen durch üppige "Inserate" sowie Bestechungen und Erpressungen zur Aufrechterhaltung eines bestehenden Systems. Sicher gibt es dazu aber auch schon modernere Umschreibungen dieser negativen Begriffe.

      Noch etwas:
      die Universitäten spucken jährlich viele hunderte Absolventen von sog. Orchideenstudien aus, welche dann keine geeigneten Arbeitsstellen finden. Da wird dann oft nachdem alten Marketingrezept vorgegangen: Wenn kein Bedarf vorhanden ist, dann muss dieser eben erst geschaffen werden.

    • Schnabeltierfresser (kein Partner)
      20. September 2014 08:38

      Das Unwort des Jahres ist schon "Gegenfinanzierung".

  13. Ingrid Bittner
    15. September 2014 12:33

    Da ich von Geburt an ein Zwilling bin und daher von Natur aus neugierig, habe ich die Werbung "Nein zu Arm und Krank" - nein das sind keine Tippfehler von mir, die haben das wirklich so geschrieben - hinterfragt, weil mir diese aufwendige TV-Werbung etwas suspekt vorkam.
    Hier der Einfachheit meine Mailkorrespondenz zur Info - ein Kommentar dazu erscheint mir überflüssig.

    -----------

    Von: Office Nein zu Krank und Arm
    Datum: 12.08.2014 18:17:46
    An: ing.bittner@aon.at
    Betreff: AW: TV-Werbung

    Sehr geehrte Frau Bittner,

    Danke für ihre Fragen.

    Ad Ersparnisse Aufbrauchen bei Erkrankung:
    Ja, unser Gesundheits- und Sozialsystem bietet eine solide Grundversorgung bei den meisten somatischen Erkrankungen.
    Bei Sehbehelfen, Zahnbehandlungen und vielen Heilbehelfen sind die Selbstbehalte schon beträchtlich.
    Die größten Versorgungslücken bestehen bei psychischen Erkrankungen in allen Altersstufen und bei Entwicklungsstörungen von Kindern.

    Es gibt ca. 30.000 vollfinanzierte Psychotherapieplätze, notwendig wären 110.000. Ca. 40.000 Menschen leisten sich die Psychotherapie auf teilrefundierten Plätzen (Selbstbehalt mindestens Euro 200,- im Monat) oder ganz privat. Viele machen keine Therapie, obwohl notwendig, weil sie sich das schlichtweg nicht leisten können.

    Es fehlen laut Liga für Kinder- und Jugendgesundheit jährlich 80.000 Therapieplätze für Kinder und Jugendliche. Der Selbstbehalt für eine teilrefundierte entwicklungsfördernde Therapie (z. B. Logopädie, Ergotherapie) beträgt mindestens Euro 150,- im Monat.

    Ja, unser Versicherungssystem bietet auch Schutz bei Verdienstentfall durch Krankheit, aber maximal für ein Jahr.

    Fazit: Aus der Kombination von Verdienstentgang durch Krankheit und hohen Selbstbehalten für gewisse Therapieformen kann man sehr wohl auch in Österreich seine Ersparnisse für eine Erkrankung aufbrauchen und darüber hinaus existenziell bedroht sein.

    Ich habe täglich mit Menschen zu tun, denen dieses Schicksal widerfahren ist.

    Ad: Schreibweise Nein zu Krank und Arm

    Das sehen wir als Wort-Bild-Marke und nicht als Text, der orthographischen Regeln folgt.
    Wir verwenden die Schreibweise NEIN ZU KRANK UND ARM oder eben Nein zu Krank und Arm.
    Auch beim Pisa-Test würden wir damit durchkommen. Da geht es v.a. um inhaltliches Verständnis J

    Ich hoffe, ich konnte hiermit Ihre Fragen beantworten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jarmila Satrapa

    Mag. Jarmila Satrapa

    Soforthilfefonds

    Krankheit macht arm. Armut macht krank.

    Initiative NEIN ZU KRANK UND ARM

    Pötzleinsdorfer Straße 96/2

    1180 Wien, Austria

    Mobil: +43 (0) 664-505 09 44

    Fax: +43 (0) 810-9554 347398

    j.satrapa@neinzukrankundarm.org

    www.neinzukrankundarm.org

    Spendenkonto:

    ERSTE BANK der Oesterreichischen Sparkassen AG

    IBAN: AT95 2011 1289 3091 9500

    BIC: GIBAATWWXXX

    Gesendet: Dienstag, 12. August 2014 17:41
    An: Office Nein zu Krank und Arm
    Betreff: TV-Werbung

    Dürfte ich um Aufklärung ersuchen:

    seit wann braucht man in Österreich seine Ersparnisse auf, wenn man krank ist???
    Es gibt doch in Österreich die Versicherungspflicht, also kann man krank werden, im Vertrauen darauf, dass die notwendige Behandlung gewährleistet ist, oder???

    Ich bedanke mich für die Auf- und Erklärung!

    Mit freundlichen Grüßen

    Ingrid Bittner

    PS: Da uns ÖsterreicherInnen dauernd das vernichtende Abschneiden bei der Pisastudie vorgehalten wird und auch wie schlecht die LehrerInnen- und PoklizeianwärterInnen beim Deutschtest abschneiden, hätte ich auch noch gerne eine Erklärung dafür, warum zu lesen ist:

    Nein zu Krank und Arm.

    • Undine
      15. September 2014 17:37

      Vielleicht meint die Dame ja Arm und Bein! ;-)

      Man rechnet bei dieser ominösen Stelle wohl damit, dass in Zukunft jeder Österreicher SEINEN persönlichen Psychiater braucht! Irgendwie muss man doch die vielen Psychologie- Studenten beschäftigen und wenn es bloss zu deren eigener Psychotherapie dient..... ;-)

    • oberösi
      15. September 2014 19:25

      Habe soeben neue Plattform gegründet:
      NEIN zu Schiach und Dumm, www.NeinzuSchiachundDumm.at

      Stellenwert und Notwendigkeit dieser in Österreich einzigartigen Initiative, die sich um jene Zukurzgekommenen kümmert, die ansonsten überall durch den Rost fallen, unterstreicht ein prominenter wissenschaftlicher Beirat, dem u.a. Frau Min. Johanna Mikl-Leitner, 1. Nationalratspräsidentin Doris Bures, Stefan Petzner, Hannes Phettberg und Conchita Wurscht angehören.

      Spenden unter Hypo Alpe-Adriam Zweigstelle Bärental Ost, Kto Nr. 0070700700

  14. fenstergucker
    15. September 2014 12:22

    Paßt zur Steuergeldverschwendung!

    Vielen Dank Rot-Grün für das Schuldendebakel in Wien:

    http://wien.orf.at/news/stories/2668562/

  15. Josef Maierhofer
    15. September 2014 11:19

    An den Unis kann man nur mehr Kompetenzen und kein Wissen mehr erwerben.

    Wen wundert es, dass die solcherart verbildeten, beurkundeten 'Kompetenzinhaber' diese auch ausüben.

    Für mich Endzeitstimmung das Ganze.

    • dssm
      15. September 2014 11:50

      Ganz im Gegenteil, wenn alles erst einmal so verrottet ist, dann kann ein drastischer Neuanfang kommen (zum Glück bin ich noch nicht in Pension).

    • Wertkonservativer
      15. September 2014 13:08

      @ dssm:

      Blogfreund Josef Maierhofer trieft nur so von Pessimismus und Endzeitstimmung!
      Ob das seiner Gesundheit zuträglich ist? Na, ich weiß nicht recht !!!

      Na, und ich? Natürlich wie jeder in meinem Alter (81) auch Pensionist, dies jedoch nur so nebenbei:
      meine 35 - 40 Stunden arbeite ich als Selbständiger schon noch gut und gern, und das mit ungebrochenem Optimismus, egal was sich im Lande und in der Welt so alles an Negativem umtut!
      "Hab' Sonne im Herzen", lieber Herr Maierhofer!
      Alles negative Herumgeeiere macht nur mieselsüchtig und krank!

      Grüße,

      Gerhard Michler!

    • dssm
      15. September 2014 13:55

      @Wertkonservativer
      Völlig richtig! Natürlich ist die Situation nicht lustig, aber der Aufschlag der Realität in den Phantasiewelten unserer Gutmenschen wird uns nicht umbringen. Es gibt noch genügend fleißige junge Leute, wenn wir nur erst die Bremser und Abzocker los sind, dann geht es sehr schnell wieder aufwärts.

    • Josef Maierhofer
      15. September 2014 15:46

      @ Wertkonservativer

      Sie arbeiten und die, die 'Kompetenzler', verbraten das alles für Ideologie (=Idiotie), Selbstbedienung und Volksbetrug.

      Statt Lernen sagen wir Nichtlernen, statt Wissen sagen wir 'Kompetenz', statt Arbeit sagen wir Nichtarbeit, statt ... Sie kennen dieses Lied. Dann unsere 'Leader Elite', deren Börsel immer fetter und deren Entscheidungen immer dürftiger ausfallen.

      Und das soll nicht Angst machen ?

      Zusätzlich: http://www.staatsschulden.at

      Zusätzlich: Parteiverschwendung, Parteijustiz, Benachteiligung der Fleißigen und der Österreicher, an die ich hiermit denke und zu Ihnen sage, 'mit voller Hose ist leicht stinken', etc. etc.

      Ich arbeite auch und tue meine Pflicht, so lange ich kann, helfe, wo ich kann, aber Angst habe ich vor all dem trotzdem bei all den verrotteten Sitten, die Sie am Dorf nicht erleben müssen, Sie wohnen ja in Niederösterreich, ich im Zentrum der Politsünden, die gemacht werden und wurden.

      Nicht persönlicher Pessimismus, Herr Michler, Angst vor der grauenvollen Zukunft, obwohl ich persönlich kein Angsthase bin, auch ich werde es irgendwie schaffen, aber ich denke an all die Politopfer, nicht an mich persönlich in der 'hinter mir die Sintflut'- Mentalität.

      Ich weiß, Sie wollen auch helfen, manchmal halt schwarzäugig und ich inzwischen manchmal etwas blauäugig, weil ich diese 'Elite' durchschaut habe und ihre vordergründigen Interessen und Sitten.

      Gestalten können wir Österreich nur gemeinsam, auch die Schulden können wir nur gemeinsam abbauen, aber, damit wir das können, muss zuerst Rot-Grün-Schwarz in die Minderheit gewählt werden, denn die blockieren alles wegen ihres Futtertroges und den der Klientel.

      Direkte Demokratie ist offenbar ein Horror für diese Blockaderegierung, die beinhart die Österreicher trotz Verpflichtung dazu unter Gesetzesumgehung an den ESM verkauft hat und das jetzt auch an die amerikanischen TTIP Ausbeuter tun wird, wenn noch nicht getan hat, die beinhart die Neutralität wegwirft. ohne die Österreicher zu fragen, die beinhart trotz schwelender Konflikte das Militär aushungert, die sich den Kriegstreibern anschließt, die sich Presse und Justiz kauft für Volksbetrug und Manipulation, etc., etc. uns Sie wollen das 'Pessimismus' nennen, nein es ist nackte Angst und gro0e Sorge, nicht um mich, nein um die fleißigen Österreicher.

      Ich hoffe, Sie verstehen, wie ich das meine.

    • Seibold (kein Partner)
      16. September 2014 15:37

      Auch schon bei den Allgemeinbildenden Höheren Schulen werden jetzt nur mehr Kompetenzen gelehrt!!
      Wer von Goethe oder Herr Schiller waren, darf nicht mehr geprüft werden; Texte von ihnen dürfen zwecks Kompetenzprüfung auf Herz und Nieren Verwendung finden..
      O Du neue, schöne Welt!

  16. Undine
    15. September 2014 11:19

    Danke, lieber @Gerhard Pascher, für die "RESI aus LIENZ"!
    Dank Ihnen werde ich mir dieses nie zuvor gehörte/gelesene Fremdwort für alle Zeiten merken! ;-)
    Es ist ein Paradebeispiel für die Anwendung von MNEMOTECHNIK, wenn die Suche nach Ableitung aus dem Lateinischen einmal nichts fruchtet!
    Aber ich hab' im Stowasser nachgesehen: resilire=zurückspringen, abprallen, zusammenschrumpfen [cerebri! ;-)]

  17. brechstange
    15. September 2014 10:09

    Resilienzforschung - Forschung zur seelischen Widerstandskraft

    Was es nicht alles gibt? Da hättn ma ja scho was zum Streichen.

  18. terbuan
    15. September 2014 10:04

    Ein alter Hut, es geht noch schlimmer:

    "Vulnerabilitätsassessment und Resilienzstrategien"

    (Workshop 2011 des deutschen BM für Bildung und Forschung)
    http://www.bmbf.de/pubRD/2_Birkmann_Praesentation.pdf

    Was die Begriffe bedeuten kann sich jeder nach Beliebigkeit hier aussuchen:
    "Hochsensibilität, Vulnerabilität und Resilienz"
    http://www.zartbesaitet.net/?page_id=1241

    Ein hervorragendes Geschäftsmodell für überbezahlte Consulting Firmen,
    ich bin jedoch "hochsensibel" gegenüber dieser Art Job-Beschaffung für ansonsten arbeitslose Psychologen, Politologen und Ökonomen, mit meinem Steuergeld!

    • Undine
      15. September 2014 11:54

      @ terbuan

      *****!
      ......und die Soziologen!! :-)

    • Riese35
      15. September 2014 12:43

      Sagte man früher "Berater", heißt es heute "Consulting". Klingt besser.

      "Berater" klingt heute etwas herabgekommen. Arbeitslose Installateure, Modegroßhändler, Hausfrauen, Masseure etc. mutierten in Zeiten wachsender Rendite schnell zu "Anlageberatern". In Schnellsiedekursen bekamen sie die "Buzzwords" und Phrasen eingetrichtert, wie man dem gemeinen Volk einredet, ihr Vermögen "sinnvoll" anzulegen. Ging kurze Zeit auch sehr gut. So ein "Berater" konnte innerhalb kurzer Zeit sehr viel verdienen.

      "Consulting" heißt es im gehobenen Bereich. Die Grundlagen sind in ihrem Wesen ident, der Zweck ist etwas anders gelagert. Traf man früher Entscheidungen mit Hausverstand und übernahm dafür die Verantwortung, wurde nicht gleich gefeuert, wenn es einmal nicht so gut ging, dann zählen heute nur mehr die Zahlen, die irgendwo in anonymen Datenbanken herumliegen und direkt den Shareholder Value beeinflussen. Ob die Zahlen, die dort rumliegen, stimmen, ist dabei irrelevant. Hauptsache, sie liegen dort und schauen gut aus. Der Verantwortung entledigt man sich, indem man einen "Consulter" beauftragt, der sich dann wieder auf "Consulter" beruft, und so weiter. Am Ende beruht eine "Entscheidung" dann nur mehr auf einer ganzen Kette von Studien. Die Verantwortung wird damit so weit aufgeteilt, bis man nicht mehr nachvollziehen kann, wer eigentlich für etwas verantwortlich ist. Formell ist damit zwar alles besser und "sicherer" geworden, in der Sache ist aber genau das Gegenteil passiert, denn ob die Annahmen, die so ein "Consulter" getroffen hat, stimmen, ob er die nötige Sachkompetenz hat (die Zertifizierung wird er schon haben), ob er bei der Erstellung einer Studie die nötige Sorgfalt hat walten lassen, kann kaum jemand mehr beurteilen. Hieß es früher "Einheit der Führung", passiert heute genau das Gegenteil: Man "sichert sich ab", indem man die Verantwortung auf möglichst viele "Sachverständige" aufteilt, die dann ein "zielorientiertes" Gutachten oder Studie erstellen. So kann man, wenn etwas schief läuft, die Schuld immer auf einen anderen schieben und diese so weiterverteilen, bis bei einem einzelnen kaum mehr etwas hängenbleibt. War dann halt eine Kette unglücklicher Umstände.

      Viel Unheil ließe sich mit etwas Hausverstand und Einsatz desselben vermeiden. Heute vertraut man leider lieber dem Resultat des Taschenrechners, der bei 3 x 3 = 9.000.000 ausspuckt, als daß man den Hausverstand einsetzte und auf Grund einer Abschätzung der Größenordnung sofort auf einen Fehler schlösse. Der Tippfehler bei der Eingabe ist einem nämlich nicht aufgefallen, und der Taschenrechner hat sicher recht. Also muß 3 x 3 = 9.000.000 sein. Kommt ja vom "Consulter" (hier in diesem Beispiel der Taschenrechner).

      Und um ja alle Unsicherheiten auszuschließen, verlangen es unsere Gesetzemacher dann oft schon, daß man sich nicht auf den Hausverstand verlassen darf und in jedem Fall auf das "gesicherte" Ergebnis des "Taschenrechners" (Consulters, Excel-Spreadsheets etc.) zurückgreifen muß. Siehe z.B. mit zwanghaften Vorgaben, immer das Billigstangebot nehmen zu müssen. Der Preis ist nämlich immer exakt meßbar. Die Qualität aber meistens nicht.

    • terbuan
      15. September 2014 13:44

      Danke Riese35, Bingo!***********

  19. Erich Bauer
    15. September 2014 09:28

    Die "neue", in kurzen Abständen bejubelte. Selbständigkeit halt (Lebenshelfer, Unternehmensberater, Klangschalen-Trainer, etc.) ist "Wertschöppfungsresistent".

    "Überleben" in einem sich verändernden "System" - ohne Industrie, ohne "offizielles" Gewerbe... da muss tatsächlich die "Resi aus Lienz" (Poster-Copyright) einspringen. Zumindest so lange sie noch genug "Ansichtskarten"* bemalen kann...

    * Papiergeldscheine

  20. Wertkonservativer
    15. September 2014 09:10

    Derartige "Forschungs-Geistesriesenblähungen" sollten zuallererst im Rahmen einer umfassenden Budget-"Säuberungsaktion" zum Kapitel "Förderungen" geprüft, und - falls als unnötige bis hirnrissige Projekte erkannt - unverzüglich aus dem Förderkatalog entfernt werden!
    Dummschwätzereien mit unnötigem Fremdwörter-Einsatz gibt's bei uns schon genug (auch in den Ministerien und in der Regierung)!
    Daher und insgesamt ist es für mich echt fraglich, ob diese Leute überhaupt der Entscheidungen fähig sind, hinsichtlich Förderungswürdigkeit die Spreu vom Weizen zu trennen (wobei die unselige Lobbyisterei aus allen Richtungen natürlich ein Haupthindernis-Grund für ein entsprechendes "Reinemachen" ist!!!).

    Meine Hoffnung auf Reduzierung bis Auflösung alteingeführter Missstände in Politik und Gesellschaft ruht auf der Jugend unseres Landes! Wenn die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten keinen Wandel im Lande zustande bringt, wer soll's dann tun?
    (Wir Alten haben unser Pulver ja schon verschossen)!!

    Ein Fall zum Nachdenken, oder?

    (mail to: gerhard@michler.at)

  21. dssm
    15. September 2014 09:05

    Viel zu viele Akademiker, jeden Tag wird man an dieses Makel unserer Gesellschaft erinnert.
    Überall diese 'Experten' die zertifizieren und natürlich selber zertifiziert sind, die Probleme entdecken welche bisher niemanden aufgefallen sind, welche 'Gut'achten erstellen die das Papier nicht wert sind, dafür voll von neudeutschen Plattitüden.

    Andererseits, wie sollen diese ganzen Heerscharen an Akademikern denn sonst adäquat beschäftigt werden?
    Inzwischen ist ja jede einfache kaufmännische Tätigkeit, welche früher vom Handelsschüler besetzt wurde, fest in Händen der Betriebswirte. Rein volkswirtschaftliche kann ich diesen Wahn nicht verstehen, denn die Bezahlung ist ja tätigkeitsbezogen, also hat da jemand fünf Jahre studiert = verlorene Zeit.

    • Ambra
      15. September 2014 22:46

      dssm: *****! Und gleichzeitig fehlen Handwerker und Facharbeiter ! Wäre es nicht für viele besser, einen schönen handwerklichen Beruf auszuüben als nach jahrelangem Studium die Arbeit eines Handelsschülers zu machen ?

      Außerdem aus eigener Erfahrung: viele dieser jungen Akademiker haben keine Ahnung von Rechtschreibung, können nicht einmal Beistriche richtig setzen und sind weit unter dem Niveau, das früher Handelsakademiker hatten. Nicht einmal als gute Sekretärinnen zu gebrauchen..

  22. Gerhard Pascher
    15. September 2014 05:52

    In jungen Jahren habe ich einmal eine RESI in LIENZ gekannt.:-)
    Aber Spaß beiseite. Das Forschungsprojekt "Resilienzstrategie für Österreich" wurde von Beratungsfirmen erfunden und dann hat man Unterstützern im Bundeskanzleramt und mehreren Ministerien gefunden und schließlich hat sich das BMVIT (Bundesministerium ür Verkehr, Inovation und Technologie) zur finanziellen Förderung bereiterklärt. Hoffentlich fällt dieses Projekt dem Sparstift des neuen Finanzministers zum Opfer, denn auch da zeigt sich einmal mehr, wo unsere Steuergelder verpulvert werden. Elastizität und Anpassung an aktuelle Gegebenheiten braucht keine neue Strategie, dies musste man schon seit tausenden Jahren zum Überleben machen.

  23. Freak77
    15. September 2014 01:53

    O.T.: "Die Faymanns und die Politik": Ein gewisser Lukas Faymann ist zum Bundesschulsprecher gewählt worden.

    Und jetzt kommts: Der ist Burgenländer und kommt aus der ÖVP-nahen Schülerunion:
    http://www.vienna.at/namensvetter-faymann-17-ist-neuer-bundesschulsprecher/4084714

  24. kritikos
    15. September 2014 01:42

    Warum wir uns solche Spin-Doktoren ( = spinnerte Akademiker) in den Ministerien leisten? Und wo ist der Sparauftrag? Schon der Ausdruck ist eine Zumutung. Früher hätte man gesagt: Die soll man in den Steinbruch arbeiten schicken.

  25. Peter Pan
    15. September 2014 01:22

    "Resilienzstrategie" hätte Potential für das lustigste Unwort des Jahres 2014, wenn es nicht traurigerweise um unser hart verdientes Steuergeld ginge.

  26. Haider
    15. September 2014 01:11

    Wie schön drückte - und vor allem melodisch - drückte es doch Mary Poppins aus: "Supercalifragilisticexpialigetisch"





Bitte OHNE Internet-Links (Kommentare mit Links werden nicht veröffentlicht)
verbleibende Zeichen: 700

Sicherheitsabfrage:
Bild neu laden

Ich will die Datenschutzerklärung lesen.


© 2021 by Andreas Unterberger (seit 2009)  Impressum  Datenschutzerklärung