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Das Jammern der Bauern

Bauernvertreter und ihr Minister haben in den letzten Wochen das getan, was sie immer am besten können: Sie haben gejammert und wegen der russischen Maßnahmen gegen die EU von dieser Geld verlangt. Russland hatte ja als Reaktion auf die EU-Maßnahmen (die vor allem den Finanzsektor und Personen des Machtsystems treffen) Retorsionen gegen landwirtschaftliche Produkte aus Westeuropa und Nordamerika verhängt. (Mit nachträglicher Ergänzung)

In Moskau und bei Nahrungsmittel-Händlern hat man aber gewusst: Russland trifft sich damit vor allem selber. Es kann trotz riesiger Landflächen seine Menschen ohne die EU nicht ernähren. Das besorgt die dortigen Machthaber viel mehr als ihr mit dieser Maßnahme begangener Verstoß gegen Vorschriften der WTO, der Welthandelsorganisation. WTO-Verfahren dauern schier ewig und werden daher nicht ernst genommen. Die Versorgung der Menschen mit Lebensmitteln muss Putin hingegen sehr ernst nehmen.

Russland gab deshalb zum einen bald wieder einzelne EU-Produkte frei. Es erlaubte vor allem seinen Lieferanten aus Nicht-EU-Ländern die Verwendung von EU-Produkten. Damit verdient freilich jetzt dieser Zwischenhandel mit. Als Folge zahlen die Russen jetzt schon im Schnitt zehn Prozent mehr für Lebensmittel. Das wird - trotz des russischen Nationalismus - für die Moskauer Machthaber zum wachsenden Problem.

Das Jammern der westlichen Bauern war hingegen weitgehend überflüssig. Wenn sie nicht über andere Länder liefern können, entschädigt sie die EU. Was im Gegensatz zu den sonstigen Agrarsubventionen voll berechtigt ist.

Besonders skurril war hingegen im Zuge dieses Jammerns der Appell des österreichischen Ministers Rupprechter. Er forderte allen Ernstes, dass die Österreicher 40 Millionen Äpfel im Jahr mehr essen. Und er meinte das ernst.

Weißrussland, Moskaus engster Verbündeter, ist wegen massiver Menschenrechts-Verletzungen einst ebenfalls mit Sanktionen belegt worden; dafür nahm Minsk damals ähnlich wie Russland heute an der EU Rache und beschloss seinerseits Sanktionen. Diese wurden bisher via Russland umgangen. Heute haben sich diese Umgehungsgeschäfte umgedreht.

Jetzt wird halt nicht mehr via Russland nach Weißrussland geliefert, sondern umgekehrt. Heute steht Russland viel ärger da als Weißrussland, es verletzt nicht nur reihenweise Menschenrechte, es überfällt auch Nachbarländer. Umgekehrt steht dadurch Weißrussland selbst heute fast völlig außer jeder Kritik (dass ausgerechnet in diesen Tagen das deutschen Fenrsehen zur besten Sendezeit Kritik daran übt, dass Weißrussland Möbel für Ikea herstellt, ist da nur noch so skurril wie ein eingefrorener Posthornton).

Weißrussland hat nun seinen Importstopp für Rinder aufgehoben. Bisher war der offizielle Grund dieses Stopps ein Virus unter Europas Kühen. Dabei haben nicht einmal die grünen NGOs Alarm wegen dieses Virus geschlagen. Zuerst gab es jahrelang diesen Virus. Seit Russland Probleme hat, gibt es ihn plötzlich nicht mehr . . .

Durch diese und andere Maßnahmen will Weißrussland heuer um bis zu 40 Prozent mehr Agrarprodukte nach Russland exportieren. Die es natürlich nicht selber erzeugt. Jeder Experte weiß: Das ist ein Umgehungsgeschäft, das nur mit Russlands Zustimmung möglich ist.

Genau das hat interessanterweise schon sofort nach dem russischen Importstopp Franz Fischler gewusst. Und recht behalten (was ihn zweifellos neuerlich als Landwirtschaftsexperten zeigt). 

(Nachträgliche Ergänzung: Inzwischen hat die EU die Auszahlung von Geldern an angeblich sanktionsgeschädigte Bauern gestoppt: Es seien zu viele "fragwürdige Anträge" eingegangen. Aufschlussreich.)

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    12x Ausgezeichneter Kommentar
    09. September 2014 08:13

    Wirtschaftliche Sanktionen sind immer dumm!
    Jeder liberale Mensch muss so einen Unfug ablehnen und wenn die Bauern (und ein paar andere Branchen) jetzt jammern, dann mit guten Recht!
    Was glaubt dieser Verbrecherstaat eigentlich, einfach von Heute auf Morgen vielen Menschen ihre Arbeit zu verbieten und eingesetztes Kapital zu entwerten.

    Man sieht wieder einmal sehr gut, gegenüber dem Verbrecherstaat ist das Individuum vollkommen rechtlos. Der Verbrecherstaat darf enteignen, plündern und rauben. Die Eliten haften nicht für den Schaden, sondern der unschuldige Steuerzahler.

    Wer geglaubt hat der Faschismus wäre besiegt, wacht wohl mit argen Kopfschmerzen auf.
    Gemeinwohl geht vor Eigenwohl – wer hat das gesagt?
    Brechung der Zinsknechtschaft – wo habe ich das schon einmal gelesen?

  2. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    11x Ausgezeichneter Kommentar
    09. September 2014 10:18

    Wer sich mit den Sanktionen vor allem selbst trifft, das wird sich noch herausstellen!
    Bei MAN Steyr werden gerade 2000 Mitarbeiter (von 2400) auf 6 Monate in die Kurzarbeit geschickt. Danke liebe EU!

  3. Ausgezeichneter KommentatorGerhard Pascher
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    09. September 2014 05:45

    Ich verteidige bei Neidkampagnen unsere Landwirte immer. Denn es handelt sich dabei um Selbständige, welche mit eigenem Kapital und Risiko arbeiten, keine 40 Stundenwoche, 13. und 14. Monatseinkommen und keinen bezahlten Urlaub haben. Aber in der ÖVP sind sie durch die bessere Organisation im Bauernbund überrepräsentiert.
    Völlig undiskutabel sind die dauernden Forderungen nach Unterstützung und nun besonders beim Ausfall des russischen Marktes. Jede andere Branche muss sich bei Verlust von Abnehmern eben um neue Kunden kümmern und nicht gleich nach staatlicher Hilfe rufen.

    Ich erinnere mich an den EU-Anschluss von Großbritannien, wo Neuseeland praktisch über Nacht einen wichtigen Abnehmer von Butter, Käse, Schaffleisch usw. verloren hatte. Da musste sich dann der ganze Wirtschaftszweig umstellen und heute steht er besser als je zuvor da. Es werden u.a. riesige Trockenmilchpulvermengen produziert und nun nach China und benachbarte Länder geliefert. So funktioniert eine freie Marktwirtschaft.

  4. Ausgezeichneter KommentatorInger
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    09. September 2014 09:52

    Das Jammern der Bauern wird immer besprochen, aber die Jammerei hat auch einen Grund! Warum hören wohl so viele jährlich auf?? Und wenn man sich die angeblichen Subventionen so anschaut, was landet denn wirklich bei den Bauern??? Die allermeisten landwirtschaftlichen Förderungen gehen doch an die Industrie und an irgendwelche landwirtschaftliche Organisationen.
    Und wenn ich mir die Aussagen unseres Landwirtschaftsministers so anschaue, dann denk ich mir, Ahnung hat der wirklich keine. Meinte der doch glatt, die Säue, die nach Russland geliefert werden, seien die besonders fetten mit dem vielen Rückenspeck - und wer erzeugt die in Österreich? Keiner, weil die sind schon längst nicht mehr nachgefragt. Da wird überhaupt mit Zahlen herumgeworfen, die hinten und vorne nicht stimmen, denn die vielen Säue die angeblich nach Rußland gingen, waren keine österreichischen, die wurden nur in Österreich geschlachtet und kamen vorn irgendwo, nur durch die Schlachtung in Österreich waren sie mit einem AT-Stempel versehen. Österreich produziert nicht einmal mehr genug Säue für den österreichischen Bedarf, also von Export "echter" österreichischer Säue kann man da wohl nicht mehr reden.
    Ich meine, man müsste sich da viel mehr mit den Hintergründen beschäftigen, um die Jammerei wirklich zu verstehen.
    Bezeichnend find ich ja, dass man vorgibt, sich jetzt für die Bauern zu interessieren, weil Rußland die Importe eingeschränkt hat. Warum hat man sich nicht all die Jahre für unsere Bauern interessiert? Die wurden nur reglementiert, vom grünen Tisch aus, die Bauernkämmerer sind ja meist die, denen die Arbeit daheim zu anstrengend und zu stinkend war.

  5. Ausgezeichneter KommentatorHDW
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    09. September 2014 10:03

    AU ist zwar für die Sanktionen (Politische Ökonomie) aber gegen deren Folgen (Ökonomische Politik). Ein bürgerlich-liberales Credo (E.Busek) das vieles zum Aufrechterhalten der linken Hegemonie beiträgt.

  6. Ausgezeichneter KommentatorJosef Maierhofer
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    09. September 2014 13:17

    Das alles zeigt, dass keiner in der EU und auch keiner in Russland all diese Sanktionen will, es wollen bloß die Amis, und auch dort nur die 'Elite' wie auch hier in der EU nur die abgehobene und volksferne Elite.

    Die Russen sind wenigstens ehrlich und machen die Umgehungsgeschäfte.

    Die Europäer aber jammern ...

  7. Ausgezeichneter Kommentatorzweiblum
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    09. September 2014 08:26

    Richtig! Wir retten die Banken, die sind für die Volkswirtschaft der Investorlaender wichtiger. Außerdem sind die Banker Supergehaelter und Boni gewöhnt!

die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter KommentatorTik Tak
    1x Ausgezeichneter Kommentar
    10. September 2014 13:14

    Da schreibt der selbsternannte "Experte" einen skurrilen Artikel in einer "Wirtschaftszeitung" und klopft sich ob seiner "Expertise" selbst auf die Brust.

    Dumm nur, daß er wieder einmal seine eigenen, angeblich fundierten, Grundsätze zugunsten einer unübersehbaren Auftragsarbeit bricht.
    "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing", nicht wahr Unterberger?

    Die Sanktionen werden Österreich einiges über 10,000 Jobs kosten.
    Rußland kauft nunmehr vor allem in Asien und den USA ein, komisch nicht?
    Natürlich gibt es Umgehungsgeschäfte.
    Rußland und Weißrußland sind in der gleichen Situation?
    Wo hat der Vorzugsschüler Geographie gelernt?

    Und plötzlich ist die EU für Hilfszahlungen an Bauern gut?


alle Kommentare

  1. Fausto (kein Partner)
    21. Januar 2015 14:22

    Zum Server: Bei Strato steht momentan oaenfbfr jemand auf der Leitung! Entschuldige bitte!Zu Ringo: Also Eventim wie auch der Veranstalter Karsten Jahnke (siehe auch ) halte ich schon ffcr zuverle4ssig. Ich weidf von einigen, die mittlerweile ihre Karten dort bestellt und bezahlt haben. An dem Hamburg-Termin zweifle ich nicht.Grudf, Sven. http://rmcalq.com [url=http://tzqmkdkd.com]tzqmkdkd[/url ] [link=http://ydteoi.com]ydteoi[/link ]

  2. Beth (kein Partner)
    21. Januar 2015 00:50

    Hi Nani,freue mich hier von Dir zu lesen, muss ich doch gleich mal bei Dir scaehun gehen Ja, einfach freuen und aufhf6ren zu wundern!Lieben Gruss Missy

  3. Deborah (kein Partner)
    19. Januar 2015 11:11

    Ja, sehr leider, vor allem wenn ich daran denke, dass zdsenuimt ilfiglio die Sachen innerhalb von ein, zwei Wochen vermutlich ruiniert he4tte ... @marco: genau das beffcrchte ich auch. miomarito meinte, Italien wfcrde das vermutlich nicht betreffen - aber das we4re ja nur der Urlaub - vermutlich bricht dann auch noch der Etna aus und wir hocken alle in der Asche-Suppe ... und das nach diesem Winter ...

  4. AppolloniO (kein Partner)
    11. September 2014 11:57

    Gibt es Irgendwen der in den letzten 50 Jahren, seit EU-Zeiten auch noch komfortabel abgesichert, mehr Subventionen nachgeschmissen bekam als die Bauern? Und zwar die Großen, nicht die kleinen die die Almen bewirtschaften.

    Und davor? haben sie Eier und Speck nur gegen Edelmetall getauscht. Irgendwann sollte es reichen.

  5. Abaelaard (kein Partner)
    11. September 2014 08:12

    Nur zur Information, die Biogasbetreiber bekommen zig Tonnen Äpfel nur zu den Frachtkosten angeliefert, Ein mir bekannter Biogasbauer hat die erste Lieferung in der Höhe von 30 Tonnen schon in die Anlage eingebrachten erwartet weitere. Wer das wohl bezahlt?. Dies ist wohl der tägliche Apfel mehr unseres halblustigen Landwirtschaftsministers. Wenn jemand die Problematik der Ukrainekrise noch immer aus der Sicht des Blogbetreibers sieht dem kann wahrscheinlich nicht mehr geholfen werden.

  6. Der Realist (kein Partner)
    10. September 2014 18:05

    "... entschädigt sie die EU", Preisfrage: und woher nimmt die EU das Geld? Der Glaube, dass das Geld in Brüssel auf den Bäumen wächst, dürfte also doch noch vorhanden sein

  7. Tik Tak (kein Partner)
    10. September 2014 13:14

    Da schreibt der selbsternannte "Experte" einen skurrilen Artikel in einer "Wirtschaftszeitung" und klopft sich ob seiner "Expertise" selbst auf die Brust.

    Dumm nur, daß er wieder einmal seine eigenen, angeblich fundierten, Grundsätze zugunsten einer unübersehbaren Auftragsarbeit bricht.
    "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing", nicht wahr Unterberger?

    Die Sanktionen werden Österreich einiges über 10,000 Jobs kosten.
    Rußland kauft nunmehr vor allem in Asien und den USA ein, komisch nicht?
    Natürlich gibt es Umgehungsgeschäfte.
    Rußland und Weißrußland sind in der gleichen Situation?
    Wo hat der Vorzugsschüler Geographie gelernt?

    Und plötzlich ist die EU für Hilfszahlungen an Bauern gut?

    • Tik Tak (kein Partner)
      10. September 2014 13:31

      Komisch nicht?

      Plötzlich ist es OK, wenn die ach so gescholtene EU die Verluste der Bauern abdeckt?
      Bisher war das angeblich immer etwas ganz böses, wenn doch der Markt seine Rolle spielen sollte und ja nicht durch staatliche Eingriffe oder gar Hilfszahlungen beschränkt werden sollte?

      Dass die USA kaum bis keine Wirtschaftssanktionen gegen Rußland gesetzt haben und jetzt die Früchte der dummen EU Entscheidungen im Handel mit Rußland ernten, hat der Skurrilo Unterberger gefließentlich verschwiegen.
      Dass Airbus vor ein paar Tagen um einen Milliarden Euro Auftrag zugunsten von Boeing den Kürzeren gezogen hat dürfte der Skurrilo völlig ignorieren.
      Sind ja nur ein paar Milliarden Euro und ein paar tausend Arbeitsplätze.
      Wer braucht das schon, wenn man ehh die Ausgleichszahlungen aus der EU bekommt?

      Dass die Sanktionen fast ausschließlich der EU auf den Kopf fallen und die Schäden durch erhöhte Steuergeldeinsätze ausgeglichen werden müssen, hat der Kriegspropagandist auch seltsamerweise verschwiegen.
      Dabei werden halt dann wieder, ist ihm ja egal, die Abgaben steigen, was sollst.

      Dass vor allem die USA und China jetzt verstärkt auch Lebensmittel, teilweise in Südamerika und Afrika produziert, nach Rußland verkaufen, weiß er vermutlich nicht, der "Experte".

      Dass dringend benötigtes russisches Investorengeld gerade massiv aus der EU abgezogen wird, versteht der "Experte von eigenen Gnaden" nicht.

      Dass letztlich Rußland in keiner Weise so empfindlich ist wie Weißrußland geht weit über seinen Horizont, der reicht vermutlich von der Pyrkergasse 18 bis zur Pyrkergasse 22, hinaus.
      Rußland ist durchaus in der Lage sich auf dem Weltmarkt zu versorgen, notfalls halt über massive staatliche Subventionen, die haben das Geld.

      Was der "skurrile Experte für ehh alles" nicht versteht, ist, daß Rußland nicht die Sovjetunion ist.
      Der kalte Krieg, oder der vom Unterberger so herbeigesehnte und herbeigeschriebene heiße Krieg, ist vorbei.
      Der Unterberger hat die letzten 20 Jahre wohl verschlafen.

      Wenn hier jemand so dumm ist und sich selbst ins Knie schießt, dann sind das die Europäer.
      Da haben die Bauern schon recht, wenn sie jammern, daß sie für die völlig verfehlte Außenpolitik der EU zahlen dürfen.

      Die Sanktionen haben keinen Sinn, die schaden nur der Wirtschaft der EU und der zukünftigen Zusammenarbeit mit Rußland, wenn der Schwachsinn endlich wieder vorbei ist.
      Bis dahin wird Rußland seine Geschäftspartner längst wo anders haben.
      Unter anderem auch beim Auftraggeber vom Unterberger in den USA.

      Der Unterberger wird mehr und mehr zu einer Ein-Mann-Version von News of the World und Fox News in Europa.

      Wenn er sich noch ein wenig bemüht, könnte er glatt als Lehrling bei "heute" anheuern.
      Aber dazu ist er mittlerweile nicht mehr gut genug.
      Selbst die haben ihre Standards.

      Bleibt nur mehr die Rolle des Nestbeschmutzers für den Unterberger.

  8. Josef Maierhofer
    09. September 2014 13:17

    Das alles zeigt, dass keiner in der EU und auch keiner in Russland all diese Sanktionen will, es wollen bloß die Amis, und auch dort nur die 'Elite' wie auch hier in der EU nur die abgehobene und volksferne Elite.

    Die Russen sind wenigstens ehrlich und machen die Umgehungsgeschäfte.

    Die Europäer aber jammern ...

  9. terbuan
    09. September 2014 10:18

    Wer sich mit den Sanktionen vor allem selbst trifft, das wird sich noch herausstellen!
    Bei MAN Steyr werden gerade 2000 Mitarbeiter (von 2400) auf 6 Monate in die Kurzarbeit geschickt. Danke liebe EU!

    • Cotopaxi
      09. September 2014 10:59

      Sieht so die Entfesselung der Wirtschaft im Sinne der Schwarze Chaoten aus? ;-)

    • Ökonomie-Vergelter
      09. September 2014 12:46

      @ Terbuan:

      Der EU werden wir bald noch viel mehr zu "verdanken" haben, sobald die Assoziation der Ukraine, die derzeit weitaus überwiegend mit dem russischen Markt verflochten ist, zu deren Eingliederung in die Westwirtschaft führen wird.

      Die dadurch erforderliche Umstrukturierung der Ukraine wird wohl ein Jahrzehnt eines von uns Nettozahlern zu finanzierenden "Heulens und Zähneknirschens" bedeuten.

    • dssm
      09. September 2014 13:38

      Ich weise nochmals auf die RI Problematik hin. Da geht das österreichische Budget für die nächsten einhundert Jahre unter (wenn gerettet wird wie bisher, oder es ist halt die grösste Enteignung von Sparern seit den 30ern). Es wäre den Russen nicht zu verdenken, wenn da auch 'Sanktionen' gegenüber EU-Banken verhängt würden ...

  10. HDW
    09. September 2014 10:03

    AU ist zwar für die Sanktionen (Politische Ökonomie) aber gegen deren Folgen (Ökonomische Politik). Ein bürgerlich-liberales Credo (E.Busek) das vieles zum Aufrechterhalten der linken Hegemonie beiträgt.

  11. Inger
    09. September 2014 09:52

    Das Jammern der Bauern wird immer besprochen, aber die Jammerei hat auch einen Grund! Warum hören wohl so viele jährlich auf?? Und wenn man sich die angeblichen Subventionen so anschaut, was landet denn wirklich bei den Bauern??? Die allermeisten landwirtschaftlichen Förderungen gehen doch an die Industrie und an irgendwelche landwirtschaftliche Organisationen.
    Und wenn ich mir die Aussagen unseres Landwirtschaftsministers so anschaue, dann denk ich mir, Ahnung hat der wirklich keine. Meinte der doch glatt, die Säue, die nach Russland geliefert werden, seien die besonders fetten mit dem vielen Rückenspeck - und wer erzeugt die in Österreich? Keiner, weil die sind schon längst nicht mehr nachgefragt. Da wird überhaupt mit Zahlen herumgeworfen, die hinten und vorne nicht stimmen, denn die vielen Säue die angeblich nach Rußland gingen, waren keine österreichischen, die wurden nur in Österreich geschlachtet und kamen vorn irgendwo, nur durch die Schlachtung in Österreich waren sie mit einem AT-Stempel versehen. Österreich produziert nicht einmal mehr genug Säue für den österreichischen Bedarf, also von Export "echter" österreichischer Säue kann man da wohl nicht mehr reden.
    Ich meine, man müsste sich da viel mehr mit den Hintergründen beschäftigen, um die Jammerei wirklich zu verstehen.
    Bezeichnend find ich ja, dass man vorgibt, sich jetzt für die Bauern zu interessieren, weil Rußland die Importe eingeschränkt hat. Warum hat man sich nicht all die Jahre für unsere Bauern interessiert? Die wurden nur reglementiert, vom grünen Tisch aus, die Bauernkämmerer sind ja meist die, denen die Arbeit daheim zu anstrengend und zu stinkend war.

  12. zweiblum
    09. September 2014 08:26

    Richtig! Wir retten die Banken, die sind für die Volkswirtschaft der Investorlaender wichtiger. Außerdem sind die Banker Supergehaelter und Boni gewöhnt!

  13. dssm
    09. September 2014 08:13

    Wirtschaftliche Sanktionen sind immer dumm!
    Jeder liberale Mensch muss so einen Unfug ablehnen und wenn die Bauern (und ein paar andere Branchen) jetzt jammern, dann mit guten Recht!
    Was glaubt dieser Verbrecherstaat eigentlich, einfach von Heute auf Morgen vielen Menschen ihre Arbeit zu verbieten und eingesetztes Kapital zu entwerten.

    Man sieht wieder einmal sehr gut, gegenüber dem Verbrecherstaat ist das Individuum vollkommen rechtlos. Der Verbrecherstaat darf enteignen, plündern und rauben. Die Eliten haften nicht für den Schaden, sondern der unschuldige Steuerzahler.

    Wer geglaubt hat der Faschismus wäre besiegt, wacht wohl mit argen Kopfschmerzen auf.
    Gemeinwohl geht vor Eigenwohl – wer hat das gesagt?
    Brechung der Zinsknechtschaft – wo habe ich das schon einmal gelesen?

  14. Gerhard Pascher
    09. September 2014 05:45

    Ich verteidige bei Neidkampagnen unsere Landwirte immer. Denn es handelt sich dabei um Selbständige, welche mit eigenem Kapital und Risiko arbeiten, keine 40 Stundenwoche, 13. und 14. Monatseinkommen und keinen bezahlten Urlaub haben. Aber in der ÖVP sind sie durch die bessere Organisation im Bauernbund überrepräsentiert.
    Völlig undiskutabel sind die dauernden Forderungen nach Unterstützung und nun besonders beim Ausfall des russischen Marktes. Jede andere Branche muss sich bei Verlust von Abnehmern eben um neue Kunden kümmern und nicht gleich nach staatlicher Hilfe rufen.

    Ich erinnere mich an den EU-Anschluss von Großbritannien, wo Neuseeland praktisch über Nacht einen wichtigen Abnehmer von Butter, Käse, Schaffleisch usw. verloren hatte. Da musste sich dann der ganze Wirtschaftszweig umstellen und heute steht er besser als je zuvor da. Es werden u.a. riesige Trockenmilchpulvermengen produziert und nun nach China und benachbarte Länder geliefert. So funktioniert eine freie Marktwirtschaft.

    • Brigitte Imb
      09. September 2014 11:19

      Die (richtigen) Bauern sind auch nicht wirklich glücklich über den EU Förderwahn, sie wollen viel mehr eine ordentliche Bezahlung für ihre Produkte und KEINE Einmischung.

  15. kritikos
    09. September 2014 01:42

    Man könnte die 40 Millionen österreichischer Äpfel in den Fernen Osten exportieren. Wo doch die Oststeiermark so gute produziert. Ich weiß schon, der Ferne Osten muss sehr langwierig zu Importen animiert werden. Aber wie wäre es mit einer österreichischen Variante des Calvados? Bei der Apfelqualität!
    Ich wäre gerne ein Abnehmer dieser flüssigen Äpfelvariante.
    Leider - im Ernst - habe ich keinen Einblick in die derzeitigen und die künftig wirklichen Möglichkeiten des Lebensmittelexports. Die EU wird hoffentlich einen Weg finden.





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