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Springers Rücktritt und die Folgen

Der – nach monatelangem Hinhalten erfolgte – Rücktritt von Georg Springer löst mindestens auf drei Ebenen Folgen aus.

Erstens geht es um die persönliche Verantwortung der gefeuerten Burgdirektoren wie auch des Bundestheater-Chefs: Haben sie etwas Rechtswidriges getan? Das wird wohl noch jahrelang die Gerichte befassen. Denn derzeit gibt eigentlich immer nur zwei Botschaften: Das eine Mal schiebt jeder die Schuld auf den anderen; das andere Mal kann man dann wieder hören: „Das war doch in der Kultur schon immer so.“ Beides ruft nach unabhängiger Klärung - wobei man annehmen darf, dass sich der Jurist Springer besser selbst gesichert hat als die beiden früheren Burg-Chefs, die ganz in der wirklichkeitsfremden Kulturwelt gelebt haben. Aber ein Aufsichtsratschef muss eigentlich schon Etliches mehr wissen, als Springer zu wissen vorgab.

Zweitens wird zunehmend auch Kulturminister Ostermayer hineingezogen: Denn der mit einem Gutachten beauftragte Rechtsanwalt hat zuerst unter ganz anderen Vorzeichen auch ein Gespräch mit dem (Ex-)Burgchef geführt. Angeblich auf Rat des Ministers. Doppelvertretung ist jedenfalls nach Anwalts-Recht streng verpönt.

Drittens aber muss man einmal auch die Regierung loben. Denn bisher ist dort noch kein einziges Mal der Ruf lauf geworden: Na, soll halt der Steuerzahler wieder einmal den Schaden zahlen. Die SPÖ ist offensichtlich nicht mehr wie früher die Partei der Kulturlobby, sondern ganz die der Gewerkschaft. Und die hat heute ganz andere Anliegen, als zusätzliches Geld für Kultur auszugeben. Das kann sich zwar noch immer jeden Tag ändern (mit zusätzlichen Arbeitsplätzen kann ja jede zusätzliche Verschuldung begründet werden). Aber vorerst ist das durchaus eine interessante Entwicklung.

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die besten Kommentare

  1. Ausgezeichneter Kommentatordssm
    10x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2014 18:37

    Mich fasziniert die Frechheit unserer Eliten. Da ist jemand Aufsichtsrat und weiß von nichts, kennen wir ja bestens von unserem Sozialminister. Gleichzeitig haftet in der realen Wirtschaft jedes Organ einer Gesellschaft. Inzwischen sogar die Gesellschafter, wenn diese eine Schieflage nicht rechtzeitig durch Maßnahmen im Geschäftsführung und Aufsicht bereinigt haben, denn man muß sich um seine Sachen schon kümmern und informieren. Diese Haftung wurde von genau Leuten, wie eben diesem Sozialminister, eingeführt.

    Und nun hat schon wieder so ein mieser, von Steuergeld lebender, Gauner die Frechheit nichts gewusst zu haben? Wo ist der Staatsanwalt? Der gibt ja zu, daß er sich nicht gekümmert hat. Wo sind die Politiker die selbst Gesellschafter (Aufsichtsorgane und Geschäftsführer sowieso) haften lassen?
    Aber wie schon Orwell richtig feststellte: Alle Tiere sind gleich, nur einige sind Gleicher! (Gleicher sind dabei die Schweine – wie treffend).

  2. Ausgezeichneter Kommentatormischu
    6x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2014 20:43

    Hat man jetzt Springer genug Zeit gelassen, alles relevante Beweismaterial zu vernichten und sich in die "hochverdiente" Pension zu begeben? ;-)

    Dann müßte Ostermayer gleich mit den Hut nehmen.

    Schließlich imformierte der zuständige Wirtschaftsprüfer schon beim Jahresabschluß 2011/2012 den Aufsichtsrat über gravierende Mängel und hat beim Auffliegen des Skandals klar und deutlich zu verstehen gegeben: "Jedem hätte die alarmierende Entwicklung auffallen können"!

    http://wien.orf.at/news/stories/2633333/

    Daher kommt dieser Rücktritt viel zu spät und die Kosten für das politische Versagen muß wieder einmal der Steuerzahler tragen.
    Wer denn sonst? Die SPÖ sicher nicht, auch wenn sie sich derzeit diplomatisch bedeckt hält. Seit wann hätten die Genossen Skrupel den "Klassenfeind" zur Kasse zu bitten?

  3. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    4x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2014 20:14

    Zitat AU: "Denn bisher ist dort noch kein einziges Mal der Ruf lauf geworden: Na, soll halt der Steuerzahler wieder einmal den Schaden zahlen."

    Na ja und wer steht jetzt gerade für den hinterlassenen Schuldenberg?
    Die Herren Springer und Hartmann, oder wer, dass ich nicht lache, natürlich wird der Steuerzahler zur Kasse gebeten werden, mit oder ohne Ruf!

  4. Ausgezeichneter Kommentatorterbuan
    3x Ausgezeichneter Kommentar
    23. Juni 2014 22:55

    O.T. Veröffentlichte Abhörprotokolle aus Polen:
    Wie der polnische Außenminister das Verhältnis zu den USA beurteilt:

    "Totaler Bullshit“, soll Außenminister Radoslaw Sikorski dem ehemaligen Finanzminister Jacek Rostowski gesagt haben, wie polnische Medien am Sonntag aus einer Vorabveröffentlichung des Magazins zitierten. „Wir werden uns einen Konflikt mit Deutschland und Russland einhandeln, und wir werden behaupten, das alles super ist, weil wir den Amerikanern einen Gefallen tun. Verlierer. Totale Verlierer.“
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/neue-abhoerprotokolle-in-polen-totaler-bullshit-13003962.html

    Ziemlich peinlich für Donald Tusk!

  5. Ausgezeichneter KommentatorUndine
    2x Ausgezeichneter Kommentar
    24. Juni 2014 10:38

    Was soll's! Ein typischer österreichischer Sesselkleber, der über viele Jahre hinweg UNFÄHIG war, seine Aufgabe zu erfüllen, hat im letzten Moment doch aufgegeben. Naja, bald kommt der nächste "Vertrauensmann" von Ostermayers Gnaden in den "Aufsichtsrat"---ändern wird sich nichts.


alle Kommentare

  1. Mumtaz (kein Partner)
  2. Sayaka (kein Partner)
    20. Januar 2015 10:50

    That's a sharp way of thniking about it.

  3. heartofstone (kein Partner)
    24. Juni 2014 20:22

    Wie ich gerade in der ZIB 20 erfahren habe, werden die Familien der zurückkehrenden Syrien"kämpfer" bei der "Integration" unterstützt anstatt ihnen mit Anlauf einen Tritt in den Arsch zu versetzen der sie bis nach Syrien trägt und ihnen die österreichische Staatsbürgerschaft zu entziehen. Ja habens den Verfassungsschützern ins Hirn geschissen? Raus mit dem mohammedanischen Terroristenpack!!!! Subito!!!! Ihre Familienangehörigen dürfen ihnen gerne geschlossen folgen ...

  4. Neppomuck (kein Partner)
    24. Juni 2014 18:33

    Zeitgenössische Kultur: Die Kuh, die von den Steuerzahlern gefüttert wird, um von den Staatskünstlern gemolken zu werden.

    Das wird nie was.

  5. Solon II (kein Partner)
    24. Juni 2014 18:17

    Wenn staatsanwaltlich untersucht wird (?) dann wird wohl auch der Zeitraum einbezogen, während dem die Frau BM Schmied verantwortlich war?
    Sollten beide Politiker zur Verantwortung gezogen werden, was ich eh nicht glaube, dann tröstet sie sicher die Volksweisheit: Geteiltes Leid ist halbes Leid!?

  6. Wolfgang Bauer
    24. Juni 2014 13:47

    Typisch österreichische Konsequenz: Mit allen Rechten in die Pense flüchten. Und der Minister spricht ihm noch den Dank aus. Der präpotente Mann kostete und wird noch Millionen kosten. Gott schenke ihm ein langes Leben.

  7. Undine
    24. Juni 2014 10:38

    Was soll's! Ein typischer österreichischer Sesselkleber, der über viele Jahre hinweg UNFÄHIG war, seine Aufgabe zu erfüllen, hat im letzten Moment doch aufgegeben. Naja, bald kommt der nächste "Vertrauensmann" von Ostermayers Gnaden in den "Aufsichtsrat"---ändern wird sich nichts.

  8. terbuan
    23. Juni 2014 22:55

    O.T. Veröffentlichte Abhörprotokolle aus Polen:
    Wie der polnische Außenminister das Verhältnis zu den USA beurteilt:

    "Totaler Bullshit“, soll Außenminister Radoslaw Sikorski dem ehemaligen Finanzminister Jacek Rostowski gesagt haben, wie polnische Medien am Sonntag aus einer Vorabveröffentlichung des Magazins zitierten. „Wir werden uns einen Konflikt mit Deutschland und Russland einhandeln, und wir werden behaupten, das alles super ist, weil wir den Amerikanern einen Gefallen tun. Verlierer. Totale Verlierer.“
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/neue-abhoerprotokolle-in-polen-totaler-bullshit-13003962.html

    Ziemlich peinlich für Donald Tusk!

    • dssm
      23. Juni 2014 23:40

      Wobei ganz ehrlich, Ukraine hin, Ukraine her. Aber Polen gehört zu Europa!
      Da sollen sich die Amis einfach schleichen!
      Sikorsky hat vollkommen Recht, da wäre eine Gelegenheit für Herrn Kurz ein wenig von 1683 zurückzugeben!

    • oberösi
      24. Juni 2014 01:43

      @dssm

      Wenn ein Pole Europa sagt, hat er immer noch primär die USA bzw. NATO gemeint, und nicht sosehr die EU. Die ist nur zum Zahlen da.
      Dies gilt übrigens für alle Nachfolgestaaten des Ost-Reiches.

  9. mischu
    23. Juni 2014 20:43

    Hat man jetzt Springer genug Zeit gelassen, alles relevante Beweismaterial zu vernichten und sich in die "hochverdiente" Pension zu begeben? ;-)

    Dann müßte Ostermayer gleich mit den Hut nehmen.

    Schließlich imformierte der zuständige Wirtschaftsprüfer schon beim Jahresabschluß 2011/2012 den Aufsichtsrat über gravierende Mängel und hat beim Auffliegen des Skandals klar und deutlich zu verstehen gegeben: "Jedem hätte die alarmierende Entwicklung auffallen können"!

    http://wien.orf.at/news/stories/2633333/

    Daher kommt dieser Rücktritt viel zu spät und die Kosten für das politische Versagen muß wieder einmal der Steuerzahler tragen.
    Wer denn sonst? Die SPÖ sicher nicht, auch wenn sie sich derzeit diplomatisch bedeckt hält. Seit wann hätten die Genossen Skrupel den "Klassenfeind" zur Kasse zu bitten?

    • dssm
      23. Juni 2014 23:38

      Wenn die Dinge liegen wie von Ihnen geschildert, und es gibt keinen Grund Ihren geschätzten Worten zu mißtrauen, so müsste der Gesellschafter uns dessen Vertreter verurteilt werden, selbstverständlich nachdem die Geschäftsführung und die Aufsicht verurteilt wurden. Dies ist der gesetzliche Rahmen - wobei ich glaube da werden wieder manche gleicher sein.

    • mischu
      24. Juni 2014 01:05

      @dssm

      Nachdem hier alle Verantwortlichen in einem Boot sitzen, wird Herr Springer sicher nicht verurteilt, denn sonst hätte er sofort zurücktreten müssen.
      Er hatte, gedeckt vom verantwortlichen Minister, genug Zeit und man kann ihm jetzt vermutlich nichts mehr nachweisen.

      So funktioniert das in unserer vor kurzem schon aufgezeigten BANANENREPUBLIK.

  10. machmuss verschiebnix
    23. Juni 2014 20:33

    OT - rüttelt da einer an den Säulen der Gesellschaft ...

    Heinz Mayer: "In mir steigt der blanke Zorn auf"

    http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/3825352/Heinz-Mayer_In-mir-steigt-der-blanke-Zorn-auf

    Bei wievielen Inhabern von Top-Positionen mag sich wohl schon eine equivalent klingende
    Einsicht festgesetzt haben - gut so, auch wenn's die Regierung wie immer ignoriert,
    es ist wichtig und eigentlich sensationell, daß endlich auch aus dem obersen Segment
    der Gesellschaft derart deutliche Worte zu vernehmen sind.

  11. terbuan
    23. Juni 2014 20:14

    Zitat AU: "Denn bisher ist dort noch kein einziges Mal der Ruf lauf geworden: Na, soll halt der Steuerzahler wieder einmal den Schaden zahlen."

    Na ja und wer steht jetzt gerade für den hinterlassenen Schuldenberg?
    Die Herren Springer und Hartmann, oder wer, dass ich nicht lache, natürlich wird der Steuerzahler zur Kasse gebeten werden, mit oder ohne Ruf!

    • dssm
      23. Juni 2014 23:32

      Bitter daran ist, der Steuerzahler als Gesellschafter haftet voll, auch privat, für den Wahnsinn seiner Geschäftsführung - nur die öffentlich rechtlichen Leute nicht.
      Gleicheit?

    • Torres (kein Partner)
      25. Juni 2014 10:50

      Sie haben völlig recht: auch wenn - rein theoretisch - die Herren Springer und Hartmann (evtl. auch noch die entlassene Buchhalterin) für den Schaden haftbar sind, die Millionen sind von dort sicher nicht zu holen (obwohl sie sicher nicht schlecht verdienen); also doch wieder der Steuerzahler!

  12. Dr. Otto Ludwig Ortner
    23. Juni 2014 20:06

    Als regelmäßiger Besucher der Bundestheater - die wahre Seele Österreichs - muß ich anerkennen, daß Dr. Springer seit 1999 jedenfalls deren Funktionieren geleitet hat. Daher sei ihm gedankt! Denn von vielen anderen staatlich eingesetzten Betriebsführern kann man das ja nicht sagen!
    Otto Ludwig Ortner

    • terbuan
      23. Juni 2014 20:20

      Herr Dr. Ortner,
      "Funktionieren" kann man von einem Unternehmen nur sprechen, wenn es mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes geleitet wurde und wird. Und diese Sorgfalt war angesichts dieser Defizite bei Herrn Dr. Springer nicht wirklich auszumachen.

  13. dssm
    23. Juni 2014 18:37

    Mich fasziniert die Frechheit unserer Eliten. Da ist jemand Aufsichtsrat und weiß von nichts, kennen wir ja bestens von unserem Sozialminister. Gleichzeitig haftet in der realen Wirtschaft jedes Organ einer Gesellschaft. Inzwischen sogar die Gesellschafter, wenn diese eine Schieflage nicht rechtzeitig durch Maßnahmen im Geschäftsführung und Aufsicht bereinigt haben, denn man muß sich um seine Sachen schon kümmern und informieren. Diese Haftung wurde von genau Leuten, wie eben diesem Sozialminister, eingeführt.

    Und nun hat schon wieder so ein mieser, von Steuergeld lebender, Gauner die Frechheit nichts gewusst zu haben? Wo ist der Staatsanwalt? Der gibt ja zu, daß er sich nicht gekümmert hat. Wo sind die Politiker die selbst Gesellschafter (Aufsichtsorgane und Geschäftsführer sowieso) haften lassen?
    Aber wie schon Orwell richtig feststellte: Alle Tiere sind gleich, nur einige sind Gleicher! (Gleicher sind dabei die Schweine – wie treffend).





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